März - April 2012

Die traumhafte Tropeninsel Sri Lanka hat viele landschaftliche und kulturelle Höhepunkte zu bieten. Entfliehen Sie danach auf die Malediven und tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt mit azurblauem Wasser, türkisfarbenen Lagunen und Korallenriffen!

Ihr Chronist

Hallo,

mein Name ist Reiner und ich wohne in Mönchengladbach – Rheydt. Bereits im vergangenen Jahr hatte ich das Vergnügen, die Leser des Berge & Meer Reiseblogs auf meiner Reise durch 5 Länder Südamerikas mitzunehmen.

Dieses Mal geht die Reise nach Sri Lanka und den Malediven, übrigens zum zweiten Mal. Neben meiner Frau begleitet uns ein Ehepaar, welches wir vor zwei Jahren auf einer Berge & Meer Thailand Rundreise kennen gelernt hatten.

Wir hoffen, dass uns auf dieser Reise besseres Wetter beschert wird als im vergangenen Jahr, denn die landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Insel sind natürlich bei Sonnenschein besser zu genießen als bei Regen und Nebel.

Die Aussicht auf die erholsamen Tage auf den Malediven bereitet schon jetzt eine große Vorfreude auf die anstehende Reise.

So wünsche ich uns eine Gute Reise und Ihnen viel Vergnügen beim Verfolgen des Reiseblogs.

Ihr Chronist
Reiner

1. - 2. Tag: Anreise & der erste Tag

Jede Medaille hat zwei Seiten. So ist es eher eine „Glaubensfrage“ ob man lieber auf einem Riss Frankfurt / Colombo fliegt und rund 10 Stunden im gleichen Flugzeug verbringt oder ob man eine Zwischenlandung, hier in Muscat in Oman bevorzugt.

Mir hat die zweite Variante zunächst besser gefallen, leider wurde dann aber der zweite Reiseteil mit einem relativ kleinen Flugzeug (737-800) erledigt und wir hatten dann noch das „Glück“ in der letzten Reihe zu sitzen, nahe bei Toilette und Serviceteil. Es war nicht daran zu denken, in den 3,5 Stunden Reisezeit zu nächtlicher Stunde auch nur 5 Minuten zu schlafen. Das war nicht so toll aber immerhin.

In Sri Lanka angekommen gab es trotz vorheriger Information mittlere „Irritationen“ hinsichtlich des Einreisevisums. Nach etwa einstündigem Hin und Her wurden dann die Pässe der gesamten Gruppe eingesammelt, elektronisch erfasst und wieder zurück gegeben. Dann ging es in die „normale“ Passkontrolle und es lief, wie es laufen soll. Mysteriöses Asien.

Wir wurden sodann von unserem freundlichen Reiseleiter, Herrn Weber, und einem Kollegen empfangen und die Reisegruppe wurde geteilt. Dadurch entstanden zwei Gruppen von je ca. 25 Personen, also recht angenehm.

Dann ging die Fahrt im modernen Reisebus zum Zentrum der Insel, nach Kandy, früher auch Mal Königsstadt im Zentrum von Sri Lanka.

Dabei hatten wir schon Gelegenheit, erste Eindrücke von der Insel zu sammeln, sofern wir nicht vom Schlaf übermannt wurden.

Hier eröffnete sich der Blick einerseits auf die in vielen Grüntönen erscheinende Natur als auch auf die Geschäftigkeit der Menschen. Die Menschen sind geschäftig aber nicht hektisch – außer im Straßenverkehr.

Ich habe das Gefühl, als hätte man den Bürgerkrieg, der knapp 30 Jahre dieses wunderschöne Land näherungsweise ruiniert hat nunmehr „auf die Straße“ übertragen.

Fahrmanöver die bei uns zum schnellsten Entzug der Fahrerlaubnis führen würden, werden mit der größten Selbstverständlichkeit mit Tuk-Tuks, PKW, LKW und Bussen ausgeführt. Dabei sind die „Linienbusse“ in ihrer Brutalität beispielhaft. Es gibt staatliche (rostrote) die sind schon schlimm aber die Fahrer der weißen, der „Privaten“, gehören ins Gefängnis. Überholen trotz Gegenverkehr ist dabei noch eine vergleichsweise harmlose Aktion.

Es ist zwar Linksverkehr vorgeschrieben aber viele sehen das als belanglosen Hinweis, dem man nicht unbedingt Folge leisten muss. Es ist sehr gewöhnungsbedürftig aber unseren Fahrer gehört Gott sei Dank wohl eher der defensiven Truppe an. Ich gehe daher davon aus, dass er uns heil über die Runden bringen wird.

Heute und morgen nächtigen wir in Kandy in einem hoch über der Stadt liegenden Hotel. Die Aussicht ist faszinierend nur der Ab- und notwendigerweise folgende Aufstieg in und von der Stadt könnte zu Fuß doch beschwerlich sein.

Morgen jedenfalls fahren wir mit dem Bus runter und erkunden unter Anderem die Sehenswürdigkeiten der Stadt Kandy.

Für jetzt ist Ruhe anberaumt denn es ist doch noch Schlaf „nachzuholen“.

3. Tag: Heute geht's ins Hochland

Heute:
Volles Programm. Hochland mit Besichtigung einer Teefabrik, Botanischer Garten in Kandy, Schmuckfabrik, Zahntempel und Folkloredarbietung.

Nach dem Frühstück fuhren wir um 08.15 Uhr zunächst mit dem hoteleigenen Shuttlebus zu unserem Reisebus. Dieser kann nämlich wegen zu enger Straßen nicht selbst am Hotel vorfahren. Dann ging es durch Kandy weiter Richtung Gampola und weiter Richtung Nuwara Eliya ohne jedoch letzteres zu erreichen, denn unser Ziel war eine Teefabrik.

Hier muss man jedoch feststellen, dass der Weg schon das Ziel ist, denn die herrliche Berglandschaft bezauberte in zahlreichen Grüntönen. Unterwegs konnten wir fleißige Teepflückerinnen bei ihrer mühseligen Arbeit beobachten.

Schließlich erreichten wir die Teefabrik, die uns fachkundig erläutert wurde. Leider war die Fabrik heute nicht in Betrieb, vielleicht weil gestern (Sonntag) kein Tee gepflückt worden war? Normalerweise werden die Blätter, aus denen der Tee dann hergestellt wird, ganzjährig geerntet – nun auch die Pflückerinnen haben ja einen Sonntag verdient und über den einen Tag mehr werden die Blättchen auch nicht schlecht. Denke ich.

Wir wurden dann noch zu einer Verkostung eingeladen und einige von uns haben sich dann auch mit den Produkten des Hauses eingedeckt. Teils als Geschenke für zuhause, teils für den eigenen Konsum.

Weiter ging es wieder zurück nach Kandy zum dortigen Botanischen Garten. Hier führte uns unser Reiseführer, Herr Charles Weber, eineinhalb Stunden „durch die Botanik“. Das ist für diese traumhafte Anlage eher etwas wenig aber man kann in der Kürze der uns zur Verfügung stehenden Zeit nicht alles in aller Ausgiebigkeit bewundern und genießen. Einen längeren Besuch wäre dieser Park alle Weil wert.

Weiter ging es nach einer Kurzen Mittagsrast zu einer Schmuckfabrik in welcher uns in einem kurzen Film die Gewinnung der örtlichen Halbedelsteine vorgeführt wurde. Die anschließenden Verkaufsversuche hatten wir auch schnell abgehakt, denn der nächste interessante Programmpunkt lockte.

Denn eines der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer befindet sich in Kandy. In einem prunkvollen Tempel wird der linke (?) Schneidezahn (?) des „Erleuchteten“ aufbewahrt und entsprechend verehrt. Leider bekommt man die Reliquie nicht zu sehen, aber die Tempelanlage in ihrer gesamten aufwändigen Erscheinung ist den Besuch wert.

Zum Abschluss des heutigen Tages besuchten wir noch eine Folkloreveranstaltung. Hier wurden, wie eigentlich üblich bei solchen Events, typisch srilankische und kandysche Tanze vorgeführt. Ich denke, dass sich der tiefere Sinn dem oberflächlichen europäischen Gast nicht vollends erschließt.

Der abschließende Auftritt von Feuerschluckern und Glutläufern ist alle Mal den (kostenlosen) Besuch wert.

So findet denn ein ereignisreicher Tag voller neuer Eindrücke und Erlebnisse beim Abendessen und anschließendem „Absacker“ mit neuen Freunden und Bekannten seinen Abschluss.

Das war’s für heute

Euer Chronist
Reiner

4. Tag: Ein Tag mit kleinen & großen Höhepunkten

Nicht so viele wie gestern, jedoch auch ein Tag mit Höhepunkten.

Um 8.15 Uhr haben wir unser hoch über der Stadt Kandy gelegene Hotel verlassen. Zunächst wieder mit dem Shuttle Bus zum Reisebus und dann wurde unser Gepäck nachgebracht, weil die Transportkapazitäten für Menschen und Gepäck nicht ausreichten. Hat aber alles geklappt wenn auch mit leichter Verzögerung. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht.

Unser Tagesziel hieß Sirigya, ein Ziel, welches verschiedene Zwischenstopps zulies.

Unser Weg führte uns an einem sehr schön ausgeschmückten Hindutempel vorbei. Wir hatten Gelegenheit dieses schöne Bauwerk zu besichtigen – von außen. Hinein hätte Eintritt gekostet aber der Reiz liegt ja mehr in der äußeren Verzierung.

Nahe bei diesem Tempel befand sich eine Vorschule, in der 150 Kinder im Vorschulalter in allerlei Fertigkeiten unterwiesen werden. In 5 Abteilungen werden die Kleinen in Zeichnen und Lesen und allerlei mehr unterwiesen. Die Schulleiterin war sichtlich stolz, dass sie uns ihre Einrichtung zeigen konnte. Und diesen Stolz trug sie nach meiner Auffassung völlig zu Recht. Eine kleine Spende erfreute sie daraufhin auch umso mehr.

Weiter ging die Reise und wir besuchten einen Gewürzgarten. Dort wurde uns zunächst anhand der Pflanzen das Wachsen verschiedener Gewürze erklärt.

So sind wachsen manche als Früchte an Lianen (z. B. Pfeffer), andere sind Kerne von Früchten (z. B. Muskatnuss) wieder andere sind Baumrinden (z. B. Zimt). Alles recht interessant.

Dem Gewürzgarten angeschlossen ist eine ayurvedisch-wissenschaftliche Schule in welcher Studenten in fünfjähriger Ausbildung die Kunst der ayurvedischen Heilbehandlung erlernen können.

Wer wollte konnte an einer kostenlosen Massage teilnehmen, was auch die meisten Mitglieder der Gruppe taten. Die Massagen taten echt gut.

Anschließend wurden uns die Produkte des Hauses angeboten. Produkte, die den Glauben an ihre Wirkung unterstützen sollen. Auch hier wurde zugegriffen. Mal sehen ob es wirkt.

Weiter ging es dem Ziel entgegen, nicht ohne eine Mittagspause. In einem Restaurant am Wegesrand fanden wir freundliche Aufnahme und das Dargebotene stimmte in Geschmack und Preis optimal.

Dann strebten wir zielgerichtet den Höhepunkt des heutigen Tages an: den Löwenfelsen von Sigiriya. Der Autor hat es sich nicht nehmen lassen, die zweite „Etage“ des Felsens zu erklimmen, um von dort Bilder für den Blog zu machen.

Zweifellos würde dieser Felsen, der einst sowohl ein Kloster als auch später einen Königspalast auf seinem Rücken trug, viel ausgiebigere Erwähnung verdienen, jedoch hieße das, Weisheiten, die jeder im Internet oder in einschlägiger Literatur genauer und ausführlich nachlesen kann, abzuschreiben oder zu wiederholen.

Es war insgesamt jedoch sehr erhebend und der Ausblick – auch von halber Höhe – rechtfertigte die Anstrengung.

Nachdem alle „Schäfchen“ wieder unten waren, fuhren wir noch eine kurze Strecke in das Bungalow Hotel, welches uns nun für zwei Nächte beherbergen wird.

Bis morgen
Euer Chronist

5. Tag: Polonnaruwa & auf Safari

Nachdem wir gestern Abend unser Abendessen unter freiem Himmel einnehmen konnten, was sehr schön war, und uns auch heute Morgen wieder die Sonne weckte, fuhren wir um 8.00 Uhr ab zu unserem Ausflug nach Polonnaruwa, einer alten Königstadt.

Unser Weg führte uns vorbei an Habarana, einer Stadt die an einer sehr wichtigen Wegkreuzung liegt. Dort geht es nach Nordosten nach Trinconmalee an der Ostküste, nach Nordwesten über Anuradhapura, auch einer alten Königstadt weiter an die Westküste, nach Südwesten nach Colombo und nach Südosten eben nach Polonnaruwa.

Vorbei an drei Stauseen, die auch bereits vor vielen Jahrhunderten angelegt wurden und noch heute Wasser für die Bewässerung der Felder speichern ging es dann zu unserem Ziel.

Polonnaruwa befindet sich ungefähr 90 Kilometer von Sigiriya entfernt und man benötigt für die Fahrt rund 2,5 Stunden. Dort besuchten wir die Überreste der alten Paläste, die errichtet wurden, als Polonnaruwa im 11. bis 13. nachchristlichen Jahrhundert Hauptstadt war.

Es war und ist eine gigantische Anlage, deren Reste den einstigen Prunk erahnen lassen. In dem Areal befindet sich auch die größte Dagoba auf Sri Lanka und ebenfalls riesig groß die Weiße Dagoba, die mir einfach besser gefällt.

Ebenfalls ist dort die größte Liegende Buddhastatue zu bewundern, die 14 Meter misst.

Bei 33 Grad im Schatten ist die Erwanderung der Anlage doch recht schweißtreibend Und so waren wir froh, als wir wieder den klimatisierten Bus erreichten.

Wir begaben uns dann auf den Rückweg, wobei wir noch eine moderne Buddhastatue, an einem der Stauseen gelegen, bewundern konnten.

Unterwegs zu unserem nächsten Programmpunkt lief uns schon Mal einiges Wildgetier über den Weg. So zum Beispiel etliche Affen, ein Mungo und man zeigte uns – angelockt mit Fisch - einen Wasserwaran, der sein „Mittagessen“ abholte.

Bevor es dann mit unserer Jeepsafari weiterging hatten wir noch eine Mittagsrast, wieder in einem netten Lokal, in welchem wiederum Preis und Leistung harmonierten.

Die Jeepsafari führte uns in die grüne Botanik und – ich muss es gestehen – wider mein persönliches Erwarten - fanden unsere Fahrer eine Elefantenfamilie, die gemütlich und von uns unbeeindruckt ihr Futter zu sich nahm.

Wir konnten die Tiere ausgiebig beobachten. Einige andere Tiere, die uns unsere Fahrer zeigen wollten, konnte ich leider nicht erkennen, geschweige denn fotografieren.

Trotzdem war ich mit dem Verlauf der Safari recht zufrieden, ein kleines Malheur, als unser Fahrer das Schaltgestänge des Jeeps an einer Baumwurzel zerlegte, führte zwar zu einem Aufenthalt von ca. 30 Minuten – aber ein wenig Abenteuer kann ja ruhig dabei sein.

So ging wieder ein schöner Tag zu Ende. Mal sehen ob das aufziehende Gewitter morgen das Wetter verdirbt.

Bis dahin
Euer Chronist

6. Tag: Elefantenwaisenhaus & Colombo

Wir verließen planmäßig unser schönes Bungalowhotel in Sigiriya und begaben uns auf die lange Reise nach Seeduwa, kurz nördlich von Colombo.

Unterwegs besuchten wir noch das Elefantenwaisenhaus in Pinnawala. Hier ist zunächst festzustellen, dass es gar keine „astreinen“ Elefantenwaisen sind sondern, dass manche – aus welchen Gründen auch immer – bereits in dieser Einrichtung geboren wurden. Nun, das ist ja auch nicht weiter tragisch, entscheidend ist: es gibt auch kleine Elefantenbabys.

Und davon gleich mehrere. Bei unserer Ankunft trabt zuerst der Bulle vom Baden im Fluss zurück ins Gehege, dann folgte eine größere Herde von Muttertieren und Babys. Eine kleine Truppe wurde dann zum Bade im Fluss geführt und wir haben mir großer Freude und großem Interesse der Elefantenwaschung zusehen können.

Weiter ging die als abenteuerlich zu bezeichnende Fahrt nach Colombo, der Hauptstadt der Insel beziehungsweise des Staates Sri Lanka.

Als abenteuerlich muss die Fahrt bezeichnet werden, da ich – und ich beziehe das auf mich persönlich – noch nirgends auf der Welt einen Fahrstil erlebt habe, der dermaßen brutal, rücksichtslos und selbstbezogen ist wie hier. Ausweichmanöver finden wahrscheinlich nur aus reinem Selbsterhaltungstrieb statt, von Rücksicht kann absolut keine Rede sein.

Es wird gehupt wie verrückt, rechts, links, auf dem Bürgersteig und wie es gerade kommt überholt. Unsäglich. Hier deshalb ein besonderes Lob an unseren Fahrer, der Fahrzeug und Besatzung heil über die Runden gebracht hat. (Ich gehe davon aus, dass die 20 km morgen früh um 5.00 Uhr auch reibungslos über die Bühne gebracht werden.)

Später erreichten wir dann Colombo, die für meinen Geschmack unspektakuläre Hauptstadt. Wir besichtigten – mehr oder weniger „en passant“ – das Rathaus, den Victoriapark, der jetzt anders heißt, und das Unabhängigkeitsmemorial. Ferner verschiedene Bauwerke, die der Stadt „von den Chinesen geschenkt wurden“. Davon mag jeder halten was er will, schon im Altertum hieß es: Timeo Danaos et dona ferrentes.
(Ich fürchte die Danaer (ein kriegerisches Volk) auch wenn sie Geschenke machen.)

Ein kurzer Besuch im Basarviertel rundete den Besuch ab und wir waren froh, noch trockenen Fußes wieder vom Bus aufgenommen zu werden, da sich unmittelbar später ein gewaltiger Vormonsun Wolkenbruch entlud.

Die Regenmassen begleiteten uns bis an unser Zielhotel in Seeduwa, welches wir Gott sei Dank, morgen früh um 5.00 Uhr wieder verlassen dürfen.

Dann fliegen wir zu den Malediven, worauf wir uns alle schon sehr freuen. Die Sri Lanka Rundreise war sicherlich sehr schön und hat uns viele Sehenswürdigkeiten der Insel nahegebracht ebenso wir die Erläuterungen durch unseren sehr lieben Führer Charles Weber, der Information rüberbrachte ohne uns „zuzuquatschen“.

Mal sehen, ob ich Euch von den Malediven erreiche, für heut ist Schluss.

Euer Chronist
Reiner

7. Tag: Auf zu den Malediven

Schon zu fast mitternächtlicher Stunde wurden wir um 4.00 Uhr geweckt, weil unser Bus uns um 5.00 Uhr zum Flughafen Colombo bringen sollte, was er auch tat.

Auch diese Fahrt verlief reibungslos und unfallfrei und drum eine letztes Lob für unsere Busmannschaft, die uns angenehm und sicher über die Insel gebracht hat, was angesichts der dort üblichen Fahrweise – bereits früher erwähnt – nicht so einfach ist.

In einem prallvollen Airbus A 340 (!) wurden wir dann nach Malé, der Hauptstadt der Malediven, gebracht. Am eher provinziell anmutenden Flughafen „Ibrahim Nasir“ lief auch alles reibungslos, das Gepäck aus der riesigen Maschine war erstaunlich schnell am Band und wir wurden (idiotensicher) nach dem Zollausgang zu unserem nächsten Ziel geleitet.

Denn erst hieß es noch Mal einchecken mit Verwiegung auch des Handgepäcks, denn für die Wasserflugzeuge muss das Gewicht ziemlich genau ermittelt werden.

Mit einem Bus ging es dann zum Airtaxi Port und dann, ja dann eine Erlebnis eben der besonderen Art, der Flug mit dem Wasserflugzeug zu unserer Ferieninsel Meedhupparu.

Für viele war es das erste Mal, dass sie mit einem solchen Flugzeug flogen und es ist tatsächlich „Fliegen hautnah“.

Die Turboprop Motoren sind in ihrer Lautstärke nicht zu unterschätzen, man „hört“ die Power. 45 Minuten dauert das Vergnügen. Während man in rund 2.000 m Höhe über den Archipel „donnert“ sieht man viele der Eilande wie „Spiegeleier“ im azurblauen Wasser. Ein Traum.

Angekommen im Adaaran Select begannen die Ferien. Im All Inclusive Hotel bleiben keine – normalen – Wünsche offen. Extravagante Wünsche (Champagner, Dimple o. ä.) müssen allerdings bezahlt werden. Das ist ok.

Funktionierende Klimaanlage, warmes und kaltes Wasser, eine Toilette die abläuft, genügend zu Essen und zu Trinken, Sonnenschein und blaues (für manche etwas zu warmes) Meer, Herz, was begehrst du mehr.

Ich begehre jetzt nur noch ein funktionierendes WLAN, damit ich euch meine Erlebnisse übermittel kann.

Bis die Tage
Euer Chronist
Reiner

8. - 13. Tag: Auf den Malediven

Es hat dann doch nach einiger Zeit geklappt und ein WLAN oder auch Wi-Fi genannt stand zur Verfügung.

So finde ich es doch großartig, diese technische Errungenschaft mitten im Indischen Ozean nutzen zu können.

Rund 1.000 km vom nächsten Festland entfernt kann man – sofern man es für notwendig erachtet – mit „Gott und der Welt“ kommunizieren – oder es eben lassen und relaxen bis zum Abwinken.

Das Faulenzen ist schon eine Sache, die oft dem Gestressten gewisse Schwierigkeiten bereitet aber generell auch mal gut für Körper und Seele ist.

Gut, freilich stehen auch Angebote für Aktivitäten und Ausflügen zur Verfügung, die aber nicht ganz billig sind. Angeboten werden unter anderem Ausflüge zu Tauchgängen zum „Hausriff“, sicher sehr spannend und eine Sache, die für geübte Taucher äußerst reizvoll ist. Touren zum Angeln, Schnorcheln, zu benachbarten einheimischen Inseln etc. runden das Bild ab.

Aber auch für diejenigen, die einfach nur relaxen, ein wenig schwimmen und strandnah Schnorcheln wollen bieten sich alle Gelegenheiten.

Ich selbst gehöre auch zu der Truppe, die erstmalig schnorchelt und darum sind die Bilder von „Unter Wasser“ alles andere als professionell, sollen aber darstellen und ermutigen, dass man schon als absoluter Anfänger gewisse Erfolge erzielen kann.

Auch Spa Angebote stehen zur Verfügung, wobei ich allerdings das Gefühl habe als wäre man seitens des Hotels der Auffassung, es würden überwiegend Millionäre eingeflogen. Überhaupt sind alle Angebote, die außerhalb des „All Inclusive“ Angebotes liegen, eher für „Schmerzfreie“ annehmbar. So ist zum Beispiel ein Beutelchen mit 100 gr. Erdnüssen für rd. 8.20 US$ wohlfeil. Also nicht gerade mit der Preisgestaltung von ALDI oder Lidl vergleichbar. Aber die gibt es hier eben nicht und folglich für mich auch keine Erdnüsse.

So genießen wir denn unsere Zeit und blicken manchmal zu den Wasserbungis, die man zum „Schleuderpreis“ von rund 500 € pro Nacht anmieten kann. Dafür genießt man dort auch eine gewisse Abgeschiedenheit und einige besondere Luxuseinrichtungen. Wem es das wert ist, dem sei es gegönnt.

Wir genießen noch zwei ganze Tage und dann geht es zurück nach Deutschland. Von dort der Rest.

Euer Chronist
Reiner

14. Tag: Heimreise und Reminiszenz

Die letzten Tage unserer Reise verliefen auch sehr erholsam und so rückte denn auch der unausweichliche Abschied näher.

Manche haben sich sportlichen Aktivitäten hingegeben, andere haben einfach nur „relaxt“.

Früh morgens ab 07.00 Uhr verließen wir die schöne Hotelanlage und wurden wieder mit dem Wasserflugzeug nach Malé gebracht. Von dort traten wir den Heimflug nach Deutschland via Muscat/Oman an.

Eine interessante Reise fand ihr Ende und wir haben wieder viele Sehenswürdigkeiten in exotischer Umgebung kennen lernen dürfen.

Waren es einerseits die Ruinen von Palästen längst vergangener Regime und Kulturen auf Sri Lanka, waren es die Zeugnisse einer ausgeübten Religion, die sich in zahlreichen Statuen und Abbildungen des Erleuchteten (Buddha) manifestierten, alles übte eine eigene Faszination auf uns aus. Auch die Hindutempel auf Sri Lanka waren interessant, ebenso wie die Information darüber, wie auf dieser Insel die verschiedenen Religionen friedlich nebeneinander ausgeübt werden können.

Auch der Wille Sri Lankas, sich nach Jahrhunderten der Unterdrückung durch Kolonialmächte und nach der Lähmung durch einen fast 30 jährigen Bürgerkrieg wieder zu einem touristisch interessanten und sicheren Zielgebiet zu entwickeln, verdient unsere Anerkennung.

Der anschließende Badeaufenthalt gab Gelegenheit, die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Und es stellte eine Abrundung der gesamten Reise dar, wenn unter tropischem Himmel der Frieden und Entspannung Einkehr halten konnten.

So freue ich mich auf die nächste Reise, die mich nach China und Tibet führen wird, vielleicht sehen wir uns dort wieder.

Bis dahin
Ihr Chronist
Reiner

Ihr Reiseleiter

Hallo Berge & Meer Gäste, ich bin Ihr Reiseleiter Charles Weber und ich freue mich, Sie während Ihrer Reise durch Sri Lanka begleiten zu dürfen.

Ich lebe in Negombo. Die Stadt liegt an der Westküste der Insel und ist seit 40 Jahren ein sehr beliebtes Reiseziel für viele Touristen.

Seit Beginn der 70er Jahre habe ich als Gästebetreuer in Touristenhotels gearbeitet. Seit 1991 habe ich meine Reiseleiter Lizenz und arbeite seitdem bei  Aitken Spence Travels als Guide.

Ich bin sehr aufgeschlossen und gebe immer mein Bestes, den Gästen so viel wie möglich über mein Heimatland zu erzählen und natürlich auch zu zeigen.

Ich freue mich auf Sie,
Charles Weber

Ihr Reiseverlauf

Begeben Sie sich auf die Spuren der Geschichte Sri Lankas. Im Anschluss an Ihre Rundreise genießen Sie entspannte Tage auf den Malediven. Sie erleben traumhafte Inseln und ein einmaliges Unterwasserparadies im Indischen Ozean.

1. Tag - Anreise
Linienflug von Frankfurt nach Colombo.

2. Tag - Colombo - Pinnawala - Sigiriya (ca. 190 km)
Ankunft in Colombo, Empfang durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung und Transfer nach Pinnawala. Frühstück im Restaurant. Im Anschluss besuchen Sie das weltweit bekannte Elefantenwaisenhaus von Pinnawala, das im Jahr 1975 gegründet wurde. Dieses Areal ist sehr weitläufig, so dass die Tiere genügend Platz haben sich zu bewegen und fortzupflanzen. Weiterfahrt nach Sigiriya, das seit 1982 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Der Nachmittag steht Ihnen dort zur freien Verfügung.

3. Tag - Sigiriya - Polonnaruwa - Minneriya - Sigiriya (ca. 140 km)
Am Vormittag fahren Sie nach Polonnaruwa, ehemalige zweite Hauptstadt Sri Lankas, die zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Hier können Sie die Ruinen des Königspalastes mit vier großartigen Buddha-Statuen sehen. Einer der bekanntesten Tempel ist der Shiva-Tempel. Anschließend fahren Sie nach Minneriya. Sie unternehmen eine Geländewagensafari durch den ca. 9 ha großen Minneriya National Park. Neben seltenen Bambusbäumen sehen Sie wilde Elefanten ganz aus der Nähe. Im Anschluss Rückfahrt nach Sigiriya.

4. Tag - Sigiriya - Matale - Kandy (ca. 120 km)
Auf etwa 200 m über dem Dschungel erhebt sich der “Löwenfelsen” in Sigiriya, auf dem im Laufe des 5. Jahrhunderts eine Festung erbaut wurde. Noch heute zu sehen sind die Ruinen dieser historischen Felsenfestung und die weltberühmten Fresken der “Wolkenmädchen”. Sri Lanka ist auch bekannt für seine Gewürze. In Matale besichtigen Sie einen Gewürzgarten und können sehen, wie diese angebaut und verarbeitet werden. Weiterfahrt nach Kandy, die letzte Hauptstadt der Könige Sri Lankas. Eine Stadt, in der Legenden und Traditionen liebevoll am Leben gehalten werden.

5. Tag - Kandy - Peradeniya - Kandy (ca. 170 km)
Nach dem Frühstück Besuch des botanischen Gartens in Peradeniya. Diese grüne Oase mit ihren über 4.000 Pflanzenarten wird als schönster botanischer Garten der Welt angesehen. Ihre Reise führt Sie weiter in die Region des bekannten Ceylon Tees, wo einige der weltbesten Tees angebaut und produziert werden. Besuch einer Teeplantage und einer Teefabrik, wo Sie eine Tasse puren Ceylons genießen können. Im Anschluss erkunden Sie Kandy, das religiöse Zentrum Sri Lankas, mit seinen Basaren, Kunst- und Handwerksausstellungen und dem 1798 angelegten Kandy See. Ein unvergesslicher Höhepunkt Ihrer Rundreise ist dann der Besuch des einzigartigen “Zahntempels” Dalada Maligawa. Beschützt von einer imposanten Buddha-Statue aus purem Gold wird hier der “Zahn des Erleuchteten”, Buddhas Zahn, aufbewahrt. Später nehmen Sie an einer Folkloreshow teil.

6. Tag - Kandy - Colombo - Seeduwa (ca. 170 km)
Von Kandy führt Sie der Weg nach Colombo. Während einer Stadtrundfahrt sehen Sie dort den berühmten Uhrenturm, die alten britischen Kolonialbauten und das Basarviertel Pettah mit seinen hinduistischen und buddhistischen Tempeln. Anschließend Weiterfahrt nach Seeduwa.

7. Tag - Seeduwa - Colombo - Male - Meedhupparu
Frühmorgens Transfer zum Flughafen Colombo und Flug nach Male. Im Anschluss Transfer mit dem Wasserflugzeug zu Ihrem Badehotel.

8. - 13. Tag - Meedhupparu. Genießen Sie entspannte Tage auf den Malediven.

14. Tag - Meedhupparu - Male - Abreise
Tag zur freien Verfügung. Transfer mit dem Wasserflugzeug zum Flughafen Male und Rückflug mit Zwischenstopp nach Deutschland.

15. Tag - Ankunft in Deutschland