Februar 2019

Reisebericht: Myanmar, Laos & Kambodscha. Faszination Indochina.

Begeben Sie sich mit unserem Chronisten auf eine Reise der Vielfalt, auf der Sie gleich drei faszinierende Länder Asiens kennenlernen! Lassen Sie sich von den goldenen Pagoden in Myanmar, der Mekong-Flussfahrt in Laos und Angkor Wat in Kambodscha begeistern!

Chronist Thomas in Asien
Mein Tipp

Faszination in Indochina

Thomas, Berge & Meer Chronist

Mein Name ist Thomas und ich bin 40 Jahre alt. Ich wohne in Friedrichshafen am schönen Bodensee. Ich bin ein kleiner Reisefanatiker und verreise mehrmals jährlich. Seit 2007 nur mit Berge und Meer und diese Reise wird meine 24. sein.

Da die bisherigen Reisen immer super waren, gehe ich davon aus, dass diese ebenfalls sehr gut, informativ, interessant und auch spannend sein wird. Ob dem so ist oder vielleicht nicht erfahren Sie in meinem Reisebericht. Viel Spaß beim Lesen. Über Kommentare aber auch Kritik wäre ich dankbar.

1. Tag

Die Reise beginnt in einem Airbus A380

Am heutigen Montag beginnt meine Reise nach Myanmar, Laos und Kambodscha. Da der Flug mit Emirates erst gegen Abend ab Frankfurt startet, habe ich genügend Zeit um zum Flughafen zu kommen. Die brauche ich auch, weil mein Anreiseweg vom Bodensee nicht gerade kurz ist und man bei der Deutschen Bahn nie weiß ob Sie pünktlich ist. Daher habe ich den Zug um 10.30 Uhr vormittags genommen. Im Zug stieg mit jedem Kilometer den ich dem Flughafen näher kam die Vorfreude auf den Urlaub und den ersten Flug von mir im Airbus A380. Der Zug war pünktlich in Frankfurt und somit hatte ich genügend Zeit zum Einchecken.

Kurz vor 17.00 Uhr begann Emirates mit dem Check-in. Bei der anschließenden Sicherheitskontrolle gab es leider etwas Wartezeit die aber nicht weiter störte. Pünktlich um 20.30 Uhr verließ der A380 das Gate, proppenvoll. Da der Weg zur Startbahn für den Riesenflieger lang war, hoben wir erst um 21.00 Uhr vom Boden ab. Der Flug nach Dubai war extrem ruhig und stressfrei. Der A380 liegt sehr ruhig in der Luft und der Service von Emirates war sehr gut. Leider landeten wir, aufgrund eines kleinen Sandsturmes mit 45-minütiger Verspätung. Da unsere Umsteigezeit aber knapp 3 Stunden betrug, kein Problem.

2. Tag

Weiterflug nach Yangon und Ankunft in Myanmar

Der Weiterflug von Dubai nach Yangon wurde wieder mit Emirates durchgeführt und startete pünktlich um 9.35 Uhr. Auch dieses Flugzeug, diesmal eine Boeing 777 war randvoll, da der Flug über Yangon nach Phnom Penh ging. Der Flieger landete sehr pünktlich um 16.35 Uhr Ortszeit in Yangon. Direkt beim aussteigen merkten wir das es hier ein klein wenig wärmer war, als in Deutschland. Es hatte knapp 35 Grad. Nachdem wir die Einreiseformalitäten hinter uns gebracht hatten holten wir unsere Koffer und danach begann die Suche nach unserem Guide. Dieser stand sehr gut sichtbar am Ausgang und so warteten wir bis alle Reisenden eintrafen.

Es stellte sich dabei heraus, dass wir 31 Personen sind aber ursprünglich 33 sein sollten. Leider hatten 2 Personen bereits in Frankfurt Probleme mit ihrem Pass, da dieser leider nicht mehr 6 Monate gültig war ab Ausreise. Daher verweigerte Emirates die Beförderung dieser beiden Personen. Nachdem das geklärt war fuhren wir ins Hotel. Dieses lag in der Nähe der Shwedagon Pagode. Da bereits die Nacht hereingebrochen war und wir alle von den beiden Flügen ordentlich geschlaucht waren gingen alle recht früh ins Bett.

3. Tag

Stadtbesichtigung von Yangon

Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück starteten wir heute Punkt 9.00 Uhr unseren ersten richtigen Tag in Myanmar. Gleich beim Verlassen des Hotels, merkte man das es etwas wärmer ist. Die Nacht war es ca. 22 Grad und morgens so etwa 25 - 27 Grad.

Wir besichtigten zuerst das chinesische Viertel der Stadt. Ein Gewusel aus Menschen und Autos das sich durch, für europäische Verhältnisse, viel zu enge Gassen quetschte und mittendrin wir. Wir sahen viele Straßenverkäufer die von Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch und viele andere Sachen an die Leute bringen wollten. Danach besichtigten wir das indische Viertel wo fast genau das gleiche passierte. Was uns in den ersten Minuten auffiel war, dass es keine Mopeds gab und das auch das obligatorische Hupen, in Asien üblich, ausblieb. Die Fahrer hatten eine Gelassenheit die ich beeindruckend fand. Kein Vergleich zu Europa oder anderen asiatischen Ländern.

Weiter ging es zur einzigen Synagoge der Stadt zur Sule-Pagode. Diese besichtigten wir nur von außen und man sah schon von weitem die Unmengen an Blattgold. Es glänzte mit der Sonne um die Wette, die sehr ordentlich brannte. Neben der Sule-Pagode ist ein großer Park mit einem Obelisken in der Mitte und von dort aus kann man das Rathaus und das ehemalige Oberste Gericht des Landes bestaunen. Beides alte englische Kolonialbauten die liebevoll restauriert wurden.

Nach einer kleinen Pause in diesem Park ging es zur Pagode des liegenden Buddha. Diese Statue ist 66 m lang, 17 m hoch und liegt in einer riesigen Halle. Wie in Pagoden üblich, muss man am Eingang seine Schuhe und Socken ausziehen. Ebenso muss die Bekleidung angemessen sein, also keine kurzen Hosen (knielang) oder schulterfrei Kleidung. Wir bekamen dort von unserer Reiseleiterin Teo Teo eine Erklärung der Statue und der 108 Zeichen auf der Fußsohle des Buddha. Sehr beeindruckend das zu sehen.

Anschließend ging es weiter zum Scott-Markt wo man in ca. 2.000 Läden seine Shoppingsucht befriedigen kann. Allerdings mehr in Richtung Schmuck. Nebenan gibt es ein modernes Kaufhaus wo sich einige Mitreisende an den einheimischen Gerichten probierten.

Nach knapp 2 Stunden Shopping- und Essenszeit ging es dann zum Highlight der Stadt und wahrscheinlich für viele sogar der ganzen Reise. Die Shwedagon Pagode. Unterwegs machten wir noch einen kleinen Stopp im königlichen Park und bestaunten die riesige königliche Barke die dort auf einem See schwamm. Nach dem Fotostopp ging es dann endlich zur Shwedagon Pagode. Dieser riesige Komplex liegt mitten in der Stadt auf einem Hügel. Da wir den West-Eingang benutzten, konnten wir die dortige Rolltreppe nehmen. Bei 35 Grad im Schatten diese ganzen Treppen hoch und danach wieder runter wäre sehr anstrengend geworden. Leider wird diese Pagode zurzeit restauriert und die goldene Pagode ist eingerüstet. Man kann aber trotzdem die schiere Größe dieser Pagode sehen und ich war sehr beeindruckt. Auf dem Gelände gibt es noch unzählige weitere kleinere Tempel und Pagoden und einige Bilder wie die goldene Pagode ohne Gerüst aussieht. Wahnsinnig beeindruckend finde ich und soweit ich das beurteilen kann, auch alle Mitreisenden.

Gegen 18.00 Uhr fuhren wir dann zu einem der Nachtmärkte der Stadt. Dieser entpuppte sich leider als Reinfall. Entlang einer viel befahrenen Straße stehen kleine Stühle und Tische an denen man essen kann. Zusätzlich auf Höhe der Auspuffrohre der Autos, die diese Straßen befahren. Da keiner der Reisenden sich das antun wollte fuhren wir zum Hotel zurück. Unterwegs hielten wir noch an 2 Restaurants wo einzelnen Mitreisende ausstiegen um zu Abend zu essen. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir dann das Hotel.

Nachdem ich und ein Mitreisender im Hotel eine Kleinigkeit gegessen haben, ging ich ins Bett, weil am nächsten Tag die Abreise um 4.30 Uhr anstand. Es ging mit dem Flugzeug nach Bagan.

4. Tag

Flug nach Bagan und Besichtigung des Pagodenfeldes

Der Tag startete recht früh. Punkt 4.00 Uhr wurden wir geweckt da um 6.30 Uhr unser Flug nach Bagan ging. Wir erreichten pünktlich den Flughafen und der Check-in ging ausgesprochen zügig. Anschließend den obligatorischen Sicherheitscheck und schon saßen wir in einer Turboprop Maschine der Fluglinie Mann Yadanarpon Airlines. Bis auf ca. 4 - 5 Einheimische waren wir die einzigen Passagiere. Der Flug verlief schnell und nach 75 min. landeten wir schon in Bagan.

Vom Flughafen aus ging es auch schon zum örtlichen Besichtigungsprogramm. Während wir uns die Sehenswürdigkeiten ansahen, wurden die Koffer zum Hotel gebracht. Als erstes besuchten wir den Sulamani Tempel und den angrenzenden Aussichtshügel. Vom Hügel aus konnten man schon einen ersten Blick über Teile des Pagodenfeldes werfen. Der Blick war sehr gut und beeindruckend. Anschließend ging es weiter zum Ananda Tempel. Eine gewaltige Anlage die vor Gold und Verzierungen nur so prallt. Direkt danach besuchten wir noch die Tempel Gubyaukgyi, Manuha und Nan Paya. Diese beinhalten schöne und sehr alten Wandmalereien oder Buddha Figuren bzw. Gravuren. Vom Baustil her sind Sie sehr ähnlich aber innen grundverschieden. Nachdem wir diese Pagoden und Tempel besichtigt hatten durften wir uns im Hotel etwas erholen, da die Temperaturen um die Mittagszeit doch recht ordentlich waren.

Um Punkt 15.00 Uhr startete unser Nachmittagsprogramm. Wir besichtigten eine Lack-Manufaktur. Wir erfuhren das die dort gefertigten Gegenstände aus Bambus hergestellt werden und anschließend mit mehreren Lackschichten überzogen werden. Wenn der Lack getrocknet ist, werden die Muster eingraviert und die dadurch entstandenen "Löcher" anschließend mit den verschiedenen Farben gefüllt werden. Ein sehr aufwendiger Prozess, den die dortigen Arbeiterinnen und Arbeiten aber mit sehr großem Stolz und viel Geschick absolvieren. Wenn man bedenkt das Sie diese Muster ohne Vorlage und nur aus dem Gedächtnis her zeichnen, verdient das meiner Meinung nach sehr großen Respekt. Nachdem wir dort etwa 80 min verbracht hatten machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Pagodenfeld.

Kurz vor dem Sonnenuntergang verließen wir unseren Bus und bestiegen 2 Boote. Wir hatten das Vergnügen, den Sonnenuntergang über dem Irrawaddy genießen zu dürfen. Die beiden Boote fuhren einige Minuten flussaufwärts bevor sie sich wieder flussabwärts treiben ließen.

Auf dem anschließenden Weg zurück ins Hotel verließ eine große Zahl an Reisenden den Bus um in einem, nahe des Hotel gelegenen Restaurant zu Abend zu essen. Bei gutem Essen und Getränken und sehr netten Gesprächen ließen wir den Tag ausklingen.

Der morgige Tag beginnt für 6 Reisende, inklusive meiner Wenigkeit, leider wieder früh. Warum? Mehr dazu morgen.

5. Tag

Ballonfahrt über Bagan

Wie bereits gestern geschrieben begann der heutige Tag für 6 Reisende sehr früh. Die 5 Anderen und ich wurden um 5.00 Uhr geweckt und 30 min. später mit einem alten Bus abgeholt. Warum? Wir wollten die berühmte Ballonfahrt über Bagan machen. Und da diese am Sonnenaufgang stattfindet, mussten wir früh raus. Um kurz vor 6.00 Uhr hatten wir unseren Startplatz erreicht. Es war stockfinster und der Bus war mit 16 Mann vollgefüllt. 6 Deutsche, 2 Franzosen und 8 Italiener. Direkt an der Ankunft bekamen wir Tee oder Kaffee zum trinken und direkt danach eine erste kurze Einweisung sowie die Vorstellung unseres Piloten.

Kurz bevor der Ballon aufgeblasen wurde, informierte man uns das heute ca. 140 Personen diese Ballonfahrt unternehmen werden. Da pro Ballon 16 Personen mitreisen sind also 9 Ballone unterwegs. Davon war mit einsetzender Helligkeit aber vorerst nichts zu sehen. Als nächstes erfolgte die obligatorische Sicherheitseinweisung. Das Ganze dauerte keine 10 min und war sehr gut verständlich. Bei der Einweisung wurde auch jedem Reisenden sofort sein Ballonplatz zugewiesen. Kaum war das erledigt begannen auch schon die Ventilatoren zu laufen um die Ballone aufzublasen. Es dauerte nicht lange und rings um uns herum erhoben sich riesige Ballons. Nun erkannte man auch wie viele es sind. Kurz vor 7.00 Uhr war der Ballon fertig aufgeblasen und wir stiegen ein. Durchaus schwierig muss ich gestehen. Punkt 7.00 Uhr hoben wir ab und sehr schnell konnte man den phantastischen Blick über Bagan und die tausenden Pagoden schweifen lassen. Ein überwältigender Anblick. Als dann noch die Sonne aufging gab es dem ganzen das berühmte i-Tüpfelchen. Absoluter Wahnsinn und das Geld absolut wert. Kurz vor 8.00 Uhr bekamen wir die Anweisung unsere Landeposition einzunehmen und 8.00 Uhr setzten wir wieder auf. Die Helfer am Boden hatten den Korb schnell gesichert, sodass wir nicht umgefallen sind. Als wir kurz darauf den Korb verlassen konnten, gab es noch etwas zu trinken (Champagner) und zu essen. Anschließend wurden die Ballonfahrer zu ihren Hotels zurückgebracht.

Wir 6 konnten im Hotel noch etwas frühstücken bevor wir uns um 9.30 Uhr mit den anderen zum Tagesprogramm trafen. Der erste Stopp war der Nyaung Oo Markt. Auf diesem Markt verkaufen die Bewohner der Gegend Lebensmittel, Obst, Gemüse, Waren des täglichen Bedarfs und vereinzelt auch Souvenirs. Die Gänge sind recht eng und einige wenige Verkäuferinnen teilweise recht hartnäckig. Danach ging es zu Nanda Pyinnyar Cave mit einem Tempel und einer künstlichen Höhle die als Gebetsraum genutzt wird. Direkt daneben besuchten wir die Paya Thone Zu Tempel. Von dort aus ging es zu Fuß zum Mittag. Nach der Stärkung besuchten wir das Dorf Minnanthu. Wir bekamen dort einen sehr guten Einblick in das ländliche Leben und Myanmar und sahen auch wie arm die dortige Bevölkerung lebt. Aber dennoch sind Sie immer freundlich, höflich und haben ein Lächeln auf den Lippen. Ich finde solche Besuche interessant aber betrachte es dennoch zwiespältig.

Anschließend hatten wir eine kleine Erholungspause im Hotel.

Am Nachmittag besuchten wir noch das Kyat-Ky-at-Cave Kloster, einem wichtigen Meditationszentrum dieser Gegend. Kurz vor dem Sonnenuntergang wechselten wir den fahrbaren Untersatz von ca. 100 PS zu 1 PS. Wir verließen unseren Reisebus und fuhren per Pferdekutsche zu einem Aussichtspunkt um von dort den Sonnenuntergang über den Pagodenfeld von Bagan zu genießen. Auch wenn wir in Myanmar bis dato nur eine überschaubare Menge an Touristen gesehen hatten, wurden wir nun eines Besseren belehrt. Der Hügel war voll von Touristen. Nichts desto trotz war es ein Erlebnis die Sonne hinter den Pagoden untergehen zu sehen.

6. Tag

Fahrt nach Mandalay

Der heutige Tag steht ganz im Schatten der Fahrt nach Mandalay. Punkt 8.00 Uhr starteten wir unsere Tour. Kurz nach verlassen der Stadt Bagan stoppten wir um an einem Tabakfeld die dortigen Bauern und Bäuerinnen bei der Arbeit zu beobachten. Einige Minuten später hielten wir erneut an um nahe der Ortschaft Kanywa, ein Dorf und dessen Bewohnen näher kennenzulernen. Dort sahen wir auch eine Schule wo 11-Klässler der Stoff der Prüfung wiederholten, die in einigen Tagen ansteht.

Gegen 12.00 Uhr machten wir Mittag in einem Restaurant wo man aus versteinerten Bäumen Schmuck und Souvenirs herstellt. Direkt danach befuhren wir die einzige Autobahn in Myanmar. Interessanterweise kommt es dort vor das mal eine Eisenbahnstecke die Autobahn kreuzt und das, ab und zu mal, die Autobahn von einem Kreisverkehr unterbrochen ist. Für uns Europäer ungewöhnlich.

Am Nachmittag erreichten wir Mandalay, fuhren aber gleich weiter nach Amarapuna, die Stadt der Unsterblichkeit. Eine alte Königsstadt von Myanmar. Dort besuchten wir das Kloster Mahagandayon in dem ca. 1.200 Mönche und Novizen leben und eine Seidenfabrik. Im Kloster lernten wir die Unterkünfte, Speisesaal, Gebetshalle, usw. kennen und in der Seidenfabrik wie man Seidenkleidung herstellt. Natürlich mit anschließendem Verkauf der Ware. Zum Sonnenuntergang ging es dann zur weltberühmten U-Bein Teakholzbrücke. Die mit 1.2 km längste Teakholz-Brücke der Welt. Die Brücke ist schön anzusehen aber übervoll mit Touristen. Wer möchte kann sich ein Boot mieten und den Sonnenuntergang vom See aus genießen. Kosten zwischen 15.000 und 20.000 KS (ca. 9 - 13€ pro Boot).

Als die Sonnen hinter dem Horizont verschwunden ist fuhren wir weiter ins Hotel nach Mandalay wo wir dann den Abend ausklingen ließen.

7. Tag

Mandalay

Heute starteten wir den Tag mit dem Besuch des Shwenandaw Klosters, welches komplett aus Teakholz erbaut ist. Wir bekamen eine Erklärung wann und durch wen dieses Kloster erbaut wurde. Angrenzend bestaunten wir zusätzlich die Atumashi Pagode, die wie immer in strahlendem Gold glänzte. Nach einer sehr kurzen Busfahrt erreichten wir einen der Höhepunkte in Mandalay, die Kuthodaw Pagode. Eine riesige goldene Pagode in der Mitte und ringsherum 729 kleine weiße Pagoden mit den Lehren von Buddha. Diesen Komplex bezeichnet man auch als das größte Buch der Welt. Muss man unbedingt besucht haben, wenn man in Mandalay ist.

Von da aus war es nur ein Katzensprung zur Kyauktawgyi Pagode die wir als nächstes besuchten. Der dortige Buddha ist zurzeit leider eingerüstet wodurch ein Foto unmöglich ist. Interessanterweise kann man direkt im Pagodengelände jede Menge Sachen kaufen, die teilweise als Opfergaben dienen. Zurück im Bus ging es dann entlang des alten wiederaufgebauten Königspalastes zu einer Blattgold Manufaktur. Dort sahen und vor allem hörten wir, wie man Blattgold herstellt. Das dort hergestellte Blattgold wird zum verzieren der Buddhas im ganzen Lang genutzt. Die Dortigen Arbeiten bündeln mehrere Lagen dünnen Gold zu kleinen Paketen und schlagen mit schweren Hämmern auf dieses Paket ein. Ohrenbetäubend. Durch diese Tätigkeit wird das Gold dünner und dünner bis das Blattgold schlussendlich dünner als ein menschliches Haar ist. Ich muss nicht erwähnen das sich diese Arbeiter alle 20 - 30 min abwechseln. Die Herren brauchen gewiss kein Fitnessstudio oder Sport nach der Arbeit.

Nachdem wir nun gesehen haben wir Blattgold hergestellt wird, machen wir uns nun auf dem Weg zur Mahamundi Pagode. Der dortige Buddha wird seit 1901 täglich mit Unmengen an Blattgold, durch die Pilger, überzogen. Die Anlage selbst ist sehr groß und in der Mitte steht natürlich der Buddha. Zum Buddha selbst haben aber nur die Herren Zutritt. Durch Live TV kann sich jeder Außenstehende überzeugen was im Innenraum vor sich geht. Man sieht dort Herren die einzelne Blattgoldlagen auf den Buddha aufbringen. Der einzige Bereich der unangetastet bleiben muss, ist das Gesicht. Der Rest ist schon Massiv mit Gold überzogen. Es sind auch Bilder zu sehen wie der Buddha bei der Einweihung 1901 aussah und dann noch 3 weitere Bilder bis 2010. Dort sieht man welche Massen an Gold diese Figur schon hat. Ein Mitreisender hat sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen und für 2.000 Ks (ca. 1.20 €) Blattgold gekauft um dieses dann aufzubringen. Wir alle konnten per Live TV genau beobachten wie ihm gezeigt wurde wie das geht.

Nachdem wir dort etwas mehr als 1 Stunde verbracht hatten ging es weiter zur Steinmetzstraße. Es ist eine gewöhnliche Straße wo Steinmetze, größtenteils aus Marmor und auf Bestellung, Buddhafiguren herstellen. In allen Größen. Von Klein bis riesig. Es sei angemerkt, dass dieser Besuch durchaus interessant ist aber, wenn man durchgeschwitzt und klatschnass ist, man vielleicht nur von außen schauen sollte, denn diese Arbeiten fabrizieren Unmengen an feinen Staub. Als Peeling ist die Mischung Schweiß und Marmorstaub bestimmt hervorragend.

Anschließend ging es weiter zu einer Seidenstickerei mit integrierter Holzschnitzerei. Die Herren arbeiten draußen an der frischen Luft und Zimmern aus jedem Stückchen Holz die fantastischsten Arbeiten und die Damen sticken innen aus feinster Seide sehr schöne Tücher und andere Stoffgegenstände. Nachdem wir das geschafften hatten ging es zum Mittag zurück ins Hotel. Dort hatten wir bis 17.00 Uhr Pause. Wer wollte konnte noch einen einheimischen Markt besuchen.

Gegen 17 Uhr verließen wir das Hotel um bei einer Gebetszeremonie Gast sein zu dürfen. Wir besuchten das Kloster Shwe Kyin Min Kin und konnten dort die Gelegenheit nutzen, die 35 Mönchen bei ihrem abendlichen Gebetszeremonie zu beobachten. Punkt 18.00 Uhr ruft einer der Mönche per Schlag auf eine Glocke zum Gebet und alle versammeln sich. Anschließend geht man in Reih und Glied, singend zur Gebetshalle. Vorn die Ältesten und hinten der jüngste. Mit Respektabstand folgt man der Gruppe zur großen Gebetshalle wo man dann der abendlichen Zeremonie beiwohnen darf. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

8. Tag

Flug nach Heho und Kennenlernen des Inle-Sees

Unsere heutige Abfahrt startet um 7.00 Uhr mit dem Ziel Flughafen Mandalay. Heute geht nach Heho und zum Inle-See, dem zweitgrößten See in Myanmar. Der halbstündige Flug war absolut ereignislos und sehr ruhig, aber voll. Nachdem wir angekommen waren und schnell merkten das der Flughafen Heho ein sehr sehr kleiner Flughafen ist, ging es mit dem Bus auch schon weiter nach Nyaung Shwe um auf dem dortigen Markt einzukaufen. Wie bereits in Yangon und Bagan wird dieser Markt hauptsächlich von der einheimischen Bevölkerung genutzt um ihre Waren, vorranging Lebensmittel zu verkaufen. Toe Toe kaufte einiges ein, was wir etwas später auf der Bootsfahrt essen konnten. Vom Markt ging es in nicht einmal 5 Fahrminuten zum Hafen der Stadt wo unsere 7 Teakholzboote warteten. Nachdem die Personen verteilt waren ging es auch schon los.

Die ersten Minuten über einen Kanal von der Stadt zum Inle-See. Dort angekommen bemerkten wir die Größe des Sees und sahen den einheimischen Fischern bei ihrer, für europäische Verhältnisse, ungewöhnlichen Rudermethode zu. Dort rudert man im stehen mit den Füssen, damit man die Hände frei hat um die Fische zu fangen. Was für ein Gleichgewichtssinn die Herren haben um vom schwankenden Boot nicht ins Wasser zu fallen. Nachdem wir alle das Fotomotiv eingefangen hatten ging es weiter zum Kloster Nga phe Chaung. Dieses Kloster steht inmitten des Sees auf Stelzen und ist komplett aus Teakholz gebaut. Es beherbergt mehrere Buddhafiguren.

Anschließend ging es mit unseren Booten durch die schwimmenden Gärten am Inle-See. Erstaunlich wie es die Menschen schaffen mitten auf dem See Obst und Gemüse anzubauen und zu ernten. Noch erstaunlicher finde ich, mit welcher Leichtigkeit und Eleganz sie sich auf ihren Booten bzw. den schwimmenden Beeten bewegen. Ich würde pausenlos ins Wasser fallen. Übung macht den Meister trifft es wohl am besten. Danach ging es mehrere Minuten über das Wasser bis wir an einem Restaurant an einem großen Kanal Pause machten. Dort nahmen wir unser Mittagessen ein. Leider hat es wieder einzelne Reisende erwischt und diese fuhren in einem Boot direkt ins Hotel. Gute Besserung an dieser Stelle. Vom Essen aus ging es zu Fuß, über mehrere Brücken und Stege zur Phaung Taw Oo Pagode und anschließend zu mehreren Manufakturen am bzw. im See. Wir sahen wie Seide gewoben wurde, wie Zigaretten hergestellt wurden und wie man aus Lotusstängeln Kleidung herstellt.

Als so langsam die Sonne ankündigte untergehen zu wollen erreichten wir unser Hotel, was direkt am See liegt. Eine riesige und traumhafte Anlage. Aber direkt am See mit Unmengen an Mücken nach Einbruch der Dunkelheit. Mückenschutz nicht vergessen.

9. Tag

Flug an die thailändische Grenze und Abschiednehmen von Myanmar

Um 7.30 Uhr früh verließ die Gruppe unser Hotel am Inle-See per Boot und fuhr nach Nyaung Shwe zurück. Auf der einstündigen Fahrt konnte man die morgendliche Stimmung auf dem See und seine Bewohner genießen. 4 Mitreisende konnten diese Fahrt leider nicht Genießen, da sie gesundheitlich angeschlagen waren und per Taxi zum Flughafen nach Heho gebracht wurden. Nachdem die Bootsfahrt beendet war ging es zur Pagode und zum Kartenkloster. Beiden liegen direkt an der Hauptstraße nach Heho und sind recht überschaubar. Ihrem Glanz und Schönheit tut das, jedoch keinen Abbruch. Auf dem Weg zum Flughafen machten wir danach noch einen kurzen Stopp in einer Papier-Manufaktur wo man erklärt bekam, wie ein Sonnenschirm aus Papier hergestellt wurde.

Gegen 10.30 Uhr traf sich die gesamte Gruppe am "riesigen" Flughafen von Heho. Der dortige Flug nach Tachilek startet pünktlich mit KBZ Airlines. Nach knapp 1 Stunde Flug landeten wir direkt an der Grenze zu Thailand. Die Ausreisemodalitäten in Myanmar nahmen leider einige Zeit in Anspruch, was aber aufgrund der Gruppengröße nicht verwunderlich ist. Direkt im Anschluss lernten wir unsere thailändische Reiseleiterin, für 1 Tag, kennen. Violett und Toe Toe unterhielten sich und halfen uns dann bei den Einreiseformalitäten von Thailand. Kaum war das erledigt, mussten wir uns alle, schweren Herzens, von Toe Toe verabschieden. Uns allen viel der Abschied schwer, da uns Toe Toe in den letzten Tagen sehr ans Herz gewachsen war.

Die Einreise nach Thailand machte im ersten Schritt einen unorganisierten Eindruck ging dann aber doch recht schnell über die Bühne. Um 16.00 Uhr startete unser Kurzprogramm in Thailand mit dem Besuch des Aussichtspunktes des Goldenen Dreiecks und des Opium-Museums in Chiang Rai.

Der Aussichtspunkt war wieder einmal interessant, obwohl sich seit meinem letzten Besuch vor 2 Jahren an der Stelle nichts verändert hatte. Nur die Baustellen auf laotischer Seite sind andere gewesen. Auch das Opium-Museum war wie vor 2 Jahren klein aber durchaus interessant. Kurz vor 18.00 Uhr erreichten wir unser Hotel das nur 5 Fahrminuten vom Opium-Museum entfernt liegt.

10. Tag

Laos und erster Fluss Tag

Wie fast immer, startete unser Tag heute recht früh. Pünktlich um 6.30 Uhr saßen wir alle Mann im Bus und fuhren zur Grenze. Zwar liegt in Chiang Rai die Grenze von Thailand und Laos recht nahe, aber die Brücke fehlt. Wenn also die Brücke nicht zum Reisenden kommt, dann geht der Reisende halt zur Brücke. Auf nach Chiang Khong, etwa 75 min. Busfahrt von Chiang Rai entfernt. Dort angekommen haben wir erstmal die Ausreiseformalitäten von Thailand erledigt und wurden dann, per Shuttlebus, über die neu errichtete Freundschaftsbrücke nach Laos gefahren. Bevor wir aber den Bus bestiegen, haben wir uns noch von unserer thailändischen Reiseleiterin Violet verabschiedet.

Auf laotischer Seite angekommen, erwartete uns bereits der dortige Reiseführer Kampeng. Dieser ging mit jedem, sehr geduldig, die Einreiseformulare durch und anschließend stellten wir uns brav, da sind Deutsche recht gut, in einer Schlange an. Am ersten Schalter gibt man seinen Pass und die notwendigen und ausgefüllten Formulare ab und beim 2. Schalter erhält man kurz darauf, gegen 30 $ Gebühr seinen Pass inkl. Visum zurück. Man beachte das für Inhaber deutscher Pässe die Gebühr 30 $ beträgt, für Österreicher und Schweizer 35 $. Aber zur Sicherheit gibt es direkt am Schalter 1 eine große Tafel, auf der die jeweiligen Gebühren vermerkt sind. Es wäre vorteilhaft, wenn man die Gebühr passend zahlt, da 100 $ Scheine aber auch 5 $ Noten nicht akzeptiert werden.

Kaum war das erledigt ging es per Bus zu einem kleinen Hafen, wo unser Boot wartete. Kurz nach 11.00 Uhr legten wir ab und befuhren den Mekong. Das Boot ist nur für die Gruppe und unser Beförderungsmittel bis Luang Prabang. Gegen halb 1 gab es ein typisch laotisches Mittagessen, was allen ausgesprochen gut gemundet hat.

Da heute nichts weiter auf dem Programm steht, außer die Bootstour bis Pakbeng ging es an Bord ausgesprochen ruhig und chillig zu.

Wir erreichten unseren heutigen Zielort, Pakbeng. Dort mussten wir uns von den Koffern verabschieden, da diese die Nacht das Schiff nicht verlassen werden. Hintergrund dieser Aktion ist, dass es nicht genügend Personen gibt, die unsere Koffer hoch ins Hotel tragen wollen/können. Naja ungewöhnlich aber wenn man es weiß kann man am Vortag seine benötigten Sachen in einen separaten Beutel oder Tasche tun.

11. Tag

Zweiter Fluss Tag und Ankunft in Luang Prabang

Der heutige Tag begann mit einem wunderschönen Ausblick auf den Mekong. Auch wenn mein Zimmer im unteren Bereich des Hotels in Pakbeng lag und eine Vielzahl an Stufen zum Speiseraum zu bewältigen war, entschädigte der Ausblick für alles. Da direkt gegenüber ein Elefantencamp lag hatten wir die Hoffnung das sich am Morgen die dortigen Elefanten blicken lassen. Zwei Exemplare ließen sich leider nur blicken. Naja etwas Pech gehabt.

Kurz nach 8.00 Uhr legte unser Boot dann ab und weiter ging es in Richtung Luang Prabang. Der Vormittag verlief ruhig und wir alle genossen die Landschaft am Fluss. Gegen Mittag erreichten wir das Bergdorf Ban Do, wo wir einen Stopp einlegten und der einheimischen Bevölkerung einen Besuch abzustatten. Dort wurden Webwaren verkauft. Wir sahen den örtlichen Tempel und die Häuser der Menschen dort. Viele Kinder rannten umher und sorgten für viel Frohsinn. Unser Reiseleiter Kampei hat uns einiges erzählt wie die Bergbewohner leben und arbeiten. In dieser Region wird hauptsächlich Mais, Kichererbsen und Erdnüsse angebaut. Nach etwa 30 Minuten ging es dann weiter.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen stoppten wir an den Pak Ou Höhlen. Diese Höhlen sind seit Jahrhunderten ein Heiligtum, weil dort etwa 4.000 unterschiedlich große Buddha-Statuen befinden. Die erste Höhle liegt etwa 30 Stufen oberhalb der Anlegestelle und die zweite etwa 230 Stufen oberhalb der ersten Höhle. Wenn man die zweite Höhle besuchen möchte muss man den Berg halb umrunden, was bei Temperaturen über 30 Grad, mehr als anstrengend ist.

Kaum waren alle wieder auf dem Boot ging weiter und sahen 2 Großbaustellen über den Mekong. China baut dort, für Laos zwei Eisenbahnbrücken. Kampei erzählte uns das es bisher nur 4 Brücken über den Mekong in Laos gibt.

Kurz darauf stoppten wir an einem weiteren Bergdorf, in dem Reisschnaps hergestellt wird. Als kleinen Appetitanreger werden dem Reisschnaps vereinzelt Tiere beigegeben. Schlangen, Geckos, Tausendfüßler, usw. werden in die Flasche getan und dann der Rest mit Schnaps aufgefüllt. Wem es schmeckt, soll es trinken.

Gegen 16.30 Uhr abends erreichten wir die Anlegestelle in Luang Prabang. Dort erfuhren wir, dass unsere Gruppe geteilt wird, da es in der Innenstadt von Luang Prabang keine großen und mehrstöckigen Hotels gibt. Neun Reisende wurden ins My Lao Guesthouse gebracht und die anderen in das Saykham Guesthouse. Beide Hotels liegen sehr Zentral am Nachtmarkt der Stadt. Interessanterweise jeweils am Ende bzw. Anfang des Marktes.

Nach Bezug der Zimmer war der heutige Tag schon erledigt und den Rest des Tages konnten wir selbstständig gestalten.

12. Tag

Wanderung und Kuangsi Wasserfall

Gegen 8.00 Uhr bzw. 8.05 Uhr startete unsere heutige Tour. Kampei erklärte uns gestern auf dem Boot noch das das ursprüngliche Programm geändert wird. Heute sollte es eigentlich die Stadtbesichtigung von Luang Prabang geben und morgen dann die Wanderung und der Besuch des Kuangsi Wasserfalls. Da morgen um 14.40 Uhr aber der Flug nach Siem Reap geht, bringt es niemandem etwas es so zu machen. Also tauschte Kampei die Tage einfach und alle waren einverstanden.

Also ging es los und wir fuhren ca. 30 min. Nach einem kleinen Fotostopp stiegen alle aus und los ging es. Zuerst besuchten wir ein weiteres Bergdorf und holten dort unseren einheimischen Guide ab, der Kampei unterstützte. Von dort aus wanderten wir ca. 2.5 Stunden durch die einheimische Fauna. Wir durchquerten Bananen- und Zuckerrohrfelder. Es ging bergauf und bergab, was bei dieser Hitze allen ordentlich zusetzte. Es gab kleine Pausen zum entspannen und wir erfuhren noch einiges über diese Gegend und ihre Bewohner.

Gegen Mittag erreichten wir dann den Wasserfall und hatten Zeit einen der drei natürlichen Pools zu nutzen. Eine traumhafte Landschaft aber was Wasser ist eiskalt. Also Obacht. Es gibt vor Ort Möglichkeiten sich umzuziehen bzw. ein Picknick zu machen. Nach der Mittagspause in einem Restaurant vor dem Eingang des Wasserfalls ging es zurück nach Luang Prabang. Die Mehrheit der Mitreisenden entschied sich den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen, während eine kleine Gruppe es noch auf den Stadtberg Mount Phousi. Wäre der Aufstieg auf den Berg mit über 300 Stufen nicht so anstrengend würde ich es empfehlen. Von dort oben blickt man aber nur auf die Stadt herab, was mich persönlich nicht vom Hocker haute. Man sieht schön über die beiden Flüsse der Stadt aber viel Platz ist dort oben nicht.

Den Abend verbrachten ein Mitreisender und ich nahe unserem Hotel beim Abendessen bevor es ins Bett ging.

13. Tag

Stadtbesichtigung Luang Prabang und Flug nach Siem Reap

Heute Morgen ging es mal wieder um 8.00 Uhr los. Zuerst besichtigten wir den alten Königspalast von Luang Prabang, der inzwischen das Nationalmuseum beherbergt. Der Palast selbst ist recht überschaubar aber wunderbar hergerichtet. Direkt daneben konnten wir noch de Tempel Haw Pha Bang bewundern der von außen wunderschön gestaltet ist. Man erkennt hier sehr gut den fast identischen Baustil von Thailand und Laos. Zu Fuß ging es dann zum Tempel Wat May Souva inkl. Dessen Kloster. Auch hier wiederum ein sehr schöner Tempel. Kaum war das geschafft ging es zum Wat Sene Tempel und von dort aus zum Weltkulturerbe der Stadt Luang Prabang. Eine wunderschöne Anlage mit einfachen aber wundervoll verzierten Tempel. An vielen wurde in filigraner Feinarbeit Glas eingearbeitet und zu wundervollen Motiven zusammengebaut.

Kurz vor 12.00 Uhr ging es ins Hotel um sich umzuziehen und die Koffer zu packen. 12.30 Uhr fuhren wir dann alle zum Flughafen, wo pünktlich um 14.40 Uhr unser Airbus A321 von Vietnam Airlines abhob.

Um 16.00 Uhr landeten wir in Siem Reap und wurden direkt beim aussteigen von der Hitze erschlagen. 35 Grad im Schatten und 100 % Luftfeuchtigkeit. Kaum im Flughafengebäude angekommen, wurde das Klima angenehmer, aber dafür durften wir uns nun über die Einreisemodalitäten in Kambodscha ärgern bzw. wundern. Kaum hatte man sein Visum und seinen Einreisestempel, ging es zum Kofferband und dann begann die Suche nach unserem Reiseleiter vor Ort. Er stand gut positioniert am Ausgang und nahm uns sehr freundlich im Empfang. Was wir alle sofort merkten war, dass zwar die Hitze gleich war wie die letzten Tage, aber die hohe Luftfeuchtigkeit von über 90 % haute uns alle um.

Nach etwa 60 min. hatten wir alle die Einreiseprozedur hinter uns gebracht und standen mit den Koffern am Bus. Die Fahrt zum Hotel in Siem Reap dauerte nicht lange und wir bezogen sofort unsere sehr gut gekühlten Zimmer. Da direkt neben dem Hotel ein Supermarkt liegt, habe ich mir dort Brot, Käse und Wurst besorgt und auf meinem Zimmer genossen. Die Preise hier sind fast identisch wie in Deutschland und alles in Dollar. Während Myanmar, Laos und Thailand recht günstig waren ist Kambodscha sehr teuer. Das sollte man beachten.

14. Tag

Angkor Wat und Angkor Thom

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Weltkulturerbes Angkor Wat und Angkor Thom. Um 7.30 Uhr verließen wir das Hotel und bekamen erstmal einen Schlag von der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit. Im Bus erfuhren wir das es heute nicht so warm wird wie angekündigt. Statt der vorausgesagten knapp 40 Grad werden es heute nur 35. Aufgrund der hohen Luftfeuchte merkt man davon allerdings nichts, meiner Meinung nach. Egal die Vorfreude überwiegt das.

Zuerst mussten wir unsere Tickets besorgen. Dafür wurde am Rand der Tempelanlage ein riesiger Komplex hochgezogen mit Unmengen an Ticketschaltern. Wir alle 31 mussten uns fotografieren lassen, da das Ticket personalisiert, mit Foto, ist. Man muss dieses Ticket gut sichtbar und immer wieder vorzeigen. Nicht nur am Eingang, sondern auch mitten in den Anlagen. Bei den Tickets merkten wir allerdings auch das Massen an Touristen die gleiche Idee hatten. Duzende große Reisebusse standen auf dem Parkplatz und deren Insassen waren Tickets kaufen. Nach einer kurzen Weiterfahrt stiegen wir in zwei kleine Minibusse um, da nur diese das Gelände befahren können. Zuerst ging es zum Ta Prohm Tempel. Dieser Tempel wird auch der verschlungene und verfallene Tempel genannt, da dieser von der Vegetation, meist Würgefeigen, teilweise überwuchert ist und nur teilweise restauriert wurde. Das gibt dem Tempel einen gewissen Touch, der mir persönlich sehr gut gefällt. Unsere Reiseleiter Savy erklärte ausführlich die Geschichte und Bauweise des Tempels und führte uns herum. Die Restauratoren wollten einen Tempel der Anlage in dem Zustand behalten, wie er vorgefunden wurde. Die Wahl fiel auf Ta Prohm. Man kann sehr viel besichtigen und auch innen besichtigen aber Vorsicht ist durchaus angebracht, da nicht alle Mauersteine zu 100 % gesichert sind. Außerdem sind einige Bereiche recht niedrig. Also auf den Kopf aufpassen. Nach dieser ausführlichen Besichtigung ging es per Minibus weiter zur alten Khmer Hauptstadt Angkor Thom. Wir hielten am Bayon Tempel. Savy erklärte uns auch hier wieder sehr ausführlich alles Wissenswertes und wir erkannten das auf den Türmen des Tempels jeweils 4 Gesichter von Buddha abgebildet sind. Der Menschenauflauf an diesem Highlight der Anlage war gigantisch. Man kam so gut wie nicht vorwärts und wenn dann nur im Gänsemarsch und sehr sehr langsam. Von dort aus ging es dann etwa 500 m bis zur Terrasse der Elefanten und zur Terrasse des Lepra-Königs, zu Fuß, weiter. Erstaunlich was über die Jahrhunderte erhalten hatten bzw. wieder restauriert wurde. Gefällt mir sehr gut, obwohl mir weniger Touristen lieber wären.

Den ganzen Vormittag über hatte sich die Sonne einen Kampf mit den Wolken geliefert und meist verloren, was mir gefiel. Es waren zwar 35 Grad und 90 % Luftfeuchte aber man hatte immer mal wieder Schatten. Gegen Mittag gewann aber die Sonne die Oberhand, aber zum Glück ging es zum essen in ein landestypisches Lokal. Unterwegs machten wir noch einen kleinen Fotostopp am Südtor von Angkor Thom. Mir persönlich hat das Essen nicht wirklich geschmeckt, aber was solls. Hauptsache etwas getrunken um die verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen.

Kurz vor 14.00 Uhr ging es dann um Highlight des Tages. Auf nach Angkor Wat. Vom Parkplatz aus geht man über eine Pontonbrücke auf das Gelände von Angkor Wat. Die Wolken waren inzwischen ganz verschwunden und die Sonnen brannte gewaltig. Da es kaum Bäume dort gibt kann man sich vorstellen wieviel Schatten es dort gibt. Richtig!

Naja der Anblick dieses gewaltigen und wunderschönen Bauwerkes entschädigt dafür. Wir bekamen nach der ausführlichen Erklärung bis 16.15 Uhr Zeit auf eigene Faust oder mit Savy gemeinsam die Anlage zu erkunden. Leider waren auch hier sehr viele Gleichgesinnte Touristen unterwegs aber ich fand, es verlief sich in der großen Anlage. Man erkennt innerhalb der Gebäude wunderschöne Statuen und Wandreliefs mit sehr filigranen Motiven. Es gibt auf der obersten Plattform die Möglichkeit, einen der Türme zu besteigen um die Aussicht zu genießen. Da ich mit der Hitze und Luftfeuchtigkeit zu kämpfen hatte, lies ich das ausfallen. Sehen Sie mir es nach. Ein paar Mitreisende wagten den steilen Aufstieg trotzdem und nach knapp 20 min warten, in der Sonne, genossen Sie den Ausblick. Gegen 15.15 Uhr wagte ich mich an den Abstieg um noch ein Souvenir zu besorgen und um Flüssigkeit zu tanken. Ich fand ein wunderschönes Ölbild was ich mir für 20 $ leistete und direkt daneben gönnte ich mir 2 Bananenshakes. Sehr köstlich und kühlend.

Um 16.15 Uhr trafen alle am vereinbarten Treffpunkt ein und zurück ging es ins Hotel. Am Abend hatte man die Gelegenheit eine Tanzveranstaltung zu besuchen. Um 18.30 Uhr wurden die Teilnehmer zu einem Lokal gefahren wo man erstmal landestypisch essen konnte und direkt danach wurde Sie Zeuge des Landestanzes der Cham. Allen Teilnehmern hat es gefallen, aber es war wieder einmal sehr viel los und die ganze Veranstaltung arg überlaufen.

15. Tag

Letzter Tag in Siem Reap

Der heutige Tag begann erstmal gut. Abfahrt 9.00 Uhr. Ausschlafen war also angesagt. Heute Vormittag stand der Besuch bei der Reisnudelherstellung sowie bei Bambus Verarbeitung an. Nach einer Fahrt von 60 min. standen wir inmitten eines Dorfes und dort wurde uns gezeigt wie Reisnudeln hergestellt wurden. Die einheimische Familie zeigte uns ausführlich alles Schritte und am Ende stand eine Verkostung des Nationalgerichtes Nom Ban Chok an. Sehr lecker aber durch das grüne Chili nicht zu unterschätzen. Weiter ging es zu einer Familie wo wir sahen was man aus Bambus alles herstellen kann. Das übliche, nämlich trinken, kannten alle. Man kann aber den Bambus mit Reis und Bohnen füllen und dann grillen. Schmeckt lecker und ist nahrhaft. Außerdem werden aus dem Bambus verschiedene Korbwaren und sogar Essensverpackungen hergestellt. Das sollte sich mal die Lebensmittelindustrie ansehen, weil man dadurch Unmengen an Plastik einsparen kann. Nachdem Besuch hier war das Vormittagsprogramm schon vorbei und es ging zurück ins Hotel.

Um 15.00 Uhr steht dann für 19 Personen die Bootsfahrt auf dem Tonle-Sap-See an. Wie immer pünktlich standen unsere Tuk-Tuks bereit und jeweils zu 4 stiegen wir ein. Nach einer rasanten Fahrt durch die Straßen von Siem Reap, machten wir, nach ca. 30 min, Stopp an einem Lotusgarten. Dort konnten wir uns für etwa 15 min. umsehen und die verschiedenen Lotusphasen bestaunen. Auf dem weiteren Weg zum Tonle-Sap-See stoppten wir noch an den bekannten und berühmten Stelzenhäuser. Schon sehr interessant zu sehen wie hoch diese Stelzen sind und schwer vorstellbar das in bzw. nach der Regenzeit das Wasser bis zum Ende der Stelzen geht. Dann sieht man welche Wassermassen hier niedergehen.

Um 16.15 Uhr legte dann unser kleines Boot zur See-Rundfahrt ab. Am Anleger selbst herrscht das blanke Chaos. Unmengen an Touristen, vorwiegend aus Asien und duzende Ausflugsboote. Ein Gewusel und teilweise Chaos. Aber alle haben das Boot gefunden und los ging es. Zuerst auf dem Siem Reap River der sehr wenig Wasser hat. Zu erwähnen das die Sauberkeit des Flusses zu wünschen übrig lässt, erspare ich mir hier. Nach etwa 20 min erreichten wir den eigentlichen See. Eine, auch in der Trockenzeit, riesige Wasserfläche lag vor uns. Man erkannte sofort die Floating Markets, Schwimmende Märkte und die anderen Häuser der Seebewohner. Man erkannte auch de Ausflugsboote, die wie an einer Perlenschnur schön aneinandergereiht fuhren. Plötzlich steuerte ein kleines Boot auf uns zu und machte fest. Ein Junge sprang rüber und sollte Getränke verkaufen. Noch bevor es alle realisiert hatten war er auch schon wieder weg. Kaum war das Boot weg kamen schon die nächsten. Diesmal gleich 2, eines pro Seite und an Bord eine Mutter mit ihren Kindern. Jeweils eines hielt eine kleine Schlange, vermutlich Python (2 - 2.5m lang) um die Schulter und wollte Geld. Als ich die Schlange sah bekam ich erstmal Gänsehaut, da ich kein Schlangenfan bin und weil ich sah das die Schlange das Maul abgebunden hatte. Als keiner der Reisenden für diese "Darbietung" Geld geben wollte, wurden die Damen ungehalten und legten dann sauer wieder ab. Was für ein Schauspiel! Wir fuhren weiter und steuerten auf eine größere Anlage mitten im See zu. Keiner wusste warum, aber als wir die Info bekamen das es sich um eine Krokodilfarm handelte, machten wir unseren örtlichen Guide und den Kapitän des Bootes klar, das er gleich wieder ablegen konnte. Das wollte keiner von uns 19 sehen.

Anschließend ging es zurück zum Anleger, den wir um 17.16 Uhr erreichten und das Boot verließen. Die Meinung der Mitfahrenden zu diesem fakultativen Ausflug war, meiner Meinung nach, eindeutig. Die 15 € pro Person kann man sich sparen. Von dem Geld kann man sich was Schönes kaufen oder gut essen gehen. Meine Empfehlung lautet daher, diesen fakultativen, vor Ort buchbaren, Ausflug nicht zu machen. Lohnt nicht.

Kaum am Anleger zurück ging es rasant in unseren Tuk-Tuks zurück ins Hotel, wo dann jeder, auf die eine oder andere Art und Weise den Tag ausklingen ließ.

16. Tag

Fahrt nach Phnom Penh

Der heutige Tag startete mal wieder um 8.00 Uhr mit einer kleinen Überraschung. Savy hatte uns gestern mitgeteilt das er uns bis Phnom Penh begleitet und wir dort erst unseren neuen Guide kennenlernen sollte. Man sollte nie die Rechnung ohne den Wirt, oder die Reiseagentur machen ;).

Um 8.00 Uhr begrüßte uns Savy und Phal uns im Bus. Savy erklärte uns das Phal unser Guide aus Phnom Penh ist und von der Reiseagentur schon nach Siem Reap geschickt wurde. Daher verabschiedeten wir uns dann gleich von Savy und los ging die heutige 320 km Reise. Gleich zu beginn informierte und Phal über einige Dinge wie Geschichte und das Schulsystem in Kambodscha. Auch erfuhren wir das wir heute recht lange unterwegs sein werden. Etwa gegen 17.30 Uhr sollten wir unser Hotel in Phnom Penh erreichen. Kurz darauf stoppten wir an einer alten Brücke aus dem 12. Jahrhundert. Die sogenannten Schlangenbrücke. Die Brückenköpfe zieren jeweils mehrere Schlangenköpfe. Im Laufe des späten Vormittags erreichten wir Kampong Thom und verließen dort die Hauptstraße. Nach knapp 30km erreichten wir die Tempelanlage von Prasat Sambor Prei Kuk aus dem 7. Jahrhundert. Eine Anlage aus der Angkor-Zeit aber versteckt im Wald gelegen. Daher viel Schatten bei der Hitze. Von der Anlage selbst sind nur einige Tempel erhalten, weil im Laufe der Jahrhunderte die Natur ihr Recht zurückforderte. Viele Tempel sind nur noch im Ansatz zu sehen, was auch auf die dazugehörigen Mauern zutrifft. Von etwa 70 ehemaligen Tempeln sind ca. 24 noch erhalten. Wir liefen etwa eine Stunde durch die Anlage und konnte einige erhaltene Tempel sogar betreten. Sehr beeindruckend. Am Ende der Besichtigung zeigte uns Phal ihren Lieblingstempel dort. Dieser wurde von einem Baum komplett umschlungen und es sieht so aus, als ob der Tempel in die Baumwurzeln gebaut wurde. Wunderschön. Der Besuch dieser Anlage lohnt sich wirklich, vor allem da diese zurzeit noch nicht überlaufen ist und man so gut wie allein dort ist.

Kurz nachdem wir wieder die Hauptstraße nach Phnom Penh erreichten machten wir unsere Mittagspause. Das Restaurant lag direkt gegenüber dem Kampong Thom Market in Krong Stueng Saen. Um ehrlich zu sein das Restaurant kann man sich sparen und das Essen auch. Schon beim betreten hat man den Eindruck man ist in einer industriellen Abfertigungsbetrieb. Großer Saal mit Unmengen an Tischen. Das bestellte Essen kam recht schnell aber es schmeckt nach nichts. Dieses Restaurant kann man sich sparen und lieber woanders anhalten und was essen.

Auf jeden Fall ging es nach dem Essen weiter nach Phnom Penh. Kurz vor Phnom Penh machten wir im Örtchen Skoun einen Stopp um den bekannten Delikatessen-Markt zu besuchen. Die dort angebotenen Delikatessen bestehen aus Skorpionen, Maden, Spinnen, Taranteln, Heuschrecken, usw. Da mich persönlich diese Delikatessen nicht im geringsten interessierten, war ich dennoch überrascht das einige Mitreisende sich hinreißen ließen zu probieren. Nach deren Aussagen war der Geschmack nicht wirklich ungewöhnlich. Jeder wie er/sie mag, ist meine Devise.

Nachdem unsere Feinschmecker im Bus ihren Hunger gestillt hatten ging es weiter in die Hauptstadt. Je näher wir Phnom Penh kamen, desto dichter wurde der Verkehr. Unser Hotel erreichten wir gegen 18.30 Uhr.

17. Tag

Stadtbesichtigung Phnom Penh

Wie in den letzten Tagen übliche, starteten wir heute Punkt 8.00 Uhr mit unserer Stadtbesichtigung. Den Vormittag legten wir die Strecken mit den Tuk-Tuks zurück, was unheimlich viel Spass macht und jeder unbedingt gemacht haben sollte, wenn er/sie in Asien ist. Die erste Fahrt war kurz, den Sie endete am Olympiastadion, das nur wenige Meter vom Hotel entfernt liegt. Dort gab uns Phal eine kurze Erklärung zur Geschichte und Namen des Ortes. Wir hatten auch einige Minuten um das Bauwerk zu besichtigen.

Anschließend ging es weiter zur großen Moschee der Stadt. Sie wurde auf einem zugeschütteten See errichtet und strahlt in weiß. Direkt daneben steht eines der Nobelhotels der Stadt und ein Stadtteil den man gern als Slum beschreiben würde. Wir haben etwas Zeit damit verbracht durch diesen „Slum“ zu gehen, was ich persönlich als nicht wirklich sinnig betrachte. Aber egal das muss jeder für sich wissen. Phal informierte uns das dieser Stadtteil möglicherweise bald abgerissen wird.

Weiter ging es zum Central-Markt, ein altes Kolonialgebäude von den Franzosen. Die Halle selbst ist rund und sehr groß und mehr als übervoll von kleinen Läden, die wirklich so gut wie alles verkaufen. Rings um das Gebäude gibt es noch weitere unzählige Geschäfte für alles. Als nächster Programmpunkt standen das Hauptpostamt und die Haupt-Bibliothek an. Jeweils Gebäude die Frankreich während der Kolonialzeit errichtet hat und liebevoll restauriert wurden. Bei der Bibliothek verabschiedeten wir uns von unseren Tuk-Tuks, da wir nachmittags im Reisebus den Rest der Tour machen.

Nach einer 90 min. Mittagspause, direkt neben der Bibliothek stiegen wir alle in den klimatisierten Bus. Dieser brachte uns zur Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, dem Tempel Wat Phnom. An dieser Stelle errichte die Witwe Frau Penh einen Tempel, nachdem Sie in einem Baumstamm der im Mekong trieb, 4 Buddha-Statuen fand. Daher hat die Stadt auch ihren Namen. Eine überschaubare Anlage die zum verweilen einlädt.

Von dort aus ging es dann zum Nationalmuseum von Kambodscha. Dort gab es einige Ausgrabungsgegenstände die man in Angkor Wat und anderen Tempeln gefunden hat und die teilweise die Zerstörung während der Roten Khmer Zeit überstanden. Zum Abschluss des Tages stand noch der Königspalast auf dem Programm. Direkt an der Mündung von Mekong und Tonle-Sap-River gelegen und mit viel Gold bedeckt. Leider extrem von Touristen überlaufen und kaum Schatten dort. Die Anlage ist jedoch sehr schön und wird noch vom aktuellen König von Kambodscha bewohnt. Leider kann man diesen Teil nicht besichtigen. Nach etwa 70 min ging es dann, durch den Berufsverkehr, zurück ins Hotel.

Dort erfuhren wir dann wann wir am nächsten Tag das Hotelzimmer räumen müssen und wann wir zum Flughafen abgeholt werden.

18. Tag

Urlaubsende

Mit dem heutigen Tag endet unser Urlaub in Indochina. Da unser Flug heute Abend gegen 23.10 Uhr erst geht, haben wir den ganzen Tag Freizeit. Da wir leider um 12.00 Uhr unser Hotelzimmer verlassen müssen, aber erst um 19.30 Uhr von Phal abgeholt und zum Flughafen gebracht werden gibt es für einige Mitreisende, auch mich, ein kleines Problem. Da ich gern bei Temperaturen um die 34 Grad heute, gern vor Abreise noch duschen würde, müssen wir uns was einfallen lassen. Da unser Hotel über ein Spa-Bereich verfügt hätte man dort die Möglichkeit zu duschen. Sehr gute Idee aber was machen in der Zwischenzeit mit Koffer und Handgepäck. Das Hotel hat angeboten die Gepäckstücke bis zur Abholung aufzubewahren. Hier sollte der Reiseanbieter, meiner Meinung nach, schauen ob es eine bessere Lösung gibt, denn die gestrige Stadtbesichtigung hätte locker am Vormittag stattfinden können und am Abend hätte man die Heimreise antreten können, frisch gestärkt und geduscht.

Da ich aber erst um 12.00 Uhr mein Zimmer verlassen muss, habe ich mich entschieden das Tuol Sleng Genocide Museum, nahe des Hotels zu besichtigen. Wer die Geschichte von Kambodscha etwas kennt, sollte sich unbedingt eines dieser Museen besuchen. Es ist erschreckend wozu der Mensch fähig ist. Dieser knapp 60 min. Besuch dieser Anlage hat Eindruck bei mir hinterlassen. Den Rest des Vormittags verbrachte ich damit meinen Koffer zu packen und pünktlich mein Zimmer zu verlassen. Da ich ja noch unbedingt entspannen und duschen wollte, habe ich und da war ich nicht der einzige, in einem Nachbarhotel ein Zimmer auf eigene Kosten genommen. So konnte ich in aller Ruhe den Nachmittag verbringen, meinen Reisebericht schreiben und in Ruhe duschen.

Einige Mitreisende haben den Tag noch genutzt um verschiedene Punkte, die wir gestern nicht besichtigt haben anzusteuern. Einige waren am Unabhängigkeitsdenkmal, andere an der Mündung von Tonle-Sap-River und Mekong und wiederrum anderen waren shoppen. So hat jeder den Tag so verbracht wie er/sie es am besten findet. Pünktlich um 19.30 Uhr fuhr unser Bus zum Flughafen und auf geht’s, über Dubai nach Frankfurt.

Der Check-in am Flughafen verlief schnell und der Flug startet pünktlich. Da es keinen Direktflug war, landeten wir um 0.17 Uhr in Yangon. Dort ging es dann um 2.20 Uhr weiter nach Dubai. Leider erreichten wir Dubai mit einer Verspätung von 50 min und landeten um 6.30 Uhr. Offenbar war so früh sehr viel los am Flughafen. Naja wir hatten ja genug Zeit zum Umsteigen. Der letzte Flug dieses Urlaubes startet dann um 9.10 Uhr und landete in Frankfurt um 12.40 Uhr. Leider rollten wir sehr lange, denn erst um 13.00 Uhr erreichten wir das Gate und konnten aussteigen.

Da ich meinen Zug um 13.23 Uhr damit nicht mehr erreichen konnte, hatte ich also genug Zeit mein Gepäck in Empfang zu nehmen. Da der A380 auf dem letzten Flug voll war, wurden die Koffer an 2 gegenüberliegenden Bändern ausgegeben. Man musste also nun schauen an welchem der beiden Bänder sein Koffer ausgespuckt wurde. Nach einigen Minuten erblickte ich den meinigen und verabschiedete mich von meinen Mitreisenden. Nun begann die letzte Zugfahrt um nach Hause zu kommen. Der Zug kam zwar pünktlich, aber startet leider nicht ganz pünktlich. Zusätzlich war er so voll und die Platzreservierungen galten nicht. So kenne ich das bei uns ;)

Durch die Verspätung in Frankfurt konnte ich meinen Anschlusszug in Ulm vergessen, aber ich hatte die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Direkt bei Ankunft in Ulm wurden wir informiert dass am Nachbargleis ein Zug in meine Richtung stand. Also nichts wie raus aus dem einen und rein in den anderen Zug. Da der Zug nicht losfuhr riskierte ich einen Blick auf die Anzeigentafel und sah dass dieser Zug knapp 70 min Verspätung hatte. Da war es wieder mit der Bahn ;)

Auf jeden Fall stand ich um 18.30 Uhr an meinem Heimatbahnhof und knapp 15 min später in meiner Wohnung. Damit war der Urlaub offiziell und auch inoffiziell vorbei.

Fazit

Die 19 Tage Rundreise durch Myanmar, Laos, Thailand und Kambodscha waren wunderschön, anstrengend und haben eine Vielzahl von unvergesslichen Eindrücken hinterlassen.

In Myanmar, Laos, Thailand und Kambodscha haben wir zusammen 3.580 km bereist mit Bus, auf Inlandsflügen, auf Flüssen/Seen oder zu Fuß.

Myanmar ist das Land der tausend Pagoden das die Touristen noch nicht entdeckt haben. Hier wird man immer freundlich und mit einem breiten Lächeln begrüßt und die Preise sind für uns noch sehr günstig. Auch wenn man vor Ort Armut sieht, verblüffte es mich immer wieder wie viele Tonnen Gold in den Pagodenverbaut wurden und teilweise noch verbaut werden. Das ist ein Widerspruch der sich mir noch nicht ganz erschließt.

In Thailand waren wir nur ganz kurz und haben nur das Goldene Dreieck kurz gesehen. Da ich vor 2 Jahren schon an der gleichen Stelle war, kann ich aber sagen dass die Umgebung von Chiang Rai sehr schön und interessant ist.

Laos haben wir an 2 Tagen auf dem Mekong bereist und ich empfehle es jedem auch so zu tun. Die Ruhe, Gelassenheit und Schönheit dieser Gegend kann man am besten Genießen. Luang Prabang ist eine typische Touristenstadt und dementsprechend überlaufen. Die Umgebung mit dem Wasserfall ist traumhaft die man in Ruhe genießen sollte.

Zum Ende bereisten wir Kambodscha mit dem Highlight Angkor Wat. Dieses Areal bzw. diese Anlage ist riesig und unbedingt eine Reise wert. Wenn möglich sollte man die Zeit von Freitag bis Sonntag in der Anlage vermeiden, da man sonst vor Touristen nichts sieht bzw. nur Fotos machen kann wo nur Touristen abgebildet sind. Aber wer will das? Kambodscha selbst ist teuer im Vergleich zu den Ländern die wir davor bereisten.

Zum Schluss möchte ich noch einige Anmerkungen zum Reiseablauf machen. Die Hotels waren sehr gut, ließen aber zum Ende hin nach. Es gab keine Probleme oder Mängel aber die Qualität der Hotels wurde ab Luang Prabang schlechter. Die Ballonfahrt in Bagan ist zwar teuer, aber gewiss jeden Cent wert. Dieses Gefühl, diese Ruhe und natürlich die Aussicht sind einfach fantastisch. Die Programmpunkte in Luang Prabang sollten unbedingt getauscht werden. Es macht keinen Sinn am Abflugtag nach Siem Reap eine Wanderung und Ausflug zum Wasserfall zu machen. Das ist sinn frei und fördert nur den Stress. Einen Tage für die Wanderung und den Wasserfall sind genau richtig.

Für uns Europäer sollte angemerkt werden das die Wanderung durchaus anstrengend ist. Temperaturen über 33 Grad, fast immer bergauf, übersteigen von Zäunen und generell eine Gang Zeit von über 2 Stunden sollte niemand unterschätzen. Mich persönlich hat diese Wanderung enttäuscht und würde Sie nicht erneut machen. Die Zeit am Wasserfall sollte unbedingt verlängert werden. Die Stadtbesichtigung von Luang Prabang kann man dann in aller Ruhe am Flugtag nach Siem Reap machen ohne Stress. Die Stadtführung in Phnom Penh sollte man überdenken, da es meiner Meinung nach, schönere Punkte in der Stadt gibt. Das Olympia-Stadion, die Bibliothek, das Postamt und die Moschee sind zwar durchaus interessant, rechtfertigen aber nicht unbedingt dort 40-60 min zu verbringen. Dafür die Promenade am Ufer des Mekong, das Unabhängigkeits-Denkmal bzw. einige wunderschöne Tempel/Pagoden wurden dafür ganz ausgelassen, obwohl diese interessant sind. Dadurch kann man die Stadtbesichtigung auf 1/2 Tag reduzieren.

Ganz dringend überarbeitet werden muss der letzte Tag. Das Hotelzimmer um 12.00 Uhr zu räumen, aber erst um 23.00 Uhr fliegen ergibt nicht den geringsten Sinn. Auch das man an diesem Tag keine Ausflüge angeboten bekam. Was sinnvoller wäre ist, am Vormittag die Stadtbesichtigung zu machen, danach ins Hotel zum Duschen und ab zum Flughafen und ab nach Hause. Was auch noch ginge wäre das man bis zur Abholung zum Flughafen das Hotelzimmer voll umfänglich nutzen kann und das man spätestens am Vortag noch Hinweise bzw. Angebote für Ausflüge am Abreisetag bekommt.

Den Anruf des örtlichen Anbieters am 28.02.19 um 9.30 Uhr fand ich nett aber sinnlos, da alle Mitreisenden sich selbst organisiert hatten für diesen Tag.

Auf jeden Fall war es eine wunderschöne Reise mit sehr netten Mitreisenden und sehr engagierten Reiseleitern vor Ort. Für uns Mitteleuropäern sei noch erwähnt dass man die Temperaturunterschiede im Februar durchaus beachten sollte. Wenn man bei etwa 2 Grad in Deutschland wegfliegt und bei 35 Grad aussteigt nimmt das einen stark mit. Einige Reisende, inkl. meiner Wenigkeit, können ein Lied davon singen.

Unabhängig davon kann ich diese Reise auf jeden Fall empfehlen für jeden der sich für diese Länder, deren Geschichte und Bauwerke interessiert.

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