Februar 2012

Auf dieser Reise durch das Heilige Land erleben Sie unter anderem die lebendige Großstadt Tel Aviv. Lassen Sie sich auf dem Toten Meer treiben und genießen Sie die üppige Natur rund um den See Genezareth. Am Ende der Rundreise besuchen Sie noch Jerusalem.

Ihr Chronist

Liebe Leser,

mein Name ist Kristina, ich bin 48 Jahre, seit über 14 Jahren verheiratet und Mutter zweier Kinder. Mein zuhause befindet sich in Limbach-Oberfrohna im Bundesland Sachsen.

Ich lade euch ein, meinen Mann Jan, meinen Sohn Maximilian und mich auf unserer 8-tägigen Reise durch das heilige Land begleiten.

Israel – ein Land mit einer langen und bewegten Geschichte.

Wir sind schon sehr gespannt auf die zahlreichen biblischen Stätten und kulturellen Sehenswürdigkeiten des Gebietes, wo drei Weltreligionen, das Judentum, das Christentum und der Islam, auf engstem Raum aufeinander treffen.

Also dann, lasst uns starten!

Eure Chronistin Kristina

1. Tag: Anreise nach Tel Aviv

Nachdem unser Flieger nicht wie geplant 9.15 Uhr, sondern erst 10.45 Uhr starten konnte, sind wir dann glücklich 15.15 Uhr Ortszeit in Tel Aviv gelandet. Die Passkontrolle haben wir verhältnismäßig zügig und ohne Probleme hinter uns gebracht und wurden dann auch bereits von einer freundlichen Dame von Berge & Meer begrüßt. Nachdem wir unsere Koffer in Besitz genommen hatten, ging es zum Bus, der uns in unser Hotel bringen sollte.

Der Blick aus dem Bus vermittelte uns ein schmutziges und nicht sehr attraktives Bild der Stadt, also sind wir nun gespannt, was wir noch geboten bekommen, um Tel Aviv mit anderen Augen sehen zu können.

Nach etwa einer halben Stunde Fahrt setzte uns der Fahrer vorm Residenzhotel ab und wir konnten einchecken. Auch unsere Reiseleiterin Neomi (Nuki) war bereits da, begrüßte uns freundlich und gab uns eine kurze Einweisung. Ansonsten hatten wir die noch verbleibenden Stunden zur freien Verfügung.

Nach einer erfrischenden Dusche begaben wir uns also dann auf den Weg zum Hafen von Jaffa und hatten von dort einen wunderbaren Blick auf das abendliche Tel Aviv. In einer kleinen Seitengasse setzten wir uns noch auf ein Bier in ein Straßenrestaurant und hatten eine sehr nette Unterhaltung mit dem jungen Mann, der dort bediente.

Zurück im Hotel war es dann Zeit fürs Abendessen und so begaben wir uns ins Restaurant, wo ein Buffet für unser leibliches Wohl sorgte.

So beenden wir den ersten Tag mit durchaus positiven Eindrücken von netten Menschen und einem Tel Aviv, dass sicher am morgigen Tage noch einige schöne Seiten zu zeigen hat.

2. Tag: Tel Aviv – Jaffa – Caesarea – Nazareth – Tiberias

6.30 Uhr klingelt das Zimmertelefon, es heißt raus aus den Federn. Wir machen uns fertig, packen unsere Sachen soweit zusammen und gehen frühstücken. Da die Hotels ihre Speisen koscher zubereiten, gibt es morgens Eier, Käse in verschiedenen Variationen, Fisch, Joghurt, Obst, Salate, Brot und Kuchen. Wurst fällt früh weg, aber wir sind zufrieden und satt.

Pünktlich 8.00 Uhr befinden sich alle 17 Mitglieder unserer Reisegruppe im Bus und wir fahren durch Tel Aviv, das als weiße Stadt bekannt ist, nach Jaffa. Dort gehen wir durch Altstadtgassen, die von Künstlern bewohnt werden und bewundern unter anderen das Werk eines Künstlers, der seine Kunst mit Pflanzen verbindet. Ein Baum, der in einem Gefäß gepflanzt, mit Stahlseilen befestigt in der Luft hängt. Danach gehen wir zum höchsten Punkt des Stadtteils, um den Ausblick auf Jaffa und die Skyline Tel Avivs zu genießen. Unterhalb des Hügels sind auch Ausgrabungsstätten sichtbar.

Nun geht’s auch schon weiter nach Caesarea. In dem dort befindlichen Römischen Theater finden noch heute besondere Freiluftaufführungen statt. Auch wir hatten die Freude, dass ein selbstbewusster Mann aus einer anderen Reisegruppe ein Lied sang. Außerdem gibt es hier ebenfalls Ausgrabungsstätten, die ahnen lassen, wie groß und modern der versandete Hafen einmal war und welche Annehmlichkeiten wie Theater, Badehäuser und Hippodrom die Stadt damals bereits vorzuweisen konnte.

Unsere Fahrt geht nun zum Karmel-Gebirge, wo sich die beiden überwiegend von Drusen bewohnten Dörfer Daliyat al Karmal und Isfiya befinden, die inzwischen zusammengewachsen sind. Dort essen wir auch landestypisch Falafel, ein Gericht aus Kichererbsen im Pitabrot mit reichlich Salat, zu Mittag. Gut gesättigt geht’s weiter nach Haifa, wo wir die Persischen Gärten und den Baha’i-Schrein bewundern dürfen. Zu unserem Vergnügen werden dort gerade Fotos von einer Gruppe von Leuten gemacht, in der wir eine Hochzeitsgesellschaft vermuten.

Weiter geht es dann nach Nazareth zur Verkündungskirche, was für heute unser letzter Stopp ist, bevor wir in unser Nachtquartier fahren. Die Kirche soll dort stehen, wo der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria die Geburt Christi verkündete. Sie ist in eine Ober- und eine Unterkirche gegliedert, die durch Wendeltreppen verbunden sind. Im Hof und in der Kirche kann man Werke verschiedener Künstler aller Nationalitäten sehen, die sich dem Ereignis der Verkündung gewidmet haben, sogar eine Maria im Kimono und mit Schlitzaugen gibt es. Selbstverständlich ist auch ein Bild aus Deutschland dabei, welches bereits vor dem Mauerfall entstand, da die Mauer auf diesem Bild beinhaltet ist.

Für heute haben wir nun genug gesehen und nun geht es nach Tiberias in unser Quartier. Heute und morgen übernachten wir in einem Kibbuz, unser Essen nehmen wir diesen Abend im Speisesaal der hiesigen Anwohner ein. Das Essen ist gut und wir gehen zufrieden und müde in unsere Zimmer.

3. Tag: Tiberias – See Genezareth – Tiberias

Weil Sabbat ist, dürfen wir bis 7.00 Uhr schlafen. Nach unserem Frühstück treffen wir uns halb neun, um eine Führung durch das Kibbuz zu erhalten. Diese wird von einem hier seit über 40 Jahren lebenden Mann durchgeführt, der sogar gut deutsch spricht. Er erzählt von der Entstehung und Entwicklung der Kibbuze, die sich ebenfalls dem Wandel der Zeit anpassen mussten, um die Abwanderung der jungen Leute zu stoppen. Auch zeigte er uns Bunkereingänge und wir erfuhren, dass alle Anwohner für den Fall eines Krieges einen Schlaf- und Speiseplatz unter der Erde haben. So erhielten wir in ca. 70 Minuten einen kleinen Einblick vom Leben der hiesigen Anwohner früher und heute.

Etwa 10.00 Uhr geht dann die Fahrt zum Berg der Seligpreisungen, wo wir die gleichnamige Kirche ansehen und einen Rundgang um diese vornehmen. Die Kirche bezeichnet die Stelle, an der Jesus die Bergpredigt gehalten haben soll. Danach fahren wir zum Kibbuz Nof Ginossar, wo wir im Yiga-el-Allon-Museum ein Model des 1986 im See Genezareth geborgenen „Jesus-Bootes“ ansehen und dann mit einem der dort liegenden Boote einen Ausflug auf dem See Genezareth zu unternehmen. Nachdem es gestern tagsüber ab und zu kleinere Regenschauer gegeben und es in der letzten Nacht wie aus Kannen geschüttet hat, haben wir heute traumhaftes Sonnenwetter und genießen diese Ausfahrt in vollen Zügen.

Unser nächstes Ziel ist Tabgha, wo nach christlicher Überlieferung das Wunder der Brot- und Fischvermehrung – Speisung der Fünftausend – geschah. Wir besuchen die im byzantinischen Stil erbaute Brotvermehrungskirche, ein von deutschen Mönchen unterhaltenes Benediktinerkloster. Unter dem Altar liegt ein Naturfelsen, auf dem die Brotvermehrung stattgefunden haben soll.

Gegen halb zwei kehren wir in ein am See gelegenes Restaurant ein, um den von unserer Reiseleiterin Nuri empfohlenen Petrusfisch zu essen. Vorher werden wieder verschiedene Salate mit zwei Arten Soße und Pitabrot gereicht. Der Fisch ist sehr Grätenreich, schmeckt aber hervorragend. Danach erhalten wir einen Kaffee und einen kleinen Anisschnaps, weil wir so nette Gäste sind oder aber weil der Wirt unsere Reiseleiterin so mag. So findet unser Mittagessen den richtigen Abschluss und wir können weiterziehen.

Unser letztes Ziel des heutigen Tages ist Kapernaum am Nordufer des Sees Genezareth. Hier lebte Jesus, nachdem er seine Heimat Nazareth verlassen musste, hier predigte er und vollbrachte Wunder und hier ernannte er seine ersten Jünger, unter ihnen Simon Petrus. Von dieser Wirkungsstätte Jesu zeugen die Ausgrabungen der Synagoge und der achteckigen Gedächtniskirche, deren Reste heute durch eine Betonkonstruktion geschützt sind.

Es ist kurz nach vier und wir begeben uns nach einem ereignisreichen Tag auf die Rückfahrt zum Kibbuz. Unterwegs halten wir jedoch noch an einem kleinen Geschäft, wo man Datteln, Dattelhonig, getrocknete Früchte, verschiedene Teesorten und Gewürze erstehen kann. Gegen 17.00 Uhr treffen wir dann in unserer Unterkunft ein.

19.00 Uhr begeben wir uns in den Speiseraum, wo wir zwischen verschiedenen Salaten, Kohlrouladen, Hähnchenkeulen, Rindfleisch in Paprikagemüse, Reis und Kartoffeln wählen können. Das Essen schmeckt gut und wir sind zufrieden.

Und so geht erneut ein schöner Tag zu Ende und wir freuen uns darauf, morgen eventuell im toten Meer zu baden und dann nach Jerusalem weiterzureisen.

4. Tag: Tiberias – Totes Meer – Massada - Jerusalem

Nachdem die Nacht auch heute 6.30 Uhr zu Ende ist, treffen wir uns nach dem Frühstück um acht am Bus, um die für heute angekündigten 350 km in Angriff zu nehmen.

Wir überqueren den Jordan und fahren anschließend an der Grenze zu Jordanien durch das Jordantal. Nach einer halben Stunde Fahrt passieren wir den Checkpoint und reisen nunmehr durch palästinensisches Gebiet. Bereits eine Stunde später können wir dann auch schon das Tote Meer sehen. Bevor wir jedoch die Wassertemperatur testen können, verlassen wir das palästinensische Gebiet wieder und besuchen die Ahava Kosmetikfabrik, in der Kosmetika mit Mineralien aus dem Toten Meer hergestellt und verkauft werden. Wir testen das eine oder andere Produkt, aber nach kaufen ist uns nicht zumute.

Also geht’s ohne verschönendes Zubehör zurück in den Bus und nun fahren wir direkt den Mineralstrand an, um unser obligatorisches erstes Bad im Toten Meer zu genießen. Das Wetter ist herrlich und so ist diese Stunde Aufenthalt wie ein kleiner Urlaub im Urlaub. Wir machen den Test, ob uns das Wasser aufgrund seines hohen Salzgehaltes tatsächlich trägt und tatsächlich, ob dick oder dünn, alle Leute liegen auf dem Rücken im Wasser. Zum schwimmen ist es allerdings nicht geeignet und Wasser schlucken sollte man wohl lieber auch nicht, da man dann mit gesundheitlichen Problemen rechnen muss.

Nach einer ausgiebigen Dusche brechen wir dann gegen 11.45 Uhr auf, um unseren Ausflug nach Masada zu starten. Wir kommen an der Oase En Gedi, sowie an einem Kurbad vorbei, das ehemals direkt am Meer gebaut wurde, nun aber mehrere hundert Meter entfernt liegt, weil der Wasserspiegel des Toten Meeres immer mehr sinkt, da kein Wasser vom See Genezareth mehr zufließen kann. Nach einer halben Stunde Fahrt kommen wir am Fuße des Berges Masada an und fahren mit der Seilbahn nach oben, wo wir einen Rundgang durch die Ausgrabungen der Festung des Herodes mit seinen Vorratskammern und Bädern unternehmen. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis geht es zurück zum Bus und wir fahren zu dem letzten Ziel unserer Rundreise, nach Jerusalem, wo wir gegen 16.30 Uhr eintreffen.

Unsere Reiseleiterin fragt, ob wir mit ihr eine abendliche Rundfahrt durch Jerusalem machen möchten und alle Teilnehmer der Reisegruppe sind begeistert. So treffen wir uns nach dem Abendessen, was wirklich sehr gut war, halb acht vor dem Hotel und Nuki zeigt uns das nächtliche Jerusalem. Wir sehen viele orthodoxe Juden im jüdischen Viertel, vor allem die Männer und fallen in ihren langen schwarzen Mänteln, den Hüten und ihren eigentümlichen Frisuren auf.

Wir fahren auf den Ölberg zu einem Aussichtspunkt, wo wir über die Stadt mit seinen vielen Lichtern und angestrahlten Gebäuden schauen können. Natürlich ist auch die Klagemauer ein Muss und nachdem wir durch die Kontrolle durch waren, haben wir diese sogar berühren können. Der letzte Halt ist bei einer Mühle und Nuki überrascht uns mit einer Flasche Wein von den Golanhöhen, die wir gemeinsam trinken und was auch der Abschluss unseres abendlichen Ausflugs ist.

Morgen schauen wir uns nun alles bei Tageslicht an und sind gespannt, welche Eindrücke sich uns dann bieten.

5. Tag: Jerusalem

Die Nachtruhe ist um sieben Uhr zu Ende und nach dem Frühstück machen wir uns mit dem Bus auf die Fahrt zum Ölberg. Von hier haben wir einen hervorragenden Blick über Jerusalem mit seinen beeindruckenden Gebäuden. Nachdem unsere Reiseleiterin Nuki Ihre Ausführungen über die Entstehung der Stadt beendet hat, gehen wir über den Palmsonntagweg zum Garten von Gethsemane, wo wir die uralten Olivenbäume bewundern. Anschließend besuchen wir die Kirche aller Nationen, wo gerade ein Gottesdienst stattfindet.

Wir laufen weiter durch das Stefanstor die „Via Dolorosa“ – die Strecke, die Jesus von der Gerichtsstätte bis nach Golgotha, dem Ort der Kreuzigung, mit dem Kreuz auf dem Rücken zurücklegen musste, bis zur Grabeskirche, die sich nach Überlieferung an der Stelle befindet, wo die Kreuzigung stattgefunden hat und sich das Grab Jesu befinden soll.

Da wir schon etwas fußlahm sind und die vielen Eindrücke erstmal verarbeiten müssen, machen wir eine kleine Pause und essen Falafel mit Gyros.

Nun führt uns unser Weg weiter durch das muslimische und jüdische Viertel, wo Händler ihre Waren anbieten, zum Zionberg, um den Saal des letzten Abendmahls zu besuchen.

Es ist mittlerweile 15.30 Uhr und wir haben die Möglichkeit, in einer armenischen Kirche den Gottesdienst zu verfolgen. Die Kirche ist für Besucher nur während dieser Zeit geöffnet und so nutzen wir diese Gelegenheit.

Unser letzter Stopp für heute ist die Knesset, das Parlament des Staates Israel, wo uns Nuki vor der Menora, einem siebenarmigen Leuchter und einem der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums, das bei der Staatsgründung Israels in das Staatswappen aufgenommen wurde, noch einige Erläuterungen zu den darauf befindlichen Darstellungen gibt.

Nun sind alle geschafft und froh, dass wir zurück zum Hotel fahren. Wir jedoch machen uns mit einem anderen Pärchen noch mal auf den Weg, um den Mahaneh Yehuda Markt unweit unseres Hotels aufzusuchen. Hier schlendern wir durch die Gassen der Händler, sind beeindruckt vom frischen und getrockneten Obst, Fisch, Tee und süßen Leckereien, wovon wir auch kosten dürfen. Nach etwa einer Stunde ist es aber auch für uns genug, wir laufen zurück zum Hotel und beenden den Tag mit einem leckeren Abendessen und netten Gesprächen über die Eindrücke der letzten Tage mit unseren Mitreisenden.

6. Tag: Jerusalem & Bethlehem

Auch heute heißt es 6.30 Uhr raus aus den Federn, frühstücken und auf zum Bus, denn um 8.00 Uhr starten wir zum Tempelberg, der mit der goldenen Kuppel des Felsendom von weit her zu sehen ist. Wir fahren an der Stadtmauer vorbei, passieren das Damaskus- und Herodestor, das Rockefellermuseum und die Davidstadt. Wir verlassen den Bus, gehen am archäologischen Park vorbei und reihen uns in die Reihe der wartenden Touristen ein.

Man gewährt nur bis 10.00 Uhr Einlass und Nuki erzählt uns, dass sie bereits einmal mit einer Reisgruppe umsonst stundenlang angestanden hat, weil sich vor ihr die Tore schlossen. Aber wir sind früh genug hier und nach etwa einer Stunde Wartezeit dürfen wir durch die Sicherheitskontrolle. Der Zugang zum Tempelhof führt oberhalb der Klagemauer entlang, was uns wieder einmal unsere Fotoapparate zücken lässt.

Dann betreten wir den Tempelhof und sind fasziniert von den Gebäuden und Anlagen, aber auch von den Menschen, die dort ihre Gebete verrichten. Nuki erzählt uns, dass der Berg an den Tempel erinnert, den Jesus von Geldwäschern und Händlern reinigte. Der Felsendom ist für uns das beeindruckendste Gebäude hier. Halb elf werden wir von der Stadtpolizei aufgefordert, das Gelände zu verlassen und so gehen wir brav durch den Ausgang, um unser nächstes Ziel, Yad Vashem, die Holocaustgedenkstätte, anzufahren.

Dort kommen wir viertel nach elf an und nach einer kurzen Einleitung durch unsere Reiseleiterin haben wir über eine Stunde Zeit für unseren Rundgang. Es ist für alle bedrückend erneut zu sehen, wozu Menschen fähig sind und als wir uns am Ausgang wieder treffen, herrscht eine bedrückende Stimmung.

Nuki führt uns noch zur Erinnerungs- und zur Kinderhalle. In der Kinderhalle herrscht vollkommene Dunkelheit, in der Mitte des Raumes brennt eine Kerze, die sich in den Spiegelwänden mehrfach widerspiegelt. Eine Stimme nennt Namen und das Alter von Kindern, die ebenfalls Opfer des Holocaust wurden. Es ist sehr ergreifend für alle.

Wir gehen zurück zum Bus und nun geht die Fahrt nach Bethlehem. Nuki verlässt uns allerdings, da Israelis nicht in das palästinensische Gebiet dürfen, aber unser Busfahrer, der im Übrigen aus demselben Grund heute ebenfalls gewechselt hat, fährt uns über die Grenze, wo auch bald der Reiseleiter, der uns in Bethlehem führen wird, zusteigt. Er stellt sich als Nabil vor und seine erste Aufgabe ist es, uns zum Essen zu führen. Wir können wählen zwischen Buffet, Falafel und Schawarma.

Nachdem alle satt sind laufen wir zur Geburtskirche, die wir durch das Tor der Demut betreten. Wir müssen leise sein, da gerade ein Gottesdienst stattfindet. Um in die Geburtsgrotte zu gelangen, müssen wir uns gedulden, da bereits mehrere Leute warten. Nach einigen Minuten können wir die Grotte betreten und betrachten, um dann auch schon wieder den nachfolgenden Leuten Platz zu machen. Danach führt uns Nabil noch zur Katharinenkirche, was das letzte kulturelle Ereignis für heute ist.

Nach einem Stopp bei einem Geschäft mit Holzschnitzarbeiten aus Olivenholz verabschiedet sich Nabil von uns und es geht zurück nach Jerusalem. Auch heute erwartet uns ein tolles Essen vom Buffet im Hotel und nach einem letzten Bier bei einem Bistro an der Straße begeben wir uns müde in unser Zimmer.

Morgen wollen wir noch mal alleine die Altstadt aufsuchen und werden sehen, wie wir unsere bisherigen Erlebnisse und Eindrücke noch vertiefen können.

7. Tag: Die Abreise naht - unser letzter Tag

Da wir den heutigen Tag selbst gestalten können, beschließen wir auszuschlafen – bis 8.00 Uhr! Danach in Ruhe das Frühstück genießen, welches auch ohne Wurst im Angebot zu haben immer genug zur Auswahl geboten hat. 9.30 Uhr haben wir uns mit Volker und Michaela, die ebenfalls unserer Reisegruppe angehören, in der Hotellobby verabredet. Maximilian, unser Sohn, möchte den heutigen Tag größtenteils im Hotel zu verbringen.

Zu viert laufen wir also Richtung Altstadt zum Jaffa Tor. In der dort befindlichen Information kaufen wir für 16 Shekel pro Person ein Ticket für den „Ramparts Walk“, um Jerusalem auf der Stadtmauer zu umrunden. Wir laufen so vom Jaffa- zum Löwen Tor, dann durch das muslimische, christliche und jüdische Viertel zurück zum Jaffa Tor und steigen dort erneut auf die Stadtmauer Richtung Dung Tor.

Wir haben so einen hervorragenden Überblick über ganz Jerusalem, fotografieren die uns bereits bekannten Sehenswürdigkeiten und mehr. Jedem, der gut zu Fuß ist und keine Probleme mit Treppen steigen hat, kann man diesen Rundgang nur empfehlen.

Danach gehen wir Richtung Hotel, durchqueren dabei noch den Stadtbezirk, wo die orthodoxen Juden leben und so auch die schwarz gekleideten Menschen das Gesamtbild dominieren. Gegen 15.30 Uhr sind wir zurück im Hotel, pausieren ein halbe Stunde und gehen mit Maximilian gemeinsam noch mal zum Mahaneh Yehuda Markt, schlendern an den Ständen der Händler vorbei, kaufen getrocknete Erdbeeren und Cranberries und begeben uns wieder zurück zum Hotel.

Nach dem Abendessen setzen wir uns noch gemütlich bei einem Glas Wein zusammen und lassen so den Urlaub ausklingen, denn morgen geht es zurück nach Hause. Nuki will uns 10.30 Uhr im Hotel abholen und zum Flughafen Tel Aviv begleiten, wo sie uns noch bei den Formalitäten behilflich sein will.

Alles in allem war es ein interessanter Urlaub mit vielen Erlebnissen und Erkenntnissen. Unserer Reiseleiterin Nuki danken wir von Herzen für die vielen Informationen, die sie uns immer mit viel Enthusiasmus vermittelte. Wir sind froh, dass wir diese Reise unternommen haben und uns somit auch ein anderes Bild der Israelis machen konnten, als wir es bislang hatten.

Somit verabschiede ich mich und hoffe, ihr konnte unsere Reise gut verfolgen.

Herzliche Grüße
Eure Chronistin Kristina

Ihr Reiseleiter

Liebe Berge & Meer Reisegruppe,

Israel Rundreise – sehen und erleben Sie, was ein kleines Land wie Israel zu bieten hat: ein Land mit vielen Gegensätzen – man findet Bergregionen und die tiefste Stelle auf der Erde am Toten Meer, ein Land mit Regen und blühende Regionen im Norden und trocken Wüstengebieten im Süden.

Ein Land, das der Geburtsort von zwei wichtigen Religionen ist, ein Land, dessen Geschichte viele Tausende Jahre zurück geht und die man immer noch überall sehen und spüren kann. Ein paar Tage in Israel, nach denen Sie wahrscheinlich wie so viele, das Gefühl haben werden, wieder zu kommen zu wollen, und dieses faszinierende Land noch besser und tiefer kennen zu lernen.

Ich freue mich auf Sie, Ihre Neomi (Nuki)

Ihr Reiseverlauf

Reisen Sie mit uns durch das heilige Land und entdecken Sie Israel von seiner schönsten Seite. Sie lernen spannende Orte wie Jerusalem, das Tote Meer und Tel Aviv kennen. Unvergessliche Erlebnisse warten auf Sie während der Rundreise durch das Land aus Tradition & Moderne!

1. Tag - Anreise
Flug von Deutschland nach Tel Aviv. Begrüßung durch den deutschsprachigen Repräsentanten und Transfer zum Hotel. Abendessen und Übernachtung in Tel Aviv.

2. Tag - Tel Aviv - Jaffa – Cäsarea - Tiberias (ca. 200 km)
Heute treffen Sie Ihren Reiseleiter und beginnen den Tag mit einer Stadtrundfahrt durch Tel Aviv. Tel Aviv ist bekannt als "Weisse Stadt" und noch immer sind Gebäude im Bauhaus-Stil zu sehen. Vorbei am Dizenhoff-Platz geht es nach Jaffa, wo Sie die Altstadt besichtigen werden. Im Anschluss Fahrt nach Cäsarea zur Besichtigung des römischen Theaters und des Aquädukts. Entlang der Mittelmeerküste fahren Sie nach Tiberias. Abendessen und Übernachtung in Galiläa.

3. Tag - Tiberias - See Genezareth - Nazareth - Tiberias (ca. 140 km)
Heute erkunden Sie einige geschichtliche Stätten am See Genezareth. Zunächst besuchen Sie in Capernaum die weiße Synagoge und die Ausgrabungen. Anschließend entdecken Sie Tabgha, die Kirche der Brotvermehrung und den Berg der Seligpreisungen. Von dort haben Sie einen wundervollen Blick auf das einmalige Panorama von Galiläa. Am Nachmittag fahren Sie nach Nazareth und besichtigen die Verkündigungskirche und schlendern durch den Basar. Abendessen und Übernachtung in Galiläa.

4. Tag - Tiberias - Totes Meer - Massada (optional) - Jerusalem (ca. 350 km)
Von Tiberias fahren Sie durch das Jordantal ans Tote Meer und besuchen die Ahava Kosmetikfabrik, wo die berühmten Kosmetika mit Mineralien aus dem Toten Meer hergestellt werden. Danach Fahrt zum Mineral Strand um ein Bad im Toten Meer zu genießen. Optional können Sie einen Ausflug nach Massada buchen und im Anschluss mit der Seilbahn hinauffahren und einen Rundgang durch die Ausgrabungen, mit Besichtigung der Paläste, der Vorratskammern und Badehäuser zu unternehmen (ca. 2 Stunden). Anschließend Abholung der restlichen Gruppe vom Strand und Weiterfahrt nach Jerusalem. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

5. Tag - Jerusalem
Heute brechen Sie auf zum Ölberg, der im Licht der Morgensonne einen herrlichen Panoramablick auf Jerusalem bietet. Sie gehen über den Palmsonntagweg zum Garten von Gethsemane und besuchen die Kirche aller Nationen. Durch das Kidrontal geht es weiter zum Stephans Tor, entlang der Via Dolorosa, zur Grabeskirche. Rundgang durch das muslimische und jüdische Viertel zur Klagemauer und von dort weiter zum Zionsberg und Besuch des Saals des Letzten Abendmahls. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

6. Tag - Jerusalem - Neustadt - Bethlehem - Jerusalem (ca. 30 km)
Der heutige Tag ist einem Besuch der Jerusalemer Neustadt gewidmet, vorbei an der Knesset, dem Israelischen Parlament und Menorah. Besuch von Yad Vashem, der Holocaust Gedenkstätte. Am Nachmittag fahren Sie nach Bethlehem, der Geburtsort Jesus, und besuchen die Geburtskirche sowie die Grotten. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

7. Tag - Jerusalem
Dieser Tag steht zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung in Jerusalem.

8. Tag - Abreise Fahrt zum Flughafen in Tel Aviv und Rückflug nach Deutschland.