Oktober - November 2012

Erleben Sie die schönsten Orte Japans! Neondurchflutete Megastädte, alte Tempel und Gärten versunken in meditativer Stille oder Japans herrliche Landschaften - entdecken Sie mit uns die Vielfältigkeit dieses beeindruckenden Landes!

Ihr Chronist

Angelika und Alexandra aus Heilbronn wieder „on tour“ mit Berge & Meer.

Dieses Mal werden wir uns das herbstliche Japan anschauen. Für viele ist das die schönste Reisezeit, da Japan in einem Meer von Farben zu bewundern sein wird. Vom 28.10.2012 bis 06.11.2012 werden wir uns davon überzeugen, ob das stimmt :) und ob Japan wirklich schönere Farben zu bieten hat, als unsere herrlichen baden-württembergischen Weinberge mit ihrem leuchtenden Farbenmeer.

Wir freuen uns auf warmherzige und humorvolle Menschen und auf eine vielschichtige und komplexe Kultur. Wir freuen uns auf das unergründliche und faszinierende Japan.

Osaka - endlich angekommen

Die schlechte Nachricht: Hundemüde nach zehn Stunden Flug endlich angekommen. Die gute Nachricht: Die Flugzeit hat sich durch günstige Witterungsbedingungen um ca. eine Stunde verkürzt und die Vorfreude auf Japan, seine Menschen und die Kultur entflammt wieder.

Von Osaka-Airport fahren wir bei angenehmen 20 Grad entlang der Küste nach Kyoto, der alten Kaiserstadt. Osaka ist die drittgrößte Stadt in Japan mit ca. 2,8 Millionen Einwohnern und einem Großraum von 12 Millionen Menschen. Wenn man das Wirrwarr von Häusern, Schrebergärten und Golfanlagen, die auf!!! dem Wasser liegen sieht, wird schnell die Bodenknappheit bewusst, die hier in Japan herrscht. Immer wieder sind 3-stöckige Straßen und Brücken zu sehen. Selbst Privatparkplätze werden übereinander „gestapelt“.

Unsere Reiseleitung, Herr Dr. Kleinen, lässt schnell erkennen, dass er ein kompetenter Gesprächspartner und Japankenner ist. Nicht verwunderlich, so hat er doch in Bonn „Japanologie“, „Philosophie“ und „vergleichende Religionswissenschaften“ studiert.

Durch seine amüsanten Beschreibungen, wie „die Japaner sind die Preußen Asiens“ (wenn es z.B. um den Geldtausch und die damit verbundenen Formulare geht) macht das Zuhören, trotz der großen Müdigkeit Spaß. Ebenso schildert er die Japaner trotz ihrer enormen Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit als „wahre Großmeister der selektiven Wahrnehmung“, das heißt, alles was unangenehm ist, wird ausgeblendet.

Nach relativ kurzer Zeit erreichen wir die alte Kaiserstadt von Süden her. Da Kyoto von drei Seiten durch Berge eingerahmt wird, erwartet man durch die Kessellage Schwüle. Aber nach 0 Grad in Deutschland empfinden wir das Klima hier als recht angenehm. Kyoto ist wohl die siebt- oder achtgrößte Stadt in Japan mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern im Kern und wirkt im ersten Moment etwas „grottig“. Nach den ersten Tempelanlagen muss dieser erste Eindruck aber revidiert werden.

Kurz am Hotel vorbei, das zwar einfach, aber sauber ist, geht es zu Fuß zum Hauptbahnhof. Ein monumentales Gebäude aus den 90-ern , erbaut vom japanischen Stararchitekten Hara Hiroshi.

Auf dem Weg dorthin statten wir noch kurz einer der ältesten Tempelanlagen, der Higashihonganji einen Besuch ab. Beeindruckend sind die wunderschönen Schnitzereien und riesigen Hallen. So müssen diese doch weit über tausend Gläubige aufnehmen, die der Amidismus-Buddhismus-Glaubensrichtung folgen, dem Buddha der Barmherzigkeit.

Am Hauptbahnhof dann unser erstes selbst erworbenes Mittagessen: Etwas gewöhnungsbedürftig - man wirft Münzen ein, wählt mit dem Programm eine Mahlzeit aus, bekommt dafür einen Zettel, den wiederum gibt man einer Bedienung, diese bringt den Zettel dem Koch, der die Mahlzeit frisch zubereitet. Später bringt die junge Dame das Essen an den Tisch. Dann kann es losgehen: Mit Stäbchen versucht man das Essen einzufangen - nicht leicht, aber irgendwie bleibt doch was hängen ……. :)

Sehr beliebt bei den Japanern, die in großer Eile, schlürfend mit lauten Geräuschen das Mittagessen einnehmen. Kein Wunder, wenn Nudelsuppe mit Stäbchen gegessen wird :)

Wer keine Lust auf Essen hat, besucht das luxuriöse Kaufhaus „Isetan“, ohne weiteres mit Harrods oder dem Kadewe zu vergleichen.

Danach zurück zum Hotel, Zimmer beziehen, kurz ausruhen und dann geht es schon wieder weiter. Jeder hat die Möglichkeit, Kyoto aufs Neue zu erkunden.

Später werden wir wie Steine ins Bett fallen, um am nächsten Tag frisch für neue Taten bereit zu sein.

Tempel und Zen-Gärten in und um Kyoto

Miso-Suppe (Soja, Fisch) und Haifischflossensuppe, eingelegtes Gemüse, gesalzene Pflaumen, Essigrettich, Tofuschmand und vergorene Sojabohnen - nichts für Süßfrühstücker. Aber das genau sind die Zutaten für ein typisches traditionelles japanisches Frühstück. Ok für uns gab es auch Früchte, Baguette und Marmelade. Der Vorteil, wir waren relativ schnell fertig :) und freuten uns auf das bevorstehende Programm.

Vom Südwesten näherten wir uns dem Ryoanji-Tempel. Der Tempel „des friedvollen Drachen“ besticht durch seinen weltbekannten Steingarten, der seinen Ursprung im Zen-Buddhismus hat. 5 Steingruppen, verschiedener Größe und unterschiedlich tief eingegraben, umwachsen von Moos und umgeben von geharktem Kies, dienen der Kontemplation, Besinnung und Meditation. Dieser Innenhofgarten des ehemaligen Klosters aus dem 15. Jahrhundert hat seine eigene Ästhetik. Der Kies, der in Wellenbewegungen geharkt ist, lässt den Betrachter bald in einen tranceartigen Zustand fallen. Auf das Wesentliche beschränkt - Natur in idealtypischer Schönheit. Es ist wirklich so, man möchte den Garten gar nicht verlassen.

Aber es geht weiter, das nächste Highlight wartet schon: Der „Goldene Pavillon“. Ein Gebäude mit blattvergoldetem Dach aus dem 14. Jahrhundert. Erbaut von einem Shogun (militärischer Regent), zwar eingesetzt vom Kaiser, aber mächtiger als dieser, Oberhaupt des Schwertadels. Gerne möchte man dabei gewesen sein, wenn er dem Kaiser eine Teeaudienz gewährt hat. Von chinesischen Vorbildern inspiriert liegt dieses Kleinod mit einem ausladenden und aufschwingenden Dach inmitten eines Sees um durch sein Spiegelbild noch mehr Pracht zu demonstrieren.

Umgeben von einer „geborgten Landschaft“, so nennt man einen künstlichen Garten, der seiner natürlichen Umgebung angepasst wird, um dem ganzen noch mehr Tiefe zu verleihen. Botanische „Wunder“, wie einer Kiefer in Segelschiffform geben dem Ganzen seine Einmaligkeit.

Aber leider müssen wir auch diesen wundersamen Ort wieder verlassen um das Nijo-Schloß an der 2. Straße aus dem 17. Jahrhundert zu erkunden. Erbaut von der Familie des Tokugawa-Shogunat, die zwischen 1603 und 1868 regiert hat, liegt das einmalige Gebäude, mit kunstvoll ausgestatteten Räumen auf einem ehemaligen Sumpfgelände. Darstellungen aus Flora und Fauna, auf Blattgold gemalt, lassen den Reichtum der Shogun-Familie, erahnen. Umgeben von einem „Vogelgezwitscher“ läuft man über den „Nachtigallen-Flur“, der jeden verraten hat, der die Räume betreten wollte. Durch lose Verankerung des Bodenuntergrundes wurde dieser Effekt erzielt und diente somit als Alarmanlage. Auch dieses Schloss liegt inmitten eines wunderschönen Gartens.

Nach einer kleinen Mittagspause hatten wir das Glück, einer Zeremonie der buddhistischen Mönche des Kiyomizu Tempel beizuwohnen. Das Holzgebäude ist so konstruiert, dass es seine Stabilität durch eine, nur gesteckte Holzveranda hält. Würde man diese Veranda einreißen, so würde auch der Holztempel zusammen klappen. Der Ausblick war grandios und vereint auf der einen Seite, Tradition und Natur und im Gegenüber den Blick über das moderne Kyoto.

Auch von diesem Ort trennt sich die Gruppe nur ungern. Trösten kann uns nur, dass Herr Dr. Kleinen es uns ermöglicht, an einer traditionellen Teezeremonie teilzunehmen, die ihren eigenen Regeln folgt. Wussten Sie, dass verschiedene Elemente der Zeremonie aus dem christlichen Gottesdienst stammen? Erstaunlich, aber doch erkennbar!

Genauso erstaunlich, wie dass z.B. die japanische Kaiserfamilie keinen Nachnamen hat, keine Reisepässe, kein Privatvermögen. Wundersames Japan ...

Nach einer kurzen Ruhepause nahmen wir in einem typischen japanischen Restaurant ein 8-Gänge-Menue ein und konnten bei ausgelassener Stimmung die Wirkung von Sake testen ... Morgen dazu mehr :)

Alte Kaiserstadt Nara - Modernes Osaka

Nara, die erste Kaiserstadt (8. Jahrhundert). Der Ursprung der ersten Kaiserfamilie waren koreanische Einwanderer. Oft regierten „kindliche Kaiser“, die dann mit „Kindfrauen“ verheiratet wurden, so dass der Schwiegerpapa aus dem Hintergrund die Fäden ziehen konnte. Wären dann nach gewisser Zeit die jungen Männer fähig gewesen, das Land zu regieren, wurden sie in Klöster abgeschoben und das Spiel begann von vorne. Dies und anderes Wissenswerte verstand heute Herr Dr. Kleinen uns über das alte Japan näher zu bringen.

Vorbei an meterhohen Bambuswäldern (es gibt Sorten, die teilweise pro Tag einen Meter! wachsen) erreichen wir Nara. Im Park erwarten uns zahme Sika-Hirsche, die arglistig :) den Touristen Essbares aus den Taschen ziehen. Sie begleiten uns bis kurz vor den Osttempel Todaiji. Im Inneren befindet sich der größte Bronze-Buddha Japans. Mit einer Höhe von ca. 18 Metern (35 Meter Höhe incl. Steinsockel und Kranz) sicherlich auch einer der größten Bronze-Buddhas weltweit. Ein beeindruckendes Monument.

Nur wenige Minuten durch den Nara-Wald, der an manchen Stellen, wie ein verwunschener Zauberwald wirkt, befindet sich der Kasuga-Shinto-Schrein. Beides, Religion und Weltanschauung existieren friedlich nebeneinander gemäß dem Motto: Buddhismus für den Tod, Shintoismus reflektiert das Leben. Ein Wald aus Steinlaternen (weit über 1.000 Stück), teils bemoost und mit kleinen Farnen bewachsen, zeugen von den Bitten der Gläubigen an die Gottheiten. Selbst Firmen, wie z.B. „Sharp“ haben (werbewirksam) Shintobögen aufgestellt, um für Erfolg zu bitten. Ein atemberaubender Anblick. Selbst eine Gottesanbeterin gibt sich die Ehre und sonnt sich für uns auf den warmen Steinstufen.

Nach einer kurzen Mittagspause verlassen wir Nara und steuern die Handelsstadt Osaka an. Für die Japaner sind die Bewohner Osakas, die „Italiener“ des Landes :) Osaka war schon immer eine Handelsstadt mit pulsierendem Leben. Das ist allerorts zu spüren, besonders auf den Straßen, die wie eine riesige Carrerabahn, mehrstöckig entlang den 6. und 7. Etagen der Hochhäuser entlang führen, auch schon einmal durch ein Haus durch.

Japan, das Land der Gegensätze! Wolkenkratzer - Platzmangel ohne Ende und dann wieder ein (Schau-)Schrebergarten neben dem Umeda Sky Building mit seinen 39 Stockwerken und 173 Metern Höhe - erbaut wiederum vom japanischen Stararchitekten Hara Hiroshi. Gegensätze, wie der meterhohe Weihnachtsbaum, der gerade gestellt wird auf der einen Seite und Halloween-Symbolen auf der anderen Seite.

Ein Weitblick ohne Ende über Osaka und seine Skyline...

Wir staunen über die neondurchflutenden Einkaufsstraßen und Shoppingmeilen, die Vielschichtigkeit der Menschen, die die Straßen passieren - wir staunen über das pulsierende Osaka!

Von Kyoto über Hikone in die japanischen Nordalpen nach Takayama

Wir verlassen Kyoto in Richtung Osten nach Hikone am Biwasee. Die etwas längere Fahrzeit nutzen wir sinnvoll und schauen ganz komfortabel einen Bericht über die traditionelle Herstellung der weltberühmten Samurai-Schwerter an.

Geboren aus Feuer, Schönheit aus Stahl, die schärfste Klinge der Welt! Im Tal, wo der Drache in die Berge steigt, liegt der Geburtsort des japanischen Schwerts, in Shimane.

13 Tonnen Holzkohle, 8 Tonnen Eisensand, über 3 Tage verteilt, ist das Schmelzen des Stahls ein heiliger, spiritueller Akt. Über Tage manuell mehrfach von Schwertmeistern gefaltet, gehämmert und poliert entsteht ein Samurai-Schwert: Symbol der Macht und Statussymbol. Elastisch,wie Bambus, scharf wie ein Rasiermesser, kostet ein Schwert von Meistern leicht so viel, wie ein Mittelklassewagen (€ 50.000,-). Wenn man den Prozess der Herstellung verfolgt, leicht nachzuvollziehen.

Dass die Geschichte in Hikone langweilig verlaufen ist, soll heute unser Schaden nicht sein. So können wir, als wir Hikone erreichen, eine bestens erhaltene Burg besichtigen mit Ausblick auf den Biwasee.

Die japanischen Burgen sind in der Regel aus dem 17. Jahrhundert. Mit den Portugiesen kamen die Schusswaffen und erst das machte eine derartige Verteidigung notwendig.

Unterhalb der Burganlage genießen wir wieder einen japanischen Garten, bevor wir Kurs auf Takayama nehmen. Kurz nach der Auffahrt zur Autobahn werden wir durch einen Unfall zum Umkehren gezwungen. Die Wartezeit überbrückt Herr Dr. Kleinen elegant mit einem Bericht über japanische Essenstradition.

„Versessen auf Essen“ so sagt man es den Japanern nach. Da wäre z.B. Kombu. Das ist der Riemenseetang, der bei Kap Erimo in mühevoller Handarbeit aus dem Meer geerntet wird. Oder Natto, das sind vergorene Bohnen, die beim Essen regelrecht „meterlange“ Schleimfäden ziehen und die angeblich vor Brustkrebs schützen sollen. Oder Onigidi – Reisbällchen mit allerlei gefüllt. Beliebt ist auch Tofu aus Soja und Sojaschmand. Tempura ist Frittiertes und so mancher zahlt für ein einziges Steak € 200,- aus den weltberühmten Matsusaka-Rindern (besser noch als die bei uns in Deutschland bekannten Kobe-Rinder). Hier handelt es sich um tatsächlich glückliche Kühe, so werden sie vom Bauern täglich massiert und bekommen ab und zu ein Schlückchen Bier :)

Die Japaner vertilgen im Durchschnitt pro Person und pro Jahr 66 kg Fisch, wir Deutschen dagegen nur etwa 15 kg.

25 % ihres Einkommens geben die Japaner für Essen aus, die Deutschen nur etwa 8 %. Die Japaner lieben Frisches von guter Qualität, Tiefgefrorenes ist verpönt. Gemäß dem Motto „man isst sich nicht satt, man isst sich zufrieden“ ermöglicht den Japanern eine gute Gesundheit und hohes Alter.

Mit 60 Jahren erreichen die Japaner das Rentenalter. Doch viele fühlen sich mit 80 Jahren noch so jung, dass sie auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. So eine Dame mit 86, die in Heimarbeit Rinde von Hölzern schält.

Mit einigen Umwegen erreichen wir dann die Nordalpen in Richtung Takayama. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir kommen in den Regen.

Aber so wie alles im Leben zwei Seiten hat, ermöglicht uns das, die heißen Thermalquellen im Hotel zu nutzen. Bei beinahe 40 Grad köcheln wir vor uns hin, bevor wir die Möglichkeit haben, das Matsusaka-Rind zu probieren (nicht die Qualität für € 200,- :) ). Gut gespült wird natürlich mit Sake... Mal schauen, was der morgige Tag so bringt!

Übrigens wussten Sie schon, dass in Japan die Mehrwertsteuer 5 % beträgt? Wir sollten uns alle mal auf den Weg nach Berlin machen :)

Von Takayama über die japanischen Nordalpen nach Nagano, der Olympiastadt

OK - Japan hat gewonnen! Vorbei an herbstlichen Laubwäldern mit ihren Gold- und Rottönen, einem Flammenmeer nicht unähnlich fahren wir von Takayama Richtung Shirakawago. (Die Farben sind wirklich schöner, als es in Deutschland je zu beobachten war :)) Das kleine Dörfchen Shirakawago, mit seinen schilfrohrgedeckten Bauernhäusern zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und lässt uns das alte Japan erleben.

Ganze Clans von 20 Personen lebten in den für damalige Zeiten doch recht komfortablen Häusern, beheizt mit offenen Feuerstellen, geschützt nur durch einen Funkenflugschutz, gewollt, dass der Rauch durchs Haus zieht und dabei Insekten und Schädlinge vertilgt, die sich in die Dächer hätten einnisten können. Der Seidenraupenzucht, die unter dem Dach noch betrieben wurde, konnte der Rauch allerdings nichts anhaben.

Dann verlassen wir diesen idyllischen Ort und kehren zurück nach Takayama, um das Versäumte von gestern nachzuholen - gebucht ist gebucht, nach deutsch/japanischer Gründlichkeit muss alles seine Ordnung haben :) Es lohnt sich, das wohlhabende Örtchen nochmals genauer anzuschauen. So kam doch der Wohlstand durch den Abbau von Eisenerz und, dass Takayama die besten Zimmererleute Japans hervorbrachte, so dass Takayama in der alten Zeit direkt dem Befehl des Shoguns unterstellt war.

Zurück über die Alpen, durch Tunnels, die sich wie Drachen durchs Gebirge winden, ist heute das Können des Busfahrers gefragt, oft Millimeterarbeit, Spiegel an Spiegel.

Deutschlands Temperaturen haben uns eingeholt und die Gipfel der Berge sind mit Raureif und Schnee bedeckt. Die lange Fahrzeit überbrücken wir mit einem Bericht über Geishas, der diese in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

Wussten Sie, dass die ersten Geishas männlich waren?

Vor 4 Jahrhunderten, zur Zeit der Shogun-Herrschaft wurden damals Prostituierte in Bezirke eingesperrt. Hier erschienen nun Männer als Gesellschafter, die die Kunden dieser Damen nebenbei mit Tanz, Musik und Spiel unterhielten. Das hatte zur Folge, dass den Prostituierten immer mehr Kunden wegblieben und die ersten dieser Damen verkleideten sich als Geishas. Die Regierung kontrollierte daraufhin, dass Geishas nicht der Prostitution nach gingen und beide Berufssparten mussten ihre Kimonos unterschiedlich binden: Die Geishas banden die Kimonos hinten, die Prostituierten (zeitsparend) vorne... Im 19. Jh. gab es schon 25.000 Geishas…

Zauber der mysteriösen Tradition - Position in der japanischen Tradition - so ist eine Geisha eine Künstlerin in Tanz, Musik und Wort! Bildung und Anmut - die Liebe eine Illusion. Was zählt ist eine perfekte Oberfläche. Hinter ihrem geschminkten und feinem Lächeln, eine schwierige Lebensweise. Absolute Diskretion gehört zum Ehrenkodex. Sie ist die perfekte Gesellschafterin - die Welt besteht darin, sich als Kunstwerk darzustellen.

In der alten Zeit waren die Geishas Eigentum der Geishamutter und ihre Jungfräulichkeit wurde teuer versteigert. Sie waren die Lieblinge der Samurai.

Heute erhalten die Geishas eine perfekte Ausbildung in Tanz, Kunst, Musik und Choreographie, edelste Kimonos, Essen und Unterkunft und ein geringes Gehalt. Die Ausbildung einer Geisha kostet die Geishamutter ca. 500.000 Dollar und dauert 5 Jahre lang. Eine Geisha ist der Inbegriff von Stil.

Im 19. Jahrhundert erkannten dann suchende Männer die Vorzüge dieser Damen (Bildung und Verschwiegenheit) und die Geishas wurden öfters als Ehefrauen genommen.

Im Jazzzeitalter ging die Bedeutung der Geishas zurück. Das aber nur für kurze Dauer, denn in den 30-er Jahren erfuhren sie eine neue Blütezeit und große Nachfrage. Das führte dazu, dass Bauern vom Land ihre Kinder an Geishaschulen verschacherten.

Ende des 2. Weltkrieges verkauften sich Prostituierte als Geishas und brachten so diese in Verruf. Seit der jüngsten Wirtschaftskrise sanken die Engagements dramatisch auf ein Drittel.

Für die Japaner ist die Geisha, die Krone der Kultur.

Eben noch durch Eis und Schnee, so sind auf der anderen Seite des Passes strahlender Sonnenschein und Früchte auf den Bäumen. Japan - das Land der Gegensätze...

Die wohl am schönsten erhaltene Burg aus dem 16. Jahrhundert liegt in Matsamuto. Die „Krähenburg“ erhielt ihren Namen durch die schwarze Farbe.

Weiter geht es nach Nagano, der Olympiastadt und Herr Dr. Kleinen hat uns für morgen ein tierisches Vergnügen versprochen :)

Von Nagano zum Fuij San

Eine Besonderheit ist der Zenkoji-Tempel in Nagano mit tausendjähriger Tradition - er ist den Kindern geweiht, Lebenden und auch den Verstorbenen. Gerade heute wird das 7-5-3-Fest gefeiert. Viele Familien kommen mit ihren Kindern und lassen Gebete und Segnungen für die sieben-, fünf- und dreijährigen Kinder einschreiben. Drollig, wie die Kleinen in ihren festlichen Kimonos daher trippeln.

Aber höchst anrührend ist eine riesige Wand mit mehreren tausend kleinen Bodhisattwa-Figuren. Jedes dieser Figürchen steht für ein abgetriebenes Kind, fein säuberlich gekennzeichnet mit kleinen Namenstäfelchen und dem Namen der Mutter, selten des Vaters. Für uns schwierig nachzuvollziehen und sicherlich auch außergewöhnlich, wie sich die Familien öffentlich dazu bekennen. In Japan wird Abtreibung wesentlich liberaler gehandhabt und ist bis zur 26. Schwangerschaftswoche möglich.

In nächster Umgebung ist eine Buddha Statue und eine Stellwand mit Kuscheltieren, kleinen Kinderrucksäcken und allerlei anderes Spielzeug verstorbener Kinder. Anrührend geschmückt und den Stofftieren werden im Winter sogar kleine Mützchen aufgesetzt.

Nach dieser doch recht beeindruckenden Szenerie geht es nach Yamanouchi zu den Schneeaffen in den Jigokudani Affenpark mit seinen heißen Quellen.

Dort leben die Rotgesichtmakaken. Eine Primatenart, die ungewöhnlicher Weise im Kalten lebt. Umgeben von zauberhafter Natur leben diese Affen in Yamanouchi im Höllental. Ihre Vorfahren streiften noch am Fuße der Berge nach Futter. Heute ist alles zubetoniert oder durch intensive Landwirtschaftsnutzung verdrängt. Im Winter bestimmen die Temperaturen den Tagesablauf der Makaken. Sie sind fast Vegetarier. Auf der Suche nach Futter klettern sie die Bäume hoch und naschen die jungen Triebe. Mütterliche Fürsorge ermöglicht auch den Kleinsten Verschnaufpausen. Sie tollen über Äste, der Nachwuchs übt sich im Balancehalten.

Und manchmal staunen selbst Affen über ihre Verwandtschaft. Die Älteren beobachten die Youngsters bei den Rangeleien mit ihren Kumpanen. Ein tierisches Vergnügen. Wenig Feinde, lediglich Schutz vor Füchsen oder Adlern ist angebracht. Hingebungsvoll pflegen die Muttertiere ihre Jungen. Die Familien werden geprägt durch die Weibchen: Mütter, Großmütter und Tanten kümmern sich um die Kleinen. Sonnenanbeter gibt es auch unter den Affen.

Rotgesichtmakaken können sich ungewöhnlich gut an ihre Umgebung anpassen. Sie haben etwas entdeckt, was sie einmalig macht unter allen Affen der Welt. Ein Schneeaffe, der einen badenden Mönch beobachtete, zog für sich die richtigen Schlüsse. Eigentlich sind Affen wasserscheu, aber hier in Jigokudani fängt für die Affen in den heißen Quellen die Badesaison an. Wenn sie Haar für Haar nach Parasiten untersuchen, scheinen sie sich zu sagen: „Ich mag Dich“. Schneeaffen sind wahre Genießer. Sie besetzen den Pool, die Konkurrenz muss warten oder sich langsam und unauffällig dem heißen Wasser nähern. Das heiße Wasser (42 Grad) bringt den Kreislauf in Schwung, lässt die Gefäße anschwellen - Rotgesichtmakaken in ihrer wahren Form.

Genüsslich kurende Affen, das ist einmalig in der Tierwelt. Die Schneeaffen von Jigokudani haben sich ein Paradies erobert. Uns beachten sie nicht, solange wir uns nicht zu ihnen in die Wanne setzen.

Weiter geht es Richtung Fuji Hakone Nationalpark

Lektion Teil 1 von Herrn Dr. Kleinen in Japanisch (ich hoffe, dass ich es sinngemäß richtig widergebe :))

Wussten Sie eigentlich, dass die japanischen Schriftzeichen erst im 6. Jahrhundert entstanden sind. In Japan herrschte davor eine schriftlose Zeit. Im 6. Jahrhundert mussten die Japaner am Kaiserhof zuerst Chinesisch lernen (Amtssprache), um dann auch Schreiben zu können. Chinesisch ist eine einfache Sprache. Die Grammatik des Japanischen hat einen ganz anderen Aufbau. Es war schwierig beides unter einen Hut zu bringen. Durch weglassen von bestimmten Teilen der Schriftzeichen entstanden dann die japanischen Zeichen, aber erst um das Jahr 1.000.

Danach erhalten wir eine Lektion in Sachen „No-Theater“.

No bedeutet „Können“. „No-Theater“, ein lebendes Weltkulturerbe zeigt „das Geheimnis der Stille“. Das No hat eine 600 Jahre alte Geschichte. Alles ist auf ein Minimum reduziert: Bühne (hinten an der Bühnenwand eine stilisierte Kiefer), Bewegung, Musik, Sprache. Es spielt Geschichten von Leidenschaft, Hass und Trauer. In allen No-Theatern gibt es nur eine Generalprobe. Jeder Künstler, der No spielt muss 200 Geschichten kennen. Die Schauspieler üben täglich. Nur der Hauptdarsteller trägt eine Maske, die das Gesicht nicht vollständig bedeckt. No wird in der Regel nur von Männern gespielt. Das No handelt von der unsichtbaren Welt und versucht ständig die Phantasie der Menschen anzuregen. Emotionen werden lediglich durch Gesten ausgedrückt. Vermutlich hat es seinen Ursprung im Zen-Buddhismus. Inmitten der Trommeln, schrillen Klänge der Flöten, Sprechgesänge, tritt plötzlich Stille ein. Die Zuschauer sind hellwach.

Parallelen zum griechischen Antiktheater sind unverkennbar.

Mittlerweile sehen wir den Fuji –San (san = Berg), den heiligen Berg Japans. 3776 Meter hoch, der höchste Gipfel Japans und einer der schönsten Vulkane der Welt (letzter Ausbruch war im Jahre 1708). Majestätisch thront er inmitten seiner Umgebung mit sakralem Charakter. Ursprünglich war seine Besteigung eine Wallfahrt und nur Männern vorbehalten.

Heutzutage wird er nur noch im Juli und August bestiegen und an manchen Tagen/Nächten geht es oben zu, wie in der Südkurve eines Fußballstadions :)

Am Fuße des Fuji liegt das Fünf-Seen-Gebiet und wir haben das Glück, ihn in rosarotem Licht der untergehenden Sonne klar zu sehen. Ein erhabener Anblick!

Vom Fuji San nach Tokyo

Am Morgen ist der hl. Berg Fuji bei strahlendblauen Himmel zu sehen. Gigantisch, wie er so vor uns liegt mit schneebedecktem Gipfel - unvergesslich. Aber es geht leider schon wieder weiter Richtung Tokyo - modern, laut, schrill.

Die Fahrzeit überbrücken wir mit einer Dokumentation über das japanische Kaiserhaus - starr und still. Der japanische Kaiser - der Tenno - der himmlische Herrscher - Sohn der Sonnengöttin. Zwei Mal im Jahr ist der japanische Herrscher offiziell - hinter Panzerglas - zu sehen. An seinem Geburtstag (23. Dezember und am japanischen Neujahrstag). Dann spricht er zum japanischen Volk, einfache Worte in seiner Kaisersprache. Seit dem 2. Weltkrieg hat er nichts mehr mit Politik zu tun, er repräsentiert nur, unterschreibt Gesetze. Er lebt von Steuergeldern (2 Mio. Yen p. a. für die gesamte Familie), trägt keinen Nachnamen, besitzt keine Visitenkarten (wozu soll er die auch benötigen :)).

Mit jedem Kaiser, der den Thron besteigt, beginnt eine neue Zeitrechnung - er ist der Herr der (japanischen) Zeit. In Japan gehen die Uhren anders. Märchenhelden waren japanische Kaiser nie - eher Gefangene ihrer Würde. Auch Herrscher waren sie nie, sie hatten keine Macht. Sie schrieben Gedichte, sie schrieben Kalligraphie.

Die Thronfolge sieht immer nur einen männlichen Erben vor. Der derzeitige Kronprinz ist ein wählerischer Mann mit hohen Ansprüchen an seine zukünftige Frau. Als er Ende Zwanzig immer noch nicht verheiratet ist machen sich die Japaner Sorgen. Bei einem Turnier zu Ehren der spanischen Königin verliebt sich Naruhito in eine japanische Diplomatin, Tochter eines Diplomaten. Er sucht ihre Nähe - sie sucht das Weite. London ist weit genug und beginnt ein weiteres Studium in Oxford. Vorher hatte sie schon ein Studium in Harvard absolviert, er (der Kronprinz) in Oxford. Der Kronprinz hält um ihre Hand an und Masako, die Pflichtbewusste gibt auf. Die Brautwerbung wird steif und demütig angenommen.

Eine Diplomatin wird zur Prinzessin und ihr Lächeln ertrinkt in Tränen. Masako eine Prinzessin Widerwillen. Der 12-lagige Festkimono wiegt 14 Kilo, wie Blei legt er sich um die Prinzessin. Der Kronprinz will sie beschützen, man verspricht ihr, das Kaiserhaus und Japan nach außen vertreten zu dürfen (sie ist eine anerkannte Wirtschaftsexpertin).

Das Versprechen wurde nicht gehalten - das japanische Wort für Ehefrau bedeutet, „die Frau, die im Haus bleibt“. Sie unterstützt den Mann, erzieht Kinder und führt den Haushalt. 8 Jahre bleibt die Ehe kinderlos, dann nur 2 Töchter. Es herrscht Panik, die Hofbeamten kontrollieren, zensieren, Kritik ist undenkbar. Frauen sind wegen ihrer Monatsblutung unrein und dürfen bestimmte Riten und Handlungen, die dem Kaiser vorbehalten sind, nicht durchführen. Der starrste, steifste Hof, der Welt.

Masako wird depressiv, ihr Lächeln von früher ist erloschen. Beinahe wird das Erbfolgegesetz reformiert, aber dann wird der Bruder des Kronprinzen Vater - ein Sohn... für immer bleiben der Fuji und das Kaiserreich...

Wussten Sie, dass obwohl der japanische Kaiserpalast die teuerste Immobilie der Welt ist (Größe der Anlage/Grundstückspreise Tokyo), der Palast eher wie eine große Villa wirkt und nicht wie ein Palast? Und, dass Tokyo/Großraum den größten Ballungsraum der Welt mit ca. 33 - 35 Millionen Menschen darstellt? Und, dass Tokyo eigentlich keine Stadt ist, sondern nur eine Präfektur mit 23 „Stadtteilen“ mit 9 Millionen Menschen und, dass auf dem Bahnhof Shinjuku täglich 3,5 Millionen Menschen umsteigen, und er der verkehrsreichste Bahnhof der Welt somit ist und, dass in dem Wolkenkratzerviertel Shinjuku das höchste Rathaus der Welt steht (und wir von da aus nochmals einen wunderschönen Blick auf den Fuji haben). Überwältigend der Blick nach unten...

Benannt nach dem Urgroßvater des heutigen Kaisers besuchen wir dann den Meji-Shinto-Schrein. Danach genießen wir bei einem Bummel das vornehme Viertel „Ginza“ und die eleganten Geschäfte europäischer Modefürsten. Der perfekte Kontrast dazu ist die belebte Ladenstraße Nakamise-Dori, laut, schrill, Neonlichter blinken überall…

Gottseidank liegt unser Hotel im „Stadtteil Asakusa“. Gemächlichere Straßen, Läden mit schöner traditioneller Ware und dem Kannon-Tempel, der eigentlich aus dem 17. Jahrhundert wäre, wäre er nicht schon zweimal zerstört worden. So ist es ein Stahlbetongebäude mit dem Anschein eines historischen Tempels. Egal, er ist trotzdem beeindruckend und schön.

Dann schnell ins Hotel und gleich wieder los …… Herr Dr. Kleinen fährt mit uns U-Bahn; gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie die Automaten auf „englisch“ zu stellen sind. Ganze 19 Stationen, dann sind wir in Shibuya mit der berühmten Kreuzung, über die sich bei Grün aus allen Richtungen Menschenströme schieben.

Laut, schrill, grell und hier machen wir die einzige negative Erfahrung, als wir, dem Hunger nachgebend, einem Schlepper ins Lokal folgen und für eine minderwertige Qualität einen horrenden Preis zahlen. Todmüde fallen wir abends ins Bett und stehen vor der Entscheidung, morgen dem fakultativen Programm nach Nikko zu folgen oder lieber einen gemütlichen Tag im Asakusa-Viertel einzulegen….

Tokyo/Asakusa und Heimflug

Asakusa und seine traditionellen Läden haben gesiegt. Wir genießen es durch die Gassen um den Kannon-Tempel zu schlendern, bewundern die japanischen Messer, mit Gold verzierte Kimonos, kunstvoll gestaltete Teebecher und Schälchen aus Keramik, gusseiserne Teekannen oder auch die handgemachte Kämme für die Frisuren der Geishas, handwerklich gefertigte Bürsten und Staubwedel aus Straußenfedern.

Handwerklich, traditionell und sicherlich für jeden etwas dabei und denken mit Wehmut an Morgen, wenn es wieder nach Hause geht. Wir werden es vermissen, das Vogelgezwitscher, wenn die Ampel auf Grün schaltet, die multifunktionalen Toiletten, mit vorgeheizten Klobrillen, Musikfunktion und verschiedenen Duschmöglichkeiten :), das Land, in dem es keine Mülleimer gibt, aber trotzdem alles peinlich sauber ist, das Land des Hellowach-Tees (Grüntee), das Land der Miso-Suppe und des Sushis, das Land der Gegensätze, der Moderne, der Traditionen, das Land der Tempel, Pagoden und Schreine, das Land der höflichsten Menschen, die sich dafür entschuldigen, sollte ein Kleidungsstück mal nicht passen...

Japan, das Land der Vulkane, auf Feuer gebaut. Es war eine wunderbare Reise und wir danken Herrn Dr. Kleinen für die kompetente Reiseleitung, seine natürliche Autorität, mit der er alles im Griff hatte, seinen Witz und Hilfsbereitschaft ... und ich bin sicher, wir kommen wieder.

Ihr Reiseverlauf

Ganz entspannt geht es per Reisebus vom Fuße des majestätischen Fuji zu den schneebedeckten Gebirgsketten der Japanischen Alpen. Der Besuch bei den Schneeaffen von Nagano zählt ebenfalls zu den Höhepunkten, Japan fasziniert - und betört mit einem sanften Lächeln.

1. Tag - Anreise. Linienflug von Frankfurt nach Osaka.
2. Tag - Osaka - Kyoto (ca. 60 km). Morgens Ankunft in Osaka/Kansai. Empfang am Flughafen und Transfer nach Kyoto zu Ihrem zentral gelegenen Hotel. Check-in und Zimmerbezug im Hotel am Nachmittag.
3. Tag - Kyoto. Die ehemalige Kaiserstadt zählt mit ihrer Fülle an Kulturgütern zu den interessantesten Städten Ostasiens. Entdecken Sie die schönsten Tempel und Zen-Gärten wie den Ryoanji-Tempel, die reizvolle Anlage des Goldenen Pavillons (Kinkakuji) und das Nijo-Schloss des Tokugawa-Shogunats. Nachmittags Gelegenheit zu einem Bummel durch die zahlreichen Geschäfte des Shijo-Kawaramachi Viertels.
4. Tag - Kyoto - Nara - Osaka - Kyoto (fakultativ, ca. 140 km).
Tag zur freien Verfügung. Im Rahmen des Ausflugspaketes nehmen Sie heute an einem Ausflug nach Nara und Osaka teil. Nara war im 8. Jh. die erste Hauptstadt Japans und ist die Wiege der japanischen Kultur. Sie sehen im Todaiji Tempel den “Daibutsu“, die größte Buddhastatue der Welt aus Bronze, besichtigen den Kasuga-Schrein und unternehmen einen Spaziergang durch den Nara-Park. In Osaka begeben Sie sich auf die Aussichtsplattform auf der 39. Etage des Umeda Sky Buildings und genießen von hier einen spektakulären Blick über die Stadt. Rückfahrt nach Kyoto.
5. Tag - Kyoto - Hikone - Takayama (ca. 270 km). Auf Ihrem Weg nach Takayama machen Sie einen Zwischenstopp in Hikone, gelegen am größten Binnensee Japans. Sie besichtigen eine der ältesten im Originalzustand erhaltenen Burgen Japans und genießen die reizvolle Ansicht des Biwa-Sees. Weiterfahrt nach Takayama am Fuße der japanischen Alpen. Nach Ankunft Besuch der alten Provinzverwaltung, hier eröffnen sich Ihnen viele Einblicke in die Alltagskultur und Gesellschaft unter dem Tokugawa Shogunat. Bei Ihrem Bummel durch die Altstadt sehen Sie Sake-Brauereien, Miso-Geschäfte und die malerischen Straßenzüge.
6. Tag - Takayama - Shirakawago - Yamanouchi - Nagano (ca. 340 km). Fahrt in das malerische Dorf Shirakawago, das mit seinen Stroh gedeckten Bauernhäusern zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Sie unternehmen einen Spaziergang durch das Dorf und erleben hier das alte Japan. Bevor Sie Nagano erreichen besuchen Sie in Yamanouchi den Jigokudani Affen Park mit seinen heißen Quellen. Mit etwas Glück sehen Sie die Makakenaffen bei einem Bad in den Quellen.
7. Tag - Nagano - Matsamuto - Fuji Hakone Nationalpark (ca. 210 km). Am Morgen besuchen Sie den Zenkoji-Tempel in Nagano. Anschließend geht es weiter nach Matsumoto, wo Sie die “Krähenburg“ besichtigen. Die wohl schönste erhaltene Burg Japans wurde im 16. Jh. als Wehranlage errichtet. Am Nachmittag Fahrt zum Fuji Hakone Nationalpark. Bei klarer Sicht bieten sich im Fünf-Seen Gebiet phantastische Impressionen des heiligen Berges Fuji-San.
8. Tag - Fuji Hakone Nationalpark - Tokyo (ca. 110 km). Fahrt in die Megacity Tokyo. Nach Ankunft besichtigen Sie den Meiji-Schrein, der eingebettet in einem weitläufigen Park liegt. Im Anschluss fahren Sie zum Wolkenkratzerviertel Shinjuku, wo Sie das höchste Rathaus der Welt bewundern können. Von der Aussichtsplattform haben Sie einen beeindruckenden Panoramablick. Bei einem Bummel durch das vornehme Stadtviertel Ginza genießen Sie das modische Flair der eleganten Geschäfte. Außerdem sehen Sie den neuen Publikumsmagneten “Sky Tree“. Anschließend Besuch des traditionellen Stadtteils Asakusa mit dem Kannon-Tempel. Der Weg dorthin führt über die belebte Ladenstraße Nakamise-dori und durch das Donnertor.
9. Tag - Tokyo - Nikko - Tokyo (fakultativ, ca. 260 km). Entdecken Sie Tokyo auf eigene Faust oder nehmen Sie teil am Busausflug nach Nikko. Eingerahmt von der landschaftlichen Schönheit des Nikko-Nationalparks breitet sich ein weitläufiger Schrein- und Tempelbezirk (UNESCO-Weltkulturerbe) in der hügeligen Umgebung des Städtchens Nikko, etwa 120 km nördlich von Tokyo, aus. Besichtigung des Rinnoji-Tempels, in dessen Haupthalle sich 3 Buddhas befinden. Beeindruckend sind die Schöpfungen der Holzschnitzkunst am Toshogu-Schrein, der im 17. Jh. zur Zeit der Blüte von Architektur und Kunst geschaffen wurde. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Tokyo.
10. Tag - Tokyo - Abreise. Morgens Transfer zum Flughafen Tokyo/Narita und Rückflug nach Frankfurt. Ankunft in Deutschland am gleichen Tag.