Für Finnen ist Essen Tradition und wird aus diesem Grund auch gebührend zelebriert. Die Essgewohnheiten und Speisen in Finnland zeigen eine große Prägung der Nachbarländer Schweden und Russland. Nach schwedischem Brauch ist es üblich, donnerstags Erbsensuppe und zum Nachtisch Eierkuchen zu essen. Dieser Tradition kommen die meisten Finnen auch heute noch nach.
Ursprung der traditionellen finnischen Rezepte ist häufig im Osten des Landes. Die Küche der Finnen wurde durch die Möglichkeiten einer eher armen Gesellschaft geprägt. Es dominieren Fisch, Brot, Kartoffeln und unterschiedliche Sorten Fleisch. Typische Komponenten für ein Gericht sind Rentier, Lachs und Preiselbeeren. Fisch und Wild nehmen eine übergeordnete Rolle in der finnischen Küche ein, sie zählen zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Die traditionellen, deftigen Speisen werden vor allem zu Festtagen gereicht.
Viele Spezialitäten sind dabei regional gebunden. In Ostfinnland ist das in Roggenbrot eingebackene Fisch- und Schweinefleisch namens "Karelische Pirogge" ein Muss. Auf zahlreichen Märkten in Tampere werden die "schwarzen Würstchen", eine Blutwurst, angeboten. Die Stadt Turku steht hingegen für die Rosinenwurst, die ein ganz ungewöhnliches Aroma mit sich bringt.
Zum Nachtisch darf es dann gerne süß werden. Besonders beliebt ist der Beerenpudding "Kissel", der klassisch mit viel Kaffee gegessen wird. Ebenso beliebt bei den Finnen ist die schwarze oder auch dunkelbraune Salmiakki (Salzlakritze). Dabei wird die besonders kräftige und salzige Sorte bevorzugt.