Mai - Juni 2013

Ihre Reise führt Sie von Toronto vorbei an den großen Seen und durch die eindrucksvolle Landschaft Kanadas bis nach Vancouver. Anschließend entdecken Sie mit der Celebritiy Century die eisige Schönheit Alaskas mit ihren atemberaubenden Gletschern.

Ihr Chronist

Liebe Leser,
mein Name ist Manfred, geboren 1950. Meine Frau und ich haben unseren Wohnsitz im schönen Markgräflerland in der Nähe von Basel. Wir wollen, dem Alltag entfliehen und immer wieder neue Ziele entdecken, kommen Sie mit und lassen sich inspirieren.

Viele Grüße,
Manfred

Tag vor der Reise

Nach der Reise ist vor der Reise. Um unnötigen Stress zu vermeiden fahren wir bereits einen Tag früher nach Frankfurt. Also geht es am 25.05.2013 aus dem kalten Markgräflerland in das noch kältere Hessen.

Am Nachmittag treffen wir am Hauptbahnhof in Frankfurt ein. Unser Hotel liegt fünf Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Es gibt hier im Bahnhofsviertel mehrere gute, günstige Hotels. Alle zehn bis zwanzig Minuten fährt eine Bahn zum Flughafen.

So haben wir noch eine ruhige Nacht und müssen uns nicht abhetzen. Oder Angst haben nicht rechtzeitig am Terminal anzukommen, bevor es auf die Reise über den großen Teich geht.

1. Tag: Deutschland-Kanada

Wir starten unsere große Reise quer durch den amerikanischen Norden mit einer Maschine der Britisch Airways, über London nach Toronto, Kanada. Die vier Stunden Wartezeit haben uns sehr geschlaucht, auch warten macht müde.

Dann der lange Flug 7,5 Stunden. Wir sind etwas gerädert und kaputt angekommen. Unsere Reiseleiterin empfängt uns herzlich und begleitet uns zu unserer Unterkunft in Toronto. Eine paar kleine Informationen vorab und dann nicht's wie ab ins Hotelzimmer, frisch machen, schlafen gehen.

2. Tag: Toronto & Niagarafälle

Toronto eine quicklebendige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Der CN Tower ist mit einer Höhe von 553 m das höchste freistehende Gebäude der Welt und das bekannteste Symbol der Stadt am Ontariosee. An klaren Tagen hat man einen fantastischen Blick über die umliegende Stadtlandschaft und den See. Ein mit Glasfront versehener Aufzug führt zum Hauptteil - der rund 114 Stockwerke hoch liegt - wo Besucher durch den Glasboden schwindelerregende 342 m direkt nach unten schauen können.

Einen angenehmeren Blick bekommt man vom sich drehenden 360 Restaurant, das ein Stockwerk höher liegt. Am Fuße des Turms steht der SkyDome Basballstadium, das erste Stadium, dessen Kuppeldach geöffnet werden konnte. Etwas weiter im Osten liegt das Air Canada Centre, eine brandneue Hockey- und Basketballarena. Direkt nördlich des Towers bilden zahlreiche Bürohochhäuser den Finanzbezirk, u. a. gehören dazu einige architektonische Meisterwerke von Mies van de Rohe (Toronto-Dominion Centre).

Dazwischen befinden sich vielen kleine und große Geschäfte auch im Untergrund. Eine Stadt unter der Stadt. Das grosse Einkaufszentrum in Downtown, das Eaton Centre liegt an der Kreuzung Yonge und Dundas Street. Es hat ein angenehmes Ambiente durch die vielen einzelnen Geschäfte, mit einem riesigen Springbrunnen, einer Decke die aus einem enormen gläsernen Tonnengewölbe besteht und der berühmten Skulptur fliegender kanadischer Gänse.

Nach unserer Besichtigungstour im Zentrum fahren wir langsam nach Niagara. Über den kleinen Umweg durch Chinatown und dem Universitätsviertel mit mehr als 10 tausend Studierenden geht es auf's Land. 140 Kilometer durch Obstplantagen und Weinanbau. Alles sehr gepflegt und in einer grünen, eher flachen Landschaft. Wir biegen ab von der Schnellstraße und fahren am Niagara Fluss entlang in Richtung der Wasserfälle.

Die Niagarafälle hat die Bedeutung in der Sprache der Ureinwohner Niagara „donnerndes Wasser". Der den Eriesee mit dem Ontariosee verbindende Niagara River, der zugleich die östliche Begrenzung der Niagara-Halbinsel bildet, stürzt 58 Meter in die Tiefe. Der Wasserdurchfluss beträgt je nach Jahreszeit zwischen 2.832 und 5.720 m³/s, durchschnittlich 4.200 m³/. Die früheren Kraftwerke am Ufer, sind zur Erhaltung der Natur in den letzten Jahren abgeschaltet worden.

Angekommen, nicht's wie aus dem Bus, wir wollen uns das Naturschauspiel nicht entgehen lassen. Bei Sonne und über 25 Grad stehen wir vor dem hufeisenförmigen Wasserfall. Die Gischt spritzt bis uns herüber. Gigantisch diese Wassermassen und die Kräfte die man spürt und hört wenn das Wasser hinabstürzt. Mit einem der legendären "Maid of the Mist" (Mädchen hinter der Gischt)-Booten, die es seit 1846 gibt, wollen wir uns an das donnernde Wasser heranwagen.

Mit einer Regenjacke ausgestattet machen wir uns auf den Weg. Wir erhalten noch einen Plastikumhang, vorsorglich. Da jedoch alle die Pelerine überziehen machen wir das ebenfalls. Die Fahrt geht los, aus Gischt wird Guss, ungeschützte Kleidungsstücke sind im nu nass. Angeblich ist noch kein Schiff untergegangen, wir wollen nicht die ersten sein. Je nachdem wie der Wind steht und wie nahe wir am Wasserfall sind bekommen wir mehr oder weniger von dem kühlen nass ab.

Trotz nasser Schuhe, Hosenbeine und anderer Teile verlassen wir grinsend das Boot. Es war ein tolles Erlebnis, da spielt so ein bisschen Wasser keine Rolle. Nun geht es zurück an den Rand der Fälle, das große Spektakel noch einmal betrachten bevor es zurück nach Toronto geht. Zum Abschied zeigt er sich von der schönsten Seite und schenkt uns noch den Anblick eines Regenbogen.

Über die Autobahn geht es zurück nach Toronto, noch ein wenig um die Häuser ziehen und dann ab ins Hotel. Für heute ist genug, die Füße tun weh und die Zeitumstellung hat man auch noch nicht im Griff.

3. Tag: Toronto-Detroit

Es regnet, Toronto weint, weil wir weiterziehen? Warum soll es uns besser gehen als denen Zuhause, dort sieht das Wetter ja noch viel schlechter aus.

Wegen eines Unfall stehen wir auf dem Expressway mehr als das wir fahren und das Grau draußen hebt nicht gerade die Stimmung. Unsere Reiseleiterin Marion, in Deutschland geboren, verkürzt uns die Zeit mit vielen interessanten und nützlichen Informationen. Es ist sehr schön auch ihre persönlichen Erfahrungen über Land und Leute kennen zu lernen. Mit ihren enormen Kenntnissen bekommen wir einen guten Überblick, immer zu den aktuellen Geschehen und Orten.

Mit dem Bus geht es etwa 370 km, von Toronto quer durch Ontario in den Bundesstaat Michigan. Durch die Unfälle haben wir viel Zeit verloren. Hinter der Brücke über den Detroit Fluss ist die Grenzstation. Die Beamten nehmen es sehr genau, obwohl unsere kleine Gruppe von nur elf Personen abgefertigt werden muss. Trotz esta Anmeldung und vorab ausgefüllten Formularen, werden noch Fingerabdrücke genommen und die Augen gescannt.

Wir überqueren die Grenze von Kanada in die USA nach gut zwei Stunden und fahren weiter nach Detroit. Ein französischer Kapitän Antoine de la Mothe Cadillac hat die Stadt 1701 gegründet, in den Kriegen um die Vorherrschaft zwischen Franzosen, Britten und den Indianern wurde sie dann vorerst britische Kolonie. Anfang 1910 wurde hier die automatisierte Produktion von Autos aufgenommen, mit dem berühmten Model des Ford T, von Henry Ford.

Die Stadt hat aber drei Spitznamen, aufgrund ihrer Bedeutung für die Automobilindustrie wird sie auch Motor City genannt. Ein weiterer Name lehnt sich an das gleichnamige, sehr einflussreiche Plattenlabel Motown an, welches hier gegründet wurde. Ein anderer ist Hockeytown, der auf die sehr erfolgreiche Eishockeymannschaft der Detroit Red Wings aus der NHL zurückzuführen ist.

Unser Weg führt uns nach Downtown, Dearborn dem heutigen Sitz von General Motors. Sieben Glastüren direkt am River. Durch die vielen Verzögerungen macht es keine Sinn mehr ins Ford Museum zu gehen. Wir sind so spät dran, dass wir nur eine halbe Stunde Zeit dafür hätten. Und zu guter letzt fängt es wieder an zu regnen. Erneut Staus auf den Straßen, die Regengüsse führen zu weiteren Unfällen.

Fast zwei Stunden benötigen wir nach der kleinen Stadtrundfahrt für die Strecke zum Hotel. Schade den Tag haben wir nun mehr oder weniger im Bus verbracht. Und dazu dank der Staus und Grenzabfertigung keine Besichtigungen machen können. Aber im Hotel gibt einen Pool, also ab ins kühle Nass und sich ein wenig erfrischen. Morgen wollen wir die Strecke nach Chicago in Angriff nehmen.

4. Tag: Detroit-Chicago

Die Karawane zieht weiter. Von Detroit ins 460 km entfernte Chicago im Bundesstaat Illinois.

Eine kleine Stadtrundfahrt gibt uns den ersten Eindruck der am Michigansee liegenden schönen Stadt. Einzigartig das Panorama und Promenade am See. Die Stadt ist großartig, sie empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein.

Zuerst fahren wir zum See an die Promenade. Es ist Rummelplatz, Restaurant- und Flaniermeile in einem. Eine Stunde erkunden wir das Navy Pier, dann schauen wir uns die Stadt während einer großen Rundfahrt an und erfahren viel über die schönen Gebäude. Bis vor kurzen hatte Wrigley's hier sein Hauptsitz, viele alte schöne Gebäude stehen neben den neuen Wolkenkratzern.

Der Verkehr läuft über unterschiedliche Ebenen, unten Straße oben Straßenbahn oder umgekehrt. Viele Einbahnstraßen und Brücken über den Chicago River machen das Fahren in der Stadt nicht einfacher. Unser nächstes Ziel der Millenneum Park mit Wasserspielen, dem Cloud Gate und der großen Bühne für openair Veranstaltungen.

Chicago ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine der wichtigen Finanz- und Handelsstadt in den Vereinigten Staaten. Diese Funktion wird begünstigt durch seine Waterways. Und der Eigenschaft als Eisenbahnknotenpunkt und seine Lage an der Mündung des Illinois.

Die berühmtesten Söhne der Stadt Luis Armstrong und Al Capone, haben beide Musik gemacht. Der eine mit seiner Trompe der Andere mit Maschinenpistole. Heute spielt Barack Obama im ganzen Land die erste Geige.

Am Abend unternehmen wir eine Bootstour auf dem Chicago River. Um 20:30 Uhr werden die Leinen losgemacht. Entlang der Wolkenkratzer geht es hinaus auf den Michigan See. Die Erklärungen zu den Gebäuden, ich muss leider passen. Der Lärm, das englisch, nur teilweise bekommt man da was mit. Durch die Schleuse geht es auf den See, weiter entlang der hell beleuchteten Skyline.

Die Stadt ist toll, sie hat viel mehr Flair wie viele andere Großstädte. Die Lage mit dem See und den Kanälen unbeschreiblich. Gegen 22 Uhr gibt es noch als Zuschlag ein Riesen Feuerwerk. Es wird frisch und es gut die Jacken mitgenommen zuhaben.

Wieder zurück auf dem River, werden noch einige Stationen angefahren und die Bedeutung der einzelnen Gebäude für Chicago und den USA erklärt. Wo zum Beispiel Al Capone seinen legendären Nachtclub hatte, leider geschlossen, also wird es für uns Zeit unsere Zimmer aufzusuchen.

Wir haben morgen den ganzen Tag die Möglichkeit uns Chicago alleine zu erobern.

5. Tag: Chicago

Für Chicago steht uns der Tag 5 zur freien Verfügung. Heute ist Donnerstag der 30.05.2013 und es wird heute auf das Frühstück verzichtet und ein wenig länger geschlafen. Aber dann, geht es zu Fuß, ab in den Trubel der Mega City.

Vom Hotel ein kurzes Stück über die Brücke des Chicago River, rein ins Herz der Stadt. Alt und Jung fügen sich hier harmonisch ins Stadtbild ein, das gilt nicht nur für die tollen alten Häuser. Auch für das quirlige Leben um uns herum, die Straßen immer voller Menschen.

Wir hingegen lassen uns in eins der vielen Straßen-Restaurants nieder. Ein kleiner Imbiss und etwas zu trinken, über unseren Köpfen fährt dröhnend die Bahn, Busse suchen ihren Weg durch das Gewühl und privat parkt man eben mal am Straßenrand. Motor aus und Blinker ein, dann geht's mal schnell etwas besorgen. Wir sind die einzigen die draußen an der Straße sitzen, wir genießen den Lärm und das Kommen und Gehen.

Einige Gebäude die wir gestern vom Bus aus gesehen haben besuchen wir heute um sie uns genauer anzuschauen. Die Architektur der älteren Gebäude, einfach grandios, so würde und könnte man, aus finanziellen Gründen heute nicht mehr so bauen. Dann noch ein paar Einkäufe tätigen, die Auslagen der Geschäfte begutachten und wieder zum Hotel zurück, um die Füße zum kühlen unter Wasser halten. Nein stimmt nicht ganz, aber den herrlichen Pool benutzen und ein wenig im Wasser entspannen.

Um neun Treffen in der Lobby, leider ist die Gruppe auf zwei Personen zusammengeschrumpft, ziehen wir in einen Jazzclub. Die Leute kneifen da sie alle sehr früh aus den Federn müssen, wir werden eben auch älter. Schade so oft kommt man ja nicht nach Chicago und hier die die Hochburg des Jazz und Blues. Es gibt viele Clubs und im Juni findet ein Blues Festival statt. Der Fuß geht mit dem Tackt, die Musik ist laut aber es macht wahnsinnig Spaß. Gut nur ein Bier und nur eineinhalb Stunden, ein wenig Schlaf muss doch noch sein. Aber vermissen wollte ich diesen Besuch im "Andy's" nicht.

6. Tag: Chicago-Minneapolis

Tag 6 unserer Reise führt uns von Chicago nach Minneapolis. Am 31. Mai 2013 liegen vor uns eine Strecke von etwa 660 Kilometer hinein in den Staat Minnesota. Wir befahren die Interstate 94 und durchqueren Weide- und Farmland. Riesige Felder, kleine Gehöfte, sowie Bauernmärkte wo die frische Ware gekauft werden kann.

Spezialitäten von hier Milchprodukte und viele Sorten Käse. Minneapolis, Mini heißt Wasser und Polis gleich Stadt, also Wasserstadt. Der Name kommt von den Dakota Indianern, die hier am großen Mississippi gesiedelt haben. Wir erreichen die Stadt am späten Nachmittag und besuchen zuerst den berühmten Fluss den Mississippi.

Anschließend begeben wir uns auf eine kleine Stadtrundfahrt. Erst durch die Zwillingsstadt St. Paul und dann durch Minneapolis. Wunderbare alte Anwesen wechseln sich mit typisch amerikanischen Vorstadt Häuser ab. Skyways verbinden vielen Punkte in der Innenstadt. Die kilometerlangen, überdachten Fußwege führen, bei jedem Wetter oder Unwetter angenehm zu den besten Einkaufsmöglichkeiten von Haus zu Haus.

Und die Einkaufsmöglichkeit heißt, the Mall of America. Größte Einkaufsmeile der Welt, mit über 400 Geschäften auf 400 000 m². Hier braucht man neben viel Zeit, ein ausstreichende, dickes Bankkonto. Nach dem langen Tag ist unsere kleine Gruppe froh im Hotel einzuchecken und den Tag ausklingen zulassen.

7. Tag: Minneapolis-Winnipeg

Nach dem Frühstück geht es zurück auf der Interstate 94 West. Von Minneapolis über Fargo geht es hinein nach Kanada in die Provinz Manitoba. Erst durch Minnesota das Land der 10.000 Seen, mit seinen riesigen Feldern und Wäldern.

Wenn man bedenkt, dass hier einmal Millionen Bisons und die Sioux Indianer durch die Steppe gezogen sind. Schade heute sieht man eventuell mal ein paar Bisons auf der Weide und das auch nur zu kommerziellen Zwecken. Bison Fleisch ist angesagt aber sehr teuer, Indianer hingegen sieht man keine, sollte man ja auch nicht essen.

Das erste Ziel ist die Stadt Fargo, unser Endziel ist jedoch die Stadt Winnipeg im Tal des Red River. Jäger und der Pelzhandel waren um 1710 die wichtigsten Einnahmequellen am Fluss, heute ist hier eine lebendige, kleine, quirlige Stadt.

Unser Hotel liegt mitten in der Stadt in der Nähe der Einkaufszentren und der Restaurants. Wir begeben uns zu den "Forks" Gabelung der Flüsse Red und Assiniboine River. Hinein in den alten historischen Teil der Winnipegs. Gut essen, bei Steaks und ein gutes dunkles, regionales Bier. Oder waren deren zwei? Zu guter letzt am Red River entlang, zurück ins Hotel, auch dieser Tag geht viel zu schnell zu Ende.

Leider gibt es viel zuviel Sachen die wir aus Zeitmangel nicht anschauen können. Aber das wird ab morgen wieder besser, dann müssen wir nicht mehr so viele Kilometer zurückzulegen und haben viel mehr Zeit. Mal sehen was der Morgen bringt.

Apropos morgen, das amerikanische Frühstück ist bescheiden bis ganz bescheiden. Von etwas Ei mit Toast, bis hin zum Büffet ist alles dabei, leider meistens nur die abgesteckte Variante

8. Tag: Winnipeg-Regina

Von Winnipeg in Manitoba fahren wir über die unendlichen Weiten der Prärie nach Regina in Saskatchewan. Am Rande des Trans-Canada-Highway 1 sieht man schon mal Elche oder mit viel Glück sogar Bären. Wir hatten leider kein Glück. Genießen jedoch die Aussicht auf die Kornkammer Amerikas.

Regina trotz Provinz Hauptstadt ist eine Kleinstadt. Die Attraktion ist das Hautquartier der "Mounties" Royal Canadian Mounted Police. Es gibt für uns eine Führung durch die Anlage der Polizeischule. Am Ende sehen wir uns das gut eingerichtete Museum an und bekommen einen Einblick in die Geschichte der Polizeitruppe.

Spazieren oder auch verlaufen kann man sich im Wascana Centre Park, ein etwa zehn Quadratkilometer wunderschöner, gepflegter Park am Wascana Lake. Die Innenstadt dagegen ist leer gefegt, kein Mensch auf der Strasse, die Geschäfte am Sonntag leider ab 17 Uhr geschlossen.

Einzig das Casino, hier steppt der Bär, die Säle sind voll, jeder Platz an den einarmigen Banditen ist besetzt. Ansonsten kann man in Regina nicht viel unternehmen, denn die Wohngebiete liegen am Rand des Verwaltungs- und Regierungsviertel. Also noch eine Kleinigkeit zu Abendessen und dann nichts wie ab ins Bett.

9. Tag: Regina-Medicine Hat

Tag 9, der 3. Juni führt uns die Straße entlang nach Medicine Hat. Willkommen in der Gas City, mit seiner historischen Altstadt, in der immer noch die alten Gaslaternen die Straßen beleuchten. Wir sind in der Zwischenzeit in der Provinz Alberta. Medicine Hat, Hut der Medizinmänner mit einer Adlerfeder.

Aber wir fahren vorerst durch die Kornkammer der Provinz, flaches, ebenes Land. Nach einigen Meilen fängt die Landschaft an sich zu verändern es wird hügelig und im Hintergrund sieht man bereits die ersten Berge. Erster große Halt ist Maple Creek ein typisches, kleines Dorf in dem die Mehrheit Farmer sind.

Heute werden wir einen Abstecher zu einer Siedlung machen, in der Hutterer leben. Unser Busfahrer erbarmt sich auf einer unbefestigten Schotterstraße, uns zu dem Stamm der Box Elder Darius Leute zu fahren. Die Hutterer sind eine täuferische Kirche, die auf Jakob Hutter zurückgeht und deren Anhänger in Gütergemeinschaft nach dem Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde leben.

Ihre Lehre und Glaubenspraxis waren der Grund, weshalb ihre Mitglieder seit der Gründung im Jahr 1528 häufig emigrieren mussten. Heute leben die rund 45.000 Anhänger (mit Neuhutterern) nahezu ausschließlich in den USA und Kanada. Sie sprechen noch immer das Hutterische – ein dialektal gefärbtes Deutsch – als Muttersprache.

Wir werden von den Hutterer sehr herzlich empfangen. Es sind eher die Frauen und Mädchen, die uns durch das Dorf führen und alles, aber auch alles erklären. Von der Blechverarbeitung, Schlosserei und Schreinerei hin zu der Haltung der Rinder. Von der Verarbeitung der Tiere, Schlachtung über das Räuchern der Schweine und Rinder, bis zum Einmachen von Obst und Gemüse. Aber auch über das Leben in der Gemeinschaft erfahren wir viel.

Es sind fünf Familien, 70 Personen, es wird gemeinsam gegessen ab dem alter von 15 Jahren, Kinder haben hier einen eigenen Raum. Jede Woche ist eine andere Familie mit der Zubereitung der Speisen befasst. Auf der einen Seite sitzen dann die Frauen und auf der anderen die Männer. Diese Trennung geht weiter bis ins Gebetshaus, in dem täglich der Gottesdienst stattfindet.

Zudem gibt es eine Schule in dem englisch-kanadische Lehrer tätig sind. Einfach super, sie sind genauso wissbegierig auf das fremdartige wie wir, beide Parteien verstehen sich prima und es macht viel Spaß, es gibt viel zu lachen. Trotz moderne Technik leben sie ihr eigenständiges, religiöses Leben, uns geben sie mit ihrer liebevollen und offenen Art ein Gefühl Willkommen und akzeptiert zu sein.

Ihre Sprache, deutsch, ist wenn langsam gesprochen gut zu verstehen. Am Ende werden wir sogar eingeladen auf dem Rückweg wieder vorbeizuschauen oder wenn wir wollen können wir sogar hier auch gern übernachten. Leider geht beides nicht, so verabschieden wir uns und setzen die Fahrt fort, jetzt gehts direkt nach Medicine Hat. Der Aufenthalt hat jedoch viel länger gedauert als geplant, fast 3,5 Stunden.

Die Stadt Medicine Hat mit seiner Altstadt muss warten bis morgen. Zum Glück ist unsere morgige Strecke nicht sehr lang, so können wir das versäumte nachholen. Also dann wollen wir mal sehen, was der Dienstag uns bringen wird.

Tag 10 - Medicine Hat-Calgary

Es geht von Medicine Hat nach Calgary in der Provinz Alberta. Zurück in die Zukunft heißt der Film, wir sind nach unserem Ausflug zu den Hutterer wieder zurück in der Welt des Fastfood und der Einkaufszentren.

Zuerst fahren wir in die Innenstadt von Medicine Hat. Ihr zweiter hier Name ist Gas-Town. Die Infrastruktur ist durch die Gasförderung sehr gut und durch die Einnahmen erhebt die Provinz sehr wenig Steuern. Eine neue Steueroase?

Auf dem Weg zur Stadt begrüßen uns die neugierigen Erdhörnchen und grasende Rehe. Angekommen in Medicine Hat fallen sofort die Gaslaternen in der ruhigen Kleinstadt Straßen auf. Ein kurzer Fotostop im alten Kern der Stadt und dann geht es weiter durch die Badlands (erste Hügel und kleinere Berge) zum Blackfoot Crossing Historical Park, dem Blackfoot Indianer Center.

Wir bekommen hier einen guten Überblick über die Geschichte der Indianer aus diesem Gebiet. Ihre Lebensweise, Sitten und Gebräuche. Das Center ist wunderbar eingebettet in die Landschaft am Bo River.

Unser Reise führt uns nun weiter nach Calgary, die ehemalige Heimat der Schwarzfuss Indianer, Bison Jäger, Rinder Züchter und heutigem Zentrum der Erdölindustrie. Eine Moderne Stadt mit neuen Wolkenkratzern alten Salons, Einkaufszentren und einem Chinaviertel.

Schon von weiten ist die City in den Hügeln zu erkennen, im Hintergrund sieht man bereits die ersten Ausläufer der schneebedeckten Rocky Mountains. Heute haben wir einige Stunden Zeit, uns das Stadtzentrum genauer anzuschauen. Müssen doch mal eben auf den Calgary Tower, schauen wo die Berge sind.

Durch die geschützten Skyways (geschlossenen Brücken) von Hochhaus zu Hochhaus laufen und die Geschäfte im TD Center mit seinem Indoor Garten zu besuchen. Ereignisreicher Tag schöner, sonniger Tag, mit gut 20 Grad plus geht zu Ende.

11. Tag: Calgary-Banff Nationalpark

05.06.2013, 19 Grad warm, Sonnenschein. Nach unserem Frühstück gibt es die erste große Änderung. Der Bus ist voll ein Horde Touristen, frisch aus Deutschland angekommen und wir werden mit Ihnen ein Stück des Weges gemeinsam verbringen. Das was wir gestern Nachmittag per Fuß abgelaufen sind erleben wir heute auf einer geführten Tour.

Wir besichtigen das alte Fort und das Gelände der großen Stampade. Hier wird jedes Jahr im Juli das größte Westernfest mit Rodeo, Indianer Umzügen, Tanz und vielem mehr ausgerichtet. Wir besuchen noch das Olympia Gelände von 1988 mit seinen Sprungschanzen und der Bobbahn.

Aber dann geht es ab in die Mountains und in den Banff Nationalpark. Einer der ältesten der Welt und UNESCO Welterbe. Rocky Mountais, war einst Region der Goldsucher und des Eisenbahnbaus. Heute Freizeitpark der Großstädter, sowie Lebensraum für Elche, Wölfe, Kojoten, Schwarz- und Grizzlybären. Das Panorama ist überwältigend, lange sind wir durch die gewaltigen, wunderschönen Steppen gefahren.

Jetzt nicht weit von Calgary erheben sich die riesigen Berge der Rocky Mountains. Schneebedeckte Bergketten, Seen und Flüsse liegen an unserem Weg. Die ersten exotischen Tiere lassen sich blicken, nein leider noch kein Bär. Aber Rehe und Bighorn Schafe grasen entlang der Straße.

Bei unseren Fotostopps erleben wir die kleinen, flinken Erd- und Streifenhörnchen. Marion unsere super Reiseführerin erklärt uns Details über die Landschaft, den Nationalpark und den darin lebenden Tieren. Eine kleine Besichtigungstour durch Banff und Umgebung rundet die Fahrt ab.

Anschließend geht es ins Hotel. Es liegt sehr günstig an der Hauptgeschäftsstraße und so erkunden wir das kleine Ständchen zu Fuß. Ein Touristenort, schick, mit kleinen Geschäften, Restaurants und Hotels, fast wie ein Kurort wie in den Schweizer Alpen.

Die Preise? Na ja, es ist uns auf der ganzen Reise aufgefallen, dass in Kanada sowie in den USA es ebenso teuer ist wie bei uns in Deutschland. Durch den Wechselkurs etwas günstiger aber es kommen immer noch auf den Preis die jeweiligen Steuern (die sind von Staat zu Staat unterschiedlich) und im Restaurant nochmals 10% Trinkgeld hinzu. Aber was macht das schon, man fährt ja nicht dauernd nach Kanada.

So für heute reicht es uns, duschen und nichts wie ab ins Bett, morgen ist auch noch ein Tag.

12. Tag: Banff

Wildnis, Natur pur, einen Tag zur freien Verfügung? Nein wir unternehmen eine Tour in den Park und genießen grandiose Aussichten. Die Landschaft kann man nicht beschreiben, jedes der drei besuchte Täler sieht unterschiedlich aus. Kein Berg, kein See gleicht dem anderen. Das beste ist herkommen und sich selbst ein Bild machen.

Wir hatten bisher auf der ganzen Reise Glück mit dem Wetter, auch heute wieder strahlender Sonnenschein und auf über 1.400 Meter gut 18 Grad.

Ein paar Sachen gibt es doch zu erzählen. Auf der Hinfahrt sichten wir zwei Braunbären, einer auf dem Baum, der andere im Gebüsch davor. Durch die vielen Autos und der Menge an Menschen können wir, mit unserem Bus, nicht halten und müssen langsam vorbeifahren. Ein brauchbares Foto als beweis nicht möglich!

Der nächste Höhepunkt ist das Columbia Icefield, ein Gletscher größer als die Stadt Calgary. Wir fahren mit riesigen Trucks direkt auf das 100 Meter dicke Eis. Die 10 Grad hier oben bei dem eiskalten Wind sind dann gefühlte 10 Grad Minus. Das Gletscherwasser schmeckt süperb, sollte man unbedingt probieren. Die Stunde auf dem Eis geht viel zu schnell zu Ende.

Wir begeben uns nach sechs Stunden quer durch die Wildnis wieder zurück nach Banff. Und dann, direkt an der Straße, eine Bärin mit ihrem Jungen, soviel Glück hat man nicht immer, ein tolles Erlebnis.

Zurück in Banff genehmigen wir uns genüsslich zu Elch- und Bisonburger (nicht ganz preiswert) ein kühles Bier. Was für ein Tag.

13. Tag: Banff-Kamloops

Unserer Reise führt uns tief in die Rocky Mountains zu den hohen Gipfeln und tiefen Seen. Von Banff geht es durch den Yoho, Glacier und Mount Revelstoke Nationalpark nach Kamloops.

Kamloops ehemals Handelsposten der Pelzhändler und heute Verkehrsknotenpunkt des Bundesstaates British Columbia. Hier treffen sich die kreuzenden Schnellstraßen und die Eisenbahnstrecke, die den pazifischen und atlantischen Ozean verbindet.

Aber von Anfang an... Heute lässt uns die Sonne im Stich. Aber es regnet nicht sehr stark, so können wir bei allen unseren Station trotzdem trockenen Fußes die Parks erkunden. Wir fahren an den Lake Louis. Kaum auf der Straße sehen wir die ersten Rehe und Elche. Sie stehen direkt am Zaun an der Schnellstraße. Auch Bären sehen wir wieder, einfach atemberaubend diese Tiere in freier Natur zu erleben. Da die Tiere hier nicht gejagt werden haben sie keine Angst und verschwinden nicht fluchtartig im Unterholz.

Anschließend geht es in den Yoho Park mit Besuch des Emerald Lake und des Kicking Horse River. Kicking Horse - genannt nach einem Vorfall wo der Boss der Eisenbahngesellschaft im Fluss von seinem Pferd abgeworfen wurde.

Weiter in den Mount Revelstoke Nationalpark, zu den Jade Lakes und dem dicht bewachsenen Urwald. Traumhafte Panoramen auf die Seen und den Bergen. Zum Schluss bevor wir die Bergwelt wieder verlassen und in die Ebene zurückkehren, erleben wir noch den Glacier Nationalpark. Vor 180 Millionen Jahren geformt, mit über 400 Gletscher und Eisfelder, in unterschiedlicher Größe, an den Hängen der umliegenden Berge.

In der Nähe von Revelstoke sehen wir uns den goldenen (heute nicht mehr der echte, er wird nur jedes Jahr neu angemalt) Nagel an. Dieser markiert die Stelle, wo die Arbeiter der Eisenbahngesellschaft den letzen Schienenstrang gelegt haben. Symbolisch wurde der goldene Nagel zur Eröffnung der Verbindung zwischen dem pazifischen und atlantischen Ozean eingeschlagen.

Jetzt aber geht es wieder ins Land der Cowboys und Farmer. Es geht abwärts an den riesigen See Shuswap entlang nach Kamloops. Das Wetter über 20 Grad und trocken kommen wir in der Stadt an. Das Hotel empfängt uns mit frischem Kaffee. Zimmer beziehen um dann im Schwimmbad und Whirlpool die Muskeln lockern. Eine Kleinigkeit essen, für in die Stadt zu gehen, haben wir zu wenig Zeit und es ist doch noch ein rechtes Stück des Weges. Bleibt für heute nur noch der Schönheitsschlaf.

14. Tag: Kamloops-Vancouver

Von Kamloops, in Richtung Pazifik, circa 350 Kilometer nach Vancouver. In Hope (Hoffnung) machen wir unseren ersten kurzen Halt. Kaffeepause und Beine vertreten in einer typischen, kleinen Provinzstadt in Kanada.

Wir durchqueren das Land der Rinderbarone, wer kennt noch die amerikanische Fernsehsendung Bonanza aus den 60er Jahren? Diese wurde hier in den Hügeln der Provinz Britisch Columbia gedreht. Über eine Brücke kommen wir dann endlich, in eine der größten Metropolen an der pazifischen Küste und mit 2,5 Millionen Einwohner die drittgrößte Stadt Kanadas an.

Auf unsere Stadtrundfahrt bringt uns der Bus in den Stanley Park, rundum Sicht auf die Buchten und einen Großteil der Stadt. Im Park selbst sind Totempfähle verschiedener Indianerstämme aufgestellt. Weiter geht es zur Granville Island, einem Marktvietel mit Restaurants, kleinen Geschäften und natürlich einem großen Markt. Hier wird erst einmal gebummelt und gut zu Mittag gegessen. Nach der Stärkung brechen wir auf ins Gaslaternen Quartier und besichtigen dort, bei lauen Temperaturen und Sonnenschein, die dampfbetriebene Uhr und schlendern durch die schön hergerichteten Gassen.

Zum Abschluss geht es durch China Town, das in Vancouver sehr groß ist und mehrere Straßenzüge hat. Viele der ehemaligen Bahnarbeiter haben sich damals hier mit ihren Familien niedergelassen. Heute strömen die Neureichen aus Hongkong nach Vancouver und streben eine kanadische Staatsbürgerschaft an. Im Hotel verabschieden wir uns von unserer ausgezeichneten Reiseleitung. Unserem Fahrer Glen, der uns sicher und mit viel Ruhe überall hingefahren hat, und unserer Reiseleiterin, die mit ihrem Arrangement im Hintergrund viel geregelt hat und uns mit sehr viel interessanten Informationen versorgt hat, herzlichen Dank an Beide.

Am Abend schlendern wir noch ein wenig durch die Straßen, um dann doch müde und leicht fußlahm ins Zimmer zurückkehren. Mit seinen unberührten Meeresbuchten und Bergabschnitten, der lebhaften städtischen Atmosphäre, dem dynamischen und multikulturellem Leben ist Vancouver einzigartig. Vancouver war 2010 Gastgeber der olympischen und paralympischen Winterspiele. Die Stadt hat Flair! Einfacher gesagt, Vancouver ist mit eine der schönsten Städte der Welt.

15. Tag: Start unserer Kreuzfahrt

Nach dem ausgiebigen Frühstück, geht es zum Pier, der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe. Am Canada Place entern wir dann die Celebrity Century, ein Kreuzfahrtschiff der Luxusklasse.

Mit entern ist das nicht so einfach, Pass- und Zollkontrolle, Anmeldung für das Schiff mit Pass, Bordkarte und vorlegen der Kreditkarte. Trotz der vielen Menschen geht das recht schnell vonstatten. Von nun an wollen wir uns an Bord so richtig verwöhnen lassen.

Aber zuerst mal zurechtfinden! Wir sind auf der 12. Etage, ganz hinten im Schiff, Restaurants auf 5, 6 und 11. Geschäfte und Spielkasino irgendwo in der Mitte und Bars auf jeden Deck.

Wir erkundigen uns wie das mit den Getränken am besten zu Händeln ist, es gibt die unterschiedlichsten Pakete, von etwa 10,00 bis 50,00 Dollar pro Tag. Wir entscheiden uns für das Classic Paket, so sind die meisten der Getränke von Cola über Bier und Wein, bis hin zu Cocktails enthalten.

Wir legen ab, mit Musik und das Hupen des Horns geht es auf die See hinaus. Party Stimmung an Bord, mit Band und Animation, vom Kapitän ein Glas Champagner spendiert, stehen wir an Deck und schauen auf das immer kleiner werdende Vancouver.

Zum Abendessen sind wir im 5. Stock, die Speisen sind exzellent, die Speisekarte mit erlesenen Gerichten. Mit einem Glas Wein erleben wir auf dem Promenadendeck den Sonnenuntergang und beenden dann für heute den Tag.

16. Tag: Inside Passage

Die Inside Passage ist ein über 800 Kilometer langer Seeweg vor der Küste Alaskas (USA) und British Columbias (Kanada) mit etwa 1000 Inseln. Vor dem Eintreffen europäischer Kolonisten war die nördliche Inside Passage von Tlingit-, Haida- und Tsimshian-Indianern besiedelt. Durch reichhaltige Nahrungsangebote an der Küste hatten ihre Stämme zahlreiche Siedlungen gebaut und waren nicht wie andere Stämme Nomaden.

Es ist bewölkt, 10 Grad Wasser- und 12 Grad Lufttemperatur. Wir gehen nach dem Frühstück ein wenig an Bord spazieren und relaxen in der Panorama Lounge. War das ein Wal, dort hinten? Sieht fast so aus, genau können wir das nicht bestimmen, aber dort war etwas. Heute ist genügend Zeit sich um die anstehenden Landausflüge zu erkundigen.

Die Kreditkarte wird jetzt doch heftig belastet, aber die angebotenen Tour sind einfach spitze. Dazu bei passender Gelegenheit mehr. Zum Glück kann man nicht alles machen, als erstes aus Zeitgründen und zweitens wäre es für Normalsterbliche unbezahlbar. Den Rest des Tages werden wir nun gemütlich im Sessel sitzend verbringen und die vielen Inseln an uns vorüber ziehen lassen.

Gebackene Froschschenkel, drei Stück haben sie dreibeinige Frösche hier, unsere haben nur zwei Schenkel. Danach junger Blattspinat mit Edelschimmel-Käse an Rasberrydressing zur Vorspeise, als Zwischengang Waldbeeren-Sorbet und bevor die Karte für Nachspeisen gereicht wird ein argentinisches Rinderfilet medium. Die Weine zum Essen kommen aus der ganzen Welt, offen oder direkt die ganze Flasche.

Trotz der vielen Personen klappt der Service ausgezeichnet. Nach der Mahlzeit zieht dann draußen Nebel auf, einen Sonnenuntergang werden wir heute nicht mehr erleben, schade. So haben wir genügend Zeit uns die Geschäfte anzuschauen und durch die Bildergalerie zu schlendern.

17. Tag: Icy Strait Point

Heute, am Dienstag, kommen wir in der kleinen Indianer-Kolonie Icy Strait Point an. Am Mittag gehen wir an Land, beziehungsweise werden mit dem Beiboot an Land gebracht. Sonne, 24 Grad, herrliche Bedingungen für einen Landgang in Alaska.

Es gibt mehrere Tour-Angebote, wir haben uns für die Kultur und das Leben der Indianer entschieden. Na ja, mit den Vorstellungen die wir von den Indianern mitbringen hat das hier nichts zu tun. Eher ein Gemisch aus Eskimos und Fischern, jedenfalls total anders als wir es uns gedacht haben. Das Museum und die vielen kleinen Geschäfte an der Anlegestelle sind sehr interessant und geben einen guten Überblick über das heutige Leben in dem Dorf.

Nur wenige Monate kann hier gefischt werden, aber dann werden tonnenweise Wildlachs und Krabben gefangen und in die ganze Welt versandt. Noch ein kleiner Spaziergang bei dem schönem Wetter, dann müssen wir schon zurück auf unser Schiff.

Die Versuche von dem Café hinaus ins Internet zukommen, es soll manchmal sogar funktionieren aber meistens jedoch nicht. Es hat natürlich nicht geklappt, es gab heute keine Verbindung zur Außenwelt. Auf dem Schiff ist das Internet ein sehr teures Vergnügen und sehr, sehr langsam. Vielleicht habe ich in Juneau mehr Glück und kann die Mails versenden.

Zurück in der Kajüte, den feinen Zwirn anziehen und im "Grand Restaurant" dinieren. Viele kulinarische Spezialitäten stehen auf der Karte, so dass es schwer fällt, eine Auswahl zu treffen. Zum Glück ist unser Kabine nicht so groß, dass im Bad eine Waage aufgestellt werden kann. Die Überraschung heben wir uns für zu Hause auf.

18. Tag: Hubbard Gletscher

Der Hubbard-Gletscher ist ein Gletscher im US-Bundesstaat Alaska und dem Yukon-Territorium. Von seiner Quelle im Yukon-Territorium erstreckt sich der Gletscher über 122 km in die Yakutat Bay und die Disenchantment Bay. Er ist damit der längste in einem Gewässer endende Gletscher Alaskas.

An der Meeresfront ist das spektakuläre Schauspiel etwa 10 Kilometer breit. Auf dem Weg zum Frühstück bemerken wir den dichten Nebel der das Schiff umgibt, das Horn dröhnt alle paar Minuten und übertönt unsere Gespräche.

Da wir nur abends einen festen Tisch haben, sitzen wir jeden Morgen mit anderen Reisenden zusammen. Ein buntes Volk aus aller Welt, die Englisch-Kenntnisse werden wiedermal aufgefrischt. Es geht dann zum Panorama Deck. Es ist nichts zu sehen eine dicke Suppe; alles grau in grau.

Bei der Einfahrt in die Bay, lüftet sich der Vorhang, immer mehr ist zu erkennen, alles steht erwartungsvoll an Deck. Dann dringen die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebel und im nu ist es warm. Nur im Hemd stehen wir an Deck, der Nebel ist verschwunden, Eisschollen bedecken das Meer. Unser Schiff wird immer langsamer und bewegt sich auf das grandiose Naturschauspiel zu.

Der Kapitän erklärt über die Lautsprecher, dass wir etwa 4 Seemeilen vom Gletscher entfernt sind. Die Eisdecke wird jetzt so stark das er aus Sicherheitsgründen nicht näher heranfahren kann. Damit jeder die Chance hat sich in Ruhe das Spektral anschauen zu können, dreht sich das Schiff zweimal um seine Achse. Beschreiben kann man das kaum. Es ist überwältigend, zumal noch Seeadler und Seelöwen die Bucht bevölkern. Leider geht hier die Zeit viel zu schnell vorbei und wir nehmen Abschied und Kurs auf Juneau.

Wieder verschluckt uns der Nebel und das Horn begleitet unsere weitere Reise. Um den Tag auszufüllen nehmen wir Teil, an einigen der Bordaktivitäten. Erst wird aus 100 Kilogramm Eis eine Skulptur gemeißelt. Dann gibt es den Eisbären-Sprung: Chefkoch, Animationsdirektor und ein Teil der Mannschaft springen mit ihrer Kleidungen den eiskalten Pool. Weiter geht es mit einem Kunst Seminar, namhafte, millionenschwere zeitgenössische Künstler werden vorgestellt und Originale gezeigt. Blaue Diamanten können zollfrei eingekauft werden, so vergeht der Tag ohne Langeweile auf hoher See.

Heute Abend steht noch eine musikalische Reise nach Liverpool auf den Programm. Die Ära der Beatles, mit Geschichten und Livemusik.

19. Tag: Juneau

Juneau ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Alaska. Sie die einzige Hauptstadt eines Bundesstaats der USA, aber wahrscheinlich auf der ganzen Welt, die keine Straßenanbindung hat und nur mit Flugzeug oder Schiff erreichbar ist. Die Straßen von Juneau enden in Sackgassen, eine Brücke verbindet die Stadt mit Douglas Island. Wanderwege in der Nähe führen zu einigen der schönsten Gletscher Alaskas.

Seit Jahrtausenden leben Auke- und Taku-Indianer in der Gegend. Ihre Traditionen leben weiter durch ihre Skulpturen, den Gesängen und Tänzen, die sie heute noch zelebrieren. Früh aus den Federn, Frühstück und dann nichts wie ab von Bord. Das Schiff hat in der Nacht die Strecke vom Hubbard Gletscher bis nach Juneau zurückgelegt und liegt bereits im Hafen am Pier. Alles verschlafen, wozu haben wir denn die Schiffsbesatzung. Um 08:45 Uhr werden wir bereits unten an der Anlegestelle erwartet. Es geht heute hinaus mit dem Katamaran, Wale und andere Meeresbewohner beobachten.

Vorab jedoch fahren wir mit dem Bus zum grandiosen Mendenhall Gletscher. Sein See und der Wasserfall sind über befestigte Wege gut zu erreichen. Das Besucherzentrum ist toll aufgemacht, Führungen, Filme, Exponate und spezielle Erläuterungen machen das Zentrum zu einem einmaligen Erlaubnis. Wo kann man schon 200 Jahre altes Eis anfassen und Felle der Tiere berühren?

Im Anschluss geht es auf einen Katamaran. Er bringt uns in das Gebiet der Killerwale. Und wieder haben wir mehr als Glück. Der Kapitän erzählt uns, dass in diesem Jahr noch nie so schönes Wetter war. Die Wale so zahlreich und so gut zu beobachten waren wie heute. Ja, wenn Engel reisen, oder wie geht noch das deutsche Sprichwort?

Wir sehen alles und das aus nächster Nähe, Seeadler, Seelöwen, eine riesigen Braunbären am Strand und natürlich die Wale. Ein Traum, was für ein Schauspiel, direkt vor uns springt ein Orca aus den Fluten, ein Seeadler-Pärchen beobachtet uns neugierig. Man hat Stress die Kamera immer im richtigen Zeitpunkt parat zu haben, nicht jeder Schnappschuss gelingt.

Abschließend essen wir in einer Lodge Wildlachs vom Grill, bevor wir nach Juneau zurückkehren. Ein wenig in der für Touristen aufgemachten Innenstadt spazierengehen und dann wird es Zeit für das Galadiner. Seidenhemd und Anzug, das kleine Schwarze, so gehen wir in den Speisesaal. Champagner, überbackene Austern, Gaspachio vom Rind mit Ruccola Salat, Hummer auf Gemüse und zum Abschluss eine Käseplatte. Die Getränke in der Reihenfolge, wie es sich nun mal gehört Champagner, Weißwein, Rose, zum Käse Rotwein und als Abschluss einen Espresso.

Jetzt werden wir im Bordtheater noch eine musikalische Reise zum Broadway und deren Musicals unternehmen, bevor wir unsere Kajüte aufsuchen. Na dann gute Nacht.

20. Tag: Ketchikan

Ketchikan war die erste US-amerikanische Stadt in Alaska. Die Hauptstadt des Wildlachs auf der Welt. Sie ist Verwaltungssitz von Ketchikan Gateway Borough und die zweitgrößte Stadt des Alexanderarchipels. Die Wirtschaft von Ketchikan lebt von Fischfang Lachs, Krabben und in erster Linie natürlich dem Tourismus. Im Nordosten befindet sich der Tongass-Nationalforst. Ketchikan ist nach dem Fluss Ketchikan Creek benannt, der durch die Stadt fließt.

Wir legen gegen Mittag im Hafen von Ketchikan an. Man traut sich das ja garnicht mehr zu berichten, fast 30 Grad, kaum Wind, besseres Wetter können wir uns nicht wünschen. Und zu Hause, Kälte und Regen Mitte Juni.

Wir müssen uns beeilen, der Bus erwartet uns bereits, bringt uns in eine kleine Lodge zum Krabben essen. In herrlicher Landschaft am Fjord liegt das Haus. Krabben gibt es so viel man möchte, dazu Bier aus der Region. Lecker und erstaunlich viel Fleisch finden sich unter dem Panzer. Wie riesig die sind! Schon nach den Beinen und Scheren von einem Tier, müssen wir passen. Nichts geht mehr, oder doch? Ja nur noch ein kleines Stück Kuchen und einen Kaffee.

Das Wasserflugzeug erwartet uns bereits für unseren Rundflug über die Landschaft rund um Ketchikan. Das Einsteigen über die Schwimmer ist nicht so einfach. Ach wie peinlich wir werden nach unserem Gewicht gefragt und dann auf die Plätze verteilt. Zu viert sitzen wir angeschnallt, mit Kopfhörern versehen an unseren Fensterplätzen. Es rappelt und ruckelt, mit ohrenbetäubenden Motorenlärm legen wir los und flitzen über das Wasser. Kurze Zeit später erhebt sich die Maschine bereits in der Luft.

Geflogen sind wir ja bereits öfter, doch mit so einer kleinen Blechdose mit Kufen noch nie. Aber es ist traumhaft, die Seen und schneebedeckten Berge liegen unter uns. Sogar Tiere sind von hier auszumachen. Fjorde, der Nationalpark, unzählige Wasserfälle und vereiste Gipfel ziehen an uns vorüber. Nach gut 30 Minuten fliegen wir in Richtung Ketchikan, drehen eine Runde über die Stadt und die ankernden Kreuzfahrtschiffe, um dann auf dem Meer zu landen. Der Flug hätte noch ewig weitergehen können, wirklich schade.

Ein Kleinbus bringt uns in die City, alles kann man hier zollfrei einkaufen. Speziell Schmuck, Uhren, Gold, Diamanten, echte Pelze und natürlich auch jede Menge Dinge die eigentlich niemand gebrauchen kann. Staubfänger an stellender ebenfalls hier zu kaufenden Dreamcatcher. Gegen 19 Uhr bewegen wir uns in Richtung unseres Dampfers. Durch die Kontrollen wieder an Bord setzen wir uns an das Sundowner Deck, beobachten bei einem Cocktail das Ablegen der Celebrity Century und den Sonnenuntergang. Gleiten hinaus aus dem Fjord weiter in Richtung Vancouver.

Hunger haben ist heute keiner mehr zu spüren, also lassen wir das Abendessen einfach aus und sitzen bis spät abends noch an Deck und lassen den Tag an uns nochmals vorüber ziehen. So langsam, ganz langsam kann man sich an den Komfort, Luxus hier an Bord gewöhnen, zumal der gütige Herr über uns, uns mit Sonne und tollen Temperaturen verwöhnt.

21. Tag: Auf See

Wir befinden uns auf hoher See. Von Ketchikan geht es ein paar hundert Seemeilen nach Vancouver. Der heutige Tag ist nochmals zum ausruhen auf dem Meer. Das Schiff benötigt für die Passage insgesamt zwei Nächte und den heutigen Tag. Bitte nur nicht neidisch werden, wir haben bereits wieder 26 Grad plus, super Sommerwetter um an Deck zu liegen und die Pools oder Whirlpools zu benutzen.

Heute wird nur gefaulenzt und die angenehmen Seiten des Luxusliner genossen. Leider ist morgen bereits der Tag zum Abschied nehmen von Boot, von Alaska, den USA und zum Schluss Vancouver und Kanada. Alles hat ein Ende, das wir unsere Koffer bis heute Abend vor die Kajüten Tür stellen müssen erinnert uns schmerzlich daran. Ein letztes mal das Dinner genießen und dem Sonnenuntergang zuschauen.

22. Tag: Abreise

Ende der Reise, Sonntag der 16. bis zum Montag den 17. Juni, steht uns nun die Rückfahrt bevor. Erst ausschiffen in Vancouver, bereits um 08:30 Uhr werden wir von Bord gelassen. Alles geht reibungslos trotz der vielen Menschen.

In der Woche haben wir 2.123 Seemeilen zurück gelegt, das sind insgesamt 3.931 Kilometer. Quer geht es mit dem Bus durch Vancouver zum internationalen Flughafen. Wie auf der ganzen Reise haben wir auch heute fantastisches Wetter. Sonne pur, gut 30 Grad. Im Internet sehe ich, dass bei uns nun doch der Sommer gekommen ist.

So müssen wir uns nur mit der Zeitumstellung auseinandersetzten und nicht noch einen Temperatur-Schock erleiden. Es geht wieder zurück in die Heimat. Deutschland wir kommen. Gegen 20:40 Uhr verlassen wir Vancouver. Die Kontrollen hier sind moderat, nicht zu vergleichen mit dem Stress an der amerikanischen Grenze.

Am 17.06. landen wir in London Heathrow, es ist 13:40 Uhr und wir sind reichlich müde und kaputt trotz des super Service. Um 15:10 fliegen wir dann weiter in Richtung Frankfurt.


Nachschlag, wir sind gelandet. Es ist 17:55 Uhr in Frankfurt und der Tag, unserer längster Tag neigt sich dem Ende. Wir stehen und warten, keine Koffer? Nein sind wohl noch in London, sie werden uns zugesandt, sobald sie auftauchen. Nur mit Handgepäck geht die Odyssee dann weiter nach Basel. Was sonst immer ohne Probleme zu schaffen war, heute jedoch nicht. Über 100 Minuten Verspätung hat der Zug bereits bei der Einfahrt.

Kurz vor Offenburg ein außergewöhnlicher Halt, Personen auf den Gleisen, die Polizei ist bereits Vorort. Auf die 100 nochmals gut 30 Minuten oben drauf. Kurz vor Mitternacht stehen wir in Basel am Badischen Bahnhof. Die Bürgersteige sind bereits hochgeklappt, kein Zug, kein Taxi. Unser Auto steht ca. 10 Kilometer entfernt, 10 zuviel. Als sich dann doch noch ein Taxi sehen lässt, winken wir es befreit heran. So nun kann auf dem letzten Stück nichts mehr schiefgehen.

Resümee: Es war eine super Reise. Wir hatten das Glück, über den ganzen Zeitraum von drei Wochen sonnige, warme, sehr angenehme Tage zu haben. Wie gesagt; "Wenn Engel reisen". Eine angenehme und sehr engagierte Reiseleiterin mit riesigem Wissen über Land und Leute. Und natürlich die Route, war bis auf ein paar Kleinigkeiten gut gewählt und hat uns zu den Höhepunkten Kanadas und Alaskas geführt. Leider geht die Zeit wie immer viel zu schnell vorbei, aber es bleiben dank der digital Fotografie und Computer vielen Bilder unter Erinnerungen erhalten.

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Ankunft in Toronto. Linienflug nach Toronto. Empfang durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung und Transfer zu Ihrem Hotel.
2. Tag - Toronto - Niagarafälle - Toronto (ca. 260 km). Am Morgen lernen Sie Kanadas größte Stadt auf einer Rundfahrt genauer kennen. Sie sehen u. a. Downtown, Chinatown und Yorkville. Im Anschluss fahren Sie weiter zu den sagenhaften Niagarafällen, einem Naturwunder unserer Erde. Es gibt Gelegenheit zu einer Bootsfahrt auf der „Maid of the Mist“ (vor Ort buchbar, ca. CAD$ 22.- p.P.) oder/und einem Hubschrauberrundflug (vor Ort buchbar, ca. CAD$ 134.- p.P.). Anschließend kehren Sie nach Toronto zurück.
3. Tag - Toronto - Detroit (ca. 370 km). Heute geht Ihre Reise weiter quer durch die Provinz Ontario bis zur Landesgrenze und in den US Bundesstaat Michigan. Ihr Ziel ist Detroit, das Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie. Sie lernen die Stadt auf einer Orientierungsfahrt näher kennen, bei der Sie u.a. Downtown und Dearborn sehen.
4. Tag - Detroit - Chicago (ca. 455 km). Ihre Rundreise führt Sie weiter nach Chicago am Michigansee. Die Stadt ist zweitwichtigstes Finanz- und Handelszentrum der USA. Bei Ankunft lernen Sie die Stadt auf einer ausgiebigen Rundfahrt näher kennen. Die einmalige Lage der Metropole am Michigansee wird Sie begeistern!
5. Tag - Chicago. Der heutige Tag steht zur Ihrer freien Verfügung. Wir empfehlen einen Besuch des Hancock Tower mit herrlichem Blick über die Stadt und den Michigansee, sowie einer Bootsfahrt auf dem Chicago River.
6. Tag - Chicago - Minneapolis/St. Paul (ca. 660 km). Sie verlassen heute den Bundesstaat Illinois und erreichen nach kurzer Fahrt den Bundesstaat Wisconsin, der für die Produktion von Milchprodukten bekannt ist. Gegen Nachmittag erreichen Sie die Zwillingsstädte Minneapolis/St. Paul im Bundesstaat Minnesota. Ihr Tagesziel Minneapolis. Dort unternehmen Sie bei Ankunft eine Orientierungsfahrt.
7. Tag - Minneapolis/St. Paul - Fargo - Winnipeg (ca. 720 km). Ihre Reise führt Sie heute quer durch Minnesota bevor Sie bei Fargo den Bundesstaat North Dakota erreichen. Heute erlebt Fargo und der gesamte Bundesstaat eine Renaissance durch die Funde wertvoller Bodenschätze in der Region. Gegen Nachmittag überqueren Sie die Grenze nach Kanada und erreichen gegen Abend Winnipeg.
8. Tag - Winnipeg - Regina (ca. 570 km). Sie reisen weiter durch die sanfte Hügellandschaft des kanadischen Kernlandes. Wegen der weiten Kornfelder und Weideflächen wird dieser Teil Kanadas auch gerne als „Brotkorb der Welt“ bezeichnet.
9. Tag - Regina - Medicine Hat (ca. 465 km). Am Morgen besuchen wir zunächst das Hauptquartier und Museum der „Royal Canadian Mounted Police“, die auch heute noch als Bundespolizei fungiert. Anschließend fahren Sie weiter nach Westen in die Provinz Alberta.
10. Tag - Medicine Hat - Calgary (ca. 300 km). Sie führen Ihre Fahrt nach Westen durch die wunderschönen Red Deer Badlands fort. Gegen Nachmittag erreichen Sie dann Calgary, das Tor der kanadischen Rockies und Olympiastadt. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
11. Tag - Calgary - Banff Nationalpark (ca. 130 km). Nach einer kurzen Stadtrundfahrt durch die Olympiastadt Calgary am Morgen widmen Sie den Rest des heutigen Tages einer der landschaftlich reizvollsten Gegenden Westkanadas. Der Banff Nationalpark mit seinen Wasserfällen, Schluchten, Bächen, Seen und der alpinen Pflanzenwelt war der erste kanadische Nationalpark, der im Jahre 1885 gegründet wurde. Sie bewundern den Johnston Canyon am Eingang zum Kootenay Nationalpark sowie den Ort Lake Louise am gleichnamigen, kristallklaren Gebirgssee.
12. Tag - Banff. Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Erkunden Sie den Ort Banff auf eigene Faust oder begleiten Sie Ihren Reiseleiter auf unseren Ausflug zum Jasper Nationalpark (vor Ort buchbar, ca. CAD$ 129.- p.P.).
13. Tag - Banff - Yoho NP - Glacier NP - Mt. Revelstoke NP - Kamloops (ca. 490 km). Drei weitere Nationalparks stehen heute auf dem Programm: über den „Kicking Horse“ Gebirgspass erreichen Sie zunächst den Yoho Nationalpark. Anschließend führt Ihre Reise Sie weiter in den Glacier Nationalpark und schließlich den Mount Revelstoke Nationalpark
14. Tag - Kamloops - Vancouver (ca. 350 km). Sie fahren weiter durch die Provinz British Columbia. Unser Ziel ist Vancouver, Austragungsort der olympischen Winterspiele 2010 und für viele eine der schönsten Städte der Welt. Bei Ankunft unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt.
15. Tag - Vancouver. Heute beginnt der zweite Abschnitt Ihrer Reise. Wir bringen Sie zum Hafen zur Einschiffung auf die Celebrity Century.
16. Tag - Erholung auf See. Fahrt durch die Inside Passage.
17. Tag - Icy Strait Point.
18. Tag - Hubbard Gletscher.
19. Tag - Juneau.
20. Tag - Ketchikan.
21. Tag - Erholung auf See. Fahrt durch die Inside Passage.
22. Tag: Vancouver. Ausschiffung. Heute werden Sie wieder vom Hafen in Vancouver abgeholt und zum Flughafen gebracht. Wir wünschen einen guten Rückflug!