Letztes Jahr habe ich mit meiner Familie eine Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Costa Smeralda unternommen. Vor der Einschiffung habe ich noch 2 Tage in Barcelona verbracht, um die Stadt über die Tagesausflüge hinaus in Ruhe kennenzulernen. Schon nach kurzer Zeit war mir klar: Barcelona ist unglaublich vielseitig und bietet weit mehr, als man in wenigen Tagen entdecken kann.
Ein absolutes Highlight war für mich der Park Güell, eines der bekanntesten Werke des Architekten Antoni Gaudí. Mein Tipp: Tickets unbedingt vorab online buchen. Wir haben spontan vor Ort Tickets kaufen wollen und mussten fast eine Stunde warten, weil viele Zeitfenster bereits ausgebucht waren. Besonders am Morgen ist der Park am schönsten zu besuchen.
Ein Muss im Park ist natürlich der berühmte Plaza de la Naturaleza mit seinen farbenfrohen Mosaikbänken. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick über die Stadt bis hin zur Sagrada Família und zum Mittelmeer.
Mein persönlicher Geheimtipp im Park Güell liegt jedoch etwas abseits: der höchste Punkt des Parks, etwa 182 Meter über dem Meeresspiegel. Vom Haupteingang aus führt rechts ein etwas steiler Weg nach oben durch einen bewaldeten Bereich. Der kleine Aufstieg lohnt sich absolut, denn oben erwartet Sie ein 360-Grad-Panoramablick über Barcelona, das Meer und markante Punkte wie die Sagrada Família oder den Tibidabo – den höchsten Berg der Stadt.
Natürlich darf auch ein Besuch der Sagrada Família nicht fehlen. Besonders eindrucksvoll fand ich den Moment, wenn man aus der U-Bahn kommt: Man steigt die Treppe hinauf und steht plötzlich direkt vor diesem monumentalen Bauwerk. Der erste Blick auf die gewaltige Fassade ist wirklich überwältigend. Leider hatten wir keine Zeit mehr, das Innere zu besichtigen – das würde ich beim nächsten Besuch auf jeden Fall nachholen.
Gewohnt haben wir direkt an der La Rambla, der berühmtesten Straße Barcelonas. Die etwa 1,2 Kilometer lange Promenade verbindet die Plaça de Catalunya mit dem Hafen und dem Kolumbus-Denkmal. Hier findet man Straßenkünstler, Kioske, Cafés und das Opernhaus Gran Teatre del Liceu. Besonders schön ist es, von der Rambla aus durch die kleinen Seitenstraßen zu schlendern. Dort entdeckt man charmante Plätze wie den Plaça Reial, einen von Arkaden gesäumten Platz im gotischen Viertel mit vielen Restaurants und Bars.
Ein kulinarischer Geheimtipp ist für mich die Pizzeria Frankie Gallo Cha Cha Cha im Viertel El Raval, nur wenige Minuten von der Rambla entfernt. Die Pizza dort gehört für mich zu den besten, die ich je gegessen habe. Mein Tipp: unbedingt vorher reservieren, da das Restaurant sehr beliebt ist.
Wenn man Glück hat, steht am Hafen das große Riesenrad Nòria del Port Vell, das spektakuläre Ausblicke auf den Yachthafen und das Mittelmeer bietet.
Natürlich gehört zu einem Barcelona-Besuch auch ein Abstecher an den Strand. Wir waren am La Barceloneta, dem bekanntesten und lebhaftesten Strand der Stadt. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf das markante Hotel Vela, das wie ein Segel direkt aus dem Meer zu wachsen scheint.
Was wir zeitlich leider nicht mehr geschafft haben, aber unbedingt noch machen würden, ist eine Fahrt mit der Seilbahn über den Hafen und den Strand – die Aussicht soll fantastisch sein.
Unser Aufenthalt in Barcelona dauerte nur knapp zwei Tage, aber schon in dieser kurzen Zeit haben wir viele Eindrücke gesammelt. Die Stadt ist so abwechslungsreich, dass man locker eine Woche oder länger dort verbringen kann und jeden Tag etwas Neues entdeckt. Für mich steht fest: Barcelona ist immer eine Reise wert.