Februar 2013

Entdecken Sie Mittelamerika auf dieser spannenden Rundreise. Erleben Sie Nebelwald, Dschungel und Vulkane in Costa Rica, Koloniale und Folklore in Nicaragua sowie den Panamakanal und die Emberá Indianer in Panama.

Ihr Chronist

Liebe Leser, mein Name ist Manfred, Baujahr 1950, und ständig unterwegs in der großen weiten Welt. Meine Frau und ich habe jedoch noch einem Wohnsitz im schönen Markgräflerland in der Nähe von Basel.

Viele Grüße,
Manfed

2. Tag: Costa Rica

Um sechs geht es raus aus den Federn, alles für die Rundreise fertig machen. Beim Frühstück noch ein paar Informationen auffrischen. In Costa Rica sind etwa 25% der Fläche Naturschutzgebiet. Es gibt über 100 Vulkane, von denen noch einige sehr aktiv sind. Den zweitgrößten Krater der Welt werden wir heute noch erklimmen. Den Poas Vulkan nahe der Hauptstadt San José. Sie haben die älteste Demokratie in Lateinamerika, 1948 als erstes Land der Welt wurde ihre Armee abgeschafft. Und es hat die niedrigste Analphabetenrate von ganz Lateinamerika hat. Trocken-, Nebel- und Regenwald, aber dafür nur zwei Jahreszeiten, Trocken- und Regenzeit.

So um neun geht es los. Es werden die Koffer im Bus verstaut, die Sitzplätze in Beschlag genommen, es kann los gehen. Unterwegs zum Vulkan machen wir bei sonnigen, 25 Grad einen Stop in einer Kaffeeplantage. Genießen den qualitativ hochgehandelten Arabica Kaffee und wandeln zwischen den Sträuchern der Anlage. Auf der weiteren Fahrt geht es ständig nach oben, von circa 1100 auf 2708 Meter in den Nationalpark Vulkano de Poas. Ein kurzer Spaziergang, zwei Stunden geht es durch den Park stehen uns bevor. Es ist frisch und es empfiehlt sich die Wetterjacken anzuziehen.

Nach erreichen des Hauptkrater sehen, dass wir nichts sehen. Ein dichtes Nebelfeld verdeckt uns die Aussicht. Schade so laufen wir weiter zum zweiten Krater den Bote. Ein Durchmesser von fast 1,5 Kilometer mit einem See. Hier angekommen ein ähnliches Bild wie vorher. Der Passat frischt auf (nicht der von VW), sondern der Wind zerstäubt die Wolken und lässt die Sonne und den blauen Himmel hervorkommen.

Wir sind begeistert ein wundervoller Ausblick auf den Kratersee. In der Hoffnung, dass der andere Krater vielleicht ebenfalls vom Nebel befreit ist gehen wir den Weg nochmal zurück. Und siehe da, neben dem Schwefelgeruch der uns in die Nase zieht und einer Rauchfahne, gewährt uns der Vulkan einen Blick auf seinen gewaltigen Krater.

Der Weg hat sich gelohnt, man soll nie zu schnell aufgeben. Damit wir nicht verhungern geht es in ein Restaurant, zum Erdbeer-Drink werden Steaks und Reis gereicht. Langsam kommen wir uns auch in der Gruppe näher, beim Essen lassen sich gut Gespräche führen. Zum Abschluss noch ein Erdbeertörtchen und Kaffee. Unsere Reise führt uns jetzt, durch die grüne, tropische Landschaft nach Monteverede zum Nebel- und Regenwald. Gute 180 Kilometer nach Westen.

Wir müssen hinnehmen, dass die Autobahn heute gesperrt ist und zur Einbahnstraße umfunktioniert wurden. Unser armer Fahrer, so haben wir zwar eine längere Fahrt, sehen jedoch viel mehr von dieser herrlichen Landschaft. Es ist dunkel als wir die Lodge erreichen, ein heftiger Wind pfeift durch die Berge. Es bleibt nur noch das Abendessen, vier leckere Menüs zur Auswahl. Und dann die Zimmer! Riesig, XXXL Format, ein Zimmer für die Großfamilie.

3. Tag: Monteverde, Costa Rica, biologisches Nebelwaldreservat

Die einstige Quäkersiedlung hoch in den Bergen, ist heute ein touristisches Highlight von Costa Rica. Ach übrigens Costa Rica, reiche Küste, hat Christoph Kolumbus das Land genannt da er nach seiner Landung viele Goldwaren auf dem Markt gefunden hat. Leider entsprach das nicht der Wahrheit, da das Gold aus den Nachbarländern stammte. Die einheimische Bevölkerung hingegen war und ist immer noch arm.

Unserer Reiseführer Kenny, kümmert sich um alles und hilft wo er nur kann. Er spricht, dank drei Jahre Goethe-Institut, sehr gut Deutsch. Unser Bus quält sich über die steinigen, kurvenreichen, steilen Naturpisten in den Nationalpark. An mehreren Stellen musste er zurücksetzen und nochmals Anlauf nehmen. Aber wir haben das Reservat dann doch erreicht.

Mehr als 100 Personen lassen sie nicht mehr gleichzeitig in den Nebelwald. Über Hängebrücken und Pfade geht es zwei Stunden gemütlich durch riesige Urwaldbäume, die mit Moos, Orchideen und Bromelien bewachsen sind. Von den scheuen Tieren haben wir sehr wenig mitbekommen. Die vielen Touristen haben die Papageien, Kolibris, Tukane, und und, über 400 Vogelarten weiter in den Wald zurückgedrängt.

Nach der schönen Tour ein leckeres Mittagessen, Rind mit Pfeffersoße und viel Gemüse. Und danach Adrenalin pur, ein Hochseilpark mit 13 bis zu einem Kilometer langen und 120 Meter hohen Stahlseilabfahrten. Unter Anleitung rauschte man über und durch den Nebelwald, den Schwung an der Liane und Schrei des Tarzan inklusive. Selbst für Ungeübte ist der zweistündige Trail gut machbar. Verschwitzt, nein kein Angstschweiß, werden wir zur Lodge zurückgebracht.

Duschen, etwas in der Sonne ausruhen, um dann in Ruhe und mit vielen neuen Eindrücken das Abendessen zu genießen. Morgen geht es wieder früh weiter, wir sollen gegen 11 Uhr an der Grenze zu Nicaragua sein. Na dann gute Nacht.

4. Tag: Costa Rica - Nicaragua

Nach dem Frühstück, gegen sieben Uhr stürmt unsere Reise erfahrende Gruppe den Bus. Zweieinhalb Stunden über staubigen Naturpisten die Berge hinunter. Vorbei an Weiden und Wiesen und Hügel mit bizarren Formationen. Am Straßenrand legt sich der Staub von den vorbeifahrenden Autos auf die Blätter der Bäume.

Endlich erreichen wir wir die Panamerikana, Straße Nummer 1 in Costa Rica. Sie führt uns an die Grenze zu Nicaragua. Ein langer Tag im Bus bei über 30 Grad Außentemperatur. Zum Glück haben wir Kenny dabei, denn es ist nicht ganz einfach über die Grenze zu kommen. Gut eine Stunden verbringen wir mit anstehen in der glühenden Sonne um aus Costa Rica ausreisen zu dürfen.

Dann geht es zu Fuß, rechst und linkes eingezäunt, mit dem Gepäck über die Grenze. Auf der Seite von Nicaragua empfängt uns Martin und übernimmt hier die Einreiseformalitäten. Hier dauert es zwei Stunden bis wir weiter fahren können.

Mit dem Bus am Nicaragua See und dem Vulkan Momotombo in 1280 Meter Höhe entlang, zur kolonial Stadt Granada. Abendessen mit einem großem BBQ im Hotel und ein paar Bier, dann ist Schluss. Die lange Fahrt und Wartezeit haben geschlaucht. Freuen uns auf morgen, es gibt viel zu sehen.

5. Tag: Granada, Nicaragua

Wir haben ein altes, historisches Hotel in der Innenstadt von Granada. Die gesamte Stadt ist im Kolonialstil erhalten, mal mehr, mal weniger restauriert. Das Hotel am Platz Major hat seinen eigenen Charme mit seinem Innenhof und verwinkelten Etagen. Die Zimmer sind gross, das Frühstück wird vor dem Hotel auf dem Gehweg serviert und das Personal ist super freundlich.

Es wird heute wieder heiß, zwar mit gutem Schuhwerk versehen, jedoch im T-Shirt und Sonnenbrille. Mit unserem Bus geht es über sehr gut ausgebaute Straßen zum Nationalpark Masaya. Während der Fahrt werden wir von unserem Tourguide Martin mit Informationen versorgt.

Die Infrastruktur im Nationalpark ist super, perfekt wird es durch die Erklärungen von Martin. Mit Schutzhelme versehen, der Vulkan ist immer noch aktiv und letztes Jahr mal eben ausgebrochen, fahren wir die sechs Kilometer lange Strecke bis zum Kraterrand. Es riecht stark Schwefel, eine ständige Wolke verhindert uns die Sicht bis zum Grund des Vulkans. Von der brodelnden Magma sehen wir leider nichts. Ein starker Eindruck, so nahe an einem noch aktiven Vulkan zu stehen.

Unter uns ergießt sich die Ebene von mit ihren Lagunen Tisma und Apoyo. Eine Stunde verweilen wir am Vulkan Santiago, dann lockt uns der Kunstmarkt in Masaya. Handarbeiten aus allen Materialien, wunderschöne naive Bilder, bunte Stoffe und viele arbeiten aus Holz. Als weiter Punkt ist das Mittagessen am Rand der Lagune Apoyo vorgesehen.

Direkt am ehemaligen Krater mit glasklarem Wasser liegt das Restaurant. Gute Speisen, kaltes Bier und sogar Eis zum Nachtisch, was will man mehr. Zum Abschluss führt uns der Weg hinauf zu einem Aussichtspunkt von dem man einen sensationellen Blick auf die Lagune hat.

Abreise nach Granada, duschen, frische Wäsche und dann ab in die Fußgängerzone. Es gibt sehr wenig Geschäfte aber dafür sehr viele Restaurants. Für uns Herren ein Segen, der Geldbeutel wird geschont. Aber zum gemütlichen Dinner mit Livemusik und Austausch von den Tageseindrücken, geht auch dieser Tag zu Ende.

6. Tag: Nicaragua

Granada ist mit seinen 50.000 Einwohnern eine der ältesten Städte Nicaraguas. Unter sachkundiger Führung gehen wir vom Hotel zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

1855 hat der Abenteuer William Walker mit Billigung der vereinigten Staaten versucht die fünf mittelamerikanischen Länder im Handstreich zu übernehmen. Nachdem er gescheitert ist hat er Granada, mit einer Feuersbrunst, dem Erdboden gleich gemacht. Der Wiederaufbau im alten Kolonialstil bescherte der Stadt den Titel die heimliche Hauptstadt Nicaraguas zu sein.

Wir starten zu Fuß bei sengender Hitze, die Sonne brennt unbarmherzig. Unser erster Stop die Kirche la Mercedes. Die Kirche selbst ist restauriert worden, das Portal hingegen hat man mit den alten Brandmalen als Gedenken an das große Feuer so belassen. Eine sehr enge Wendeltreppe führt hinauf auf den Turm. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick über die Dächer der Stadt, bis zum großen Nicaragua See. Übrigens 16 mal größer als der Bodensee.

Am Plaza Colon (Kolumbus) einem belebten Platz vor der Kathedrale sehen wir uns einzige der schönen Häuser an. Man hat versucht die Kathedrale in den letzten 135 Jahre, mehr oder weniger getreu in ihrem ursprünglich Aussehen wieder herzustellen. Ein schlichter aber schöner Bau.

Weiter geht es zum Kulturhaus, dass mit Hilfe von Dietmar Schönherr, heute das Centrum für Kunst, Kultur und Schule ist. In der alten Klosterschule San Francisco befindet sich heute ein Museum, dass die Entstehung und den Werdegang Nicaraguas mit tollen Exponaten präsentiert. Eine kurze Pause, etwas essen, frisch machen und schon geht es weiter mit der Pferdekutsche an den See.

Über dreihundert, kleine Inseln liegen direkt vor der Stadt Granada im Nicaragua See. In den Lagunen gibt es eine ungeheure Artenvielfalt. Reiher jeder Couleur, bunte Vögel, Seeadler, sogar Affen und vieles mehr. Zum Glück sind sehr wenig Touristen Boote unterwegs und so können wir doch einige der Tier in Ruhe beobachten.

Aber schon die Landschaft mit den Wasserpflanzen und im Hintergrund der Vulkan sind sehenswert. Zum Abschluss unseres kurz Aufenthalts gehen wir zünftig essen inklusive Tänzen und Musik aus der Region von Granada. Zu guter Letzt verabschieden wir uns bei "happy our" mit ein paar Drinks in der La Calzada der Fußgängerzone von Granada.

7. Tag: Costa Rica

Heute wird es heftig, Abschied von Granda mit einem leckeren Frühstück auf der sonnigen Terrasse. Mit dem Bus geht es bis zur Grenzstation in Nicaragua. Unser Bus darf nicht in das Areal fahren. Also geht es ein paar hundert Meter mit den Koffern über schlechte Straßen und Schotterpisten zum Zoll.

Die Abfertigung in Nicaragua ging noch einigermaßen schnell über die Bühne. Ein Dollar für den Ort Penas Blancas und zwei Dollar für die Immigrationsbehörde. Erst Eintrittsgeld und dann Austrittsgeld? Weiter geht es zur Einreise nach Costa Rica. Zeit Stunden anstehen, zum Glück unter einem schattigen Vordach.

Am Schalter gehen die Probleme dann erst richtig los. Wo wollen sie hin, wie lange bleiben sie, wo ist das Busticket, wo ist das Flugticket? Viele Fragen und wenig Antworten. Aber sie lassen uns dann doch, auch mit Hilfe des Reiseleiters, denn Kenny ist wieder da, einreisen.

Kenny erzählt uns, es gibt immer wieder Änderungen und jedesmal andere Probleme. Die Grenze soll den armen Nachbarn aus Nicaragua den Übertritt erschweren und den Drogenschmuggel verhindern. Nach mehr als drei Stunden erreichen wir verschwitz und geschafft, unseren Bus.

Unser Ziel ist das Hotel La Fortuna im Gebiet des Vulkan Arenal. Nach einer Stunde Fahrzeit machen wir dann vorerst eine Mittagspause. Gesättigt haben wir nun noch eine Strecke von etwa drei Stunden vor uns. In der Dunkelheit erreichen wir Arenal Paradiso unser Domizil, oberhalb des großen Stausee.

In der Anlage finden wir viele Häuschen, ein kleinen Laden, Restaurant, mehrere Pools, Poolbar und Rezeption. Heute geht es noch in die heiße Quelle entspannen und dann ins Bett. Schönheitsschlaf für die Abenteuer die uns morgen erwarten.

8. Tag: Costa Rica

Gut ausgeschlafen und gestärkt mit einem deftigen Frühstück geht es zu einer kleinen Wanderung an den Vulkan. Leider ist der Vulkan Arenal seit drei Jahren nicht mehr aktiv, hatte er jedoch beim letzten großen Ausbruch noch Todesopfer gefordert.

Nur wenige Tage im Jahr sind die zwei Spitzen nicht von Wolken verdeckt. Wir haben Glück und sehe den Vulkan in seiner vollen Pracht. Mit dem Bus fahren wir in das Gebiet unterhalb der großen Lavafelder.

Die Wanderung führt uns durch unwirkliche Vegetation, kleine Orchideen wechseln sich mit riesigen Farnen und hohen bewachsenen Bäumen ab. Es geht am Ende auf das Lavafeld, über riesige Steinbrocken klettern wir zu einem Aussichtspunkt. Grandios wie Bergziegen, die könnten das nicht besser bewältigen als wir.

Nach etwas mehr wie zwei Stunden (wohlgemerkt kleine Wanderung) sind wir froh, dass der Bus uns in den Ort La Fortuna zum Mittagessen fährt. Rindfleisch, Bohnen und Reis, eine der regionalen Gerichte dazu Servesa (Bier), echt lecker.

Den Rest des Tages verbringen wir in den Thermalquellen und Pools des Hotels. Bis zu 45 Grad heißes Wasser strömt aus den Quellen. Der Nachmittag wird nun genutzt um Kräfte zu sammeln und ein wenig zu relaxen.

9. Tag: Costa Rica

Vier Uhr aufstehen, das ist hart. Koffer an den Sammelplatz im dunkeln schleifen, noch härter. Ohne Gnade fährt um fünf der Bus los.

Ab in die Tiefebene von Guapiles, auf den Weg in Richtung Limon sieht man endlose Ananas- und Bananen Plantagen entlang der Straße. Die grösste Einnahmequelle ist die Rinderzucht, sie dürfen dann sogar ohne Visum in die USA einreisen. 100.000 Tonnen wandern über die Grenze, wo sie in kleinen Portionen zwischen ein Brötchen geklemmt werden.

Ein landestypisches Frühstück, Reis mit Bohnen, Eier und leckeren Kaffee erwarten in der Nähe Flores. Einen größeren Kontrast kann es ja nicht geben. Am Morgen noch in den Bergen am Vulkan und des mittags bereits auf dem Fluss zum Meer.

Bei La Pavona im Canon Blanco geht es aufs Boot (mit Koffer und dem restlichen Gepäck). Über Kanäle und Flussläufe geht es zur Tortuguero Bucht. Tortuga heißt Schildkröte, 200 Quadratkilometer erstreckt sich das Tierschutzgebiet der Grünen-, Kratt- und Lederschildkröte.

Natürlich beherbergt der Park noch viele andere Bewohner, Seekühe, Reiher, Seeadler, Affen und vieles andere mehr. Durch dunkelgrünes Wasser gleitet das kleine, schmale Boot. Ein Kaiman sieht träge zu uns rüber, der grüne Leguan hart auf der Stelle ohne sich zu bewegen.

Nach zwei Stunden erreichen wir die Turtle Beach Lodge. Ein schmaler Platz, eine Inseln aus schwarzem Sand, zwischen den Kanälen und der Karibik. Nach dem Bezug unsere Holzhäuser, etwas frisch machen, ab zum Mittagessen. Danach die Anlage erkunden, zum Meer schlendern und dann am Pool faulenzen.

Heute gibt es nicht mehr viel zu unternehmen, gegen 18 Uhr wird es dunkel. Nach dem Abendessen geht es dann ins Bett.

Tag 10 Insel Tortuguero

Um 05:00 Uhr aufstehen um im Jungle auf die Pirsch zu gehen. Eine Katzenwäsche, gut eingeölt und mit Insktenschutz besprüht treffen wir uns am Sammelplatz. Also weniger gehen, eher fahren. Denn mit dem Boot geht es kurz vor Tagesanbruch los.

Leise tuckern wir den Kanal entlang. Ein kleiner Kaiman, zu schnell und noch zu dunkel für unsere Kameras, schade. Alle sitzen erwartungsvoll und warten auf den nächsten Schnappschuss. Hier ein Tukan, hier ein Häher, da ein Eisvogel. Eigentlich hatte man gehofft Kolonien mit vielen Vögeln vorzufinden. Jedoch leben sie in dem riesigen Gebiet eher einzeln.

Unsere Tour dauert fast drei Stunden, auf der Rückfahrt begegnen wir eine Gruppe Brüllaffen, da war in den Bäumen vielleicht was los. In den Ästen raschelten und sie schwankten wie verrückt. Der Chef der Bande brüllte wie es sich halt für einen Brüllaffen gehört, mit seinem tiefen Bass.

Leicht, bis ganz verschwitzt nehmen wir unser Frühstück zu uns und verarbeiten das gesehene vom Morgen. Nach Kaffee, Reis und Bohnen, greifen wir uns Gummistiefel. Es geht per Pedes durch den Jungle. Endlich ein kleiner Frosch, sind die giftig? Besser nicht probieren, es könnte gefährlich werden.

Tief saugt sich der Stiefel in den matschigen Boden. Einige Tiere nehmen durch den Lärm schnell reißaus. Andere stehen wie versteinert an einen Fleck und warten bis alle fotografiert haben.

Wir passieren einen riesigen Bienenstock, erst ruhig, dann wild mit den Armen fuchtelnd. Panik bei den Bienen und in unserer Gruppe. Schnell fort von dieser Stelle und aus der Kleidung und den Haaren die restlichen Tiere verscheuchen. Geschaft, dass war ein Erlebnis.

Zu dritt geht es nochmals zurück, eine Dame hat bei der Attacke ihre Brille verloren. Angekommen an dem Nest verhielten sie sich ruhig, kein Angriff oder Überfall. Sie ließen uns gewähren und sogar in Ruhe unsere Fotos machen. Froh mit wenigen Stichen und dem Leben davongekommen zu sein, geht es direkt zum Mittagessen.

Nachmittags ist relaxen angesagt, der warme Pool und kühle Drinks locken zum verweilen, von den Bienen keine Spur.

11. Tag: Tortuguero

Es ist kurz vor drei Uhr in der Frühe, das Meeresrauschen schwillt an, Wind frischt auf und Regen setzt ein. Die Zimmer in der Lodge haben zwar wie überall vier Wände jedoch die übergroßen Fenster zu beiden Seiten bestehen aus Fliegendraht mit ein paar Vorhängen.

Am Abend geht man mit dem Rauschen der See und den Gebräuchen aus dem Dschungel ins Bett. Normalerweise wacht man wohl ausgeschlafen am Morgen auf. Normalerweise, nur der Regen nahm immer mehr zu. Da über dem Holzdach noch Wellblech angebracht ist, schwillt das Trommel im nu stark an.

Von den Tieren kein laut mehr, schell ein Blick ob sie nicht alle auf der Veranda Schutz gesucht haben. Nicht's zu sehen, hinlegen und dem Inferno lauschen. Einen Wecker benötigt heute wohl keiner. Um sieben ist der Spuck vorbei, die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Beim Frühstück ist es noch schwül, beim Koffer verladen für die zweistündige Rückfahrt mit dem Boot, beginnt es erneut zu regnen. An den Seiten die Plastikplane herunter lassen und dann gibt dem Affen Zucker.

Das heißt es geht mit irrem Tempo zur Anlegestelle wo uns bereits der Bus erwartet. Koffer umladen und in Richtung Limon, einer Hafenstadt am Meer. Unterweges noch einen stop bei Chiquita oder war es Del Monte? Wir schauen uns an wie die Bananen geerntet und für den Transport verarbeitet und dann verpackt werden.

Mittagstisch mit Huhn, Rind und Fisch, dazu Reis mit Bohnen (diesmal mit Kokosmilch gekocht, lecker). Drei Stunden weiter, wir sind in Limon und an der karibischen Küste entlang zu unserem Hotel. Letzte Nacht in Costa Rica, morgen Vormittag Spaziergang oder Siesta. Um die Mittagszeit geht es über die Grenze nach Panama.

Wie sagt der Tiger von Janosch? Oh wie schön ist Panama.

12. Tag: Costa Rica - Panama

Spät aufstehen und ein wenig rumgammeln. Am Strand spazieren gehen und die warme, feuchte Luft genießen. Ein langes ausgedehntes Frühstück, gegen 12:00 Uhr fahren wir in Richtung Grenzposten zwischen Costa Rica und Panama. Jetzt kommt der Tiger "wie schön ist Panama".

Naja, die Verabschiedung von unserem Busfahrer und Reiseführer Kenny war herzlich. Beide hatten uns die ganze Zeit sehr gut betreut und geholfen wo es nötig war.

Aus Costa Rica ausreisen, kein Problem überhaupt nicht zu vergleichen mit der Einreise. Nach kurzer Zeit ein Stempel und dann. Die Brücke, hier fuhr doch mal ein Zug, links ein verrosteter Steg. Dazwischen Dielen mit dem man selbst ohne Koffer über den Fluss bilanzieren muss. Anstehen und Stempel holen und "wie schön" wir sind über die Grenze.

Ach hatte ich erwähnt, dass es weit über 30 Grad sind. Total verschwitzt, das Hemd klebt am Rücken, steigen wir in zwei kleine Busse und fahren zum Hafen um nach Bocas del Toro zu gelangen. Die Provinz Bocas del Toro (Stiermäuler) soll nach Christoph Kolumbus 1502 während einer Reise von ihm so benannt worden sein.

Das Archipel im karibischen Ozean hat über 250 Inseln und ist nur teilweise bewohnt. Auf der Inseln Colon leben etwa 6000 Einwohner. Hier sind wir am Abend dann mit den Zubringer Booten, über das Wasser rasend, hergebracht worden.

Begrüßt werden wir von einer Horde Teufel die von den Einwohnern mit Peitschen vertrieben werden. Das ist der Abschluss des hiesigen Karneval, mit viel Lärm und Peitschen knallen.

Danach noch ein wenig durch die Straßen bummeln, ist ja noch schön warm. Im Hotel Swan's Cay haben wir sehr gut diniert, dann ging es zur Erfrischung durch den Pool und zum guten Ende ins Bett.

13. Tag: Panama

Wir sind immer noch in Bocas del Toro, Insel Colon.

Nach dem leckeren Frühstück geht es mit dem Boot in die Mangroven. Seesterne und Schwämme haben sich hier festgesetzt. Fregattvögel und Pelikane säumen unsere Weg, zwischendurch hängt mal ein Faultier im Baum, sie sind sehr gute Schwimmer und kommen so auf die verschiedenen Inseln.

Im Boot sitzen mehrere Faultiere aber das nur am Rande erwähnt. Toll, schwül und warm geht es weiter. Es wird halt gemacht auf einer Insel, hier kann geschwommen und geschnorchelt werden. Leider habe ich später festgestellt, dass die Bilder der Unterwasserkamera nicht auf das iPad geladen werden können. Muss mir da was einfallen lassen für die Zukunft, waren super Bilder vom Riff und den vielen Fischen.

Mittagsbuffet, ein kleiner Tintenfisch winkt noch mit seinem Ärmchen so frisch ist das Essen hier. Auf zur nächste Insel, hier ein toller Strand und die kleinen, sehr giftigen Kröten. Sie sehen niedlich aus, sehr klein und farbenprächtig, aber das Gift, 0,0001 ml reichen bereits, dann ich nicht nur der Tag zu Ende.

Nach eine kleinen Wanderung geht es zurück zum Boot und zur Insel Colon, im Hotel frischmachen und in das Dorf/Stadt bummeln und zu Abend essen.

14. Tag: Bocas del Toro nach Panama City

Unser Flug ist von 14 auf 17:30 Uhr verschoben worden. Also geht es nach dem Frühstück, mit dem Taxi an den Strand. Um 10:00 keine Menschen zu sehen, die ganze Bucht für uns. Das Restaurant inklusive des Pools macht erst in einer Stunde auf. Also Zeit vertreiben, am Strand spazieren gehen und mit den Füßen ins Meer. Zum schwimmen ist es an dieser Stelle zu gefährlich, es wird vor Monsterwellen gewarnt.

Endlich geht es ins Restaurant und an den schönen Pool zum baden. Das Personal super freundlich und zuvorkommend. Mit frischen Früchten und gut gekühlt kommt die Sangria an den Pool. Die Karte bietet ausgezeichnete Speisen. Also werden Garnelen gebacken mit scharfer Soße, Reis und gemischten Salat bestellt. Echt lecker, aber leider müssen wir uns dann verabschieden und die halbe Stunde über Naturwege zurück in die Stadt.

Die Koffer werden mit dem Pickup zum Flughafen gefahren, wir gehen das kurze Stück zu Fuß. Die Abfertigung ist leicht chaotisch, irgendwie hat man das Gefühl es weiß so niemand richtig Bescheid. Erst am Schalter, dann an der Kontrolle und zu guter letzt immer die selben Gesichter, nein keine Zwillinge oder Drillinge, hier muss jeder mehrfach ran. Eine kleine Maschine erwartet uns, die Gruppe fliegt in zwei getrennten Maschinen. So schnell und ohne große Sicherheitsbelehrung war ich noch nie in der Luft.

50 Minuten später sind wir bereits auf den Landeanflug auf Panama City. Das Adrenalin hat Familienfest, der Herzschrittmacher kommt nicht mehr mit, der kleine Flieger wedelt heftig mit den Flügeln und geht im Sturzflug nach unten. Die Landung glückt, wir betreten den nationalen Flughafen in Panama Stadt. Die Koffer kommen und es geht ab zum Hotel, tolles Haus, es sind alle sehr zufrieden.

Genügend Handtücher ohne nachzufragen, groß, hell und freundlich. Ebenso, freundlich werden wir von dem Reisebegleiter empfangen. Kurze Erklärung was uns morgen bevorsteht und im Nachtclub noch zu Abend essen. Viel Schlaf bleibt uns nicht, müssen morgen wieder früh raus, die Kanaldurchquerung steht an. Also nichts wie ins Bett, noch ein paar Stunden schlafen.

15. Tag: Panama City und Kanal Durchquerung

Um sieben Uhr geht es los, mit dem Bus zum Hafen und dann auf das Schiff. Von hier bewundern wir zuerst einmal die Skyline von Panama City in der aufgehenden Sonne. Das Boot mit circa 400 Personen legt ab und es nimmt direkten Kurs auf die Einfahrt zum berühmten Kanal.

1914 eröffnet, also steht im kommenden Jahr die Feier zum 100 jährigem bestehen an. Erst hatten die Franzosen versucht 1880 einen Kanal zu bauen, gescheitert ist dies an den vielen Skandalen in den die Gesellschaft verwickelt war. Nach der Unabhängigkeit 1903, vereinbarte man mit der amerikanischer Regierung das Projekt zu verwirklichen.

Verwaltung und Besitzrecht gaben die USA 1999 ab, heute hat eine autonome panamesische Verwaltungsbehörde das Sagen. Wir könne noch ohne den Trubel die ersten zwei Schleusen passieren, grandios. Mehr als 20 tausend Arbeiter haben bei dem Bau ihr Leben lassen müssen. Man schätzt, dass etwa 5000 bei Arbeitsunfällen und Erdrutschen ums Leben kamen und die anderen an Krankheiten wie Malaria und Dengefieber glauben mussten. Wir genießen derweil die Fahrt und frühstücken an Bord und bewundern die Leistung die vor fast 100 Jahren erbracht wurde.

Wir haben die engen Passagen hinter uns, für uns unsichtbar liegen unter dem Wasserspiegel im See Gleise, Dörfer und Wiesen, die dem Kanal zum Opfer vielen. Für die 80 Kilometer brauchen wir etwas mehr als sechs Stunden. Viele Schiffe kreuzen unseren Weg, wir sehen Boote die die Fahrrinne reinigen und offen halten. Ebenfalls bewundern wir wie die Lokomotiven (jetzt elektrisch) wie sie die Schiffe in dem engen Hebewerk im Fahrwasser halten und ausgleichen. Fälschlicherweise meinen viele, dass die Schiffe hinein gezogen werden, nein sie fahren aus eigener Kraft.

Nun geht es zwei Staustufen hinab, wieder angekommen auf Meereshöhe nähern wir uns der zweitgrößten Freihandelszone der Welt in der Hafenstadt Colon. Aussteigen, den Bus entern und eine Stunde über gut ausgebaute Straßen geht es zurück nach Panama Stadt. Man hat zwar heute nicht viel tun müssen, ist am Abend aber trotzdem geschafft. Der Kanal soll ausgebaut und modernisiert werden, wir durften ihn noch in seinem Urzustand erleben. "Oh wie schön ist Panama".

16. Tag: Panama City

Nach einem ausgiebigen Frühstück und zu einer moderaten Zeit, fahren wir zur Schleuse Mirafloris, gebaut 1913. Erste große Anlage am Panamakanal mit integriertem Museum. Seit dem Jahr 2000 kann dort der Schleusenbetrieb von einem hohem Gebäude aus beobachte werden. Zudem werden die Geschichte und der Bau des Kanals eindrücklich dargeboten.

Viele historische Fotos gepaart mit Modellen und originellen Gegenständen sind zu sehen. Auf Schautafeln und in Schaukästen kann die Flora und Fauna betrachtet werden, in Grafiken werden die Zusammenhänge der Transportwege und Versorgung des amerikanischen Kontinent mit Güter verdeutlicht. Ebenso gibt es einen Simulator mit dem man den Kanal durchfahren kann, macht Spaß und gibt ein vollkommen neues Gefühl für die Dimension.

Anschließend besuchen wir die erste spanische Siedlung. Ruinen, denn Sir Henry Morgan hat es fertig gebracht auch hier alles in Schutt und Asche zu legen. Die Altstadt von Panama wurde dann an einem strategisch günstigen Ort, teilweise mit den über gebliebenen Steinen wieder aufgebaut. Eine tolle Stadt mit vielen sehenswerten Gebäuden und Plätzen.

Leider muss man feststellen, dass das Geld in die Skyline der City gesteckt wird und weniger zum Erhalt und Restaurierung der wunderschönen Häuser. So lebt der Verfall direkt neben frisch renovierten Gebäuden.

Es geht zum Essen hinaus aus eine Landzunge gegenüber der Megacity mit ihren Wolkenkratzer. Heute am Sonntag, natürlich bei strahlenden Wetter und hohen Temperaturen, lassen es die Panamenier krachen. Laute Musik, die Restaurants alle besetzt, das Bier fließt, wird mit der ganzen Familie gefeiert. Nach dem Essen, gibt es für uns Freizeit.

Das größte Einkaufszentrum Lateinamerikas lockt zu einem ausgiebigen Besuch. Was machen die Leute hier in Panama Stadt am Sonntag Nachmittag? Natürlich in dem gut klimatisierten Komplex einkaufen, was sonst. Es sind bestimmt die Hälfte der Bevölkerung in den Passagen unterwegs. Während es für unsere Frauen sehr schön ist am Sonntag mal bis 20 Uhr einkaufen zu gehen, sind wir Männer eher froh wenn es dann endlich 20 Uhr ist. Mit Tüten beladen und müde geht es dann zum Hotel.

17. Tag: Letzer Tag der Rundreise

Der heutige Tag steht vorerst ganz im Einklang mit der Natur. Nach ein paar Kilometer mit dem Bus, gibt es die zweite Dusche. Eine Wasserflasche ist undicht und es rinnt aus der Ablage Wasser über unseren Köpfen. Von der gut ausgebauten Landstraße führen uns die Abzweigungen in immer kleineren und unwegsame Strässchen.

Schlaglöcher in dem ein "Kleinwagen" ohne Probleme verschwinden kann und Wasser sich wie ein Fluss über die Straße ergießt. Angekommen an dem Fluss Rio Chargres, werden wir von den Embera Indianern in ihrer typischen Kleidung empfangen. Mit einem Einbaum geht es entlang des Urwalds auf Entdeckungsreise. Eine schöne Landschaft die man hier noch in Ruhe genießen kann.

Wir machen uns auf, das Dorf der Indianer in dem sie bis heute, Dank dem Tourismus und ihres handwerklichen Geschick, selbstständig leben können. Traditionen werden gepflegt, Familien haben die Möglichkeit würdevoll ihre Kultur zu erhalten. Auf Stelzen, steht das an den Seiten offen Holzhaus. Eine kleine Mahlzeit mit Fisch, gebackenen Bananen und viel Obst werden gereicht. Bei dem leckeren Essen wird uns, übersetzt durch den Reiseleiter, das Leben und die Tradition der Embera vorgestellt.

Schnitzereien aus speziellen Hölzern und Früchte, Flechtwerk aus gefärbten Palmenfasern und Schmuck aus vielen bunten Perlen. So noch in Ruhe ein Tattoo auf den Arm malen lassen. Es werden Musik und Tanz dargeboten, bevor wir uns verabschieden müssen. War schon was ganz besonderes, einem für uns so anderem Volk so nahe zu sein, so natürlich, freundlich und ohne Ressentiments angenommen zu werden.

Vom Einbaum noch kurz winken, und schon sitzen wir in den Bus um in die Bucht von Playa Blanca, Farallon gefahren zu werden. Nach 120 Kilometer haben wir das letze Ziel unserer Reise erreicht. Die Hotelanlage Royal Decameron an Panamas Pazifikküste.

Nun gibt es ein paar Tage des Müßiggang. Ausruhen von der teils strapaziösen aber sehr gelungenen Rundreise. Einige Tage noch rumhängen um dann wieder zurück ins kalte Deutschland zu fliegen.

18.-22. Tag: Hotel Royal Decameron

Die letzten Tage werde ich zusammen fassen, das aus gleich mehreren Gründen.

Erstens in dem All Inclusive Ressorts, sind wie überall auf den Welt viele Zimmer, Pools, Bars, Restaurants, Cocktails und Animation ähnlich. Zweitens hier lassen sie sich die Zusatzleistungen so richtig bezahlen. In allen Hotels und Lodges auf unserer Reise war, wenn WiFi vorhanden dies kostenfrei. Hier kostet die Stunde stolze 10 Dollar.

Die Hotelanlage mit ihren 851 Zimmer, ist riesig, acht Bars und Restaurants, 13 Pools. Für die Kanadier mal eben in vier Stunden zu erreichen, um mit der Familie dem kalten Winter ein paar Tage zu entfliehen. Trotzdem ist der Geräuschpegel erstaunlich niedrig. Irgend wo findet man auch einen Platz am Pool oder Strand.

Übrigens ist das wohl auch bei den Kanadiern eine Unart die liegen um Mitternacht bereits mit Handtücher zu belegen. Stammen die denn alle von den Deutschem ab? Die Speisen sind vorzüglich und die Cocktails sind gut. Also was will man mehr, Sonne tanken, die Wärme aufsaugen, sich den Wogen im Meer entgegenstemmen. Es ist nicht mehr viel Zeit, dann wird die Badehose gegen den Winterpelz ausgetauscht.

Als Resümee kann man die Rundreise als gut organisiert und mit exzellent ausgewählten Attraktionen und Locations, nur als positiv bewerten. Sicher sind einige Touren anstrengend. Speziell die Grenzübertritte sind durch ihre Prozedur von mehrere Stunden, bei der Hitze und den sehr schlechten Wegen, richtig anstrengend.

Der Hotelstandard ist selbst mit Sternen national oder international nicht zu erfassen. Hier kann das drei Sterne Haus international als drei ohne Schwierigkeiten bestehen, das vier Sterne nur mit maximal zwei und beiden Augen zugedrückt, durchgehen. Die Reiseleitung hat mit umfangreichen Wissen wenig Fragen offen gelassen. Kleinere Probleme und im Krankheitsfall wurde sofort, umfassend geholfen.

Was will man also mehr? Wir haben drei Länder kennengelernt. Tolle und geschichtsträchtige Orte besucht. Vulkane bestiegen, Schatzsuche auf den Inseln betrieben und für uns fremdartige Tiere und Landschaften erkundet. Zudem haben wir die meist offene, freundliche Art der Lateinamerikaner und der Indianer schätzen gelernt. C'est la vie

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Anreise. Linienflug nach San José. Am Flughafen werden Sie von Ihrer deutschsprachigen Reiseleitung empfangen und zum Hotel gebracht (ca. 30 Minuten).
2. Tag - San José - Vulkan Poás - Monteverde (ca. 165 km). Heute startet Ihre abenteuerliche Reise durch die grüne Welt Costa Ricas mit den fruchtbaren Hängen des Vulkan Poás. Auf dem Weg nach Alajuela halten Sie an einer Kaffeeplantage. Auf ca. 2.700 m über dem Meeresspiegel befindet sich der Eingang des Nationalparks Vulkan Poás. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen Sie den imposanten Hauptkrater. Bei gutem Wetter genießen Sie hier einen beeindruckenden Blick auf den blauen Kratersee mit Gas- und Dampfausstöße des Vulkans. Anschließend fahren Sie auf einer holprigen Naturstraße bis auf das ca. 1.400 m über dem Meeresspiegel gelegene Monteverde.
3. Tag - Selvatura Hängebrücken und Nebelwald. Entdecken Sie den Nebelwald, der in Höhen ab ca. 1.400 m gedeiht und sich durch einen beträchtlichen Artenreichtum auszeichnet. Neben Hunderten von Baum- und Pflanzenarten sind hier auch über 350 Vogelarten zu sehen, u.a. auch der sagenumwobene Göttervogel der Mayas, der Quetzal. Auf einem Rundgang über Hängebrücken erleben Sie dieses Naturparadies des Selvatura Reservats auf eine besondere Weise. Die Brücken sind über Täler gespannt, so dass Sie einen einzigartigen Einblick aus der Vogelperspektive in das Dschungeldach erhalten. Nach einem anschließenden Mittagessen im Rancho Haus steht Ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Mutige Gäste können fakultativ an der “Canopy-Tour“ teilnehmen und wie Tarzan an Stahlseilen von Baumkrone zu Baumkrone schwingen (vor Ort buchbar, ca. US$ 50.- p. P).
4. Tag - Monteverde - Cañas - Liberia - Peñas Blancas - Granada (ca. 350 km). Heute fahren Sie entlang der Panamerica über Cañas und Liberia nach Peñas Blancas, bis Sie die Grenze zu Nicaragua erreichen. Danach führt Sie die Reise entlang des riesigen Nicaragua-Sees mit Blick auf die Vulkaninsel Ometepe zur Kolonialstadt Granada. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
5. Tag - Granada - Masaya - Laguna Apoyo - Catarina - San Juan de Oriente - Granada (ca. 40 km).Die Reise führt für Sie am heutigen Tag zum Vulkan Masaya Nationalpark, wo Sie einen beeindruckenden Blick in den brodelnden Krater Santiago werfen können. Anschließend besuchen Sie den Markt von Masaya und essen am Rande der Laguna Apoyo zu Mittag. Der ehemalige Krater ist heute mit kristallklarem Wasser gefüllt und von üppiger Natur umgeben. Hier haben Sie die Gelegenheit zu baden. Nach dem Besuch der traditionellen Dörfer Catarina und San Juan de Oriente, die für ihre Töpfereien bekannt sind, fahren Sie zurück nach Granada.
6. Tag - Granada - Nicaragua-See - Masaya - Granada.Heute Vormittag besichtigen Sie die vielseitige Kolonialstadt Granada. Alle Sehenswürdigkeiten sind problemlos zu Fuß zu erreichen. Sie besuchen unter anderem die Kathedrale und das Franziskanerkloster. Granada gilt als die älteste, von den Spaniern erbaute, Stadt Zentralamerikas. Gegen Nachmittag besteigen Sie die für Granada typischen Pferdekutschen und fahren damit zum Nicaragua See. Es folgt eine spannende Bootsfahrt durch die Isletas, über 360 kleine, teils bewohnte und teils unberührte Inseln, bei der Sie zahlreiche Wasservögel beobachten können. Gegen Abend fahren Sie nach Masaya oder Granada, wo Sie bei Folkloretänzen ein typisches Abendessen genießen und danach in Ihr Hotel in Granada zurückkehren.
7. Tag - Granada - Peñas Blancas - La Fortuna/Vulkan Arenal (ca. 350 km). Nach dem Frühstück geht es zur Grenze Peñas Blancas. Anschließend fahren Sie über Liberia und Cañas weiter nach La Fortuna.
8. Tag - La Fortuna - Arenal Nationalpark - La Fortuna (ca. 10 km). Heute nähern Sie sich einem der aktivsten Vulkane unserer Erde. Sie unternehmen eine Wanderung auf den ehemaligen Lavafeldern, die heute vom Nationalpark geschützt sind. Von hier aus haben Sie bei schönem Wetter herrliche Ausblicke auf die Vulkanspitze, wenn sich diese nicht gerade hinter Wolken versteckt. Gegen Nachmittag können Sie sich in den hoteleigenen Thermalquellen (ggf. Fahrt zu einem Thermalbad außerhalb) entspannen und die Eindrücke des Tages verarbeiten.
9. Tag - La Fortuna - Tortuguero(ca. 180 km). Am frühen Morgen fahren Sie in die Tiefebene nach Guápiles. Nach einem landestypischen Frühstück führt Sie die Reise in die Gegend von La Pavona/Caño Blanco, wo Sie mit dem Boot über Kanäle und Flussläufe nach Tortuguero weiterfahren. Auf dem Weg durch den Hauptkanal haben Sie die Gelegenheit, die große Vogelvielfalt zu beobachten. Bevor Sie Ihre Lodge erreichen, machen Sie einen kurzen Stop im Dorf von Tortuguero, wo Sie interessante Informationen zur Geschichte, Kultur und dem Leben der Dorfbewohner erfahren. Nach dem Mittagessen unternehmen Sie mit Ihrem Reiseleiter einen ersten Rundgang durch den Dschungel.Auf dem Transfer nach/von Tortuguero sind weitere Reisegäste anwesend und das Gepäcklimit beträgt 12 Kilo. Ihr Hauptgepäck wird in der Zeit von der Agentur verwahrt und Ihnen an Tag 11 wieder gegeben. Sie übernachten in einer Lodge, umgeben von engen Kanälen und Lagunen.
10. Tag - Tortuguero Nationalpark. Am heutigen Morgen erleben Sie viele Dschungelkanäle mit der gerade erwachenden Tierwelt. Beobachten Sie u.a. Affen, Faultiere, Leguane, Kaimane, Süßwasser-Schildkröten sowie zahlreiche Vogelarten. Das Frühstück nehmen Sie nach der Rückkehr zur Lodge ein. Danach wandern Sie ca. 1,5 Stunden auf den hoteleigenen Wegen mit einem anschließenden Mittagessen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Entspannen Sie sich am Pool oder planen Sie mit Ihrem Reiseleiter optionale Touren (gegen Gebühr).
11. Tag - Tortuguero - Limón - Cahuita/Puerto Viejo de Limón (ca. 125 km). Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Boot nach La Pavona/Caño Blanco. Nach dem typischen Mittagessen in einem kleinen Restaurant in Guápiles oder Siquirres geht es ab Limón die karibische Küste entlang bis nach Cahuita oder Puerto Viejo de Limón.
12. Tag - Cahuita/Puerto Viejo de Limón - Gandoca Nationalpark - Sixaola - Bocas del Toro (ca. 70 km).Bevor Sie die Grenze nach Panama abenteuerlich über eine Brücke überqueren, wandern Sie am Vormittag im Gandoca Nationalpark. In Guabito geht die Fahrt anschließend durch eine schöne Naturlandschaft weiter, bis zur Hafenstadt Almirante. Hier laden Sie das Gepäck auf ein Boot und fahren ca. 30 Minuten zur Hauptinsel des Bocas del Toro Archipels, der Isla Colón und weiter zu Ihrem Hotel.
13. Tag - Bocas del Toro.Die Unterwasserwelt der Inseln ist eine der Hauptattraktionen von Bocas del Toro. Genießen Sie den Bootsausflug zur Laguna Bocatorito, wo Sie mit etwas Glück Delphine bewundern können. Gegen Nachmittag haben Sie am Red Frog Beach Zeit zum Schwimmen oder zum Erkunden der Insel. Über den Hospital Point geht es zurück zur Hauptinsel.
14. Tag - Bocas del Toro - Panama City. Je nach Flug steht Ihnen der Vormittag zur freien Verfügung (optionale Ausflüge buchbar). Anschließend fliegen Sie nach Panama City, der Hauptstadt Panamas und fahren zu Ihrem Hotel.
15. Tag - (Teil-) Durchquerung des Panama Kanals : Brechen Sie nach dem Frühstück zu einem besonderen Erlebnis auf, der Teildurchquerung des geschichtsträchtigen Panama-Kanals. Durchfahren Sie mit dem Schiff einen Teil dieses technischen Wunderwerks, passieren Sie verschiedene Schleusen und lernen Sie mehr über die Geschichte des Kanals. Das Mittagessen findet auf dem Schiff statt. Danach fahren Sie zum Hotel zurück. *Die Preise der Ganzdurchquerung finden Sie unter den Wunschleistungen. Bei 2 - 9 Teilnehmern je Gruppe ist die Reiseleitung auf der Kanalfahrt in englischer Sprache. Ab 10 Personen ist sie Deutsch geführt.
16. Tag - Panama City.Auf einer Stadtrundfahrt besuchen Sie die Ruinen der alten Stadt Panama, welche 1671 durch den Piraten Sir Henry Morgan zerstört wurde (inkl. Mittagessen). Genießen Sie vom Causeway einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Panama City. Anschließend geht es zur Miraflores Schleuse, wo Sie noch einmal eine tolle Aussicht auf den Panama-Kanal haben. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
17. Tag - Panama City - Playa Blanca (215 km).Die Reise führt nach dem Frühstück Richtung Nordosten nach Curutú. Sie steigen dort in kleine Boote um, die Sie den Rio Chagrés hinaufbringen. Genießen Sie während der Fahrt die beeindruckende Umgebung des Urwaldes und erleben Sie einen authentischen Einblick in die Jahrtausende alte Kultur und Traditionen der dort lebenden Menschen, den Emberá-Indianern. Gegen Nachmittag Transfer zum All-Inclusive-Hotel in Playa Blanca (ca. 2 Stunden).
18. Tag - Playa Blanca.Lassen Sie Ihre Urlaubseindrücke Revue passieren. Ihr All-Inclusive Hotel ist direkt an einem wunderschönen weißen Sandstrand gelegen und bietet ein vielseitiges Programm.
19. Tag - Abreise.Transfer zum Flughafen in Panama City und Rückflug nach Deutschland.
20. Tag - Ankunft in Deutschland.