Februar - März 2012

Erleben Sie in Costa Rica den tropischen Regenwald, aktive Vulkane und lassen Sie sich von der Vielfalt der Natur begeistern. Auch Nicaragua bietet eine abwechslungsreiche Flora und Fauna. Der Höhepunkt der Reise ist die Fahrt auf dem Panama-Kanal.

Ihr Chronist

Grüß Gott,

wir, das bin ich, Peter und meine Frau Helga, sind wieder einmal unterwegs. Nachdem wir uns die letzten Jahre auf Asien konzentriert hatten, fliegen wir dieses Mal gen Westen, nach Costa Rica, Nicaragua und Panama. Ich hoffe, dass ich auch bei dieser Reise ein paar schöne Bilder einfangen kann, um sie meinen Berichten beizufügen.

Schon früh am Morgen um 4.00 Uhr müssen wir zu Hause starten, um unseren Flug ab München zu erreichen. In Madrid steigen wir um zum Flug nach San José in Costa Rica.

Costa Rica sticht heraus aus den übrigen mittelamerikanischen Nationen. Als einziger Staat in Mittelamerika schaffte es das kleine Tropenland den Kreislauf von Militärdiktaturen und Bürgerkriegen zu durchbrechen. Mit lediglich zwei Exportprodukten – Kaffee und Bananen - wer kennt sie nicht – und einer stabilen Demokratie, ohne Militär, entwickelte es sich zur „Schweiz Mittelamerikas“; dem Land mit dem höchsten Lebensstandard und dem besten Bildungs- und Sozialsystem Zentralamerikas.

Auf dieser Reise wollen wir uns aber weniger mit Politik beschäftigen, als viel mehr mit „Natur pur“.

Wir sind sehr gespannt.

1. Tag: Vulkan Poás und Fahrt nach Monteverde

Nach einer erholsamen Nacht in unsrem Hotel in San José fahren wir morgens um 7.30 Uhr in Richtung des Vulkans Poás.

Es ist Sonntag, die Straßen sind fast menschenleer. Vorbei an Kaffeeplantagen führt uns unser heutige Weg hinauf zu dem ca. 2.700 m hohen Vulkan Poás. Dieser Vulkan, 37 km nördlich von Alajuela gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas. Sein letzter Ausbruch war im März 2006.

Das saure, heiße, vulkanische Lagunenwasser wurde in eine Höhe von fast 150 m gesprüht – Lava floss keine. Zwei Wochen wurde das Gelände für Touristen gesperrt. Verglichen mit seiner bisher heftigsten Eruption von 1910, als der Vulkan eine Fontäne von 8 km in den Himmel stieß, ist dieser März-Ausbruch allerdings nur ein zaghaftes, verhaltenes Spucken.

Der Vulkan Poás gehört zu den aktivsten Vulkanen Costa Ricas und ist der am meisten besuchte Nationalpark des Landes, weil man mit dem Auto bis fast zum Krater hinauf fahren kann. Vom Parkplatz aus geht man nur noch ca. 600 m weit zu Fuß bis zur Aussichtsplattform.

Uns bliebt der Blick in den Kratersee und seine Umgebung leider verwehrt, weil die Wolken sehr tief hängen und es teils heftig regnet.

Etwas enttäuscht fahren wir weiter nach Santa Elena in Monteverde. Es dauert auch nicht lange und die Sonne hat uns wieder. Teilweise führt uns die Route entlang der Panamerikana. Die letzten Kilometer fahren wir auf einer holprigen und staubigen Schotterstraße.

In unserem Hotel angekommen werden wir mit einem Blick, der bis hin zum Pazifik reicht, für das Gerüttele entschädigt und ein schöner Sonnenuntergang lässt uns für diesen Tag vollends zufrieden sein.

2. Tag: Im Nebelwald von Monteverde

Es war kalt heute Nacht und man hat sich nach den warmen Decken des voran gegangenen Hotels in San José gesehnt. Der Wind blies die ganze Nacht kräftig ums Haus. Das Ambiente war zwar ansprechend, aber bei jedem kräftigen Windstoß kamen einem Bedenken, dass das Dach abheben könnte. Aber es hielt natürlich.

Auch am Morgen hat der Wind noch nicht nachgelassen und begleitete uns auch noch den ganzen Tag, was in diesen Höhenlagen normal ist. Bei den herrschenden Temperaturen kann man direkt vergessen, dass wir uns eigentlich in den Tropen befinden.

Der schöne Ausblick von der Hotelanlage aus versöhnt nur bedingt mit dem doch etwas dürftigen Frühstück, das zwar aus reichlich Früchten besteht, aber sonst nur Toast und Marmelade beinhaltet. Aber es ist ja keiner von uns unterernährt.

Kurz vor zehn Uhr starten wir zum Nationalpark im Regenwald. Entlang der holprigen lehmigen, von Schlaglöchern zerfressenen Piste geht die Fahrt zum Eingang des Selvatura Reservats. Hier führt uns der Weg über Hängebrücken über die Baumwipfel und am Boden durch dicht bewachsenen Nebelwald. Es besteht eine unbeschreibliche Artenvielfalt an Pflanzen. Die Tiere halten sich versteckt, was wohl nicht unbedingt als ungewöhnlich zu bewerten ist, sondern an der Tageszeit liegt. Es ja schon auf Mittag zu geht.

Es wird in Costa Rica offensichtlich sehr viel getan, um in Form von Nationalparks die Natur, besonders die Nebelwälder – die grüne Lunge unserer Erde – zu bewahren und durch die Einnahmen auch zu erweitern. Die Touristen kommen aber nicht nur der Reservate wegen hierher: Canopy-Einrichtungen wie auch hier im Reservat, wo Besucher an Stahlseilen hängend über die Baumwipfel jagen, müssen es sein. Wenn die Einnahmen an der richtigen Stelle landen, ist dies in vernünftigem Rahmen auch vertretbar.

Nach dem Mittagessen sehen wir doch noch Tiere: in der Reptilien- und Amphibienausstellung. Erschreckend ist doch, wie viele giftige Tiere darunter sind und wir sind eigentlich alle froh, das uns dies vor unserem Spaziergang durch das Reservat nicht so detailliert bewusst war.

Sehr schön ist der Kolibrigarten, da es in der freien Natur wirklich schwierig ist diese kleinen, flinken Vögel zu entdecken, geschweige denn sie mit der Kamera festzuhalten.

Zum Abschluss wird unser Ausflug doch noch durch ein Tier in „freier Wildbahn“ gekrönt. Ein Mitreisender entdeckt direkt auf dem Weg eine ca. 8 bis 10 cm große Tarantel. Sie zieht es vor sich relativ schnell vor uns zu verstecken.

3. Tag: Heute geht es nach Nicaragua

Und das soll spannend werden.

Nach dem Frühstück verlassen wir Monteverde. Auf den Bergen bläst der Wind immer noch kräftig und ziemlich kühl, besonders für unseren Reiseleiter Rudolfo. Wir fahren die Berge hinab in die Provinz Guanacaste an der Pazifikseite von Costa Rica. Unterwegs können wir das Naturschauspiel eines doppelten Regenbogens bewundern.

Guanacaste ist eine trockene Ebene. In der Regenzeit erlebt Guanacaste eine einzigartige Metamorphose. Binnen weniger Wochen verwandelt sich dann die staubige, Wüsten ähnliche Landschaft in eine Myriade von Grüntönen und bunte Blüten. Aber wir haben ja jetzt das Ende der Trockenzeit, so bleibt uns dieses Bild verwährt.

Bis 1824 gehörte Gunacaste zum benachbarten Nicaragua. In einem Referendum entschied sich die Bevölkerung dafür, sich Costa Rica anzugliedern. 1836 wurde die Annexion legal besiegelt. Heute zählt die Provinz zu den Haupttouristenregionen Costa Ricas. Exzellente Wassersportbedingungen und dutzende von weißen Sandstränden an der Pazifikküste, aktive Vulkane, Thermalquellen sowie Sonne pur locken Touristen aus aller Welt an.

Wir fahren die Strecke von ca. 250 km bis zur Grenze von Nicaragua nur mit ganz kurzen Pausen durch, um möglichst früh da zu sein. An der Grenze angekommen muss jeder sein gesamtes Gepäck nehmen und los geht die Odyssee.

Zuerst muss ein Ausreisestempel in den Pass – ein Stückchen weiter wird dies kontrolliert – dann geht es weiter, geschätzte 600 bis 800 m, über holprige Wege, bei brütender Mittagshitze bis zur Grenzstation von Nicaragua. Hier ist es vor allem wichtig 13 US$ zu bezahlen, dann bekommt jeder seinen Einreisestempel.

Wir sind noch nicht ganz fertig mit den Formalitäten, als plötzlich der Reiseleiter aus Nicaragua vor uns steht und sich wundert, dass wir schon auf der Seite seines Landes sind. Rudolfo aus Costa Rica hat uns vollkommen unnötig über die staubige Stolperpiste gescheucht. Der Bus aus Nicaragua wäre uns eigentlich entgegen gefahren, so dass wir unser Gepäck höchstens 50 m weit hätten schleppen müssen.

Nun gut, nun sind wir da, wenn auch total verschwitzt und teils recht außer Atem. Allerdings müssen wir jetzt noch ca. eine Stunde warten, bis die Formalitäten der aus Nicaragua ausreisenden Gruppe erledigt sind und die Reisenden bis kurz vor die Grenze von Costa Rica gebracht sind.

Aber dann geht es weiter. Wir fahren entlang dem Ufer des Nicaragua Sees mit seiner Insel Ometepe mit dem aktiven Vulkan Concepción In einem kleinen Lokal am Ufer des Sees können wir uns nach der Hektik an der Grenze etwas stärken.

Unser Ziel heute ist Granada, das wir ungefähr 100 km nördlich des Grenzübergangs erreichen. Unser heutiges Abenteuer ist damit aber noch nicht ganz zu Ende. Nach der Hitze des Tages freut sich jeder auf eine erfrischende Dusche.

Aber was ist das? Es läuft kein Wasser und in einigen Zimmern brennt auch kein Licht. In Teilen der Stadt ist Stromausfall und somit fließt auch kein Wasser, da die Pumpen nicht laufen. In einer Stunde soll alles wieder funktionieren. Nun, aus einer Stunde werden zwei oder drei. Das kann uns heute aber auch nicht mehr erschüttern.

Es regelt sich dann endlich alles und wir können zum versöhnlichen Abschluss des Tages ein gutes Abendessen, in stilvollem Ambiente, in einem wunderschönen Innenhof eines alten Gebäudes genießen.

4. Tag: Stinkender Vulkan, bunter Markt, erholsame Natur

Was der Reiseleiter von Costa Rica, Rudolfo, zu schweigsam ist, gleich Mauricio aus Nicaragua mehr als aus. Er weiß ständig etwas zu erzählen, vor allem über die politische Entwicklung des Landes. Er ist stolz darauf. Man kann es verstehen, hat er doch die Zeiten des Bürgerkrieges noch miterlebt. Er ist froh darüber, dass das Land jetzt schon seit 20 Jahren in Frieden lebt.

Aber er erzählt auch viel über das aktuelle Leben der Menschen Nicaraguas, die Geografie und Flora und Fauna. Auf unserem Weg zum Vulkan Masaya machen wir in einem Ort Halt, der vom Handwerk der Töpferei geprägt ist. Es handelt sich meist um Familienbetriebe, die die Kunst des Handwerks von Generation zu Generation weitergeben.

Nur ein kleines Stück weiter besuchen wir eine Gärtnerei, man kann sie fast als botanischen Garten bezeichnen. 40 ha umfasst das Anwesen. Der 78 Jahre alte Besitzer führt uns mit Stolz durch sein Werk und erklärt uns viele Pflanzen. Zum Schluss der Führung dürfen wir noch einige der tropischen Köstlichkeiten probieren.

Weiter geht es zum Hauptziel des heutigen Tages, dem Krater des Vulkans Masaya. Nach der Führung durch das kleine Museum des Nationalparks, fahren wir, an erkalteten Lavafeldern vorbei, hinauf zum Krater Santiago. Wir können von einem höher gelegenen Aussichtspunkt aus einen Blick in den brodelnden, qualmenden und vor allem stinkenden Krater werfen. All zu lange hält man diesen Geruch nicht aus und wirklich gesund ist es wohl auch nicht.

Auf dem Weg zur Lagune Apoyo machen wir einen kleinen Abstecher in der Markthalle von Masaya. Hier geht es bunt, lebhaft und laut zu, wie auf all diesen Märkten rund um den Globus.

Danach wird es wieder ruhiger. Wir nehmen unser Mittagessen in einem Lokal in idyllischer Lage an der Lagune Apoyo ein. Einige nutzen auch die Gelegenheit, ein Bad im See zu nehmen.

Nach unserer Rückkehr nach Granada schlendern wir am Abend noch ein bisschen durch die Gassen und nehmen in einem der vielen Straßenlokale ein wohlschmeckendes Abendessen zu uns. Besonders billig ist das hier nicht. Die Preise sind durch die Nordamerikanern, die hier, und mehr noch in Costa Rica und Panama, schon seit vielen Jahren den Tourismus prägen, recht hoch.

Es war wieder ein interessanter und informativer Tag, was auch durch dem engagierten Einsatz von Mauricio zu zu schreiben ist.

5. Tag: Granada mit Bootsfahrt und „Verbena“ in Masaya

Mauricio holt uns heute nach dem Frühstück vom Hotel ab. Wir wollen heute die Stadt zu Fuß erkunden. Zuerst führt uns unser Weg in die Kathedrale der Stadt, ein großes, helles Gebäude mit relativ schlichter Ausstattung. Unser Weg führt uns weiter durch die Straßen von Granada zum ehemaligen Franziskaner Kloster, heute ein Museum.

Danach besuchen wir das „Haus der drei Welten“. Der Schauspieler Dietmar Schönherr ist Mitbegründer dieser Einrichtung. Hier werden Künstler jeder Richtung unterstützt. Anschließend besteigen wir den Glockenturm einer Kirche. Von hier kann man in allen vier Himmelsrichtungen über die Dächer von Granada blicken.

Dann ist Mittagspause angesagt. Wir lassen uns in einem kleinen Lokal direkt am Central-Park nieder und beobachten bei einer Tasse Kaffee das hier stattfindende Treiben.

Am frühen Nachmittag bringen uns dann Pferdekutschen ans Ufer des Nicaragua Sees, wo wir in ein Boot umsteigen. Ein und eine halbe Stunde schippern wir zwischen all den vielen Inseln herum. Viele sind bewohnt, andere kann man kaufen, aber viele sind auch unbewohnt. Hier tummeln sich vor allem viele Vögel, die mit dem Auge wie immer schwer aus zu machen sind. Aber auch Affen bekommen wir zu Gesicht.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel fahren wir noch einmal nach Masaya, wo wir eine „Verbena“ besuchen. Es wird ein traditionelles Essen serviert, was ehrlich gesagt kaum einem schmeckt. Es ist zu ungewohnt für unseren Gaumen. Dafür ist die gebotene Tanz und Musikvorführung sehr unterhaltsam.

Und wieder geht ein Tag mit den unterschiedlichsten Eindrücken zu Ende.

6. Tag: Rückkehr nach Costa Rica

Heute fahren wir wieder zurück nach Costa Rica. Wir sind alle gespannt, ob der Grenzübertritt diesmal besser klappt. Es scheint tatsächlich so. Mauricio erledigt für uns die Ausreiseformalitäten. Er hat auch die Formulare, die hierfür erforderlich sind, schon für alle ausgefüllt. Wir können entspannt im Bus sitzen bleiben. Nachdem unsere Pässe alle abgestempelt sind, fahren wir weiter bis kurz vor die Kontrollstelle von Costa Rica.

Aber wer ist nicht da? Rudolfo! Wir warten bis fast 1.00 Uhr, obwohl auf unserem Plan von ARA-Tours 9.30 Uhr steht. Da kommt Rudolfo plötzlich vollkommen außer Atem an. Was ist los? Er dachte wir treffen uns um 11.00 Uhr und da auf der Seite von Costa Rica sich eine ewig lange Schlange von LKW gebildet hat, an der der Bus wegen Gegenverkehr nur sehr langsam vorbeifahren kann, ist er uns ein gutes Stück schon zu Fuß entgegen gekommen. Nun gut, jetzt ist er da.

So packen wir nun alle unsere Koffer und tragen bzw. rollen sie so 50 m weiter zum Bus aus Costa Rica, der inzwischen auch angekommen ist, und verstauen alles wieder. Dann noch schnell den Einreisestempel für Costa Rica abholen und die Fahrt geht auf der Panamerikana über Liberia und Cana weiter nach La Fortuna. Bis wir unsere Zimmer beziehen ist es bereits dunkel.

7. Tag: Nationalpark Arenal

Der 1.633 m hohe und aktive Vulkan Arenal liegt etwa neunzig Kilometer nördlich von San José im gleichnamigen Nationalpark am Arenal See. Das Naturschutzgebiet umfasst ursprünglichen Regen und Nebelwald, Flüsse, Wasserfälle und eine reiche Tier-und Pflanzenwelt in unterschiedlichen Lebensräumen.

Der majestätische und eindrückliche Vulkan ist die größte Attraktion des Nationalparks und zeigt sich in nahezu perfekter, konischer Form. Der Arenal ist einer der aktivsten Vulkane in Costa Rica. Der letzte große Ausbruch war 1968, als ein Erdbeben den Riesen aus einem etwa 400 Jahre tiefen Schlaf erweckte. Bei der fürchterlichen Eruption kollabierte die Westflanke des Arenal und es entstanden drei neue Krater. Beim Ausbruch wurden auch die Ortschaften Tabacón und Pueblo Nuevo zerstört, fast neunzig Menschen verloren dabei ihr Leben.

Der noch aktive Vulkan spukt heute keine glühende Lava mehr aus. Der Vulkan heizt verschiedene Quellen auf, unter anderem die heißen Quellen von Tabacon, einem beliebten Touristenziel. Der Arenal, Fortuna und Tabacon gehören zu den populärsten Zielen in Costa Rica.

Auch unser Hotel verfügt über Pools gefüllt mit warmem Wasser aus Thermalquellen. Einige unserer Gruppe nehmen nach der schweißtreibenden Wanderung im Nationalpark darin ein Bad.

Am Abend fahren wir mit unserem Bus nach La Fortuna. Die kleine Stadt hat sich im Laufe der vergangenen Jahre in eines der touristischen Hauptzentren des Landes gewandelt. Im Zentrum finden sich Ladengeschäfte aller Art, Banken, Restaurants mit einheimischer und internationaler Speisekarte sowie eine Anzahl lokaler Tourbüros die Ausflüge in die Umgebung anbieten.

In einem der vielen Restaurants nehmen wir unser Abendessen ein. Hier lernen wir zu ersten mal „Cervice“ kennen: eine Vorspeise, die aus sauer eingelegtem Fisch oder Meeresfrüchten besteht. Das schmeckt in der Hitze richtig erfrischend.

8. Tag: Auf geht’s nach Tortuguera

Unser heutiges Tagesziel ist der Nationalpark Tortuguera. Wir müssen schon um 6.00 Uhr starten. Um diese Zeit gibt es im Hotel noch kein Frühstück. Deshalb fahren wir erst einmal ein Stück und frühstücken dann in einem Lokal an der Strecke.

Da wir zu einer bestimmten Zeit an der Bootsanlegestelle sein müssen, um auf unser Wassertaxi umzusteigen, geht es non stop bis dahin. Wir können unser komplettes Gepäck mitnehmen, da heute nicht so viele Gäste in die Lodge wollen. Das macht es, abgesehen davon, dass man nichts umpacken muss, nicht unbedingt bequemer, denn es heißt Koffer schleppen. Der Service in den gebuchten Hotels ist nicht gerade groß geschrieben. Uns macht das nichts, aber es gibt auch Mitreisende die körperlich nicht ganz so fit sind.

Nachdem alles und alle auf dem Boots verstaut sind geht es „high speed“ los. Da die Flussmündungen, bedingt durch Sedimentablagerungen, die durch die geologischen Bedingungen - durch das übereinander schieben der hier zusammentreffenden Erdplatten wird die karibische Seite Mittelamerikas angehoben – verstärkt werden, versanden, wird etwas landeinwärts ein Kanal gebaggert um einen Zugang zum Nationalpark zu haben. Danach geht es durch Urwald mit reicher tropischer Vegetation bis zu unserer Lodge, direkt an der karibischen Küste.

Nach einem recht wohlschmeckendem Mittagessen überlässt uns unser Reiseleiter uns selbst und wir können die nähere Umgebung des Hotels erkunden. Leider kommen wir auch nicht in den Genuss eines Filmes über den Nationalpark Tortuguera, der in der Lodge zur Verfügung steht, da unser Reiseleiter nichts davon weiß. Wir erfahren dies leider erst am nächsten Tag, als es für eine Vorführung zu spät ist.

Nach dem Abendessen fallen wir nach dem langen Tag müde ins Bett, das hart ist wie ein Brett und somit die nächtliche Erholung, für diejenigen die damit nicht klar kommen, sich in Grenzen hält.

9. Tag: Auf der Pirsch im Regenwald

Der Nationalpark Tortuguero wurde 1975 gegründet, um die wertvolle Tier-und Pflanzenwelt des karibischen Tieflandes für nachkommende Generationen zu erhalten.

Der 35 km lange Küstenstreifen, der zum Park gehört, ist ein wichtiger Eiablageplatz für die vom Aussterben bedrohten grünen Meeresschildkröten. Vor allem in der Zeit vom Juni bis September schwimmen die Schildkröten zu Tausenden an Land und verstecken die Eier im Schutze der Dunkelheit im Sand.

Die grünen Meeresschildkröten werden etwa ein Meter lang und bis zu 200 Kilo schwer. Alle zwei bis drei Jahre legen sie bis zu hundert Eier. Die Babys schlüpfen etwa 45 bis 75 Tage später, während der Nacht, aus den Eiern.

Am gleichen Strand legen auch die Lederschildkröten ihre Eier in den Sand. Die Lederschildkröte ist die grösste ihrer Art. Sie erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern und kann mehr als 700 Kilo wiegen.

So lebenswichtig für die Schildkröten dieser Strand auch sein mag. Der Tortuguero Nationalpark bietet weit mehr. Der Park schützt fast 190 km² Land und etwa 520 km² Gewässer.

In der weitverzweigten Kanal-und Lagunenlandschaft leben unter vielen anderen Spezies sieben Arten von Fluss-Schildkröten, Kaimane, Otter, Seekühe und Alligator-Hechte, eine Fischart, die seit prähistorischen Zeiten nahezu unverändert geblieben ist. Der Regenwald bietet Jaguar, Affen, Faultier und vielen weiteren Säugetieren Heimat. Auch giftige Frösche, Schlangen, Insekten und etwa 375 Vogelarten fühlen sich hier äußerst wohl.

Eine zauberhafte Welt mit Schattenseiten; hier gehört fressen und gefressen werden zum Alltag.

Im Tortuguero wachsen auch etwa 400 Baumarten und über 2.200 Arten von Pflanzen sind hier beheimatet.

Noch vor dem Frühstück, bei Sonnenaufgang, steigen wir in ein Boot und fahren auf Fotopirsch. Die Fotoausbeute hält sich allerdings in Grenzen, die sind Bilder eher ein Suchspiel. Außer Echsen, Reihern und Waranen sehen wir auch Affen und Faultiere, und auch eine große Anzahl von Tukans. Da sich diese alle hoch oben in den Bäumen aufhalten, machen Fotos nicht wirklich Sinn und so genießen wir deren Anblick durch das Fernglas.

Die Anzahl der Tiere hält sich allerdings in Grenzen, obwohl die Tageszeit optimal ist. Wir fahren leider in keine Seitenkanäle, sondern halten uns nur auf den größeren Wasserstraßen auf, auf denen sich der ganze Verkehr der Wassertaxis abspielt. Diese rasen leider meist ohne Rücksicht auf die Natur hier durch. Auch bei unserer Rückfahrt zur Lodge gibt unser Fahrer Vollgas.

Nachdem Frühstück machen wir zusammen mit einem einheimischen Führer einen Spaziergang durch den Dschungel. In Gummistiefeln geht es über die verschlammten Wege, denn es hat in der Nacht heftig geregnet. Wir sehen einige der roten Frösche, die ja höchstens 2 cm groß sind, einen Kaiman und verschiedene Vögel.

Nach dem Mittagessen vergnügt sich jeder nach Lust und Laune.

10. Tag: Weiter nach Puerto Viejo

Morgens um 8.00 Uhr verstauen wir wieder all unser Gepäck und uns selbst auf dem Boot und fahren nach Cano Blanco, wo uns Luis, unser Fahrer, schon mit seinem Bus erwartet.

Der heutige Tag dient nur dazu, uns unserem eigentlich nächsten Ziel, Panama, näher zu bringen. Wir kommen an all den Bananenplantagen von Dole, Chiquita, Del Monte und wie sie alle heißen und wohl jedem bekannt sind, vorbei. An einer Verpackungsstation halten wir an. Es ist interessant dies zu sehen. Die Großen Bananenstauden werden in den Plantagen an einem Seil aufgehängt und daran zur Verpackungsstation gezogen.

Hier werden Sie von den Arbeiterinnen und Arbeiten in die uns bekannten Stücke zerteilt und in ein Wasserbecken geworfen. Darin bleiben Sie 8 Stunden liegen, um Wasser zu puffern. Ob das wirklich nur Wasser ist?? Danach werden sie in die allseits bekannten Kartons verpackt und in großen LKW zum nächsten Hafen gefahren und containerweise auf die Schiffe verladen. Und ab geht es nach Nordamerika und Europa.

In einem einfachen Restaurant nehmen wir unterwegs ein einfaches, aber recht schmackhaftes Mittagessen zu uns. Wir erreichen am späten Nachmittag unser Hotel in Puerto Viejo. Es liegt direkt am Strand. Baden im Meer geht aber überhaupt nicht, da die Brandung zu stark ist. Durch den vielen Regen des heutigen Tages und die dadurch entstandene hohe Luftfeuchtigkeit entsteht eine Stimmung der besonderen Art.

Porto Viejo ist kein schöner Ort. Man kommt sich vor, wie unter lauter übrig gebliebenen Hippies und ewig Gestrigen. Sehr viele Amerikaner prägen das Straßenbild.

Rudolfo, unser Reiseleiter, organisiert ein Abendessen in einem der vielen Restaurants. Es ist nicht besonders gut, aber teuer. Vielleicht haben wir auch nur das falsche bestellt, aber es war einfach viel zu trocken.

Aber die Zimmer in unserem Hotel sind schön. Einfach, aber geschmackvoll eingerichtet. Gegenüber den Zimmern in der Lodge wirken sie direkt luxuriös.

11. Tag: Unser Weg nach Panama

Heute geht es nun nach Panama, dem dritten Land unserer Reise.

Die Karibik zeigt sich heute morgen von ihrer schönsten Seite – blauer Himmel und blaues Meer. Das hellt gleich die Stimmung etwas auf, wie auch die Tatsache, dass wir einen neuen Reiseleiter bekommen werden. Wird er besser sein als Rudolfo aus Costa Rica? Lassen wir uns überraschen. Schlimmer kann es wohl kaum werden.

Zunächst machen wir aber noch einen Spaziergang durch einen Nationalpark, um Fauna und Flora zu betrachten. Wir müssen auf einen anderen als vorgesehen ausweichen. Der Gandoca Nationalpark ist durch den vielen Regen der Vortage zu verschlammt. Aber auch hier im Nationalpark Cahuita ist das Gehen durch die hohe Luftfeuchtigkeit für manchen sehr anstrengend.

Dann geht es über die Grenze. Abenteuerlich, wie in der Reisebeschreibung erwähnt. Nachdem alle ihren Ausreisestempel haben geht es zu Fuß mit vollen Gepäck über eine alte Brücke, die eigentlich für die Eisenbahn gebaut wurde. Grenzwertig für Höhenkranke. Auf Holzbohlen balancieren wir darüber und erreichen auf der anderen Seite Panama. Hier wieder die Einreiseprozedur – Einreisestempel, drei Dollar bezahlen und Quittungsmarke erhalten.

Und da ist sie, unsere neue Reiseleiterin, Klara oder Claire. Sie hat die ganze weitere Organisation sicher im Griff. Unser Gepäck wird in einem kleinen Fahrzeug befördert, wir fahren mit einem extra Bus. In der kurzen Zeit bis zu der Station der Wassertaxis erfahren wir mehr über Panama, als in den vergangenen Tagen zusammen über Costa Rica. Nahe am heutigen Leben.

In der Hafenstadt Almirante steigen auf unser Wassertaxi um und weiter geht es, full speed, zur Hauptinsel des Bocas del Toro Archipels, Isla Colon.

Das Hotel ist ein altes Kolonialhaus, das mit viel Liebe hergerichtet ist. Und gekocht wird hier auch gut. Bei einem guten Abendessen, zu dem auch ein Apfelkuchen als Nachtisch gehört, lassen wir den Tag ausklingen.

12. Tag: Bootsausflug im Bocas del Toro Archipel

Im Jahre 1502 erkunndete Christoph Kolumbus diese Gegend. In Zeiten Großkolumbiens wurde das Gebiet namens Bocas del Toro im Jahre 1834 gegründet. 1850 wurden die Bocas del Toro mit der Provinz Chiriqui zusammengelegt, später wieder getrennt und der Provinz Colón zugeführt. Am 16. November 1903 wurde auch diese Verbindung wieder annulliert und die Bocas del Toro wurden eine eigene Provinz.

1941 wurde diese dann in zwei Bezirke eingeteilt, Bocas del Toro und Crimamola. Vier Jahre später wurde auch dies wieder rückgängig gemacht und es gab wieder nur eine Provinz. 1970 wurde der Bezirk Bocas del Toro in Changuinola umbenannt, der Bezirk Bastimentos fiel weg und drei neue kamen dazu und machten es zu dem, was es heute ist. Die Größe der Bezirke änderte sich 1997, als das Reservat Ngäöbe-Buglé festgelegt wurde.

Bocas ist neben Panama City eines der Hauptreiseziele Panamas. Das liegt an seiner Bilderbuch schönen Umgebung, den atemberaubenden weißen Sandstränden wie auf Cayos Zapatillas, Isla Bastimentos, Boca del Drago, Red Frog, Coral Cay, Carenero, Isla Pajaros, Bahia de los Delfines, dem kristallklarem Wasser, der Artenvielfalt unter Wasser und dem großen Angebot an verschiedensten Aktivitäten. In Bocas del Toro kommt jeder auf seine Kosten.

Nach Bocas del Toro zieht es besonders Abenteurer und Sportbegeisterte Touristen. Denn hier besteht die Möglichkeit zu tauchen, schnorcheln, surfen und alle Arten von Boottrips zu unternehmen. Die Artenvielfalt unter Wasser und die vielen Korallenriffe ermöglichen ein Tauch- und Schnorchel Erlebnis der besonderen Art. In der Surferszene bekannt, auf Grund von internationalen Surf Events, bietet Bocas del Toro viele Plätze zum Wellenreiten, wie z. B. Carenero, Bluff, Dumper und Silverback. Ein weiterer, entscheidender Besuchermagnet ist der Nationalpark "Parque Nacional Marino Isla Bastimento".

Gleich nach dem Frühstück gehen wir die Straße von Colón entlang bis zu den Bootsanlegestellen. Wir teilen uns in zwei Gruppen auf und besteigen die Boote. Unsere Reiseleiterin Klara erzählt uns in frischer und kompetenter Art viel über die Natur und und das Leben auf Bocas. Unser erstes Ziel ist die Delphinbucht. Wie auf Bestellung tauchen auch bald einige der geselligen und neugierigen Tiere, teils von Jungtieren begleitet, auf. Anschließend fahren wir in ganz langsamem Tempo entlang der Mangroven und können viele Seesterne und bunte Schwämme entdecken.

Zu Mittag machen wir halt an einem Restaurant das auf Pfählen errichtet ist. Das mehr zeigt sich in seinen schönsten Türkistönen und lädt auf ein erfrischendes Bad und zum Schnorcheln ein. Unsre letzte Station am heutigen Tage ist Red Frog, an der Außenseite des Archipels gelegen. Leider verschwindet die Sonne wieder hinter Wolken und läßt die schönen Farben des Meeres verblassen. Auf unserem kurzen Weg vom Boot zum Strand und wieder zurück erklärt uns Klara viele hier vorkommenden Pflanzen.

Mit schnellem Tempo und etwas nassgespritzt durch das hohe Tempo kehren wir auf die Isla Colón zurück und ein sehr zufriedenstellender Tag geht zu Ende.

13. Tag: Mit dem Flugzeug nach Panama City

Bis zum Abflug nach Panama City ist heute frei. Jeder nutzt die Zeit nach seinen Bedürfnissen. Ein Ausflug zum Strand, eine kleine Tour mit dem Fahrrad, oder einfach ausruhen.

Um halb vier gehen wir dann zu Fuß zum Flughafen – das Gepäck wird mit dem Taxi befördert, welch ein Luxus. Der Flughafen ist klein und überschaubar, aber er ist international - in paar mal pro Woche kann man nach San José in Costa Rica fliegen. Das Gepäck ist auf 20 kg limitiert. Es wird genau gewogen und der eine oder andere muss bezahlen, wenn auch nicht viel. Danach muss jede Person inklusive Handgepäck auf die Waage. Es wird aber keine Nachzahlung für Übergewicht gefordert. Es dient nur zur Feststellung des gesamten Gewichtes, um festzustellen ob und wieviel Cargo noch mitgenommen werden kann.

Das Flugzeug ist nicht groß. Es ist eine zweimotorige Propellermaschine, die ungefähr 40 Personen fast. Es fliegt knapp über der Wolkengrenze, die heute wunderbare Wolken wie Wattebäusche bietet. Obwohl der Flug nur knapp eine Stunde dauert werden Getränke und ein kleiner Snack verteilt. Das gab es bei Iberia auf dem innereuropäischen Flug nach Madrid nicht, obwohl dieser früh morgens stattfand und ungefähr zwei und eine halbe Stunde dauerte.

In der Dämmerung landen wir auf dem nationalen Flughafen von Panama City mit dem Blick auf die Brücke Panamerikana. Hier beginnt die Panamerikana auf der man bis Alaska im Norden fahren kann. Nach Süden kann man von Panama aus nicht fahren, da es durch die tropischen Regenwälder im Süden des Landes keine Straßenverbindung nach Guatemala oder Kolumbien gibt. Man muss hier per Schiff übersetzen.

14. Tag: Durchquerung des Panamakanals

Für mich als passionierter Blauwassersegler kommt heute der Höhepunkt dieser Reise: die Durchquerung des Panamakanals.

1513 überquerte der Spanier Vasco Núnez de Balboa mit einer Gruppe von Gefolgsleuten mit Booten als erster die Landenge. Die Idee einer Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik durch einen Kanal wurde 1523 von Kaiser Karl V. angeregt.

Das erste Projekt wurde 1529 von dem Spanier Alvarado de Saavedra Colon ausgearbeitet. In den folgenden Jahrhunderten beschäftigte sich eine Reihe von Politikern und Wissenschaftlern mit der Frage eines Kanalbaus. Anfang des 19. Jh. galt das insbesondere für Alexander von Humboldt, der von 1799 bis 1804 Lateinamerika erforschte. Nach Goldfunden in Kalifornien wurde 1848 eine Lizenz für eine Eisenbahnverbindung vergeben. 1849–1853 nutzten Goldgräber auch eine Fluss-Land-Route.

Nach dem finanziellen Erfolg des 1869 eröffneten Sueskanals in Ägypten glaubte man in Frankreich, dass ein Kanal, der Atlantik und Pazifik miteinander verbindet, ebenso einfach zu bauen wäre. Gebaut werden sollte ein schleusenloser Kanal mit einer Länge von 73 Kilometern. Der Aushub sollte 120 Millionen Kubikmeter nicht übersteigen.

Eine Aktiengesellschaft wurde zur Finanzierung gegründet und versprach genauso hohe Rentabilität wie die Suezkanal-Aktien. In der Bauzeit von 1881 bis 1889 starben bei dem Bau 22.000 Arbeiter in der Sumpflandschaft an Gelbfieber und Malaria. Auf Anraten französischer Ärzte wurde 1883 beim Bau des Kanals angeordnet, zum Schutz vor Malaria die Pfosten der Betten der Arbeiter in Wassereimer zu stellen.

Die Eimer wurden allerdings zu Brutstätten der Malariamücken, die Krankheit breitete sich rasend schnell aus, der Bau musste nicht zuletzt auch deshalb abgebrochen werden. 1887 revidierte Ferdinand de Lesseps unter dem Druck der schlechten Finanzlage die Pläne und schloss mit dem Ingenieur Gustave Eiffel einen Vertrag ab, um einen Schleusenkanal bis 1890 herzustellen. Wegen Planungsmängeln, falschen geologischen Untersuchungen, schlechter Organisation, Bestechung, unzähliger technischer Schwierigkeiten und Pannen gaben die Franzosen schließlich aus finanziellen und politischen Überlegungen auf und stellten die Arbeiten 1889 ein.

1894 übernahm eine Auffanggesellschaft die Fortführung der theoretischen Arbeiten und verkaufte 1902 den Gesamtkomplex für 40 Millionen US$ an die USA, die etwa 40 Prozent der bis dahin geleisteten praktischen Arbeiten verwenden konnten. Die Planungen des Panamakanals konkurrierten mit Planungen zum Nicaragua-Kanal. Dieser wurde jedoch nicht realisiert, da dessen Investoren den Panamakanal favorisierten. Nach dem Ankauf der Wyse-Konzession verlangten die USA von Kolumbien die Abtretung des Panamakanalgebiets. Kolumbien weigerte sich; es entstand der Panamakonflikt.

Im November 1903 landeten US-Militärs, besetzten das Gebiet und riefen den unabhängigen Staat Panama aus. Die US-Regierung glaubte, so schneller den Bau des aus strategischen Gründen für absolut notwendig erachteten Kanals zu erreichen.

Am 18. November 1903 vereinbarten der damalige US-Außenminister und ein ehemaliger Mitarbeiter von Ferdinand de Lesseps, der französische Ingenieur Philippe Bunau-Varilla einen Staatsvertrag – den sogenannten Hay-Bunau-Varilla-Vertrag, nach dem Ende der Ratifikation am 26. Februar 1904 in Washington verkündet und auf unbestimmte Zeit gültig – über die Nutzung einer Kanalzone in der Breite von 16 km, jeweils 8 km beiderseits der Kanaltrasse, ihre Besetzung und ihre unbeschränkte Kontrolle.

Die USA kontrollierten damit eine Kanalzone. Sie mussten aber die territoriale Souveränität Panamas zusichern. Der Vertrag sah zudem die Zahlung von 10 Millionen US$ vor sowie eine ab 1913 beginnende jährliche Zahlung von 250.000 US$ in Gold.

Im April 1905 wurde der Kanalbau dem Ingenieur John Frank Stevens anvertraut. Er erkannte, dass die größten Schwierigkeiten die Krankheiten darstellten und er daher zuerst die Lebenszustände der Arbeiter verbessern musste. Mit seinem Einsatz erwarb er sich ihren Respekt, so dass er sich der eigentlichen Herausforderung stellen konnte: Der Planung der Logistik und dem Aufbau der Organisation. Die Kosten des nun mit Schleusen und Stauseen erbauten Panamakanals beliefen sich auf 386 Millionen US$, und während der Bauarbeiten von 1906 bis 1914 starben 5.609 Arbeiter an Unfällen und Krankheiten. Insgesamt forderte der Bau des Panamakanals somit circa 28.000 Menschenleben.

Am 15. August 1914 passierte das 200 Passagiere transportierende Paketboot „Ancona“ als erstes Wasserfahrzeug den Panamakanal in voller Länge. Wegen des Ausbruchs des ersten Weltkrieges gab US-Präsident Wilson die Wasserstraße erst am 12. Juli 1920 offiziell für den Schiffsverkehr frei.

Die Tatsache, dass die USA die Hoheit über den Kanal und einen Landstreifen entlang des Kanals, die Kanalzone, behielten, sorgte wiederholt für Spannungen zwischen der US-Regierung und Panama. 1977 handelte US-Präsident Jimmy Carter mit General Omar Torrijos die Torrijos-Carter-Verträge aus, nach denen der Kanal bis zum Jahre 2000 an Panama zurückzugeben sei, was dann am 31. Dezember 1999 um 12 Uhr geschah. Seitdem wird der Kanal von der panamaischen Kanalbehörde ACP (span. Autoridad del Canal de Panamá) verwaltet. Die Behörde ist autonom, allerdings wird ihr Vorstand vom panamaischen Präsidenten ernannt.

Der Panamakanal hat für die Schifffahrt eine hohe Bedeutung. Er kürzt die Strecke von New York nach San Francisco um rund 30.000 km auf ca. 10.000 km, was eine enorme Zeitersparnis bringt, die Kosten (wenn auch eine Passage bis 400.000 US$ kostet) senkt und vor allem viel sicherer ist wie die Fahrt um Südamerika herum.

An gewissen technischen Daten des Panamakanals kommt man natürlich nicht vorbei. Der Kanal ist 81.6 km lang. Er verläuft zwischen den Städten Colón an der Atlantik- und Balboa an der Pazifikküste und führt durch den aufgestauten Gatúnsee.

In Panama arbeiten rund 8.000 Menschen in Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung des Kanals. Am 4. September 2010 hat der chinesische Schüttgut-Frachter mit dem Namen „Fortune Plum“ (Glückspflaume) als millionstes Schiff seit der Eröffnung den Panamakanal durchquert Für die Benutzung muss ein Lotse an Bord genommen werden, der nicht nur beratend dem Kapitän zur Seite steht, sondern die volle Führungsgewalt über das Schiff übernimmt.

Mit drei Schleusenanlagen wird der Höhenunterschied überwunden (bei einer Passage vom Pazifik zum Atlantik):

  • Miraflores-Schleusen (2 Stufen)
  • Pedro-Miguel-Schleusen (1 Stufe)
  • Gatun-Schleusen (3 Stufen)

Fast hundert Jahre nach der Eröffnung des Kanals sind die Schleusenkammern für die heutigen Ozeanriesen längst zu klein. Deshalb ist eine Kanalerweiterung geplant und auch schon im Bau. In den Ausbauplänen findet man nur noch zwei Schleusenanlagen, da die Pedro-Miguel-Schleusen und die Miraflores-Schleusen dort zu den Pazifik-Schleusen zusammengefasst werden. 2014, zum 100-jährigen Bestehen es Kanals soll diese Erweiterung in Betrieb genommen werden.

Aber nun fahren wir durch den Kanal. Noch vor dem Frühstück starten wir, um an Bord unseres kleinen Passagierschiffes zu gehen. Bis 300 Personen können hier mitfahren. Während der Fahrt werden wir ausreichend mit Frühstück, Mittagessen und Getränken versorgt. Ungefähr neun Stunden soll die Fahrt dauern. Zuerst fahren wir unter der Panamerikanabrücke, die wir schon gestern aus dem Flugzeug heraus gesehen hatten, hindurch.

Als erstes passieren wir die Miraflores-Schleuse, die aus in jeder Fahrtrichtung aus 2 Kammern besteht. Wir teilen uns die Kammern mit einem großen Frachtschiff, das rechts und links zur Schleusenwand gerade mal 30 cm Spielraum hat und von Zahnradbahnen vorn und hinten hindurch buxiert werden.

Nach kurzer Fahrstrecke geht es dann durch die Pedro-Miguel-Schleuse, die nur aus einer Stufe besteht. Es geht unter der Milleniumbrücke hindurch. Hier im Culebra-Kanal, ist die Durchfahrt durch den Kanal am schmälsten. 8.5 km geht es dann weiter auf dem Fluss Chagres und anschließend, 24.2 km auf dem Gutan-Stausee bis zu den gleichnamigen Schleusen, wo es wieder über 3 Stufen abwärts, bis auf Meereshöhe geht. Weiter geht die Fahrt bis nach Colón am Atlantik. Die gesamte Passage umfasst 76.9 km.

In Colón werden wir von Bussen der Reederei abgeholt und nacha Panama City zurückgebracht. Um 7.00 Uhr abends sind wir zurück. Es war ein langer Tag, aber einer, der sich gelohnt hat.

15. Tag: Panama City

Panama-Stadt ist die Hauptstadt und der Regierungssitz des mittelamerikanischen Staates Panama und mit rund 700.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Sie liegt im Süden des Landes an der pazifischen Küste und direkt östlich des Panamakanals. Die moderne Stadt ist das wirtschaftliche, politische, touristische und kulturelle Zentrum des Landes. In wirtschaftlicher Hinsicht ist sie eine Weltstadt.

Panama-Stadt wurde 1519 vom Spanier Pedro Arias Dávila rund 10 km östlich des heutigen Stadtzentrums (Casco) gegründet. 1671 wurde sie durch den englischen Piraten Henry Morgan zerstört und danach etwa 5 km südwestlich davon, an ihrer heutigen Stelle, neu erbaut. Die Stadt gewann dank ihrer geographischen Lage am Isthmus von Panama bald an Bedeutung. Panama-Stadt erlebte aber erst nach dem Bau des Panamakanals ein verstärktes Wachstum. 1903 wurde Panama-Stadt zur Hauptstadt erklärt.

Mit dem Bau der ersten Bahn und schließlich des Panamakanals nahm die Stadt im späten 19. und vor allem im 20. Jh. einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Derzeit ist die Stadt in einem rapiden Größenwachstum begriffen, wobei jedoch nicht nur die Zuwanderung, sondern auch Immobilienspekulation und möglicherweise auch das „Waschen“ von kolumbianischen Drogengeldern eine Rolle spielen.

Auf der Fahrt durch das moderne Panama mit all seinen Hochhäusern sehen wir einen der alten, bunt angemalten Busse Panamas. Sie verschwinden immer mehr aus dem Stadtbild, da sie durch moderne, klimatisierte Busse ersetzt werden. Zwischen all den hohen, modernen Häusern – keines ist älter als 10 Jahre – stehen noch vereinzelt niedrige Häuser vergangener Tage. Östlich der heutigen Stadt Panama findet man das historische Panama. Es ist noch eine Vielzahl an Ruinen der alten Klöster vorhanden.

Nach einem Abstecher zur Miraflores-Schleuse und dem Mittagessen in einem netten Hafenrestaurant machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Panama-Stadt. Es ist nicht ratsam hier alleine umher zugehen. Mitreisende machten dies am Tage zuvor und bekamen gleich unaufgefordert bewaffneten Begleitschutz. In einer Reisegruppe und mit den Ortskenntnissen der Reiseleiterin ist ein Rundgang aber sehr gut möglich.

Privatleute haben begonnen die Häuser der Altstadt zu renovieren. Dies macht immer mehr Fortschritte und wird das Stadtbild allmählich zum Besseren verändern.

Nur wenige unserer Gruppe nutzen anschließend die Gelegenheit einen Gang durch die Fußgängerzone zu unternehmen oder eine Einkaufs-Mall zu besuchen, denn es ist fast unerträglich heiß heute.

16. Tag: Besuch der Emberá-Indianer

In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Lebensraum für die Indianer immer enger. Als Paramilitärs, Waffenschieber und Drogenbanden über die Grenze aus Kolumbien kamen und wahllos um sich schossen, mussten sie aus ihrem Siedlungsgebiet im Osten des Landes fliehen.

Sie zogen sich tief in den Regenwald Panamas zurück. Doch mit dem Bau der Panamericana, die eine Rodungsschneise im Gebiet der Embera hinterließ, kamen Weiße in ihre Dörfer und weckten in vielen von ihnen den Wunsch nach einem besseren Leben.

Vor vielen Jahren erkannte manch Indianer die Zeichen der Zeit. "Die Weißen rodeten die Bäume und stahlen uns das Land. Für Menschen wie uns, die vom Ackerbau und der Jagd lebten, war das wie ein Todesurteil". Einige zogen von den Städten ans Ufer des Río Chagres zurück und gründeten flussaufwärts ihre Dörfer.

Die kleine Siedlung, die wir besuchen, liegt nur gut zwei Stunden mit Bus und Boot von der panamesischen Hauptstadt entfernt. Für Touristen eine erträgliche Distanz. Die Bewohner leben heute hauptsächlich von dem Geld, das die neugierigen Weißen bei ihren immer häufiger werdenden Besuchen im Dorf lassen.

Auch wir fahren mit dem Bus ans Ufer des Sees Alajuela. Dort werden wir schon von den Indios mit ihren Einbaumbooten erwartet. Sieben Personen nehmen in einem Boot Platz. Die Fahrt führt uns flussaufwärts. Am Ende der Trockenzeit ist der Wasserspiegel sehr niedrig, so dass unser Bootsführer stellenweise sogar aussteigen muss um das Boot zu schieben. Am Bug des Bootes steht ein zweiter Indio, um das Boot bei den Kurven in mit einer langen Stange in die richtige Richtung zu lenken.

Im Dorf angekommen werden wir von den Bewohnern mit Musik und Handschlag begrüßt. Sehr anschaulich wird uns das Leben und die Arbeit der Indios erklärt und man kann auch viele ihrer Handarbeiten käuflich erwerben. Anschließend werden wir mit Fisch und gebratenen Bananen verköstigt. Danach gibt es unser mitgebrachtes Obst als Nachtisch. Auch Trinkwasser haben wir mitgebracht, denn für unsere mitteleuropäischen Mägen ist es nicht ratsam das Wasser der Indios hier zu trinken.

Zum Abschluss führen uns die Bewohner, schön herausgeputzt in ihren traditionellen Sonntagsgewändern, ein paar Tänze vor.

Wir machen uns bald auf den Rückweg, denn unsere Fahrt geht heute noch bis zu unserem Badehotel an der Costa Blanca weiter. Es ist eine anstrengende Fahrt, denn der Bus ist derartig eng, dass man sich so gut wie nicht bewegen kann; eigentlich ist dies für uns Mitteleuropäer, die nun mal größer sind, nicht zumutbar. Da ist sogar die Economy-Class der Iberia-Fluggesellschaft noch Luxus dagegen.

Wir überstehen die 2.5 stündige Fahrt aber alle, wenn auch mit eingeschlafenen Gliedmaßen und teils schmerzenden Knien.

17. - 21. Tag: Badeaufenthalt und Heimreise

Die Rundfahrt ist zu Ende, wir haben Quartier in unserem Badehotel an der Costa Blanca, der Pazifikküste von Panama, bezogen. Vier Tage Erholung von der doch anstrengenden Reise. Dieses Hotel sehen aber nicht alle als geeignet dafür an.

Es ist schön angelegt, unbestritten, aber es ist eine sehr große Anlage, voll auf „all inklusiv“ ausgerichtet. Man hat den Eindruck, dass sich alles nur ums Essen und Trinken dreht. Auch ist es laut. Ständig wird Rasen gemäht, Laub zusammen geblasen,Wasser gepumpt und überall wird über Lautsprecher Musik abgespielt. Wir wünschen uns eigentlich nach über zwei Wochen Motorengeknattere der Reisebusse auch für unsre Ohren Erholung. Nun gut, man kann nicht alles haben.

Ich bin mir sicher es gibt genügend Personen, denen grade all dieser Jahrmarkt gefällt. Die Amerikaner, egal ob aus dem Norden, dem Süden oder aus Zentralamerika, scheinen sich offensichtlich wohl zu fühlen.

Aber auch wir finden unsre Erholung, freuen uns jetzt aber nach drei Wochen sehr wohl auf unser Zuhause.

Ich bin mir aber sicher, dass uns das Reisefieber bald wieder packt.

Ihr Reiseverlauf

Erleben Sie eine spannende Rundreise in Nicaragua, Panama und Costa Rica und sammeln Sie vielfältige Eindrücke. Lassen Sie sich in Costa Rica von Naturwundern wie dem Nebelwald und dem Vulkan Poás beeindrucken. In Nicaragua entdecken Sie eine abwechslungsreiche Flora und Fauna sowie tolle Kolonialstädte. Panama lockt mit wunderschönen Naturlandschaften und dem geschichtsträchtigen Panama-Kanal, den Sie auf Wunsch ganz durchqueren können.

1. Tag - Anreise
Linienflug nach San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Am Flughafen werden Sie von Ihrer deutschsprachigen Reiseleitung empfangen und zum Hotel gebracht (ca. 30 Minuten).

2. Tag - San José - Vulkan Poás - Monteverde (ca. 165 km)
Heute startet Ihre abenteuerliche Reise durch die grüne Welt Mittelamerikas mit den fruchtbaren Hängen des Vulkan Poás. Sie fahren über die Stadt Alajuela hinauf und halten unterwegs an einer Kaffeeplantage. Auf ca. 2.700 m über dem Meeresspiegel befindet sich der Eingang des Nationalparks Vulkan Poás. Den imposanten Hauptkrater erreichen Sie nach einem kurzen Spaziergang. Anschließend fahren Sie auf einer holprigen Naturstraße bis auf das ca. 1.400 m über dem Meeresspiegel gelegene Monteverde.

3. Tag - Selvatura Hängebrücken und Nebelwald
Entdecken Sie den Nebelwald, der in Höhen ab ca. 1.400 m gedeiht und sich durch einen außerordentlichen Artenreichtum auszeichnet. Neben Hunderten von Baum- und Pflanzenarten sind hier auch über 350 Vogelarten zu sehen, unter anderem auch der sagenumwobene Göttervogel der Mayas, der Quetzal. Auf einem Rundgang über Hängebrücken erleben Sie dieses Naturparadies des Selvatura Reservats auf eine besondere Weise. Die Brücken sind über Täler gespannt, sodass Sie einen einzigartigen Einblick aus der Vogelperspektive in das Dschungeldach erhalten. Nach einem anschließenden Mittagessen im Rancho Haus steht Ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Mutige Gäste können fakultativ an der “Canopy-Tour“ teilnehmen und wie Tarzan an Stahlseilen von Baumkrone zu Baumkrone schwingen (vor Ort buchbar, ca. US$ 50.- p. P).

4. Tag - Monteverde - Cañas - Liberia - Peñas Blancas/Nicaragua - Granada - Isletas - Granada (ca. 350 km)
Heute fahren Sie entlang des Panamerican Highways über Cañas und Liberia nach Peñas Blancas, bis Sie mittags die Grenze zu Nicaragua erreichen. Danach führt Sie die Reise entlang des riesigen Nicaragua-Sees mit Blick auf die Vulkaninsel Ometepe zur Kolonialstadt Granada, wo Sie Ihre Zimmer beziehen. Sie besteigen die für Granada typischen Pferdekutschen und fahren damit zum Nicaragua-See.

5. Tag - Granada - Vulkan Masaya - Masaya Stadt und Markt - Laguna Apoyo - Los Pueblos - Granada (ca. 40 km)
Die Reise führt für Sie am heutigen Tag zum Vulkan Masaya Nationalpark, wo Sie einen beeindruckenden Blick in den brodelnden Krater Santiago werfen können. Anschließend besuchen Sie den Markt von Masaya und essen am Rande der Laguna Apoyo zu Mittag. Der ehemalige Krater ist heute mit kristallklarem Wasser gefüllt und von üppiger Natur umgeben. Hier haben Sie die Gelegenheit zu baden. Nach dem Besuch der traditionellen Dörfer Catarina und San Juan de Oriente, die für ihre Töpfereien bekannt sind, fahren Sie zurück nach Granada.

6. Tag - Granada - Masaya zur “Verbena”
Heute Vormittag besichtigen Sie die Kolonialstadt Granada mit ihren wichtigsten Monumenten. Alle Sehenswürdigkeiten sind problemlos zu Fuß zu erreichen und Sie besuchen unter anderem die Kathedrale und das Franziskanerkloster. Es folgt eine spannende Bootsfahrt durch die Isletas, über 360 kleine, teils bewohnte und teils unberührte Inseln, bei der Sie zahlreiche Wasservögel beobachten können. Am frühen Abend fahren Sie nach Masaya zur traditionellen “Verbena“, wo Sie bei Folkloretänzen ein typisches Abendessen einnehmen.

7. Tag - Granada - Peñas Blancas/Costa Rica - La Fortuna/Vulkan Arenal (ca. 350 km)
Nach dem Frühstück geht es zur Grenze Peñas Blancas. Anschließend fahren Sie über Liberia und Cañas nach La Fortuna.

8. Tag - La Fortuna - Arenal Nationalpark - Thermalquellen
(ca. 10 km)

Am Vormittag nähern Sie sich dem Vulkan und unternehmen eine Wanderung auf den ehemaligen Lavafeldern, die heute vom Nationalpark geschützt sind. Von hier aus haben Sie bei schönem Wetter herrliche Ausblicke auf die Vulkanspitze, wenn sich diese nicht gerade hinter Wolken versteckt. Am Nachmittag können Sie sich in den hoteleigenen Thermalquellen (ggf. Fahrt zu einem Thermalbad außerhalb) entspannen und die Eindrücke des Tages verarbeiten.

9. Tag - La Fortuna - Tortuguero (ca. 180 km)
Am frühen Morgen fahren Sie in die Tiefebene nach Guápiles. Nach einem landestypischen Frühstück führt Sie die Reise in die Gegend von Matina/Caño Blanco, wo Sie mit dem Boot über Kanäle und Flussläufe nach Tortuguero weiterfahren. Auf dem Weg durch den Hauptkanal haben Sie die Gelegenheit, die große Vogelvielfalt zu beobachten. Einen ersten Rundgang durch den Regenwald unternehmen Sie nach dem Mittagessen mit Ihrer Reiseleitung. Auf dem Transfer nach/von Tortuguero sind weitere Reisegäste anwesend und das Gepäcklimit beträgt 12 Kilo. Ihr Hauptgepäck wird in der Zeit von der Agentur verwahrt und Ihnen an Tag 11 wieder gegeben. Sie übernachten in einer Lodge, umgeben von engen Kanälen und Lagunen.

10. Tag - Tortuguero Nationalpark
Sie erleben viele Dschungelkanäle mit der gerade erwachenden Tierwelt am heutigen Morgen. Beobachten Sie Affen, Faultiere, Leguane, Kaimane, Süßwasser-Schildkröten sowie zahlreiche Vogelarten. Das Frühstück nehmen Sie nach der Rückkehr zur Lodge ein. Danach wandern Sie ca. 2 Stunden durch das nah gelegene Reservat mit einem anschließenden Mittagessen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Entspannen Sie am Pool oder planen Sie mit Ihrem Reiseleiter optionale Touren (gegen Gebühr).

11. Tag - Tortuguero - Limón - Puerto Viejo de Limón/Gandoca
(ca. 125 km)

Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Boot nach Matina/Caño Blanco. Nach dem typischen Mittagessen in einem kleinen Restaurant in Siquirres geht es ab Limón die karibische Küste entlang bis nach Puerto Viejo de Limón und an dem 8 km südlich liegenden Strand Punta Uva.

12. Tag - Puerto Viejo de Limón - Gandoca Nationalpark - Sixaola/Panama - Bocas del Toro (ca. 70 km)
Bevor Sie die Grenze nach Panama abenteuerlich über eine Brücke überqueren, wandern Sie am Vormittag im Gandoca Nationalpark. In Guabito geht die Fahrt anschließend durch eine schöne Naturlandschaft weiter, bis zur Hafenstadt Almirante. Hier laden Sie das Gepäck auf ein Boot und fahren ca. 30 Minuten zur Hauptinsel des Bocas del Toro Archipels, der Isla Colón. Danach fahren Sie zu Ihrem Hotel.

13. Tag - Bocas del Toro - Bootsausflug/Schnorcheln
Die Unterwasserwelt der Inseln ist eine der Hauptattraktionen von Bocas del Toro. Genießen Sie den Bootsausflug zur Laguna Bocatorito, wo Sie mit etwas Glück Delphine bewundern können. In einem kleinen Restaurant können Sie danach verschiedene Meeresfrüchte probieren. Am Nachmittag haben Sie am Red Frog Beach Zeit zum schwimmen oder zum Erkunden der Insel. Über den Hospital Point geht es zurück zur Hauptinsel.

14. Tag - Bocas del Toro - Flug nach Panama City
Bis zum frühen Nachmittag steht Ihnen der Tag zur freien Verfügung (optionale Ausflüge buchbar). Anschließend fliegen Sie nach Panama City, der Hauptstadt Panamas und fahren zu Ihrem Hotel.

15. Tag - (Teil-) Durchquerung des Panama Kanals
Brechen Sie frühmorgens zu einem besonderen Erlebnis auf, der Teildurchquerung des geschichtsträchtigen Panama-Kanals. Durchfahren Sie nach dem Frühstück mit dem Schiff einen Teil dieses technischen Wunderwerks, passieren Sie verschiedene Schleusen und erhalten Sie interessante Informationen über die Geschichte des Kanals unterwegs. Das Mittagessen findet auf dem Schiff statt. Danach fahren Sie zum Hotel zurück.Die Ganzdurchquerung ist an allen Terminen buchbar. Die Preise der Ganzdurchquerung finden Sie unter den Wunschleistungen. Bei 2 - 9 Teilnehmern ist die Reiseleitung auf der Kanalfahrt in englischer Sprache. Ab 10 Personen ist sie deutsch geführt.

16. Tag - Panama City
Auf einer Stadtrundfahrt besuchen Sie die Ruinen der alten Stadt Panama, welche 1671 durch den Piraten Sir Henry Morgan zerstört wurde (inkl. Mittagessen). Genießen Sie vom Causeway einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Panama City. Anschließend geht es zur Miraflores Schleuse, wo Sie noch einmal einen Blick auf den Panama-Kanal genießen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

17. Tag - Panama City - Emberá Indianer – Playa Blanca (215 km)
Die Reise führt nach dem Frühstück Richtung Norden zum See Alajuela. Sie steigen dort in kleine Boote um, die Sie den Rio Chagrés hinaufbringen. Genießen Sie während der Fahrt die faszinierende Urwaldkulisse und erleben Sie einen authentischen Einblick in die Jahrtausende alte Kultur und Tradition der dort lebenden Menschen, den Emberá-Indianern. Am Nachmittag Transfer zum All-Inclusive-Hotel Playa Blanca Resort (ca. 2 Stunden).

18. Tag - Playa Blanca
Lassen Sie Ihre Urlaubseindrücke Revue passieren. Ihr All-Inclusive Hotel ist direkt an einem wunderschönen weißen Sandstrand gelegen und bietet viel Komfort.

19. - 20. Tag - Playa Blanca
Genießen Sie weitere erholsame Tage im Royal Decameron Golf Beach Resort & Villas.

21. Tag - Abreise
Transfer zum Flughafen in Panama City und Rückflug nach Deutschland.

22. Tag - Ankunft in Deutschland