November 2013

Erkunden Sie berühmte Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Empire State Building, die Freiheitsstatue, den Times Square oder den weihnachtlichen Central Park . Ein ganz besonderer Städtetrip erwartet Sie!

Ihr Chronist

Hallo liebe Reiselustigen,

ich lade euch ganz herzlich ein, meinen Mann und mich bei unserer Reise in die US-Metropole schlechthin zu begleiten – New York City.

Ich selbst bin während meiner Schulzeit bereits einmal dort gewesen und habe die Twin Towers des World Trade Centers noch bestaunen dürfen. Mein Mann hingegen kennt die Stadt noch nicht und so haben wir uns im Sommer ganz spontan entschlossen, im November nach New York zu fliegen.

Wir, das sind übrigens Anke und Andreas aus dem schönen Sauerland, sind für alle mit Fernweh als Chronisten unterwegs in der Stadt der Superlative und freuen uns darauf, euch von unseren Erlebnissen berichten zu können.

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

1. Tag: Anreise

Hallo liebe Reiselustigen,

am heutigen Dienstagmorgen ist es endlich soweit und unsere Reise gen New York startet mit der im Preis inbegriffenen Bahnfahrt „Zug zum Flug“. Vom Sauerland ins Rheinland zum Düsseldorfer Airport in knapp unter zwei Stunden Fahrzeit – das ist in Ordnung.

Nach Check-In und Passkontrolle sitzen wir gegen 11 Uhr am Gate und warten aufs Boarding. Der Flieger hebt pünktlich um 12.15 Uhr ab und wir sehen einem 9-Stunden-Flug über den großen Teich entgegen – versüßt mit Lufthansa-Entertainment und zwei Mahlzeiten. Mit uns an Bord sind etliche Mitglieder eines deutschen Orchesters, die morgen ihren Auftritt in New York haben. So habe ich ein schweigsames Cello als Sitznachbarn und genug Freiraum im Economy-Sitz – sehr angenehm.

Der Flug ist allerdings von einigen Turbulenzen gezeichnet und auch die Landung um 14.35 Uhr Ortszeit in Newark etwas unruhig, aber was soll’s, wir müssen ja runter. Die Einreise geht richtig schnell und am Baggage Claim ist der erste unserer zwei Koffer bereits auf dem Band.

Ruckzuck, und wir streben dem Ausgang zu, um unseren bereits in Deutschland gebuchten Transfer zum Hotel zu nutzen. Aber leider fährt die Fa. GoAirlink nur Hotels in Manhattan an, nicht unseres in New Jersey. Es geht auch kein Bus dorthin, also bleibt nur eine Taxifahrt. Doch davon lassen wir uns die Laune nicht verderben, sondern genießen die Fahrt über die amerikanischen Highways, den bulligen V8-Sound von diversen Pick-Ups im Ohr.

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir das Holiday Inn in Hasbrouck Heights, checken ein und bekommen ein schönes Zimmer mit Blick auf den Parkplatz, also leiser als an der Hauptstraße. Klar, als erstes packen wir unsere Koffer aus und verstauen unsere Habseligkeiten, doch dann geht’s zu einem kleinen Spaziergang die Straße runter.

Wir vermissen ein wenig die Bürgersteige, aber das ist nur wieder ein Beweis dafür, dass der Ami an sich nun mal nicht läuft, wenn er auch mit dem Auto fahren kann. Abendessen genießen wir im hoteleigenen Restaurant Gabriel’s: mit grandiosem New York Strip Steak und Linguine mit Shrimps und Calamares – köstlich und ein gelungener Abschluss für den ersten Tag unserer Reise.

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

2. Tag: Downtown Manhattan und eine Bootsfahrt

Hallo liebe Reiselustigen,

unser erstes New York-Erlebnis am heutigen Mittwoch ist die Busfahrt von New Jersey durch den Lincoln Tunnel nach Manhattan bis zum Port Authority Bus Terminal.

Die Größe dieses Busbahnhofes ist einfach unbeschreiblich, wir steigen zwei Etagen über Straßenniveau aus dem Bus und folgen einfach mal den Menschenmassen in Richtung Ausgang.

Unser zweites New York-Erlebnis ist ein frisch getoasteter Bagel mit Cream Cheese und ein Becher Kaffee auf dem Bürgersteig der 8th Avenue, mit Blick auf das Gebäude der New York Times. Und dann geben wir dem Drang nach, die Straßen von Manhattan unter unsere Füße zu nehmen und laufen ein paar Blocks die 8th Avenue entlang, um die ersten Eindrücke auf uns wirken zu lassen.

Um uns herum viele New Yorker auf dem Weg zur Arbeit oder zum Shoppen, es sind kaum Touristen mit Kameras – so wie wir - zu sehen.

Schließlich erinnern wir uns an den eigentlichen Plan für heute und steigen in die nächstgelegene Subway-Station hinab, fahren in Richtung Süden und entsteigen in der Nähe des Civic Center wieder dem Untergrund.

Als erstes stehen die City Hall und St. Paul’s Chapel auf unserem Plan, dann beobachten wir eine ganze Zeit die Bauarbeiten am neuen World Trade Center. Das 1. WTC erstrahlt bereits in voller Pracht, während die restlichen Gebäude erst im Entstehen sind. Auf den Straßen hier herrschen Erfurcht und Stille, man kann immer noch spüren, wie allgegenwärtig die Verluste des 11. Septembers sind.

Unser Spaziergang nach Downtown führt uns entlang der Trinity Church und wir machen einen Fotostopp am metallenen Bullen an der Wall Street. Von dort aus geht es direkt zum Battery Park, wo wir eins der Schiffe besteigen, die zur Freiheitsstatue fahren. Der Wellengang ist unerwartet kräftig und wir schippern über den Hudson River hinüber nach Liberty Island. Seit über 125 Jahren steht Lady Liberty nun dort und begrüßt alle Besucher der Stadt mit ihrem zarten Lächeln.

Nach dem Durchstöbern des obligatorischen Gift Shops geht es weiter nach Ellis Island, wo wir das Museum über die jahrhundertealte Geschichte der Einwanderung in die USA erkunden. Wieder zurück auf dem Festland durchstreifen wir die Straßen des Financial District mit teilweise sehr alten Gebäuden wie der Fraunces Tavern, seit 1763 eine Gaststätte mit einem beeindruckenden Sortiment an Whiskey-Sorten im Schaufenster.

Zielstrebig nähern wir uns dem Aufgang zur Brooklyn Bridge und gemeinsam mit vielen anderen gehen wir im Licht der untergehenden Sonne in Richtung Osten. Es bietet sich uns ein beeindruckender Rundblick über East River, Manhattan Bridge und Lower Manhattan. Toll!

Ein letzter Schlenker führt uns durch den City Hall Park, in dem skurrile Kunstobjekte ausgestellt sind. Dann lassen wir uns ein wenig treiben, suchen uns ein kleines Lokal, um eine Portion Chicken Wings zu essen und machen uns anschließend auf den Heimweg.

Wir passieren das Gebäude des New York Stock Exchange, schön beleuchtet in der Dunkelheit, und mittels Subway, Bus und Hotelshuttle erreichen wir erschöpft und zufrieden wieder unser Hotel. Der erste Tag in New York war sehr ereignisreich und hat riesig viel Spaß gemacht. Wir freuen uns schon auf morgen.

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

3. Tag: Manhattan und verschiedene Museen

Hallo liebe Reiselustige,

unser Weg nach Manhattan ist heute Morgen mit Hindernissen gespickt, denn im Lincoln Tunnel hat es einen Unfall gegeben und so ist der übliche Weg unseres Busses nach Manhattan versperrt. Unsere Busfahrerin setzt uns stattdessen am Bahnhof von Secaucus / New Jersey ab. So ergeht es aber nicht nur uns, sondern den Fahrgästen von duzenden anderen Bussen, die von ebenso vielen Polizisten auf dem Bahnhofsvorplatz eingewiesen werden. Die Amerikaner beweisen schnelles Krisenmanagement, denn alles ist super koordiniert, an jeder Abzweigung steht Personal und weist uns den Weg zum passenden Gleis.

Nach einer Station mit dem Zug sind wir endlich in Manhattan, natürlich an völlig anderer Stelle als geplant. Doch ein Blick auf den Subway-Plan und schon haben wir die richtige Linie gefunden, die uns zu unserem ersten Tagesziel bringen soll. Gemeinsam mit einer Gruppe Erstklässler in süßen Schuluniformen fahren wir bis zur 81st Street und erreichen so das American Museum of Natural History.

Wir starten unseren Museumsbesuch mit der Entstehung der Erde in der Hall of Earth. Dazu gibt es im Planetarium einen sehr beeindruckenden 360-Grad-Film über unser Universum. Klar, unser wissenschaftliches Vokabular ist natürlich begrenzt, wenn es um Materie und Antimaterie geht, aber allein die Bilder sind sehr beeindruckend.

Ebenso beeindruckend und mit vielen Details ausgestaltet sind die Schaukästen mit Tieren aus Nordamerika und Afrika. Viele bekannte Säugetiere und Vögel werden hier in Originalgröße und umgeben von passenden Pflanzen gezeigt – es ist, als könne man dem Löwen die Mähne kraulen und dem Grizzlybären den frisch gefangenen Lachs aus dem Klauen reißen.

Eine Reise wie in eine andere Welt ist die Hall of Minerals und die Hall of Gems. Hier sind alle nur erdenklichen Edelsteine und Mineralien ausgestellt, vom kleinen und unscheinbaren Rohdiamanten bis zu einem Meteoriten in der Größe eines Smart. Die Farbschattierungen in diesem Raum reichen von violetten Amethysten über grüne Smaragde bis hin zu faustgroßen, goldenen Nuggets aus dem kalifornischen Goldrausch. Wirklich fantastisch!

Natürlich hält das Museum auch die Klassiker bereit: menschliche Skelette vom Neandertaler und viele Dinosaurier, darunter auch der aus dem Kinofilm „Nachts im Museum“ bekannte T-Rex, der so gerne seiner eigenen Rippe hinterherjagt.

Am frühen Nachmittag verlassen wir diesen Ort des Wissens und setzen uns stattdessen mit einem Phily Cheese Steak-Sandwich auf eine Bank im Central Park. Nach einer Pause in der Sonne spazieren wir über die verschlungenen Wege dieser grünen Lunge New Yorks und sehen Jogger, Brautpaare mit ihren Hochzeitsfotografen und die bekannten Pferdekutschen und Rikschas - übrigens zu saftigen Preisen zu buchen.

So fern der Trubel der Großstadt hier im Central Park erscheint, so schnell hat er uns wieder in seinen Bann geschlagen, als wir den Park verlassen. Wir gehen die 5th Avenue entlang, die von Luxusläden und Edelmarken gesäumt wird. Hier kaufen die Reichen und Schönen mit den dicken Brieftaschen ein - man sieht es an der Kleidung der Leute und an den Limousinen, die am Straßenrand parken.

Dann erreichen wir die Rockefeller Plaza, doch leider können wir den berühmten New Yorker Weihnachtsbaum nicht bestaunen, denn der wird noch von einem Gerüst verborgen. Es schauen nur ein paar Äste heraus, an denen schon die bunten Lichterketten hängen. Aber auf der Eisbahn am Fuße des Baumes drehen die ersten New Yorker ihre Runden auf Schlittschuhen – wenigstens ein bisschen wie im Film.

Nur ein paar Meter weiter ist der Eingang zur Aussichtsplattform Top of the Rock und nach dem inzwischen üblichen Sicherheitscheck fahren wir mit einem wahrlich rasanten Aufzug in den 67. Stock. Der Rundblick über die Stadt aus der Vogelperspektive ist atemberaubend und wir brauchen ein wenig, bis wir uns losreißen können. Aber so haben wir schon einmal einen Ausblick auf morgen erhaschen können, denn da wollen wir das Empire State Building erklimmen.

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

4. Tag: Shopping und Empire State Building

Hallo liebe Reiselustigen,

heute Morgen ist der Himmel wie angekündigt grau und es regnet leicht, also schauen wir uns als erstes den New Yorker Bahnhof Grand Central Terminal an. Das gewaltige Gebäude feiert in diesem Jahr seinen 100sten Geburtstag und seine Architektur ist wahrlich atemberaubend, wenn auch wenig zweckmäßig, denn wer benötigt eine Bahnhofshalle größer als den Altarraum der Kathedrale Notre Dame in Paris?

Draußen auf der Straße fallen noch die letzten Regentropfen und das Chrysler Building können wir im Wolkendunst nur erahnen. Wir machen uns daher auf den Weg zum Bryant Park, um dort einen der New Yorker Weihnachtsmärkte anzuschauen. Der ist tatsächlich sehr ähnlich zu unseren deutschen Ausgaben: Schmuck, Strickwaren und Hüte, Dekoartikel und natürlich jede Menge kulinarische Leckereien – nur Glühwein würde man hier nicht bekommen, aber dafür ist es sowieso noch zu früh.

Wir bummeln weiter in Richtung Times Square und nehmen etliche der rechts und links liegenden Geschäfte mit: das Hard Rock Cafe, M&M’s World, den Disney Store sowie Toys’R’Us und den Levi’s-Laden. Dann endlich klart der Himmel auf, es zeigen sich blaue Stücke in der Wolkendecke – das ist unser Startschuss zum eigentlichen Höhepunkt des heutigen Tages.

Schon von der Straße aus ist das Empire State Building ein beeindruckendes Bauwerk mit seinen 443 Metern Höhe. Wir betreten das Gebäude, auch hier wirkt alles sehr edel und wir werden direkt zu den Wartereihen für Besucher der Aussichtsplattform geleitet. Doch aufgrund der Nebensaison ist hier kein Schlangestehen erforderlich, definitiv ein Vorteil, wenn man im November reist.

Natürlich durchlaufen wir wieder einen Security Check, ohne gibt es heutzutage bei keinem Wahrzeichen mehr Zutritt. Dann ist es soweit, wir betreten den ersten Aufzug, der uns bis in den 80. Stock bringt. Einmal umsteigen, dann erreichen wir mit Aufzug Nummer 2 unser Ziel – das Observation Deck im 86. Stockwerk. Dicht gedrängt stehen hier die Touristen aus aller Welt, um sich die fantastische Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen anzusehen.

Nach Süden hin können wir in weiter Ferne die Freiheitsstatue entdecken, auch die Brooklyn Bridge ist zwischen den unzähligen Hochhäusern zu erahnen. Im Norden liegen der Central Park und auch der Bryant Park, wo wir vor ein paar Stunden noch spazieren waren. Die Straßenschluchten sind atemberaubend, die gelben Taxis wirken wie Spielzeugautos, doch es ist erstaunlich laut hier oben. Und es sind viele Sirenen von Feuerwehr und Polizei zu hören, definitiv mehr als in den letzten Tagen.

Nach unserem Ausflug in schwindelerregende Höhen kehren wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und setzen unsere Shoppingtour im größten Kaufhaus der Welt fort – bei Macy’s. Die beiden untersten Etagen sind vollgestopft mit den edelsten Marken rund um den Globus. Weiter oben gibt es aber auch für den Ottonormalbürger etwas zu kaufen. Sehr urig sind die alten hölzernen Rolltreppen in den obersten zwei der insgesamt sieben Stockwerke und natürlich dürfen auch hier die obligatorische McDonalds- und Starbucks-Filiale nicht fehlen.

Den Abschluss des Tages setzen wir nochmals am Times Square, diesmal aber bei Dunkelheit. Wobei das eigentlich nicht richtig formuliert ist, denn wirklich dunkel wird es hier aufgrund der vielen Leuchtreklame und Riesen-Monitore gar nicht. Vielmehr blinken, funkeln und flackern von allen Seiten Markenlogos, Promigesichter und Filmszenen um die Wette und buhlen mit den Werbeanlagen der umliegenden Geschäfte um die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher.

Bei uns hat Dallas BBQ gewonnen, hier nehmen wir unser Abendessen ein – ganz im texanischen Stil mit Baby Back Rips und Maisbrot – lecker!

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

5. Tag: Delikatessen und Bier

Hallo liebe Reiselustigen,

strahlend blauer Himmel begrüßt uns heute Morgen, begleitet von einem winterlich kalten Wind. Mit der Subway machen wir uns auf den Weg nach Manhattan und entsteigen dem Untergrund an der 23th Street. Dort steht das Flatiron Building, eines der am häufigsten fotografierten Hochhäuser der Stadt, auch bekannt aus den SpiderMan-Filmen, in denen es als Zeitungsredaktion diente.

Direkt nebenan finden wir einen der urigsten Diner der Stadt, das Eisenberg’s. Optisch sicher nichts besonderes, aber man kann von der Theke aus den Köchen direkt auf die Finger schauen, wenn sie scrambled eggs und bacon braten – also doch etwas besonderes.

Ein schöner Spaziergang führt uns entlang von kleineren Läden und den typischen brownstones (Häusern aus braunen Ziegelsteinen gebaut) entlang in den Stadtteil Chelsea. Unser Ziel ist hier die alte Oreo-Keksfabrik, die heute dem Chelsea Market ein wundervolles Zuhause gibt. Etliche Delikatessenläden und Restaurants sind hier beheimatet und bieten von italienischer Pasta über Obst und Gemüse bis hin zu frisch zubereitetem Hummer alles an, was das Herz begehrt. Wir entscheiden uns für liebevoll dekorierte Cupcakes – sehr süß und lecker!

Unser Spaziergang führt uns weiter bis zum Hudson River. Dort ist vor kurzem eine neue New Yorker Attraktion aus alten Bahngleisen entstanden, der High Line Park. In etwa auf Höhe des dritten Stockwerkes kann man hier auf holzbeplankten Wegen entlanglaufen oder sich auf einer der vielen Bänke ausruhen und die Aussicht auf die Straßenschluchten der Lower West Side genießen. Alles ist mit Bäumen und Büschen bepflanzt und in der warmen Jahreszeit sicher ein beliebtes Plätzchen für Einheimische wie Touristen.

Ein paar Straßenzüge weiter nach Norden haben wir unsere letzte Etappe für heute erreicht. Wir besuchen die Chelsea Brewing Company mit direktem Blick auf den Yachthafen. Dort nehmen wir als erstes an einer der kostenlosen Brauereiführungen teil und Braumeister / Besitzer Pat erklärt uns, wie seine preisgekrönten Biere hier in New Yorks einziger Mikrobrauerei entstehen.

Anschließend lassen wir uns an der Theke nieder und probieren das vielfältige Angebot, begleitet von netten Gesprächen und American Football im Fernsehen.

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

6. Tag: Weltreise und blaue Männer

Hallo liebe Reiselustigen,

über Nacht hat der Winter in New York Einzug gehalten, die Temperaturen sind unter den Gefrierpunkt gefallen und es hat gestern Abend noch den ersten Schnee gegeben. Gefrorene Pfützen und Eiszapfen an den Autos lassen keinen Zweifel daran, dass es heute kalt werden wird. Aber zur Kälte kommen noch starke Sturmböen, so dass man über manche Straßenkreuzung fast schwerelos herübergetragen wird – ob man will oder nicht!

Ansonsten steht heute eine kleine Weltreise auf der Insel Manhattan an: Wir starten mit französischem Gebäck in den Tag und fahren dann mit der Subway bis zum Washington Square Park. Dort, wo bei schönem Wetter Straßenmusiker und Schachspieler den Sonntag verbringen, herrscht heute Morgen aber gähnende Leere. Dafür wirbeln Blätter-Tornados über den Platz und ein einsames Kamerateam zeichnet einen Beitrag für die Nachrichten auf – wahrscheinlich geht’s um das Wetter.

Dann wird unser Spaziergang multi-kulti, denn wir begeben uns nach SoHo. Viele (Lebens-)Künstler haben hier in den 1970er Jahren ihren Lieblingsplatz in New York gefunden, es rückten Galerien und Boutiquen nach und heute ist SoHo eins der besten Einkaufsviertel der ganzen Stadt. Und neben manchem Schnäppchen kann man auch so typische Dinge wie Feuerleitern und kunstvoll gemalte Fassadenwerbung an den Häusern entdecken.

Um 14.00 Uhr startet der Höhepunkt des heutigen Tages, denn als Geburtstagsüberraschung bekomme ich von meinem Mann Tickets für die Blue Man Group geschenkt. Das kleine Theater liegt am Astor Place und die Vorstellung ist sowohl akustisch als auch optisch der Hammer. Wir sind total begeistert von den vielen Lichteffekten und der interessanten Art der Tonerzeugung – nur zu empfehlen!

Jetzt geht es ein Stück nach Downtown und als erstes durchstreifen wir die schon weihnachtlich dekorierten Straßen von Little Italy. Besonders schön ist hier die Mulberry Road und sie führt uns übergangslos nach Chinatown. Namen wie Napoli und Da Nanna vermischen sich mit chinesischen Schriftzeichen, die wir nicht mehr verstehen. Und Chinatown hält, was man sich darunter verspricht: gebratene Enten baumeln in den Schaufenstern, Fisch und Meerestiere werden direkt am Bürgersteig verkauft, Hinweisschilder für Fußmassagen gibt es in jedem dritten Hauseingang. Und die Angebote mancher Geschäfte werden nicht mal in Englisch abgedruckt, da ist mal als Amerikaner tatsächlich Ausländer.

Wir lassen den Abend bei einem großen Stück hausgemachter Lasagne nach einem alten Familienrezept ausklingen und begeben uns dann auf den Rückweg zum Hotel. Bei der Fahrt mit Subway und Bus merken wir, dass Sonntag ist, denn die Züge kommen seltener und auf den Bus müssen wir tatsächlich 20 Minuten warten. Herrje, was sind wir bereits verwöhnt – daheim kommt der Bus nur alle 60 Minuten, also was soll das Gejammer?

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

7./8. Tag: Kalte Heimreise

Hallo liebe Reiselustigen,

wie sagt man so schön? Auch die tollsten Dinge gehen einmal vorüber, meistens viel zu schnell. So ist es mit dem Urlaub auch und uns fällt das Koffer packen heute Morgen schwer. Wir verstauen unsere Mitbringsel zwischen den Klamotten und räumen unser liebgewonnenes Hotelzimmer.

In der Lobby vom Hotel müssen wir noch ein wenig warten, bis uns der Transfershuttle abholt und diesmal klappt alles reibungslos. Der Fahrer ist überpünktlich um 13.40 Uhr vor Ort und bringt uns in Rekordzeit zum Flughafen Newark.

Tickets holen, Koffer aufgeben, nach einem kleinen Imbiss dann der ausführliche Sicherheitscheck inklusive Schuhe ausziehen und Körperscanner – alles funktioniert wie am Schnürchen, wir müssen nirgendwo lange warten und begeben uns zum Gate 63, um die letzten Minuten bis zum Boarding zu verbringen.

Dann startet unser Rückflug, ein paar Minuten später als angekündigt, aber unser Pilot erklärt uns, dass wir sonst zu früh in Düsseldorf ankommen würden und er dort aufgrund des Nachtflugverbotes vor sechs Uhr morgens nicht landen darf. Also üben wir uns in Geduld, auf die paar Minuten kommt es bei einem 7-Stunden-Flug nun wahrlich nicht an. Und diese amerikanische Gelassenheit ist die beste Eigenschaft, die man sich aus einem Urlaub in den Vereinigten Staaten mitbringen kann!

Wir landen wie angekündigt ein paar Minuten nach sechs Uhr Ortszeit in Düsseldorf, bei gleichem frostigem Wetter wie wir New York am gestrigen Montag verlassen haben. Die Rückfahrt mit unserem Zug zum Flug-Ticket verläuft völlig problemlos und bereits um zehn Uhr hat uns das Sauerland wieder. Wir sind erschöpft vom langen Tag, aber mit vielen tollen Urlaubserinnerungen wieder nach Hause zurückgekommen.

Jetzt sitze ich daheim in einem Meer von Luftballons, dass mir unsere Tochter zu meinem Geburtstag im Arbeitszimmer hinterlassen hat und schreibe meinen letzten Chronisten-Eintrag. Es hat uns viel Spaß bereitet, für euch zu berichten und ich hoffe, ihr hattet beim Lesen ebensoviel Spaß wie wir beim Erleben.

Und zum Abschluss lässt sich nur eins sagen: New York – jederzeit wieder!

Herzliche Grüße,
Anke & Andreas

Ihr Reiseverlauf

Lassen Sie sich von einer der bekanntesten Städte der USA faszinieren: Im weihnachtlichen New York City bleiben keine Wünsche mehr offen. Die Stadt ist mit ihren knapp 8 Mio. Einwohnern die größte Stadt der USA. Aufgrund der verschiedenen Nationalitäten und daraus entstehenden Kulturen herrscht in New York City eine ethnische Vielfalt, die Sie faszinieren wird.

Entdecken Sie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie z. B. das Empire State Building, die Brooklyn Bridge oder die Freiheitsstatue und genießen Sie in der Vorweihnachtszeit beliebte Eislaufbahnen und Weihnachtsmärkte.

In New York City bekommen Sie auch kulturell sehr vieles geboten – mehr als 100 Museen wie z. B. das Museum of Modern Art und eine große Auswahl an Theatern und Musicalhäusern, die sich vor allem auf dem Broadway befinden, werden Sie begeistern.

New York City ist ein traumhaftes Shoppingziel und bietet vor allem auf der Fifth Avenue alle namhaften Marken und Designer. Ein Geheimtipp für Unikate ist das Künstlerviertel Soho. Zur Entspannung nach einem erlebnisreichen Tag laden die zahlreichen Parks ein, allen voraus der wohl bekannteste und größte Park Manhattans: der Central Park. Im winterlichen Glanz versprüht dieser ein ganz besonderes Flair, wenn Sie auf den wohlmöglich verschneiten Wegen schlendern!