Oktober 2012

Erleben Sie die Highlights des Westens der USA! Pulsierende Städte wie Las Vegas oder San Francisco und gleich 4 der atemberaubenden Nationalparks werden Sie begeistern. Anschließend verbringen Sie noch erholsame Tage auf der lebendigen Hawaii-Insel Oahu.

Ihr Chronist

Endlich Urlaub liebe Leser,

nach einer erlebnisreichen Asienreise mit Berge & Meer im vergangenen Jahr geht es diesmal in den Westen der USA bis nach Hawaii.

Der Flug geht ab Frankfurt direkt nach Las Vegas, wo der Strip erobert wird und vielleicht komme ich verheiratet wieder? Wer weiß…

Weiter dann in die berühmten Nationalparks zu monumentalen Naturschönheiten. Die nächste Stadt ist San Francisco, bekannt für seine Straßen und Brücken. Die Reise der Superlativen geht weiter zum wohl bekanntesten Gefängnis der Welt: Alcatraz. 

Von Alcatraz schwimmen wir rüber nach Hawaii und fühlen den Ausbrechern nach. Nein, das war übertrieben: wir fliegen zu den Trauminseln. Hawaii, da denkt man an Hula, Hochzeit, Surfen und Pearl Harbour….Vulkane, heiße Lava und Naturschönheit zum Träumen.

Dort angekommen organisieren wir Inseltrips oder schauen einfach den schönen Surfern zu ;-). Beides wäre mir am liebsten! Der Rückweg führt über Dallas zu den legendären Ewings, mal sehen ob es die Southfork Ranch & J.R. wirklich gibt…dann geht’s auch schon wieder direkt nach Frankfurt zurück, ins Büro zu Alegri International.

Lassen Sie sich entführen und haben Sie Teil an dieser Traumreise, lesen Sie den Blog und kommentieren Sie gerne!

Mein Name ist Gabriela. Während der Reise schreibe ich Ihnen jeden Tag über die Reiseerlebnisse und fotografiere auch für Sie. Beruflich bin ich in der IT Branche mit Fokus auf Microsoft Consulting beheimatet.

Anreise

Der Flug nach Vegas ist lang und das medienfrohe amerikanische Volk hatte widererwarten leider kein Entertainment an Bord. Doch wir flogen bei klarem Wetter, so vollzogen wir die Geburtsstunde der Reality Shows nach.

Sie gipfelte im Überflug des wunderschönen Grand Canyon: die Sonne stand schon etwas tiefer, so dass die Felsformationen rötlich glühten. Tiefe Schluchten zogen sich über weite Plateaus und Flüsse schlängelten sich tief unten durch breiter werdende Gräben. Sah aus als ob Scrat aus Ice Age seine erbeutete Eichel dort hinein gerammt hat und dann ist es passiert…:-)

Der gewaltige Colorado River war ebenfalls zu bestaunen und erinnert an John Waynes große Western Kino Zeit. Der Pilot lenkte die Maschine sogar nah an Death Valley entlang. Es ist ein gleißend weißes, langgestrecktes Gebiet, umgeben von kargen Felsen. Man kann die Hitze sehen, die von dort ausgeht.

Viva Las Vegas

In Las Vegas angekommen sicherten wir uns zuerst Tickets für die legendären Chippendales! Das wichtigste also vollbracht gingen wir schon morgen los um die Stadt zu erleben.

Es ist ein überdimensionaler Vergnügungspark für Erwachsene: Shows, Tanz, Spielen, Shoppen…das alles in sehr edlen und beeindruckenden Kommerz gehalten. Der Strip ist das Herz der Stadt. Und Sie können vieles in Vegas verpassen, nur eines nicht: die Fontänen des Bellagio direkt am Strip!

Sie stehen abends vor diesem traumhaften, halbrunden Hotel. Es ist dezent und nobel beleuchtet. Davor liegt ein wunderschöner See, eingefasst von steinernen, Geländern. Dann geht die Popmusik aus und Sie sehen wie sich überall in Mustern angeordnet kleine Wassersäulen an der Wasseroberfläche aufrichten.

Dann setzt ergreifende klassische Musik ein. Angestrahlte Fontainen schießen majestätisch hoch in die Luft oder wiegen sich romantisch im Klang…..Es ist ein emotionales Feuerwerk, komponiert für Menschen mit Liebe im Herzen. Es ist so beeindruckend, dass niemand ein Wort hervor bringt.

Wir ohnehin nicht: wir hatten unser Stimme schon verloren, als die Chippendales bei „You can leave your hat on“ strippten ;-)

Als wir Vegas verließen, dachte ich über den Begriff Kultur nach und wie er volksgebunden und in unterschiedlichen Generationen wahrgenommen wir bzw. definiert wird. Und wie alles im Leben unterliegt auch der Begriff Kultur einem Entwicklungsprozess.

Zion Nationalpark und Bryce Canyon

Von Vegas aus fahren wir mit einem komfortablen Bus durch die Mojave Wüste nach Zion am Drehplatz von E.T. vorbei; angeblich sollen hier auch UFOs gelandet sein und große Areale sind deshalb abgesperrt und tatsächlich nicht zugänglich.

In unseren Regionen gibt es alternativ zu der kargen, unfruchtbaren Gegend mystische Wälder, in denen heute noch Hexen leben ;-)

Die Fahrt geht weiter zum Bundesstaat Utah, wo der wunderschöne Naturpark Zion mit seinen schönen Felsen auf uns wartet. Wir blicken permanent nach oben, um diese zu bestaunen. Aber so schön das ist, es ist kein Vergleich zum Bryce Canyon: hier geht man durch einen Nadelwald, durch den schon viele Brände gewüstet haben.

Die Stämme der Bäume sind schwarz angekohlt. Plötzlich steht man an einem Abgrund, der schöner nicht sein kann. Blickt man nach unten sieht man ein gewaltiges Panorama uralter, bizarrer Gesteinsformationen. Zudem bietet sich ein Blick über extreme Weiten des ganzen Landes. An den restichen Canyon schließen sich große Ebenen an, weiter hinten am Horizont sind Plateaus und weitere Canyons.

Es ist spektakulär und ich bin jetzt schon auf morgen gespannt: den Grand Canyon. Wir haben einen Flug darüber gebucht, um auch Monument Valley zu sehen. Kann der heutige Tag noch getopt werden?

Glen Canyon, Monument Valley, Grand Canyon

Wir verlassen Bryce Canyon und unser gemütliches Hotel mit Kamin und Schaukelstuhl, ganz im Western Style und fahren nach Page. Dort wartete Capitan Nick mit seinem kleinen Flieger namens Explorer Nr. 9, Platz für 5 Gäste, auf uns.

Wir fliegen über Lake Powell, der sich über große Teile des Glen Canyon erstreckte. Der künstliche See ist tiefblau und prägt das Landschaftsbild. Der Glen Canyon ist im Gegensatz zum filigranen Brice Canyon massiver und kompakter, aber genauso schön. Wir können die größte natürliche Steinbrücke der Erde sehen: die Rainbow Bridge. Sie ist 80 m lang! Captain Nick umfliegt sie für uns mehrfach.

Dann folgen weite Ebenen, in die Flüsse tiefe Schluchten hineingefressen haben: Felswände in prächtigen Farben werden sichtbar - Millionen Jahren der Erdentstehungsgeschichte sind freigelegt. Aus den etwas robusteren Steinschichten lösen sich zuerst die weicheren und zerfallen zu Sand, der sich am Fuß des Berges zu einem Meer sammelt. Eine Wüstenlandschaft wird geboren.

Der Flug führt weiter zu Monument Valley. Das Land der Superlativen hält die nächste Steigerung der Faszination Natur für uns bereit. Ein Navarro Indianer holt uns am Flugplatz mit einem Jeep ab und bringt uns zu Drehorten, die in unzähligen Movies zu sehen sind. Die Fragmente der Ebene sind durchweg rotbraun, das ganze Land ist rotbraun. Wer Tennis spielt sollte seine Platzschuhe tragen, die sind ohnehin schon so eingefärbt :-).

Wir durchfahren das Gebiet hautnah und unser Driver Maho weiß über jeden Fels eine spannende Indiandergeschichte zu erzählen, auch hat jeder dieser gewaltigen Monumente einen indianischen Namen etwa wie: sitzendes Huhn, Elefantenfelsen usw..

Das Gebiet gehört übrigens den Navarro Indianern; sie leben vom Tourismus, Einnahmen aus Medienspektakeln, Arbeit in einem Kohleabbau Werk u.a. Für Touristen fertigen sie sehr schönen indianischen Schmuck an, kleine Lederbeutel und Traumfänger. Sie führen oft noch ein Leben ohne Elektrizität und glauben daran, dass ein Haus aus heimischen Material und mit eigenen Händen gebaut sein muss, damit es ein glückliches Leben ermöglicht.

Ihre Siedlungen sind weit verstreut, sofern sie nicht in Reservaten leben. Reservate sehen aus wie Kasernen, zweckmäßig und ohne Rücksicht auf die Kultur. Natürlicher Weise lebt eine Navarro Familie zusammen in einem eingegrenzten Gebiet und weit entfernt von der nächsten Familie. Schließlich ist viel Platz da…..es ist ein weites Land.

Die Navarros machen ein bisschen John Wayne Stimmung für uns und ein Reiter steht den ganzen Tag anmutig auf einem Fels. Ich frage mich warum man einen Cowboy dafür nutzt und keinen stolzen, indianisch geschmückten Häuptling. Entweder bringt das schlichtweg Unglück oder man ist klug und nutzt die Symbolik.

Der Tag ist von Schauplätzen der Filmgeschichte geprägt….

Wir fahren zurück zu Nick, er fliegt uns jetzt über weitere Reservate, Canyons und zum Höhepunkt des Flugs: den Grand Canyon. Sie ahnen es schon: es wird noch schöner als zuvor und mir gehen langsam die Worte dafür aus. Die Hochebene, die zweitgrößte der Welt öffnet sich plötzlich unter uns.

1,6 MIO Jahre hat der Colorado River gebraucht, um diese faszinierende Schlucht zu schaffen. Wild, romantisch und abenteuerlich….Wir durchfliegen Felswände, deren Farben, Gestalt und Größe alles übertreffen, was wir bisher sahen. Es ist gewaltig und atemberaubend schön. Und ganz still….Hier spürt man die Kraft der Erde.

Überwältigt von diesem Tag nehmen wir noch müde wahr, dass gegenüber unseres wie immer komfortablen Hotels auch die Flintstones ihr Anwesen zur Besichtigung geöffnet haben. Aber wer will das jetzt noch sehen?

Route 66 und Laughlin

Seligman ist die Wiedergeburt der Route 66, the Motherroad of America. Auf der 3940 km langen Ost-West-Verbindung der Vereinigten Staaten entstanden der erste DriveIn und die Vorläufer des Fast Food Konzepts, ebenso gab es hier die ersten Motels. Eine Straße bringt wirtschaftliche Neuerungen mit sich, die sich später auf der ganzen Welt verbreitet haben.

In Seligman stoppen wir, um den Anfängen dieser Zeit nachzuspüren. Alte Barber Shops, Reklame-Schilder, amerikanische Straßenkreuzer….alles kann man in museumsartigen Souveniershops bestaunen. Eigentlich ist dort fotografieren verboten, aber ich habe für Sie zu Hause mein Leben riskiert und ein paar Shoots gemacht ;-).

Unsere Reiseleiterin Birgit erzählt auf der Fahrt viel über Land und Leute. Es macht Spaß ihr zuzuhören. Dave, unser Fahrer, ist ein wirklich netter Kerl und immer gut gelaunt. Die beiden sorgen gut für uns, die Organisation klappt prima. Unsere kleine Gruppe von 14 Personen hat sich zwischenzeitlich auch gut zusammengefunden.

Laughlin, die kleine Spielerstadt ist u. a. auf Grund eines mit Todesfällen endenden Zwischenfalls durch die Hells Angels zu zweifelhaften Ruhm gelangt. Die Stadt hat nicht viel zu bieten und ist für uns nur eine Durchreise Station.

Wir schlafen im Golden Nugget, ein altbekanntes und sehr großzügiges Hotel: man lud uns nämlich zu einem 3-Gang Menue ein :-) Kaum was gespart, setze ich im Kasino meinen ersten Dollar am einarmigen Banditen und schwups, purzeln 30 $ wieder raus. Das Golden Nugget macht seinem Namen alle Ehre!

Es war ein erholsamer Tag.

Fahrt von Arizona nach Kalifornien. Ghost Town Calico & Fresno

Die Fahrt nach Kalifornien führt über eine „Roller Coaster Strasse“….sie ist so gewellt dass man ständig seinen Bauch (und vor allem das Frühstück) spürt. Land ist genug da, die Gegenspur der Fahrbahn verläuft deshalb 100m weit parallel. Das Wetter ist prächtig, wie es sich für reisende Engel gehört.

Wir durchqueren die Mojave Wüste, sie ist übersäht von Joshua Trees: kleine Bäumchen mit lustigen, pieksenden Püscheln oben drauf.

In Calico angelangt besichtigen wir die Geisterstadt. Hier gab es früher ertragreiche Silber- und Salpeterminen. Die alte Westernstadt hat neben den Mienen alles, was das Klischee erfüllt: eine Kirche, eine Schule, eine Schmiede, eine Feuerwehr, ein Geschäft für alles was man zum Reiten braucht, ein Office und eine Post, und natürlich einen Saloon. Wir kehren ein und trinken ein Bier, es ist immerhin 12.20 Uhr. Die zweistündige Weiterfahrt verschlafen wir leicht angeschickert zum Teil ;-)

Der Weg nach Fresno führt durch die westliche Sierra Madre. Die Landschaft ist hügelig und noch wüstenartig mit vielen kleinen Stachelpalmen. Auf den Hügeln stehen gigantische Windkraftanlagen. Viele hundert Windmühlen produzieren hier Strom. Die Hersteller sollten aber darüber nachdenken, ästhetische Aspekte zu verbessern und weiteren Nutzen zu integrieren und transparenter zu machen im Sinne einer Imagepflege, um mehr Akzeptanz zu erzielen.

Einige Kilometer weiter ändert sich mit einem Mal die Farbe des Bodens in goldbraun: Kalifornien! Das goldene Land ist erreicht! Hier gibt es meilenweit Plantagen: Orangen, Trauben zur Rosinherstellung, Mandeln, Pfirsich, Ananans, Pflaumen,….einfach alles…..die Speisekammer des Landes. Man verarbeitet das Obst entweder frisch oder verfrachtet direkt. Lager gibt es kaum. In unseren Geschäften sieht man ganz oft Trockenpflaumen, Mandeln und Rosinen aus Kalifornien.

David hat uns wie immer sicher und direkt zum Hotel gebracht. Dort nehmen wir alle abends an einer großen Tafel Platz: gibt es noch eine Runde Champagner. In der Gruppe ist heute ein spendierfreudiges Geburtstagskind. Übrigens ist der Brauch in den USA genau umgekehrt, man lädt das Geburtstagskind ein.

In den USA gibt es übrigens mehr beschäftigte Menschen auf allen Gebieten als bei uns. Die Löhne sind so niedrig, dass es vielfach unsinnig ist, sie durch Technologie zu ersetzen. Wenn beispielsweise bei uns eine vorübergehende Baustelle mit einer Ampel die Einspurigkeit regelt, steht in den USA ein Mensch mit einem Stopp bzw. Go Schild auf der Straße als lebende Ampel. Es gibt auch bei Banken keine automatischen Abbuchungen, das muss man „zu Fuß“ bei einem echten Menschen machen.

Was ist jetzt humaner? Menschen schlecht zu bezahlen und ihnen Arbeit/eine Aufgabe zu geben oder viel zu automatisieren und dafür mehr Geld in die Lohntüte weniger Menschen zu stecken?

Yosemite National Park und San Francisco

Auf der Fahrt erfahren wir wieder viel Neues von Birgit. So gibt es hier oft sogn. Trailerhäuser. Man kann sie komplett aufladen wenn man umziehen möchte und sie anderswo einfach wieder absetzen. Das finde ich cool. Erinnert mich an Einsiedlerkrebse.

Ach ja, es gibt auch keine Kirchensteuer. Man verpflichtet sich zur Zahlung eines Jahresbeitrages, den man dann bei jedem Kirchenbesuch via Klingelbeutel abträgt. Die finanzielle Trennung von Kirche und Staat. I like.

In der Schule werden auch Fächer unterrichtet, die später eine Lebenshilfe sind: der Führerschein wird beispielsweise in der Schule erworben, es ist ein Unterrichtsfach. Es wäre schön wenn in Deutschland auch mehr praxisbezogene Inhalte vermittelt würden: zum Beispiel unser Versicherungswesen, oder etwas über die Eigenheim Planung, wie macht man eine Steuererklärung oder eine Patientenverfügung usw…..aber nun zu Yosemite.

Yosemite liegt in einer bergigen und bewaldeten Region. Es sind prächtige Mischwälder mit alten, großen Mammut Bäumen, vielen Felsen und goldenem Gras. Ein malerischer Fluss durchzieht den Park. Die Menschen kommen hierher um zu klettern, zu reiten, zum Picknick machen und genießen dabei die Natur. Es gibt viele Tiere: die „California Big Five“ wären wahrscheinlich Bär, Löwe, Koyote, Hirsch und Falke. Und wir hatten Glück, sogar einen kleinen Braunbären am Fluss zu sehen.

Das Wort Yosemite kommt übrigens aus dem Indianischen und bedeutet Grizzli Bär. Diese sind alle getötet worden, es gibt keine mehr. Überall sieht man putzige Eichhörnchen mit einem grauen Plüschpelz: sie sind recht zahm und kommen sehr nah in der Hoffnung, gefüttert zu werden. Außerdem gibt es sehr schöne farbenprächtige Vögel. Berglöwen sahen wir nicht, aber wer weiß wofür das gut ist.

Im Frühjahr zur Schneeschmelze tosen Wasserfälle an den Felsen herab, jetzt fließen nur kleine Rinnsale hinunter. Für solche Fälle gibt es Youtube, das kittet jede Lücke im Leben. Bestimmt hat schon mal jemand hier einen Wasserfall gefilmt und gepublisht.

Die Republik Kalifornien hat den Bären als Wappentier und die gelbe Mohnblume, die nicht gepflückt werden darf.

Wir bleiben eine Weile im Park und bestaunen die Natur, dann fährt uns David zielsicher nach San Fran, wie man hier liebevoll sagt.

8.- bis 9.- $ sind der übliche Stundensatz den man hier im durchschnitt verdient, davon sind 15-35 % je nach Einkommenshöhe Lohnsteuer zu zahlen. Es gibt auch Bundesstaaten, die keine Steuer erheben, weil sie genug Geld haben.

All das erfahren wir von unserer guten Seele Birgit bei der Weiterreise nach San Francisco. Wieder sehen wir unendliche Obstplantagen und wunderschöne Oleanderbüsche. Wir halten unterwegs an, um uns nicht immer nur die Nase an der Busscheibe nach den herrlichen Früchten platt zu drücken: die kalifornische Sonne schmeckt aromatisch und süß!

Unsere Hotels sind allesamt sehr gut und komfortabel. Internetnutzung gibt es ebenso überall und fast immer kostenfrei. Internetnutzung ist auch in öffentlichen Gebäuden fast immer vorhanden und frei nutzbar. Das ist ein Standard hier.

In Restaurants zahlt man Kaffee/Tee und alkoholfreie Getränke nur einmal und bekommt dann ohne zusätzliche Kosten nachgeschenkt so viel man will. Die Lebensmittel- und auch Restaurantpreise habe ich als sehr an Dtld. angeglichen empfunden.

Im Bus hören wir mittlerweile California Girl von den Beach Boys….wir können es kaum erwarten anzukommen. Und dann noch „If you're going to San Francisco / Be sure to wear some flowers in your hair …von Scott McKenzie als Tribut an die Hippiezeit.

Die Temperatur ist zwischenzeitlich von 50 auf 75 Grad Fahrenheit geklettert, wenn man es durch drei teilt hat man ca. die Celsius Angabe. Draußen gibt es nur noch goldene Wiesen und sonst nichts.

Im Hotel schmeißen wir die Koffer ins Zimmer und gehen direkt zu Fishermans Wharf und tauchen im Nachtleben am Hafen ab. :-)

San Francisco, Alcatraz und Treasure Island

Den Vormittag verbringen wir mit einer Stadtbesichtigung: wir gehen zum größten Stadtpark der USA, sehen uns architektonische kleine Meisterwerke des Stadtbildes an (6 Ladies…), machen Stop am Rathaus und sind von den Straßen der Stadt beeindruckt: 44 Hügel gibt es insgesamt. Gegen Mittag verschwindet der Nebel aus der einen Hälfte der Stadt, der Himmel ist blau.

Leider liegt die Golden Gate Brücke während wir sie passieren in der anderen Stadthälfte. Es sieht aus als führte sie zum Himmel - ein schöner Gedanke! An den Zäunen haben Liebespaare kleine Schlösser als Symbol ihrer unzertrennlichen Partnerschaft angebracht. Da die Brücke ohnehin jeder kennt, habe ich Ihnen ein Schloss fotografiert.

Mittags fanden wir uns am Hafen ein, um nach Alcatraz überzusetzen. Die Insel liegt nur 2-3 km entfernt: eine Qual für die Gefangenen, permanent die tolle Stadt zu sehen. Die Insel hat der Amerikaner schlichtweg zu einem Nationalpark erklärt und offensichtlich seit dem nichts mehr verändert. Damit meine ich auch so was, wie mal eben im Knast durchwischen oder so..;-)

Es gibt deutschsprachige Headsets, über die wir alles zu Legende und Mythos der Ausbruchsversuche, zu den prominenten Gefangenen wie (Machine Gun Kelly und Al Capone) und zur Tagesroutine erfahren. Ein Wärter zeigt uns den Verschluss, es ist wie im Film: ein ganzer Gang kann umgeschlossen werden. Vom Geräusch bekommt man Gänsehaut.

Die Zellen haben ein Maß von HBT 200 x 150 x 200 cm. Ein winziges Loch mit Toilette, Waschbecken, Tisch Stuhl und Bett. Es durfte nichts Persönliches darin sein, keine Wandbilder, Gekritzel oder sonst was. Wir konnten ein Werkzeug sehen, womit einer der Häftlinge ein Gitter geweitet hat und es schaffte, dem Wärter einen Schlüssel zu entwenden. Dies löste eine Revolte aus, die schlussendlich den 2-tägigen Beschuss der Insel durch US Militär zur Folge hatte.

Der bekannteste und auch erfolgreiche Ausbruch fand durch Tunnelgrabung mit einem Suppenlöffel statt. Ich habe Ihnen die Zelle fotografiert. Im Bett hat man nur Haar-Attrappe hingelegt, die noch original vorhanden ist. 1963 wurde das Gefängnis im Zuge der Resozialisierung geschlossen und wir Touris können uns hier ein bisschen gruseln.

Man darf überall hin: in die Bibliothek, das Büro des Gefängnis Chefs, in die Häuser der Angestellten, in die Zellen und auch in die Küche, wo man erfährt, dass sich Gefangene gegenseitig ermurkst haben. Wenn ich nach Hause komme sehe ich mir den Film „ The Rock“ noch mal an.

Es gibt natürlich einen Souvenir Shop: Blechbecher, Blechteller, T-Shirts, gestreifte Babystrampelanzüge und weiteren Plunder…..Merchandising geht immer.

Wir haben nach dem Gefängnisbesuch eine halbe Stunde Zeit, um zum Nachtleben zu starten. Das genügt gerade für ein gutes MakeUp, duschen wird ohnehin überbewertet. :-)

David bringt uns zuerst nach China Town. Unglaublich was es hier alles gibt! Es ist das größte „China Town“ in den USA….aus allen Läden strahlt uns Glitzer & Glamour entgegen oder der Geruch chinesischer Küche. Auf den Strassen wird musiziert und eine Gruppe bereitet sich auf einen Tanz mit dem großen bunten chin. Drachen vor. Es macht Spaß hier entlang zu gehen, auch wenn unsere Zeit knapp ist: wir wollen nämlich noch von Treasure Island aus den Sonnenuntergang über San Fran sehen.

Wir düsen über die schön beleuchtete Stadtbrücke und sind ganz sprachlos, so wunderschön geht der Tag hier zu Ende. Die Silhouette der Stadt ist perfekt im Rot der untergehenden Sonne ausgeleuchtet. Zum verlieben schön, muss man sehen und genießen.

Man sollte ca. 18.00 Uhr so ein Schloss an den Zaun machen und dann mit „dem oder der Verschlossenen“ hier sein und das erleben! Das ist so kitschig, das es schon wieder ein „I like“ dafür gibt!

Mitten in der Romantik knurrt aber irgendwann mal der Bauch und schon ist sie dahin. Längst Zeit zum Abendessen. Wir sind am Pier 39, wo tagsüber die Robben liegen, verabredet. Dort gibt es das Krabbenrestaurant Bubba Gump nach dem Film Forrest Gump. Bevor wir dort extrem gut essen, verabschieden wir uns von David, unserem Driver. Er ist der Beste, den man kriegen kann und seine permanente gute Laune ist ansteckend.

Bei Bubba Gump gibt es alle tausend Arten von Krabben, die Bubba auch im Film aufzählt. Auf den Tischen sind Schilder mit der Aufschrift „Go Forrest Go“. Das heißt: alles ok an unserem Tisch. Dreht man das Schild um, dann steht darauf „Stop, Forrest Stop“. Das bedeutet wir möchten etwas bestellen usw. Wir haben das ausprobiert und es ist unglaublich, wie schnell jemand am Tisch ist!

Überhaupt ist das hier ein „Super Service Land“. Da kann Deutschland nicht mithalten. Jeder, der angestellt ist, lebt es: Service am Kunden, schnelle Bedienung und Freundlichkeit: egal wo und was die Menschen arbeiten. Die Leute hier arbeiten auch härter als wir zu Hause, jedenfalls ist das mein Eindruck.

Reise von San Francisco nach Hawaii Honolulu/Waikiki Beach

Wir können ausschlafen bevor unser Flug nach L. A. geht. Heute heißt es Abschied nehmen von Birgit, die uns all die Tage so viel über Land und Leute erzählt hat und die Reise perfekt organisierte. Wir haben sie sehr ins Herz geschlossen.

In L. A. haben wir keine Zeit für Erlebnisse, aber zumindest sehen wir vom Flieger aus die große Stadt und Hollywood in den Bergen und überlegen, ob Los Angeles eine Reise wert ist?

Wir steigen schnell um in den Flieger nach Hawaii, die Zeit genügt gerade so. Wir holen die Abenddämmerung ein und sehen am Himmel fantastische Farben: rotglühend bis hin zu türkis und lila. Ein volles Spektrum über dem Meer, so etwas sah ich noch nie, auch in Norwegen nicht.

In Waikiki erwartet uns ein traditioneller Empfang mit Blumenkette....und sicherlich eine ganze andere Küche zum Abendessen und MaiThai. Aber das erzähle ich Ihnen alles morgen.

Hawaiianischer Abend Luau

Es gibt auf Hawaii eine Spezialität namens Imu, die wir uns nicht entgehen ließen: ein Schwein wird den ganzen Tag in einem 90 cm tiefen Erdloch mit Holz und glühenden Lavasteinen gebacken und mit einer feierlichen Zeremonie verspeist. Die Zeremonie heißt Luau, es werden nach hawaiianischer Musik alte Volksweisen getanzt.

Als Getränk empfiehlt sich immer ein Mai Tai, das ist ein erfrischender Cocktail aus Rum, Orangen- und Mandellikör sowie Limettensirup. Es gibt auch hawaiianisches Bier, es schmeckt vergleichweise zu deutschen etwas süßlich.

Es war ein sehr schöner Abend mit gutem Essen und einer tollen Show. Auf dem Nachhauseweg kamen wir jedoch nicht umhin, noch kurz im Hard Rock Cafe einzukehren, es spielten die „Da Pushovers“ life…cooler Act, wenngleich kein Hula. ;-)

Wer übrigens denkt, dass man hier nur liebliche, langhaarige, weibliche Geschöpfe mit Blumenketten und Männer a la Israel Kamakawiwo (Somewhere over the Rainbow) mit einer Ukulele trällernd unter Palmen findet ist, ist seiner Zeit etwas hinterher.

Es wäre so als würde ein Hawaiianer erstmals nach Deutschland reisen und glauben, die alten Germanen mit ihren zotteligen, roten Haaren klopfen noch Runen in die Steine.

Hawaii ist modern und zeitgemäß entwickelt, es ist alles so wie bei uns zu Hause auch, nur das Essen ist insgesamt schlechter. Es gibt alles, angefangen von teuren Geschäften und Restaurants bis hin zu Obdachlosigkeit und Straßenstrich.

Surfen in Waikiki

Heute verbrachten wir den Tag am Strand von Wakiki. Wenn man dort nicht gerade faul in der Sonne liegt, schnappt man sich ein Brett und macht es den Hawaiianer mehr oder minder gut nach: surfen.

Zuerst lernt man an Land auf dem Brett aufzustehen, dann damit hinaus aufs Meer zu paddeln, Stufe 3 ist das Surfen direkt zum Land und Königsklasse ist das Wellenreiten.

Im herrlich warmen pazifischen Ozean ist das ein stundenlanger Zeitvertreib, den die Hawaiianer bzw. Polynesier erfunden haben sollen. Man sagt, dass die Buchten mit den höchsten Wellen den Königen vorbehalten waren und es sogar Feste gab, bei denen zu Gunsten des Surfens für 3 Monate nicht gearbeitet wurde! Leider ist diese schöne Zeit vorbei, sonst würde ich über einen Umzug nachdenken.

Rund um das Surfen gibt es hier sehr schöne alte Liebesgeschichten, die in der Kurzfassung etwas so gehen: …“Er surfte und sah SIE. Er kidnappte sie und nahm sie auf seinem Surfbrett mit….“. Ob die beiden glücklich bis ans Lebensende lebten, geben die Geschichten nicht her. ER ist dabei meist ein König oder Prinz, SIE ist eine Göttin oder mindestens eine genau so sagenumwobene Figur…

Später schlenderten wir durch Wakiki, wo es eine Promenade mit allen namenhaften Labeln gibt. Abendessen heute im Hard Rock Cafe, Lifeact John Valentine & Vito. Erste Sahne!

Wir freuen uns auf morgen: es geht raus aufs Meer zu einer Unterwasser Excursion.

Auf dem Meer mit Delphinen, Schildkröten und der Black Pearl

Die Headline ist etwas irreführend, wir waren natürlich nicht mit Captain Jack Sparrows Black Pearl auf dem Meer, sondern mit einem Hightec Catamaran. Aber wir sahen, wie die im Hafen liegende Black Pearl heute zum Transport gerüstet wurde. Die Filme „Fluch der Karibik“ wurden also nicht in der Karibik, sondern im Pazifischen Ozean (Californien u.a.) gedreht.

Unser Schiff ging schon früh, ca. 6:30 Uhr, aufs Meer, dann ist das Wasser noch ganz ruhig und man kann auf den Meeresgrund sehen. Wir fuhren die Süd- und Westküste ab, als wir eine Gruppe Delphine sahen. Es war wunderschön, sie zu beobachten und neugierig wie die Tiere sind, eskortieren sie gerne und kommen ganz nah. Es waren sogar ganz kleine Delphin Babies dabei!!

Es gab auch jede Menge fliegende Fische zu sehen. Als Kinder haben wir gerne flache Steine übers Wasser geworfen und gezählt, wie oft der Stein die Oberfläche streift bis er untergeht. So ähnlich fliegen diese Tiere über das Meer.

An einem Riff machten wir erneut Stopp um selbst mal abzutauchen. Da unten gibt es viele bunte Korallen und typ. Korallenfische, eine besondere Krabbenart die extrem groß wird und: Turtles! Und was für riesige! Es ist schon ein besonderes Erlebnis zu sehen, wie majestätisch und schnell sich die sonst schwerfälligen Panzertiere in Ihrem Element bewegen.

Die Crew sorgte zwischenzeitlich für eine leckere Mahlzeit auf dem Meer. An Bord stand ein Bufett nach dem Tauchgang bereit und es gab sogar Mai Tai. :-)

Das Wasser hat übrigens ca. 25/26 Grad Celsius, die Luft ca. 26-30 Grad. Es ist meistens sonnig, ab und zu ziehen kleine Wolken vorüber. Es war ein wunderschöner Tag in der Natur.

Morgen erleben wir dann den letzten Höhepunkt hier auf Hawaii: wir fliegen nach Big Island zu den Vulkanen und Lavaströmen.

Eigentlich möchte ich noch Pearl Harbour sehen, aber es bleibt wohl beim gleichnamigen Film. Naja, Kriegsgeschichte hatten wir Deutschen ohnehin genug.

Big Island: Vulkane, Lavaströme, Wasserfälle & Regenwald

Unser Flug nach Big Island startet früh, es gibt dort viel zu entdecken. Zuerst einmal nehmen wir die völlig andere Vegetation wahr: Regenwald, wunderschöne Blumen und bunte Vögel die laut singen….und überall verströmen große Blüten einen sinnlichen Duft!

Alles, was bei uns der Baumarkt im Gartencenter hat, wächst hier von alleine, viel schöner und kostenlos. Wir laufen ein wenig hindurch und stehen wenig später am Rainbow Fall. Er ist klein, es hat nicht so viel geregnet. Unter dem Wasserfall ist eine Höhle, in der früher ein Drache gelebt hat. Was sonst?…;-) Es ist ein herrlicher Platz und ich kann den Drache verstehen.

Hier gibt es auch eine Macadamia Plantage, an der wir kurz stoppen. Die Bäume hängen voller Nüsse, geerntet werden kann fast immer. Um die Nüsse zu einer Spezialität zu krönen, stellt man eigens Schokolade für einen Überzug her. Fast alles ist Handarbeit, die Nüsse sind entsprechen teuer aber unwiderstehlich gut. Wir verkosten ein wenig, trinken etwas und dann geht’s es weiter ins Landesinnere zu einer Orchideenzucht. Die Züchter können auf viele Auszeichnungen verweisen, wird uns erklärt. Riesige Pflanzen mit stark duftenden, knallbunten Blüten erwarten uns. Insbesondere die Vulcao Queen trägt dazu bei, dass der Showroom ehr einem Parfümgeschäft ähnelt, sie riecht unglaublich intensiv!

Dass es noch viel mehr und wilde Orchideen gibt, sehen wir als wir weiter nördlich fahren. Plötzlich ist aus dem Regenwald eine karge Wüste geworden, die Wolken schaffen es nicht über den Vulkanberg und so regnet es auf der anderen Seite spärlich. Es gibt aber große Wiesenflächen, und da wachsen wie bei uns anstatt Gänseblümchen eben Orchideen…

An vielen Stellen der Erde tritt heißer Dampf aus dem Boden. Überall sieht man diese Wolken und je mehr es gibt, desto näher sind wir am Krater eines Vulkanes. Es ist ein bisschen unheimlich. Und als wir am Kraterrand ankommen, signalisieren die Ranger, dass gerade seismographische Aktivität gemessen worden ist. „Oh wie aufregend!“ rief unser Guide und rannte zur naheliegenden Aussichtsplattform, während in mir gerade so ein Bedürfnis nach Sicherheit hochkam, Fluchtinstinke usw…

Der Vulkan tat etwas, dass er seit unzähligen Jahren nicht mehr gemacht hat: rote Rauchwolken und ein Grollen von sich geben…..es war wirklich sehr aufregend! Ein atemberaubendes und gefährliches Schauspiel. An einem weiteren Vulkan machten wir Stopp: in dessen Krater liefen Menschen umher, obwohl der Kern qualmte. No comment! Überall lag Asche von den vergangenen Ausbrüchen, sogar richtige Ascheberge. Lava hatte unter sich alles begraben, was im Weg stand. Diese Lavaströme sind gigantisch breit und dick, die Schichten sind zum Teil meterhoch….eine unwirkliche Landschaft. Die Lava fließt ins Meer, ober- und unterirdisch und bildet neues Land. Es ist karg, aber es gibt Pflanzen, die sich daran nicht stören. Es ist wie bei den Menschen…;-)

Ein Baum mit schönen roten Blüten, ich nenne ihn den Lavabaum, kann sogar auf der harte Kruste wachsen. Er bildet große rötliche Luftwurzeln und er wächst ausschließlich auf der ganzen Erde nur hier. Wir bleiben lange in diesem Gebiet weil es einfach unfassbar ist. Erdentstehung life, flüssige Steine…es ist eine Tour die ich jedem empfehlen kann. Nicht ganz ungefährlich, aber extrem interessant.

Wakiki - Dallas - Frankfurt

Abschied von Hawaii….mit einer angeblichen Eisspezialität: Shave Ice. Unwissend was das ist, aber in jedem Reiseführer angepriesen, machen wir uns in den letzten Stunden auf die Suche nach der vermeintlichen Köstlichkeit der exotischen Inseln.

Ich schreibe ihnen hier das Rezept zum nachmachen, passt herrlich zum angehenden Winter, weil Sie dazu Schnee brauchen. Den stopfen sie in einen Becher und machen einen Schneeberg oben drauf, damit es wie eine Eistüte aussieht. Dann überschütten Sie das Kunstwerk mit bunten, aromatisierten Gertränkesirup. Hier gibt es das mit jeglichem Obstgeschmack. Und denken Sie ans Marketing und kreieren Sie einen Phantasienamen wie etwa: Rainbow Ice oder Blue Dream…fertig! Ich empfehle Ihnen Holunderlikör und Sekt, dann haben sie ein HUGO Eis. Es wird wahrscheinlich auch nicht schmecken, sieht aber gut aus und liegt im Trend :)

Nachmittags fliegen wir nach Dallas und kommen dort aufgrund der Zeitverschiebung am nächsten Morgen an. Die Southfork Ranch aus der TV Serie Dallas gibt es wirklich, und man kann sie besichtigen. Attraktion ist Ellies Hochzeitskleid und das Gewehr, mit dem J.R. erschossen wurde. Wir lassen dieses „Highlight“ aus und kehren im besten Steakhaus von Texas ein und relaxen.

USA, ein gewaltiges Land mit sehr netten Menschen. Oft hörte ich, die Amerikaner seien nur oberflächlich freundlich. Ich kann das nicht bestätigen. Die Menschen sind im Job extrem serviceorientiert und das hat vor allem viel mit guter Kommunikation zu tun. Daneben sind sie bestrebt, durch persönliche Anteilnahme immer gute Beziehungen zur Umwelt zu erhalten. Das ist grundsätzlich ein positiver Ansatz.

Menschen können aber nur beschränkt echte soziale Beziehungen aufbauen, die Grenze bewegt sich bei 150-200 Personen. Deshalb sind auch heute noch viele Völkerstämme auf diese Größe limitiert und bilden neue Gruppen, wenn die Anzahl überschritten ist. Menschen, die via Social Media Plattformen (facebook & Co) mehr als diese Personenzahl geaddet haben, wissen i.d.R., dass es nur eine Kontaktsammlung ist. Mit Socializing hat es wenig zu tun. So kann man auch den US Bürgern nicht verdenken, das sie uns nach einer freundlichen Begegnung wieder vergessen. Es ist normal. Jedenfalls denke ich das.

Amerikaner leben nach dem Motto: „Enjoy! Have fun….“. Das Leben ist stark auf Vergnügen und Genuss ausgerichtet. Auch hier hört man oft, dass dies ein Signal für Oberflächlichkeit sei. Und: Wir Deutschen sind nicht so.

Das stimmt, wir sind nicht so. Aber ich kann nicht feststellen, dass wir wesentlich kritischer sind und uns mehr mit sozialen und politischen Aspekten auseinander setzen und etwas aktiv bewegen. Wenn wir bei einem Arzt eine Protestliste gegen die Praxisgebühr unterschreiben, ist das das höchste des aktiven Engagements. Der Verbleib der Liste interessiert die meisten dann schon nicht mehr. Die Gebühr gibt es schließlich noch immer im bürokratischen Krankenkassenwesen.

Übrigens hat so gut wie jeder Einwohner ein iDevice. Es ist eine völlig normale Lebenshilfe und Unterhaltungsinstrument zugleich. Die Menschen sind hier insgesamt schneller und always on. Sie leben sehr durchorganisiert.

Als absolut negativ empfand ich das Essen. Die Amis sind eben keine Gourmets. Das Essen ist sehr energiereich (Zucker und Fett dominieren) und wenig schmackhaft. Dafür ist californischer Rotwein sehr lecker. Auf Hawaii ist das schlechte Essen auch noch sehr teuer, aber dort ist alles wesentlich kostspieliger. Nur 20% jeglicher Bedarfe werden im Land produziert, alles andere ist Import.

Insgesamt war dies eine sehr erlebnisreiche  Reise, die rundum empfehlenswert ist. Wie immer hatten wir sehr gute Hotels, eine kompetente Reisebegleitung und eine gute Organisation vor Ort. Ein Muss aus meiner Sicht: Sie sollten für diese Reise körperlich gesund sein und einigermaßen englisch sprechen.

Wir fliegen jetzt gleich nach Frankfurt und freuen uns auf zu Hause. Auf dem Flug werden wir überlegen, wohin die nächste Reise geht…

Ihr Reiseverlauf

Entdecken Sie die schönsten Städte der USA und die atemberaubenden Nationalparks der Westküste! Freuen Sie sich auf die Metropolen San Francisco, Las Vegas und Los Angeles und genießen Sie die bereits inkludierten Stadtrundfahrten. Erkunden Sie die bekanntesten Nationalparks und sehen Sie faszinierende Landschaften. Anschließend verbringen Sie noch ein paar erholsame Tage auf der lebendigen Hawaii-Insel Oahu und können am berühmten Waikiki Strand entspannen.

1. Tag - Anreise. Empfang am Flughafen durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung und Transfer zum Hotel.
2. Tag - Las Vegas. Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können an einem fakultativen Ausflug zum nahegelegenen Tal des Todes (Death Valley Nationalpark) teilnehmen (vor Ort buchbar, ca. US$ 74.-). Dort halten Sie u.a. am Zabriskie Point mit seinem herrlichen Ausblick, Badwater, dem tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre (wetterabhängig) und dem Besucherzentrum Furnace Creek, wo Sie Ihre Mittagspause verbringen. Alternativ können Sie einen vollen Tag in der Spielermetropole Las Vegas genießen.
3. Tag - Las Vegas - Zion NP - Bryce Canyon NP (ca. 395km). Ein Tag voller Kontraste wartet heute auf Sie. Ihre Fahrt führt Sie weiter in den Mormonenstaat Utah. Mit dem Zion Nationalpark, dessen einzigartige Landschaft von Wind, Zeit und der Kraft des Virgin Rivers geschaffen wurde, erleben Sie zunächst ein weiteres Naturschauspiel. Gegen Nachmittag steht die Erforschung des Bryce Canyon Nationalparks auf Ihrem Programm. Der Park besticht durch seine bizarren Felsformationen und seine vielen im Abendlicht schimmernden Farben. Sie erfahren mehr über die geologische Entstehungsgeschichte, bevor Sie Ihr Hotel in unmittelbarer Parknähe erreichen.
4. Tag - Bryce Canyon NP - Page/Lake Powell - Grand Canyon NP (ca. 534 km). Am Morgen erleben Sie erneut den faszinierenden Bryce Canyon. Sie verlassen den Park und erreichen bald den wunderschönen Lake Powell. Der See entstand nach Errichtung des Glen Canyon Staudamms und bietet einen imposanten Ausblick inmitten der fantastischen Landschaft der Canyons. Gegen Nachmittag nähern Sie sich schließlich einem der Naturwunder unserer Erde, dem Grand Canyon. Es gibt Gelegenheit, die grandiose Schlucht und den gleichnamigen Nationalpark per Flugzeug oder Hubschrauber aus der Vogelperspektive zu erleben (vor Ort buchbar, US$ 179.-). Gegen Abend besuchen Sie den südlichen Schluchtenrand des Nationalparks bevor Sie Ihr nahegelegenes Hotel erreichen.
5. Tag - Grand Canyon - Route 66 - Laughlin (ca. 333 km). Über die Orte Williams und Seligman erreichen Sie Kingman. Von hier aus folgen Sie dem Verlauf der Route 66, Amerikas legendärer Fernstraße, die einst Chicago mit Santa Monica verband. Ihr Tagesziel ist das Spielerstädtchen Laughlin am Colorado Fluss.
6. Tag - Laughlin - Calico Ghost Town - Fresno (ca. 668 km). Am Morgen geht es weiter durch den Bundesstaat Kalifornien und die Mojave Wüste. Sie halten unterwegs in Calico, einer ehemalige Bergbausiedlung, die heute als Geisterstadt restauriert ist. Nach diesem Besuch führt Ihre Reise weiter nach Fresno im San Joaquin Tal, der „Speisekammer“ der USA.
7. Tag - Fresno - Yosemite NP - San Francisco (ca. 455 km). Der heutige Tag ist der Entdeckung des Yosemite Nationalparks gewidmet. Der Park ist einer der abwechslungsreichsten und beliebtesten der USA. Sie verlassen den Park gegen Nachmittag und erreichen später eine der schönsten Städte der USA: San Francisco.
8. Tag - San Francisco. Auf einer Stadtrundfahrt durch die „Stadt an der Bucht“ erleben Sie am Vormittag Fisherman’s Wharf, Union Square und die ethnischen Viertel Chinatown und North Beach. Hier können Sie auch einen fakultativen Abendausflug durch die Stadt an der Bucht inklusive Abendessen machen (vor Ort buchbar, US$ 50.-).
9. - 13. Tag - San Francisco - Hawaii. Transfer zum Flughafen und Flug nach Honolulu. Aloha und herzlich Willkommen auf Hawaii! Genießen Sie 5 erholsame Nächte auf der Insel Oahu, der drittgrößten Insel des Archipels. Entspannen Sie am weltbekannten Waikiki Strand, erkunden Sie die pulsierende Hauptstadt Honolulu, genießen Sie das angenehme Klima und die reizvolle Landschaft oder nutzen Sie die vielen Wassersportmöglichkeiten.
14. Tag - Hawaii - Dallas. Transfer zum Flughafen nach Honolulu. Flug nach Dallas.
15. Tag - Dallas. Ankunft in Dallas und Fahrt mit dem kostenfreien Shuttlebus zu Ihrem Hotel.
16. Tag - Abreise. Fahrt mit dem Hotelshuttlebus zurück zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.
17. Tag - Ankunft in Deutschland.