Strand auf Barbados©phbcz-gty

Karibik
Reisetipps & Infos

Reiseführer für Ihren Urlaub in der Karibik

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen für Ihren Urlaub in der Karibik. Das exotische Fernreiseziel bietet die perfekten Voraussetzungen für einen Traumurlaub. Sonnenanbeter finden an feinen weißen Sandstränden und dem türkisblauen, kristallklaren Meer einen perfekten Erholungsort. Palmen wiegen sich im Wind, der den salzige Duft des Meeres versprüht. Die atemberaubenden Landschaften werden keiner Beschreibung gerecht, man muss sie einfach mit eigenen Augen sehen. Lassen Sie sich in der Karibik von dem Lebensgefühl der Einheimischen anstecken. Kommen Sie mit an die schönsten Orte der Erde und lassen Sie sich vom Rhythmus der Musik verzaubern.

5 wissenswerte Fakten, die wir Ihnen über die Karibik verraten

Insel und Palme bei Kuba©lucky-photographer-gty
Pärchen liegt im Sand am Meer©olegbreslavtsev_iStock
Luftaufnahme von Strand in der Dominikanischen Republik©Marek Bubenik-gty
  1. Die Karibik ist eine Inselregion, die aus mehr als 7000 Inseln, Inselchen und Riffen besteht, die sich über ein Gebiet von etwa 2,75 Millionen km² erstrecken.

  2. Reggae, Salsa und Calypso - an dieser Musik werden sie in der Karibik nicht vorbeikommen. Die Inseln haben eine einzigartige Kultur, die von den verschiedenen Einflüssen ihrer Geschichte geprägt ist.

  3. Die Karibik ist bekannt für ihre reiche und vielfältige Tierwelt, darunter viele einzigartige Arten wie der Karibik-Manati, einer Seekuhart, die nur in diesen Regionen vorkommt, und verschiedene Arten von Papageien und Leguanen.

  4. Wussten Sie, dass in der Vergangenheit viele Afrikaner aufgrund des Sklavenhandels auf die karibischen Inseln verschleppt wurden? Das ist der Grund, warum ein Großteil der Einwohner aus Afrika stammt.

  5. Jamaica ist die drittgrößte Insel der Antillen und bekannt für ihren Ruf: Rum, Reggae und Marihuana. Weniger bekannt ist Jamaika dafür, dass es dort mit über 1.600 Kirchen in das Guiness Buch der Rekorde schaffte.

Steckbrief - Was muss man über die Karibik wissen?

Amtssprache

Spanisch, Englisch, Französisch

Einwohnerzahl

44,42 Millionen (Stand 2019)

Flugdauer 
ca. 12-15 Stunden ab/bis Deutschland
Geografie Tausende kleine Inseln und Inselgruppen erstrecken sich im Karibischen Meer auf fast 4000 km zwischen Florida und Venzuela. Nur die größten gezählt sind es 70. Unterteilt werden diese in die Großen Antillen im Westen und die Kleinen Antillen im Osten.
Herkunft des Namens Der Name stammt wahrscheinlich von den Ureinwohnern der Region, den Kariben ab. Sie waren ein indigenes Volk, welche in Teilen Südamerikas und in der Karibik lebten.
Staatsform

Demokratie, Monarchie, parlamentarische Republik usw.

Währung & Zahlungsmittel

Die Karibischen Inseln haben alle unterschiedliche Währungen. Mit US-Dollar kann man jedoch auf fast jeder Insel bezahlen.

Zeitzone westliche Karibik: UTC- 6 (UTC- 5 Sommerzeit), östliche Karibik: UTC- 5 (UTC- 4 Sommerzeit)

Klima & Reisezeit

Das Klima auf den Großen Antillen ist tropisch und steht unter Einfluss des Nordostpassats. Dadurch gibt es eine trockene Jahreszeit von November bis April und eine feuchte, regenreiche im Sommer zwischen Mai und November. Von Juni bis November haben die tropischen Wirbelstürme Saison. Daraus ergibt sich die beste Reisezeit, welche zwischen Dezember und April liegt, nach den starken Regenfällen und vor den heißen Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in dieser Zeit liegt bei ca. 27 °C. Die Kleinen Antillen werden zudem noch unterteilt in die "Inseln über dem Wind" und "Inseln unter dem Wind". Die "Inseln über dem Wind" weisen die selben klimatischen Merkmale auf wie die Großen Antillen. Zu den "Inseln unter dem Wind" gehört der südlichste Abschnitt der Karibik. Hier ist es trockener und die Temperaturen liegen bei ca. 29 °C. Zudem ist dieser Bereich nicht von den Passatwinden beeinflusst, wodurch tropische Stürme sehr selten sind.

Jamaika Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temp. in °C 30 29 13 16 22 25 29 29 25 20 15 11
Min. Temp. in °C 22 22 23 24 25 25 26 26 25 25 24 23
Sonnenstunden 8 9 9 9 8 8 8 8 8 7 8 8
Regentage 3 2 3 3 5 6 3 6 6 12 5 3
Wasser-Temp. in °C 26 26 26 27 27 28 29 29 28 28 27 27

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Die beste Reisezeit ist von November bis April, wenn das Wetter am trockensten und am angenehmsten ist. Die Regenwahrscheinlichkeit erreicht ihren Tiefpunkt und die Wassertemperaturen sorgen für einen perfekten Badeurlurlaub.

Welche Inseln gehören zur Karibik?

Die Karibik umfasst an die 7.000 Inseln. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Ihre wundervollen, atemberaubenden, türkisblauen Küstenstreifen und Sandstrände. Tauchen Sie ein in die paradiesischen Inseln der Karibik und entdecken Sie ihre Schönheit:

Blick auf San Juan auf Puerto Rico©Martin Wheeler-gty

Puerto Rico

Der zu den USA gehörende Freistaat überzeugt neben Naturschönheiten und traumhaften Stränden auch mit sehenswerten Kultureinrichtungen. Im historischen Kolonialstil liegt die Hauptstadt San Juan an der Nordküste der Insel. Bei einem Bummel durch die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Prachtvolle Gebäude, wie die Gouverneursresidenz aus dem 16. Jahrhundert, erstrahlen dank einer Restauration im spanischen Kolonialstil, wieder in neuem Glanz. Beeindruckend ist auch die gewaltige Festungsanalge, die einst als Wehranlage für den Hafen errichtet wurde. Mit ihren sechsstöckigen Bastionen, die durch Tunnel verbunden waren, galt sie als uneinnehmbar.

Blick auf Ocho Rios auf Jamaika©sanniely - gty

Jamaika

Jamaika ist nicht nur einer der farbenfrohsten Inseln der Karibik, sie gehört mit der weltberühmten Raggae Musik auch zu den lebensfrohsten. Spätestens seit Bob Marley wurde die Musik ein Massenphänomen und eroberte die ganze Welt. Diese ist auch überall auf den Straßen von Ocho Rios zu hören und versprüht gute Laune. Der ehemalige Fischerort beherbergt heute den wichtigsten Hafen der Insel und lädt zu gemütlichen Einkaufbummeln und Shoppingtouren ein. Im bekanntesten Urlaubsort der Insel, Montego Bay, finden Sie neben zahlreichen herrlich weißen Sandstränden auch lebhafte Clubs, Bars und Restaurants, in denen der typische Jamaika Rum serviert wird. Im Landesinneren thront mit 2.256 m der höchste Berg der Insel, der Blue Mountain Peak. In der Hügellandschaft der Blue Mountains finden sich eingebettete Dörfer und die wohl bekannteste Kaffeeplantage. Hier wird der weltberühmte Blue Mountains Coffee hergestellt, für alle Kaffeeliebhaber ein Muss.

Strand auf den Kaimaninseln©A.Jedynak@stock.adobe.com

Kaimaninseln

Einst wurden die Kaimaninseln von Christopher Kolumbus entdeckt und aufgrund der zahlreichenden dort lebenden Schildkröten „Las Tortugas“ getauft. Zu der Inselgruppe gehören drei Inseln, wobei Grand Cayman die größte ist. Hier finden Tauchliebhaber ein wahres Naturparadies mit atemberaubenden Riffen. Ein Highlight ist sicherlich auch das russische Kriegsschiff vor Caymon Brac, das als einziges weltweit bei einem Tauchgang besichtigt werden kann. Tierfreunde können jedes Jahr im November ein einzigartiges Schauspiel miterleben. Die in der Islands Turtle Farm gefährdeten und gezüchteten grünen Meeresschildkröten werden im Rahmen der "Pirates Week" in die Freiheit entlassen.

Luftaufnahme von Saint John©cdwheatley_iStock

Amerikanische Jungferninseln

Die Inselgruppe gehört zu den Kleinen Antillen und besteht aus den drei Hauptinseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas. Die Inseln blicken auf eine dänische Kolonialgeschichte zurück, die sich auch heute noch in den Gebäuden mit teils skandinavischer Holzarchitektur widerspiegelt. Die bekannteste Inseln Saint Thomas ist für alle Shoppingbegeisterten ein wahres Paradies, denn zollfreies Einkaufen ist hier vielfältig möglich. Atemberaubend ist der auf Saint John gelegene Nationalpark. Er beherbergt neben geschützten Buchten mit kristallklarem Wasser auch vorgelagerte Korallenriffe mit einer imposanten Unterwasserwelt. Beeindruckend ist der Kontrast von weißen langen Sandstränden mit schattenspendenden Palmen zu dem hügeligen Hinterland mit dicht bewachsenen Wäldern.

Blick auf Philipsburg auf Sint Maarten©Sean Pavone - gty

Sint Maarten/Saint Martin

Diese Insel besitzt eine absolute Einzigartigkeit in der Karibik: Sie ist geteilt in einen französischen und einen niederländischen Teil. Hier finden sich zwei Sprachen, zwei Nationalitäten, zwei Währungen und zwei unterschiedliche Lebensstile. 1648 wurde die Insel sowohl von französischen als auch von niederländischen Siedlern beansprucht. Beide Nationen einigten sich auf eine friedliche Teilung der Insel, die bis heute Realität ist. Der Strand Simson Baai ist eine der absoluten Besonderheiten der Insel. Direkt in der Einflugschneise des Flughafens Princess Juliana gelegen, wirkt es fast so als würden die Flugzeuge am Strand landen. Dieses Spektakel bietet sicher ein einmaliges Fotomotiv.

Hafen und Landschaft von St. Kitts©NANCY PAUWELS - gty

St. Kitts und Nevis

In der Vergangenheit waren die Inseln vor allem für den Zuckerrohr-Anbau bekannt. 2005 wurde dieser endgültig eingestellt, trotzdem zeugen restaurierte Plantagenhäuser und Windmühlen noch von dieser Zeit. Mehr über die Geschichte des Anbaus erfährt man in der Hauptstadt Basseterre. Hier findet man in der Sugar Factory, in der von 1912 bis 2005 Zuckerrohr gemahlen wurde, interessante Einblicke in diesen Prozess. Aber auch die einzigartige Natur im Brimstone Hill Fortress National Park kann überzeugen. Hier umrundet auf einer Strecken von 55 km die einzige Eisenbahn der Karibik, mit Ausnahme von Kuba, die Insel und bietet die Möglichkeit die Natur aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten.

Boote im Meer vor Antigua© SeanPavonePhoto

Antigua und Barbuda

Die beiden Trauminseln bieten alles was das Herz von Sonnenhungrigen und Tauchern begehrt. Mit mehr als 365 feinen weißen Sandstränden hätte man die Möglichkeit jeden Tag im Jahr einen anderen zu besuchen. Aber auch Taucher kommen hier nicht zu kurz. Die atemberaubende Unterwasserwelt mit bunten Korallenriffen und Meeresbewohnern lockt jedes Jahr Taucher aus der ganzen Welt. Diese kommen jedoch nicht nur wegen der Korallenriffe, sondern auch wegen der zahlreichen Schiffswracks, die rund um die Insel zu finden sind. Einer der wichtigsten Orte der Insel ist die geschützte Bucht von English Harbour. Einst der wichtigste Hafen der britischen Flotte ist er heute ein Naturhafen und ein beliebtes Ziel für Touristen. Hier findet man neben zahlreichen Geschäften und Restaurant auch den sehenswerten Yachthafen.

Bunte Strandhäuser auf Barbados©zstockphotos-gty

Barbados

Barbados ist nicht nur die östlichste der Kleinen Antillen, sie ist auch die britischste. Zu verdanken hat sie dies britischen Siedlern, die dort 1627 einer der ersten Kolonien errichteten und so die britische Lebensweise auf die Insel brachten. Die Hauptstadt Bridgetown wurde 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Zu Recht, denn das Stadtbild ist geprägt von zahlreichen malerischen alten Gebäuden aus der Kolonialzeit, wie zum Beispiel St. Nicholas Abbey, das älteste Gebäude der Stadt.

Hafen auf St. Lucia©NANCY PAUWELS - gty

St. Lucia

Die "schöne Helena des Westen" ist bekannt für ihre landschaftliche Vielfalt und üppige Vegetation. Verglichen mit den anderen Antillen ist St. Lucia mit dem 950 m hohen Mount Gimie relativ gebirgig. Bekannt ist die Insel jedoch vor allem aufgrund der imposanten Zwillingsvulkane Gros Piton und Petit Piton. Das Naturschutzgebiet, das die beiden Vulkane umgibt, wurde 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Hier befinden sich Regenwäldern mit einer beeindruckende Pflanzenwelt. Wilde Orchideen, Hibiskus oder Mammutbäume, diese wundersame Welt begeistert. Erfrischend ist eine kurze Dusche unter dem bekannten Diamond-Wasserfall oder ein Bad in der Heilquelle, die einst Kaiserin Josephine I. schon besuchte. Die brodelnde und dampfende Schwefelquelle Sulphur Springs zeugt von der unglaublichen Hitze, die sich hier unter der Erde der kleinen Insel verbirgt.

Hafen und Boote vor Martinique©Fikander82 - gty

Martinique

Martinique - die Blumeninsel der Karibik. Diesen Namen trägt die Insel nicht umsonst, denn keine andere Insel bietet eine so bunte und grüne Vielfalt an Pflanzen. Bewundert werden kann diese vor allem im Botanischen Garten Jardin de Balata, der mehr als 300 Pflanzenarten und exotische Blumen beherbergt und somit als einer der schönsten der Karibik gilt. Das Zentrum der Insel ist Fort de France. Hier befinden sich sehenswerten Denkmälern der französischen Kultur, wie das Rathaus, die Kathedrale oder die Bibliothek. Sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern beliebt ist der Gemüsemarkt Grand Marche. Ein gigantisches, farbenfrohes Angebot an Obst und Gemüse wird hier angeboten.

Landschaft von St. Vincent©Eleonora Krass - shutterstock

St. Vincent und die Grenadinen

Neben der verhältnismäßig großen Insel St. Vincent gehören die Grenadinen mit 32 Inseln zum wahren Naturparadies der Karibik. Da nur acht von ihnen bewohnt sind findet sich hier unberührte und paradiesische Natur. Aufgrund ihrer einzigartigen und vielfältigen Schönheit gelten die Inseln als Geheimtipp für Karibikurlauber. Besonders bei Seglern ist die Insel beliebt, denn so kann man die Vielfalt aus kristallklarem Wasser, traumhafter Natur und weißen Sandstränden am besten erkunden und bewundern. Kinofreunde werden noch aus einem weiteren Grund begeistert sein, denn auf St. Vincent wurden einige Szenen des bekannten Films "Fluch der Karibik" gedreht. Am Strand von Wallilabou sind noch Teile des Sets erhalten.

Strand auf der Insel Guadeloupe©Fyletto-gty

Guadeloupe

Die aus mehreren bewohnten und unbewohnten Inseln bestehende Inselgruppe ist ein Stück Frankreich in der Karibik. Denn auf den zu Frankreich gehörenden Inseln bezahlt man nicht nur mit den Euro, sie gehören sogar zu Europäischen Union. Die zwei Hauptinseln Basse-Terre und Grande-Terre sind durch einen gerade mal 50 m breiten Meeresarm voneinander getrennt. Während sich im Inselinneren von Basse-Terre mit dem noch aktiven Vulkan Soufriere die höchste Erhebung befindet, ist Grande-Terre eher flach und auch trockener. Hier liegen die schönsten Strände der Insel. Im Gegenzug hierzu findet man auf Basse-Terre den im Regenwald liegenden Nationalpark Parc Naturel auf über 30.000 ha. Neben dem Soufriere ist auch der Cascade aux Ecrevisses, der sogenannte Flusskrebswasserfall ein echtes Highlight.

Blick auf St. George auf Grenada©Andreas Voelkel - gty

Grenada

Die Gewürzinsel der Karibik ist vor allem für die Herstellung der Muskatnuss bekannt. Bevor 2004 der Hurrican Ivan den größten Teil der Bäume vernichtete, lieferte die Insel ein Viertel des Weltbedarfs. Aber auch andere Gewürze wie zum Beispiel Zimt, Pfeffer, Nelken oder Vanille wachsen hier. Das Highlight der Insel liegt jedoch unter Wasser. In der geschützten Moliniere Bay gelegen, befindet sich hier der erste Unterwasser-Skulpturenpark der Welt. Der englische Künstler Jason de Caires Taylor schuf auf einer Fläche von mehr als 800 m² bereits mehr als 80 Gipsfiguren, die das Abbild von Menschen karibischen Ursprungs darstellen. Neben dem künstlerischen Aspekt sind die Figuren vor allem da um die Natur zu schützen, denn durch die Kräfte des Meeres verändern diese immer wieder ihr Aussehen, sodass sich an den künstlichen Riffen Fische und Pflanzen ansiedeln.

Frau am Strand von Aruba©argalis-gty

Aruba

Vor der Küste von Venezuela liegen die ABC-Inseln, zu denen neben Aruba auch Bonaire und Curaçao gehören. Aruba ist nicht nur die kleinste der drei Inseln, sie ist auch die vielfältigste und lebhafteste. Besonders ungewöhnlich ist hier die Vegetation. Während im Süden und Westen der Insel lange weiße Sandstrände zu finden sind, unter anderem der mehrfach zum schönsten Strand der Karibik gewählte Eagle-Beach, ist die Ostküste von schroffen Klippen, Steilküste und hohen Brandungen gekennzeichnet. Diese idealen Bedingungen ziehen jedes Jahr Kite- und Windsurfer an, die sich von den Wellen herausfordern lassen. Aber auch das Landesinnere der kleinen Inseln hat einiges zu bieten. Hier wachsen neben Kakteen inmitten von Wüstenlandschaften auch die berühmten Divi-Divi-Bäume, die ihre bizarre Form dem Wind zu verdanken haben und das Wahrzeichen der Insel sind.

Boote im Meer vor Bonaire©René Sputh@stock.adobe.com

Bonaire

Obwohl Bonaire mit gerade mal 290 m² zu den kleineren Inseln gehört, ist sie dennoch als größtes Tauchparadies der Karibik bekannt. Denn nur hier hat man dank des klaren Wassers eine Sichtweite von bis zu 30 Metern. Die Insel ist von einem Korallenring umschlossen, der 1971 zum Natutschutzgebiet Bonaire Marine Park ernannt wurde, um diese farbenprächtige Unterwasserwelt noch lange bewundern zu können. Eine weitere Attraktion sind die hier lebenden Flamingo-Kolonien. Circa 10.000 der rosafarbenen Vögel nisten und leben hier in Naturschutzgebieten. Ein besonderes Schauspiel kann man am Abend beobachten, wenn hunderte von ihnen auf Nahrungssuche gehen, denn dann färbt sich der ganze Himmel rosa.

Blick auf Willemstad auf Curacao©Carmen - stock.adobe.com

Curaçao

Wem der Name Curaçao bekannt vorkommt, ohne von der Insel schon einmal etwas gehört zu haben, der denkt bestimmt an den bekannten Likör Blue Curaçao, denn dieser wird hier auf der dritten und größten der ABC-Insel aus einheimischen Bitterorangen gewonnen. Sehenswert ist auf der Insel die im Kolonialstil erbaute Hauptstadt Willemstad. Hier fühlt man sich dank der vielen Häuser und Gebäude aus der niederländischen Kolonialarchitektur wie in den Niederlande. Nicht ohne Grund wurde die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Besonders sehenswert ist die Konigin Emma-Brug (Königin Emma Brücke), die die Stadtteile Punda und Otrobana miteinander verbindet. Die Pontonbrücke wurde auf schwimmenden Pontons erbaut und öffnet sich für den einfahrenden Schiffsverkehr.

Steg am Strand von Tobago© stifos - adobe stock.com

Trinidad & Tobago

Der Doppel-Inselstaat beeindruckt durch die großen Unterschiede der zwei Inseln. Während es in Trinidad höchst lebendig und lebhaft zugeht, und auch gerne mal gefeiert wird, steht in Tobago vor allem Ruhe und Entspannung auf dem Programm. Die unglaubliche Artenvielfalt haben aber beide Inseln gemeinsam. Über 400 Vogelarten, 600 Schmetterlingsarten und weitere exotische Tiere leben hier. Und auch der Regenwald kann eine üppige Pflanzenwelt vorweisen, unter anderem mit über 300 verschiedenen Orchideenarten. Die wohl ungewöhnlichste Sehenswürdigkeit findet man in Trinidad. Hier befindet sich der Pitch Lake, der größte Asphaltsee der Welt, dessen Krater kontinuierlich heißes Bitium aus dem Erdinneren nach oben befördert.

Schweine am Strand der Bahamas©BlueOrange Studio - fotolia.com

Bahamas

Die Inselgruppe der Bahamas besteht aus mehr als 2.000 Riffen und 700 Inseln, wobei nur 30 von ihnen bewohnt sind. Abwechslung ist hier garantiert, denn keine Insel gleich der anderen, sondern fasziniert mit ihrem ganz eigenem Charme und paradiesischer Natur. Ein absolutes Highlight der Insel ist die Schweinebucht auf der Insel Big Major Cay. Hier leben die zutraulichen vierbeinigen Borstentiere, die im türkisblauen Wasser plantschen. Wie die Tiere auf die Insel kamen ist bis heute nicht klar, jedoch gibt es zahlreiche Geschichten um die wohl süßeste Augenweide der Karibik.

Strand auf den Turk-Inseln© Jo An Snover

Turk- und Caicosinseln

Südöstlich der Bahamas liegt das Urlaubsparadies der Turk- und Caicosinseln. Traumhaft lange, von Palmen gesäumte Sandstrände und türkisblaues Wasser sind der perfekte Ort für einen erholsamen Badeurlaub. Aber auch Taucher kommen hier auf ihre Kosten. Vor allem an der Ostküste der Insel finden sich zahlreiche traumhafte Tauchreviere mit Korallenriffen und einer bunten Unterwasserwelt. Faszinierend sind nicht nur die kleinen Meeresbewohner, sondern auch die Meeresriesen. In der Zeit von Januar bis April kann man Buckelwale beobachten, wie sie sich durch die Turks Islands Passage auf ihren Weg nach Norden machen, wo sich ihre Fressplätze befinden.

Welche Sprachen werden in der Karibik gesprochen?

Dank der Kolonisierungsgeschichte der Karibischen Inseln bietet dieses Gebiet einen bunten Mix verschiedener Sprachen. Durch die Eroberung und Besetzung der Karibik durch europäische Staaten werden hier heute insgesamt mehr als 59 unterschiedliche Sprachen gesprochen. Aber nicht nur die Kolonialmächte haben ihre Sprachen mit auf die Inseln gebracht, auch die Ureinwohner und die versklavte Bevölkerung tragen zu der heute bestehenden bunten Sprachenvermischung aus den verschiedenen europäischen und afrikanischen Sprachen bei. Die am meisten gesprochene Sprache der Karibik ist mit ca. 70 % spanisch. Unter anderem ist sie die Amtssprache von Puertio Rico und Kuba. Englisch folgt mit ca. 25 %, unter anderem auf Jamaika, Barbados und den Bahamas. Aber auch französisch und niederländisch gilt auf einigen Inseln als offizielle Landessprache. Beide Sprachen auf nur einer Insel findet man auf der zweigeteilten Insel Saint Martin und Sint Maarten. Neben den offiziellen Landessprachen findet man zudem auf fast jeder Insel noch andere karibische Sprachen, die von den Einheimischen gesprochen werden. Eine besonders bekannte ist das auf den ABC-Inseln gesprochene "Papiamento". Sie setzt sich hauptsächlich aus dem Niederländischen und Portugiesischen zusammen, enthält aber auch spanische und französische Einflüsse. Ebenso gibt es eine Reihe an lokalen Dialekten und Akzenten, die auch den Charme der einzelnen Gegenden ausmachen.

Welche Kultur & Bräuche prägen die Karibik?

Zu den nennenswerten Einzigartigkeiten der Kultur der Karibik gehört sicherlich die Liebe der Bewohner zur Musik . Ob Reggea oder Salsa, der Rhythmus der Musik versprüht einfach pure Lebendfreude und Leichtigkeit und strahlt den typischen karibischen Flair aus. Die wohl bekannteste und farbenfrohste Party der Karibik ist der Karneval, der neben dem Karneval von Rio der zweitgrößte der Welt ist. Dabei wird dieser auf jeder der Insel zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt gefeiert. So beginnt der Karneval zum Beispiel für Trinidad schon in der Adventszeit, während er auf einigen anderen Inseln wie St Maarten erst nach Ostern startet und auf anderen der niederländischen Antillen erst im Sommer. Der Höhepunkt auf den meisten Inseln ist jedoch die Karnevalswoche bis Aschermittwoch. Wichtig ist neben dem Feiern an sich auch die Vorbereitung. Oft werden in monatelangem Aufwand Kostüme genäht, Wagen geschmückt und Lieder geprobt. Dieses farbenfrohe und ausgelassene Spektakel aus Umzügen und traditionellen Tänzen sind ein einmaliges Ereignis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Welche Ereignisse prägen die Geschichte der Karibik?

Die Geschichte der Karibik geht bis in die Zeit vor 3500 v. Chr. zurück. Zu dieser Zeit fand die erste Besiedlung der Karibik durch die Indios aus Venezuela statt. Ihnen folgten die friedlichen Arawak-Indianer, die die Inseln bis zum 8. Jahrhundert bewohnten. Anschließend kamen die Cariben auf die Insel, die auch für den Namen der Karibik verantwortlich sind. Zwischen 1492 und 1542 entdeckte Christopher Kolumbus einige der Karibikinseln, was zur Besiedlung der Spanier durch Unterdrückung und Zurückdrängung der Ureinwohner führte. Das änderte sich 1542 mit einem Gesetz, das die Versklavung der Ureinwohner verbot. Dies hatte zur Folge, dass nun Sklaven aus Afrika eingeschifft wurden. Ende des 16. Jahrhunderts war die Herrschaft der Spanier beendet und die Herrschaft der Engländer begann. Kurze Zeit später eroberten auch Niederländer und Franzosen einige der Kolonien. Mit der französischen Revolution wurde 1848 die Sklaverei endgültig verboten und es kam zu ersten Unabhängigkeitsbewegungen der Kolonien. Mit der Zeit wurden immer mehr der Inseln unabhängig oder zumindestens autonome Gebiete der früheren Kolonialreiche. Auch heute noch ist die Geschichte der Karibik allgegenwärtig, was man unter anderem an dem bunten Mix der Einwohner erkennen kann.

Welche Speisen & Getränke sollten Sie in der Karibik probiert haben?

Die Geschichte der Karibik beschert den Inseln eine kulinarische Vielfältigkeit, da nicht nur die Ernährungsgewohnheiten der Kolonialherren, sondern auch die der indianischen Urbevölkerung, der afrikanischen Sklaven und der vielen Auswanderer die karibische Küche beeinflusst und geprägt haben. Ganz oben auf den Speisekarten stehen Fische und Meeresfrüchte, die fangfrisch aus dem Meer zu Delikatessen zubereitet werden. Dabei hat jede Insel ihren ganz besonderen Fisch, zum Beispiel fliegende Fische auf Barbados oder Conch-Muscheln auf den Bahamas. Aber auch Fleischgerichte in allen möglichen Varianten mit exotischen Gewürzen und Gemüse sind hier sehr beliebt. Berühmt ist beispielsweise Jamaika für seine Jerks, mariniertes vom Grill serviertes Fleisch. Verbreitet sind in der Karibik auch kleine Snacks wie Maispasteten oder Fladenbrot und Gerichte aus Kochbananen, Brotfrucht und Okra. Das wohl bekannteste Getränk auf den Inseln ist der Rum. Kein Wunder, liegen die Wurzeln des Rums in der Karibik. Dies liegt daran, dass auch die Grundlage des Rums, das Zuckerrohr, in der Karibik beheimatet ist.

FAQ: Was sollte man vor einer Reise in die Karibik beachten?

In der Karibik haben Glaube und Religion eine große Bedeutung. Durch die lange Geschichte der karibischen Inseln gibt es auch eine große Fülle an religiösen Einflüssen. Hauptsächlich vertreten ist neben der römisch-katholischen auch die anglikanische Kirche. Neben Christen, Moslems und Juden befinden sich hier auch hinduistische Gemeinden, hauptsächlich in Trinidad und Tobago. Gelebt werden in der Karibik auch zahlreiche christliche Glaubensrichtungen, die durch den afrikanischen und karibischen Einfluss entstanden sind. Die wohl bekannteste ist "Voodoo", bei der Tiere oder Genussmittel geopfert werden. Hinter den angebeteten katholischen Gottheiten der Glaubensrichtung verstecken sich afrikanische Gottheiten. Da diese jedoch mit der Versklavung der Bevölkerung verboten wurden, beteten die Gläubigen sie heimlich weiter unter dem Deckmantel katholischer Heiliger an.

Sie benötigen bis zu einer Aufenthaltsdauer von 90 Tagen kein Visum. Allerdings ist ein gültiger Reisepass, teilweise vorläufiger Reisepass notwendig und Sie sollten Rückflugtickets bei der Einreise vorzeigen können.

Man kann gerne ca. 10% des Rechnungsbetrags geben.

Da einige der Inseln zum Staatsgebiet einzelner EU-Länder, jedoch nicht zum Zollgebiet gehören bzw. zum Zollgebiet der EU gehören, aber nicht zum Steuergebiet für Verbrauchs- und Mehrwertsteuern, gelten für diese Länder Bestimmungen für die Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat. Die Mitnahme von Korallen, Schnecken oder Muscheln ist streng verboten.

Die übliche Stromspannung in der Karibik beträgt 110/120 Volt Wechselstrom. Elektrogeräte wie zum Beispiel ein Föhn oder Rasierer sollten daher auf 110 Volt umschaltbar sein, wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie einen Transformator benutzen. Ausnahme sind die Inseln Antigua, Barbuda, Guadeloupe, Grenada, Martinique, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Saint Martin, auf denen die Stromspannung 230 Volt Wechselstrom beträgt. Für die Steckdosen wird ein Adapter benötigt.

Die hygienische Reinheit entspricht nicht immer unbedingt den europäischen Standards. Vermieden werden sollten Speisen, die auf offener Straße verkauft werden. Leitungswasser sollte weder getrunken werden, noch zum Zähneputzen verwendet werden. Es sollte nur abgekochtes Wasser oder Wasser aus neuen, geschlossenen Flaschen benutzt werden.

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Als sinnvoller Impfschutz empfohlen ist Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A. Der Stich einer Mücke ist nicht nur unangenehm, durch ihn können auch Krankheiten, wie z. B das Zika-Virus übertragen werden. Der Schutz vor Mücken ist daher besonders wichtig!

Generell ist die Kriminalitätsrate in der Karibik sehr gering. Lediglich in Jamaika und Puerto Rico empfiehlt es sich, die Touristenorte nicht zu verlassen, da dort ein gewisses Risiko besteht.