März 2010

Lernen Sie die Vielfalt Südamerikas kennen! Erleben Sie mit unserem Chronisten den Titicacasee, die höchstgelegene Großstadt der Erde, La Paz, sowie die beeindruckenden Iguacú Wasserfälle! Abrunden werden das Erlebnis die Städte Buenos Aires und Rio!

Ihr Chronist

Hallo,

mein Name ist Josef. Ich komme aus dem schönen Frankenland. In einem Reise-Tagebuch möchte ich Ihnen von unseren Erlebnissen in Südamerika berichten.

Wieso Südamerika? Zum einen hat meine Frau einen runden Geburtstag, deswegen sollte es eine besondere Reise sein, zum anderen interessiert uns die Inkakultur schon lange und zum Dritten sollte man gesundheitlich noch einigermaßen fit sein, um eine solche Reise genießen zu können, deswegen nie zu lange aufschieben.

Wir freuen uns deshalb schon sehr auf die Höhepunkte: die Inka-Hauptstadt Cuzco, den Titicacasee, die großartige Natur und Bergwelt und die größten Wasserfälle Südamerikas in Iguacu.

Wenn Sie geistig mitreisen möchten, lesen Sie meine Eindrücke, die ich jeden Tag für Sie schreiben werde.

Bis dann, viele Grüße
Josef

1. Tag: Die Anreise

Wir fliegen mit Iberia. Die spanische Linie bedient die meisten Südamerika-Flüge. Hin- und Rückflug gehen über die Heimatstadt der Linie Madrid mit mehr oder weniger langen Wartezeiten. Unser Flug startet um 7.45 Uhr ab Frankfurt; d. h. um ca. 5.00 Uhr am Flughafen sein.

Seit vielen Jahren schätzen wir den Service von Berge & Meer mit dem „Zug zum Flug“. Im Laufe der letzten Jahre wurde jedoch der Partner „Bahn“ immer unzuverlässiger. Jedoch mit Mut zum Risiko wagen wir es wieder und fahren um 22.00 Uhr von unserem Heimatbahnhof ab in Richtung Frankfurt. Wer nicht jeden Tag mit Zug und Flugzeug unterwegs ist, sollte so eine Reise auch unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ betrachten. Wir haben Glück, denn die Bahn fährt auf die Minute genau und auch die Flüge gehen pünktlich.

Leider haben wir starke Bewölkung, so dass die Sicht schlecht ist. Nur die schneebedeckten Pyrenäen ragen aus der Wolkendecke hervor. In Madrid müssen wir auf einen großen Airbus A 340/600 umsteigen und lernen den neuen Riesen-Airport kennen mit sehr weiten Wegen. Wir fliegen über Lissabon, quer über den Atlantik und die 9.500 km bis Lima. Wir landen nach 3 Stunden Flugzeit um 18.50 Uhr. Zu Hause sind es jetzt 0.50 Uhr, also der nächste Tag, d. h. 6 Stunden Zeitverschiebung.

Am Flughafen wartet schon unsere Reiseleiterin Ena Cabrera mit dem Schild „Berge & Meer“ auf uns. Sie wird uns in Lima betreuen. Hier in Lima lernen wir auch die anderen Gruppenteilnehmer kennen. Wir werden 9 Teilnehmer sein, die im Laufe der nächsten 16 Tage zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenwachsen werden. Es ist immer wieder interessant, wie aus einem Pauschalurlaub plötzlich ein Individualurlaub wird. Wir sind heute ziemlich ausgepowert, deswegen gehen wir früh zu Bett. Morgen wartet Lima auf uns.

2. Tag: Lima - Hauptstadt Perus

Heute ist die Besichtigung der Hauptstadt von Peru mit unserer Reiseleiterin Ena Cabrera geplant. Um 9.00 Uhr soll es losgehen, aber wir sind schon um 5.00 Uhr putzmunter, denn für unseren Körper ist es schon 11.00 Uhr.

Die Stadt wurde 1534 von den Spaniern gegründet und hat heute ca. 8 Mio. Einwohner. Unser Hotel liegt im Stadtteil Mia Flores (Schau die Blumen) direkt am Pazifik. Das Wasser hat selbst jetzt im Hochsommer nur 18 °C.

Die Prachtplätze sind großartig angelegt und machen einen sehr gepflegten Eindruck, wie die Plaza de Armas (Hauptplatz), die mit Rathaus, Regierungspalast und der Kathedrale in der Pizarro begraben liegt. Ebenso die Plaza San Martin. Im Hintergrund ragt der Hügel San Christobal mit einer Favela am Hang heraus.

Nachmittags ist es 26 Grad C mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, deswegen ist es am Meeresufer mit einer frischen Brise sehr angenehm. Im Cafe zu sitzen (bei überraschend niedrigen Preisen) und den Gleitschirmfliegern zuzugucken, die den Seewind an der Steilküste nutzen, kann der Tag angenehm ausklingen. Die schwerste Entscheidung ist, gehen wir heute Abend ins Fischrestaurant oder ins Steakhaus?

Morgen verlassen wir schon wieder Lima, um in das Hochland nach Cuzco zu fliegen und das bei guter Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Ich freue mich schon darauf und wir kommen dem Zentrum der Inkas immer näher. Die Nachfahren der Inkas, die heutigen Bewohner von Peru, sind sehr ruhige und freundliche Menschen. Ich habe den Eindruck sie freuen sich, wenn sie einen Fremden sehen. Dies dürfte sich noch verstärken in den Dörfern bei Cuzco, wo noch nicht so viele Ausländer hinkommen.

Bis morgen

3. Tag: Von Lima nach Cusco

Heute sind wir von Lima nach Cusco geflogen. Der Flug dauert nur eine knappe Stunde und überwindet eine Distanz für die man auf der Straße einen vollen Tag brauchen würde.

Am Flughafen werden wir schon von Ricardo, unserem hiesigen Führer begrüßt. Er bringt uns ins Hotel und macht uns mit den gesundheitlichen Gefahren aufmerksam, die eine Höhe von 3.400 m mit sich bringt. Dagegen hilft viel trinken (kein Alkohol), leichte Kost und evtl. Sauerstoff, den das Hotel bereit hält.

Nachmittags sehen wir uns Cusco, die Hauptstadt der Inkas, an. Hier stand ihr Heiligtum, der Sonnen-Tempel, auf dem heute das Dominikanerkloster steht. Nur die Grundmauern des Tempels sind noch zu sehen.

Den Hauptplatz prägt die mächtige Kathedrale mit ihren verschiedenen Baustilen, prächtigen Kapellen und Altären. Die Gebäude um den Hauptplatz entsprechen noch dem Stil aus der Zeit des Pizarro mit ihren Holzbalkonen. Sehr angenehm ist, dass das Stadtbild von keinen Hochhäusern entstellt wird.

Uns fallen besonders gegenüber Lima die anderen Menschen auf. Hier in Cusco entsprechen sie eher dem Bild der Peruaner.

Morgen dürften wir uns schon etwas an die Höhenlage gewöhnt haben. Wir werden die Gegend um Cusco erforschen.

Bis dann schöne Grüße

4. Tag: Umgebung von Cusco

Alle Gruppenteilnehmer sind wohlauf. Gestern noch hatten einige unter Soroche (Höhenkrankheit) zu leiden, aber Coca-Tee und Sauerstoff haben schnell geholfen. Allerdings bereitet die Höhe bei jeder Anstrengung Atemnot, deshalb Mut zur Gemütlichkeit.

Interessant ist, dass die Hochlandbewohner bei einem Besuch in Lima bei einem Besuch auf Meereshöhe dieselben Erscheinungen haben.

Erste Station unserer Tagestour war Sacsayhuaman, eine riesige Festung und Tempel der Inkas (Falke und Puma). Beeindruckend sind die übergroßen Steine. Die Inkas kannten weder Rad noch Lasttiere, also alles mit Menschenkraft!

Zweite Station war die Kultstätte Qenqo, ob Opferstätte oder Königgrab, keiner weiß es bisher.

Die Rote Festung „Punca Pucara“ war ein Beobachtungsposten und Lagerhaus für Vorräte, vor allem für die Inka-Läufer.

Ganz in der Nähe liegt das Wasserheiligtum „Tambomachay“ auf 3.765 m mit einer starken Quelle, deren Wasser das ganze Tal speist.

Höhepunkt des Tages war Ollantaytambo, eine Stadt in der heute noch viele Nachfahren der Inka wohnen. Am Stadtrand liegt die historische Ruinenstadt mit vielen Terrassen. Der Ort erinnert vor allem wegen seiner Bergkulisse an Machu Picchu. Auf den Terrassen wurde all das angebaut, was die Leute zum Leben brauchten.

Wie hoch die Agrarkultur der Inkas entwickelt war, sieht der Gast noch heute, wenn er einen Indiomarkt besucht. Hier wird eine Vielzahl an Dingen angeboten, die den Besucher staunen lässt. Vor allem erstaunt, dass die Früchte auf einer Höhe von 3.500 bis 4.000 m Höhe gedeihen. Verantwortlich dafür sind die geschützten Täler und die ausgeklügelte Bewässerung.

In 2 Tagen werden wir eine ganz andere Vegetation antreffen auf der Hochebene hinter dem Andenkamm, wo ganz selten Niederschlag fällt.

Morgen jedoch werden wir das „Ersatzprogramm“ für Machu Picchu absolvieren. Dieser Punkt kann erst wieder Ende April besucht werden, als Folge der verheerenden Überschwemmungen in den letzten Monaten. Deswegen besuchen wir einige interessante Inka-Dörfer in der Nähe von Cusco.

Bis morgen.

5. Tag: Inka-Dörfer bei Cusco

Heute wäre unser Machu Picchu Tag gewesen. Zu diesem Inka-Heiligtum möchten alle Perubesucher reisen, auch wir. Nun ist aber der Zugang bis Ende April gesperrt. Wir haben in den letzten Tagen gesehen, welche verheerende Wirkung das Hochwasser in diesen steilen Gebirgstälern angerichtet hat. Deswegen haben wir Verständnis für diese Maßnahme.

Nun, wie wird unser Ersatzprogramm aussehen? Als erstes fahren wir in das Dorf Chinchero und erfahren, dass dieser Ort neben dem Nabel der Welt Cusco als 2. Hauptstadt vom Inka (Gottkönig) Yupanki um 1480 erbaut wurde. Der Ort ist ein typisches „Sierra-Dorf“ (Gebirgsdorf) mit schönen Inkahäusern, d.h. der Unterbau aus groben Steinen und darüber luftgetrocknete Lehmziegel. Die Festungsmauern sind noch zu sehen und viele Terrassenfelder. Es wird berichtet, dass die Spanier aus diesem Ort viel Gold geraubt haben, also so wie in Cusco.

Das nächste Ziel war Moray. Das Dorf ist unscheinbar. Es wurde von einem Inkasoldaten 1565 gegründet. Von hier formierte sich der Widerstand gegen die Spanier. Interessant an dem Ort ist jedoch, dass in der Nähe ein landwirtschaftliches Forschungszentrum der Inkas lag. Hier wurden in einem 45 m tiefen Loch auf kreisrunden Terrassen Pflanzen zu Versuchszwecken gezüchtet. Durch die Terrassen in dieser Senke entstand ein besonderes Kleinklima, das die Inkas für ihre Versuche nutzten.

Als letzten Tagespunkt besuchten wir die Salinas de Maras (Salzterrassen), die bis heute zur Salzgewinnung genutzt werden, also seit ca. 1.500 Jahren. Aus dem Berg fließt eine stark salzhaltige, warme Quelle. Das Wasser wird in hunderte ca. 5 mal 5 m große Pfannen geleitet. Die Sonne übernimmt die Trocknung und das Salz bleibt zurück.

Während der Heimfahrt ins Hotel war sich die Gruppe einig, dass dieses Alternativprogramm für Machu Picchu völlig gleichwertig war. Wir hätten es sehr bedauert, wenn wir diese 3 Höhepunkte nicht gesehen hätten.

Leider müssen wir morgen Cusco schon wieder verlassen. Wir werden die Rundreise in Richtung Titicacasee fortsetzen.

Bleiben Sie dran, denn morgen geht es weiter.

6. Tag: Fahrt von Cusco nach Puno

Bisher hatten wir mit dem Wetter großes Glück. Heute, wo wir Cusco verlassen, weint der Himmel.

Wir schlagen die Richtung Puno über den La Raya Pass ein, also auf 4.335 m Höhe. Die Straße führt immer entlang des Flusses Vilcanota. Er führt immer noch sehr viel Wasser. Wir sehen die Verwüstungen, die die Überschwemmung an der Natur und an den Dörfern am Ufer angerichtet hat. Viele Menschen wohnen in Zelten in der Nähe ihrer Häuser. Selbst im Randbereich von Cusco und an den Hängen wohnen die Leute in Zelten.

Unterwegs machen wir Pause in Andahuaylillas. Hier steht eine historische Kirche der Jesuiten aus dem Jahre 1580. Die nächste Pause ist in Racci. Hier steht eine große Inkamauer des Gottes der Weisheit.

Einen Stopp machen wir auch in Pucara. Hier steht am Marktplatz eine historische Kirche in bedauernswertem Zustand. An den Marienfeiertagen steht diese Kirche jedoch im Mittelpunkt, wenn die Gläubigen in ihren bunten Gewändern an den Prozessionen teilnehmen. 85 % der Peruaner sind katholisch.

Während der Fahrt über den Altiplano, einer flachen Hochebene auf ca. 4.000 m Höhe, sieht man die karge Vegetation. Feldbau wird hier, wegen der rauen Witterung, nicht betrieben. Die größte Fläche wird von Tieren beweidet: Alpakas, Lamas und Schafe.

Wir kommen gegen Abend in Puno, der Hauptstadt des Altiplano. am Titicacasee an. Die Stadt hat 180.000 Einwohner, die zu 30 % im Silberbergbau arbeiten oder als Fischer auf dem Titicacasee, davon aber morgen mehr.

7. Tag: Titicacasee

In vielen Kreuzworträtseln taucht die Frage auf: Höchster schiffbarer See der Welt? Es ist der Titicacasee. Er bildet auch die Grenze zwischen Peru und Bolivien. 60 % des Sees liegen in Peru und 40 % in Bolivien. Der See liegt auf 3.800 m Höhe und ist 8.560 km groß (16x der Bodensee). Er wird wunderschön umrahmt von den hohen Bergen der Kordillieren.

Morgens ,noch in der Dunkelheit, fahren wir vom Hotel mit dem Boot zu den Urus, einem Volk, das auf Schilfinseln auf dem See wohnt. Jeweils ca. 8 Familien wohnen auf einer Insel. Die Häuser und Boote sind aus Binsen und Schilf. Selbst Kartoffeln und Gemüse werden auf den Inseln angebaut. Fleisch bedeutet für einen Uru Fisch, den sie im See fangen. Der See hat selbst jetzt im Sommer nur 8 Grad C. Es leben jedoch viele Fische im See.

Die Gegend um den See ist sehr fruchtbar und das Klima ausgeglichen, deswegen wird der Boden intensiv für den Ackerbau genutzt.

Eines unserer Ziele ist der Wallfahrtsort Cobacabana. Bevor wir den Ort erreichen, müssen wir erst die Grenze nach Bolivien überschreiten, was problemlos ist. Im Ort steht eine große Wallfahrtskirche mit dem Gnadenbild einer Indiomadonna. Im 18. Jahrhundert wurde eine Kopie nach Rio gebracht und davon hat ein berühmter Strand seinen Namen.

Wir fahren mit einem Katamaran zur Sonneninsel. Es ist ein mythischer Ort der Inkas. Der Legende nach schickte der Sonnengott Inti den 1. Inka Manco Capac und seine Schwester auf dieser Insel auf die Erde, um das Inkareich zu gründen. Wir steigen auf der Insel eine sehr steile Treppe hoch, die uns die letzte Puste abverlangt. Oben werden wir jedoch belohnt mit einem herrlichen Blick über den See. Wir entdecken einen Kräutergarten mit allen Gewürzen und Kräutern Boliviens. Auf einer kleinen Wiese begrüßt uns ein Schamane, der für uns einige Gegenstände opfert und für unsere Reise Segen erfleht. Ein schönes Erlebnis. Am Ufer fahren wir noch ein Stück mit einem Drachenschilfboot.

Dieser Tag am Titicacasee war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Doppelt schön ist so ein Tag, wenn die Sonne lacht und der Regen vom Vortag vergessen ist.

Getrübt wurde der Tag dann doch noch durch die Fahrt nach La Paz. Einer schrecklichen Stadt; das war unser Eindruck. Ein Verkehr, der alle Vorstellungen und Grenzen sprengt. Das Hotel macht einen guten Eindruck, aber davon morgen mehr.

8. Tag: La Paz

La Paz (der Friede) mit ca. 2 Mio. Einwohnern ist die höchstgelegene Großstadt der Welt. Sie liegt in einem Talkessel, an dessen Hängen sich die Häuser bis zur Hochebene von 3.500 bis 4.100 m hochziehen. Von einem Aussichtspunkt hoch oben über der Stadt, hat der Besucher einen faszinierenden Blick auf die gesamte Stadt. Die grauen Hänge, die der Gast an den Rändern sieht und für Felsen hält, sind in Wirklichkeit grauer Lehmboden, der bei stärkeren Niederschlägen leicht abschwemmen kann.

Die Einwohner sind Nachkommen der Tiwanakus, ein Volk, das seine Wurzel bis 1.600 v. Chr. hat und 1.400 von den Inka erobert wurde. Vieles wurde von den Inkas übernommen, z. B. der Kartoffelanbau. Heute gibt es in den Ländern Peru und Bolivien über 300 Kartoffelsorten.

Die bedeutendste Kirche der Stadt ist die Franziskanerkirche an der Plaza San Franzisco. Die barocke Fassade zeigt schöne Steinmetzarbeiten mit einheimischen Motiven. Besuchen sollte man auch den Hauptplatz mit Kathedrale und Regierungsgebäude. Sehenswert ist aber auch der Hexenmarkt, auf dem die abergläubischen Einheimischen alles kaufen können, was sie sich wünschen.

Etwas außerhalb der Stadt findet man eine Gegend mit stark verwittertem Lehmboden, der einer Mondlandschaft ähnelt. Beeinflusst durch unseren Führer Frederico, das schöne Wetter und unser schönes Hotel sind wir wieder versöhnt mit der Stadt. Bei der Anfahrt gestern Abend hatten wir natürlich die ungünstigste Zeit erwischt, in der die Stadt täglich im Verkehr erstickt.

Morgen verlassen wir La Paz schon in aller Frühe Richtung Lima mit dem Flugzeug, um dann weiterzufliegen nach Buenos Aires. So wird der Tag 9 ein reiner Flugtag werden und Sie hören erst wieder von mir aus Buenos Aires.

Bis dann!

9. und 10. Tag: Buenos Aires

Mit La Paz und Lima haben wir die Inka verlassen. 3 neue Höhepunkte stehen uns bevor: Buenos Aires, Iguacú und Rio.

Wir fliegen von La Paz 4.100 m hoch an der Pazifikküste entlang nach Lima und quer über den Kontinent nach Buenos Aires. Die Hauptstadt Argentiniens (3 Mio. Einwohner) ist völlig anders als La Paz: systematisch, wie ein Schachbrett angelegt. Sie liegt günstig in einer Mündungsbucht zweier Flüsse, dem Rio de la Plata. Um Buenos Aires herum liegt flaches Land, die sog. Pampa. Das Klima ist subtropisch. Gestern Abend um 22.00 Uhr hatten wir 23 Grad C.

Die Stadt wurde 1536 von den Spaniern gegründet und vor allem im 19. und 20. Jh. zum Schmelztiegel vieler Zuwanderer. Sie ist die Welthauptstadt des Tangos und der Steaks mit vielen Parrillas (Steakhäuser). Mein Namenstag war ein guter Grund, um ein Steakhaus aufzusuchen. Alle Gourmets unserer Gruppe waren sich einig, solche feinen, zarten und riesigen Steaks gibt es nur in Argentinien.

Unsere Führerin Rosemarie führte uns fachkundig in alle Geheimnisse der Stadt ein. Auffallend sind die großen Straßen und vielen Parks sowie die herrlichen Plätze. Das Grab der berühmten Eva Peron (Präsidentengattin) auf einem Pracht-Friedhof war uns einen Besuch wert. Ebenfalls ist die Plaza de Mayo (Platz des Mai/Hauptplatz) mit Kathedrale und Regierungspalast sehenswert. Die Hafenanlagen mit den alten Wohnhäusern und Geschäften vermitteln den Charme der Vergangenheit.

Leider müssen wir morgen am Tag 11 Buenos Aires schon wieder verlassen, um nach Iguacú zu fliegen, das an der Grenze von Argentinien und Brasilien liegt. Wir werden auf der brasilianischen Seite wohnen, aber davon morgen oder übermorgen mehr.

11. und 12. Tag: Iguacú Wasserfälle

Wir fliegen von Buenos Aires in 1.5 Stunden. nach Iguacú, das an der Grenze Argentinien/Brasilien liegt.

Iguacú bedeutet in der Indiosprache „Großes Wasser“. In der Tat ist es das beeindruckendste, was ich in Sachen Wasserfälle jemals gesehen habe. Bestehend aus 20 größeren und 255 kleineren Wasserfällen, erstrecken sie sich U-förmig auf 2,7 km mit einer Höhe von 64 bis 82 m und das je zur Hälfte auf argentinischem und brasilianischem Gebiet. Sie fallen in eine 150 m breite und 700 m lange Schlucht, die Teufelsschlucht. Wir besuchen natürlich beide Seiten.

In beiden Ländern wurden um die Fälle Nationalparks errichtet. Die Pflanzen -und Tierwelt dieser Gegend ist berühmt, da viele Arten nur hier vorkommen. Vor 225 Mio. Jahren spaltete sich die Erde, Lava trat aus und bildete die Terrassen über die heute der Iguacú-Fluß herabstürzt. Auf Stegen und Plattformen kommt der Besucher ganz nah an die Fälle heran, so dass das Feeling einmalig ist. Es ist ein einzigartiger Anblick. Man kann sich nicht satt sehen und möchte mit Hunderten von Bildern diesen Eindruck festhalten. Jede Plattform und Aussichtsterrasse bietet neue Blickwinkel und Perspektiven, dazu das gewaltige Rauschen.

Diese Station war sicher der absolute Höhepunkt unserer Reise. Auch wenn der Abstecher 2 Tage gekostet hat und wir bis auf die Haut nass wurden, möchte keiner der Gruppe diese Augenblicke missen.

Morgen fliegen wir zum letzten Punkt unserer Rundreise, nach Rio de Janeiro. Bis dahin ...

13. und 14. Tag: Rio de Janeiro

Iguazu will uns nicht so einfach loslassen. Ein Gewittersturm behindert den Flugverkehr, dadurch können wir erst mit 3 Stunden Verspätung starten. Auch unterwegs zürnt uns Aeolos noch. Wir geraten in schwere Turbulenzen, bis wir endlich Rio bei herrlichem Wetter erreichen.

Die Lage der Stadt ist einmalig, deswegen zählt sie zu den schönsten Städten der Welt. Als ein Portugiese am 1. Januar 1502 die Bucht entdeckte, hielt er sie für einen Fluss und nannte sie „Fluss des Januar“ - Rio de Janeiro.

Die Stadt ist die zweitgrößte des Landes nach Sao Paulo und hat über 11 Mio. Einwohner. Sie erstreckt sich an der Bucht entlang sowie auf 86 Inseln. An den Hängen dahinter liegen über 1.000 Favelas – wilde Siedlungen der Armen und Problemzonen vieler Großstädte.

Bekannt an Rio sind besonders der Zuckerhut, als Wahrzeichen der Stadt und Corcovado, die Christusfigur auf dem gleichnamigen Berg. Ebenfalls kennt jeder den Strand „Copacabana“ – benannt nach dem Wallfahrtsort am Titicacasee (s. Tag 7). Weniger bekannt ist der Stadtteil gleichen Namens dahinter mit 600.000 Einwohnern, in dem die meisten Hotels liegen; auch wir wohnen hier.

Die Luft ist sehr gut. Das liegt am vielen grün in der Stadt, der Meereslage und den vielen schadstoffarmen Autos. Auch eine leistungsfähige U-Bahn verbindet die Stadtteile.

Wir fahren mit der Seilbahn auf den Zuckerhut und genießen den herrlichen Blick auf die Stadt mit ihren vielen Buchten und Stränden. Während einer Stadtrundfahrt besuchen wir auch das Samba-Troom, ein Samba-Stadion nur für die Karnevalszeit und eine Samba-Schule. Abends gehen wir in ein typisches brasilianisches Speiselokal. Der Gast zahlt einen Pauschalpreis und kann so viel essen wie er möchte.

Heute Nachmittag wollen wir noch den Badestrand „Cobacabana“ aufsuchen. Morgen ist nämlich unsere wunderbare Rundreise schon zu Ende und wir müssen Rio verlassen.

Es grüßt Sie aus der Welthauptstadt des Karnevals Ihr Chronist

Josef

15. Tag: Rückreise und Resümee

Zum Abschluss unserer Traumreise möchte ich Ihnen noch berichten, dass auch die Heimreise problemlos verlief. Wir werden sicher noch lange daran denken. Ihnen, den interessierten Lesern und geistig Mitreisenden, noch ein paar Bilder und Anregungen.

Resümee:

„Mit den Augen eines Touristen“

Während unserer Rundreise, besuchten wir vier Länder in Südamerika; jedes Land war anders. Während Peru und Bolivien sehr Inka bzw. Indio geprägt sind mit vielen ethnischen Gruppen, die ihre Tradition und Gebräuche pflegen und leben, machen Argentinien und Brasilien auf uns einen sehr europäischen Eindruck. Wahrscheinlich infolge der vielen Einwanderer, die im 19. und 20. Jh. in diese Länder strömten. Durch das großzügige Programm unserer Reise gab es viele Gelegenheiten, Kontakt zu Land und Leuten zu knüpfen. Wir hatten während unseres ganzen Aufenthaltes den Eindruck willkommen zu sein.

Der Name Germany oder Alemagne hat einen guten Ruf und jeder Tourist sollte etwas darauf achten, dass dies so bleibt.

Tipps - Anregungen - Anmerkungen:

Keine Angst vor Langstreckenflügen von 10 – 12 Stunden. Wenn Sie nicht in der Hauptsaison, Ferien oder Feiertagen buchen, sind die Maschinen meist nicht voll ausgelastet und Sie fliegen sehr angenehm, weil Sie sich in der Maschine bewegen können.

Das Programm unserer Rundreise war sehr gut geplant. Nach anstrengenden Ausflügen blieb Zeit zum Relaxen, damit kein Stress entstand.

Die Lage unserer Hotels war immer zentral gelegen, so waren einkaufen, Wechselstuben bzw. Restaurantbesuche zu Fuß kein Problem. Unsere Hotels hatten insgesamt sehr gutes Niveau und wir fühlten uns immer gut betreut und umsorgt.

Die Reiseleiter und Führer vor Ortwarteten immer schon auf uns, sie informierten uns umfangreich und unterstützten uns in allen Situationen und das bis zum letzten Moment vor dem Abflug.

Beides - Hotels und Führer - sind verantwortlich für eine gelungene Reise. Wie eine Kette, bei der ein Glied ins andere greift. Nur wenn die Kette komplett ist, ist sie stark und unsere Kette war superstark!

09.03.2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo,

mein Name ist Ena Cabrera und ich werde Sie zu Beginn Ihrer Reise in Lima begleiten.

Ich freue mich sehr auf Sie!

Ihre
Ena Cabrera

 

 

Hallo,

mein Name ist Ricardo Jimenez und ich bin Ihr Reiseleiter in Cusco.

Wir sehen uns in Cusco

Ihr
Ricardo Jimenez

 

 

 

 

 

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Anreise. Linienflug nach Lima. Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel.

2. Tag - Lima. Tag zur freien Verfügung. Auf Wunsch können Sie an einer halbtägigen Stadtrundfahrt teilnehmen (Ausflugspaket 1), auf der Sie u.a. die koloniale Innenstadt mit der Plaza de Armas und dem Regierungspalast, dem Rathaus, dem erzbischöflichen Palais und der Kathedrale besuchen.

3. Tag - Lima - Cusco. Morgens Transfer zum Flughafen und Flug nach Cusco. Nach Ankunft Transfer zum Hotel. Am Nachmittag halbtägige Stadtrundgang, die Sie zunächst zum Mittelpunkt des Inka-Reiches führt, der Plaza de Armas. Hier finden Sie die Kathedrale, die auf den Ruinen eines Inka-Palastes erbaut wurde. Weiter geht es in die Altstadt mit ihren wunderschön restaurierten Bauten im Kolonialstil.

4. Tag - Cusco. Dieser Tag steht zur freien Verfügung. Erkunden Sie Cusco auf eine Faust oder nehmen Sie an einem ganztägigen Ausflug teil (Ausflugspaket 2). Zuerst besichtigen Sie Sacsayhuaman, eine 3 km über der Stadt gelegene Festungsruine, die einen einmaligen Blick über Cusco bietet. Anschließend machen Sie einen Abstecher zu den heiligen Quellen von Tambo Machay, dem riesigen Fels Qenqo sowie der kleinen Festungsruine Puca Pucara. Anschließend  besuchen Sie den Pisac Indio Markt und die Ruinen von Ollantaytambo (inklusive Mittagessen).

5. Tag - Cusco – Chinchero – Moray – Maras - Cusco. Entdecken Sie heute zunächst das alte Inkadorf Chinchero, das auf einer Höhe von 3.762 m am Fuße des Chicon liegt. Sehen Sie hier auf dem Hauptplatz neben reich bemalten Mauern und einer der wichtigsten kolonialen Kirchen der Region auch eine enorme Inkamauer, die sich in einem guten Zustand befindet. Danach führt Sie Ihre Reise entlang einer schönen Naturstraße zu der Ruinenstätte Moray, die aus einer Serie von landwirtschaftlichen Terrassen besteht. Die Inkas haben hier früher ein großes landwirtschaftliches Labor betrieben. Bevor es für Sie zurück nach Cusco geht halten Sie in dem kleinen malerischen Dorf Maras, das früher als Umschlagplatz für Salzgewinnung diente und ein Erholungsort für Wohlhabende war.

Hinweis: Eigentlicher Programmpunkt des heutigen Tages wäre der Besuch von Machu Picchu (s. auch Karte) gewesen. Aufgrund vorliegender Gegebenheiten kann die Inkastätte voraussichtlich erst ab April wieder besucht werden.

6. Tag - Cusco - Juliaca - Puno (370 km). Heute steht eine ganztägige Busfahrt von Cusco nach Puno auf dem Programm (inklusive Lunchpaket)*. Während der Fahrt durch das peruanische Hochland geht es entlang der schneebedeckten Berggipfel bis auf über 4.300 m Höhe und wieder bergab nach Puno, das direkt am Titicacasee liegt. Das auf 3.856 m gelegene Binnengewässer ist der höchste schiffbare See der Erde. Unterwegs besichtigen Sie die Stadt Andahuaylillas sowie die Ruinen von Racchi.
Bei einer Gruppengröße von bis zu 9 Reisenden wird die Busfahrt evtl. zusammen mit anderen Reisenden unter englischsprachiger Reiseleitung durchgeführt. Ab 10 Personen wird die Gruppe von einem deutschsprachigen Reiseleiter begleitet. Bei einer Gruppengröße von 15 und mehr Personen erfolgt ein Privattransfer mit deutschsprachiger Reiseleitung.

7. Tag - Puno - Titicacasee - La Paz. Nach dem Frühstück Busfahrt nach Copacabana, dass auf der bolivianischen Seite des Sees liegt. Der Ort gilt als wichtigster Wallfahrtsort Lateinamerikas. Anschließend geht es weiter mit dem Katamaran über den Titicacasee zur Sonneninsel (inklusive Mittagessen). Dort soll der Legende nach der Sonnengott der Inka gewohnt haben. Anschließend Weiterfahrt nach La Paz, die verteilt auf einer Höhe von ca. 3.500 – 4.000 Metern liegt und damit als höchstgelegene Großstadt der Erde gilt.

8. Tag - La Paz. Tag zur freien Verfügung. Auf Wunsch können Sie an einer halbtägigen Stadtrundfahrt durch La Paz teilnehmen (Ausflugspaket 1). Die Stadt besitzt viele gut erhaltene Bauten aus der Kolonialzeit und in den engen Gassen der Altstadt findet noch heute der malerische Indiomarkt statt. Besuch des Valle de la Luna mit seiner in Jahrmillionen geformten Mondlandschaft.

9. Tag - La Paz - Buenos Aires. Transfer zum Flughafen und Flug nach Buenos Aires. Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel.

10. Tag - Buenos Aires. Tag zur freien Verfügung. Auf Wunsch können Sie an einer halbtägigen Stadtrundfahrt in Buenos Aires teilnehmen (Ausflugspaket 1). Dabei besichtigen Sie die Plaza de Mayo, das historische Zentrum von Buenos Aires. Um den Platz herum finden sich der Regierungssitz ("Casa Rosada“), dessen rosafarbener Anstrich auf den Präsidenten Domingo F. Sarmiento zurückgeht, die Catedral Metropolitana sowie der Cabildo, das ehemalige Rathaus. Außerdem sehen Sie die Viertel La Boca, San Telmo, Recoleta und die mit 140 m angeblich breiteste Prachtstraße der Welt, die Avenida 9 de Julio.

11. Tag - Buenos Aires - Iguacú. Transfer zum Flughafen und Weiterflug nach Iguacú. Nach Ankunft besuchen Sie die argentinische Seite der Wasserfälle, die aufgrund ihrer unberührten Lage im tropischen Urwald zu den eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten Südamerikas gehören.

12. Tag - Iguacú. Tag zur freien Verfügung. Auf Wunsch Besuch der brasilianischen Seite der Wasserfälle (Ausflugspaket 2). Genießen Sie den Panoramablick auf die Fälle genießen.

13. Tag - Iguacú - Rio de Janeiro. Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug nach Rio de Janeiro. Nach Ankunft Transfer zum Hotel. Unterwegs erhalten Sie während einer kurzen Panorama-Tour einen Überblick über Rio. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung.

14. Tag - Rio de Janeiro. Der Tag steht zur freien Verfügung. Ihre Reiseleitung hält wertvolle Tipps zur Gestaltung des Tages für Sie bereit. Auf Wunsch lernen Sie am Vormittag auf einer Stadtrundfahrt die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Rio de Janeiro kennen (Ausflugspaket 2). Sie besichtigen u. a. das Stadtzentrum, die Kathedrale, die Oper und die Avenida Rio Branco. Anschließend Besuch des berühmten Zuckerhut, ein Wahrzeichen Rios. Mit der Seilbahn geht es hoch hinauf. Von hier haben Sie einen herrlichen Blick auf den Corcovado mit seiner Christusstatue und die Guanabara Bucht sowie auf die Niteroi-Brücke.

15. Tag - Abreise. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

16. Tag - Ankunft in Deutschland.