April 2022

Reisebericht: Dem Dschungel Costa Ricas auf der Spur.

Begleiten Sie unsere Chronistin auf einer spannende Rundreise nach Costa Rica. Es erwartet Sie Dschungelfeeling, eine atemberaubende Pflanzen- und Tierwelt, ein imposanter Vulkan und Erholung am Traumstrand von Tamarindo.

Chronistin Ines im Dschungel von Costa Rica
Mein Tipp

Abenteuer im Dschungel Costa Ricas

Ines, Berge & Meer Chronistin

"Zum dritten Mal bin ich nun Eure Chronistin. Ines aus Halle/Saale in Sachsen-Anhalt. Ich entführe euch heute in die wunderschöne grüne Oase Mittelamerikas, Costa Rica. Los geht's!"

1. Tag

Anreise - Ankunft San José

Wir starten unsere halbe “Weltreise” mit der Fahrt nach Frankfurt - mit dem Auto sind das ca. 3,5 Stunden. Glücklich gelandet geht es weiter mit unserem Non Stop-Flug der Lufthansa (ca. 12 Stunden). Wir hatten mega Glück, saßen gleich hinter der Priority, somit eine Reihe mit herrlicher Beinfreiheit. Dazu das schöne Bord-/Kino-Programm und die Zeit verging rasend schnell. Mit etwas Verspätung und 8 Stunden Zeitverschiebung kamen wir schließlich in Costa Ricas Hauptstadt San Rosé an. Marco unser Reiseleiter, geboren in Berlin, nahm uns in Empfang. Wir fuhren zum Hotel. Leider reichte es nur noch bis zum Begrüßungscocktail und alle fielen todmüde ins Bett.

2. Tag

Doka Kaffeefarm - San José

Am frühen Morgen nach einem einheimischen Frühstück "Gallo Pinto", das sind schwarze Bohnen und Reis, dazu frisch gepresste Säfte, fuhren wir zu einer Kaffeeplantage. Während der Fahrt erzählte uns Marco Interessantes zum Land. Wusstet Ihr schon, dass Costa Rica nur so groß ist wie Niedersachsen? Das Land ist umgeben von herrlicher Natur, Regenwäldern, Reservaten, Vulkanen. Es sind übrigens 60 Vulkane, davon 6 immer noch aktiv. Einer der aktivsten Vulkane ist der Arenal, den wir zur späteren Zeit auch noch auf dem Programm haben. So nun aber zu der ganz toll angelegten Kaffeeplantage. Auf dem Weg dorthin herrliche Bromelien, Strelizien, Helikonien. Für alle Kaffeefreunde ist das heute ein spannender Tag. Über 400 Millionen Kaffeebäume gibt es in Costa Rica, demnach kommen ungefähr 100 Kaffeebäume auf einen Einwohner. Es wird vor allem Arabica-Kaffee angebaut. Im Hochland ist das Klima perfekt. Es ist immer feucht-mild. Perfekt für die Kaffeekirschen, die so mehr Zeit haben zum Reifen und damit einen intensiveren Geschmack bekommen. Pro Pflanze Kaffee werden beim sogenannten Stripping 5-8 kg Kaffee geerntet, aber davon bleibt tatsächlich dann nach der Verarbeitung und Röstung nur noch 1-2kg Kaffee übrig. Ein Teil der Gruppe kauft schon jetzt Kaffee für zu Hause und probieren durften wir natürlich auch. Sehr lecker! Weiter geht es nun mit dem Bus noch nach San Rosé, zum Stadtrundgang. Das Highlight der Stadt ist das Nationaltheater. Leider klappt es heute nicht, wir kommen nicht rein, wegen einer Veranstaltung. Schade! Unser Reiseleiter lädt uns als kleine Entschädigung auf Kaffee, Kuchen und Eis ein. Auch nicht schlecht bei den heißen Temperaturen. Wir bummeln noch über den Zentralmarkt, wo es zahlreiches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch gibt. Danach ging es zurück zu unserem Hotel und wir können uns vom Tag erholen.

3. Tag

San José - Guápiles - Tortuguero

Wir starten früh, unser Weg führt uns heute in unsere Dschungellodge nach Tortuguero, was auf Deutsch heißt: Platz, an den Schildkröten. Wir frühstücken heute unterwegs auf einer Lodge und die Freude ist groß. Unser erstes Faultier! Es lässt sich nicht im Geringsten von unserer Gruppe stören und macht seinem Namen alle Ehre. Und so können wir schöne Fotos machen. Weiter geht es durch weitläufige Bananenplantagen bis nach La Pavona, wo wir auf ein Boot umsteigen müssen. Die Bootsfahrt ist sehr lustig, alle mit der dicken Schwimmweste. Endlich angekommen beziehen wir unsere Holzlodges, natürlich ringsherum ohne Fenster nur mit Gage, ein Traum. Das ist eben der echte Regenwald. Man will ja schließlich die Brüllaffen abends hören und alle anderen Krabbeltiere. Die einzige Fortbewegung ist hier das Boot. Wir machen auch eine kleine Bootstour bis zum Eingang des Nationalparks Tortuguero, steigen dort aus, laufen an die karibische Seite zum Karibischen Meer und genießen die tolle Luft am Meer. Anschließend gibt es noch etwas Freizeit und wir können individuell durch das Örtchen bummeln, bis wir wieder mit dem Boot zu unseren Lodges fahren. Wir lassen den Abend ausklingen. Nachts brüllen die Affen und bewerfen unsere Lodge mit Früchten, ein herrliches Abenteuer.

4. Tag

Tortuguero

Heute macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre, denn es regnet aus Eimern. Es steht die Bootsfahrt durch die Lagunen und Kanäle des Dschungels an. Unsere Gruppe ist komplett eingehüllt in Regencapes. Wir sehen alle sehr lustig aus. Unser Boot ist offen ringsherum, wie praktisch bei dem Wetter. Es geht trotzdem los und der Bootsfahrer macht sich einen Spaß und fährt auch noch schneller, sodass wir eigentlich gar nicht mehr wissen, ob von oben oder unten oder von der Seite das Wasser kommt. Ein Spaß! So schnell wie es regnet, hört es auch wieder auf und es scheint bald wieder die Sonne. Optional machen wir alle einen schönen Rundgang, geführt von unserem Reiseleiter, durch unser grünes Camp. Dort entdecken wir die ersten Affen, die sich über die Bäume hangeln und sich überhaupt nicht von uns stören lassen. Auch Gürteltiere sehen wir und jede Menge bunte Vögel. Zum Abschluss des Tages genießen wir Cocktails an unserer Poolbar. Die Cocktails, speziell Pina Colada, sind mega lecker.

5. Tag

Tortuguero - Guápiles - Finca Sura/Sarapiquí - La Fortuna

Früh am Morgen starten wir mit dem Boot, später geht es dann mit dem Bus den ganzen Tag in Richtung La Fortuna, die Stadt am Fuße des Vulkans Arenal. Die Fahrt ist gefühlt mega lang, da wir ein paar Umleitungen in Kauf nehmen müssen. Die Straßen sind überflutet, da es immer noch regnet. Beim Mittagessen lacht schon wieder die Sonne und wir genießen frisch gepresste Säfte, frische Pizza oder andere Leckereien. Am späten Nachmittag kommen wir an in unseren kleinen Holzhäusern, umgeben von heißen Quellen, wo man sich gleich noch erholen kann. Die Thermalquellen sind terrassenförmig angeordnet, ganz idyllisch und wohltuend.

6. Tag

La Fortuna

Nach dem Frühstück fahren wir zu einer familiengeführten Finca. Hier werden Ananas, Bananen und andere Früchte angebaut. Die Ananas so frisch gepflückt schmeckt wirklich genial. Wir essen uns erstmal satt. Übrigens wusste nicht jeder aus unserer Reisegruppe, warum die Banane krumm ist. Wenn die Banane noch klein ist, wächst sie nach unten. Wenn sie dann größer wird, wachsen sie zunehmend nach oben in Richtung Licht. Das heißt, durch die Veränderung der Richtung während des Wachstums wird die Banane krumm. Die Anlage ist sehr schön angelegt und wir sehen wieder tolle bunte Vögel im und am Wasser. Und was ganz Besonderes, den roten Frosch mit den blauen Beinen, auch Jeans Frosch genannt (Pfeilgiftfrosch). Der Frosch ist mega klein. Danach geht es weiter. Heute lernen wir noch alles über die Herstellung von Schokolade. Das Beste ist die Verkostung. Wir sind schon ganz schön ausgehungert nach Süßem. Wir dürfen jede Menge probieren. In Costa Rica gehörte jahrzehntelang der Kakao zu den wichtigsten Exportgütern. Schokolade wird aus dem Samen des Kakaobaums gewonnen und wächst ausschließlich in feucht-tropischen Gebieten. Ein toller Tag neigt sich dem Ende zu. Wir genießen am Abend noch die sehr schön angelegten Thermalquellen in unserer Hotelanlage.

7. Tag

La Fortuna/Vulkan Arenal - Monteverde

Heute startet nun unsere Vulkanwanderung. Man hörte schon viel von Freunden: "Ach der Vulkan ist nie zu sehen, da ist eigentlich immer schlechtes Wetter. Der ist immer in den Wolken" und und… Wir gucken aus unseren Hotel Lodges und denken, toll, es scheint die Sonne. Aber der Vulkan scheint noch in den Wolken zu sein. Marco sagte, das zieht auf und es wird die Sonne lachen. Super, wir freuen uns alle sehr. Ich habe Respekt vor der Wanderung, da ich den Hinweis von Berge & Meer schon öfters in meinen Reiseunterlagen gelesen habe, der da heißt Schwierigkeitsgrad: mittel. Die Fahrt in Richtung Vulkan ist traumhaft und bringt mich auf andere Gedanken. Unser Reiseleiter Marco erklärte uns, dass die Wanderung ja nicht direkt auf den Vulkan geht, sondern nur entlang erkalteter Lavafelder. Der Vulkan Arenal ist der aktivste und auch jüngste Vulkan von Costa Rica und liegt am Fuße des größten Binnensees des Landes, dem Arenalsee. Endlich angekommen wandern wir alle los, festes Schuhwerk bzw. Wanderschuhe sind schon zu empfehlen, da die Abstände beim Wandern nicht immer auf einer Höhe sind. Der Aufstieg hat sich gelohnt, wir können auf den erkalteten Lava-Gestein lang klettern, um Fotos zu schießen. Die Anstrengung hat sich gelohnt, einfach nur herrlich, diese tolle Aussicht. Nun fahren wir ca. 3 Stunden nach Monteverde, heißt grüner Berg, zum Nebelwald. Unser Hotel ist das erste Hotel was im Nebelwald entstanden ist. Der Nebelwald ist ein immergrüner Wald auf 1.400 Meter gelegen. Endlich angekommen sind wir begeistert vom Hotel, eine wahnsinnig tolle Aussicht hat man hier aus jedem Zimmer. Wir lassen bei einem schönen Sonnenuntergang den Tag ausklingen.

8. Tag

Monteverde - Tamarindo

Nun geht es los zum berüchtigten Nebelwald. Wir werden dort über acht Hängebrücken in wunderschöner Natur wandern und hoffentlich auch ein paar Tiere sehen. Wir haben wieder großes Glück und sehen nach der sechsten Brücke einen Nasenbär. Die Luft ist herrlich klar, auch etwas kühler und man hat das Gefühl, als ist immer eine kleine Wolke von Sprühregen über einem. Die längste Brücke ist 145 Meter lang. Ein schöner Abschied. Unsere erlebnisreiche Rundreise ist heute nämlich zu Ende, wir freuen uns aber alle nun auf 7 weitere Tage, wo man mal die Koffer auspacken kann, um die Luft des Pazifiks zu schnuppern. Wir können die Seele baumeln lassen, wie der Costa Ricaner sagen würde Pura Vita - das Leben in vollen Zügen genießen. Am späten Nachmittag kommen wir im Badehotel an, bei gefühlten 40 Grad. Man ist das hier heiß. Beziehen alle unsere sehr hell und freundlich ausgestatteten großen Zimmer mit Balkon und Blick in einen wunderschönen Palmengarten. So lassen wir den Tag ausklingen mit einem Cocktail oder Bierchen.

9. - 14. Tag

Tamarindo

Hurra - heute erster Badetag in Tamarindo. Tamarindo liegt direkt am Pazifk in der Provinz Guanacaste und ist das top Surfer-Reiseziel. Die Küste ist umsäumt von Mangroven und ist Nistplatz der Lederrückenschildkröte. Die Wellen sind mega groß. Bei Ebbe sieht man sehr viele Steine im Wasser, die dann nach 6 Stunden von der Flut komplett überspült werden. Wir entscheiden uns erstmal für den riesengroßen Pool. Für Action ist auf alle Fälle gesorgt, tolle Salsa-Musik den ganzen Tag oder Zumba und Aerobic. Es gibt zwei Spezialitätenrestaurants, wo man auch nichts dazu bezahlen muss. Weder bei den Getränken noch beim Essen. Wir melden uns gleich mal an, denn was man hat, das hat man. Es gibt einmal Italienisch und einmal Japanisch, entweder Sushi oder Teppanyaki, wo vor deinen Augen alles frisch gebrutzelt wird. Das klingt schon mal toll, wenn es dann auch so schmeckt, sind wir begeistert. Mein Mann und ich versuchen den Badeurlaub auch mit etwas Abwechslung zu versehen und buchen mit unserer Gruppe einen Abendausflug zu den Schildkröten. Wir möchten nur einmal solch kleines Wesen schlüpfen sehen. Endlich war der gebuchte Tag da, wir fuhren mit einem kleineren Bus ca. 45 min zu einem benachbarten Strand. Wir mussten uns alle in den Sand setzen mit dunklen Sachen und nun warteten wir und warteten... endlich! Unser verrückter Guide hatte im Sand ein Loch entdeckt, wo die kleinen Schildkröten raus guckten und wir halfen etwas nach, dass der Weg vom Sandloch bis zum Meer nicht zu lang wurde. Aber von der Sache her müssen die Kleinen aus eigenem Antrieb den Weg ins Meer schaffen, was auch am Tag sehr schwierig ist. Denn durch die große Hitze schafft es leider die ein oder andere kleine Schildkröte nicht bis zum Wasser. Wir warten weiter am Strand, denn der Guide will uns unbedingt noch ein Muttertier zeigen. Und es klappt auch, wir sehen tatsächlich eine große Schildi, wie sie gerade wieder zurück ins Meer möchte. Da hat sich doch der Ausflug gelohnt. Wir fahren zurück zum Hotel und lassen den Abend Revue passieren. Sehen am Abend eine Waschbärfamilie in der Anlage nach Futter suchen und jede Menge Leguane aller Arten. Die fühlen sich hier so richtig wohl, bei dem herrlichen Klima. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Taxi, was 6 Dollar koste, in das kleine Örtchen Tamarindo und schlendern durch die kleinen Geschäfte, die jede Menge Souvenirs haben. Zum krönenden Abschluss noch ein leckeres italienisches Eis (3 Kugeln für 10 Dollar). Die haben Preise hier... das ist ja fast wie in Deutschland. Die restlichen Tage erholen wir uns am Meer und Pool. Die Hitze ist fast unerträglich. Jeden Tag Sonne satt bei 38 Grad. Aber wir wollen mal nicht meckern, das kühle Deutschland gefällt uns auch bloß nicht.

15. Tag

Tamarindo - San José - Abreise

Gegen Mittag wurden wir aus unserem Badehotel abgeholt. Die Fahrt ist sehr weit zum Flughafen San Rosé ca. 4 Stunden. Alles logisch, wenn man bedenkt, welche Strecken wir mit dem Bus absolviert haben, um die besten Sehenswürdigkeiten in einer Reise zu sehen. Der Heimflug ging wieder mit Lufthansa non stop 12 Stunden. Man würde lügen, dass das einem Spaß macht. Aber wer in fremde Kulturen eintauchen möchte, muss leider auch die weiten Entfernungen in Kauf nehmen.

16. Tag

Ankunft in Deutschland

Glücklich gelandet in Frankfurt am Nachmittag, trat nun jeder wieder seine Reise in die altbewährte Heimat an.

Wer den Regenwald, Tiere, exotische Pflanzen, quirlige Menschen und Salsa-Rhythmen liebt, der ist in Costa Rica wunderbar aufgehoben. Da wir von Berge & Meer bereits im Regenwald von Sumatra, Borneo und im Amazonas von Brasilien waren ist unser Fazit: es ähnelt sich doch Vieles!! Jedoch ist diese einmalige Natur immer wieder schön. Wer sich am Pazifik einen absoluten klassischen Badeurlaub wünscht, kommt in Tamarindo nicht auf seine Kosten. Es sind hier sehr starke Wellen und ein Traum für jeden Surfer, der auf die ultimative Welle wartet. Auch Ebbe und Flut ist besonders an dieser Stelle des Pazifiks sehr ausgeprägt. Die Sonnenuntergänge sind hingegen atemberaubend.

Bis zum nächsten schönen Fernziel!

Eure Ines

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