März - April 2026

Reisebericht Türkei: Zwischen Basaren & einzigartigen Feenkaminen

Für viele ist die Türkei lediglich der perfekte Ort für einen All-Inclusive Strandurlaub. Dabei bietet die Türkei noch so viel mehr. Zwischen Orient und Okzident vereinen sich jahrtausendealte Geschichte, beeindruckende Landschaften und eine lebendige Kultur zu einem einzigartigen Reiseerlebnis. Für unsere Chronistin Gabi die perfekte Gelegenheit eine Gruppenreise als Alleinreisende zu begleiten, neue Kontakte zu knüpfen, Eindrücke zu teilen und gleichzeitig die Sicherheit einer bestens organisierten Reise zu genießen. Sie nimmt Sie mit in die pulsierende Metropole Istanbul, in die märchenhaften Tuffsteinlandschaften Kappadokiens und an die sonnenverwöhnte Küste der türkischen Riviera, genauer gesagt, mit nach Antalya.

Chronistin Gabi unterwegs in der Türkei im Freilichtmuseum Göreme in Kappadokien
Mein Tipp

Istanbul, Kappadokien und türkische Riviera - Drei Welten, ein Traum

Gabi, Berge & Meer Chronistin

Meine Name ist Gabi. Ich bin eine unternehmungslustige Single-Frau, neugierig auf neue Eindrücke, Menschen und Kulturen. Städtetouren unternehme ich gerne auf eigene Faust, für längere Urlaube liebe ich Rundreisen und den Kontakt mit Gleichgesinnten.

Begleiten Sie mich durch ein Land, von dem wir vieles kennen, das mich aber bei der Exkursion quer durchs Land vielfach verblüfft und überrascht hat. Unser Reiseleiter Szesai hat uns nicht nur mit Informationen über Sehenswertes versorgt, sondern auch vieles über Sitten und Gebräuche erzählt. Flexibel verschob er bei drohenden Schauern einzelne Programmpunkte, damit wir alles ohne nasse Füße genießen konnten. An jedem unserer Stopps gab es Freizeit für Fotos oder kurze eigene Erkundungen. Doch lesen Sie selbst, viel Spaß!

1. Tag

Anreise nach Istanbul

Die Stadt besteht aus einem europäischen und einem asiatischen Teil. Unser Transfer vom Flughafen führte uns über eine dreispurige Autobahn zuerst durch den asiatischen Bereich mit langgestreckten Pinienwäldern, die von neuerbauten, schicken Eigentumswohnanlagen mit gepflegten Grünflächen abgelöst wurden. Rund um unser in der Altstadt gelegenes Hotel bot sich freilich das Bild, das wir traditionell mit der Türkei in Verbindung bringen. Die Häuser haben ihre besten Jahre hinter sich und unzählige kleine Geschäfte, Imbisse und Restaurants säumen die engen Gassen, in denen ein reges Treiben herrscht und mir die abendliche Suche nach einer ersten Einkehr erleichterte. 

2. Tag

Istanbul

Mittlerweile war unsere Reisegruppe aus verschiedenen Teilen Deutschlands komplett und nach einer kurzen Fahrt entlang der historischen Stadtmauer gelangten wir zum Goldenen Horn, wo wir zu einer 2-stündigen Bootstour über den Bosporus starteten. Wir erfuhren vieles über die unterschiedliche Bebauung der beiden Uferbereiche mit prächtigen ehemaligen Palästen, kleinen Siedlungen, Schiffsanlegern und modernen Privathäusern. Verblüffend war die Erläuterung über die erstaunlich schnelle Erstellung der ersten Brücke für PKWs in den 1970er Jahren mit fast 1,5 Kilometern Länge in nur drei Jahren.

Nach der Bootfahrt besuchten wir die eindrucksvolle Süleymaniye Moschee (erbaut im 16. Jh.), die wir bereits vom Wasser aus gesehen hatten. Wir erfuhren einiges über den Islam und natürlich auch, was es beim Besuch der Moscheen zu beachten gilt, die außerhalb der Gottesdienste frei zugänglich sind. Einige von uns nutzten den Nachmittag für eine optionale Führung. So spazierten wir zuerst zum Großen Basar (eine von Kuppeln mit 4.000 Geschäften überspannte Ladenpassage aus dem 15. Jh.) und von dort zur Blaue Moschee, auch Sultan Ahmet-Moschee genannt, die für ihr blauen Fliesen im oberen Bereich und auf der Kuppel bekannt ist. Nur wenige Meter entfernt, befindet sich die fast 1.000 Jahre früher, im 7. Jahrhundert erbaute Hagia Sofia, die heute nur in Verbindung mit dem Museum besucht werden kann und der Topkapi-Palast. Den Abschluss bildete der Gewürzbasar, während sich der Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedete.

 

3. Tag

Flug nach Kappadokien

Wir verließen die Millionenstadt Istanbul am frühen Morgen und sammelten auf einer anderen Route zum Flughafen neue Eindrücke. Vorbei an Wohnhaussiedlungen genossen wir von der Ausfallstraße die Aussicht auf den unter uns liegenden Bosporus und zahlreiche Wolkenkratzer, die Verwaltungen, Firmen und Hotels beherbergen. Nach einstündigem Flug landeten wir in Kayseri in Zentralanatolien und damit in einer Gebirgsregion in über 1.000 Metern Höhe, was uns bereits nach wenigen Fahrminuten beim Blick auf einen schneebedeckten 4.000 Meter hohen Gipfel bewusst wurde.

Das Einchecken in unserem etwas außerhalb gelegenen Hotels klappte zügig und gerne nahmen einige der Gruppe das Angebot Szesais an, zwei nahe Fotostopps mit unserem Bus anzusteuern. Bei unserem regionalen Busfahrer, der uns die folgenden Tage chauffierte, fühlten wir uns sofort gut und sicher aufgehoben. Ab sofort umfasste unser Aufenthalt Halbpension und bei den Ausflügen zusätzlich ein Mittagessen. Sehr schnell entwickelte sich durch den regen Gedankenaustausch während der Mahlzeiten in unserer altersmäßig bunt zusammengewürfelten Truppe ein entspanntes Miteinander.

4. + 5. Tag

Kappadokien

Kappadokien wird geprägt durch pyramidenförmige Tuffsteinformationen, die sich im Laufe von Millionenjahre durch Erosion und Regen gebildet haben. Kaum vorstellbar, dass die Höhlen, die wir besichtigten, viele Jahrhunderte von Menschen zu Wohnungen und Kirchen ausgebaut und bis in die 1960er Jahre teilweise genutzt wurden. Danach wurden die Bewohner aus Sicherheitsgründen umgesiedelt.

Unsere Fotostopps führten uns zu mehreren Aussichtspunkten, von denen wir die Landschaft, die jetzt im Frühjahr durch vereinzelte in voller Blüte stehende Obstbäume aufgelockert wurde, erleben und erlaufen konnten. Einzigartig war die Gelegenheit eine eingerichtete mehrstöckige Höhlenburg bei Üçer, die tagsüber als kleines Café bewirtschaftet wird, über Leitern zu erklimmen. 

Der Besuch einer unterirdischen Stadt zeigte uns die Enge des damaligen Alltags der Bewohner und im Freilichtmuseum bei Göreme lernten wir die sakrale Kunst in den Höhlenkirchen und die Wirtschaftsräume der dort einst siedelnden Mönche kennen. Ergänzend zur Vergangenheit vermittelte uns unser Programm Wissenswertes über die Handwerkskunst des Landes. Dies erfolgte bei den Vorführungen in einer Teppichknüpferei und in Avanos bei einem Töpfermeister. Gerne hätten einige von uns eine Ballonfahrt über die sogenannten Feenkamine gebucht, doch leider konnte diese aufgrund der Wetterverhältnisse aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden.

6. Tag

Weiterfahrt zur türkischen Riviera

Es lag eine Etappe quer durchs Land von über 500 Kilometern vor uns, aber die Zeit wurde uns nicht lang. Unser Reiseleiter versorgte uns mit Details über Land und Leute sowie über die Städte und Regionen, die wir passierten. Entspannend waren auch die regelmäßigen Pausen, wie zum Beispiel an einer ehemaligen Karawanserei, wo es heute Verköstigung und Souvenirs zu kaufen gibt. Und unser Mittagessen war, wie in den vergangenen Tagen, reichlich und schmackhaft. Nach der Fahrt durch das Taurus Gebirge erreichten wir gegen Abend unser Hotel in Belek.

 

7. Tag

Antalya

Der Abschlusstag bot Gelegenheit zum Einkauf von Urlaubsmitbringsel. Sei es nach der Führung durch die Altstadt Antalyas oder beim Besuch einer Schmuck- und einer Lederwarenfabrik. Den Abschluss des Tages genossen wir bei Sonnenschein und dem eindrucksvollen Blick auf den Karpuzkaldiran-Wasserfall, der aus 30 Metern Höhe ganz nahe an einer Wohnsiedlung und einem öffentlichen Park ins Meer stürzt.

 

8. Tag

Antalya - Abreise

Ein erlebnisreicher Urlaub, der viele neue Eindrücke über die Türkei brachte, ging zu Ende und ich freue mich auf die nächste Reise, die bislang noch „in den Sternen“ steht! Die Organisation lief perfekt, die Hotels waren allesamt empfehlenswert und die Verpflegung abwechslungsreich und lecker. Ich fühlte mich rundum bestens betreut und informiert. 

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