Februar - März 2014

Reisebericht: Namibia & Südafrika - Faszination südliches Afrika

Landschaften von faszinierender Schönheit, atemberaubende Tierbegegnungen, eine einzigartige Pflanzenwelt und eine bunte Palette an ethnischer Vielfalt garantieren eindrucksvolle Reiseerlebnisse. Erleben Sie die Vielfalt Afrikas!

Chronistin Tina in Namibia und Südafrika
Mein Tipp

Faszination im südlichem Afrika

Tina, Berge & Meer Chronistin

Hallo liebe Blogleser,

ich bin Tina, Ihre Chronistin für die kombinierte Rundreise nach Namibia und Südafrika. Eine Reise nach Afrika, auf der ich die einzigartige Tierwelt dort beobachten könnte, war schon ein langersehnter Traum. Doch die Wahl des Reiselandes fiel nicht leicht, da jedes Land etwas für sich hatte. Nachdem ich dann auf das Angebot, bestehend aus einer Reise nach Namibia und Südafrika, gestoßen war, war ich sofort begeistert und wusste sogleich, dass ich das perfekte Angebot gefunden hatte, da mir die Entscheidung des Landes so abgenommen wurde.

Ich freue mich schon sehr darauf Ihnen von meinen Erlebnissen auf der Reise berichten zu dürfen und hoffe, dass die Berichte für Sie auch einige hilfreiche Tipps beinhalten. Eigens für diese Reise wurde eine kleine Ente gefertigt, die mich auf meiner Reise begleiten und aus Ihrer Sichtweise berichten wird. Unterstützen bei der Chronistenarbeit wird uns Johann, der stolze „Entenpapa“.

Viele Grüße von uns und das nächste Mal berichten wir dann aus dem sonnigen Afrika.

1. Tag

Vorfreude und Abflug

Die Vorfreude steigt immer weiter. Doch nun ist endlich der langersehnte Tag gekommen und wir können uns auf den Weg zum Frankfurter Flughafen machen. Das Einchecken und die weiteren Formalitäten verliefen problemlos und wir kamen schnell zu unserem Gate, da sehr wenig los war.

Unsere Hoffnung, dass der Flug daher auch relativ leer sein würde und wir ungestört mehrere Plätze einnehmen könnten, wurde jedoch beim Einsteigen in die Maschine zunichte gemacht. Das Flugzeug war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Crewmitarbeiter konnte dies nicht aus der Ruhe bringen und sie behielten ihre gute Laune stets bei. Auch die Maschine konnte von sich überzeugen, da sie sehr neu und in gutem Zustand war. Dies lässt sich durch die Tatsache erklären, dass Air Namibia ihre gesamte Flotte erst Ende letzten Jahres ausgetauscht hat.

Nun sind wir sehr gespannt, was wir alles, in dem für uns unbekannten Kontinent, erleben werden, der so weit von Zuhause entfernt liegt. Doch nun müssen wir erst einmal die über 10 Stunden Flug überbrücken bevor wir morgen von unseren ersten Eindrücken aus Namibia berichten können.

2. Tag

Von Windhoek nach Solitaire

Nachdem wir den 10-stündigen Flug mit nur wenigen kleinen Turbulenzen erfolgreich hinter uns gebracht haben, landen wir um 7.30 Uhr Ortszeit endlich in Windhoek.

Dort erwartet uns neben grauem Himmel und Nieselregen ein unerwartet kleiner Flughafen. Dies hat jedoch auch den Vorteil, dass Passkontrolle und Kofferabholung zügig vonstatten gehen. Am Flughafen werden wir dann auch sogleich von unserem sehr freundlichen Reiseleiter Aron in Empfang genommen, welcher hervorragend deutsch spricht. Er macht unsere Reisegruppe sogleich mit einer für Namibia sehr wichtigen Charaktereigenschaft zusammen: Gelassenheit. Dadurch gelingt es uns schnell im wohlverdienten Urlaub anzukommen und die Zeit zu genießen.

Als alle Mitglieder der Reisegruppe eingetroffen sind, machen wir uns mit unserem kleinen Reisebus sogleich auf den Weg nach Windhoek, welches etwa 40 m entfernt liegt. Dort angekommen, bekommen wir die Gelegenheit in einem kleinen Einkaufszentrum alles Nötige für den restlichen Tag einzukaufen und uns ein erstes Bild von unserem Urlaubsland zu machen. Uns fällt sofort auf, wie freundlich die Menschen sind, jedoch muss man auch immer gut auf seine Sachen aufpassen.

Als alle gut gestärkt und ausgestattet mit Lebensmitteln am Bus angekommen sind, machen wir uns auf den Weg Richtung Solitaire, wo sich unser Tagesziel befindet. Auf dem Weg können wir die einzigartige Landschaft Namibias bestaunen, die Dank der momentanen Regenzeit in ihrer ganzen grünen Pracht steht.

Besonders beeindruckend sind die scharfen Konturen, die durch die felsigen Berge gezeichnet werden, die man so gar nicht mit Deutschland vergleichen kann. Auch die Tierwelt, die uns begegnet, ist eine völlig andere. Mal sitzen Paviane gelassen am Wegesrand auf den Zäunen, mal laufen Springböcke über die Straße.

Von unseren ca. 350 km Strecke ist nur ungefähr ein Drittel asphaltiert, so werden wir gleich auf das afrikanische Leben eingestimmt. Doch auch die Schotterpisten sind meiner Meinung nach gut befahrbar und wir hatten somit keine Probleme.

Am Nachmittag erreichen wir müde aber glücklich, bei etwa 40°C die Namib Desert Lodge, unser erstes „Zuhause“ in Namibia. Diese Lodge liegt ganz für sich allein am Rande der Wüste. Rundherum gibt es nichts als Landschaft, sodass man von jedem der kleinen Bungalows eine fantastische Aussicht hat. Durch die nun etwas wärmeren Temperaturen als in Deutschland nutzen alle die Gelegenheit für kühles Bad im hauseigenen Pool, man sieht, die Lodge ist mit allem ausgestatten, was das Urlauberherz begehrt. Doch leider werden wir dabei von einem Regenschauer überrascht und genießen die Natur lieber von unserer überdachten Terrasse aus.

Am Abend kommen wir in den Genuss eines landestypischen Abendessens, bei dem wir sogleich die einheimischen Antilopenarten testen konnten. Das gesamte Essen hat sehr gut geschmeckt, sodass wir uns freuen können morgen noch einmal hier essen zu können.

Nun gehen wir alle aber früh schlafen, da der Flug doch sehr anstrengend war und wir morgen schon um 4.15 Uhr wieder geweckt werden. Wir hoffen, dass wir dann jedoch wieder fit genug sind, um wieder von unseren Erlebnissen berichten zu können.

3. Tag

Der erste Tag in Namibia

Unsere erste richtige Nacht in Namibia endete bevor sie richtig angefangen hatte, mit dem Wecken um 3.45 Uhr. Zwar entsprach dies nicht dem typischen Urlaub, aber wer in Namibia was erleben will, muss früh aufstehen.

Dementsprechend war unsere Reisegruppe schon beim Frühstück voller Tatendrang und freute sich auf den Tag. Die Stimmung wurde zudem von unserem allzeit gutgelaunten Reiseleiter aufgemuntert, der uns unter den perfekten Wetterbedingungen den Sternenhimmel zeigte. Besonders beeindruckte uns das zuvor nie gesehene Kreuz des Südens und die Venus, die deutlich neben der Mondsichel zu erkennen war.

Als die gesamte Reisegruppe pünktlich eingetroffen war (bei 31 Personen war das um diese Uhrzeit wirklich schon eine Leistung), setzten wir sogleich Arons Plätze-Rotationssystem um. Dieses besagt, dass man jeden Tag eine Sitzreihe nach vorne rücken muss, damit jeder einmal in die Vor- bzw. Nachteile der jeweiligen Plätze kommt.

Nachdem alle ihre Plätze gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Sossusvlei, der berühmten Dünenlandschaft Namibias. Der Name stammt aus der Nama Sprache und setzt sich aus Sossus (Sammelstelle für Wasser) und Vlei (Erdpfanne) zusammen.

Während der Fahrt kamen wir gleich in den Genuss, die ersten Tiere des Landes beobachten zu dürfen. Dabei sahen wir vor allem Oryx-Antilopen und Springböcke, die gemütlich neben der Straße grasten. Auch ein Warzenschwein konnten wir beobachten, welches für diese Gegend wohl recht ungewöhnlich ist. Leider begegneten uns auch die weniger friedlichen Tiere, und zwar in Form einer Kobra auf der Straße. Zu unserem Glück war sie jedoch schon von einem zuvor vorbeifahrenden Auto erfasst worden.

Schnell waren die ersten Ausläufer der Dünen erkennbar und wir hatten somit genug Zeit während der etwa 2-stündigen Fahrt die einzigartigen Farb- und Formkombinationen mit unseren Kameras festzuhalten. Besonders erstaunte uns die unglaubliche Weite des Landes. Hier ist es durchaus möglich mehrere hundert Kilometer zu fahren ohne ein anderes Auto oder eine Ansiedlung von Menschen anzutreffen. Ausreichend Sprit und Wasser sind hier also unbedingt notwendig.

Den letzten Teil zu den großen Dünen und dem ausgetrockneten Dead Vlei konnten nur noch mit Geländewagen zurückgelegt werden. Am Parkplatz lief uns ein Schakal über den Weg, der sich von unserer Reisegruppe ein paar Reste des Frühstücks erhoffte.

Aron, unser Reiseleiter nutzte sogleich die Chance einmal selbst zu fahren und chauffierte einen Teil der Gruppe zum vereinbarten Treffpunkt. Von dort aus stimmten alle einer Wanderung auf eine der Dünen zu. Von unten sah dieses Vorhaben auch noch nicht so dramatisch aus. Doch wir wurden schnell eines Besseren belehrt, die etwa 40°C die dort morgens um 10 Uhr schon herrschten machten doch ganz schön zu schaffen. Auch der weiche Sand, der unter jedem Schritt wegrutschte erschwerte das Vorhaben. Besonders der weibliche Teil der Gruppe versuchte sich die Anstrengung durch ein ausgiebiges Bauch-Beine-Po-Training und ein Ganzkörperpeeling schön zu reden. Am Ende waren wir jedoch alle glücklich als wir oben angekommen waren.

Der Abstieg fiel dann auch schon viel leichter, da man sich hauptsächlich den Hang der Düne hinunterrutschen lassen musste. Am Fuß angekommen konnten wir die vertrockneten Bäume im Dead Vlei bestaunen. Diese Ton-Pfanne enthält nur in Jahren mit starken Regenfällen Wasser, weshalb die Bäume alle vertrocknet sind.

Auf der Rückfahrt zur Lodge legen wir noch einen Stopp am Sesriem-Canyon ein. Dieser Canyon ist bis zu 40 m tief und wurde durch Wasser und Wind in beeindruckender Weise geformt. Leider enthielt er bei unserer Besichtigung kein Wasser, weshalb wir uns intensiver mit den Felsformationen beschäftigen konnten.

Schon zur Mittagszeit erreichten wir wieder die Lodge. Da die Temperaturen mittlerweile auf ca. 45°C gestiegen waren, hätte man vorerst auch keine weiteren Ausflüge unternehmen können. So entspannten wir alle erst einmal am Pool, bis wir wieder von einem Regenschauer überrascht wurden. Dieser endete leider nicht so schnell wie gestern, wodurch wir unseren Abendausflug zwischenzeitlich schon gefährdet sahen. Aber wir waren ja alle nicht aus Zucker und bestiegen trotz weiterem Regen die offenen Geländewagen, schließlich wollten wir ja auch etwas erleben, wenn wir schon einmal die lange Reise angetreten hatten.

Ein hauseigener Guide begleitete uns durch die nahegelegenen Dünen und erklärte uns deren Entstehungsgeschichte sowie die verschiedenen Theorien über die Feenkreisen - große Kreise inmitten der Savanne, in denen scheinbar grundlos kein Gras wächst.

Zudem sahen wir neben Ory-Antilopen und Springböcken dieses Mal auch Strauße, die sich allesamt von uns nicht aus der Ruhe bringen ließen und somit ein gutes Fotomotiv abgaben. Kurz vor Sonnenuntergang hielten wir auf einer kleinen Anhöhe und es wurden Getränke und Snacks ausgepackt.

Trotz des vorherigen Regenschauers konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten, der die vorherigen Tropfen absolut vergessen ließ. Als es dunkel war fuhren wir in die Lodge zurück und genossen ein weiteres Mal das vorzüglich Essen. Daraufhin machten sich alle wieder früh auf den Weg ins Bett, da auch der nächste Tag schon früh beginnen sollte.

4. Tag

Solitaire - Swakopmund

Leider mussten wir unsere schöne erste Lodge schon wieder verlassen. Laut Aron konnten wir heute aber fast ausschlafen, da wir erst gegen 7 Uhr losgefahren sind. Heute stand Swakopmund als Tagesziel an und wir sollten nach der vielen Landschaft am Vortag nun auch endlich einmal eine Stadt zu Gesicht bekommen. Unser Reiseleiter Aron hatte aber natürlich noch ein paar Zwischenstopps für uns eingebaut, damit wir das meistmögliche aus der Fahrt mitnehmen konnten.

Zuerst hielten wir in Solitaire. Dies stellte sich lediglich als eine kleine Lodge mit Tanksstelle und angrenzender Bäckerei heraus. Dort wurde uns vor allem der selbstgebackene Apfelkuchen empfohlen, der dem deutschen sehr nahe kommen sollte. Also kauften wir uns Apfelkuchen als kleinen Snack und alle schwärmten am Abend in den höchsten Tönen von dem Genuss.

Als weiteren größeren Stopp steuerten wir Kuiseb Canyon an. Dies ist, wie der am Tag zuvor besichtige Sesriem Canyon, ein ausgetrocknetes Flussbett. Wir stellten erleichtert fest, dass der Regen der vergangenen Tage den Wasserspiegel nicht signifikant in die Höhe getrieben hatte und die Brücke weiterhin passierbar war. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten wir einen Umweg von etwa 700 km in Kauf nehmen müssen.

Des Weiteren beglückte uns Aron des Öfteren mit Fotostopps, damit auch wirklich jeder alle landschaftlichen Highlights mit der Kamera festhalten konnte. Auf den Weg in Richtung Swakopmund passierten wir auch die Stadt Walvis Bay. Dies ist die zweitgrößte Stadt Namibias und stellt zudem den wichtigsten Hafen des Landes dar, den alle Im- und Exporte passieren müssen. Hier mussten wir auch erstmals mit unserem Reisebus auf die Waage, da in Namibia strengstens auf die Einhaltung der Gewichtsbeschränkungen geachtet wird. Werden diese nicht eingehalten, muss der Busfahrer eine Geldstrafe bezahlen.

Unsere Reisegruppe hatte in der Zwischenzeit viel Spaß. Dies lag unter anderem daran, dass sich alle untereinander gut verstanden und Witze machen konnten, außerdem half man sich gegenseitig, falls ein Mitglied der Gruppe ein Problem hatte. Dies empfand ich als sehr angenehm, da eine solche Reise sonst sehr unangenehm werden kann.

Gegen Mittag erreichten wir die kleine, verträumte Hafenstadt Swakopmund. Bei einer kurzen Stadtrundfahrt bekamen wir die wichtigsten Gebäude gezeigt und Informationen genannt. In Swakopmund ist der deutsche Einfluss noch deutlich erkennbar, viele Schilder sind noch in deutscher Sprache verfasst und die meisten Einwohner sprechen die Sprache. Auch viele der Gebäude stammten noch aus der Kaiserzeit und erinnerten somit fast ein Stück an die Heimat. Jedoch war alles immer verbunden mit der afrikanischen Fröhlichkeit und Herzlichkeit. Nach dieser Einführung konnten wir uns im Hotel ein wenig frisch machen.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und so zog jeder für sich los, um die Stadt zu erkunden. Dabei wurden die ersten Souvenirs gekauft, Bilder gemacht, das schöne Wetter genossen und die Restaurants für das Abendessen ausgekundschaftet. Das Abendessen war heute nicht im Essenspaket enthalten und so konnte jeder selbst entscheiden, auf was er Appetit hatte. Swakopmund lud durch seine Meereslage dabei zum Fisch essen ein, vor allem die Restaurants in und um den Jetty (Steg) wurden dabei genutzt. Viele genossen auch die Zeit in der Sonne oder am Strand, das Meer war aber mit etwa 16°C dann doch etwas kalt zum Baden, auch wenn die Außentemperatur über 40°C betrug.

Nach dem Abendessen trafen viele im Hotel wieder aufeinander und ließen den Abend gemeinsam an der Bar ausklingen.

5. Tag

Von Swakopmund nach Khoriax

Heute begann unser Tag glücklicherweise wieder nicht so früh. Dies lag unter anderem daran, dass unser erstes Ziel der Hafen in Walvis Bay, nur eine halbe Stunde entfernt lag. Dort angekommen, begann der zweite Teil des Ausflugspakets, eine Fahrt zum Pelican Point.

Für diese Fahrt bestiegen wir einen kleinen Katamaran, der nur für unsere Gruppe fahren würde. Dadurch war die Atmosphäre locker und der Platz nicht zu beengt. Unser Tourguide Monique erklärte uns, was wir auf der etwa 3-stündigen Fahrt alles sehen könnten, wenn wir Glück hätten. Wir waren erstaunt, welche Tiere sich alle vor der Küste Namibias tummelten. Aber zuerst wurde ein namibischer Kaffee ausgeschenkt, damit unsere Lebensgeister für die Fahrt geweckt werden würden. Dieses Getränk bestand aus einem Sherry und sollte dafür sorgen, dass wir mehr Delfine und Wale zu Gesicht bekommen.

Von Anfang an fuhren zwei große weiße Pelikane mit uns mit. Uns wurde erklärt, wie groß und alt sie werden und wie viel Fisch sie am Tag fressen. (Ganz schön erstaunlich, dass sie die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts am Tag verputzen). Außerdem kam auch ein kleiner Kormoran an Bord, der ebenso von unserem Tourguide mit Fisch verwöhnt wurde. Durch diese vielen gefiederten Freunde fühlte sich unsere kleine Ente gleich wie zu Hause und konnte ebenfalls die Fahrt genießen.

Auf dem Weg zum Pelican Point kamen wir auch an den großen Fangkörben für Austern bereit, dabei wurde uns der genaue Prozess erklärt, wie die Austern gezüchtet werden. Natürlich immer mit der Betonung, dass die Austern Namibias ganz lecker schmecken würden.

Als wir endlich bei den Sandbänken ankamen, konnten wir eine große Kolonie von Seelöwen beobachten. Es war wirklich erstaunlich wie viele Tiere aller Größenordnungen dort in der Sonne dösten. Besonders gefielen uns allen natürlich die Jungtiere, die ihren eigenen kleinen Kindergarten bildeten und verspielt am Ufer herumtobten und miteinander rauften. Am liebsten wären wir dort gar nicht mehr weggefahren.

Aber wir wollten natürlich auch die anderen Meeresbewohner beobachten und fuhren daher ein Stück weiter auf das offene Meer hinaus. Dort begegneten wir immer wieder Seelöwen, die ihre Kunststücke rund um das Boot zeigten, aber auch Delfine und die Flosse eines Mondfisches bekamen wir zu Gesicht.

Leider ging die Fahrt aber viel zu schnell vorbei und wir mussten wieder in Richtung Hafen fahren. Auf dem Rückweg legten wir jedoch noch einen kleinen Stopp ein, um die mitgebrachten Snacks zu probieren, vor allem die hoch angepriesenen Austern mussten natürlich verkostet werden. Doch das Essen war schnell vergessen als ein Mitglied der Reisegruppe einen Seelöwen entdeckte, der es sich auf der hinteren Treppe unseres Boots gemütlich gemacht hatte.

Zu unserem Erstaunen erklärte uns Monique, dass wir diesen Seelöwen gerne an Bord holen könnten, falls wir dies wollten. Natürlich stimmten alle diesem Erlebnis zu und waren gespannt, wie sich das Tier verhalten würde. Dieses war, anders als erwartet, so zahm, dass er bei der Hälfte der Reisegruppe auf dem Schoß saß und die Streicheleinheiten sichtlich genoss. Aber den Eimer mit den Fischen behielt er natürlich immer im Auge. Durch seinen treuen Blick und seines friedliches Verhalten schaffte er es immer wieder noch einen weiteren Fisch zu ergattern. Dieses Zusammentreffen mit dem Seelöwen war eindeutig das Highlight des Tages!

Wieder an Land angekommen, stand uns nun aber noch eine lange Busfahrt bevor. Durch die Regenfällen in den vergangen Tagen konnte eine Straße nicht passiert werden und wir mussten einen Umweg von 200km in Kauf nehmen. Aus diesem Grund saßen wir etwa 7 Stunden im Bus und konnten unsere Unterkunft erst am späten Abend erreichen.

Auch die Angestellten dort hatten uns anscheinend früher erwatet, denn sie empfingen uns ungeduldig (wahrscheinlich um schnell Feierabend machen zu können) und das Essen war bereits kalt. Wir waren alle jedoch so müde und kaputt, dass wir danach nur noch ins Bett fallen wollten. Dieser Plan wurde allerdings für manche durch die laute Musik der angrenzenden Kneipen durchkreuzt, welche bis weit in die Nacht hin zu hören war.

6. Tag

Von Khorixas zum Etosha Nationalpark

Heute bekamen wir verhältnismäßig viel Zeit um aus den Federn zu kommen. Jedoch fiel das Frühstück dann eher spärlich aus, da so gut wie keine Auswahl an Aufschnitt etc. vorhanden war. Auch die Tiere im angrenzenden Wildgehege wirkten wenig zufrieden.

Unser erster Stopp für diesen Tag war der Petrified Forest. Dieser beinhaltet Bäume, die vor Millionen von Jahren aus Zentralafrika nach Namibia angespült wurden. Dort wurden sie mit Erde bedeckt und durch den geringen Sauerstoffgehalt gut konserviert. Im Laufe der Jahre sind die Bäume sozusagen versteinert, haben aber ihr ursprüngliches Äußeres behalten. Die Jahresringe der einzelnen Bäume, sowie die Rinde und vorhandene Astlöcher sind deutlich erkennbar. Durch Erosionen wurden die Bäume im Laufe der Zeit freigelegt. Es dürfen jedoch keine eigenen Ausgrabungen vorgenommen werden, um das eigentliche Ausmaß des versteinerten Walds zu bestimmen. Der längste sichtbare Baustamm ist in etwa 30 m lang und erstreckt sich über das ganze zugängliche Gelände.

Nach diesem kleinen Abstecher mussten wir den zurückgelegten Weg erst einmal wieder zurückfahren. Nach diesem Abstecher machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Vingerklip. Dies ist der Überrest eines Gesteins, welches durch Erosionen übrig geblieben ist. Seitdem ragt dieser Stein wie ein Finger mitten in die Landschaft und ist schon aus größerer Entfernung sichtbar. Bis vor einigen Jahren gab es im Süden einen weiteren solchen Finger, dieser ist jedoch leider im Laufe der Zeit immer abgetragen worden, wodurch er irgendwann umfiel. Aron erklärte uns, dass Vingerklip dieses Schicksal wohl auch irgendwann teilen würde.

An diesem Halt angekommen, stiegen wir bis zum Vingerklip hinauf, um die einzigartige Aussicht zu genießen und die Rosenquarze, die mit dem restlichen Gestein verbunden sind zu betrachten. Mittags hielten wir dann in dem kleinen Ort Outjo, welcher über einen kleinen und gemütlichen Biergarten verfügte. Dort genossen wir das schöne Wetter und die leckeren Gerichte (die leider etwas länger benötigten, um fertig gestellt werden, sodass unser Zeitplan ein wenig durcheinander geriet. Gut gestärkt machten wir uns auf dem Weg zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Diese befand sich in etwa 1 km vom Tor des Etosha Nationalparks entfernt. Das besondere an dieser Unterkunft waren eindeutig die Zimmer. Diese befanden sich in der freien Natur, untergebracht in einem voll ausgestatten Zelt. Toilette und Dusche schlossen sich direkt an, waren aber draußen und man konnte somit die umliegenden Tiere immer wahrnehmen. Bilder folgen dann am morgigen Tag.

Insgesamt war unsere Reisegruppe total begeistert von dem ganzen Ambiente dieser Anlage. Es wirkte richtig einladend und die Mitarbeiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Das Essen überzeugte eindeutig mit den Auswahlmöglichkeiten, wobei man sich gar nicht entscheiden konnte, welches Gericht man zuerst probieren sollte. Zudem konnte man sich von Zebra bis Springbock die verschiedensten Steaks vor den eigenen Augen zubereiten lassen. Auch die Nudelfreunde kamen auf ihre Kosten.

Ein fröhlich singender Koch bereitete gebratene Nudeln mit den gewünschten Beilagen wie etwa Karotten und Paprika und der gewünschten Sauce genau dann zu, wenn man sich die richtige Menge selbst zusammengestellt hatte. Alles hat fantastisch geschmeckt und wir freuten uns schon, dass wir dieses Festmahl noch einen weiteren Abend würden genießen können. Wir mussten dann jedoch auch alle früh zu Bett gehen, denn schon am nächsten Tag würden wir uns auf Safaritour begeben und versuchen die Big Five anzutreffen.

7. Tag

Etosha Nationalpark

Der heutige Tag galt ganz dem Etosha Nationalpark mitsamt den dort lebenden Tieren. Wir waren alle sehr gespannt, da die meisten von uns diesen Tieren noch nie in freier Wildbahn begegnet waren. Schon früh am Morgen ging es los, damit wir gleich bei Öffnung des Parks bei Sonnenaufgang hineinfahren konnten. Grund dafür war, dass die meisten Tiere sich in den frühen Morgenstunden oder spät am Abend zeigen, da es um die Mittagszeit viel zu warm ist. Diese Feststellung mussten auch wir machen, da wir auf unseren Jeeps durch den Fahrtwind zu Beginn ganz schön froren, aber im Laufe des Tages wurde es natürlich besser.

Von Beginn konnten wir auch gleich viele Tiere wie verschiedene Antilopenarten, Springböcke und Zebras sehen. Die größeren Tiere blieben zunächst aus, weshalb uns unser Tourguide auch die vielfältige Vogelwelt des Parks näherbrachte, unsere kleine Ente wäre sicherlich begeistert gewesen, wir hatten sie sicherheitshalber jedoch zu Hause gelassen. Doch schon bald konnten wir auch einige Giraffen beobachten, die gemütlich einen Snack bei den Bäumen direkt neben der Straße einnahmen.

Am Vormittag machten wir einen Zwischenstopp mit Kaffee und Keksen im im Park gelegenen Camp, das eher wie eine Stadt anmutete. Dort war alles vorhanden, was man so braucht und es gab auch die Möglichkeit direkt neben dem Zaun zum Nationalpark mit seinen ganzen Tieren zu zelten, was sicherlich ein einmaliges Erlebnis ist. Uns gefielen jedoch auch sehr unsere größeren und komfortableren Zelte, die etwas weiter außerhalb gelegen waren.

Gegen Mittag waren immer weniger Tiere zu sehen, weshalb wir beschlossen zu unserer Unterkunft zurückzufahren, um dort etwas zu essen und uns von dem bisher gesehenen etwas auszuruhen. Auf dem Rückweg konnten wir dann von weitem auch noch einen Elefanten sehen, was für die vielen Stunden ohne diese großen Tiere eindeutig entschädigte.

Am Nachmittag fuhren wir dann noch einmal zurück, um vor dem Sonnenuntergang noch einmal unser Glück zu versuchen. Schon nach kurzer Zeit stand plötzlich ein riesiger Elefant direkt vor uns auf der Straße und wir konnten dieses majestätische Tier aus der Nähe beobachten, das war einer der besten Momente auf dieser Reise. Ein weiterer Wunsch unserer Gruppe bestand darin einen Löwen zu sehen. Unser Tourguide versuchte auch mit allen Mitteln uns diesen Wunsch zu erfüllen und fuhr alle im bekannten Stellen ab, an dem man diese Tiere üblicherweise zu Gesicht bekommt. Zudem fragte er alle Personen, die wir trafen doch leider schienen sich die Löwen an diesem Tag irgendwo versteckt zu haben, sodass wir sie bis zum Ende des Tages nicht mehr zu Gesicht bekommen sollten.

Bei der Suche stellten wir auch fest, welche Ausmaße der Park wirklich hat, da immer wieder betont wurde, dass wir nur einen kleinen Teil gesehen hatten. Ohne genaue Ortskenntnisse kann man sich hier bestimmt echt ganz schön schnell verfahren. Gegen Abend gingen dann auch über Teilen des Parks immer wieder kleine Regenschauer nieder, was aus der Entfernung echt beeindruckend aussah. Glücklicherweise wurden wir jedoch nicht nass. Leider wurde es aber immer kälter und windiger, weshalb wir die Fahrt irgendwann abbrachen und zu unseren Zelten zurückfuhren.

Eine andere Gruppe konnte auf dem Rückweg noch eines der seltenen Nashörner beobachten. In unserer Unterkunft angekommen, genossen wir noch ein weiteres Mal das hervorragende Abendessen mit der enormen Auswahl an verschiedenen Speisen schließlich sollte es am nächsten Tag schon wieder weitergehen und wir mussten uns stärken. Schon bald gingen dann alle müde aber glücklich ins Bett.

8. Tag

Etosha Nationalpark nach Windhoek

Heute stand uns eine lange Fahrt an, da wir wieder zurück nach Windhoek mussten und die Fahrten in Namibia ja bekanntlich ein wenig länger dauern. Dies bedeutete aber zur gleichen Zeit auch, dass unsere Zeit in Namibia und somit die Hälfte der Reise schon halb vorbei war.

Auf dem Weg nach Windhoek machten wir einen Zwischenstopp in Okahandja, wo wir einen Soldatenfriedhof besuchten. Diese Stadt ist bis heute die bedeutendste Stadt für den Stamm der Herero, weshalb auch ihre größten Stammesführer auf diesem Friedhof begraben liegen. Die Gräber waren wirklich beeindruckend zu sehen, da sie teilweise sehr pompös gestaltet wurden und somit die Bedeutung dieser Personen klar erkennbar war. In Okahandja machten wir auch unsere Mittagspause in einem kleinen Café, wo alle einen kleinen Snack einnehmen oder nur die Sonne und die frische Luft genießen konnten. Gegenüber dem Café war einer der größten Holzmärkte des Landes gelegen, wo man alles kaufen konnte, was das Herz begehrt. Bei der Größe einiger Objekte war uns allerdings nicht ganz klar, wie man diese mit nach Hause nehmen sollte. Einige Gruppenmitglieder nutzten jedoch trotzdem die Chance, um die letzten Souvenirs zu kaufen, die aber natürlich um einiges kleiner ausfielen als die riesigen vorhandenen Statuen.

In Windhoek angekommen zeigte uns Aron noch ein paar wichtige Stationen in Teilen Windhoeks, die man als Tourist vielleicht eher weniger zu Gesicht bekommt. Besonders die großen Blechhüttensiedlungen konnten dabei echt zum Nachdenken anregen und ließen uns den Komfort, den wir üblicherweise genießen noch einmal mehr zu schätzen wissen. Bewundernswert war jedoch, wie glücklich die dort lebenden Menschen aussahen und auch die üblichen Klischees von dreckiger und ungepflegter Kleidung war hier überhaupt nicht gerechtfertigt.

Zudem besuchten wir einen landestypischen Markt, auf dem man alle Sorten von Fleisch kaufen konnten. Die Tiere wurden vor Ort direkt ausgenommen und auf den Grill gelegt, weshalb der vorhandene Geruch für uns erst einmal gewöhnungsbedürftig war. Auch die Insekten, die dort zum Verzehr verkauft wurden, entsprachen nicht den Dingen, die wir auf einem deutschen Markt kaufen würden, aber es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt haben wir uns dann nur sehr kurz angesehen, da alle von der langen Fahrt sehr müde und erschöpft waren und sich erst einmal im Hotel frisch machen wollten. Am nächsten Morgen sollten wir dann ja auch noch einmal die Möglichkeit erhalten uns bei einem gemütlichen Stadtbummel alles in Ruhe anzuschauen.

Nach der Ankunft im Hotel wurde es uns freigestellt, ob wir am angebotenen Biergartenbesuch teilnehmen oder uns selbst etwas zum Abendessen suchen wollten. Alle nahmen dieses Angebot gerne an, weshalb wir gemeinsam in Joe’s Beerhouse fuhren. Dies ist ein sehr großer Biergarten, mit eindeutig deutschem Einfluss. Viele Menschen waren dort, jedoch bekam man davon nicht so viel mit, da durch die kreative Dekoration sich alles gut auf dem Gelände verteilte.

Neben deutschen Gerichten wurden auch landestypische Fleischsorten wie z.B. Krokodil angeboten. Die Portionen waren alle sehr groß und es hat ausgezeichnet geschmeckt, weshalb ich jedem nur den Besuch dort empfehlen kann. Später konnte dann jeder noch den letzten Abend in Namibia gemütlich ausklingen lassen.

9. Tag

Windhoek nach Kapstadt

Am heutigen Morgen konnten wir uns entscheiden, ob wir die verbleibende Zeit in Windhoek im Hotel und somit in der Sonne an der Poolanlage oder lieber in der Innenstadt verbringen wollten. Wir entschieden uns für die Fahrt in die Innenstadt, um noch einmal alle Eindrücke der Hauptstadt Namibias mitnehmen zu können. Als wir dann die Außenanlage des Hotels noch einmal im Tageslicht gesehen hatten, waren wir schon ein wenig neidisch auf diejenigen, die im Hotel bleiben würden, aber einen Tag am Pool konnten wir ja auch noch woanders genießen.

In der Innenstadt angekommen, besuchten wir noch einmal in Ruhe die Christuskirche und den Tintenpalast, welcher das Parlament des Landes beheimatet. Überall stießen wir auf Überbleibsel der deutschen Kolonialgeschichte, was z.B. durch Plaketten in deutscher Sprache deutlich wurde.

Nach dem Sightseeing-Teil des Tages gingen es alle noch etwas ruhiger angehen, bummelten durch die Straßen und Shoppingmalls oder kauften die letzten Souvenirs ein. Insgesamt fiel immer wieder auf, dass alles sehr sauber war und die Mitarbeiter der Geschäfte die ganze Zeit sehr bemüht waren ihre Läden und die Flächen davor zu putzen. Jedoch hatte unser Aufenthalt schon bald ein Ende und wir mussten Namibia und unserem Reiseleiter Aron auf Wiedersehen sagen (und dies im wahrsten Sinne des Wortes denn wir wollen dieses Land unbedingt noch einmal besuchen).

Die Zeit war gekommen und wir stiegen mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Flugzeug nach Südafrika. Nach dem etwa zweistündigen Flug wurden wir in Kapstadt neben einem Dekoelefanten der Marke Amarula auch von unserer Reiseleiterin Eva begrüßt. Diese brachte uns sogleich in unser Hotel, das uns die meiste Zeit in Südafrika beherbergen sollte.

Der Bus, der uns in Kapstadt empfing war um einiges größer und luxuriöser ausgestattet, aber im Laufe der Zeit fiel uns dann doch auf, dass der namibische Bus den Straßenbedingungen teilweise besser angepasst war. Nachdem wir noch das Abendessen in einem sehr heißen Speiseraum eingenommen hatten (glücklicherweise bekamen wir noch einen Platz, was leider nicht allen Gruppenmitgliedern vergönnt war), gingen wir auch zeitig zu Bett, um uns für die nächsten Tage zu erholen.

10. Tag

Von Kapstadt nach Oudtshoorn

Heute hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit uns einen Eindruck von Kapstadt und der südafrikanischen Landschaft generell zu verschaffen. Schnell wurde deutlich, dass die Stadt Kapstadt um einiges größer und belebter war als dies in Windhoek der Fall war und unser Hotel lag mittendrin, was es einfacher machte, die Sehenswürdigkeiten der Stadt bei Gelegenheit noch einmal zu besuchen.

Doch heute sollten wir die Stadt erst einmal verlassen. Dabei fuhren wir durch die angrenzenden Weinberge, die wir später noch besuchen sollten, über verschiedene Bergpässe und durch die kleine Karoo, welche hier im Spätherbst schon wieder um einiges grüner aussah als dies in den heißen Sommern der Fall ist. Von den Bergpässen und Küstenstraßen konnten wir auch einen guten Blick auf den Atlantik mit seinen wundervollen Sandstränden erhaschen, in den man manchmal gerne hineingesprungen wäre, obwohl das Wetter um einiges kühler als noch zuvor in Namibia war. Die Küstenstraßen im Gebiet der Garden Route zählen laut unserer Reiseleiterin zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Auch sonst wusste Eva viel zu erzählen und versuchte durch ihre zahlreichen Geschichten uns die Busfahrt so kurzweilig wie möglich zu machen.

Am Mittag erreichten wir Oudtshoorn mit seiner Straußenfarm, die an diesem Tag auf dem Programm stand. Dort besuchten wir zuerst die Aufzuchtstation, wo wir in den Außengehegen kleine Strauße beobachten konnten, die teilweise erst wenige Tage oder Wochen alt waren. Des Weiteren wurde uns auch eine der sogenannten Straußenvillen gezeigt, was bedeutete, dass diese schicken Villen aus dem Erlös der Straußenzucht gebaut werden konnten. Es folgten der Besuch des Brutkastens, wo Strauße versuchten sich aus ihrem Ei zu befreien, sowie eine kleine Ausstellung über die Verwendungsmöglichkeiten von Straußenprodukten, Gegenständen, die in Straußenmagen gefunden wurden und Federn von verschiedenen Straußensorten.

Nach dieser Ausstellung sollten wir jedoch auch die Tiere einmal real sehen und so machten wir uns auf den Weg zu den verschiedenen Gehegen mit den verschiedenen Straußenrassen sowie Emus. Wir hatten zudem die Möglichkeit die Stärke von Straußeneiern zu testen und die Strauße aus der Hand zu füttern. Am Ende konnten wir noch auf einem der Strauße sitzen oder reiten, was jedoch nur wenige Mutige aus unserer Gruppe in Anspruch nahmen. Die professionelle Absolvierung dieser Aufgabe zeigten uns dann Mitarbeiter der Farm bei einem Straußenrennen. Dabei war es beeindruckend zu sehen, welche Geschwindigkeiten diese Tiere erreichen können, man muss sich jedoch auch immer die Frage stellen, ob dies wirklich so gut für Strauße ist.

Anschließend machten wir uns nur noch auf den Weg in Richtung Knysna, wo etwas außerhalb dann unser Hotel für die nächsten zwei Nächte gelegen war. Das Schöne an diesem Hotel war der große Balkon (bei dem jedoch leider die Möbel fehlten) sowie das großzügige Zimmer, welches fast an ein kleines Apartment erinnerte.

11. Tag

Von Oudtshoorn nach Knysna

Am heutigen Tag war uns ein bisschen mehr Ruhe gegönnt, da uns nicht so viel Zeit im Bus bevorstand. Den Vormittag und Mittag sollten wir im Tsitsikamma Nationalpark vorbringen, wo wir ein Picknick machen würden. Um uns mit dem nötigen Essen und Getränken dafür zu versorgen, machten wir vorher einen kurzen Stopp in der nahegelegenen Kleinstadt Knysna. Leider war die Zeit dort viel zu kurz, um die Stadt ausreichend zu erkunden, aber wir erhofften uns einen erneuten Besuch nach dem Aufenthalt im Nationalpark.

Durch die hohen Parkgebühren für den Bus blieb uns nur eine begrenzte Zeit, um den Park zu entdecken und wir mussten alle wieder pünktlich zurück sein. Bis dahin begaben wir uns jedoch alleine oder in kleinen Gruppen auf den angrenzenden Wanderweg in Richtung der bekannten Hängebrücken. Unsere Reiseleiterin Eva entschied sich allerdings im Bus zu bleiben, wodurch wir auf Erzählungen über Natur und Umgebung während unserer Tour verzichten mussten.

Zu Beginn war es leider noch etwas nebelig doch dies hatte den Vorteil, dass es für unsere kleine Wanderung noch nicht so warm war. Als wir schließlich bei den großen Hängebrücken angekommen waren, hatte es jedoch aufgeklart und wir konnten alles im vollen Umfang. Uns hat der Abstecher in die Natur Südafrikas sehr gut gefallen, da es eine große Abwechslung zu den bisherigen Erlebnissen bot und auch einen großen Kontrast zu Kapstadt darstellen sollte, welches wir später noch einmal besuchen würden. Außerdem konnte man die angenehme Ruhe genießen und einmal in der Mischung aus Wald und Mehr ein wenig ausspannen. Unser Picknick nahmen wir dann am Eingang des Parks nahe dem Meer ein, wo wir auch einige Wellen betrachten konnten.

Nach diesem wirklich wunderschönen Ausflug ging es auch schon wieder zurück in Richtung Knysna. Leider wurde beschlossen, dass wir keinen weiteren Aufenthalt in der Stadt einlegen würden, sondern direkt zurück ins Hotel fahren wurden, da Eva dachte, dass wir sicherlich noch ein wenig am hoteleigenen Pool ausruhen wollten. Uns hätte ein Stadtbummel natürlich besser gefallen, aber wir versuchten auch so das Beste aus der Situation zu machen.

Denjenigen, die das Essenspaket mitgebucht hatten, sollten noch einmal am Abend aufbrechen, um ein besonderes Abendessen einzunehmen. Dieses sollte auf einem Schaufelraddampfer in der Lagune von Knysna stattfinden. Als dir dort ankamen, mussten wir leider feststellen, dass das es kein echter Schaufelraddampfer, sondern nur eine Attrappe war. Das Essen konnte uns leider auch nicht vollkommen überzeugen, weshalb die Fahrt eines wettmachen musste. Dies gelang auch einigermaßen.

Der Sonnenuntergang ging leider etwas im Nebel unter, aber ansonsten war es wirklich eine schöne Erfahrung. Nach dem Essen ging es dann wieder zurück ins Hotel, um uns dort auf die lange Fahrt vorzubereiten, die uns am nächsten Tag wieder bevorstand.

12. Tag

Knysna - Mossel Bay - Swellendam - Kapstadt

Früh machten wir uns auf den Weg zurück nach Kapstadt. Dabei standen insgesamt fast 500 km sowie mehrere Zwischenstopps auf dem Programm. Am frühen Vormittag erreichten wir Mossel Bay, wo wir das Bartholomeu Dia Museum besuchen sollte. Dieses Museum beinhaltet unter anderem den ältesten Briefkasten der Welt, der heute als ein großer Stiefel aus Stein dargestellt wird, in dem man immer noch seine Briefe werfen kann.

Eine Geschichte besagt, dass ein Kapitän überlegte, auf welchem Weg er am schnellsten Nachrichten übermitteln konnte. Er beschloss daher diese Nachrichten in einen Schuh unter einem großen, auffälligen Baum zurückzulassen. Diese Information gab er eine Freunde und Bekannte weiter, mit denen er in Verbindung bleiben wollte. Ab diesem Zeitraum blieb der Baum ein beliebter Treffpunkt zur Übermittlung von Nachrichten. Zudem wurde im Museum auch die Nachbildung des Schiffes ausgestellt, mit dem Bartholomeu Dias als erster die Südspitze Afrikas erreicht hatte und somit den Seeweg nach Indien entdeckte. Auf dem Rückweg passierte er auch das Kap der guten Hoffnung, was er aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse vor Ort Kap der Stürme nannte. Ihm zu Ehren wurde für den Jahrestag der Umsegelung die dort ausgestellte Nachbildung angefertigt und die durch ihn fortgenommene Reise von Portugal ausgehend noch einmal damit vorgenommen. Neben diesem Schiffsbau gab es natürlich auch alle weiteren Informationen rund um die Seefahrt zu der Zeit und die versuchten Umsegelung der südlichen Spitze Afrikas im Allgemeinen.

Nebenan gab es auch noch ein kleineres Museum, in welchem Muschel ausgestellt wurden. Neben lebenden Muscheln und Fischen gab es auch verschiedene Ausstellungsstück, die mit Muscheln in Verbindung gebracht werden können. Nach diesem Besucht machten wir uns auf in Richtung Swellendam, einem der ältesten Orte Südafrikas. Dort betrachteten wir das Drostdy-Gebäude und die ganz in weiß gehaltene Kirche der Stadt. Alles war sehr erhalten und schön anzuschauen, jedoch leider auch das einzig sehenswerte. Für das Mittagessen hatten wir die Möglichkeit in ein kleines Café einzukehren oder uns selbst einen kleinen Snack zu suchen. Viele wählten die Variante des Cafés, wo es jedoch sehr lange dauerte bis die verschiedenen Getränke und Gerichte kamen, weshalb wir unsere Weiterfahrt verschieben mussten.

Den weiteren Tag verbrachten wir dann im Besuch und erreichten am späten Nachmittag dann unser Hotel, in dem wir schon eine Nacht verbracht hatten. Um noch mehr von Kapstadt sehen zu können, beschlossen wir in einer kleinen Gruppe noch die nahegelegene Waterfront zu besuchen. Diese beinhaltet eines der größten Einkaufszentren in Kapstadt, sowie verschieden Hafen- und Außenanlagen. Uns hat der Besuch dort sehr gefallen und dieser wurde noch durch einen ausgetragenen Schul-Musikverband verschönert. Zudem konnten wir einige wunderschöne Aufnahmen des Hafens im Sonnenuntergang mit dem Tafelberg im Hintergrund machen.

Nach diesen vielen neuen Erfahrungen und der langen Busfahrt gingen wir zurück ins Hotel, wo wir nur noch unser Abendessen einnahmen. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass überall in der Stadt Sicherheitspersonal stationiert war, die für die Sicherheit der dort langschlenderten Personen sorgen sollten. In der Gruppe haben wir uns nicht unwohl gefühlt dort nach Einbruch der Dunkelheit noch langzulaufen, doch alleine sollte man es vielleicht nicht versuchen.

13. Tag

Kapstadt - Kap der Guten Hoffnung - Kirstenbosch - Kapstadt

Heute sollten wir einen der bekanntesten Orte des Landes, das Kap der guten Hoffnung, besuchen. Doch bevor wir dort hinfahren sollten, fuhren wir noch auf den Signal Hill, einen der höchsten Punkte Kapstadts, von dem man eine super Aussicht auf die Stadt und das Meer hat und zudem noch auf den Tafelberg. Dort sahen wir unter anderem lustig gekleidete Männer, die anscheinend einen Junggesellenabschied mit Paragliding zu besiegeln und konnten zusätzlich schöne Fotos des Tafelbergs schießen.

Dem Besuch des Kaps der guten Hoffnung hatte ich schon lange entgegengefiebert, da man ja schon viel darüber gehört hatte. Uns wurde jedoch schnell die Hoffnung genommen, dass wir dort den südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents erreichen sollten. Dieser liegt noch etwas weiter entfernt, ist jedoch weniger bekannt und weniger sehenswert. Doch wir mussten feststellen, dass das Kap der guten Hoffnung neben den Schildern mit der Beschreibung des Ortes reichlich wenig zu bieten hatte, da es nur aus einem steinigen Stand und einem begrünten Berg bestand. Zudem machte es seinem vorherigen Namen des Kaps der Stürme alle Ehre und wir wurden ordentlich durchgepustet. Aus diesem Grund hielten wir uns dort auch nicht allzu lange auf und wir machten uns auf dem Weg zum Cape Point, einem nahe gelegenen Berg mit Leuchtturm. Dort fuhren oder liefen wir bis zum höchsten Punkt hinauf, auf dem auch der Leuchtturm zu finden war, um das Kap der guten Hoffnung einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Zudem ist es eine geläufige Annahme, dass am Fuße des Cape Points der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander treffen. Dies kann jedoch nicht eindeutig bewiesen werden.

Bevor es wieder zurück nach Kapstadt gehen sollte, machten wir noch einen Zwischenstopp bei einer Pinguinkolonie ein. Dort ist ein gewisser Strandabschnitt für Pinguine abgegrenzt, wo diese in ihrem ursprünglichen Lebensraum leben können. Diese Einrichtung wurde errichtet, damit der Bestand der Pinguine in Südafrika auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Wir hatten alle große Freude den Pinguinfamilien zuzuschauen, da diese durch ihre tollpatschige Art den Besuchern viele Lacher entlocken konnten.

Am Nachmittag ging es weiter nach Kirstenbosch, wo wir den schönsten und bekanntesten botanischen Garten des Landes besichtigen sollten. Dort gab es unter anderem die Pflanze zu sehen, die nach dem ehemaligen Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela benannt wurde. Aufgrund der Jahreszeit (in Südafrika war es schon Spätherbst) waren die meisten Pflanzen schon verblüht und wir konnten die wahre Schönheit des Gartens überhaupt nicht bewundern. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass der Park zu einer geeigneteren Jahreszeit mit seiner Schönheit und Farbenpracht überzeugen kann. Aus diesem Grund hielten wir uns auch nicht allzu lange hier auf, da es auch begann etwas frischer zu werden Später am Tag stand uns dann ein weiteres Highlight bevor.

Wir besuchten ein afrikanisches Restaurant, in welchem uns neben afrikanischem Essen aus den verschiedenen Ländern des Kontinents auch eine afrikanische Tanzeinlage erwartete. Wir waren alle sehr angenehm überrascht, da die Mitarbeiter dort uns wirklich mit ihrer Lebensfreude und Rhythmusgefühl anstecken konnten. Auch das Essen war sehr lecker und man konnte eine gute Vielfalt über die verschiedenen Gerichte der einzelnen Länder erhalten. Leider war es nicht besonders üppig, wodurch einige der Mitreisenden mit einem kleinen Hungergefühl zurück ins Hotel fuhren und überlegten eine weitere Kleinigkeit in einer angrenzenden Lokalität einzunehmen.

14. Tag

Ausflug in die Weinregion

Das Programm, welches im Vorhinein von Berge und Meer zur Verfügung gestellt wurde, wurde am heutigen Tag leider nicht umgesetzt. Stattdessen besuchten wir im Rahmen des zuvor buchbaren Ausflugspakets die Weinregion, welche rund um Kapstadt gelegen ist. Zuerst besuchten wir die Stadt Stellenbosch, in welcher wir einige Zeit zur freien Verfügung hatten. Leider war es noch früh an einem Sonntagmorgen, wodurch die meisten Geschäfte und Cafés noch geschlossen hatten, was dazu führte, dass zeitweise etwas Langeweile aufkommen konnte.

Anschließend führen wir zu einer der größten und führenden Kellereien im Umkreis, welche wir im Folgenden besichtigen sollten. Dort wurden wir von einer Kölner Frohnatur herum geführt und bekamen alle nötigen Hinweise zur Weinherstellung. Besonders bestaunten wir die Halle mit den kunstvoll verzierten Fässern, sowie die weltweit größten Weinfässer. Nach der Besichtigung konnten wir natürlich auch noch einige der dort hergestellten Weine verköstigen und bekamen alle nötigen Informationen zu den einzelnen Weinen.

Später machten wir uns dann auf dem Weg zu einer weiteren Kellerei, welche unseren Besuch in der bekannten Weinregion noch abrunden sollte. Auf dem Weg passierten wir das Gefängnis, in welchem Nelson Mandela einen Großteil seines Lebens verbracht hatte. Heute wird dieser wichtigen Person mit einer großen Statue gedacht. Die nächste Kellerei empfing uns mit einem wunderschönen und geschmackvoll gestalteten Gelände. Leider gab es jedoch einige Missverständnisse bei der Terminabsprache, weshalb wir dort gar nicht mehr erwartet wurden, da wir schon etwa 2 Stunden zu spät waren. Man muss den dort Angestellten allerdings zugutehalten, dass sie die Situation bestmöglich lösten. Während eine Angestellte uns durch die dortige Kellerei führte, wurde alles für die anschließende Weinprobe wieder eingedeckt. Leider wiederholten sich die Informationen zur Weinherstellung, weshalb mir eine Kellerei auf der Reise genügt hätte. Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Umsetzung des ursprünglichen Programms mehr gefreut hätte und ich hoffe, dass dieses in Zukunft wieder umgesetzt wird.

Zurück in Kapstadt machten wir uns kurz für das letzte gemeinsame Abendessen in Südafrika fertig, welches im Hotel Ritz stattfinden sollte. Das Besondere an dem dortigen Restaurant war die Tatsache, dass sich das im höchsten Stock des Hauses befindliche Restaurant sich während der ganzen Zeit drehte, wobei es eine Umrundung in der Stunde absolvierte. Das dortige Essen war sehr gut, aber man hatte leider das Gefühl, dass wir schnell abserviert werden sollten um Platz für die nächsten Gäste zu machen. Nichtsdestotrotz konnten wir einen wunderschönen Ausblick über Kapstadt und einen entsprechenden Sonnenuntergang während des Abends bewundern, welches den Abend und die Reise gebührend abrundete.

15. Tag

Abreise

Heute war leider schon das Ende unserer Rundreise in Namibia und Südafrika gekommen und wir mussten uns heute vom Land verabschieden. Die Zeit bis zum Abflug am Nachmittag stand zur freien Verfügung und wir beschlossen uns zu viert auf den Weg in Richtung des bekannten Tafelbergs zu machen.

Obwohl der Ausflug dorthin natürlich auch seinen Preis hatte, wollten wir uns die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt nicht entgehen lassen. Glücklicherweise war uns auch der Wettergott hold und uns begrüßten am Morgen ein blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Nach einem Tipp unserer Reiseleiterin Eva machten wir uns schon zeitig auf den Weg, da sonst lange Warteschlangen vor dem Aufgang drohen könnten. Daher blieb uns eine allzu lange Wartezeit erspart und wir konnten schon bald mit der neuen, sich drehenden Gondel, auf den Gipfel fahren. Von dort hatten wir eine grandiose Aussicht über ganz Kapstadt und die Umgebung. Dies hatten wir zwar auch alles vom Signal Hill schon sehen, jedoch war es auch ein gutes Gefühl auf dem Tafelberg zu stehen.

Um alles erkunden zu können, wählten wir eine der ausgewiesenen Routen auf dem Berggipfel und konnten dabei Tier- und Pflanzenwelt dort bestaunen. Insgesamt verbrachten wir dort eine sehr schöne Zeit, mussten allerdings auch zeitig wieder den Rückweg antreten, da wir im Einkaufszentrum Waterfront noch eine Kleinigkeit zu Mittag essen wollten bevor es zum Flughafen ging.

Am Flughafen angekommen mussten wir einige Wartezeit in Kauf nehmen, da die Schalter erst später als erwartet geöffnet wurden. Zudem gab es einige Probleme beim Buchen der Sitzplätze, da einige zusammengereisten Paare durch das Bodenpersonal auseinander gesetzt wurden. Trotz dieser kleinen Problematiken erreichten wir alle wohlbehalten Windhoek, von wo aus wir zwei Stunden später den Rückflug nach Frankfurt und somit zurück in die Heimat antraten. Auch dieser Flug erwies sich als unproblematisch und Air Namibia war erneut eine super Fluggesellschaft.

Am nächsten Morgen landeten wir müde, aber glücklich, obwohl natürlich auch ein bisschen Traurigkeit aufgrund des Endes der Reise vorhanden war. Wir hatten uns mit unseren Mitreisenden gut verstanden und auch das Wetter in Afrika war um einiges besser als die 4 Grad, die uns bei unserer Ankunft erwarteten.

 

Insgesamt kann ich sagen, dass die Reise mit Berge und Meer ein super Erlebnis war, welches ich jederzeit weiterempfehlen würde. Ich würde gerne eine weitere Reise nach Afrika unternehmen, wobei ich Namibia jedoch Südafrika vorziehen würde. Für mich war Namibia eine ganz neue Erfahrung, wobei ich mich allerdings zu jeder Zeit sicher und willkommen fühlte. Südafrika hingegen war sehr europäisch und repräsentierte für mich weniger das Bild von Afrika, das ich im Kopf hatte. Zudem empfand ich das Programm in Namibia um einiges erlebnisreicher als in Südafrika, aber das ist natürlich immer eine persönliche Empfindung. Nach der Rückkehr hatte mich dann auch gleich wieder das Fernweh gepackt und ich bin schon am Überlegen, wo die nächste Reise, bestimmt auch wieder mit Berge und Meer, hingehen soll.

Sie möchten auch nach Afrika?

Mit Berge & Meer Afrika entdecken