Juli - August 2013

Genießen Sie erholsame Ferien auf Korsika - der Insel der Schönheit, die mit ihren schroffen Bergen und dem türkisblauen Meer begeistert. Urlaub im Berge & Meer geführtem Hotel Maristella verspricht jede Menge Spaß für die ganze Familie!

Ihr Chronist

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich berichte jetzt zum ersten Mal schon vor unserem Urlaub. Wir sind in großer Vorfreude, denn schon am Samstag geht es los. Das klingt gut. Ich bin 49 Jahre und reise mit meinem Mann und meinen 2 Söhnen (12 und 14 Jahre).

Es wird gerade noch unsere Anreise zum Flughafen Köln-Bonn geplant. Wir wohnen im dichtbesiedelten Ruhrgebiet mit guten Verkehrsanbindungen. Deshalb wird eine kombinierte Bus- und Zugfahrt favorisiert, wir können unser Zug zum Flug Ticket nutzen.

Wir fliegen zum ersten Mal nach Korsika. Sonne, Strand und Meer. Nach den letzten Urlauben im Bayrischen Wald diesmal mit Schönwettergarantie. Aus diesem Grund möchte ich mich schon vorab entschuldigen, wenn ich nicht täglich berichte, da wir bestimmt nicht täglich auf Sightseeing Tour sind.

Ihre Chronistin Uli

Ihre Urlaubsinsel: Korsika

Korsika ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel im Mittelmeer. Sie ragt stellenweise aus 2.500 m Tiefe als eine imposante Gebirgslandschaft empor. Nur 24 km von der Westküste entfernt erreicht sie mit dem Massiv des Mt. Cinto (2.706 m) ihre höchste Erhebung. Der Name Korsika, im Französischen "La Corse" geht vermutlich auf den phönizischen Begriff "Korsai" zurück, was in etwa "mit Wäldern bedeckt" bedeutet.

Klima:
Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima: heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Aufgrund der hohen Berge und starker Winde gibt es auf Korsika allerdings einige regionale Besonderheiten. Die Niederschlagsmenge ist abhängig von der Höhe. Bis auf 2.000 m Höhe ist der Niederschlag etwa viermal so stark wie an der Küste. Im Sommer sind die Küstenregionen besonders trocken. Korsika hat mit rund 2.750 Sonnenstunden pro Jahr mehr Sonnenschein als das französische Festland.

Das Frühjahr ist mit Werten zwischen 15 und 20 °C recht angenehm, wobei es nachts noch recht frisch werden kann. Ab Juni steigen die Temperaturen auf sommerliche Werte von 25 °C und mehr. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit Tagestemperaturen um 30 °C, nachts ist es mit knapp unter 20 °C etwas kühler. Der Herbst ist mit rund 20 °C wieder wesentlich angenehmer, jedoch können hier wie im Frühling die Nächte deutlich kühler werden, zum Teil unter 10 °C.

Geschichte:
Nachdem Korsika zunächst den römischen Päpsten untertan war, gehörte es ab dem Jahr 1300 zu Genua. Nach Aufständen der Bevölkerung gegen die Genuesen wurde 1755 die Unabhängigkeit ausgerufen. Daraufhin verkaufte Genua die Insel an Frankreich. Korsika ist seitdem französisches Staatsgebiet, abgesehen von einem kurzen Zeitraum während der Französischen Revolution, in welchem die Insel zu England gehörte.

Von besonderer historischer Bedeutung ist Ajaccio als Geburtsort Napoléon Bonapartes. In der jüngeren Geschichte der Insel spielt die korsische Unabhängigkeitsbewegung eine nicht unbedeutende Rolle. Im Jahr 2000 stimmte Ministerpräsident Lionel Jospin einer größeren Auto nomie Korsikas zu. Schon im Juli 2003 stimmten jedoch knapp 51 % der Korsen dagegen. Die französische Regierung respektierte das Votum und stoppte die weitere Umsetzung.

Kulinarisches:
Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige Küche. Typisch sind die freilaufenden, oft halbwilden Hausschweine, deren Fleisch über Kastanienholz geräuchert wird. Spezialitäten sind z. B.: Wurstwaren: Lonzu (geräuchertes Schweinefilet), Coppa (geräucherter Schweinekamm) und Figatellu (geräucherte Leberwurst mit Kräutern) Käse: Brocciu (Frischkäse aus Schafsmilch)
Getränke: Kastanien- und Myrtenbier, Cap Corse (Aperitif aus Kräutern), Wein aus Rebsorten wie Cinsaut oder Grenache

Ihr Urlaubsort: Algajola
An der nordwestlichen Inselküste in der Balagne, die als schönste Region Korsikas gilt, liegt das romantische Fischerdorf Algajola. Mit seinen idyllischen Gassen, Plätzen und Passagen hat Algajola den Reiz eines mittelalterlichen Ortes bewahrt. Die Zitadelle aus dem 15. - 17. Jahrhundert oder die Kirche St. Georges geben Ihnen das Gefühl, die Zeit sei dort stehengeblieben.

Über die Haltestelle des "Feurigen Elias", einer Kleinbahn, wird der Ort mit seinen Nachbarstädtchen Calvi (15 km) und Ile Rousse verbunden.

Ihre Unterkunft: Ferienhotel Maristella

Das Hotel liegt nur 5 Gehminuten vom schönen Sandstrand (durch eine Straße getrennt) und etwa 15 Gehminuten vom Ortskern von Algajola entfernt.

Die schön bepflanzte Anlage im korsischen Stil verfügt über Restaurant, Kaminecke, Bar, Swimmingpool, Poolliegen und Sonnenschirme (nach Verfügbarkeit), Terrasse, Tennishartplatz und Volleyballplatz. Auf der Restaurantterrasse haben Sie WLAN-Empfang. Die Kosten für die WLAN-Nutzung betragen € 15.- pro Woche.

Neben Gymnastik, Bogenschießen, Wasserball und Boules bietet das Hotel auch vielfältige Ausflugs- und Wanderprogramme (gegen Gebühr). Genießen Sie das Animationsprogramm am Abend mit Shows, Musicals, Sketch und Spielabenden. Das deutschsprachige Personal kümmert sich gerne um Ihre Wünsche.

Für Kinder ab 4 Jahre gestalten die Animateure ein tolles Programm (während der dt. Ferienzeiten). Fast täglich treffen sich die Kleinen für ein paar Stunden zum Spielen, Basteln und Toben. Für sie bietet das Hotel zudem Spielplatz und Kinder becken.

Der Umweltschutz wird im Maristella groß geschrieben. So wird z. B. das Warmwasser durch Solarenergie gewonnen.

1. Tag: Anreise

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute war unser Anreisetag. Wir sind mit Bus- und Bahn zum Flughafen Köln-Bonn angereist , was prima geklappt hat. Der Flug hatte nur unwesentliche Verspätung, sodass wir bereits um 15:40 Uhr in unserem Ferienhotel Maristella in Algajola angekommen sind. Das Zimmer war schnell bezogen.

Ein kaltes Getränk auf der Terrasse genossen und danach erst mal in den Pool. Ich glaube an die Temperaturen müssen wir uns erst noch gewöhnen. Es sind noch 34 Grad. Um 18:30 gab es ein Live-Cooking auf der Terrasse, danach ein üppiges Abendbuffet mit einem Fleisch- und Fischgericht und vielen Salaten.

Wir verließen unseren Terrassenplatz nicht mehr, denn hier kann man es prima bei Wein und Wasser nach Sonnenuntergang aushalten. Als Abendprogramm gab es eine Vorstellung des Maristella Teams und wir sahen einen Film über die Insel Korsika. Außerdem wurde das Animationsprogramm für den nächsten Tag vorgestellt. Wir überlegen, den Clubrundgang mitzumachen, verabschieden uns nach diesem anstrengenden Tag mit entsprechender Bettschwere.

2. Tag:

Nach einer sehr warmen Nacht, wobei wir besser geschlafen haben als gedacht, wollten wir doch gerne den Clubrundgang mitmachen, der sich als kleine Stadtführung durch Algajola entpuppte. Es war sehr heiß, auch schon um 10:30 Uhr. Aber auch sehr interessant. Wir haben schon einiges über die Insel erfahren.

Wir sind losgelaufen Richtung Strand über Bahngleise. Das einzige öffentliche Verkehrsmittel besteht aus einer Bahnlinie, das Streckennetz ist Yförmig. Der zentrale Punkt ist Ponto-Leccia. Wir waren an der Zitadelle, aus dem 15.-17. Jahrhundert, die sich im Privatbesitz befindet und leider nicht besichtigt werden kann. Dort befindet sich auch der schönste Sonnenuntergangspunkt Algajolas.

Die Kirche St. Georges, wo polyphone Gesänge aufgeführt werden und die täglich nur für kurze Zeit zur Besichtigung zur Verfügung steht haben wir deshalb nur von außen gesehen. Auf unserem Weg haben wir einen uns unbekannten Baum passiert, einen Maulbeerbaum, dessen dunkle Früchte süß und köstlich waren. Wir liefen durch die Arkaden, dem ältesten Teil Algajolas bis zum „Hauptbahnhof“ des Ortes.

Wir lernten, dass es wichtig ist pünktlich zu sein, denn der kleine Zug kann schon Mal sehr überfüllt sein. Die Fahrkarten können nur beim Schaffner gelöst werden. Den Rest des Tages haben wir am und im Pool verbracht. Unser jüngster Sohn hat am Bogenschießen mit den Animateuren und weiteren Gästen teilgenommen. Nach dem Live-Cooking und dem Abendbuffet gab es noch Bingo, wir haben leider nichts gewonnen.

3. Tag: Ausflug nach I`lle Rousse

Beim Aufstehen schon bemerkten wir, wie der Regen prasselt. In unserem Zimmer waren 29 Grad. Es war bewölkt, aber noch sehr heiß. Beim Frühstück beschlossen wir mit der Bahn nach I`lle Rousse zu fahren. Der Zug fuhr um 10:13 Uhr ab Algajola Bahnhof. Von unserem Hotel ist es ein Fußweg von ca. 20 Minuten, vielleicht auch etwas schneller, aber es ist immer noch sehr warm und es fallen immer noch Regentropfen.

Der Zug war pünktlich. Die Fahrkarte für 4€ für Erwachsene und 2€ für Kinder war schnell beim Schaffner gekauft. Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten, mit 3 Zwischenstationen. In I`lle Rousse angekommen, erwartete uns dort ein heftiges Gewitter. Wir stellten uns in einem Torbogen unter und warteten ab. Die Geschäfte uns gegenüber räumten schnell ihre Verkaufsartikel im Außenbereich weg und ließen ihre Rollladen herunter. Nach einiger Zeit verstanden wir warum. Das Regenwasser floss in Bächen die Straße entlang, es donnerte und blitzte. Der Regen wurde weniger und wir erkundeten die kleinen Gassen, gingen zum Place Paoli.

Pasqual Paolil hat die Regierung der korsischen Nation 1755 ausgerufen. Eine Büste desselben steht dort von Palmen umsäumt, heute leider sind dort großen Pfützen. Die säulengetragene Markthalle, in der eine Vielzahl von korsischen Spezialitäten angeboten werden wie geräucherten Schinken, Honig, würzigen Käse , Olivenöl, getrocknete Kräuter, Obst und lebende Langusten, dient uns außerdem nochmals als Unterstellplatz. Denn es regnete wieder stärker. Nachdem die Kinder sich weigerten weiter zugehen und am Bahnhof warten wollten, liefen mein Mann und ich bis zur I´lle de la Pietra.

Es ist eine vorgelagerten Insel, die mit einem Damm verbunden ist mit der I´lle Rousse, die übrigens bei Sonnenuntergang rot leuchtet und der Insel damit zu ihrem Namen verhalf. Anziehungspunkte sind dort der zum Schutz vor nordafrikanischen Piraten errichtete Genueserturm und der weiße Leuchtturm Pietra aus dem Jahre 1857. Wir sind bis zum ersten Turm den Hügel hochgelaufen. Die Aussicht war schon beeindruckend. Auf der I`lle de la Pietra befindet sich auch der Hafen mit einer Fährverbindung nach Nizza und Toulon.

Wir sind mit dem Zug wieder zurück nach Algajola gefahren, das Wetter hatte sich auch wieder beruhigt, blauer Himmel und wieder sehr sonnig und es weht ein sehr erfrischender Wind. Abends gab es nach dem korsischen Abendbuffet um 21.30 eine Show mit Tanzeinlage der Animateure wobei auch das Servicepersonal mit eingebunden wurde. Sehr unterhaltsam.

4. Tag: Strand- und Pooltag

Heute habe ich nicht viel zu berichten, denn wir legten einen Strand- und Pooltag ein. Es ging ein leichter bis mäßiger Wind, sodass wir es gut aushalten konnten. Am Strand ist ein grobkörniger Sand, das Wasser ist klar und wir hatten leichten Wellengang. An der Rezeption haben wir uns einen Sonnenschirm ausgeliehen zum Preis von 1€ pro Tag. Bezahlt wird hier mit der Maristellacard. Eine Art Kreditkarte, auf der man bar oder per EC-Card einen beliebigen Betrag aufladen kann. Mit dieser Card kann man alles außerhalb des All-Inclusive-Angebotes bezahlen.

Nachmittags haben wir auf der schattigen Terrasse bei Kaffee und Kuchen relaxt. So ein Urlaubstag muss auch mal sein. Das hat uns so gut gefallen, dass wir für morgen direkt einen weiteren „buchen“. Nach dem Abendbuffet spielten wir mit weiteren Gästen Boules. Die Kugeln kann man sich im Hotel ausleihen. Es war sehr spaßig, weil ich als vollkommener Anfänger großes Potenzial habe zu gewinnen. Ich habe sogar meinen Mann geschlagen, der sich als passionierte Boulespieler bezeichnet. Da scheint auch der Pastis nicht geholfen zuhaben.

5. Tag: Relaxen und Sonnenuntergang

Der Verlauf des gestrigen Tages hatte uns so gut gefallen und auch um den Kids gerecht zu werden, gingen wir vormittags zum Strand, legten eine Mittagspause beim Pasta-Buffet ein und danach noch einmal zum Abkühlen und Relaxen zum Pool.

Abends gab es ein Barbecue-Grillbuffet mit leckerem Fleisch, Fisch und Würstchen und diversen Beilagen. Das Personal war dem Motto gemäß gekleidet. Da an diesem Tage animationsfrei war, haben wir uns entschieden, nach dem Essen einen Spaziergang zu dem Sonnenuntergangspunkt an der Zitadelle in Algajola zu machen.

Wir waren einige Minuten früher da, die Aussicht einmalig. Es gab Familien, die dort ein Picknick machten und noch einige andere, die die gleiche Idee hatten. Um 20:45 Uhr ging die Sonne mit einem atemberaubenden Spektakel unter. Dieser Ausflug hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Wiederholungswert sehr hoch.

6. Tag: Ausflug nach Calvi

Für heute haben wir einen Ausflug nach Calvi für meinen Mann und mich an der Rezeption gebucht. Es ist Donnerstag, da gibt es die Fahrt als Transfer mit Stadtrundgang zum Preis von 15 € pro Person. Unsere Jungs wollten an der Kanutour auf dem Meer teilnehmen. Leider wurde diese wegen des Windes und Wellenganges um 9:30 Uhr abgesagt. Sie wollten dann auf jeden Fall alleine zum Strand und Pool und wir sind mit dem Kleinbus und unserem Reiseleiter Jochen Richtung Calvi.

Auf dem Weg dorthin haben wir ein Ehepaar am Flughafen abgesetzt, die ihren Mietwagen abholen wollten. Es ist wichtig zu wissen, dass Mietwagen nicht zum Hotel gebracht werden, sondern in Calvi abgeholt werden müssen und auch dass man auf jeden Fall eine Kreditkarte benötigt.

Weiter ging es Richtung Notre Dame de la Sierra. Es ist eine Anhöhe, von der wir einen wunderbaren Panoramablick hatten. Oben auf dem Berg gibt es eine Kirche mit Friedhof. Wir parkten in einem schattigen Pinienwäldchen und auf der Straße abwärts kamen wir an einer Quelle vorbei, hielten an und testeten das kalte und klare Wasser. Sehr erfrischend.

Wir lernten etwas über die Botanik mit den ausgedehnten Wäldern (Kiefern, Kastanien, Eichen und Buchen) und der „Macchia“ (Buschwald mit Myrte, Heidekraut Mastrixsträuchern, Erdbeerbäumen und Zistrosen). Es gab große Steinformationen, die vom Wind ausgewaschen waren und man konnte verschiedene Figuren wie riesige Herzen oder Kamele mit etwas Fantasie erkennen.

Wir fuhren anschließend Richtung Hafen, parkten dort an einem großen Supermarkt (Super U) und gingen von dort Richtung Zitadelle, die hoch oben auf dem Felsen liegt und aus dem 13.-15. Jahrhundert stammt. Der Hafen ist ein Yachthafen mit vielen Anlegeplätzen und mondänem Charakter. Auf dem Weg zur Zitadelle stiegen wir viele Stufen und schwitzten, wie wir es jetzt schon gewohnt sind. Oben angekommen gingen wir einen Wehrgang, erfuhren, dass Calvi als Geburtsstadt Christoph Columbus bezeichnet wird und man dort ihm zu Ehren ein Denkmal aufgestellt hat.

Wir sahen die Kathedrale St. Jean-Baptiste und das Oratorium St. Antoine und verschiedene sehr idyllisch gelegene Restaurants mit Meer- und Hafenblick. Anschließend hatten wir Zeit zur freien Verfügung und konnten die Einkaufsstraßen mit den vielen Boutiquen testen und mussten ganz dringend unseren großen Durst löschen. Die Hafenpromenade war schön schattig und wir hatten sogar noch Zeit über den Markt zu schlendern, der überwiegend Kleidung anbietet.

Unser Treffpunkt zur Abfahrt war um 14:00 Uhr am Kleinbus am Supermarkt ausgemacht. Deshalb war unser letzter Gang ein Rundgang durch den Supermarkt, um noch Getränke einzukaufen Es ist ein großer Supermarkt mit Klimaanlage, in dem man auch als Tipp Souvenirs wie Honig, Marmelade, Öl und Schinken günstiger einkaufen kann. Um 14:30 Uhr erreichten wir wieder unser Hotel und hatten das dringende Bedürfnis zur Abkühlung in den Pool zu springen.

Abends gab es nach dem Live-Cooking und Abendbuffet eine sehr unterhaltsame Tanzshow des Animationsteams.

7.-9. Tag: Strand- und Pooltage

Hier fasse ich jetzt die letzten 3 Tage zusammen, da wir aufgrund des heißen Wetters und auf Wunsch der Kinder keine weiteren Ausflüge unternahmen, sondern zum Strand und Pool gingen.

Am Freitagmorgen sind wir zum Ortskern von Algajola gelaufen und haben in dem Eiscafe Les Beau Rivages ein Eis im Hörnchen gegessen. Sehr, sehr lecker. Es gibt viele verschiedene Frucht- und Milcheissorten und man hat dort auf der Terrasse auch einen wunderschönen Meerblick.

Im Ort Algajola gibt es einen Tabakladen (klimaanlagengekühlt), wo man auch Postkarten und Souvenirs und diverse Schwimmartikel, Taucherbrillen, Handtücher etc. zu vernünftigen Preisen kaufen kann. Für Lebensmittel steht ein kleiner SPAR-Supermarkt zur Verfügung.

Am Samstag war Ab- und Anreisetag, also etwas trubelig tagsüber und am Abend gab es wieder eine Vorstellung des Animations- und Serviceteams. Abends kam das Schnapsi-Taxi, das heißt wirklich so. Wir haben es mit einem Foto festgehalten. Auf dem Servierwagen werden Brände und Liköre aus korsischer Produktion angeboten, in der Zeit von 20:00 bis 21:00 zum Preis von 1,30€. Das Taxi fährt dann über die gesamte Terrasse und um die Tische herum.

Den Sonntag verbrachten wir in der Ferienanlage. Am Nachmittag machten die Jungs bei der Maristella-Ralley mit und mussten viele Fragen zu der Anlage, Personal etc. beantworten. Anschließend gab es noch eine Schnitzeljagd. Mein Mann lernte mit der Animateurin Natalie „Hundert Worte Französisch“( Redewendungen und kurze wichtige Sätze, die man tagtäglich benutzt). Abends gab es ein korsisches Buffet und anschließend einen Musikquiz. Leider hat unser Tisch, trotz guter Kenntnisse nicht gewonnen.

8. Tag: Ausflug ins Fangotal

Heute waren wir im Fangotal. Die Fahrt dorthin haben wir an der Rezeption gebucht, es ist nur ein Transfer ohne Reiseleitung mit einem Reisebus, der noch weitere Mitfahrer an 2 Stellen aufnimmt. Die Fahrt dauerte deswegen auch ca. 1,5 Stunden und der Bus hatte auch keine funktionierende Klimaanlage, so dass wir unsere Saunafahrt!!! um 11:15 Uhr zu unserer Erleichterung beendet hatten. Draußen war es angenehm kühl!!!

Wir gingen dann über eine Brücke in Richtung eines Campingplatzes und konnten dort einige Stufen heruntergehen zum Fangofluss. Einige andere Badegäste waren schon da. Das Wasser glasklar, der Grund steinig. Wir hatten auf Anraten der Rezeption unsere Badeschuhe mitgenommen. Das war auch gut. Das Wasser war herrlich erfrischend. In dem Fluss gibt es immer wieder Badebecken, in denen man gut schwimmen kann. Die Kinder kletterten über die Steine und tobten in dem tollen Süßwasser. Leider hat der Fluss auch die Badehose unseres Ältesten auf dem Gewissen, beim Ausrutschen zerrissen. Aber Ersatz war an Bord.

Der Fango entspringt in dem Hochgebirge, ist ca. 35 km lang und mündet bei Galeria ins Meer. Im Mündungsgebiet ist ein Naturschutzgebiet mit Wildvögeln und Schildkröten. Zwischendurch ist nur ein trockenes Flussbett oder Rinnsale zu sehen. Wir waren an 2 verschiedenen Stellen, die Zugänge sind teilweise sehr steil und abenteuerlich zu erreichen. Es gibt Klippenspringer, die sich die Klippen hochhangeln und von oben herunterspringen. Das sieht sehr gefährlich aus und es sollen auch schon Unfälle passiert sein.

Die Rückfahrt war erst für 16:50 Uhr geplant und da es sehr sonnig dort war (Schatten praktisch gleich Null) haben wir zur Mittagszeit in dem Campinglatz-Restaurant etwas getrunken und Pizza gegessen. Die Pause dort hatte uns sehr gutgetan, denn die Sonne hat uns Farbe gegeben, leider nur die Falsche - Sonnenbrand. Auf der Rückfahrt funktionierte sogar die Klimaanlage im Bus.

Fazit:
Das sollte man wissen:
Die Fahrt (ohne Verzehr) kostete für uns 74€ (2 Erwachsene, 2 Kinder).
Es gibt keine Möglichkeiten, außer auf dem Campingplatz, kalte Getränke zu bekommen.
Es gibt kaum Schattenplätze.
Man sollte auf jeden Fall Badeschuhe mitnehmen.
Die Aufenthaltsdauer ist sehr lang.

Abends im Hotel Maristella angekommen, freuten wir uns auf das Abendbuffet und sahen uns noch die Abendshow des Animationsteams an, die wieder toll war und großen Anklang bei allen Gästen fand.

9. Tag: Ausflug nach I´lle Rousse mit Schönwettergarantie

Für den heutigen Tag hatten wir noch einmal einen Ausflug nach I`lle Rousse geplant. Diesmal bei schönem Wetter. So war es dann auch. Bei 36 Grad und Sonne sah das Städtchen ganz anders aus als bei Regen. Die kleinen Gassen waren mit Menschen belebt, die kleinen Shops hatten alle geöffnet und boten Souvenirs, Kleidung und vieles mehr an. Es gab nette Straßencafes und Restaurants.

Nachdem wir die kleinen Gassen erkundet hatten, gingen wir auch noch zur Markthalle. Wir erstanden an einem Wurststand eine typisch korsische Wurst, wobei unsere Französisch Kenntnisse nicht ausreichten, um der Wurstverkäuferin klar zu machen, dass wir nur eine halbe Wurst und die auch noch geschnitten haben wollten. Sie stieß einen Schwall in ihrer Sprache aus, den wir leider nicht vollständig übersetzen konnten ;-), mit dem Erfolg, dass wir eine ganze Wurst kauften und sie uns ein Drittel mit der Aufschnittmaschine in dünne Scheiben schnitt. Egal, war trotzdem lecker.

Nach unserem Einkaufsbummel hatten wir noch ca. 1,5 Stunden Zeit, bis zur Abfahrt unseres Zuges. So beschlossen wir noch zum Hafen und bis zum weißen Leuchtturm auf der I'lle de la Pietra zu gehen. Es geht ein breiter Fußweg hoch und man hat eine wunderbare Aussicht auf die Badebuchten. Wir sahen kleine Boote und Taucher. Oben angekommen, war das Panorama auf I'lle Rousse den schweißtreibenden Aufstieg wert. In einer netten Bar am Hafen tranken wir eine Cola und nahmen dann den Zug um 13:40 Uhr zurück nach Algajola.

Wir stiegen allerdings eine Station früher aus, an der Haltestelle Aregno Plage. Sie liegt direkt an einem Campingplatz in Hotelnähe. Der Fußweg zum Hotel ist vielleicht etwas kürzer als Algajola Bahnhof. Wir kauften im Campingplatz- Shop (an der Hauptstraße) noch ein Sixpack Mineralwasser (6 x 0,33l), zu einem Preis von 7,50 €!!!! Dieser Einkauf sollte lt. meines Mannes einen Platz im Tresor verdient haben. Die Preise im Supermarkt für Wasser, Cola, etc. sind allgemein sehr hoch.

Nach dem leckeren Abendbuffet mit vielen verschiedenen Salaten, diversen Vorspeisen, Wildschweingulasch und Rochenflügeln und als Nachspeise Vanillepudding, folgte als Unterhaltung Karaoke.

10. Tag: Kajaktour und Wasserspass

Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten. Am Vormittag haben die Kinder die abgesagte Kajaktour der vorigen Woche nachgeholt. Sie sind vom Strand aus nach kurzer Einführung der Fa. Algajola Sport und Nature Richtung Hafen gepaddelt und wieder zurück .

Wir sind in den Ort gelaufen, um evtl. Fotos der Wassersportler zumachen und haben in unserem bewährten Eiscafe ein Eis gegessen. Mittags gab es Backfisch mit Püree.

Nachmittags war Abkühlung mit Wasserspaß im Pool und Ballspiel angesagt. Es war wieder sehr heiß, aber für morgen ist etwas Abkühlung mit Regen und Wind vorausgesagt worden. Mal abwarten.

Abends gab es ein karibisches Grillbuffet, welches wie schon letzte Woche großen Anklang bei allen Gästen fand.

11. Tag: Calvi und Regen

Heute sollte es regnen. Aber erst später im Laufe des Nachmittags. Also hieß es für uns früh aufstehen. Gähn!!! Der Zug nach Calvi fuhr um 08:56 Uhr. Frühstücken gingen wir um 07:30 Uhr.

In Calvi angekommen liefen wir die Hafenpromenade entlang und fragten uns, warum wir!!! nicht Besitzer einer dieser tollen Yachten sind. In der Bucht von Calvi lag ein Kreuzfahrtschiff. Wir gingen die Gassen entlang, kauften diverse Souvenirs, tranken etwas und wie vorhergesagt, fing es an zu regnen. Es fühlte sich gar nicht so übel an. Wir waren es gewohnt nass vom Schwitzen zu sein. Dieses Mal empfanden wir die Feuchtigkeit als angenehm.

Um 12:40 Uhr wollten wir den Zug wieder zurücknehmen. Vorher haben wir noch einen Abstecher in den Supermarkt Super U gemacht, denn dort kann man günstig Feigenmarmelade, Gewürze, Gebäck und auch Würste und Schinken kaufen. Die Würste sind dort auch aufgehangen, wie in den Spezialitätengeschäften.

Der Zug war sehr voll, wir konnten nur noch einen Stehplatz ergattern. Die Fenster des Zuges wurden wegen des Regens zeitweilig geschlossen. Man hat sich dann aber mehrheitlich dafür entschieden die Fenster wieder zu öffnen und ein wenig Regenfeuchtigkeit in Kauf zu nehmen und dafür auf das Schwitzen zu verzichten.

Den Rest des Tages verbrachte ich mit der Aufarbeitung meiner Reiseberichte und Fotos, da der Regen weitere Aktivitäten ausschloss. An der Rezeption buchten wir noch einen letzten Halbtagsausfluga für morgen: „Les vieux villages, die alten Dörfer der Balagne“ (Abfahrt 08:30 Uhr, 25,- € pro Person).

Abends nach dem Buffet mit griechischem Thema, hat die Musicalshow Mama Mia mit tollen Abba-Hits stattgefunden, die Premiere wurde leider mehrmals durch starke Regenschauer bitter getroffen. Aber die Animateure spielten tapfer bis zum Ende durch, auch als sie völlig durchnässt waren. Schade.

12. Tag: Ausflug Les vieux villages und Abschied

Nachdem wir Nachricht von der Rezeption bekommen haben, dass wir um 08:15 Uhr bereits vom Busunternehmen abgeholt werden sollte, hieß es früh aufstehen und frühstücken. Wir wurden mit einem Minibus abgeholt und sind dann mit unserer Reiseleiterin Jeanette in den klimatisierten Reisebus umgestiegen.

Unsere Fahrt führte uns in die Dörfer Calenzana mit einer Barockkirche und Oratorium, durch Zilia (da ist der Brunnen des Zilia-Mineralwassers) mit nächstem Halt in Montemaggiore. Dort konnten wir eine alte Ölmühle mit Verkaufsraum besichtigen und einige schöne Fotos schießen.

Die Weiterfahrt ging vorbei an Aregno, Pigna (Künstlerdorf) und Corbara (altes Kloster) nach San Antonino. Das ist ein altes Dorf mit ca. 80 Einwohnern mit eigenem Weinanbau und Zitronenplantage. Wir hatten einen tollen Blick auf die Bucht von Algajola und konnten sogar unser Hotel sehen. Nach einem Aufenthalt von 30 Minuten ging es zurück zu unserem Hotel.

Dort angekommen haben wir uns das Mittagessen mit Schnitzel und Pommes schmecken lassen. Gestärkt davon ging es leider schon ans Kofferpacken, worauf von uns Vieren keiner Lust hatte. Abends nach dem Buffet folgte eine mit den Kindern eingeübte Kindershow mit Playbacks und Tänzen. Danach gab es für alle Abreisenden einen Abschieds-Cocktail, der uns von den Hotelangestellten mit Wunderkerzen kredenzt wurde.

13. Tag: Unsere Heimreise

Heute war der Tag der Heimreise. Um 16 Uhr wurden wir von unserem Hotel abgeholt. Bis dahin konnten wir die All inclusive Leistungen nutzen, sind noch einmal in den Pool zur Abkühlung gesprungen. Zu Mittag haben wir Spagetti Bolognese gegessen (sehr lecker wie immer).

Das Hotel hat uns ein Duschzimmer zur Verfügung gestellt, in dem wir uns noch umziehen konnten. Zum Abschied wurde uns mit Korsikaflaggen gewinkt und ein Abschiedsbanner hochgehalten. Mit weiteren 8 Gästen wurden wir mit dem großen Reisebus zum Flughafen Bastia gefahren, der ca. 1,5 Stunden von Algajola entfernt ist, da der Rückflug wegen Überbuchung von Calvi nicht möglich war. Das war uns im Vorfeld der Reise bereits mitgeteilt worden.

Der Rest der Heimreise lief nach Plan. Der Flieger startete mit wenig Verspätung und landete um 21:50 Uhr planmäßig in Köln-Bonn. Unsere Züge mit Anschlüssen haben wir alle mitbekommen und sind dann vom Hauptbahnhof per Taxi um 00:50 Uhr müde wieder zu Hause angekommen.

Ich möchte mich damit von diesem Blog verabschieden und kann allen Lesern und Interessenten dieser Reise einen Aufenthalt auf Korsika und in dem Hotel Maristella weiterempfehlen. Es gibt bestimmt noch eine Menge mehr zu entdecken, über die ich noch nicht berichtet habe.