Eine mystische Atmosphäre liegt in der Luft, während Sie auf den Spuren der Inka bis in die Stadt der Wolken, Machu Picchu, wandeln. Hoch oben in den Anden werfen die rätselhaften Legenden der berühmten Inkastätte noch viele Fragen auf.

Lernen Sie die sagenumwobene Inkakultur kennen und lassen Sie sich von dem Panorama auf Machu Picchu verzaubern. Hier eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf die terrassenförmig angelegte Inkastätte und der umliegenden Andengipfel. Kontakt zu Einheimischen finden Sie auf den Titicaca-See-Inseln. Ein weiteres Highlight, welches Sie sich keinesfalls entgehen lassen sollten, sind die Kondore, die über die beeindruckende Schlucht des Colca-Canyon ihre Kreise ziehen. Wussten Sie das diese Tiere, einst von den Inkas verehrt wurden?

Sagenhafte Inkakultur in überwältigender Natur: Machu Picchu, Cusco, Lima, Arequipa, die Anden und der geheimnisvolle Titicaca-See - Peru ist eine echte Schatztruhe und einen Blick da hinein zu werfen, ist nicht nur überaus verlockend, sondern absolut fesselnd!
 Reise-Video Peru

Sie ist eines der neuen 7 Weltwunder, Touristenattraktion Nummer 1 in Südamerika und feiert 2011 ein rundes Jubiläum: Die sagenhafte Inkastadt Machu Picchu wurde vor genau 100 Jahren in den Anden Perus wiederentdeckt und übt seitdem eine magische Anziehungskraft auf Menschen aller Kontinente aus.
 Reise-Video Peru. Machu Picchu

Steckbrief

Peru ist nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas. In der Vielfalt an Sprachen und Glaubensrichtungen lebt das Erbe der zahlreichen indigenen Völker fort. Bemerkenswert ist auch die weit in die Vergangenheit zurückreichende kulturelle Entwicklung: Die Stadt Caral mit ihrem Gründungsjahr 2627 vor Christus gilt sogar als die älteste des Doppelkontinents Amerika. Vor allem die Inka-Kultur hat u. a. mit Bauwerken wie dem faszinierenden Machu Picchu das Land stark geprägt.

Fläche
1.285.215 km²

Hauptstadt
Lima (8.3 Millionen Einwohner)

Einwohnerzahl
Lima (8.3 Millionen Einwohner)

Telefonvorwahl
0051

Strom
Die Netzspannung beträgt im Allgemeinen 220 V. Ein Adapter ist erforderlich (amerikanischer Flachstecker).

Währung und Zahlungsmittel
Die Landeswährung ist der Nuevo Sol (PEN). Ein Sol ist unterteilt in 100 Centimos. Es gibt Münzen von 10, 20 und 50 Centimos, 1, 2 und 5 Nuevos Soles und Scheine im Wert von 10, 20, 50, 100 und 200 Soles. Sie sollten beachten, dass in Geschäften Scheine über 20 Soles selten akzeptiert werden. Vor allem in kleineren Läden und auf Märkten werden selbst 10 Sol Scheine oft kritisch beäugt oder gar abgelehnt. Am besten haben Sie immer ausreichend Kleingeld bei sich. In den meisten touristischen Gegenden wird auch der US-Dollar, inzwischen teilweise sogar der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, wobei Sie jedoch immer auf den Kurs achten sollten. Reiseschecks werden als Zahlungsmittel in Peru nicht empfohlen, da sie nur von Banken und einigen wenigen Hotels akzeptiert werden. Kreditkarten, vor allem Visa, werden oft akzeptiert. Mit Kredit- und EC-Karte können Sie in allen größeren Städten Geld in der Landeswährung oder in US-Dollar abheben.

Zeitunterschied zu Deutschland
- 6 Stunden im europäischen Winter und - 7 Stunden während der Sommerzeit

Geografie
Peru grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile. Das Land ist in 3 Großräume unterteilt: Küste, Hochland und Waldregion.

Am schmalen Küstenstreifen zwischen den Anden und dem Pazifik herrscht ein wüstenhaftes Klima. Entlang der Küste befinden sich die Sechura-Wüste, die Nazca-Ebene sowie die Atacama-Wüste, eine der trockensten Gegenden der Erde. Landwirtschaft ist hier nur in einzelnen Tälern möglich, wo Flüsse aus den Anden Richtung Ozean fließen.

Östlich des Küstenstreifens erheben sich die Gebirgszüge der Anden. In der Gebirgskette der Weißen Kordilleren befindet sich der höchste Berg des Landes, der Huascarán (6.768 m). Der höchste Teil des Gebirges liegt im zentralen Teil, dort gibt es einige vergletscherte Gipfel. Südlich von Lima wird das Gebirge zunehmend von Vulkanen geprägt. Ab hier verbreitert sich die Gebirgskette, und zum Titicacasee hin bildet sich die Hochebene, der Altiplano.

Im Osten der Anden liegt die Waldregion, die in den Regenwald am Amazonas sowie seinen Nebenflüssen und den höher gelegenen tropischen Nebelwald unterteilt wird.

Klima & Reisezeit

Das Klima an der Küste Perus ist vor allem durch Trockenheit gekennzeichnet, was mit dem kalten Humboldt-Strom vor der Küste zusammenhängt. Dieser führt dazu, dass sich die Wolken über dem Meer abregnen, bevor sie das Festland erreichen. Dieser Effekt führt zu bis zu 300 Sonnentagen im Jahr im nördlichen Küstenabschnitt. Weiter im Süden, um Lima herum, bildet sich hingegen oft Nebel, der für warmes und feuchtes Wetter sorgt. Im Winter (April bis Oktober) herrschen vergleichsweise kühle Temperaturen, die aber nur selten unter 12 °C fallen. Im Sommer (November bis März) steigen die Temperaturen auf 30 °C bis 35 °C.

In der Andenregion ist ein Wechsel von Trocken- und Regenzeit zu beobachten. Die Trockenzeit (April bis Oktober) zeichnet sich durch sonnige Tage und kühle Nächte aus. In der Regenzeit gibt es regelmäßige Niederschläge, was die Jahreszeit für Besichtigungen eher unattraktiv macht. Die Durchschnittstemperaturen in den Anden bewegen sich zwischen 24 °C am Tag und -3 °C nachts. Niedrigere Temperaturen herrschen im Gebiet der Hochlandebene rund um Puno und den Titicacasee. Ein ganzjährig feuchtes Klima kennzeichnet die Waldregion Perus. Dabei können die Temperaturen im Regenwald auf bis zu 35 °C steigen. Im höher gelegenen Nebelwald ist es etwas kühler, aber durch teils heftige Regenschauer gekennzeichnet, die bis zu 3.000 mm Niederschlag im Jahr bringen.

Städte & Regionen

Lima
Die Hauptstadt Lima wurde 1535 vom spanischen Conquistador Francisco Pizzaro gegründet und ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Neben verfallener Kolonialpracht und wunderschön restaurierten Häusern im Zentrum Limas finden Sie in anderen Stadtteilen moderne, europäisch geprägte Wohnviertel.

Es spiegelt wohl nichts so gut Limas Gesellschaft wieder, wie die verschiedene Hügel der Stadt - zur einen Seite Diplomatenwohnviertel mit altehrwürdigen Bauten in ruhigen, vornehmen Winkeln und zur anderen Seite ausgedehnte Armenviertel mit lautem, hektischen Treiben. Von den Steilküsten aus können Sie übrigens einen der schönsten Ausblicke auf den endlosen Pazifik genießen.

Arequipa
Arequipa ist auch unter dem Namen Ciudad Blanca ("die weiße Stadt") bekannt, was von der Verwendung des weißen Lavagesteins Sillar als Baumaterial herrührt. 2 beeindruckende Vulkane, Chachani und Misti, überragen die Stadt zusammen mit dem schneebedeckten Gipfel des Berges Pichu Pichu. Gelegen ist die Stadt südlich von Cusco und westlich des Titicacasees. In der Altstadt finden Sie Kirchen und Bürgerhäuser aus der Kolonialzeit im Barockstil und die Klosteranlage Santa Catalina, eine kleine Version einer typischen spanischen Stadt mit gepflasterten Wegen, ruhigen Innenhöfen und vielen Plätzen.

Cusco
"Alle Straßen führen nach Rom" - oder eben nach Cusco. In der Blütezeit des Inkareiches gab es kaum einen Weg, der nicht in die Hauptstadt Cusco, der "Nabel der Welt", führte. Bis heute hat sich daran, zumindest für den Tourismus, kaum etwas geändert, da wohl kaum ein Besucher Perus dieser ehrwürdigen Stadt widerstehen kann. Auf 3.500 m Höhe im fruchtbaren Vilcanota-Tal gelegen, ist Cusco auch heute noch das andine Zentrum Perus. Die Stadt, in der Sie verschiedene Gebäude der Inkas und der Kolonialherren sehen können, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegen die gigantischen Festungsmauern der Burg Sacsayhuamán.

Machu Picchu
Das legendäre Machu Picchu ("der alte Berg") ist eine beeindruckende Festungsstadt der Inkas mitten in den Bergen, 110 km nordwestlich von Cusco. Die Stadt wird auch als die "verlorene Stadt der Inkas" bezeichnet, da der Verbleib des Ortes bis zu seiner Entdeckung durch Hiram Bingham im Jahr 1911 ein Mysterium geblieben war. Die Anlage wurde vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut. Heute umfasst die archäologische Stätte 2 Sektoren mit etwa 20 Hektar Fläche. Im landwirtschaftlichen Bereich liegen verschiedene an die Berghänge gebaute Terrassen. Im eigentlichen Stadtbereich gibt es zahlreiche Bauwerke und Plätze. Als die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelten: der Sonnentempel, die Sonnenuhr Intihuatana und das Sonnenobservatorium, der Haupttempel und der sogenannte Sektor des Kondors.

Puno
Die Stadt ist direkt am peruanischen Ufer des Titicacasees gelegen. Sie war wegen ihrer Nähe zu den Laykakota-Silberminen zu Zeiten des Silberbooms eine der reichsten Städte des Kontinents. Heute ist Puno ökonomisch gesehen eher unbedeutend, doch trägt sie einen anderen Titel voller Stolz: Perus "Hauptstadt der Folklore". Die Stadt ist heute nämlich vor allem für ihre unzähligen traditionellen Feste bekannt, wie zum Beispiel das Fest der Jungfrau von Candelaria. Während dieser Feste sprühen Punos Straßen vor Lebensfreude und Farbe, vor kraftvollen und traditionellen Tänzen, welche die alten Kulturen dieser Gegend wieder fühlbar machen.

Titicacasee
Der Titicacasee ist Südamerikas größter, und auf einer Höhe von 3.810 m der höchstgelegene kommerziell schiffbare See der Welt. Er ist Lebensmittelpunkt für Tausende von Kleinbauern, die ihren Lebensunterhalt mit Fischfang, Lamazucht auf den umliegenden Hochebenen oder Ackerbau auf den kargen Böden verdienen. Die Region ist noch sehr traditionell geprägt, mit Inselbewohnern, die nach wie vor an den Lebensweisen ihrer Vorfahren festhalten. Der für die Inka heilige See stellt heute die natürlich Grenze zwischen Peru und Bolivien dar und beherbergt zahlreiche kleinere und größere Inseln, viele davon mit Legenden belegt. So gilt die Sonneninsel als Heimat des Sonnengottes, von wo er seine Kinder Manco Capac und Mama Ocllo, die der Sage nach die ersten Inkas waren, aus dem See emporsteigen ließ. Ebenfalls der Legende nach, birgt der Titikakasee einen schier unermesslichen Schatz - das gesamte Inkagold, das angeblich während der spanischen Eroberung in seinen Tiefen versenkt wurde und dort noch immer ruhen soll.

Sprache

In Peru existieren zahlreiche einheimische Sprachen: man zählt 15 Sprachfamilien und 43 Dialekte. Spanisch ist die am häufigsten gesprochene Sprache, aber auch die Sprache des alten Inkareiches, die Quechua-Sprache, wird in vielen Regionen des Landes in verschiedenen Dialekten gesprochen. Außerdem spricht man in der Gegend um Puno die Sprache der Aymara und im Amazonasbecken verschiedene einheimische Sprachen.

Religion

80 % sind katholisch, 13 % evangelisch, 7 % haben andere Religionen oder sind nicht religiös.

In Peru findet man eine Vielzahl von Glaubensrichtungen. Diese kommen auch bei den verschiedenen Feierlichkeiten und Riten zum Ausdruck, die sowohl Elemente des katholischen Glaubens der spanischen Eroberer, als auch mystische Elemente aus der Zeit vor der Kolonisierung miteinander verbinden.

Kultur & Geschichte

Traditionelle Feste
In Peru werden jährlich rund 3.000 Folklore-Feste abgehalten. Die meisten davon sind den Schutzheiligen einzelner Städte gewidmet. Die Feiern gehen einher mit Prozessionen, Wallfahrten, Tänzen, Handwerksschauen und anderen Veranstaltungen, die von der Lebensfreude der Einheimischen zeugen. Zu den wichtigsten dieser Feste zählen:

Virgen de la Candelaria (Puno, Anfang Februar). Zu dieser Feier reisen viele Musiker- und Tänzergruppen nach Puno an und die Straßen der Stadt füllen sich mit Menschen in farbenfrohen Kostümen. Die Jungfrau “Virgen de la Candelaria“ wird in einer prächtigen Prozession durch die ganze Stadt getragen. Als Höhepunkt des Festes gilt der Tanz der Dämonen ("Diablada").

Inti Raymi (Cusco, 24. Juni). Inti Raymi, das Fest zur Wintersonnenwende der südlichen Hemisphäre, war bereits das größte Fest zu Zeiten des Inkareiches. Bis heute zählt es zu den eindrucksvollsten Festen Perus. Es findet in der alten Festung Sacsayhuaman statt, 2 km außerhalb Cuscos. Dort erwecken tausende Akteure die Vergangenheit zum Leben und danken mit Ritualen dem Sonnengott.

Corpus Christi (Cusco, Fronleichnam). Das christliche Fest Fronleichnam ist in der Region rund um Cusco mit einer alten Inka-Tradition verschmolzen, die die Sonne verehrt. Jedes Jahr werden zu diesem Feiertag alle 15 Heiligen und Jungfrauen aus der Kathedrale Cuscos geholt. Die Statuen sind geschmückt mit festlichen Kleidern, Gold und Juwelen und werden in einer langen Prozession durch die Stadt getragen, begleitet von Tanz und Musik. Zum Abschluss des Festes versammeln sich die Leute zum Essen und Trinken auf dem Hauptplatz.

Señor de los Milagros (Lima, Oktober). Während des Oktobers wird die Sänfte des “Herrn der Wunder” (Señor de los Milagros) zu verschiedenen Plätzen Limas gebracht, gefolgt von Tausenden Pilgern in purpurfarbenen Gewändern. Straßenhändler bieten zu dieser Zeit eine besondere Süßspeise an, den berühmten Turron de Doña Pepa. Im Oktober ist gleichzeitig auch Stierkampfsaison in Lima und in der ältesten Stierkampfarena Südamerikas, der Plaza de Acho, geben sich die Toreros die Ehre.

Perus alte Kulturen
Es gibt wohl wenige Länder auf dieser Welt, die auf eine so reiche und lange kulturelle Entwicklung zurückblicken können, wie Peru. Bereits zwischen 20.000 und 10.000 vor Christus vermutet man eine erste Besiedlung des heutigen Staatsgebietes. Im Laufe der Geschichte haben unzählige Zivilisationen das Land bevölkert, was es unmöglich macht, alle zu erwähnen. Deshalb sollen im Folgenden nur die wichtigsten vorgestellt werden. Die Nazca-Kultur herrschte ab ca. 150 vor Christus bis 600 nach Christus. Aus dieser Zeit stammen auch die berühmten Nazca-Linien, deren Ursprung und Bedeutung trotz jahrzehntelanger Erforschung nicht klar ist. Auch hatten die Nazca eine ausgefeilte Technik zur landwirtschaftlichen Bestellung der Wüstengegend durch Bewässerung.

Etwa im selben Zeitraum entstand im Norden Perus die Mochica-Kultur, die in unabhängigen Städten und Priesterschaften entlang der Küste und bewässerter Täler lebte. Die Moche hatten eine weitentwickelte Ingenieurstechnik, worauf fortschrittliche Bewässerungssysteme und die größten Lehmbauten Südamerikas dieser Zeiten schließen lassen.

Im Anschluss unterwarf die kriegerische Wari-Kultur (600 - 1200 nach Christus) u. a. die Moche- und Nazca-Kultur. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten komplexen Städte, welche eine große Anzahl an Bewohnern versorgen konnten. Durch die enorme Ausbreitung des Wari-Reiches (Küstengebiete und Großteile der Anden von Piura ganz im Norden Perus bis Arequipa) entwickelten die Wari ein Andenwegenetz von unglaublicher Genauigkeit und etablierten eine ausgefeilte Verwaltungsinfrastruktur. Nach dem ungeklärten Untergang der Wari zerfiel die Andenregion für mehrere Jahrhunderte in selbständige regionale Kulturen.

Im nördlichen Küstengebiet enstand ab etwa 1250 bis 1450 nach Christus die Chimú-Kultur, die zum mächtigsten Volk der peruanischen Küstenregion aufstieg und eine Ausbreitung von der Grenze Ecuadors bis zum heutigen Lima erreichte. Ihre Hauptstadt Chan Chan (in der Nähe des heutigen Trujillo) war die damals größte Stadt Südamerikas mit etwa 60.000 Einwohnern. Um 1460 herum wurden die Chimú von den Inka unterworfen.

Das darauf folgende Inka-Imperium kann sich durchaus zu den weitläufigsten und beeindruckendsten der Weltgeschichte zählen. Die Anfänge des Inkareiches datieren um 1200, als die Stadt Cusco, "der Nabel der Welt", gegründet wurde. Von da an begann die stetige Expansion des Inka-Imperiums, die vor allem dem schlagkräftigen Berufsheer zuzuschreiben war. Bis 1532 erstreckte sich das Inkareich von Südkolumbien über Ecuador, fast ganz Peru, große Teile Boliviens und Nordwestargentiniens bis nach Santiago de Chile. Bemerkenswert sind die enormen ingenieurstechnischen Leistungen der Inka die ohne Rad, Wagen, Flaschenzüge oder Zug- und Reittiere bereits Berge durchtunnelten, 60 m lange Brücken sowie ein Straßennetz von 40.000 km Länge in die unwegsamen Andengebiete bauten.

Der Untergang des riesigen Imperiums begann ab April 1532 mit der Ankunft Franzisco Pizarros. Durch eine List gelang es Pizarro, den Inkaführer Atahualpa Ende 1532 zu töten. Pizarro nahm daraufhin Cusco als Hauptstadt ein und setzte Manco Cápac II. als neuen Inkakönig ein. Er wurde zunächst zur Marionette der Spanier, aber später leistete er erfolglos Widerstand gegen die Eroberer. Viele der unterworfenen Völker des Reiches verbündeten sich mit den Spaniern in der unerfüllten Hoffnung auf Unabhängigkeit. Damit war der Untergang einer einzigartigen Hochkultur besiegelt, die bis heute ein beeindruckendes Erbe, wie zum Beispiel die verlorene Stadt Machu Picchu hinterlassen hat.

Reiseleitung

Reiseleiterin Aleksandra Markovic
"Mein Name ist Aleksandra Markovic. Ich stamme aus Serbien und wohne in Cusco. Ich bin vor 17 Jahren ausgewandert. Ich kam als Touristin nach Cusco, um eine gute Freundin zu besuchen, und dann hat es mir in Cusco so gut gefallen, dass ich dort leben wollte. Ich habe mich mit der örtlichen Bevölkerung und der Kultur sehr wohl gefühlt. Vor allem die indianische Bevölkerung und die Kultur aus den Anden haben mich sehr angezogen mit ihrer Liebenswürdigkeit und Bezug zur Natur. Seit 14 Jahren bin ich Reiseleiterin. Ich habe mich in die Stadt Cusco verliebt und wollte mein Wissen und meine Liebe zu diesem Land und seinen Leuten an die Touristen weitergeben. Mir hat das Reisen immer Spaß gemacht und ich liebe den Kontakt zu anderen Leuten. Da ich aus Europa komme und nun so lange in Peru lebe, kenne ich die Mentalität beider Kontinente sehr gut und dies hilft mir bei meiner Arbeit.

Ich spreche sehr gut Deutsch, da ich 4 Jahre in der Schweiz gelebt habe. Ich arbeite fast nur mit deutschsprechenden Gruppen und habe mittlerweile große Erfahrung im Umgang mit Gruppen.

Meine Spezialgebiete sind Geschichte und Archäologie, aber ich liebe auch die Natur und wandere sehr gerne in meiner Freizeit. Ich freue mich besonders, wenn ein Programm nicht nur kulturelle Besichtigungen im Programm anbietet, sondern neben Kultur auch Wanderungen anbietet. Mein Schwerpunkt liegt in der Geschichte der Stadt Cusco, aber mittlerweile kenne ich mich in ganz Peru aus und leite nicht nur die Gruppen in Cusco und Umgebung sondern in ganz Peru.

Ich glaube, Peru ist auf jeden Fall nicht nur eine Reise, sondern mehrere Reisen wert. Sonst wäre ich nicht so lange in diesem Land geblieben. Ich fühle mich in Cusco wie zuhause."

Liebe Grüße Ihre Aleksandra Markovic

Reisebericht

Unsere Mitarbeiterin Andrea Bohnsack
Als Einkäuferin bei B&M war ich kürzlich in Südamerika unterwegs, um unsere neuen Peru Rundreisen auf Herz und Nieren zu prüfen. Wir haben nochmal einiges optimiert.

Machu Picchu als UNESCO Aushängeschild ist das Highlight einer jeden Peru Rundreise - ohne Frage. Ein mystischer Ort mit einer Anziehungskraft, der auch ich mich nicht entziehen konnte. Unsere Reiseleiterin Aleksandra hilft beim Erfüllen von Reiseträumen. Sie war schon hunderte Male hier oben, entdeckt aber immer wieder neue Geheimnisse der sehr gut organisierten Inka Kultur. Bei der Fahrt durch die spektakuläre Bergkulisse des Heiligen Tals heißt es dann Kameras bereithalten. Eine Landschaft wie ein Kunstwerk.

Unsere neue Erlebnisrundreise beinhaltet zudem eine Amazonas-Kreuzfahrt. Der größte Wald unserer Erde lässt Sie neue Energie tanken. Ein Ort voller Seele. In dem Bio-Hotspot wuchern wilde Orchideen, Bromelien und Riesen-Elefantenohren mit Blättern so groß wie Tischdecken. Die Tierwelt ist ebenfalls eine zoologische Fundgrube. Haben Sie schon mal etwas vom Stinkvogel gehört, der denkt, er wäre eine Kuh? Die beiden im Dschungel geborenen Guides zeigen mir, wie man hier mit Hilfe der Pflanzen, Bäume und Tiere überleben kann. Ich lerne, dass einige Bäume gegen Krebs helfen und andere gut sind gegen Entzündungen. Der Urwald als botanischer Garten, Restaurant und Apotheke in einem.

Sexy woman? Tatsächlich! Der Name der Inka-Festung Sacsayhuamán in der Nähe von Cusco im Herzen Perus klingt nicht nur so ähnlich, sondern lässt sich so auch gut merken. Überwältigt von der schieren Größe komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich fahre mit der Hand über eine der Mauern. Die riesigen Brocken sind ohne Mörtel so perfekt zusammengefügt, dass nicht mal ein Blatt Papier dazwischen passt.

Mein Kopf pocht - wohl durch die Höhenlage. Ich werde überredet, einen mate de coca zu probieren, der aus den Blättern des Coca-Strauches hergestellt wird. Die Medizin der Inka wirkt schnell, bald geht es mir besser. Atemberaubend - so erlebe auch ich die ersten Stunden im Andenhochland. Nach erfolgreicher Akklimatisierung, fühlte ich mich aufgrund der vielen neu hinzugewonnenen roten Blutkörperchen wie elektrisiert.

In Chinchero bei der Lehmziegelkirche drückt mir eine Frau chuños in die Hand. Ich bin überrascht - die Kartoffeln sind leicht wie Styropor. Diese Methode der Gefriergetrocknung verwendeten schon die Inka, um Kartoffeln haltbar zu machen. Die Knolle wird hier schon seit 8.000 Jahren angebaut. Über 3.000 verschiedene Arten sind bekannt! Zum Mittag wird ein Teller mit cuy, Meerschweinchen, gereicht. Eine Delikatesse in den Anden - für uns Mitteleuropäer eine kleine Überwindung. Die süßen Nager werden in Peru extra für den Verzehr gezüchtet und cuy ist dort Nationalgericht. Andere Länder, andere Sitten!

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise durch das Reich der Inka und lassen Sie sich von dem Zauber einfangen, der nur hier in der einmaligen Landschaft des Andenhochlands zu spüren ist.