September - Oktober 2018

Reisebericht: Sri Lanka - Spannende Rundreise über die Löweninsel

Auf eine spannende Rundreise über die Löweninsel nimmt Sie unsere Chronistin mit. Mit dem Besuch des Löwenfelsens von Sigiriya und des Goldenen Tempels von Dambulla erwarten Sie bedeutende Weltkulturerbestätten. Die Natur der Tropeninsel erkunden Sie beim Besuch des botanischen Gartens von Peradeniya und im Minneriya-Nationalpark.

Chronistin Claudia in Sri Lanka
Mein Tipp

Vielfältige Natur der Löweninsel

Claudia, Berge & Meer Chronistin

Hallo liebe Reisefreunde,

mein Name ist Claudia und ich komme aus der Nähe von Stuttgart.

Als Chronistin bin ich Wiederholungstäterin. Ich durfte bereits von zwei faszinierenden Ländern (Usbekistan und Japan) berichten und freue mich, euch dieses Mal Sri Lanka näher bringen zu dürfen.

Auf zu wilden Elefanten, Wolkenmädchen und vielem mehr ....

1. Tag

Anreise

Manchmal hat man besondere Erlebnisse schon vor der eigentlichen Reise.

Kleiner Tipp für alle, die mit Etihad fliegen: der online-Check-in ist derzeit zwar schon 48 Std. vor Abflug möglich, bei mir verlief das Ganze allerdings etwas seltsam-– es wurden zwar "bezahlte Sitzplätze" zur Auswahl angeboten, aber ohne weiteren Hinweis danach Gebühren für "Premiumsitz" im Warenkorb ausgewiesen. Erst nach zusätzlicher Recherche fand ich heraus, dass wenn man mehr als 24 Std. vor Abflug eincheckt und einen Platz anklickt, Gebühren dafür anfallen. Das war aber beim Check-in online selbst nicht ersichtlich und den Warenkorb zu leeren ging auch nicht - die Funktion "cancel", zu der ich aufgefordert wurde, existierte nicht. Da die Hotline Sonntag nicht besetzt war, habe ich es per Mail versucht - Antwortmail: es würde sich jemand melden. Wann allerdings, stand nicht in der Mail und automatisch, nachdem der Check-in abgebrochen wurde, wurde die Auswahl auch nicht gelöscht. Montag also dann, von Etihad hatte sich niemand gemeldet, bei der Hotline - 1.Versuch: Bandansage mit zig Auswahlmöglichkeit und am Ende der Verweis, dass man die Informationen auf der Homepage findet (dort wird man aber eben dummerweise auf die Hotline verwiesen).

2.Versuch: Andere Bandansage und nach zig verschiedenen Hinweisen und Auswahlen wieder am Ende der Verweis auf die Homepage und automatisch Ende des Anrufs. Aufgeben? Sicher nicht. Die Herausforderung wird angenommen .... Beim dritten Mal dann einfach die Variante "Sie wollen einen Flug buchen?" gewählt - da kam dann zwar 10 Minuten Warteschleife, danach aber endlich - HURRA - ein Mensch ans Telefon. Der Warenkorb wurde geleert und erstaunlich - beim nächsten Versuch ein paar Stunden später kam dann online plötzlich ein Hinweis, dass man evtl. Gebühren bezahlt. Wie viel und wie und wann kam dann aber auch noch nicht. Die Anreise mit der Deutschen Bahn war dann wie üblich gespickt mit Verspätungen. Zwar nur wenige Minuten, aber wenn man mehrmals für eine relativ überschaubare Strecke umsteigen muss kann das mit den Anschlussverbindungen schon knapp werden. Sollte man sich ernsthaft bei diesem Unternehmen wegen Rückgängen bei den Fahrgastzahlen wundern - ich würde vielleicht öfter mit der Bahn fahren, gäbe es die ICE-Haltestelle in Bietigheim-Bissingen wieder und somit weniger Zeitaufwand bzw. weniger Stress beim Umsteigen (war früher Direktverbindung an den Frankfurter Flughafen) und wäre die Bahn einfach mal pünktlich.

Am Flughafen ist das Gepäck schnell aufgegeben, an der Sicherheitskontrolle dauert es - scheinen doch heute sehr viele zum ersten Mal zu fliegen. Es gibt vor mir Diskussionen, was ins Handgepäck darf ..... Bis auf das Netbook von Berge & Meer ist mein Handgepäck ok und nachdem das Netbook ein zweites Mal durchleuchtet wurde, darf es dann doch auch mit. Der Flug Frankfurt-Abu Dhabi verläuft eigentlich ganz angenehm - es sind etliche Sitzplätze bzw. Reihen frei. Ein wenig seltsam ist allerdings, dass bereits schon vor dem Start noch in Frankfurt ein Ansturm auf die Toiletten stattfindet. Das geht dann in der Luft so weiter. Erstaunlich häufig wird auch der "Service"-Knopf gedrückt - ping ping ping.

2. Tag

Colombo - Veyangoda - Negombo-Veyangoda

Der zweite Flugabschnitt vergeht dann ruhiger und nachdem schnell die Einreiseformalitäten geklärt sind, dauert es noch einen kurzen Moment und die Reisegruppe mit insgesamt 18 Personen findet sich bei unserem Reiseleiter Lama ein. Kurz noch Geld gewechselt und es geht mit dem Bus zum Hotel welches wir gegen ca. 4.00 Uhr früh erreichen. Wer möchte, kann unter die Dusche oder ins Bett oder ein wenig warten und ab 6.30 frühstücken etc. Das eigentliche Programm startet erst um 13.30 Uhr.

Alle sind pünktlich, wir werden wieder strahlend von Reiseleiter Lama, Busfahrer Nuwan und Assistent Dilan begrüßt und starten mit einem angenehm temperierten Bus. Eine Stunde dauert die Fahrt - nicht weil der Weg so weit ist, sondern die Verkehrsverhältnisse schon sehr eigen sind. Wie angenehm, dass man sich das nicht selbst am Steuer antun muss, sondern entspannt die Aussichten genießen kann und - irgendwann fehlt ein Stück, da scheinen die Augen doch nochmal zugefallen gewesen zu sein, denn plötzlich hält der Bus und es heißt aussteigen. Nach einem kurzen Spaziergang, bei dem einem die Kinder und auch die Erwachsenen überall freundlich zurufen und winken, startet mit einer Bootsfahrt durch eine herrliche Natur das eigentliche Programm. Die Gruppe wird auf 3 Boote verteilt und los geht es. Ein wenig schade - Abfall in der Natur ist auch hier ein Problem. Wir genießen in unserem Boot trotzdem die Fahrt - unser Kapitän hat gleich den Sonnenschutz hochgezogen, so dass wir angenehm im Schatten sitzen. Da ein Waran, dort Papageien und gleich zwei verschiedene Arten Eisvögel entdecken wir unter anderem. Nach der schönen Fahrt geht es weiter - zur katholischen Kirche "St.Mary´ Church", wo einerseits die prächtigen Malereien (innen darf man leider nicht fotografieren) faszinieren, andererseits ein artistisch veranlagter Maler an der Außenfassade auf einem Rohrgerüst ohne nennenswerte Sicherung die Blicke auf sich zieht.

Für den Fischmarkt sind wir am Nachmittag zu spät dran. Beginnt dieser doch morgens um 6.00 Uhr. Der Abstecher dahin lohnt sich trotzdem um einen Eindruck zu erhaschen - neben getrocknetem Fisch gibt es auch frischen Fisch. Die noch anwesenden Händler zeigen stolz den Rest vom heutigen Fang - der sieht, obwohl er schon ein paar Stunden ungekühlt liegt, noch recht gut aus. An einem Stand wird dann auch mit der Machete schwingend exklusiv posiert - bitte ein Foto machen. Kurz noch ein wenig geplauscht und gelacht, dann geht es schon zurück zum Hotel zu einem reichhaltigen Abendessen.

3. Tag

Veyangoda - Yapahuwa - Panduwasnuwara - Sigiriya

Beim Frühstück geht es laut und hektisch zu - eine Reisegruppe aus China ist eingetroffen. Um 8.00 Uhr starten wir pünktlich mit Gepäck zu unseren nächsten Zielen.

Nach dem Besuch der ersten Ausgrabungen/ Ruinen kann, wer mag, sich in Yapahuwa etwas sportlich betätigen und die dort vorhandene steile Treppe der ehemaligen Befestigungs- und Palastanlage erklimmen. Zum Glück ziehen immer wieder Wolken vor die Sonne und es ist dadurch nicht ganz so heiß - die hohe Luftfeuchtigkeit reicht schon. Oben am Ende der steilen Treppe angekommen wird man mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Für den Abstieg bleibt genügend Zeit - bei den sehr unterschiedlich hohen und sehr schmalen Stufen eine angenehme Sache, auch wenn mancher von unserer Gruppe sportlich und schnell die Treppe hinunter hüpft. Weiter geht es zum Mittagessen in ein Hotel, das von einem Deutschen betrieben wird und für Bierliebhaber - es gibt hier Bier vom Fass. Auf der Fahrt zum Hotel kommen wir durch den Dschungel und bevor wir das zweite Hotel erreichen, bricht ein Gewitter los - es schüttet ohne Ende. Zum Glück ist man hier auf alles vorbereitet und der Bus kann unter eine Überdachung fahren. Obwohl es dann vom Hotel große Schirme gibt, um zu den sehr schönen und geräumigen Zimmern zu gelangen - ganz trockenen Fußes klappt das dann doch nicht. Egal, wichtig ist ja, dass wir bei dem Programm gutes Wetter hatten.

4. Tag

Sigiriya - Polonaruwa - Minneriya - Sigiriya

Es geht bereits um 7.30 Uhr los. Den Himmel trübt kein Wölkchen. Zuerst ein kurzer Fotostopp an einer malerisch vor einem See stehenden Buddha-Statue, bevor es weiter nach Polonaruwa und den dortigen Sehenswürdigkeiten geht. Die Kameras laufen heiß - genauso wie die Fußsohlen. Es handelt sich bei etlichen Sehenswürdigkeiten um heilige Stätten - will man näher ran, heißt es Schuhe ausziehen. Und obwohl teilweise aufziehende Wolken für kurzen Schutz vor der Sonne sorgen - bei dem Stuppa wird der letzte Teil der Runde im Laufschritt zurück gelegt - heiiiiiiß! Daher der Tipp - einfach (alte) Socken mitnehmen, die darf man anlassen. Nach einem Stopp zum Mittagessen geht es weiter zu den bekannten vier Buddha-Statuen (auch hier gilt - Socken können das Ganze entspannter machen).

Anschließend steht der Minneriya Nationalpark auf dem Programm. Wir werden auf Jeeps a 6 Personen aufgeteilt. Die ersten Elefanten stehen einzeln im Dickicht und dann - erst einmal nichts weiter, außer ein paar verschiedene Vogelarten und dass sich der Himmel verdunkelt und es blitzt. Die ersten Tropfen fallen, während wir auf eine große Herde Elefanten zusteuern. Nein, wir wollen jetzt keinen Regen - und zum Glück ist nach ein paar einzelnen Tropfen wieder Ruhe. Dass es bewölkt ist, ist zwar für die Fotos schade, aber zum Schauen wesentlich angenehmer – immerhin fährt unser Fahrer zu einer zweiten großen Elefantenherd, bei welcher wir lange verweilen. In der prallen Sonne wären wir sicher etwas ins Schwitzen gekommen. Irgendwann heißt es Abschied nehmen – die Frage, welche Herde größer ist, eine der beiden Elefantenherden oder die der Jeeps mit den Touristen - bleibt unbeantwortet. Immerhin sind aber am Ende der Fahrt zwei Dinge klar - zum einen hat jeder, der vor der Jeeptour "Rücken" hatte, danach keinen mehr (in welcher Form auch immer) und zum anderen - mag eine bestimmte Marke von Haarspray die Frisur perfekt in Form halten, wenn man bei unterschiedlichem Wetter aus dem Flugzeug steigt - bei Jeeptouren klappt das nicht. Eine kleine Ergänzung auf Wunsch eines Mitreisenden, der offensichtlich fleißig gezählt hat - bei der ersten Herde waren es offenbar 15 Elefanten und 40 Büffel, bei der zweiten etwa 25 - 40 Elefanten mit Nachwuchs.

Es geht zurück zum Hotel, wo bis zum Abendessen noch genügend Zeit für Pool, Bericht schreiben etc bleibt. Beim Abendessen fängt es wieder an sintflutartig zu regnen. Für die Regenzeit ist es laut Lama eigentlich zu früh, die soll hier erst ab Mitte Oktober einsetzen. Egal - so lange es nur abends regnet, stört das uns nicht.

5. Tag

Sigiriya

Heute starten wir um 8.00 Uhr zu einem sportlichen Programm. Hier zeigt sich der große Vorteil der Nebensaison - offenbar muss man in der Hauptsaison schon unten am Fuß des Löwenfelsen warten und dann geht es nur langsam vorwärts. Anstehen muss man heute nicht. Bereits vor den Stufen weist Lama uns darauf hin, dass Einheimische dort warten und einem hinauf helfen wollen - gegen Bezahlung natürlich. Eigentlich reicht hier ein klares "NO!"; die Mitreisende vor mir wird aber laut, schimpft und beginnt wie wild um sich zu schlagen. Übertrieben und unangenehm - zumal wenn man direkt dahinter die Stufen hoch klettert und aufpassen muss, dass man nicht getroffen wird.

Je nach Abschnitt geht es nur langsam vorwärts, aber bei den Temperaturen ist das eher angenehm. Unser Reiseleiter weist uns ausdrücklich mehrfach darauf hin, die Wolkenmädchen nur anzusehen und nicht zu fotografieren. Nachdem wir die separate Wendeltreppe zu den Malereien erklommen haben, sehen wir uns die Wolkenmädchen an (wer Probleme mit der Höhe hat und lieber auf dem festen Boden bleiben möchte - das geht auch, die Malereien sieht man dann allerdings leider nicht). Am Ende des kurzen Ganges stehen 3 Touristen, die recht unglücklich schauen. Ein Smartphone und der Ausweis der einen Touristin liegen auf dem Tisch ...... Wer fotografiert und erwischt wird, muss wohl mit 50.000 Rupees Strafe rechnen und zudem eine Woche ins Gefängnis. Das könnte die geknickten Blicke erklären. Weiter geht es die Stufen bis ganz nach oben - die Aussicht belohnt die Anstrengungen und auch die Skepsis. Immerhin nimmt man beim Aufstieg mehrmals Schilder war, auf denen vor "Wasps" gewarnt wird und vor dem letzten Abschnitt befindet sich sogar eine Station des Roten Kreuzes (und nur diese - anders als im Reiseführer beschrieben kann man keine Getränke dort kaufen) und man sieht große Nester im Fels hängen. Im gleichen Umfang, wie sich dann die Speicherkarte füllt, leert sich die Wasserflasche. Oben auf dem Felsen gibt es kaum Schatten - da ist der (Regen-)Schirm ein angenehmer Schattenspender. Nach dem Abstieg wird im Bus zuerst einmal der Wasservorrat gestürmt und ein frisches T-Shirt aus dem Rucksack gezogen und gewechselt, bevor es dann zu einer einheimischen Familie weitergeht. Dort dürfen wir das Haus besichtigen und es wird gezeigt wie der Reis vom Spelz getrennt wird oder mit Kokosnuss, Salz; Chili und Zitrone eine Art Paste zum Essen hergestellt wird. Das Ganze wirkt allerdings etwas künstlich und die "Gastgeber" auch nicht unbedingt glücklich. Weiter geht es zu einem Restaurant - wer mag, kann hier Mittag essen, bevor es dann zurück zum Hotel geht und ab 14.00 Uhr heißt es dann Freizeit. Im Zimmer warten wieder zwei Kunstwerke - am Vortag saßen 2 Schwäne auf dem Bett, heute sitzt bzw. steht ein Vogel mit einer Blüte und ein kleiner Elefant da. Vor der separat im Hotel gebuchten Massage (empfehlenswert!) will ich aber noch kurz unter die Dusche und benötige daher eines der Duschtücher.

Der Regen setzt kurz vor dem Abendessen ein - prima, so kann es mit dem Regen bleiben.

6. Tag

Sigiriya - Dambulla - Matalle - Kandy

Es geht wieder früh um 7.30 Uhr los - heute mit Koffer. Angenehm - man braucht sich wie in den letzten Tagen um den Koffer wieder nicht kümmern, einfach vor die Zimmertüre und man findet ihn später vor dem Bus wieder.

In Dambulla geht es zuerst zum Goldenen Tempel und dem goldenen Stupa, bevor es einen Teil mit dem Bus und dann weiter zu Fuß den Berg hinauf geht - zu einem Tempelkomplex, der sich in Höhlen befindet. Bei den Temperaturen bzw. der hohen Luftfeuchtigkeit wieder eine schweißtreibende Angelegenheit, die belohnt wird.

Wie immer heißt es vor dem Betreten "Schuhe aus" und dann besichtigen wir die Höhlentempel. Zum Glück darf man fotografieren - da kaum Beleuchtung vorhanden ist, würde man sonst die Farbenpracht überhaupt nicht wahrnehmen. Eine neue Speicherkarte in der Kamera und der Akku frisch geladen - definitiv nicht verkehrt. Als wir gehen, zeigt sich, wie gut Lama das mit der frühen Ankunft kalkuliert hat - wir haben die Tempel in Ruhe genießen können, als wir gehen kommen uns sehr viele Besucher entgegen.

Nach Kultur gibt es etwas für Gesundheit und Schönheit - wir fahren zu einem Gewürzgarten, in dem wir eine Führung erhalten. Nach den Erklärungen kann, wer mag, Öle, Cremes, Gewürze etc. kaufen, bevor es dann weiter geht.

Wir kommen durch einen Ort, an dem es gestern sehr stark geregnet hat und wo - schlecht für die Anwohner - der Kanal überbaut wurde und somit das Wasser nicht schnell abfließen konnte. Überall werden die Spuren der Überschwemmungen beseitigt und geputzt. In Kandy begeben wir uns direkt Richtung Zahntempel. Wir kommen noch trockenen Fußes in den vorderen Bereich - vor den letzten Stufen in den Tempel hinein ergießt sich dann eine einzelne, sehr regenintensive Wolke über die Stadt. Nach kurzem Warten huschen wir trotz Regen in den Tempel. Auch hier gilt - ausreichend Speicherkapazität sollte vorhanden sein, es gibt viel zu fotografieren. Als wir mit der Besichtigung fertig sind, hat es auch längst schon wieder aufgehört zu regnen. Nach dem Tempel geht es Richtung Hotel und Wechsel des Fahrzeugs. Der Weg den Berg hoch ist für den normal großen Reisebus zu eng und zu steil, daher steigen wir auf einen Minibus um. Im Hotel warten bereits die Koffer auf uns und wir können recht frühzeitig gegen 17.00 Uhr die Zimmer beziehen. Es müffelt ein wenig nach Diesel in meinem Zimmer - bei der herrlichen Luft draußen ist es eigentlich nur logisch, das Fenster zu öffnen - aber leider "beware of monkeys - keep the windows closed". Mit der Zeit ist der Geruch doch zu intensiv - zum Glück ist ein Zimmerwechsel problemlos möglich.

7. Tag

Kandy - Peradeniya - Kandy

Es geht wie oft um 7.30 Uhr ins Hochland zu einer Teeplantage. Die Strecke ist wie bei der ganzen Reise nicht wirklich weit, aber durch die Straßenverhältnisse zieht sich die Fahrt und dazu dann die ganzen Kurven ..... Nach einem kurzen Fotostopp an einer besonders schön gelegenen Teeplantage geht es weiter. Wir kommen bei der eigentlichen Plantage mit Verarbeitungs- und Verkaufsgebäude an - es folgen eine Führung mit Erklärungen zu den verschiedenen Prozessen, danach eine Verkostung (leider nur 2 Sorten und nicht alle, die angeboten werden) und danach kann wie immer - wer möchte, etwas kaufen.

Zurück geht es natürlich die gleiche Strecke - Kurve um Kurve. Erholung gibt es danach in Kandy im botanischen Garten. Heute ist in Kandy eine Art Kindertag - es tummeln sich unzählige Gruppen bzw. Klassen von Kindern im botanischen Garten. Lama führt uns durch die Anlage und erklärt uns verschiedene Pflanzenarten. Die Führung endet im Orchideenhaus und es geht weiter, wer mag kann in einem Restaurant wieder zu Mittag essen. In Kandy selbst haben wir danach 1 Std Freizeit - anfangs regnet es kurz etwas, dann hört es aber auch schon wieder auf. Vom Treffpunkt geht es zu einer etwa 1-stündigen Folklore-Show. Danach werden wir mit dem Hotelshuttle abgeholt. Leider liegt der Zimmerschlüssel im Reisebus und das Hotel verfügt über keinen Ersatzschlüssel. Auch wenn das Personal sehr nett ist - etwas nervig ist es dann schon, wenn man für jedes Auf- bzw. Abschließen den Zimmerservice holen soll. Zum Glück organisiert Lama, dass der Schlüssel von unserem Reisebus ins Hotel gebracht wird. Vielen Dank hierfür nochmals.

8. Tag

Kandy - Colombo - Veyangoda

Die Fahrt nach Colombo zieht sich wieder - in Colombo machen wir dann eine Stadtrundfahrt und Mittagspause, bevor es Richtung Hafen geht. Dort haben die Chinesen Großeinkauf gemacht - den Hafen für 99 Jahre gepachtet, es wird Land aufgeschüttet wie in Dubai zur Erweiterung der Bodenfläche und es wird gebaut, gebaut, gebaut. Und auch beim anschließenden Bummel über den Markt zeigt sich klar die Stellung Chinas - neben heimischem Obst, Gemüse, Trockenfisch und Kleidung ergießt sich eine Flut an billigsten Plastikwaren made in China.

Der Markt ist interessant, laut und ein Durcheinander. Zum Einkaufen ist er aber doch eher für Einheimische. Bevor wir das Hotel erreichen, setzt mal wieder der Regen ein. Am Abend heißt es dann Abschied nehmen - die einen fliegen morgen nach Hause, ein paar andere auf die Malediven (wobei es in diesen Fall bei der Heimreise in Abu Dhabi dann ein Wiedersehen gibt).

Da die Rundreise hier quasi endet - vielen Dank an unseren Reiseleiter Lama, der uns mit viel Humor sein Land näher gebracht hat. Auch an unseren Busfahrer Nuwan vielen Dank. Es war sehr angenehm, gemütlich im Bus sitzen zu können und sich nicht selbst durch den Verkehr plagen zu müssen und natürlich Danke auch an Dilan, der sich um unser Gepäck und die Wasserversorgung gekümmert hat.

9. Tag

Veyangoda - Ahungalla

Nach dem Frühstück geht es zum Badehotel - architektonisch soll dies besonders sein. Das stimmt, an einigen Stellen sollte aber doch richtig saniert werden, anstatt der kleineren Ausbesserungsarbeiten, die hier und da vorgenommen werden - immerhin ist es ein 5-Sterne-Hotel. Auch in den Zimmern, die sehr hübsch ausgestattet sind, aber eben deutliche Gebrauchsspuren zeigen - eine Grundreinigung und Auffrischung würde hier gut tun. Von der Freundlichkeit und dem Service der Mitarbeiter passt das Ganze aber.

Ein wenig anstrengend ist es, wenn man an das Meer (nicht zum Baden geeignet, starke Unterströmungen) möchte. Verständlich, dass jeder ein Stück vom Touristenkuchen abhaben will. Schon bei der Rundreise war es quasi unmöglich, sich in einem Geschäft in Ruhe umzuschauen. Sobald man etwas nur ansatzweise angeschaut hatte, war man meist von zwei bis drei Verkäufern umringt. Vermutlich gut gemeint als Service - mir persönlich war das aber einfach zu aufdringlich.

Hier am Hotel wird man am Übergang zum Strand bzw. sobald man von seiner Liege aufschaut Richtung Strand ständig von fliegenden Händlern angesprochen. Auch ein Strandspaziergang scheint unmöglich ohne "Madam, Madam" und "hallo deutsche Frau". Auch wenn man deutlich zu verstehen gibt, dass kein Interesse besteht - man wird angesprochen und zum Teil ein Stück begleitet. Man muss also über ein paar Dinge hinweg sehen - dann ist es hier sehr schön.

Nachmittags kommt der örtliche Reiseleiter und gibt ein paar Tipps und Informationen. Schade, der Nationalpark ist momentan geschlossen. Die Leoparden haben Nachwuchs und sollen nicht gestört werden. Für eine Bootstour zwecks Walbeobachtung ist es noch zu früh - die werden erst ab November angeboten. So bleibt also der Ausflug nach Galle für den übernächsten Tag. Der restliche Tag vergeht wie im Flug und endet am Abend nachdem ein Musiker mit Saxophon schon angenehm für entspannte Stimmung gesorgt hat, mit einem kleinen netten Showprogramm.

10. Tag

Ahungalla

Erst einmal eine ausführliche Strandwanderung - mit "Sonnenschirm". Erfreut stelle ich fest, dass man damit auch ganz gut die fliegenden Händler abwehren kann. Einfach schräg vor sich halten und nicht reagieren, schon hat man seine Ruhe und kann die Natur genießen.

Direkt am Hotel spielen sich derweil wohl dramatische Szenen ab. Zwei Frauen müssen aus dem Meer gerettet werden. Bei einer sind offenbar sogar Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig. Froh, das nicht live mitbekommen zu haben, hoffe ich natürlich für die Frauen, dass die Sache für sie gut ausgegangen ist.

Der Nachmittag vergeht dann gemütlich am Pool, wo kleine freche Streifenhörnchen für Unterhaltung sorgen. Abends ist gegen Aufpreis ein besonderer kulinarischer Genuss möglich - im Hotel wird Oktoberfest gefeiert. Naja, wer mag ....

11. Tag

Galle (Zusatzangebot)

Zu viert geht es heute Richtung Galle. Zuerst ein Fotostopp bei den Stelzenfischern. Reine Touristenattraktion und von chinesischen Touristen überlaufen, schöne Fotomotive gibt es trotzdem. Weiter geht es zum Fort nach Galle, wo uns der regionale Reiseleiter zuerst über die Festungsmauern und Teile der Altstadt führt bevor es zum Mittagessen geht. Danach ist eine Stunde Freizeit und die Gassen punkten gleich mehrfach - zum einen tolle Fotomotive und es gibt hier viele kleine Geschäfte mit tollen Artikeln, die man in Ruhe anschauen (und dann evtl. auch entspannt kaufen kann), ohne dass man von Verkäufern sofort umringt wird. Irgendwie schade, dass Galle nicht auf dem Rundreiseprogramm fest vorgesehen ist - am besten wäre das mit einer Übernachtung.

Nach dem gemütlichen Bummel geht es weiter zu einer Mondsteinmine. Interessant, unter welchen harten Bedingungen die Steine aus dem Boden geholt werden. Es folgen die Bearbeitung der Steine und natürlich obligatorisch der Shop. Weitere Stopps auf dem Rückweg sind noch ein Denkmal der Opfer des Zugunglücks bei dem Tsunami 2004, welches einen nachdenklich auf das Meer blicken lässt, und eine Fabrik, in der traditionelle Holzmasken hergestellt werden.

Zurück im Hotel erwartet uns ein neuer Themenabend - zum Glück dieses Mal "Sri Lanka". Und - aufgrund Abwesenheit schon fast in Vergessenheit geraten - zum Abendessen beginnt es zu regnen.

12. Tag

Ahungalla

Dunkle Wolken fliegen am Himmel - optimal für einen Strandspaziergang. Schnell vorbei an den fliegenden Händlern und los. Das aufgewühlte Meer hat ein paar Muscheln an den Strand gespült. Beim Sammeln heißt es jedoch aufpassen - es liegt nicht nur jede Menge Plastikmüll herum, sondern auch vereinzelt ein paar Glasscherben. Und manche Muschel bzw. manches Schneckenhaus ist bewohnt - man muss schon hinschauen, dass man nicht versehentlich einen Einsiedlerkrebs aufsammelt.

Da Muscheln und Schneckenhäuser am schönsten dort sind, wo sie herkommen, werden die gesammelten Kunstwerke später fotografiert und kommen danach wieder ins Meer. Daheim sind es doch meist nur Staubfänger. Bei der Rückkehr am Hotel scheint dieses mittlerweile fest in der Hand von einheimischen Gästen zu sein. Bisher war der überwiegende Teil der Gäste aus China. Nachmittags regnet es sich ein. Wenn schon nass, dann richtig - also ab in den warmen Pool.

Beim Abendessen kommt es immer wieder zu kurzen Stromausfällen. Ein Gewitter bricht los und es beginnt zu schütten ..... Vom Restaurant den normalen Weg raus, ist nicht mehr möglich. Wir werden durch einen Teil der Küche zur Bar geleitet. Von dort kann man das beeindruckende Naturschauspiel auch gut geschützt beobachten.

13. Tag

Ahungalla

Der Tag startet bewölkt - also auf zu einer Strandwanderung und danach gemütlich an den Pool. Hin und wieder fallen ein paar einzelne Regentropfen. Ich beschließe, mir mal den Ort anzuschauen. Bereits am Tor vor dem Hotel die unvermeidlichen Ansprachen "Madam, Madam" - nein danke, ich brauche kein Tuktuk und Schmuck will ich auch nicht kaufen. An der Straße entlang ist es mangels Gehweg und der rasanten Fahrweise der Einheimischen recht schnell ungemütlich, zumal ein Einheimischer stur hinter mir her schleicht - sehr unangenehm. Als ich ihn anspreche, wechselt er zwar die Straßenseite, bleibt dort aber auch wie ein Spiegelbild - gehe ich ein paar Schritte vor, tut er das auch, drehe ich mich um und laufe zurück, macht er dies ebenfalls und kommt dann doch irgendwann wieder über die Straße und klebt wie ein Schatten an mir (einigen Mitreisenden erging es ähnlich). Also schnell zurück zum Hotel - am Tor ist für ihn definitiv Schluss mit Verfolgung.

Eigentlich möchte ich wieder auf die Liege und ein wenig lesen - da werde ich von zwei Hotelangestellten aus dem Spa angesprochen. Endlich einmal eine unaufdringliche Ansprache und auch genau richtig. Kurze Zeit darauf genieße ich die balinesische Massage - herrlich.

Etwas aufgeklart hat es danach auch - es gibt zwar keinen Sonnenuntergang zu sehen, aber der Himmel verheißt für Morgen gutes. Zu dumm, das ist der Abreisetag. Der Abend vergeht mal wieder mit einem angenehmen Plausch.

14. Tag

Ahungalla - Abreise

Der Urlauber drüber ist bereits um 6.00 Uhr wach und beginnt fröhlich, quietschend die Möbel durchs Zimmer zu schieben. Kurz darauf scheint er zu duschen - so laut war die Regendusche in den vergangenen Tagen doch nicht zu hören? Also kurz einen Blick zum Fenster raus geworfen - es schüttet in Strömen. Beim Frühstück wird es zum Glück weniger und kurz darauf scheint die Sonne. Also ein letztes Mal ab an den Strand und den Pool. Es ziehen dunkle Wolken auf, aber es ist auch Zeit, um ins Zimmer zu gehen, sich zu richten und zu packen. Ups, die Trinkgelder haben bei dieser Reise aber eine ordentliche Spur hinterlassen.

Es heißt warten - um 13.00 Uhr müssen wir aus den Zimmern raus, werden aber erst um 15.00 Uhr abgeholt. Die Fahrt zum Flughafen dauert etwas über 2.5 Stunden - anscheinend musste der Fahrer einen Umweg nehmen, da die Straßen überschwemmt sind.

Im Flughafengebäude geht es ungemütlich zu. Der Check-in ist noch nicht möglich, dann sollen wir als Gruppe an den einen Schalter kommen und alle Reisepässe abgeben und dann beginnt der etwas mürrische Mitarbeiter mit dem Check-in. Seltsam - im Gegensatz zu den anderen Mitreisenden, die 30 kg Freigepäck haben, stehen bei mir auf den Unterlagen nur 23 kg.

Als ich an der Reihe bin, brummelt mich der Mitarbeiter an, telefoniert und gibt mir dann nur die Bordkarte bis Abu Dhabi - mit dem Hinweis, ich solle mich in Abu Dhabi um die Bordkarte nach Frankfurt kümmern, er könne mir diese nicht ausstellen. Ein wenig irritiert begebe ich mich zur Passkontrolle. Kurz vor dem Boarding stelle ich fest, dass alle anderen Mitreisenden eine Bordkarte von Abu Dhabi nach Frankfurt erhalten haben. Bei den Mitarbeitern, die das Boarding durchführen nachgefragt - oh, da soll ich doch bitte kurz warten. Es dauert, doch ich bin nicht alleine - ein Paar steht da und wartet offenbar auch noch auf die Bordkarten für ihren Anschlussflug.

Der Flug nach Abu Dhabi verläuft reibungslos und dort sehen wir auch die Malediven-Verlängerer wieder. Weiter nach Frankfurt geht es dann mit etwas Verspätung.

15. Tag

Ankunft in Frankfurt

Mit etwas Verspätung landen wir in Frankfurt und nach einem längeren Weg durch den halben Flughafen und der Passkontrolle stehen wir am Gepäckband, wo recht bald auch die Koffer schon kommen. Nun heißt es Abschied von den Mitreisenden nehmen und ab zum Bahnsteig.

Der ICE kommt pünktlich - wow! Nur hält das nicht lange an - bleibt er doch auf freier Strecke stehen wegen einer "technischen Störung". Mit 10 Minuten Verspätung kommt er dann in Mannheim an - nicht viel Verspätung, aber bei einer Umsteigezeit von 7 Minuten ist der Anschluss weg. Also eigentlich - der andere ICE hat nämlich noch eine größere Verspätung und somit klappt es mit diesem dann doch noch. In Stuttgart klappt es dann mit den Verspätungen nicht mehr - der Anschlusszug scheint pünktlich abgefahren zu sein. Also warten …. Endlich der nächste Anschlusszug, ich steige ein, der Zeiger springt kurz darauf auf die Abfahrtszeit und - nichts. Kurz darauf wird in der Anzeige auf dem Bahnsteig eingeblendet, dass der Zug voraussichtlich 5 Minuten Verspätung hat - danach erfolgt eine Durchsage, dass der vor uns liegende Streckenabschnitt noch nicht frei ist. Nach weiteren 5 Minuten springt die Anzeige erneut um - auf 10 Minuten Verspätung …….. Eine freundlich lächelnde Frau kommt auf mich zu - sie würde im Auftrag der Bahn eine Zufriedenheitsumfrage durchführen ….

Für meine Mitreisenden hoffe ich, dass sie eine etwas entspanntere Heimreise hatten und vielleicht sieht man sich ja bei einer anderen Reise ja einmal wieder.

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