August 2011

Tauchen Sie ein in dieses sagenhafte Land mit seinen vielen kulturellen Höhepunkten, reizvollen Landschaften und der bunten Vielfalt des chinesischen Volkes. Es warten Highlights wie Peking & Shanghai, die Terrakotta-Armee und eine Yangtze-Kreuzfahrt.

Ihr Chronist

Mein Name ist H. Kelly, ich bin 53 Jahre, verheiratet und habe 3 Kinder.

Ich bin als Kommunikations- und Fitnesstrainer tätig. Weiterhin leite ich eine große Kampfkunstschule im nördlichen Rheinland Pfalz sowie den Verein Selbstbewusst & Stark e.V. - Gewaltprävention für Kinder, Jugendliche, Schulen und Jugendeinrichtungen.

Ich habe schon über 60 Länder bereist und bin u. a. 10 Jahre in der Südsee gewesen.

Umso mehr freue ich mich nun, zusammen mit meiner Frau, das Reich der Mitte kennen zu lernen.

Viele Grüße Kelly

1. - 2. Tag: Ankunft in Peking und die erste Besichtigung

Wer dem nass-kalten Sommer Deutschlands entflieht, freut sich auf wärmere Temperaturen in seinem Reiseland.

Dennoch war es ein kleiner Klimaschock, als wir nach einem 11-stündigen Flug in Shanghai aus dem Airport traten. 37 Grad und 85% Luftfeuchtigkeit trafen die übermüdeten Körper wie ein Blitz und die Kleidung klebte am Körper. Dies sollte uns auch nach dem Anschlussflug in Peking erwarten.

Die Reisegruppe fand sich kurz darauf am Ausgang bei unseren Reiseleitern Herrn Li und Frau Chang (kurz Tao) zusammen, die nicht nur durch ihre sehr guten Deutschkenntnisse auffielen, sondern auch über viel Humor verfügten.

Bevor es zum Hotel in Peking ging, stand ein Besuch und Spaziergang im Sommerpalast Yiheyuan auf dem Programm. Diese Änderung des Programmablaufes schien notwendig, um den nächsten Tag nicht ganz so gestresst zu sein. Der „Garten der Harmonie“ diente einst der kaiserlichen Familie als Sommerdomizil. Palasttempel und Pavillons gruppieren sich rings um den künstlich angelegten Kunming-See. Auf der 728 Meter langen Flaniermeile am See entlang strömten Besuchergruppen durch den Garten. Sehenswert ist auch das berühmte Marmorboot auf halben Weg des Rundganges.

Sichtlich von Schweiß gebadet und müde ging es dann zu unserer Pekinger Unterkunft, dem Best Western Ol Stadium Hotel. Der Standart des Hotels ist hervorragend.

Jetzt sollte auch noch der Wettergott seinen Zorn versprühen und gab sein Stelldichein durch ein unglaublich heftiges Gewitter, welches uns den Abend lang beleitete und Strom und Internet ausfallen ließ.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sollten wir dann noch ein üppig-chinesisches Abendessen in der Stadt einnehmen. Schon früh am Abend fielen dann alle aus der Gruppe den Strapazen zum Opfer und waren froh, die fehlenden Schlafstunden nachholen zu können.

3. Tag: Kaiserpalast, Himmelstempel und mehr...

Wer nach einem erholsamen Schlaf in Chinas Hauptstadt erwacht, hat Hunger. Hier wird man im Speisesaal des Best Western Hotels mit einem Überangebot an Leckereien überrascht. Man sollte daher schon eine Stunde Zeit für das Frühstück einplanen, um den Morgen mit all dem reichhaltigen Angebot in Ruhe nutzen zu können.

Vom leichten europäischen Frühstück, über ein „American Breakfast“ bis hin zu einem kompletten chinesischen Menü (verschiedenste Fleischsorten wie z.B. Lamm-Curry oder Huhn in Kokosnusssoße), viel Gemüse und Beilagen, einer köstlich scharfen Suppe und Obst in allen Variationen konnte man den Kalorienbedarf eines ganzen Tages stillen. Allein schon wegen dem Essen, das übrigens ganz anders schmeckt, als dies, welches man in deutschen China-Restaurants bekommt, lohnt sich diese Reise.

Doch auch das Tagesprogramm hatte es in sich. Mit dem Bus fuhr die Gruppe durch die Hauptstadt, um sich dann zu Fuß entlang des Platzes zum Tor des himmlischen Friedens, wo 1989 die Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen wurde, Richtung Kaiserpalast und Verbotenen Stadt zu bewegen. Dies geschah in einem riesigen Besucherstrom. Man glaubte, ganz China sei auf den Beinen. Wir erfuhren, dass gerade auch hier die Sommerferien begonnen haben, und so war es nicht verwunderlich, einer solchen Massenbewegung beizuwohnen.

Durch das große Tor gelangt man dann in die ehemalige Kaiserresidenz mit seinen unzähligen Hallen und Toren, der Beschreibung zufolge 9.999 Räume, die sich alle auf der sogenannten Nord-Süd-Achse befinden. Uns wurde gesagt, dass man nur in einer Richtung in dieser, von einer großen Mauer umgebenen Residenz, gehen darf.

Nach Stunden der Besichtigung verließen wir die Anlage dann am entgegen gesetzten Ausgang. Der Hunger nagte und es ging zu einer kurzen Mittagsrast in ein nettes Lokal. Hier durfte die Gruppe wieder an runden 10er-Tischen Platz nehmen, wie dies in China üblich ist, um sich an den, in der Mitte des Tisches, aufgestellten Köstlichkeiten zu bedienen.

Nach dem endlosen Fußmarsch am Morgen gab es nun eine kleine Überraschung. Die Reiseleiter brachten uns in eine Klinik der „Traditionellen Chinesischen Medizin“. Hier wurden wir alle mit einer Fußreflexzonenmassage belohnt. Fast eine ganze Stunde durften wir dies genießen, während sich ein deutschsprechender Arzt den einzelnen Teilnehmern zuwandte, um eine Pulskontrolle und Zungendiagnose abzugeben. Gut verwöhnt konnte man den nächsten Höhepunkt des Tages angehen.

Ein Besuch des Himmelstempels, der inmitten eines 2,7 ha großen Parks liegt. Der erstmals 1420 n.Chr. erbaute Tempel diente nicht nur als Opferstätte, in welchem der Kaiser stellvertretend für die Menschheit ein Tieropfer darbrachte, in anderen Räumlichkeiten in der Anlage musste seine Hoheit auch drei Tage lang fasten, um sich auf die Opferzeremonie vorzubereiten.

Abschließend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm, welches man bei einem Pekingbesuch nicht missen sollte: „Der Besuch im Roten Theater mit der legendären Kung Fu-Show“. In einer Geschichte mit vielen Attraktionen wird den Zuschauern das Leben eines Mönches vom kleinen Jungen bis zum Obermönch erzählt und mit tollen Stunts untermalt. In völliger Dunkelheit tauchten plötzlich vom Scheinwerfer angestrahlte Mönche neben den Zuschauerreihen auf, um sofort bei dramatischer Musikuntermalung auf die Bühne zu stürmen.

Alle waren sich einig, dass sich das Eintrittsgeld für die einstündige Show gelohnt hat. Letztendlich blieb noch das Abendessen übrig, welches wieder in einem ausgesuchten Pekinger Restaurant eingenommen wurde. Manch einer trotzte der warmen Nachttemperatur bei einem Schlummertrunk im hoteleigenen Biergarten.

Morgen wollen wir die große Mauer besteigen. Bei 35 Grad wird das sicherlich ein Meisterwerk.

4. Tag: Große Mauer und Ming-Gräber

Die Vorfreude in der Gruppe war groß. Heute soll es zur legendären Großen Mauer gehen.

Vorher jedoch stand der Besucher einer Perlenfarm auf dem Programm. In der Empfangshalle der Zuchtstation wurden wir mit einer kurzen Erklärung über die Aufzucht informiert. Es handelt sich um Süßwasseraustern, denen ein oder mehrere Stücke Perlmutt ins Fruchtfleisch eingesetzt wurde. Erst durch das Öffnen der Auster kann man sich dann überraschen lassen, wie viele Perlen, meist weiss-trübe, sich letztendlich entwickelt haben. Nun sollte es aber zum Highlight des Tages gehen.

Nochmals 20 Minuten Fahrt ins Randgebiet und wir staunten nicht schlecht, als sich plötzlich gebirgshohe Bergeregionen vor uns auftaten. Und da waren sie auch. Die Chinesische Mauer und Massen an Bussen und Menschen. Auf dem Parkplatz angekommen schauten wir in schwindelnde Höhe und wussten sofort: „Der Aufstieg wird nicht einfach und sicherlich wieder schweißtreibend“.

Wir entschieden uns für den Aufstieg auf der rechten Seite. Tausende von Stufen unterschiedlicher Höhe forderten unsere Kondition und die 35 Grad Tagestemperatur tat sein übriges. Oben jedoch angekommen, wurden wir von einem kühlen Windhauch und einem grenzenlosen und gigantischen Ausblick belohnt.

Die Mauer ist das Symbol der chinesischen Nation. Über 6.000 km lang zieht sie sich von der Küste bis in die westliche Region, einst eine Trennlinie zwischen China und den barbarischen Steppenvölkern. Der Beginn des Baus fand schon im 3. Jh. V. Chr. statt. Nicht immer hatte sie einen positiven Hintergrund.

China schloss sich dadurch ein und verhinderte den Handel mit anderen Ländern. Dieser wurde später durch die Engländer gewaltsam mit militärischer Offensive geöffnet. So hart der Aufstieg war, so verlangte auch der Abstieg wieder Tribut an den Körper. Nur gut, dass sich im Tal am Eingang zu Mauer viele kleinen Getränkebuden angesiedelt haben, welche Hochkonjunktur haben.

Auf dem Rückweg zur Stadt hielten wir an einem speziellen Restaurant, das sich innerhalb eines riesigen Ladens mit Vasen und Jadeartikeln, welche dort komplett hergestellt wurden, befand. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Freundschaftsladen, zu vergleichen mit den früheren Intershopläden der DDR. Die Tourismusbehörde schreibt Pauschaltouristen vor, bis zu drei solcher Läden während des Aufenthaltes zu besuchen. In einer riesigen Esshalle wurde dann das traditionelle Mittagessen eingenommen. Nun sollte es noch zu den Ming-Gräbern gehen.

Hier liegen die Grabanlagen von 13 der 16 Kaiser der Ming-Dynastie. Nur zwei der Gräber sind erhalten. Vor der gigantischen Opferhalle liegt das steinerne Grab des Yongle-Kaisers, in dessen Umzäunung sich unzählige Geldscheine und Münzen befinden. Grabbeilagen der heutigen Chinesen, um sich so ein langes Leben zu erhalten. Anschließend kann man einen herrlichen Spaziergang durch den kleinen Park unternehmen.

Nachdem wir dann in unserem Hotel angekommen waren, hatten wir ein wenig Zeit, mental alles bei einer kurzen Pause zu verarbeiten und uns zu erfrischen, um anschließend noch bei Tageslicht auf der Fahrt zum Abendessen einen Besuch des Olympic Green zu unternehmen.

Auf einer großen und mit Blumenbeeten angelegten Flaniermeile konnte man zu den Vorzeigeobjekten Pekings, dem berühmten „Vogelnest“ (Olympiastadium von 2008), dem Olympiaturm und der großen Schwimmhalle gelangen. Nur zwei Minuten später erreichten wir mit dem Bus ein kleines Thai-Restaurant. Heute sollten wir mal eine andere Geschmacksrichtung aufnehmen. Zwischen süß und unheimlich scharf wurde alles aufgetafelt.

Gedanklich war man schon beim Weiterflug am nächsten Tag. Nach der Rückkehr ins Hotel hieß es Koffer packen, da diese schon am nächsten Morgen vom Kofferträger abgeholt werden würden, während die Gruppe noch der Altstadt und dem Markt einen Besuch abstatten wird.

5. Tag: Letzter Tag in Peking und Weiterflug nach Xian

Den letzten Tag in der Hauptstadt Chinas genossen viele der Teilnehmer nochmals mit einer Rikschafahrt in die Hutongs. Hutongs sind die engen, verwinkelten Gassen in den alten Stadtteilen Pekings. Viele dieser traditionellen Gassen mit ihren alten Wohnhäusern sind mittlerweile verschwunden. Sie mussten neuen, modernen Hochhäusern weichen. In einigen Teilen der Stadt sind die Hutongs allerdings noch sehr gut erhalten. Der Besuch einer dort lebenden Familie gewährt einen Einblick in das traditionelle Leben der Pekinger.

Auch ein Besuch des alten Marktes, mit seinen vielfältigen Waren und Gewürzen, wurde gewährt. Der Morgen ging jedoch viel zu schnell vorbei, und so hieß es auch schon wieder: „Essen fassen“. Dies geschah diesmal in einem Telekommunikationsgebäude, in welchem das Restaurant untergebracht war. In angenehmer Atmosphäre ließen wir uns die köstlichen Speisen schmecken.

Die beiden nächsten Programmpunkte sind ein Standart beim Besuch Pekings und sollten nie vermisst werden. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt im Nordosten gelangt man zu den beiden Tempelanlagen: Konfuziustempel und Lamatempel. Die beiden Anlagen liegen nur einen kurzen Fußmarsch voneinander entfernt. Der zweitgrößte Konfuziustempel Chinas wurde 1306 n. Chr. erbaut. In der Anlage überragen knorrige Kiefern Pavillons und Hallen. Unser Reiseführer Li erklärte uns die Geschichte des Konfuziismus, und dass es sich dabei um keine Religion vielmehr um eine philosophische Lehre handelt.

Noch anschaulicher erlebten wir den Lamatempel Yonghe Gong. Der größte tibetisch-buddhistische Tempel Pekings wurde 1694 vom Kangxi-Kaiser als Prinzenresidenz erbaut und 1744 in ein Kloster umgewandelt. Durch einen begrünten Vorhof gelangt man vorbei an Trommel- und Glockenturm sowie zwei Stelenpavillons zur Halle der Himmelskönige. In der nächsten Halle wurden die Buddhas der drei Zeitalter dargestellt. Die darauf folgende Halle beherbergt in der Mitte den Buddha der Langlebigkeit, flankiert vom Medizinbuddha rechts und dem Buddha des Löwengebrülls links.

In einer weiteren „Halle des Buddhistischen Rades“, welche als Versammlungshalle diente, kann man eine fast 6 m hohe Statue des Reformators Tsongkhapa, dem Begründer der Gelbmützenschule, bewundern. Das Highlight der Anlage befindet sich in der letzten, einer dreistöckigen Halle. Die hölzerne, 18 m hohe Statue des Maitreya war ein Geschenk des 7. Dalai Lama an den Kaiserhof.

Durch die gesamte Anlage hinweg kann man vor den Hallen Gläubige sehen, die mit Räucherstäbchen Ihrer Religion huldigen, oder sich am Münzstock mehr oder weniger Glück durch das Werfen einer Münze erwarten. Bleibt die Münze ganz oben liegen, soll es dem Werfer übermäßiges Glück bringen, während, wenn die Münze wieder auf den Boden fällt, man vom Pech verfolgt würde. Der Chronist schaffte 3 Münzen auf die oberste Form und wartet nun, wie das Glück künftig in Erscheinung treten wird.

Zurück am Busparkplatz angekommen, war es leider an der Zeit, unseren Pekinger Reiseleiter Herrn Li zusammen mit unserem Busfahrer zu verabschieden. Er hatte bis dahin eine hervorragende Arbeit geleistet. Wir werden sein „Auf geht’s, Attacke“ sicherlich noch vermissen.

Der Bus brachte uns noch zum Airport, damit wir zur nächsten Station nach Xián gelangen konnten.

Hier soll noch ein besonderer Service der Inlandagentur hervorgehoben werden. Unsere Reiseleiterin Frau Tao, die uns während der ganzen Zeit betreut, hatte schon am Morgen unsere Reisepässe eingesammelt und einen speziellen Kofferdienst ins Hotel bestellt.

Somit kamen wir in den Genuss, dass unser Hauptgepäck schon vor unserer Ankunft am Flughafen eingecheckt war und unsere Bordkarten ebenfalls schon für uns bereit lagen. Somit konnten wir uns viel Schlepperei und Wartezeit ersparen und hatten eine stressfreie Zeit bis unser Flug nach Xián abhob. Dies wird so auch bei den anderen Flügen gehandhabt werden.

Der Flug war sehr angenehm. Obwohl er für die Strecke von 1.100 km nur ca. eineinhalb Stunden benötigte, bekamen wir doch eine komplette Mahlzeit. Nach der Gepäckausgabe haben wir mit der neu hinzugekommenen Reiseleiterin Frau Niu Bekanntschaft gemacht, die Tao hier in Xian unterstützen wird. Die Koffer wurden an den Ausgang gebracht und dort stand auch schon wieder der Kofferservice, welcher unsere, zwischenzeitlich mit unserer Zimmernummer gekennzeichnete Koffer direkt zum Hotel und vor unsere Zimmer brachte.

Wir hatten jedoch noch ein leckeres Abendessen im Airport-Restaurant. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt waren wir nun endlich am Ziel. Das Einchecken war schon vorbereitet und jetzt haben wir endlich für heute Feierabend. Morgen soll es zur Stätte der Terrakotta-Armee gehen. Bestimmt gibt es davon wieder viel Neues zu berichten.

6. Tag: Xian - Terrakotta-Armee und Große Moschee

Dieser Tag stand ganz im Zeichen eines der berühmtesten Touristenattraktionen Chinas: der Terrakotta-Armee. Auch wer sich nicht für Archäologie interessiert, wird dennoch die Ausgrabungen bestaunen und sich von der monumentalen Größe der Anlage gefangen nehmen lassen. Mich interessierte am meisten der nach dem Haupteingang geradeaus liegende erste Schacht.

Als riesige Sensation gingen die ersten Bilder von den dicht an dicht stehenden Soldaten und Streitpferden um die Welt, nachdem die Grabanlage zufällig 1974 von einem Bauern entdeckt worden war. Ganze 230 m lang und 62 m breit und von 2.5 m dicken Wänden getrennt kann man einen Teil der Armee hier bestaunen.

Nach Aussagen der Reiseführerin schufteten bis zu 700.000 Zwangsarbeiter jahrelang an dem Monumentalgrab des alten Tyrannenkaisers. Über dessen Entstehung könnte man ein ganze Buch schreiben, aber auch jeder Reiseführer gibt darüber genügend Auskunft. Unsere Teilnehmer konnten sich in der Halle eine gewisse Zeit auf eigene Faust bewegen, um sich nachher am Hinterausgang wieder zusammen zu finden.

1994 wurde der dahinter liegende Schacht 2 geöffnet. In Glasgestellen sind Originalfunde ausgestellt, darunter der bekannte kniende Bogenschütze. Im dritten Schacht, der viel kleiner als die anderen ist, stehen die Soldaten nicht in Schlachtordnung, sondern wenden sich nach innen und tragen Zeremonialwaffen. Eine Halle mit vielerlei Arten von Andenken kann ebenfalls besucht werden, und im Erdgeschoss kann man sich ein Buch der Anlage von dem Entdecker handsignieren lassen. Trotz seiner 72 Jahre hat er immer noch viel Spaß mit den Touristen.

Die Teilnehmergruppen finden sich dann um die Mittagszeit im Restaurant des ersten Stocks zum Mittagessen ein. An einem riesigen Büffet kann man nach eigenen Wünschen zugreifen. Am Kopfende kann man zuschauen, wie chinesische Nudeln hergestellt werden. Alles in allem war es sehr sehenswert, jedoch war auch dieser Tag einer der heißesten in der Region, und wir alle waren klatschnass, als wir uns wieder auf den Weg zu unserem Bus machten.

Nun fuhren wir wieder Stadteinwärts, um einen Herstellungsbetrieb für die Verarbeitung von Jade mitzuerleben. Anfänglich erhielten wir eine Einweisung und konnten sogar bei der Verarbeitung zuschauen, danach durfte man sich im riesigen Verkaufsraum über die unendlich vielen Möglichkeiten von Jadeschmuck und Jadefiguren umsehen, wobei man ebenfalls wieder die Wahl hatte, etwas für zuhause zu erwerben.

Am späten Nachmittag brachte uns der Bus in die Innenstadt zur großen Moschee. Da Xian früher einmal ein reger Handelsplatz an der berühmten Seidenstraße war, kommt hier auch der muslimische Teil in diesem Stadtbereich stark zum Ausdruck. Das Gebäude besitzt jedoch vom Baustil her auch großen chinesischen Einschlag. Gleich bei der Moschee gelangt man in den quirligen Markt von Xian, der viel Ähnlichkeit mit den nordafrikanischen Suks hat.

Dicht an dicht drängen sich die Händler in ihren Verkaufsräumen und bieten neben exotischen Köstlichkeiten, die frisch zubereitet werden, auch Textilien, Schuhe und jede Menge weiterer Plagiatsprodukte weltweiter Firmen an. Feilschen ist hier unerlässlich. So habe ich ein Mitbringsel (Jacke mit berühmten Rennsportfirmenabzeichen) vormals für 800 Yuan angeboten, für 120 Yuan erworben.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch in ein besonders herausragendes Restaurant, welches alle Teilnehmer zufriedenstellte. Auch wurden diesmal geschmacklich sehr unterschiedliche Speisen bereitgestellt.

Die, für den Abend separat geplante Tour durch die Altstadt, wurde jedoch wegen fehlendes Interesses abgesagt. Kein Wunder, denn wir kamen ca. um 21.30 Uhr ins Hotel zurück und mussten bis 23.00 Uhr die Koffer gepackt haben, da diese, wegen dem frühen Flug am nächsten Morgen, von der Kofferträgeragentur abgeholt wurden.

Danach blieben uns nur noch wenige Stunden Nachtruhe. Alle sehnen sich schon nach der Kreuzfahrt. Bald haben wir es ja geschafft.

7. - 8. Tag: Yangtze - Großdamm und Dammschleuse

Am heutigen Tag durften wir zuerst nach einer kurzen Busfahrt die große Staudamm-Anlage besichtigen, welche den langen Fluss endlich seit dem Jahr 2006 zähmt. Auf einer Aussichtsplattform hoch über dem Damm hatte man einen guten Ausblick auf die, teils mit Hilfe deutscher Unternehmen erstellte, 185 m hohe und zwei Kilometer lange Dammanlage und den Schleusen.

Neben den vielen Vorteilen, welche der Damm zu bringen scheint, sollte man aber auch kritisch die Nachteile abwägen. Der Bau des machthungrigen Pekings hatte Milliardeninvestitionen verschlungen, Millionen von Menschen entwurzelt und umgesiedelt und der ökologische Schaden ist noch gar nicht absehbar.

Auf der anderen Seite soll der Damm, der in China immer wieder umstritten ist, künftig verheerende Überschwemmungen verhindern und mit seinen 26 Generatoren fast 10 % des chinesischen Energiebedarfs decken. Täglich wird damit eine Million Yuan erwirtschaftet.

Da schon so früh morgens die Hitze schon wieder Anforderungen an die Teilnehmer stellte, war man froh, wieder im klimatisierten Bus zu sein und zum Mittagessen zum Schiff gebracht zu werden.

Nach dem Essen legte das Schiff vom Anleger in Yichan ab und machte sich auf den Weg zur Schleuse. Hierbei handelt es sich um vier Schleusenstufen, bis man oben angekommen, nach vier Stunden seinen Schiffweg durch die Xillingschlucht fortsetzen konnte. Es wurde gegen Abend ein wenig kühler, und viele der Teilnehmer fanden sich auf dem Sonnendeck ein, um die sich wechselnde Landschaft vom Flachland zu bergen und den kühlen Fahrtwind zu genießen.

Am Nachmittag gab es im Salon Deck 4 eine kleine Einführung in die chinesische Akupunktur. Einige Teilnehmer melden sich hinterher bei Frau Doktor zur Akupunktur an, um sich verschiedenster Symptome behandeln zu lassen. Scheinbar schien es zu wirken, denn alle spürten hernach Linderung oder keine Schmerzen mehr.

Vor dem Abendessen war „Kapitäns-Cocktail“ angesagt. Entsprechend gekleidet, erschienen wir im Salon und erhielten ein Glas Sekt und kleine Leckereien, um zusammen mit dem Kapitän auf eine wundervolle Reise anzustoßen.

Nach dem Abendessen fand noch eine kleine „China-Modenschau“ statt, in der sich Staff-Mitglieder des Schiffes in Kleidungen von der Frühzeit Chinas bis hin zur heutigen Zeit dem begeisterten Publikum zeigten.

Noch ein kleiner Absacker und wir legten uns mit den Gedanken an den nächsten Morgen schlafen, wo wir die drei kleinen drei Schluchten besuchen werden.

9. Tag: Durch die Schluchten

Über Nacht hatten wir in Wushan, unweit einer riesigen Brücke angelegt gehabt. Nach dem reichhaltigen Frühstück hieß es sich fertig machen für den Besuch der „drei kleinen Schluchten“.

Auf uns warteten schon kleinere Fähren, welche uns dorthin bringen sollten. Ein wenig konnten wir unsere Vorstellungen schon präparieren, denn am Vortag lief im Schiffsfernsehprogramm ein kurzer Film über diesen Trip.

Gegenüber unserem Anlegeplatz mündete der Nebenfluss, den wir zügig mit den kleineren Schiffen erreichten. Hier taten sich plötzlich links und rechts hohe Steilwände auf und das erste Highlight konnte man in einer Felsspalte in ca. 80 Metern erblicken – einen aufgebarten, ausgemergelten Sarg, der schon hunderte von Jahren dort von den Nachkommen angebracht wurde und nun langsam am Zerfallen ist.

Fast eine Stunde lang dauerte die Fahrt durch die bizarre Schlucht mit immer wieder wechselnden Faszinationen, und die Foto- und Filmkameras hatten Schwerstarbeit zu leisten. Schließlich kamen wir an ein Anlegerhaus, wo uns unzählige kleinere Ruderboote empfingen. Zuvor hatte man uns schon in einzelne Gruppen unterteilt, und wir durften die gefährlich schwankenden Boote besteigen.

Man kann sich das Gewusel unter den Booten nicht vorstellen. Jeweils mit vier Ruderleuten, drei vorne im Boot und einer zusammen mit dem Rudergänger hinten, versuchten, das eigene Boot in eine guten Position möglichst weit nach Vorne zu bringen. Zusammenstöße waren nicht vermeidlich und das Geschrei der Kapitäne der Holzboote war weit zu hören.

Wir genossen dieses Spektakel in vorher ausgegebene Schwimmwesten mit einem Schmunzeln auf unseren Sitzen. Vorbei ging es auf einem immer kleineren Flussarm und hohen Felswänden. Die Ruderer legten sich ins Zeug und waren schon nach wenigen hundert Metern klatschnass, dennoch mussten sie noch lange durchhalten.

Am Umkehrpunkt sprangen zwei der Ruderer vorne aus dem Boot und zogen ein langes Tau mit sich, um das Boot von Land aus um die nächste Felsspitze zu ziehen. Welch eine Tortur bei dieser Hitze. Später erfuhren wir, dass einer dieser Männer schon ganze 72 Lebensjahre alt war und sich somit sein Auskommen finanzierte.

Wieder bei der Fähre angekommen machten wir uns auf den Heimweg zum Mutterboot Victoria 3, und wer auf der Hinreise zu spät mit dem Foto war, konnte nun noch einige Aufnahmen ergattern. Mit dem Kreuzfahrtschiff ging es nach dem Mittagessen nun in die beiden anderen, jedoch nicht so spektakulären Schluchten mit den Namen Wu-Schlucht mit seinen 44 km Länge und die Xilling-Schlucht mit 75 km Länge, um schließlich die Reise auf dem Yangtze Fluss fortzusetzen.

Zuerst überwiegten die Berglandschaften mit Bergen von teils über 1.000 Höhenmetern um nach einigen Kilometern in flachere Gebiete überzugehen. Auf Steilwänden konnte man an einigen Stellen noch alte chinesische Inschriften erblicken, die hunderte von Jahren alt sein sollen, manche jedoch nachgemachte Fälschungen. Komisch, das war doch in China zu erwarten.

Nach dem Abendessen gesellten sich viele der Teilnehmergruppe zu einem Plauderstündchen auf dem Sonnendeck, um den lauen Fahrtwind zu genießen. Wohin geht es morgen? Natürlich zur Geisterstadt Chinas.

10. Tag: Fengdu - Die Geisterstadt

„Reise, Reise, aufstehen!“

Diesen Ruf kennt jeder Seemann, der mal einige Zeit bei der deutschen Marine verbracht hat. Auch auf der Viktoria 3 gibt es einen solchen Morgenruf: „ Das Frühstück ist angerichtet“!  Zuvor konnte, wer Spaß daran hatte, noch beim morgendlichen Tai Chi mitmachen. Danach hatte man nicht allzu viel Zeit, denn das Boot hatte in Fengdu am frühen Morgen angedockt.

Fengdu, die Geisterstadt! Die Geisterstadt ist für die Chinesen der Zufluchtsort der verstorbenen Seelen. Hier richten Gottheiten darüber, ob die Seele in das Paradies aufsteigen, oder in die Hölle muss.

Über 300 Stufen musste man zuerst erklimmen, dann wurden wir mit offenen Golfcarts bis an den Fuß der Anlage gebracht. Wie überall haben sich auch hier unzählige Händler angesammelt, die versuchten, Getränke, Speisen oder Andenken an den Mann / die Frau zu bringen.

Nun mussten wir erst eine steile Straße, später abbiegend auf eine sich windende Treppe den Berg empor gehen. Hier taten sich dann nach und nach die einzelnen Häuser, Pavillons und Tempel auf. In diesen saßen oder standen die verschiedensten Gottheiten. Auch imposante Seinstatuen an den Seiten flankierten den Gang auf den Gipfel.

Zwischendurch hatte man die Chance, über kleine Brücken zu gehen. Die Brücke der Gesundheit oder die des Reichtums. Paarweise liefen wir darüber und mussten aufpassen, auf den glatten Steinplatten nicht auszurutschen. Ebenfalls konnte man einen 180 kg schweren Stein versuchen, auf einen anderen kleineren runden Stein zu setzen. Wem dies gelang, bewies seine Treue gegenüber der Ehefrau. Diejenigen, welches es probierten, scheiterten schon am Gewicht des Steines. Tja, Treue muss sich teuer und schwer erarbeitet werden.

Oben angekommen, konnte man links in eine große Tempelanlage oder geradeaus auf den riesigen, in chinesischen Baustil gehaltenen Aussichtsturm. Hier hatte man eine fantastische Aussicht auf den Yangtze, unsere tief unter uns liegenden Kreuzfahrtschiffe, einen großen chinesischen Friedhof oder die gegenüberliegende Stadt Fengdu.

Doch auch dieser Kurztrip hatte ein Ende und wir mussten zurück an Bord, wo das Mittagessen wartete. Danach hatten wir Freizeit bis zum Abend. Einige nutzten die Zeit, um verlorenen Schlaf nachzuholen, andere, um sich an Bord massieren zu lassen oder dem Friseur einen Besuch abzustatten.

Am Abend stand zuerst das Kapitänsdinner auf dem Tagesplan. Köstlichkeiten aller Art wurden nach und nach aufgetischt, und mit guten Reisewünschen von Kapitän Chang startete man in einen lustigen Abend. Jede Reisegruppe sollte später im Salon eine Aufführung vorführen. Hierzu musste noch geprobt werden. Ein deutsches Volkslied und ein chinesisches Lied wurde eingeübt, welches unsere Gruppe sogar im Kanon und mehrstimmig probierte.

Den Anfang machten Mädchen der Schiffsbesatzung mit einem Tanz. Darauf folgte ein Lied von der Hofmann Gruppe, das jedoch eher für eine Beerdigung geeignet war. Nun folgte wieder eine Aufführung mit einer chinesischen Flöte. Darauf hin nochmals eine Aufführung von Teilen der Schiffsbesatzung. Endlich wurde die Gruppe von Berge und Meer aufs Podium gerufen. Mit dem deutschen Volkslied hatten wir schon gepunktet, jedoch ertoste der Beifall bei unserem chinesischen Lied (die chinesische Fassung von Bruder Jakob).

Nun durften wieder Mädchen der Besatzung ran, um im Anschluss einen Sketch von einer australischen Reisegruppe zu erleben. Den Abschluss machte wieder die Schiffsbesatzung mit einem Hochzeitstanz und einem Gesellschaftstanz. Den Abend ließen wir an Deck ausklingen, unter einem grandiosen Sternenhimmel, aber einem Wind, der so heiß war, als ob er direkt aus der Sahara wehte. Keiner von uns hatte je einen solch heißen Wind zu so später Stunde erlebt.

Jetzt heißt es wieder „Koffer packen“, denn morgen früh wird ausgeschifft. Es war eine tolle Zeit auf dem Yangtze und der Victoria 3.

11. Tag: Chongqing und Besuch des Schatzkammerberges

Die Leser mögen mir die Verspätung der letzten Blogs verzeihen. Leider gab es auf dem Kreuzfahrtschiff überhaupt keine Möglichkeit, Internet zu nutzen. Zwar war im Deck 1 ein PC aufgebaut, die Internetgeschwindigkeit jedoch dermaßen langsam, dass sich die Frontseite des Providers nach über einer Stunde noch nicht aufgebaut hatte. Doch von nun an, gibt es wieder Blogs live on Tour.

Leider ging heute unsere Kreuzfahrt zu Ende. Das Schiff legte schon in der Nacht in der gigantischen Großstadt Chongqing an. Nach dem Frühstück hieß es auschecken. Die Kofferträger sorgten schon wieder dafür, dass unser großes Gepäck zum Bus gebracht wurde. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von der liebgewonnen Crew an Bord.

Ein kleiner Reisebus fuhr mit uns durch die 32 Millionen große Stadt Chongqing hinauf zur chinesischen Parkanlage. Hier hatten wir einen großartigen Ausblick auf diese Metropole im Südwesten Chinas. Im Park selber hatten wir Gelegenheiten, Kindern beim Kung Fu Training und Erwachsene beim Tai Chi zuschauen zu können. Ebenso gaben sich einige ältere Chinesen und Chinesinnen ein Stelldichein beim Tanz unter dem Banyon-Tree.

In der Anlage besuchten wir auch eine chinesische Teezeremonie. Nicht nur, wie man in China richtig Tee trinkt, wurde uns hier gezeigt, wir durften auch nacheinander drei tolle Sorten von Jasmin- Ginseng- und Lytscheetee probieren. Natürlich hatte man hernach Gelegenheit, seine Lieblingssorte zu erwerben.

Nun sollte die Fahrt weitergehen nach Dazu zu einem buddhistischen Grottenmuseum genannt der Schatzkammerberg, welches zwischenzeitlich zum UNESCO-Erbe ernannt wurde. Hier sah man in Felswänden gemeiselte Buddha- und andere Figuren, die oft eine ganze Geschichte erzählten. Natürlich sollte uns auch heute der Wettergott wieder wohl gesonnen sein und so schickte er uns Temperaturen von 41 Grad C.

Von und zur Tempelgrotte konnte man für ein paar Yuan mit einem Golfcart gebracht werden. Einige entschlossen sich jedoch, den kurzen Weg zu Fuß zurückzulegen. Eine gute Entscheidung, denn so sind uns nicht die vielen Bäume am Wegesrand entgangen, welche wahrlich am Tropf hingen. Diese Bäume waren einmal krank oder am verdorren. Mit dieser neuen Maßnahme, einige Infusionsbeutel an den Bäumen mit Kanülen anzubringen, hatte man sie quasi wieder zum Leben erweckt und nun sprießen an Ihnen viele neue Triebe.

Wieder in die Stadt zurück gekommen, tauschten wir unseren kleinen Bus gegen einen großen aus. Die Koffer wurden umgeladen und wir sollen nun diesen Bus für die nächsten drei Tage als unseren neuen Tourbus benutzen.

Derzeit befinden wir uns auf der Fahrt in unser Übernachtungshotel nach Zigong (320 km). Somit haben wir also noch gute drei Stunden Anreise vor uns. Da wir dort nur noch das Abendessen einnahmen werden, sind für heute keinerlei weitere Höhepunkte zu erwarten.

Morgen geht es wieder lebhafter zu. Unter anderem soll ein Salzbergwerk besucht werden, mit einem Bohrloch von über 1.000 m, sowie die höchste Buddhastatue Chinas mit 71 m.

Zwischenzeitlich sind wir 21 Teilnehmer zu einer tollen Gemeinschaft zusammen gewachsen. Sind gerade im Hotel eingecheckt. Leider nur für eine Nacht. Das Huidong Hotel liegt in der Stadt und gehört von der Ausstattung, dem Essen, dem Service und dem Flair wohl zu einem der Besten innerhalb dieser Rundreise.

12. Tag: Von Zigong über Leshan nach Emei Shan

Heute nochmals ein großes Kompliment an die Inlandagentur, welche das Hotel in Zigon ausgewählt hat. Auf gut Deutsch gesagt: „ein Hotel erster Sahne“. Tolles Ambiente, schöne, geräumige Zimmer und ein wirklich herausragendes Frühstück. Doch schon hieß es wieder: „Koffer marsch“ und ab in den Bus.

Unsere Fahrt sollte uns heute noch innerhalb Zigong zuerst zur Zunfthalle bringen. Hier konnte man auf einem Rundgang alles über die Salzförderung in China erfahren. Neben Kleinstmodellen sind auch vielerlei Arten von Hilfsmitteln ausgestellt und auf Schrifttafel in englischer Sprache erklärt. Nun wollten wir aber die wahre Arbeitsstätte zu sehen bekommen.

Hierzu mussten wir nochmals einige Busminuten hinter uns bringen, um dann am alten Förderband angekommen zu sein. Dort befindet sich auch das Bohrloch, in dem man 1835 n. Chr. erstmals auf über 1.000 m mit traditionellen Mitteln bohrte. Dieses alte Salzbergwerk, um das nun Stück für Stück die Stadt erbaut wurde, war noch bis 1966 in Betrieb.

Die Reise ging weiter in die Kreisstadt Rongxian, wo wir das Mittagessen einnahmen und uns wieder auf den zwischenzeitlich berühmten „Ort der Harmonie“ (Toilette) gehen konnten. Vorbei ging es an ländlicher Kulisse mit vielen Farmen, Reis- und Tarofeldern. Nach nur einer kleinen Durchfahrt durch die Stadt, vorbei an vielen interessanten Einkaufsläden und Geschäften, erreichten wir nach dem Essen den Fährhafen.

Hier stiegen wir auf eine kleine Fähre um, welche uns auf dem Mingfluss, der sich hier mit zwei anderen Flüssen vereint, zur größten Buddhastatue mit einer Höhe von 71 m fahren sollen. Natürlich mussten sich die Schaulustigen auf dem Oberdeck Schwimmwesten anziehen.

Die Statue des sitzenden Buddha, aus einer Felswand gehauen, war schon imposant. Es besteht auch die Möglichkeit, die Statue an Land durch schmale, sehr steile Treppenaufgänge zu umrunden, aber bei dieser Hitze dürfte sich dies für Europäer erledigt zu haben. Einige Bilder vom Fluss her geschossen, reichte uns vollkommen.

Die Busfahrt ging weiter, obwohl wir normalerweise nach Plan noch einen Stadtbummel machen sollten. Gerne wären wir mal so richtig auf Shopping-Tour gegangen, aber die Reiseleitung hatte andere Pläne mit uns. Das Shoppen sollten wir Tage später in Chengdu nachholen. Der Bus fuhr bis nach Emei Shan in das Huasheng Hotel, das dem letzten in nichts nachsteht. Sogar einen schönen Außenpool gibt es hier und das Hotel hat schon ein gewaltiges Ausmaß.

Da nun noch die Besichtung eines Nonnenklosters anstand, mit weiterer Busfahrt und Fußmarsch, wollten sich dies einige der Teilnehmer nicht mehr antun und lieber die Vorzüge des Hotels genießen, und auch mal nach den vielen Fahrten, Touren und Sehenswürdigkeiten die Seele zur Ruhe kommen lassen und bisher Vergangenes aufzuarbeiten.

Gleich steht das Abendessen an und sicherlich noch ein Bad im Pool. Morgen geht es auf den höchsten Berg der Region, den Emai Shan Berg mit 3.000 m Höhe. Wir wurden schon vorgewarnt, dass das Klima dort oben ein wenig kühler sein wird, wir mit Wartezeiten an der Seilbahn rechnen müssen und es wieder einen Aufstieg zu tätigen gibt.

Also, Kraft sammeln bis Morgen.

13. Tag: Ganztagsausflug auf den Emei Shan-Berg

Wer glaubt, dass man auf einer dreiwöchigen Reise in einem fernen Land abnehmen kann, hat sich getäuscht. Viele Teilnehmer haben bei drei warmen Essen am Tag ein wenig zugenommen. So bringe auch ich nach zwei Wochen 4 kg mehr auf die Waage.

Auch bei dem vielen Schwitzen bei sommerlichen Höchsttemperaturen und manchen schweißtreibenden Touren ist es nicht gelungen, den Kalorienbedarf der Kalorienaufnahme anzugleichen. Also mussten heute einige Gramm Übergewicht wieder runter.

Wir besuchen den höchsten Berg in dieser Region, den Mount Emei mit über 3.000 m ü.d.M. Eine kurze Busfahrt brachte uns zum Haupteingang, wo wir auf Linienbusse umsteigen mussten. Leider darf der normale Tourbus nicht ins Hochland fahren.

Nach weiteren zwei Fahrstunden mit „Harmoniepause“ erreichten wir dann, Staus inbegriffen, den großen Parkplatz und für uns den Anfang einiger Strapazen. Wenn mich nun einer fragt, wie viele Treppen wir an diesem Tag hoch und runter gestiegen sind, ich weiß es nicht mehr. Bis wir jedoch an der Gondelstation waren, war mein Shirt klatschnass (immer ein Ersatz-Shirt dabei haben).

Unterwegs kamen wir an vielen Essbuden und Verkaufsläden vorbei, und auch einige Affen posierten auf der Haltestange an den Treppen. An der Gondelstation, welche 100 Passagiere auf einmal 500 m weiter auf den Gipfel befördern konnte, hatte sich schon wieder halb China versammelt. In einer riesigen Schlage stellten wir uns an, um nach einer halbe Stunde festzustellen, dass wir es gerade einmal 10 m weiter geschafft haben.

Unsere Reiseleiterin hatte die rettende Idee. Nur knapp hundert Meter unterhalb gab es noch eine andere Aufstiegshilfe, eine Zweier-Gondel. Hier kamen wir recht zügig voran und befanden uns nach wenigen Minuten unterhalb des Gipfels. Nun sollten wir, so ausgepumpt wie wir waren, uns erst einmal im Gipfelrestaurant beim Mittagessen stärken. Leider waren einige Freunde im Hotel geblieben, da sie sich an diesem Tag nicht verausgaben wollten.

Nun hatte man rund 40 Minuten Freizeit, um den großen Buddha auf dem Gipfel und die Tempelanlage anzuschauen und Erinnerungsfotos zu schießen. Immer wieder zogen Nebelschwaden aus dem Tal herauf und hüllten die große Statue ein, um sie kurz danach wieder dem Sonnenlicht freizugeben. Die Fernsicht auf sonst zu sehende schneebedeckte Bergregionen hatten wir heute leider nicht.

Auf dem Wanderweg zurück zur großen Gondel kamen wir an der Treppe zum Liebesglück vorbei. Hier hingen links und rechts an den Geländern tausende Liebesschlösser mit eingravierten Namen. Echt hübsch anzuschauen. Wer hier sein Schloss hinhängt, ist seinem Partner ein Leben lang treu.

Zwischendurch kamen auch immer wieder einige Chinesinnen auf uns zu und fragten, ob sie mit uns zusammen fotografiert werden dürften. Natürlich stimmten wir Langnasen lächelnd zu.

Mit der großen Gondel ging es nach unten zur Mittelstation und dort warteten wir noch auf einen Verschollenen, der jedoch erst kurz vor der Abfahrt am Buseinstieg wieder zu uns stieß.

Die Rückfahrt zum Hotel verlief relativ zügig, sah man mal von den üblichen kleinen Verkehrsstaus ab. Kurz geduscht und frühzeitig zum Abendessen, denn wir wollten danach in den nahegelegenen Park. Dort sollten verschiedene Aufführungen, so wie das abendliche gemeinsame Tanzen der Bevölkerung stattfinden. Akrobatenaufführungen, lustige Spiele und eine ganze Heerschar an Tänzerinnen und Tänzer erwarteten uns, die allabendlich ihre Tänze nach Lust und Laune tanzten.

Hier konnten wir stundenlang zuschauen, bis sich alles langsam dem Ende zu neigte. Noch einen kleinen Absacker im Hotel eingenommen und schon war der Tag wieder vorbei.

Morgen dürfen wir ein wenig länger ausschlafen.

14. Tag: Aufzuchtstation für Pandabären

Sonnenaufgang in Sichuan? Fehlanzeige. Heute ist es leider bewölkt, aber dennoch warm und schwül.

Wir haben eine Nacht in der über 4 Mio.Einwohner zählenden Hauptstadt des Gebietes Sichuan eingelegt. Die quirlige „Hibiskusstadt“ hat ihren eigenen Charme erhalten, auch wenn sie durch immer mehr Hochhausbauten erweitert wird. Exquisite Shopping-Malls, alte Straßenkneipen, Teegärten und Parks mit viel Grün geben nach außen eine entspannte Atmosphäre ab. Man trifft sich zum Plaudern, Mahjiong-Spielen und Teetrinken. Vielleicht kommt auch ein mobiler Friseur vorbei.

Die selbstbewusste Handelsmetropole kam durch ihre Lage an den Handelswegen nach Tibet, Vietnam und Indien vor allem durch ihre Brokatherstellung zu großem Reichtum. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch daran erinnern, dass diese Region 2008 von einem sehr schweren Erdbebeben heimgesucht wurde, bei dem Zehntausende Menschen starben und noch mehr Obdachlos wurden. Heute sieht man nur noch wenig davon.

Doch ich gehe nochmals einen Schritt zurück. Gestern von Emei Shan abgefahren, stand eigentlich nicht allzu viel auf dem Programm. Die zweistündige Anreise nach Chengdu ging vorbei an einer bäuerlichen Landschaftsszenerie, Reis- und Maisfeldern. Unsere Reiseleiterin Tao unterhielt uns mit einigen Vorträgen über Mann und Frau, Ehe und Hochzeit in China.

Noch heute gibt es Gebiete, in welchem sich Ehepaare schon als Kinder versprochen wurden, auch wenn die jüngeren Frauen heute eher einen 7-Sterne- Mann haben möchten (7 Sterne = mit einer noblen Eigentumswohnung, einem großen Auto, einem guten Beruf z. B. Beamter, einem guten Aussehen usw.). Nun, diese Träume findet man wohl weltweit. Wir erfuhren auch, dass bei einer Hochzeit immer große Gesellschaften zusammenkommen, die Brautleute heute meist Geldgeschenke erhalten, man Streiche mit den Vermählten spielt und der Bräutigam mit jedem männlichen Anwesenden einen Schnaps trinken muss. Um die Hochzeitsnacht nicht zu gefährden, darf er sich jedoch ein paar Mitstreiter aussuchen, die für ihn mittrinken.

Da wir um die Mittagszeit in die Stadt eintrudelten, ging es sogleich zu einem ausgesuchten Speiselokal. Als ob unsere Reiseleiterin es geahnt hatte, wir durften inmitten einer Hochzeitsgesellschaft das Mittagessen einnehmen. Die Braut stand durch Tüll verdeckt unter einem kleinen Blumenpavillon. Ein sehr lauter Moderator kündigte den Bräutigam an, der nun seine Zukünftige auf einem Laufsteg abholte und nach Vorne auf die Bühne brachte. Hier endlich der von allen langersehnte Kuss und danach das Schnapstrinken. Auch wenn es während dieser Zeit ein wenig lärmend zuging, so war es doch schön mit anzusehen.

Nun hieß es, die Zeit zu überbrücken. Es wurde ein Programmpunkt des nächsten Tages vorgezogen, da es die Wettersituation zuließ: Der Besuch der Panda-Aufzuchtstation. Nur einige Kilometer außerhalb der Stadt gibt es diesen toll angelegten Park mit vielen Pflanzen, Bambus, Farnen und Teichen. Ein Rundweg führt uns durch die Anlage und schon bald konnten wir die ersten beiden Pandabären spielend und nur wenige Meter von uns sitzend, erblicken.

Derzeit gibt es weltweit nur noch ca. 3.000 Exemplare und sie sind leider vom Aussterben bedroht. China hat deshalb auch im eigenen Land die Todesstrafe für das Töten eines Bären angeordnet. Nur wenige Meter weiter tollten sich wieder zwei größere Exemplare auf Holzrollen, und schienen sichtlich Spaß daran zu haben, sich gegenseitig zu necken. Nach 300 m den Berg hinauf, gelangten wir zur Aufzuchtstation. Hinter Glas konnten wir vier klitzekleine, neugeborene Pandababys anschauen. Eines war erst vier Tage alt. Alle lagen sie in den Brutkästen und wurden von ihren Pflegern gehegt und gepflegt. Einfach süß.

Nun gingen wir noch ein paar Meter weiter zu den Giant Pandas und siehe da, fünf große Bären saßen oder lagen nur Meter entfernt von uns durch eine Mauer getrennt und fraßen gemütlich Bambus. Manchmal versuchte der eine dem anderen ein Stück zu stibitzten, was meist gelang. Der eine kletterte auf einen Baum, während sich andere zum Ausruhen nach dem Fressen auf den Rücken legten. Was hatten wir für ein Glück.

Die Reiseleiterin betonte, dass die Fütterungszeit meist zu einer anderen Stunde wäre, und dass sie schon mit Gruppen hier gewesen wäre, die überhaupt keinen Panda zu Gesicht bekommen hätten, außer den Babys in der Aufzuchtstation. Die Fotoapparate liefen heiß und man konnte sich von den Bildern einfach nicht losreißen. Auf dem Rückweg zum Ausgang kamen wir auch am Gehege der roten Pandabären vorbei. Diese sahen eher aus wie ein Fuchs oder Waschbär, waren auch kleiner und ein wenig scheuer als die herkömmlichen Pandas.

Nun hieß es, auf ins Hotel, duschen, umziehen, Abendessen. Wir fuhren in die Innenstadt in ein tolles Restaurant direkt in der bunten Einkaufszone. Hier erlebten wir, warum Sichuan für seine scharfen Speisen berühmt ist. Einige der vorgesetzten Spezialitäten hatten es wahrlich in sich. Aber auch die Nichtscharfesser kamen auf ihre Kosten.

Der Großteil der Gruppe entschied sich, nun noch eine Oper mit Schattenspiel auf eigene Kosten zu besuchen, einige andere wollten zu Fuß das quirlige Treiben in der City erleben und begaben sich zum Bummeln durch die vielen Einkaufsläden. Eines kann man sagen. Man bekommt gute Qualität zu einem Traumpreis. Tolle Schuhe für ca. 10 €, Markenjeans für 12 €.

Der Tag war also wieder gut verplant und morgen heißt es auch schon wieder Abschied nehmen. Es steht morgen noch der Besuch eines taoistischen Klosters auf dem Programm wie auch ein Bummel durch die Fußgängerzone. Abends dann der Flug nach Kunming.

15. Tag: Palast der Grünen Ziegen in Chengdu

Dass wir einmal so lange auf der Rundreise ausschlafen durften, hatte wohl niemand gedacht. Aber da wir am Abend den Flug nach Kunming nicht verpassen wollten, standen heute nur kleine Programmpunkte auf dem Plan.

So ging es um 10.30 Uhr zuerst zu einem Stadtbummel in einen alten, jedoch sehr touristisch angehauchten Stadtteil. Allerlei Art von Waren, Leckereien und Reiseandenken wurden angeboten, und kleine Teehäuser, Restaurants oder Biergärten luden zu einer kleinen Pause ein. Auch einige von uns durften endlich mal wieder ein Weißbier verköstigen.

Nun gab es auch schon wieder Mittagessen, und zwar im gleichen Restaurant, in welchem wir am Vortag die Hochzeit erleben durften.

Danach stand ein Besuch des großen taoistischen Tempels Qianyang Gong (Palast der Grünen Ziegen) auf dem Tagesplan. Laotse soll hier verjüngt als Hirtenjunge seinem Freund begegnet sein. Wundervolle Bauwerke und Figuren, Gebetshallen und Opferstöcke aus der Tang-Zeit lockten die Besucher in die große Anlage.

Besonders sehenswert ist der „Pavillon der Acht Diagramme“, der sich auf das Orakelbuch „Yi Jing“ bezieht und von steinernen Drachensäulen gestützt wird. Unser Tourguide erklärte uns auch die Unterschiede zwischen Taoismus und anderen Religionen wie z. B. den Buddhismus.

Nach diesem Besuch verließ uns Nicole, unser Tourguide der letzten vier Tage. Ihre Arbeit in diesem Gebiet war beendet. Da wir noch genügend Zeit bis zum Abendessen hatten, durften wir noch ein anderes Altstadtviertel besuchen. Auch hier konnten wir den uralten Baustil noch bewundern, aber auch hier kehrte der Touristenverkauf mit allerlei Waren und sogar einer „Fressgasse“ mit kulinarischen Gerichten ein.

Einige von uns enteilten dem Besucherstrom und bummelten noch ein wenig durch die nahen Einkaufsstraßen der Stadt bis zum Abendessen, welches heute schon sehr früh stattfand, da wir rechtzeitig auf dem Airport sein mussten.

Hier jedoch hatten wir fast zwei Stunden länger Aufenthalt als geplant, denn die Maschine verspätete sich. Schließlich leuchtet das lang ersehnte „boarding“ auf, und nach etwas über einer Stunde landeten wir in Kunming.

Die anschließende Fahrt zum Hotel Kun Ming dauerte nur 10 Minuten, jedoch enttäuschte uns der Bus. Er war um einiges kleiner als bisher gewohnt, schien auch schon seine beste Zeit hinter sich zu haben und roch auch nicht besonders angenehm. Hoffentlich ist dies nicht unser Tourbus für die nächsten Tage, denn hier unten haben wir noch wenige Touren vor uns.

Auch die Zimmer des Hotels waren nur nach außen hin den Schein und scheinen auch einige baldige Renovierung notwendig zu haben. Zudem waren Bus wie Hotel verseucht mit Moskitos und bescherten uns eine kurze Nacht.

Also, für alle China-Reisenden: Stechmückenspray mitbringen, denn wir haben hier noch nichts Derartiges in den Einkaufsläden gefunden.

16. Tag: Kunming und die Westberge

Ein neuer Tag, ein neues Glück, sollte man meinen. Der Wettergott hatte jedoch heute nicht die Absicht, gütig mit uns zu sein. Es regnete, und zwar heftig. Dennoch wollten wir einiges von dieser Stadt Kunming, welche auf 1.900 m ü. d. M. liegt, nicht missen.

Die Temperaturen in dieser Höhe liegen meist zwischen 12 und 19 Grad, weshalb die acht Millionen Einwohner-Stadt auch den Beinamen „Stadt des ewigen Frühlings“ trägt. Hier sind noch sehr viele Minderheiten angesiedelt.

Zuerst war heute wieder mal ein Tempel dran. Nun, davon hatten wir ja in den vergangenen Tagen der Reise zur Genüge und viele stöhnten schon bei der Erwähnung „Tempel“. Doch so sehr sich viele buddhistische Tempel äußerlich sehr ähnlich sind, ist man doch immer wieder von dem oft verschiedenen Innenleben überrascht.

Dieser buddhistische Mönchs-Tempel aus dem 14. Jh. hatte auch wieder seine ganz besondere Eigenheiten, Statuen und Gebilde. Vor allem konnte man hier tolle DVD´s und CD´s von den Mönchsgesängen und Tempelmusik für einen „Apfel und Ei“ erwerben.

Unsere nächste Tour führte uns heute zu den Westbergen, ca. 10 km außerhalb der Stadt, am westlichen Ufer des Dianci-Sees gelegen. Der dortige taoistische „Tempel der drei Reinen“ existiert seit der Yuan-Dynastie.

Ein in Steinstufen gehauener Weg mit über 300 Stufen an der Außenseite der Felswand sollte einige von uns, mit guter Kondition und in „good shape“ (nicht alle), auf den Gipfel in 2 500 Höhenmetern zum Drachentor bringen, und sogar noch ein klein wenig weiter zur „Halle, die den Himmel berührt“.

Immer wieder auf diesem Aufstieg standen kleine Pavillons, Tempel und Tore, von denen man einen wundervollen Blick auf den großen See und im Hintergrund auf die Stadt hatte. Mit der Zeit wurde auch die Sicht wieder besser. Der Weg ganz nach oben stand der Besteigung des Mount Emei oder der chinesischen Mauer in nichts nach.

Nach einer solchen Anstrengung schmeckte das Essen besonders gut, zudem man auch ein besonders unauffälliges, aber hervorragendes Lokal ausgesucht hatte.

Jetzt sollten wir in die Stadt zurückfahren, um einen kurzen Spaziergang an einem kleineren See voller Lotusblumen und einigen Geschäften zu unternehmen. Im famos angelegten Parkgelände trafen wir wieder auf Gruppen von Chinesen, welche ihre gemeinsamen Tänze aufführten, Tai Chi praktizierten oder sich bei Bettspielen zu übertrumpfen versuchten.

Eine kurze Weiterfahrt brachte uns in das alte Kunming. Hier stehen noch einige Straßenzüge mit zwei- oder dreistöckigen, weitgehend aus Holz erbauten Häusern mit kleinen Läden, oder aber auch schon teilweise leer und zerfallen. Inmitten dieser Häuser steht ein ganz besonderes: Die älteste Apotheke „Fulintang“, erstmals 1857 eröffnet, arbeitet heute immer noch mit chinesischer Medizin.

Im Eingangsbereich kann mit hinter Glastischen verschiedenste, für Europäer manchmal nicht nachvollziehbare, medizinische Mittel beobachten. Scheiben aus Hirschgeweih, Tierpenisse, aber auch Wurzeln aus Ginseng oder verschiedenste Kräuter säumen die Eingangshalle.

Im hinteren Teil der Apotheke kann man dann in Schachteln oder Behälter verpackt, Medizin erwerben, wie auch im ersten Stock, wo man die Apothekerinnen noch beim Mixen und Abwiegen ihrer verschiedensten Beigaben beobachten kann. Die Wartebänke waren voll von Chinesen, die auf ihre Mixturen warteten.

Wir hatten noch kurz Zeit und schlenderten noch durch die alten Gassen, um uns gleich danach wieder in einer riesigen, modernen Shopping-Mall wieder zu finden. Wir mussten jedoch zurück in unser Hotel Kun Ming, um uns für das Abendessen fertig zu machen. Das neue Lokal lag nur einen Häuserblock vom Hotel entfernt, welchen wir zu Fuß zurück legten.

Fünf unserer Mädels wollten heute mal das Essen ausfallen lassen, da sich in den letzten Tagen doch das eine oder andere Gramm angesetzt hatte. Schade! Sie verpassten auf dem Fußweg die kleine Konditorei, welche schmackhafte Schoko- und Bananentorten ausgestellt hatte. Natürlich musste so ein Leckerbissen als „Betthupferl“ noch eingekauft werden. Gerade zu Ladenschluss ergatterten wir noch ein Stück der Süßspeise.

Morgen geht es dann zum berühmten „Steinwald“ von Kunming.

17. Tag: Ausflug zum berühmten Steinwald

Unser letzter Tag im südwestlichen China. Trotz aller Erwartungen und Vorhersagen, dass es heute wieder regnen sollte, hatte der Wettergott ein Einsehen und ein blauer Himmel erwartete uns beim Aufstehen.

Nach dem Frühstück wollten wir uns heute noch eine Sehenswürdigkeit anschauen: Den Stone Forest „Shilin“ (Steinwald), welcher ca. 130 km südöstlich von Kunming liegt. Wir haben einen neuen, etwas komfortableren Bus erhalten und hielten unplanmäßig vor dem Steinwald noch in einem über tausend Jahre alten Dorf der Yi-Minderheit. Dies tat unserem bisher touristischen Reiseverlauf recht gut, denn schließlich wollten wir auch mal die andere Seite Chinas kennenlernen, die der Armen, denn die gibt es ja auch hier noch trotz aufstrebenden Wirtschaftswachstums zuhauf.

Kleine, enge, fast schon in sich zerfallende Lehmhäuschen warteten auf uns. Omas und Opas saßen zusammen und beschäftigten sich mit der kargen Ernte, uralte Zugmaschinen brachten die Ernte mitsamt der helfenden Familienmitgliedern ins Dorf. Hühner werden hier noch im Haus gehalten, der kleine Einkaufsladen hat nur das Allernotwendigste im Regal, ein kleines Mädchen saß in einem alten Häuschen fast auf dem Boden beim Verrichten der Schularbeiten und aus der Schule strömten die Kinder, um von uns Langnasen einen Kaugummi zu erhaschen.

Inmitten des alten Dorfes ruhte ein See, angrenzende Maisfelder umringten die Gemeinde und der Friedhof lag völlig verwildert mitten zwischen den Häusern. Es tat mal ganz gut, auch die andere Seite des Landes zu erkunden. Bevor wir beim Besuchermagnet Stone Forest eintrafen, gab es am Randgebiet wieder unser Mittagessen. Dann hatten wir zwei Stunden Zeit, uns die bizarren Steinformationen näher anzuschauen.

Ein gut ausgebauter und beschilderter Fußweg führte durch die gesamte Parkanlage. In der Ferne konnten wir bis zu 30 m aufragende Steinwälle erkennen. Durch üppiges Grün gelangten wir direkt in dieses 27.000 ha großen Felsenwald. Ein Weg führte auch zum „Peek“, einen Aussichtspunkt, den man über kleine steile Treppen erreichte. Von hier aus hatte man einen gigantischen Überblick auf die Kalksteinfelsformationen, die durch abfließendes Meer, dessen Boden sich hob, vor über 270 Mio. Jahre entstanden sind.

Hier laufen Fotoapparate heiß, denn mit jedem Sonnenstrahl, mit jeder Wolke, die sich vor die Sonne schiebt, ändert sich der Flair dieser Landschaft. Leider werden auch hier schon um das Gebiet herum viele touristischen Neubauten erstellt, die das einst mal traumhafte Landschaftsbild leider wieder zum Negativen entstellen.

Auf dem Rückweg kommt man an einem kleinen See mit Ruhebänken vorbei, in dem sich hunderte von Forellen befinden. Die Ruhe in der Anlage ist himmlisch und man könnte einen ganzen Tag darin verweilen. Nach der Rückfahrt und vor dem Abendessen wurde uns kurz der weitere Verlauf der nächsten Tage in Shanghai angekündigt.

Wieder mal steht ein Tempel auf dem Programm und für den einen oder anderen war dies schon ein Reizpunkt, wie man im Gespräch bemerken konnte. Tempel haben wir auf dieser Tour nun so oft besucht, dass man nicht mehr weiß, welcher denn welcher war und letztendlich sieht man in allen das Gleiche. Auch der Chronist meint, zwei Tempel weniger und dafür mehr Land und Leute würden dem Reiseverlauf mehr Pep geben.

Auch von der einheimischen Agentur sind wieder Besuchsmagneten ausgeschrieben worden, die man auf eigenen Wunsch hin buchen kann, aber nicht muss. Zum einen eine Nachtfahrt durch die beleuchtete City, zum anderen noch ein Besuch von der Shanghai Acrobatic Show, eine Art Zirkusvorstellung. Auch hier kam es mal wieder zu Diskussionen, die die Incoming-Agentur eigentlich dahingehend zukünftig abstellen könnte, wenn sie gleich bei Ankunft der Gäste in Peking jedem eine Kopie mit den fakultativen Mehrangeboten in die Hand drücken würde, und sich jeder die Touren ankreuzt, welche er auf der kompletten Reise noch zusätzlich mitmachen möchte.

Dies ist aber auch ein Zeitpunkt, wo ich, noch vor meinem Schlussfazit einmal unsere Hauptreiseleiterin Tao loben möchte. Unermüdlicher Einsatz, immer fröhlich, auch wenn es mal hektisch zu geht, super informativ und ein ausgezeichnetes Deutsch zeichneten sie auf der Reise aus.

Jetzt heißt es aber wieder, Koffer packen und vor die Tür stellen, denn unser Flug in die Weltmetropole geht schon recht früh.

18. Tag: Ankunft in der Weltmetropole Shanghai

Auf zur letzten Etappe – Shanghai ruft. Heute Morgen haben wir uns von der Stadt Kunming auf 1.900 m Meereshöhe verabschiedet. Um 9.00 Uhr ging unser fast dreistündiger Flug in die heimliche Hauptstadt Chinas, nach Shanghai.

Der Flug verlief ohne Zwischenfälle, nur einige von uns waren noch sehr müde und fielen auch bald in eine Schlafphase. Während wir bei trockenem Wetter abflogen, wurden wir in Shanghai wieder voll vom Regen erwischt. Aber es war ein warmer Regen und auch die Lufttemperatur war wieder bei ca. 25 Grad C.

Ohne große Umschweife fuhren wir durch die Innenstadt zum Mittagessen an den „Bund“, die Flankiermeile schlechthin. Hier kann man, laut Aussage der Reiseleitung bei schönem Wetter tausende von Pärchen am Kai flanieren sehen.

Nach dem Mittagessen hatte der Regen immer noch nicht aufgehört. Trotzdem hatten wir ein paar Minuten, um uns zur Flaniermeile zu begeben und einige Schnappschüsse von der Wolkenkratzersilhouette auf dem gegenüberliegenden Pudong zu schießen. Es ist, selbst bei schlechtem Wetter und Nebel schon ein monumentaler Anblick. An einem der nächsten Tage sollten wir nochmals mit dem Bus nach Pudong fahren und hoffen bis dahin auf gutes Wetter.

Nun checkten wir in unsere neue Unterkunft ein, dem Shanghai Royalton Hotel. Die Zimmer sind grandios und der Ausblick auf einen Teil der Stadt aus dem 18. Stock bietet genügend Kulisse für viele neue Bilder. Das Abendessen soll heute ausfallen, dafür am letzten Tag vor dem Heimflug noch dazukommen.

Jetzt hatte der eine Teil der Gruppe nach einer kurzen Ruhezeit die Möglichkeit, die angebotene Tour zum Shanghai Akrobatik-Theater zu unternehmen. Ein anderer Teil der Teilnehmer wollte lieber die Freizeit nutzen, um sich ein wenig im angrenzenden Stadtteil umzuschauen. Da es schon dunkel war, erstrahlten überall die Lichter an den Hochhäusern. Nach einem kurzen Fußmarsch ohne Ziel standen wir plötzlich vor einem der Highlights in dieser City, dem Großkaufhaus „Cloud Nine“.

Zahlreiche Rolltreppen bringen den Besucher hoch hinaus in die verschiedensten Stockwerke, vollgespickt mit Qualitätsartikeln bekannter Firmen und vielen kleinen Feinschmeckerläden. Auch wir nutzen nach einem langen Kaufhausbummel die Chance, mal eine selbst ausgesuchte Speise nach langer Zeit zu verköstigen. Der Preis dafür erschien uns lächerlich, nachdem wir gehört hatten, dass Shanghai nicht gerade günstig sein soll. Hierbei dürfte es sich teilweise noch um ein Klischee handeln.

Auch auf dem Heimweg genossen wir die kühlende Luft, aber auch den Flair der Großstadt mit seinen 36 Millionen Einwohnern und waren froh, mal nicht inmitten der großen Gruppe mit marschieren zu müssen. Neben dem Hotel befindet sich ein großer Supermarkt, der fast keine Wünsche offen lässt. Auch hier blieb uns nichts anderes übrig, als nochmals ein klein wenig Geld los zu werden.

Morgen geht es wieder auf Tour und es soll mal wieder ein „Tempel“ dabei sein. Na dann….gute Nacht. Hoffentlich hält das Wetter.

19. Tag: Shanghai

Shanghai bei Tag – Shanghai bei Nacht, so kann man den heutigen Tag beschreiben. Unsere erste Tour führte uns zum Yu Yuan Garten, der 1559 von einem Beamten angelegt wurde, nur wenige Minuten vom Hotel entfernt.

Vorbei an einem schön angelegten Fleckchen, dem „Garten des Erfreuens“, in welchem Männer Ihre Vogelkäfige zwischen Bambus aufgehängt haben, älteren Frauen, die auf dem Gehsteig stricken, Bettler, die sich am Straßenrand kauern und Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Ihre gemeinsamen Tänze und Tai Chi Übungen durchführen, kamen wir in die Old Yu Yuan Street und dem eigentlichen Park. Auf Zickzackwegen, welche die bösen Geister abhalten sollten, uns zu folgen, ging es durch Pavillons, Teichanlagen und bizarren Steinen.

Danach ging es wieder auf die Old Yu Yuan Street. Hier löste die bisher harmonisch wirkende Atmosphäre das quirlige Leben einer touristischen Verkaufsstraße ab. Alles, was Touristen zu brauchen scheinen, konnte man hier erwerben. Und ohne feilschen ging natürlich nichts. Trotz eines anhaltenden Platzregens ließen sich die Reiseteilnehmer nicht davon abhalten, Tragetaschenbefüllt zum Bus zurück zu kommen.

Vor dem Mittagessen fuhren wir nun unter dem Huangpu-Fluss zum Stadtteil Pudong mit seiner unvergleichbaren Wolkenkratzer-Skyline. Für 100 Yuan konnten wir dann bis zum 87. Stock eines dieser Hochhäuser mit dem Aufzug fahren. Oben angekommen konnte man einen Rundgang mit Blickfeld auf die gesamte Stadt machen. Fotoapparate liefen heiß, und wir konnten uns nicht von dem gigantischen Anblick lösen. Aber das Mittagessen wartete.

Noch einmal sollten wir einen Tempel über uns ergehen lassen müssen: den Jadebuddha-Tempel. Dieser wohl bekannteste Tempel in Shanghai wurde für zwei Jadebuddhafiguren errichtet, die ein Mönch 1882 aus Birma mitbrachte. Der sitzende Buddha hat eine Größe von 1,95 Meter und befindet sich im Obergeschoss, der liegende Buddha in einem westlichen Nebengebäude. Ebenfalls konnten wir einer Zeremonie beiwohnen, in welchem zu dem monotonen Gesang und Trommelklängen der Mönche Spielgeld im Hof des Klosters verbrannt wurde. Danach ging es zum Mittagessen.

Gesättigt wollten wir nun endlich die bekannte Markthalle in Shanghai besuchen, die so voller Plagiate zu unglaublich niedrigen Preisen sein soll. Schließlich wollte jeder seine, sowieso schon randvollen, Koffer noch bis zum letzten freien Platz auffüllen. Von außen war der Halle nicht anzusehen, was sich in ihr befand. Erst einmal drinnen, erlebte man, was es heißt, auf einem chinesischen Markt seinen Mann/Frau zu stehen.

Es befinden sich auf mehreren Stockwerken sicherlich mehr als 1.000 kleiner Verkaufsstände, prall gefüllt mit Fälschungen von Schuhmarkenfirmen, Markenkleidung, gefälschtem Schmuck, DVD´s, Koffern und was der Markt so alles hergab. An jedem Stand wurde man angesprochen, doch einmal die angepriesene Ware anzuschauen. „Please have a look, all cheap, come in“ oder „Watch, Watch, You want a Rolex?" waren wohl die am meist gehörten Fragen an diesem Tag.

Mal ganz ehrlich. Auch ich hatte ein riesengroßes Interesse, vielleicht das eine oder andere Stück zu kaufen (und tat es auch), natürlich immer mit heftigem Feilschen verbunden, aber als wir nach eineinhalb Stunden wieder auf der Straße beim Bus waren, hatten wir auch genug. Diese Angrabscherei war zum Schluss nicht mehr auszuhalten. Auch das Feilschen war für den Einen oder Anderen gewöhnungsbedürftig.

Oft fangen die Händler mit hunderten oder sogar tausenden von Yuan als Erstpreis an, um die Ware dann doch für 80 oder 100 Yuan an den Käufer abzugeben. Wer Interesse an besonderen Uhren hat, wird in einem dieser Verkaufsstände durch eine Hintertür gelotst, dann wird ein Schrank zu Seite geschoben, hinter dem sich nochmals eine Kammer auftut, in welcher dann in weiteren Schränken Packungen von gefälschter Ware liegen.

Kurz zum Frischmachen ins Hotel und schon ging es wieder zum Abendessen, um danach eine „Lichterfahrt“ mit dem Bus durch die City zu machen. Zuerst fuhren wir wieder nach Pudong zu den Wolkenkratzern und noch zur Kaimauer auf dieser Seite. Hier konnten wir das Lichtermeer der Riesenhäuser fotografieren und filmen, aber auch die andere Seite, den „Bund“ hinter dem sich ebenfalls ein Lichtermeer von Hochhäusern in allen Farben auftat.

Danach fuhren wir wieder auf die andere Fluss-Seite zum französischen Viertel. Ein kurzer Spaziergang durch die vielbevölkerte Straße brachte uns einen ganz neuen Eindruck nahe. Hofbräuhausstimmung (auch mit Weißbier), Discomusik, aufgetakelte Frauen, flanierenden Pärchen und volle Straßencafés machten Lust, einfach hier zu bleiben. Da jedoch der Lichterzirkus dieser Großstadt um 23.00 Uhr abgeschaltet wird, wollten wir nochmals zum "Bund", um nun die andere Seite der Wolkenkratzer auf Pudong auf unsere Speicherkarten zu bannen.

Es war nun auch schon spät und morgen sollen wir schon wieder um 7.00 Uhr frühstücken, da wir danach wieder 200 km nach Norden fahren. Dann haben wir nur noch zwei Erlebnistage vor uns.

20. Tag: Seide über Seide

Langsam macht sich Sehnsucht breit. Bei dem einen Sehnsucht, die Reise länger fortzusetzen, beim anderen bald wieder zuhause zu sein. Alles in allem hatten wir ein tolle Gruppe, viel Spaß und erfrischende Charakteren.

Heute stehen unsere letzten Touren auf dem Programm. Mit zwei Stunden Fahrt ging es dann in die, für China verhältnismäßig kleine Stadt Suzhou mit 5.1 Mio. Einwohnern. Die am großen Kanal liegende Handelstadt weist neben vielen kleinen neuen und alten Häuschen überwiegend Industriezweige auf. Ehemals lebten hier Künstler und Beamte, die in Luxus und Mode schwelgten.

Wir besuchten den „Garten des Meisters der Fischernetze“. Der elegante Garten gehört zu den schönsten Suzhous. In den verschiedensten Pavillons stehen noch altertümliche Möbelstücke und zwischen den Häusern sind wundervolle Teichanlagen angelegt. Nach einem Rundgang ging es wieder durch eine alte Gasse, in welchem Händler ihre Waren anboten, zurück zum Bus.

In der Seidenspinnerei, welche wir nun besuchen sollten und die schon seit dem 14. Jh. produziert, war auch das Restaurant für unser Mittagessen. Nachdem wir unsere Mägen gefüllt hatten, wurden wir erst durch die Seidenspinnerei, die noch nach richtig altem Muster arbeitete, geführt. Von Beginn der Raupen, die man anfassen durfte, bis zum Kokon und dessen Verarbeitung hin zur Seide, konnten wir alles mit verfolgen.

Anhängend an der Seidenspinnerei integrierte sich ein großer Einkaufsladen. Hier konnte man sich mit Seide, Schals, Bettwäsche oder elegante Kleidungsstück eindecken, was auch fast alle der Teilnehmer taten, zumindest die Frauen unter uns.

Auf der Rückfahrt hielten wir noch einen kurzen Stop an der Glücksbrücke, welche über den Kanal führte. Auch hier durften wir tolle Aufnahmen machen. Letztendlich gab es noch einen halt im Dorf Luzhi, ca. 40 km von Suzhou entfernt. Dabei handelt es sich um das Dorf „Venedig des Ostens“. Auf kleinen Kanälen, welche auf beiden Seiten von Einkaufsläden und Garküchen gesäumt werden, fuhren kleine Gondeln die Touristen durch das etwas übelriechende Kanalsystem.

Auch sonst stiegen uns manchmal sehr ungewöhnliche Gerüche in die Nase. Fast jeder fünfte Laden hatte Brautkleider, Tüllkleider oder Kleidungen vergangener Zeiten, in welchen sich Touristen fotografieren lassen konnten. Einheimische hübsche Mädchen zwängten sich für Fotoshootings hinein, um sich dann am Kanal zu positionieren.

Spätnachmittags brachte uns der Bus dann nach Shanghai, wo wir wieder mal in einem neuen Restaurant Speisen nach Sichuangeschmack einnehmen sollten. Jeder war danach ein wenig müde und froh, endlich im Hotel duschen zu können. Morgen ist unser letzter Tag. Einige wollen ausschlafen, andere schon früh durch die Stadt pilgern, einen Bummel durch die Altstadt zum letzten Shopping steht für manche auf dem Programm oder wieder andere möchten noch eine Hafenrundfahrt erleben.

Auf alle Fälle heißt es, Koffer packen, da wir kurz nach Mittag auschecken müssen. Die Koffer und das Handgepäck werden schon im Bus verstaut. Gegen Abend trifft man sich dann nochmals in einem Restaurant am „Bund“, welches wir schon bei der Anreise besucht hatten, zum letzten chinesischen Essen. Danach geht es zum Transrapid, um hiermit die Fahrt zum Airport zu unternehmen und den Heimflug nach Hause anzutreten.

Dort angekommen werde ich noch ein letztes Mal einen Fazit-Bericht der Reise bloggen. Wir haben viel gesehen, viel erlebt, noch mehr neue Eindrücke aufgenommen, aber diese müssen nun in den nächsten Tagen und Wochen erst noch alle aufgearbeitet werden.

Bis zum Montag verabschiede ich mich erst einmal.

Euer Chronist Kelly

21. Tag: Abschied von China

Freudentränen oder Trauertränen? „Home sweet home“ – wir sind wieder zuhause. Gestern noch in der Riesenmetropole Shanghai und nun hat uns schon der Alltag wieder eingeholt.

Da wir erst kurz vor Mitternacht nach Deutschland abgeflogen sind, hatten wir noch jede Menge Freizeit. Unsere Reiseleiterin Tao hatte es noch geschafft, dass wir bis 13.30 Uhr unsere Hotelzimmer nutzen konnten. So hatten sich einige schon nach dem Frühstück auf einen Spaziergang ins Viertel aufgemacht. Danach konnte man nochmals vor der Heimreise duschen.

Einige wollten noch mit Tao eine Hafenschifffahrt machen, andere nochmals in den nahe am „Bund“ liegenden Yu Yang Garten mit seinen Einkaufsstraßen. Das Gedränge dort war riesig. Man konnte meinen, ganz Shanghai sei auf Shoppingtour. Dennoch mussten wir ja unsere letzten Geldscheine loswerden und so wurden die Einkaufstaschen mit letzten Mitbringseln größer und größer.

Gegen 17.00 Uhr bummelten wir noch an der Hafenstraße entlang, um allerletzte Fotos von der Hochhaussilhouette auf der anderen Seiten von Pudong zusammen mit den letzten Sonnenstrahlen zu knipsen, was die Kamera hergab. Am Ende des Bund´s sollten wir uns dann alle im Restaurant treffen, an welchem wir schon am ersten Shanghaiabend gespeist hatten. Dort wurden extra zwei Separee´s für unsere Gruppe reserviert und hergerichtet.

Natürlich waren auch die aufgetischten Speisen mal wieder vom Feinsten. Eigentlich konnte man froh sein, dass der Urlaub zu Ende ist. Dreimal warm essen und jedes Mal viel, schlägt ganz schön auf die Pfunde. Natürlich musste auch noch ein Gruppenfoto zum Abschied her, welches wir oben mit dem Hintergrund der Skyline schießen ließen.

Die Zeit drängte. Nicht uns, aber unsere Reiseleiterin musste um 20.00 Uhr Ihren Bus in die 300 km entfernte Wohnstadt bekommen, wenn sie heute noch nach Hause kommen soll. Also ab zum Flughafen. Auch hier war noch ein letztes Highlight eingeplant.

Der Bus brachte uns zur Shanghai Maglev Train, also nichts anderes als das deutsche Vorzeigemodell der Magnetschwebebahn „den Transrapid“. Mit über 300 km/h düsten wir Richtung Airport, während der Bus unsere Koffer durch die überfüllten Straßen brachte. Angekommen, nahmen wir wehmütig Abschied von unserer „Tao“ und ihrem „hallo, hallo, meine lieben Langnasen“, natürlich jeder mit einem kleinen überreichten Kuvert. Jetzt begriff man langsam, dass die Reise ein Ende gefunden hatte.

Der Nachtflug verlief problemlos und kam sogar eine halbe Stunde früher in Frankfurt an, als geplant. Tja, die Chinesen haben die Zeit halt voll im Griff. Noch ein paar letzte Umarmungen mit lieb gewonnenen Freunden und dem Versprechen, man bleibe in Kontakt. Ja, ganz bestimmt, ich glaube daran.

Zum Abschluss gibt es morgen nochmals ein kleines Resümee und Fazit der Reise.

Fazit

Zuerst möchte ich sagen, dass es mir Spaß gemacht hat, als Chronist auf dieser Reise tätig zu sein. Vielleicht macht man dadurch ein paar Fotos mehr als gewöhnlich, vielleicht passt man bei den Aussagen der Reiseleiter und Tourguides besser auf oder man informiert sich einfach noch besser über einzelne Destinationen.

Am Ende der Reise kann man nur sagen, dass diese vieles geboten hat. Land und Leute, erstaunliche Sehenswürdigkeiten, gute Hotels und noch besseres Essen.

Das Wichtigste auf einer solchen langen Fernreise jedoch sind zwei Sachen, die stimmen müssen: Eine Reiseleitung, die es auf witzige Art versteht, die Gruppe zusammenzuhalten und zu informieren, für alle Ansprechpunkte und Unlänglichkeiten da ist und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Diesen Volltreffer hatten wir mit unserer „Tao“.

Zum anderen ist es die Gruppe. Die Mischung macht den Geschmack. Natürlich sind einem manche Menschen etwas sympathischer als andere, aber letztendlich sollte eine gewisse Harmonie herrschen. Die hatten wir. Ein bisschen über jenen geschmunzelt, mit dem anderen viel gelacht und dennoch immer das Ziel, eine für jedermann gute und erlebnisreiche Reise durchzuführen, vor Augen.

Der eine verdrehte beim 5. Tempelbesuch schon die Augen, andere gingen manchmal verloren, weil sie die Zeit nicht im Auge hatten, wurden aber wiedergefunden und wieder andere hatten halt immer als erster ihren Teller voll. Einige bekamen vom Shoppen nie genug, während andere lieber mal eine Auszeit suchten. Aber genau das ist es, was eine Reise mit vielen Menschen ausmacht, mit denen man 21 herrliche Tage verbringen muss. Erst die Unterschiede machen uns Menschen aus.

Auch das Wetter hat fast immer mitgespielt. Von tropischer Hitze bis Platzregen, alles hatten wir erlebt. Das Preis-Leistungsverhältnis vom Veranstalter war super und die Organisation der Incoming Agentur darf man loben.

Was haben wir noch alles gelernt? Viel über Chinas Traditionen, aus dem täglichen Leben der Menschen (von Uroma bis Enkel, vom Kinderkriegen über 7-Sterne Männer bis zu den Wohnpreisen, von der Kultur und dem täglichen Leben, alles war beinhaltet. Kleine Städte in  China haben vielleicht nur 5 Millionen Einwohner, während Großstädte mit mehr als 20 Millionen bezeichnet werden. Vom einsamen Reisbauer mit seinem Büffel bis hin zur 32 Millionenstadt, alles war in dieser Reise beinhaltet. Ein einziges Erlebnis.

Vielen Dank auch die Tourguides in den einzelnen Regionen: Li (Attacke) in Peking, Nicole, Chang, nochmals Li, ach es gab so einige. Wir haben neben dem Langstreckenflug von über 15.000 km auch noch über 8.000 km innerhalb Chinas zu Land, Schiff, Bus und Flüge zurückgelegt. Eine reife Leistung.

Ich weiß, dass der eine oder andere Teilnehmer diese Reiseberichte noch mal nachlesen und in Erinnerungen schwelgen wird. Nimm Dir ein wenig Zeit, fange an zu träumen, spüre den Duft Chinas, visualisiere die Bilder der einzelnen Stationen und fange an, deinen nächsten Urlaub zu planen.

Natürlich empfehle ich auch all den anderen, die davon träumen, das „Reich der Mitte“ einmal zu besuchen, sich diesen Urlaub bald zu erfüllen. China ändert sich täglich. Ein rasanter Wandel hat eingesetzt. Nutzt die Chance, das heutige China kennen zu lernen. Morgen hat es sich schon wieder ein wenig verändert.

Ihr Reiseleiter

Hallo liebe Familie Sach,

mein Name ist Zhangtao, ich bin 36 Jahre alt und Mutter von einem 6-jährigen Mädchen. Ich komme aus der schönen Stadt Hangzhou, welche in China als “Paradies auf Erden” bezeichnet wird.

Wie die meisten deutschsprachigen Kollegen habe ich auch 4 Jahre Germanisik studiert. Nach dem Uni-Abschluss 1997 bin ich schon seit 14 Jahren als Reiseleiterin tätig.

Ich freue mich wirklich sehr, Sie als Reiseleitung für 3 Wochen im August durch China begleiten zu können. Ich werde mein Bestes tun, um Ihre Reise so angenehm wie nur möglich zu gestalten.

Vielen Dank!
Ihre Zhangtao

Ihr Reiseverlauf

Eine Erlebnisreise voller Kontraste! Kaum ein anderes Land ist so facettenreich und voller Kontraste  wie  China. Erleben Sie kaiserliche Bauwerke aus vergangenen Dynastien, traumhafte Landschaften und moderne Metropolen sowie den abwechslungsreichen Südwesten mit seiner kulturellen Vielfalt.

1. Tag - Anreise
Linienflug von Frankfurt mit Zwischenstopp nach Peking.

2. Tag - Peking - Lama und Konfuziustempel
Ankunft in Peking und Empfang durch die Reiseleitung. Im Anschluss Fahrt zum Stadtzentrum und Besuch des Lama- und des Konfuziustempels im Nordosten Pekings. Sie gehören zu den attraktivsten und besterhaltenen Tempeln der Stadt.

3. Tag - Peking - Kaiserpalast und Himmelstempel
Besuch des Tiananmenplatzes, dem Platz des himmlischen Friedens, sowie des Kaiserpalastes. Dieser bedeckt eine Fläche von 720.000 m² und verfügt über knapp 10.000 Zimmer. Anschließend Weiterfahrt zum Himmelstempel. Er liegt eingebettet in einem 2.7 km² großen Park und besteht aus mehreren Hallen und Terrassen. Besuch einer Perlenzucht mit Einkaufsmöglichkeit.

4. Tag - Peking - Große Mauer und Ming-Gräber (ca. 160 km)
Besichtigung der Großen Mauer und der Ming-Gräber. Hier liegen 13 der insgesamt 16 Kaiser der Ming-Dynastie mit ihren Frauen und Nebenfrauen begraben. Sie werden eines der Gräber besuchen. Während der Fahrt Besuch des Instituts der Traditionellen Chinesischen Medizin mit der Möglichkeit chinesische Medikamente einzukaufen.

5. Tag - Peking - Xian
Nach dem Frühstück sehen Sie den Sommerpalast, dessen Gartenanlage mit 290 ha der größte Park Chinas ist. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Xian. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel.

6. Tag - Xian
Besuch der weltberühmten Terrakotta-Armee mit ihren über 7.000 tönernen Soldaten sowie der Ausstellung des Bronzewagens. Die Grabstätte ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf der Rückfahrt Besichtigung der Großen Moschee aus der Tang-Zeit in der Altstadt von Xian, Bummel über den Freimarkt und Besuch einer Jadeschnitzerei.

7. Tag - Xian - Wuhan - Yichang
Am Vormittag Flug nach Wuhan. Weiterfahrt mit dem Bus nach Yichang (ca. 4 Stunden). Nach dem Abendessen findet die Einschiffung auf Ihr Flusskreuzfahrtschiff statt.

8. Tag - Yangtze - Großdamm - Dammschleuse - Xiling-Schlucht
Am frühen Morgen beginnt die Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze vorbei an schönen Landschaften und dem imposanten Großdamm, der eine Länge von 2.039 m aufweist. Anschließend Fahrt durch die Dammschleuse und die Xiling-Schlucht.

9. Tag - Yangtze - Drei Kleine Schluchten oder Shengnong-Fluss, Wu- und Qutang-Schlucht
Fahrt durch die sogenannten Drei Kleinen Schluchten mit einer Gesamtlänge von 60 km. Bei zu hohem Wasserstand oder bei starker Strömung alternativ Fahrt auf dem Shengnong-Fluss, einem schönen Nebenfluss des Yangtze. Außerdem Besuch der Wu- und der Qutang-Schlucht.

10. Tag - Yangtze - Wan Xian oder Fengdu
Fahrt nach Wan Xian oder Fengdu. Wan Xian ist eine quirlige Hafen- und Handelsstadt, die auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Fengdu - die Geisterstadt - ist das absolute Gegenteil. Sie gilt bei den Chinesen als Zufluchtsort für die Seelen der Verstorbenen.

11. Tag - Chongqing - Dazu - Zigong (ca. 320 km)
Nach Ihrer Ankunft in Chongqing Ausschiffung, anschließend Fahrt nach Dazu. Die buddhistischen Grotten von Dazu liegen westlich von Chongqing und gehören zu den schönsten ihrer Art in Südchina. Besichtigung des beeindruckenden Schatzkammerberges. Im Anschluss Weiterfahrt in die blühende Industriestadt Zigong, bekannt durch die Salzförderung.

12. Tag - Zigong - Rongxian - Leshan - Emei Shan (ca. 180 km)
Vormittags Besichtigung der Xiqin Zunfthalle aus der Qing-Zeit. Anschließend Fahrt zum Shenhai-Bohrloch, 1835 erreichte es eine Tiefe von über 1.000 m – das tiefste Loch das je mit traditionellen Mitteln gebohrt wurde. Das Salzbergwerk war bis 1966 in Betrieb. Mittagessen in der Kreisstadt Rongxian und kleiner Bummel durch das Zentrum. Weiterfahrt nach Leshan mit Stopp am großen Buddha, der mit einer Höhe von 71 m die größte chinesische Skulptur ist. Gegen Abend Ankunft in Emei Shan. Der Emei Shan ist mit 3.000 m der höchste der 4 heiligen Berge des Buddhismus. Hier befinden sich zahlreiche Tempel, Hallen und Pavillons.

13. Tag - Emei Shan
Ganztagsausflug auf den Emei Shan-Berg. Zunächst geht es mit dem Bus und dann ca. 30 Min. zu Fuß, teilweise über Treppen, auf eine Höhe von 2.500 m Höhe und von dort aus weiter mit der Seilbahn auf den Gipfel, um die herrliche Aussicht zu genießen. Rückfahrt mit der Seilbahn auf 1.000 m Höhe und Besichtigung des Tempels der Zehntausend Jahre sowie des Fuhu Si, den Tempel des Liegenden Tigers in dessen Hallen zahlreiche Kunstschätze vorzufinden sind.

14. Tag - Emei Shan - Chengdu (ca. 200 km)
Busfahrt nach Chengdu, die Provinzhauptstadt Sichuans und Spaziergang durch die Jingli Fußgängerzone. Anschließend Besuch eines typisch südchinesischen Teehauses.

15. Tag - Chengdu - Kunming
Am Vormittag Besuch einer Aufzuchtstation für Pandabären. Anschließend Besichtigung des taoistischen Klosters Qingyang Gong (Palast der Grünen Ziegen), das 1669 zu Ehren des mythischen Begründers des Taoismus, Laozi, erbaut wurde. Am späten Nachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Kunming.

16. Tag - Kunming - Westberge
Besichtigung der Westberge, die sich etwa 10 km außerhalb der Stadt am westlichen Ufer des Dianci-Sees erstrecken und eine ursprüngliche Höhe von 2.500 m haben. Ca. 300 Steinstufen führen in die Höhe zum Drachentor, von wo aus sich eine spektakuläre Panorama-Aussicht bietet. Anschließend Besuch des Huating-Tempels aus dem Jahr 1320, der als größte buddhistische Tempelanlage der Provinz gilt. Am Nachmittag Besichtigung des Cuihu-Parks (Grüner See), der im Altstadtviertel südlich des Zoos liegt.

17. Tag - Kunming - Steinwald (ca. 130 km)
Tagesausflug zum berühmten Steinwald (Shilin) mit der bizarren Karstlandschaft, die vor mehr als 270 Mio. Jahren entstanden ist. Nachmittags Rückfahrt nach Kunming und Bummel durch die Altstadt sowie die Möglichkeit, die älteste Apotheke in Kunming zu besuchen.

18. Tag - Kunming - Shanghai
Flug nach Shanghai. Bummel am Fuße des Fernsehturms Oriental Pearl Tower und entlang der zahlreichen Wolkenkratzer.

19. Tag - Shanghai - Jade Buddha Tempel - Yu-Garten - Bund - Nanjing Straße
Besuch des Jade Buddha Tempels. Er wurde von 1911 bis 1918 eigens für 2 kostbare Buddhafiguren aus weißer Jade erbaut, die der buddhistische Mönch Huigen 1881 von einer Pilgerreise nach Myanmar (Burma) mitgebracht hatte. Anschließend geht es zum Yu-Garten, der in der Ming-Zeit gebaut wurde. Die Anlage kann auf eine über 400 Jahre alte Geschichte zurückblicken und bietet eine klassische Landschaft im südchinesischen Stil. In der Altstadt Besichtigung der Zickzack-Brücke, die von 1559 bis 1577 gebaut wurde und durch ihre Bauweise böse Geister vertreiben soll. Zum Abschluss des Tages Bummel entlang der beliebten Uferpromenade Bund und Spaziergang auf der Nanjing Straße, dem Geschäftszentrum Shanghais.

20. Tag - Shanghai - Suzhou - Luzhi - Garten des Meisters der Netze (ca. 100 km)
Fahrt nach Suzhou, die zu den schönsten Städten Chinas zählt. Aufgrund der alten, schmalen Gässchen und zahlreichen Kanäle wird die Stadt auch als das Venedig Chinas bezeichnet. Besichtigung des Gartens des Meisters der Netze und einer Seidenspinnerei, wo Sie Informationen über die Geschichte der Seide erhalten und die Möglichkeit zum Einkauf haben. Anschließend Fahrt in das alte Dorf Luzhi, das ca. 40 km vom Stadtzentrum Suzhous entfernt liegt. Rückfahrt nach Shanghai.

21. Tag - Shanghai - Transrapidfahrt (inklusive) - Abreise
Fahrt mit dem Transrapid zum Flughafen. Rückflug nach Deutschland.

22. Tag - Ankunft in Deutschland