September 2013

Reisebericht: Andalusien Standort-Rundreise

Erleben Sie mit unserem Chronisten die über 1.000-jährigen Geschichte Andalusiens. Lassen Sie sich von beeindruckenden Baudenkmälern sowie vom Kontrast zwischen den quirligen Ferienorten an der Küste und den ursprünglichen Dörfern im Hinterland begeistern.

Chronist Norbert berichtet aus Andalusien
Mein Tipp

Antikes Andalusien

Norbert, Berge & Meer Chronistin

Andalusien - bereits der Name weckt Erwartungen.

Bisher kenne wir Spanien bzw. das spanische Festland nur aus fremden Berichten. Bin schon neugierig, wie uns die Rundreisen gefallen wird. Geschichtsträchtige Orte, die über Jahrhunderte die Entwicklung in Europa beeinflusst haben mit eigenen Augen zu sehen ist sicher sehr beeindruckend.

Besonders auf die maurischen Kulturzeugnisse freuen wir uns - und natürlich auf die spanische Küche. Lokale mit spanischem Essen gibt es bei uns sehr selten. Wer Lust hat, uns zu begleiten, ist herzlich eingeladen, via internet mit uns auf Entdeckungstour zu gehen.

Euer Norbert

1. Tag

Ankunft in Benalmádena

Heute um 12:00 Uhr wurde es ernst - wir starteten von München aus mit ''Air Berlin'' nach Malaga. Der Abschied aus Bayern viel uns nicht schwer, da das Wetter hier nicht so toll war - Regen und um die 18°C.

Ich hatte das Glück, am Fenster zu sitzen und konnte, nachdem wir die Schweiz überflogen hatten, Südfrankreich und die Pyrenäen von oben sehen. Über Spanien viel auf, dass es im Norden sehr viele Stauseen gibt, ansonsten das Land aber sehr trocken wirkt - alles braun und kahl. Das setzte sich fort bis Malaga, wo wir nach gut 2.5 Stunden landeten.

Im klimatisierten Bus wurden wir zum Hotel ''Vistamar'' in Benalmadena gebracht. An der Rezeption empfing uns ein junger Spanier, der nicht nur freundlich war, sondern auch noch sehr gut Deutsch spricht. Die Zimmer sind schön und der Blick auf´s Meer ist beeindruckend.

Das Appartement ist ziemlich groß, ein Schlafzimmer mit Couch, Esstisch mit 4 Stühlen und eine Kochnische mit allem, was man braucht - besonders praktisch ist der große Kühlschrank. Das Schlafzimmer ist aurseichend, das Bad sehr geräumig und mit allem ausgestattet. Alles ist blitzblank sauber, im Bad liegen sogar (verpackte) Zahnbürsten, Schuhputzzeug, Einwegrasierapparat und ein Kamm - haben wir bisher noch nie so komplett in einem Hotel gesehen. 

Da das Hotel nicht weit vom Meer liegt, machten wir uns bald auf zu einem Strandspaziergang. An der Uferpromenade gibt jede Menge Restaurants, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Da wir gerne Fisch essen, haben wir überlegt, ob wir nicht in den nächsten Tag in eines dieser ansprechenden Lokale gehen - wird aber wohl nichts, da das Abendessen im Hotel ausgezeichnet ist - und zwei Mal essen bei diesen Temperaturen kann kein Mensch.

Fazit: Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf Morgen.

Bis demnächst

Euer Chronist Norbert

2. Tag

Benalmádena

Die letzte Nacht war erholsam, wir konnten bei offenem Fenster schlafen, obwohl die Durchgangsstraße nicht weit entfernt ist. Das Frühstücksbuffet bietet wirklich von Allem etwas. Natürlich ist nicht jeder Geschmack gleich, aber hier ist für jeden etwas dabei.

Der Service ist erstaunlich schnell mit dem Abräumen der gebrauchten Teller und man hat wieder Platz am Tisch. Heute lernten wir unseren Reiseleiter Ramon Iglesias kennen. Er hat viele Jahre in Nordrhein-Westfalen gelebt und redet besser Deutsch als mancher Deutsche. Die Informationen waren gut vorbereitet, wir haben diese alle für die Ausflüge mit Abfahrt usw. auch noch schriftlich bekommen. Er gab dann noch einige Tipps für die freien Tage, wo ja jeder selber machen kann was er will.

Wir sind danach zu Fuß zum Hafen Puerto Marina gegangen, sind so an die 4 Kilometer. Man sieht viel mehr wie mit dem Bus, die vielen Restaurants und Läden sind interessant und wir haben auch gleich was eingekauft. Der Hafen ist ganz toll angelegt, es sind viele interessanten Schiffe zu sehen - was man alles machen könnte, wenn Geld keine Rolle spielt.

Danach sind wir mit dem öffentlichen Bus zur Talstation der Seilbahn gefahren. Viele Spanier sprechen Englisch (hier gibt es auch viele englische Touristen), somit fanden wir den richtigen Bus. Der Busfahrer war total nett und sagte uns persönlich, wo wir aussteigen müssen. Von so viel Kundenfreundlichkeit könnten wir uns zu Hause auch mal was abschneiden.

Mit der Seilbahn ging es auf den ''Teleferica'', rund 700 Meter über dem Meer. Von dort Oben hat man einen tollen Überblick über die ganze Küste bis nach Malaga. Es war etwas dunstig, ansonsten hätten wir bestimmt bis zur afrikanischen Küste gesehen. Dort oben gibt es eine Greif-Vogel-Schau und Vorführungen mit Pferden.

Nach dem ''Abstieg'' schauten wir uns noch den „Parque de Paloma“ an, eine grüne Oase mitten in der Stadt, sehr gepflegt und mit exotischen Pflanzen. Das Abendessen war wieder vorzüglich.

Morgen geht´s nach Ronda - das Wetter passt auch und wir freuen uns schon.

Euer Chronist Norbert mit Karin

3. Tag

Ronda

Los ging's um 8:00 Uhr. Wir haben auf der Fahrt nach Marbella noch ein paar Hotels angefahren, bei denen noch weitere Reisende eingestiegen sind. Unser Reiseleiter erklärte uns den Reiserlauf.

Wir besichtigten zusammen die Altstadt von Marbella, wenn man bedenkt, dass viele Küstenstädte ihren Charakter verloren haben, so ist Marbella da eine Ausnahme. Schöne, enge Gassen laden zum Verweilen ein. Wir genehmigten uns einen Kaffee im besten Cafe Marbellas (Aussage Reiseleiter), was auch tatsächlich stimmte - auch der Preis für eine Tasse Kaffee war mit 1.20 Euro recht günstig.

Dann ging es hoch auf über 1.100 Höhenmeter über eine Bergkette. Wir fuhren durch das größte Wiederaufforstungsgebiet Spaniens. Ronda liegt auf 700 Höhenmeter mitten im kargen Hinterland. Im Bus waren etwa 2/3 Deutsche, der Rest Engländer. Daher hörten wir jede Information unseres Reiseleiters in beiden Sprachen.

In Ronda teilte sich die Gruppe je nach Sprache, wir hatten daher 1.5 Stunden frei, bevor wir uns mit unserem Reiseleiter in dem alten Teil von Ronda vor der Kathedrale ''Santa Maria la Mayor'' trafen. Einige, darunter wir, nahmen die Gelegenheit wahr und besichtigten die Kirche, die im 15. Jahrhundert auf den Grundmauern einer Moschee errichtet worden war. Im Inneren findet man noch Reste dieser Moschee.

Ronda liegt auf einem Felsplateau, das von den nahezu senkrecht abfallenden Wänden einer über 100 Meter tiefen Schlucht in zwei Teile gespalten wird. Erstaunlich, wie so ein kleiner Fluss sich so tief eingraben kann. In diesen senkrechten Wänden haben sich hunderte von Tauben einquartiert und sind damit vor ihren Feinden absolut sicher.

Die Häuser sind bis an die Kante heran gebaut. Ein grandioser Anblick. Eine Brücke ermöglicht den Zugang vom neuen Teil der Stadt in den alten. In einer malerischen Bodega konnten wir den vorzüglichen Wein der Gegend probieren.

Ein Besuch im Haus von Don Bosco, gehört den Salesanierinnen. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die neue Brücke und das Flusstal. Dann ging es weiter zur ältesten Stierkampfarena Spaniens, die 1785 erbaut wurde. Sie ist auch die größte der Welt mit 66 Meter Durchmesser.

Ronda ist die Wiege des modernen Stierkampfes, hier wurde erstmals der Stier nicht vom Pferd aus, sondern zu Fuß bekämpft. Wie uns unser Reiseleiter erzählte, wurden in diesem Jahr schon 2 Stiere begnadigt und durften zurück auf ihre Weide, wo sie bis zu ihrem Lebensende weiterleben dürfen.

Am späten Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Marbella, einem Refugium der Schönen und Reichen. Wir haben den Yachthafen dort besichtigt. Riesige Yachten und jede Menge teure Autos und Motorräder werden zur Schau gestellt. Auch die Geschäfte am Hafen führen nur die allerteuersten Marken. Wohl alles nichts für unseren Geldbeutel.

Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder im Hotel, das Abendessen war ausgezeichnet und wir freuen uns schon auf Morgen, da geht es nach Sevilla.

Bis Morgen.

Euer Norbert mit Karin

4. Tag

Sevilla

Abfahrt um 7:30 Uhr. Wir fuhren noch diverse Hotels an und nahmen andere Gäste auf. Der Reiseveranstalter ''Rusadir Travel'' belegte den Bus, der 55 Sitzplätze hat, mit 53 Gästen, der Bus war also einigermaßen voll. Bis wir endlich in Malaga auf die Autobahn fuhren, war es 8:30 Uhr und der Reisleiter konnte alle Gäste begrüßen.

Hier erlebten wir die zweite Überraschung, wir waren nämlich bunt gemischt, Engländer, Franzosen, Deutsche und noch ein paar andere Nationalitäten, sodaß jede Information hintereinander in drei Sprachen erfolgte. Ist zwar auf der einen Seite ganz nett (man kann Fremdsprachen lernen), andererseits aber doch sehr zeitaufwändig.

Die Fahrt nach Sevilla ging über die Autobahn, die Landschaft ist beeindruckend, aber wieder, wie gestern, sehr, sehr trocken. Man versucht durch Wiederaufforstung die Feuchtigkeit möglichst lange im Boden zu halten.

Malerische weiße Dörfer säumten unseren Weg, einige Burgen waren zu sehen. Die Häuser waren früher mal erdfarben, als aber die Pest in Spanien wütete, strich man sie zur Desinfektion mit Kalk an. Bei Antquerra befinden sich Salzseen, wir konnten eine große Anzahl von Flamingos beobachten.

Dann, nach Osuna, beginnt die fruchtbare Ebene mit viel Landwirtschaft. Jedes Fleckchen Erde ist mit Olivenbäumen, Orangen, Ess-Kastanien, Sonnenblumen und sonstigen landwirtschaftlichen Produkten bebaut. Eine kleine Pause reichte für einen Kaffee und nach gut 3 Stunden Fahrt kann wir in Sevilla an.

Sevilla ist eine Stadt mit rund 700.000 Einwohnern und natürlich viel Industriebauten am Rande. Unser erster Anlaufpunkt war der "Plaza de Espana", ein riesiger Platz mit palastähnlichen Gebäuden außen herum, total beeindruckend, sowohl von der Größe als auch von der Bausubstanz her. Alles ist mit den für diese Region typischen Kacheln belegt, sowohl die Wände als auch der Boden.

Danach ging es zur Kathedrale "Santa Maria". Unser Reiseleiter übergab die weiteren Aktivitäten an eine örtliche Reiseleiterin. Wir hatten Kopfhörer erhalten, damit wir deren Ausführungen besser verstehen konnten. Bald wussten wir auch warum: Wir waren über 50 Teilnehmer an der Führung, wieder verschiedene Nationalitäten und natürlich 3-sprachig.

Los ging es zunächst in das ehemalige jüdische Viertel, von dem jedoch nicht mehr viel existiert. Die Einwohner waren schon vor Jahrhunderten ausgewandert. Die Altstadt ist sehr verwinkelt, man musste sehr darauf achten, den Anschluss nicht zu verlieren.

Danach ging es in die Kathedrale "Santa Maria", die drittgrößte Kirche der Welt und die größte gotische Kirche überhaupt, 116 x 76 Meter. Die Kirche wurde auf den Fundamenten einer Moschee gebaut und war um 1520 fertig. Interessant ist, dass man viele Teile der ehemaligen Moschee in den Bau mit einbezog, so zum Beispiel den Turm, der fast vollständig erhalten geblieben ist. Er stammt aus dem Jahr 1184 und sieht fast noch so aus wie das Minarett in Marrakesch.

Innerhalb der Kathedrale, die riesig ist, sind die Gebeine von Kolumbus - oder besser gesagt Teile davon - beerdigt. Der Sarkophag ist beeindruckend durch die Größe von 4 allegorischen Königsfiguren aus Stein (Kastilien, Leon, Aragon, Navarra). Nach gut 1.5 Stunden war die Führung beendet, wir gingen dann noch auf's eigene auf den Turm, von dem aus man einen tollen Blick über die Stadt hat.

Da wir noch Zeit hatten, schauten wir uns den Festungspalast "Alcazares" an. Dieser liegt mitten in der Stadt und ist sehr weitläufig. Man verliert hier fast den Überblick, so viele interessante Räume und Gärten kann man anschauen. Wir waren von diesem Tag Heute sehr beeindruckt, wenn man bedenkt, was die Menschen schon vor Jahrhunderten für Bauwerke geschaffen haben - da kann sich manche modere Architektur glatt verstecken.

Die Rückfahrt verlief problemlos, wir führen wieder diverse Hotels an, gegen 20:30 Uhr waren wieder wieder zu Hause. Anmerkung zum Hotel: Wir wurden wieder mit einem leckeren Abendessen verwöhnt. Morgen haben wir frei, wir wollen nach Malaga und dann sehen wir weiter.

Bis Morgen

Euer Chronist Norbert mit Karin

5. Tag

Freier Tag

Heute ist unser ''freier Tag''. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit dem öffentlichen Bus (1.40 € pro Person) nach Malaga gefahren.

Unser erster Anlaufpunkt war der Markt. In Spanien ist Fisch ein Grundnahrungsmittel, entsprechend nimmt der Fischmarkt eine zentrale Stellung ein. Die Vielfalt der Meeresfrüchte ist überwältigend.

Danach besuchten wir die Kathedrale. In der kleinen Kirche "San Agustin", die nicht weit entfernt liegt, wurde Picasso getauft. In dieser Kirche wird die Marien-Verehrung ganz groß geschrieben. Ein Kaffee rundete den Vormittag ab.

Es gibt mehr als 25 Museen in Malaga, wir besuchten das "Museo Picasso", in dem viele Original-Kunstwerke zu besichtigen sind. Im Kellergeschoß des Museums sind Ausgrabungen aus der Phönizier- und Römerzeit zu sehen. Pablo Picasso ist der wohl bekannteste Sohn von Malaga, auch wenn viele nicht wissen, dass er ein Spanier war.

Zu Akazaba: Die Residenz der maurischen Herrscher liegt auf einer kleinen Anhöhe östlich der Innenstadt. Schon die Römer hatten dort eine Burg errichtet. Diese Burg ist von den Ausmaßen her riesig, wäre mal interessant, wie es dort ausgesehen hat, als diese Anlage noch in Betrieb war.

Man hat von dort oben einen sehr schönen Überblick über die Stadt. Wir waren sehr beeindruckt. Unterhalb befindet sich ein römisches Theater, das zum Teil renoviert wurde.

Die Rückfahrt klappte ohne Probleme, der Bus fuhr auch gleich ab, als wir zustiegen (Glück gehabt). Wieder mal erwiesen sich die spanischen Busfahrer - diesmal eine Fahrerin - als äußerst freundlich.

Nachdem heute das Wetter nicht ganz so heiß war, zum Teil bewölkt, besuchten wir noch Benalmadena Pueblo. Dies ist der alte Teil von Benalmadena. Eine sehr schöne, kleine, weiße Stadt, sauber und richtig nett anzuschauen. Dort ist auch der größte buddhistische Tempel Europas, den wir natürlich auch besuchten. Wir erfuhren, dass man den Tempel umrunden muss und sich 7 Wünsche vorstellen muss und diese werden in Erfüllung gehen. Der Test läuft - bin mal gespannt, ob ein Teil meiner Wünsche wahr wird.

Zurück zum Hotel sind wir in einem Bus ohne Dach - Cabriolet-Bus. Heute Abend hat sich die Küche selbst übertroffen - es gab Hähnchen, Ripperl und panierten Fisch, und alles in ausgezeichneter Qualität.

Morgen geht's nach Granada, wir freuen und schon auf die Alhambra!

Euer Chronist Norbert und Karin

6. Tag

Alhambra

Nach dem Frühstück holte uns der Bus um 8:05 Uhr ab. Nach dem Zustieg von diversen Gästen fuhren wir um ca. 9:00 Uhr auf die Autobahn nach Granada. Wir waren wieder 3-sprachig unterwegs, diesmal aber in Spanisch, Englisch und Deutsch.

Nach dem Zwischenstopp in Loja war die Landschaft auf beiden Seiten der Autobahn mit Olivenbäumen gesäumt. Ab und Zu einige Mandelbäumchen und kleinere Flächen mit Mais, Spargel und Kartoffeln. Die Gegend Richtung Granada wurde immer grüner. Wir fühlten uns fast wie zuhause.

Am Horizont türmte sich allmählich die Sierra Nevada auf. Der höchste Berg, der Mulhacén, ist 3.482 m hoch. Dort ist auch Skifahren möglich. Die Stadt Granada liegt auf ca. 800 Höhenmetern und hat rund 240.000 Einwohner.

Zunächst fuhren wir auf einen Aussichtspunkt oberhalb der Alhambra und konnten den Blick auf die Stadt genießen. Anschließen folgte eine Stadtrundfahrt. Dabei gab es z. B. das älteste Stadttor Granadas zu sehen, das bereits über tausend Jahre alt ist. Nachdem wir den Bus verlassen hatten, erkundeten wir mit unserer Reiseleiterin die Altstadt zu Fuß.

In der anschließenden Freizeit konnte jeder machen was er wollte. Wir besuchten die Kathedrale Santa Maria de la Encarnación, die ehemalige Koranschule und die Capilla Real. In zwei imposanten Grabmalen, Ferdinand dem II. und Königin Isabella sowie die Tochter der Beiden, Johanna die Wahnsinnige und deren Ehemann, Phillip der Schöne (ein Habsburger) gewidmet sind. In der darunter liegenden Krypta liegen diese Verstorbenen in schlichten Bleisärgen.

Nach einer Stärkung mit einer köstlichen Tasse Kaffee ging es mit Bus hinauf zur Alhambra. Täglich dürfen maximal 8000 Besucher diesen Ort besichtigen. Die Alhambra kann nur mit einem örtlichen Fremdenführer besichtigt werden. Dieser begrüßte uns am Busparkplatz, wir gingen zum Tor der Gerechtigkeit. Über den Puerto de la Justicia gelangten wir in das Innere der Alhambra. Wir besichtigen den Palast. Es ging von diversen Räumlichkeiten (früher Wartezonen für Gesandte, Botschafter usw.) zum eigentlichen Thronsaal des Nasridenkönigs.

Höhepunkt war der Löwenhof - Glanzstück islamischer Architektur im Herzstück des Harems. Die Ausstattung ist umwerfend. Wir waren beeindruckt von dem verschwenderischen Stuck, der ursprünglich auch noch farbig ausgestaltet war. Der gewaltige Palast von König Karl V. (erbaut 1527) hat einen Innenhof wie eine Stierkampfarena. Heinrich V. hatte jedoch diesen Bau nie gesehen.

Nach einer Pause besichtigten wir die Gärten der Alhambra. Durch ein aufwändiges Bewässerungssystem hatten diese beeindruckende Dimensionen. Man kann sich gut vorstellen, dass Reisende früher, die aus trockeneren Gegenden waren, durchaus begeistert waren. Die Alhambra ist der absolute Höhepunkt. Wer diese nicht besichtigt hat, hat Andalusien nur zur Hälfte gesehen.

Bei der Rückfahrt machten wir einen kleinen Zwischenstopp in einer Ortschaft abseits der Autobahn. Zurück im Hotel wartete schon das Abendessen auf uns. Wie immer sehr lecker. Am Abend gab es eine Live-Show, die wir bei einem Gläschen Bier genossen.

Morgen haben wir frei. Mal sehen was wir machen.

Eurer Chronist Norbert mit Karin

7./8. Tag

Freier Tag & Abschiedsabend

Am Samstag hatten wir frei, d.h. zur freien Verfügung. Dies nutzten wir, um mal richtig auszuschlafen, Frühstück gab es erst um 9:00 Uhr.

Danach ging es in den Palmengarten, da es in der Nacht geregnet hatte, war alles frisch gewaschen. Die Palmen und Kakteen sind sehr schön, was bei uns nur im Gewächshaus gedeiht, steht hier im Freien. Dazwischen laufen Hasen, Fasane und Tauben herum, richtig idyllisch.

Eine kleine Einkaufstour schloss sich an, man will ja den Daheimgebliebenen was mitbringen. Am Nachmittag machten wir Siesta, da wir am Sonntag gegen 3:00 Uhr aufstehen müssen, haben wir ein wenig vorgeschlafen. Koffer packen und noch ein wenig am Balkon sitzen, und schon war der Nachmittag rum.

Am Abend war eine Flamenco-Schau, die war echt Spitze. Da waren Profis am Werk, die Beine und Füße bewegten sich so schnell, dass man mit dem Auge kaum folgen konnte. Entsprechend begeistert war auch das Publikum. Am Pool feierte eine Hochzeitsgesellschaft, da waren auch richtige Spanierinnen mit entsprechendem Outfit dabei, toll zum anschauen. So gegen 23:30 Uhr ging es dann ins Bett.

Am Sonntag um 3:00 Uhr läutete der Wecker, wir hatten das Frühstück vorbestellt, was auch einwandfrei klappte. Dann holte uns schon der Bus ab und wir fuhren zum Flughafen. Air Berlin brachte uns pünktlich nach München, wo wir von Freunden abgeholt wurden. Eine schöne Woche war zu Ende, wir werden noch lange an diesen Urlaub denken und planen schon den nächsten.

Fazit: Insgesamt betrachtet stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Das Hotel war Spitze, sowohl die Verpflegung als auch der Service. Die Ausflüge waren, wenn man die große Teilnehmerzahl betrachtet, einwandfrei, es hat alles super geklappt. Ich bin kein Freund von so großen Reisegruppen, muss aber sagen, dass zu meiner eigenen Überraschung alles sehr gut gelaufen ist – Spitze.

Freu mich schon auf den nächsten Urlaub, bestimmt wieder mit Berge & Meer. Ich habe schon einige Reisen mit diesem Veranstalter gemacht und war immer zufrieden.

Euer Chronist Norbert mit Karin

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