Juli - August 2013

Erleben Sie die wunderschöne Halbinsel Yucatán mit ihren archäologischen Tempelstätten, folgen Sie den Spuren der Maya und erleben Sie die wunderschöne Flora und Fauna Mexikos. Anschließend erholen Sie sich in Ihrem Badehotel.

Ihr Chronist

Hallo und guten Abend,

es schreibt Konrad (Vater der Familie). Zuerst möchte ich meine Familie vorstellen. Mein Sohn Fridtjof ist 16 Jahre alt und hat gerade die Fachoberschulreife in der Tasche und wechselt in die Oberstufe - Auf dem Foto befinden wir uns gerade auf der Abschlussfeier. Unsere Tochter Gundula besucht gerade das 12. Schuljahr und wechselt nach den Ferien in die Abschlussrunde für das Abitur.

Meine Frau Birgit feiert noch am kommenden Samstag/Sonntag vor unserem Abflug ihren 50. Geburtstag… Somit ist diese Reise auch eine Geburtstagsreise. Ich bin Konrad (52) und Vater der Familie.

Wir haben in den letzten Jahren viele Fernreisen mit Berg & Meer unternommen und dabei immer wieder tolle Erlebnisse gehabt. Ich erinnere mich gerne an Thailand – Thailand wir kommen bestimmt noch einmal! – Laos, Kambodscha, Borneo, Vietnam… Jedes Land war spannend und wir können Rundreisen nur empfehlen. Es besteht immer die Möglichkeit, als „Urlauber“ die Kultur des Urlaubslandes incl. Land und Leute kennen zu lernen, und das finden wir einfach „mehr“ als nur Urlaub.

Nun versuchen wir die andere Seite der Erde zu erkunden. Ich freue mich auf Mexiko und bin gespannt auf die „alte“ Kultur der Maya, Land und Leute und die entspannten Tage am Meer. Während der Rundreise werden wir ausführlich berichten, jetzt sind noch die letzten Vorbereitungen für den großen Geburtstag meiner Frau zu erledigen und dann… MEXIKO, WIR KOMMEN!

1. Tag: Frankfurt - wir kommen

Da wir vom 20. auf den 21.07. mit 95 Leuten in meinen 50. Geburtstag hinein gefeiert und auch den Sonntag mit vielen lieben Gästen den Tag verbracht haben, sitzen wir nun noch extrem müde im Intercity von Hamm nach Frankfurt. Haben wir bis zur letzten Stunde des Sonntags Geschenke ausgepackt, Blumen in den Garten eingepflanzt etc., ist bisher noch nicht so richtige Urlaubsstimmung aufgekommen, aber wir sind zuversichtlich, dass sich das ganz schnell ändern wird, sobald wir ins Flugzeug eingestiegen sind.

Unsere Familie besteht aus Konrad (52 Jahre), Gundula (19 Jahre), Fridtjof (16 Jahre) und mir (Birgit, gerade 50 Jahre). Wir haben in den letzten 13 Jahren als Familie jedes Jahr eine Fernreise unternommen , vorwiegend nach Asien und in den letzten 8 Jahren ausschließlich mit Berge und Meer, weil wir immer mit den Rundreisen sehr zufrieden waren und dabei viele spannende Dinge erlebt und nette Mitreisende kennen gelernt haben.

In diesem Jahr war die Entscheidung, wohin wir fahren, recht schwierig, da in den Sommerferien von NRW kaum Reisen nach Asien von Berge & Meer angeboten werden, bzw. wir diese Reisen schon unternommen haben. So haben wir uns entschlossen, nach Mexiko zu fahren und hoffen, dass uns die Reise gut gefallen wird. (An eine Reise nach Kuba haben wir nicht ganz so gute Erinnerungen …).

Eine wesentliche Aufgabe, darin sind wir vier uns einig, wird darin bestehen, nicht alles mit der Asienbrille zu betrachten oder mit unseren Asienerfahrungen zu vergleichen, um einen schönen und interessanten Mexikourlaub zu erleben.

Nach einigen Stunden im Intercity, der aufgrund des Ferienbeginns leider total überfüllt ist, kommen wir in Frankfurt an. Das Einchecken erfolgt recht zügig, so dass wir als Zugeständnis an Fridtjof noch ein „Lokal“ mit dem großen M aufsuchen, denn Fridtjof hat mittlerweile Hunger, eine gute Entscheidung, wie sich noch herausstellen wird.

Zur Boardingzeit finden wir uns auf Gate 43 ein, wo irgendwann die Durchsage erfolgt, man solle gemeinsam zum Gate 60 gehen. Dort erfahren wir, dass sich der Abflug um mindestens 1 ¼ Stunden verzögern wird. In einer etwas provisorischen Wartehalle warten die Menschen recht geduldig, obwohl es ziemlich heiß ist und man nichts mehr zu trinken hat. Ein kleines Kind schreit ziemlich kläglich und viele fragen sich, warum diese Warterei nötig ist. (Wie der Kapitän uns später mitteilt, gab es bei dem ursprünglichen Flugzeug Probleme mit einer Öl-Düse (?), so dass man sich entschieden hatte, eine andere Maschine zu benutzen.) Mit Bussen werden wir über das Rollfeld gefahren und können dann endlich die Ersatzmaschine betreten. Immerhin, über Langeweile müssen wir nicht klagen.

Der Flug erfolgt recht entspannt, wenngleich die Sitze sehr eng stehen, und die Crew ist sehr freundlich und bemüht. Nach 10 Stunden landen wir um etwa 18.25 Uhr Ortszeit in Cancun, der Pilot konnte einen Teil der Verspätung aufholen, und wir sind froh, den unangenehmen Teil der Reise hinter uns zu haben. Bereits an der Gangway strömt uns warme Luft entgegen und wir freuen uns, endlich in Cancun zu sein.

Wir werden von einer sympathischen Frau begrüßt, unserer Reiseleiterin von Berge & Meer, die uns mitteilt, sie habe einen sehr schwer aussprechbaren, mexikanischen Namen: Hilde! Verschmitzt ergänzt sie „die wilde Hilde“ - na, das klingt ja vielversprechend, mal sehen, was die wilde Hilde so alles mit uns vorhat. Da die Mexikaner sich als Amigos (Freunde) fühlen, duzen sie sich, was Hilde uns für den Verlauf der Rundreise vorschlägt. Da alle einverstanden sind, können wir Gringos ( mexikanische Bezeichnung für uns) nun unkompliziert mit Hilde kommunizieren.

Bereits auf der Fahrt ins Hotel gibt uns Hilde viele Informationen bzgl. Land und Leute und weist uns auf einige wichtigen Verhaltensweisen hin, die uns den Aufenthalt erleichtern sollen. Wichtigster Tipp von Hilde: In Cancun gibt es nichts gratis! Das sollen wir in den nächsten Tagen bitte beherzigen. Weiter empfiehlt sie uns einen Coco lago zu trinken, laut Hilde ein „harmloses Getränk“, das aus einer frischen Kokosnuss, etwas Zucker und Wasser und aus Rum, Wodka, Gin etc. besteht. Obwohl wir normalerweise gerne Dinge ausprobieren, sind wir uns noch nicht sicher, ob wir tatsächlich auch dieses“ harmlose Getränk“ bestellen werden.

Während der Bus von Cancun nach Playa del Carmen fährt und es draußen immer dunkler wird, erzählt uns Hilde, dass die Hotels sehr naturverbunden seien und deshalb viele Tiere in den Hotels leben würden, wie z.B. viele Vögel und kleine Opossums, die wie Ratten aussehen. Wir finden das toll und hoffen, dass wir tatsächlich viele Tiere in der Anlage antreffen werden. Kurz bevor wir das Hotel erreichen, gibt Hilde uns in bester Absicht den Tipp, möglichst so spät ins Bett zu gehen, wie das eben möglich ist, um so der Zeitverschiebung nicht zu viel Tribut zahlen zu müssen. Das würden wir auch gerne tun, aber wir sind seit über 24 Stunden auf den Beinen und wollen nur noch auf ein Bett fallen.

Im Hotel „The reef“ angekommen, wird schnell eingecheckt und wir begeben uns mit einem Kofferträger zu unseren Zimmern - leider liegen in einem der beiden schon Leute drin, was wir beim Betreten beschämt bemerken. Nachdem zwei neue (unbewohnte Zimmer) organisiert sind, fallen wir trotz Hildes Tipp in die Betten und schlafen sofort ein (Zeitverschiebung hin oder her).

Kleiner Nachtrag: Zuvor habe ich unter Einsatz meines ganzen Körpers und diverser Handtücher noch 14 Mücken erschlagen- immerhin unter großen Anfeuerungsrufen von Gundi, die auf keinen Fall nachts eine freiwillige Blutspende geben will- zudem habe Hilde vor den Mücken gewarnt….

2. Tag: 1. Badetag

Der Tag beginnt vielversprechend. Nachdem wir immerhin bis 6 Uhr (mexikanischer Zeit) geschlafen haben, begeben wir uns um 7.00 Uhr zum Frühstück. Bereits beim Gang durch die Anlage fällt auf, dass alles sehr gepflegt und ansprechend gestaltet ist. Schöne Pflanzen und diverse Palmen vermitteln sofort Urlaubsfeeling. Die Wege schlängeln sich durch die Anlage und man erhält den Eindruck, man sei in einem großen Garten. Dieser Eindruck wird verstärkt, indem die einzelnen Häuser scheinbar beliebig in der Anlage verteilt sind und so einen gewachsenen Eindruck vermitteln.

Der erste Blick auf das Meer ist umwerfend!!! Hellblauer Himmel, keine Wolke und ein türkisblaues Meer, so weit das Auge reicht. Die unterschiedlichsten Türkisnuancen des Wassers bis an den Horizont – daneben ganz weißer Sandstrand – das ist einfach atemberaubend. So hatten wir uns zu Hause unser Resort und den Strand erhofft, aber im Prinzip doch nicht so recht zu glauben gewagt. Unsere Wünsche werden voll erfüllt. Klasse!

Etwas über das Hauptgebäude, in dem das Frühstücksbuffet angerichtet ist. Mit Blick auf das Meer finden wir einen tollen Sitzplatz und erfreuen uns an einem reichhaltigen und schmackhaften Buffet, das keinen Wunsch offen lässt. Während die Jungs gestern Abend noch etwas gegessen haben, sind Gundula und ich nun richtig hungrig.

Neben diversen kalten und warmen Speisen, z.B. mexikanischen Tortillas, gibt es ein riesiges Obstangebot, von dem wir reichlich Gebrauch machen. Selbst der Kaffee schmeckt gut und die Bedienung ist freundlich, aber nicht aufdringlich. Was braucht man mehr? Wir sind rundum zufrieden und die Strapazen der Anreise sind schon komplett vergessen. (Kaum zu glauben, dass wir vor einem Tag noch im überfüllten Intercity nach Frankfurt saßen).

Am Strand befinden sich überall kleine, mit Palmenblättern bedeckte Hütten und neben vielen Palmengruppen gibt es ausreichend Liegen unter Sonnenschirmen. Des Weiteren stehen überall Himmelbetten mit Baldachin herum, deren weißen Seitenverkleidungen sich sanft im Wind bewegen stehen und die begehrtesten Liegeplätze sind. Es weht ständig ein sanfter Wind, was sehr angenehm ist, denn angesichts der herrschenden Regenzeit haben wir super Wetter und ca. 33 Grad. (Am besten, wir beschwören es nicht zu laut).

Nach dem ausgiebigen Frühstück – inklusive Sekt – lädt uns der Strand zu einem kleinen Spaziergang ein. Da der schneeweiße Sand auch aus zerriebenen Muscheln besteht, ist er nicht heiß und man kann bequem barfuss laufen. Es gibt leider fast keine Muscheln etc., aber auch keinen Unrat, wie häufig an anderen Stränden. Wir sind total begeistert und Konrad fotografiert ein Postkartenmotiv nach dem anderen. Das Baden im karibischen Meer – als kleiner Abkühlung – ist schon wie im Bilderbuch.

Sind wir bereits an vielen tollen Stränden der Welt gewesen (z.B. Mauritius, Philippinen, Bali, Borneo, Kuba etc.) so ist dieser Strand dennoch etwas Besonderes. Das Wasser ist ganz klar und durch den weißen Sand von intensiver türkiser Farbe. Gundula, mit einer fast schon neurotischen Algenangst ausgestattet, ist hellauf zufrieden, denn weit und breit gibt es nichts, was ihr beim Schwimmen in die Quere kommen könnte. Angesichts des tollen Wassers begeben wir uns zur Tauchbasis und buchen für die Kinder einen Tauchkurs, der schon nachmittags beginnt, und für Konrad und mich einen Schnorcheltauchgang für den nächsten Tag.

Alles sehr unkompliziert, da sich die Basis im Ressort befindet und auch keine Probleme damit hat, dass der Tauchkurs nach der Rundreise fortgesetzt wird. Die Gäste im „The reef“ sind international und richtig ruhig. Meine schlimmsten Befürchtungen erfüllen sich glücklicherweise nicht, denn in Kuba hatten wir meistens von morgens bis abends karibische Beschallung, die mich nach einigen Tagen doch ziemlich anstrengte, um nicht zu sagen, nervte. Auch die Tatsache, dass man im „The reef“ ab morgens an diversen Bars etc. so viel Alkohol trinken könnte, wie man wollte, führt zu keinerlei negativen Erscheinungen. Irgendwie scheinen die Gäste mit dem reichhaltigen und überaus großzügigen Alkoholangebot gut umgehen zu können.

Während wir es uns am Pool mit Blick auf die Karibik richtig gut gehen lassen und entspannen, verschwinden die Kinder zur ersten Theoriestunde ihres Tauchkurses. Leider können wir mit dem Handy keine Verbindung nach Deutschland aufbauen, um kurz mitzuteilen, dass wir gut angekommen sind. Ein netter Gast, der aus Venezuela kommt, wie sich später herausstellt, bietet mir an, sein mobile zu benutzen und per Internet nach Hause anzurufen. Eine Bezahlung lehnt er vehement ab und unterhält sich stattdessen mit mir über Venezuela und Europa – ein sehr netter Nebeneffekt, dass im „The reef“ so internationales Publikum verkehrt, was den Aufenthalt noch interessanter macht.

Eine ähnliche Begebenheit erlebe ich etwas später beim Schwimmen im Meer. Mit Schnorchel und Flossen ausgestattet, würde ich gerne etwas weiter als die ca. 40 Meter schwimmen, wie dies die meisten Schwimmer tun, aber alleine finde ich es zu riskant. Während ich so im Wasser dümple, gesellt sich ein weiterer Schnorchler zu mir, der scheinbar ähnlich gedacht hat, denn er bietet an, „I catch an eye on you and you catch an eye on me. Is this okay?“ Da er ein guter Schwimmer zu sein scheint, schwimmen wir gemeinsam noch etwas heraus, drehen dann aber doch irgendwann um in der Sorge, von den Wasserjetfahrern nicht gesehen und überfahren zu werden. (Er kommt aus Santiago de Chile, wie er mir auf dem Rückweg erzählt und war im Winter sogar in Italien).

Nach einem reichhaltigen, äußerst schmackhaften Abendessen und einem kleinen Strandspaziergang endet der zweite Tag. Wir freuen uns in Mexiko zu sein und schon so Eindrücke gewonnen zu haben.

3. Tag: Schnorcheln und Tauchen

Auch heute ist das Frühstücksbuffet reichhaltig und abwechslungsreich und wir genießen mit Blick auf das Meer unser zweites Frühstück, das ganz dekadent mit einem kleinen Glas Sekt abgerundet wird. Gundula und Fridtjof müssen bereits um 9.00 Uhr in der Tauchbasis sein und absolvieren dort den ersten Teil der theoretischen Prüfung, was gut klappt. Wir haben dank des frühen Aufstehens ein „Himmelbett“ mit weißem Baldachin und wehenden Seitengardinen ergattert und sitzen äußerst zufrieden mit Blick auf das Meer und lesen ein gutes Buch.

Mit Rücksicht auf die Kinder bemühen wir uns, nicht in Richtung Pool zu sehen, wo Gundula und Fridtjof samt Instructor erscheinen, um nun mit der praktischen Tauchausbildung zu beginnen. Beide machen einen sehr zufriedenen Eindruck, das Tauchen im Pool und die Übungen scheinen Spaß zu machen. Absolut entspannt genießen wir währenddessen die Stille und den grandiosen Blick auf das Meer. Das Wetter spielt immer noch mit – keine Wolke am Himmel – (trotz Regenzeit) und türkisblaues Wasser, so weit das Auge blicken kann.

Aus unserer Berge & Meer-Reisegruppe haben wir ein Ehepaar kennen gelernt, mit dem wir gestern Abend etwas im Meer geschnorchelt haben. Wir konnten es ermuntern, auch den „Schnorcheltauchgang“ zu buchen, so dass wir uns gegen 11.30 Uhr zu viert zur Tauchbasis begeben, nachdem wir uns an der Snackbar des „The reef“ noch mit Pizza und Sandwiches gestärkt haben. Nebenbei: Der Geheimtipp des Ressorts ist der Mojito, der auch ohne Alkohol super lecker schmeckt und prima erfrischt. Das All-inclusive-Paket ist wirklich sensationell und lässt keine Wünsche offen!

In der Tauchbasis erhalten wir eine ABC-Ausrüstung und einige Instruktionen bzgl. des Schnorchelgangs. Mit dem Tauchboot, das immerhin über zwei Außenbordmotoren á 115 PS verfügt, gleiten wir an der Küste entlang. Die Aussicht – bei schönstem Sonnenschein – ist schon der helle Wahnsinn und der Kapitän lässt sein Boot stolz über die Wellen krachen, was den anderen offensichtlich sehr viel Spaß bereitet, meinen Rücken aber nicht ganz so erfreut.

Auf der zwanzig minütigen Fahrt entlang der Küste sehen wir viele Hotels, die sich alle im Baustil unterscheiden, und wir stellen relativ schnell fest, wie toll der Strand vor unserem Ressort ist, denn viele andere Hotels besitzen kaum oder gar keinen Sandstrand und die Gäste müssen irgendwie über die Felsen ins Meer gelangen. Dank an unseren Reiseveranstalter! Unser Hotel liegt wirklich klasse!

Nach der Schifffahrt, die schon für sich genommen ein Erlebnis ist, gelangen wir in eine schöne Bucht mit recht ruhigem Wasser. Vom Boot aus kann man bereits erkennen, dass dort viele Korallenbänke sind, bei denen wir viele Fische zu sehen erhoffen. Ich bin zunächst ziemlich skeptisch bzgl. der Fischbeobachtung, da bereits viele Boote in der kleinen Bucht ankern und sich unzählige Schnorchler im Wasser befinden, aber bereits nach wenigen Minuten werde ich eines Besseren belehrt.

Zum Teil finden wir „Fischsuppe“ vor, so weit man schauen kann, und ganz viele unterschiedliche Fischarten im 0-4-Meterbereich. Wir erblicken ganze Schwärme von Zebrafischen, diverse Kaiserfischarten, die zum Teil in ganzen Schwärmen an uns vorbeiziehen. Die Anzahl der Korallen, von Fächer- bis Gehirnkoralle, ist groß und scheint ein gutes Versteck für die Fische darzustellen, so dass wir richtig viele Fische geboten bekommen, vor allem dann, wenn man sich Zeit nimmt und etwas unter die Korallenstöcke schaut. Ich erblicke mehrere kleine Imperatoren, verschiedene Demademoisellen, Kofferfische und und und.

Wir sind ziemlich begeistert und dankbar, den Schnorchelgang gebucht zu haben. Immer wieder entdecke ich andere Fischarten und es scheint so, als hätten sich die Fische der Bucht an die vielen Schnorchler gewöhnt und würden diese einfach ignorieren. Einem größeren Fischpaar scheine ich unbeabsichtigt zu nah an seine Brut gekommen zu sein, denn es versucht, mich zu vertreiben. Beide Fische schwimmen sehr dicht an mich heran, quasi in Verteidigungsposition, und ich trete schnell den Rückzug an. Zwischen vielen Korallenbänken, die alle erstaunlicherweise unversehrt und intakt aussehen (trotz der vielen Schnorchler!), schlängele ich mich weiter und entdecke immer wieder neue Fische, die im glasklaren Wasser bei Sonnenschein ganz farbenfroh erscheinen.

Nach sechzig Minuten kehren wir alle auf das Boot zurück und fahren mit vielen Eindrücken in Richtung „The reef“. Habe ich bereits früher 280 Tauchgänge absolviert, davon viele auch im indischen Ozean, bin ich schon sehr beeindruckt von den unterschiedlichen, farbenfrohen Fischarten, die wir gesehen haben. Nachdem die Schnorchler das Tauchboot verlassen haben, fährt dieses erneut mit einer Gruppe von Tauchern raus, die nun auch die Unterwasserwelt erkunden will – Gundula und Fridtjof, die sich laut Tauchlehrer im Pool bewährt haben, sind mit dabei - auf dem Weg zum ersten Meerestauchgang.

Leider erweist sich die Strömung am Tauchgebiet als so außerordentlich stark, dass der Tauchlehrer nach etwa zehn Minuten den Tauchgang abbrechen muss, da das Seil, an dem sie sich abseilen sollten, quer im Wasser treibt und alle fast abgetrieben werden. Das Besteigen des Bootes erweist sich bei der starken Strömung und dem hohen Wellengang als äußerst schwierig und ist recht beschwerlich. Gundula nimmt die Strömung und das Schaukeln des Schiffes so sehr mit, dass sie sich den kompletten Rückweg übergeben muss. Während Fridtjof ziemlich enttäuscht ist, möchte Gundula nur noch an Land. Nach einer kurzen Erholungsphase setzen beide aber mit dem Instructor ihre Theorieausbildung fort, damit sie bei der Rückkehr nach der Rundreise einen Tauchgang wagen können. (Ich hoffe, dass das Erlebnis für Gundula nicht so schlimm war, dass sie nun vom Tauchen die Nase voll hat.)

Das Abendbuffet ist erneut ganz vielfältig und lecker und wer selbst einen Teenager im Wachstum hat bzw. hatte, wird nachvollziehen können, wie dankbar wir über das All-inclusive-Paket sind (Fridtjof hat nach dem vielen Sport nun richtig Hunger). Selbst der Wein schmeckt gut und wir genießen zu viert nach diesem ereignisreichen Tag unser Abendessen. Nach einem kleinen Strandsspaziergang fallen wir zufrieden in unsere Betten, unser dritter Urlaubstag war richtig schön!

4. Tag: Fahrt über Tulum nach Chetumal

Wir haben wieder Sonnenschein und tiefblaues Meer zum Frühstück…Karibik pur! Die Koffer haben wir vor dem Frühstück gepackt und um 8.30 h erwartet uns unsere Reiseleiterin Hilde mit einem nagelneuen Bus. Wir machen uns auf den Weg nach Tulum.

Die Autobahn ist ohne deutsche Schlaglöcher. - So kann man gut reisen. Währende der Fahrt erklärt uns Hilde, dass Tulum zu den meist besuchten archäologischen Stätten gehören soll. Pro Jahr legen ca. 3.000 Kreuzfahrschiffe an dazu kommen noch die vielen „Landtouristen“. Tulum ist eine Handelsstadt und gleichzeitig eine Festung gewesen, die von 5 - 6 Meter hohen Mauern umgeben ist.

Zum Meer hin wird Tulum von einem Korallenriff umgeben, das die Funktion eines Schutzwalls aufweist. Lediglich an einer Stelle war die Durchfahrt für Schiffe möglich. Den Handelspartner wurde der Weg durch zwei Feuer gewiesen. Die ersten Eroberer sind an dem Korallenriff gescheitert. Deshalb konnten die Spanier Tulum erst zum Ende ihrer Eroberungszüge einnehmen.

Es wurden/werden 25 Mayasprachen gesprochen, die absolut unterschiedlich sind. Eine Ausnahme bildet Yucatan, dort wird nur eine Mayasprache gesprochen. Die Grundlage für Tulums Handel war Kakao und Honig. Der Bienen- oder Morgengott Xaman war einer der wichtigsten Götter für die Händler. Nach der Besichtigung ist mein T-Shirt total durchschwitzt… Leider habe ich mir kein Ersatz-T-Shirt eingepackt.

Wir fahren weiter… um ca. 15.30 Uhr errechen wir unser Restaurant, das an einem Süßwassersee „Cenote a Zor“ gelegen ist. Ursprünglich war es eine Kalksteingrotte. In der weiteren Entwicklung ist die Grotte eingestürzt und es hat sich der Süßwassersee gebildet. Der frisch gegrillte Fisch schmeckt super gut. Beim Essen schauen wir auf den Süßwassersee, in dem Kinder baden und sich mit Wasser bespritzen. Das Restaurant ist ein guter Tipp: Gutes Essen und Entspannung am See.

Nach 2,5 h erreichen wir Chetumal, die Hauptstadt des Staates Quintana Roo. Unser Holyday Inn-Hotel ist sehr geschmackvoll eingerichtet, mit einem schönen Pool. Unsere Reiseleiterin geht mit uns zum Geldwechseln und zeigt uns den Weg zu einer Apotheke. Ich schaue mir einen - für deutsche Verhältnisse sehr kleinen - Baumarkt an. Interessante Maschinen, kein „Bosch & Co“, alles unbekannte Namen, aber auch Bohrmaschinen, Kreissägen, Trennjäger ….

Zwei Ladenlokale weiter steht alles voller Schuhe, die nur bedingt zur deutschen Schuhmode passen. Ganz extrem finde ich die ausgestellte mexikanische Damenmode, die ich nicht einordnen kann. Wir sind sehr müde und essen deshalb noch schnell im gegenüberliegenden Restaurant „Hotel Los Cocos“, da das Essen im Park Inn lt. Hilde nicht so gut sein soll. Die Guacomole (mex. Avocado-Dip) ist umwerfend und die Sandwiches sind lecker. 360 Peseten für Essen und Trinken für vier Personen sind absolut in Ordnung. - Das war ein gelungner Tag, wir fallen müde ins Bett.

5. Tag: Auf den Spuren der Mayas

Das Holiday Inn, unser Übernachtungshotel, ist ganz nett, es besitzt einen schönen Innenhof, strahlend polierte Marmorböden etc. und wir genießen unser schönes Zimmer. Unser Frühstück besteht aus einem leckeren Obstteller, der liebevoll angerichtet wurde, und aus verschiedenen Eierspeisen, die man individuell bestellen kann. Dazu gibt es Toast und Marmelade - nach dem Buffet vom „The reef“ etwas spartanisch, aber mir reicht es vollkommen.

Nachdem wir um 8.15 Uhr das Hotel verlassen haben, fahren wir durch die Straßen von Chetumal, wo noch nichts los ist. Der Alltag scheint später zu beginnen, denn alle Läden sind noch zu und kaum Menschen auf den Straßen zu sehen. Auffällig sind die vielen, gut erhaltenen VW Käfer, die alle noch recht gut aussehen und mich sentimental an meine Kindheit erinnern.

Hilde wird heute und morgen von ihrer Freundin Thérèse begleitet und gibt uns auf der Fahrt wieder viele Informationen, um das Land und die Leute besser zu verstehen. Die wichtigste Ansage ist, dass das Wetter bis Ende der Woche warm und sonnig bleiben soll - das wäre prima! Daneben berichtet Hilde uns, die Mayas hätten eine Art Sauna erfunden, um die Seele zu reinigen, und seien sehr sauber gewesen, d. h. zweimal ein Bad am Tag und eine ganz andere Hygiene als die Menschen zur gleichen Zeit in Europa.

Auf der Fahrt ist alles grün, da wir in der Regenzeit hier sind, und im Oktober wären die vielen Felder etc. schon braun und verbrannt. Also hat es auch Vorteile, in der Regenzeit zu verreisen! Wir sehen viele Pflanzen, wie z.B. Bananen, Bougainvilleas, Feuerpflanzen und immer wieder Palmen. Die Regierung hat diese Region unter Schutz gestellt, so dass hier viele Tierarten vorkommen, diverse Frösche, Amphibien, Echsen, 300 Schmetterlingsarten, Seidenspinnen, Krokodile, Tapire und viele Fischarten.

Hilde erläutert uns, dass die Atzteken grausamer als die Mayas gewesen seien, Menschenopfer wären bei ihnen Usus gewesen, und dass die Atzteken diese Rituale mit nach Yucatan gebracht hätten. Zunächst hätte man zwar gedacht, die Mayas seien nicht so grausam, d.h. man sah sie als große Astronomen und Wissenschaftler, aber seit der Entdeckung von Ruinen in den 50-ziger Jahren stellte man fest, dass auch sie Menschen ausbluten ließen oder den Brustkorb von Menschen mit Edelsteinen aufschlitzten, um das noch schlagende Herz den Göttern zu opfern. (Man hat Mel Gibson nicht erlaubt, seinen Film „Apokalypse“ in Yucatan zu filmen, da man nicht wollte, dass die Welt von diesen Bräuchen erfahren würde.)

Wir sind froh, keine Zeitreise gebucht zu haben. Da in Yucatan früher viel Sisal angebaut wurde, was aufgrund der klimatischen Bedingungen hier sehr gut gedeiht und was früher weltweit zur Seil- und Sackherstellung exportiert wurde, führte dies damals zu Reichtum in der Region. Nach der Erfindung von Plastik kam es zum wirtschaftlichen Abstieg. Mittlerweile wird hier nun anstelle des Sisals viel Zuckerrohr angebaut und die blaue Agave, die man für die Herstellung von Tequila benötigt. Der Tequila, der weltweit aber witzigerweise nicht von den Mexikanern selbst getrunken wird, heißt hier Isamal (?), da er nur in Zentralmexiko als Marke Tequila genannt werden darf.

Haben wir auf der Reise bisher schon mehr oder weniger unfreiwillig festgestellt, dass sehr viele mexikanische Frauen äußerst wohlgenährt aussehen, erhalten wir prompt eine Erklärung, als habe Hilde unsere Gedanken lesen können: Eine Mayafrau soll dick - ja fast schon quadratisch sein - dann gilt sie als gesund und geeignet, Kinder zu bekommen. Junge dünne Frauen gelten hier als hässlich - na, jetzt wird uns so einiges klar….

Gut, dass wir Hilde haben, die nicht nur viele interessante Informationen gibt, sondern auch die absolute Ruhe selbst ist und herrlich unhektisch die Reisegruppe führt. Ein großer Gewinn für die Rundreise! (Wie man merkt, werde ich von Tag zu Tag glücklicher und kein Gedanke mehr, ob es vielleicht schöner gewesen wäre, erneut nach Asien zu fahren.)

Um 9.30 Uhr gelangen wir nach Kohunlich, ca. 145 m über NN, was für Yucatan richtig hoch ist, und wunderschön im Wald liegt. Wir sind der erste und der einzige (!) Bus, was sich beim Rundgang durch diese Mayastätte als äußerst angenehm erweist. Bei der Besichtigung der Ausgrabungen, die nur 6% der eigentlichen Anlage darstellt, sind wir total fasziniert. Enorm, welche Baukunst die Mayas beherrscht haben. Wir sehen eine Akropolis, das Herrenhaus, auf das wir mit einer riesigen Treppe hinaufsteigen und wo wir einen wunderbaren Ausblick auf die Anlage erhalten, die komplett im Grünen liegt.

In der Akropolis, so stellt man sich allgemein eine Mayapyramide vor, befindet sich eine Art Hochebene, wo sich viele einzelne Räume aufgliedern, wie z.B. Räume mit gut erhaltenen Rundbögen, einige mit Art „Badestellen“ (ist meine persönliche Interpretation) . Dicke Außenmauern, die immer wieder von neuen Herrschern ergänzt und vor allem auch erhöht wurden, umrunden das ganze Gebilde, was schon sehr gigantisch wirkt. Wir staunen, mit wie viel Energie diese ganzen Gebäude etwa 600 n. Chr. aus Kalksteinen erbaut wurden und bewundern die architektonische Leistung aber auch die Menschenkraft, die dazu nötig gewesen sein muss.

Der nächste Teil der Anlage diente den Mayas für Ballspiele, die zur Ehre der Götter gespielt wurden. Die Verlierer - aber manchmal auch die Sieger (!) - wurden nach dem Spiel geköpft, zum Teil wurde mit diesen Köpfen weitergespielt. Hildes Ausführungen enden glücklicherweise an dieser Stelle und keiner unserer Gruppe interessiert sich für weitere Details.

Durch den tropischen Wald gelangen wir zum „Tempel der Masken“, wo wir erneut auf einer großen Treppe nach oben klettern und mit einem tollen Blick über die Anlage und die Vegetation belohnt werden. Die ca. zwei bis drei Meter hohen, in Stein gehauenen Masken sind sehr beeindruckend und aufgrund der Lagerung unter einem riesigen Palmendach sehr gut erhalten. Der Besuch dieser nicht so oft angefahrenen Anlage hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Besonders schön ist, dass wir nicht nur die Gebäude, sondern viele wunderschöne Pflanzen und Tiere sehen. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken, riesige Palmen, Kapokbäume, die kerzengrade in den Himmel ragen, Palmen, die mit unzähligen Epiphyten bewachsen sind, aber auch große Kröten und Schmetterlinge, farbenfrohe Raupen und viele schöne Vögel. Die 1 ½ Stunden in Kohunlich verfliegen wir im Flug und sehr beeindruckt kommen wir alle zu unserem Bus zurück, der wunderbar kühl ist.

Auf der Weiterfahrt können wir den Rest des Filmes über Entzifferung des Mayacodes sehen oder auch einfach nur entspannen. Gegen 14.00 Uhr halten wir für eine Mittagsrast in einem urigen mexikanischen Restaurant, wo man neben frisch gemachten Nachos auch diverse Suppen, Gemüse- und Fleischgerichte erstehen kann. Alles ohne großen Schnickschnack aber sehr landestypisch. Dazu wird frischer Saft aus einer Art Johannisbeere, aus Feigenkakteen und aus einer Art Spinat angeboten. Die Mutigen aus unserer Gruppe trinken die Säfte, wir halten uns aus Angst vor Montezumas Rache erst einmal zurück, denn wir haben noch einige Stunden Busfahrt vor uns.

Auf der Weiterfahrt sehen wir viele Ziegen und Rinder, die auf endlosen Weiden grasen. Insgesamt verändert sich die Landschaft im Laufe der Fahrt, die Vegetation wird anders, das Grün wird grüner, soll heißen dunkler, und der Boden besteht nicht mehr aus Kalkstein. Die Häuser sind zum Teil grell lila, pink oder türkis gestrichen - wirklich stylisch!

Sehr bemüht informiert uns Hilde ausgiebig über das Schulsystem, die Krankenversicherungen, die Sozialversicherung und über die Besonderheiten der verschiedenen Bundesländer, durch die wir fahren, so dass auf der langen Fahrt keine Langeweile aufkommt (falls man nicht schläft, liest oder nur die beeindruckende Landschaft genießt.)

Mit Höchsttemperatur von 37 Grad und 490 kurzweiligen Kilometern erreichen wir Palenque. Anschließend lassen Gundula und ich uns bei einer einstündigen Massage im Spa (liegt wunderschön in einem kleinen Tal unterhalb des Hotels) verwöhnen, die nach den gefahrenen Kilometern total gut tut. Ein absolut schöner Tag!

6. Tag: Palenque über Welib Ha nach Palenque

Nach einer entspannten Nacht - natürlich mit Klimaanlage - und eine guten Frühstück machen wir uns auf den Weg. Wir sind der größte Teil der Gruppe, die sich mit einem Dschungelführer auf die Suche nach Tempelanlagen begeben will. Die anderen aus der Gruppe kommen später nach. Wir fahren nach Palenque; ca. 300 Meter vor dem Eingang zur Besichtigung der Maya-Stadt teilen wir uns in zwei kleinen Gruppen auf.

Wir sind in der Gruppe mit dem englischsprachigen Scout. Ein sehr netter junger Mann, absolut interessiert und mit sehr viel Wissen über die Mayazeit, Palenque und kennt sich - wie wir später erleben werden - im Dschungel gut aus, stellt sich bei uns vor. Wir gehen auf einen kleinen Trampelpfad in den Dschungel; nach 100 bis 200 Metern sind wir in einer völlig anderen Welt. Die Blätter des Urwaldes verschlucken das touristische Treibe der Händler vor dem Eingang zu Palenque, das Sonnenlicht ist gedämpft und wir gehen hintereinander weiter in den Regenwald.

Unser Führer zeigt uns Lianen und andere interessante Pflanzen. Warnt uns vor stacheligen Pflanzen am Wegesrand, führt und über kleine Bäche und findet immer wieder interessante Blüten und Samenkörner. Nach seiner Einschätzung sind wir gut zu Fuß, daher fragt er uns, ob wir über einen kleinen Trampelpfad zu einem vergessenen Tempel gehen wollen. Das finden wir interessant. Wir gehen querfeldein, nur ein kleiner Pfad weist den Weg. Plötzlich stehen wir vor einem kleinen Erdhügel, der ein Maya-Haus war. Wir können sogar noch durch einen kleinen Eingang ins Haus und danach noch weitere 2-3 Meter ins Haus gehen, das heute Fledermäuse bewohnen, die beim Lichtschein eines Handys aufgeregt umherflattern.

Auf dem Weg zum Tempel sehen wir einige Mamutbäume, die gigantisch groß sind. Wir erreichen den vergessenen Tempel. Wir fragen den Scout einiges zur Bauweise des Tempels, der damaligen gesellschaftlichen Struktur und über die politischen „Druckmittel“, die einen solchen Staat zusammenhalten. Es entsteht eine spannende Diskussion, die wir leider aus zeitlichen Gründen abbrechen müssen. Wir gehen direkten Weges zum Ausgangspunkt zurück und treffen nach ca, 1,5 h die restliche Gruppe.

Auf dem Vorplatz zur Maya-Stadt Palenque hat das bunte Treiben der Händler zugenommen. Es werden viele Hüte und … verkauft. Unsere Reiseleiterin hatte uns erklärt, dass von Palenque ca. 6% freigelegt worden sind, der Rest der Maya-Stadt liegt unerforscht im Urwald. Ich bin gespannt und werden nicht enttäuscht: Bereits der erste Tempel „Tempel Of The Inscriptions“ ist sehr beeindruckend. Leider ist der Tempel nicht zugänglich und blaue Plastikfolien verdecken wegen der Restauration den Blick, dennoch beeindruckt mich die Tempelanlage.

Weiter folgend erscheint der große vierstöckige Tempel (Palasttempel), den wir besteigen können. Die Tempelanlage ist differenziert aufgebaut und beinhaltet eine Ahnengalerie, die nur noch teilweise die Gesichter erahnen lässt. Vom oberen Bereich der Tempelanlage eröffnet sich ein grandioser Blick über den Urwald. Weitere Tempelanlagen folgen, z.B. der des Sonnengottes „Tempel de Sol“. Leider habe ich Problem mit dem Akku meiner Kamera, so dass ich meine Kinder bitte, per iPhone so viele Bilder wie möglich zu machen.

Ich besteige noch den Tempel Templo de la Cruz. Wieder eröffnet sich ein toller Blick über den Urwald und zudem kann man die daneben liegenden Tempel gut anschauen. Wirklich beeindruckend, ein absolutes Muss. – Es ist sehr heiß, wir machen unter einem großen Baum Pause und warten auf die anderen aus der Gruppe.

Wir machen uns wieder auf den Weg und erreichen nach ca. einer Stunde Busfahrt die Wasserfälle von Welib Ha. Unser Reiseleiterin hatte uns überraschen wollen und das ist ihr gelungen: Das Wasser fällt an einer Felsenkante aus ca. 10 Meter Höhe in die Tiefe und bildet einen kleinen See. Das Wasser ist sehr klar und voller Fische. Wir gehen Baden und schwimmen zum tosenden Wasserfall; das Wasser erfrischt unsere Haut und wir haben alle eine sehr gute Laune, da das Schwimmen viel Spaß gemacht hat. Wir fahren weiter und kommen um ca. 17.30h wieder in Palenque an. Mir hat der Tag gut gefallen.

7. Tag: Golf von Mexiko und Campeche

Morgens werden wir durch die Gesänge ganz vieler Vögel geweckt und man hat den Eindruck, man liege direkt im Wald. Einige aus der Gruppe haben sogar Brüllaffen gehört, wir erkundigen uns dennoch dezent, wie viel Alkohol am Abend getrunken wurde. Bei strahlendem Sonnenschein sitzen wir auf einer Terrasse und genießen unser Frühstück, das frische Obst ist besonders lecker.

Da wir viel Fahrtstrecke vor uns haben, verlässt unser Bus um 8.00 Uhr das Hotel und Hilde startet den Film “Apokalypse“ von Mel Gibson, um uns erneut auf andere Weise die Mayas näher zu bringen, (nicht ohne uns vorher zu warnen, für das viele Blut Regenschirme bereit zu halten). Der Film ist spannend, äußerst blutig und neben der Handlung sieht man viel über das Leben der Mayas, z.B. die Gesellschaftsordnung, den Bau der Pyramiden, die Sklaven, die die Pyramiden bauen mussten, die Menschenopfer, etc. Selbst das „Mayablau“, bei dem man immer noch nicht weiß, woher die Mayas den Farbstoff erhalten haben, wird im Film dargestellt.

Erhalten wir einen anderen Einblick in die Lebensweisen der Mayas, sehen wir auch sehr viel tropischen Regenwald, da dort die Handlung des Filmes spielt. Gut, das wir erst heute den Film sehen, denn unser Gang durch den „Dschungel“ (gestern) wäre nach dem Film bestimmt nicht so entspannt verlaufen. Mel Gibson hat als Schauspieler für seinen Film richtige Mayas ausgewählt, was man z.B. an der Kopfform erkennen könne, so dass der Film für Hilde authentisch wirkt.

Bei einem kurzen Stopp können wir aromatischen mexikanischen Kaffee und Espresso trinken und auch welchen als Souvenir kaufen. Die Stimmung in der Reisegruppe ist gut und entspannt, was mit Sicherheit an Hildes Reiseleitung liegt, die wunderbar unhektisch und absolut stressfrei erfolgt. Erholung pur! Heute ist im übrigen der Tag für Biologen, denn wir fahren durch ganz viel unterschiedliche Landschaften, sehen viele „Ranchos“ mit grasenden Rindern und immer wieder neue Tierarten, z.B. viele Störche, Adler und Geier, so dass die Busfahrt ganz spannend ist.

Hilde hatte uns für heute eine weitere Überraschung angekündigt, die sie anzählt. Bei „drei“ fährt der Bus um eine Kurve und unvermittelt sehen wir das Meer, d.h. den Golf von Mexiko, genauer gesagt den Golf von Campeche. Ganz lange fahren wir unmittelbar am Strand entlang, der kilometerlang absolut unberührt wirkt – nirgends ist auch nur die kleinste Hütte zu sehen. Wie wir erfahren, liegt dies am Wetter, denn hier regnet es viel häufiger als auf der gegenüberliegenden, der Karibik zugewandten Seite. Das Wasser ist türkisblau und immer wieder sieht man andere Farbabstufungen, daneben der schneeweiße Strand! Einfach wunderbar!

Zum Mittagessen halten wir bei einem Lokal, das verschiedene Spezialitäten anbietet, z.B. gegrillten Fisch in Kokos, gefüllte Ananas mit Scampis etc und den berüchtigten Coco logo. Auch wenn die Bedienung nicht so schnell ist und wir sehr lange auf das Essen warten, ist die Mittagspause prima, da wir unmittelbar am Strand sind und im Meer baden können. Das Wasser ist ganz warm, gefühlte Badewanne, und wir entdecken beim Schnorcheln auch etliche Fische, z.B. einen größeren Kofferfisch und viele kleine orange Fische. Wer nicht schwimmen will, läuft am Strand entlang, sammelt Muscheln oder genießt einfach nur den Meeresblick.

Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt gelangen wir zur Festung „San Miguel“ mit einem kleinen Museum am Rande von Campeche, von wo aus man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat. Im Museum befinden sich mehrere Steinplatten der Maya und auch eine Mumie, die mit sehr viel Jade für ihre Reise in Jenseits geschmückt wurde.

Campeche ist eine schöne, gepflegte Stadt, die im Kolonialstil erbaut wurde. Nach einem kurzen Stopp in unserem Hotel begeben wir uns mit der Gruppe durch das Meerestor in die Altstadt zu einem schönen Stadtbummel. Die Häuser sind ganz farbenfroh gestrichen und vermitteln einen fröhlichen Eindruck. Der Höhepunkt ist der „Kirchplatz“, ein wunderschöner Platz vor der Augustinerkirche, der in der Mitte einen Musikpavillon hat und wo sich das sonntägliche Leben abspielt. Der Platz wird von Bänken umrandet, überall stehen gusseiserne Bänke und Laternen herum und so stellt man sich die Plätze vor hundert Jahren vor. Die ganze Anlage besitzt zudem sehr viele große Bäumen und gepflegte Blumenbeeten – einfach ganz beeindruckend.

Wir besichtigen kurz die Augustinerkirche, wo gerade ein gut besuchter Gottesdienst stattfindet, und laufen durch die Straßen, die den Eindruck einer Zeitreise vermitteln. Die Atmosphäre ist nicht beschreibbar, einfach wundervoll, denn die Mexikaner genießen ihren Sonntag, flanieren oder sitzen auf dem Kirchplatz. Dort findet bei Sonnenuntergang ein Openair-Konzert statt, was für die „Campechaner“ ein Highlight ist.

Wir essen in einem kleinen Restaurant direkt hinter der Stadtmauer, ein Tipp von Hilde, und das Essen ist absolut klasse, der Margerita lecker und das Preisleistungsverhältnis wirklich gut. Schade, dass wir nicht noch einen Tag in Campeche bleiben, hier gefällt es uns ausgesprochen gut.

8. Tag: Campeche - Uxmal - Kabah - Merida

Um 8 Uhr geht’s wieder los: Wir fahren nach Uxmal. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden, während der Fahrt präsentiert uns unsere Reiseleiterin Hilde sehr ausführlich die Geschichte Mexikos. Beginnend aus einer mythologischen Dunkelheit und dem Widerstreit zweier Götter, die zur Sonne und Mond werden, den Azteken, die nach ihrem Kriegsgott dort siedeln sollen, wo sie einen Adler auf einem Kaktus mit einer Schlange im Schnabel sehen.

Und weiterhin, dass die ersten Spanier mit Feuerstangen und glänzenden Rüstungen von den Mayas für zurückgekehrte Götter angesehen wurden. Es folgten blutige Kämpfe zwischen den Mayas und Spaniern, der Sieg der Spanier, die Kolonialzeit, 1821 die Unabhängigkeit … 1921 wurde Mexiko ein demokratischer Staat mit nachfolgend sehr vielen Regierungswechseln und einer - bis heute - ausgeprägten Vetternwirtschaft mit Korruption. Aus Hildes Sicht wird es noch lange dauern, bis Mexiko eine „deutsche“ Demokratie haben wird; sie sieht aber Ansätze dafür.

Wir erreichen Uxmal: Kurz nach dem Eingang erblicken wir die Rückseite der imposanten Wahrsagerpyramide, die auf der Vorderseite viele Ornamente aufweist. Die Ornamente beinhalten einen Mayakalender, eine Darstellung des Regengottes…In den dahinter liegenden Gebäuden soll der Zauberzwerg (Zwerg von Uxmal) gelebt haben.

Über einen schattigen Durchgang gelangen wir in das Nonnenviereck, das aus vier langgezogenen Gebäuden besteht, die reichlich mit Fresken verziert sind. - Ich bin sehr beeindruckt, ob der Größe des Nonnenvierecks und der vielen schönen Fresken und mache unzählige Fotos.

In ca. 20 - 30 Meter Entfernung vom Nonnenviereck ist das „Ballspielfeld von Uxmal“ zu sehen. Nicht besonders groß, aber sehr gut erhalten. Hilde versucht uns die Spielregeln zu erklären…Irgendwie musste der Ball durch den Ring gespielt werden. Die Verlierer oder die Gewinner wurden enthauptet. Der Spielertod war eine Ehre, da man direkt zu den Göttern in den Himmel kam. Na ja! In unmittelbarer Nähe auf eine Anhöhe befindet sich der Gouverneurspalast, verziert mit vielen, gut erhaltenen Ornamenten. Von der Anhöhe aus kann man sehr gut auf den Götzen- und Schildkrötentempel schauen, die vergleichsweise schmucklos und kleiner sind.

Wir fahren nach Kabah zum Maskentempel (Kodz Poop); die Fassade besteht aus unzählig vielen Masken, zum Teil restauriert, aber auch gut erhalten. Trotz der vielen Tempelfassaden, die ich schon gesehen habe, bin ich sehr beeindruckt und schaue mir mit meinen Sohn Fridtjof viele Masken an. Es ist sehr heiß, von der Regenzeit haben wir noch nichts erleben können, da wir nur Sonne und blauen Himmel mit wenigen Wolken hatten. Wir gehen durch ein kleines Waldstück zum Bogen von Kabah, der das Ende oder Anfang eines Weges (Sacbe) bis nach Uxmal darstellt. Aus historischer Sicht sehr wichtig, aus touristischer Sicht sehr überschaubar.

Nach unserem Reiseplan geht´s nach Merida, aber unsere Reiseleiterin hat mal wieder eine Überraschung organisiert. Wir haben die Möglichkeit eine Mayafamilie zu besuchen, um das einfache Leben der Maya kennen zu lernen. Leider sind - so unsere Reiseleiterin - die Maya oftmals die „Verlierer“ im gesellschaftlichen System Mexikos… Ich bin gespannt und auch sehr skeptisch, da ich es nicht mag, Menschen wie im Zoo anzuschauen.

Nach den ersten beklemmenden Minuten bin ich erleichtert, da ich beobachte, wie gut Hilde mit dem über 70 Jahre alten Hausherr in Kontakt treten kann. Der alte Herr zeigt uns mit viel Freude und Schwung seine Hängematte, die offensichtlich noch zusammen mit seiner Frau benutzt. Er erklärt uns voller Stolz, seinen Haustempel, eine Mischung aus Christentum und Mayagötter. Danach erfolgt ein Rundgang durch seinen Garten und eine Vorführung, wie man Sisalseile herstellen kann. Wir schauen alle sehr interessiert, fragen immer wieder und erhalten zum Teil sehr humorvolle Antworten. Wir werden sehr nett verabschiedet.

Wir fahren nach Merida, der Hauptstadt Yucatans. Auf dem Weg fragt meine Frau spontan, da am Straßenrand ein Friedhof zu sehen ist, wie denn die Grabgestaltung wäre. Hilde lässt den Bus anhalten und wir erhalten 5 Minuten Fotopause, mit dem Hinweis auf spätere Infos zum Friedhof. Wir sind gespannt, machen Fotos und erfahren, dass nach den ersten drei Jahren nach der Beerdigung die Skelette gereinigt und wieder vergraben werden und diese Reinigung alle drei Jahre erfolgt. Ich bin mir nicht sicher, ob das generell so in Mexiko ist; ich glaube eher, dass das nur für diesen Friedhof oder für diese Region zutrifft.

Wir erreichen am späteren Nachmittag Merida: Früher war Merida die Stadt des grünen Goldes (Sisal), ab den 70iger verdrängten Kunststoffseile die Sisalproduktion. Die Folge war ein totaler wirtschaftlicher Umbruch mit vielen negativen Folgen. - Heute ist Merida eine Handelsstadt mit ca. einer Mio. Einwohnern. Der Stadtkern ist malerisch schön! Ich bin beeindruckt. Nach dem Einchecken im Hotel flanieren wir über die Straßen, Essen im Hotel und freuen uns über einen beeindruckenden Tag.

9. Tag: Chichén Itzà

Der Tag beginnt mit einem sehr schönen Frühstücksbuffet, das mit tollen Dekorationen aus Früchten verschönert wird, optisch und geschmacklich klasse. Gut gestärkt fahren wir zunächst mit unserem Bus den Boulevard mit vielen wunderschönen Villen entlang, die alle einen etwas anderen Baustil aufweisen und wo gerade das Leben erwacht. Auf dem Weg in die „ärmeren“ Außenbezirke von Merida entdecken wir viele alte VW T2 (= Bulli), die noch alle fahren und mein Herz höher schlagen lassen. Ein metallicblauer gefällt mir ganz besonders gut - wunderbar! Neben den VW T2 sehen wir ganz viele alte VW Käfer aus verschiedenen Baureihen und sämtliche älteren Golfmodelle.

Nach etwa 1 ½ Stunden erreichen wir Chichén Itzà, eines der „neuen“ Weltwunder. Für die Besichtigung werden wir ca. drei Stunden Zeit haben und Hildes Entscheidung, früh aufzubrechen, erweist sich als sehr weise! Während ihrer Führung ist noch nicht viel los und wir haben die Chance, auch vor der großen Pyramide (= das Schloss) Fotos ohne andere Besucher zu machen, wir sind überwältigt von der Größe der Pyramide. Hildes Ausführungen sind interessant und wir erfahren erneut sehr viel über die Bauten, die Riten und die Hintergründe. Alles ist überaus spannend, keineswegs langatmig und es bereitet Freude, Hilde zuzuhören, die neben den Fakten immer auch spannende Geschichten einfließen lässt und alle Fragen geduldig beantwortet.

Der Platz für die Spiele ist riesig und dort soll beim Klatschen sechsmal ein Echo zu hören sein. Überall möchte man sich von diesem Phänomen persönlich überzeugen und deshalb klatscht ständig jemand kräftig in die Hände. (Ich bin vermutlich gehörbeeinträchtigt, denn so oft höre ich beim besten Willen kein Echo). Die Anlage ist sehr gut erhalten/restauriert und man kann sich dank Hildes Erklärungen gut vorstellen, wie die Spiele abgelaufen sein könnten. An einem Wandstein zeigt sie uns den in Stein gehauenen Sieger, der den nach den Spielen abgeschlagenen Kopf des Verlierers in den Händen hält.

Leider erlebe ich auch eine weniger schöne Begebenheit mit einer jungen Mitreisenden, was mir in der Art noch nie passiert ist. Nachdem wir von Hilde auf eine ältere Frau aufmerksam gemacht werden, die kleine bestickte Tücher für 10 Peseten (!) verkauft, hält die besagte junge Frau den kleinen Stapel in der Hand und „blättert“ ihn unschlüssig durch, während wir Umstehenden zuschauen. Da ich diesem Kauf keine große Bedeutung beimesse, fast alle Tüchlein sehen gleich aus (man bedenke den Preis) und weil ich auch wieder schnell zur Führung möchte, nehme ich eins der Tüchlein und gebe der alten Frau einen Dollar.

Erst da sagt die junge Frau, das wolle sie auch. Ich antworte noch schnoddrig (es handelt sich um ein Tüchlein von 10 Peseten, also keinem Euro), so sei das im Leben (meine, wer sich zuerst entscheidet, bekommt die Ware), ohne zu ahnen, was für eine Lawine los gedrehten wird, da die junge Frau für diese Nichtigkeit richtig die Welle macht. Obwohl ich anschließend noch sage, sie könne das Tuch haben, lehnt sie dies eingeschnappt ab. Hitzig kommt ihr Freund angestürzt und macht erst richtig die Welle, aufgebracht attackiert er mich verbal, bis dahin, wenn ich meine Kinder so erziehen wolle etc..

Abgesehen davon, dass das Verhalten mich nur an Pubertierende erinnert und in meinen Augen eine Trotzreaktion eines verwöhnten Menschen ist, (wenn sie es hätte unbedingt haben wollen, hätte sie es direkt nehmen oder es nachher nehmen können, als ich es noch angeboten habe), brauche ich so einen Mist im Urlaub absolut nicht und ich bin froh, dass mir mit allen anderen Mitreisenden weder in dieser noch in den vielen vergangenen Reisen jemals auch nur etwas annähernd so Absurdes passiert ist.

Auf dem Weg zur Cenote reiht sich ein Händler an den anderen und am lustigsten sind kleine Schnitzereien, mit denen man Jaguargeräusche erzeugen kann. An der Cenote, die sich am Rande der Anlage befindet, wurden zur Mayazeit viele Menschen geopfert. Hilde ist zwar der Ansicht, dass wir für das gute Wetter während der gesamten Rundreise nun auch ein menschliches Opfer darbringen müssten, es mangelt aber an einer/m Freiwilligen aus der Reisegruppe.

Stattdessen begeben wir uns zu einem kleinen Pavillon, wo man u.a. „Mayakaugummi“ erstehen kann, was aus einem regionalen Baum hergestellt wird. Da sich die Begeisterung derjenigen, die es probieren, in Grenzen hält, lassen wir unseres erst einmal eingepackt. Die drei Stunden verfliegen wie im Flug und Gundula macht bestimmt annähernd 100 Fotos, vorwiegend von der Pyramide, so dass Fridtjof viel Geduld benötigt.

Am Ausgang befinden sich Silbergeschäfte, die ganz unterschiedlichen Schmuck anbieten. Das Silber und die Edelsteine funkeln um die Wette und einige Damen der Reisegruppe erstehen auch etwas. Die Busse am Eingang, die neu ankommen, haben bereits die Nr. 65, wir waren Nr. 12, was erklärt, warum wir so ungestört die Anlage erkunden konnten. Wir freuen uns über Hildes gute Planung (nicht nur Vorraussetzung für tolle Fotos) und fahren zum Mittagessen, was wir in einem mexikanischen Restaurant einnehmen, wo in farbenfrohen Trachten gekleidete Tänzerinnen temperamentvoll Tänze vorführen, bei denen sie sich nicht nur Bierflaschen, sondern ganze Tabletts auf den Kopf stellen, während sie ihre Kreise ziehen.

Hilde liebt es, uns zu überraschen, daher führt sie uns im Laufe des Nachmittags zu einem Franziskanerkloster, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde, um uns so eine zusätzliche Attraktion zu bieten, die im Reiseprogramm nicht enthalten war. Beim Gang durch das Kloster sind die Ausführungen spannend, wie die Mayas ihren Glauben mit dem der Christen/Spanier vermischt haben und es beispielsweise zur Erscheinung der schwarzen Madonna kam, wonach der christliche Glaube erst für die Mayas attraktiv wurde.

Wir stellen zufrieden fest, wie abwechslungsreich das Programm ist und wie viele unterschiedliche Programmpunkte uns geboten werden. Haben wir zwar noch einen Tag Rundreise, so steht jetzt schon für uns fest, dass sich die Rundreise absolut gelohnt hat! Am Abend essen wir alle gemeinsam unser „Abschlussabendessen“ im Hotel und Hilde schenkt uns allen ein Lederbuchzeichen, auf dem mit den Mayazeichen die Geburtsdaten stehen - eine sehr nette Geste und eine schöne Erinnerung an eine rundum tolle Rundreise!

10. Tag: Valladolod - Coba - Playa del Carmen

Nach einem schönen gemeinsamen Abend und einer guten Nacht starten wir um 8.30 Uhr und fahren nach Coba. Unsere Reiseleiterin erklärt, dass Coba 600 - 800 n. Chr. seinen höchsten Aufschwung hatte, von 5 Seen umgeben ist und ca. 900 n. Chr. verlassen wurde. Die Gründe dafür sind unbekannt. Vielleicht war Coba eine Handelsstadt oder eine sehr religiöse Stadt, auch darüber weiß man wenig.

Die meisten Gebäude sind noch nicht ausgegraben, lediglich die Pyramide „Nohoch Mut“ die mit 45 Metern Höhe, die höchste Pyramide Yukatans ist, und der Ballspielplatz sind vom Dschungel „befreit“. Die vielen anderen Gebäude, die sich auf dem 49ha großen Areal befinden, sind zum großen Teil unerforscht. Wir erreichen nach ca. 1,5 Stunden Fahrt Coba.

Zu meiner Überraschung steigen wir auf Fahrräder um und werden durch einen wunderschönen Wald zum Ballspielplatz gefahren. Der Platz ist kleiner, als die bereits angeschauten Plätze. Und wieder geht es für die Spieler um Leben oder Tod. Wir werden weiter zu einem Observatorium gefahren, das wieder für die Erforschung von Mond- und Sonnenfinsternis und weiterer Vorhersagen kosmologischer Ereignisse wichtig war. Mittels dieser Vorhersagen konnten die Priester für das einfache Volk ihre Macht und ihren direkten Bezug zu den Göttern unter Beweis stellen.

Am Wegesrand wird uns eine Mayastele erklärt… Wir fahren weiter zur höchsten Pyramide Yukatans. Ich bin beeindruckt: „Nohoch Mul“ ist steiler als ich dachte. Mein erster Gedanke: „Auf jeden Fall muss ich da hochsteigen.“ Die Stufen sind unterschiedlich hoch, fallen zum Teil nach hinten und die Sonne ist sehr heiß. Oben angekommen ist mein T-Shirt total nass, aber den Ausblick über den Urwald finde ich umwerfend. Ich lasse mich fotografieren, ruhe mich etwas aus und steige langsam Stufe für Stufe ab. - Das ist total steil. Zum Glück scheint nur die Sonne, nach einem Regenschauer wäre das Besteigen der Pyramide bestimmt lebensgefährlich. Am Fuße der Pyramide mache ich noch ein Photo meiner Familie, um diese grandiose Pyramide zu dokumentieren. Mit den Fahrrädern fahren wir durch den schönen Urwald zurück zu unserem Bus.

Wir erreichen um ca. 14 Uhr am Hotel „The Reef Playacar“. – So schnell geht es von der höchsten Pyramide zur Karibik pur. Das ist beeindruckend!

12. Tag: Sport - Genuss - mexikanische Lebensfreude

Nach einem wunderbaren Frühstück genießen wir unsere Liege samt Baldachin mit Blick auf das Meer, die Konrad aufgrund seines frühen Aufstehens ergattern konnte. Das Meer ist wieder traumhaft türkis und noch immer ist es für uns unfassbar, wie das Licht und der weiße Sand diese tollen Türkistöne erzeugt. Gundula und Fridtjof gehen erneut zur Tauchschule und absolvieren die letzten theoretischen Prüfungen für den Tauchschein - das wäre schon einmal geschafft!

Da das „The reef“ tolle Wassergymnastik im Pool anbietet, nehmen wir gerne daran teil. Der Animateur turnt zu schneller Musik vor und wir geben unser Bestes, um bei den schnellen Anweisungen und Rhythmen mit zu kommen. Die Wassergymnastik macht sehr viel Spaß - vor allem die letzten Übungen, bei denen sich alle TeilnehmerInnen anpacken und gemeinsam im Kreis Übungen machen. Bei der letzten stellt sich jeder einzelne und seine Nationalität vor und gibt anschließend seinem Nachbarn ein Küsschen auf die Wange, was mit viel Gelächter erfolgt. Wir sind erneut erstaunt, aus wie vielen verschiedenen Nationen die übrigen Gäste kommen (Norway, USA, Italien, Schweden, Großbritannien, Mexiko etc.) und knüpfen einige Kontakte.

Am Nachmittag leihen Konrad und ich uns ein Kajak aus (im Hotel alles kostenlos - ein toller Service!) und genießen das tolle Meer vom Wasser aus. Das Wasser ist so klar, dass wir etwas außerhalb, wo sich kleine Korallenbänke befinden, sogar vom Kajak aus Fische beobachten können. Wahnsinn! Mittlerweile sind wir total entspannt und denken kaum noch an zu Hause. Schade, dass man diese Bilder/Stimmungen, die man hier am Strand erhält, nicht in eine Dose einfangen und dann an einem grauen Novembertag wieder herausholen kann.

Gundula und Fridtjof fahren zu zwei Tauchgängen mit ihrem Instruktor Fabrice raus und kommen total begeistert wieder. Alles hat gut geklappt und sie konnten neben den Übungen für den Tauchschein ganz viele unterschiedliche bunte Fische beobachten. Sie sehen sogar mehrere große Moränen und zwei Rochen. Gundula ist ganz aus dem Häuschen und wir Eltern sind sehr erleichtert, dass alles so gut verlaufen ist. Die Tauchschule macht einen soliden Eindruck und es ist ganz unproblematisch, dort zu buchen oder sich ausbilden zu lassen. Für so viele Fische, wie die beiden in zwei Tauchgängen gesehen haben, dank APP können sie sie uns zeigen, musste ich im indischen Ozean recht viele Tauchgänge absolvieren.

Das Abendessen findet im Theater statt und es werden im Hintergrund etliche Vorstellungen geboten. Als wir uns mit den anderen aus der Reisegruppe auf der Terrasse zu einem Absacker treffen, kommt eine sechsköpfige mexikanische Combo und spielt beschwingte Lieder, während sie dabei zum Rhythmus tanzen.

Die mexikanischen Gäste lassen sich nicht lange bitten und legen heiße Tänze aufs Parkett, immer begleitet von lustigen Gesängen. Die Stimmung ist ganz ausgelassen und fröhlich und lässt sich nicht in Worte fassen. Schon vom Zuschauen bekommt man Spaß und die Atmosphäre ist wunderbar, so stellt man sich Lebensfreude vor. Ein ganz wunderbarer Abend, den wir hier verleben!

13. Tag: Tauchen mit Schildkröten (Gundula und Fridtjof)

Hallo, heute schreiben wir, Gundula und Fridtjof. Heute müssen wir schon um 7.00 Uhr aufstehen, da wir um 8.00 Uhr an der Tauchbasis sein sollen. Ich habe Angst vor der Bootsfahrt, da ich sehr schnell seekrank werde, aber vor dem Tauchen habe ich überhaupt keine Angst. Ich freue mich schon auf die Fische und hoffe, meinen Lieblingsfisch, den Queen anglefish, zu sehen.

Die Bootsfahrt verläuft relativ gut und ich springe als erste ins Wasser, damit ich nicht so lange dem Wellengang ausgesetzt bin. Diesmal gehen Fabrice (= Instructor), Fridtjof, Lynn (eine nette Amerikanerin) und ich ohne Seil nach unten auf 17 Meter und zunächst haben wir noch viel Strömung. Schon beim Abtauchen am „Turtle reef“ sehe ich viele bunte Fische und ich weiß, warum ich tauchen gehe. Überall sind Korallen, auch einige Schwämme und lila Federsterne (?), unter den Korallen suchen die Fische Schutz. Ich erkenne Kofferfische, Schwarzfeuerfische und viele andere und vor allem meinen Lieblingsfisch, den Queen anglefish.

Ein besonderes Highlight ist ein Lobster, den mir Lynn netterweise zeigt. Nach einiger Zeit haut Fabrice mit einem Karabiner gegen seine Pressluftflasche, um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Auf einmal sehe ich eine riesengroße Schildkröte wie im Film „Findet Nemo“. Ich bin total verwundert, dass wir eine echte Schildkröte sehen und sie ganz ruhig weiter frisst und sich nicht stören lässt.

Nach dem Tauchgang verbringen wir eine halbe Stunde in einer kleinen Bucht, um den beim ersten Tauchgang angereicherten Stickstoff abzuatmen. Fabrice verteilt Wasser und Schokoladenplätzchen, aber ich lehne dankend ab, um nicht noch seekrank zu werden. Danach fahren wir weiter zum „Sabalos reef“, um unseren vierten Tauchgang für den Tauchschein zu machen.

Wir gehen relativ schnell nach unten, da die Strömung wieder stärker ist. Dieses Mal sehen wir, wie sich hunderte von Fischen in Schwärmen unter der Riffkante vor der Strömung in Sicherheit bringen, gut für uns, weil die Fische nicht abhauen und wir sie gut beobachten können. Es ist faszinierend, so viele Fische der gleichen Art zu sehen und es wirkt unreal. Außerdem sehen wir eine braune Moräne, die wie eine Wasserschlange auf mich wirkt.

In einer Ausbuchtung des Riffs fordert uns Fabrice auf, unseren Atemregler heraus und wieder herein zu nehmen und anschließend unsere Maske abzunehmen und auszublasen. Fridtjof bekommt es sehr schnell hin. Ich habe Bedenken, meine Augen zu öffnen, als ich die Maske samt des Salzwassers wieder aufhabe und puste und puste deshalb, um das Wasser zu verdrängen. Irgendwann tippt mich Fabrice nett an und ich merke, dass meine Maske schon leer ist und ich die Augen bedenkenlos öffnen kann.

Nach den Übungen sehen wir eine weitere Schildkröte! Lynn streichelt sie über den hinteren Teil des Panzers, was die Schildkröte nicht zu stören scheint. Danach entschließt sich Fridtjof, auch die Schildkröte anzufassen, was ein tolles Erlebnis ist. Nach fast 3 ½ Stunden kommen wir mit vielen Eindrücken und dem open-water-Zertifikat zurück! Wir sind glücklich, den Paddi open-water bestanden zu haben! Gut, dass wir in Playa del Carmen sind, am zweitgrößten Riff der Welt!

14. + 15. Tag: Badeurlaub

Nach einigem Abwägen, ob wir noch in die Cenoten schnorcheln gehen bzw. ob wir noch einen weiteren Tauchgang machen sollen, entscheiden wir uns nach vielem Hin und Her dagegen und wollen in den verbleibenden Tagen die Annehmlichkeiten des Ressorts genießen. Das Meer ist einfach zu fantastisch und die Möglichkeiten, die Zeit im „The reef“ schön und sinnvoll zu verbringen, sind zu überzeugend.

Wieder steht Thomas, der vermutlich sportlichste unserer Reisegruppe, sehr früh auf, um am Strand zu joggen, so dass er uns eine Liege mit Baldachin organisiert. Darüber sind wir sehr glücklich, denn in diesen Liegen ist es einfach ganz angenehm. Den Tag verbringen wir mit Schwimmen und auch immer wieder mit Kajak fahren. Immer noch sind wir total begeistert, wie toll das Meer ist und wie unterschiedlich die Türkisfarben auch vom Meer aussehen.

Da das Meer sehr viel Wellengang hat, ist das Kajak fahren ganz besonders interessant, für Gundula aber schon jenseits der Schmerzgrenze. Tapfer fährt sie mit mir zu den kleinen Korallenbänken, sicherlich in der Hoffnung, ein paar Fische zu sehen. Thomas und Konrad wagen sich sogar an die Einer-Kajaks ran, die aber ziemlich kippelig sind und so fallen sie auch manchmal ins Wasser, was bei der Wassertemperaturen aber kein Problem ist. Der tolle Wellengang ist prima geeignet, um mit den Wellen zu springen, was wir richtig auskosten.

Bei tollem Wetter bleiben wir stundenlang im Wasser und bekommen fast Schwimmhäute. Wie wir bei den Strandspaziergängen sehen, liegt unser Hotel ganz prima und ist nicht so riesig wie viele andere Anlagen. Auch das Unterhaltungsprogramm des Hotels ist abwechslungsreich und wird von vielen aus der Gruppe wahrgenommen.

Eine besondere Attraktion ist eine liebevoll angerichtete Kaffeebar in einem mittleren Teil des Resorts. Dort wird u.a. eine Kaffeespezialität, der Mayakaffee angeboten, für den der Kellner über einem offenen Feuer mit zwei Saucieren Alkohol flambiert. Die ganze Aktion ist schon ein Spektakel und der Kaffee, der mit dem flambierten Alkohol ergänzt wird, schmeckt schon sehr ausgefallen. Da das ganze in einer Lounge unter tollen Bäumen getrunken wird, genießen wir diese Attraktion schon gerne.

So verfliegen die Tage wie im Flug und wir erholen uns ganz wunderbar. Mit jedem Tag, an dem die Abreise näher rückt, sind wir zwar traurig und wünschten, die Reise würde noch etwas länger dauern, aber am Abreisetag fahren wir in Begleitung von Hilde mit vielen schönen Erinnerungen und bester Erholung zum Flughafen.

Fazit

Wir sind ganz glücklich, in diesem Jahr nicht erneut nach Asien, sondern nach Mexiko gefahren zu sein und dort eine interessante Rundreise und einen entspannenden Badeurlaub verlebt zu haben. Wieder hat Berge & Meer eine tolle Reise zusammengestellt, die jedem aus unserer Familie sehr, sehr gut gefallen hat.

Trotz unseres unterschiedlichen Alters und den verschiedenen Interessen war für jeden etwas Spannendes dabei und es war toll, als Familie gemeinsam so eine beeindruckende Reise unternehmen zu können. Für jeden wurde etwas geboten, da die Reise so vielfältige Programmpunke enthalten und viele Eindrücke vermittelt hat.

Von Kultur bis hin zu einem tollen Sportangebot war alles dabei und die Erholungsmöglichkeiten im Badeurlaub waren super. Wie bei allen bisherigen Berge & Meer-Reisen war alles super gut organisiert und alles klappte problemlos.

Unsere Reiseleiterin Hilde war ein Glücksgriff, denn sie war nicht nur gut informiert, sondern sehr freundlich und extrem humorvoll. Ihre absolut unhektische und ruhige Art hat sicherlich sehr zum Erholungswert der Reise beigetragen.

Die Reiseziele waren gut ausgesucht und die einzelnen Standorte waren eine abwechslungsreiche Zusammenstellung. Uns hat diese Berge & Meer-Reise äußerst gut gefallen und wir haben uns rundum wohlgefühlt!!! Mit Sicherheit nicht unsere letzte Reise, die wir mit Berge & Meer gemacht haben.

Vielen Dank für alles!
Ihr Chronist

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Cancún - Playa del Carmen. Empfang am Flughafen in Cancún und Transfer zu Ihrem Badehotel The Reef Playacar.
2. - 3. Tag - Playa del Carmen. Genießen Sie einen erholsamen Tag in Ihrem All-Inclusive-Hotel.
4. Tag - Playa del Carmen - Tulum - Chetumal (ca. 360 km). Ihre Rundreise beginnt mit einer Fahrt zur antiken Maya-Festungsstadt Tulum, die an imposanten Klippen gelegen ist und einen grandiosen Blick über das Karibische Meer bietet. Sie besichtigen die historischen Ruinen und fahren im Anschluss weiter durch tropische Vegetation nach Chetumal, der Hauptstadt des Staates Quintana Roo.
5. Tag - Chetumal - Kohunlich - Palenque (ca. 490 km). Heute geht es nach Kohunlich, mit seiner berühmten "Pyramide der Masken", die den Sonnengott präsentiert. Diese archäologische Stätte ist umgeben von den Cohunepalmen, denen die Stadt auch ihren Namen zu verdanken hat. Weiterfahrt nach Palenque.
6. Tag - Palenque - Welib Há - Palenque (ca. 65 km). Am Morgen erkunden Sie eine weitere Stadt der Maya-Zeit, Palenque. Diese geheimnisvolle Ruinenstadt ist umgeben von einem riesigen Regenwald. Der majestätische 4-stöckige Tempel mit Inschriften des Grabes von Pakal befindet sich im Mittelpunkt der Anlage und wurde einst als astronomisches Observatorium genutzt. Anschließend geht es weiter zu den schönen Wasserfällen von Welib Há, die eine traumhafte Kulisse bieten. Rückfahrt nach Palenque.
7. Tag - Palenque - Campeche (ca. 390 km). Ihre Rundreise geht entlang der Küste des Golfs von Mexiko weiter nach Campeche, die einstige Hauptstadt der Maya-Provinz Ah Kim Pech, wo Sie eine Stadtrundfahrt unternehmen. Die Stadt ist von der UNESCO wegen ihrer einzigartigen kolonialen Architektur ausgezeichnet.
8. Tag - Campeche - Kabah - Uxmal - Mérida (ca. 240 km). Am Morgen geht es nach Kabah, dem zweitgrößten religiösen Zentrum der Puuc-Region, das durch eine Straße mit Uxmal verbunden ist. Die architektonische Schönheit Uxmals zeichnet sich durch die verschiedenen Paläste aus, deren Innenhöfe prachtvoll dekoriert sind. Sie fahren weiter nach Mérida in die Hauptstadt Yucatáns, wo Sie eine Stadtrundfahrt unternehmen. Das koloniale Erbe im historischen Zentrum wird Sie faszinieren. Ein Highlight der Stadt ist die Kathedrale "San Ildefonso", die mit ihren 40 m hohen Türmen beeindruckt und eine der ältesten Kathedralen auf dem amerikanischen Kontinent ist.
9. Tag - Mérida - Chichén Itzá - Valladolid (ca. 180 km). Heute besuchen Sie die wichtigste Maya-Ruine Chichén Itzá, die auch "Mund am Brunnen der Itzá" genannt wird. Der Name ist auf die natürlichen Höhlungen im Kalksteinboden, die bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt sind, zurückzuführen. Anschließend Weiterfahrt nach Valladolid.
10. Tag - Valladolid - Cobá - Playa del Carmen (ca. 165 km). Fahrt nach Cobá, eine der frühesten und bedeutendsten Maya-Stätte. Es sind nur einige erstaunlich hohe Pyramiden freigelegt worden, die sich um kleine Seen gruppieren. Gegen Nachmittag erreichen Sie wieder Ihr Badehotel an der Riviera Maya.
11. Tag - 14. Tag - Playa del Carmen. Aufenthalt im Badehotel in Playa del Carmen. Playa del Carmen liegt 60 km von Cancún entfernt und hat sich vom kleinen Fischerdorf zu einem lebhaften Badeort entwickelt. Der weiße Strand bietet wunderbar Gelegenheit für Spaziergänge oder zu Entspannen. Zahlreiche mexikanische Restaurants, Bars und urige Kneipen sorgen für reichlich Abwechslung. Ihre Hotelanlage befindet sich in der gepflegten Hotelzone Playacar, in der Nähe der 5th Avenue, 1 km von Playa del Carmen entfernt.
15. Tag - Playa del Carmen - Cancún. Transfer zum Flughafen nach Cancún und Rückflug nach Deutschland.
16. Tag - Ankunft in Deutschland.