Die karibische Insel hat weit mehr zu bieten als Zigarren und Rum. Die pulsierende Hauptstadt Havanna begeistert mit ihrem nostalgischen Charme und den zahlreichen Oldtimern, die die Straßenränder schmücken. Cienfuegos und Trinidad versprühen ein koloniales Flair aus der Vergangenheit der Sklaverei.

Im Viñales-Tal erwartet Sie Natur pur. Das UNESCO-Weltnaturerbe-Tal verzaubert Sie mit einer faszinierenden Landschaft, die von unzähligen Grüntönen geprägt ist. Die Insel Cayo Coco ruft zum Entspannen unter der karibischen Sonne zu sich. Kuba - eine Insel voller Gegensätze!

Impressionen von Kuba

Traumhafte Strände, Tabak- und Zuckerrohrfelder, alte Kolonialstädte, das legendäre Havanna, hinreißende Salsa-Klänge und pure Lebenslust frei nach dem Motto „Wer weiß, was morgen ist - Leben wir heute!"  Reise-Video Kuba

Steckbrief

Fläche

110.860 km²

Einwohnerzahl

11.210.064

Hauptstadt

Havanna

Geographie

Die Republik Kuba ist ein Inselstaat in der Karibik. Im Norden und Nordwesten grenzt er an den Golf von Mexiko und den Atlantischen Ozean, der Süden der Insel liegt am Karibischen Meer. Der Archipel wird zu den Großen Antillen gezählt und besteht neben der Hauptinsel Kuba aus der Isla de la Juventud und 4591 kleinen Inseln. Das amerikanische Festland (Key West, Florida) ist 154 Kilometer entfernt. Yucatán (Mexiko) liegt 210 Kilometer westlich entfernt. Kuba wird auch als caimán verde (Der Grüne Kaiman) bezeichnet, da seine Umrisse an ein Krokodil erinnern.

Nationalhymne

La Bayamesa

Telefonvorwahl

00053

Domainendung

.cu

Währung

Kubanischer Peso (CUC)

Zeitzone

UTC- 5
UTC- 4 (Sommerzeit)

Klima, Wetter & Reisezeit

Das Klima auf der Karibikinsel ist tropisch und steht unter Einfluss des Nordostpassats. Dadurch gibt es eine trockene Jahreszeit von November bis April und eine feuchte, regenreiche im Sommer zwischen Mai und Oktober. Von Juni bis November haben die tropischen Wirbelstürme Saison.

Daraus ergibt sich die beste Reisezeit für Kuba, welche zwischen Dezember und April liegt, nach den starken Regenfällen und vor den heißen Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur in dieser Zeit liegt bei ca. 27°C.

Regionen

Havanna

Havanna (span. La Habana) ist die Hauptstadt der Karibikinsel Kuba. Ihr vollständiger Name ist Villa San Christóbal de La Habana. Mit 2,2 Millionen Einwohnern ist sie nicht nur die größte Stadt des Archipels, sondern auch die größte Metropole der Karibik. Sie erstreckt sich westlich und östlich der Bucht von Havanna und grenzt im Norden an die Meeresstraße von Florida.

Havanna ist eine lebensfrohe Stadt, die vor allem durch ihren alten, kolonialen Charme glänzt. Typisch für La Habana sind die vielen Oldtimer, die sich in allen Farben und Formen entdecken lassen.

La Habana Vieja

Die prachtvolle Altstadt Havannas wurde 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Neben zahlreichen barocken und neoklassizistischen Monumenten aus der Kolonialzeit, lassen sich auch neuere Bauten u.a. im Stil des Art Déco entdecken. In diesem Stadtviertel finden sich auch die vier historischen Plätze der Stadt: Plaza Vieja, Plaza de la Catedral, Plaza de San Francisco und Plaza de Armas. Wie die spanischen Namen schon verraten, hatten die Plätze unterschiedliche Funktionen und Nutzen. Der Plaza de la Catedral war das religiöse Zentrum der Stadt und auf dem Plaza de Armas wurden Militärparaden abgehalten.

Neben den frisch renovierten Gebäuden an den vier Plätzen lohnt sich auch ein Besuch des Palacio de los Capitanes Generales, des Gouverneurspalastes der Stadt. Außerdem sehenswert ist das Castillo de la Real Fuerza, es handelt sich dabei um die älteste von Europäern erbaute Festung Amerikas. In La Habana Vieja befinden sich auch einige bedeutende Museen, wie das Museo del Ron. Hier entdecken Sie die Geschichte des kubanischen Rums.

Centro Habana

Das Zentrum der Hauptstadt ist Heimat des Capitolio de Habana, welches heute als Kongresszentrum dient und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Gran Teatro de la Habana ist das älteste aktive Theater Lateinamerikas und beherbergt das kubanische Nationalballett.

Plaza de la Revolución und Vedado

Vedado ist das moderne Zentrum Havannas und gehört zur Verwaltungseinheit Plaza de la Revolución. Eine interessante Sehenswürdigkeit ist das Hotel Nacional. Das im neoklassizistischen Stil erbaute Gebäude hatte Persönlichkeiten wie Ernest Hemingway zu Gast und hat eine erstaunliche Geschichte.

Der Platz der Revolution ist der größte innerstädtische Platz Kubas. Auf ihm befindet sich das José Martí Denkmal mit seinem 109 Meter hohen Turm und einer 18 Meter hohen Statue des Nationalhelden.

Nahe des Platzes befindet sich der Cementerio de Christobal Colón, Lateinamerikas größter Friedhof. Er gilt mit seinen etwa 56 ha als eine der beiden schönsten Nekropolen der neuen Welt. Spazieren Sie über den imposanten Friedhof mit über 20 km Straßennetz. Die Grabsteine sind in verschiedenen Baustilen gehalten und zieren mit Säulen, Obelisken oder Pyramiden die Grabstätten.

Valle de Viñales und Pinar del Rio

Das Viñales Tal befindet sich im äußersten Westen der Insel in der Provinz Pinar de Rio. Es ist eines der schönsten Landschaften Kubas. Das Tal gehört zur Sierra de los Órganos (Orgelpfeifengebirge). Es ist ein Nationalpark und wurde von der UNESCO als „Kulturlandschaft der Menschheit“ ausgezeichnet.

Immer wieder kann man die sogenannten Mogotes entdecken, durch Erosion entstandene Kegelfelsen, die eine Höhe von bis zu 400 Metern erreichen. An diesen Felsen und im gesamten Tal findet sich eine außergewöhnliche Vegetation und Artenvielfalt.

Eine Hauptattraktion des Tales sind die zahlreichen Höhlen, z.B. die Cueva del Indio oder die Cueva de San Miguel. Ins Auge fällt einem sofort die Mural de la Prehistoria, ein auf den Fels gemaltes, buntes Kunstwerk des Mexikaners Leovigildo González Morillo, welches die Evolution darstellt.

Pinar del Rio ist mit seinen 188.614 Einwohnern der Hauptort der gleichnamigen Provinz und das Zentrum der Tabakindustrie. Der Ort gilt als Tabakhauptstadt Kubas.

Varadero

Auf der Halbinsel Hicacos, 120 km östlich von Havanna, liegt das Sondergebiet (Territorio especial) Varadero. Ursprünglich von Indianern besiedelt, erlebte der Ort im 19. Jahrhundert einen Aufschwung, als viele wohlhabende, kubanische Haciendabesitzer den Strand besiedelten und Villen entlang der Küste bauten. In den goldenen 1920er Jahren zog es auch viele Amerikaner auf die Insel. Sie legten auch die ersten Golfplätze in und um Varadero an.

Auch der berüchtigte Gangster Al Capone hatte sich zu dieser Zeit eine Villa in Varadero gekauft. Er nutzte sie allerdings als Lager für Schmuggelware und bewohnte sie nicht selbst.

Seit 1990 öffnete sich Kuba dem internationalen Tourismus und Varadero wurde zu einem beliebten Urlaubsziel der Touristen aus Europa, Asien und Amerika.

Santa Clara

Die Stadt in Zentral Kuba mit 240.543 Einwohnern liegt am westlichen Ende des Escambray Gebirges. Santa Clara hatte eine strategisch wichtige Position in der kubanischen Revolution. 1958 siegte hier die Rebellenarmee gegen das Batista-Regime in der berühmten „Santa Clara Schlacht“. Dies war der Grundstein des weiteren Vordringens der Rebellen bis in die Hauptstadt Havanna. Zu Ehren des Guerillaführers Che Guevara wurden seine sterblichen Überreste 1997 in Santa Clara beigesetzt. Ein Museum mit Mausoleum und ein Denkmal erinnern heute an den charismatischen Anführer der Kubanischen Revolution.

Ebenfalls sehenswert ist die gut erhaltene Innenstadt von Santa Clara mit Theater, Kirche und Hotels aus dem 19. Jahrhundert.

Cienfuegos

Die Stadt Cienfuegos wird auf Grund ihres altmodischen Charmes auch die „Perle des Südens“ genannt. Die bezaubernde Küstenstadt in der gleichnamigen Bucht glänzt mit architektonischen Höhepunkten, die sich seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe nennen dürfen.

Nicht zu verfehlen ist das prächtige Kulturzentrum der Stadt. Das palastartige Gebäude beheimatet Tanz- und Musikschulen für einheimische Schüler.

Das Castillo de Jaqua ist eine eindrucksvolle Festung, die zum Schutz der Stadt vor Piraterie errichtet wurde. Sie gilt als eines der wichtigsten Militärbauwerke Kubas. Es wird erzählt, dass es in der Burg „Lady in Blue“ spukt.

Trinidad

An der zentralen Südküste Kubas, in der Provinz Sancti Spíritus, befindet sich Trinidad. Es zählt 74.739 Einwohner und ist die drittälteste spanische Siedlung. Von hier aus starteten die Konquistadoren unter Hernán Cortés ihre Eroberungszüge nach Mexiko. Im 19. Jahrhundert war Trinidad eine der bedeutensten Zuckermetropolen auf Kuba. Das Ende dieser Blütezeit kam mit dem Anbau der Zuckerrübe in Europa Ende des vorletzten Jahrhunderts. Mit ihr verlor auch Trinidad seinen einstigen Glanz. Trotzdem wurde der Ort mit seinen Zuckerrohrplantagen 1988 jedoch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Im Zentrum der Stadt versprüht die Plaza Mayor kolonialzeitlichen Charme.

Im nahegelegenen Nationalpark Topo de Collantes tauchen Sie in die Natur der Sierra de Escambray ein. Das Valle de los Ingenios (Zuckermühlental) erinnert mit einem Kontrast aus zwischen Sklavenunterkünften und Kolonialhäusern an die düsteren Zeiten des Landes und bietet zugleich Geschichte zum Anfassen.

Santiago de Cuba

Santiago de Cuba liegt im Südosten des Landes. Von der Stadt aus hat man einen herrlichen Blick auf die Karibik und die atemberaubenden Berge der Sierra Maestra. Santiago de Cuba ist bekannt für die lebenslustigen Einwohner. In der ganzen Stadt verstreut erklingen aus Musiklokalen Cha Cha Cha- und Salsa-Rhythmen. Diese Tradition wird am ausgelassensten im Februar beim jährlichen Karneval gefeiert. Zu dieser Zeit sind die Straßen erfüllt vom Treiben der farbenfroh gekleideten Tanzgruppen.

Zudem ist die Stadt die zweitgrößte Kubas und zu Recht stolz auf seine revolutionären Helden und wunderschönen Plätze. Hier findet man eine Mischung architektonischer Einflüsse, wie die mächtige Burg El Morro (UNESCO-Weltkulturerbe), die kolonial geprägten Casas des Parque Céspedes oder Kubas heiligste Pilgerstätte, die Basílica de Nuestra Señora de la Caridad del Cobre.

Baracoa

In der ältesten Stadt Kubas, Baracoa, setzte Christoph Columbus im Jahre 1492 erstmals einen Fuß auf kubanischen Boden. Baracoa ist in einer Bucht im Osten des Landes gelegen und von beinah unberührter Landschaft umgeben. Naturliebhaber sind in einem Paradies von tropischer Flora und Fauna angekommen. Die Bevölkerung der kleinen Stadt lebt fernab von der Hektik und dem Stress der Großstädte. Hier leben die Einheimischen noch von den Erträgen der Landwirtschaft. Durch diese einfache Lebensweise fühlt man sich als Besucher schnell in vergangene Zeiten zurückversetzt. Eine Wanderung durch die beeindruckende Landschaft zu dem Tafelberg El Yunque oder dem Humboldt-Nationalpark ist sehr empfehlenswert.

Camagüey

Angekommen in der drittgrößten Stadt Kubas sind auch hier die Spuren einer ereignisreichen Geschichte überall spürbar. Die koloniale Altstadt und zahlreiche weitere historische Plätze und Gebäude sind einen Abstecher wert. Der Freiheitskämpfer Ignacio Agramonte oder der Dichter Nicolas Guillen sind in Camagüey geboren und haben hier ihre Fußstapfen hinterlassen. Fallen Ihnen die riesigen, in der ganzen Stadt verteilten, Tonkrüge auffallen? Diese sind mittlerweile zum Symbol der Stadt geworden. Früher dienten die Krüge zum Sammeln von Regenwasser. Es heißt: Je wohlhabender eine Familie war, desto mehr Krüge besaß sie.

Sierra Maestra

Die größte Gebirgskette Kubas, Sierra Maestra, hat eine Länge von ca. 250 km. Die Ausläufer des Gebirges reichen teils bis hinunter zur Karibikküste. Der höchste Berg Kubas, der Pico Turquino, ist 1.972 m hoch. Auch der La Gran Piedra mit 1.214 m liegt im Nationalpark. Eine Wanderung entlang der zahlreichen Serpentinen zum Fuß des beeindruckenden Felsens und weiter zum Gipfel, wird mit einem herrlichen Panorama belohnt. Bei klarer Sicht kann man sogar die Nachbarinseln Jamaica und Haiti erblicken.

Wer sich für die Flora und Fauna Kubas interessiert ist hier genau richtig, denn hier erstreckt sich die ganze Bandbreite der kubanischen Vegetation. Naturkenner finden seltene Pflanzen und außergewöhnliche Baumarten.

Ein weiteres Highlight des Nationalparks ist die Wallfahrtskirche El Cobre. Schon von weitem sieht man die majestätische weiße Basilika, die inmitten der grünen Landschaft gelegen ist. Viele Gläubige pilgern zu diesem Ort und verehren und beschenken die Jungfrau der Barmherzigkeit, la Virgen de la Caridad del Cobre. Kein Wunder das auch Hemingway ihr seine Nobelpreismedaille gewidmet hat.

Guardalavaca

Sonnenanbeter zieht es jedes Jahr zu dem kleinen Ort an der Nordküste Kubas. Kilometerlange palmengesäumte Sandstrände laden zum Faulenzen und Relaxen ein. Taucher finden hier ebenfalls ihr ganz eigenes Paradies. Die Küste von Guardalavaca bietet eine bunte Unterwasserwelt, die durch vorgelagerte Korallenriffe entstanden ist.

Die touristische Infrastruktur bietet Hotelanlagen und viele Unterhaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Segeln und Wasserski. In den zahlreichen Restaurants werden fangfrische Meeresspezialitäten serviert. Nach einem genussvollen Abendessen kann man sich die Füße bei heißen Salsa-Rhythmen wund tanzen.

Santa Lucia

Santa Lucia hat sich einen Namen als eines des schönsten Taucheldorados auf Kuba gemacht, denn hier befindet sich das zweitgrößte Riff der Welt. Außerdem können Unterwasserfreunde zahlreiche Schiffwracks auf dem Meeresgrund erkunden. Erholungssuchende genießen an den zahlreichen langen Sandstränden die wohltuende karibische Sonne.

Jardines del Rey (Cayo Coco)

Cayo Coco liegt im Norden der Provinz Ciego de Avila und ist die viertgrößte Insel des kubanischen Archipels. Die Insel hat eine Fülle an tropischen Tieren und Pflanzen. Sie ist über einen künstlichen Damm, der von Brücken und Wasserläufen unterbrochen wird, mit dem Festland verbunden.

Um die einzigartige Natur der Insel zu schützen, wird der sanfte Tourismus gelebt. Der Schutz gilt unter anderem den Mangrovenwäldern und den Flamingos, die hier ihren natürlichen Lebensraum haben.

Neben den beeindruckenden Naturschätzen bietet Cayo Coco auch moderne, komfortable Hotelanlagen.

Sprache

Die Amtssprache auf Kuba ist Spanisch. Jedoch weist das Spanische auf Kuba, wie auch in anderen spanischsprachigen Ländern der Karibik, einige Varietäten auf. Diese finden sich vor allem in der Grammatik. Die Aussprache hat ihre Wurzeln hauptsächlich in der Region Spaniens, aus der die meisten Einwanderer stammten, den Kanaren und Südspanien. Minderheitssprachen, wie die indianische Sprache, existieren praktisch nicht mehr.

Religion

Die meisten Kubaner gehören dem römisch-katholischen Glauben oder den afrokubanischen Religionen an. Die Verfassung Kubas garantiert die Religionsfreiheit und zudem die strikte Trennung von Staat und Kirche.

Kultur und Geschichte

Wenn man an Kuba denkt, kommt einem wahrscheinlich als erstes Musik und Tanz in den Sinn. Denn nicht ohne Grund kommen von der Karibikinsel die bekanntesten Tänze Lateinamerikas. Viele der Rhythmen und Tänze entstanden aus der Zeit der Sklaverei. Einige mitgebrachten Riten, ihre Musik und Instrumente leben heute noch in der Kultur der Zuckerinsel auf. Lateinamerikanische Tänze, wie die Rumba, der Mambo, der Cha Cha Cha und die Salsa sind mit Sicherheit fast jedem bekannt.

Einblicke in die karibische Mentalität findet man in der Literatur wieder. Einmal die Woche treffen sich auf der Insel Literaturbegeisterte verschiedener Berufsgruppen in öffentlichen Kulturhäusern, um sich ihre Werke vorzutragen, Gedichte zu zitieren und darüber zu diskutieren. Ernest Hermingway ist der wohl bekannteste Schriftsteller, den man mit Kuba in Verbindung bringt. Hemingway war US-Amerikaner und verbrachte 20 Jahre seines Lebens auf Kuba.

Auch künstlerische Veranstaltungen wie ein Ballettfestival oder lateinamerikanische Musik- und Filmfestivals finden hier statt. Jedes Jahr im Winter strömen zahlreiche Besucher in die Hauptstadt Havanna, um das "Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano" zu erleben. Es ist mit das wichtigste Filmfestival Lateinamerikas und zieht hunderte von Filmfans aus der ganzen Welt sowie Stars aus Hollywood an.

Zigarren, Rum und Oldtimer

Neben dem Tanz und der Musik verbinden die meisten Menschen Kuba mit Zigarren, Rum und amerikanische Oldtimer. Die Zigarren sind heute noch der Exportschlager des Landes. Man unterscheidet zwei Arten: Zum einen die „Parejo“, gerade gedrehte Zigarren und zum anderen die „Figurado“, Zigarren mit unterschiedlich dicken Köpfen. Urlauber können im ganzen Land die Tabakfelder und Fabriken besichtigen, um einen Eindruck von der Handarbeit zu bekommen. Die kubanischen Zigarren unterscheiden sich zu anderen aus beispielsweise Brasilien in ihrem deutlich milderen Geschmack. „ Cohiba“, „Romeo y Julieta“ sowie „ Montecristo“ sind die wohl bekanntesten Zigarrenmarken. Nicht nur die Zigarren sind weltweit bekannt, auch der Rum hat sich einem Namen geschaffen. Kuba ist das Land, mit der größten Auswahl an verschiedensten Rumsorten. Die Kubaner brennen das Getränk aus Melasse und frischen Zuckerrohsaft. Man unterscheidet zwischen ein-, drei- und mehrjährigem Rum. Am beliebtesten wird die Marke „Havanna Club“ getrunken, aber auch die aus Rum gemachten Cocktails „Mojito“ und der „Cuba Libre“ sind probierenswert. Auf jeden Urlaubsschnappschuss gehört ein amerikanischer Oldtimer mit einem kolonialen Gebäude im Hintergrund. Diese findet man fast in jeder kubanischen Stadt. Sie machen den Flair des Landes aus und sind für viele Touristen ein echtes Wahrzeichen.

Essen & Trinken

Von vielen unterschiedlichen Einflüssen geprägt, bietet die kubanische Küche heute eine Mischung aus spanischen, afrikanischen und indigenen Gerichten. In Havanna findet man neben den kubanischen Spezialitäten auch viele internationale Restaurants mit italienischer, chinesischer oder arabischer Küche.

Das Essen in Kuba hat vor allem Einflüsse aus der kreolischen Küche. Es werden landestypische Zutaten, wie Butternusskürbis, Mais sowie Maniok mit von den Spaniern nach Kuba gebrachten Kohl und Kürbis kombiniert. Zubereitet werden die Gerichte meist ganz unkompliziert in einer großen Bratpfanne. Gewürzt wird mit Zwiebeln, Oregano, Peperoni und Kreuzkümmel.

Darüber hinaus werden die kubanischen Gerichte oft mit Fleisch oder Fisch serviert. Hier wird häufig gebratenes Schweinfleisch oder dünnes Filet angeboten. Reis mit schwarzen oder roten Bohnen und die landestypischen Kochbananen dienen meist als Beilage zu den Hauptspeisen.

Als Nachtisch ist der aus Spanien stammende und sehr süße Karamellpudding Flan empfehlenswert. Das Frühstücksbuffet auf Kuba beinhaltet typischerweise Omeletts, Brot, Obstsalat, Feta-Käse und Joghurt.

Ein Nationalgericht aus Kuba ist „ropa vieja“ – mariniertes und gekochtes Rindergeschnetzeltes, welches mit Reis serviert wird. Ebenfalls eine typische Köstlichkeit und probierenswert ist „ajiaco“, ein Eintopf aus Kochbananen mit Gemüse, Fleisch und Kräutern.

Zu den Mahlzeiten wird gerne ein kühles Bier ausgeschenkt. Für einen erfrischenden Moment sorgen auch Säfte von der Marke „Tropical Island“, die es in allen Geschmackrichtungen von Orange über Ananas bis Guave gibt. Auch der vorher beschriebene Rum ist ein beliebtes Getränk auf der Insel. Für die Cocktails verwenden die Kubaner jüngeren Rum wie „Silver Dry“ oder „Carta Blanca“. Die ältere Generation des Rums werden auch pur getrunken.

Mückenschutz

Der Stich einer Mücke ist nicht nur unangenehm, durch ihn können auch Krankheiten, wie z. B das Zika-Virus übertragen werden. Der Schutz vor Mücken ist daher besonders wichtig!

Tipps, wie Sie sich gegen Mückenstiche und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken schützen können:

  • Sofern Sie sich außerhalb von mückengeschützten Räumen aufhalten, bietet geeignete Kleidung den besten Schutz (lange Ärmel und lange Hosen sowie die Fußknöchel bedeckende Socken). Die Imprägnierung der Kleidung mit einem Insektizid bietet zusätzlichen Schutz.
  • Benutzen Sie außerdem Insekten abweisende Mittel für unbedeckte Hautstellen.
  • In Wohn- und Schlafräumen sollten Sie Insekten abweisende oder -abtötende Mittel verwenden und - wo möglich - Moskitonetze benutzen.
  • Halten Sie ab der Dämmerung und nachts die Fenster in Ihrem Schlafraum geschlossen, sofern keine Fliegengitter vorhanden sind.

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des  Auswärtigen Amtes.

Expertentipp

¡Hola! und Willkommen auf Kuba

Bunte Chevrolets rollen durch Havannas Straßen, der Duft von Zigarren liegt in der Luft und an vielen Ecken hört man Musik - Kuba ist definitiv ein Traumziel.

Sattgrüne Landschaften, koloniales Flair sowie das türkisblaue Meer lassen Urlauberherzen höher schlagen. Bei meiner Rundreise durch Kuba durfte ich das Land, die Leute und auch die Kultur einmal besser kennenlernen.

Ein wenig ungewohnt ist es schon, wenn man im klimatisierten Bus sitzt und schräg vor einem taucht ein Eselskarren mitten auf der sogenannten "Autobahn" auf - da fühlt man sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Doch auf Kuba ist dieses Bild völlig normal. Anders noch, die Menschen hier sind stolz, wenn Sie einen Eselskarren oder ein Fahrrad besitzen.

Egal ob Havanna, Trinidad oder auch Santiago de Cuba - jede Stadt versprüht ihren ganz eigenen Charme und lässt einen in eine andere Zeit eintauchen. Besonders sehenswert ist auch das Viñales-Tal (UNESCO-Weltkulturerbe), welches als eine der schönsten Landschaften der Karibikperle gilt. Bestaunen Sie hier das "Mural de la Prehistoria" - ein 120 m hohes und 180 m breites Kunstwerk eines mexikanischen Künstlers oder besuchen Sie die Tropfsteinhöhle "Cueva del Indio".

In Trinidad sollten Sie unbedingt Halt in der Bar "La Canchanchara" machen. Entspannen Sie hier für einen kurzen Moment und probieren Sie einmal den gleichnamigen Cocktail, welcher in einer kleinen Schale aus Ton serviert wird. Das erfrischende Getränk besteht aus Honig, Zitrone, Schnaps, Eis und Wasser.

Ein Besuch des Havanna Club Museums in Havanna sollte ebenfalls oben auf der To-Do-Liste stehen. Während einer Führung bekommt man viel über die Herstellung und verschiedenen Sorten des bekannten Rums erzählt und darf am Ende sogar selbst einmal probieren. Die Gassen der Altstadt sind genauso empfehlenswert wie ein Spaziergang entlang der Promenade. Aber aufgepasst, je nach Seegang könnte es nass werden, wenn die Wellen an den Steinen brechen ;)

Ich kann Ihnen nur ans Herz legen auch einmal auf eigene Faust durch die Straßen der Städte und Orte zu ziehen und die kolonialen Einflüsse auf sich wirken zu lassen. Eins ist auch hierbei sicher - der Lebensfreude und Offenheit der Kubaner entkommt so schnell keiner.

Mein persönliches Highlight:

Eine Oldtimertour durch Havanna am Abend inklusive Besuch einer Bar mit kubanischer Livemusik. Bei einem leckeren Mojito oder Cuba Libre kann man hier das Temperament der Kubaner hautnah miterleben und auch gerne selbst einmal das Tanzbein schwingen.

Ihre Jenny Waldmann

Chronistin Ute -  Kuba - Kultur & Baden an Traumstränden

Mein Name ist Ute, ich bin 51 Jahre alt und habe zwei Kinder. Eines meiner größten Hobbys ist Reisen und dabei die Menschen und die Natur zu beobachten.

Nach dem Studium an der Universität Augsburg begann ich bei einem kirchlichen Verband zu arbeiten. Da bin ich bis heute tätig.

Die Arbeit in der Krisenintervention ist sehr anstrengend und täglich eine neue Herausforderung so dass für mich der Urlaub und das wandern durch die Natur einen Ausgleich schaffen.