Juli - August 2012

Namasté und herzlich willkommen in Indien! Besuchen Sie auf Ihrer Reise pulsierende Metropolen wie Delhi, Agra und Jaipur und bewundern Sie berühmte und prachtvolle Bauwerke. Sie werden begeistert sein - ein spirituell vielfältiges Land erwartet Sie!

Ihr Chronist

Guten Tag liebe Leser und Indien-Interessierte,

mein Name ist Wilhelm und ich werde für Sie während meiner 15-tägigen Reise berichten.

Ich bin Jahrgang 43 und als Sonderpädagoge tätig gewesen. Bis zu meiner Pensionierung im Jahre 2008 habe ich eine Förderschule in Mülheim an der Ruhr geleitet.

Als leidenschaftlicher Autor habe ich schon mehrere Bücher geschrieben. Ein weiteres Hobby ist natürlich das Reisen. Ich kenne schon mehr als 60 Länder der Erde und werde sicherlich auch noch ein paar mehr bereisen.

Viele Grüße,
Ihr Wilhelm

1. Tag: Sitzfleisch-Test

Start am 25.07.2012 ab Frau-Port 14.30 Uhr, Zwischenlandung in Amman nach ca. 4 Stunden, Ankunft in Delhi 8.35 Uhr Ortszeit (plus 3,5 Stunden zu MEZ). Dampfende indische Morgenstimmung empfängt übermüdete Europäer.

Drei Koffer von Mitreisenden waren verschollen, Wartezeit ca. eine Stunde im Bus, versüßt durch die Begrüßung mit einer leuchtend gelben Blütengirlande. Fahrt ins Hotel. Frühstück und Möglichkeit zum Duschen in sehr luxuriösen Suiten.

Abfahrt 9.45 Uhr zur Stadtrundfahrt Delhi. Die Temperatur betrug um 9.00 Uhr bereits 28 Grad C, die Luftfeuchtigkeit geschätzte 110 Prozent. Wahrlich keine optimale Reisezeit, aber was will man machen, wenn es terminlich nicht anders passt. Die Reisegruppe umfasste 28 Personen, mehr als die Hälfte „Lehrkörper.“

Es setzt leichter Regen ein. Der Reiseleiter erklärte uns, dass Regenzeit nicht meint, dass es pausenlos schüttet. Die Bauern beklagten sich, dass es zu trocken sei, die Ernte in Gefahr gerate, was sich an diesem Tag noch ändern sollte.

Wir erfuhren Wissenswertes über Alt- und Neustadt, was man aber in jedem besseren Reiseführer nachlesen kann. Für mich überraschend die große Zahl moderner Firmen, Büros und Läden. Ebenso interessant die für mich überraschend hohe Dichte des Straßenverkehrs. Die Hupe ist offensichtlich das wichtigste Teil am Auto. Nicht einen Meter hätte ich hier fahren mögen, der Fahrer aber lenkte mit stoischer Ruhe den Bus durchs Gewühl.

Beeindruckend die große Zahl an Moscheen und Pagoden, das Quatab-Minarett, ein Weltkulturerbe und die Gedenkstätte für Mahatma Gandhi, zu dem Inder mit quasi religiöser Verehrung pilgern.

Im Park der Anlage berichtete der Reiseleiter von dem Lin-Baum, der ein wahrer Alleskönner im Gesundheitswesen des Landes sei. Nie davon gehört, aber Reisen bildet ja bekanntlich.

Wichtig auch zu wissen, dass die Läden von 11.00 bis 21.00 Uhr geöffnet haben. Der Preis für einen Liter Benzin ist für den Chronisten in jedem Land der Welt ein Indikator für den Wohlstand weiter Teile der Bevölkerung. Mit 1.20 € für ein Schwellenland nicht eben wenig.

Sprach vor einigen Jahrzehnten, ich glaube es war Helmut Kohl: „Ich sage nur China, China!“, so muss man heute wohl auch“ Indien! Indien!“ ergänzen. Mit 1,3 Milliarden Menschen eine starke Macht!

Um 14.30 starteten wir zur Weiterfahrt nach Agra, das wir um 20.00 Uhr erreichten, eine abenteuerliche Fahrt über „nur“ 200 km, mit Kühen auf der Fahrbahn der Autobahn“, Mordsbetrieb.

Wer mag, kann die Stunden im Flieger und Bus addieren – nicht zu vergessen die Anfahrt bis Frankfurt, bei uns 3 Stunden. Nicht nur ich bin für heute platt und total verschwitzt, und das Hinterteil hatte zu leiden. Essen, Duschen, Schlafen lauteten die Prioritäten.

Nach der langen unbequemen Nacht im Flugzeug und den verkrampften Schlafversuchen im Bus sehnen wir uns jetzt nach einem Bett und der Möglichkeit, sich einmal entspannt lang ausstrecken zu können.

Ein Tipp zum Schluss: Wer im Hotel waschen möchte, sollte unbedingt einen Gummistopfen für das Waschbecken mitbringen, daran fehlt es in vielen Hotels.

2. Tag: Höhepunkte, die Erste

Nach der Strapaze des gestrigen Tages stand heute ein Schontag auf der Agenda – und das war auch gut so. Nach komatösem Tiefschlaf waren alle Anstrengungen auch schon fast vergessen. Außerdem hat der Crash-Eingewöhnungs-Kurs gestern dazu geführt, dass sich heute alle schon sehr indisch fühlen.

Zum ersten Mal haben wir die indische Sonne gesehen, die die Fotos gleich viel farbenprächtiger macht. Ob mit oder ohne Sonne; man transpiriert gleichermaßen.

Doch bevor ich mich dem aktuellen Verlauf zuwende, muss ich erst eine durch einen Hörfehler entstandene Korrektur anbringen: Der im ersten Blog erwähnte Medizin-Wunderbaum heißt Neem-Baum. Sorry. Ich hoffe, es war noch niemand in der Apotheke, um nach den Wunder-Präparaten zu fragen.

Nach dem um 8.30 Uhr angesetzten Frühstück fuhr uns der Bus zum Roten Fort, einer vor kurzem erst in den Status eines Weltkulturerbes erhobenen Palaststadt, erbaut 1552, für die nun Mittel für die längst fälligen Restaurierungsarbeiten fließen.

Interessant, dass am Fort Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, die an Kontrollen an Flughäfen erinnern. Unser kompetenter Reiseleiter Sanjay erläuterte die Geschichte dieses imposanten Bauwerkes (siehe Foto), für das zum Teil Marmor aus Indien verarbeitet wurde, der auch nach 400 Jahren sein strahlendes Weiß nicht eingebüßt hat.

Von einer Terrasse aus hat man einen Blick auf das Taj Mahal. Shah Jahan ließ Indiens bekanntestes Bauwerk für seine Lieblingsfrau errichten, mit der er im Roten Fort so glücklich war. Klar, dass er seine Lieblingsgespielin nicht in einem Reihengrab bestatten lassen konnte, da musste es schon ein wenig mehr sein.

Da das Taj Mahal freitags geschlossen hat, steht uns ein entspannter Nachmittag und dieser Höhepunkt unserer Reise morgen bevor.

Gegen 11.00 Uhr fuhren wir zu einer Werkstatt, in der Marmor-Intarsien hergestellt werden. Hier erfuhren wir alles über den indischen Marmor aus Makrana, der im Gegensatz zum italienischen Marmor eine Oberflächenstruktur aufweist, die keine Flüssigkeiten einziehen lassen kann. Etwa 1700 Menschen bietet diese Firma Arbeitsplätze, meistens in Heimarbeit. Die komplizierten Bearbeitungsverfahren des Marmors werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Wenn wir aus unserem Hotelzimmer schauen, haben wir einen Blick auf das andere Indien. Wir sehen Wellblech-Hütten, auf deren Dächern nachts die Menschen, in Tüchern eingerollt, schlafen. Ihre Notdurft verrichten sie in einer Ausschachtung gleich neben ihren Hütten.

Fakultativ wurde für den Nachmittag eine Fahrt zum kleinen Taj Mahal angeboten, das im Jahre 1622 erbaut wurde, noch bevor das große Taj Mahal errichtet wurde. Das kleine Mausoleum wurde für die Schwiegereltern eines Kaisers erreichtet. Durch einen Park gelangten wir an das Flussufer und konnten das große Taj Mahal von der Rückseite aus bewundern.

Die sicherlich leicht suboptimale Reisezeit hat den unbestreitbaren Nachteil, dass man schwitzt wie ein Eisbär am Äquator, aber den nicht zu leugnenden Vorteil, dass Touristen nicht in Riesenscharen auftreten.

Auf der Rückfahrt zum Hotel gab es aus therapeutischen Gründen im Bus zur Prophylaxe und zur Stärkung des Immunsystems Cola mit Rum. Alle fanden, dass diese Therapie sehr wichtig sei und dringend der Wiederholung bedürfe.

3. Tag: Foto-Objekt-Weltmeister

Kurz und knapp war die Ansage gestern Abend: 5.30 Uhr Wecken, 6.00 Uhr Frühstück, 7.00 Uhr Abfahrt. Gut, wir sind nicht zum Vergnügen hier, Schluss mit Erholung, Indien will erforscht sein!

Um 7.30 Uhr waren wir am Taj Mahal, das wir gestern nur aus der Ferne bewundern durften. Das Taj Mahal ist Indiens berühmteste Bauwerk und das am häufigsten fotografiere Motiv der Welt. Unnötig zu erwähnen, dass es sich um ein Weltkulturerbe handelt. Taj Mahal gilt weltweit als Synonym für ewige Liebe.

Der Rohbau wurde zunächst in rotem Sandstein errichtet und dann mit einer ca. 20 cm dicken Marmorschicht ummantelt. 20.000 Arbeiter waren 22 Jahre mit dem Bau beschäftigt. Der Marmor wurde aus 400 km Entfernung herbeigeschafft, die Kuppel allein wiegt 120 Tonnen und erreicht eine Höhe von 74 m – eine wahrhaft geniale Meisterleistung. Im Jahre 1631 wurde das Bauwerk vollendet.

Das Funkeln der Voll- und Halbedelsteine am Mausoleum haben wir nicht so recht würdigen können, da die Sonne es nicht so gut mit uns meinte. Dafür war es aber um 9.30 Uhr schon derartig schwül, dass der Schweiß der Edlen in Strömen floss.

„Schatz, würdest du mir auch ein solch prächtiges Mausoleum bauen?“, hörte ich einige Male in der Gruppe. Ein Teilnehmer fand die perfekte Antwort: “Gerne, mein Schatz, wenn mein Bausparvertrag dafür reichen würde.“

Shah Jahan’s Lieblingsfrau starb – so die Überlieferung – bei der Geburt ihres 14. Kindes. Weil er sie so sehr liebte, ließ er das Mausoleum errichten. Fast 400 Jahre hat der strahlend weiße Marmor seine Farbe behalten, nun setzt ihm aber die Luftverschmutzung zu. Daher wurden emissionsstarke Betriebe im Umkreis verboten. PKW und Busse dürfen nur bis auf 2 km heranfahren, dann übernehmen nur batteriebetriebene Fahrzeuge den weiteren Transport der zahllosen Touristen.

Interessant auch der Zugangsmodus; Männlein und Weiblein müssen in durch Gitter getrennten Schlangen zum Abtasten gehen und gelangen erst dann auf das Mausoleumsgelände.

Gegen Mittag ging die Fahrt weiter nach Fatepur Sikri. Diese Stadt aus rotem Sandstein wurde im 16. Jahrhundert gegründet und nach dem Tod des Gründers wegen Wassermangels aufgegeben. Neben Gebäuden aus rotem Sandstein finden sich auch Moscheen aus Marmor dort. Wegen der schier unerträglichen Schwüle passte sich das Tempo der Besichtigung den Temperaturen an. In den vorgelagerten Shops erlebten wir erstmals massive Anmache durch Shop-Boys.

Gegen 14.00 Uhr kamen wir im Hotel an, wo der Pool auf uns wartete, der aber die heiß ersehnte Abkühlung nicht bringen konnte. Erst ein Monsun-Schauer lieferte etwas kühleres Nass. Um 17.00 Uhr stand eine Jeep-Safari auf dem Programm, „Land und Leute“ quasi.

Wir erfuhren, dass etwa 70 % der indischen Bevölkerung in Dörfern leben, z. T. ohne Strom und fließendes Wasser. Der Bürgermeister der drei zusammengeschlossenen Dörfer mit 2000 Menschen ließ Tee und Gebäck servieren.

Die Region um Bharatpur ist sehr fruchtbar und ermöglicht zwei Ernten – falls ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Auffallend war der offensichtlich große Kinderreichtum in dem Dorf. Wir wurden durch unseren Reiseleiter dringend gebeten, Kindern nichts zu geben, obwohl sie immer wieder versuchten, uns anzubetteln. Ich weiß, dass nicht nur ich ein ungutes Gefühl habe, wenn ich in die Kinderaugen sehe und nichts gebe. Besser sei aber die Hilfe durch Organisationen, wurde uns versichert.

4. Tag: Maharadscha-Feeling

Nach dem Frühstück 8.30 h Weiterfahrt nach Jaipur, 160 km, 1,2 Millionen Einwohner, Pink City wegen der Farbe vieler Häuser in der Altstadt. Unterwegs erhielten wir zahlreiche Informationen von unserem Reiseleiter. Einige seien hier genannt:

  • Um 1900 hatte Indien etwa 20.000 Tiger, heute sind es nur noch 1.500. Wilderer werden hart bestraft, die Regierung hat ein Schutzprogramm aufgelegt und Reservate geschaffen.
  • Pfauen sind indische Nationalvögel, ihr Abschuss wird mit 6 Monaten Haft bestraft.

  • Es gibt noch 430 Löwen in Nationalparks.

  • Das Hakenkreuz (ind. Swastika) ist ein uraltes Symbol, das von Hitler übernommen wurde, der es jedoch anders herum verwendete.

  • Basar bezeichnet in Indien ein einzelnes Geschäft.

  • Indien ist ein Bundesstaat. Dennoch müssen LKW und Busse an den Grenzen der Bundesländer, die nicht einmal markiert sind, Zoll bezahlen.

  • Fast alle LKW sind geschmückt mit Troddeln, Fähnchen, bunten Bändern, Ketten u. v. a., um den bösen Blick zu bannen.

  • Die Steuer in Indien ist 10 bis 30%, Indien kennt keine Progression wie bei uns.

  • Feldarbeit wird in aller Regel von Frauen in meist bunten Gewändern verrichtet.

  • Für die schmückenden Saris der Frauen sind 5 bis 6 m Stoff erforderlich.

  • In den Dörfern entsteht der meiste Streit um Wasser und Grundstücke. Nur was der Dorfälteste nicht schlichten kann, geht vor Gericht.

  • Der Punkt auf der Stirn bei Frauen hat nichts mit Religion zu tun, nur mit Schönheit.

  • Kobras können bis zu 150 Jahre alt werden. Sind sie in Städten bei Flötenspielern im Einsatz, werden sie nach längstens einem Jahr wieder frei gelassen. Das nämlich hat der Besitzer dem Schlangengott versprochen.

  • Gehen Männer oder Frauen in der Öffentlichkeit Hand in Hand, hat das nichts mit Homosexualität, die es natürlich auch hier gibt, zu tun, sondern ist Ausdruck von Freundschaft.

  • Die Göttin Shiva der Hindus wird auch als Penis- und Vagina-Symbol dargestellt.

  • Es gibt in Indien 1,2 Millionen Kamele und Dromedare. Hellhäutige sind besser als Renntiere, dunkelhäutige als Lastenträger geeignet. Sie können bis zu 25 Jahre alt werden. Stuten geben 4 bis 5 l Milch am Tag, sie bekommen nie 2 Junge.

Auf der Strecke liegt der einzige Treppenbrunnen in Indien, der bereits 1200 Jahre alt ist. Neben der imposanten Brunnenanlage steht ein Shiva-Tempel, der teilweise zerstört ist, Zahlreiche Säulen und Skulpturen, ebenfalls 1200 Jahre alt, sind gerettet worden und an dem Treppenbrunnen zu bewundern. Ein kurzer Abstecher, der sich gelohnt hat. Das Dorf versucht, dieses wirklich spektakuläre Bauwerk in das Weltkulturerbe aufzunehmen.

Auf der Schnellstraße sahen wir mehrere Hindu-Prozessionen, oft einige Hundert Meter lang, auch Pilger, die barfuß über 500 km heiliges Wasser aus dem Ganges geholt hatten.

Eine freudige Überraschung erwartete uns beim Hotel: Es handelt sich um ein ehemaliges Maharadscha-Stadtpalais mit wunderschöner Deco und prächtigen großen Zimmern – 1001 Nacht!!. Schön, dass wir zwei Tage hier sind.

Um 16 h fuhr uns der Bus zur Altstadt und wir spazierten zu Fuß durch eine der Hauptstraßen. Hier wird in kleinsten Manufakturen noch alles repariert und produziert. Ein Einheimischer sprach mich an, als ich eine Kuh neben einem Shop fotografierte und meinte: “Diese Stadt ist ein großer öffentlicher Zoo, es fehlen nur die Tiger.“

Wir besuchten einen Edelstein-Laden und wurden in die Geheimnisse der Verarbeitung eingeweiht. Mit einer Fahrradrikscha ging es - leider in strömendem Regen - durch die Altstadtgassen zum Bus, der uns zum Hotel brachte.

Vor dem Abendessen lauschten wir den Klängen einer indischen Folkloregruppe und erfreuten uns an den Tänzen der beiden bunt gekleideten Tänzerinnen. Leider hat es 10% der Reisegruppe mit mehr oder weniger gravierenden gesundheitlichen Problemen erwischt. Hoffentlich steigt die Quote nicht noch!

5. Tag: Maroder Charme

Bei Licht besehen büßt Pink City Jaipur doch einiges an Charme ein. Die 1,2 Millionen-Metropole erinnert den Chronisten an Havanna: Auch dort sind einige Bauten fein rausgeputzt und renoviert, das Gros harret noch der Renovierung und zerfällt so vor sich hin.

8.00 Uhr Aufbruch zu neuen Taten. Am „Palast der Winde“ in der Altstadt kurzer Fotostopp, weiter ging die Fahrt zum Palais der 100 Elefanten, wie man das Amber Fort nennen könnte. Diese Elefanten stehen im Dienst des Tourismus und tragen Touristen zum Fort hinauf.

Berge und Meer verzichtet auf den Transport seiner Kunden durch Elefanten, da es Unfälle gegeben habe. Schade, authentischer wäre es in jedem Falle.

Auf der Fahrt sahen wir wieder zahlreiche kleinere Prozessionen, die zu Hindu-Tempeln unterwegs waren, denn der Montag ist Shiva-Tag. Bei der morgendlichen Fahrt fiel uns auf, dass die Stadt relativ sauber war. Wir erfuhren, dass Frauen aus der Kaste der Unberührbaren schon früh den Abfall zusammengekehrt hatten und der Müll mit Traktoren weggeschafft wird. „Doch die Sauberkeit ist nicht von langer Dauer“, meinte unser Reiseleiter.

Die Festung Amber, auf einem Berg gelegen, ist eine großartige Anlage, die eine Aufnahme in das Weltkultur-Erbe-Programm verdient hätte. Im 16. Jahrhundert erbaut, ist sie ein mächtiges Bollwerk und müsste eigentlich uneinnehmbar gewesen sein, da sie sich durch ein kompliziertes System auch mit Wasser versorgen konnte.

Zurück in Jaipur wurde eine Teppichknüpferei besucht, nicht ganz so spannend, wenn man schon zehn gesehen hat.

In Jaipur, so hat man den Eindruck, leben fast so viele Tauben wie Menschen. Sie werden von der Bevölkerung großzügig gefüttert – weil Hindus darin eine gute Tat sehen - und koten die zahlreichen historischen Gebäude zu.

Der Stadtpalast des Maharadschas ist ein Museum, ein Teil wird noch privat bewohnt. Bei der Reisegruppe macht sich eine gewisse Reizüberflutung bemerkbar, und ich war froh, dass der Besichtigungsteil um 15.30 Uhr beendet war.

Indien hat 32 Objekte, die zum Weltkultur-Erbe zählen. Fünf davon kennen wir schon, den Rest dürften wir kaum noch schaffen. Das sechste jedenfalls lernten wir noch kennen, das Observatorium. Hier stehen große gemauerte Geräte, die wohl größten der Welt und voll funktionsfähig. Für fast alle Inder ist die Astrologie wichtig, und viele Inder besuchen regelmäßig ihren Astrologen.

Einige Teilnehmer blieben nach dem Programm noch zum Shoppen in der Stadt, andere stürzten sich erschöpft in den Hotel-Pool oder ins Bett.

6. Tag: Maharadscha 2

Hinter uns liegen 220 km. Nach ca. 6 Stunden Fahrt mit den entsprechenden „technischen Pausen“ sind wir im 350 Jahre alten Palais, das zum Hotel wurde, angekommen. Viel vom alten Glanz kann man noch erahnen, aber es ist noch einiges zu tun.

Der National Highway ist eine sehr stark frequentierte, z.T. gut ausgebaute Straße, die bis Mumbai führt. Zehntausende LKW vom Typ Tata befahren diese Strecke. Zwei verunfallte LKW passierten wir. Das nicht mehr Unfälle geschehen, versetzt mich immer wieder in Erstaunen.

Es ist Dienstag, 14.30 Uhr „Halbzeit“ auf unserer Indienrundreise. Die Landschaft auf der Strecke Jaipur – Nimaj war nicht sonderlich aufregend. Daher hatte unser Reiseleiter wieder Zeit zu berichten, was nicht in Reiseführern steht, so u. a.:

  • Die Grundstückspreise in Jaipur liegen in besseren Lagen bei 2.000 € pro qm, in Delhi gehen sie leicht bis 6.000 € hoch. Da staunt manch deutscher Immobilien-Experte. Die „besseren“ Lagen sind nicht etwa die, die in ruhigen Seitenstraßen liegen, nein, es sind die an lauten Hauptstraßen liegenden, nicht etwa der Geschäfte wegen, sondern des Lärmes und der Menschen wegen.
    „Der Inder liebt es laut, er ist ein Gruppen-Mensch“, so unser Reiseleiter. Als unser Reiseführer Deutschland vor zwei Jahren Deutschland besuchte und von Hamburg bis München bereiste, konnte er nicht schlafen, weil es so ruhig war.

  • Es gibt 5 Kasten:
    · 1. Brahmanen
    · 2. Krieger
    · 3. Kaufleute
    · 4. Handwerker
    · 5. Unberührbare

  • Ein Kastenwechsel war früher nicht möglich, eine Mischung zwischen den Kasten war absolut undenkbar. Die Unberührbaren waren nach Gandhi „Kinder Gottes“ und sollten besondere Privilegien erhalten, um ihnen einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen. So waren ihnen früher 15%, heute 35 % der Plätze an Universitäten, Verwaltungen u. a. reserviert.
    Obwohl gesetzlich alle Kasten gleich sind, gibt es hauptsächlich auf dem Lande noch erhebliche Vorbehalte. So ist die Aufgabe, ein Klo zu putzen, ausschließlich der 5. Kaste vorbehalten. Manche Häuser haben zwei Eingänge, einer nur für die Unberührbaren.

  • Ein gutes College kann nur besuchen, wer 94 % der Punkte erreicht hat.

  • Namen zeigen oft Status und Herkunft an.

  • Bei Trinkgeld darf man keinen Dank erwarten, das ist in Indien nicht üblich.

  • Für einen Turban braucht man 10 m Stoff. Es gibt ca. 60 Varianten, die Region und Religion verraten.

  • Schulpflicht besteht bis zum 14. Lebensjahr, die allerdings nicht kontrolliert wird. 96 % der unter 14-jährigen besuchen eine Schule.

  • Nicht nur Schafe, Ziegen, Rinder und Hunde queren die Fahrbahn, nein, auch ein etwa 1 m langer Waran wollte über die Straße, was ihm knapp gelang.

Als wir das Hotel Nimaj Palace erreichten, empfing uns ein Chor der Damen des Hauses mit einem Willkommenslied. „Wie süß!“ meinten einige aus der Gruppe, „so sind wir noch nie empfangen worden.“ Wir erhielten ein großartiges Zimmer.

Auch wenn das 350 Jahre alte Palais einen gewissen Renovierungsstau aufweist, ist es eine herausragende Adresse, vor allem auch, weil das Dorf touristisch noch wenig frequentiert ist.

Punkt 17.00 Uhr Abfahrt zur „Safari“. Wir besuchten ein über 1.000 Jahre altes Kloster, das dem Maharadscha-Erben gehört, eine Ziegelei, ebenfalls im Besitz des Erben. Die Jeeps fuhren uns in ein weitgehend authentisches Dorf, das überwiegend von der Milchwirtschaft lebt und zahlreiche Herden besitzt. Als wir dort waren, zogen die Herden in langen Reihen gerade blökend ins Dorf.

Der Reiseleiter hatte ein „Picknick“ in den Bergen organisiert, leider gab es keinen Sonnenuntergang. Wir erstiegen einen kleinen Hügel, schauten der schwachen Sonne nach, huldigten dem Sonnen-Gott und brachten ihm aus therapeutischen Gründen ein Rum-Opfer dar.

Auch ja, die Quote der „Leidenden“ liegt tagesaktuell bei rund 30 %.

Ein Feuerwerk sowie eine Folkloregruppe bildeten den Abschluss eines weiteren wunderschönen Tages.

7. Tag: Auf nach Jodhpur

Unser heutiges Etappenziel war Jodhpur, 120 km Fahrstrecke – ein Klacks. Wie schon Tradition, berichtete unser kompetenter Reiseleiter aus dem indischen Alltag. So erfuhren wir, dass etwa 80 % der indischen Ehen arrangiert sind – für uns unvorstellbar. Und das nicht nur auf dem Lande, nein, sogar in Großstädten.

Einer möglichen Eheschließung geht ein kompliziertes Procedere voraus. Meist entsteht der Erstkontakt durch eine Kontaktanzeige, in der Geburtstag, -ort und -zeit ebenso angegeben sind wie Ausbildung, Einkommen, Besitzverhältnisse u. v. a. Die biografischen Daten sind deshalb so wichtig, weil das Horoskop passen muss. Dann muss das Foto gefallen.

Als nächster schaut der Priester, ob eine realistische Chance für eine Beziehung bestehen könnte. Entscheidend jedoch ist das Votum der Eltern, bzw. des Ältesten der Familie, nicht der beiden jungen Leute. Natürlich muss zwischen den beiden eine spontane Grundsympathie vorhanden sein.

Grundsätzlich versuchen Eltern, ihre Kinder in der gleichen Kaste zu verheiraten. Kommt es zu einer Ehe, entscheidet die Höhe der Kosten über das Ansehen. Ein Freund unseres Reiseleiters hat seiner Tochter eine Hochzeit mit über 3.000 Gästen ausgerichtet, die Kosten beliefen sich auf 450.000 Euro (kein Tippfehler!).

Scheidungen sind in Indien extrem selten, ein Resultat aus Erziehung und Religion. Geschiedene haben einen schweren Stand in der Gesellschaft. Vorehelicher Geschlechtsverkehr geht gar nicht, die Frau gilt dann als Prostituierte.

Mitgift ist gesetzlich verboten, jedoch üblich. Geschenkt wird häufig Bargeld. Grundsätzlich wird auf Hindu-Hochzeiten kein Alkohol ausgeschenkt und kein Fleisch gegessen, weil Hindus Vegetarier sind. Viele Töchter zu haben ist für einen Vater schlecht, weil zu teuer, denn sie muss die Mitgift in eine Ehe mitbringen.

Unser Reiseleiter garnierte dieses interessante Thema noch mit zahlreichen Beispielen aus seinem Bekanntenkreis, die aber hier zu weit führen würden.

An unserem Hotel fanden sich Handabdrücke am Eingangsbereich. Sie stammen von Frauen aus der Kriegerkaste, die sich verbrannt haben, weil ihre Männer im Krieg gefallen waren und sie als Witwen ihnen in den Tod folgen mussten. Die Engländer haben dieses grausame Ritual verboten.

Unterwegs kamen wir an mehreren Kuh-Kliniken vorbei. Dort werden vor dem islamischen Schlachter gerettete und verletzte heilige Kühe gesund gepflegt. Die größte betreut über 3000 Tiere. Das Geld für die Pflege der heiligen Kühe wird durch Spenden der Gläubigen aufgebracht.

Jodhpur ist eine alte Kaiserstadt, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde und über ein wahrhaft imposantes Fort verfügt, an dem 400 Jahre gebaut wurde. Heute ist es ein Museum und noch im Besitz der Maharadschafamilie, die aber dort nicht mehr wohnt. Interessante Exponate aus der Geschichte des Forts waren zu bewundern. Vom Fort aus über 100m Höhe sieht man, warum die Stadt den Namen „Blaue Stadt“ trägt.

Die Fahrt führte uns auch durch die Wüste Thar, die nach unserem Verständnis keine ist, weil dort noch magere Vegetation wächst, z. B. Akazienbäume, die sehr tief wurzeln und deren stachelige und dornige Blätter von Kamelen gefressen werden.

In der Wüste Thar sind auf beiden Seiten starke Militärkräfte stationiert. Es hat bisher drei Kriege zwischen Indien und Pakistan gegeben, beide Mächte verfügen über Nuklearwaffen. Jodhpur ist ein wichtiger Militärstützpunkt.

Ein Erlebnis besonderer Art war die Fahrt mit dem Tuk-Tuk zur Altstadt um 17.00 Uhr. Lebensgefährlich erschien es mir noch auf der Hinfahrt, die Rückfahrt sah ich schon entspannter. Man gewöhnt sich, oder der Fahrer fuhr deutlich besser. Woran ich mich nie gewöhnen könnte sind das Gedränge, Gehupe, der Lärm und Gestank, die Menschenmassen, die Rücksichtslosigkeit. In einer solchen Massengesellschaft kann sich wahrscheinlich niemand Rücksicht auf den anderen leisten.

Die Schwarm-Theorie hat was; in der Gruppe der Mitreisenden fühlte ich mich relativ sicher. Inder denken grundsätzlich positiv, erfuhren wir mehrfach. Das sollten wir uns auch antrainieren, finde ich.

8. Tag: Auch in Indien gibt es technische Probleme

Liebe Blog-Freunde, aufgrund technischer Probleme in den letzten beiden Hotels (kein W-Lan bzw. Systemfehler) konnten wir nicht „liefern“, um mal Politiker-Sprech zu verwenden.

Mit „nur“ 1,2 Millionen Einwohnern ist Jodhpur relativ klein für indische Verhältnisse, doch der albtraumartige Verkehr, die Rücksichtslosigkeit, die Geschäftigkeit erinnerten mich auf fatale Weise an Hanoi und Saigon in 2011. Auch damals waren wir froh, dem Moloch heil entkommen zu sein.

Wie schon gesagt, vermittelt die Gruppe ein gutes Gefühl der Sicherheit. Dazu trägt in erheblichem Umfang das Team bei.

Der Reiseleiter mit seinem Organisationstalent, der alle Situationen gelassen und mit Humor meistert, der uns zur Mittagszeit mit Bananen oder lokalen Spezialitäten versorgt, alle Probleme für uns löst – soweit es ihm möglich ist, der unsere Bank und Wechselstube, unser Verhandlungsführer bei schwierigen Verkaufsverhandlungen und vieles mehr ist, der Busfahrer, der nur selten ein Risiko eingeht und die schmalsten Gassen befährt, in die ich mit dem PKW nicht fahren würde, der flinke, allzeit hilfsbereite und stets lächelnde Beifahrer, der beim Aussteigen jedem die Hand reicht, uns mit kalten Getränken versorgt, – kurz:
Eine Mannschaft, wie man sie sich als Reisender nur wünschen kann. Da ich gerade Lob verteile, mache ich gleich weiter; auch die Reisegruppe ist zu würdigen, lauter interessierte, belesene Mitmenschen. Es langt ja in solchen Gruppen schon nur ein „Stinkstiefel“, um das Sozialklima nachhaltig zu vergiften. Den gibt es zum Glück nicht! Auch das musste mal gesagt werden!

Doch zurück zum Reiseverlauf: die heutige Etappe nach Ranakpur hat 160 km. Unser Reiseleiter ist Angehöriger der Yain-Religion, über die er umfassend informierte. Nur 1,2 % der Bevölkerung sind Anhänger des Yainismus, immerhin 8 - 9 Millionen Menschen. Die Gläubigen sind über ganz Indien verstreut, Schwerpunkt aber ist Rajasthan. Diese, wie unser Reiseführer sagte, „einfache Religion“ entstand um 600 vor Christi Geburt.

Yain-Anhänger sind Vegetarier. Sie betreiben keine Landwirtschaft und essen nichts, was unter der Erde wächst. Sie sind meist Händler. Wie alle Hindus glauben sie an Karma und Wiedergeburt. Ihr Gott ist Mahaveen, er hatte 24 Propheten. Die ursprüngliche Bedeutung der Religion bedeutet „leben und leben lassen.“ Ein Yain-Anhänger darf kein Lebewesen töten.

Es gibt eine extreme Form der Yain-Religion:
Diese Gläubigen leben nackt, schneiden sich nicht die Haare, dürfen keine Gewaltsymbole ansehen, wozu auch Messer, Gabel und Schere zählen, sie essen hauptsächlich Linsen und Gemüse. Auch sind z. B. Antibiotika verboten, weil auch Bakterien Lebewesen sind.

Der 400 Jahre alte Ranakpur-Tempel, den wir am Nachmittag besuchten, hat 1444 reich verzierte Marmorsäulen und ist eine Wallfahrtstätte für Yain-Anhänger. Die Funktion des Abtes geht vom Vater auf den Sohn über, schon seit 14 Generationen.

Wir sind hier auf 400 Meter über NN, es ist gefühlt genauso warm, aber die Luftfeuchtigkeit ist geringer.

Heute ist das Bruder-Schwester-Fest. Die Schwester bindet ihrem Bruder ein Bändchen an den Arm, der Bruder muss dann die Schwester beschützen und für sie da sein. Auch im Ausland lebende Brüder erhalten per Post Bändchen und schicken ihren Schwestern Geschenke.

9. Tag: Unterwegs in Richtung Udaipur

Auf dem Weg nach Udaipur (90 km) führte uns die Straße etwa 40 km durch eine gebirgige dschungelartig bewachsene Landschaft, in der noch Leoparden, zahlreiche Affen, Flughunde und zahlreiche andere Tierarten leben.

An einer kleinen Dorfschule mit 51 Schülern und zwei Lehrern legten wir einen Zwischenstopp ein. Hier saßen die Kinder auf dünnen Decken auf dem Boden. Von einer Klasseneinrichtung zu reden wäre maßlos übertrieben, außer einer grauen Wandtafel und dem Lehrerpult gab es absolut nichts.

Die Lehrer gehen auf den Dörfern von Hütte zu Hütte, um die Eltern von der Notwendigkeit von Bildung zu überzeugen. Die Kinder erhalten in der Schule eine Mittagsmahlzeit - für viele ein wichtiger Grund für den Schulbesuch. Das Schuljahr beginnt am 01.07. und endet im April, in den Monaten Mai und Juni sind Ferien.

Bei der Weiterfahrt erläuterte unser Reiseleiter das indische Schulsystem. Im Alter von 4 Jahren besuchen die Kinder zwei Jahre lang eine Vorschule, dann die Dorfschule von Klasse 1 bis 5. Indien ist nicht nur im Schulwesen ein Land voller Kontraste. Kinder wohlhabender Eltern besuchen Privatschulen oder Internate, die für die ärmere Bevölkerung unerschwinglich sind, oder sie werden von ihren Eltern ins Ausland geschickt, gern in die USA, England oder nach Australien.

Jungen und Mädchen werden dort getrennt unterrichtet, weil die Eltern so zu verhindern versuchen, dass sie sich in einen Jungen/Mädchen einer anderen Kaste verlieben. Nach 12 Schuljahren kann man dann die Universität besuchen. Staatliche Schulen und Universitäten sind kostenfrei.

Auf dem Lande ist die Rate der Analphabeten hoch, Schätzungen gehen von rund 40 bis 50 % aus. Da die Kinder die Altersversorgung für ihre Eltern sind, sehen die Eltern nicht gern, wenn die Kinder in die Städte abwandern - nur Beamte erhalten Pensionen. In den staatlichen Schulen wird auf Hindi unterrichtet (in diesem Bundesland), in Privatschulen auf Englisch.

Gegen Krankheiten muss man sich privat absichern, es gibt aber eine kostenfreie Behandlung in staatlichen Krankenhäusern.

Die Einkommen in Indien sind - wie überall auf der Welt - in hohem Maße abhängig vom sozialen Status, der Ausbildung und zahlreichen anderen Faktoren. So verdient ein Dorfschul-Lehrer etwa 400 €, ein Privatschul-Lehrer 800 - 1.000 €, ebenso ein Bankangestellter. Ein Kellner kommt im Monat inklusive Trinkgeld auf etwa 400 €. Als Beispiele für gut verdienende Berufsgruppen nannte unser Reiseleiter Tischler und Künstler.

Nicht ohne einen gewissen Stolz wies unser Reiseleiter darauf hin, dass viele führende Computerexperten und der neue Chef der Deutschen Bank Inder sind.

Gegen 13.00 Uhr erreichten wir Udaipur, eine Großstadt mit rund 800.000 Einwohnern. Bei der Einfahrt in die Stadt fielen die zahlreichen Marmorkontore auf, hier ist das Zentrum des indischen Marmorhandels. Bekannt ist Udaipur auch für Silberwaren und Miniaturmalerei.

Wir besuchten den Frauengarten, einen Park mit interessanten Wasserspielen, gespeist aus einem See, der höher liegt als die Stadt, und so fließt das Wasser mit natürlichem Druck in die Fontainen.

Zum Mittagessen führte uns unser Reiseleiter in ein Restaurant mit typisch indischem Essen, ein lang gehegter Wunsch zahlreicher Teilnehmer. Auf einem großen Blechtablett werden in sieben Schälchen zu drei verschiedenen Brotsorten und Reis sieben verschiedene indische vegetarische Spezialitäten auf Linsen-, Bohnen- und Kichererbsenbasis serviert und ständig nachgereicht. Ich hatte es mir wesentlich schärfer vorgestellt, die Augen blieben trocken.

Der Besuch beim Silberverkauf und der Miniaturenmalerei waren fakultativ.

10. Tag: Zweiter Tag in Udaipur

Die Lage an der Krankenfront hat sich entspannt, offensichtlich haben sich unsere deutschen Mägen an indische Hotel-Kost, die ja nicht die indische Ess-Kultur spiegelt, gewöhnt.

Heute war ein entspannter Tag, vor dem Rückreise-Marathon eine gute Idee. Nach dem Frühstück fuhren wie die wenigen Kilometer zum Stadtpalast, der 1725 erbaut wurde und in Privatbesitz des Maharadschas ist.

Etwa 600 Bedienstete halten die gigantische Anlage in Schuss. Um die enormen Kosten in den Griff zu bekommen, ist ein Teil des Palastes in ein Luxushotel umgewandelt worden, eine Suite kostet bis zu 600 € die Nacht.

Der Palast beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Miniaturmalerei aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Tausende von wertvollen Kunstgegenständen sind zu bewundern, z. B. Pfauenmosaike aus 20.000 Teilen.

Als nächstes erfolgte ein Besuch in dem Jagdish-Tempel, in dem eine religiöse Zeremonie stattfand und wir schnell wieder herauskomplimentiert wurden.

Des Touristen liebste Beschäftigung schloss sich an: Shoppen. Ich erwarb eine ca. 25 cm hohe Ganesha-Figur aus Sandelholz, dem Gott, der für Erfolg, Glück und Gesundheit im Hinduismus zuständig ist. Vielleicht hilft er auch Christenmenschen.

Das offizielle Programm endete mit einer Bootsfahrt über einen der drei Seen der Stadt - dann wartete der Pool auf uns.

11. Tag: Der Abschied rückt näher

So langsam müssen wir uns innerlich auf den Abschied aus Indien vorbereiten. Die großen Highlights sind abgearbeitet,  Indien ist ein großartiges Land mit großer Zukunft in 50 bis 70 Jahren – wenn es nicht zu Krisen und Konflikten kommt.

Abfahrt 7.00 Uhr, Ankunft 15.00 Uhr am Hotel in Pushkar, Entfernung 270 km. Unterwegs stark differierende Landschafen: Gebirge, grüne Felder, karge Flächen. Wir trafen Wanderer an einer Essensausgabe, die zu Fuß seit 3 Wochen unterwegs waren und noch 9 Tage bis zu ihrem Ziel, einem Tempel, brauchen.

Die Versorgung von rund 150.000 Pilgern übernimmt ein reicher Mann aus der Region. Er war Wachmann an einer Schule und hat sich ein Tabak-Imperium u. a. aufgebaut. Die Werbung seiner Firma „MIRAJ“ sieht man häufig am Straßenrand.

In Pushkar findet im November jeden Jahres das 5-tägige Pushkar-Fest mit dem größten Tiermarkt Asiens statt. Etwa 25.000 Dromedare werden angeboten.

Diese kleine Stadt war in den 60-ern und 70-ern des vergangenen Jahrhunderts ein großer Magnet für Hippies aus Europa, die Erleuchtung durch Drogenkonsum und fernöstliche Spiritualität suchten. Einige Nachfolger sieht man noch im Straßenbild. Hindu-Gläubige pilgern hierher und nehmen ein Bad im heiligen See, danach sind sie innerlich gereinigt.

Am Nachmittag besuchten wir den Brahma-Tempel, den einzigen in Indien. Fotografieren verboten! In dieser kleinen Stadt kommt auf 500 Bewohner ein Tempel.

Es schloss sich ein Spaziergang zum heiligen See an, dem wir uns nur auf 15 Fuß Entfernung nähern durften. Fotos waren nur aus der Distanz erlaubt. Der 50.000-Seelen-Ort lebt von den Pilgern. Mir erschien er sehr touristisch, zahlreiche Europäer waren unter den Besuchern zu finden.

Je größer die Armut - so erfuhren wir von unserem Reiseleiter - desto stärker der Glaube. Es ist der Glaube, der Arm und Reich friedlich zusammenhält, Armut und Reichtum werden als Schicksal akzeptiert und als Lohn bzw. Strafe aus dem vorherigen Leben angesehen.

Die Hindu-Seele geht nach dem Tod in ein Tier oder Menschen, es kann zu endlosen Reinkarnationen kommen, je nach Karma. Hindus glauben, dass Gott ein dickes Buch hat, in das er gute und böse Taten einträgt. Die Religion verhindert, dass es zwischen Arm und Reich zu Hass und Neid kommt - nicht unpraktisch und politisch entspannend.

Im Hinduismus soll es bis zu 2 Millionen Götter geben. Oft tragen Kinder oder Orte den Namen von Göttern. Jedes Dorf hat einen Guru, einen Lehrer, der als Gott verehrt wird.

In Indien haben nur etwa 7% der Menschen eine Lebensversicherung. Stirbt ein Hindu, wird er noch am gleichen Tage verbrannt. Die Verbrennungen finden außerhalb der Orte statt. Der älteste Sohn zündet das Feuer an. Ist er z. B. im Ausland, übernimmt ein Verwandter diese Aufgabe. Für Arme gibt es elektrische Krematorien.

Die Sünden werden mit dem Feuer verbrannt. Mönche und Kinder werden nicht verbrannt. Am nächsten Tag wird die Asche geholt und in den See geschüttet, sie darf nicht zu Hause aufbewahrt werden, da sie als unrein gilt.

Der Monsun ist in diesem Jahr nicht sehr ergiebig, er liegt 70% unter der Regenmenge, die dringend benötigt wird. Die Bauern beten für Regen und eine gute Ernte. Unterwegs sahen wir zahlreiche Schweine, die an Wildschweine erinnern. Sie werden von den Unberührbaren geschlachtet und gegessen.

Die Busfahrt morgen ist mit 260 km nicht wesentlich kürzer als heute, aber auch hier hat sich ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt, wie auch beim Fotografieren, wo man nicht mehr jede heilige Kuh oder jedes Marktgeschehen ablichtet.

12. Tag: Der letzte Tag bricht an

Start 8.00 Uhr, Ankunft im Wüstenhotel Udai Vilas Palace 15.00 Uhr. Die Strecke war relativ monoton, es gab wenig Abwechselung: in den ersten Stunden Marmor, dann stundenlang Wüste.

Die Mannschaft dämmerte so vor sich hin, der Dämmerzustand wurde lediglich durch Informationen unseres Reiseleiters unterbrochen. Er erzählte, dass er beim Goethe-Institut Deutsch gelernt habe.

Der Kurs sei mit 30 Teilnehmern gestartet, nach einer Woche waren es 28, nach zwei Wochen 25, als der Dativ behandelt wurde waren es noch 21, beim Genitiv verließen vier den Kurs, am Ende blieben sieben, die die Prüfung machten. Weil diese Episode als so „süß“ bezeichnet wurde, verdient sie erwähnt zu werden.

Küssen, so erfuhren wir, ist den Indern fremd. Viele Frauen schämen sich, ihren Körper zu zeigen, sogar mancher Ehemann sah seine Frau nie nackt. Und das in dem Land, in dem das Kamasutra „erfunden“ wurde! Alte Tempel zeigen häufig die 85 Abbildungen der Liebeskunst, die zum Teil 1.000 Jahre und älter sind. Früher war man offensichtlich nicht so prüde wie heute.

Viele Frauen schlafen sogar im Sari, auch beim Liebesakt sind sie nicht nackt. Ist eine Ehe nach zwei Jahren noch kinderlos, bekommt der Mann den „Ehrentitel“ Eunuch.

Ein Zusammenleben ohne Trauschein, eine Ehe auf Probe, ist in Indien unvorstellbar. Geht eine unverheiratete Frau mit einem Freund ins Bett, gilt sie als Nutte. Sexfilme, die sich indische Männer aus dem Ausland schicken lassen, werden vom Zoll konfisziert, die Empfänger erwartet eine Strafe.

Bei der Hochzeit bekommt der Ehemann ein Glas Milch, um seine Potenz zu steigern. Auch im TV ist Sex tabuisiert, nicht einmal Umarmungen werden gezeigt. Wenn eine junge Frau einen Freund hat und die Familie davon erfährt, bekommt sie Ärger.

Dass ein Mann bei der Geburt seines Kindes anwesend ist, ist jenseits indischer Vorstellungskraft. Als Frau allein zu wohnen geht gar nicht. Junge Leute dürfen abends nicht zu spät nach Hause kommen. Zu spät heißt; nicht nach 21.00 Uhr!

Nach diesen spannenden Informationen ging es ohne Sex weiter.

Eine Uhr, so erfuhren wir, ist ein Statussymbol. Im Ausland kaufen sich reiche Inder gern eine Edeluhr, vorzugsweise eine Rolex. Das bedeutet aber nicht, dass sie dadurch pünktlicher werden. Je später man zu einer Einladung kommt, desto höher die Reputation, zeigt es doch, dass jemand wichtig ist!

Der uns als Hospitant begleitende Reiseleiter aus Südindien informierte kurz über seine Heimat. Südindien hat ca. 300.000.000 Einwohner und mehr Industrie als der Norden. Eine bedeutende Rolle spielt die Filmindustrie, die jährlich Tausende von Filmen produziert. Bekannte Schauspieler gehen gern in die Politik und können sich ihrer Wahl sicher sein. Fast alle unsere Gewürze kommen aus Südindien.

In Indien sind 15 Sprachen offizielle Landessprachen, sie sind auf der Rückseite des 100 Rupienscheines aufgelistet. 1600 verschieden Sprachen haben Sprachwissenschaftler in Indien ermittelt.

Unser Reiseleiter erwähnte noch, dass alle Familien Lebensmittelgutscheine erhalten, die aber nur von den Armen genutzt werden. Reiche geben sie an ihre Bediensteten weiter. Staatliche Krankenhäuser sind kostenfrei, wer es sich aber leisten kann, meidet sie. Spricht ein Inder von seiner Familie, ist damit nicht etwa seine Frau gemeint, sondern seine Eltern. Noch vor der Frau rangieren die Geschwister.

Eine revolutionäre Änderung der gesellschaftlichen Strukturen hält unser Reiseleiter zwar für möglich, ist aber nicht sicher, dass seine Kinder das noch erleben werden.

Um 17.30 Uhr fuhren wir zum Dorf Mandava, wenige km vom Hotel entfernt. Bei unserer Abfahrt setzte ein heftiger Monsunregen ein, der von den Bauern mit Sehnsucht erwartet worden war. Doch nach einer halben Stunde war schon wieder alles vorbei.

Ursprünglich prächtige, repräsentative und reich bemalte Gebäude verfallen allmählich, ein wirklicher Jammer. Doch die Besitzer der etwa 200 Jahre alten Häuser scheint das nicht zu interessieren. Dieses einstmals stolze Dorf könnte ein wunderschönes Museumsdorf werden - wenn jemand richtig viel Geld in die Hand nimmt.

Der morgige Tag, der 13. Reisetag, bringt die Fahrt nach Delhi und noch ein paar Stunden Freizeit in Delhi, dann geht es am übernächsten Tag um 6 Uhr zurück nach Deutschland.

Ich schließe schon heute den Blog, hoffe, dass wir endlich senden können, bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche viele interessante  Reisen mit Berg & Meer.

Ihr Reiseverlauf

 Die Vielfalt Indiens ist wahrlich beeindruckend: prachtvolle Paläste, traumhafte Sandstrände, bunte Metropolen und atemberaubende Landschaften. Kosten Sie würzige Curries und feinen Tee, feiern Sie farbenfrohe Feste oder entspannen Sie sich bei Ayurveda und Yoga. Indien hält all dies für Sie bereit!

1. Tag - Anreise. Linienflug mit Zwischenstopp nach Delhi.

2. Tag - Delhi - Agra (ca. 200 km).
Ankunft in Delhi und Begrüßung durch Ihre Reiseleitung. Im Anschluss unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt durch Alt und Neu Delhi mit Besuch der größten Moschee Indiens – Jama Masjid und des Raj Ghat, der Gedenkstätte Mahatma Gandhis. Außerdem Besichtigung des Quatab Minaretts und des zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Grabes des Humayun, ein prächtiger quadratischer Sandsteinbau mit einer Doppelkuppel aus Marmor. Im Anschluss Fahrt vorbei am India Gate und am Parlamenthaus, bevor es weiter nach Agra geht. Nach Ankunft Transfer zum Hotel.

3. Tag - Agra.
Am Vormittag besichtigen Sie das Rote Fort in Agra. Es ist mit seinen majestätischen Toren, prachtvollen Türmen und Bastionen eine der größten Befestigungsanlagen der Welt. 20 m hohe Doppelmauern werfen ihre schützenden Schatten und lassen die Machtstellung des 3. Mughal Eroberers erahnen. Von hier haben Sie einen ersten Blick auf das legendäre Taj Mahal. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.

4. Tag - Agra - Fatehpur Sikri - Bharatpur (ca. 60 km).
Nach dem Frühstück Besuch des legendären Grabmals Taj Mahal, das 1631 vom Mogulkaiser Shah Jahan zur Erinnerung an seine Gemahlin Mumtaz Mahal errichtet wurde. Die in weißen Marmor eingebetteten Halbedelsteine des Mausoleums fangen das Licht des Mondes in der Nacht und die Strahlen der Sonne am Tag ein und lassen es wie ein funkelndes Juwel erstrahlen. Anschließend Fahrt nach Bharatpur mit Zwischenstopp in Fatehpur Sikri, der sandsteinroten Stadt mit weißen Marmorpalästen in der Hochebene westlich von Agra. Am Abend findet eine Geländewagensafari zu den nahe gelegenen Dörfern von Bharatpur statt, bei der Sie die Farmer bei der Arbeit beobachten können und während eines Tees in einem indischen Haus nähere Informationen über das Leben der Dorfbewohner erfragen können.

5. Tag - Bharatpur - Jaipur (ca. 190 km).
Tagesziel ist Jaipur, die Pink City und Hauptstadt Rajasthans, die bekannt ist für ihr Kunsthandwerk und insbesondere für ihre bunt lackierten Armreifen aus Emaille. Zum Abschluss des Tages Fahrrad-Rikschafahrt über den farbenprächtigen Basar von Jaipur.

6. Tag - Jaipur.
Fahrt mit dem Geländewagen zum Amber Fort. Zwischendurch erfolgt ein Fotostopp am Palast der Winde. Im Inneren des klassisch romantischen Forts bestaunen Sie gemalte Szenen in Miniatur - z. B. von Festen, Kriegen und der Jagd. Außerdem sehen Sie viele kleine Spiegel an den Wänden und der Decke der Siegeshalle (Jag Mandir). Am Nachmittag besichtigen Sie die Stadt, den Stadtpalast des Maharadschas, das Waffenmuseum und die ehemalige Königsresidenz, die fast ein Siebtel der Fläche Jaipurs einnimmt! Besuch des Observatoriums (Jantar Mantar) - aus Stein und Marmor erbaut ist es eines der größten der Welt.

7. Tag - Jaipur - Nimaj (ca. 220 km).
Nach dem Frühstück Busfahrt nach Nimaj und Check-in im Hotel. Am Nachmittag nehmen Sie an einer Geländewagensafari in die umliegenden Dörfer teil. Lernen Sie dabei das tägliche Farmerleben kennen und besuchen Sie eines der Farmhäuser. Der nächste Stopp erfolgt am Magarmandi Mata - Tempel, welcher einen südindischen Einfluss aufweist.

8. Tag - Nimaj - Jodhpur (ca. 110 km).
Heutiges Tagesziel ist die Kaiserstadt Jodhpur, die 1459 gegründet wurde und deren Altstadt mit beeindruckenden Palästen und Tempeln von einer 10 km langen Stadtmauer umgeben ist. Heute besticht die Stadt durch den traditionellen und festlichen Lebensstil der überaus freundlichen Menschen. Am Nachmittag Besuch des Meherangarh-Forts, das auf einem 120 m hohen Hügel über der Stadt liegt. In den ehemaligen Räumen des Maharadschas ist heute ein Museum untergebracht. Ebenfalls sehenswert sind das Jaswant Thada und der weiße Marmorchattri von Jaswant Singh II.

9. Tag - Jodhpur - Ranakpur (ca. 180 km).
Nach dem Frühstück Fahrt nach Ranakpur und Check-in im Hotel. Am Nachmittag Besuch der Jain-Tempel. Sie bilden eine der 5 wichtigsten Pilgerstätten des Jainismus. Diese Tempelanlage, im 15. Jh. erbaut, gehört zu den wahren Kleinoden der indischen Architektur.

10. Tag - Ranakpur - Udaipur (ca. 90 km).
Nach dem Frühstück Fahrt nach Udaipur. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

11. Tag - Udaipur.
Heute ist Tempeltag. Besuch des 1725 erbauten Stadtpalastes. Diese bezaubernde Anlage besticht durch ihre Verzierungen mit glitzernden Spiegeln und unzähligen Ornamenten. Weiter geht es zum Jagdish Tempel aus dem 17. Jahrhundert, der dem Gott Nishnu gewidmet wurde. Zum Abschluss sehen Sie die Sahelion Ki-Bari, den Garten der Frauen. Am Nachmittag Bootsfahrt auf einem der Seen. Bei zu niedrigem Wasserstand besuchen Sie den Nagda Eklingji Tempel.

12. Tag - Udaipur - Pushkar (ca. 270 km)
Am Morgen lange Busfahrt nach Pushkar, die dem Gott Brahma geweihte Stadt. Am späten Nachmittag Besichtigung des berühmten Brahma-Tempels und Spaziergang am See.

13. Tag - Pushkar - Shekhawati (ca. 260 km).
Nach dem Frühstück Busfahrt nach Shekhawati, einem kleinen Ort mit zahlreichen Tempeln und prächtigen Gutsherrenhöfen, sogenannten Havelies. Sie werden einen der Höfe besuchen.

14. Tag - Shekhawati - Delhi/ Gurgaon (ca. 260 km).
Weiterfahrt in Richtung Delhi/Gurgaon. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.

15. Tag - Delhi/ Gurgaon - Abreise.
In den frühen Morgenstunden Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Zwischenstopp nach Frankfurt. Ankunft in Deutschland am gleichen Tag.