Januar - Februar 2012

Mit seiner kulturellen Geschichte und der einzigartigen Landschaft gilt Mexiko als eines der faszinierendsten Länder der Welt. Erleben Sie die Hauptstadt Mexiko City, malerische Kolonialstädte wie Oaxaca und die Maya-Stätten auf der Halbinsel Yucatan.

Ihr Chronist

Hallo liebe Leser,

wir - das sind Daniel und Yvonne - möchten Sie gern mitnehmen; nach Mexiko. Doch bevor es los geht noch ein paar kurze Worte über uns.

Wir beide sind im besten Alter und seit 14 Jahren verheiratet. Wir sind in der Altenpflege tätig. Unsere kleine Heimatstadt liegt in Sachsen im Erzgebirgsvorland.

Seit einigen Jahren entfliehen wir dem kalten Winter und verbringen den Januar oder Februar in der Sonne. Ja und diesmal soll es Mexiko sein. So denn Lets-go Mexiko.

1. Tag: Anreise nach Mexico City

So nun sind wir angekommen. Es ist fast Mitternacht. Aber der Reihe nach.

Angekommen sind wir pünktlich mit der Bahn am Frankfurter Flughafen. Der Flug startete 10.00 Uhr und so ging es mit einem Zwischenstopp über Toronto nach Mexico City.

Nach dem Erledigen der Einreiseformalitäten wartete unser Reiseleiter schon am Ausgang der Schalterhalle. Wir waren schon erstaunt, dass es eine so große Gruppe zusammen gekommen ist. Wir erhielten schon beim Empfang unsere Zimmerschlüssel. Somit konnte jeder bei Ankunft im Hotel auf sein Zimmer.

Die Koffer wurden in den Bus geladen. Die Fahrt zum Hotel dauerte 30 Minuten. Da es schon dunkel war, haben wir nicht besonders viel von der Stadt gesehen. Aber dafür bleibt ja noch Zeit.

2. Tag: Mexico City

Der Weckdienst war für 6.30 Uhr bestellt. Die Nacht war für uns aber schon eher vorbei, so dass wir noch den ersten Einkauf erledigen konnten. Vorher besorgten wir uns noch am Automat das nötige Bargeld. Beim Geldabheben mit der EC-Karte muss darauf geachtet werden, dass der Automat das Maestro Zeichen trägt. Ansonsten sind nur Abhebungen mit der Kreditkarte möglich.

Mit einigen Flaschen Wasser und frischem Obst ging es 7.00 Uhr zum Frühstück. Es muss wohl Winter in Mexiko sein. Die Einheimischen trugen Handschuhe und Wollmützen. Die Verwunderung lag auf beiden Seiten. Wir waren bei 15 Grad mit T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs. Am Tage kletterten die Temperaturen jedoch auf 25 Grad, so dass Wintersachen wirklich nicht nötig waren.

Um 8.00 Uhr trafen wir uns alle in der Lobby des Hotels. Nach der Begrüßung durch unseren Reiseleiter gab es noch einige Informationen über den Ablauf der Rundreise. Gegen 9.00 Uhr begann unsere Stadtrundfahrt.

Vorbei an historischen Bauten erreichten wir unser erstes Ziel - den Regierungspalast. Hier ist die Geschichte des Landes in wunderschönen Wandmalereien dargestellt. Die Erläuterungen durch unseren Reiseleiter waren sehr ausführlich und anschaulich. Danach ging es weiter zur größten Kathetrale Mexikos. Deren Geschichte wurde erläutert und wir schauten uns das Innere an.

Mittlerweile war es Mittag geworden und die Temperaturen lagen bei über 20 Grad. Vor der Kirche waren einige Garküchen aufgestellt und die Besitzer priesen ihre Speisen an. Diese sahen recht abenteuerlich aus, doch das Essen (eine Art Teigtaschen gefüllt mit Hühnchen und in Bananenblätter gekocht) schmeckte ganz gut.

Dann ging es 40 Minuten weiter zum anthropologischen Museum. In diesem wird die Geschichte der Ureinwohner gezeigt. Jeder Volksstamm hat seinen eigenen Platz gefunden.

Unser Reiseleiter hatte jeweils die besonderen Stücke herausgesucht und auch gut erklärt, so bekamen wir einen guten Einblick in die Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Wunderschöne Schnitzereien, Opferaltäre, Krüge, Waffen, Wandmalereien u. v. m..

Abends ging es dann noch auf eigene Faust in die Stadt zum Bummeln und Essen was auch ein Erlebnis wert ist vor allem wenn man durch kleine Nebenstraßen geht. Ein Einblick in das Leben der Menschen hier.

3. Tag: Guadalupe Shrine & Teotihuacán

Auch heute ging es zeitig los aber alle saßen frisch gestärkt und ausgeschlafen im Bus, denn: Die Zimmer im Hotel sind groß, hell, freundlich und sauber. Auch beim Frühstück ist für jeden etwas dabei.

Unser erstes Ziel war die Basilika von Guadalupe mit einem der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt. Es handelt sich dabei um die „braune Madonna“. Im Hof der Basilika waren Bilder aus buntem Sand zu sehen, die zum Teil aufwendig gestaltet waren. Nach ein paar Erklärungen vor Ort ging es weiter zu den Pyramiden in Teotihuacáns.

Kurz bevor wir diese erreichten, bogen wir in eine Werkstatt ab. Dort wurden Kunstgewerbliche Gegenstände aus Obsidian hergestellt. Es sind z. T. sehr aufwendig hergestellte Stücke für die die Schleifer 17 Tage und mehr benötigen würden. Verkauft wurden diese mit einem Echtheitszertifikat. Für Liebhaber sicherlich eine sinnvolle Investition. Danach wurden uns noch einige Agavenarten und ihre Verwendung erklärt. Am Schluss gab es noch eine reichliche Verkosten der einheimischen Spirituosen.

Dann ging es weiter zu den Pyramiden. Das Gelände ist riesig. Der Bus hielt erst an einem Eingangstor an. Wir konnten einen kleinen Ausflug in die Anlage machen. Uns wurde alles erklärt und wir hatten genügend Zeit, alles auf eigene Faust zu erkunden. Danach fuhren wir mit dem Bus zu einem anderen Eingang.

Nach der Besteigung der Mond- und Sonnenpyramide gingen wir wieder zum Bus zurück. Alles in allem waren wir über 2 Stunden in der Anlage. Man sollte schon festes Schuhwerk anziehen um die Pyramiden zu besteigen. Aber der Ausblick auf das Gelände und die Gegend lohnt sich.

Es gab auch unzählige Straßenhändler. Sie waren schon bestrebt ihre Ware, welche ohne Zertifikat war, an den Mann oder die Frau zu bringen. Wer auf der Suche an einem Urlaubs-Souvenir ist, wird sicherlich zum kleinen Preis fündig werden.

Anschließend hielt der Bus an einem Restaurant. Es war hübsch eingerichtet mit bunten Stühlen und Tischen und wir wurden schon erwartet. Das Mittagessen war im Preis inklusive. Als letztes Stand noch der Ausflug nach Xochimilco an. Dieser wurde von der Reiseleitung als Extra Ausflug angeboten. Er kostet 200 Peso. Dabei war pro Boot 1 Flasche Tequila und Live Music. Preis/Leistung hat gestimmt, und so waren wir alle froh gegen 20.00 Uhr im Hotel angekommen zu sein.

Wir waren der Meinung, dass wir Mexico City auch ohne Reisegruppe erkunden kann. Aber von dem Gedanken haben wir uns schnell verabschiedet. Die Stadt ist riesig. Der Verkehr katastrophal. Die ganze Stadt steht im Stau. Einen öffentlichen Nahverkehr gab es in unserer Gegend nicht. Somit war die U-Bahn keine Option. Und manche Gegenden sind für uns Touristen auch nicht empfehlenswert. Wir fühlten uns jederzeit sicher.

4. Tag: Fahrt nach Oaxaca

Hello Sir, this is your wake up call. Mit diesem Worten begann der heutige Tag. Die Koffer stellten wir vor die Zimmertür und nach dem Frühstück startete die heutige Tour um 7.45 Uhr. Wir ließen Mexcio City hinter uns. Es standen heute ca. 500 km Wegstrecke auf dem Plan.

Aller 2 Stunden wurde eine kleine Pause eingelegt so konnte jeder seinen menschlichen Bedürfnissen nachgehen. So hielten wir an Kakteen an, die schon über 100 Jahre alt waren. Ein Fotostopp war auf einem Pass. Zwischenzeitlich gab es Camotes und Borrachitos. Das waren Süßkartoffeln mit Früchten und eine Art Fruchtgelee mit Zuckerüberzug.

Die Landschaft wechselte ihr Bild uns so auch ihre Farben von Kalkstein über terracotta und braun. Mal waren es Schiefergesteine dann wieder loses Gestein. Das Wasser hatte auch seine Spuren hinterlassen. Genauso wechselte die Vegetation von karg mit Kakteen, Palmen und Agaven zu bunten Wäldern und zurück. Hier und da ein paar Häuser, Felder und Hirten mit ihren Herden. Der höchste Punkt war bei über 3.000 Höhenmetern. Die Straßen waren in einem guten Zustand, so dass wir 15.00 Uhr in Oaxaca ankamen.

Die Stadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wir haben uns die Kathedralen und Kirchen angesehen über die wir gut durch unseren Reiseleiter Arthuro informiert wurden. Danach ging es in die Stadt zum Bummeln über den hiesigen Markt. Für uns Europäer eine andere Welt. Zum einen ist die Auswahl an Gewürzen, Obst und Gemüse überwältigend. Zum anderen wird frisches Fleisch ohne Kühlung direkt verarbeitet und verkauft. Wir nutzten die Zeit uns in ein Straßencafé zu setzen und das lustige Treiben zu beobachten.

Viele Straßenhändler waren unterwegs und wir blieben nicht verschont. Aber sie waren nicht sehr aufdringlich. Wir hatten die Ratschläge unseres Reiseleiters beherzigt und unser Essen auf spanisch bestellt was dem Kellner ein Lächeln entlockte. Kurze Zeit später erhielten wir, wie bestellt unser Essen.

Spanisch kann so einfach sein. Aber bei der Frage ob wir helles oder dunkles Bier möchten, griffen wir doch auf englisch zurück. Sicher ist sicher. Nach dem Essen ging es zum Hotel. Dieses lag etwas außerhalb der Stadt. Es wurde ein Buffet angeboten. Ansonsten ist es eine ruhige Gegend. So dass wir den Tag recht früh bei einem Tequila ausklingen ließen.

5. Tag: Von Oaxaca nach Tehuantepec

Das heutige Frühstück war recht interessant. Im Hotel waren 2 Busse angekommen. Punkt 7 Uhr öffneten sich die Türen des Speisesaals. Und der „run“ auf das Buffet war eröffnet. Das Personal hatte seine liebe Not alles aufzufüllen.

Besonders hervorheben möchte ich den Kellner, der für den Kaffee zuständig war. 4 Kannen für fast 100 Leute. Es gibt also noch Luft nach oben. Dafür war der Orangensaft frisch gepresst. Dieser wurde auch nachgefüllt.

Der Bus setzte sich, nachdem sich jeder über die Vollständigkeit seines Reisegepäcks informiert hat, wie immer 7.45 Uhr in Bewegung. Das erste Ziel war Monte Alban. Die Fahrt dauerte nicht lang. Die Anlage war sehr beeindruckend und gut erhalten. Nicht ohne Grund zählt sie zum UNESCO Kulturerbe.

Danach ging es weiter zum Tule Baum. Dieser Baum ist mindestens 2018 Jahre alt. 2000 Jahr laut dem Schild, welches unser Reiseleiter Athuro jedoch schon seit Beginn seiner Tätigkeit kennt. Die parkähnliche Anlage war sehr gepflegt.

Die Schnapsbrennerei war das nächste Highlight des heutigen Tages. Zum Glück waren wir mit dem Bus da. Nach einer Verkostung und dem Einkauf für die Daheimgebliebenen ging es ins Restaurant. Das anschließende Mittagessen war ober lecker. Es gab verschiedene landestypische Speisen, die Arthuro uns alle erklärte. 15.00 Uhr saßen wir alle wieder im Bus um die 200 km zum nächsten Hotel in Angriff zu nehmen.

Mittlerweile war die Stimmung im Bus recht gut. Das lag nicht nur am Alkohol, sondern daran das wir einfach eine gute Truppe waren. So manche Lebensweisheit wurde zum Besten gegeben. Die Fahrt ging über eine kurvenreiche Stecke. Vereinzelte Dörfer lagen am Wegesrand. Scheinbar gibt es hier keine Müllabfuhr. Dort wo keine Häuser standen war die Natur beeindruckend.

Unser Busfahrer war jeder Zeit Herr der Lage. Gegen 19 Uhr waren wir in Tehuantepec im Hotel angekommen. Das Hotel hat 3 Etagen und keinen Lift. Aber die Bellboys waren bemüht die Koffer recht schnell auf die Zimmer zu bringen. Frisches Obst hatten wir uns schon unterwegs gekauft. Da die Gegend um das Hotel nur eingeschränkte Möglichkeiten bot, waren wir recht froh darüber.

6. Tag: Speedboot-Tour & Mayastädte

Der 6. Tag unserer Rundreise begann wieder früh am Morgen. Das Prozedere kannten wir schon, 6.30 Uhr Weckdienst, 7.00 Uhr Koffer vor die Tür und Frühstück, 7.45 Uhr Abfahrt. Das Frühstück war diesmal nicht als Büfett, sondern es gab Zwieback und Weißbrot mit Butter und Marmelade. Dann kamen noch Teller mit Rührei und Gemüse. Alle waren leidlich satt und so konnte der Tag starten.

Bis zum 1. Höhepunkt des heutigen Tages vergingen 4 Fahrstunden, unterbrochen von einer Pause. Auf dem Weg schauten wir uns eine DVD über das Heilwissen der Maya an. Dadurch verging die Zeit ganz schnell.

Als erstes stand eine Speedbootfahrt auf dem Sumidero Canyon an. Diese dauerte eine Stunde und es gab viel zu sehen. Krokodile und verschiedene Reiherarten sowie eine Affenkolonie. Es war eine willkommene Abwechslung.

Nach einem kleinen Imbiss ging es in weiter ins Hochland zu den Mayastädten. Sofort waren wir von Kindern umringt, die Handarbeiten feilboten. Wir besuchten eine Kirche, in der wir zufällig Zeugen eines Schamanenrituals wurden. Überall brannten Kerzen und der Boden war mit Piniennadeln bedeckt. Für uns Europäer etwas befremdlich und ungewöhnlich, für die Menschen hier jedoch Alltag. Es war eine andere Welt.

Anschließend besuchten wir eine Mayafamilie in ihrem Haus und konnten sehen wie sie lebten, wie sie Kleidung webten und bestickten. Einige erstanden auch etwas davon, einen Schal, einen Tischläufer o. ä.. Uns wurde anschließen ein Platz in der Küche angeboten, um die selbstgemachten Tortilias zu probieren. Auch den Boosch Schnaps gab es reichlich.

Wir kamen gegen 19 Uhr im Hotel in San Cristobal an. Es waren nur noch Temperaturen um die 13 Grad. Gestartet haben wir unsere heutige Tour bei 28 Grad. Es sollte aber die letzte Nacht im Hochland sein. Nachdem wir alle unsere Sachen auf die Zimmer brachten, bot uns Arthuro (gute Freunde nennen ihn Arthurito) uns noch mit dem Bus in die Altstadt zu fahren. Das waren nur wenige Kilometer.

Endlich gab es auch wieder einen Geldautomat. Der Automat muss am Ende fast leer gewesen sein, denn eine Traube unserer Reisegruppe umringte ihn, um sich mit frischen Devisen zu versorgen. Dann ging es in ein Restaurant wo wir bei gutem Essen den Tag ausklingen ließen. Die Rückfahrt war dann mit dem Taxi.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel befand sich ein großer Supermarkt im amerikanischen Stil. So konnten wir uns noch die Getränke für die nächsten Tage kaufen.

7. Tag: Von San Cristóbal de las Casas nach Palenque

Der heutige Tag führte von San Cristóbal de las Casas nach Palenque. Laut Plan sollten es ja nur knapp 200 Kilometer sein. Trotz der Tatsache, dass wir das Hotel wie immer 7:45 Uhr verließen, kamen wir in Palenque erst 18:30 Uhr an.

Die Strecke war sehr kurvenreich und zum Teil recht eng. Verschiedene Regenperioden hatten zu Unterspülungen der Straße geführt. Diese waren nur notdürftig repariert. Durch die vielen Kurven und den „schlafenden Polizisten“ musste Huberto (unser Busfahrer) immer wieder abbremsen und neu beschleunigen. Die Landschaft war traumhaft. Tiefe Täler und sattes Grün des Regenwaldes entschädigten uns für das lange Sitzen im Bus.

Zu Beginn der heutigen Tour besuchten wir nach einer kurzen Stadtbesichtigung in San Cristóbal de las Casas den Bauernmarkt. Die Einheimischen boten frisches Obst und Gemüse sowie Fleisch und Wurstwaren an. Es gab fast alles zu kaufen. Auch Potenzmittel und mexicanische Musik.

Aber da wir das eine nicht brauchten und das andere nicht wollten, haben wir uns nur frische Mangos, eine Ananas und Bananen gekauft. Die Mangos waren super, viel besser wie die, die wir zu Hause bekommen. Nach 90 Minuten auf dem Markt ging es wieder los.

Arthuro bot uns an, uns die Akropolis von Tonina zu zeigen. Das ist eine 72 m hohe Anlage aus der Maya Zeit, die abseits der Touristenwege lag. Der Eintritt kostete, wie bei allen historischen Anlagen, 51 Peso (knapp 4 €). Die Videoerlaubnis kostet 45 Peso. Wir kletterten die 260 Stufen nach oben und hatten einen fantastischen Ausblick. Das Grün, die weite Landschaft strahlten Ruhe und Gelassenheit aus, in der man auch selbst zur Ruhe kommt.

15.00 Uhr verließen wir Tonina, um zum Hotel zu fahren. Auf dem Weg lagen noch einige schöne Wasserfälle. Früher konnte man diese im Rahmen der Tour besichtigen. Auf Grund innenpolitischer Entwicklungen haben deutsche Agenturen jedoch diese Gegenden für Touristen gesperrt. Die Einheimischen Bergbewohner waren zu uns immer freundlich. Schade – aber unsere Sicherheit ging vor.

Das heutige Hotel war super. Wir saßen zum Abendessen auf der Terrasse. Die Speisekarte hielt manche mexikanische Spezialität bereit. Es gab für mich Buritos, die nicht mit den mexikanischen Essen in Deutschland zu tun haben. Sie waren viel besser. Es war ein milder Abend den wir am Pool unter einem Palmendach mit Tequila ausklingen ließen. Und ein kleiner Skorpion schaute auch kurz vorbei.

8. Tag: Mayas & Golf von Mexiko

Der heutige Tag der  Rundreise führte von Palenque nach Campeche. Nach einer kurzen Fahrt vom Hotel besichtigten wir die Anlage in Palenque. Im Mittelpunkt dieser Anlage steht der Tempel der Inschriften. Es sind noch viele Nebengebäude in der Anlage, die man sich ansehen kann. Es ist erst ein Bruchteil der Anlage freigelegt.

Der Rückweg zum Bus führt auf einem stufenreichen Weg durch den Regenwald. Es ging über einer Hängebrücke an einem Wasserfall vorbei. Nach 3 Stunden Aufenthalt setzte sich der Bus Richtung Campeche in Bewegung. Die Fahrt dahin war nicht besonders spektakulär. Es ging immer gerade aus vorbei an kleinen Ortschaften.

Gegen 15.00 Uhr erreichten wir das Meer – den Golf von Mexiko. Ein kurzer Stopp um Sonne und Meer zu genießen. Nach diesem kurzen Fotostopp waren wir 18.00 Uhr am Hotel. Dieses lag am Rande der Altstadt und ins Zentrum gelangte man innerhalb von 5 Minuten.

Auf Empfehlung gingen wir in ein Fischrestaurant; es gab frischen Fisch und der war richtig gut. Die Kellnerinnen trugen schöne Trachten und Blumen im Haar. Die Stimmung war gut. Dann ging plötzlich die Tür auf und drei Musikanten betraten das Lokal.

Warum meinen die Mexikaner eigentlich, dass wir ihre Musik immer beim Essen live vorgetragen haben möchten? Klar sind die Pesos eine willkommene Einnahmequelle, aber in fast jedem Restaurant wurden die Touristen beschallt. Naja… so toll fanden wir es nicht… Aber wem es gefällt.

Nach dem Essen gingen wir noch einen Cocktail trinken. Die Stadt war beleuchtet und es war angenehm mild. Arthuro gesellte sich mit an unsren Tisch und erzählte uns seine Geschichte, wie er als Reiseleiter begann, was er in Deutschland erlebte und wie sich der Tourismus seitdem entwickelt hat. Mittlerweile arbeitet er seit 18 Jahren in diesem Beruf.

Gegen Mitternacht waren wir wieder im Hotel. Die Zimmer waren diesmal mit Klimaanlage und Deckenventilator ausgestattet und das war ganz angenehm.

9. Tag: Und weiter geht's nach Uxmal

Es ging wieder zeitig los. Pünktlich um 7 Uhr waren alle zum Frühstück da. Mittlerweile haben wir uns an das Klima und die Zeitumstellung gewöhnt und sind über den Weckdienst dankbar. Der Tag begann mit einer Stadtbesichtigung in Campeche. Es ging weiter zur Mayastätte nach Uxmal.

Wie immer führte uns Arthuro durch Gelände und gab uns Hinweise zum besseren Verständnis was auch unsere Sicht auf bestimmte Dinge beeinflusste. Mit der Zeit bekamen wir auch einen Blick dafür, auf was man achten muss. Das Endziel war Mérida.

Eine Rast legten wir in einem Mayadorf ein. Dort konnten wir für 1 Euro mit einer Art Rikscha durch das Dorf gefahren werden. So sahen wir die Straßen hinter dem Marktplatz wo die Einheimischen wohnen. Der Fahrer musste ganz schön in die Pedale treten, um uns Europäer durch die Straßen zu chauffieren.

Mittag gab es nach der Besichtigung von Uxmal bei Toni – einem Maya. Es wurde uns Hähnchen und Schweinefleisch angeboten. Dies war nach dem Brauch der Mayas in einem Erdofen zubereitet. Dann ging es auf einen Friedhof. Arthuro informierte uns über die Einstellung der Mexikaner zum Tod und die damit verbundenen Bräuche.

Als letztes stand die Besichtigung von Mérida an. Die alten Städte sind im Dunkeln schön beleuchtet. So sehen sie gleich viel besser aus. Neben dem Hotel war gleich ein großer amerikanischer Supermarkt. Die Auswahl am frischen Obst war sehr gut und so gab es zum Abend noch frische Mangos und Honigmelone.

10. Tag: Eine Reise geht langsam zu Ende

Heute begann der letzte Tag unserer Rundreise. Das Ziel war klar vor Augen. Das Badehotel in Cancun und das berüchtigte Band zum Genuss der Leistungen eines all inclusive Hotels. Doch bis dahin lagen 400 Kilometer Busfahrt, die Besichtigung einer Mayastätte sowie eines Cenoten vor uns. Reisen kann so anstrengend sein. Aber… „Yes we can.“ So ging es zuerst nach Chichén Itzá.

Wir sind extra auf Wunsch eher vom Hotel losgefahren, um gegen 8.15 Uhr in der Anlage zu sein. Wir waren die erste Busgruppe vor Ort. So hatten wir die Möglichkeit, schöne Fotos auch ohne andere Touristen zu machen. Als es einen kleinen Regenschauer gab, verkauften die Straßenhändler auch Regenponchos. Und eines hatten die Mexikaner gelernt. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Die Besichtigung verlief so wie die anderen auch. Wir wurden zu den wichtigen Punkten geführt, es gab die notwendigen Infos. Da wir schon viel gesehen hatten, machte sich jeder sein eigenes Bild. Arthuro stellte uns noch die ihm bekannten Verkäufer von Souvenirs vor. Manche kauften etwas, andere nicht. Es war immer nur eine Empfehlung.

Nach reichlich 2 Stunden verließen wir die Anlage und fuhren noch zu einem Cenoten. Das sind unterirdische Wasserspeicher in einer Tiefe von ca. 30 Meter. In dem Cenoten konnte man für 60 Peso Eintritt baden. Es war ein tolles Erlebnis.

Über die Autobahn ging es nach Cancun. 16.00 Uhr hatten wir unseren Zimmerschlüssel. Nun begann der entspannte Teil. Vorbei die Zeit des Frühstücks welches 7.00 Uhr begann. Vorbei die Zeit des täglichen Kofferpackens. Vorbei die Zeit des Hotelwechsels. Vorbei die schöne Zeit der  Rundreise. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns von Arthuro.

Wir möchten uns bei Berge und Meer für die gute Organisation der Reise bedanken. Es hat alles stets zu unserer vollsten Zufriedenheit geklappt.

Dank auch Arthuro, dem Reiseleiter. Er hat uns einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Gegenwart von Mexico gegeben.

Dank auch Humberto dem Busfahrer. Er hat uns immer sicher und schnell von A nach B gebracht.

Und Dank auch der örtlichen Agentur mit der Berge und Meer zusammenarbeitet. Die Hotels waren sehr gut gewählt.

Schade dass die Zeit zu ende ist. Es liegen nun noch 4 Tage der Entspannung vor uns.

11. - 15. Tag: Unsere letzten Tage in Cancún

Die letzten Tage haben wir in Cancún verbracht. Bei sommerlichen Temperaturen waren wir viel am Strand. Dieser ist feinsandig. Das Wasser ist türkisfarben. Auch am Abend hat Cancún einiges zu bieten. Wir waren im Einkaufszentrum La Isla. Dieses ist nur 15 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt. Auch die Partymeile haben wir mit dem Bus gut erreicht.

Nun sitzen wir hier mit gepackten Koffern. 4 Stunden vor Abflug werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Zum Glück brauchten wir hier nichts mehr einkaufen. Durch die vielen Touristen sind die Preise total überteuert.

Das Hotel war gut ausgestattet. Zu jeder Zeit war eine Bar geöffnet. Das Essen abwechslungsreich und die beiden a la cart Restaurants sind sehr zu empfehlen. Geld haben wir hier bis auf die Busfahrten keines mehr gebraucht.

Wir freuen uns nun wieder auf die Heimat.

Ihr Reiseleiter

Hallo liebe Gäste,

mein Name ist Arthuro Buchheister und ich werde Sie auf Ihrer Rundreise durch Mexiko begleiten!

Ich arbeite schon seit einigen Jahren als Reiseleiter. Es macht mir sehr viel Freude den Gästen die Kultur & Natur meines Heimatlandes zeigen zu dürfen.

Die Rundreise "Mexico Highlights" ist sehr eindrucksvoll und abwechslungreich. Ich werde Ihnen viele verschiedene kulturelle und historische Eindrücke vermitteln können und auch zahlreiche Einblicke in die Gegenwart bieten.

Ich wünsche Ihnen eine gute Anreise und ich freue mich schon sehr, Sie bald begrüßen zu können.

Viele Grüße Ihr Arthuro Buchheister

Ihr Reiseverlauf

Erleben Sie auf dieser spannenden  Rundreise die berühmte Maya-Stätte Chichén Itza, ein neues Weltwunder unserer Erde und die schöne Stadt Palenque, welche als Weltkulturerbe ausgezeichnet ist. In Mexiko-Stadt, Oaxaca und San Cristóbal de las Casas unternehmen Sie Stadtrundfahrten und besichtigen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Entspannen Sie am Ende der Reise in Ihrem All-Inclusive Hotel in Cancún.

1. Tag - Anreise
Flug von Deutschland nach Mexiko Stadt und Transfer zu Ihrem Hotel.

2. Tag - Mexiko Stadt (ca. 100 km)
Heute erkunden Sie die Stadt auf einer geführten Rundfahrt (bzw. –gang) durch die zweitgrößte Metropolregion der Welt, Mexiko Stadt. Sie besichtigen das Anthropologische Museum, den Nationalpalast El Zócalo mit seinem hübschen Park, die älteste und größte Kathedrale Lateinamerikas und das aztekische Zentrum in Tenochtitlán. Anschließend fahren Sie zum Palacio de Bellas Artes, dem wichtigsten kulturellen Zentrum Mexikos, das sowohl Theater und Tanz, wie auch der visuellen Kunst gewidmet ist. Bei einer Fahrt entlang der Reforma Avenue, der weltbekannten Straße Mexikos, sehen Sie den mexikanischen Aktienmarkt und den Unabhängigkeitsengel.

3. Tag - Mexiko Stadt - Guadalupe Shrine - Teotihuacán - Mexiko Stadt (ca. 150 km)
Heute entdecken Sie die Pyramiden Teotihuacáns. Die Stadt wurde von den Azteken als “Ort der Götter“ bezeichnet. Zu Beginn besuchen Sie die Basilika von Guadalupe mit einem der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt. Archäologische Überreste erinnern an den früheren Aufbau der Stadt. Die eindrucksvollen Sonnen- und Mondpyramiden, weitere interessante Ausgrabungen sowie Paläste mit Wandmalereien und Steinverzierungen werden Sie nicht verpassen.

4. Tag - Mexiko Stadt - Oaxaca (ca. 470 km)
Der heutige Ausflug ist der Stadt Oaxaca gewidmet, welche zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Sie unternehmen eine Stadtbesichtigung, bei der Sie die u. a. Kathedralen, Kirchen und Ausgrabungsstätten sehen.

5. Tag - Oaxaca - Tehuantepec (ca. 255 km)
Sie besichtigen die ca. 400 m über dem Tal gelegene Tempelstadt Monte Albán, ebenfalls ein Weltkulturerbe der UNESCO. Von einer der ältesten Kulturstätten haben Sie einen hervorragenden Blick auf das Tal von Oaxaca. Auf der weiteren Fahrt kommen Sie am berühmten Zypressenbaum von Tule in Santa María del Tule vorbei, dessen Alter auf 2.000 Jahre geschätzt wird und als kleine Attraktion des Dorfes angesehen wird.

6. Tag - Tehuantepec - San Cristóbal de Las Casas (ca. 385 km)
Heute fahren Sie zunächst nach Chiapa de Corzo zur fast 800 m hohen Schlucht von Sumidero und unternehmen eine Bootsfahrt. Weiter geht es auf 2.100 m Höhe nach San Cristóbal de las Casas, wo koloniales Erbe und indianische Kultur vereint werden. Charakteristisch für die Stadt sind die einstöckigen, in kräftigen Farben gestrichenen Häuser. Mit etwas Glück können Sie auch Maya-Indianern begegnen, die fast täglich aus den benachbarten Dörfern auf dem großen Markt verkaufen.

7. Tag - San Cristóbal de las Casas - Palenque (ca. 190 km)
Bevor Sie die Fahrt nach Palenque antreten, besuchen Sie die einheimische Bevölkerung in der Gegend von San Cristobál de las Casas. Verschaffen Sie sich einen Einblick in die Bräuche und Lebensweisen dieser Indianergemeinden, die zum Teil noch nach indigener Tradition leben.

8. Tag - Palenque - Campeche (ca. 360 km)
Palenque ist noch immer eine der rätselhaftesten Maya-Städte Mexikos und bewahrt seine Geheimnisse seit über 1.200 Jahren im “Tempel der Inschriften“ mit dem Grab Pakals auf. Im Mittelpunkt der Anlage steht ein Palast, um ihn herum Höfe und Galerien. Am Nachmittag führt Sie Ihre Reise weiter durch den tropischen Regenwald und entlang der Küste des Golfs von Mexiko nach Campeche, der Hauptstadt der Maya-Provinz Ah Kim Pech.

9. Tag - Campeche - Uxmal - Mérida (175 km)
Sie fahren nach Uxmal, wo Sie den typischen Baustil Puuc der klassischen Maya-Periode bewundern, der sich durch den reich verzierten Fassadenschmuck auszeichnet. Im Anschluss fahren Sie nach Mérida, der Bundeshauptstadt Yucatáns. Die Gebäude im Zentrum, in der Casa de Montejo, die Kathedrale und der Gouverneurspalast am Plaza Mayor lassen auf die spanische Vergangenheit der Stadt schließen.

10. Tag - Mérida - Chichén Itzá - Cancún (ca. 350 km)
Das heutige Tagesziel ist Chichén Itzá, eine weltberühmte Maya-Stätte und eines der neuen Weltwunder. Die restaurierte Stätte antiker Schauplätze ist von der Baukunst der Tolteken geprägt, die Krieger, gefiederte Schlangen und Adler verherrlichten. Die Pyramide des Kukulcán ist die wohl berühmteste Pyramide präkolumbianischer Zeit. Besichtigen Sie das astrologische Observatorium oder den Ballspielplatz, der vom Jaguartempel überragt wird. Im Asnchluss geht es weiter in nach Cancún, wo Sie Ihre tollen Eindrücke der Rundreise in Ihrem luxuriösen All-Inclusive Hotel verarbeiten können.

11. - 14. Tag - Cancún
Verbringen Sie erholsame Tage am Strand von Cancún und genießen Sie die Annehmlichkeiten Ihres All-Inclusive Hotels.

15. Tag - Abreise

16. Tag - Ankunft in Deutschland