März 2012

Costa Rica beeindruckt mit dem Nebelwald und dem Vulkan Poás. Nicaragua wird Sie mit seiner abwechslungsreichen Flora und Fauna sowie mit tollen Kolonialstädten faszinieren. Panama lockt mit wunderschönen Naturlandschaften und dem Panama-Kanal.

Ihr Chronist

Guten Tag,

mein Name ist Karin. Ich wohne in der Nähe von Bremen, bin verheiratet und habe erwachsene Kinder. Einmal im Jahr machen mein Mann und ich eine größere Reise. Einige kennen mich bereits, denn im letzten Jahr habe ich aus Vietnam berichtet. Dieses Jahr geht es durch einen Teil Mittelamerikas.

Eigentlich liegen mir ja mehr die kulturhistorischen Stätten, doch dieses Mal steht die Natur im Vordergrund. Aber auch darauf freue ich mich. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die bei Spinnen und anderem Getier auf den nächsten Stuhl springen. Seit den Tier-Sendungen von Horst Stern bin ich davon fasziniert und hoffe, einiges davon vor die Kamera zu bekommen.

Wenn Sie Lust haben, begleiten Sie uns auf dieser Reise.

Bis bald aus Costa Rica
Karin

1. Tag: Anreise nach San Jose de Costa Rica

Weil heute Morgen das Flugzeug schon um 7.40 Uhr starten soll, haben wir die Nacht in einem Hotel am Frankfurter Flughafen verbracht. Ein bisschen Sorge hatten wir die Tage zuvor wegen des Streiks, aber der war ja vorbei. Also erst einmal von Frankfurt nach Madrid und dort umsteigen. Die Zeit zum Umsteigen war Kurz bemessen und natürlich ging es auch noch mit Verspätung los.

In Madrid mussten wir das Terminal wechseln, aber es war alles super ausgeschildert. Sogar die noch benötigte Rest-Zeit bis zum Gate stand auf jedem Wegweiser. Hier ging es dann mit noch mehr Verspätung weiter. Die Iberia bewirtete uns erst mal mit einem Mittagessen und dann noch mal mit zwei Snacks.

War nicht gerade berühmt, aber wir sind wenigstens nicht hungrig aus der Maschine gestiegen. Nett war, dass wir sowohl den Start als auch die Landung aus der Vogelperspektive miterleben konnten. Oben an der Heckflosse war eine Außenkamera angebracht. Man konnte sogar deutlich sehen, wie das Fahrgestell ein- und ausfuhr.

Und obwohl wir insgesamt 15 Stunden unterwegs waren, war es noch hell als wir in San Jose ankamen. Wir sind der Sonne immer hinterher geflogen. Und wir haben sie eingeholt. Man ist das hier warm, obwohl die Stadt auf 1.200 m Höhe liegt.

Programm stand heute nicht mehr an. Wir wollen aber auch nur noch ins Bett.

Gute Nacht
Karin

2. Tag: Von San José nach Monteverde

Um 6.00 Uhr in der Früh wurde das Frühstücksbuffet geöffnet und die meisten aus der Gruppe fanden sich schon ein. Jetlag, denn die Uhr wurde um 7 Stunden zurückgestellt. Um 7.30 Uhr kam der Bus mit unserem Reiseleiter Hans und auf ging es Richtung Monteverde.

Den ersten Stopp machen wir auf einer Kaffee-Plantage. Hans erklärt uns, Kaffee blüht zwar nur einmal im Jahr aber geerntet wird dreimal, weil nämlich nicht alle Kaffeebohnen zur gleichen Zeit reif werden. Kaffee braucht auch eine Höhe von 1.200 m um zu wachsen. Die Bananenpflanzen zwischen den Kaffeesträuchern saugen das überflüssige Wasser auf, denn der Kaffeestrauch liebt es trocken. Nach einem leckeren Milchkaffee geht es weiter.

Die Straße führt uns immer höher. Wir kommen vorbei an riesigen Farmen, auf denen Farn für die Blumenläden in Holland angepflanzt wurden und an Erdbeerfarmen, vor denen die Verkäufer dunkelrote Früchte anbieten. Jede Pflanze braucht ihre bestimmte Höhenlage. Hier kamen vermutlich die Erdbeeren her, die ich letzte Woche in Deutschland gekauft habe.

Der Höhepunkt des heutigen Tages ist der Vulkan Poás. Auf 2.700 m Höhe gelegen hat er zwei Krater. Der Hauptkrater ist nicht mehr aktiv und eine Lagune. Der Nebenkrater, der mit 1.5 km Durchmesser der größte Krater des Landes ist, hat uns schon von weitem mit einem unangenehmen Geruch empfangen.

Direkt davor blickt man in grünliches Wasser. Schwefelige Schwaden steigen empor und nehmen einem fast den Atem. Wenn nicht die vielen Besucher da wären, wäre es beängstigend. Nach dem Nebenkrater gehen wir zur Lagune. Hier sieht es völlig anders aus. Blaues Wasser und üppig begrünte Hänge. Wir haben Glück dass wir beide Krater ohne Wolken sehen.

Den gleichen Weg, den wir gekommen sind fahren wir auch wieder zurück. Und stellen fest, dass unser Reiseleiter das ganze gut organisiert hat. Zum Krater hin steht eine Schlange von Autos. Die dürfen sich auf eine stundenlange Wartezeit einrichten.

Es wird immer nur eine bestimmte Besucherzahl in den Park gelassen. Nach dem wir wieder Erdbeer- und Farnanbau passiert haben, kommen auf der weiteren Fahrt Zuckerrohrplantagen hinzu. Hans erzählt uns erst noch ein paar Details über den Kaffeetransport. Die Kaffeesäcke wurden nur mit Ochsenkarren zur Pazifikküste hin transportiert. Das war ein mühseliger Weg. Der Kaffee wurde nach Chile verschifft, die Chilenen änderten den Aufdruck auf den Säcken und verkauften ihn für teures Geld als chilenischen Kaffee nach England.

Dann wurden andere Transportmittel eingesetzt. Die Ware wurde zur anderen Seite zur Karibik gebracht und direkt nach Europa verkauft. Der Ochsenkarren wurde überflüssig. Man machte ein „Statussymbol“ daraus, indem man ihn schön bemalte. Der reichste Mann musste den schönsten Karren haben.

Auch über Zuckerrohr weiß Hans eine Menge zu erzählen. Hier nur so viel: Zuckerrohr zu ernten ist harte Arbeit. An den scharfen Blättern kann man sich leicht verletzen und Schlangen und Skorpione verstecken sich gern in den Feldern. Also brennt man die Felder ab. Dann sind die Blätter verbrannt und das Viechzeug verschwunden. Aber wie immer hat alles zwei Seiten. Zuckerrohr wird nach Gewicht bezahlt. Und mit dem Abbrennen verliert das Rohr stark an Feuchtigkeit und somit an Gewicht.

Im Hotel in Monteverde angekommen nehmen wir unsere Schlüssel in Empfang und hören, dass wir mit einem Minibus aufs Zimmer gefahren werden, weil der Reisebus die Steigung nicht schafft. Aber vorher bekommen wir noch einen Cocktail der mit so viel Rum aufgefüllt wird, bis wir Stopp sagen. Wir sind uns einig: sehr lecker! Noch ein paar davon, wir bräuchten kein Abendessen mehr und würden auch im Bus schlafen.

Das Hotel ist sehr hübsch gelegen. Einzelne Häuser im ansteigenden Gelände mit viel Vegetation umgeben. Das Abendessen war gut. Zwei Waschbären haben uns von einer Dachluke aus dabei zugesehen. Aber jetzt regnet es Bindfäden und es stürmt. So hört es sich bei uns im Herbst an. Wenn ich jetzt zur Rezeption gehe, um den Bericht abzuschicken bin ich durchweicht. Mach ich also morgen vor dem Frühstück.

Für heute Gute Nacht
Karin

3. Tag: Nebelwald in Monteverde

Gestern Abend zog noch ein richtiger Sturm auf, der die ganze Nacht andauerte. Ich habe zwischendurch ernsthaft in Erwägung gezogen für den Fall einer Katastrophe die Koffer zu packen. Die netten Kommentare meiner Mitreisenden waren: „Wer hätte denn bei einer Evakuierung die Koffer tragen sollen“ oder „Man hinterlässt immer einen ordentlichen Haushalt“. Mein Mann brachte es auf den Punkt: „gebügelt hätte sie auch noch“. Keiner nimmt mich ernst, aber wir hatten richtig Spaß.

Als wir um 8.30 Uhr zum Frühstück gingen, haben wir nicht geglaubt, dass wir heute Morgen irgendwas unternehmen können. Aber das Wetter besserte sich, zeitweilig schien die Sonne und wir machten uns auf den Weg zum Nebelwald. Oben angekommen, hatte der Wald aber vergessen, dass er Nebelwald ist und sich wieder in einen Regenwald verwandelt. Gut verpackt in Regenjacken oder Capes, die man vor Ort erwerben konnte stiefelten wir los.

Monteverde wurde ca. 1943 zunächst von Quäkern gegründet, die als Pazifisten in Amerika nicht am Krieg gegen Japan teilnehmen wollten, erzählte Hans. Sie rodeten die Wälder und betrieben Milchwirtschaft. Da man Milch nicht weit transportieren konnte, verlegten sie sich auf die Käseherstellung. Eine Käsefabrik gibt es hier noch heute. Früh erkannten die Quäker, dass sie ihre Ressourcen, vor allem die Wasserquellen, erhalten mussten. Sie stellten einen Teil ihres Landes der Regierung zur Verfügung und der erste geschützte Naturpark entstand. Heute sind ca. 45 % der Fläche Costa Ricas geschütztes Gebiet.

Die Vegetation des Regenwaldes teilt sich in drei Zonen: Die obere Zone mit den Baumkronen, eine mittlere halbschattige Zone und eine bodennahe dunkle Zone. Dadurch ist die Artenvielfalt sehr groß.

Als erstes besuchten wir den Kolibrigarten. Die kleinen grünen und blauen Vögel schwirrten mit einer unheimlichen Schnelligkeit durch die Luft. Man hörte nur ein dauerndes Gebrumm, fast wie Hummeln, nur wesentlich lauter. Zum Fotografieren viel zu schnell. Bei den Futterstellen hatte man wenigstens eine kleine Chance.

Unterwegs im Wald hat der Regen immer mal wieder aufgehört oder wir haben ihn vor lauter Schauen nicht mehr wahrgenommen. Es war beeindruckend über die leicht schwankenden stählernen Hängebrücken über die Kronen der Bäume zu laufen. Unter uns nichts als grünes dichtes Blätterdach überragt von einigen besonders hohen Bäumen.

Im Nebelwald findet man über 500 Baumarten. Die Baumstämme waren oft ganz mit Moos bedeckt und mit mehr oder weniger vielen Epiphyten bewachsen. Zwischen den einzelnen Brücken gab es schmale, rutschfest betonierte Wege. Hier fanden sich die mittlere und bodennahe Zone des Nebelwaldes, bewachsen mit großen Farnen, Bromelien, Orchideen und vielen weiteren Pflanzen.

Waren in den oberen und mittleren Regionen zuerst nur wenig blühende Bäume zu sehen, gab es zum Schluss in der Bodenzone doch mehrere blühende Pflanzen zu finden. Allerdings waren deren Blühten nicht üppig und meist klein. Leider haben wir keine Vögel oder sonstigen Tiere gesehen. Es müssen aber welche dagewesen sein, denn die Vögel konnten wir hören.

Eine Erfrischung aus leckeren Säften und das Mittagessen gab es im Restaurant gleich am Ende der Tour. Ich habe Fisch gegessen. War lecker. Während des Essens konnten wir das eigenartige Wetter beobachten. Strahlender Sonnenschein und im nächsten Moment eine dicke Nebelwand die alles verdeckte, dann wieder Sonne und dabei kräftiger Regen, erneut Sonne und man glaubt schon, jetzt hört es auf zu regnen, dann verdunkelt sich der Himmel von einer Sekunde zur anderen und es schüttet wie aus Eimern. Das ging den ganzen weiteren Tag so.

Heute Nachmittag haben wir frei. Eigentlich wollte Hans für uns eine Nachtwanderung organisieren, wir verzichten aber wegen des Wetters darauf. Jetzt sitze ich auf der geschützten Veranda vor unserem Zimmer und genieße die gerade mal wieder scheinende Sonne. Heute Nacht werde ich wohl wieder Koffer packen, der Wind nimmt Sturmstärke an.

Bis Morgen
Karin

4. Tag: Von Monteverde nach Granada

Der Sturm war heute Nacht noch heftiger als gestern. Um 6.15 Uhr wurden die Koffer verladen und wir gingen zum Frühstück. Nach einigen Irritationen gestern hatte Hans es geschafft, dass heute Morgen die Rühreier ohne Nachfrage auf dem Tisch standen.

Heute sollte es weitergehen nach Nicaragua. Das Ziel war, um spätestens 11.30 Uhr die Grenze zu erreichen. Hans war etwas nervös und schärfte uns ein, bei der Grenzkontrolle freundlich zu gucken. Letzte Woche ist ein Urlauber unfreundlich zu einer Grenzbeamtin gewesen. Das führte dazu, dass ihm ein Stempel verweigert wurde und mehrere Offizielle eingeschaltet werden mussten, damit die Sache wieder in Ordnung kam.

Die erste Wegstrecke war holprig und ließ nur eine geringe Geschwindigkeit zu. Dann kam die Panamericana und wir kamen zügig voran. Hans verkürzte uns die Fahrtzeit mit Informationen über das allgemeine Leben in Costa Rica. Ich kann davon hier nur einen kleinen Teil weitergeben, ansonsten hätte ich mit stenografieren müssen, aber selbst meine wenigen Notizen kann ich wegen der Ruckelei kaum lesen.

In Costa Rica leben ca. 4.5 Mio. Menschen. Davon gehören ca. 2 Mio. zur arbeitenden Bevölkerung. Das Land hat nur wenig Industrie aber zu 85 % Landwirtschaft. Ein Landarbeiter verdient etwa 300 $ im Monat, ein Lehrer etwa 1.000 $ und ein angestellter Arzt etwa 2.000 $. Jeder muss Steuern zahlen. Das System ist einfach. Bis zu 1.000 $ Verdienst 9%, für die nächsten 1.000 $ 19 % und für die nächsten 29 %.

Dafür sind Krankenhäuser frei. Ist man ein Notfall, wird man sofort behandelt, d. h innerhalb der nächsten 6 – 8 Stunden. Hat man nur Magenschmerzen, wartet man etwas länger auf z. B. eine Ultraschalluntersuchung, etwas länger als ein Jahr. Fast wie bei uns. Jeder niedergelassene Arzt muss eine bestimmte Zeit kostenlos im Sozialkrankenhaus arbeiten. Rente gibt es auch. Z. T. über eine Pflicht, z. T. über eine freiwillige Versicherung.

Es besteht Schulpflicht. Mit einem Jahr kommen die Kinder in den Kindergarten, mit drei Jahren in eine Vorschule und mit sechs Jahren beginnt die eigentliche Schule. Die Schule ist kostenlos. Die erste Stufe schaffen noch alle Kinder. Die weiterführende nur noch wenige. Mit Erlaubnis können Kinder die Schule vorzeitig verlassen. Das nehmen vor allem viele Landarbeiter wahr, da die Kinder mit Geld verdienen müssen.

Dann erzählte Hans viel aus dem privaten Leben der Ticas, wie sich die Bevölkerung selber nennt. Es gibt viele Gelegenheiten zu feiern und dabei viel Alkohol. Dann kommt die zweite Leidenschaft der Ticas durch: schnell Autofahren. Die Promillegrenze liegt bei 0.5. Wer mit 0.75 Promille und dazu noch schneller als 120 km/h fährt, sollte sich nicht erwischen lassen. Er ist sein Auto los. Nach 2 Jahren und mit 200.000 km mehr auf dem Tacho bekommt er es zurück. Und die Polizei hat wieder ein Auto gespart.

In Costa Rica lädt man sich am Wochenende oft zum Essen ein. Dann geht der Mann ins Bad, duscht fünf Minuten und ist fertig. Bei einer Frau geht das nicht. Denn eine Dusche hat vier Ecken und in jeder Ecke befindet sich ein wichtiges Utensil für die Körperpflege. Wenn sie nach 45 Minuten fertig ist, gibt es ein Problem, und das heißt „Spiegel“.

Ist dieses Problem bewältigt, geht’s ins Schlafzimmer. Dort warten mehrere Möglichkeiten und deren Kombinationen an Bekleidung. Dann kommt das nächste Problem, denn auch im Schlafzimmer gibt es einen Spiegel. Und hier wird der Mann zum Lügner: Nein Schatzi, du bist doch nicht dick, du siehst toll aus. Solche kleinen Geschichten gab es noch einige, und dass zeigt, überall auf der Welt ist es gleich.

Zwischendurch gab es die obligatorische „technische Pause“. Wir hatten Glück, die Aras waren da und zeigten uns ihre Flugkünste. Das ist durchaus nicht immer so.

Dann wurde die Grenze erreicht. Mengen von Lastwagen und noch mehr Menschen. Kein Wunder, dass Hans nervös war. Wir haben die Karte ausgefüllt, angestanden und scheinbar freundlich geguckt. Jeder bekam seinen Stempel. Aber, wir mussten unsere Koffer zu Fuß auf die andere Seite bringen, denn der Bus aus Costa Rica darf nicht herüberfahren. Und es war so was von heiß. Dann noch mal eine Stunde Grenzformalitäten. Aber diesmal waren bereits alle Karten vorgefertigt. Wir gaben dem Reiseleiter die Pässe und durften im Bus warten.

Endlich ging es weiter. Granada liegt am Nicaragua See und die Strecke führte zunächst am See entlang. Der See ist 25 mal größer als der Bodensee und die darin liegende Vulkaninsel Ometepe ist die größte in einem Süßwassersee. Ometepe heißt „Zwei Hügel“ Es waren ursprünglich zwei getrennte Vulkane, die durch Ausbrüche zusammengewachsen sind. Der Vulkan Maderas mit 1.349 m Höhe ist erloschen. Der Vulkan Conzepcion hatte seinen letzten Ausbruch 2010 und raucht vor sich hin.

Das Hotel im Kolonialstil hat viel Flair und das gemeinsame Abendessen war gut. Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben, das wollte ich gar nicht.

Für heute Gute Nacht
Karin

5. Tag: Naturpark Masaya & Baden in der Lagune Apoyo

Das Frühstück gab es heute Morgen draußen auf der Terrasse vor dem Hotel. Es gab nicht das übliche Buffet sondern es wurde an den Tisch gebracht. Wir konnten wählen zwischen Tost und Marmelade oder verschiedenen Omeletts. Zuerst mutete das etwas merkwürdig an, nachher waren wir aber zufrieden.

Heute stand zuerst der Besuch des Naturparkes Masaya an. Auf der Fahrt dorthin erzählte uns unser Guide etwas über den Drogenhandel in Nicaragua. Es wurden und werden dem Land aus Amerika und Europa Gelder zu Verfügung gestellt, damit der Drogenhandel bekämpft werden kann. In Nicaragua selber werden keine Drogen hergestellt. Hier ist der Umschlagplatz. Aber es ist wie überall auf der Welt, der kleine Konsument oder Dealer geht ins Gefängnis, die Großen kaufen sich frei. Es finden zwar starke Kontrollen an den Grenzübergängen statt, aber die Drogenhändler sind erfinderisch. Sie setzen sogar kleine U-Boote ein.

Ein Fotostopp am ehemaligen Bahnhof von Granada. Die Bahn wurde 1895 gebaut. Dann wurde nichts daran getan, so dass sie 1995 wieder verschrottet wurde. Eine Bahn gibt es in Nicaragua nicht mehr. Das Bahngebäude ist heute eine Berufsschule.

In der Pazifischen Zone Nicaraguas gibt es 18 Vulkane von denen einige noch aktiv sind. Der Jüngste ist erst vor 160 Jahren entstanden. Im Naturpark Masaya liegen fünf Krater dicht beieinander. Einer davon, der Vulkan Masaya, ist noch nicht erloschen. Im Park selber führt eine gut ausgebaute Straße zum Gipfel.

Die Region ist nur spärlich bewachsen. Das ist einmal auf die Schwefeldämpfe zurückzuführen, zum anderen leben hier Leguane und Gürteltiere, die als Delikatesse gelten. Um sie zu fangen wurde einfach die Vegetation abgebrannt. Das ist heute natürlich verboten.

Oben angekommen fühlte man sich in eine Mondlandschaft versetzt. Man kann direkt in den Krater hineinschauen. Eine Mauer schützt den Besucher vorm Absturz. Der letzte Ausbruch des Masaya war 1772, aber laut Mauricio sollen in den letzten Tagen brodelnde Geräusche gehört worden sein. Auf alle Fälle konnte man die Schwefeldämpfe nicht nur aufsteigen sehen sondern auch riechen.

Im Krater waren deutlich gelbe schwefelhaltige Ablagerungen zu sehen. Über eine Treppe aus 180 Stufen konnte man zum nächsten Krater aufsteigen. Von hier oben hatte man einen guten Blick über alle fünf Krater. Auch den Managua See mit der Stadt Managua konnte man auf der gegenüberliegenden Seite schemenhaft erkennen.

In der eigentlichen Kraterlandschaft soll man sich nicht länger als 20 Minuten aufhalten steht auf einer Tafel mit Verhaltensvorschriften geschrieben. Mauricio gab uns 30 Minuten bevor es wieder hinunter und in das kleine Informationszentrum ging. Interessant war noch, dass alle Autos rückwärts eingeparkt werden mussten. Damit man schnell wegkommt wurde uns erklärt.

Im Informationszentrum konnte man alles über Vulkanismus und noch einiges über die Fauna und Flora der Region und Nicaraguas erfahren. Es gab ein Modell aller fünf Vulkane und ein Modell der karibischen Region. Man hatte unter anderem einen schönen Überblick über den Nicaragua See mit der Insel Ometepe, deren Vulkane wir gestern gesehen haben und den Isletas, die wir morgen sehen werden.

Weiter ging es zur die Blumenstadt Masaya, hier gibt es viele Gärtnereien und Baumschulen. Wir besuchten die Markhalle, in der es Souvenirs zu erwerben gab und eine Töpferei. In der Töpferei konnten wir zuschauen, wie ein hübscher Teller entstand. Es waren wirklich schöne Sachen zu sehen. Leider sind wir bei der Einreise nach Panama mit dem Gepäckgewicht sehr eng. Mauricio konnte uns aber ein bisschen trösten. Der kleine Familienbetrieb liefert mittlerweile auch nach Holland. Und da die Holländer alles exportieren, gibt es die Töpfereien sicher bald auch in Deutschland.

Danach stand das Mittagessen auf dem Programm. Über eine enge kurvige Straße fuhren wir runter zum Restaurant. Das lag direkt an der Lagune Apoya. Unterhalb der Terrasse, auf der wir mit Blick auf den See gegessen haben, war eine weitere Terrasse. Dort standen Liegen, sogar mit Auflagen. Auch Umkleidekabinen waren vorhanden. Viele aus der Gruppe haben die Gelegenheit zum Baden genutzt. Das Wasser war herrlich. Die Sonne schien und wir waren uns einig: bis jetzt der schönste Tag.

Grüße aus Nicaragua
Karin

6. Tag: Granada, Isletas und eine Verbena

Gestern Abend stellte ich fest: Meine Handtasche ist weg. Entweder im Bus geblieben oder beim Baden vergessen. Es war zwar nichts von wirklichem Wert darin, aber mein Handy, das ich als Wecker benutze. Und manchmal kommt man mit einer kleinen Tasche aus und braucht den Rucksack nicht mitschleppen. Ich war ganz unglücklich.

Aber die Nicaraguaner sind ehrlich. Pünktlich heute morgen 9.00 Uhr, als wir alle zur Stadtführung bereit standen, hielt der mit Einheimischen voll besetzte Bus vor dem Hotel und unser Fahrer von gestern reichte meine Tasche zum Fenster heraus. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Heute Vormittag stand also eine Stadtführung auf dem Programm. Die Kathedrale, die gegenüber unserem Hotel liegt, ließen wir rechts liegen. Mauricio hatte uns gebeten, bei Interesse diese schon am Tag vorher anzuschauen. Haben wir gemacht, war nicht wirklich interessant. Als erstes vielen uns fröhlich lärmende Kinder auf. Heute ist der Tag der Frauen. An diesem Tag fällt der reguläre Schulunterricht aus. Die Lehrer organisieren dann etwas anderes. Unsere Kinder veranstalteten ein Sportfest.

Die erste Station war die Kirche Guadeloupe. Von außen sehr gammelig, sieht man ihr nicht an, dass sie im Inneren doch gepflegt ist. Hier war eine Gruppe älterer Schüler, die eine Andacht abhielten. Ohne Priester. In Nicaragua ist die Bevölkerung zu 85 % katholisch. Es herrscht aber Religionsfreiheit. Eine Kirchensteuer gibt es nicht. Ein ungeschriebenes Gesetz sagt, gib der Kirche ein Zehntel deines Besitzes. Die Armen halten sich daran. Bekommt eine Sau zehn Ferkel, trägt der Bauer eins zur Kirche. Aber die Reiche trennen sich auch hier nicht von ihrem Geld.

In den Straßen fällt auf, dass Fenster und Türen mit Gittern versehen sind. Z. T. sehr schöne Schmiedekunst. Mauricio erklärte, dass hier die besser gestellte Bevölkerung wohnt. Damit Licht und Luft hineinkommt, lässt man die Haustür offen stehen, und damit Vorn nichts gestohlen wird wenn die Bewohner sich im hinteren Teil aufhalten, ist ein Gitter zum abschließen davor. Schaut man in die Häuser hinein, sieht man schöne Innenhöfe.

In manchen Häusern sieht es aber auch sehr ärmlich aus. Hier befindet sich scheinbar alles in einem Raum. Küche, Wohnzimmer und Kinderbettchen. Ich habe hier nicht fotografiert. Eine Straßenreinigung gibt es auch in Granada, Ein Mann kehrt die Straße und lädt alles auf einen Karren, den er dann von Hand weiter zieht.

Nächste Station war das Franziskaner Kloster. Hier gab es naive Malerei, ein paar Statuen, ein tolles Miniaturmodell der gesamten Stadt und eine Art überdachter Halle, in der prähistorische Steinstatuen zu sehen waren. Die Statuen sind Unesco Kulturerbe. Sie stellen unter anderem Schlangen, Adler oder Krokodile dar. Von diesem Ort aus hatte man auch einen schönen Blick auf den Vulkan Mombacho, an dessen Fuß Granada liegt. Damit soll es von hier genug sein, obwohl noch einiges mehr zu sehen war, was unser Guide lebendig zu erklären wusste.

Danach gingen wir in das Haus der Kulturen. Dies wurde von Dietmar Schönherr mit Unterstützung des damaligen Ministers für Kultur Ernesto Cardenal gegründet. Hier leben und arbeiten junge Künstler und werden durch diverse Aktivitäten auch deutscher Künstler unterstützt. Die Bilder waren sehr ansprechend. Auch über dieses Haus, das Mauricio sehr am Herzen lag, gäbe es noch viel zu erzählen.

Dann ging es zu einer weiteren Kirche. Hier stand eine Turmbesteigung an. Die Wendeltreppe war so eng, dass ich überlegt habe, ob ich hinauf gehen soll. Aber es hat sich gelohnt. Von oben hatte man einen wunderbaren Blick über die Dächer von Granada. Mittlerweile war es fast zwölf Uhr und Mauricio hat uns in die Mittagspause entlassen. Es war inzwischen sehr heiß und wir alle doch geschafft.

Am Nachmittag bestiegen wir Pferdekutschen, die vor dem Hotel auf uns warteten. Erst ging es ein Stück durch die Stadt, dann am Nicaragua See entlang zum Bootsanleger. Die Isletas, die wir mit dem Boot erkunden wollten, sind fast 400 kleine Inseln. Sie sind durch einen Ausbruch des Vulkans Mombacho entstanden.

Die Inseln sind wirklich sehr klein. Auf den etwas „größeren“ haben sich einige reiche Amerikaner, Franzosen und Nicaraguaner wahre Kleinode gebaut. Mehr als ein Haus passt auch nicht auf diese Inseln. Aber auch Einheimische wohnen auf den Inseln.

Uns interessierte aber mehr die Vogelwelt. Wir bekamen jede Menge Reiher, Eisvögel und Adler zu sehen. Waren die schon schwer zu fotografieren, weil das Boot schwankte und ich immer auf der falschen Seite saß, so ließen sich die Webervögel, die immer in Scharen auf ihre Nester zuflogen gar nicht aufs Foto bannen.

Spaß gemacht hat die Affeninsel. Mitten im Wasser leben auf ca. 10 qm einige Spinnen- und Kapuzineraffen. Die Spinnenaffen haben wirklich lange Arme und Beine. Sie angelten nach den Keksen, die wir ihnen zuwarfen. Manchmal hatten sie Pech und die Fische waren schneller. Da es auf der Insel kaum etwas zu Fressen gibt, werden die Tiere auch von den Reiseleitern gefüttert. Viel zu schnell war die Fahrt zwischen den Isletas zu ende. Damit war der Tag aber noch lange nicht vorbei.

Abends ging es zu einer Verbena. Mauricio warnte, es würde laut werden. Zuerst wurde aber das Essen besprochen. Die meisten wählten eine Platte mit typischen Gerichten aus Nicaragua. Als wir ankamen, war die Party schon voll im Gange. Auf einer bunt!! beleuchteten Bühne tanzten Paare in noch bunteren prächtigen Kleidern. Davor eine Menge Menschen, ähnlich wie bei uns bei Stadtfesten. Es war laut.

Unser Essen kam und wir mussten feststellen, das ist nicht das Wahre für europäische Gaumen. Und dann wurde es noch lauter. Eine Band mit zwei Sängern rockte das Publikum, das wild vor der Bühne tanzte. Der Rhythmus verlockte auch einige von uns mitzumachen. Aber irgendwann ist auch der schönste Tag zu Ende. Und wir müssen schließlich morgen zurück nach Costa Rica.

Es grüßt zum letzten Mal aus Granada
Karin

7. Tag: Von Granada nach Liberia

Der Tag fing nicht gut an. Es gab Ungereimtheiten und Irritationen bei einigen Mitgliedern der Gruppe. Obwohl wir schon aus Granada heraus waren, fuhr Mauricio noch mal mit uns zurück in das Hotel. Dort konnte dann aber die Sache unbürokratisch und zur Zufriedenheit aller durch den Hotelmanager geklärt werden.

Auf dem Weg zur Grenze erzählte unser Guide uns noch einiges aus dem Sozialsystem in Nicaragua. Positiv war, es gibt auch in diesem Land eine Krankenversicherung und eine Rente. Die Rente kann jeder erhalten, der nachweisen kann, dass er 15 Jahre gearbeitet hat.

Der Haken, die Rente gibt es erst mit 65 und die Lebenserwartung eines Mannes in Nicaragua lag bei 65 Jahren, wurde aber der Hoffnung wegen (O-Ton Mauricio) auf 68 heraufgesetzt. Arbeitslose Menschen und elternlose Kinder aber fallen aus dem staatlichen Netz. Hier helfen nichtstaatliche Organisationen wie z. B. die Kirche oder die Organisation „Save the Children“. Es muss also noch viel getan werden.

An der Grenze die gleiche Prozedur wie vorher. Dieses mal brauchte Mauricio aber nur eine Stunde, um unsere Pässe stempeln zu lassen. Als das erledigt war, stand auch unser neuer Begleiter für die nächsten Tage im Bus und stellte sich als Jose vor. Er begleitete uns auf unserem Fußmarsch mit Gepäck über die Grenze. Der Weg ist wirklich megaschlecht. Ein Wunder, dass kein Koffer zu Schaden kam.

Dann ging es durch die Provinz Guanacaste nach La Fortuna. Guanacaste ist sozusagen die Fleischkammer von Costa Rica. Hier wird hauptsächlich Rinderzucht betrieben. Aber auch ein paar Reisfelder waren zu sehen. Wir fuhren auf der Panamericana. Linkerhand waren die Cordilleren zu sehen, 20 km weiter rechts lag der Pazifik. Über den Bergen türmten sich dicke Wolkenfelder auf. Die Wasserscheide zwischen der pazifischen und der karibischen Region.

Auch Jose erzählte einiges über die Entwicklung seines Landes. In den letzten Jahren ist diese sehr schnell vorangeschritten. Als seine Mutter ein junges Mädchen war, dauerte die Fahrt von Liberia nach San Jose noch mehrere Tage. Man musste Ochsenkarren, Boot, wieder Ochsenkarren und die Eisenbahn benutzen. Heute braucht man noch sieben Stunden.

In Liberia machten wir Pause. Eine Kleinigkeit essen, Wasser besorgen und zur Bank. Jose empfahl uns ein Restaurant und warnte, die Portionen seine groß. Und wie groß die waren. Das Chicken-Sandwich war mit einer ganzen Hühnerbrust belegt, dazu noch Pommes. Bequem für zwei Personen. Und als Zugabe sahen wir noch einen kleinen Straßenumzug mit weiß gekleideten Schönheiten und bunten Gestalten dahinter.

In Canas bogen wir Richtung Berge ab. Das Gras wurde grün, die Vegetation üppiger und die Temperatur im Bus ging merklich zurück als wir höher fuhren. In der Ferne war ein rot-weiß gestreifter Turm zu sehen. Der Druckturm für die mit Wasserkraft betriebenen Turbinen am Arenalsee. Wir fuhren über den Pass und dann lag der See, den wir morgen besuchen werden vor uns.

Das Hotel liegt direkt am Vulkan Arenal. Als wir dort ankamen war es leider schon dunkel. Es ist eine so weitläufige Anlage, dass Jose die Schlüssel besorgte und der Bus uns bis vor die Haustür fuhr.

Und sein Tipp:
Schlaft in Schuhen, dann könnt ihr schneller weg.

Zurück in Costa Rica, grüßt von hier
Karin

8. Tag: Wanderung am Vulkan Arenal

Der Vulkan Arenal war heute Morgen auch nicht ansatzweise zu sehen. Alles Wolken verhangen. Dafür war das Frühstück das Beste, das wir bisher hatten.

Um 8.00 Uhr trafen wir uns am Bus um zum Fuß des Arenal zu fahren und dort zu wandern. Jose erzählte uns, dass der Vulkan inaktiv war, bis er 1968 völlig unerwartet ausbrach. Nicht am Gipfel, sondern auf halber Höhe entstand ein neuer Krater. Die Wolke aus Wasserdampf, Asche, Schwefel und CO2 tötete damals 80 Menschen.

Im Laufe der folgenden Jahre gab es noch Ausbrüche die jeweils oberhalb des vorherigen Kraters lagen bis um 1990 der letzte Ausbruch am Gipfel stattfand. Dabei kamen aber nur noch zwei weitere Menschen ums Leben.

Danach lieferte der Vulkan Abend für Abend ein beeindruckendes Schauspiel. Man konnte ihn glühen sehen und immer wieder spuckte er kleine Lavaströme aus. Zur Zeit ist er ruhig und raucht nur noch. Aber nicht mal das konnten wir sehen. Schade.

Jose hatte uns empfohlen, Regenjacken und feste Schuhe anzuziehen. Regenjacken waren schon mal richtig als wir ausstiegen. Der Wanderweg war gut befestigt. Zu Beginn warnte uns eine Tafel, dass wir uns in eine Vulkanzone begeben und diese auf eigene Gefahr betreten.

Zuerst ging es durch eine Vegetation, die unsere Köpfe ein ganzes Stück überragte. Jose sagte es sei Gras, ich glaube aber, es war Bambus. Die Stängel wiesen die typischen Merkmale von Bambus auf. Beides ist richtig, gehört nämlich zu einer Art. Er erklärte, dass dies mit die erste Vegetation ist, die auf Lavafeldern auftritt. Darin leben Nagetiere, Wildkatzen und Fledermäuse und natürlich jede Menge Insekten.

Costa Rica weist hier eine Besonderheit auf. Überall auf der Welt gibt es mehr Arten von Nagern als von Fledermäusen. Nur hier ist es umgekehrt. Schlangen leben in diesem Dickicht natürlich auch. Aber nicht am Boden, sondern auf Bäumen, daher Vorsicht, wo man sich anlehnt oder hinfasst. Auch viele Orchideenarten wachsen hier. Eine Art, deren Blüte nur einen Tag überdauert, konnten wir bewundern.

Ebenfalls zu den ersten Pflanzen gehören Bäume, sogenannte Pionierbäume. Die Vegetation entwickelt sich hier sehr schnell. So wies er auf eine Ficusart hin, die bis zu 2 m pro Jahr wächst. Durch die hohe Feuchtigkeit und häufigen Regen sowie die hohen Temperaturen finden Pflanzen hier ideale Bedingungen.

Die Ficusart entwickelt dann aber nicht das typische Stammholz, sondern ist innen hohl. Das führt dazu, dass die Azteken-Ameise kleine Löcher in den Stamm bohrt und ihn bevölkert. Sie ernährt sich dann von einer Art Flüssigkeit, die der Baum aus Regenwasser und Umwandlung von Stärke in Zucker produziert und ausschwitzt.

Oben in der Krone leben Faultiere, dass heißt, die meiste Zeit schlafen sie. Die Blätter des Baumes sind giftig und die Verdauung kostet Kraft, die durch Schlaf aufgefüllt wird. Wer weiß, vielleicht sind die Tierchen auch high?

Nachdem wir die Zone mit den ersten Bäumen hinter uns gelassen hatten, wussten wir, warum feste Schuhe angesagt waren. Das Lavafeld begann. Über eine Art Treppe aus groben aber etwas kleineren Steinbrocken kletterten wir auf eine Ebene die von dicken großen Steinen bedeckt war. Schwarze noch nicht verwitterte Lava.

Der Vulkan war zu sehen, aber leider immer noch Wolken verhangen. Dann ging es den gleichen Weg zurück. Hatte es bei unserer Wanderung zwischendurch immer mal wieder geregnet, so dass man nicht wusste, Jacke aus oder doch lieber nicht, war es jetzt trocken und die Sonne schien.

Bei einem Aussichtspunkt konnten wir noch mal einen Blick auf den Vulkan werfen. Schon beeindruckend, unten eine üppige Vegetation aus Bäumen, darüber nichts als schwarzes Gestein. Hier kreisten auch einige Raubvögel am Himmel. Zur Mittagszeit ging es nach La Fortuna. Dieser kleine Ort ist hauptsächlich durch Tourismus geprägt. Es gibt viele Lokale und Souvenirläden. Nichts weltbewegendes, aber gut zum Essen und um nach einem Mitbringsel zu schauen.

Nachmittags hatten wir frei und konnten die Hotelanlage genießen. Die kleinen Häuschen, die in unserem Falle je zwei Zimmer haben, sind von üppigem Grün umgeben. Es gibt eine Poolanlage und Thermalwasserbecken. Die sind angelegt aus dicken Findlingen und an einem Hang gelegen. Das wärmste Becken oben, nach unten immer kühler werdend. So richtig zum Relaxen.

Während ich diesen Bericht schreibe hat es schon wieder angefangen zu regen. Auf dem Zimmer habe ich keinen Internetanschluss und der Weg zur Rezeption beträgt mindestens 300 m. Also kommt dieser Bericht erst morgen.

Viele Grüße aus dem regnerischen La Fortuna
Karin

9. Tag: Von La Fortuna nach Tortuguero

Ich hatte die Schn…. voll. Schon wieder Regen. Aber der Reihe nach.

Es hatte die ganze Nacht geregnet. Petrus hat seine Badewanne und die sämtlicher Engel über uns ausgeschüttet. Gott sei Dank war es um 4.45 Uhr, als der Bus vor der Tür stand um die Koffer und uns einzuladen „trocken“, wenn man bei 80 % Luftfeuchtigkeit von trocken sprechen kann. Wir wussten, dass es Frühstück erst unterwegs geben würde und hatten entsprechend vorgesorgt. Im Bus versuchten alle, noch ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Wir waren gut in der Zeit, als wir noch vor acht unser Frühstückslokal erreichten. Das Frühstück war gut. Als Draufgabe konnten wir uns noch die Schmetterlingszucht anschauen. Tortuguero, der Ort, an den die Schildkröten jedes Jahr kommen, um ihre Eier vom Sand ausbrüten zu lassen, ist nur mit dem Boot zu erreichen.

Während der Fahrt erzählte uns Jose unter anderem über die Eisenbahn in Costa Rica. Um 1828 kamen Investoren in das Land, um Kaffee anzubauen. Diese wollten die Bohnen nicht mehr über Chile nach England verkaufen, sondern den Kaffee direkt vermarkten. Es wurde nach einem anderen Weg gesucht, den sechs Monate dauernden Transport über Kap Horn zu verkürzen.

Das hieß, man musste über die Karibik-Küste gehen. Zuerst, wie schon beschrieben, mit Ochsenkarren. Dann wurden die ersten Eisenbahnen auf der Welt gebaut. In Costa Rica war ein Amerikaner bereit zu investieren und schloss einen Vertrag mit der Regierung. Als Arbeiter wurden Chinesen verpflichtet. Die kamen aber mit dem Klima nicht zurecht. Der Vertrag wurde nicht erfüllt.

Ein Neffe des Amerikaners übernahm den Vertrag mit einer Änderung: Er bekam viel Land von der Regierung und die Erlaubnis, Bananen anzubauen. Als neue Arbeiter kamen Italiener und Jamaikaner, die das Klima besser vertrugen. Die Eisenbahn wurde fertig gestellt, die Transportzeit für Kaffee erheblich verringert. Der Bananenexport begann wenig später. Daher wird die Bahn auch Bananenbahn genannt und Costa Rica als Bananenrepublik bekannt.

Wir fuhren Richtung Süden. Die Vegetation wurde immer üppiger. Es gibt eine unwahrscheinliche Vielfalt an Pflanzen und Bäumen. Alles ist unglaublich grün. Vieles, auch die Bäume blühten in leuchtenden Farben. Die Pflanzen und Tiere aus Südamerika breiten sich bis hierher aus. Ebenso aber auch die aus Nordamerika. In Costa Rica ist die Grenze. Daher ist dieses Land das artenreichste der Welt.

Gegen Mittag erreichten wir den Hafen. Es dauerte eine Weile bis die Koffer auf ein Schiff und die Passagiere auf ein anderes Schiff verfrachtet waren. Dann ging es mit hoher Geschwindigkeit los. Zwischendrin stoppte der Bootsführer immer mal wieder, wenn der Guide aus Tortuguero im dichten Grün ein Tier entdeckt hatte. So sahen wir einen Leguan der sich perfekt an das Grün seiner Umgebung angepasst hatte und ganz in der Ferne ein Krokodil schwimmen.

Dann fing der Regen wieder an und wurde richtig heftig. Durch die hohe Geschwindigkeit spritzte die Gischt und es war kalt. Das Boot hatte zwar ein Dach, aber die Seiten waren offen. Ich hatte das Pech, genau an der Stelle zu sitzen, an der es auch noch vom Dach tropfte. Als wir dann noch bei Regen in dem Dörfchen, das der Region seinen Namen gegeben hatte, aussteigen sollten, hätten viele am liebsten gestreikt.

Dann noch eine halbe Stunde Fahrt. Der letzte Rest der Strecke musste wegen der geringen Wassertiefe langsam zurückgelegt werden. Und dabei gab es unglaublich schöne Bilder der Vegetation, die sich im Wasser spiegelte.

Das Hotel ist eine richtige Urwald-Lodge. Alles sehr einfach gebaut aber mit viel Flair. Wir bekamen erst mal Mittagessen im Freien unter einem sehr hohen Runddach. Der Regen hatte aufgehört. Wir konnten uns im Garten umsehen, im Pool schwimmen oder am Strand laufen. Abendessen gab es ebenfalls im Freien unter dem Dach. Es hat sehr gut geschmeckt. Auch wenn es zwischenzeitlich wieder mal geregnet hat, ich bleib noch ein bisschen und bin neugierig auf Morgen.

Aus dem Regenwald grüßt
Karin

10. Tag: Durch die Wasserläufe von Tortuguero

Diese Nacht hat es wieder heftig geregnet. Wir durften ausschlafen. Um 7.00 Uhr läutete die Glocke zum Frühstück. Unter dem Runddach an den langen Tischen hat es glaube ich allen gut geschmeckt. Nur das Wetter machte uns Sorge.

Die Region Tortuguero ist von lauter Wasserläufen, zum Teil künstlich angelegt, durchzogen und wir sollten heute in offenen Booten diese Wasserläufe erkunden. Jose hatte gesagt Sonnencreme und Mückenschutz. Auf Sonnencreme können wir bei dem trüben Himmel wohl verzichten. Alle waren wie immer sehr pünktlich. Die beiden Bootsführer packten noch Regencapes ein, dann ging es los. Und wie bestellt schien die Sonne.

Mit den Tieren hatten wir ebenfalls Glück. Gleich zu Anfang sahen wir eine Jesus-Echse, das sind die, die übers Wasser laufen können. Hinterher sofort fünf Fledermäuse, die kopfüber an einem Ast hingen. Der Bootsführer und Jose hatten gute Augen, von uns hätte das keiner gesehen. Auf einem Ast sonnte sich ein Leguan und darüber turnte in den Baumwipfeln eine Horde Affen. Die waren aber sehr schnell und posierten nicht so schön vor den Kameras.

Vorbei an einigen Vögeln, ging es dann in das eigentliche Naturschutzgebiet. Sehr schön war, dass außer unseren beiden Booten nur noch drei oder vier andere Boote unterwegs waren. So konnten wir in Ruhe überall stehen bleiben, ohne dass andere hinter uns drängelten. Und das Wetter blieb uns treu. Meist schien die Sonne und gerade wenn es zu viel wurde, kamen ein paar Wolken.

Nachdem wir dann noch einem Fischotter beim Fische fangen zusehen konnten, die Schildkröten brav auf den Baumstämmen im Wasser sitzen blieben, waren wir mit dem Regen ausgesöhnt. Denn wenn es ihn nicht gäbe, könnten wir dies alles nicht sehen. Als unser Guide dann als Höhepunkt auch noch ein Kaiman halb versteckt auf einer kleinen Grasinsel entdeckte, war der Vormittag perfekt. Ganz zum Schluss mussten wir doch noch die grünen Regencapes anlegen, aber mehr wegen des schnellen Fahrtwindes bei der Rückfahrt als wegen der paar Regentropfen.

Das Mittagessen in der Lodge war wie alles bisher sehr schmackhaft. Aus unserer Gruppe saßen schon alle, da prasselte der Regen so richtig los. Andere hatten es nicht mehr rechtzeitig geschafft. Kommentar: Wie eine gebadete Katze. Gut dass die kein Deutsch verstanden.

Um 15.00 Uhr wollten wir uns dann zu einer Dschungel-Wanderung treffen. Jose empfahl uns, Gummistiefel an der Rezeption abzuholen. Da alles was er uns bis jetzt empfohlen hatte nützlich war, folgte ich seinem Rat. Es gab ein extra Häuschen nur für Gummistiefel. Es waren jede Menge vorhanden, fein säuberlich paarweise in ein Regal gesteckt, mit Sohle nach oben, so dass man seine Größe schnell finden konnte. Selbst Minis für Kinder und Elbkähne für Riesen waren vertreten.

Die Gummistiefel waren wirklich notwendig. Der Boden war ähnlich dem beim Wattwandern. Wir haben außer Affen und winzigen roten Fröschen zwar keine weiteren Tiere gesehen, wir hatten aber unseren Spaß daran, wie die Kinder durch den Matsch zu stapfen. Die kleinen roten Frösche habe ich leider nicht richtig aufs Bild bekommen.

Der restliche Nachmittag war frei. Ich war noch ein bisschen am Strand, habe einen Krebs beobachtet und den Wellen zugesehen.

Heute kann ich endlich mit „pura vida“ Grüßen
Karin

11. Tag: Fahrt nach Puerto Viejo

Quizfrage: Welches ist der regensicherste Ort der Welt? Der Nationalpark Tortuguero in Costa Rica. Die ganze Nacht hat es geschüttet was das Zeug hielt. Wir sind mit Regenschirm zum Frühstück. Gott sei Dank gab es zwischendurch eine Pause und wir konnten die Koffer trocken zum Anleger bringen.

Die Costa Ricaner lieben offenbar die Geschwindigkeit. Der Bootsführer ist mit einem Affenzahn über das Wasser gerauscht, so dass die, die hinten im Boot saßen ziemlich nass wurden. Glücklich, wer vorne saß. Die Bootsfahrt dauerte immerhin fast zwei Stunden.

Heute sollte die Fahrt weiter gen Süden Richtung Panama gehen. Als Zwischenstation zum Übernachten war Puerto Viejo vorgesehen. Unterwegs kamen wir an einer Bananenplantage vorbei. Wir machten einen Stopp, um ein bisschen was über die Bananenproduktion zu erfahren. Wie bestellt, war der Himmel gerade mal wieder trocken.

Nachdem die Banane gepflanzt wurde, dauert es zehn Wochen, bis sich das erste Hochblatt zeigt, an dem dann die erste „Hand“ erscheint. Nach zehn weiteren Wochen mit zehn weiteren Hochblättern wird die Fruchtproduktion gestoppt und das folgende Hochblatt abgeschnitten. Die Bananenstaude wird in Plastiktüten eingepackt. Jose sagt wegen der Spinnen und Schlangen, damit die sich nicht darin verstecken und nach Europa transportiert werden.

Nach neun Monaten wird die Staude noch grün und ungenießbar (haben wir probiert) abgeschnitten und mit Seilbahnen zur Wäsche transportiert. Gewaschen werden muss, weil aus der frischen Schnittstelle eine Flüssigkeit austritt, die hässliche Flecken auf der Banane hinterlässt. Dann werden immer fünf oder neun Bananen abgeschnitten. Warum gerade so? Weil der Konsument sie so am ehesten kauft. Andere Größen kommen nicht an. Kann ich nicht nachvollziehen. Ich kaufe meist vier. Und den „Del Monte“ Aufkleber bekommen auch nur Bananen einer bestimmten Größe. Die anderen sind zweite Wahl.

Interessant war der dicke Käfer der uns von einer anderen Gruppe gegeben wurde. Die bevorzugen eine bestimmte Baumart, die hier wächst, und treten in Massen auf. Nach dem Genuss einer frischen Kokosnuss ging es weiter.

Mittagessen gab es in Limon. Und dann legte unser Busfahrer einen Zahn zu. Wir haben überlegt, ob wohl heute Abend eine Freundin auf ihn wartet. Manchmal habe ich gedacht, der Bus kippt um. Aber es ist alles gut gegangen. Nachmittags wechselte der Himmel von grau in trüb und der Regen hörte auf. So gegen fünf waren wir in unserem Hotel. Mal sehen wie es Morgen wird.

Immer noch im Regenwald und mit dem Karibischen Meer vor der Tür grüßt
Karin

12. Tag: Über die Grenze nach Panama

Heute Morgen wurden wir von lautem Vogelgezwitscher geweckt. Oh, haben wir gedacht, dann kann es ja nicht regnen. Falsch gedacht. Mit Regenjacke ging es zum Frühstück. Es war nicht üppig, es gab Brot und Marmelade, Rührei, kleine Pizzastücke und eine Art Frikadelle. Man konnte satt werden, aber der Kaffee hat nicht geschmeckt.

Heute Morgen stand der Gandoca-Nationalpark an. Die Gruppe rottete sich zusammen und beschloss zu streiken. Eine halbe Stunde Fahrt, dann eine Stunde wandern, wieder eine halbe Stunde Fahrt. Danach Duschen, packen und Richtung Grenze. Nationalpark bei Regen kannten wir nun schon zur Genüge. Es würde sehr matschig, fotografieren kaum möglich weil es von oben ständig tropft und Tiere kaum zu sehen. Jose wollte unbedingt. Konnten wir verstehen er bekommt Ärger mit der Agentur wenn sich jemand beschwert. Also haben wir das schriftlich festgehalten.

Stattdessen wollten wir lieber eine Stunde in dem kleinen Ort Puerto Viejo bummeln. Das war die bessere Entscheidung. Der Ort ist sehr malerisch. Es gab sogar einige sehr gute Geschäfte und guten Kaffee. Dabei habe ich beobachtet, wie das soziale System auch funktionieren kann. Vor unserem Cafe tauchte ein Mann auf. Ein kurzes Gespräch, der Cafe-Besitzer gab ihm etwas zu essen und der Mann trug eine Tüte mit Müll zur Straße.

Dann ging es Richtung Grenze nach Panama. Wir wurden dort um ein Uhr von unserem neuen Reiseleiter erwartet. An der Grenze angekommen hatte sich ein beständiger Landregen entwickelt und das Elend begann. Zwar warteten Kofferträger auf uns, so dass wir nicht selber tragen mussten, aber auch die mussten die Koffer ungeschützt im Regen über die Brücke des Grenzflusses Sixaola tragen bzw. ziehen.

Die Brücke ist eine Katastrophe. Rechts und Links je zwei Holzbohlen, kaum breit genug für eine Begegnung in der Mitte Eisenbahnschienen. Wegen des Regens alles rutschig. Drüben angekommen mussten wir endlos lange vor dem „Einreise-Stempel-Schalter“ stehen, weil Schneckentempo angesagt war. Aber nicht in einem Büro, nein draußen unter einem sehr knappen Überdach ohne Regenrinne, von dem das Wasser über die ganze Länge runter lief. Dicht an uns vorbei fuhren die großen LKW.

Ein Bus mit Koffern, ein Bus mit uns ging es zum Bootsanleger und mit zwei Booten auf die Isla Colon. Diesmal war unser Begleiter Willi aber so fürsorglich, die Seitenteile vom Boot zuzumachen damit wir nicht nass wurden obwohl es nur halb so viel gespritzt hat wie bei der Überfahrt in Tortuguero. Ich hatte die Befürchtung, dass die Koffer durch sein würden, dass war aber Gott sei Dank nicht der Fall.

Unser Hotel ist für panamesische Verhältnisse recht gut, es hat sogar einen Swimmingpool. Wir flanierten erst mal die Hauptstraße entlang (nur ein paar wenige Regentropfen, hätte das nicht heute Mittag so sein können?) und gönnten uns wegen der ganzen Schrecken eine Piña Colada.

Das Abendessen war heute mal wieder inbegriffen. Ich hatte Fisch. Sehr lecker. Wir lernten unsere Reiseleiterin für die nächsten beiden Tage kennen. Die klärte uns erst mal auf, dass auf der karibischen Seite von Mittelamerika im September und Oktober Trockenzeit ist. Das steht natürlich in keinem Reiseführer. Da heißt es, drei Regentage im März. Mal sehen, was uns morgen erwartet.

Grüße von der Isla Colon
Karin

13. Tag: Durch Mangroven zu den Delphinen

Das Frühstück war sehr ordentlich, es gab sogar Wurst und Käse, den Orangensaft frisch gepresst. Und das Wetter klarte auf. Als Claire uns um 8.30 Uhr abholte, schien die Sonne.

Zuerst erzählte sie uns etwas über Bocas del Toro. Der Archipel besteht aus mehreren Inseln, wovon die Islas Colon und Bastimento bewohnt sind. Columbus ist hier 1503 gelandet. Da seine Leute aber das Klima nicht vertrugen (kein Wunder) und die Bewohner sehr kriegerisch waren, zogen die Spanier weiter. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen dann aber doch die Europäer.

Auf der Isla Colon wurden Bananen angebaut und exportiert. Auf Bastimentos wohnten die einheimischen Bahnanenpflücker. Heute ist dort immer noch die Wohnstätte der Indios. Durch Schädlinge in den Plantagen mussten aber die Bananenpflanzungen aufgegeben werden und die Isla Colon verfiel in einen Dornröschenschlaf.

Dort, wo heute die Hauptstraße ist, fuhren früher die Bewohner mit Booten entlang, da alles in die Mangroven gebaut war. Erst der Tourismus hat die Insel wieder zum Leben erweckt. Durch Ausbaggerungen des Hafens wurde allmählich festes Land aufgeschüttet.

Dann ging es mit zwei Booten in den Meeresnationalpark. Ganz dicht fuhren wir an den Mangroven vorbei. Claire erzählte, dass es ca. 70 verschiedene Arten weltweit gibt. Hier im Archipel sind die roten Mangroven beheimatet. Mangroven, zu Hause im Brackwasser, scheiden das Salz, dass sie aus dem Wasser aufnehmen wieder aus. Das geschieht auf unterschiedliche Art. Die roten Mangroven bilden braune Blätter, die sie dann verlieren. Dadurch bildet sich Humus, so dass allmählich kleine Inseln entstehen.

Neben dem Vulkanismus hat das über die Zeit auch dazu beigetragen, dass sich die Landbrücke zwischen Nord- Und Südamerika geschlossen hat. Das Wasser war glasklar und wir konnten an den Mangrovenwurzeln Rotalgen sehen sowie Korallen und Seesterne auf dem Meeresgrund.

Wir sollten Delphine sehen. Die halten sich in einer speziellen Bucht auf. Claire erzählte, dass, als sie vor 13 Jahren auf die Insel kam, die Delphine noch neben den Booten spielten. Dann wurden sie leider von den Booten verfolgt, weil man den Touristen unbedingt Delphine zeigen wollte. Heute sieht man nur noch wenige Tiere. Und dann haben wir genau das gemacht. Immer wenn die Bootsführer etwas sahen, acht Boote drauf los. Ich hätte gerne verzichtet.

Claire fragte dann aber, ob wir das Spiel weiter mitmachen wollten. Außer mir dachten auch noch andere so und wir beschlossen, einfach nur zu dümpeln. Und dann haben wir doch noch einige Delphine gesehen. Da man aber nie wusste, wo sie auftauchten und es wirklich nur einzelne Tiere waren, war fotografieren nicht möglich. Aber die Bilder sind im Kopf.

Und über allem strahlte die Sonne.

Weiter ging es dann auf eine kleine Insel. Hier war ein Restaurant auf einer Plattform. Wer wollte konnte im flachen Wasser Schnorcheln. Brillen und Schnorchel wurden zur Verfügung gestellt. Einige haben es genutzt. Ich kann das leider nicht. Dennoch haben auch die auf dem Trockenen viele bunte Fische gesehen. Hier gab es auch Mittagessen. Hühnchen, Fisch und einen Oktopussalat. Alles sehr lecker, besonders der Fisch.

Unser nächstes Ziel war der Red Frog River. Leider zogen dunkle Wolken auf und es fing an zu regnen. Wir bekamen große bunte Plastiktischdecken, die wir über unsere Beine zogen und hinter der wir uns versteckten, so dass uns bei der schnellen Fahrt nicht der Regen ins Gesicht peitschte. Wir müssen lustig ausgesehen haben.

Ein armes nasses Faultier aber hatte sich in einer Astgabel zusammengerollt und uns gar nicht beachtet. Trotz Regen beschlossen wir, zum Red Frog River zu fahren. Und wir hatten wieder Glück. Dort angekommen hörte der Regen bald auf und die Kulisse war sehenswert. Claire wusste sehr viel über Flora und Fauna zu erzählen, man kann gar nicht alles behalten.

Weil wir ja schon von Jose wussten, dass die Empfehlungen von Reiseleitern immer gut sind, haben wir abends in Claires Lieblingsrestaurant gegessen. Natürlich Fisch. Große Portionen, hübsch angerichtet und, wie kann es auch anders sein, lecker.

Gestern waren wir zu bedauern, heute zu beneiden.

Von der Isla Colon grüßt
Karin

14. Tag: Auf nach Panama City

Der Morgen fing an wie immer. Regen. Wir hatten bis zum Nachmittag frei. Gegen 15.00 Uhr würde Claire uns abholen und zum Flughafen bringen. Am Vortag hatte unsere Reiseleiterin uns verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir die Zeit bis dahin verbringen könnten. Keiner konnte sich so recht für Baden am Strand von Bocas del Toro, Radfahren zum Schildkrötenstrand oder den Botanischen Garten begeistern.

So verbrachten wir den Morgen erst mal mit Koffer aufräumen. Manche machten sich Sorgen wegen des Gewichtes. Auf dem Inlandsflug durften das nur 20 kg wiegen. Inzwischen war doch das ein oder andere Souvenir gekauft worden. Andreas hatte eine Kofferwaage dabei. Sehr praktisch und beruhigend. Kein Übergewicht. Es wurde geschwatzt und gelacht vor den Zimmern.

Als der Regen nachließ, bummelten wir noch ein bisschen durch die „Hauptstadt“ der Isla Colon. Die kannten wir benahe schon so gut wie die berühmte Westentasche. Um drei fanden wir uns alle im Hotel wieder ein und warteten auf Claire. Und das was dann kam, musste man einfach mal erlebt haben.

Den Kofferwagen kann man auf nebenstehendem Bild bewundern. Wir haben uns gefragt, wie viele Koffer wohl runterfallen würden. Und die doch recht zarte Claire wuchtete die Koffer nach oben. Unsere Männer waren Kavaliere und übernahmen trotz Protest ihrerseits die Sache. Wir selber gingen zu Fuß zum Flughafen, es waren nur ca. 500 m und die Sonne schien.

Das Flughafengebäude war recht klein, hatte aber eine Klimaanlage und wie in jeder ordentlichen Abfertigungshalle Absperrbänder zum Schlangestehen. Unsere Gruppe waren ja auch immerhin 19 Leute und ein paar Fremde kamen noch dazu. Claire sammelte die Pässe ein. Dann ging es zur Kofferwaage. Auch im Bild zu bewundern. Bei der konnte wenigstens die Elektronik nicht ausfallen. Das war nämlich zwischenzeitlich beim Check-In Computer passiert, war aber schnell behoben.

Wir wurden aufgerufen, bekamen den Pass zurück und sollten nun selber inklusive Handgepäck auf einer zweiten Waage gewogen werden. Die war aber blockiert durch vier neu hinzugekommene Passagiere. Also kehrt gemacht und zur ersten Waage zurück. Spätestens jetzt war aus der Schlange ein ungeordneter Haufen geworden.

Dann kam das Boarden. Ein Flughafenmitarbeiter, zu erkennen an einer gelben Warnweste, hielt einen Zettel mit der Flugnummer in die Höhe und rief zum Sammeln. Jeweils zu Zweit ging es zur Handgepäckkontrolle. Wer fertig war, musste sofort weiter um die Ecke. Bei den anderen zuschauen ging nicht.

Nachdem die Maschine eingetroffen war wurden die Koffer von Hand verladen. Der Pilot rauchte erst mal seelenruhig neben den Propellern eine Zigarette. Mit einiger Verspätung ging es in die Luft. Es war ein angenehmer ruhiger Flug. Nach 45 Minuten landeten wir in Panama City. Auch hier hat sich die moderne Technik noch nicht durchgesetzt.

Der Weg der Koffer von der Maschine in die Flughafenhalle war kurz. Die Koffer wurden einfach hingestellt, man zeigte auf seinen Koffer und der Flughafenmitarbeiter reichte ihn weiter. Der Einfachheit halber haben in manche auch selber aus der Absperrung herausgeholt. Auch (oder wegen?) ohne Technik ging alles sehr schnell.

Von der Stadt haben wir nichts mehr gesehen, es wurde schnell dunkel. Das Hotel ist scheinbar relativ neu oder kürzlich renoviert. Große Zimmer und hell geflieste Bäder. Sehr schön.

Jetzt aus Panama City grüßt
Karin

15. Tag: Durch den Panamakanal

Wie schön könnte Panama sein. Heute stand der Panamakanal auf dem Programm. Diejenigen, die ihn ganz durchqueren wollten, mussten früh aufstehen. Um 6.45 Uhr wurden wir abgeholt. Mit Sonnenschein nach so viel Regen fing der Tag vielversprechend an. Die Fahrt zum Hafen war kurz. Bevor es an Bord ging, bekamen wir alle ein orangefarbenes Band um den Arm. Unser Guide Pablo erklärte, das dient der Organisation, denn Frühstück und Mittagessen würde es an Bord geben.

Eine Ganzdurchquerung des Panamakanals findet nur zwei Mal im Monat statt. Die ist daher immer ausgebucht. An Bord passten 300 Leute. Die waren schon alle da als wir eintrafen und hatten wie wir Bänder um den Arm, aber weiß oder blau oder gelb oder ….. Sieben Farben habe ich gezählt. Um 7.30 Uhr sollten wir ablegen. Daraus wurde nichts. Es muss immer ein Lotse an Bord sein und unserer war noch nicht da.

Erst mal wurde zum Frühstück gerufen. Erst die mit den blauen und weißen Bändchen und mir schwante Böses. Die Orangen würden die Letzten sein. Na nicht ganz, aber die vorletzten. Es herrschte Wuhling. Zum Kaffee im Pappbecher gab es keine Milch und das Rührei konnte man krümeln. Dazu kleine Brötchen, Marmelade, Topfkuchen und Ananas. Meckere nicht immer, war der Kommentar meiner besseren Hälfte, zu Hause hast Du nur Marmelade. Und während wir frühstückten kam der Lotse und wir legten ab. Es war mittlerweile halb neun. Der Zeitplan mit Rückkehr 18.30 Uhr im Hotel dürfte damit auch überholt sein. Wie recht ich hatte, aber das wusste ich da zum Glück noch nicht.

Denn so konnte ich die Fahrt erst mal genießen. Aus dem Lautsprechen kamen viele Erklärungen, von denen ich nur sehr wenig behalten habe. Der Kanal wurde 1914 eingeweiht und blieb bis 1999 im Besitz der Amerikaner, die damit viel Geld verdienten. Denn so eine Durchquerung ist teuer. Ein Panamax, so wird das Schiff genannt, das von der Größe her gerade noch in die Schleusen passt, bezahlt rund 250.000 US$. Den Vogel abgeschossen hat im letzten Jahr die Norwegian Pearl, die 419.000 US$ berappen musste.

Täglich gehen durch den Kanal 38 bis 40 Schiffe, vormittags von Panama nach Colon, nachmittags in umgekehrter Richtung. Es gibt drei Schleusen. Die Schleuse Miraflores hat zwei Kammern und hebt je 8 m, Pedro Miguel hebt 10 m und in der Gatún-Schleuse würden wir wieder um 16 m abgesenkt werden (Differenz wegen des unterschiedlichen Tidehubes von Pazifik und Atlantik).

Als erstes beeindruckte die Bridge of the Amerikas (Brücke der beiden Amerikas). Nach kurzer Zeit schon ging es in die erste Schleuse. Vor uns fuhr eine große Yacht. Mehrere Stockwerke und mit einem Seewasserswimmingpool. Die gehört einem russischen Multimillionär, der sich auch einen englischen Fußballclub gekauft hat. Bezahlen wir, mit jedem Wodka, den wir trinken, so der Bordlautsprecher.

Und das Traumschiff, die MS Deutschland lag neben uns in der parallelen Schleusenkammer. Bezahlen wir auch, wenn wir die Serie schauen. Die Yacht wurde von den kleinen Treidellocks gezogen. Die laufen auf Zahnrädern neben den Schleusenkammern.

Große Schiffe dürfen nicht selber fahren. Wenn die nicht rechtzeitig stoppen und ein Schleusentor beschädigen läuft der ganze Gatún-See leer. So eine Schleusung verbraucht fast 200 Mio. Liter Wasser. Das freut die Fregattvögel. Denn damit werden auch Fische mitgespült und bestücken die Vogel-Sushi-Bar.

Einige große Schiffe begegneten uns, bevor wir in die Pedro-Miguel-Schleuse einfuhren. Hier wieder das gleiche Schauspiel wie vorher. Die großen Schleusentore schließen sich und das Wasser beginnt sehr schnell zu steigen. Es dauert nicht mal 10 Minuten bis das obere Niveau erreicht ist. Ach, vor uns lag das Schiff mit den Leuten, die nur die halbe Durchfahrt gebucht haben.

Wieso vor uns, die brauchten doch erst um halb acht weg und haben noch im Hotel gefrühstückt. Na egal, wir wurden zum Mittagessen gerufen. Dieses mal die Orangen zuerst. Unsere Schlange war noch nicht durch, kamen schon die Blauen und Weißen dran. Gleiches Wuhling wie beim Frühstück.

Die Puente Centenario kam in Kameranähe und wir gingen wieder an Bord. Eine tolle Brücke, zwei Pfeiler halten die Stahlseile an der die Brücke hängt. Sieht aus wie zwei Dreiecke. Ich hoffe man kann das auf dem Foto erkennen. Und während wir noch nach der besten Kameraeinstellung suchten, kam es dicke. Lange Erklärung, kurzer Sinn: Einer der beiden Motoren ist ausgefallen.

Wir können nur noch langsam fahren, dadurch die Zeit nicht einhalten, zu der wir an der letzten Schleuse sein mussten. Es gibt nur die halbe Durchfahrt. Wie praktisch, dass der Motor noch vor dem Hafen Gamboa, an dem die halbe Durchfahrt beendet ist, kaputt ging und nicht erst dahinter. Was war denn mit der verspäteten Abfahrt?

Der Unmut war groß. Wie ich hatten viele die ganze Reise überhaupt wegen der Ganzdurchfahrt gemacht. Vom Pech verfolgt. Wir fuhren noch über den höchsten Punkt des Kanals. Die Wasserscheide wird durch einen Berg markiert.

Im Hotel erst mal abreagiert und dann ins Cafe gesetzt. Und endlich einen gelben und einen blauen Vogel vor die Linse bekommen. Und die hübschen jungen Damen gesehen, die sich ebenfalls bereitwillig fotografieren ließen. Mit Polizisten die Internetadressen zwecks Foto-Verschicken getauscht.

In dem Open Air Lokal, das wir uns fürs Abendessen ausgesucht hatten, war eine tolle Band, lauter fröhliche zum Teil mit bunter Kopfbedeckung dekorierte junge Leute feierten eine Verbena, ein Klassentreffen wie wir herausfanden. Der Fisch war wie immer so was von lecker und die Welt wieder in Ordnung.

Aus dem schönen Panama grüßt
Karin

16. Tag: Miraflores-Schleuse und Kolonialstadt

Heute durften wir mal wieder ausschlafen. Unsere Tour sollte erst um 9.30 Uhr beginnen. Das Frühstück haben wir draußen auf der Terrasse des Hotels genossen. Genossen ist vielleicht ein wenig übertrieben. Es war ein ziemliches Durcheinander. Etwas fehlte immer. Entweder waren keine Tassen da, oder das Besteck war aus, dann wieder musste man das Brot suchen oder auf die Teller warten. Aber wir blickten direkt auf den Kanal und das Wetter versprach Sonne.

Zuerst ging es zur Miraflores-Schleuse. Das Timing war perfekt. Scheinbar wurden heute nicht so viele Schiffe geschleust. Ging es sonst vormittags nur in eine Richtung, lagen heute zwei Schiffe in den beiden parallelen Schleusenkammern, von denen eines Richtung Pazifik und eines Richtung Atlantik fuhren. Das Richtung Pazifik war ein Panamax, passte also gerade in die Kammer. Es wurde von 6 Treidelloks gezogen. Früher nannte man diese Loks, die von General Elektrik gebaut worden waren, „Mulis“. Wegen der Größe des Schiffes sah die Absenkung, die immerhin 8 m betrug, gar nicht so spektakulär aus. Das Schiff transportierte Autos. 3.000 passen darauf.

Nachdem die Schiffe durch waren, ging ich in das Museum. Hier wurden Bilder und Objekte vom Bau des Kanals gezeigt. Die Franzosen hatten damit begonnen und die Amerikaner vollendeten den Bau. Im Museum wurden auch noch ein paar Insekten ausgestellt, die in dem Naturpark an der Wasserscheide beheimatet sind. Die waren natürlich unter Glas und beleuchtet, also schwierig zu fotografieren.

Obwohl ich gedacht hatte, die Schleuse haben wir doch schon gestern gesehen, das müssen wir doch nicht noch mal haben, hat es mir gut gefallen. Heute stellte sich das Bauwerk unter einem ganz anderen Blickwinkel dar. Und wie mir ist es allen gegangen.

Pablo erzählte uns, dass der Kanal seit 1999 erst zu Panama gehört. Vorher hatten die Amerikaner rechts und links des Kanals eine 15 km breite Zone eingezäunt. Es gab Wohnraum, Schulen und Krankenhäuser in diese „Canal-Zone“, aber nur für die Amerikaner, die Panamesen hatten keinen Zutritt. Umgekehrt, konnten sich die Amerikaner in Panama frei bewegen.

Ausgemacht war, dass sowohl die amerikanische als auch die panamesische Fahne gehisst werden sollte, die Amerikaner ignorierten das. Neun Studenten drangen dann gewaltsam in die Kanalzone ein und zogen ihre Fahne auf. Sie wurden laut Pablo einfach erschossen. Das war der Beginn einer Revolte in ganz Panama und der Beginn der Verhandlungen zur Übergabe des Kanals an Panama.

Dann sollte es erst mal auf die Flamingoinsel zum Mittagessen gehen. Der der Damm, der zu der Insel führt, wurde mit dem Aushub des Panamakanals gebaut. Heute war Sonntag und mit uns fuhr eine Autoschlange. Unser Guide erzählte uns, dass am Sonntag Tradition für viele Panamesen ist, zum Essen zu fahren. Entsprechend voll wurde auch das Lokal.

Wir hatten eine Reservierung auf der Terrasse. Zum Essen konnten wir wählen. Ich zähle jetzt nicht alles auf, aber mir tat Pablo leid, der die Übersicht behalten musste. Dass Essen kam schnell und für alle zur gleichen Zeit. Wir staunten nicht schlecht. Es sah alles sehr gut aus und schmeckte auch gut. Zufriedene Gesichter ringsum. Und der Blick auf die Yachten im Hafen und die Skyline von Panamacity passte zum Ambiente.

Vorbei an einem Viertel, in dem offensichtlich die ärmere Bevölkerung zuhause war, ging es in die Kolonialstadt, die Casco Viejo. Diese ist Unesco-Weltkulturerbe. Die Häuser alle schon ziemlich verfallen, aber mit sehr viel kolonialem Charme durch die schmiedeeisernen Balkone mit Blumenschmuck und die bunten Fassaden. Jetzt werden die Fassaden restauriert. Einige wenige sind schon hergerichtet. Die sehen natürlich sehr schön aus.

Das Problem ist, dann ist der Wohnraum für die ursprünglich hier lebende Schicht nicht mehr bezahlbar. Daher gibt es auch so etwas wie eine Hausbesetzerszene. Beim Französischen Platz führte eine Treppe auf eine Promenade an deren Ende man einen fantastischen Blich auf die Skyline von Panama City hat. Unter einem Bogengang aus Bougainvillean hatten Händler ihre bunten Stände aufgebaut. Hier kauft man gerne seine Souvenirs ein.

Pablo zeigte uns noch einiges mehr in der Altstadt. Darunter das Denkmal von Simon Bolivar und die Kirchen der Dominikaner, Jesuiten und Franziskaner, die alle hier vertreten waren. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholisch. Ich war froh, als ich wieder in den klimatisierten Bus einsteigen konnte. Wir hatten immerhin 36 Grad an diesem Tag.

Dann ging es noch in die Neustadt mit ihren Banken und Hochhäusern, eben das Viertel, dessen Skyline wir von Ferne gesehen haben. Am interessantesten war ein Gebäude, dessen einzelne Stockwerke gegeneinander verdreht waren. Die Ausgrabungen der ursprünglichen Stadt, gegründet um 1600 von den Spaniern, war unsere letzte Station für heute.

Wir persönlich ließen den Tag ausklingen bei einem schönen kalten Bier und ein paar Tappas direkt am Ufer des Panamakanal.

Viele Grüße aus dem warmen sonnigen Panama City von
Karin

17. Tag: Emberá-Indianer und Strandhotel

Die Regentage waren endgültig vorbei. Zwar hatte Pablo uns empfohlen, heute die Regenjacken mitzunehmen. Diesmal war die Empfehlung des Reiseleiters aber falsch. Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Norden zu den Emberá-Indianern. Unterwegs sahen wir viele der bunten Schulbusse.

Pablo erzählte uns etwas über das Schulsystem in Panama. Alle Kinder gehen 12 Jahre zur Schule. Die staatlichen Schulen sind, angefangen von der Schuluniform bis hin zum Bleistift, völlig kostenlos. Nach der Schule kommt das Studium. Ich habe das so verstanden, dass unter Studium auch die Berufsausbildung fällt. Das dauert an einer staatlichen Schule noch mal 7 Jahre, muss aber, wenn auch mit einem geringen Betrag, bezahlt werden. Wer kein Geld hat, kann es sich über eine Bank finanzieren lassen. Pablos Meinung: Jeder hat die gleichen Chancen. Das kann ich nicht so recht glauben wenn ich an die Siedlung denke, die wir gestern gesehen haben.

Auf dem Weg zu den Indianern sind wir auf schlechten Straßen und durch dünn besiedeltes Gebiet gefahren. Schade dass wir nicht halten konnten. Wie schon in Costa Rica und auch Nicaragua standen hier die schönsten Pflanzen und blühende Bäume, die in den Hotelanlagen dann leider nicht mehr zu finden waren. Wir sind aber auch an einer riesigen Zementfabrik vorbeigekommen. Von Umweltschutz war nichts zu spüren. Pablo meinte zwar, die grauen Blätter an den Bäumen und Pflanzen sei auf die zu Ende gehende Trockenheit zurückzuführen, wir hatten aber den Zementgeschmack auf der Zunge und in der Nase den Staub. Menschen leben hier auch.

Am Rio Chagres warteten schon die Indianer auf uns. In ihrer traditionellen Kleidung, das heißt im Lendenschurz mit Tattoo. In Holzbooten aber mit Motor sind wir den Fluss hinaufgefahren. Alle mussten Schwimmwesten anlegen. Im Fall des Falles würden unsere Köpfe oben schwimmen, unten würden uns die Krokodile fressen. Einige von uns haben tatsächlich welche auf den Sandbänken am Fluss gesehen. Und eines der Boote lief im seichten Wasser auf Grund. Die Bootsführer haben es bei der Hitze mit den Urlaubern drin wieder ins tiefere Wasser schieben müssen.

Im Indianerdorf, das etwas erhöht über dem Fluss lag, wurden wir mit Musik empfangen. Wir haben uns ein bisschen umgeschaut. Hier leben ca. 100 Menschen. Die „Häuptlinge“, in diesem Fall zwei und zwar ein Mann und eine Frau, werden demokratisch gewählt. Im Dorf gibt es eine Schule mit einer Klasse für die älteren und einer für die kleineren Kinder. Manche langweilten sich, wie überall auf der Welt. Die Lehrer kommen aus der Stadt.

Die Moderne geht auch an den Ureinwohnern nicht vorüber. Wir sahen normale Kleidung auf der Wäscheleine und eine Telefonzelle. Der Dorfvorsteher erzählte uns etwas über das Dorfleben und eine junge Indianerin erklärte uns, wie die hübschen Schalen und Behälter aus gefärbten Fasern entstehen. Und spätestens hier merkten wir, dass die Erklärungen Pablos über das Schulsystem nicht ganz auf alle Panamesen zutrafen, denn die junge Dame war 16 Jahre alt und hätte demnach in der Schule sein müssen.

Nach dem Mittagessen, bestehend aus Kochbananen und Fisch auf Holzschalen, durften wir noch traditionelle Tänze sehen. Die Musikinstrumente waren zumeist aus Bambus. Einer der Klangkörper war der Panzer einer Schildkröte. Die Musiker amüsierten sich köstlich und wir ahnten warum. Die hatten schon untereinander ausgeguckt, wer mit wem der weiblichen Besucher tanzen musste. Wir haben den Spaß mitgemacht. Ein bisschen Freude müssen sie schließlich auch haben, wenn sie sich so vorführen lassen müssen.

Mit den Booten ging es wieder zurück in die Zivilisation. Und weiter in unser Strandhotel. Es ist eine riesige Anlage mit 1.600 Betten, mehreren Pools und Restaurants und einem endlos langen Strandabschnitt. Das Hotel der langen Wege. Es klappt nicht alles zur Zufriedenheit aller. Die Buffet-Restaurants haben ein bisschen Kantinencharakter, aber die Bedienung ist meist aufmerksam. Wir persönlich haben es ausnahmsweise mal gut getroffen.

Unser Zimmer ist hübsch, wenn auch am Animationspool. Wir haben unter einem Baum am Strand einen schönen Schattenplatz gefunden und können den Händlern zuschauen. Komisch, wenn ich ein Kleid anschaue, weiß ich immer sofort, da pass ich nicht mehr rein. Aber manche müssen sich mindestens zehn Mal in der Praxis davon überzeugen, dass das Teil das sie gerne haben möchten noch maximal knapp über den Kopf geht.

Einige von uns fahren morgen nach Hause. Schade. Wir waren eine super Truppe und hatten seht viel Spaß miteinander. Wenn ich auch zwischendurch mal eine Phase hatte, in der ich nach Hause wollte, insgesamt war es eine schöne Reise.

Viele Grüße vom heißen, sonnigen Pazifikstrand
pura vida
Karin

Ihr Reiseleiter in Costa Rica - José

Hallo liebe Gäste, mein Name ist José Cocozza und ich werde Sie eine Weile während ihrer Tour durch Costa Rica begleiten.

Seit 1992 arbeite ich nun schon als Reiseleiter und es macht mir sehr viel Spaß. Ich interessiere mich besonders für die Geologie und die Flora & Fauna meines Landes.

In meiner Freizeit lese ich gerne, fotografiere und mache Mountainbike Touren.

Bis bald in Costa Rica
José

 

Ihr Reiseleiter in Costa Rica - Hans


Liebe Berge & Meer Gäste, ich bin Ihr Reiseleiter Hans Kettelhorn und ich werde Sie auch durch einen Teil von Costa Rica begleiten.

Mein Name lässt erkennen, dass in meiner Familie deutsche Wurzeln zu finden sind und demnach meine Muttersprache auch Deutsch ist.

Bevor ich als Reiseleiter angefangen habe zu arbeiten, habe ich zuerst Wirtschaft studiert, bin dann aber in die Touristik gekommen und auch geblieben.

Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Gruppe und freue mich, Sie bald begrüßen zu können.

Viele Grüße,
Hans

Ihr Reiseleiter in Nicaragua

Ein Hallo an die Berge & Meer Reisegruppe, ich bin Mauricio Corder und ich bin Ihr Reiseleiter in Nicaragua. Ich freue mich schon sehr, Ihnen mein Land näher zu bringen.

Sie werden von der Flora & Fauna und der Kolonialstadt Granada genau so begeistert sein, wie von der Lebensfreude der Menschen.

Diese Reise durch das wunderbare Nicaragua wird Ihnen immer in guter Erinnerung bleiben.

Bis bald
Ihr Mauricio

Ihr Reiseleiter in Bocas del Toro

Hallo zusammen, ich bin Ihre Reiseleiterin Claire Gordillo Molly.

Ich denke, das Panama ein einmalig schönes Land ist und ich möchte, dass die Touristen kommen, um dies mit eigenen Augen zu sehen und seine Vielfalt kennenzulernen. Mir liegt auch sehr viel daran, die Gäste auf die Bedeutung und Erhaltung der natürlichen Ressourcen aufmerksam zu machen.

Wichtig sind mir auch die kulturellen Unterschiede, die ich Ihnen mittels kleiner Details aus dem panamaischen Alltag aufzeige. Ich bin selbst fast ein Jahrzehnt durch den amerikanischen Kontinent gereist und liebe es, neue Orte kennenzulernen und da ich dreisprachig aufgewachsen bin, war es für mich fast selbstverständlich, in diesem Arbeitsbereich zu enden.

Meine Aufgabe als Reiseleiterin ist es, den Gästen eine sichere und angenehme Reise zu ermöglichen. Neben dem Organisieren gebe ich den Gästen Informationen, helfe ihnen bei speziellen Fragen und Anliegen. Ein Reiseleiter hat auch die Aufgabe, die Gäste über die negativen Seiten des Tourismus aufzuklären, diese zu minimieren und so mitzuhelfen, nachhaltigen Tourismus zu fördern.

Ich freue mich auf Sie,
Ihre Claire

Ihr Reiseleiter in Panama City

Hallo, mein Name ist Juan Pablo aber Sie können mich auch nur Pablo nennen, das ist sicher einfacher!

Ich bin Kolumbianer, wohne aber seit vielen Jahren in Panama und arbeite seit 8 Jahren als Reiseleiter. Das gefällt mir, weil ich jeden Tag neue Leute kennenlerne und das macht mir sehr viel Spaß.

Mir ist es auch wichtig, dass die Touristen unser Land sehen, denn Panama hat viel mehr zu bieten als „nur“ einen Kanal!

Viele Grüße
Pablo

Ihr Reiseverlauf

Entdecken Sie die Vielfalt dreier Länder auf einer Reise! Tropischer Regenwald, aktive Vulkane, atemberaubende Nationalparks und die Lebensfreude der Einheimischen erleben Sie auf einer spannenden Rundreise. Nicaragua lockt mit seiner Vielfalt aus abwechslungsreicher Flora und Fauna sowie aus Kolonialstädten. Entdecken Sie Panama mit den wunderschönen Naturlandschaften und dem Panama-Kanal. Anschließend verbringen Sie noch ein paar entspannte Tage im All-Inclusive Resort an der Playa Blanca.

1. Tag - Anreise
Linienflug nach San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Am Flughafen werden Sie von Ihrer deutschsprachigen Reiseleitung empfangen und zum Hotel gebracht (ca. 30 Minuten).

2. Tag - San José - Vulkan Poás - Monteverde (ca. 165 km)
Heute startet Ihre abenteuerliche Reise durch die grüne Welt Mittelamerikas mit den fruchtbaren Hängen des Vulkan Poás. Sie fahren über die Stadt Alajuela hinauf und halten unterwegs an einer Kaffeeplantage. Auf ca. 2.700 m über dem Meeresspiegel befindet sich der Eingang des Nationalparks Vulkan Poás. Den imposanten Hauptkrater erreichen Sie nach einem kurzen Spaziergang. Anschließend fahren Sie auf einer holprigen Naturstraße bis auf das ca. 1.400 m über dem Meeresspiegel gelegene Monteverde.

3. Tag - Selvatura Hängebrücken und Nebelwald
Entdecken Sie den Nebelwald, der in Höhen ab ca. 1.400 m gedeiht und sich durch einen außerordentlichen Artenreichtum auszeichnet. Neben Hunderten von Baum- und Pflanzenarten sind hier auch über 350 Vogelarten zu sehen, unter anderem auch der sagenumwobene Göttervogel der Mayas, der Quetzal. Auf einem Rundgang über Hängebrücken erleben Sie dieses Naturparadies des Selvatura Reservats auf eine besondere Weise. Die Brücken sind über Täler gespannt, sodass Sie einen einzigartigen Einblick aus der Vogelperspektive in das Dschungeldach erhalten. Nach einem anschließenden Mittagessen im Rancho Haus steht Ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Mutige Gäste können fakultativ an der “Canopy-Tour“ teilnehmen und wie Tarzan an Stahlseilen von Baumkrone zu Baumkrone schwingen (vor Ort buchbar, ca. US$ 50.- p. P).

4. Tag - Monteverde - Cañas - Liberia - Peñas Blancas/Nicaragua - Granada - Isletas - Granada (ca. 350 km)
Heute fahren Sie entlang des Panamerican Highways über Cañas und Liberia nach Peñas Blancas, bis Sie mittags die Grenze zu Nicaragua erreichen. Danach führt Sie die Reise entlang des riesigen Nicaragua-Sees mit Blick auf die Vulkaninsel Ometepe zur Kolonialstadt Granada, wo Sie Ihre Zimmer beziehen. Sie besteigen die für Granada typischen Pferdekutschen und fahren damit zum Nicaragua-See.

5. Tag - Granada - Vulkan Masaya - Masaya Stadt und Markt - Laguna Apoyo - Los Pueblos - Granada (ca. 40 km)
Die Reise führt für Sie am heutigen Tag zum Vulkan Masaya Nationalpark, wo Sie einen beeindruckenden Blick in den brodelnden Krater Santiago werfen können. Anschließend besuchen Sie den Markt von Masaya und essen am Rande der Laguna Apoyo zu Mittag. Der ehemalige Krater ist heute mit kristallklarem Wasser gefüllt und von üppiger Natur umgeben. Hier haben Sie die Gelegenheit zu baden. Nach dem Besuch der traditionellen Dörfer Catarina und San Juan de Oriente, die für ihre Töpfereien bekannt sind, fahren Sie zurück nach Granada.

6. Tag - Granada - Masaya zur “Verbena”
Heute Vormittag besichtigen Sie die Kolonialstadt Granada mit ihren wichtigsten Monumenten. Alle Sehenswürdigkeiten sind problemlos zu Fuß zu erreichen und Sie besuchen unter anderem die Kathedrale und das Franziskanerkloster. Es folgt eine spannende Bootsfahrt durch die Isletas, über 360 kleine, teils bewohnte und teils unberührte Inseln, bei der Sie zahlreiche Wasservögel beobachten können. Am frühen Abend fahren Sie nach Masaya zur traditionellen “Verbena“, wo Sie bei Folkloretänzen ein typisches Abendessen einnehmen.

7. Tag - Granada - Peñas Blancas/Costa Rica - La Fortuna/Vulkan Arenal (ca. 350 km)
Nach dem Frühstück geht es zur Grenze Peñas Blancas. Anschließend fahren Sie über Liberia und Cañas nach La Fortuna.

8. Tag - La Fortuna - Arenal Nationalpark - Thermalquellen (ca. 10 km)
Am Vormittag nähern Sie sich dem Vulkan und unternehmen eine Wanderung auf den ehemaligen Lavafeldern, die heute vom Nationalpark geschützt sind. Von hier aus haben Sie bei schönem Wetter herrliche Ausblicke auf die Vulkanspitze, wenn sich diese nicht gerade hinter Wolken versteckt. Am Nachmittag können Sie sich in den hoteleigenen Thermalquellen (ggf. Fahrt zu einem Thermalbad außerhalb) entspannen und die Eindrücke des Tages verarbeiten.

9. Tag - La Fortuna - Tortuguero (ca. 180 km)
Am frühen Morgen fahren Sie in die Tiefebene nach Guápiles. Nach einem landestypischen Frühstück führt Sie die Reise in die Gegend von Matina/Caño Blanco, wo Sie mit dem Boot über Kanäle und Flussläufe nach Tortuguero weiterfahren. Auf dem Weg durch den Hauptkanal haben Sie die Gelegenheit, die große Vogelvielfalt zu beobachten. Einen ersten Rundgang durch den Regenwald unternehmen Sie nach dem Mittagessen mit Ihrer Reiseleitung. Auf dem Transfer nach/von Tortuguero sind weitere Reisegäste anwesend und das Gepäcklimit beträgt 12 Kilo. Ihr Hauptgepäck wird in der Zeit von der Agentur verwahrt und Ihnen an Tag 11 wieder gegeben. Sie übernachten in einer Lodge, umgeben von engen Kanälen und Lagunen.

10. Tag - Tortuguero Nationalpark
Sie erleben viele Dschungelkanäle mit der gerade erwachenden Tierwelt am heutigen Morgen. Beobachten Sie Affen, Faultiere, Leguane, Kaimane, Süßwasser-Schildkröten sowie zahlreiche Vogelarten. Das Frühstück nehmen Sie nach der Rückkehr zur Lodge ein. Danach wandern Sie ca. 2 Stunden durch das nah gelegene Reservat mit einem anschließenden Mittagessen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Entspannen Sie am Pool oder planen Sie mit Ihrem Reiseleiter optionale Touren (gegen Gebühr).

11. Tag - Tortuguero - Limón - Puerto Viejo de Limón/Gandoca (ca. 125 km)
Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Boot nach Matina/Caño Blanco. Nach dem typischen Mittagessen in einem kleinen Restaurant in Siquirres geht es ab Limón die karibische Küste entlang bis nach Puerto Viejo de Limón und an dem 8 km südlich liegenden Strand Punta Uva.

12. Tag - Puerto Viejo de Limón - Gandoca Nationalpark - Sixaola/Panama - Bocas del Toro (ca. 70 km)
Bevor Sie die Grenze nach Panama abenteuerlich über eine Brücke überqueren, wandern Sie am Vormittag im Gandoca Nationalpark. In Guabito geht die Fahrt anschließend durch eine schöne Naturlandschaft weiter, bis zur Hafenstadt Almirante. Hier laden Sie das Gepäck auf ein Boot und fahren ca. 30 Minuten zur Hauptinsel des Bocas del Toro Archipels, der Isla Colón. Danach fahren Sie zu Ihrem Hotel.

13. Tag - Bocas del Toro - Bootsausflug/Schnorcheln
Die Unterwasserwelt der Inseln ist eine der Hauptattraktionen von Bocas del Toro. Genießen Sie den Bootsausflug zur Laguna Bocatorito, wo Sie mit etwas Glück Delphine bewundern können. In einem kleinen Restaurant können Sie danach verschiedene Meeresfrüchte probieren. Am Nachmittag haben Sie am Red Frog Beach Zeit zum schwimmen oder zum Erkunden der Insel. Über den Hospital Point geht es zurück zur Hauptinsel.

14. Tag - Bocas del Toro - Flug nach Panama City
Bis zum frühen Nachmittag steht Ihnen der Tag zur freien Verfügung (optionale Ausflüge buchbar). Anschließend fliegen Sie nach Panama City, der Hauptstadt Panamas und fahren zu Ihrem Hotel.

*15. Tag - (Teil-) Durchquerung des Panama Kanals*
Brechen Sie frühmorgens zu einem besonderen Erlebnis auf, der Teildurchquerung des geschichtsträchtigen Panama-Kanals. Durchfahren Sie nach dem Frühstück mit dem Schiff einen Teil dieses technischen Wunderwerks, passieren Sie verschiedene Schleusen und erhalten Sie interessante Informationen über die Geschichte des Kanals unterwegs. Das Mittagessen findet auf dem Schiff statt. Danach fahren Sie zum Hotel zurück.Die Ganzdurchquerung ist an allen Terminen buchbar. Die Preise der Ganzdurchquerung finden Sie unter den Wunschleistungen. Bei 2 - 9 Teilnehmern ist die Reiseleitung auf der Kanalfahrt in englischer Sprache. Ab 10 Personen ist sie deutsch geführt.

16. Tag - Panama City
Auf einer Stadtrundfahrt besuchen Sie die Ruinen der alten Stadt Panama, welche 1671 durch den Piraten Sir Henry Morgan zerstört wurde (inkl. Mittagessen). Genießen Sie vom Causeway einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Panama City. Anschließend geht es zur Miraflores Schleuse, wo Sie noch einmal einen Blick auf den Panama-Kanal genießen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

17. Tag - Panama City - Emberá Indianer - Playa Blanca (215 km)
Die Reise führt nach dem Frühstück Richtung Norden zum See Alajuela. Sie steigen dort in kleine Boote um, die Sie den Rio Chagrés hinaufbringen. Genießen Sie während der Fahrt die faszinierende Urwaldkulisse und erleben Sie einen authentischen Einblick in die Jahrtausende alte Kultur und Tradition der dort lebenden Menschen, den Emberá-Indianern. Am Nachmittag Transfer zum All-Inclusive-Hotel Playa Blanca Resort (ca. 2 Stunden).

18. Tag - Playa Blanca
Lassen Sie Ihre Urlaubseindrücke Revue passieren. Ihr All-Inclusive Hotel ist direkt an einem wunderschönen weißen Sandstrand gelegen und bietet viel Komfort.

19. - 20. Tag - Playa Blanca
Genießen Sie weitere erholsame Tage im Royal Decameron Golf Beach Resort & Villas.

21. Tag - Abreise
Transfer zum Flughafen in Panama City und Rückflug nach Deutschland.

22. Tag - Ankunft in Deutschland