November 2011

Seit 2.000 Jahren verbindet die Große Seidenstraße Orient und Okzident. Endlose Karawanen zogen mit ihren Gütern über 12.000 km, von China nach Venedig. Entdecken Sie die geheimnisvolle Magie der alten Seidenstraße!

Ihr Chronist

Hallo liebe Leser,

wie kommt man denn auf Usbekistan??

Bevor ich diese (oft gestellte) Frage beantworte, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Edith, ich bin 53 Jahre und lebe in Frankfurt.

Als es mich vor 30 Jahren in die Nähe des Flughafens verschlug ahnte ich noch nicht, dass ich mal so reiselustig würde und deshalb genau den richtigen Wohnort erwischt hatte. Zwar bekomme ich auch den Fluglärm zu hören aber dafür ist mein Anreiseweg sehr kurz (hat doch was). :-)

...und wie bin ich nun auf dieses, nicht so ganz alltägliches, Reiseziel gekommen?

Ganz einfach:
Vor einiger Zeit las ich „Die Reisen des Marko Polo“. Dort wird u. a. über die Seidenstraße berichtet. Städte wie z. B. Samarkand und Taschkent werden beschrieben. Man liest von prachtvollen Gebäuden, exotischen Gewürzen und herrlichen Stoffen. Je weiter ich las um so klarer wurde mir, das will ich mit eigenen Augen sehen.

Also, los geht’s.

Viel Spaß beim Lesen meiner Berichte wünscht,
Edith

1. Tag: Der Weg war lang nach Samarkand

Da bin ich nun, auf dem Frankfurter Flughafen, und checke ein. Es ist 9.00 Uhr, aber alle Fensterplätze sind schon weg. Ok, dann eben Gang. Die Formalitäten sind schnell erledigt, nur steht noch nicht fest, von welchem Gate gestartet wird. Also treibe ich mich in Halle B rum, bis ich es angezeigt bekomme.

Die Flugzeit, nach Istanbul, verging schnell, denn ich kam gleich mit der Dame neben mir ins Gespräch. Wir hatten das gleiche Ziel und beschlossen, dass wir uns bei der Rundreise zusammentun wollen.

Das Ehepaar vor uns, war schon in Usbekistan und hat uns einiges erzählt. Dadurch ist unsere Neugierde, auf dieses Land noch mehr gewachsen. Doch wie die Überschrift schon sagt, es sollte noch lange dauern, bis wir endlich im Land aus Tausend und einer Nacht ankommen.

Nach fast 3 Stunden Flug waren wir dann in Istanbul.

So, nun ab durch die übliche Passkontrolle, ups was ist denn nun? Haha, wir stehen in der falschen Schlange. Also noch mal genau schauen, wo wir hin müssen. Juhuu, wir haben die richtige Reihe gefunden und stehen nun wieder an der Schlange. So, geschafft, wir sind durch und was nun? Was fängt man an mit 6 Stunden Wartezeit? Da wir Durst haben suchen wir nach einem Cafe und finden das Starbucks Cafe.

Hier erklärt man uns, dass es keine Cola gibt und unsere Euro will man auch nicht. Und jetzt? Ein freundlicher Türke hat erbarmen und spendiert einen Becher Leitungswasser... wenn das mal gut geht. Später entdecken wir einen Supermarkt und können dort mit Dollar zahlen. Warum haben wir eigentlich keine 1 € Scheine…

Als die Wartezeit ihrem Ende zugeht beschließen wir, uns mal nach unserem Gate umzusehen. Wieder steht es noch nicht fest. Dann ist es soweit, aber wie kommt man dort hin? Wir suchen nach einem Info Schalter, finden aber keinen. Als wir doch noch fündig werden, rollen uns die Mitarbeiter auf Inline Skater entgegen. Wow das hab ich auch noch nicht erlebt. Sie geben uns Auskunft und ich darf auch ein Foto machen, damit man mir das auch glaubt :-)

Nun geht das Spiel von vorne los. Durch die Passkontrolle, dann wird das Handgepäck wieder durchleuchtet und irgendwann steigen wir in einen kleinen Flieger ein Die Maschine bietet zwar keinen großen Luxus, aber das Personal ist freundlich und das Hähnchen schmeckt auch wieder.

Vor uns liegen nun 4 weitere Flugstunden. Verflixt noch mal, warum lässt man uns nicht mit dem Flieger starten, der direkt von Ffm nach Taschkent geht? Wäre wohl teurer gewesen, aber wir hätten keine 2 Tage, nur mit Wartezeit, verloren. Gut, nun ist es eh nicht mehr zu ändern.

Wie beschäftigt man die Passagiere bei einem 4 Stunden Flug? Nix leichter als das. Man teilt ihnen Einreiseformulare aus, mit denen sie (erstmal) nix anfangen können. Gemeinsam haben wir es aber dann doch geschafft und irgendwann fielen auch die Augen zu.

So viel zum Abflugtag...Morgen geht’s weiter…

2. Tag: Endlich angekommen

Guten Morgen liebe Leser...oh, für euch ist es ja noch mitten in der Nacht.

Im Flieger ist es plötzlich ganz hell, und wir sollen uns zur Landung vorbereiten... grade jetzt, wo wir etwas eingeschlafen waren :-( Also suchen wir nicht mehr die Waschräume auf, stellen unsere Lehnen grade, schließen die Gurte und klappen die Tische hoch... wir landen nun.

Noch bevor der Flieger steht, werden die Klappen geöffnet, Gepäck wird herausgezerrt, Handys werden eingeschaltet und alles strömt zum Ausgang. Wozu eigentlich immer diese Hektik? Bevor die Tür nicht aufgeht kann man doch eh nicht raus. :-)

Vor dem Flieger warten die Busse auf uns und bringen uns zum Terminal. Es wird gedrängelt und geschoben, dann sind alle drin und wir fahren los. In der Halle hängen schöne Bilder aber keiner hat Zeit, um sie richtig zu beachten. Jeder will durch die Passkontrolle und dann raus…na, dass dauert noch etwas. So, ich bin an der Reihe.

Freundlich grüßend gebe ich meinen Pass hin und die weißen Zettel. Diese bekomme ich sofort zurück...wofür haben wir die denn ausgefüllt? Mein Pass wird mir zurückgegeben und ich darf... nein, noch nicht zur Gepäckausgabe, sondern zum durchleuchten des Handgepäcks. Was soll das denn nun, wir konnten doch im Flieger doch gar nix mehr kaufen… reine Schikane. Die Usbeker nennen es Sicherheitskontrolle. Dann noch zu dem netten Herrn, der die weißen Zettel prüft, stempelt und einen davon behält... also war die Mühe doch nicht umsonst.

So, nun aber zu den Koffern. Es ist kaum zu glauben, was da so alles auf dem Band liegt. Ein Wunder, dass einige Koffer nicht auseinander fallen. Etliche Zeit vergeht, dann endlich kommt mein Koffer. Nun aber nix wie raus hier und zum Bus. Vor den Flughafengebäude stehen schon mehr „Berge&Meerler“ aber, wo ist unser Reiseleiter?

Weit und breit ist niemand zu sehen... wir warten. Irgendwann fällt uns eine kleine Gruppe auf und wir beschließen, mal zu ihr zu gehen. Bingo, da ist unser Reiseleiter. Er erklärt uns, dass wir in der Sicherheitszone waren und er als Reiseleiter da nicht rein darf. So viel Sicherheit .. ich frage mich, wovor haben die eigentlich solche Angst?

Nun aber Koffer in den Bus, wir auch und ab geht die Fahrt zum Bahnhof von Taschkent. Vor uns liegt eine 4 Stunden Fahrt mit dem Zug. Wir erreichen den Bahnhof und gehen rein. Nein, das ist doch nicht wahr, oder doch?

Unsere Koffer müssen auf ein Band, das Handgepäck hinterher und wieder wird alles durchleuchtet. Auch wir müssen wieder durch die Kontrollschranke... mir reicht es jetzt. Es ist noch etwas Zeit, bis der Zug fährt und wir können uns noch was zum Trinken kaufen. Im Zug gibt es zwar auch Getränke aber nicht so günstig.

Dann geht es durch eine Unterführung, rüber zum Gleis. Stufen über Stufen und das wird auch für die beiden nächsten Tage so bleiben. Unser Reiseleiter hat die Karten besorgt und wir dürfen einsteigen. Jeder Fahrgast bekommt einen Platz. Wir haben 4 – 21. Wow, der Zug hat Gardinen und sogar einen Teppich. Bei der Fahrt kann man endlich mal ein bisschen einschlafen.

Samarkand, wir sind am Ziel. Rein in den Bus und ab geht die Fahrt zum Hotel Konstantin. Ein neues Gebäude, schön ausgestattet, aber ohne Lift. Mein Zimmer liegt in der 3ten Etage. Wo bitte ist der Lift? Tut uns leid, wir haben keinen. Aber die Koffer werden selbstverständlich hochgebracht.

Eine kleine Pause bekommen wir, dann fahren wir zum Essen. Danach werden ein paar wichtige Gebäude besucht (z. B. Shar-l-Sinde und das Gur Emir Mausoleum). Dann noch zum Observatorium, wo wir den größten Sextanten des Orients sehen. Nun will ich nur noch ins Hotel, meinen Bericht schreiben und schlafen. Ach wenn es doch so einfach gewesen wäre. :-(

Zwar gibt es auf den Zimmern Internet Zugang, aber die Verbindung bricht immer wieder ab. Als ziehe ich meinen Bericht auf Stick und gehe zur Rezeption. Dort bitte ich, die junge Dame, mir den Bericht per Mail zu verschicken. Nach knapp einer Stunde gebe ich auf. Sie versteht einfach nicht, was ich von ihr will und ist auch nicht in der Lage, mir den Internet Zugang zu ermöglichen. Meine Hoffnung ist nun, dass sich unser Reiseleiter der Sache annimmt.

Nun erst mal gute Nacht, morgen ist auch noch ein Tag. :-)

3. Tag: Samarkand, die erste Station auf unserer Reise

Heute haben wir viel auf dem Programm stehen.

Zuerst geht es zur Bibi Chanim Moschee. Bisher kannte ich nur die Hexe „Bibi Bloxberg“ Nun erfahre ich, dass „Bibi“ Frau bedeutet. Also hören sich unsere Kinder stundenlang die Geschichten der „Frau Bloxberg“ an. :-)

Wie alle Moscheen, ist auch diese sehr beeindruckend und natürlich gibt es auch eine Geschichte, wie sie entstand. Geschichten, über alles und jeden gehören zum Orient, wie das Amen in der Kirche. Damit man mich auch mal zu sehen bekommt, habe ich mich vor den großen Koranständer gestellt und ein netter Herr (aus unserer Gruppe) macht ein Foto.

Gleich neben der Moschee befindet sich ein großer Basar, wo ich mein erstes Souvenir erstehe. Nun nenne ich eine kleine Tasche aus Jeans Stoff mein Eigen. Eine Tasche, ja und? Natürlich hat sie etwas Besonderes. Es stehen alle Städte drauf, die wir auf unserer Reise besuchen.

Im Basar gibt es so viele schöne Sachen zu kaufen, dass einige bereits ihr Geld zählen, um zu sehen, ob es noch für ein kleines Essen reicht. Damit wir nicht so viel Zeit in den Wechselstuben verbringen müssen, hat unser Reiseleiter schon dicke Umschläge mit „Sum“ vorbereitet. 1 € sind etwa 2.500 Sum. Bei 50 € und Scheinen von 100 bis 1.000 Sum, kann man sich vorstellen, wie dick die Bündel sind.

Plötzlich haben wir alle, mit einem Schlag, jede Menge Geld. Doch keine Angst, man wird es auch ganz schnell wieder los. Fast überall, wo wir fotografieren wollen, müssen wir eine Gebühr bezahlen...meistens so um 1.50 €. Ein kleiner Betrag, der sich auf jeden Fall lohnt.

Auf der Straße hüpft ein kleines Mädchen, an der Hand der Mutter, vor mir her. Es dreht sich immer wieder zu mir um und wir blinzeln und lachen uns zu. Plötzlich halte ich es an der Kapuze fest und lege ein Bonbon hinein. Die Mutter fischt es heraus und beide freuen und bedanken sich vielmals. Das nächste Foto ist im Kasten und wieder bedanken sich beide, dass ich sie aufgenommen habe. Was so ein kleines Bonbon doch alles bewirken kann. :-)

Natürlich besuchen wir auch den bekanntesten Platz in Samarkand, den Registan Platz. Vor dieser herrlichen Kulisse bitte ich zum Gruppenfoto und alle (mehr oder weniger begeistert) folgen.

Eigentlich sollte der Nachmittag frei sein, aber die Reiseagentur hat sich was Schönes für uns ausgedacht. Wir besuchen die Designerin Valentina Reneneko. Sie zaubert die tollsten Sachen aus Seide und anderen Materialien. Für uns wird eine kleine Show veranstaltet, die uns restlos begeistert. Die Frauen waren entzückt von den herrlichen Gewändern, die Männer von dem, was darin steckte. :-) Wer wollte, konnte etwas kaufen, aber es gab keinen der einem dazu genötigt hätte.

Nach einer kurzen Pause im Hotel geht’s zum Abendessen. Auf dem Speiseplan steht Plov. Dies ist das usbekische Nationalgericht.

In einem Topf wird Fleisch. Gemüse und Reis geschichtet. Nicht alles auf einmal, sondern immer nach und nach. Verschiedene Gewürze gehören auch in den Topf und alles wird immer wieder mit Wasser übergossen. Nach über einer Stunde kochen kann man es essen. Hmmm, das war prima.

Der Zufall wollte es, dass unsere Gastgeber, die Familie unseres Reiseleiters war. So lernten wir Vater, Mutter, Bruder und auch den Hund kennen. :-) Die Oma konnte nicht mit dabei sein, da sie krank ist. Von hier aus noch mal gute Besserung an die alte Dame.

Jetzt geht es zurück ins Hotel. Die gemütlichen Zimmer warten schon. Leider habe sie auch ihre Tücken. Das Telefon geht nicht und das Internet ist so schwach, dass keine gute Verbindung zustande kommt. Macht nix, dann gehe ich halt zur Rezeption und gebe meinen Bericht dort auf.

Falsch gedacht. Die junge Dame ist zwar sehr bemüht mir zu helfen, versteht aber nix vom PC. Also muss mein Bericht warten bis unser Reiseleiter die Sache in die Hand nimmt.

Ein schöner Tag ist vorbei und es heißt Koffer packen, denn morgen geht es weiter nach Buchara.

Kommt ihr mit, in diese Oasenstadt?

4. Tag: Auf nach Buchara

Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Buchara. Es soll durch die Wüste gehen.

Bei dem Wort „Wüste“ denke ich immer an feinkörnigen Sand, irgendwo am Horizont ein paar Palmen und dann kommt eine Oase. Ach ja, natürlich steht unter den Palmen auch ein Kamel.

Aber nichts von dem trifft zu: Wir kommen durch eine Steppenwüste. Überall wächst Gestrüpp. Den feinen Sand, für meine Sammlung, kann ich vergessen. Trotzdem ist die Landschaft interessant. An der ehemaligen Karawanserei Rabat El Malik legen wir einen Stopp ein.

Man braucht schon etwas Phantasie, um sie bei den Mauerresten vorzustellen, wie es da mal ausgesehen hat. Gegenüber steht noch eine Zitadelle, die aber nicht mehr in Betrieb ist. In Buchara angekommen fahren wir gleich zum Hotel.

Es ist das Hotel Asia, direkt in der Altstadt. Schöne, gemütliche Zimmer erwarten uns. Zu meiner Freude muss ich diesmal keine 2 Etagen hoch, sondern habe mein Zimmer im Erdgeschoss...meine Knie werden es ewig danken. :-)

Wir treffen uns in der Halle um unsere Besichtigungstour zu starten. Einigen ist es nach einem Kaffee oder Tee zumute und so kehren sie in ein Gasthaus ein. Erst will ich auch mit aber dann überlege ich es mir doch anders. Diesen blauen Himmel muss ich für meine Fotos nutzen.

Beim Anblick der alten Gassen und prachtvollen Gebäuden fühle ich mich so richtig in die Zeit von Aladin und seinen 40 Räubern zurückversetzt. Als hätte ich es geahnt, verzieht sich bald die Sonne und es wird spürbar kälter.

Im Basar schauen wir zu, wie ein Mann, mit einer seltsam gebogenen Schere ganz feine Muster in Papier schneidet. Auch kann man eine Art Stempel kaufen, mit denen man z. B. Plätzchen ausstechen kann. Es ist kaum zu glauben, was man so alles kaufen kann.

Das Abendessen gibt es im Hotel. Zum Abschluss trinkt man einen Wodka, damit kein böser Geist unsere Gedärme heimsucht. :-)

Es hat nur wieder prima geschmeckt und nun freue ich mich auf mein Bett (so viel frische Luft macht müde).

5. Tag: Buchara Tag 2 - das Wetter ändert sich

Was ein Glück, dass ich gestern schon Fotos geschossen habe. Heute ist es kalt und wir werden immer mal wieder kurz geduscht.

Für die kleine, ausgediente Moschee (Chan-Minor) ist das gut, denn das Wasserbecken ist schon eine Weile leer und man könnte sich, vor dem Gebet, gar nicht mehr reinigen. Nun wird das Becken wieder etwas aufgefüllt...so hat alles auch was Gutes.

Mit dem Bus geht es weiter zur Zitadelle Ark, wo sich früher der Regierungssitz der Bucharamonarchen befand. Ihre Fundamente sind noch aus dem 3 Jahrhundert vor Christus und somit ist sie die älteste Sehenswürdigkeit Bucharas.

Was ist denn da nur los? Viele „Sicherheitsbeamte“ dicke Autos, viel Hektik. Aha, der ungarische Präsident ist da. Na da müssen wir halt etwas warten, bis wir weiter können.

Es geht nicht weiter, jedenfalls nicht mit der Zitadelle. Sie wird renoviert und ist geschlossen. Asamat fragt noch mal höflich nach, bittet und erklärt, dass Gäste aus Deutschland da sind. Wir Deutsche werden zwar oft als Amerikaner bezeichnet, aber man schätzt uns doch sehr. Am Nachmittag dürfen wir mal kurz in die Zitadelle, wenn wir wollen (na klar wollen wir).

Bis dahin begeben wir uns in die Marktkuppelbauten wo sich die Basare, Togi-Sarrafon und Togi-Tilpak, befinden. Hier ist es trocken, nicht so kalt und es gibt viel zu sehen. Zwischen all den orientalischen Klängen und Düften, fühle ich mich wieder in längst vergangene Zeiten zurückversetzt bis...plötzlich eine Händlerin ruf: schaut euch mal meine Sachen an, gucken kostet nix. Vorbei ist der Zauber und ich bin wieder zurück auf der Erde. :-(

Nach einer kurzen Pause, im Hotel, fahren wir noch mal zur Zitadelle. Wir dürfen rein, aber es gibt nix zu sehen. Wegen der Renovierung ist alles weggeräumt. Trotz des Regens sind die Handwerker eifrig bei der Arbeit...die sind auch froh, wenn Feierabend ist.

Damit es doch noch ein schöner Nachmittag wird, fahren wir nun zu einem Puppenhersteller. Das ist eine weitere Überraschung von der Agentur. :-)

In der Puppenwerkstatt ist es schön warm. Wir bekommen erklärt, wie all die tollen Kunstwerke, aus Pappmaschee, hergestellt werden. Ich bin begeistert, aber kaufen mag ich keine Puppe...wo soll man mit all den „Stehrümchen“ noch hin?

Wie schon geahnt, bekommen wir wegen des ungarischen Präsidenten noch Unannehmlichkeiten. Der war heute nämlich noch gar nicht da, der ganze Zirkus war nur Probe. Morgen wird er erwartet und damit nichts den Ablauf stört, werden die Straßen frühzeitig gesperrt. Die Agentur hat deshalb angeordnet, dass wir schon um 7.00 Uhr nach Chiwa aufbrechen müssen.

Das bedeutet, 5.30 Uhr wecken (immerhin 30 Minuten später, als Zuhause), ab 6.00 Uhr Frühstück und um 7.00 Uhr geht’s los.

Auf meinen bisherigen Reisen kam es schon öfter wegen Königen (Marokko) Politikern (zuletzt Frau Merkel auf Malta) oder anderen Prominenten zu Schwierigkeiten. Vielleicht sollte ich in Zukunft meine Reiseroute mal mit der Prominenz absprechen. :-)

Unser Abendessen findet heute in einem einheimischen Restaurant statt. Als wir vom Hotel aus losmarschieren gibt es etwas Gutes (es regnet nicht mehr) und etwas weniger Gutes (es schneit). Neeee, das braucht doch kein Mensch...Schnell sind (bei einem guten Essen) Schnee und Kälte vergessen, wir haben einfach einen schönen Abend.

Heute geht es früh ins Bett. Ein anstrengender Tag liegt vor uns. Bis nach Chiwa werden wir 10 Stunden Unterwegs sein. Also dann …

Gute Nacht

6. Tag: Schnee in der Wüste (Fahrt nach Chiwa)

Es ist noch dunkel als wir unsere Fahrt nach Chiwa antreten. In der Nacht hat es noch etwas geschneit und die weiße Pracht hält sich tapfer auf den Blumenbeeten. Noch sind die Straßen nicht gesperrt (wegen dem Präsidenten) und wir kommen gut aus Buchara hinaus.

Der Weg führt durch die Wüste Kizilkum. Nun sind wir auf der Route, wo früher die Karawanen entlang zogen. Die modernen Karawanen bestehen allerdings nicht mehr aus Kamelen, sondern aus LKWs.

Heute bekomme ich etwas (für mich Neues) zu sehen...Schnee in der Wüste. Mir ist zwar bekannt, dass es in der Wüste sehr kalt werden kann, aber Schnee habe ich dort noch nicht erlebt. Der Bus braucht einige Zeit bis es warm wird und ich kratze, mit meiner Checkkarte, das Eis von den Fensterscheiben. So, nun habe ich freie Sicht und kann ein paar Fotos schießen (sonst glaubt mir das doch keiner). :-)

Zum Teil ist es recht glatt auf der Piste, aber wir haben 2 super Fahrer, die auch mit solchen Situationen fertig werden. Einige LKW Fahrer haben wohl noch nicht so viel Routine, denn wir sehen immer wieder Wagen, die im Graben gelandet sind. Eine neue Autobahn mit 4 Spuren wird grade gebaut. Für ein kleines Stück können wir sie mal benutzen und erleben, wie bequem es die Reisenden in Zukunft haben werden.

Was wir nicht benutzen können ist das Bord WC. Aus dem Spülkasten wurde das Wasser abgelassen, damit es nicht einfriert und der Kasten eventuell platzt. Dies hat zur Folge, dass wir öfter eine Pipi Pause einlegen müssen. Lang bleibt aber keiner draußen.

Um die Mittagszeit gibt’s Kaffee, Tee und Wodka. Danach ist es uns wieder warm und die Fahrt kann weitergehen.

Damit uns die Zeit nicht langweilig wird hat sich Asamat einiges für uns einfallen lassen. Er berichtet uns über Land und Leute, über Sitten und Bräuche. Um alles etwas anschaulicher zu gestalten, hat er Fotomappen dabei. Sie zeigen Bilder von Flora und Fauna, von Hochzeiten und anderen Begebenheiten. Auf unserer Tour hat Asamat einen Praktikanten dabei, der auch mal einen Vortrag hält. So vergeht die Zeit viel schneller als gedacht.

Wir kommen am Nachmittag in Chiwa an. Es ist zwar lausig kalt, aber trocken und schneefrei.

Mein Zimmer gefällt mir. Endlich habe ich mal einen richtigen Schreibtisch. Ich stelle den Lappi auf und stelle fest…es ist zu dunkel. Eine Stehlampe gibt es nicht. Also entscheide ich mich gegen die Nachtbeleuchtung und verwende die Lampe am Schreibtisch.

Mit meinen Berichten bin ich etwas hinterher, denn in den Hotels funktioniert es nicht immer so gut mit dem Internet. Überhaupt gibt es ab und zu mal Stromausfälle. Besonders am Abend, wenn alle daheim sind und viel Strom gebraucht wird. Zweimal hatten wir deshalb ein Essen bei Kerzenschein…das ist doch soooo romantisch. :-)

Also los jetzt. Ich haue in die Tasten, will ja auch fertig werden mit dem Schreiben. Ups, wo bin ich denn nun drauf gekommen???? Mein Bildschirm wird schwarz und nix geht mehr. Ich starte neu, der PC schaltet sich aus. Ich versuche es wieder, der PC bleibt stur. Ob ihm wohl auch kalt ist? Die Heizspirale im Bad ist kalt und auch die Klimaanlage kommt nicht gegen die eisige Zugluft an.

Ok, dann lasse ich es eben sein, mit dem Schreiben, und schließe mich der Gruppe an. Wir gehen, vor dem Abendessen, kurz mal durch die Altstadt. Groß ist sie nicht, aber schön. Wie wir erfahren wurden hier schon etliche Filme gedreht .. kein Wunder bei solch schönen Kulissen. Hier gibt es noch ganz enge, verwinkelte Gassen und man spürt noch den Zauber längst vergangener Tage.

In der Nacht wache ich vom Geschrei der Katzen auf...oder sind es doch die Seelen der zahlreich hingerichteten Menschen, die hier noch herum geistern...

7. Tag: Chiwa, eine Stadt wie ein Freilichtmuseum

Ein neuer Tag hat begonnen. Es ist wieder sehr kalt, doch die Sonne wartet schon auf uns. Nach dem Frühstück geht’s dann auch gleich los. Heute wollen wir uns die Altstadt in aller Ruhe ansehen. Wie üblich zahlen wir unsere Fotogebühr, nun dürfen wir loslegen.

Zu fotografieren gibt es mehr als genug. Die Altstadt ist ein einziges Freilichtmuseum. Neben den üblichen Moscheen geht es heute auch mal in einen Harem. Na da bin ich mal gespannt. Wie mögen all die schönen Frauen wohl gewohnt haben? Wir betreten einen langen, schmalen Raum...den Harem.

Nix aber auch wirklich gar nix sieht hier schön aus. Nackte Wände, die Kälte ausstrahlen…neeee, alle meine Vorstellungen sind zerstört. Hätte man mir gesagt, dass dies das Gefängnis war, ich hätte es geglaubt. Nun gut, Hauptsache der Chan hatte ein schönes Gemach.

Auf unserem Rundgang kommen wir auch an dem Denkmal (des Erfinders der Algebra) vorbei. Ob der ahnte, wie vielen Schülern er Kopfschmerzen bereiten würde…Wir gehen an Hügeln vorbei. Was mag da wohl drunter verborgen sein? Asamat klärt uns auf. Da Chiwa nur 60 Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat man die Toten über der Erde (in diesen Kuppeln) bestattet. Also hat man schon damals Umweltschutz betrieben und das Grundwasser geschützt.

Natürlich gibt es in der Altstadt auch Basare. Ich kaufe mir ein paar gestrickte Socken, die kann ich im Zimmer gut gebrauchen. Vor einem Laden stehen Regale mit Mützen. Sie sind aus Fell und halten bestimmt schön warm. Ich setz mal eine auf und versinke darin. Hab ich’s doch gewusst. Ich hab zwar manchmal einen Dickkopf aber keinen dicken Kopf…lach.

Als wir das Thema Hochzeit hatten, erzählte Asamat, dass die Usbeken oft sehr jung heiraten und die Partner meistens von den Eltern ausgesucht werden. Hier in Chiwa heiraten besonders viele Paare. Einen schöneren Hintergrund für die Hochzeitsfotos als die Altstadt, kann man sich auch kaum vorstellen.

Wir sehen viele Brautpaare und bekommen sogar einen Teil der Zeremonie mit. Aber so richtig glücklich schauen die jungen Leute nur selten drein. Einer Braut können wir ein bisschen unter den Rock gucken und was sehen wir…Sie hat Jeans drunter. :-)

So, nun wird es Zeit für eine Pause. Im Hotel angekommen probiere ich wieder den PC zu starten. Doch egal, wie gut ich ihm zurede, er streikt weiter. Schließlich gebe ich auf und gehe zur Rezeption. Dort frage ich nach Papier. Der diensthabende Herr schaut mich verständnislos an. Was ich mit Papier will, fragt er mich. Meine Berichte aufschreiben, antworte ich. Ja aber du hast doch ein Notebook dabei. Habe ich, aber es streikt. Ok, nun bekomme ich ein paar Blätter und kann schon mal alles aufschreiben, damit ich nichts vergesse.

Nachdem es mir wieder warm ist, ziehe ich noch mal alleine los und schlendere durch die engen Gassen. Hier würde ich gerne etwas länger bleiben, aber die Reise geht ja schon zu Ende. Morgen geht es zurück nach Taschkent und Übermorgen heim nach Deutschland.

Auf dem Heimweg fällt mir vor dem Hotel eine einzelne Rose auf. Sie hat die Kälte bisher überstanden. Ich bleibe stehen und fotografiere sie...ein schöner Anblick.

Zum Abendessen gehen wir wieder in ein einheimisches Restaurant. Auch hier ist es kalt. Mir fällt der Titel meines Taschenbuches ein. „Es ist Nachsaison, da wird nicht mehr geputzt“. Das Buch beschreibt, was man so alles auf Reisen erleben kann.

Für Chiwa würde ich sagen „Es ist Nachsaison, da wird nicht mehr geheizt“. Was soll’s, bald bin ich im Bett und da wird’s mir auch wieder warm. :-)

Ich wünsche allen süße Träume …

8. Tag: Rückkehr nach Taschkent

Der letzte Tag in Usbekistan ist angebrochen. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen von Urgench. Von dort aus fliegen wir nach Taschkent, wo sich der Kreis unserer Rundreise schließen wird. Auf dem Flughafen ist noch nicht viel los. Unsere Koffer werden...alle auf einmal…eingecheckt. Ein großer, wackliger Haufen …na, wenn das mal gut geht.

Natürlich wird auch unser Handgepäck wieder durchleuchtet. Nun bin ich aber baff, keiner hat sich für meine Wasserflasche interessiert…. die werden doch nicht nachlässig werden. :-)

Nach und nach kommen noch mehr Fluggäste in die kleine Halle, unter anderem auch eine Gruppe Jungs. Wie wir erfahren handelt es sich um die Fußball Stars von morgen.

Ich schlendere an den Bildern vorbei und vermisse eins, wo „Aufwiderseen“ draufsteht. Überall wird man nur begrüßt. Viel mehr gibt es hier nicht zu sehen.

Endlich ist unsere Maschine zum Einsteigen bereit. Asamat tauscht seinen Platz mit mir und ich sitze nun am Fenster. So kann ich mir ein bisschen die Gegend ansehen. Kaum sind wir in der Luft, da landen wir auch schon wieder. Der Flug war kurz und ruhig.

Vor dem Flughafen von Taschkent (diesmal wissen wir um die Sicherheitszone) wartet ein gelber (Post?) Bus auf uns. :-) Er bringt uns ins Hotel und dann geht’s los mit der Stadttour.

Noch einmal sehen wir uns Moscheen, Museen und Mätressen an. Für den Bazar haben wir eine großzügige Zeit eingeplant und die braucht man dort auch. Es gibt doch so viel zu sehen. Vor einem Laden stehen Ständer mit Wachstuch Rollen.

Von den Dächern fließt das Tauwasser über die Rollen und ich frage mich...warum heißt das eigentlich „Wachstuch“, wenn es, trotz ausreichendem gießen, gar nicht wächst … lach.

Auf dem Programm steht eine Fahrt mit der Metro. Leider darf man hier nicht fotografieren. Die Stationen erinnern mich sehr an Moskau. Dort ist auch alles reich verziert und schön gestaltet. Man spürt sofort die russische Vergangenheit.

Nach der Fahrt besuchen wir noch den Freiheitsplatz und dann kann jeder tun was er will. Ich schau mir die vielen Bilder an, die von den Malern am Straßenrand aufgestellt wurden. Als ich ins Hotel zurückkehre, sehe ich noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. So wie dieser schöne Tag zu Ende geht, so ist es auch mit unserer Reise.

Am Abend fahren wir noch zum Theater, dort haben wir unser Abschiedsessen. Wir bekommen noch ein kleines Geschenk. Die Damen ein kleines Brillentäschchen, die Herren ein Käppi. Unser Reiseleiter bekommt natürlich auch etwas von uns. Es wird noch einmal auf die gelungene Reise angestoßen, dann geht’s zurück ins Hotel und ab ins Bett.

Um 3.30 Uhr geht’s dann zum Flughafen und wir fliegen nach Istanbul Wieder haben wir 6 Stunden Aufenthalt, bevor wir nach Frankfurt weiter fliegen. Diesmal vergeht die Zeit aber recht schnell, denn man kennt ja nun die anderen.

9. Tag: Ich bin wieder zurück

Hallo liebe Leser,

so schnell vergehen 9 Tage.

Kaum war ich fort, schon bin ich wieder zurück .. aus einem Land, von dem ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass es existiert.

Mit Asamat, hatte ich einen super Reiseleiter erwischt. Er brachte mir mit Witz und Humor sein Land näher.

Das Programm war voller interessanter Dinge (Moscheen, Zitadellen, Mätressen und Bazaren).

Es ist faszinierend, wie sich in Usbekistan Tradition und Moderne vereinigen.

In meinen Berichten konnte ich nur einen kleinen Teil, vom erlebten und wichtigen, unterbringen. Deshalb bin ich gerne bereit, auf Fragen (soweit ich es kann) per Mail zu antworten.

Erreichbar bin ich unter: Edith.rein@gmx.de

Ich bedanke mich für euer Interesse.

Viele Grüße und ciao bis zur nächsten Reise,
Edith

Ihr Reiseleiter


 
Hallo, ich bin Ihr Reiseleiter Azamat Azizov und es freut mich, Sie während der Rundreise durch mein Land als Reiseleiter begleiten zu dürfen.

Ich habe Germanistik an der Hochschule für Fremdsprachen studiert und danach meine Reiseleiterausbildung erfolgreich mit einem Zertifikat des Usbektourism (Ministerium für Tourismus) abgeschlossen. Zusätzlich nehme ich an jährlichen Fortbildungsseminaren teil.

Seit 4 Jahren arbeite ich als Reiseleitung in Usbekistan.

Bis bald, Azamat

Ihr Reiseverlauf

Entdecken Sie die geheimnisvolle Magie zwischen Orient und Okzident. Imposante Bauwerke zeugen noch heute vom einstigen Reichtum dieser Region. Auch die bunte Bevölkerung mit Ihrem Gemisch aus Europa, Orient und Asien trägt zu einem erlebnisreichen Aufenthalt bei dieser Rundreise bei.

1. Tag - Anreise
Linienflug nach Taschkent.

2. Tag - Taschkent - Samarkand
Ankunft in Taschkent und Empfang durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung. Transfer zum Bahnhof und Zugfahrt in die mehr als 3.000 Jahre alte Stadt Samarkand, die Perle der Seidenstraße (Frühstück im Zug). Nach Ankunft Transfer zum Hotel. Am Nachmittag Besichtigung des Shah-i-Sinde und des Gur Emir Mausoleums, Meisterwerke islamischer Architektur aus dem 14./15. Jh. sowie des Observatoriums des Ulugbeg mit dem größten Sextant des Orients.

3. Tag - Samarkand
Die Geburtsstätte der Märchen aus 1.001 Nacht war unter Amir Temur Hauptstadt des Landes. Eine Vielzahl berühmter Bauwerke zeugt von einer reichen Geschichte. Sie besuchen die Ruinen der Großen Bibi Chanim Moschee, die am Anfang des 15. Jh. errichtet wurde und zu einem der größten Bauwerke der islamischen Welt zählte sowie den angrenzenden farbenfrohen Basar, der Einkaufsmöglichkeiten für jeden Geschmack bietet. Anschließend sehen Sie das bekannteste Wahrzeichen Usbekistans, den Registan Platz mit seinen drei Medressen. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Abend Plov kochen (usbekisches Nationalgericht) bei einer usbekischen Familie.

4. Tag - Samarkand - Buchara (ca. 265 km)
Nach dem Frühstück Fahrt in die Oasenstadt Buchara. Unterwegs Stopp an der Karawanserei Rabat-e Malik. Nach Ankunft besuchen Sie die Zitadelle Ark, die ehemalige Residenz der Bucharamonarchen. Mit Ihrem Fundament aus dem 3. Jh. v. Chr. ist sie die älteste Sehenswürdigkeit Bucharas. Lassen Sie den Zauber und die Geister alter Zeiten auf sich wirken, die noch heute in den engen Gassen der Altstadt zu spüren sind. Sie besichtigen das außerhalb der Altstadt gelegene Samaniden Mausoleum aus der Regierungszeit von Ismail Samani.

5. Tag - Buchara
Während der Stadtbesichtung besuchen Sie den Labi-Hauz Komplex, die Marktkuppelbauten mit den Basaren Togi-Zargaron, Togi-Tilpak Furuschon und Togi-Sarrafon sowie den Poi-Kaljan Komplex. Ebenso besichtigen Sie eine der ältesten Moscheen in Buchara, die Medresse Ulugbek und die Medresse Abdulazizchan. Der Nachmittag steht Ihnen für eigene Erkundungen zur Verfügung.

6. Tag - Buchara - Chiwa (ca. 450 km)
Endlich steht das Abenteuer Wüste an. Wie einst die berühmten Karawanen reisen Sie, allerdings bequem im klimatisierten Bus, auf der Seidenstraße. Die Tour führt Sie durch die Wüste Kizilkum und streckenweise entlang des berühmten Flusses Amudarja (Fotostopp) nach Chiwa.

7. Tag - Chiwa
Die Altstadt Chiwas, Ichan-Kala ist von einer nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Mit ihren Lehmstraßen und noch heute zum Straßenbild gehörenden Arbas, zweirädrigen Eselskarren, vermitteln Ihnen eine Vorstellung über die unveränderte Lebensweise seit dem Mittelalter. Sie besuchen die Kunya Ark Festung, einst Residenz des Chans von Chiwa, und die Juma Moschee – 213 mit kunstvollen Schnitzereien verzierte Säulen tragen die Holzbalkendecke der Halle. Auf Ihrem Programm stehen weiterhin das Pahlavon Mohammed Mausoleum, das Islam Khoja Minarett und der Tash Hauli Palast.

8. Tag - Chiwa - Urgench - Taschkent
Transfer zum Flughafen Urgench, Flug nach Taschkent und Hoteltransfer. In der modernen Hauptstadt besuchen Sie die Medresse Barak-Khan mit der Bibliothek sowie die Medresse Kukeldasch. Im Museum für angewandte Kunst sehen Sie 7.000 Exponate traditioneller Volkskunst aus der ersten Hälfte des 19. Jh. bis zu unserer Zeit. Sie unternehmen eine Fahrt mit der Metro und haben ein gemeinsames Abschiedsabendessen in einem lokalen Restaurant.

9. Tag - Abreise
Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.