Mai 2016

Reisebericht: Korsika - Die Insel der Schönheit

Unsere Mitarbeiterin Jenny nimmt Sie mit nach Korsika. Kurvige Landstraßen, eine abwechlungsreiche Natur und verträumte Orte erwarten Sie auf der Insel der Schönheit. Wagen Sie einen Sprung in das türkisblaue Meer und genießen Sie anschließend die Sonnenstrahlen auf der Haut - einfach traumhaft!

Chronistin Jenny auf Korsika
Mein Tipp

Die Insel der Schönheit entdecken

Jenny, Berge & Meer Chronistin

Hallo Liebe Reisefreunde,

regelmäßig erleben wir von Berge & Meer unsere Reisen einmal selbst, um Ihnen einen unvergesslichen Urlaub zu bieten. Diesmal ging es für Kollegen aus dem Call Center sowie dem Vertrieb nach Korsika - in unseren Hotelschatz Ferienhotel Maristella.

Das kleine, charmante Ferienhotel liegt in Algajola und ist der perfekte Ausgangspunkt um die Insel besser kennenzulernen.

Genießen Sie die Eindrücke und dann dürfen wir Sie hoffentlich auch bald auf Korsika begrüßen!

Ihre Jenny (Mitarbeiterin Online Vertrieb)

1. Tag

Anreise

Morgens um 7.30 Uhr geht es für mich los zum Flughafen Köln/Bonn. Dort angekommen checke ich mit einer Kollegin gemeinsam ein und wir bummeln die verbleibende Zeit noch etwas über den Flughafen. Ab durch die Sicherheitskontrolle und dann geht es um 11.10 Uhr mit Eurowings Richtung Korsika!

Nach ca. eineinhalb Stunden Flugzeit landen wir überpünktlich auf dem Flughafen in Bastia bei strahlendem Sonnenschein und ca. 25 °C. Zum Glück müssen wir beim Kofferband nicht allzu lange warten und so heißt es bereits nach kurzer Zeit einmal quer über die Insel ins Ferienhotel Maristella.

Der Weg führt uns mitten durch das Landesinnere der Insel, vorbei an hohen Bergen und kleinen Bergdörfern, immer begleitet vom blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein.

Als wir endlich das Meer erblicken ahnen wir schon, es ist nicht mehr weit… und dann nach ca. eineinhalb Stunden erreichen wir das Ferienhotel Maristella. Dieses liegt eingebettet in der Balagne, eine der schönsten Regionen Korsikas.

Die Studios sind gemütlich und wurden vor ca. 4 Jahren neu renoviert. Vom Balkon aus kann man sogar das Meer erblicken. Kurz frisch machen und ab zum Strand. Nach ca. 5 Minuten Fußweg erreichen wir die Bucht von Algajola und somit auch das türkisblaue Meer. Wir legen uns in den Sand und tanken neue Energie nach der Anreise.

Auf dem Rückweg schlendern wir durch die übersichtliche und familiäre Hotelanlage, welche aus mehreren kleinen Häusern mit je 2 Stockwerken besteht und erhaschen auch schon mal einen kurzen Blick auf den Pool. Da momentan viele Wanderer im Hotel Urlaub machen und diese noch unterwegs sind, ist es sehr ruhig in der Anlage und man sieht nicht allzu viele Leute. An der Bar genießen wir ein kühles Getränk bevor wir uns zum Abendessen frisch machen gehen.

Wir suchen uns einen Tisch auf der Terrasse in der Sonne und genießen das Abendessen. Die Auswahl ist vollkommen ausreichend. Über eine Nudelstation, eine Salatbar, Tagessuppe sowie Fisch und Fleisch gibt es für jedermann das Passende.

Gesättigt und glücklich sitzen wir auf der Terrasse noch etwas beisammen, bevor das Bett nach uns ruft, denn am nächsten Tag heißt es früh aufstehen für den Tagesausflug.

2. Tag

Tagesausflug Cap Corse und Bastia

Heute heißt es für uns wer was sehen möchte, muss früh das Bett verlassen. Frisch gestärkt vom Frühstück, welches wie auch das Abendessen von der Auswahl her super ist, geht es um 7.30 Uhr mit dem Bus in Richtung Cap Corse. Der Bus ist voll und alle haben gute Laune als uns Viola, unsere Reiseleiterin, begrüßt.

Der Weg führt uns mitten durch die Macchia mit einer vegetationsreichen Landschaft in sämtlichen Grüntönen, vielen Pflanzen und den teils noch schneebedeckten Gebirgen im Hintergrund. Es fällt direkt auf, dass Korsika eine sehr idyllische und naturbelassene Insel ist. Entlang der Berge fahren wir zu einem Aussichtspunkt, wo wir einen tollen Blick auf die umliegende Landschaft haben. Der erste längere Stopp ist dann in Sant Florent, das Monaco von Korsika. Schon von Weitem sehen wir den Hafen, in dem einige kleinere und größere Yachten vor Anker liegen. Wir schlendern auf eigene Faust über den kleinen Markt am Hafen und genießen mit der Sonne im Gesicht den Blick auf das kristallklare Wasser.

Dann geht es auch schon weiter. Entlang der Küste fahren wir auf einer Serpentinenstraße, welche auf der linken Seite einen Blick Richtung Meer und den "Abgrund" und rechts einen Blick Richtung Gebirge freigibt. Immer wieder tauchen kleine Bergdörfer und Genueser Türme auf. Die Genueser Türme wurden zwischen 1510 und 1620 entlang der Küste erbaut und sollten zum Schutz vor den Sarazenen und Osmanen dienen. Wenn Gefahr vom Meer her drohte, wurde die Bevölkerung mit Rauch- bzw. Feuerzeichen gewarnt, sodass diese sich ins Landesinnere in Sicherheit bringen konnten.

Die Straße ist sehr eng und das Busfahren wird wirklich zum Erlebnis, besonders wenn einem noch ein Bus entgegenkommt. Dann hilft alles nicht - einer muss rückwärtsfahren bis eine Stelle kommt, wo beide Busse aneinander vorbeipassen.

Bevor wir von der Westseite zur Ostseite wechseln, halten wir noch in dem kleinen Bergdorf Sant Jolie an, von wo aus wir einen tollen Blick auf die Klippen und das Meer genießen können.

Dann geht es durch das Landesinnere Richtung Bastia. Von Weitem können wir auch hier schon den großen Fährhafen entdecken. Das Wetter lässt es ebenfalls zu, so dass wir auch einen Blick auf die Insel Elba, welche direkt gegenüber von Bastia liegt, erhaschen können.

Wir beschließen die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und schlendern durch die Gassen der Altstadt zum Yachthafen. Ein Fotostopp an der Promenade und weiter geht es zum Bus.

Zurück fahren wir wieder denselben Weg, welchen wir am Tag zuvor schon vom Flughafen aus genommen haben. Um ca. 17.30 Uhr erreichen wir wieder das Ferienhotel.

Bevor es zum Abendessen geht machen wir uns alle nochmal kurz frisch und sitzen anschließend noch längere Zeit auf der Terrasse gemütlich beisammen.

3. Tag

Klippenwanderung

Heute geht es für uns etwas später, nämlich erst gegen 10.00 Uhr, los. Wir fahren mit dem Bus nach Lumio, wo wir in 2 Gruppen eingeteilt werden. Wir sind in der ersten Gruppe mit unserem Wanderführer Björn. Ein kurzer Weg zum Strand und dann haben wir erst einmal einen tollen Blick auf Calvi auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht.

Björn erklärt uns kurz, wie sich die Klippenwanderung gestaltet und das wir nun von hier bis nach Algajola wandern (ca. 15 km). Und dann geht es auch schon los!

Über Felsen und Klippen wandern wir immer am Strand entlang auf unseren ersten Stopp zu, eine Ruine von einem früheren Wachturm. Nach ca. 30 Minuten kommen wir dort an und können den tollen Ausblick auf die Umgebung genießen. Schnell ein paar Fotos geschossen und weiter geht es.

Der Weg führt entlang von Klippen, durch die Macchia und über geteerte Straßen. An einer kleinen Bucht machen wir eine weitere Pause. Hier können wir kurz die Füße ins Wasser halten, etwas trinken und uns entspannen.

Nach ca. 15 Minuten führt uns die nächste Etappe bis zu unserem Picknick Platz. Dort wurde vom Ferienhotel Maristella schon ein korsisches Picknick mit Wurst, Käse, Brot sowie Bier, Wein und Softgetränken aufgebaut. Während wir auf die andere Gruppe warten, erfrischen wir uns bei einem kühlen Getränk, sitzen auf den Klippen und genießen den tollen Blick auf das Meer und die Berge.

Nach 10 Minuten stößt auch die zweite Gruppe zu uns und wir beginnen mit dem Picknick. Das Essen war wirklich ein Traum - korsische Spezialitäten, Sonnenschein und das Meer zu den Füßen - was will man mehr? Eine Stunde Pause muss aber genügen, denn bis Algajola ist es noch ein Stück.

An einem kleinen Hafen machen wir nochmal 5 Minuten Trinkpause bevor wir zur letzten Etappe aufbrechen. Diese führt entlang eines feinsandigen Strandes, über weitere Klippen bis hinauf zu einer Straße. Als alle gut oben angekommen sind folgen wir der Bahnstrecke bis nach Algajola. Ab hier können wir entscheiden, ob wir in Algajola verweilen oder den 10-minütigen Fußweg zum Hotel in Angriff nehmen.

Wir entscheiden uns für zweiteres und kommen gegen Spätnachmittag wieder am Hotel an. Ein kühles Getränk auf der Terrasse und dann erst einmal ab unter die Dusche. Frisch geduscht treffen wir uns kurze Zeit später mit Susi, der stellvertretenden Hoteldirektorin, an der Rezeption um uns die Anlage etwas genauer anzuschauen.

Susi erklärt uns die verschiedenen Zimmerkategorien und zeigt uns die komplette Anlage. Hierbei stellen wir fest, dass die Anlage sehr übersichtlich und auch nicht allzugroß ist, also perfekt für jemanden, der es nicht so überfüllt mag.

Da es heute sehr windig ist, genießen wir das Abendessen im Restaurant und suchen uns anschließend einen Tisch auf der Terrasse mit gutem Blick zur Bühne, denn am Abend ist eine Animationsshow geplant.

Um 21.30 Uhr geht es los - die Crazy Show beginnt. Es ist toll mit anzusehen, wie nicht nur der Chefanimateur, sondern auch Mitarbeiter aus Bar, Küche und Rezeption die Gäste während der Show unterhalten. Noch ein Indiz dafür, dass das Hotel sehr familiär geführt wird.

Nach ca. 1 Stunde und vielen Lachtränen später ist die Show vorbei und wir sitzen noch etwas mit anderen Gästen zusammen und unterhalten uns. Doch irgendwann werden die Augen schwer und wir fallen müde aber glücklich ins Bett - was ein toller Tag!

4. Tag

Ausflug "Vieux Villages"

Heute heißt es für uns 8.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus. Der Weg führt uns durch das Bergland der Balagne mit der aufsteigenden Bergkette im Hintergrund.

Der erste Stopp ist in Calenzana. Calenzana ist ein kleines Bergdorf, wo wir in eine Plätzchenbäckerei hineinschnuppern dürfen. Wir sehen wie die Plätzchen per Hand hergestellt werden und dürfen sogar einmal probieren - sehr lecker!

Da wir noch etwas Zeit haben bis der Bus weiterfährt, begutachten wir die Kirche St. Blaes noch von innen. Schöne Verzierungen an Decken und Wänden können hier bestaunt werden. Dann geht es auch schon weiter Richtung Landesinnere. Wir fahren vorbei an Olivenbäumen und bekommen erklärt wie die Korsen diese ernten.

Anders als in anderen südlichen Ländern werden auf Korsika nur die reifen Oliven, also die dunkel farbigen geerntet. Daher soll das Olivenöl von dort auch eines der besten sein.

Damit wir einen noch genaueren Einblick in die Ölherstellung bekommen, machen wir den zweiten Stopp an einer alten Ölmühle. Hier bekommen wir anhand eines Videos den Herstellungsprozess anschaulich erklärt. Es ist viel Handarbeit, da die Mühle mit einem Esel betrieben wird - kaum vorzustellen aber maschinell wird hier nichts gemacht.

Durch das Bergdorf Montemacciore auf dem Berg Macciore geht es dann nach San Antonino. San Antonino ist ein wunderschöner, kleiner Ort auf einem Berg gelegen und bietet einen tollen Rundumblick auf die Landschaft der Insel.

Durch enge, kleine Gässchen führt uns der Weg hinauf zum Haus Nummer 1, von wo aus wir einen tollen Blick auf die Bucht von Algajola haben und ja beim genaueren Hinsehen kann man sogar das Ferienhotel Maristella erblicken - einfach traumhaft. Wir schlendern noch etwas durch das verwinkelte Dörfchen und genießen ein kühles Getränk mit herrlichem Ausblick bevor es wieder Zeit wird in den Bus zu steigen.

Über enge, kurvige Straßen führt uns der Weg zurück zum Hotel. Hier stärken wir uns erst einmal am Mittagsbuffet bevor wir uns auf den Weg zum Strand machen. Ab jetzt heißt es erst einmal ein bisschen relaxen und die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

2 Stunden Sonnenbaden mit dem Meeresrauschen in den Ohren, so fühlt sich Urlaub an. Aber wir sind ja nicht nur zum Relaxen hier, also Sachen zusammengepackt und auf nach Algajola. Der kleine Ort mit seinen ca. 230 Einwohnern hat sich durch kleine Gassen, Plätzen und Passagen den Reiz eines mittelalterlichen Ortes bewahrt. Hier gibt es ein paar Geschäfte und Restaurants, einen Spar und eine Eisdiele. Es ist zwar nicht groß, aber sehr schön und ruhig - perfekt für einen entspannten Spaziergang.

Gegen Spätnachmittag finden wir uns wieder im Hotel ein, machen uns frisch und schauen uns auf dem kleinen korsischen Markt im Ferienhotel um. Dort kann man korsische Spezialitäten wie Olivenöl, Wurst oder Käse für die Daheimgebliebenden kaufen.

Da morgen großer Abreisetag ist, steht am Abend wieder eine kleine Animationsshow auf dem Programm, welche durch einen Abschiedscocktail beendet wird. Auch für uns ist der letzte Abend gekommen und so verabschieden wir uns schon einmal von einigen aus dem Team, bevor wir ein letztes Mal unsere Betten aufsuchen.

5. Tag

Ausflug nach Calvi und Abreise

Heute ist bereits unser letzter Tag auf Korsika. Da wir aber erst gegen 23.00 Uhr nach Hause fliegen, entscheiden wir uns für einen Ausflug nach Calvi.

Gegen Mittag brechen wir zum Bahnhof nach Algajola auf um mit dem "Feurigen Elias", einer alten Schmalspurbahn, nach Calvi zu Fahren. Der Zug fährt ca. alle 2 Stunden von Algajola ab und eine Fahrt kostet 4 € pro Person.

Die Strecke führt uns ca. 25 Minuten vorbei am türkisblauen Meer und den Gebirgen bis wir in der Ferne bereits die Festung von Calvi erkennen können. Dort angekommen schnuppern wir erst einmal Hafenluft und wir haben Glück - ein Schiff der TUI Cruises ankert im Hafen.

Dann zieht es uns in die Altstadt, denn schließlich wollen wir den Daheimgebliebenden auch eine Kleinigkeit mitbringen. In der Altstadt gibt es viele kleine Geschäfte, von Souvenir Läden über Klamottenläden bis hin zu Feinkost Geschäften ist alles dabei. Da das Wetter sehr gut ist, sind viele Menschen auf den Straßen unterwegs oder sitzen in kleinen Restaurants und Bars in der Sonne. Von der Altstadt führt uns der Weg zur Festung von wo aus man einen tollen Blick über Calvi, den Hafen und die Umgebung hat . Ach hier könnte man ewig sitzen. Aber die Zeit drängt, denn bereits in 2 Stunden geht der Zug zurück nach Algajola.

Also weiter zum Hafen. Dort genießen wir eine Kleinigkeit zu Essen in einem Restaurant mit Blick auf das Meer. Ja hier könnte man es aushalten, aber der Zug wartet nicht. Also schnell bezahlen und ab zum Bahnhof.

Mit dem "Feurigen Elias" geht es dann wieder zurück nach Algajola. Dort schlendern wir durch die alten Gassen ganz gemütlich zurück zum Hotel. Auf der Terrasse haben wir Glück und finden noch ein Plätzchen in der Sonne.

Kurz noch mit Susi gesprochen und Feedback zu unserem Aufenthalt gegeben, dann heißt es auch schon Abschied nehmen von den Angestellten und dem Ferienhotel - wie schnell 5 Tage doch vorbeigehen.

Um 19.00 Uhr starten wir mit noch 10 weiteren Urlaubern zum Flughafen nach Bastia. Noch ein letztes Mal genießen wir die Sonnenstrahlen auf dem Gesicht und haben einen tollen Blick auf das Meer und die Berge, bevor vor uns der Flughafen auftaucht. Noch ein bisschen dort die Zeit vertreiben und dann geht es auch schon ab in den Flieger - Deutschland ruft!

Pünktlich um 23.10 Uhr heben wir ab in Richtung Köln/Bonn. 5 tolle Tage liegen hinter uns, die uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Ausflugstipp von Saskia:

Wer Korsikas Urlaubs-Hotspot Calvi besucht, sollte unbedingt der Kapelle Notre Dame de la Serra einen Besuch abstatten und von hier den schönsten Blick auf Calvi, die Bucht und die Berge genießen. Die Kapelle liegt 216 Meter hoch auf einem Hügel über der Stadt und ist direkt mit dem Auto über die D81b nach Süden und dann nach vier Kilometern links bergan zu erreichen. Wanderfreunde gelangen von der Vorstadt aus auch zu Fuß zur Kapelle, vorbei an bizarrem Gestein und mediterranen Pflanzen.

Unsere Mitarbeiterin Saskia berichtet:

Saskia, ebenfalls Mitarbeiterin im Online-Vertrieb, berichtet von Ihren Erlebnissen auf Korsika. Sie war eine Woche vor mir, ebenfalls mit einer kleinen Gruppe Berge & Meer Mitarbeitern auf der Insel.

Ihre Erlebnisse und Tipps finden Sie hier...

Tagesausflug über das "Dach der Insel" bis Porto

Der Wecker klingelt heute sehr früh, denn unser Ausflug in die bizarre Bergwelt Korsikas startet bereits um 7.30 Uhr. Wenn Ganztagesausflüge geplant sind, beginnt das Frühstück im Ferienhotel Maristella bereits 45 Minuten eher, so dass wir alle genug Zeit haben, um uns am reichhaltigen Buffet für den Tag zu stärken. Ein Lunchpaket bekommen wir ebenfalls mit, das uns mit Snacks und Wasser auf der Tour verpflegt.

Die Fahrt mit dem gemütlichen Reisebus geht zunächst Richtung Bastia, eine Strecke, die wir schon vom Flughafentransfer her kennen. An der Wegkreuzung Ponte-Leccia biegen wir dann rechts ab und nehmen Kurs auf das "Dach der Insel" - den mit 2.706 Metern höchsten Berg Korsikas, den Monte Cinto. Wir durchqueren das Tal des Asco-Flusses, das hier noch relativ breit erscheint und von trockener Hochmacchia bewachsen ist. Hinter der Hochebene von Ponte-Leccia mündet der Asco in den Golo, dessen Lauf wir nun folgen. Hinein geht es in das spektakuläre Obere Golo-Tal. Die Landschaft verändert sich und rosafarbene Granitwände und zerklüftete Felskegel bestimmen das Bild. Die Serpentinenstraße windet sich gefühlt wie ein Eselspfad das enge Tal hinauf, eine schmale Kurve folgt der nächsten und immer wieder stockt uns der Atem beim Blick in die tiefe, enge Schlucht hinunter. Was die Natur hier geschaffen hat, ist einmalig und schwer in Worte zu fassen. Der Fluss Golo plätschert am Fuße der Granitfelsen durch das Tal, unter alten Brücken hindurch und vorbei am rosaroten Gestein.

Am Ausgang der Schlucht freuen wir uns auf unseren ersten Stopp in Calacuccia, einem beliebten Bergdorf für Wanderer und Ausflügler, der mit kleinen Supermärkten, Cafés und Hotels lockt. Hier ist die Vegetation wieder grüner und die Kulisse mit den schneebedeckten Gipfeln erinnert an die Alpen.

Weiter geht die Reise hinauf zum Col de Vergio, dem mit 1.477 Metern höchsten Pass Korsikas. Hier gibt es sogar eine Skistation. Eines meiner Highlights der Tour und typisch für das Inselinnere sind die frei weidenden Tiere - Schweine, Kühe, Ziegen und Schafe. Nicht selten muss unser Bus anhalten, weil gerade eine Schweinemama mitten auf der Straße ihre Jungen säugt oder Ziegen auf dem Asphalt ruhen. Die friedlichen Tiere bilden ein herrliches Fotomotiv und verleihen der Tour fast eine Art Safari-Charakter.

Über den Col de Vergio nehmen wir Kurs auf den Küstenort Porto, der uns wieder ans Meer bringen wird. Doch zuerst führt uns die Reise durch die Spelunca-Schlucht, die sich rund 300 Meter unter uns durch die Berge gräbt. Hier dominiert wieder das rote Granitgestein. Auch wenn sich die Sonne jetzt hinter zum Teil dichten Regenwolken versteckt, eröffnet sich uns vom Fotostopp aus ein weiter Blick über die Gebirgskuppen bis zum Mittelmeer, das am Horizont in seinem tiefen Blau glitzert.

Nun nähern wir uns dem wunderschönen Ferienort Porto, der langgestreckt am Golf von Porto liegt, der Teil des Par Naturel Régional de Corse und UNESCO-Weltnaturerbes ist. Hier läuft das zerklüftete Gebirge mal sanft, mal schroff zum Meer hin aus und bietet eine faszinierende Kulisse. In Porto verbringen wir unsere Mittagspause und haben genug Zeit, um uns den Ort auf eigene Faust anzuschauen. Wir schlendern an einem der typischen Genueser-Türme vorbei, stöbern in den kleinen Souvenirläden und genießen eine Tasse leckeren Kaffees in einem der zahlreichen Restaurants, die sich an der Mündung des Flusses Porto malerisch aneinander reihen. Über eine reizvolle Brücke, die uns über den Fluss führt, erreichen wir den breiten Strand, der eingerahmt von Felsen in der Bucht liegt. Den Strand säumen herrliche große Eukalyptusbäume, die einen Hauch von Exotik versprühen. Da es gerade zu regnen anfängt, ist der Strand menschenleer und wir können ihn quasi für uns allein genießen.

Wieder zurück im Bus treten wir die letzte Etappe unserer Tour an, die uns entlang der aussichtsreichen Küstenstraße wieder zurück zum Maristella führt. Doch zunächst nehmen wir nicht Kurs nach Norden, sondern biegen auf der Panoramastraße nach Süden in die Calanche ab. Der Abstecher lohnt sich, denn hier wartet ein einzigartiges Naturschauspiel auf uns - Rot gefärbte Felsformationen, die 300 Meter aus dem Meer heraus ragen und bizarre Hohlformen gebildet haben. Die Reiseleiterin Viola verrät uns, dass diese Felsformationen im Mittelmeerraum nirgends eindrucksvoller erscheinen als hier in der Calanche auf Korsika. Auf kaum zwei Kilometern erstreckt sich diese Kulisse.

Nach einem spektakulären Wendemanöver führt uns unser Bus über Porto auf der Küstenstraße zurück nach Algajola. Auch diese Fahrt beschert uns zahlreiche tolle Ausblicke auf die Berge und das Meer. Wieder angekommen im Hotel sind wir reicher um unvergessliche Landschaftseindrücke, herrliche Naturerfahrungen und die Erkenntnis, dass Korsikas Bergwelt einfach einzigartig schön und bizarr zugleich ist.

Ausflugstipp von Saskia: Mit dem "Feurigen Elias" von Algajola nach L’Ile-Rousse

Als Halbtagesausflug empfehlen wir eine Fahrt mit dem Feurigen Elias nach L’Ile-Rousse, einem beliebten Badeort nördlich von Algajola, den man direkt mit dem Zug in circa 20 Minuten erreicht. Hier lohnt sich vor allem eine Wanderung zum Leuchtturm, der auf der Halbinsel Île de la Pietra vor den Toren des Hafens thront. Vom Bahnhof aus dauert die gemütliche Wanderung rund 30 Gehminuten und wird mit wunderschönen Ausblicken auf das Meer und L’Ile-Rousse belohnt.

Im Ort selbst locken zahlreiche Geschäfte, Cafés, ein hübscher Strand mit Yachthafen und ein palmengesäumter Marktplatz mit einer sehenswerten Kirche. Tipp: Auch eine kleine Bimmelbahn fährt vom Zentrum aus zum Leuchtturm.

Fazit

Das Ferienhotel Maristella ist perfekt für einen Urlaub auf Korsika. Nahe dem Sandstrand gelegen und mit Zuganbindungen in alle Richtungen ist es perfekt für Jemanden, der nicht nur am Strand liegen sondern auch etwas erleben möchte. Die Angestellten sind allesamt sehr hilfsbereit und haben immer ein offenes Ohr für die Urlauber. Man fühlt sich direkt wie in einer großen Familie.

Neben dem Freizeitangebot in der Anlage wie Tischtennis, Volleyball, Bogenschießen oder Tennis sind auch die angebotenen Ausflüge und Wanderungen zu empfehlen. Erkunden Sie das Cap Corse mit seinen malerischen Bergdörfern auf einer Busfahrt oder fahren Sie durch Schluchten nach Porto. Auch der Ausflug Vieux Villages ist nur zu empfehlen, dort warten herrliche Ausblicke auf Sie.

Für die Wanderfreunde unter Ihnen ist das angebotene Wanderprogramm fantastisch. Auf den geführten Touren lernen Sie die Insel noch besser und vorallem mal von einer anderen Seite kennen. Egal ob entlang der Klippen oder durch das Landesinnere bis nach San Antonino - jede Wanderung ist auf ihre Art einmalig.

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