Juli 2011

Wandeln Sie auf den Spuren Draculas in den Städten Brasov, Medias und der Kulturhauptstadt Sibiu mit den vielen Burgen und Schlössern. Doch auch die schroffen Gipfel der Karpaten und die unzähligen Tropfsteinhöhlen werden Sie begeistern.

Ihr Chronist

Hallo liebe Leser,

eine Chronik ist bekanntlich eine geschichtliche Prosadarstellung, die Ereignisse in zeitlicher Reihenfolge schildert. Bekannte Chronisten waren z.B. Apollodor von Athen, Kastor von Rhodos, Eusebius von Caesara, Hieronymus und Theophanes.

Nun ist die Reihe an mir: ich heiße Mario, komme aus dem Vogtland und werde mit meiner Frau zusammen die Rumänien- Rundreise bestreiten.

Wir sind schon sehr gespannt, schließlich ist Rumänien ein Land, von dem man so viel nicht weiß: Man kennt die Turnerin Nadja Comăneci, den Fußballer Gheorghe Hagi, hat vom Donaudelta gehört, weiß das Rumänien am Schwarzen Meer liegt und sowohl Peter Maffay als auch Graf Dracula aus diesem Land kommen. Und das es wohl hier noch Bären gibt.

Das ist ziemlich mager, soll sich aber ändern. Deswegen werde ich ab Samstag fleißig von unserer Berge & Meer- Tour berichten.

Ich freue mich drauf!
Ihr Chronist Mario

1. Tag: Anreise aus Deutschland

Unser Lufthansa- Flug startete pünktlich 9.25 Uhr in München und endete nach nicht einmal 2-stündiger Flugzeit überpünktlich – nämlich schon 12.10 Uhr in Bukarest.

Im Gegensatz zu München empfing uns hier strahlender Sonnenschein, die Temperaturen lagen nur knapp unter 30 Grad. Da ein Teil unserer Reisegruppe erst gegen Abend zu uns stoßen würde, gab es eine kleine Änderung im Plan und wir fuhren mit dem Bus in das Zentrum von Bukarest, wo wir unter anderem erst einmal Geld tauschten (Kurs 1 € = 4,25 Lei), da mit dem Euro hier nicht allzu viel anzufangen ist. Ich habe aber im Urlaub ohnehin lieber einmal anderes Geld als den Euro in der Hand, das gehört bei einem Auslandsaufenthalt eigentlich dazu.

Anschließend bummelten wir noch etwas durch die Stadt, stellten fest, das Vlad Tepes auch hier schon immer einmal anzutreffen war und besuchten – um der Kultur Genüge zu tun – das Museum für rumänische Geschichte.

Nachdem wir den „Rest“ unserer Reisegruppe eingesammelt hatten, ging es dann nach Predeal, in die mit knapp 1.100 m am höchsten gelegene Stadt Rumäniens, wo uns in unserem sehr schönen Hotel ein sehr gutes Vier-Gänge-Menü erwartete.

Spätestens hier habe ich noch zwei Dinge zu erledigen: Erstens muss ich die mitgekennzeichnete Stelle kurz erklären (aber der aufmerksame Leser hat das ohnehin schon selbst herausgefunden): die scheinbar falsche Zeitdifferenz kommt dadurch zustande, das die Uhr in Rumänien eine Stunde vorzustellen ist.

Zweitens muss ich einen „blinden“ Passagier vorstellen, nämlich Herrn Teddy (siehe Foto), der verantwortlich ist für den Tipp des Tages.

Soviel für heute, bis morgen dann! Teddys Tipp des Tages: Der ist kulinarischer Art. Herr Teddy empfiehlt, unbedingt am Straßenrand mal anzuhalten und Wassermelone zu kaufen, die es für 1 Lei pro kg gibt.

2. Tag: Burgen, Schlösser, Dracula und Maffay

Der zweite Tag unserer Rundfahrt begann etwas deprimierend: mit strömendem Regen. Da der Wetterbericht allerdings im Laufe des Tages Besserung versprach, krempelte Razvan, unser umtriebiger Reiseleiter, das Tagesprogramm kurzerhand um.

Und so fuhren wir bereits früh nach Bran, um das „Schloss Dracula“ zu besichtigen. Razvan nahm uns allerdings schnell alle Illusionen: mit Dracula hat die Burg überhaupt nichts zu tun, es ist nicht einmal überliefert, ob der berüchtigte Vlad Tepes (der „Pfähler“) überhaupt jemals hier weilte.

Trotzdem ist die Burg sehenswert, und zumindest am Fuß der Burg ist Dracula allgegenwärtig: in Form von T-Shirts, Tassen, Tellern usw. mit Dracula-Aufdrucken oder auch in Form von künstlichen Vampirgebissen. Alles erhältlich in den zahlreichen Souvenirshops.

Statt Dracula begegneten wir dafür einer anderen bekannten Persönlichkeit Transsylvaniens, nämlich dem in Brasov geborenen Peter Maffay. Während wir mit der Besichtigung der Burg eben fertig waren, begann die von Maffay soeben, und so konnten wir dessen Fototermin auf der Eingangstreppe der Burg ebenfalls für einige Schnappschüsse nutzen.

Der Regen hatte inzwischen aufgehört und die Sonne ließ sich immer öfter sehen. Entsprechend gut gelaunt fuhren wir weiter nach Brasov (Kronstadt), einer sehr schönen und auch sehr sauberen Stadt. Hier bestaunten wir die Schwarze Kirche, den alten Rathausplatz sowie die in einem Hinterhof befindliche „versteckte“ orthodoxe Kirche.

Nach einem Stündchen Freizeit mit Mittagessen ging es dann schon wieder weiter (schließlich haben wir die Rundfahrt ja nicht zum Schlafen oder Ausruhen gebucht), nach Sinaia. Zu Fuß stiegen wir bis zum Schloss Peles, dem „Neuschwanstein Rumäniens“ auf – die Berechtigung des Namens zeigt nebenstehendes Foto. Allerdings kann Neuschwanstein von der Inneneinrichtung her mit Peles wohl nicht mithalten, die Innenausstattung hier war vom Allerfeinsten. Auch das Kloster von Sinaia, welches wir abschließend noch besichtigten, fiel dagegen etwas ab.

Es fehlt noch…
Teddys Tipp des Tages: Der ist diesmal cineastischer Art. Da wir heute gelernt haben, das die Geschichte von Graf Dracula frei erfunden ist, kommt es auf Genauigkeit nicht mehr so sehr an, also sollte man sich den nicht so ernst zu nehmenden Film „Dracula – Tot aber glücklich“ (von Mel Brooks) mit Leslie Nielsen wieder einmal anschauen.

3. Tag: Nach Norden

Der heutige Tag war etwa so wie eine Überführungsetappe bei der Tour de France: viele Kilometer werden zurückgelegt, aber für die Ergebnislisten sind diese nicht wirklich relevant. Aber notwendig, um den Startpunkt für die nächste Etappe zu erreichen.

So ging es uns heute: Bei wechselhaftem Wetter legten wir im Bus 450 km zurück, um nach Radauti zu gelangen. Das dauerte auf Grund der rumänischen Straßenverhältnisse und des hohen Aufkommens von Pferdefuhrwerken auf eben diesen Straßen schon einige Zeit.

Zumindest bei unseren Stopps war das Wetter aber immer sehr freundlich: Sowohl bei unserer Mittagsrast am sagenumwobenen Roten See, als auch beim anschließenden Verdauungsspaziergang durch die beeindruckende Bicaz Klamm mit ihren bis zu 300 m hohen Felswänden schien die Sonne. Ebenso bei unserem einzigen offiziellen Programmpunkt heut, der Besichtigung des Kloster Neamt. Hierbei handelt es sich um eines der ältesten und auch größten Klöster Rumäniens.

Am Ende waren wir dann doch alle froh, als wir unser Hotel (The Gerald’s Hotel) in Radauti erreicht hatten – besonders Herr Teddy war sehr erleichtert.

Aber natürlich hat Herr Teddy trotzdem noch Kraft für Teddys Tipp des Tages:
Der ist heute alkoholischer Art. Gerade nach einer langen Fahrt empfiehlt es sich, einen Tuică (Pflaumenschnaps), eine typisch rumänische Spirituose, zu sich zu nehmen. Dabei sollte man vermeiden „Prost“ zu sagen (das bedeutet hier soviel wie dumm), sondern besser ein „No rok!“ (Viel Glück!) in die Runde rufen.

4. Tag: Moldauklöster

Der heutige Tag begann sehr sonnig, was besonders erfreulich war, stand doch heute die Besichtigung von drei, der durch ihre Außenwandmalerei bekannten, orthodoxen Moldauklöster auf dem Programm.

Nach einer kurzen Fahrt durch die sehr anmutige Hügellandschaft der Bukowina (Buchenland) begann unsere Klostertour mit Voronet, welches auch gerne als die „Sixtinische Kapelle des Ostens“ bezeichnet wird. Und schnell wird auch klar warum:

Sowohl die Innen- als auch die Außen(!)wände sind mit zahlreichen farbenprächtigen Illustrationen geradezu übersät, die zahllose Szenen aus der Bibel darstellen. Diese kann man fast lesen wie ein Buch – zumindest „unser“ Razvan hatte sich damit wohl genau beschäftigt, denn ohne auch nur einmal zu stocken erklärte er uns eine Vielzahl dieser Szenen.

Eine sehr beeindruckende Sache, die man einfach selbst gesehen haben muss. Kein Wunder, dass die Klöster mit ihren vor fast 500 Jahren bemalten Außenwänden zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Und nicht nur das, sondern sie erhielten 1975 auch den Preis POMME d’OR (den „Goldenen Apfel“; ein Preis, der mir bis dato völlig unbekannt war, ich kannte bisher lediglich die „Goldene Himbeere“, die „Goldene Ananas“ und die „Goldene Zitrone“ – aber man lernt ja nie aus!).

Zu Mittag machte mir Razvan eine besondere Freude, indem er unsere Reisegruppe ins Restaurant „Mario“ führte, wo es u.a. leckere Papanasi (rumänische Quarkküchlein mit Heidelbeeren), typische gefüllte Krautwickel mit Polenta (nichts für mich) und eine Art Gulasch ohne Soße mit Käse, Polenta und Spiegelei (meine Empfehlung) gab.

Solchermaßen gestärkt besuchten wir noch die beiden ebenfalls sehr attraktiven Klöster Moldovita und Sucevita, auch beides Nonnenklöster. Inhaltlich natürlich nicht anders als in Voronet, aber etwas anders umgesetzt. Besonderheit in Sucevita: Hier ist auch der gute Pythagoras abgebildet. Eine gute Gelegenheit, sich den Satz des Pythagoras in Erinnerung zu rufen (wer will, kann auch die ganze Satzgruppe wiederholen :-))!

Ein Abstecher in das Örtchen Marginea – bekannt für die „Schwarze Keramik“, die hier hergestellt wird – rundete diesen sehr interessanten Tag ab.

Und damit sind wir auch schon wieder bei Teddys Tipp des Tages: Sollte der geneigte Leser ebenfalls einmal eine Rumänienrundreise planen, empfiehlt Teddy, sich als Reiseleiter Razvan Joanta zu wünschen!

5. Tag: Auf Draculas Spuren

Heute stand wieder eine lange Fahrt auf dem Programm, von Radauti in Bukovina ging es wieder zurück nach Siebenbürgen in das Örtchen Bazna. Sozusagen wieder eine „Überführungsetappe“. Allerdings mit einigen Zwischenstopps, die die Fahrt erträglicher machten.

Das ging schon früh los mit einem Spaziergang durch Marginea, wo wir die schönen Häuschen und vor allem die zahlreichen Pferdefuhrwerke bewunderten (umgekehrt schienen auch die Pferde von den Touristen recht angetan). Weiter ging es über einige Pässe, unter anderem über den 1 200 m hohen Tihuta-Pass, der gut in Bram Stokers Beschreibung der Lage von Draculas Schloss passt – weswegen wohl im Jahr 1983 ein an ein Schloss erinnerndes Hotel dort errichtet wurde. Auch ein kleines Denkmal Bram Stokers ist mittlerweile hier zu finden.

Auf den Spuren Draculas gab es einen kurzen Halt in Bistritz, wo das im Buch Stokers erwähnte Hotel Goldene Krone zu finden ist. Lustiger war unser „Storchen-Stopp“ in einem kleinen Dörfchen, das wohl mehr Storchennester und damit auch Störche als Einwohner hatte. Ein beliebtes und dankbares Fotomotiv.

Den letzten Halt legten wir in Targu Mures (Neumarkt) ein, ein recht nettes Städtchen, wo wir den Rosenplatz, den im Jugenstil erbauten Kulturpalast und die dem Petersdom nachempfundene katholische Kirche bewunderten.

Endlich im ländlichen Bazna angekommen, gab es ein festliches Abendessen mit einem kleinen Folkloreprogramm. Das ist nicht so meins, aber die Musiker und Tänzer haben sich schon redlich Mühe gegeben.

Fehlt noch Teddys Tipp des Tages:
Der ist diesmal literarischer Art. Nachdem wir soviel über Dracula gehört haben, ist es an der Zeit, den Roman „Dracula“ vom irischen Schriftsteller Bram Stoker, der an dem ganzen „Vampirboom“ eigentlich ursächlich schuld ist, endlich einmal zu lesen!

6. Tag: Castrum sex

In der Überschrift ist kein Schreibfehler, sex wird in diesem Bericht wirklich klein geschrieben! Das kläre ich aber weiter unten.

Der heutige, sehr heiße Tag, begann mit der vom gestrigen Tag auf heute verschobenen Pferdewagenfahrt im offenen Planwagen; fachgerecht abgesichert durch einen „Begleithund“, der sämtliche PKWs, die uns zu überholen wagten, anbellte und verfolgte, bis er sie in „die Flucht“ geschlagen hatte.

Die nach den zahlreichen Busfahrten sehr angenehme Kutschfahrt führte uns an Feldern und Viehweiden vorbei zur Kirchenburg Boian. Diese war schon sehr verfallen, was aber vielleicht gerade ihren besonderen Reiz ausmachte.

Zurück an der Casa Bazna stiegen wir nur in den Bus um und weiter ging’s. Und zwar nach Sighisoara (Schäßburg), einer sehr schönen mittelalterlichen Stadt.

An dieser Stelle muss auch die Überschrift geklärt werden: die Stadt wurde nämlich im 12. Jh. als sechste der sieben Burgen, also als „Castrum sex“, von Sachsen gegründet.

In Schäßburg fand auf dem Burgberg gerade ein Mittelalterfest statt, weswegen die kleinen Straßen und Gassen recht überlaufen waren, was dem Flair der Stadt aber keinen Abbruch tat. Außer dem Uhrturm besichtigten wir hier vor allem das Geburtshaus von Dracula (Vlad Tepes), in dem dieser aber nicht geboren wurde.

Weiter ging es nach Biertan (Birthälm), wo wir die prächtige Kirchenburg besichtigten – sehr lohnend und nur zu empfehlen! Auf der Rückfahrt nach Bazna stoppten wir noch in Medias, wo wir die Margharetenkirche (mit dem größten Flügelaltar Rumäniens) bewunderten und uns auf dem Markt mit frischem Obst eindeckten.

Es folgt: Teddys Tipp des Tages:
Der ist musikalischer Art. Da wir heute den letzten Tag in Transsilvanien („Jenseits der Wälder“) verbringen, empfiehlt Herr Teddy einen Song von Peter Licht – „Die transsylvanische Verwandte ist da“.

Apropos Herr Teddy: Der ist heute natürlich auch auf einem Foto. Auf welchem wird aber nicht verraten!

7. Tag: Regen, Stau und Live-Musik

Freitag. Entgegen der Wetterinformationen aus dem Internet (hier muss ich gleich einmal anmerken, dass in Rumänien laut Razvan wohl 40% der Bevölkerung nicht an das Wasserleitungsnetz angeschlossen sind, das Wasser also vielerorts aus Brunnen geholt wird – aber dafür so gut wie überall WLAN oder wenigstens Internet genutzt wird; ich hatte in jedem der Hotels kostenfreies WLAN) regnete es leider heute teils in Strömen.

Das beeinträchtigte unseren Stadtrundgang durch die Kulturhauptstadt von 2007, Sibiu / Hermannstadt doch etwas. Trotzdem besichtigten wir den Großen und Kleinen Ring, die Lügenbrücke (die wieder gehalten hat!) und die Evangelische Kathedrale (bei Regen besonders zu empfehlen, da überdacht ;)).

Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch des Brukenthalmuseums, den wir uns für 12 Lei (zur Erinnerung: 1 € = 4,24 Lei) leisteten; hier kann man unter anderem Gemälde von Tizian, van Dyck und auch Rubens bewundern.

Die Weiterfahrt durch das eigentlich sehr sehenswerte Olt Tal wurde wegen eines kilometerlangen Staus, der uns zweieinhalb Stunden kostete, zur Geduldsprobe. Auch die anschließende Besichtigung des Klosters Cozia (ansonsten ein sehr schönes Kloster) stand unter keinem guten Stern: es begann wieder in Strömen zu regnen.

Entschädigt wurden wir dafür in Pitesti. Der Regen hatte aufgehört, und hier war noch am Abend jede Menge los; auf einer Bühne wurde kräftig live musiziert und viele Stände sorgten für das leibliche Wohl.

Damit sind wir auch schon bei Teddys Tipp des Tages:
In Rumänien sollte man auf jeden Fall auch einmal einen einheimischen Wein probieren, z. B. einen Fetească Neagră (Schwarze Mädchentraube).

8. Tag: 1.750 Kilometer

Schon war unsere Urlaubswoche wieder vorbei und unser letzter Tag in Rumänien brach an. Da unser Flugzeug erst 19.15 Uhr startete, hatten wir aber immerhin noch genügend Zeit, um Bukarest etwas näher zu erforschen.

Nach einer kurzen Stadtrundfahrt besichtigten wir zunächst - wenn auch nur von außen – den gigantischen Parlamentspalast (Casa Republicii), das nach dem Pentagon zweitgrößte Gebäude der Welt, welches noch heute vom Größenwahn des „Titan der Titanen“, Nicolae Ceausescu, zeugt. Auch wenn er umstritten ist - beeindruckend ist der Palast ohne jeden Zweifel trotzdem.

Danach ging es weiter auf den Metropoliten-Hügel, wo wir die Patriarchenkirche, Sitz des rumänischen orthodoxen Patriarchen, in der gerade eine Messe zelebriert wurde, besuchten. Über Mittag hatten wir Freizeit, die wir in der Bukarester Altstadt verbrachten.

Anschließend fuhren wir den Boulevard Kiseleff entlang und um den „Arcul de Triumf“, den Bukarester Triumphbogen, herum. Der sieht dem Pariser Vorbild verblüffend ähnlich und rechtfertigt eigentlich schon allein die Bezeichnung „Klein-Paris“, die Bukarest in früheren Jahren trug.

Als letzter Programmpunkt der gesamten Fahrt stand, bei übrigens wieder brütender Hitze, der Besuch des Dorfmuseums, eines wirklich sehr schönen Freilichtmuseums an. Hier sind um die 300 traditionelle Gebäude aus allen Teilen Rumäniens originalgetreu aufgebaut, die man im wahrsten Sinne des Wortes auch „begreifen“ konnte. Im Prinzip konnten wir unsere Rundreise hier noch einmal nacherleben.

Zeit für ein kleines Fazit: laut Razvan haben wir mit gemeinsam mit unserem wagemutigen, aber sehr sicheren Fahrer Viktor, 1.750 km quer durch Rumänien zurückgelegt. Wir haben zahllose Schlösser, Klöster und Kirchen gesehen und viele Störche beobachten können (obwohl es laut Hermannstädter Zeitung, die jeden Freitag für 1 Lei zu kaufen ist, Nachwuchsprobleme bei Meister Adebar geben soll).

Wir haben sehr gut, meist deftig gegessen und viele gastfreundliche Rumänen kennengelernt – allen voran natürlich unseren Reiseleiter Razvan, dem ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich danken möchte.

Und wir haben viel über Geschichte und Gegenwart des Landes gelernt (bei einer „Kontrolle“ bekam unsere Reisegruppe von Razvan eine 1.7; ob das gut oder schlecht ist - da bin ich mir nicht mehr ganz sicher, nachdem ich weiß, das es in Rumänien Noten von 1 bis 10 gibt und 1 die schlechteste Bewertung ist...). Bleibt noch

Teddys Tipp des Tages:
Man sollte ruhig einmal die althergebrachten Urlaubsreisen lassen und sich eine Reise durch Rumänien gönnen! Es lohnt sich!

Bis zum nächsten Urlaub!
Mario

Ihr Reiseleiter

Mein Name ist Razvan Joanta und ich freue mich, Sie in meinem Heimatland, Rumänien begrüßen zu dürfen!

Zusammen werden wir eine erlebnisreiche, vielfältige Fahrt machen, während der wir die schönsten Ecken Rumäniens bewundern werden: Burzenland mit Kronstadt und Törzburg, die einmaligen in der Welt aussenbemalten Moldauklöster, ausführlich Siebenbürgen und zum Schluss auch die alte Walachei.

All diese Highlights erwarten Sie in der Rumänien-Rundreise und ich freue mich, Sie kennenzulernen!

Ihr Reiseverlauf

Tauchen Sie ein in die Heimat Draculas. Neben des Dracula Schlosses warten auch zahlreiche Burgen, Schlösser, Klöster sowie herrliche Landschaften mit den schroffen Karpaten und verträumte Bergdörfer auf Sie.

1. Tag - Anreise
Flug nach Bukarest. Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel in Predeal. Unterwegs Stopp in Sinaia, wo Sie das Kloster Sinaia aus dem 17. Jahrhundert besichtigen.

2. Tag - Predeal - Brasov (Kronstadt) - Predeal (ca. 52 km)
Morgens Fahrt nach Brasov. Stadtrundgang mit Besuch des alten Rathausplatzes und der versteckten orthodoxen Kirche sowie einem Fotostopp an der Schwarzen Kirche. Anschließend besichtigen Sie die Burg Bran, die Ihren Beinamen „Schloss Dracula“ aufgrund der Legende des blutigen Fürsten erhalten hat. Hier erwarten Sie schaurige Geschichten und versteckte Flurgänge innerhalb des Gemäuers. Nachmittags Fahrt zurück nach Predeal, wo auch die Übernachtung erfolgt.

3. Tag - Predeal - Campulung Moldovenesc (ca. 350 km)
Am Morgen fahren Sie durch den östlichen Teil Siebenbürgens, entlang des Roten Sees und durch die atemberaubende Bicaz Klamm. Kurzer Stopp beim Kloster Neamt, welches durch den Moldaufürsten Stephan den Großen errichtet wurde. Am späten Nachmittag Ankunft in Campulung Moldovenesc, wo auch die Übernachtung erfolgt.

4. Tag - Campulung Moldovenesc - Moldovita - Sucevita - Voronet - Campulung Moldovenesc (ca. 150 km)
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der zahlreichen Klöster der Region. Zunächst besuchen Sie das Kloster Moldovita, weltbekannt für seine Außenwandmalereien. Hier tauchen Sie ein in die Welt des orthodoxen Glaubens. Über den Obcina Berg fahren Sie zum Sucevita Kloster, in dessen Nähe sich auch das Keramik-Zentrum Marginea, Herstellungsort der schwarzen Keramik, befindet. Nachmittags Besuch des Voronet Kloster, dass wegen der beeindruckenden Fresken auch als die „Capella Sixtina“ Rumäniens bekannt ist. Übernachtung in Campulung Moldovenesc.

5. Tag - Campulung Moldovenesc - Medias – Bazna (Baassen)
(ca. 300 km)

Die heutige Strecke führt Sie über den Tihuta Pass, von Bukovina nach Siebenbürgen. Kurzer Stopp in Bistritz, um die Kirche mit dem größten Turm Rumänien zu bewundern. Weiterfahrt über Targu Mures, wo Sie die orthodoxe Kathedrale und den Kulturpalast (Besichtigung nur von außen) sehen können. Am Nachmittag Ankunft in Bazna, von wo aus Sie eine Pferdewagenfahrt zur Kirchenburg Boian machen. Übernachtung in Bazna.

6. Tag - Bazna (Baassen) - Sighisoara (Schäßburg) - Biertan (Birthälm) - Medias - Bazna (Baassen) (ca. 130 km)
Nach dem Frühstück Fahrt nach Sighisoara. Hier sehen Sie den Uhrturm, das Geburtshaus Draculas und die Bergkirche. Anschließend Fahrt nach Biertan und Besichtigung der größten Kirchenburg Siebenbürgens. Der Nachmittag in Medias steht Ihnen zur freien Verfügung. Dann erleben Sie ein festliches Abendessen mit Folkloreprogramm. Übernachtung in Bazna.

7. Tag - Bazna - Medias - Sibiu (Hermannstadt) - Pitesti
(ca. 220 km).

Morgens Stadtrundgang in Medias mit Besichtigung der Margharetenkirche mit dem größten Flügelaltar Rumäniens. Anschließend Fahrt nach Sibiu, der Kulturhauptstadt 2007. Während eines Stadtrundgangs durch das alte Zentrum sehen Sie u.a. den Großen und Kleinen Ring, die Lügenbrücke und die Evangelische Kathedrale. Weiterfahrt entlang des Olt Tals, durch den Roten Turm Pass nach Pitesti. Unterwegs noch kurzer Stopp beim Kloster Cozia, eines der ältesten Klöster Rumäniens. Übernachtung in Pitesti.

8. Tag - Abreise
Fahrt nach Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens. Die breiten Boulevards, Denkmäler und die weiten Plätze werden Sie begeistern. Besichtigung des Dorfmuseums sowie der Patriarchenkirche, Sitz der rumänischen orthodoxen Patriarchen. Anschließend Stopp beim Palast des Parlamentes (Besichtigung nur von außen), dem zweitgrößten Gebäude der Welt. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.