April - Mai 2018

Begleiten Sie unsere Chronistin in das Land des Lächelns, das mit der Lebensfreude seiner Einwohner, naturbelassenen Landschaften und einzigartigen Tempelanlagen begeistert. Entdecken Sie auf einer unvergesslichen Reise die kulturellen Höhepunkte.

Ihr Chronist

Hallo an alle,

wir sind Nico und Julia und freuen uns, euch mit auf unsere Reise durch Nord-Thailand zu nehmen.

Hohe Berge, dichte Dschungel, wilde Tiere, fremde Kulturen und neue Geschmäcker - das sind Dinge die wir in unserem Urlaub erleben möchten.

Für uns ist es immer wichtig, einen guten Ausgleich zwischen Kultur, Erlebnis und Erholung zu finden, da sich unsere Interessen dahingehend sehr unterscheiden.

Bereits 2012 schrieben wir einen Reisebericht für China und 2015 für Nord-Indien und fanden großen Gefallen daran unsere Erfahrungen mit Freunden und Fremden aus aller Welt zu teilen.

1. Tag: Der Weg ist das Ziel

Auf die Plätze, fertig, los. Es ist endlich so weit. Die Rundreise durch Thailand kann beginnen. Doch erst müssen wir die knapp 9.000 km zwischen Frankfurt am Main und Bangkok hinter uns bringen.

Abgesehen von der leichten Verwirrung als uns der Pilot fälschlicherweise auf dem Flug von Frankfurt nach Amsterdam begrüßte, ging das alles glatt, so dass wir pünktlich kurz vor neun Uhr in Bangkok bei strahlendem Sonnenschein landeten. Von den Gewittern und dem vielen Regen der Vortage bekamen wir zum Glück nichts mehr ab.

2. Tag: Ayutthaya

Nachdem unser Grüppchen eingesammelt war ging es auf nach Ayutthaya. Da unsere Zimmer aber erst 14.00 Uhr zum Check-In bereit standen, entschied unser Reiseleiter außerplanmäßig einen Besuch im Wat Yai Chai Mongkon einzulegen, einer buddhistischen Tempelanlage außerhalb der alten Stadtmauer von Ayutthaya. Eine sehr schöne parkähnliche Tempelanlage mit unzähligen versteckten Buddha-Statuen. Eines der Highlights war die über zehn Meter lange in goldene Tücher gekleidete liegende Statue.

Danach ging es erstmal ins Hotel, um die Spuren der langen Anreise zu beseitigen. Das Hotel ist für einen Kurzaufenthalt sehr schön. Pool, Sauna und Fitness - alles inklusive. Den Pool nutzen wir dann auch für eine Abkühlung. Auch über die Sauberkeit können wir uns nicht beschweren.

Am Nachmittag  erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung, wie zum Beispiel den 100 Jahre alten Bahnhof und die vielen kleinen Garküchen am Straßenrand. Essen sollten wir allerdings noch nichts. Unser Reiseleiter empfahl uns, unserem Immunsystem ein bis zwei Tage Zeit zu geben, um uns an das Essen zu gewöhnen.

Am Abend nahmen wir uns mit zwei Mitreisenden ein TukTuk und fuhren zum Tempel Wat Chaiwatthanaram. Dieser wird nach Einbruch der Dunkelheit beleuchet und bildet einen schönen Abschluss für den ersten Tag in Thailand.

Schön wäre es allerding gewesen, wenn am Anreisetag ein gemeinsames Mittag- oder Abendessen inklusive gewesen wäre, um sich gegenseitig und auch schon die Küche Thailands kennenzulernen.

3. Tag: Stetig im Fluss

Geweckt wurden wir um sechs Uhr morgens. Nach einem wirklich guten und reichhaltigen Frühstück ging es ab auf die Insel. Von oben strahlte wieder die Sonne und auch die Luftfeuchte zeigte sich in ihrer ganzen Pracht. Daran müssen wir uns noch gewöhnen. Bis dahin fließen alle Mitreisende dahin.

Heute Morgen standen die alten Tempelruinen von Ayutthaya auf dem Plan. Die Ruinen wurden im 17 Jh. im Siamesischen-Birmanischen Krieg zerstört. Aber auch Naturereignisse, wie Überschwemmungen hinterließen ihre Spuren. Nicht das ihr denkt wir hätten die Kamera die ganze Zeit schief gehalten.

Zuerst besuchten wir den Wat Mahathat. Eine buddhistische Tempelanlage mit zahlreichen Pagoden und Buddha-Statuen. Das besondere dort war der eingewachsene Buddha-Kopf, der auch oft auf Werbeaufnahmen für Thailand zu sehen ist. Als Nächstes ging es zum Wat Phra Si Sanphet, dem königlichen Tempel auf dem Gelände des alten Königspalastes. Im Zentrum der Anlage auf einer erhöhten Plattform befanden sich drei Chedis, welche als einzige Gebäude restauriert wurden. Auf dem Gelände der Tempelruinen befand sich noch ein aktiver Tempel, der Wat Mongkhon Bophit, welcher erst seit ein paar Tagen nach langer Restaurierung wieder freigegeben wurde. In dem großen Tempelhaus saß ein ebenso großer goldener Buddha.

Danach verließen wir Ayuthaya Richtung Norden. Zum Ursprung des größten Flusses Thailands dem Mae Nam Chao Phraya. Nach ungefähr der Hälfte machten wir einen Stopp um zu Mittag zu Essen. Wir aßen im ‚Siam Rose'. Einem wunderschönen Restaurant das gefühlt mitten im Dschungel liegt. Zum ersten Mal gab es richtiges Thai-Essen mit einem Curry-Gericht in 'Kinderschärfe'. Wir wollen uns ja jetzt von Tag zu Tag steigern. Zum Glück essen wir auch gerne zu Hause scharf, sodass wir die Kinderschärfe mit Bravour lösten. Aber auch die anderen Gerichte waren sehr lecker. Als Nachtisch gab es frische Ananas und Banane. Auf jedenfall werden wir nach unserer Rückkehr vorerst wieder einen Bogen um unsere importierten Ananas und Bananen machen. Definitiv eine Empfehlung.

Auf der restlichen Fahrt nach Sokhothai erzählte uns unsere Reiseleiter Taen viele interessante Dinge über das Land und die Menschen. Insgesamt legten wir 360 km zurück. Vorbei an riesigen Reisfeldern, Dörfern und immer in der Nähe des Flusses entlang. In Sokhothai angekommen, checkten wir erstmal in unserem Hotel für die heutige Nacht ein. Das Le Charme Sokhothai Resort. Das Hotel besteht aus vielen zweistöckigen kleinen Appartements mit einem schönen Garten und einem Pool. Diesen haben wir auch gleich genutzt. Nach der vierstündigen Fahrt tat das ganz gut. Danach machten wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen. Unser Reiseleiter Taen empfahl uns ein Restaurant außerhalb des Hotels. Gut das wir auf ihn gehört haben, denn das Essen im ‚Sokhothai Kitchen‘ war richtig lecker und dank der bunten Bildchen klappte es auch mit der Bestellung.

Jetzt sind wir mal gespannt auf die Nacht, denn hier hört man es überall rascheln. Die kleinen Geckos machen ganz schön Radau in den Zwischenwänden oder wo auch immer sie lang krabbeln.

4. Tag: Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön

Ring, Ring... Aufstehen. Weiter gehts gen Norden zum Goldenen Dreieck. Doch erst stärkten wir uns alle beim Frühstück, denn heute stand eine lange Busfahrt auf dem Programm. Stolze 420 km waren zu überwinden.

Doch vorerst schauten wir uns erst einmal den Geschichtspark von Sukhothai an. Was ihr euch jetzt unter einem Geschichtspark vorstellt, weiß ich nicht - Wikipedia liefert da auch keine Definition, aber in meinen Kopf formte sich eine Art Freiluft-Museum. Doch eigentlich war es eine große Parkanlage, die oft von einheimischen zum Picknick genutzt wird und wo zwischendurch alte Tempelruinen thronen. Im Gegensatz zu den meisten Ruinen auf der Welt, waren nicht irgendwelche Kriege für den Verfall der Pagoden verantwortlich, sondern einfach nur die Zeit und die Natur.

Die Besonderheiten dieser Ruinen sind der Wat Mahathat. Aufmerksame Leser könnten jetzt denken ich hätte mich vertan, da wir ja schon gestern den Wat Mahathat besucht haben, aber nein. Wir haben uns aufklären lassen, dass es in Thailand neun Wat Mahathat gibt. Alle Tempel die Überreste des Buddhas beherbergen dürfen sich Wat Mahathat nennen. Aber weiter zur Anlage - hier steht auch eine große Buddha-Statue, die einst von einem Deutschen in transportierbare Scheiben zerteilt wurde, um sie mit nach Deutschland zu nehmen. Aber der schlaue König riet ihm davon ab, da zerteilte Buddha-Statuen Unglück brächten und er ihm lieber eine kleinere nagelneue Statue bauen ließ. So durfte der originale Buddha wieder an seinen Platzt. Sehenswert war auch das Denkmal von König Ramkhamhaeng. Bei seinem Denkmal steht eine Glocke, die seine Untertanen läuteten, wenn sie Sorgen hatten und diese ihrem König mitteilen wollten. Ansonsten lädt der Park mit seinen vielen Seen und weiten Grünflächen zum gemütlichen Schlendern und Verweilen ein.

Weiter ging es zum Wat Sri Chum Tempel. Der Wat Si Chum ist Teil des Geschichtsparks Sukhothai, er liegt nordwestlich außerhalb der Alten Stadt von Sukhothai. In dem riesigen Mondop (würfelförmiges Gebäude in einem Wat) in der Mitte der Anlage befindet sich eine sitzende 15 m hohe Buddha-Statue. Die Buddha-Statue wird laut unserem Reiseleiter hoch verehrt. Auch er war schon unzählige Male dort, in der Hoffnung das der Buddha mit ihm sprechen würde. Dies soll er nämlich früher getan haben. Oder war es doch der König selbst, der ihn erbauen ließen? Denn nachdem er von Archäologen mal genauer unter die Lupe genommen wurde, fand man ein kleines Fenster rechts neben seinem Kopf und unterirdische Gänge zu diesem Fenster führten. Nach diesen Eindrücken ging es los in den hohen Norden nach Chiang Rai, dem Tor zum Goldenen Dreieck. Kilometer für Kilometer veränderte sich die Landschaft und die Berge wuchsen weiter. Den ersten Zwischenstopp machten wir um Mittag zu Essen. Das besondere heute war die Wan Tan Suppe und unser Curry-Gericht mit Schärfen-Steigerung… also entweder sind wir nach 4 Tagen abgehärtet oder der Koch hat den Chili vergessen. Diesen Curry meisterten wir jedenfalls mit Bravour.

Als Nächstes hielten wir kurz für einen außerplanmäßigen Fotostopp am Wat Phra That Suthon Monkhon Khiri. Da noch überall Baustellen waren und auch die Zeit nicht dafür eingeplant war konnten wir leider nicht in den Tempel hineingehen aber die auch erst vor einigen Jahren fertiggestellte über 80 Meter lange liegende Buddha-Figur (Phra Buddha Sai Yat) war schon imposant genug. Erbaut wurde diese im Birma-Stil, welches sich schon von den bisherigen Statuen die wir gesehen haben unterschied. Unseren letzten Stop bevor wir in Chiang Rai ankamen, machten wir in Phayao, wo sich der größte natürliche Stausee Thailands befindet. Nachdem alle sich die Beine vertreten oder ihren Kaffee genossen hatten, ging es weiter zur letzten Etappe.

Im Hotel angekommen inspizierten wir erstmal den Pool. Soviel Zeit blieb allerdings nicht, da heute noch die Möglichkeit zur originalen zweistündigen Thaimassage bestand, die Nico auch ausprobierte. Tiefen entspannt und um zehn Jahre jünger, trafen wir uns zum Abschluss noch auf dem Night Market von Chian Rai. Dort aßen wir in einer kleinen Gruppe zu Abend und probierten weiter die einheimischen Leckereien. Leider waren wir so sehr darin vertieft, dass wir nicht merkten das der Markt bereits 22:30 seine Tore schloss. Zum Abschluss gab es dann noch eine wilde Tuk-Tuk-Fahrt mit Fahren im Gegenverkehr, Überhohlmanövern und Kurven schneiden bis die Federn krachten. Heil und mit einem Grinsen im Gesicht kamen wir dann im Hotel an und fielen kopfüber ins Bett.

5. Tag: Unsere Grenzerfahrung

Heute starteten wir voll motiviert in den neuen Tag, da heute keine lange Busfahrt auf dem Programm stand.

Zuerst ging es auf in die Berge. Doch vorab stand ein Fahrzeugwechsel bevor. Vom Bus ging es in kleinere offene Pickups. Damit fuhren wir durch die schöne Landschaft und machten noch einen Zwischenstopp bei einem riesigen Ananasfeld. Bei uns sehen wir die Ananas ja immer nur in der Obstabteilung im Kaufhaus. Weiter ging es zum Bergstamm der Akha, welche ursprünglich aus dem tibetischen Hochland stammen. Die traditionellen Häuser stehen auf Pfählen und besteht aus Wohnraum mit Küche und zwei kleinen Schlafabteilen für Männer und Frauen. Das mit Gras bedeckte und weit runterreichende Dach schützt vor der Sonne. Unser Reiseleiter führte uns durch eines dieser Häuser. Der kleine Flachbild-TV in der Küche durfte natürlich nicht fehlen.

Abgesehen von den traditionellen Häusern, wohnten schon einige andere Stammesmitglieder in thailändischen Hütten. Auch sonst ließen die riesigen Satellitenschüsseln und die ganzen Autos, das Bild der urigen Stammesbevölkerung ein bisschen bröckeln. Für uns sehr amüsant waren die Dorftore an den Zugangswegen zum Dorf. Diese sollten den Geistern zeigen, dass ab hier Menschen wohnen und für sie Schluss ist. Da die Stammesangehörigen niemanden finden konnten, der den ganzen Tag am Tor steht, wurden menschliche Holzfiguren mit extrem übertriebenen Geschlechtsteilen geschnitzt und neben dem Tor aufgestellt. Diese werden jedes Jahr neu geschnitzt und mit einem Fest geweiht. Während des Rundgangs zeigte uns Taen noch viele weitere einheimische Pflanzen und Früchte wie einen Jackfruchtbaum, Zitronengras oder einen Pitaya-Kaktus. Für uns sehr interessant. Danach ging es zur nördlichsten Stadt in Thailand, nach Mae Sai. Dort konnten wir am Torbogen ein Erinnerungsfoto machen und den ‚Eingang‘ von Myanmar sehen. Über die Grenze konnten wir leider nicht¸weil allein das Austempeln aus Thailand und Immigrieren nach Myanmar und auch wieder zurück viel zu lange gedauert hätte. In Mae Sai bummelten wir noch ein bisschen über die Einkaufstraße, wo es neben einheimischen Textilien und Nahrungsmittel auch echte technische Immitate aus China gab. Dann war erstmal Zeit für unsere Mittagspause. Auch heute speisten wir wieder in einer sehr idyllischen Anlage. Wer mochte, bekam erneut einen frisch gepressten Ananassaft. Uns hat das Essen wieder sehr gut geschmeckt.

Als Nächstes fuhren wir zum Goldenen Dreieck. Dort treffen Thailand, Myanmar und Laos aufeinander. Wir machten noch einen kurzen Rundgang durch das dortige Opium¬Museum, bevor wir uns zu den Aussichtsterrassen hinauf quälten. Es ist nicht so, dass es sich um einen ewig steilen Aufstieg handelt, aber bei der Wärme und Luftfeuchte kamen wir alle ganz schön ins Schwitzen und waren froh, dass wir oben waren. Von oben sahen wir, wie der Ruak in den Mekon mündet. Wer wollte, konnte anschließend noch an einer Bootsfahrt über den Mekon teilnehmen und einen kleinen Abstecher nach Laos machen. In Laos schmiss Taen eine Runde Reisschnaps und wir hatten Zeit über den dortigen Markt zu schlendern. Zurück in Thailand ging es auch schon wieder ins Hotel. Wir übernachteten im gleichen Hotel wie gestern. Am Khamathana Hotel gibt es, wie bei den ersten beiden Hotels dieser Reise, nichts zu meckern. Die Zimmer sind sauber und beim Frühstück sollte eigentlich jeder fündig werden. Das Hotel hat sogar einen Salzwasser-Pool.

Für die Abendbeschäftigung war auch gesorgt, denn heute Abend war Street-Market. Dabei wird der Night Markt um eine ein Kilometer extra gesperrte Straße erweitert auf der lokale Händler ihre Ware anbieten konnten. Aufgrund des schönen Wetters waren die Straßen auch voll mit Händlern und Besuchern. Zurück zum Hotel ging es wieder mit dem Renn-TukTuk.

6. Tag: Von Weiß bis Bunt

Heute startete unser Tag mit dem Besuch des 'Weißen Tempel' oder wie ihn die Einheimischen nennen Wat Rong Khun. Ein Tempel der von einem privaten Künstler namens Chalermchai Kositpipat sowohl finaziert als auch erbaut wird. Seit 1996 baut Chalermchai Kositpipat an diesem Tempel und die Fertigstellung ist auch noch lange nicht in Sicht. Geplant ist 2070. Da der Künstler selber schon über 60 ist, bildet er jetzt schon die nächste Generation aus, um sein Werk zu vollenden. Manche mögen sich fragen wie langsam die Thailänder denn bauen? Aber wenn Sie erstmal wir davor stehen, dann wissen Sie, warum es solange dauert. Bitte verzeiht uns unseren Ausdruck aber "meine Fresse sieht der Tempel geil aus!" Etwas so eindrucksvolles haben wir beide in unserer Zeit als Reisende noch nie gesehen. Strahlend weiß und mit so vielen Details, dass zwei Augen pro Kopf einfach zu wenig waren. Leider auch die Zeit. Ich versuche jetzt mal ein paar Eindrücke wiederzugeben aber eigentlich hilft nur selber hinfahren und anschauen. Im Haupttempel war Fotografieren leider verboten.

Im Ubosots, der Versammlungshalle der Mönche wurden alle Wände und die Decke mit Anspielungen auf die Versuchungen des letzten und dieses Jahrhunderts bemalt. Während im oberen Bereich eher traditionelle Zeichnungen und Symbole zu sehen waren, tobte sich der Künstler im unteren Bereich sehr modern aus. Unter anderem entdecken wir Harry Potter, Sailor Moon, Pokemon, Minions, Michael Jackson oder auch das World Trade Centre während des Terrorangriffs. Und noch viele weitere Detail aber das sprengt jetzt den Rahmen. Jedenfalls waren es sehr politisch und gesellschaftlich kritische Werke, die einen zum Nachdenken animierten. Allgemein war Prunk an jeder Ecke zu sehen - selbst das Toilettenhaus war in Gold und mit vielen verspielten Details verbaut.

Nach dem Tempel verließen wir Chiang Rai und fuhren nach Doi Saket. Mittags gab es heute nicht, da ein Barbecue in unserem heutigen Hotel auf uns wartete. Kurz vor der Ankunft in unserem Hotel machten wir noch einen Stop bei einer Raststelle mit heißen Quellen. Dort hatten wir die Gelegenheit unsere Füße in heißem Quellwasser mit heilender Wirkung zu baden. Dafür brauchten wir allerdings zwei Anläufe, da es uns beim Ersten mal zu heiß war. Schlussendlich fanden wir dann aber eine Stelle die, nennen wir es mal, okay war. Zum Glück haben wir diesmal nicht als Erste unseren Finger in die erstbeste Quelle nach dem Aussteigen aus dem Bus gehalten. Auf dem zweiten Blick entdeckten wir einen Aufsteller mit der Aufschrift: Hot Spring, 98 °C. Nach dem wohltuenden Abkochen unserer Füße ging es auf die letzten Kilometer.

Unser Hotel Monn Phu Phrai lag mitten im Grünen. Die Anlage ist sehr schön, gepflegt und liebevoll eingerichtet. Wer wollte, konnte dann noch an einem Besuch verschiedener Handwerksbetriebe teilnehmen. Zuerst besuchten wir eine Seidenfabrik. Für uns jetzt nichts Neues, da wir soetwas in China und Indien bereits besichtigen konnten. Als Nächstes ging es zur Silberschmiede. Zum Schluss besuchten wir eine Werkstatt für Schirme. Traditionelle Papierschirme. Die Herstellung war sehr interessant, doch das Beste waren die Künstler die innerhalb von fünf Minuten ein kleines kunterbuntes Kunstwerk auf unsere T-Shirts, Handyhüllen oder Rucksäcken zauberten.

Zurück am Hotel kühlten wir uns noch eine Runde im Salzwasser-Pool ab.

Dann gab es endlich Abendessen. Uns wurde ein sehr leckeres Buffett und Barbecue aufgezeigt. Das Essen war richtig lecker und bisher dato das Beste auf der ganzen Reise. Auf jeden Fall ein Abstecher wert.

Als Highlight überraschte uns Taen mit mehreren Glücklaternen oder auch Kong-Ming-Laterne, die wir dann alle zusammen mit einem Wunsch an die Götter in den Himmel stiegen ließen. Zusammen mit ein paar Bierchen und Co. ließen wir den Abend ruhig ausklingen.

7. Tag: Hoch Hinaus

Wir starteten den Tag mit der Busfahrt durch die Wälder. Dort besuchten wir den Mae Taeng Elephant Park & Clinic. Wer wollte, konnte dort an einem Elefantenritt mit anschließender Bambusfloßfahrt teilnehmen. Die Anderen konnten auch so die Tiere bestaunen und die schöne Natur genießen. Bevor die Tierschützer aufschreien sollten Sie bedenken, dass die Elefanten zu diesem Land gehören und auch wir Tiere, wie Hund und Katze, in kleinen Wohnungen halten und Tricks beibringen. Wir meiden die Tiere, die manchmal stundenlang in der prallen Sonne, voll bepackt mit Klimbim, auf Touristen warten, um dann über den heißen Beton zu laufen. Und die kleinen Kunststücke haben nichts mit Zirkus zu tun. Klar dienen sie auf der einen Seite dazu Touristen zu belustigen und Geld zu machen, aber diese Tiere benötigen viel Essen. Und auch hier ist Essen nicht gratis. Auf der anderen Seite dienen diese Übungen dazu, die Tiere bei Bedarf untersuchen zu können. Es wäre schade, diesem Land eine Tradition aus Unwissenheit zu nehmen. Dieser Elefanten-Park liegt inmitten des Urwalds an einem Fluss. Nachdem wir uns auf den Elefanten in luftige Höhen begeben hatten, ging es durch das Wasser und über Stock und Stein durch die Natur. Zwischendurch gab es immer Leckereien für unser Elefanten-TukTuk. Danach war Zeit zum Baden für die Jungtiere. Wer ungünstig saß, wurde auch schon mal nassgespritzt. Zum Schluss gab es noch eine kleine Showeinlage von den jungen Elefanten. Am unglaublichsten für uns waren eigentlich die Bilder, die drei der Elefanten malten. Dort entstanden nicht nur Kleckse und abstrakte Flecken, sondern richtige Bilder. Diese Bilder können auch direkt von Zuschauern oder Firmen ersteigert werden. Als Nächstes ging es fast eine Stunde lang mit dem Bambusfloß durch die schöne Natur. Kleiner Tipp: gut eincremen und Hut nicht vergessen.

Danach stand eine Orchideen-Farm auf dem Programm. Im Bai Orchid gab es auch gleich Mittagessen. Das Essen war auch wieder sehr lecker. Allerdings war das Restaurant sehr voll und dadurch war die Lautstärke ziemlich hoch. Nach dem Mittagessen erkundeten wir die Orchideen-Farm. Wenn ich da an meine Orchidee zu Hause denke, kommt sie mir richtig mickrig vor. Dort hingegen, hingen wirklich schöne Exemplare. Es wäre sogar möglich gewesen, eine Pflanze mitzunehmen aber mit der Luftfeuchte von hier, kann ich zu Hause nicht konkurrieren. Auf dem Gelände befand sich auch ein Schmetterlingshaus, dass wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Zum Schluss stand noch der Besuch eines Tempels auf der Spitze des Berges auf dem Plan. Der Wat Phrathat Doi Suthep Rajaworawiharn ist ein Wallfahrtsort für die Nordthailänder und befindet sich auf 1050 Metern Höhe. Laut der Legende, wurde ein Teil einer Reliquie von Buddha auf den Rücken eines weißen Elefanten gepackt und der König schickte den Elefanten von Sukhothai los, um eine passende Ruhestätte zu finden. Der Elefant lief bis in den Norden auf den Berg Doi Suthep, dort drehte er sich im Kreis und viel tot um. An dieser Stelle wurde er mit den Reliquien begraben und der Tempel errichtet. Erst im 20. Jahrhundert beschloss ein Mönch, dass der Tempel von hoher Bedeutung sei und er durch eine Straße zugänglich gemacht werden müsse. Durch Spendengelder wurde dann eine Straße erbaut die bis an die Spitze des Berges führt. Wenn ich mir überlege, den ganzen Weg ohne Straße da hoch zu laufen, wäre ich ebenfalls dort oben zusammengebrochen. Oben mit dem Bus angekommen, waren wir noch nicht am Ziel. Es gab zwei Möglichkeiten um zum Tempel zu gelangen. Man konnte gegen eine kleine Spende die Bahn nehmen oder ,so wie der Thailänder es tut, die 200 Treppenstufen bis zur Spitze zu erklimmen. Wir zwei teilten uns auf. Nico testete die Bahn, ich schnappte mir meine Wasserflasche und dann ging es los. So schlimm war der Aufstieg auch nicht. Oben angekommen, hatte ich mir ein Eis redlich verdient. Wir konnten auch die Treppe sehen, deren Geländer mit Schlangen verziert sind. Die Chedi mit den Reliquien war strahlend Gold. Die goldene Chedi wird von einer offenen Galerie umringt. An den Innenwänden der Galerie befinden sich Wandmalereien die das Leben Buddhas beschreiben. Von dort oben hatten wir auch noch einen schönen Ausblick auf Chiang Mai. Die Stadt wird auch die Rose des Nordens genannt. Nach dem Tempelbesuch ging es wieder hinab und hinein nach Chiang Mai wo wir auch unser Hotel vorfanden.

Im Hotel angekommen ging es für uns wieder erstmal ab in den Pool zur Abkühlung. Zusammen mit anderen aus der Gruppe gingen wir dann abends auf den Nachtmarkt. Dieser war wesentlich größer als der Nachtmarkt in Chiang Rai. Allerdings hat es uns, was das Essen angeht, auf dem anderen Nachtmarkt besser gefallen. Zum shoppen von Andenken aber ideal. Mit platten Füßen ging es dann erschöpft ins Bett.

8. Tag: On The Road Again

Bevor es heute 450 Kilometer weiter in Richtung Süden nach Nakhorn Sawan geht, machten wir unseren ersten Stopp in Lamphun. Dort steht der bekannte Wat Haripoonchai, eine der ältesten Tempelanlagen des Landes. Auch dieser Tempel enthält Reliquien.

Weiter ging es nach Lampang. Dort steht der Wat Phra Kaeo Don Thao, wo einst der originale Smaragd-Buddha aufbewahrte wurde. Jetzt steht der echte Buddha in Bangkok. Diese Buddha-Statue besitzt drei Gewänder, die nach entsprechender Jahreszeit feierlich gewechselt werden. Es gibt ein Gewand für die Heiße-und Kühle Jahreszeit so wie die Regenzeit.

Da es heute fast nur ein reiner Fahr-Tag war, machten wir zum Mittag halt an der Autobahn AH 2, die einmal komplett von Nord- bis Süd-Thailand verläuft. Das Essen war in Ordnung und es sind auch alle satt geworden, aber wir hatten auf der Reise bisher bessere Restaurants. Kurz nach dem wir wieder aufgebrochen, waren fing es zum ersten Mal während unseres Aufenthaltes hier in Thailand zu regnen an - ganze 2 Minuten.

Endlich in Nakhorn Sawan angekommen ging es erstmal ins Hotel. Leider gab es diesmal keinen Pool, was nach so einer langen Busreise schön gewesen wäre. Wir gingen dann noch ein bisschen die Stadt erkunden und suchten uns was zum Abendbrot

9. Tag: Bitte alles Einsteigen bitte

Heute führte uns unsere Route nach Kanchanaburi, wo die bekannte Eisenbahnbrücke über dem Kwai gebaut wurde. Auch heute mussten wieder 390 Kilometer überwunden werden. Unseren ersten Stopp machten wir im Jeath Museum. Ein alter Mönch sammelte als Tausch gegen Lebensmittel alte Relikte aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und baute so eine beachtliche Sammlung auf. Es sollte als Mahnung für künftige Generationen dienen. Zur Stärkung ging es wieder in ein nettes Restaurant im Grünen. Als nächstes probierten wir nach Bus, Pick-Up, Tuk-Tuk und Elefant unser nächstes Fortbewegungsmittel aus. Von der Station Wang Pho ging es mit dem Zug zur Brücke am Kwai. Auch Death-Railway genannt. In Wang Po fuhren wir auf den Viadukten. Die Viadukte sind recht hoch und zum Ufer des Flusses geht es steil bergab. An dieser Stelle fuhren wir auch nur noch Schritttempo. Der Rest der Strecke führte durch die wunderschöne Landschaft Thailands. Auf dem Weg zum Hotel kamen wir noch an einem der Alliierten Friedhof vorbei, wo über 6000 Alliierte Kriegsgefangene begraben wurden die im Zweiten Weltkrieg die Todesstrecke unter unmenschlichen Bedienungen unter japanischen Besetzung bauen mussten und nicht überlebten. Danach ging es in unser Hotel, welches direkt am Kwai lag. Mit dem einchecken war der offizielle Teil des Tages beendet. Wer wollte, konnte dann noch an einer Fahrt mit dem Boot teilnehmen, auf dem es dann noch Abendessen gab. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir starteten im Hellen und fuhren in den Sonnenuntergang hinein. Dabei entstanden noch einmal richtig schöne Erinnerungsbilder. Hier nutzen wir auch die Gelegenheit uns bei unserem Busfahrer, Bus-Boy und Taen, unserem Reiseleiter, für die tolle Reise zu bedanken. Danach genossen wir während der Fahrt das leckere Buffet. Dann gab es noch eine Überraschung von unserem Reiseleiter. Damit auch der letzte Überrascht wurde, wurde das Licht ausgeschaltet. Was die Überraschung war, verrate ich natürlich nicht. Möchten den Menschen die auch vorhaben die Reise zu machen nicht die Überraschung nehmen. Nach dem Essen war es Zeit zum Feiern. Wer wollte, konnte Tanzen oder lieber eins, zwei Gläschen Rum probieren. Somit endete der Tag mit einem sehr schönen Ausflug, den wir nur empfehlen können.

10. Tag: Volle Fahrt voraus

Bevor es in Richtung Bangkok ging, fuhren wir noch mal zur Kwai-Brücke um auch einmal einen Zug einfahren zu sehen. Bis der Zug kam, schauten wir uns noch ein paar alte Loks an, die ausgestellt waren. Dann ging es in die Region Rajburi zu den schwimmenden Märkten nach Damnoen Saduak. In kleinen Booten ging es teilweise in einem Affenzahn durch die Kanäle. Zwischendurch sahen wir einen Einwohner, der sein Huhn badete. Ob ihm das gefallen hat, konnten wir nicht beurteilen, da wir zu schnell vorbeisausten. Am Ende kamen wir zu dem schwimmenden Markt, wo Souvenirs, Obst und Klamotten aus den Booten verkauft wurden. Auch gekocht wurde in den Booten. Die Bootstour machte auf jeden Fall richtig viel Spaß. Danach ging es hinein nach Bangkok. Schon vom Bus aus sah man, das Bangkok riesig ist. Unser Hotel lag sehr zentral, sodass Bus, Bahn oder Wassertaxi immer in der Nähe war. Auch eine Überraschung waren die Zimmer. Das haben wir für ein Rundreisehotel nicht erwartet. Die Zimmer waren diesmal Appartements. In den Zimmern waren riesige Fenster, sodass man selbst vom Bett einen schönen Ausblick hatte. Da wir abends noch an den optionalen Ausflug zum Bayok Sky Tower mit machten, ging es für uns nur noch fix eine Runde in den Pool und dann auch schon wieder los. Mit dem Bus ging es dann zum Bayok Sky Tower. Bis vor kurzem noch das höchste Gebäude Thailands. Auf 309 m hatten wir dann einen absolut gigantischen Blick auf Bangkok. Im Bayok Sky Tower gab es dann noch internationales Buffet. Es war wirklich von jedem etwas dabei, was dazu führte, dass wir ziemlich geprellt vom Tisch aufstanden. Ich probierte sogar die Stinkefrucht. Keine Ahnung was die Anderen hatten. Es war zwar nicht das leckerste aber so schlimm nun auch nicht. Und wer weiß, wann wir das nächste Mal die Chance dazu haben. Nach dem Essen war es mittlerweile dunkel draußen geworden und Bangkok machte seine Lichter an. Wir gingen nochmal auf die Aussichtsplattform und bestaunten Bangkok bei Nacht. Die Außenplattform drehte sich dann noch zu späterer Stunde. Danach ging es noch zu einer Lichterfahrt durch Bangkok. Wir machten mehrere Fotostopps an bekannten Sehenswürdigkeiten, die wunderschön beleuchtet waren. Zum Schluss ging es noch über den Blumenmarkt. Überall wurden Blumen in allen möglichen Farben und Formen verkauft. So etwas haben wir auch noch nicht gesehen. Aus manchen Blumen wurden schöne Gestecke und Girlanden gebastelt. Der Weg zurück zum Bus endete noch in einem kleinen Abenteuer, da ein paar aus unserer Gruppe und ich uns irgendwie verlaufen hatten. So irrten wir noch ein bisschen hin und her. Aber am Ende saßen alle vollzählig im Bus. Von Taen bekamen wir Frauen sogar noch ein kleines Blumenarmband geschenkt. Wieder einmal ein schöner Abschluss für einen schönen Tag. Wir hätten uns geärgert, wenn wir diesen Ausflug verpasst hätten.

11. Tag: One Day in Bangkok

Der heutige Tag war allein dazu da Bangkok zu erkunden. Wer wollte, konnte an einem optionalen Ausflug mit Taen teilnehmen. Da wurde der Wat Traimit, Wat Pho und Wat Prakeow besucht. Auf einer Barke gab es Mittagessen, bevor der Ausflug mit einer Klong Tour auf dem Wasser endete. Reisende aus der Gruppe waren sehr zufrieden mit der Tour. Wir aber wagten uns mit zwei Mitreisenden allein in die Millionenstadt. Mit dem Wassertaxi fuhren wir für 15 Baht von unserem Hotel bis hoch zu den Sehenswürdigkeiten. Dort besuchten wir zuerst den Königstempel. Hier residierten bis zum Raman VIII die Könige von Thailand. Außerdem befindet sich dort der echte Smaragt-Buddha. Der Eintritt mit 500 Baht ist zwar nicht gerade wenig aber wir denken, wenn man schon mal in Bangkok ist, sollte man das nicht versäumen. Platzangst sollte man allerdings nicht haben. Trotzdem wird noch früh hingefahren sind, waren gefühlt tausende Menschen dort. Achtung, dort herrscht strenge Kleiderordnung. Also nicht die lange Hose für die Herren der Schöpfung vergessen. Weiter ging es für uns zum Wat Pho. Dort befindet sich der berühmte liegende Buddha. Diese Buddha-Statue ist 46 m lang und 15 m hoch. Außerdem befinden sich dort eine Gruppe von vier Chedis mit je über 40 m Höhe. Jeder Einzelne mit tollen Mosaiken verziert. Nachdem uns schon langsam die Füße schmerzten, suchten wir uns ein Tuk-Tuk und ließen uns nach China-Town fahren. Manno Mann, da war was los. Überall in den Gassen wuselten Menschen herum und verkauften alles, was es nur gibt auf der Welt. In einer der Gassen ließen wir uns zum Mittag nieder und schlugen uns für umgerechnet ein paar Euros den Bauch voll. Gestärkt ging es dann für uns zum letzten Tempel. Dem Wat Traimit. Dort sitzt der Goldene Buddha, welcher 5,5 Tonnen wiegt. Danach hatten wir auch genug gesehen und machten uns mit dem Wassertaxi auf den Weg zurück ins Hotel. Dort ging es auch sofort in den Pool um uns ein bisschen entspannen. Zum Abendessen machten wir uns dann nochmal auf. Brauchten ja noch was zum Abendbrot. Unsere zwei Mitreisende fanden ein Restaurant mit guten Bewertungen ganz in der Nähe. Vorsichtshalber nahmen wir auch die Schirme mit, denn es hatte kurz vorher schon leicht geregnet. Das Restaurant fanden wir zwar nicht aber dafür ein Anderes und es war richtig lecker. Während wir drinnen gemütlich aßen, fing es draußen an in strömen zu regnen. Auf dem Weg zurücktröpfelte es aber nur noch leicht. Somit ging der letzte Tag der Rundreise durch Nord-Thailand zu Ende. Morgen geht es nach Pattaya zum Badeurlaub.

12. - 17. Tag: Zum Abschluss noch ein wenig Erholung

Nach all den Tempeln und den unzähligen Informationen, die tagtäglich auf uns einprasselten, freuten wir uns alle darauf einfach mal die Beine hoch legen und den Kopf abschalten zu können. Hierzu teilt sich unsere Reisegruppe in Bangkok in zwei Gruppen - nach Hua Hin und nach Pattaya. Wir fuhren mit dem Großteil der Gruppe nach Pattaya in das Thai Garden Resort. Ein sehr schönes Hotel mit einzelnen kleinen Appartents bzw. Zimmer, die direkt um den Pool und die gepflegte Grünanlage verteilt waren.

Der Pool war über 60 m lang und hatte überall verspielte kleine Nischen in denen man eine Whirlpoolfunktion aktivieren konnte. Das Frühstück war sehr ausgewogen - hier gab es auch mal Brot was den Namen auch verdient. Ihr glaubt ja gar nicht wie leicht man deutsche Augen zum strahlen bringt. Einfach nach 11 Tagen Toastbrot, dunkles Körnerbrot anbieten. Das reicht schon. Das Hotel lag recht zentral aber dennoch sehr ruhig. Wir machten an jedem Tag einen kleinen Bummel in die Stadt und aßen auch stets außerhalb. Wer darauf keine Lust hatte, konnte auch im Hotelrestaurant den ganzen Tag á la carte essen oder abends das Buffett plündern. Wir wollten die Thai-Küche bis zum Schluss auskosten und suchten uns jeden Abend ein Plätzchen aus den unzähligen Möglchkeiten. Essen findet man dort in jeder Preisklasse.

Der Stadtstrand war aktuell leider eine Baustelle. Wem es auf der Liege am Pool schnell langweilt hat in Pattaya genügend Möglichkeiten was zu unternehmen. Zum Beispiel ein Ausflug zum Tempel Sanktuary of Truth, welcher komplett aus Holz bestand. Leider stellten wir nach 4 km Marsch dort angekommen fest, dass der Eintritt genauso viel wie der Königspalast kostete (500 Baht), welcher als das Nonplus-Ultra von allen Thais angepriesen wird. Daher machten wir nur außerhalb einen Spaziergang und entschlossen uns dann spontan ein Taxi heranzurufen und den Tigerpark (200 - 1200 Baht) von Pattaya zu besuchen-– das war es wert! Wir konnten unter Aufsicht mehrerer Wärter den Tigern hautnah kommen und sie streicheln. Angesicht der riesigen Pranken, die die Tiger als Ablenkung spielend in Baustämme schlugen, hatten wir doch gehörigen Respekt. Nach dem Streichel-Exkurs konnten wir noch den Jungtiegern beim spielen und den Babys beim schlafen zuschauen.

Fazit

Wir haben jeden Tag der Rundreise genossen. Klar ist es stressig, aber wie unser Reiseleiter passend sagte: "Sie haben hier keinen Uraub, sondern ein Erlebnis gebucht." Und das war es auch - ein wundervolles Erlebnis von dem wir noch lange erzählen werden!

Betreuung:
Hier möchten wir uns noch einmal für die tolle Betreung bei allen Dreien bedanken. Vom Busfahrer der uns zuverlässig an jedes Ziel gebracht hat. An unseren Bus-Boy der uns stets mit Getränken, Erfrischungstüchern und einem blitzblanken Bus versorgt hat. Und natürlich unserem Reiseleiter Taen der uns sehr gut verständlich mit viiiiielen Informationen durch Thailand geführt hat.

Hotel:
Wir können uns über keines der Hotels während der gesamten Rundreise beklagen. Wir hatten immer saubere und ausreichend ausgestattete Hotels. Besondern schön empfanden wir das Le Charme und das Monn Phu Phrai wegen seiner schönen Gartenanlage. Das Ramada Plaza in Bangkok für seine mega Aussicht aus den Zimmern und der tollen zentralen Lage. Wenn wir wenig Kritik an einem der Hotels üben müssten, dann wäre es das Design-Hotel in Nakhorn. Das war das einzige Hotel ohne Pool. Und gerade nach 500 km Fahrt hätte eine Abkühlung und ein paar Runden schwimmen ganz gut getan. Ist aber Ansichstssache. Ansonsten können Sie sich wirklich auf schöne Hotels freuen.

Verpflegung:
Wer nicht satt wurde, war eigentlich selber Schuld. Zum Thema scharfes Essen, äußern wir uns nicht, da wir auch zu Hause schon scharf Essen und es deshalb schlecht einschätzen können. Wir haben zumindest nicht geschwitzt davon. Auch fanden wir, das die Restaurants für das Mittag sehr gut ausgesucht wurden. Das ‚Autobahn‘ Restaurant war jetzt von der Atmosphäre kein Highlight aber das sind unsere Raststellenrestaurants auch nicht.

Programm:
Das Programm war wie immer bei unseren Rundreisen mit Berge und Meer sehr abwechselungsreich. Von Zug, Bus und Boot war wieder alles dabei. Wir hatten auch immer ausreichend Zeit um uns alles anzuschauen. Vielleicht könnte beim Weißen Tempel aber noch ein bisschen mehr Zeit engeplant werden.

Tipps:
Reisende mit gefärbten Haaren sollten sich ein Haarhandtuch mitnehmen. Die Thais finden es nicht so schön, wenn die durchweg weißen Handtücher verfärbt werden und es kann durchaus passieren das diese in Rechnung gestellt werden. Und die ersten Tage haben meine Haare schon noch nachgefärbt durch das gechlorte Wasser. Männer sollten auf jeden Fall eine knöchellange luftige Hose für den Grand Palace in Bangkok im Koffer haben oder dort neu kaufen. Ansonsten kommt man leider nicht rein.

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Anreise
Linienflug von Frankfurt mit Zwischenstopp nach Bangkok.

2. Tag - Ankunft - Bangkok - Ayutthaya (ca. 90 km)
Ankunft in Bangkok, Empfang durch Ihre Reiseleitung und Weiterfahrt zu Ihrem Hotel in Ayutthaya (ca. 90 min., die Zimmer sind ab 14.00 Uhr bezugsfertig). Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

3. Tag - Ayutthaya - Sukhothai (ca. 360 km)
Heute besuchen Sie die Tempelruinen der zweiten Hauptstadt Siams. Obwohl die Stadt im 18. Jahrhundert durch die Burmesen fast vollständig zerstört wurde, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer lebendigen Provinzstadt entwickelt. Gleich drei Flüsse - Chao Phraya, Pasak und Lopburi - umgeben die Stadt, die durch ihre wunderschöne Lage auf einer kleinen Insel besticht. Das historische Zentrum mit seinen zahlreichen Ruinen von Tempeln und Palästen ist die Hauptattraktion Ayutthayas und lässt noch heute auf deren einstige Bedeutung schließen. Besonders sehenswert sind die riesige Viharn Phra Mongkol Bobitr Statue, die weitläufige, im Khmer-Stil erbaute Tempelanlage Wat Mahathat und der Tempel Wat Phra Sri Sanpet, der größte Tempel in Ayutthaya. Im Anschluss geht es weiter nach Sukhothai, der "Wiege" des alten Königreichs Siam.

4. Tag - Sukhothai - Phayao - Chiang Rai (ca. 420 km)
Sie besichtigen die erste Hauptstadt des Thai-Königreiches. In Sukhothai sehen Sie den Geschichtspark. Er vermittelt Ihnen mit seinen knapp 100 erhaltenen Ruinen einen Eindruck der früheren Pracht und Macht der Königsstadt. Bemerken auch Sie den Kontrast zwischen der eleganten, buddhistischen Schlichtheit der Tempel in Sukhothai und den imposanten, großteils im Khmer-Stil errichteten Anlagen in Ayutthaya? Im Wat Sri Chum Tempel erwartet Sie die mit einer Höhe von 11 m größte Buddha-Statue: der beeindruckende, sitzende Buddha Phra Atchana. Die Statue wird von den Einheimischen hoch verehrt und wird sicherlich auch Sie faszinieren. Im Anschluss geht es weiter in den hohen Norden nach Chiang Rai. Chiang Rai golt als Tor zum Goldenen Dreieck. Bevor Sie in Chiang Rai ankommen legen Sie noch einen Stopp am Stausee von Phayao ein.

5. Tag - Chiang Rai - Goldenes Dreieck - Chiang Rai (ca. 150 km)
Von Chiang Rai, dem wirtschaftlichen Zentrum des Nordens, machen Sie sich auf zu den bekannten Bergstämmen Nordthailands. Im offenen Pick-up fahren Sie durch die traumhafte Berglandschaft zu den Dörfern der Stämme, wo Sie einen näheren Einblick in deren Leben erhalten. Anschließend geht es nach Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands. Sie liegt direkt an der Grenze zu Myanmar und ist durch eine Brücke mit der burmesischen Stadt Tachilek verbunden. Besuchen Sie den Grenzübergang, bevor es weiter in das legendäre "Goldene Dreieck" geht. Hier treffen die Grenzen von Burma, Laos und Thailand aufeinander. Durch die Einwanderung verschiedenster Stämme in den Norden kam auch das Opium nach Thailand. Der Besuch des gleichnamigen Museums wird Ihnen einen näheren Einblick in die Geschichte der Völker, den Opiumhandel sowie die Opiumkriege geben. Haben Sie gewusst, dass Opium angeblich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt und erst im Laufe der Jahrtausende über Persien, Indien und China in das Goldene Dreieck eingeführt wurde?

6. Tag - Chiang Rai - Doi Saket (ca. 180 km)
Am Morgen besuchen Sie den "Weißen Tempel" (Wat Rong Khun), den der thailändische Architekt Chalermchai Kositpipat gestaltet hat. Anschließend fahren Sie über die heißen Quellen nach Doi Saket. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Erholen Sie sich im Resort, genießen Sie die Natur oder erkunden Sie mit Ihrem Reiseleiter die Handwerksbetriebe von San Kampheng. Das Handwerk hat im Norden Thailands eine lange Tradition und während des Ausflugs haben Sie die Möglichkeit, die Arbeit von Schirm- und Seidenherstellern näher kennenzulernen sowie eine Silberschmiede zu besuchen (dieser Ausflug ist für Sie kostenfrei). Am Abend wartet ein Barbecue-Essen im Open Air Restaurant des Resorts auf Sie.

7. Tag - Doi Saket - Chiang Mai (ca. 120 km)
Heute stehen die Höhepunkte von Chiang Mai, der "Rose des Nordens", auf dem Programm. Am Morgen besuchen Sie ein Elefantencamp. Das Mittagessen findet auf einer Orchideenfarm statt. Im Anschluss sehen Sie das Wahrzeichen der Stadt, den Wat Doi Suthep Tempel. Von dem 1.050 m hoch gelegenen Tempel haben Sie einen herrlichen Blick über die Provinz und die Stadt.

8. Tag - Chiang Mai - Lamphun - Lampang - Nakhorn Sawan (ca. 450 km)
Am Morgen verlassen Sie Chiang Mai und machen Ihren ersten Halt in Lamphun. Hier besuchen Sie den bekannten und verehrten Wat Haripoonchai, eine der ätesten Tempelanlagen des Landes. Beim Stopp in Lampang sehen Sie den ehrwürdigen Lampang Luang Tempel. Hier wurde einst der Smaragd-Buddha aufbewahrt, der jetzt im Wat Pha Keow Tempel in Bangkok zu bestaunen ist. Weiter geht es Richtung Süden nach Nakhorn Sawan. Die Stadt liegt ca. 240 km nördlich der Hauptstadt Bangkok, am Zusammenfluss des Mae Nam Ping Flusses und des Mae Nam Nan Flusses. Diese beiden Flüsse bilden zusammen den Mae Nam Chao Phraya, der durch Bangkok zum Meer fließt.

9. Tag - Nakhorn Sawan - Chainat - River Kwai (ca. 250 km)
Am Morgen verlassen Sie Nakhorn Sawan und fahren zur berühmten Brücke am Kwai, die durch eine gleichnamige Verfilmung zu Weltruhm gelangt ist. Danach steht der Besuch des Kriegsmuseums auf dem Programm, bei dem Sie mehr zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Südostasien erfahren. Im Anschluss sehen Sie noch den Heldenfriedhof der alliierten Streitkräfte. Er erinnert an fast 7.000 Kriegsgefangene, die beim Bau der sogenannten "Todesstrecke" in den 1940er-Jahren ums Leben kamen. Sie fragen sich, wozu diese Bahnstrecke dient? Sie wurde als logistische Bahnverbindung zwischen Myanmar und Thailand gebaut, um den Handel zwischen beiden Ländern anzukurbeln. Im Anschluss fahren Sie mit der Bahn über die legendäre Todesstrecke und das hölzerne Viadukt.

10. Tag - River Kwai - Schwimmende Märkte - Bangkok (ca. 250 km)
Heute besuchen Sie in Damnoen Saduak den wohl bekanntesten schwimmenden Markt Thailands. Mit dem Boot erkunden Sie das bunte Treiben. Ein Boot nach dem anderen bahnt sich den Weg durch die Kanäle, Verkäufer preisen ihre zahlreichen Waren an und interessierte Käufer sind auf der Jagd nach dem besten Preis. Ein einzigartiges Spektakel, das jeder Thailand-Besucher einmal erlebt haben muss! Danach Weiterfahrt nach Bangkok.

11. Tag – Bangkok
Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Auf Wunsch können Sie an einer ganztägigen Stadtrundfahrt teilnehmen (ca. 85 € pro Person, Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen, inkl. Mittagessen). Sie besuchen zunächst den prachtvollen Königspalast mit dem Wat Phra Kaeo und den Smaragd-Buddha im Wat Keow Tempel. Außerdem sehen Sie u. a. den bekannten goldenen Buddha sowie die größte Tempelanlage der Metropole Bangkok, den Wat Pho Tempel. Nach dem Mittagessen in einem lokalen Restaurant fahren Sie mit dem Boot durch die letzten noch intakten Kanäle (Klongs) des Stadtteils Thonburi. Erkunden Sie die alten Lebensadern der Stadt und das Leben am Fluss aus nächster Nähe. Schnell werden Sie erkennen, warum diese Wasserstraßen so wichtig für die Stadt waren und warum Bangkok auch oft als das "Venedig des Fernen Ostens" bezeichnet wird.

12. Tag – Abreise
Transfer zum Flughafen Bangkok und Rückflug mit Zwischenstopp nach Frankfurt.

13. Tag - Ankunft in Deutschland

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