Ursprüngliche Landschaften, eine faszinierende Tierwelt und diese einzigartige Mischung aus afrikanischen und europäischen Einflüssen machen Namibia zu einem faszinierenden Reiseziel.

Spannend, fremdartig und vertraut zugleich. In keinem anderen afrikanischen Land kommen Besucher so leicht mit den Einwohnern ins Gespräch wie in Namibia, denn viele Menschen sprechen und verstehen Deutsch.

Der "Diamant Afrikas", wie man Namibia liebevoll nennt, funkelt immer wieder in den schönsten Farben. Lassen auch Sie sich vom Farbenspiel der Natur überraschen.

Praktische Reisetipps finden Sie hier!

Impressionen von Namibia

Unglaubliche Wüstenlandschaften, wilde Tiere, intensive Farben, wohltuende Stille und ein Sternenhimmel, der zu den schönsten der Welt zählt - Namibia ist ein wahrhaft magisches Land.  Reise-Video Namibia

Steckbrief

Namibia ist eines der am dünnsten besiedelten Länder Afrikas, obwohl es mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland. Von der Wüste Namib wurde der Name des Landes abgeleitet.

Während unserer Sommerzeit gibt es keinen Zeitunterschied, somit können Sie Namibia von Anfang an in vollen Zügen genießen. Erleben Sie eine gigantische Abfolge von Felsformationen, Sandwüsten und Küstengebiet.

Fläche

824.116 km², mehr als doppelt so groß wie Deutschland

Bevölkerungszahl

2.128.471 (Stand 2010), eines der am dünnsten besiedelten Länder Afrikas

Angrenzende Länder

Angola, Sambia, Botswana und Südafrika

Hauptstadt

Windhoek

Zeitzone

In Namibia gibt es Sommer- und Winterzeit. In der europäischen Sommerzeit (d. h. im namibischen Winter) gibt es keinen Zeitunterschied. Im Winter ist uns Namibia eine Stunde voraus. Die Uhr wird in der ersten Samstagnacht im April und im September umgestellt.

Flugzeit

9.5 Stunden Direktflug ab Frankfurt

Landesvorwahl

00264

Domainendung

NA

Netzspannung

220/240 V, 50 Hz; ein Adapter ist notwendig

Währung

Namibia-Dollar (NAD). Dieser ist 1:1 an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt, der auch als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Reise-Schecks und alle gängigen Kreditkarten werden in den größeren Städten akzeptiert.

Klima & Reisezeit

Mit seinen durchschnittlich 300 Sonnentagen jährlich ist Namibia ein ausgesprochen sonniges Land. Wenngleich man Namibia ganzjährig bereisen kann, liegt die beste Reisezeit zwischen April und Juni. Die Temperaturen liegen tagsüber um die 25 Grad, der Himmel ist stets strahlend blau. Nachts kühlt es angenehm ab, so dass man gut schlafen kann.

Einmalig ist der besondere Kontrast zwischen den Wüstenlandschaften und den Küstenorten.

In den Wintermonaten, Mai bis September, ist die trockenste Jahreszeit. Die Temperaturen sind gerade morgens teilweise recht kühl. Diese Zeit ist für die Tierbeobachtung sehr gut geeignet, da die Wasserstellen gut besucht sind. Das Gras ist trocken und niedrig.

Im Oktober beginnt der Frühling, es wird wärmer und die Tage länger.

Zwischen Dezember bis März ist die Niederschlagsmenge am höchsten. Was nicht bedeutet, dass es laufend regnet. Der Regen, wenn er denn kommt, fällt meistens gegen Abend, und ist oft nach kurzer Zeit wieder vorüber. Die Temperaturen sind sommerlich hoch. Viele Pflanzen stehen in der Blütezeit und auch jetzt kommen die Tierbeobachter nicht zu kurz. An der Küste herrschen im Sommer angenehme Temperaturen und daher nutzen viele Einheimische die Küstenorte als Urlaubsgebiete.

Die Hauptreisesaison in Namibia ist Juni bis September und Mitte Dezember bis Mitte Januar.

Sprache

Englisch ist seit 1990 die Amtssprache. 80 % der Bevölkerung sprechen Oshiwambo, Otjiherero oder eine andere afrikanische Sprache. Ebenso wird viel Afrikaans und Deutsch gesprochen.

Regionen

Städte

Keetmanshoop

Deutsche Missionaren begannen 1866 den Aufbau einer Missionsstation. Die Stadt wurde nach Keetman, dem Vorsitzenden dieser Gesellschaft benannt. Den Beinamen "hoop" erlangte die Stadt durch die Hoffnung, die die Missionare in die Stadt legten. Und diese hat sich zweifellos erfüllt, denn heute zählt die Stadt knapp 16.000 Einwohner und ist kleiner, aber bedeutsamer Mittelpunkt der Region.

Sehenswert sind die alten Holländerhäuschen, das 1910 entworfene alte Postamt, die Klipkerk, ein aus Stein und ohne Mörtel erbautes Gotteshaus, und eine aus Schilfmatten erbaute Nama-Hütte. Das Land um Keetmanshoop ist für seine Köcherbaumwälder, die Dolerit-Felsenlandschaften und prähistorischen Fossilienfunde berühmt.

Khorixas

Khorixas ist Zentrum des Damaralandes, das sich im Nordwesten Namibias zwischen Erongo und der Etosha Pfanne erstreckt. Der Name stammt noch aus Zeiten der Homelands. Khorixas mit etwa 12.000 Einwohnern hat als Ort keine Highlights zu bieten. In der bergigen, steinigen Region rings um gibt es jedoch eine Reihe von herausragenden landschaftlichen Attraktionen. Dazu gehört westlich von Khorixas der versteinerte Wald Petrified Forest. Die versteinerten Baumstämme auf einer Fläche von 6.000 m² liegen inmitten einer offenen Trockensavanne. Diese sind fossile Zeugen einer Periode, in der es noch keine blühenden Pflanzen gab. Die einstigen riesengroßen Nadelbäume sind rund 300 Mio. Jahre alt.

Twyfelfontein mit seiner Ansammlung von über 2.400 Felsgravuren ist ein Muss. Sie belegen die Bedeutung des Platzes als Kommunikationszentrum der San, die Ureinwohner Namibias. Ungewöhnlich ist, über die Vielzahl der Gravuren hinaus, die Tatsache, dass sich hier auch Felsmalereien befinden. In der Nähe befinden sich auch der verbrannte Berg und die steinernen Orgelpfeifen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die 80 km langen Ugab Terrassen und die Fingerklippe, ein 35 m hoher Felsblock aus Konglomerat.

Kolmanskop

Die Geisterstadt, etwa 20 km von Lüderitz entfernt, war einst die reichste Stadt Afrikas. Sie wurde 1910 errichtet und in den 1950er Jahren verlassen.

Der Wüstensand vergrub Kolmanskop langsam unter sich. Doch seit 1980 wurden immer mehr Gebäude der alten Diamantenstadt ausgegraben. Es lässt sich erahnen, welch unglaublicher Wohlstand hier einmal versammelt war. Heute dürfen Besucher auf der Original-Kegelbahn spielen, in einem À-la-carte-Restaurant essen oder sich im Souvenirshop des Casinos umschauen.

Lüderitz

Lüderitz mit ca. 15.000 Einwohnern ist die älteste Stadt Namibias und gleichzeitig Ausgangspunkt der deutschen Kolonialherrschaft. 1908 wurde hier mit dem Diamantabbau begonnen. Seitdem hat sie sich zu einer Küstenschönheit entwickelt, die stark einer norddeutschen Kleinstadt ähnelt.

Besonders sehenswert sind das Goerke-Haus, das noch mit Originalmöblierung von 1910 zu besichtigen ist, das Woermann-Haus, eines der ältesten städtischen Steinbauten, und die neugotische Felsenkirche.

Okahandja

Okahandja liegt 70 km nördlich von Windhoek. Die knapp 21.000 Einwohner Stadt besitzt als Attraktionen die Ombo Straußenfarm, die historische Rheinische Missionskirche und die Grabstätte von Hereroführern.

Auf den 2 Handwerksmärkten können Sie Holzschnitzereien aus dem Norden kaufen und besichtigen. Die jährliche Prozession "Red-Flag-Herero", gegen Ende August, ist eines der farbenprächtigsten Ereignisse in Namibia.

Swakopmund

Nördlich vom Namib-Naukluft Nationalpark liegt Swakopmund, direkt am Atlantik. Der Küstenort mit ca. 25.000 Einwohnern ist geprägt durch eine eindrucksvolle Architektur aus der deutschen Kolonialzeit. Man findet Straßen mit den Namen Bismarck, Moltke, Roon sowie Wilhelm, und auch das Stadtbild ist geprägt durch die alte wilhelminische Baukunst.

Mitten im Juli wird hier der rheinische Karneval gefeiert. Sehenswert sind die neubarocke Evangelisch-Lutherischen-Kirche und das Hohenzollernhaus, das 1905 im Stil Berliner Mietshäuser erbaut wurde. Auf dem höchsten Giebel des Hohenzollernhauses stemmt Atlas stehend die Weltkugel. Und nicht zu vergessen sind der Leuchtturm und die Landungsbrücken, die über 250 m in den Ozean ragen.

Walvis Bay

Die drittgrößte Stadt Namibias zählt ca. 50.000 Einwohner und liegt zwischen Meer und Wüste. Den Namen, zu Deutsch Walfischbucht, hat die Stadt wegen der reichen Wal- und Fischvorkommen in der Bucht bekommen.

Besondere Attraktion in Walvis Bay ist die riesige natürliche Lagune mit ihrem immensen Seevögel Reichtum. Mehr als 120.000 Vögel wurden in der Lagune bereits gezählt, darunter zahllose Flamingos und Pelikane. Hinzu kommen bis zu 200.000 Zugvögel.

Ebenfalls sehenswert in Walvis Bay ist das heimatkundliche Museum im Civic Centre, das Birdlife Information Centre und die hölzerne Rheinische Missionskirche aus dem Jahre 1880. Für Namibia ist der einzige Tiefsee-Hafen des Landes von großer Bedeutung.

Windhoek

Die Hauptstadt Namibias ist auch gleichzeitig die einzige Großstadt (ca. 270.000 Einwohnern) im ganzen Land. Die überschaubare Innenstadt ist durch einen interessanten Kontrast aus moderner Architektur und wilhelminischen Bauwerken der deutschen Kolonialzeit gekennzeichnet.

Der deutsche Einfluss lässt sich aber auch auf der kulturellen Ebene wahrnehmen. Karneval und Oktoberfest gehören zum festen Bestandteil jährlicher Veranstaltungen. Die Hauptschlagader im Zentrum ist die Independence Avenue. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die Christuskirche im Verwoerd Park, oder auch Zoopark genannt.

Kultur

Feiertage

In Namibia gibt es insgesamt 14 gesetzliche Feiertage und arbeitsfreie Werktage. Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, wird dieser am darauffolgenden Montag nachgeholt.

In Namibia feiert man, wie in Deutschland, Weihnachten, Neujahr, Ostern und Tag der Arbeit. Besondere Feiertage sind unter andrem der Tag der Unabhängigkeit am 21. März, der Afrikatag - Tag der afrikanischen Einheit am 25. Mai, der Heldengedenktag am 26. August und der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember.

Religion

Es herrscht in Namibia Religionsfreiheit, 90 % der Bevölkerung sind Christen.

Natur

Nationalparks

Etosha-Nationalpark

Der Etosha-Nationalpark liegt im Norden des Landes und ist mit seiner Größe von mehr als 22.000 km² einer der größten Wildreservate Afrikas. Er umfasst die Weiten der eigentlichen Etosha-Pfanne und feierte 2007 sein hundertjähriges Jubiläum. Etosha bedeutet "Land des trockenen Wassers" oder "Großer weißer Platz".

Der ganzjährig geöffnete Nationalpark bietet gerade während der Trockenzeit von Mai bis Oktober beste Wildbeobachtungsmöglichkeiten. Die vielfältige Tierwelt, oftmals in riesigen Herden, versammelt sich dann in der Morgen- und Abenddämmerung an den wenigen Wasserlöchern. Hier eröffnet sich dann den faszinierten Besuchern das eindrucksvolle Tierleben im afrikanischen Busch. Desweiteren können Sie die Tiere aber auch in den Lodges der angrenzenden privaten Wildreservate beobachten.

Fish River Canyon

Der Fish River Canyon gilt mit seiner Tiefe von bis zu 550 m als zweitgrößter Canyon der Welt. Größer ist somit nur noch der Grand Canyon. Klippspringer, Paviane, Kudu-Antilopen, Bergzebras und Leoparden sind hier zu Hause. Zur Vogelwelt gehören über 60 verschiedene Arten. Vom Hauptaussichtspunkt ist die Höllenkurve (Hell Bend) zu sehen. Das klassische Beispiel eines gewundenen, sehr früh entstandenen Flusslaufs.

Eine 25 km lange Aussichtsstraße führt am Ostrand entlang und bietet einen einmaligen Blick über dieses atemberaubende Naturschauspiel. Der Fish River ist der längste Strom Namibias, nach 800 km fließt er in den Oranje. Genießen Sie den atemberaubenden Blick über die vom Canyon zerschnittene Landschaft.

Kokerboomwoud (Köcherbaumwald)

23 km nordöstlich von Keetmanshoop strecken, zwischen dunkelroten Basaltblöcken verstreut, rund 250 der seltenen Köcherbäume (Aloe dichotoma) ihre Äste gen Himmel. Die Köcherbäume gibt es in Namibia sowie der nördlichen Kap-Provinz Südafrikas und stehen unter Naturschutz. Sie erwecken den Eindruck, in abblätternde Folie eingewickelt zu sein, die bei Sonnenuntergang golden leuchten.

Den Buschmännern verdankt der "Köcherbaum" sein Namen. Sie höhlten die weichen Zweige aus um die äußere harte Rinde als Pfeilköcher verwendeten.

Der Köcherbaum wird im Durchschnitt 3 - 8 m groß und bis zu 400 Jahre alt. Das genaue Alter eines Baumes lässt sich jedoch wegen fehlender Jahresringe nicht genau belegen. In den ersten Jahren kann man ihn kaum von einer anderen Aloe unterscheiden. Erst nach ca. 20 Jahren wächst er in die Höhe und bildet Äste.

Namib-Naukluft-Park

Die Namib-Wüste mit dem Namib-Naukluft-Park ist 49.000 km² groß. Der Park zählt zu den trockensten Gebieten der Erde und ist eine der ältesten Wüsten überhaupt. In das 1.900 m hohe Naukluft-Gebirge führen Schluchten wie überdimensionale Treppen. Ausgedehnte grasbewachsene Hochflächen befinden sich am Ostrand der Namib-Wüste. Ein eindruckvolles geologisches Phänomen der Namib-Wüste ist der Kuiseb-Canyon. Dieser liegt innerhalb eines weiteren Canyons, der von 20 Millionen Jahren entstand. Bekannt wurde der Canyon durch das Buch "Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste" von den deutschen Geologen Henno Martin und Martin Koch.

Berühmt innerhalb der Namib-Naukluft-Parks ist Sossusvlei. Die Lehmsenke ist von den bis zu 300 m hohen Sanddünen umgeben. Diese Dünenlandschaft ist die ebenmäßigste und farbigste von Namibia. Vor allem bei Sonnenauf- und -untergang bringen sie ihre charakteristische Rotfärbung zum Vorschein. Das Gebiet ist ein einziges Märchen aus Sand, soweit das Auge reicht. Die Farbschattierungen variieren von Blassgelb bis leuchtend Rot und Orange. Ganz in der Nähe ist das spektakuläre Dead Vlei mit seinem schneeweißen Lehmboden. Hier finden Sie auch die ausgetrockneten, in den Himmel ragenden, verdorrten Kameldornbaumstämme.

Skelettküste-Nationalpark

Die Skelettküste bekam ihren Namen aufgrund der Vergangenheit. Dichter Nebel, heftige Stürme und extremer Seegang haben viele Schiffe an der Skelettküste stranden lassen. Die trostlose Küste gilt als größter Schiffsfriedhof der Welt.

Seit 1971 ist sie durch den Skelettküste-Nationalpark geschützt, der bis in den Norden zum Kunene Flusse an der angolanischen Grenze reicht. Der Nationalpark umfasst insgesamt 16.000 km² und ist für Besucher nur teilweise zugänglich. Die Landschaft erscheint rätselhaft, mit dicken Nebelschwaden und unwirklich erscheinenden Luftspiegelungen. Die zahlreichen Schiffswracks und verlassene Minen unterstreichen die geisterhafte Atmosphäre.

Die Tierwelt ist nicht sehr vielfältig. Außer ein paar Springböcken, Schakalen, Sträußen und Antilopen leben nicht viele größere Tiere hier.

Waterberg-Plateau

Der Park auf dem Waterberg-Plateau liegt 60 km südöstlich von Otjiwarongo entfernt. Die orangefarbenen Klippen erheben sich plötzlich über der Akazien-Savanne. Dort leben Nashörner, Pferdeantilopen, Büffel, Giraffen, Kudus, Impalas, Leoparden, Geparden und über 200 verschiedene Vogelarten.

Mit einer Atmosphäre der Ruhe und des Friedens sowie seiner ungewöhnlichen Naturschönheit ist der Waterberg-Plateau Park bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt.

Flora & Fauna

Natur erleben - Natur bewahren. Schon heute stehen rund 15 % der gesamten Landesfläche unter Naturschutz - eine Fläche ungefähr dreimal so groß wie die Schweiz. Namibia hat den Umweltschutz in seiner Verfassung verankert. Nur ein bewusster Umgang mit der Natur sichert die Artenvielfalt.

Erleben Sie die intensiven Farben Namibias, die sagenhaften Dünen- und Felslandschaften der Namib-Wüste, die wilde Skelettküste oder auch den Etosha National Park mit seinem Tierreichtum.

Namibias Wildtierreich ist in Afrika einzigartig. Es wurden hier mehr als drei Viertel der bekannten Vogelarten des südlichen Afrikas beobachtet. Und wer das erste Mal im Savannengras die Eleganz einer Giraffe, den mächtigen Rüssel eines Elefanten oder die Mähne eines Löwen erspäht, wird dies als einen besonderen Höhepunkt erleben. Nachdem viele Wildtiere wie Nashörner, Elefanten und Raubkatzen durch unkontrollierte Jagd fast ausgerottet waren, haben sich ihre Bestände in den Nationalparks inzwischen wieder erholt. Sämtliche Antilopenarten, Springböcke, Kudus, Zebras, Strauße und Warzenschweine können Ihnen sogar außerhalb der Nationalparks begegnen. Und gemeinsam leben sie alle im Etosha-Nationalpark.

Im Etosha-Nationalpark versammeln sich in einer guten Regensaison tausende Flamingos um zu brüten. In der Trockenzeit jedoch, wenn die Luft über dem Boden flimmert, erleben Sie, dass sich an den Wasserstellen Zebras, Gnus, Giraffen und Antilopen treffen. Elefanten-Sippen gesellen sich dazu und manchmal kann man auch einem Löwen beim Trinken zusehen. Der Nordosten steht im größtmöglichen Kontrast zum übrigen Land. Statt staubiger Wüsten, trockenen Savannen und sandigen Flussbetten beeindrucken hier eine üppige Pflanzenwelt, Wasser im Überfluss und riesige Tierherden.

Trotz der teilweise extremen klimatischen Bedingungen weist dieses Land eine überraschende Vielzahl an genügsamen Wüsten- und Steppenpflanzen auf. Man unterscheidet 3 Hauptvegetationsgebiete: Wüsten, Savannen und Trockenwälder. Es gibt ca. 200 Pflanzenarten, die nur in diesem Land vorkommen, sowie über 100 Flechtenarten, die auf den steinigen Ebenen nahe der Küste überleben. Etwa zwei Drittel Namibias bestehen aus Savanne und Grasland. Verschiedene Akazienarten unterbrechen diese vermeintliche Ödnis.

Wer Richtung Nordosten reist, wird feststellen, dass sich Baum- und Buschbestand verdichten. Ein Großteil der Bäume Afrikas wächst hier. Affenbrotbäume und Mopane, wilde Feigen, Makalani- und Ilalapalmen.

Im Südosten herrscht Namibias Nationalbaum, der Kameldoorn (Giraffenakazie), vor. Im trockenen Süden hingegen überleben allein Sukkulenten. Diese haben sich an die extreme Trockenheit durch Wasser speichernde Blätter und Wurzelsysteme angepasst.

Die Welwitschia mirabilis-Pflanze finden Sie nur in Namibia. Sie kommt mit ihren lederartigen Blättern praktisch ohne Wasser aus und kann tausende Jahre alt werden. In Namibia und der nördlichen Kap-Provinz Südafrikas zu finden, ist der Köcherbaum. Dieser wächst in Namibia in seltener Üppigkeit, bevorzugt in heißen, felsigen Regionen. In der Nähe von Keetmanshoop befindet sich der berühmte Kokerboomwoud (Köcherbaumwald).

Wüste

Kalahari Wüste

Die Kalahari Wüste bildet einen Großteil des östlichen Namibia und erstreckt sich über mehr als 1.2 Mio. km² von der nördlichen Kap-Provinz in Südafrika durch Namibia und Botswana. Wegen ihrer porösen und sandigen Bodenbeschaffenheit, die keine Wasseraufnahme ermöglicht, wird die Kalahari gemeinhin als Wüste bezeichnet.

Im Gegensatz zur Namib-Wüste sind Dünen und Täler mit Gräsern, Sträuchern und Akazien bewachsen. Auf den spärlich bewachsenen Grasebenen weiden Herden von Antilopen und anderen Tieren.

Essen & Trinken

Am weitesten verbreitet in Namibia ist ein Gericht, dass sich Pap nennt. Dies ist ein Brei aus Maismehl, der auf klassische Weise mit der Hand gegessen wird. Dazu gibt es meist Fleisch und Gemüse. Da Gemüseanbau im Wüstenland schwierig ist, werden viele Sorten aus Südafrika eingeführt. Die Lücke lässt sich durch Avocados, Butternut-Kürbisse, Omajova-Pilze und grünen Spargel vortrefflich schließen. Der frische, duftende und herzhaft schmeckende grüne Spargel wird in Swakopmund gezüchtet. Diesen sollten Sie auf jeden Fall probieren! In Namibia gehört Fleisch ebenso wie Gemüse auf die Speisekarte. Das namibische Rindfleisch zählt mit zum wohlschmeckendsten der Welt. Aber auch Springbock, Antilope, Kudus, Zebra und Strauß werden gerne serviert. An den Küsten ist natürlich Fisch sehr gefragt. Seehecht, Dorade, Makrele, Langusten und Austern kommen hier fangfrisch auf die Tische eines jeden Restaurants.

Dadurch, dass Namibia früher eine deutsche Kolonie war, können Sie hier sehr gutes einheimisches Bier genießen. Eine gute Alternative zum Bier ist ein fruchtiger Cidre, der ebenfalls ausgezeichnet ist. Zudem finden Sie Backwaren wie Frankfurter Kränze, Schwarzwälder Kirschtorten, Windbeutel, Käsekuchen und Sahnetrüffel-Buttercreme-Torten.

Das Leitungswasser in Namibia ist sauberes, gutes Trinkwasser. Es sei denn, es wird besonders darauf hingewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Mineralwasser und Eis zum Kühlen sind an den meisten Tankstellen und in vielen Geschäften erhältlich. Alkoholische Getränke und Esswaren dürfen nur bestimmte Geschäfte, Hotels, Pensionen, Lodges und Gästefarmen anbieten.

Wissenswertes von A - Z

Um Namibia von seiner schönsten Seite zu erkunden, haben wir für Sie Wissenswertes für Ihre Reisevorbereitung zusammen getragen.

Um die einmaligen Lichtstimmungen zur Erinnerung auf Foto zu bewahren, haben wir für Sie ein paar Tipps zum Fotografieren aufgenommen. Zudem finden Sie etwas über das Essen und Trinken in Namibia, aber auch welche Kleidung Sie am Besten für Ihre Reise einpacken sollten.

Autovermietung

Alle Mietwagenfirmen in Namibia müssen beim Namibia Tourism Board registriert sein. Informieren Sie sich eingehend über die Versicherungsbedingungen, die von Firma zu Firma sehr unterschiedlich sind oder auch kurzfristig geändert werden können. Bitte prüfen Sie bei Übernahme des Wagens grundsätzlich das Ersatzrad sowie alle Werkzeuge. Ein internationaler Führerschein ist erforderlich.

Elektrizität

Das Stromnetz ist auf 220/240 Volt Wechselstrom ausgelegt. In Namibia werden 3-polige Stecker benutzt. Bei einigen Unterkünften werden Adapter leihweise angeboten. In größeren Hotels sind vielfach schon Euro-Norm Steckdosen vorhanden. Wichtig: Gästefarmen und Lodges, die wegen der Entfernung nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, produzieren ihren Strom selbst. Deshalb steht dieser nicht 24 Std. am Tag mit voller Leistung zur Verfügung. Es reicht aber in der Regel bis 22 Uhr, um die Akkus von Kamera und Handy zu laden.

Fotografieren

Staub und Hitze sind echte Gefahren für jede Fotoausrüstung. Hier einige nützliche Tipps:

Die Kamera nie in der Sonne liegen lassen
Eine Fototasche, die vor Vibrationen und Staub im Fahrzeug schützt
Objektiv immer mit Deckel verschließen
Staub nur mit Pinsel oder Blasebalg entfernen. Nicht mit Papier reiben!
Ersatzbatterien und Speicher-Karten für die Kamera mitnehmen
Farblose UV-Filter verbessern das Bild und schützen das Objektiv

Bitte respektieren Sie unbekannte Kulturen und Gebräuche, ein freundliches Fragen vor dem Fotografieren gehört dazu.

Kleidung

Leichte Baumwollkleidung und festes Schuhwerk im Gelände sind empfehlenswert. Morgens und abends kann es, besonders im namibischen Winter, empfindlich kühl sein und die Temperaturen können stark schwanken. Daher heißt es An- und Ausziehen nach dem Zwiebelprinzip. Auch im Sommer gehört eine warme Jacke zum Reisegepäck. Generell ist die Kleiderordnung recht leger.

Lodges

Lodges sind Unterkünfte von gehobenem Niveau, oft mit eigenem Naturschutzgebiet, eigenen Wasserstellen zur Tierbeobachtung, ausgebildeten Wildhütern und vereinzelt auch mit Kongressmöglichkeiten. Lodges werden meist an besonders schönen Stellen nach den besten Umweltbedingungen errichtet.

Meer

Das Meer in Namibia ist nicht zum Baden geeignet, da die Temperaturen des Atlantiks zwischen kühlen 12° C und 16° C schwanken. In den Ortschaften an der Küste ist das Freizeitangebot sehr groß.

Mehrwertsteuer

Die Preise aller Waren und Dienstleistungen beinhalten 15 % Mehrwertsteuer (VAT). Touristen können die Erstattung von VAT auf mitgeführte Waren bei der Ausreise beantragen.

Sicherheit

Namibia ist ein sicheres Reiseland, doch viele Namibier besitzen nur einen Bruchteil von dem, was in Europa als Selbstverständlichkeit gilt. Auffälliger Schmuck, unvorsichtig gehandhabte Geldbeutel oder allzu große Kamera-Ausrüstungen sind daher für manche eine Verlockung. Städte wie Windhoek und Swakopmund sind, was Kleinkriminalität betrifft, in etwa mit europäischen Städten zu vergleichen.

Straßenverhältnisse

Die Straßen in Namibia sind nicht zu vergleichen mit den Straßen in Deutschland. Es gibt viele Schotterpisten und kleine Nebenwege, weshalb es manchmal erheblich länger dauert, eine kurze Strecke zurückzulegen. Man hat das Gefühl, dass man stundenlang durch die Wildnis und die Weite des Landes fahren kann, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Sehr kurios ist deshalb, dass die endlose Weite gar nicht so endlos ist, denn Sie wird von zahlreichen Zäunen umgeben. Dies ist notwendig um die nutzbaren Flecken für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen, die Tiere nicht fortlaufen oder Unbefugte das Land betreten.

Trinkgelder

In den Hotels steht meist eine Tip-Box bereit, in die Sie das Trinkgeld werfen können. Angemessen sind ca. 20 NAD bei preiswerteren Unterkünften und dementsprechend etwas mehr bei höherwertigen. Gepäckträgern stehen zwischen 2 und 5 NAD zu. In Restaurants sind es ca. 10 % des Rechnungsbetrages und bei Taxi-Fahrten ca. 10 % des Fahrpreises.

Reiseexperten

Kunden Fam. Roth

Sehr geehrten Damen und Herren,

vom 20.09. bis 04.10.10. waren wir mit Ihrem Unternehmen in Namibia. Für uns war diese Reise von Anfang bis Ende ein voller Erfolg, es passte einfach alles, die Organisation war perfekt, der Reiseleiter und Fahrer spitze. Die Unterkünfte waren sehr gut gewählt, es blieben fast keine Wünsche offen. Das Preis/ Leistungsverhältnis ist optimal.

Wir können die Reise nur weiterempfehlen, ebenso den Service von Berge und Meer. Immer eine kompetente Beratung, es blieben keine Fragen offen und wir fühlen uns so von Anfang an sehr gut betreut. Für uns steht fest – die nächste Reise gerne wieder, allerdings ist es sehr schwer sich zu entscheiden…

Kunden Fam. Althoff

Sehr geehrtes Berge & Meer Team,

nach unserer Rückkehr am 03.12.2010 möchten wir gerne ein Feedback zu unserer Reise geben.

Von der Begrüßung in Windhoek bis zur Verabschiedung in Kapstadt fühlten wir uns durch die beiden Reiseleiter (Fritz in Namibia und Silke in Südafrika) bestens betreut. Unsere Reisegruppe (12 Personen) harmonierte so sehr, dass auch die Abende häufig gemeinsam verbracht wurden. Die ausgewählten Lodges/Hotels haben uns gut gefallen. Die Busse während der Rundreisen waren groß genug, sauber und gepflegt.

Es war ein unvergesslicher Urlaub - wir hoffen, bei Berge und Meer im nächsten Jahr wieder eine schöne Reise buchen zu können.

Kunden Fam. Schmidt

Sehr geehrtes, liebes Team von Berge und Meer,

wir wissen schon, warum wir immer wieder gern mit Berge und Meer und Gleichgesinnten reisen - unsere erste Reise nach Namibia (Rundreise vom 21.1. bis 4.2.2010) war überaus faszinierend, perfekt organisiert und so informativ, wie man es sich nicht besser wünschen kann!! Die wunderschönen Lodges und Hotels, die immer wieder überraschenden Landschaften, die eindrucksvolle Geschichte des Landes, natürlich die wilden Tiere, der zauberhafte Luxus der Weite ... eine unserer bisher schönsten Reisen überhaupt.

Besonderer Dank gilt unserer Reiseleiterin Adele Riff von African Eagle Tours, die uns ihre Liebe zum Land jeden Tag aufs Neue herzlich vermittelte und zum Schluss ein wenig Sonne mit auf den Weg ins eisige Deutschland gab. Wir hätten uns keine bessere Begleitung, Anführerin, Geschichte und Geschichten erzählende und alle Fragen beantwortende "Afrikanerin" wünschen können.

VIELEN DANK für diese zauberhafte Reise !!

Kunden Fam. Dr. Ermann

Wir nahmen vom 14.3. bis 29.3.2010 an der Namibia-Rundreise teil.

Die Reise war bestens organisiert. Die jeweiligen Unterkünfte, Lodges und Hotels, sehr gut. Es gab bemerkenswerte kulinarische Erlebnisse. Der Reiseleiter war hervorragend.

Diese Reise ist sehr zu empfehlen. Sammeln Sie unvergessliche Eindrücke - Landschaften, Menschen und Tiere - selbst und machen Sie viele Fotos! NAMIBIA mit berge & meer war toll!!

Beste Grüße Dr. Werner Ermann

Ihre Reiseexpertin Ines Runkel

Reisen Sie mit uns in das einmalige Namibia und erleben Sie Afrika-Feeling pur.

Unsere klassische Route zeigt Ihnen die Highlights Nambias und eignet sich ideal für diejenigen von Ihnen, die dieses Land bisher noch nicht erkundet haben.

Zunächst fahren Sie in die Kalahari Wüste - hier empfehle ich Ihnen an der optionalen Wüstenfahrt teilzunehmen. Weiter geht es dann in den Süden zum Fish River Canyon und zu den beeindruckenden Dünen von Sossusvlei. Höhepunkt der Reise ist der Besuch des Etosha Nationalparks, in dem Sie einen ganzen Tag auf Tiersuche sind.

Sehr interessant ist auch unsere Kombination Namibia & Südafrika - hier fliegen Sie im Anschluss an Ihre Namibia-Rundreise nach Kapstadt und erkunden die einmalige Garden Route.

Chronist Reiner -  Namibia - Faszinierende Weiten

Liebe Leser,

mein Name ist Reiner und ich wohne in Rheydt (Mönchengladbach).

Ich habe das Vergnügen, Sie auf meiner insgesamt 23. Berge & Meer Reise zum fünften Mal mitnehmen zu dürfen. Gerne werde ich den interessierten Lesern von den Erlebnissen und Eindrücken, die uns auf der Rundreise durch das ferne Land begegnen, berichten.

Auf dieser Reise begleiten mich mein bester Freund Franz und seine Ehefrau Karin. Gemeinsam werden wir im Verbund der Gruppe die anstehenden Abenteuer sicherlich meistern. Die Reise wird uns in die Hauptstadt Windhoek, die Küstenstadt Swakopmund, die Wüste Kalahari und die Etosh Pfanne führen. Den gewaltigen Fish River Canyon werden wir ebenso bewundern können wie die Victoria Fälle in Simbabwe.

Wir freuen uns schon auf die baldige Abreise.

Euer Chronist
Reiner