Januar 2015

Reisebericht: Kuba - Kolonialstädte & Traumstrände!

Unsere Chronisten nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Vergangenheit. Bunte Oldtimer, heiße Salsa-Rhytmen und traumhafte Strände werden Sie ebenso begeistern wie die Kolonialstädte.

Chronisten Yvonne und Daniel auf Kuba
Mein Tipp

Spannende Reise durch Kubas Vergagenheit

Yvonne und Daniel, Berge & Meer Chronisten

Wir, Yvonne und Daniel, kommen aus dem Landkreis Freiberg in Mittelsachsen und haben schon einige Länder besucht. So waren wir schon mit Berge und Meer in Malaysia und Mexico.

Die USA haben wir oft mit dem Mietauto bereist. Wir sprechen kein Spanisch, deshalb sollte es wieder eine organisierte Rundreise sein. Da wir beide noch das DDR System kennen, wollten wir schauen wie die Kubaner heute leben und zurechtkommen.

1. Tag

Anreise nach Kuba

Kurz vor Weinachten erhielten wir unsere Reiseunterlagen. Der Winter machte eine Pause. So stand unserer Reise mit der Bahn zum Frankfurter Flughafen nichts im Wege. Pünktlich, nach 6 Stunden Fahrt, kamen wir am Flughafen an. Es war um die Null Grad. Wir freuten uns auf Sonne, warmes Wasser, Strand und darauf, den Winter zurück zulassen.

Unser Flug startete pünktlich. Nach fast 12 Stunden Flugdauer landeten wird auf dem internationalen Flughafen von Havanna. Der internationale Flughafen von Havanna ist recht klein. Er hat nur ein Gate. Die Einreise dauert recht lange. Aber mehr als einen Flug alle 2 - 3 Stunden schafft das Flughafenpersonal nicht zu bearbeiten.

Der Flug mit Condor war recht angenehm, wobei die Platzverhältnisse im Flugzeug recht beengt waren. Es dauerte noch gut eine Stunde bis wir unser Gepäck hatten und nochmals 30 weitere Minuten bis wir im Hotel ankamen. Es gab noch einen kleinen Imbiss und gegen Mitternacht lagen wir in unseren Betten. Alles hatte reibungslos funktioniert.

2. Tag

Havanna

Früh war die Nacht beendet. Die Zeitumstellung von 6 Stunden merkte man noch. Nach dem Frühstück trafen wir uns mit dem Rest der Reisegruppe und unserem Reiseleiter Raphael in der Hotellobby. Unsere Gruppe bestand aus 25 Teilnehmern, wobei wir fast die Jüngsten waren. Fast alle Bundesländer waren vertreten. Wir erhielten die ersten Informationen über den Ablauf der Rundreise. Nachdem wir uns im Hotel mit CUCs versorgt hatten, starteten wir in den heutigen Tag.

Den ganzen Tag verbrachten wir in der Altstadt von Havanna. Der Besuch des Rum Museums bildete den Anfang. Wir besuchten 4 wichtige Plätze in der Altstadt. Die Kathedrale war mit zu besichtigen. Die Stadttour dauerte bis 17.00 Uhr und wurde von einer Mittagspause unterbrochen. Diese wurde mit Musik untermalt. Wir wussten nicht, dass wir die gespielten Lieder bei jedem Mittagessen hören mussten.

Abgeschlossen wurde sie mit dem Besuch des Capitols und dem Platz der Revolution. Havanna präsentierte sich als eine saubere Stadt. Der Einfluss der spanischen Kolonialzeit sowie die Zeit als in Kuba noch viel Geld aus den USA investiert wurde sind noch gut sichtbar. An den Touristischen Plätzen wurde schon viel saniert. Allerdings sah man auch viele verfallene Häuser.

3. Tag

Havanna - Cojimar - Havanna

Der Tag begann mit dem Frühstück im Hotel. Das Hotel war gut ausgelastet. 8.30 Uhr fuhr unsere 25 köpfige Reisegruppe mit dem chinesischen Reisebus Marke Yutong los. Zuerst besichtigen wir den größten Friedhof von Kuba.

Dann ging es weiter zur größten Festungsanlage „San Carlos de la Cabaña“. Sie wurde von den Spaniern erbaut und schützte einst den Hafen von Havanna. Raphael organisierte den Einkauf von kubanischen Zigaretten in einem Geschäft am Eingang. Auf den Kaufbelegen wurde sein Name notiert.

Der Rest des Tages stand im Zeichen von Hemingway. Wir besuchten sein Wohnhaus, aßen in seinen Lieblingsrestaurant zu Mittag und tranken in Havanna noch einen Daiquiri im El Floridita. Um 15 Uhr waren wir im Hotel. Da es fast 30 Grad waren, legten wir uns an den Pool.

Abends besuchten wir auf Empfehlung eine Veranstaltung in der Altstadt. Es war der Auftritt vom Buena Vista Social Club, oder zumindest dem Rest davon, im Kaffee Taberna. Die Karten hatten wir schon am Vortag während der Stadtführung gekauft. Für 30 CUC hätten wir mehr erwartet. Kann man machen, muss man aber nicht.

Gegen 22.00 Uhr fing es stark an zu Regnen. Die Heimfahrt mit dem Taxi werden wir nicht vergessen. Die Straßen standen bis zu 30 cm unter Wasser. Manches Auto hatte den Wassermassen nicht standgehalten und stand defekt am Straßenrand.

Da wir zu 11. waren benötigten wir 3 Taxen. 2 waren recht schnell organisiert. Das 3 ließ auf sich warten. Es handelte sich um einen Oldtimer aus den 50-zigern. Der war schon so weit vom Rost zerfressen, dass das Regenwasser überall in das Auto lief. Aber alle sind wohlbehalten gegen Mitternacht im Hotel angekommen.

4. Tag

Havanna - Vinales - Havanna

Es regnete immer noch stark. Das Wasser floss nicht ab. Die Straßen standen bis zu 30 cm unter Wasser. Auch in den Grundstücken und Wohnhäusern stand das Regenwasser.

Unser heutiger Ausflug führte 200 Kilometer pro Strecke über die Autobahn Richtung Vinales, in den Westen von Kuba. Die Autobahn wurde in den 70-zigern gebaut und befindet sich noch im Originalzustand. Das Wetter wurde besser und der Regen hörte auf.

Bei einem Tabakbauern besichtigen wird seinen Hof. Für wenig Geld gab es selbst hergestellte Zigarren. Das Mittagessen war wie die Tage vorher inkludiert. Geschmack und Qualität waren ausreichend. Untermalt wurde das Essen von Livemusik. Das Trinkgeld wurde eingefordert.

Nach der Besichtigung einer Tropfsteinhöhle und der Fahrt mit dem benzinbetriebenem Motorboot auf dem unterirdischen Fluss ging es wieder nach Havanna zurück. Bei Sonnenschein und 29 Grad kamen wir um 17.00 Uhr im Hotel an.

5. Tag

Havanna - Cienfuegos - Trinidad

Wir packten unsere Koffer und verließen Havanna in Richtung Trinidad. Auf der Fahrt erklärte uns Raphael wie Kuba funktioniert. Es gibt alles auf Kuba. Aber es funktioniert nicht immer alles.

Auf dem Weg hielten wir im botanischen Garten an. Es wächst alles ohne Gewächshaus von alleine. Wobei es mit einem deutschen botanischen Garten nicht viel gemeinsam hat. Es war mehr wie ein Garten. Es gibt keine Gewächshäuser oder ähnliches. Wir hielten noch in Cienfuegos. Dort besichtigten wir ein altes Theater. Leider durften wir im Inneren keine Fotos machen.

Um 17.00 Uhr waren wir am Hotel. Da unser ursprünglich gebuchtes Hotel nicht verfügbar war, bekamen wir ein Zimmer in einem anderen Hotel. Es war eine Kategorie niedriger, also nur 3 Sterne. Das hat aber keiner an diesem Tag gesagt.

Als Ausgleich gab es pro Zimmer eine Flasche Rum und es sollte am kommenden Tag ein Lobsteressen geben. Den Abend ließen wir an der Bar ausklingen. Der Strand am Hotel war nicht schlecht. Die Zimmer aber klein und abgewohnt. Für 2 Nächste sollte es aber reichen.

6. Tag

Trinidad

Das Essen im Hotel war sehr gut. Unser Programm begann wie immer um 8.30 Uhr. Wir fuhren 20 Minuten Richtung Trinidad. Auf dem heutigen Plan stand der Sklaventurm. Es ging eine schmale Holzstiege nach oben. Der Ausblick war perfekt. Nach einem Fotostopp am Zuckermühlental ging es in die Fußgängerzone von Trinidad. Wobei diese nichts mit einer deutschen Fußgängerzone gemein hatte.

Die Stadtbesichtigung dauerte 2 Stunden die auf holprigen Kopfsteinpflaster zurückgelegt wurden. Auch die Besteigung des Kirchturmes war möglich. In der Straße der Handwerker war ein Wochenmarkt wo es alles Mögliche an unnützen Dingen gab. Nach dem Mittagessen im Hotel gingen wir an den Sandstrand und nutzten die nahegelegene Bar.

Am Abend wurde das versprochene Lobsteressen im hoteleigenen Restaurant eingenommen. Es war nicht schlecht, wobei das Personal schon recht genervt wirkte. Das Hotel war ok, hatte jedoch nur 3 Sterne. Ob das Lobsteressen und die Flasche 3-jähriger Rum als Entschädigung angemessen war, können wir nicht einschätzen.

7. Tag

Trinidad - Sancti Spíritus - Cayo Coco

Um 8:30 Uhr verließen wir das Hotel und fuhren ca. 2 Stunden nach Sancti Spiritus. Es folgte eine ca. 90 minütige Stadtbesichtigung. Bei dieser hatten wir eine Stunde Zeit für uns. So waren wir im Intershop. Es gab Möbel zu kaufen. Wobei es da keine Auswahl gibt, entweder kaufen oder lassen.

Danach fuhren wir in einen Mangrovenwald. Wir fuhren mit dem Speedboot durch die Bäume. Es war schon recht sehenswert Nach dem Mittagessen, diesmal ohne Musik, ging es nach Cayo Coco. Die Fahrt war zwar nicht so weit, jedoch führte sie über viele teils holprige Landstraßen.

In Cayo Coco mussten wir und einige andere aus unserer Gruppe, noch 45 Minuten auf unser Zimmer warten. Es war ein Reisebetreuer anwesend der uns für den nächsten Tag zum Info Gespräch in die Lobby einlud. So waren wir 16.00 Uhr auf dem Zimmer mit Meerblick.

8. - 13. Tag

Cayo Coco

Die Tage verbrachten wir im Hotel Sol Cayo Coco. Für einen Badeurlaub ist das Hotel geeignet, jedoch gibt es außerhalb der Anlage nicht viel auf eigene Faust zu entdecken. Die angebotenen Ausflüge sind relativ teuer. Wir hatten beim Wetter alles dabei, Dauerregen und perfektes Badewetter. An einem Regentag vergeht die Zeit nur langsam.

Das Essen war gut, wobei es nach der Woche langweilig wurde. Es gab nur einen deutschen Fernsehsender. Platz am Meer war genug. Am Pool war es recht laut, da dort den ganzen Tag die Animation war. Abends wurde im Theater eine Tanzshow gezeigt. Die war gut gemacht, wiederholte sich aber jeden Tag.

Wir waren einen Tag mit dem Katamaran unterwegs. Die Strände sind schon perfekt. 2 Pausen zum Schnorcheln wurden eingelegt. Einer am Korallenriff, der andere über einem Schiffswrack. Essen und Getränke waren mit dabei. Zum Schluss ankerten wird noch am Pillar Strand. Türkises Wasser, weißer Sand und Palmen.

Auf Cayo Coco wird viel gebaut. In 5 Jahren wird sich viel geändert haben. Kontakt zu den Einheimischen gab es nicht, da die Insel nicht bewohnt ist. Alle Angestellten des Hotels werden zum Teil über 100 Kilometer mit dem Bus gefahren.

14. Tag

Cayo Coco - Remedios - Santa Clara

Es ging wieder früh los. Die Heimfahrt oder die Fahrt Richtung Flughafen stand auf dem Programm. Busfahrer und Reiseleiter waren neu. Wir fuhren nach Santa Clara. Auf dem Weg hielten wir in Remedios. Zum Mittagessen gab einen Brei aus Kochbananen. Nicht für uns. Es sah recht komisch aus.

Die Stadtrundfahrt bestand aus einer Runde um die Kirche. In die Kirche konnte man nicht. Mittlerweile hatten wir uns auch an den Städten satt gesehen. Irgendwie alles gleich. Marktplatz, schön angerichtet, daneben Hotels, Cafés, Verwaltungsgebäude. Je weiter man vom Zentrum weg kam, umso schäbiger wurden die Häuser.

Es ging weiter nach Santa Clara. Dort besichtigen wir das Denkmal und Mausoleum von Che. Ein Fotostopp am Panzerzug wurde eingelegt. In der Stadt hatten wir die Möglichkeit uns die Läden anzuschauen. Am Hotel waren wir um 17.30 Uhr.

15. Tag

Santa Clara - Guamá - Havanna - Abreise

Wir hatten die Nacht in einem Bungalow verbracht. Mitten im einen Palmenwald konnte man nachts so manches Tier hören. Auch hatten uns die Mücken stark zugesetzt. Um 9.00 setzte sich der Bus in Bewegung. Der erste Stopp war die Zigarrenfabrik in Santa Clara.

Unser erster Reiseleiter hatte uns erzählt, dass im Januar alle Fabriken geschlossen hätten. Das war eine glatte Fehlinformation. In der Fabrik durften wir leider keine Fotos machen. Es ging wieder auf die Autobahn. Wir fuhren auf die Zapata Halbinsel. Dort fuhren wir mit dem Motorboot auf dem Lago de Tesoro. Auf einer Halbinsel war das Leben der Ureinwohner von Kuba dargestellt. Man musste schon sehr auf den Weg achten, da manche Schwelle schon locker war.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Krokodilfarm. Die Anlage wurde vor vielleicht 20 Jahren gebaut, und ist stark baufällig. Um 16.00 Uhr fuhren wir wieder mit dem Bus Richtung Flughafen, wo wir 17.30 Uhr ankamen. Die Reiseleitung verabschiedete sich, und da standen wir nun. Wir durften nicht in den Flughafen. Ab 18.00 Uhr sollte es losgehen, so die Auskunft des Sicherheitsbeamten. Mittlerweile war es 18.00 Uhr. Ca. 75 deutsche Urlauber standen vor dem Eingang. Nichts passierte. Erst als die vor uns startende Maschine eingecheckt hatte, durften wir den Flughafen betreten.

Der Check in klappte bei uns nach einigem Warten. 25 CUC Ausreisesteuer waren zu entrichten. Dann kam die Passkontrolle. Jetzt hieß es 3 Stunden warten. Unser Flug mit Condor startete pünktlich. Am folgenden Tag landeten wir um 13.30 Uhr in Frankfurt. Es war kalt. 6 Stunden Zugfahrt standen vor uns.

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