Januar - Februar 2011

China, das "Reich der Mitte", lädt Sie zum Reisen ein. Machen Sie mit uns eine einzigartige Reise in das Land der ältesten, noch heute lebendigen Kultur der Welt. Kaum ein anderes Land ist so facettenreich und voller Kontraste!

Ihr Chronist

Hallo, mein Name ist Mark, ich bin 35 Jahre alt und wohne im Rhein-Sieg-Kreis.

China war ein Wunsch von mir. Mit meinen Eltern werde ich diese Rundreise von Peking über Xian nach Shanghai vornehmen.

Wir freuen uns auf Land und Leute und möchten allen, die auch an solch einer Rundreise interessiert sind, unsere Erfahrungen und Erlebnisse schildern.

Ab 1. Februar 2011 geht es los.

Herzliche Grüße
Mark

1. - 2. Tag: Anreise & Ankunft in Peking

Die Koffer sind gepackt. Die Spannung steigt. Zug zum Flug war inklusive, so ging es mit dem ICE von Siegburg zum Flughafen Frankfurt. Nach 10.5 Stunden Flugzeit erreichten wir Shanghai. Ankunft Terminal 1 und dann zum Weiterflug zum Terminal 2 um nach Beijing (Peking) zu gelangen. Auch hier, wie überall auf der Welt, Pass- und Gepäckkontrolle. Also nichts Neues, nur für uns ein unverständliches Sprachengewirr. Jetzt sind wir in China. Unsere Rundreise kann beginnen. Mal sehen was alles auf uns zukommt. Leider ging es von Shanghai nach dem Einsteigen nicht weiter. 1.5 Stunden am Boden.

Nachdem uns die Reiseleitung in Empfang genommen hat ging es zuerst zur Besichtigung zum Sommerpalast. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über die Ringstraße 4, dabei viel uns das Vogelnest in Auge. Dieses ist uns noch von der Olympiade her bekannt. Nach der Besichtigung des Sommerpalastes ging es ins Hotel Holiday Inn Express Mizuyuan.

Da wir alle von der langen Anreise geschafft waren, nahmen wir um 18.00 Uhr unser Abendessen ein. Soweit der Bericht für Heute.

Euer M. B.

3. Tag: Peking

Hallo, hier bin ich wieder. Nachdem die erste Nacht gut verbracht war wurden wir schon um 6.30 Uhr vom Hotel geweckt. Ab 7.00 Uhr war das Frühstück angesetzt. Die Auswahl war sehr groß, für uns Europäer doch ungewohnt, die verschiedensten warmen chinesischen Gerichte. Aber jeder hat das passende gefunden.

Wir sind eine kleine Reisegruppe von 10 Personen. Dies hat den großen Vorteil, man muss nicht so lange warten. Dies haben wir dann bei den Besichtigungen gemerkt, es ging alles etwas schneller, oder anders gesagt wir hatten für die einzelnen Teile mehr Zeit.

Um 8.00 Uhr hat uns unsere örtliche Reiseleiterin für Beijing, für uns bekannter unter Peking, abgeholt. Als erstes ging es zum Kaiserpalast der Dynastien Ming und Qing. Im Kaiserpalast ist die Verbotene Stadt. „Verbotene Stadt“ hieß der Palast niemals offiziell, heute wird er Palastmuseum genannt. Die Ausführungen zur Entstehung kann man besser zur Geschichte von China nachlesen. Die würde hier den Rahmen sprengen.

Der Palast ist wie eine Festung aufgebaut. Um sich die Größe besser vorstellen zu können, bräuchte man insgesamt 27 Jahre, würde man an jedem Tag in einem anderen Zimmer des Palastes wohnen, da der Palast insgesamt 9.999 Zimmer vorzuweisen hat. 9.999 deshalb, da 9 die Zahl der Macht ist und diese stand nur dem Kaiser zu.

Danach liefen wir durch das Tor des Himmlischen Friedens. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens - Tiananmenplatz - staunten wir über die Mächtigkeit des Platzes und das Mao-Mausoleum. Dies soll der größte Platz der Welt sein.

Von hier fuhren in ein Gesundheitszentrum für chinesische Medizin. Dort hielt eine chinesischer Arzt einen Vortrag bezüglich des Unterschieds zwischen Ying und Yang und wie man diesen sich in der Medizin zu Nutze macht.

Die Überraschung des Tages war aber, dass wir nach einem warmen Fußbad eine Fußreflexmassage bekommen haben. Nebenbei wurde uns dann noch eine Pulsmessung, die zur Diagnostik wichtig ist, angeboten.

Anschließen fuhren wir zum Mittagessen um uns zu stärken für die Besichtigung des Himmelstempel. Kurz vor dem Ausgang des Himmelspalastes, verlief ein Weg etwas geneigt. Unser Reiseleiter erklärte uns, dass dies den Übergang von Himmel zurück zur Erde darstellen soll.

Den ganzen Tag wurden Böller geschossen, heute ist der Vorabend des Chinesischen Neujahrsfestes.

Frühlingsfest (Chunjie)
Mit dem Frühlingsfest wird in China das chinesische neue Jahr begrüßt. Das Frühlingsfest fällt nach dem “Sonnenkalender” meistens Ende Januar, Anfang Februar und ist für Chinesen das wichtigste Familienfest des Jahres. Die Feierlichkeiten erstrecken sich bis zum 15. Tag des ersten Monats nach dem Mondkalender.

Mal sehen was ich morgen darüber berichten kann.
Euer Chronist Mark

4. Tag: Peking

Hallo, da bin ich wieder.

Heute durften wir eine halbe Stunde länger schlafen. Dies war auch nötig. Wie schon gestern berichtet war es der Vorabend des Neujahrsfestes, zu vergleichen mit Silvester bei uns. Mit Beginn der Dunkelheit gab es an allen Ecken und Enden schon ein Feuerwerk. Dies ist hier schon als groß zu bezeichnen. Um Mitternacht ging es erst richtig los. Man kann sagen der Himmel über Peking brennt. Dies ging so über eine volle Stunde. Wer dies nicht erlebt hat kann es sich kaum vorstellen.

Unser erstes Ziel heute war dann eine Süßwasser Perlenzucht. Dort wurde uns nicht nur erklärt wie die Perlen gezüchtet und schließlich aus den Schallen entnommen werden, es wurde uns danach noch ermöglicht, ein paar Perlen selbst zu erstehen.

Danach ging es zur Chinesischen Mauer. die Große Mauer ist Chinas antibarbarischer Schutzwall, welchen der erste Kaiser, Qin Shihuangdi, ausbaute. Das heutige Aussehen erhielt die Große Mauer erst in der Ming Dynastie. Wie die meisten Besucher der Großen Mauer besichtigten und erkletterten wir den restaurierten Mauerabschnitt bei Badaling, 90 km nördlich von Peking. Als wir nach gut 2 Stunden alle wieder wohlbehalten den Parkplatz erreicht hatten ging es mit dem Bus zum Mittagessen. Hier hatten wir 1 Stunde Verschnaufpause.

Nach dem Essen fuhren wir zu der Grabkammer des 3. Ming Kaisers. Dessen letzte Ruhestätte war natürlich äußerst eindrucksvoll und pompös gestaltet. In diesem Talkessel ruhen 13 der 16 Kaiser der Ming Dynastie. Nach ausreichender Freizeit ging es zurück zum Hotel.

Da wir sehr zentral untergebracht sind, 10 Minuten Fußweg zu den Olympiabauten, Vogelnest, Schwimmstation usw. können wir auch noch einiges selbst erledigen.

Das war es erstmal für Heute, bis morgen.

Euer Chronist Mark

5. Tag: Peking - Xi'an

Ein Sprichwort in China lautet: „Einmal sehen ist besser als tausend Mal hören.“ Dies trifft insbesondere auf das Feuerwerk zu, welches nun schon seit drei Tagen uns jeden Abend erfreut. Da das Frühlingsfest 14 Tage dauert werden wir es noch öfter erleben. Dies muss man einfach einmal erlebt haben. Das Neue Jahr in China ist im Zeichen des Hasen.

Heute begann der Tag erst um 7.30 Uhr durch den allgemeinen Weckruf. Kofferpacken war angesagt, da wir heute von Peking nach Xi'an fliegen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir gestärkt vom Hotel in Richtung unseres ersten Tagesziels zum Lama- und Konfuziustempel.

Der Lamatempel liegt im Norden des alten Stadtbezirks und wurde 1694 als Prinzenresidenz erbaut und 1744 zum Lamakloster umgewidmet. Heute leben noch 80 Mönche in der Anlage. Imposant war der 18 m hohe Holzbuddha, der mit dieser Höhe der Größte auf der Welt ist.

Nach entsprechender Freizeit ging es zu Fuß zum Konfuziustempel. Der ursprünglich 1306 erbaute Ort der Verehrung des Staatsphilosophen wurde 1737 zum kaiserlichen Tempel.

Danach machten wir noch einen kurzen Besuch in eine alte Wohnsiedlung hinter der Klosteranlage. Hier konnten wir sehen wie arme Leute in Peking wohnen und leben. Der größte Teil solchen Wohnviertel ist in den Jahren abgerissen worden, z. B. auch für die Olympiade.

Danach hieß es leider Abschied nehmen von Peking, unserer netten Reisebegleiterin „Frau Wang“ brachte uns noch zum Flughafen, damit wir alle auch richtig nach Xi’an kommen. Hier in Xi’an empfing uns unser neuer Reiseleiter „Herr Wu“ sein deutscher Name ist „Uwe“.

Und jetzt erstmal Tschüss, denn ich bin ebenfalls sehr müde.

Euer Chronist Mark

6. Tag: Xi'an

Heute begannen wir den Tag mit dem Besuch der Großen Moschee aus der Tang-Zeit in der Altstadt von Xi'an, Unsere zweite Tagesstation war der Besuch einer Jadeschnitzerei. Hier wurden uns viele eindrucksvolle Sachen gezeigt. Leider war es in der Ausstellungshalle kälter als draußen in der Sonne. So hat auch keiner etwas gekauft. Von hieraus fuhren wir Richtung Terrakotta-Armee, mit einem Zwischenstopp zum Mittagessen. Auch hier waren die Räumlichkeiten sehr kalt, keine Heizung, so ist es halt auf dem Land, wie uns der Reiseleiter versicherte.

Danach ging es weiter zum Besuch der weltberühmten Terrakotta-Armee mit ihren über 7.000 tönernen Soldaten sowie der Ausstellung von zwei Bronzewagen. Die Grabstätte ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jh. und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neben einen Film über die vermutete Entstehung der Anlage besichtigten wir drei weitere Ausgrabungshallen.

Diese Ausstellung wird für alle unvergesslich bleiben. Von hier aus fuhren wir wieder nach Xi’an zum Abendessen. Jetzt war die Stadt wunderschön beleuchtet, ein sehr toller Eindruck. Zu Essen gab es dieses Mal eine besondere Spezialität, Maultaschenbuffet, 18 verschiedene Gänge. Nach diesen Köstlichkeiten ging es zurück ins Hotel.

Inzwischen war es schon 20:30 Uhr. Da wir morgen schon um 5.00 Uhr geweckt werden, zum Weiterflug nach Wuhan, wurde es auch Zeit.

Gute Nacht

Ihr Chronist
M. B.

7. Tag: Xiang - Yichang

Dank der guten Organisation unseres Reiseleiters brauchten wir uns nicht mehr um unser Gepäck kümmern. Es wurden die Koffer am Vorabend vor die Zimmertür gestellt. Ein extra Kofferbus brachte das Gepäck zum Flughafen und wurde ohne uns eingecheckt. Dies sparte für uns einige Zeit. So fuhren wir erst um 6.00 Uhr vom Hotel zum Flughafen, 1 Stunde Fahrzeit, Abflug 7.50 Uhr, nach Wuchan.

Durch den frühen Flug hatten wir viel Zeit gewonnen. Wuchan ist eine aus ehemals 3 Städten zusammengewachsene Hafenstadt am Yangtze. Der Reiseleiter bot uns als extra Programm eine Stadtrundfahrt durch die drei Städte mit einem Besuch im Museum der Provinz Hubei an. Da alle Teilnehmer diesem Vorschlag zustimmten, wurde es so gemacht.

Eindrucksvoll ist die 1957 erbaute Brücke für den Schienen- und Straßenverkehr, in zwei Ebenen. Bis zu dieser Zeit wurde der gesamte Verkehr mit Fähren durchgeführt.

Sehr interessant war das Museum. Hier wurden u. a. die Grabbeigaben aus dem Grab des Fürsten Yi von Zeng gezeigt. Diese Gegenstände waren 2 400 Jahre alt. 1978 wurde dieses Grab freigelegt und ca. 15 000 Utensilien ausgegraben, wie Altargeschirr, Musikinstrumente, Gebrauchsgegenstände aus lackiertem Holz, Gold und Jade, Geräte für Fuhrwerk und Pferd sowie Bambustäfelchen etc..

Natürlich konnten wir uns nicht alle Gegenstände ansehen. Am interessantesten war das Bronze-Glockenspiel mit 64 doppelstimmigen Glocken des alten chinesischen Tonstufensystems, plus der großen Glocke, ein Geschenk vom König Chu. Kunstvoll gestaltete Weingefäße, Kleiderkoffer und vieles mehr. Da wir noch vier Stunden bis zum Schiff, nach Yichan fahren mussten ging es um 15.00 Uhr weiter.

Nach dem Abendessen findet die Einschiffung auf Ihr Flusskreuzfahrtschiff statt. Wer wollte konnte eine größere Kabine buchen. Ein Paar machte davon gebrauch. Für die nächsten vier Tage ist das Schiff unser zu Hause.

Das war es dann auch schon für heute, wieder geht ein äußerst erlebnisreicher Tag zu Ende. Morgen verlassen wir Yichang.

Ihr Chronist
M.

7. - 8.Tag: Yangtze Kreuzfahrt

Ihr Chronist meldet sich nach einer erholsamen Nacht zurück.

Heute Morgen wurden wir um 7.15 Uhr geweckt, das Schiff hatte schon Fahrt aufgenommen. Rechts und links ragten die Felsen empor. Nach 1.5 Stunden Fahrzeit erreichen wir unseren ersten Ausflugspunkt. Abfahrt mit dem Bus zum Dreischluchtendamm. Leider konnten wir den vollständigen Damm nicht einsehen, diesiges Wetter. Von oben sahen wir das Schleusensystem und den Bau eines Schiffshebewerks, welches die Schiffe noch schneller nach oben befördern soll.

Nach 2 Stunden ging es zurück zum Schiff um unsere Yangzi Kreuzfahrt fortzusetzen. Nach kurzer Zeit erreichten wir das Schleusensystem. Dieses besteht aus insgesamt fünf Schleusenkammern, jede Schleusenkammer ist 280 m lang und 34 m breit, sie hebt das Schiff jeweils um 22 m, innerhalb von 2 Stunden wurden wir um insgesamt 110 m gehoben.

Nach dem Schleusenvorgang fuhren wir in die Xilling-Schlucht, sie ist die längste Schlucht und endet an der Mündung des Xiangxi.

Zur Abwechselung auf dem Schiff wurde neben einem Vortrag über Massage und Akupunktur auch eine Kapitänsbegrüßungsparty gegeben.

Ihr Chronist
M. B.

9. Tag: Yangtze Kreuzfahrt

Unser Schiff ist die Victoria 5, ausgelegt für 170 Passagiere und vollständig ausgebucht. Deck 1 beherbergt die Rezeption, den Speisesaal und einige Kabinen. Deck 2 und 3 weist die Kabinen aus, einen Friseur und einen Arzt. Auf Deck 4 befindet sich die große Bar, Spielezimmer und der Aufgang zum Sonnendeck.

Die letzte Nacht lag das Schiff an der Pier von Badong. Von hier aus begann um 8.00 Uhr unser Ausflug mit einem kleineren Schiff auf dem Shennong-Fluss. 1.5 Stunden fuhren wir durch enge Schluchten, sahen überflutete Höhlen, steil aufragende Felsen, vereinzelte Häuser und Trampelpfade durch die Berge.

Als die Schluchten enger wurden stiegen wir um in Ruderboote für je 15 Personen, diese wurden vorn von 4 Ruderern und hinten von zwei Ruderern durch die engen Schluchten befördert. Es entstand ein Rennen zwischen den einzelnen Booten. Der Kapitän des Bootes bot seinen besten Gesang auf. Auch wir sangen einen Beitrag. An der Stelle wo die Felsen nicht mehr direkt in den Fluss ragten stiegen zwei Ruderer aus, gingen an Land und zogen das Boot mit ihrer Manneskraft, wir kennen dies von früher unter dem Begriff: treideln.

Durch die Staumauer im Yangtze ist hier der Fluss um 20 m gestiegen. Nach einer guten halben Stunde ging es wieder zurück zu dem größeren Schiff, welches uns dann zurück zu unserem Kreuzfahrtschiff brachte. Dies war das erste Highlight aus unserer Fahrt auf dem Yangtze. Zurück auf dem Schiff war inzwischen der Mittagstisch gedeckt.

Kurz nach dem das Schiff wieder Fahrt aufgenommen hatte errechten wir die 2. Schlucht – Wu-Schlucht - mit einer Länge von 45 km. Vorbeifahrt an dem Fee-Gipfel, der chinesischen Loreley. An beiden Ufern erhoben sich 12 imposante Gipfel. Nach ungefähr 2 weiteren Stunden erreichten wir die letzte der drei Schluchten, die Qutang-Schlucht. Diese Schlucht ist die kürzeste mit 8 km. In alter Zeit trug diese den Namen „Eisenschloss“, weil hier früher Ketten über den Yangtze gespannt wurden, um feindliche Schiffe am Eindringen in die fruchtbaren Ebenen zu hindern.

In der Stadt Feng Jie wurde ein Stopp von ca. 3 Stunden eingelegt. Die chinesischen Gäste an Bord nutzten diese Gelegenheit, in ihrer Geschichte war hier einst ein König, um von Bord zu gehen. Unser Reiseleiter hat uns von einem Ausflug in den Ort abgeraten. Es gäbe nichts zu sehen. Unserer Gruppe hätte gerne einen Spaziergang durch den Ort gemacht.

Nach Rückkehr der Ausflügler ging es weiter. Wie jeden Abend fanden wir nach dem Essen den neuen Tagesplan für den nächsten Tag vor. Heute werden wir die ganze Nacht fahren um morgen unseren Ausflug in die Geisterstadt zu unternehmen.

Gute Nacht. Bis morgen.

Ihr Chronist Mark

10. Tag: Yangtze Kreuzfahrt

Heute wurden wir erst um 7.30 Uhr mit Musik geweckt. Um 9.00 Uhr fanden wir uns zum Ausflug nach Fengdu, der Geisterstadt ein. Über eine schwimmenden Steg ging es an Land zur ehemaligen Stadt Fengdu, welche durch den Staudamm von den Fluten des Yangtze bedeckt ist. Die neue Stadt wurde am anderen Ufer neu erbaut.

Die Geisterstadt ist oberhalb der ehemaligen Stadt. Unser Weg führte uns über 300 Stufen nach oben. Der Berg Ming Shan ist dem Jenseits und dessen Herrscher Tianzi gewidmet. Er ist voller Tempel, Schreine und Wachsfiguren, die die blutrünstige Seite der Hölle darstellen. Sie gilt den Chinesen als Zufluchtsort für die Seelen der Verstorbenen.

Da die Anlage renoviert wurde konnten wir 2 Hallen nicht besichtigen, sondern nur die verschiedenen Stufen der Höllenqualen sehen. Es war schon beeindruckten mit welchen Foltermethoden die Menschen für ihre Sünden bestraft wurden. War es in unserer Religion früher anders?

Die drei Strömungen der der chinesischen Religionen und Philosophie sind Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus. Hier in der Anlage konnten wir neben dem Buddhismus auch den Daoismus sehen.

Danach ging es zurück um die letzte Etappe unserer Drei Schluchten Kreuzfahrt anzutreten. Heute Abend gab es ein Abschiedsbankett. Das Essen an Bord war hervorragend. Die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam.

Für heute melde ich mich ab.

Ihr Chronist Mark

11. Tag: Chongqing - Zigong

Wecken heute um 6.30, um 7.00 Uhr Frühstück. Um 8.00 Uhr begann das Ausschiffen. Wir waren in Chongqing, der größten Stadt der Welt mit 32 Mio. Einwohnern, angekommen. Düsseldorf ist Partnerstadt von Chongqing. Von hier aus setzten wir unsere wunderschöne Rundreise durch China mit dem örtlichen Reiseleiter für Chongqing fort.

Eine kurze Stadtrundfahrt führte uns zum Park am Mispelberg. In einem Teehaus nahm unsere Gruppe an einer Teezeremonie teil. Es wurden uns drei verschiedene Tee angeboten. Diese Zeremonie war schon beeindruckend. Im Anschuss daran fuhren wir nach Dazu.

In Dazu angekommen besichtigten wir die Grotten von Dazu. Die Hügel um Dazu sind von Höhlen und Grotten durchzogen, die mit mehr als 50.000 Skulpturen verziert sind. Die Skulpturen von Dazu kombinieren Elemente des Konfuzianismus, des Daoismus sowie des indischen Tantra Buddhismus zu einer einzigartigen Synthese. Die Mehrzahl der Darstellungen sind monumental und überwiegend in Rot-, Blau- und Grüntönen gehalten.

Zu sehen waren u. a. der Liegende Buddha, die Tausendarmige Guanyin, die Dao-Weisen – diese antiken Figuren von zwei weisen alten Männern sind Vertreter der daoistischen Philosophie. Das Rad der Seelenwanderung: ein riesiger Dämon hält eine Scheibe, auf der die möglichen Stadien der Wiedergeburt dargestellt sind.

Interessant war ebenso die Buddhistische Hölle; Buddha blickt auf betrunkene Sünder hinab, tierköpfige Dämonen sieht man auf dem Messerberg und in der Knie-Zerschlagungs-Halle. Alle Darstellungen zu beschreiben würde hier zu weit führen.

Im Anschluss Weiterfahrt in die blühende Industriestadt Zigong, bekannt durch die Salzförderung. Hier wird seit mindesten 2.500 Jahren Salz abgebaut, wo es auch ein Salzmuseum gibt.

Dies ist es für heute.
Euer Chronist Mark

12. Tag: Zigong - Emei Shan

Nachtrag:
Nach der Besichtigung der Grotten von Dazu fuhren wir zurück in die Stadt. Hier erwartete uns ein anderer Bus mit einem neuen Reiseleiter, auch er heißt Wu. Er wird uns die nächsten Tage, für unsere Ausflüge in der Provinz Sichuan neben unseren ständigen Reiseleiter, begleiten.

Heute machten wir uns um 8.30 Uhr auf den Weg. Die Provinz Sichuan ist sehr fruchtbar, hier gibt es im Jahr zwei Ernten. Es wären auch drei Ernten möglich. Die Bauern sagen aber 2 mal 5 ist besser als 3 mal 3. Auf dem Weg zu dem großen Buddha sahen wir viele grüne Terrassenfelder, angebaut mit den verschiedensten Gemüsesorten. Reisfelder und einiges mehr.

Le Shan: Der 71 m hohe Dafo (Großer Buddha) wurde in die rote Sandsteinwand des Lingyun-Hügels mit Blick auf den Zusammenfluss von Min, Dadu und Qingyi gemeißelt. Die Fertigstellung dieses Buddhas hat 90 Jahre in Anspruch genommen. Rund um den Hügel wurden einige Tempel gebaut. Ein Wegesystem verbindet diese Stätten. Die Anlage gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Den besten Blick auf den Großen Buddha hat man von einem Boot aus. Aus der Nähe betrachtet erkennt man noch die Reste des Drainagesystems. Alle 10 Jahre wird die Statue restauriert. Erst wenn man neben den acht Meter langen Füßen steht, kann man die gesamten Ausmaße der Buddha-Statue erahnen.

Nach der Besichtigung ging es zurück in die Stadt Emei Shan, in das 5 Sternehotel Ginza Huasheng. Unsere beiden Reiseleiter hatten es ermöglicht, dass wir in den ganz neuen Teil dieses seit 2 Monaten eröffneten Anbau umziehen konnten.

Von unserem Hotel kann man zu der größten Buddhistischen Klosteranlage in ganz Asien gelangen. Diese Anlage ist ganz neu gebaut und eröffnet worden. Die Gebäude vor der Anlage sind überwiegend noch unbelegt.

Da es morgen wieder früh zur nächsten Besichtigung geht, melde ich mich für heute ab.

Euer Chronist
M. B.

13. Tag: Emei Shan

Heute machten wir uns schon um 8.00 Uhr auf den Weg. Als erstes ging es mit unserem lokalen Bus in Richtung zu dem Heiligen Berg. Um auf den Berg zu kommen mussten wir auf dem Parkplatz in ca. 500 m Höhe in einen anderen Bus, welcher mit Gas betrieben wurde umsteigen. Dieser Bus brachte uns dann nach 2 Stunden Fahrt auf 2.500 m Höhe.

Emei Shan: Sowohl den Daoisten als auch den Buddhisten ist der 3.099 m hohe Emei Shan seit der Han-Dynastie heilig. Viele der auf den Hängen des Berges verstreuten Tempel sind dem Bodhisattva der Universellen Güte, gewidmet. Der Emei Shan bietet aber auch eine große botanische Vielfalt. Über 33.200 Pflanzenarten wachsen hier. Der Emei Shan ist der höchste der 4 heiligen Berge des Buddhismus.

Will man den Emei Shan besteigen dauert dies drei Tage. Dies als Hinweis für die Personen welche mehr Zeit oder andere Schwerpunkte wie wir haben.

Der Reiseleiter hat vorher darauf hingewiesen, dass Personen mit hohem Blutdruck oder auch mit Herzproblemen selbst entscheiden müssen ob Sie sich dies zumuten können. In 3.099 m Höhe gibt es keine ärztliche Versorgung. Eine Mitreisende aus unserer Gruppe blieb dann auf dem Parkplatz in 2.500 m.

Vom Parkplatz aus muss man ca. 100 m Höhe über vereiste und verscheite Stufen bis zur Station der Seilbahn laufen. Am Aufstieg konnte man für umgerechnet 2 € Spikes für die Schuhe ausleihen. Dies gibt einen sicheren Halt. Die Kabine der Seilbahn faste 100 Personen, brachte uns schnell auf 3.099 m.

Oben angekommen ging es noch einige Stufen höher um zu der Tempelanlage zu gelangen. Von hier oben hat man eine fantastische Aussicht.

Eine Dame aus unserer Gruppe bekam in dieser Höhe einige Probleme. Unser Reiseleiter Uwe hat sich fürsorglich um sie gekümmert und zum Restaurant begleitet, in welchem wir später das Mittagessen einnahmen.

Nach dem Essen ging es mit der Seilbahn wieder herunter auf 2.500 m. Hier schnallten wir wieder die Spikes an um auf den Parkplatz zu gelangen. Für den Abstieg waren die Spikes eine sehr große Hilfe, und sie verliehen uns entsprechende Sicherheit. Am Parkplatz angekommen wurde unsere andere Mitreisende wieder in Empfang genommen. Jetzt ging es mit dem Bus wieder herunter auf 1.000 m Höhe.

Von hier aus machten wir uns auf eine 2 km langen Weg zum Tempel der Zehntausend Jahre. Wir wanderten an Teeplantagen, Gemüsefeldern und durch Wald zu der Tempelanlage. Nach der Besichtigung ging es den Weg wieder zurück zum Busparkplatz.

Der Bus brachte uns dann zum weiter untenliegenden Parkplatz unseres Busses. In der Zwischenzeit hatte unserer Busfahrer seinen Bus gewaschen, die Scheiben blinkten wieder. Von hier aus ging es dann zurück zu unserem Hotel. Heute waren wir 10 Stunden unterwegs.

Morgen heißt es Abschiednehmen. Es gehr zur Provinzhauptstadt Chengdu.

Euer Chronist
M.

13. Tag: Emei Shan - Chengdu

Heute war wieder Koffer packen und Abfahrt um 8.00 Uhr angesagt.

Als erstes fuhren wir wieder zu Heiligen Berg um den Tempel des Liegenden Tigers anzusehen. Diese Tempelanlage ist ein Nonnenkloster.

Alle Tempelanlagen die wir bisher besucht haben wurden nach bestimmten Richtlinien erstellt. Der Untergrund musste die Gebäude tragen können. Eine Wasserquelle, welche die Reinheit widerspiegelt, ein Berg, welcher die Ewigkeit symbolisiert und umgeben von Wald waren die Voraussetzungen für den Bau solchen Anlagen. Am Fuße des Berges beginnt der Aufstieg durch ein Schmucktor. Das letzte Stück des Weges zum Eingang ist nur über eine größere Anzahl von Stufen, teilweise bis zu 200, zu erreichen.

So auch diese Anlage des Frauenklosters. Der Name „Liegender Tiger“ wurde gewählt da der Hügel im Wald die Form eines Tigers aufwies. In dem Kloster eben heute 60 Nonnen.

Finanziert wird so eine Tempelanlage durch den Eintritt, den Verkauf von Weihrachstäbchen, Übernachtungen, Spenden und Gebetszeremonien für die Seelen der Verstorbenen, welches sehr viel Geld kostet. Das Ganze ist steuerfrei.

Die Nonnen sind heute Arbeitgeber. Alle Arbeiten wie Pflege der Anlage, das Kochen usw. wird heute von Bediensteten ausgeführt. Die Nonnen geben sich nur dem Gebet und der Philosophie hin.

Die schönste Halle beherbergt die Göttin der Barmherzigkeit.

Anschließen ging es nach Chengdu der Hauptstadt der Provinz Sichuan, Es ist eine moderne Stadt, welche sich durch angenehme Gärten und Teehäuser auszeichnet. Im lauf der Geschichte hatte die Stadt verschiedene Beinamen, Schildkrötenstadt dies geht darauf zurück das sie 6 Stadttore in Form einer Schildkröte hatte. Weitere Namen waren Brokatstadt noch Hibiskusstadt. Die Hibiskusblüte ist noch heute das Wahrzeichen der Stadt.

Chengdu ist die Heimat des Daoismus. Unser lokaler Reiseführer schlug uns vor einen Daoistischen Tempel zu besuchen. Von diesem Angebot machten nur vier Personen aus unserer Gruppe Gebrauch. Die anderen gingen in den Park neben der Anlage. Da das Frühlingsfest noch nicht beendet ist zeigt der Park eine große Blumenvielfalt. Dies ist mal etwas anderes als lauter Tempel. Hier gab es viele Blumengebinde die immer wieder auf das Jahr des Hasen hinwiesen.

Der lokale Reiseführer machte uns auf eine Besonderheit hier in der Hauptstadt aufmerksam. Er bot uns einen Besuch in der Sichuan Oper an. Alle Teilnehmer der Reisegruppe entschieden sich für diesen Besuch.

Die Vorstellung in der Oper brachte unterschiedliche Programme. In sekundenschnelle wurden Masken gewechselt, Puppenspiele, Schattenspiele Musik mit verschiedenen alten Instrumenten usw. geboten. Wir haben 1.5 Stunden eine wunderbare Vorführung gesehen. Einfach Spitze.

Euer Chronist
M.

15. Tag: Chengdu - Kunming

Da unser Flug nach Kunming zwei Stunden später als geplant, also erst um 20.30 Uhr, stattfindet, konnten wir länger schlafen. Dies kam uns allen entgegen, da es gestern nach den Aufführungen in der Oper später wurde.

Um 9.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Pandazuchtstation. Die Pandazuchtstation, welche 1987 als Forschungsstätte eingerichtet wurde, hat bisher über 30 Pandajunge gezüchtet, was die Überlebensrate in Gefangenschaft weit übertrifft. Der Große Panda kommt frei lebend nur in China vor.

In der Provinz Sichuan leben 80% der Pandas. In der Zuchtstation aller 60 Exemplare. Die Pandas verzehren im Schnitt täglich 20 bis 30 kg Bambus. Die Weibchen könne alle zwei Jahre Nachwuchs bekommen. Die kritische Zeit für die Babys sind die ersten 2 Monate. Wenn sie diese überstanden haben wachsen sie recht schnell.

Die Anlage ist recht großzügig gestaltet. Sehr viel grün, weitläufige Freigehege. Es war eine Freude den Tieren beim fressen zuzuschauen. Es war für alle ein Erlebnis die Pandas zu beobachten.

Zum Mittagessen ging es wieder in die Stadt. Danach fuhren wir in einen Stadtteil in dem zwei Straßen mit den alten Häusern aus früherer Zeit nachgebaut wurden. Diese sind eine Fußgängerzone. Die meisten Häuser und Höfe beherbergen Restaurants. Hier verbrachten wir 1.5 Stunden. Im Anschluss führen wir noch in ein Brokatmuseum. Hier konnten wir beim weben der Brokatstoffe zusehen. Die verschiedensten Produkte auch kaufen. Eine Dame aus der Gruppe konnte den Verlockungen nicht widerstehen.

Danach fuhren wir zum Abendessen. Verabschiedeten den lokalen Reiseleiter und begaben uns zum Flughafen. In Kunming angekommen empfing uns die lokale Reiseleiterin Frau Wie und brachte uns zum Hotel.

Inzwischen ist es Mitternacht und ich bin recht müde. Bis morgen.

Euer Chronist
M.

16. Tag: Kunming

Da wir heute uns nur in Kunming aufhalten brauchten wir erst um 9.00 Uhr abfahren.

Kunming die Hauptstadt der Provinz Yunnan liegt 2.000 m hoch. Das milde Klima und die Pflanzenpracht haben ihr den Spitznamen „Stadt des Ewigen Frühlings“ eingebracht. Dies konnten wir heute selbst erleben. Die Mittagstemperatur betrug 20 Grad.

Als erstes fuhren wir heute in die Westberg um zum Drachentor zu gelangen. Hier sind Tempel dem Daoismus geweiht. Um nach oben zu kommen mussten wir 300 Stufen steigen. Der Weg war steil und führte in der Felswand nach oben. Wir wurden für die Mühe mit eine fantastischen Aussicht auf die Stadt Kunming belohnt. Die Stadt erstreckt sich am Ufer des Dianca-Sees, dieser hat heute eine Größe vom 300 km², Früher hatte er eine Größe von 800 km².

Auf dem Abstieg besuchten wir noch den Huating-Tempel. Dieser liegt in einer wunderschönen Parkanlage. Hier blühten Kamelien- und Magnolienbäume, neben Jasmin und vielen weiteren Blumen und Sträuchern. Wir gönnten uns eine Verschnaufpause.

Anschließend ging es zurück in Zentrum zum Mittagessen. Danach machten wir einen Verdauungsspaziergang in die Altstadt von Kunming. Hier sind viele alte Häuser aus der Vergangenheit der Stadt zu sehen. Außerdem besuchten wir die älteste Apotheke der Stadt.

Danach fuhren wir zum Cuihu-Park (Grüner-See). Auf dem See konnten wir hunderte von Möwe beobachten, welche ihre Flugkreise drehten, sich dann wieder auf das Futter stürzten welches Ihnen von den Kindern und deren Eltern gereicht wurde. Im März verlassen die Möwen den See und die Stadt Kunming. Dann ist dieses Spektakel erst wieder im nächsten Jahr zu sehen.

Zurück im Hotel bereiteten wir uns auf das Abendessen vor, welches wir in einem anderen Restaurant einnehmen wollen.

Euer Chronist
M.

17. Tag: Kunming

Heute ging unser Ausflug zum Steinwald – chinesisch „Shi Lin“.

Auf der Fahrt dorthin erfuhren wir dass es in China neben der Han Chinesen 55 Minderheiten gibt. Davon leben allein 25 Minderheiten, wie Mongolen, Nomaden  und der Yi,  der größten Volksgruppe von 4 Millionen,  in der Provinz Yunnan.

Die Kalksteinsäulen des Steinwaldes sind ein gefeiertes Naturwunder und zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Yunnans. Die bizarren Steinformationen erinnern an einen versteinerten Wald und ragen bis 30 m in die Höhe. Sie tragen fantasievolle Namen wie Frau, die ihren Man erwartet, Rhinozeros, das den Mond anstarrt, Jianfeng Chi, ode an die Pflaumenblüte usw. Der Steinwald hat eine Größe von 27.000 ha. Mit etwas Fantasie und guten Willen kann man Kamele, Elefanten, selbst Napoleon usw. erkennen.

Die Sani (fröhliche Menschen) eine Untergruppe der Yi waren in diesem Park mit ihren Trachten vertreten. Diese fuhren mit Elektrowagen die Touristen durch die Gegend, welche nicht durch die verschiedenen Steinformationen laufen wollten. An einigen Plätzen zwischen den Felsformationen führten diese auch ihre Minderheiten Tänze mit entsprechenden Musikkapellen auf.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang machten wir uns auf den Rückweg. Rechts uns links der Straße sahen wir bestellte Felder und ebenso Terrassenfelder im Hochland. Überwiegen wird hier Gemüse angebaut. Die größte Einnahmequelle dieser Provinz ist der Tabakanbau und die Zigarettenindustrie.

Gegen 15.00 Uhr waren wir zurück im Hotel. Da unser Hotel zentral im Zentrum liegt konnte man diese Freizeit für Spaziergänge oder Einkauf nutzen. Am 18.00 Uhr muss man zurück sein. Wieder macht Frau Wei einen Spaziergang mit uns zum Abendessen.

Morgen um 8.00 Uhr treten wir unseren letzten Inlandflug nach Shanghai an. Werde erst wieder von dort berichten.

Euer Chronist
M.

18. Tag: Kunming - Shanghai

5.15 Uhr wecken, unsere Reiseleiter hatten noch ein Lunchpaket geordert. 6.00 Uhr Abfahrt vom Hotel zum Flughafen. Frau Wie begleitete die Gruppe noch zum Flughafen. Nach 2.5 Stunden Flug erreichten wir bei nur 6 Grad Shanghai. Dies war schon eine Umstellung zu den Frühlingstemperaturen in Kunming. Hier wurden wir vom örtlichen Reiseleiter, sein deutscher Name Eduard, für den Rest unserer Tage in Shanghai in Empfang genommen.

Auf der Fahrt in die Stadt erfuhren wir, dass Shanghai 20 Mio. Einwohner hat, davon sind 4 Mio. Wanderarbeiter. Wir sind auf dem Westflughafen gelandet, abfliegen werden wir vom Flughafen im Osten der Stadt. Zwischen beiden Flughäfen besteht eine Distanz von 150 km. Wir kamen auf unserer Fahr am Opernhaus, dem historischen Museum, dem Konzerthaus, Gebäuden aus der Kolonialzeit und modernen Bürotürmen vorbei.

Endstation war erst am Bund, der Uferpromenade am Huangpu Fluss. Hier nahmen wir unser Mittagessen ein. Im Anschluss machten wir einen Spaziergang über die Uferpromenade. Die Prachtgebäude am Bund, die Kolonialbauten der Engländer neben den unterschiedlichsten Formen der Büro- und Wohntürme geben schon ein imposantes Bild ab. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses konnten wir den markanten Fernsehturm und zahllose verspielte Bürotürme sehen. Dieses gehört zum Stadtteil Pudong.

Von hier aus fuhren wir zum Jadebuddha. Der Tempel wurde von 1911 bis 1918 eigens für 2 kostbare Buddhafiguren aus weißer Jade erbaut, die der buddhistische Mönch Huigen 1881 von einer Pilgerreise nach Myanmar (Burma) mitgebracht hatte. Dieser Jadebuddha ist eine große Pilgerstätte der Buddhisten. In der Anlage leben heute noch 70 Mönche. Während der Kulturrevolution hatten die Mönche die eine Tonnen schwere aus einem Stück bestehende Buddhafigur mit Kisten umgeben und mit Mao Plakaten behangen. So blieb er unverletzt. Ihn zu fotografieren ist nicht erlaub. Aber es besteht die Möglichkeit Ansichtskarten zu kaufen.

Nach der Besichtigung ging es zum Hotel, im Zentrum der Stadt. Heute ist das Frühlingsfest zu Ende und das Laternenfest (Yuanxiaojie) bildet den Abschluss. Traditionell werden hierzu kleine klebrige Reisbällchen gegessen - die Yuanxiao. Sie symbolisieren den Zusammenhalt der Familie. Am Abend strömen die Menschen gerne mit ihren bunten Laternen in die Straßen.

Als zusätzlichen Ausflug bot uns der örtliche Reiseleiter, nach dem Abendessen, eine zweistündige Lichterfahrt durch die Stadt an. Durch das Laternenfest waren die Bürotürme und weiter Gebäude der Stadt toll beleuchtet. In der Altstadt waren zusätzlich viele Laternen und Lampions zu sehen. Hier schien es so als sei ganz Shanghai auf den Beinen.

Zurück zum Hotel begann nochmals, wie schon in Peking zu Beginn des Frühlingsfestes, ein grandioses Feuerwerk.

Euer Chronist
M.

19. Tag: Shanghai

Nach dem bisher umfangreichsten Frühstücksbuffet unserer gesamten Reise ging es um 9.00 Uhr wieder auf Tour. Als erstes fuhren bis in die Altstadt um einen ausgiebigen Stadtbummel zu machen. Einiges bekam uns von gestern Abend schon bekannt vor. Das Sprichwort nachts sind alle Katzen grau konnte man jetzt fast umkehren. Bei Licht gesehen so vieles schöner aus.

Im Geschäftsviertel der Altstadt liegt inmitten eines künstlichen Teiches das Huxinting-Teehaus, das über eine Zickzackbrücke – zur Geisterabwehr – zu erreichen ist. Rechts und links der Zickzackbrücke waren wegen des Laternenfestes alle möglichen Figuren aus der chinesischen Geschichte aufgebaut, welche gestern beleuchtet waren, auf uns wirkten diese kitschig. Wegen der Menschenmenge waren diese gestern gar nicht zu sehen gewesen.

Innerhalb der Altstadt - Nanshi - liegt der Yu-Garten, der 1559 von einem Provinzgouverneur als Privatgarten für seine Eltern angelegt wurde. Hier steht u. a. ein 400 Jahre alter Gingobaum, viele verschiedene Bonsai Bäume und zum Teil eingerichtete Häuser mit sehr alten holzgeschnitzten Möbeln. Ein Ort der Ruhe innerhalb des Treibens der Altstadt.

Danach ging es zum Mittagessen, in das gleiche Restaurant von gestern an der Uferpromenade gelegen. Nachdem wir uns gestärkt hatten fuhr uns der Bus durch einen Tunnel zur Skyline auf der Halbinsel von Pudong. Ein Bummel zwischen Fernsehturm, dem Jinmao Tower und dem Shanghai World Financial Center Observatory ließ uns nur über die Vielfalt der Hochhäuser staunen.

Der Tower mit 492 m Höhe sieht aus wie ein Flachenöffner, in 435 m Höhe ist ein rechteckiges Loch, geplant war ein rundes Loch, dies wurde aber abgelehnt, es könnte an die japanische Sonne und somit an die frühere Besetzung Japans erinnern. In den beiden Seitentürmen geht es dann auf 492 m. 3 Personen unserer Gruppe fuhren nach oben. Preis 150 Yuan.

Da keine freie Sicht herrschte fuhren wir anderen im Jinmao Tower, in welchem das supermoderne Grand Hyatt Shanghai Hotel untergebracht ist in die 54 Etage dieses Hotels. Der Überblick war schon überwältigend, trotz der diesigen Sicht.

Im Anschluss ging es zurück auf die andere Seite des Flusses. Spaziergang auf der Nanjing Straße, dem Geschäftszentrum Shanghais. Die Einkaufstraße mit einer Gesamtlänge von 5 Kilometern zum einkaufen, in den verschiedensten Geschäften.

Unser Reiseleiter Uwe hat uns schon vor Shanghai auf eine tolle Akrobatikshow aufmerksam gemacht, welche internationalen Charakter hat. Bis auf ein Pärchen aus unserer Gruppe zeigten alle Interesse. Diese Show war das Beste was ich bisher gesehen habe. Einiges kannte man ja schon vom Fernsehen, aber im Original war es einfach Spitze. Der krönende Abschluss waren acht Motorräder, welche in einer riesigen Eisenkugel ihre Runden drehten. Die 1.5 Stunden vergingen wie im Fluge. Gerne wäre unsere Gruppe noch länger geblieben.

Inzwischen ist wieder spät geworden, das Bett ruft. Bis Morgen.

Euer Chronist
M.

20. Tag: Shanghai

Heute starteten wir den Tag um 7.30. Mit dem heutigen Programm, endet leider auch schon unser Aufenthalt in der Stadt Shanghai und somit auch geht auch unserer Chinarundreise zu Ende.

Als erstes fuhr uns der Bus ca. 100 km in die Stadt Suzhou. Dort angekommen ging es als erstes in den Garten des Meisters der Netze. Dieser Garten war ähnlich dem Garten Yu gestaltet. Im Zentrum des Gartens ist ein Weiher, dieser ist umgeben von Steinen, Bäumen, Sträuchern und den verschiedensten Wohngebäuden. Selbst eine Bibliothek konnten wir bestaunen. Mir selbst gefiel der Garten Yu besser. Ist aber alles Geschmacksache.

Nachdem wir die Gartenanlage hinter uns gelassen hatten, fuhren wir mit dem Bus zu unserer nächsten Tagesstation. Hier besuchten wir eine Seidenspinnerei, in der uns unser lokale Reiseleiter Eduard durch die Fabrik führte die die Gewinnung der Seide vom Schmetterling über die Raupe bis zum fertigen Kokon zeigte. Wir sahen wie aus dem Kokon welcher in heißem Wasser die Raupe im Innern abtötet durch einen besenartigen Pinsel die Seitenfäden gewonnen wurden und dann auf eine Spule aufgewickelt wurden.

Nach dem Ende der Führung durften wir dann selber Seideprodukte einkaufen. Nachdem wir uns mit Seideprodukten eingedeckt hatten (überwiegend die weiblichen Gruppenmitglieder), ging es zum Mittagessen im Restaurant in dieser Werksanlage.

Im Anschluss fuhr uns der Bus zum nahegelegenen Kaiserkanal um einen kurzen Spaziergang zu einer burgähnlichen Anlage, welche wir über eine alte Brücke über den Kanal erreichten.

Hier erfuhren wir, dass alle Flüsse in China von Westen nach Osten fließen. Um eine Nord-Süd Verbindung zu haben wurde in alter Zeit der Kaiserkanal gebaut. Welcher über 1.000 km lang ist, davon sind heute noch 700 km schiffbar. Dadurch kam der Reichtum auch nach Suzhou.

Danach fuhren wir in das Dorf Luzhi. Dieses liegt in der Wassergrasebene und ist von vielen Kanälen und Brücken durchzogen. Schmale Wege rechts und links der Kanäle führen an vielen Verkaufsständen der Einwohner vorbei. Hier wird allerlei an den verschiedensten Sachen angeboten. Auf den Kanälen wurden die Boote von Frauen in Tracht mit einer speziellen Rudertechnik gesteuert. Man konnte hier an Venedig erinnert werden, nur die Tauben und der Markusplatz fehlten.

Nach einer guten Stunde Aufenthalt ging es zurück nach Shanghai. In der Stadt angekommen ging es schon zum Abendessen. Danach ins Hotel, wo uns der lokale Reiseleiter Eduard verabschiedete. Somit ist unsere Rundreise durch China beendet. Morgen geht es nur noch mit dem Transrapid zum Flughafen und anschließend zurück nach Frankfurt.

Euer Chronist
M.

21. Tag: Shanghai - Rückflug

Heute wurden wir nicht mehr geweckt. Bis auf den Rückflug war alles abgearbeitet. Unser Reiseleiter „Wu“ hatte erreicht, dass wir die Zimmer bis 14.00 Uhr noch nutzen konnten. Um 18.45 Uhr soll uns der Bus abholen und zum Bahnhof bringen, von dort geht es dann mit dem Transrapid zum Internationalen Flughafen von Shanghai. Bis dahin wird und Her Wu begleiten.

Ich nehme an, dass zum Zeitpunkt der Rundreise die Flugdaten nicht bekannt waren. Es gab kein Programm mehr. Abflug erst um 23.55 Uhr. So konnte jeder von unserer Gruppe den Tag noch nach seinen Wünschen gestalten.

Resümee

Wie soll ich beginnen, dass zu beschreiben oder zusammenzufassen, was wir in diesen drei Wochen alles gesehen und erlebt haben. Ich glaube dafür brauchen alle Teilnehmer noch einige Zeit.

Anfangen kann ich vielleicht mit dem Routenverlauf, der sich von Peking nach Xi’an über Yangzi-Kreuzfahrt nach Chongqing - Dazu - Zigong von dort nach Emei Shan und über Chengdu - Kunming schließlich nach Shanghai erstreckte. Die von Berge und Meer ausgewählten Ziele auf dieser Rundreise hätten besser gar nicht sein können, um sich einen Eindruck über dieses riesige Land zu machen.

Was im Vorfeld fehlte war der Hinweis auf fakultative Angebote, so hätte man sich auf zusätzliche Kosten besser einstellen können.

Da wir eine kleine Gruppe waren konnten wir immer zusammen an einem runden Tisch unsere Mahlzeiten einnehmen. Die Chinesen essen schon am Morgen warme Speisen, ebenso am Mittag und am Abend. Die gereichten verschiedenen Gerichte waren alle bekömmlich und schmackhaft. Mehr oder weniger scharf in den verschiedenen Provinzen. Laut Herrn Wu aber doch schon etwas auf uns Europäer abgestimmt.

Unsere einzelnen Reiseleiter während dieser Rundreise sprachen alle deutsch und haben uns viele Informationen geliefert, welche nicht in dem Reiseführer standen. Besonders hervor heben möchte ich noch unseren allzeit verfügbaren Herrn „Wu“, der uns während dieser fast drei Wochen sehr gut begleitet hatte. Er war immer ansprechbar, half dem einen oder anderen beim Handeln, setzte sich für uns ein und versuchte das optimale für die Gruppe. Mehr geht nicht.

Wenn einer eine Reise tut so kann er viel erzählen. Ich denke wir können dies bestimmt zu Hause wiedergeben. Wir sehen nach dieser Reise  China mit anderen Augen.

Ich und meine Eltern wünschen allen noch viele schöne Reisen, Gesundheit und ein langes Leben. Hiermit meldet sich Ihr Chronist ab.

Mit freundlichen Grüßen aus St. Augustin
Mark

Ihr Reiseleiter

Hallo, meine Name ist Zhiqiang Wu. Ich bin am 14.Mai 1967 geboren und stamme aus Xi’an.

Mein vierjähriges Gemanistik-Studium habe ich an der Fremdsprachenhochschule Xi’an mit dem akademischen Titel Bachelor abgeschlossen.

Seit 1991 arbeite ich als deutschsprachiger Reiseleiter in Xi’an. Von 1994-1995 war ich eine Zeitlang als Lokalguide in Beijing tätig und 1995 sowie 2005 besuchte ich auf Einladung der Gäste zweimal Deutschland.

Als erfahrener Reiseleiter bin ich in fast in jeder Reiseecke Chinas gewesen: mehrmals auf der Seidenstraße, in Tibet und auf dem Yangtze.

Ich liebe China und kenne das Land und seine Kultur gut. Ich versuche immer durch meine fachkundige, sorgfältige und humorvolle Art und Weise den Gästen Land und Leute näher zu bringen. Unter vielen Touristen bin ich als “Unser Uwe” bekannt.

Mein Motto: Ich mache gerne jemand eine Freude.

Ihr Reiseverlauf

Machen Sie mit uns eine einzigartige Reise in das Land der ältesten, noch heute lebendigen Kultur der Welt:  China. Kaum ein anderes Land ist so facettenreich und voller Kontraste - hier treffen Tradition und Moderne aufeinander. Erleben Sie kaiserliche Bauwerke aus vergangenen Dynastien, traumhafte Landschaften und moderne Metropolen sowie den abwechslungsreichen Südwesten mit seiner kulturellen Vielfalt.

1. Tag - Anreise
Linienflug von Frankfurt mit Zwischenstopp nach Peking.

2. Tag - Peking - Lama und Konfuziustempel
Ankunft in Peking und Empfang durch die Reiseleitung. Im Anschluss Fahrt zum Stadtzentrum und Besuch des Lama- und des Konfuziustempels im Nordosten Pekings. Sie gehören zu den attraktivsten und besterhaltenen Tempeln der Stadt.

3. Tag - Peking - Kaiserpalast und Himmelstempel
Besuch des Tiananmenplatzes, dem Platz des himmlischen Friedens, sowie des Kaiserpalastes. Dieser bedeckt eine Fläche von 720.000 m² und verfügt über knapp 10.000 Zimmer. Anschließend Weiterfahrt zum Himmelstempel. Er liegt eingebettet in einem 2.7 km² großen Park und besteht aus mehreren Hallen und Terrassen. Besuch einer Perlenzucht mit Einkaufsmöglichkeit.

4. Tag - Peking - Große Mauer und Ming-Gräber (ca. 160 km)
Besichtigung der Großen Mauer und der Ming-Gräber. Hier liegen 13 der insgesamt 16 Kaiser der Ming-Dynastie mit ihren Frauen und Nebenfrauen begraben. Sie werden eines der Gräber besuchen. Während der Fahrt Besuch des Instituts der Traditionellen Chinesischen Medizin mit der Möglichkeit chinesische Medikamente einzukaufen.

5. Tag - Peking - Xian
Nach dem Frühstück sehen Sie den Sommerpalast, dessen Gartenanlage mit 290 ha der größte Park Chinas ist. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Xian. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel.

6. Tag - Xian.
Besuch der weltberühmten Terrakotta-Armee mit ihren über 7.000 tönernen Soldaten sowie der Ausstellung des Bronzewagens. Die Grabstätte ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jh. und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf der Rückfahrt Besichtigung der Großen Moschee aus der Tang-Zeit in der Altstadt von Xian, Bummel über den Freimarkt und Besuch einer Jadeschnitzerei.

7. Tag - Xian - Wuhan - Yichang
Am Vormittag Flug nach Wuhan. Weiterfahrt mit dem Bus nach Yichang (ca. 4 Stunden). Nach dem Abendessen findet die Einschiffung statt.

8. Tag - Yangtze - Großdamm - Dammschleuse - Xiling-Schlucht
Am frühen Morgen beginnt die Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze vorbei an schönen Landschaften und dem imposanten Großdamm, der eine Länge von 2.039 m aufweist. Anschließend Fahrt durch die Dammschleuse und die Xiling-Schlucht.

9. Tag - Yangtze - Drei Kleine Schluchten oder Shengnong-Fluss, Wu- und Qutang-Schlucht
Durchfahrt durch die sogenannten Drei Kleinen Schluchten mit einer Gesamtlänge von 60 km. Bei zu hohem Wasserstand oder bei starker Strömung alternativ Fahrt auf dem Shengnong-Fluss, einem schönen Nebenfluss des Yangtze. Außerdem Besuch der Wu- und der Qutang-Schlucht.

10. Tag - Yangtze - Wan Xian oder Fengdu
Fahrt nach Wan Xian oder Fengdu. Wan Xian ist eine quirlige Hafen- und Handelsstadt, die auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Fengdu - die Geisterstadt - ist das absolute Gegenteil. Sie gilt bei den Chinesen als Zufluchtsort für die Seelen der Verstorbenen.

11. Tag - Chongqing - Dazu - Zigong (ca. 320 km)
Nach Ihrer Ankunft in Chongqing Ausschiffung, anschließend Fahrt nach Dazu. Die buddhistischen Grotten von Dazu liegen westlich von Chongqing und gehören zu den schönsten ihrer Art in Südchina. Besichtigung des beeindruckenden Schatzkammerberges. Im Anschluss Weiterfahrt in die blühende Industriestadt Zigong, bekannt durch die Salzförderung.

12. Tag - Zigong - Rongxian - Leshan - Emei Shan (ca. 180 km)
Nach dem Frühstück Fahrt nach Emei Shan. Mittagessen in der Kreisstadt Rongxian und Weiterfahrt nach Leshan mit Stopp am großen Buddha, der mit einer Höhe von 71 m die größte chinesische Skulptur ist. Gegen Abend Ankunft in Emei Shan. Der Emei Shan ist mit 3.000 m der höchste der 4 heiligen Berge des Buddhismus. Hier befinden sich zahlreiche Tempel, Hallen und Pavillons.

13. Tag - Emei Shan
Ganztagsausflug auf den Emei Shan-Berg. Zunächst geht es mit dem Bus hinauf auf 2.500 m Höhe und von dort aus weiter mit der Seilbahn auf den Gipfel, um die herrliche Aussicht zu genießen. Rückfahrt mit der Seilbahn auf 1.000 m Höhe und Besichtigung des Tempels der Zehntausend Jahre sowie des Fuhu Si, den Tempel des Liegenden Tigers in dessen Hallen zahlreiche Kunstschätze vorzufinden sind.

14. Tag - Emei Shan – Chengdu (ca. 200 km)
Busfahrt nach Chengdu, die Provinzhauptstadt Sichuans und Spaziergang durch die Jingli Fußgängerzone. Anschließend Besuch eines typisch südchinesischen Teehauses.

15. Tag - Chengdu - Kunming
Am Vormittag Besuch der Aufzuchtstation der Pandabären. Anschließend Besichtigung des taoistischen Klosters Qingyang Gong (Palast der Grünen Ziegen), das 1669 zu Ehren des mythischen Begründers des Taoismus, Laozi, erbaut wurde. Am Spätnachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Kunming.

16. Tag - Kunming -Westberge
Besichtigung der Westberge, die sich etwa 10 km außerhalb der Stadt am westlichen Ufer des Dianci-Sees erstrecken und eine ursprüngliche Höhe von 2.500 m haben. Ca. 300 Steinstufen führen in die Höhe zum Drachentor, von wo aus sich eine spektakuläre Panorama-Aussicht bietet. Anschließend Besuch des Huating-Tempels aus dem Jahr 1320, der als größte buddhistische Tempelanlage der Provinz gilt. Am Nachmittag Besichtigung des Cuihu-Parks (Grüner See), der im Altstadtviertel südlich des Zoos liegt.

17. Tag - Kunming - Steinwald (ca. 130 km)
Tagesausflug zum berühmten Steinwald (Shilin) mit der bizarren Karstlandschaft, die vor mehr als 270 Millionen Jahren entstanden ist. Nachmittags Rückfahrt nach Kunming und Bummel durch die Altstadt sowie die Möglichkeit, die älteste Apotheke in Kunming zu besuchen.

18. Tag - Kunming - Shanghai
Flug nach Shanghai. Bummel am Fuße des Fernsehturms Oriental Pearl Tower und entlang der zahlreichen Wolkenkratzer.

19. Tag - Shanghai - Jade Buddha Tempel - Yu-Garten - Bund - Nanjing Straße
Besuch des Jade Buddha Tempels. Er wurde von 1911 bis 1918 eigens für 2 kostbare Buddhafiguren aus weißer Jade erbaut, die der buddhistische Mönch Huigen 1881 von einer Pilgerreise nach Myanmar (Burma) mitgebracht hatte. Anschließend geht es zum Yu-Garten, der in der Ming-Zeit gebaut wurde. Die Anlage kann auf eine über 400 Jahre alte Geschichte zurückblicken und bietet eine klassische Landschaft im südchinesischen Stil. In der Altstadt Besichtigung der Zickzack-Brücke, die von 1559 bis 1577 gebaut wurde und durch ihre Bauweise böse Geister vertreiben soll. Zum Abschluss des Tages Bummel entlang der beliebten Uferpromenade Bund und Spaziergang auf der Nanjing Straße, dem Geschäftszentrum Shanghais.

20. Tag - Shanghai - Suzhou - Luzhi - Garten des Meisters der Netze (ca. 100 km)
Fahrt nach Suzhou, das zu den schönsten Städten Chinas zählt. Aufgrund der alten, schmalen Gässchen und zahlreichen Kanäle wird die Stadt auch als das Venedig Chinas bezeichnet. Besichtigung des Gartens des Meisters der Netze und einer Seidenspinnerei, wo Sie Informationen über die Geschichte der Seide erhalten und die Möglichkeit zum Einkauf haben. Anschließend Fahrt in das alte Dorf Luzhi, das ca. 40 km vom Stadtzentrum Suzhous entfernt liegt. Rückfahrt nach Shanghai.

21. Tag - Shanghai - Transrapidfahrt (inklusive) - Abreise
Fahrt mit dem Transrapid zum Flughafen. Rückflug nach Deutschland. (Frühstück inklusive)

22. Tag - Ankunft in Deutschland