August 2013

Unser Chronist führt Sie zu den Highlights in China und Tibet – immer mit dabei ein in Deutschland zugelassener Arzt. Begleiten Sie ihn nach Shanghai, Peking, nach Xian mit der Terrakotta Armee, nach Tibet und während der Yangtze-Kreuzfahrt.

Ihr Chronist

Liebe Reiseverrückte!

Ich bin Bernd, Geograph, Winzer und Fernsehtechniker. Meine Frau und ich reisen gern und gern fern. Meine Reisebeschreibungen sind immer subjektiv und eigentlich für mich (genau wie mein Wein!). Sollte jemand die kurzen Reisebeschreibungen trotzdem gerne lesen, freue ich mich (mein Wein schmeckt auch nicht nur mir)!

1. Tag: Anreise

Warten ist immer blöd. Gegen 10 Uhr waren wir fertig, hatten die Koffer gepackt und gewogen (jeder ca. 19 kg) und alles noch mal gecheckt. Unser Zug geht aber erst um 14:55!

Kommen gut zum Bahnhof, Zug ist pünktlich und um 16:30 Uhr sind wir am Flughafen. Check-in geht schnell und wieder warten auf das Boarding. Haben schon mal unseren „Doc“ und einige Mitreisende kennen gelernt. Machen alle einen netten Eindruck. Der Flieger startet pünktlich.

Zum Abendessen gab es Leberkäse und Kartoffelbrei (chinesisches Hühnchen war schon aus). Na ja – sehe es als Abschiedsessen von der europäischen Küche. Nun liegt die lange Nacht vor uns.

Guten Tag – ni hau
Ja – schi de
Nein –bu
Danke – ßiä ßiä
Bitte - tjing

2. Tag: Ankunft in Shanghai

Pünktlich um 13:00 Uhr Ortszeit landen wir nach einem sehr ruhigen Flug. Es war leider meist schlechte Sicht wegen der Wolken. Die Passkontrolle geht zügig und zuvorkommend. Eine Zollkontrolle findet nicht statt.
Inshun (Johann) empfängt uns freundlich mit einem “Berg und Meer“ Schild.

Nun lernt sich die Reisegruppe auch kennen. Das Alter reicht von 18-68 Jahren – gut so! Eine gute Durchmischung nach Alter, Interessen und eine gewisse Lockerheit sind sehr gut für die Gruppendynamik. Denke, das haben wir wieder einmal angetroffen.

Fast 80 Minuten dauert die Fahrt zum Hotel in Innenstadtnähe. Es macht einen guten Eindruck. Geldwechseln ist dort möglich, direkt daneben ist die Citibank mit einem Geldautomaten. Ich mache einen kurzen Erkundungsrundgang (es ist wirklich warm!) und kaufe Getränke in einem kleinen Lebensmittelladen. Natürlich fehlen mir die Chinesisch– und der Verkäuferin die Englischkenntnisse. Aber fehlende Sprachkenntnissen müssen ja nicht die Kommunikation behindern. Das gestern gelernte ßiä ßiä habe ich häufig benutzt.

Nach 18 Uhr fahren wir zum Abendessen in ein großes Restaurant, in dem wir wohl die einzigen „Langnasen“ waren. Auf den Tischen in der Mitte wurden auf einer drehbaren Glasscheibe ca. 20 unterschiedliche Köstlichkeiten angeboten. Jeder nahm sich was er mochte – eigentlich probierten alle alles. Leider haben wir zu spät auf einem Seitentisch die vielfältigen Kräuter und Soßen zum Nachwürzen bemerkt.

So gestärkt fahren wir zum neuen Stadtviertel Pudong mit den überwältigenden Hochhäusern, die natürlich nachts herrlich beleuchtet sind. Von einer Uferpromenade mit typisch chinesischem Treiben haben wir einen fast unglaublichen Blick auf die bunt beleuchteten Häuser am Bund.

Der Abschluss des Abends führt uns ins französische Viertel mit den renovierten Häusern aus der Zeit der Konzessionsgebiete. Hier ist heute die Partymeile und die ganze Reisegruppe ist noch beim „Paulaner“ auf ein Bier hängengeblieben. Unglaublich, was wir alles an diesem halben 2. Tag erlebt haben!

Bier = pidjiou
Wein = putau
djiou rot = hung
weiß=bai
Frühstück = dsau fanj
Mittagessen = wu fan
Abendessen = wan fan

3. Tag: Shanghai - Altstadt & Jade Buddha Tempel

Wir sind nun erst den zweiten Tag in Shanghai und fühlen uns schon wie zu Hause. Dazu trägt auch das wohl reichhaltigste Frühstück, welches wir je in einem Hotel hatten, bei. Riesige Auswahl und sehr lecker.

Im Yu-Garten (Garten der Freude) am Vormittag zeigt unser Reiseleiter Inshun, dass er nicht nur nett und freundlich, sondern auch sehr kompetent ist. Er erklärte die Gartenanlage und die einzelnen Gebäude anschaulich und erzählt Geschichten und Anekdoten dazu. Wir können uns nun das Leben hier im 16. Jahrhundert gut vorstellen.

Direkt daneben befindet sich das (renovierte) alte Shanghai. Ich denke aber, dass das touristische Angebot hier vor einigen Jahrhunderten nicht so ausgeprägt war. Aber es ist auch mal schön durch Geschäfte zu bummeln und um Preise der Reisemitbringsel ausführlich zu handeln. Es geht hier sicherlich nicht um ein paar Euro, macht aber meist allen Beteiligten Spaß.

Nach dem guten Mittagessen - wieder mit Drehteller und vielen (neuen) Köstlichkeiten - fahren wir zum Jadebuddha-Tempel. Der Name täuscht etwas, da hier einige 100 Buddhas zu sehen sind. Viele sind aber kleine Holzfiguren, die Spenden symbolisieren. Eindrucksvoll erklärt uns Inshun die Religionsfreiheit im heutigen China und bringt uns durch seine Vorträge den Buddhismus näher. Gewundert hat mich, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene dort beteten und Räucherstäbchen verbrannten.

Obwohl wir schon früher in Vietnam eine Seidenfabrikation besucht haben, erfahren wir zum Abschluss der heutigen Besichtigungen wieder Neues, besonders in der Bettdeckenherstellung aus Seide. Das anschließende unaufdringliche Verkaufsgespräch generiert nur einen minimalen Umsatz, was aber auch an den Außentemperaturen (wer denkt bei dieser Hitze an Bettdecken!) und an den beschränkten Transportmöglichkeiten gelegen haben mag.

Neben den Programmpunkten fällt mir das (noch) Nebeneinander von alten, kleinen Häuschen und riesigen Wolkenkratzern auf. Denke aber, das wird sich schnell ändern.

Inge (meine Frau) und ich sind am Abend nicht zur angebotenen Akrobatik-Show mitgefahren. Stattdessen fahren wir mit der Metro (für etwa 40 ct) zur Fußgängerzone der Nanjing-Road. Es ist Freitagabend und wir haben das Gefühl, dass fast alle BewohnerInnen Shanghais hier sind. Gruppen treten einfach zum Spaß mit Gesangs-, Musik- und Tanzvorführungen auf. Mehr davon morgen, wenn wir noch mal mit der ganzen Reisegruppe hier sein werden.

Zahlen:
0 = ling
1 = ih
2 = ör
3 = ssan
4 = ssi
5 = üh

4. Tag: Shanghai - World Financial Center & Shanghai Museum

Heute vertiefen wir unsere Eindrücke von Shanghai. Der Tag bietet wieder eine interessante Mischung – Kultur im Shanghai Museum, Nervenkitzel auf dem Word Financial Center, chinesisches Stadtleben und viele neue Erlebnisse.

Ich bewundere unseren Busfahrer, wie er sicher den richtigen Weg durch den Straßendschungel findet. Der Bus ist bequem und angenehm temperiert. Im Shanghai-Museum erhalten wir einen Überblick über Kunst und Handwerk aus der Geschichte Chinas. Wieder gehen wir zum „Drehteller-Essen“. So etwas sollten wir auch zu Hause einführen. Leider ist unser Tisch dafür zu klein!

Am Nachmittag wird es aufregend. Wir fahren mit einem sehr schnellen Aufzug auf das fast 500 m hohe Financial-Center. Dort kann – wer Lust hat – auch über einen Glasboden auf dem oberen Übergang laufen. Der Ausblick über das „kleine, überschaubare“ Shanghai ist grandios. Sogar der Oriental Pearl Tower (Fernsehturm) wirkt aus dieser Perspektive klein! Am Nachmittag schlendern wir noch etwas über die Uferpromenade des Huangpu, den Bund.

Bei unserer Nachtrundfahrt kommen wir noch mal hier her und schauen hinüber zu den bunt beleuchteten Hochhäusern von Pudong. Es gibt in Shanghai fast keine Mopeds mehr, nur noch Elektroroller. Auch die Polizei fährt oft kleine Elektrofahrzeuge. Vorsicht ist nachts geboten, da diese Roller nicht nur leise, sondern meist auch unbeleuchtet sind.

Der Abend klingt an der Nanjing-Road aus. Nicht nur die vielen Geschäfte locken. Mich interessiert mehr, wie Chinesen hier ihren Abend verbringen. Es wird getanzt, musiziert und gesungen, Senioren führen Gruppentänze auf. Wer zu faul zum Laufen ist, kann sich mit kleinen Elektrostraßenbahnen für 60 ct herumfahren lassen.

5. Tag: Von Shanghai nach Wuhan

So nun gibt es wieder zwei Reisetage – Koffer vor die Tür und zum Frühstück gehen. Es ist wieder warm! Wir fahren etwa eine halbe Stunde zum Bahnhof, der direkt mit dem Flughafen für Inlands- und Asienflüge zusammengebaut ist. Alles sehr modern und riesig. Es gibt auch im Bahnhof Gepäckkontrollen, wie wir sie vom Flughafen her kennen.

Mit einer Bahnhofshalle, wir wie sie kennen hat diese nichts mehr zu tun (siehe Foto). Die Halle liegt direkt über den Gleisen und Rolltreppen führen zu den Zügen. Diese sind dem ICE sehr ähnlich und fahren auch über 200 km / Stunde (nur der Sitzabstand ist deutlich größer).

Die Fahrt dauert etwa sechs Stunden und ist kurzweilig. Es gibt im Zug viel zu entdecken und die Landschaft ist abwechslungsreich – mal abgesehen von den Hochhäusern, die immer wieder unvermutet herumstehen. Am Anfang ist alles dicht bebaut. Wohnhäuser und Industrieanlagen wechseln sich ab.

Nach Nanjing wird mehr Fläche dem Ackerbau genutzt. Es gibt Gemüsefelder, aber besonders Leisfelder und Leistellassen. Es ist übrigens Blödsinn, dass Chinesen kein R sprechen können. Unser Reiseleiter Inshun kann es richtig rollen.

Später fahren wir durch die Berge, schroffe und liebliche Landschaften, Brücken und Tunnel wechseln sich ab. Plötzlich regnet es kurze Zeit recht heftig. Vor Wuhan sehen wir die große Brücke über den Jangtze. Vor dem Aussteigen warnt die Anzeigetafel im Zug vor 46,6 Grad Außentemperatur. Wuhan halt also den Spitznamen „Backofen von China“ verdient.

Das Hotel hat über 20 Stockwerke und bietet einen tollen Ausblick auf eine Stadt, die von Industrie und Stahlwerken lebt. Das Abendessen in einem tibetischen Restaurant mit tollem Ambiente war für mich und die meisten Gäste das bislang Beste dieser Reise.

6. Tag: Fahrt nach Yichang

Wieso fahren wir heute erst um 10:30 Uhr los? Weil das Frühstück noch reichhaltiger ist als in Shanghai – und weil wir im Drehrestaurant laufend unseren Tisch wieder suchen müssen. Aber im Ernst - der Ausblick aus der obersten Etage auf Wuhan ist atemberaubend. Besonders wenn die Stadt sich dort unten an uns vorbei dreht.

Im Provinzmuseum hat mich besonders die Etage interessiert, die die Geschichte Wuhan’s und deren Aufstieg zur Industriestadt zeigt. Lebensgroße Modelle und Diarahmen helfen dabei. Auch Deutsche waren daran beteiligt, wie die Modelle der deutschen Polizeistation und des deutschen Konsulates beweisen.

Nun geht es endlich an den breiten Yangtze. Unterhalb der alten Yangtze-Brücke, auf der oben Autos und unten die Eisenbahn fährt erklärt Inshun ausführlich die Geschichte der Brücke und die Bedeutung des Yangtze für China. Es ist wieder warm, aber hier weht ein angenehmer Wind. Es dauert fast eine halbe Stunde bis wir die Autobahn erreichen.

Es geht vorbei an älteren und vielen neueren Hochhauswohnsilos und Industrieanlagen. Wir sehen z.B. die Fabriken von Brose und Peugeot. So wie alle Straßen, die wir benutzt haben, ist auch die Autobahn in einem hervorragend Zustand.

Ich habe mir China nicht so ordentlich und hervorragend organisiert vorgestellt. Alles funktioniert, überall wird gebaut. Kleine und große Geschäfte zeugen von einem regen Handel. Die Autobahn führt zuerst durch ein hügeliges Gebiet, dann wird die Landschaft flacher und ländlicher. Wir sehen viele Fischzucht- und Lotusteiche, Gemüseanbau, viele Reis- und später Baumwollfelder.

Wir halten zwei mal um uns mit kühlen Getränken zu versorgen. Was mich immer wieder freut, ist die Freundlichkeit der Chinesen. Allen sind höflich und auch ohne Sprachkenntnisse um Kommunikation bemüht. Gerne lassen sie sich mit uns fotografieren und freuen sich auch oft, wenn wir sie filmen oder Bilder von ihnen machen.

Gegen 18 Uhr kommen wir in der Rushhour von Yichang an. Wieder gibt es Drehbüffet – einigen schmeckt es besonders gut. Mir war es etwas zu Gemüse-lastig. Auf der Fahrt zum Schiff tobt ein heftiges Unwetter. Wir erreichen die „President 8“ dann aber trotzdem fast trocken. In dem schönen, neuen Schifft (Baujahr 2013) bietet uns unser Kellner eine Getränke-Flatrate an. Alle Getränke zu den Essen und am ersten Abend bis 23 Uhr kosten pro Person ca. 38 €. Nach kurzer Gruppenberatung stimmen wir alle zu. So klingt dieser Abend nicht gerade „staubtrocken“ aus!

7. Tag: Yangtze-Kreuzfahrt

Die „President 8“ ist wirklich ein schönes Schiff. Die Kabinen sind geräumig und alle haben einen kleinen Balkon. Leider gibt es keine Außenkamera, die den Blick nach vorne über einen Fernsehkanal überträgt. So könnte man bei schönen Motiven schnell mal aufs Deck gehen. Werde dies als Verbesserungsvorschlag nachher Inshun sagen.

Das Frühstück ist „so lala“ (geflügelter Ausdruck unter den Gästen). Das Bordprogramm ist straff – Langeweile kommt nicht auf! Um 8:30 Uhr laufen wir schon zu einem geführten Spaziergang durch eine Seitenschlucht los (ca. 30 €). Wir laufen auf extra angelegten Holzwegen durch herrlichen Urwald, vorbei an vielen, vielen (gestellten) Fotomotiven. Na sagen wir mal: „living museum“.

Am Ende der 2,5 Stunden gibt es noch eine lustige Tanzvorführung über eine Hochzeitsfeier. Aber im Ernst – wir hätten es bedauert, nicht teilgenommen zu haben – die Landschaft war einfach zu herrlich. Die richtige Einstimmung auf die Yangtze-Schluchten.

Das Mittagessen ist reichlich, geschmacklich eher unbedeutend. Na ja, man will es halt vielen Gästen halbwegs recht machen. Kaum haben wir gegessen, fahren Busse vor und wir damit zum Yangtze-Staudamm. Nach einer gründlichen Durchsuchung geht es mit Rolltreppen auf den Gipfel eines Aussichtspunktes. Von hier sind die Schleusen und der Damm zu sehen.

Es ist wieder sehr warm! Inshun erklärt an einigen Stationen, während wir abwärts laufen, die Vor- und Nachteile des 3-Schluchten-Dammes. Eigentlich wären es vier Schluchten, aber die “3“ im Namen bringt mehr Glück. Das Kraftwerk des Dammes soll ganz Deutschland mit Strom versorgen können.

Spät am Abend, es ist schon dunkel, fahren wir in die erste von fünf riesigen Schleusenkammern ein. Das Schleusen dauert über 4 Stunden. Mit etwas Bier an Deck lassen einige den Abend ausklingen.

8. Tag: Yangtze-Kreuzfahrt

Heute früh ist es fast kühl und etwas bewölkt. Mit zwei kleineren Schiffchen fahren wir zum Shennong, einem kleineren Seitenarm des Yangtze. Er ist schmal und die Felsen ragen beidseitig hoch auf. Für das letzte Stück steigen wir in Ruderboote um, die uns den immer schmäler werdenden Fluss hinauf bringen. Das Wasser soll hier immer noch 10 m tief sein.

Die Boote liefern sich kleine Wettrennen. Unsere nette Führerin erklärt Felsformationen und singt zum Schluss sogar für uns. Nicht ohne zu betonen, dass man für 40 Yuan auch die DVD kaufen kann, auf der alle Begleiterinnen singen.

Ich fand es etwas diskriminierend, dass die Chinesen auf Deck 1 und wir auf Deck 2 fahren sollten. Auf der Rückfahrt hörten wir den Grund sehr deutlich. Auf Deck 1 gibt es eine laute Verkaufsveranstaltung für Schnäppchen-Teekannen.

Am Nachmittag gleitet die „President 8“ erst durch die lange Wu-Schlucht, dann durch die enge Qutang-Schlucht. Dies ist vom Oberdeck aus, ein wirklich sehenswertes Erlebnis. Dazwischen gibt es neben ein paar Städten mit den typischen Hochhäusern immer wieder Siedlungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen zu sehen.

Der Wasserspiegel ist hier durch den Staudamm um etwa 40 m gestiegen und manchmal sehen wir Reste von überfluteten Siedlungen. Deutlich zu sehen ist auch der helle Streifen an den Felsen. Er markiert den hohen Wasserstand im Winter.

Am Nachmittag gibt es einen Ausflug, der aber hauptsächlich für Chinesen interessant ist. Der Sterbeort des weißen Kaisers wird besichtigt. Wir fahren nicht mit und können uns (endlich) mal etwas ausruhen. Freuen uns schon auf ein Bier an Deck in der Abenddämmerung!

9. Tag: Yangtze-Kreuzfahrt

Wir haben uns an das Schiffsleben gewöhnt. Ebenso (fast) an die Wärme. Es sei der heißeste Sommer seit 1951 in China. Aber wir sind das von Berge und Meer gewohnt: es wird nichts ausgelassen! Das Frühstück ist wieder „so lala“. Aber wahrscheinlich hat der Koch meinen Blog von vorgestern gelesen. Das Abendessen gestern war abwechslungsreich, verschieden scharf gewürzt – wirklich lecker! Leider haben seine guten Vorsätze nicht bis zum Mittagessen gehalten. Bin auf das heutige Käptains-Abschieds-Dinner gespannt.

Uns umsorgt sehr aufmerksam Jack, ein Student des Tourismus-Managements, der hier einen Ferienjob hat – wirklich klasse. Heute morgen gehen wir zur „Geisterstadt“ – die gar keine ist. Die frühere Siedlung wurde längst von einem Stausee geschluckt. Geblieben sind aber daoistische Hallen und Pagoden. Sie wurden so gut restauriert, dass sie fast nagelneu sind! Inshun führt uns durch alle Gebäude und erklärt den Unterschied zwischen Buddhismus und Daoismus. Ich glaube der entspricht eher meinem Naturell. Lebe hier und jetzt, lasse es dir gut gehen, esse und trinke gut!

Wir sind sehr zufrieden mit unserem Reiseleiter Inshun. Er ist immer freundlich, oft hintersinnig witzig, hat ein riesiges Wissen, erklärt sehr anschaulich und was auch wichtig ist: er hat eine angenehme Stimme. Das erste Stück auf den Berg werden wir mit Elektroautos gefahren, der Rest (sicherlich mehr als die angekündigten 500 Stufen) laufen wir.

Ich finde es angenehm, dass wir nur wenige Ausländer sind; so können wir erleben, wie die Chinesen Urlaub machen. Es geht nicht immer leise, dafür sehr familiär zu. Am nun letzten Nachmittag auf dem Schiff lassen wir einfach vor unserem Balkon die Landschaft vorbei gleiten.

10. Tag: Chongqing - Lhasa

Heute nehmen wir Abschied vom Yangtze und freuen uns auf Tibet. Doch zuerst schauen wir die größte Stadt der Welt an. So groß wie Österreich hat sie 36 Millionen Einwohner. Chongqing wurde im Laufe der Geschichte mehrmals zerstört. Es gibt fast keine alten Häuser mehr zu sehen - und wenn, dann sind es meist Rekonstruktionen.

Zuerst gehen wir in die große Markthalle. Hier wird Fleisch, Fisch und Gemüse verkauft. Leider können die Bilder keinen Geruch übermitteln. Die Tiere werden lebend angeliefert und dann vor Ort geschlachtet. Genauer werde ich hier nicht darauf eingehen.

Das prunkvolle Provinzmuseum beherbergt recht wenige Kunstwerke von früher - die meisten sind wohl während der Kulturrevolution zerstört worden. Anschaulich wird aber seit der Frühgeschichte die Entwicklung Chongqing’s geschildert.

Auf der Fahrt zum Flughafen erklärt Inshun wie die Stadt zu ihrem Namen „Doppelglück“ kam. Wir fahren ewig durch Hochhauswälder. Es ist mir unverständlich, wie diese vielen Menschen, die dort wohnen, sich fortbewegen. Noch immer haben nur wenige ein Auto oder Motorrad und die Bahnstrecke, die neben der Autobahn verläuft scheint mir dafür nur schwerlich auszureichen. Im Flughafen sind die Kontrollen streng und ausführlich - aber wir wollen ja schließlich nach Tibet.

Der Flug ist fast einmalig. Zuerst sehen wir zwischen den Wolken Wüste, dann Hochtäler, dann die nordöstlichen Ausläufer des Himalaya - schroff und schneebedeckt – und dann die Hochtäler von Tibet. In einem neuen komfortablen Bus fahren wir ca. 1 Std. bis Lhasa. Die Luft ist klar und rein, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und es ist nicht zu heiß - toll!!

Es ist gerade Getreideernte und viele Leute arbeiten auf den Feldern. Am Potala-Palast vorbei fahren wir ins Zentrum von Lhasa. Das Thangka-Hotel hat tibetischen Charme. Es liegt direkt am Markt, so dass wir morgen einfach bummeln gehen und Mitbringsel kaufen können. Heute ruhen sich die meisten aber erst mal aus und versuchen sich an die dünne Luft in 3600 m Höhe zu gewöhnen.

Unser Doc misst unseren Sauerstoffgehalt im Blut, der aber im grünen Bereich liegt, wenn auch manchmal knapp.

11. Tag: Lhasa

Manche hatten eine etwas unruhige Nacht; wir müssen uns erst an die dünne Luft gewöhnen. Unser tibetischer Reiseleiter Jan, der uns zusätzlich zu Inshun begleitet und führt, sagt, dass wir dieses Jahr die erste Gruppe sind, bei der alle das Programm am ersten Tag mitmachten. Na ja - halt Berge und Meer-Gäste - und wir haben ja unseren Doc dabei. Lustig - er hat die Zimmernummer 112.

Die Besuchszeit im Potala Palast können wir nicht wählen. Zudem werden wir in zwei Gruppen um 8 Uhr und um 9 Uhr Abfahrt eingeteilt. Wir haben etwas Befürchtungen vor den vielen Stufen in der dünnen Luft, aber wir gehen langsam und kommen gut oben an.

Die Sicherheitskontrollen sind wie am Flughafen, auch das Wasser wird uns natürlich abgenommen. Wir können oben im Palast wieder für fünf Yuan Wasser kaufen - der übliche Preis. Aber die Flaschen sind kleiner. Na ja - Tourismus ist auch in Tibet ein sehr gutes Geschäft. Da es über die Tempel in Tibet genügend Literatur und Filme auch auf Youtube gibt, spare ich mir hier Beschreibungen.

Was mich besonders erstaunte, waren die kleinen, verwinkelten Räume, die steilen Treppen und die Kostbarkeiten, die dort aufbewahrt werden. Die dort lebenden Dalai Lamas wurden in goldenen Grabchorten beerdigt. Die des 5. Dalai Lama besteht aus Edelsteinen und 3,7 Tonnen Gold (!). Leider wurden aber während der Kulturrevolution viele Kunstwerke gestohlen und zerstört. Natürlich konnten wir nicht alle 1000 Räume anschauen! Denke, wir wären auch überfordert gewesen.

Nach einem nepalesischen Mittagessen fahren wir zum Kloster Sera, am nördlichen Ortsrand. Früher lebten hier 5000 Mönche, heute sind es noch 300. Es liegt malerisch am Fuße der Berge und wirkt noch sehr lebendig. Wir sehen eine Druckerei, viele Kapellen und können eine lebhafte Diskussionsstunde der Mönche miterleben, die so das Argumentieren üben. Bekannt ist das Kloster auch für die Mönche, die Kindern, die schlecht schlafen, einen schwarzen Punkt auf die Nase geben. Ab sofort ist das Ein- und Durchschlafen kein Problem mehr.

Ab 16 Uhr haben wir frei und verbringen längere Zeit auf dem Pilgermarkt, direkt bei unserem Hotel. Ich kaufe eine sehr schöne, schwere Gebetsmühle, mit soviel Text auf der Papierrolle im Inneren, dass ich sie lange drehen muss, bis alle Gebete, dadurch gesprochen sind. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Auch die ersten Kaufverhandlungen für eine Klangschale sind angelaufen. Gerne würde ich noch ein T-Shirt (wie immer) kaufen. Aber da ich nicht gerade die Statur eines schlanken Chinesen habe, ernte ich oft Gelächter mit meinem Kaufwunsch. Na mal schauen wie es in Peking wird.

Nach dem Essen der letzten Tage, bei dem ja alles portionsgerecht kleingeschnitten auf den Tisch kam, gehen wir ins Tibet-Steak-House auf ein Yak-Steak. Nicht so groß, aber sehr zart und lecker.

Was immer wieder überrascht und sehr angenehm stimmt, ist die Freundlichkeit der Menschen hier. Wir lächeln, sie lächeln, wir lachen, sie lachen - auch ohne Worte passt es! Wir haben uns bislang kein einziges Mal unsicher oder nicht willkommen gefühlt. Oft möchten Fremde uns mit sich auf ihr Foto haben. Ich habe das heute genauso gemacht und Leute gefragt, ob sie sich bitte mit mir fotografieren lassen. Immer gab es ein freundliches „ja“.

12. Tag: Lhasa

Der Vormittag ist für die Besichtigung des etwas nördlich von Lhasa gelegenen Klosters Drepung vorgesehen. Es liegt etwas höher an einem Felshang und hatte früher auch einmal 10000 Mönche beherbergt. Heute sind es noch etwa 300.

Es geht darin sehr lebendig zu. Immer wieder kommen Pilger und füllen die Butterlampen mit Butterklümpchen oder flüssiger Butter aus mitgebrachten Thermoskannen auf. Wir steigen von Kapelle zu Kapelle immer höher den Berg hinauf und haben eine herrliche Aussicht auf Lhasa.

Am Busparkplatz gibt es wieder Pilger- und Andenkenstände. Ich unterhalte mich dort ausführlich mit einem Tibeter, der gut Englisch spricht und der mit der Situation als (autonomer) Bereich in China gar nicht einverstanden ist. Unter großem Hallo und Gelächter kaufe ich nach längerem Handeln eine sehr schöne Klangschale.

Am frühen Nachmittag fahren wir zum Norbulingka Palast, der den Dalai Lamas als Sommerresidenz diente und erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Nach einem Spaziergang durch den sehr gepflegten Park kommen wir zum Palast und sehen dort die Wohngemächer und die Audienzhalle des heute noch in Indien lebenden Dalai Lamas. Seine Jugend ist ja aus dem Film „7 Jahre in Tibet“ bestens bekannt. Der Film ist in China verboten. Mir scheint, dass die augenscheinliche Religionsfreiheit heute in Tibet eher deshalb möglich ist, da der Tourismus die weitaus größte Einnahmequelle darstellt.

Nach einer längeren Pause, in der ich durch die Altstadt von Lhasa schlendere, gehen wir zum dort gelegenen Jokhang-Tempel. Es ist der heiligste Ort der Buddhisten, vergleichbar mit dem islamischen Mekka. Unser tibetanischer Reiseleiter Jan spricht ausgezeichnet Deutsch und erklärt ausführlich die Geschichte Tibets, den Buddhismus und das Leben in den Klöstern.

Nett ist die Legende, dass unter dem Jokhang-Tempel ein See liegen soll, auf dem eine Ente schwimmt. Durch ein Loch in der Mauer kann man horchen, ob man ihr Geschnatter hört. Wer es hört, wird der nächste Buddha. Zum Glück habe ich - wie alle anderen auch - nichts gehört.

Drinnen dürfen wir wieder nicht fotografieren, aber dann auf dem Dach. Von dort haben wir einen tollen Blick auf die belebten Plätze bis hin zum Potala-Palast. Die Straßen sind übervoll von Pilgern, die den Jokhang-Tempel und den Potala-Palast umrunden. Einige Pilger werfen sich (die meisten mit Matten) auf den Boden, so dass Herz, Mund und Stirn den Boden berühren. Sie müssen dies 100.000 mal in ihrem Leben tun. Fast alle drehen Gebetsmühlen und sagen dazu Gebete auf.

Der Abend klingt in einem typischen Restaurant in der Altstadt aus. Dort werden auch Musik- und Tanzvorführungen geboten – wohlklingend und bunt. Die Videokameras laufen heiß. Einige werden wohl noch zum beleuchteten Potala-Palast oder zum Pilgermarkt gehen oder einfach in der Altstadt mit ihren unzähligen Geschäften bummeln.

13. Tag: Ausflug in die Ausläufer des Himalaya

Die Vorfreude meinte, dass heute das Highlight der Reise stattfinden könnte. Unser tibetanischer Reiseleiter Jan und unser chinesischer Reiseleiter Inshun haben das Besichtigungsprogramm so gestaltet, dass heute ein „freier“ Tag ist. Sie bieten einen zusätzlichen Ausflug in die Ausläufer des Himalaya an.

Wir fahren durch das Flusstal des Yarlung Zangbo, der in Indien Brahmaputra genannt wird. In der Nähe des Flughafens endet die Autobahn und es geht auf der Landstraße 318 weiter. In Dagar biegen wir in die Berge auf die 307 ab, dem Nepal-China-Friendship-Highway. In irren Serpentinen geht es steil bergauf. Bei einem Fotostopp blicken wir auf den Fluss zurück. Hier gibt es auch die für den Himalaya typischen Steinpyramiden, die mit Gebetsfahnen geschmückt sind. Und natürlich Souvenierstände.

Etwas später sind wir am Gangbalapass mit 4800 m Höhe. Hier kann man Yaks reiten und sich mit Mastiffs und Ziegen fotografieren lassen (20-40 Yuan). Schön anzusehen ist die riesige Anzahl von Gebetsfahnen, die den Pass-Stein verdecken. Vor hier haben wir einen umwerfenden Blick auf den Yamzhog Yumco – ein für die Tibetaner heiliger See. Der strahlend blaue Himmel spiegelt sich im See und im Hintergrund sind die schneebedeckten 7000er zu sehen.

Direkt am See in 4441 m Höhe machen wir ein Picknick mit den mitgebrachten leckeren Lunchpaketen. Es ist sogar Obst drin, welches in Tibet wohl sehr teuer ist. Wir nehmen auch den Abfall wieder mit in den Bus - hier haben andere noch einen Nachholbedarf. Wenn wir der Straße etwa 600 km folgen würden, wären wir in Nepal.

Mehr zu beschreiben ist eigentlich unmöglich. Man muss es gesehen haben! Einen guten Eindruck bietet Google-Maps mit hochauflösenden Luftbildern.

Auf der Rückfahrt besuchen wir noch eine Bauernfamilie, die uns stolz ihr neugebautes Haus zeigt. Es ist wirklich schön, aufwendig ausgemalt und blitzsauber. Auch die Möbel sind bemalt. Es gibt einen Fernseher, Kühlschrank, ein Bild mit den letzten vier großen Vorsitzenden (der neue ist noch nicht dabei), viel Blumenschmuck und natürlich einen kleinen Buddhatempel.

Durch den Besuch hatte unser Busfahrer genügend Zeit gut gemacht um wieder schneller fahren zu dürfen. Auf der Strecke gibt es eine Geschwindigkeitsmessung, bei der die Durchfahrtzeit gemessen wird. Wer im richtigen Zeitfenster ankommt, ist nicht zu schnell gefahren (oder hat eine Pause gemacht).

14. Tag: Lhasa Bahn Richtung Xian

Heute werden wir Tibet verlassen. Um 10 Uhr fährt der Zug von Lhasa in etwa 36 Std. nach Xian. Wir sind etwas aufgeregt. Der Komfort soll trotz 1. Klasse nicht berauschend sein.

Inshun hatte uns vorgewarnt und geraten uns mit Essen und Trinken für die Bahnfahrt einzudecken. Gestern Abend waren noch fast alle im Supermarkt in der Nähe unseres Hotels gewesen und haben sich mit Brot, Früchten, Bier, Instant-Kaffee und Fertigsuppen versorgt. Und natürlich mit Toilettenpapier, welches im Zug fehlen soll (so war es dann auch!).

Die Kontrollen am Bahnhof entsprechen denen eines Flughafens. Wegen defekter Rolltreppen schleppen wir unsere Koffer in den Wartesaal über den Gleisen. Es helfen uns aber freundliche Mitreisende und ein Soldat. Pünktlich fährt der Zug ab. Dann sortieren wir uns in den 4-Liegen-Abteilen ein. Schauen und Landschaft genießen ist angesagt! Zumindest heute ist es noch nicht langweilig.

Im Gang gibt es einen Wasserhahn mit fast kochendem Wasser für den Kaffee, Tee und Fertigsuppen. Der Speisewagen sieht nicht so einladend aus. Wir versuchen auch, den Tag als Ruhetag zu interpretieren. Hohe schneebedeckte Berge, weite Täler, Flüsse, Gletscher und weidende Yaks sind die ersten Attraktionen.

Dann wird die Gegend noch karger und wir fahren über eine riesige Hochebene, z.T. mit Mooren und Salzseen in über 4000 m Höhe (siehe auch:  http://de.wikipedia.org/wiki/Lhasa-Bahn und  http://www.chinatibettrain.com/fares.htm ).

Die Bahn ist ein bauliches Meisterwerk. Da sie auch durch Permafrostgebiete führt, kann der Boden auftauen und die Gleise können versinken. Der Boden wird deshalb durch Röhren, in denen flüssiges Ammoniak verdunstet und im unteren Bereich der Röhren dem Boden Wärme entzieht, gekühlt.

Gegen 17:30 Uhr hält der Zug, der auf der eingleisigen Strecke den Gegenzug abwartet, an der Tanggula-Passhöhe mit 5072 m, dem weltweit höchsten Eisenbahn-Pass. Dank des Sauerstoffes, der aus Düsen strömt, merken wir aber von der Höhe kaum etwas. Mit Erzählen, Lesen und Fotografieren erwarten wir die Nacht.

Neben den bald nicht mehr sauberen Toiletten, störte besonders, dass in unserem Waggon die Steckdosen nicht funktionierten. Das Aufladen diverser Akkus konnte nicht erfolgen. Auch die Batterie meines Netbooks geht zur Neige – blöd. Ich hatte mir vorgenommen Bilder zu sortieren und weitere Blogs vorzubereiten.

15. Tag: Fahrt und Ankunft in Xian

Ich kann immer schlecht schlafen. Natürlich besonders schlecht im Flugzeug oder im Zug. Zudem haben wir noch Vollmond. An dem netten Pärchen, mit dem wir uns die Kabine teilen, kann es nicht gelegen haben. Vielleicht hätte ein zusätzliches Bier geholfen.

Der Zug fährt recht leise und ruhig. Die Landschaft durch die wir gestern gefahren sind, war grandios. Soweit ich in der Dunkelheit etwas sehe, scheinen wir an großen Sanddünen vorbeizufahren. Wir müssen um ca. 9 Uhr den Zug wechseln. Die meisten sind aber schon vorher wach.

Wir treffen uns an der spärlichen Waschmöglichkeit – na ja heute Abend werden wir ja wieder duschen können. Für das Frühstück hatten wir eingekauft, da es im Zug nichts Ansprechendes gibt. Wir holen heißes Wasser und machen uns Kaffee mit (süßem) Brot und etwas Obst.

In Xingang wechseln wir den Zug. Der neue Zug steht am Bahnsteig gegenüber. Er hat keine Sauerstoffversorgung, dafür eine Klimaanlage und deutlich Service-bereiteres Personal zu bieten. Hier gibt es Obst, Getränke, Snacks und Souvenirs im Zug zu kaufen.

Ab jetzt wird die Strecke auch wieder lebendiger. Dörfer, Landschaft, Städte, Industrie, Gemüseanbau (sogar einen Weinberg habe ich gesehen) wechseln sich ab. Der Boden besteht häufig aus fruchtbarem Löss.

Am späten Nachmittag fahren wir durch das herrliche Flusstal des Wei mit vielen, vielen Brücken und Tunnels. Das Rheintal wirkt dagegen unbedeutend. Leider können wir es nicht mehr richtig genießen – wir wollen raus aus dem Zug! Die Ankunft in Xian ist wieder ein Gewusel von Menschen auf dem Bahnhof. Aber dann wartet das beste Hotel der Reise, das 5* Grand Metropark Hotel Xian, auf uns!

16. Tag: Xian

Abfahrt ist heute erst später - das  5*-Frühstücksbuffet muss erkundet  werden! Bis auf richtiges (dunkles - nicht süßes) Brot gibt es alles! Sogar (süßen) Leberkäse. Auch an Suppe zum Frühstück habe ich mich versucht - werde es aber zu Hause nicht einführen.

Vieles wird frisch zubereitet. Durch das schöne Xian (meine ich ehrlich) fahren wir zur Wildganspagode. Sie liegt  umringt von weiteren Tempeln in einem gepflegten Park. Es ist noch nicht so heiß (noch unter 30°) und wir  "bummeln" (Lieblingsausdruck unseres Reiseführers Inshun)! Dank seinen Erklärungen fühlen wir uns in die Entstehungszeit zurückversetzt und können verstehen, warum diese Bauwerke so errichtet wurden.

Hier gibt es ansprechende Mitbringsel und ich kaufe auch CD´s mit der Musik, die wir dort in den Geschäften hören. Durch den abenteuerlichen Straßenverkehr geht es auf´s Land zur Terrakotta-Armee, einem Volltreffer für die Tourismus-Industrie. Wir essen auch auf dem Gelände zu Mittag. Das Drehtellerbuffet gefällt uns immer besser und ist meist sehr lecker. Schön wäre es aber, wenn wir mehr zu den Speisen erfahren würden. Oft raten wir halt, was es sein könnte.

Über 1200 Figuren erwarten uns bereits restauriert und können bestaunt werden. Vieles ist noch nicht ausgegraben, da immer noch an effizienten Restaurierungsmethoden geforscht wird. Ich frage mich bei solchen Monumenten, die einzelne Herrscher für die Zeit nach ihrem Tode errichten ließen, immer wieder  was die Handwerker, die sie errichten mussten, wohl davon hielten. Die Detailvielfalt der Figuren beeindruckt aber auf jeden Fall.

Zurück in Xian laufen wir noch etwas die große, breite Stadtmauer entlang. Leider haben wir zu wenig Zeit um Räder zu mieten und auf der Mauer einmal 16 km um den Stadtkern herum zu fahren. Am Abend erwartet uns ein Festessen im Hotel. Westliches und östliches Essen wird angeboten. Froschschenkel können probiert werden; Fisch oder Steaks werden frisch gegrillt. Gerne probiere ich guten chinesischen Rotwein, der sich aber dann als französisch entpuppt. Nachdem das Restaurant geschlossen wurde, klingt der Abend in der Hotelhalle aus.

17. Tag: Peking

Früh aufstehen, Frühstück genießen - mit Espresso und Cappuccino. Wir fliegen nach Peking. Kofferservice klappt wie immer hervorragend. Wegen Übergewicht einzelner Koffer brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, da als Gruppe eingecheckt und gewogen wird.

Leider können wir uns bei den Inlandsflügen die Plätze nicht heraussuchen. Habe Glück, einen Fensterplatz und kann im Landeanflug fotografieren. Wo bleibt der vorausgesagte Smog in Peking? Der Himmel ist blau, die Luft sauber und natürlich warm.

Peking hat mich sehr überrascht. Neben den unvermeidlichen Hochhäusern gibt es breite, begrünte Straßen, Parks, Alleen, Teiche und Wasserwege. Die umfassenden Umweltverbesserungen zu den olympischen Spielen scheinen gegriffen zu haben. Wenn nur die vielen Autos nicht wären.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit soll aufgrund der Staus in Peking nur 12 km/Stunde betragen. Dies bewahrheitet sich in den folgenden Tagen (fast) noch. Alle Mopeds und Roller fahren inzwischen elektrisch. Bis auf einige Sonder- und Polizeiautos habe ich aber keine eAutos gesehen.

Nachdem wir im größten Flughafenterminal der Welt angekommen sind, fahren wir zum Mittagessen. Hier liegt der Speisesaal im Keller ohne Fenster, dafür ist die Geräuschkulisse ungewohnt leise. Nun wartet das Vogelnest auf uns. Das futuristische Stadion ist Teil des Olympia-Parks. Er wird gerne von vielen chinesischen Reisegruppen besucht und ist dementsprechend mit Souvenirverkäufern, Imbissbuden und Rundfahrmöglichkeiten mit kleinen Elektrobussen, die lautstark beworben werden, ausgestattet.

Wir freuen uns nun, wie viele weitere Chinesinnen und Chinesen, auf den Besuch des Gartens der Harmonischen Einheit, dem Sommerpalast der früheren Kaiser. Er liegt wunderschön an einem künstlichen See und dient heute auch der Naherholung. Nach mehrmaligen Zerstörungen ist er renoviert und lädt zum "bummeln" ein. Er war auch der Altersruhesitz der berühmt - berüchtigten Kaiserwitwe Cixi. Sie verstarb hier erst 1908. In vielen Romanen wurde ihr Leben beschrieben, welches von Intrigen, Perversionen, Kriegswirren und Machterhalt nur so strotzte - siehe auch  http://de.wikipedia.org/wiki/Cixi.

In der (immerwährenden) Rushhour in Peking fahren wir zu unserem Mercure-Hotel; einem sehr schönen neuen Haus mit ansprechender Architektur, Innenausstattung und Schwimmbad - aber 40 km vom Stadtzentrum entfernt. Es gibt zwar eine U-Bahn-Station in der Nähe, habe aber keine Lust mehr als eine Stunde pro Fahrt unter der Erde zu verbringen.

An einer - nicht angebotenen - Rundfahrt im nächtlichen Peking hätten wir gerne teilgenommen. Im Angebot war aber ein Shaolin-Musical-Besuch mit anschließendem Rundgang durch das "alte" Peking.  In der Nähe des Hotels gibt es aber ein Einkaufszentrum, welches wohl auch als Zeitvertreib und Treffpunkt der BewohnerInnen des Stadtbezirks genutzt wird.

Aufgefallen ist mir die Dichte der Brautmodengeschäfte. Auf einem Vorplatz tanzen wieder mehr als 100 Frauen Formationstänze - nur zu ihrem Vergnügen.

18. Tag: Peking - Große Mauer

Wir fahren auf´s Land. Es gibt in der Nähe von Peking mehrere renovierte Abschnitte der Großen Mauer.  In Mutianyu sollen weniger Touristen sein. Mag stimmen, wenn nur ausländische Touristen betrachtet werden.

Es ist Samstag und viele Tagesausflügler nutzen die herrliche Umgebung in den Bergen um die Städte zu verlassen. Es gibt auch viele Picknickplätze, Angelseen und Vergnügungsstätten für Kinder. Die Ein-Kind-Politik lässt viele Prinzessinnen und Prinzen heranwachsen.

Durch Unmengen von Souvenirständen, die wir später auch noch ausgiebig nutzen, schlendern wir bergauf zur Talstation der Seilbahn. Es macht Freude über den Baumwipfeln bergauf getragen zu werden.

Nun stehen wir auf der berühmten, beeindruckenden Mauer. Wachtürme, Treppen und auch ebene Teilstücke wechseln sich ab. Auf den umliegenden Berggipfeln sind ebenfalls Türme zu sehen. Vielleicht sollten wir wirklich einmal einige 100 km hier wandern.... Bergab hätten wir auch eine Rutsche nehmen können, haben uns aber - auch wegen der Aussicht - für die Seilbahn entschieden.

Unten haben wir unsere Mitbringsel vervollständigt. Es gibt aber auch schöne Sachen! Wir lassen zwei Namenskalligrafien malen. Und endlich bekomme ich auch ein T-shirt in meiner Größe. Sonst hatte ich bei einer Kaufabsicht für mich immer ein sehr freundliches Gelächter ausgelöst.

Zum Mittagessen gehen wir ins "Old School House". Ein mit einer Chinesin verheirateter Amerikaner hat hier ein Restaurantprojekt verwirklicht, in dem die Dorfbevölkerung nachhaltig mit einbezogen wird. Das westliche angehauchte Essen schmeckt sehr gut. Die Mutter des Amerikaners ist gerade zu Besuch und erzählt, dass sie Würzburg von einer Flusskreuzfahrt her kennt und dort schon mal einen Aschenbecher geklaut habe.

Die Rückfahrt dauert wieder etwa zwei Stunden, die Landschaft ist schön und die Staus dann in Peking eher mäßig. Am Abend schauen wir uns einen Biergarten hinter dem Einkaufszentrum an. Bier gibt es aus Behältern, die an Kaugummiautomaten erinnern. Abwechslungsreiches Essen wird frisch gegrillt. Sehr lautstark wird für einen neuen Mazda geworben.

19. Tag: Peking - Letzter Tag

Der letzte Tag in China ist leider schon angebrochen. In Gedanken gehe ich die Reise noch mal durch - war wieder schön! Zuerst fahren wir heute zu einem Spaziergang in die Gärten um den Himmelsaltar. Es ist Sonntag und viele Pekinger nutzen die (relativ) kühlen Gärten. Es wird gesungen und getanzt.

Vor der Halle des Erntegebetes haben wir einen Aussichtspunkt über große Teile von Peking gefunden. Nach einer Stunde fahren wir weiter zum Platz des himmlischen Friedens, eingerahmt von Monumentalbauten und breiten Boulevards, die auch für Militärparaden genutzt werden. 1989 erlangte der Platz traurige Berühmtheit durch die Zerschlagung von Protesten, die bestimmt nichts mit himmlischem Frieden zu tun hatten.

Durch das Tor des himmlischen Friedens mit dem großen Mao-Porträt betreten wir die (früher) verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast. Es ist wieder deutlich über 30° warm. Aber tausende von Chinesen können nicht irren, wenn sie den Palast besichtigen. Nett ist das Posieren für Erinnerungsfotos! Wir müssen aufpassen, dass wir die TUI-Fahne von Inshun nicht aus den Augen verlieren. Im nächsten Schatten erhalten wir weitere Erklärungen.

Viele Hallen und Paläste mit unterschiedlichen Zweckbestimmung begleiten uns auf dem Weg zum Tor am Kohlenhügel. Der künstliche Hügel entstand aus dem Aushub des Palastgrabens. Hier wurde früher Brennmaterial gelagert. Als ein sehr alter Mann uns anbietet, uns mit der Rikscha auf den Berg zu fahren, erschrecke ich. Dann sehe ich aber, dass sein Fahrzeug einen Elektromotor hat.

Wir fahren zum Packen und Ausruhen ins Hotel zurück. Die Zimmer können wir bis zur Abreise nutzen.  Am Abend fahren wir wieder etwa eine Stunde zum Abschiedsessen. Es gibt natürlich Pekingente! Wir bekommen gezeigt, wie kleine Stücke davon mit Sojasoße und Gemüsestreifen in ein dünnen Fladenbrot gewickelt werden, um sie dann so zu essen.

Inshun begleitet uns noch bis zur ersten Passkontrolle nach dem Einchecken am Flughafen. Dann verabschieden wir uns vom besten chinesischen Reiseleiter, den wir je hatten. Durch seine unnachahmliche Art, sein immenses Wissen mit Humor zu vermitteln, hat er uns seine Heimat näher gebracht und uns eine unvergessliche Reise beschert. Danke Inshun!!!

Fazit

.. wieder zu Hause!  Nachlese...

Dies war unsere sechste Fernreise mit Berge und Meer. Das Konzept und das Preis-Leistung-Verhältnis gefällt uns. Wir waren wieder sehr zufrieden; besonders mit unseren Reiseleitern Inshun während der ganzen Reise und Jan in Tibet.

Auch die Gruppe war sehr angenehm; vom Alter und den Interessen her gut durchmischt. Alle waren schon fern gereist, so dass niemand mit seinen Erfahrungen besonders angeben musste. Schön waren die meist mehrtägigen Aufenthalte pro Hotel. Durch die Bahn-  und  Schiffsreisen konnten wir die Größe Chinas erfahren.

Rudolf, unser mitreisender Arzt, hatte gut zu tun. Neben kleinen täglichen Konsultationen musste er in fünf Fällen Mitreisende behandeln, deren Beschwerden  darüber hinaus gingen. Dazu beigetragen haben sicherlich der heißeste Sommer seit 1953 in China, das ungewohnte Essen und die Höhenlage Tibets. Auch fitte Sportler sollten dies nicht unterschätzen!

Das Frühstücksangebot war durchweg gut bis sehr gut. Mittag- und Abendessen manchmal "so lala". Oft hätten wir gerne gewusst, was uns angeboten wurde. Die vielfältigen Gemüsesorten konnten wir nicht alle kennen. Ich vermute, dass,  um westliche Gaumen nicht zu quälen, einfach die Gewürze weggelassen wurden. Salz war während der ganzen Reise Mangelware, Zucker dafür überall mehr als reichlich vorhanden. Die Speisen wurden fast immer auf großen Drehtellern in der Mitte des Tisches angeboten;  jeder konnte so einfach wählen, was zusagte.

Die Hotels und das Schiff waren durchweg gut bis sehr gut. Das Hotel in Lhasa machte vieles durch die Lage wett. Das sehr gute Hotel in Peking lag leider fast 40 km vom Stadtzentrum entfernt. Wasser in Flaschen gab es meist kostenlos im Hotel oder zu 3 Yuan/0,5l im Bus oder in vielen kleinen Geschäften. Bier kostet im Handel zwischen 3 und 10 Yuan, im Hotel bis zu 25 Yuan.

Mobil telefonieren geht während er gesamten Reise. WIFI gibt es fast überall in den Hotellobbies und meist kostenlos. In machen Hotels gibt es auf den Zimmern LAN-Anschluss - evtl. deshalb ein Anschlusskabel für Notebooks mitnehmen! Geld lässt sich auch fast überall mit VISA- oder Mastercard aus Automaten ziehen.

Sprachprobleme gab es kaum. Oft wird Englisch gesprochen oder zumindest verstanden. Wenn nicht, reichen auch Handzeichen und Lachen zur Kommunikation.

Wir haben China als ein fortschrittliches Land mit gut ausgebauter und funktionierender Infrastruktur kennen gelernt. Die Busse waren neu und komfortabel und die Fahrer Meister ihres Faches. Chinesen fotografierten uns genau so gerne, wie wir sie. Eltern sind meist stolz, wenn wir Bilder von ihren Kindern machen (bitte trotzdem vorher fragen)! 

Ich hatte als Dankeschön  viele kleine Päckchen Gummibärchen dabei, die gerne genommen wurden. Es gab keine Situation, in der wir uns unsicher fühlten oder  als (erkennbarer) Ausländer ausgenutzt wurden.  Das Wechselgeld stimmte auch ohne Nachzählen immer!

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Anreise. Linienflug nach Shanghai.
2. Tag - Shanghai. Ankunft in Shanghai, Empfang durch die deutschsprachige Reiseleitung und Transfer zum Hotel. Entspannen Sie am Nachmittag bei einem Bummel entlang der Uferpromenade Bund oder entlang der Shoppingmeile Nanjing Road. (Abendessen inklusive)
3. Tag - Shanghai. Zunächst besuchen Sie den Yu Garten, der als einer der schönsten Gärten Chinas gilt. Entstanden ist dieses beeindruckende Kunstwerk bereits 1559 in der Ming Dynastie. Anschließend haben Sie Zeit für einen Bummel durch die Altstadt von Shanghai. Nach dem Mittagessen Besuch des Jade Buddha Tempels, bestehend aus 2 Buddha Statuen aus weißer Jade, die ein Geschenk Burmas an China waren. Im Anschluss Besuch einer Seidenspinnerei mit Einkaufsmöglichkeit. (Frühstück und Mittagessen inklusive)
4. Tag - Shanghai. Heute besuchen Sie ein Highlight von Shanghai, das World Financial Center. Dieses ist mit 492 m zurzeit das höchste Gebäude der Stadt und auch der ganzen Volksrepublik China. Sie haben die Möglichkeit, den fantastischen Ausblick auf Shanghai aus der 100. Etage zu genießen. Im Anschluss besuchen Sie das Shanghai Museum, in dem klassische chinesische Kunst präsentiert wird. Danach erwartet Sie ein gemeinsames Mittagessen. Auf Wunsch nehmen Sie abends an einer Akrobatik Vorstellung teil (ca. € 20.- p. P.). (Frühstück und Mittagessen inklusive).
5. Tag - Shanghai - Wuhan. Nach dem Frühstück Transfer zum Bahnhof und Fahrt mit einem Schnellzug in der 2. Klasse nach Wuhan. Nach der Ankunft Besuch des Provinzmuseums und im Anschluss daran Transfer zum Hotel. (Frühstück und Abendessen inklusive)
6. Tag - Wuhan - Yichang. (ca. 360 km). Heute besichtigen Sie zunächst die große Yangtze Brücke und den Gemüsemarkt, bevor Sie weiter nach Yichang fahren, wo die Einschiffung auf Ihr Flusskreuzfahrtschiff stattfindet. (Frühstück und Abendessen inklusive)
7. - 9. Tag - Yangtze-Flusskreuzfahrt. Am frühen Morgen beginnt die Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze. Zunächst passieren Sie den östlichen Abschnitt der Xiling Schlucht. Ein Highlight ist der 3-Schluchten-Staudamm, der größte mehrstufige Staudamm der Welt. Anschließend Weiterfahrt durch den westlichen Abschnitt der Xiling Schlucht. Erleben Sie die berühmten Schluchten wie die Qutang-Schlucht, wo die Berggipfel besonders steil aufragen und die Berghänge immer näher zusammenrücken. Einen Nebenfluss des Yangtze werden Sie mit kleinen Booten anfahren. Außerdem Besuch der Geisterstadt oder der Schnee-Jade-Höhle in Fengdu, wo Sie alles über Geister und Dämonen der chinesischen daoistischen Kultur erfahren. (Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive)
10. Tag - Chongqing - Lhasa. Nach der Ausschiffung Transfer zum Flughafen, je nach Abflugzeit vorher Stadtrundfahrt durch Chongqing. Im Anschluss Flug nach Lhasa in Tibet. Nach Ankunft Transfer zum Hotel und Zeit zur freien Verfügung, um sich auf die Höhe (3.600 m) einzustellen oder einen kleinen Bummel in der Stadt zu unternehmen. (Frühstück und Abendessen inklusive)
11. Tag - Lhasa Heute besichtigen Sie den Jokhang Tempel inmitten der Altstadt, der ein Heiligtum ist, das jeder Tibeter mindestens einmal im Leben besucht haben sollte. Im Anschluss werden Sie an einem Mittagessen in einem bei Tibetanern sehr beliebten nepalesischen Restaurant teilnehmen. Nach dem Mittagessen Besuch des Potala Palastes, der sich auf etwa 130 Metern über der tibetischen Hauptstadt erstreckt. Der beeindruckende Palast ist die ehemalige Residenz und Regierungssitz des Dalai Lamas. Zum Abschluss des Tages Spaziergang über den Markt Barkhor. (Frühstück und Mittagessen inklusive)
12. Tag - Lhasa. Fahrt zum Norbulingka Palast, der den Dalai Lamas als Sommerresidenz diente und in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Dort sehen Sie die Wohngemächer und die Audienzhalle. Danach geht es weiter zum Kloster Sera, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde und bis zu 5000 Mönchen Platz bot. Am Abend genießen Sie ein typisch tibetisches Abendessen mit Volksliedern und Volkstänzen. (Frühstück und Abendessen inklusive)
13. Tag - Lhasa. Nach dem Frühstück Fahrt zum Kloster Drepung, dass ebenfalls im 15. Jahrhundert errichtet wurde und lange Zeit als größtes Kloster der Welt galt, da 10.000 Mönche Platz darin fanden. Nach dem Mittagessen Rückfahrt nach Lhasa. Rest des Tages zur freien Verfügung. (Frühstück und Mittagessen inklusive) 14. Tag - Lhasa - Xian (ca. 2.900 km). Heute erfolgt die ca. 35-stündige Fahrt mit der Tibet-Bahn nach Xian. Die Bahnstrecke gilt als höchste der Welt und wird Ihnen wunderbare Eindrücke bescheren - Flüsse und Seen, schneebedeckte Berge und Tierherden inmitten der endlosen Steppen. Die Übernachtung erfolgt im Zug in Soft-Sleeper 4 Bett Kabinen. (Frühstück inklusive)
15. Tag - Xian. Ankunft am Abend und Transfer zum Hotel. (Abendessen inklusive)
16. Tag - Xian. Besuch der weltberühmten Terrakotta Armee, der Stadtmauer von Xian und der Großen Wildganspagode. Besuch einer Jadeschnitzerei mit Einkaufsmöglichkeit. Auf Wunsch nehmen Sie abends an einer Show mit Musik und Tanz aus der Tang Dynastie teil (ca. € 45.- p. P. inklusive Abendessen, ca. € 28.- p.P. ohne Abendessen). (Frühstück und Mittagessen inklusive)
17. Tag - Xian - Peking. Transfer zum Flughafen, je nach Abflugzeit vorher Besuch des Museums der Provinz Shaanxi. Anschließend Flug nach Peking. Nach der Ankunft Besichtigung des Sommerpalasts und Transfer zum Hotel. (Frühstück und Abendessen inklusive)
18. Tag - Peking. Außerhalb von Peking besuchen Sie einen der schönsten Abschnitte der spektakulären Großen Mauer. Genießen Sie im seltener von Touristen besuchten Mutianyu eine Wanderung auf der Großen Mauer und nehmen Sie teil an einer Seilbahnfahrt, bei der Sie einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berglandschaften und die Große Mauer haben. Im Anschluss essen Sie in einem nahe gelegenen Restaurant zu Mittag. Auf dem Rückweg nach Peking Fotostopp am olympischen Gelände. Rest des Tages zur freien Verfügung. (Frühstück und Mittagessen inklusive)
19. Tag - Peking. Der Tag beginnt mit einem Bummel über den Platz des himmlischen Friedens. Im Anschluss besuchen Sie den im Zeichen von Yin und Yang erbauten Kaiserpalast im Zentrum Pekings, das größte und bedeutendste Bauwerk Chinas. Danach Besuch des Himmelstempels, das Wahrzeichen der Stadt Peking. Anschließend Besuch einer Perlenzucht mit Einkaufsmöglichkeit. Am Abend findet ein Abschiedsabendessen statt, bei dem auch die berühmte Peking Ente nicht fehlen darf. Nach dem Abendessen Transfer zum Flughafen. (Frühstück und Abendessen inklusive)
20. Tag - Abreise. Kurz nach Mitternacht Rückflug nach Deutschland. Ankunft in Deutschland am gleichen Tag.