Januar - Februar 2017

Schlittenfahrt oder Schneeballschlacht? Unsere Chronistin nimmt Sie mit in die traumhafte Wintersportregion Sankt Englmar. Ein Winterparadies erwartet Sie.

Ihr Chronist

Hallo,

ich bin Ute und das sind wir: Vater , Mutter, Kind. Am Rand von Berlin sah es zwar dieses Jahr nicht schlecht aus mit Schnee, aber wir wollten mal so richtig richtig Schnee. Also Winterurlaub gebucht….ab nach Sankt Englmar. Das soll ja eine absolut schneesichere Gegend sein.

1. Tag: Anreise

Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein und 3 °C. Kurzer Check, ja alles beisammen. Skikurs fürs Kind gebucht, Skiausleihe angerufen und schon mal interessante Programmpunkte rausgesucht...

6 Stunden Fahrt plus Pause. Aber die Straßen sind frei, nur ein Stau der umfahrbar ist und Sonnenschein, Sonnenschein und Sonnenschein. Irgendwann auch ein Hinweisschild Regensburg, dann Passau. Langsam wird’s diesig und dann dunkel. Die wunderbare verschneite Landschaft und die Vorfreude hat für die weite Fahrt entschädigt. Wir erreichen unser hell erleuchtetes Hotel ;-)).

Die Rezeptionistin ist sehr aufmerksam und nett. Erklärt alles…was wir wo finden und auch wie wir dahin kommen. Hier geht’s nämlich von einem Haus zum anderen, aber was in einem Haus Etage 1 ist, ist in dem anderen schon die 3. Etage. Die Häuser stehen alle am Berg, allerdings unterschiedlich hoch. Begeisterter Kommentar unseres Kleinen: Mama, das ist ja wie im Maulwurfsbau.

Die Zimmer sind nicht neu, aber gemütlich. Das Abendessen war heute wohl Thema Bayern. Lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht. Draußen haben wir noch nicht viel gesehen. Hier unsere ersten Bilder.

2. Tag: Schnee, Rodel & Sonnenschein

Heute hat uns die Sonne verwöhnt. Es waren fast 3 °C Plus. Auf so manchem Dach setzte das Schneerutschen ein.

Den Vormittag nutzten wir zum Ski anpassen in der Ausleihstation und machten uns dann auf zum Rodelhang. Einer befindet sich mitten im Ort im Kurpark. Gleich daneben eine Eisfläche zum Schlittschuhlauf. Die Rodelbahn war gut beschneit und gewalzt. Alle möglichen Rodel kamen gut in Fahrt und Geschwindigkeit. Bei 150 Meter Länge hat das riesigen Spaß gemacht. Und wer keine Lust hatte, selber wieder hoch zu laufen, der konnte auf einem Lift/ Förderband wieder hochfahren.

Nach kurzer Mittagspause sind wir noch zur anderen Rodelbahn am Hirschensteinweg. 300 Meter lang ohne Schlittenlift. Dafür konnten wir die Skischule, den Skilift und die vielen Skiläufer bei der Abfahrt beobachten. Morgen wir unser Kleiner ja das erste Mal in einer Skischule sein. Heute war er ja der Meinung, was diese ganz Kleinen können, könnte er ja auf jeden Fall.

Zum späten Nachmittag besuchten wir noch das Schwimmbad des Hotels und so hatte jeder heute Spaß. Das Abendmenü-Thema hat sich mir heute nicht erschlossen, dafür schmeckte es besser. Der Mittagsimbiss und die Vesper waren ziemlich enttäuschend. Nach dem Essen gemütliches Kartenspielen und ab in die Falle…Winterbergluft macht echt müde.

3. Tag: Skischule, Langlauf, Rodeln Edelsteinmuseum in Vichtach

Wieder begrüßte uns er Tag mit strahlendem Sonnenschein. Jetzt geht’s also los ... endlich die Skier an die Füße. Auch das will gelernt sein. Sieht halt einfacher aus als es ist.

Auf der Skiwiese tummeln sich mehr als 100 Skischüler. Wesentlich mehr Anfänger als Fortgeschrittene. Auch Snowboardschüler kommen eine ganze Gruppe zusammen. Schnell ist zu merken, dass die Skilehrer wirklich Routine haben und der Lage gewachsen sind. Jetzt wird in Gruppen nach Alter, Größe und Vorkenntnissen sortiert. Alles ruhig und gelassen. Von weitem sieht’s schon etwas komisch aus, was die dann so machen. Aber am Ende der 2. Stunde kommen alle schon einen kleinen Schlepplift hoch, einen flachen Hügel runter und über die "Mausefalle". Hat mir unser Kleiner ganz stolz erzählt und gezeigt. Da geht’s mal 1 Meter steiler runter und dann wieder geradeaus. Hut ab, was sich die kleinen und großen Anfänger schon trauen und zutrauen.

Der Papa hat heut den Vormittag für sich und hat sich eine mittelschwere Loipe ausgesucht. Die Spuren sind frisch und die Läufermenge hält sich in Grenzen. Ideal für 3.5 km, davon die Hälfte hoch und dann wieder runter. Der verschneite Wald und die Stille war einfach atemberaubend schön. Zeit für mich und einen schönen Waldspaziergang.

Nachmittags waren wir gemeinsam im Kurpark rodeln. Mein Highlight hier. Einfach mit unserem Kleinem um die Wette rodeln. Ich habe sogar mal gewonnen. Ziemlich schnell wurde der Himmel grau. Leider kein Schnee, es fing an zu regnen.

Aus den vielen Angeboten hatten wir und das Edelsteinmuseum in Vichtach ausgesucht. Das kann ich einfach nur so beschreiben: Klein aber fein. Entstanden aus einer privaten Sammlung befindet es sich im oberen Stock eines ziemlich urigen Spielzeuggeschäftes. Uns hat es gefallen und sollten wir mal wieder in dieser Gegend sein, werden wir es sicher nochmals besuchen.

Ach ja, zum Essen: Also entweder wird’s täglich besser oder das Auspowern und die Höhenluft sorgen spätestens am dritten Abend dafür, dass es fast egal ist, was es gibt. Hauptsache warm, nahrhaft und reichlich ;-))

4. Tag: Es schneit und taut

Die ganze Umgebung sah heute aus, wie in Watte gepackt. Schnee und Regen gleichzeitig, die Wege Matsch und Eis. Für die Skischule lag immer noch genug Schnee auf den Hängen und im Wald auch. Also Kind abgeliefert und auf Entdeckung in den Wald. Und wieder eine Rodelbahn entdeckt. So etwa 300 Meter lang und gleich neben einer Loipe. Bis hoch habe ich dann doch 20 Minuten gebraucht. Der Backschnee hat mächtig gebremst, trotzdem die Bahn super gewalzt war.

Bevor ich mich auf den Weg nach oben gemacht habe, habe ich noch den Pistenbully gesehen. Der war seit 3.00 Uhr morgens unterwegs und hat Schnee geschoben, gewalzt und Loipen gezogen. Hier ist eine ziemlich große Mannschaft täglich im Einsatz, dass alle Urlauber den Winter genießen können.

Am Nachmittag sind wir gemeinsam durch den Wald gewandert, haben den Abzweig verpasst und sind im großen Bogen im Ort Sankt Englmar angekommen. Den Großteil des Weges konnten wir auf unseren Schlitten zurücklegen. Das war eine Riesengaudi. Natürlich sind wir wieder im Kurpark gelandet, auf der superschnellen Bahn plus Rodellift.

Ansonsten war der Tag einfach grau und nass und wir waren auch nass. Sonne war heute nicht zu sehen. Gut, dass es ein Schwimmbad gibt. Also rein in die Badesachen und den Tag ausklingen lassen.

Zum Essen: Im Prinzip wie gestern. Mittags gibt es ja immer einen Mittagsimbiss. Das sind in irgendeiner Form aufbereitete Reste des Abendessens des Vortages. Finde ich auch vollkommen ok.

5. Tag: Die erste Abfahrt und Fackelwanderung

Endlich alles wieder gefroren aber glatt. Die Skischule geht weiter. Heute sind die kleinen doch tatsächlich schon die erste richtige Abfahrt gefahren. Hut ab vor soviel Mut und dem Vertrauen der Skilehrer in ihre Schüler. Das war schon lustig anzusehen, wie immer kleine Gruppen von etwa 8 Kindern sich den Hang in Schwüngen hinunterschlängelten. Und vor allem das stolze Leuchten in den Augen unseres Kleinen.

Nach einer klitzekleinen Mittagspause schnappten wir uns unsere Schlitten und fuhren eine rasante Abfahrt bis in den Ort. So gefroren, wie der Weg war, hatten wir eine Eispiste und waren unheimlich schnell. Noch einige Male Schlittenfahren im Kurpark musste sein. Der Lift heißt übrigens Zauberteppich schmunzel.

Auch die KIDSWORLD gleich neben unserem Hotel wollten wir noch besuchen. Wellenrutsche und Riesenklettergerüst inklusive Trampolin musste unbedingt noch ausprobiert werden. Hier können große und kleine Kinder unbeschwert toben und die Eltern einfach Kaffee trinken und lesen. Leider war trotz Eintritt für Kinder und Eltern sehr viel zum Spielen mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Gerade eben sind wir von einer Fackelwanderung um den Ort Sankt Englmar zurückgekommen. Sehr stimmungsvoll und romantisch so mit Fackeln durch den dunklen verschneiten Wald zu laufen. Ab und zu gab es Geschichten von unserem Wanderführer, so z. B. zum Denkmal des heiligen Englmar. Dieser ist der Namensgeber des Ortes und hat vor ca. 400 Jahren hier gelebt. Damals war alles hier noch Urwald und es gab nur eine Straße von Straubing über Furth bis nach Tschechien. Hier in dieser Einöde war Englmar der Heiler für Vieh und Mensch und half bei kaputten Wagen oder Schlitten. Leider wurde er irgendwann ermordet und man fand seinen Leichnam nach einem strengen Winter in einer Höhle. In der Kirche sollen noch heute seine Knochen ausgestellt sein.

6. Tag: Siegerehrung und Abfahrt

Der letzte Morgen zeigt sich mit dickem Nebel. Na ja, immerhin noch kurz unter 0 °C. Wir schnappen uns unsere Badesachen und schwimmen noch einmal ausgiebig. Nach dem Frühstück geht unser Kleiner zum letzten Tag Skiunterricht. Der Papa bringt ihn heute. Mir bleibt das Sachenpacken….

So, Auto beladen und ausgecheckt. Die Sonne hat den Nebel vertrieben. Ab zur Piste und die vielen kleinen Abfahrtsläufer bewundern. Sieht doch ganz schön hoch aus der Berg, aber die meisten sausen runter, als wären sie mit Brettern geboren. Um 11.45 Uhr beginnt die Siegerehrung mit Musik und kleiner Ansprache. Alle Kinder erhalten eine Medaille der Skischule Sankt Englmar von ihrem Lehrer umgehängt und einen Führerschein. Auf dem Führerschein steht, was sie gelernt haben und auch können. Das war jedenfalls die beste Idee, die wir hatten, Ich könnte mir vorstellen, dort auch selber Skifahren zu lernen.

Der Weg nach Hause war ziemlich lang. Wir haben viele schöne Erinnerungen.

Resümee:
Eigentlich hatten wir versehentlich Skipässe mitgebucht. Natürlich wären wir auch hochgefahren, aber es waren halt nur Schlepplifte. Schade also. Und in dem Gebiet waren auch fast nur schwere Abfahrten. Da muss man also genauer schauen/ lesen. Die Unterkunft hatte den Charme eines alten Bungalows. Wer nur ein warmes Dach über den Kopf und Tisch und Bett braucht, für den ist es voll ausreichend. Im Hotel stehen große Plakate, dass sich das Hotel Haus für Haus sanieren will. Das hat es nötig und wir hoffen, dass das mit Erfolg geschieht. Wer Schnee und Rodel und Ski liebt, wird dieses Reiseangebot lieben. Wir haben viele Familien getroffen, die schon mehrere Jahre genau deshalb kommen. Und vielleicht sind auch wir nächstes Jahr wieder dabei.

Ihr Reiseverlauf

Sankt Englmar
Wie wäre es mit einer aufregenden Schlittenfahrt oder einer Schneeballschlacht? Ihr Hotel liegt inmitten einer faszinierenden Winterlandschaft am Fuße des Pröllers (1.000 m) und Predigtstuhls (1.600 m) und bietet ideale Voraussetzungen für zahlreiche Wintersportaktivitäten wie Skifahren oder Langlaufen. Die Skischule Predigtstuhl befindet sich direkt in Ihrer Nähe. Hier finden auch Anfänger genügend Raum zum üben.

Ihr 3-Sterne-Hotel: Predigtstuhl Resort
Am Fuße des Predigtstuhls in 900 m Höhenlage, oberhalb des faszinierenden Luftkurortes Sankt Englmar liegt Ihr Ferienresort. Zu jeder Jahreszeit und Witterung bietet Ihnen das traumhafte Resort zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Genießen Sie im Sommer die wohltuenden Sonnenstrahlen bei einem Spaziergang über die weitläufige Anlage und erleben Sie den puren Badespaß in der großzügigen Badelandschaft. Im Winter bietet das Resort beste Voraussetzungen für Schlittenfahrten und ausgiebige Schneeballschlachten mit der ganzen Familie.

Das Resort empfängt Sie mit einer Empfangshalle mit Rezeption, Lift und kostenfreiem WLAN in den öffentlichen Bereichen. Kostenfreie Parkplätze sind nach Verfügbarkeit am Hotel vorhanden. Genießen Sie die traditionellen und regionalen Köstlichkeiten in den unterschiedlichen Restaurants. Im "Halifax Diner" erfreuen Sie sich an der typisch amerikanischen Küche und bewundern den Panoramaausblick auf der Sonnenterrasse. Besuchen Sie im Anschluss den "Bärwurzkeller", wo Sie altbayerisches Bier serviert bekommen und auf der Kegelbahn Ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Für sportliche Stunden steht der hoteleigene Fitnessraum mit modernen Geräten zur Verfügung (gegen Gebühr) sowie die Family World, die für spaßige Stunden mit der ganzen Familie sorgt. Weitere sportliche Freizeitmöglichkeiten wie Tischtennis, Schach und Minigolf stehen Ihnen ebenfalls kostenfrei zur Auswahl. Fußballspaß pur für die ganze Familie erwartet Sie in der Soccer World (gegen Gebühr) mit einem durch die FIFA zertifizierten Kunstrasenplatz. Nutzen Sie die weitläufige Anlage und Umgebung für Wanderungen, Nordic Walking oder Radtouren.

Die 1.500 m² große Badelandschaft bietet mit beheiztem Schwimmbad, Whirlpool, separatem Kinderbecken, Luftsprudelliegen und Bio-Sanarium ein wundervolles Badeerlebnis. In den Sommermonaten lädt der beheizte Außenpool mit Rutsche und einer großen Liegewiese zum Entspannen ein. Weitere Erholung bietet die Saunalandschaft mit finnischer Sauna und Ruhezonen sowie das Beauty-Center (gegen Gebühr), wo Sie wohltuende Massageanwendungen, Peelings und Masken genießen.

Skigebiet Sankt Englmar (800 - 1.095 m)
Neben den 12 Pistenkilometern (8.6 km leicht, 3 km mittel, 0.4 km schwer), erwartet Sie folgendes:
12 Skilifte
4 beschneite Skigebiete
5 Flutlichtanlagen
3 Rodelhänge
1 Rodellift mit Beschneiung und Flutlicht
2 Fun Parks
Snowkite-Area
6 Skiverleih Geschäfte
102 km Langlaufloipen davon 49 km Skating
Ihr Pröller-Skidreieck in Klinglbach (2.5 km entfernt) (Skipass von Montag bis Freitag bereits inklusive)

Bayerischer Wald.

Ski-Spaß für die ganze Familie in Sankt Englmar.
  • 3/5/7 Nächte
  • 3-Sterne-Hotel Predigtstuhl Resort
  • All-Inclusive
Frühbucher-Vorteil
Termine: Dez 2018 - Mrz 2019
Reisecode: PDQ087
p. P. ab 139 € 3 Nächte, All Inclusive, Studio, 2 Erw., bei Belegung mit 2 Personen