Azoren - Reisetipps & Informationen

Das Archipel der Azoren befindet sich mitten im Atlantik, nur fünf Flugstunden von Deutschland entfernt und besteht aus 9 ganz unterschiedlichen Inseln. Die eindrucksvolle Mischung aus bezaubernden Landschaften, liebenswerten Menschen, jahrhundertealte Traditionen und mit einem ausgeglichenen Leben im Einklang mit der Natur begeistert jeden Besucher - gehen Sie auf Entdeckungsreise!

Inhaltsverzeichnis

     
    azoren header berge und meer

    Impressionen Azoren

    Bekannt sind sie in erster Linie durch den Wetterbericht, denn das Azoren-Hoch verheißt meist schönes Wetter. Die zu Portugal gehörenden immergrünen Inseln mitten im Atlantik sind nach wie vor ein kleiner Geheimtipp!

    10 Highlights, die die Azoren so besonders machen

    • Inselparadies inmitten des Atlantiks
    • Großartige Natur- und Pflanzenwelt
    • Die Hauptstadt Ponta Delgada
    • Europas letzte Teeplantage auf São Miguel
    • São Miguel : älteste Stadt und UNESCO-Welterbe Angra do Heroísma
    • Paradies für Taucher, Segler und Walbeobachtung
    • Terceira: Vulkanhöhle Algar do Carvão
    • Zahlreiche heiße Quellen, Wasserfälle und Seen
    • Vulkan Pico, der höchste Berg Portugals
    • Die Blumeninsel Flores, der westlichste Punkt Europas
     
    Azoren-Insel-Pico-Hortensien-berge-und-meer
    Natur auf Pico
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Ponta-Delgada-berge-und-meer
    Hauptstadt Ponta Delgada
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Teeplantage-berge-und-meer
    Teeplantage auf São Miguel
    Azoren-Insel-Terceira-Angra-de-Heroismo-berge-und-meer
    Angra do Heroísma
    Azoren-Insel-Pico-Walbeobachtung-berge-und-meer
    Walbeobachtung auf Pico
    Azoren-Insel-Terceira-Algar-do-Carvao-berge-und-meer
    Vulkanhöhle Algar do Carvão
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Wasserfall-berge-und-meer
    Wasserfall auf São Miguel
    Azoren-Insel-Pico-Vulkan-berge-und-meer
    Vulkan Pico
    Azoren-Insel-Flores-Landschaft-berge-und-meer
    Blumeninsel Flores
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    Steckbrief

    Fläche
    2.333 km²

    Einwohnerzahl
    246.353 (Stand: 2014)

    Bevölkerungsdichte
    104 Einwohner pro km²

    Amtssprache
    Portugiesische Sprache

    Staatsform
    semipräsidentielle Demokratie

    Hauptstadt
    São Miguel - Ponta Delgada
    Faial - Horta
    Terceira - >Angra do Heroismo

    Geografie
    Die Inselgruppen der Azoren befindet sich im Nordatlantik zwischen dem 36. und dem 39. nördlichen Breitengrad und dem 25. und dem 31. westlichen Längengrad. Sie gilt als eine autonome Region Portugals. Das Archipel liegt auf der Plattengrenze zwischen der Afrikanischen Platte und Europäischen Platte und sind Teil des Mittelatlantischen Rückens. Geologisch gehören die westlichen Inseln Flores und Corvo bereits zur Nordamerikanischen Kontinentalplatte.

    Telefonvorwahl
    00351 (Portugal)
    Notfall auf den Azoren: 112

    Domainendung
    .pt

    Währung & Zahlungsmittel
    Euro (€)

    Banken gibt es auf allen Inseln (Ausnahme: Corvo). Bankautomaten sind in allen größeren Städten zu finden. An den Geldautomaten können Sie mit ec-, Maestro-Karte, Sparcard und Ihrer PIN-Nummer Bargeld in der Landeswährung abheben, wie überall in Europa.

    Kreditkarten
    Die Landeswährung ist in Portugal und somit auch auf den Azoren der Euro. Banken sind Montag - Freitag von 8.30 bis 15.00 Uhr geöffnet. Mit Bankkarten mit Maestro-Funktion und gängigen Kreditkarten (American Express, Diners Club, Visa und Master/Eurocard) kann man an den Geldautomaten (MB-Multiblanco) Bargeld abheben, mit Kreditkarten in Urlaubsorten oft auch direkt zahlen. Die anfallenden Gebühren sind abhängig von der ausstellenden Bank.

    Zeitzone
    -2 Stunden

    Klima

    Klima
    Die Azoren erfreuen sich eines subtropischen und ganzjährig milden Klimas. In der gemäßigten nördlichen Hemisphäre gelegen sind Wolkenbildung und Niederschläge zwar zu jeder Jahreszeit möglich, aber naturgemäß überzeugen die Azoren mit ihren teils langen Schönwetterperioden und angenehmen Temperaturen. Somit schwanken die durchschnittlichen, mittleren Tagestemperaturen über das ganze Jahr verteilt zwischen mindestens 13.6 °C und maximal 22 °C.

    Im Hochsommer erreichen die Temperaturen in der Spitze auch durchaus 25 °C. Zwischen den Inseln der West-, Zentral- und Ostgruppe gibt es nur geringfügige Temperaturschwankungen. Nur die Westgruppe ist generell regenreicher dafür beherbergt sie aber eine umso vielfältigere Flora und Fauna. Bedingt durch den warmen Golfstrom präsentiert sich die Wassertemperatur etwas konstanter: Während Sie im Sommer auf 20.5 °C steigt, im Hochsommer mitunter sogar auf 24 °C, ist sie selbst im Winter nur selten unter der 16 °C-Marke. Irgendwie schon eindrucksvoll, dass Sie auf den Azoren teilweise alle Jahreszeiten an einem Tag erleben können!

    Die Inseln im Überblick
    Bisher ist São Miguel der Spitzenreiter unter den Inseln mit seinen gemessenen 250 Sonnenstunden pro Monat. Wolken und Nebel bleiben oft in den Bergen hängen während es an der Küste sonnig ist.

    Aber auch Santa Maria und Graciosa sind bekannt für ihr vergleichsweise warmes und regenarmes Klima.

    Corvo und Flores hingegen sind aufgrund ihrer Größe und der artenreichen Flora und Fauna die regenreichsten Inseln.

    Trotzdem sollten auf allen Inseln Wind- und Regenjacke stets dabei sein, weil man sich als Tourist auf den Azoren intensiv mit dem Wetter auseinandersetzen muss.

    Klimadiagramm Azoren

    AzorenJanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
    Max.181919202122242524232220
    Min.121314141517192019181614
    Sonnenstunden/h344566776553
    Regentage767421012677
    Wasser-Temp. in °C181717171819212223222019

    Beste Reisezeit

    Klimatisch gesehen ist die beste Reisezeit der Sommer zwischen Juni und September, wenn die Temperaturen auf bis zu 25 °C steigen und nur sehr wenige erfrischende Niederschläge den Tag begleiten.

    Doch die Wintermonate und die Übergangszeit April/Mai und der Oktober kommen immer mehr in Mode. In dieser Zeit haben die Azoreninseln einen ganz besonderen Reiz, da kaum Touristen unterwegs sind und trotzdem an manchen Tagen strahlender Sonnenschein auf die Inseln fällt. Selbst die Temperaturen befinden sich während dieser Reisezeit in einem Rahmen von angenehmen 15 - 19 °C.

    Wer Wandertouren unternehmen will oder vorhat einen Berg oder guten Aussichtspunkt zu erklimmen, sollte die Gelegenheit nutzen, wenn der Himmel seine Sonnentore öffnet und die Wolken, welche die Höhen bewachen sich für kurze Zeit verziehen.

    Regionen

    Südöstliche Inselgruppe

    Li-Azoren-Insel-Sao-Miguel-Landschaft-berge-und-meer

    São Miguel

    Die "Grüne Insel" oder auch "Ilha Verde" wird die größte Azoreninsel von Ihren Bewohnern liebevoll genannt. Den Beinamen hat sich die Insel verdient, denn überall wo man hinschaut wird man von üppigen Wäldern, weiten Wiesen, malerischen Seen und kleinen Dörfern begrüßt. Die Küstenlinie bietet schöne Strände und steile Klippen. Das fruchtbare Land wird vor allem für die Landwirtschaft genutzt. Mais, Hülsenfrüchte, Wein, Tabak und auch Ananas werden hier angebaut. Ist der Süden der Insel lieblich, so ist es im Norden eher schroff und rau. 

    Ponta Delgada
    Ein Highlight ist die größte Stadt der Insel Ponta Delgada, welche gleichzeitig der Regierungssitz und auch Hauptstadt der autonomen Region Azoren ist. Besonders der Kontrast vom Schwarz und Weiß der Häuser ist beeindruckend. Die Wände, der aus schwarzem Basalt erbauten Gebäude, sind weiß gekalkt, die Rahmen und Türen sind schwarz belassen oder mit Streifen in leuchtenden Farben umrahmt - ein tolles Bild für das Auge. Im schmucken Zentrum mit barocken Bauten, Kirchen und idyllischen Winkeln thronen die ehemaligen Stadttore. In der hübschen Altstadt lassen es sich wunderbar gastronomische Spezialitäten probieren, wie zum Beispiel den Cozido das Furnas, welcher in großen Kochtöpfen in der heißen Erde am Furnas-See gart. Am modernen Hafen Portas do Mar machen zunehmend auch Kreuzfahrtschiffe Halt und die zwei gepflegten Strände östlich der Stadt laden zum Baden ein.

    Sete Citades
    Sete Citades ist ein Ort, um den sich zahlreiche Legenden ranken. Der kleine Ort befindet sich mit den beiden Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde inmitten eines Vulkankrates - ein Motiv, welches auf keinem Foto fehlen sollte. Die beiden Seen befinden sich auf einer Höhe von 250 Metern und schimmern in den Farben grün und blau. Vom Aussichtpunkt Vista do Rei hat man über zahlreiche Hortensien hinweg einen einmaligen Blick auf dieses Naturspektakel.  

    Furnas
    Der Kurort Furnas ist bekannt durch seine 22 heißen Quellen und zählt zu den schönsten Plätzen der Azoren. Zahlreiche Wanderwege führen durch das Tal und rund um den See Lagoa de Furnas, welcher der zweitgrößte See von São Miguel ist. Hier kann man die Natur genießen und den Einheimischen beim Kochen des traditionellen Gerichtes "Cozido das Furnas" in Erdlöchern zuschauen. Mittelpunkt des Ortes im östlichen Teil der Insel ist der Park Terra Nostra. Der Park zählt zu den schönsten Parkanlagen der Azoren und bietet eine bunte Mischung an Pflanzen. Die Wege sind gesäumt von Magnolien, Hibiskus und den baumgroßen Farnen sowie die für die Azoren typischen Sicheltannen. Mittelpunkt dieser 12 Hektar großen Anlage ist ein teichartiges Thermalbecken, welchen von heißen Quellen gespeist wird. Das Becken hat ganzjährig 38 °C und bietet den perfekten Ort für ein bisschen Erholung im Naturparadies.

     
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Landschaft-berge-und-meer
    Landschaft
    Azoren-Insel-So-Miguel-Ponta-Delgada-berge-und-meer
    Ponta Delgada
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Ponta-Delgada-Stadtansicht-berge-und-meer
    Ponta Delgada
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    Sete Citades
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    Sete Citades
    Azoren-Insel-Sao-Miguel-Lagoa-de-Furnas-berge-und-meer
    Lagoa de Furnas
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    Santa Maria

    Santa Maria ist die kleine Schwesterinsel von São Miguel und ist vor allem aufgrund ihrer hellen Sandstrände und den angenehmen Wassertemperaturen in den Sommermonaten bekannt. die Insel ist gut erschlossen und ein wahres Naturparadies mit einigen Kirchen, Kapellen, alten Herrenhäusern und historischen Gebäuden. Elegant streben die sanft geschwungenen Hügel der geologisch ältesten Insel von Osten auf die Inselmitte zu, um sich dort zum 587 m hohen Pico Alto aufzutürmen.

    Das südlichste und sonnigste Eiland, auf dem Vulkane schon lange nicht mehr aktiv sind, wurde 1427 entdeckt und ist geologisch gesehen die älteste Insel der Azoren. Hauptstadt ist Vila do Porto. Der Ort hat ein paar Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert oder das Rathaus, welches in einem alten Kloster untergebracht ist zu bieten. Das hauptsächliche Leben spielt sich an der ca. 2 km langen Hauptstraße ab, welche mit Geschäften, Restaurants und Bars flankiert ist Santa Maria ist touristisch wenig erschlossen und bei Ruhesuchenden daher besonders beliebt. 

    Zentrale Inselgruppe

    Azoren-Sao-Jorge-Landschaft-berge-und-meer

    Terceira

     
    Azoren-Insel-Terceira-Landschaft-berge-und-meer
    Landschaft
    Azoren-Insel-Terceira-Angra-do-Heroismo-Stadtansicht-berge-und-meer
    Angra do Heroismo
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    Angra do Heroismo 
    Azoren-Insel-Terceira-Algar-do-Carvao-berge-und-meer
    Algar do Carvão
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    Terceira wurde, wie der Name schon sagt, als dritte Insel entdeckt und ist nach São Miguel die Bedeutendste und Drehkreuz der zentralen Azoren. Der Kontrast zwischen natürlicher Schönheit und dem kulturell bedeutenden Stadtzentrum der Hauptstadt machen die Insel zu einem tollen Anziehungspunkt.

    Angra do Heroísmo
    Die Hauptstadt Angra do Heroísmo wurde 1534 gegründet und ist die älteste Stadt der Inselgruppe. Als erster Ort der Azoren wurde sie zur Cidade ("Stadt mit höchster Klassifizierung") ernannt und 1993 in die UNESCO-Welterbe Liste aufgenommen. Aussichtspunkten Miradouro Alto da Memória und Miradouro do Monte Brasil hat man einen tollen Blick auf das historische Zentrum der Stadt. Aufgebaut ist die Stadt auf einem Gewebe aus Straßen, Gassen, alten Herrenhäusern, Palästen, Parkanlagen und Denkmälern, welche noch heute gut erhalten und gepflegt sind. Die Festung São João Baptista, welche vor über 400 Jahren vom spanischen König Philip II. erbaut wurde prägt das Stadtbild. Weitere sehenswerte Orte ist die Kirche Misericórdia aus dem 18. Jahrhundert oder das größte Gotteshaus des Archipels Sé Catredal, welche auf den Ruinen der Kirche São Salvador aufgebaut wurde. 

    Algar do Carvão
    Der ca. 100 Meter tiefe Vulkanschlot befindet sich im Zentrum von Terceira und ich heute ein regionales Naturdenkmal. Die Höhle entstand vor 2.000 Jahren und steht unter Aufsicht der Forscher und Naturschützer. Durch ein Treppensystem, ist die Höhle begehbar und kann besichtigt werden. Der Weg hinein führt über Stufen hinab in den alten Schlot des Vulkans, wo man in 90 Metern Tiefe auch einen kleinen See entdecken kann. Besonders Highlight ist, wenn Mittags die Sonne im Zenit steht du die Höhle in ein besonderes Licht taucht. 

    Faial

     
    Azoren-Insel-Faial-Horta-berge-und-meer
    Horta Yachthafen
    Azoren-Insel-Faial-Vulkan-Capelinhos-berge-und-meer
    Vulkan Capelinhos
    Vulkan Capelinhos
    Azoren-Insel-Faial-Caldera-berge-und-meer
    Naturreservat Caldera
    Azoren-Insel-Faial-Caldera-1-berge-und-meer
    Naturreservat Caldera
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    Faial war schon in der Vergangenheit ein Treffpunkt für Seefahrer aus aller Welt. Diesen Charme hat sich die am drittmeist besiedelte Azoren-Insel bis heute behalten, denn im Hafen von Horta trifft man auch heute noch Leute aus aller Welt. Aufgrund ihrer Fülle an blauen Hortensien wird die Insel auch als "Blaue Insel" oder "Ilha Azul" betitelt.

    Horta
    Als westlicher Eckpunkt des sogenannten "Triangulo" besitzt Faial, als eine der meistbesuchten Inseln des Archipels, internationales Flair. Dies hat sie insbesondere ihrer Hauptstadt Horta zu verdanken. Herrschaftliche Gebäude, eine kleine reizende Altstadt und der berühmte Yachthafen Marina da Horta, an dem Segler aus aller Welt vorbei fahren, prägen die Inselmetropole. Ein Muss ist der Besuch des kultigen Peter Café Sports am Hafen. Das Café, welches gleichzeitig auch Museum ist, gilt als der zentrale, abendliche Treffpunkt, wo einheimische Fischer, Segler und Reisende aufeinander treffen und sich Geschichten aus aller Welt erzählen. An der großen farbenfrohen Malerei am Hafen verewigen sich alle, den Atlantik überquerende, Segelcrews. Es ist sozusagen das größte Gästebuch der Welt.

    Vulkan Capelinhos
    Capelinhos ist der Vulkan, der 1957 aus den Tiefen des Atlantischen Ozeans aufstieg, Gaswolken bis zu 4.000 m hoch ausstieß und den Westen der Insel Faial mit Staub und Asche bedeckte. Lavaströme verbanden das vom Vulkan geborene Eiland mit Faial im Nordwesten der Insel. 13 Monate lang kam es zu Unterwasserexplosionen, Eruptionen, Lavaflüssen und Ascheregen, die das Dorf Capelo und den Leuchtturm unter sich begruben. Als der Vulkan Capelinhos sich endlich erhob, fiel der Wasserspiegel des im Inneren der Insel gelegenen Kratersees. Um 2.4 km² vergrößerte der Vulkan die Insel Faial. Auch wenn Wasser und Winde davon wieder 1 km² abgetragen haben, die Mondlandschaft Capelinhos ist ein neues Stückchen Insel, das sich zu sehen lohnt. Der verschüttete Leuchtturm hat wieder das Licht der Welt erblickt. Er wurde restauriert und wird heute als Museum genutzt, in dem die Geschehnisse um Capelinhos dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich sind.

    Die Caldera
    Das Naturreservat Caldera bietet seltene endemische Pflanzenarten und führt durch das Tal von Flamengos und über die grüne Hochebene. Hohe Hortensienhecken strahlen im Juli und August in einem schönen blau und sind schon von Weitem zu sehen. Die Hecken dienen als natürliche Abgrenzung für die Viehweiden. Wenn man die Natur in vollen Zügen genießen möchte sollte man den Wanderweg beschreiten, welcher Rund um das Naturreservat verläuft. Hier wird man belohnt mit Wegen durch die Hortensien und tollen Panoramen.

    Pico

     
    Azoren-Insel-Pico-berge-und-meer
    Landschaft mit Vulkan
    Azoren-Insel-Pico-Vulkan-berge-und-meer
    Vulkan Pico
    Azoren-Insel-Pico-Vulkan-1-berge-und-meer
    Vulkan Pico
    Azoren-Insel-Pico-Weinberge-berge-und-meer
    Weinanbaugebiet Criação Velha
    Azoren-Insel-Pico-Whalewatching-berge-und-meer
    Wale beobachten
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    Imposant thront der namensgebende Vulkanriese mitten auf der Insel. 2.351 Meter reicht er in die Höhe und ist somit nicht nur der höchste Berg der Azoren, sondern auch von ganz Portugal. Der Vulkan ist noch heute aktiv, was man an Schwefeldämpfen am Gipfel erkennen kann. Da er in den letzten 500 Jahren viermal ausgebrochen ist, wird er von Wissenschaftlern stets bewacht. Ein besonderes Erlebnis ist die Besteigung des Berges, welche man aber nicht ohne einen ortskundigen Führer unternehmen sollte. Ist man erst einmal oben angekommen und der Pico versteckt sich nicht hinter eine Schicht aus Wolken kann man einen tollen Sonnenaufgang erleben.

    Weinanbaugebiet Criação Velha
    In mühevoller Handarbeit betreiben die Winzer hier noch ihr Handwerk, denn Maschinen sind auf den kleinen, von schwarzen Lavagesteinmauern abgegrenzten Parzellen, nicht möglich. Auf Pico werden die Reben schachbrettartig angeordnet und sogenannte moroicos, schützen die Pflanzen vor Wind und speichern die Wärme. Die beliebtesten Weinsorten, welche man in jedem Fall gekostet haben sollte, sind "Magma", "Basalto", "Lajido" und "Terras de Lava". Einer der berühmtesten Weine ist der "Verdelho", welcher sogar bis an den russischen Zarenhof exportiert wurde. Das Anbaugebiet wurde von der UNESCO zum Welterbe erklärt. 

    Whalewatching
    Die Insel ist nicht nur Vulkan- und Weininsel sondern auch die Insel der Walfänger. 1856 begann der Walfang, wo die sich Männer in 10 Meter langen Booten auf das Meer hinaus wagten und die Meeressäuger mit Harpunen jagten. Über hundert Jahre später im Jahre 1983 wurde der Walfang eingestellt. Heute zeugen Museen die interessante Geschichte. Trotz allem ist die Insel bis heute ein Traumziel für Walbeobachter geblieben, denn vor der Küste kann man über 20 Arten begutachten. Ein tolles Erlebnis, welches man unbedingt einmal mitgemacht haben sollte.

    Graciosa

    Die zweitkleinste Insel verdankt ihren Namen ihrer "lieblichen, leicht hügeligen" Landschaft. Flache Gebirgszüge und kleine Vulkankegel prägen das Landschaftsbild. Ein ideales Paradies für Wanderer, welche abwechslungsreiche, aber keine herausfordernden Wanderwege lieben. Über die ganze Insel hinweg findet man bunte Siedlungen. Die Windmühlen aus dem 19. Jahrhundert sind die Wahrzeichen der Insel. Heute sind nur noch wenige funktionstüchtig, jedoch wurden viele bereits renoviert. Von weitem erkannt man Sie an ihren roten Hauben.

    Schwefelgrotte Furna do Enxofre
    Ein absolutes Muss ist die Besichtigung des Riesenkraters im Südosten, wo fast 150 Stufen in eine beeindruckende Schwefelgrotte, der Furna do Enxofre, hinabführen. In der Höhle befindet sich ein See mit dunklem, schwefelhaltigem Wasser, von wo aus ein regelmäßiges Blubbern daran erinnert was unter den Füßen geschieht. Ein tolles Naturschauspiel erlebt man, wenn das Licht um die Mittagszeit genau auf den See fällt.

    São Jorge

    Azoren-Insel-Sao-Jorge-Kueste-berge-und-meer
    Landschaft

    Von Weitem erscheint die Insel der Zentralgruppe nur wie ein langer, schmaler Streifen. Bei deutlicherem Hinsehen erkannt man aber eine vielfältige Insel mit einem über 1.000 Meter steil aufragenden Gebirgsrücken. Sie ist für Kenner die attraktivste Wanderinsel der Azoren. Panorama-, Höhen- und Küstenpfade führen bis zum 1.053 Meter hohen Pico Esperança oder hinunter zu den charakteristischen Fajãs, kleinen fruchtbaren Lava-Landzungen, die nach vulkanischen Eruptionen erstarrten und die von Steilhängen abstürzende Erd- und Gesteinsmassen auffingen. Auf der Hochebene reihen sich Vulkankuppen aneinander, welche zum Meer hin steil abbrechen und atemberaubende Ausblicke bieten. Der Blick schweift über die Weite des Atlantiks bis nach Pico und Faial. Noch ein Tipp für Genießer: Eine Gaumenfreude ist der prämierte, hier in Handarbeit produzierte Käse.

    Nordwestliche Inselgruppe

    Azoren-Insel-Corvo-Landschaft-berge-und-meer

    Flores

    Flores ist nicht nur die viertkleinste Insel der Azoren, sondern auch gleichzeitig der westlichste Punkt Europas und ein Geheimtipp für Wanderer. Den Namen verdankt die Insel ihrer einzigartigen Flora. Montbrezien, Hortensien oder Cannas wachsen entlang der Wanderwege und Kraterseen und tauchen die Insel in ein Meer aus Farben. Die Uhren ticken auf dieser Insel noch anders. Kleine Dörfer, welche meist nur aus einem Kirchturm und kleinen Steinhäusern bestehen, befinden sich an oder oberhalb der Küste. Das Landesinnere ist daher nicht besiedelt und besticht mit einer tollen unberührten Landschaft. Landwirtschaft und Viehzucht sind hier die wichtigsten Einnahmequellen, daher sieht man die Menschen viel auf Feldern und Weiden.

    Wer die Gelegenheit hat sollte eine Bootstour zur Gruta dos Enxaréus unternehmen. Die halb unter Wasser liegende Höhle, die damals als Versteck für Piraten und Schmuggler diente, versetzt ihre Besucher in ehrfürchtiges Staunen. Die Grotte, in die alle Arten von Schiffen passen, ist 50 m lang und 25 m breit und nur vom Meer aus zu erreichen. 2009 erhielt die Insel aufgrund ihres botanischen und geologischen Reichtums den Titel UNESCO Biosphärenreservat. 

     
    Azoren-Insel-Flores-Landschaft-berge-und-meer
    Kuestenlinie
    Azoren-Insel-Flores-Hortensien-berge-und-meer
    Landschaft mit Hortensien
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    Corvo

    Corvo ist die nordwestlichste und kleinste bewohnte Insel der Azoren. Mit seinen gerade mal 17 km² ist Corvo die kleinste der Azoreninseln. Sie wird hauptsächlich von Tagestouristen ab/bis Flores angesteuert. Gerade die Einsamkeit des UNESCO-Biosphärenreservats verleiht der Insel ihren Reiz. Die einzige 430-Seelen-Gemeinde Vila do Corvo liegt im Schatten de Vulkankraters Caldeirão. Dieser übermächtige Krater mit einem Durchmesser von 2.3 km und einer Tiefe von 305 m beherbergt in seinem Inneren mehrere kleine, flache Seen und niedrige Vulkankegel. Vom Rand aus bietet sich ein atemberaubender Ausblick. Der Rundwanderweg lädt mit beeindruckenden Perspektiven und Meerpanoramen zum Wandern ein. Kleine Windmühlen schmücken die Steilküste in Alto dos Moinhos in der Nähe von Ponta Negra. Diese Windmühlen sind eher schlicht gehalten und haben eine ganz andere Struktur als die Windmühlen der anderen Inseln. Auftretende Wetterturbulenzen können auch mal die Insel isolieren.

    Der Tauchspot Caneiro dos Meros ist ein wahres Erlebnis für jeden Taucher. In dem Meeresschutzgebiet mit kleinen Grotten lassen sich Zackenbarsche, Muränen, Riffbarsche und Papageienfische bestaunen.

    In der Gastronomie liegt auf Corvo der Schwerpunkt hauptsächlich auf fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten.

     
    Azoren-Insel-Corvo-Landschaft-berge-und-meer
    Landschaft
    Azoren-Insel-Corvo-Windmuehle-berge-und-meer
    Windmühle
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    Flora & Fauna

    Flora
    Die ersten Siedler fanden dicht bewaldete Inseln vor. Heute sind Wälder eher selten und Wiesen und Weiden, ununterbrochen von mannshohen Hortensienhecken, prägen das Landschaftsbild. Die Hortensie wurde erst später eingeführt, wie zahlreiche andere Pflanzen auch. Von Nordamerika kommende Zugvögel, die hier eine erste Rast einlegen, brachten in ihrem Gefieder Blumensamen. Seeleute, Botaniker und heimkehrende Emigranten importierten die exotischen Pflanzen und machten aus den Azoren einen hochinteressanten botanischen Garten. Nicht nur Zierpflanzen wurden eingeführt, sondern auch alle Nutzpflanzen. Die fruchtbare Vulkanerde lässt Ananas, Wein, Bananen, Tabak und Tee (den einzigen in Europa) und hunderte von bunten Blumen wachsen. Unterstützt vom Golfstrom konnte sich hier eine einzigartige Flora entwickeln. Es soll 850 verschiedene Farn- und Blumenarten geben, davon sind 56 endemisch, d.h. heute nur noch auf den Azoren zu Hause.

    Hortensien Hortensien sind das blaue, weiße, zartrosanen Wahrzeichen der Azoren. Sie umzäunen Wiesen, sie grenzen Wege ab, sie überziehen die Inseln mit einem Gitternetz, sie tauchen die Insel im Sommer in ein Blütenmeer. Die Hortensie ist wandelbar. Erst erscheinen ihre Blüten in unschuldigem weiß, dann färben sich die Dolden blau, vielleicht auch rosa und schließlich verabschiedet sie sich in blassem Grün. Oder auch in umgekehrter Folge: Erst grün, dann blau und am Ende weiß. Es gibt über 22 verschiedene Arten und auf den Azoren kann man viele finden. Die länglichen Rispen der Grandiflora sehen aus wie weißer Flieder, der den Frühling verpasst hat. Die Kletterhortensie hat ebenfalls weiße, aber tellerförmige Blütenstände. Sie wächst zu einem 2 m hohen Busch, es sei denn, ihr steht eine Mauer oder ein Baum zur Verfügung. Dann klettert sie wie Efeu bis zu 7 m in die Höhe.

    Fauna
    Im Gegensatz zur Flora ist die Tierwelt recht artenarm - abgesehen von den Tieren des Meeres. Fast alle Tiere, nicht nur die Haus- und Nutztiere, die auf den Azoren leben, wurden eingeführt. Zu den heimischen Tieren gehört die Fledermaus, viele Insekten, Käfer und zahlreiche Vögel, von denen einige endemisch sind, d. h. nur auf den Azoren leben.

    Priolo
    Der Priolo ist eine Vogelart welche mit unserem Dompfaff verwandte ist. Er lebt auf der Insel São Miguel. Sein Aufenthaltsort sind die Lorbeerwälder auf der Serra Tronqueira im Nordosten der Insel und der Pico da Vara. Dort hat man ihn auch wieder gefunden, nachdem man ihn lange für ausgestorben gehalten hatte. Der Priolo ist ein kleiner Vogel, 16 cm groß und 30 g schwer. Er hat einen hellbraunen Körper mit schwarzen Flügeln sowie schwarzem Kopf, Schwanz und Schnabel. Sein kurzer, wie der Ton einer Flöte klingender Pfiff, ist leicht zu identifizieren. Heute gibt es nicht mehr als 600 seiner Art. Sein Lebensraum ist bedroht, weil die Pflanzen von deren Samen der Priolo lebt, verdrängt werden.

    Im Nordosten von São Miguel gibt es ein Museum mit einer permanenten Ausstellung über den Priolo und die Bemühungen, das Aussterben des Vogels zu verhindern.

    Delfine
    Etwa 80 verschiedene Delfin- und Walarten leben in den Ozeanen, Meeren und Flüssen der Welt; 24 davon sind vor den Azoren zu finden. Wenn die atlantischen Fleckendelfine im Juni und Juli vor Pico ihre Jungen zur Welt bringen dann kann man Schulen von mehr als 100 Tieren sehen. Unter dem Wasser ist das Leben für die Delfine schwerelos, über dem Wasser scheint ihre Freiheit grenzenlos zu sein. Sie vollführen manchen Balanceakt zwischen den Elementen, um uns zu gefallen. Es gehört sicherlich zu den aufregendsten Erlebnissen eines Azorenurlaubs, diese verspielten, gewandten und intelligenten Tiere zu beobachten oder gar gemeinsam mit ihnen zu schwimmen.

    Wale Moby Dick, Herman Melvilles Hauptfigur, ist ein Pottwal und von dieser Sorte gibt es viele vor den Azoren. Dort ziehen die Meeressäuger regelmäßig und ganzjährig ihre Bahnen. Männliche Pottwale können bis zu 20 m lang und 70 Tonnen schwer werden. Einem solchen Koloss zu begegnen nimmt einem den Atem. Mehr als 20 Walarten und Delfine tummeln sich vor den Küsten: Schwertwale (Orca), Zwergwale, Bartenwale, Buckelwale, Finnwale, Blauwale und viele andere. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auf den Azoren Walfang betrieben, bis es 1984 verboten wurde Wale zu fangen. Walfangboote und die walverbreitenden Fabriken sind heute interessante Touristenattraktionen. Der Ruf "Baleia, Baleia!" - "Wal, Wal!", der früher die Bauern zu ihren Harpunen und zu ihren Booten rennen ließ, lässt heute Touristen aufhorchen und zu ihren Ferngläsern oder Fotoapparaten greifen. Sie schauen aus nächster Nähe zu, wie die Meeresriesen aus den Tiefen des Atlantiks auftauchen und beim Abtauchen mit ihren Schwanzflossen winken. Wer das einmal erlebt hat, wird es so schnell nicht wieder vergessen. Auf fünf Azoreninseln (São Miguel, Faial, Pico, Terceira und Graciosa) werden mehrstündige Bootsfahrten zur Walbeobachtung angeboten. Man kann nicht immer sicher sein, dass es zu einer Walbegegnung kommt, doch Geduld wird meist belohnt.

    Ein Trockenkurs an Land informiert in mehrtägigen Kursen über wissenschaftliche und ökologische Aspekte der Meeressäuger.

    Aus den Zähnen eines Pottwals werden auf den Azoren wahre Kunstwerke gefertigt. Obwohl nur Walknochen- und -zahnreste aus alten Walfangzeiten bearbeitet werden, ist die Einfuhr von Walschnitzereien nach Deutschland nicht erlaubt.

     
    Azoren-Insel-Pico-Hortensien-berge-und-meer
    Hortensien
    Azoren-Delfine-beobachten-berge-und-meer
    Delfine beobachten
    Azoren-Insel-Wale-beobachten-berge-und-meer
    Wale beobachten
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    Aktivitäten

     
    Azoren-Insel-Wandern-berge-und-meer
    Wanderschuhe
    Azoren-Tauchen-berge-und-meer
    Tauchgang auf den Azoren
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    Wandern
    Ein Paar Wanderschuhe sind ein Muss im Gepäck eines Azorenreisenden, denn auf den neun Inseln ist das Wandern nicht nur Müllers Lust. Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden, auch zur speziellen Pflanzen- und Tierbeobachtung, werden angeboten, oder können allein unternommen werden, da die Wege gut ausgezeichnet sind und es aussagekräftige Karten und Beschreibungen gibt. Leider richten sich die öffentlichen Verkehrsmittel nicht sehr nach den Wünschen der Wanderer. Taxifahrer leisten gerne preiswerte Abhilfe. Organisierte Geländewagen-Touren mit spezialisierten Führern oder individuelle Autowanderungen lassen auch denen, die nicht so gut zu Fuß sind, die Möglichkeit die Schönheit der Inseln zu entdecken. Neuerdings wird auch Geocaching angeboten, eine moderne Form der Schatzsuche bzw. Schnitzeljagd zu Fuß oder mit dem Auto. Ausgestattet mit einem Global Positioning System (GPS)- Empfänger und den Koordinaten eines "Schatzes" aus dem Internet, kann man die Schätze finden, die jemand anderes an ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat.

    Bergsteigen
    Bergsteigen kann man auf den Azoren natürlich auch. Mit 2.351 m ist der Pico (auf der gleichnamigen Insel Pico gelegen) der höchste Berg der Azoren und gleichzeitig Portugals. Um ihn zu besteigen bedarf es keiner alpinen Fähigkeiten; eine Herausforderung ist es aber dennoch, der man mit ausreichender Kondition, gutem Schuhwerk und wetterfester Kleidung begegnen sollte. Der Weg zum Gipfel beginnt bei 1.200 m, ist gut markiert und endet mit einem atemberaubenden Rundblick über Inseln und Meer, wenn es die Wolken, die häufig den Pico behüten, zulassen.

    Tauchen
    Wer Begegnungen der besonderen Art sucht, bucht am Besten einen Tauchkurs. Tauchschulen auf den Inseln São Miguel, Terceira, Faial, Pico und Santa Maria bieten Tauchgänge, nicht nur für erfahrene Taucher, in den tiefblauen Atlantik an. Bei Unterwasserbeobachtungen im Meer rund um die Azoren fühlt man sich wie in einem natürlichem Aquarium. Eine andere, viel artenreichere Welt als auf dem Festland erschließt sich. Rund um die 9 Inseln können Taucher Höhlen und Grotten besuchen, eine faszinierende Tierwelt beobachten und sogar alte Schiffswracks inspizieren.

    Weitere Aktivitäten sind u. a. Canyoning auf São Miguel, Golfen, Reiten, Segeln oder auch Surfen und Delfine sowie Wale beobachten. Auch wenn die Inseln keine ausgesprochenen Badeinseln sind, findet man in einigen Orten Naturschwimmbecken, welche in die Lavafelsen gehauen wurden oder auch Badebuchten mit Stränden aus dunklem Lavasand.

    Sprache

    Portugiesisch ist die Landessprache der Azoren, allerdings mit einem ausgeprägten Inseldialekt, der von Insel zu Insel variiert. Im touristischen Dienstleistungsgewerbe immer auch Englisch und vereinzelt Deutsch gesprochen.

    Religion

    Die große Mehrheit der Portugiesen bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben, wobei der Anteil an der Gesamtbevölkerung mit Werten zwischen 85 % und 95 % angegeben wird.

    Kultur & Geschichte

    Azoren, das sind neun Inseln im Atlantischen Ozean, die entsprechend ihrer Lage in eine westliche (Corvo und Flores), eine zentrale (Graciosa, Terceira, São Jorge, Faial und Pico) und eine östliche Inselgruppe (São Miguel und Santa Maria) eingeteilt werden. Ca. 600 km liegen zwischen der östlichsten und der westlichsten Insel, 300 km trennen die nördlichste von der südlichsten.

    Über die Entstehung der Azoren wird viel gerätselt. Sind sie die Reste des sagenumwobenen Atlantis? Es ist schwierig, den geologischen Ursprung der Inseln zu datieren. Sie sind ein junges Vulkangebirge, das sich vor etwa 2.5 Millionen von Jahren aus einer Tiefe von 6.000 m über die Meeresfläche des Atlantiks erhob. Wesentlich älter ist Santa Maria, etwas 15 Millionen Jahre. Die Insel ist nicht vulkanischen Ursprungs; sie besteht aus Sedimentgestein.

    Münzfunde vom 3. Jahrhundert v. Chr. und Seekarten ab dem 12. Jahrhundert beweisen, dass die Azoren bereits vor der Ankunft der portugiesischen Entdecker bekannt waren. Als der legendäre portugiesische Prinz Heinrich der Seefahrer im frühen 15. Jahrhundert seine Seefahrerschule in Sagres gründete, hörte er von Seeinseln im fernen Atlantik, am Ende der Welt.

    Diogo de Silves machte sich in seinem Auftrag auf den Weg. 1427 fand er Santa Maria und nahm sie für Portugal in Besitz. Später, auf der Heimfahrt von Madeira, soll er São Miguel gefunden haben, dann folgte Terceira, die Dritte. Bei den Folgeexpeditionen sichteten die Portugiesen bis 1452 auch die anderen Inseln: Graciosa, Faial, Pico, Sấo Jorge, Flores und Corvo, und damit waren die neuen Azoreninseln komplett – 40 Jahre vor Columbus großer Fahrt nach Amerika. Er geriet auf der Rückfahrt in einen verheerenden Sturm. Santa Maria war seine Rettung.

    Mit ihrer Wiederentdeckung durch Diogo de Silves begann die portugiesische Geschichte der Azoren. Dank ihrer Lage (1.500 km westlich des europäischen Festlandes, 3.600 km östlich von Nordamerika) waren die Azoren im 16. und 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein wichtige Anlaufhafen, Umschlags- und Handelsplätze im Nordaltantik sowie Brückenpfeiler zwischen der alten und der neuen Welt. Selbst Kolumbus machte auf seiner Heimfahrt, nachdem er Amerika entdeckt hatte, auf Santa Maria Halt.

    Als 1580 Portugal seine Unabhängigkeit an Spanien verlor, erhielt Dom Antonio, Prior von Crato, der Anspruch auf den portugiesischen Thron erhob, Asyl in Teceira. Mit diesem Exilkönig auf den Azoren existierte Portugal noch drei weitere Jahre, bis auch die Bewohner Terceira den Kampf gegen die Spanier verloren. Doch 1642 wurden die Spanier von den Azoren und später auch aus Portugal wieder vertrieben. Obwohl Marques de Pombal, der große portugiesische Reformer, soziale Veränderungen auf den Azoren ermöglichte, blieben die Azoren für die Portugiesen eine recht unbedeutende Provinz im fernen Atlantik. Das änderte sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts wenig. 1980 erhielten sie schließlich den Status einer Autonomen Region, mit einer Regionalregierung in der Hauptstadt Ponta Delgada, einem Regionalparlament in Horta und fünf eigenen Abgeordneten im portugiesischen Nationalparlament in Lissabon. Als Teil des portugiesischen Staatsgebiets gehören die Azoren seit 1986 zur EU und sind somit westlichster Außenposten der Europäischen Union.

    Eine wesentlich bedeutendere Rolle allerdings spielten die Azoren als Brückenpfeiler zwischen der alten und der neuen Welt. Mit Heinrich dem Seefahrer begann für Portugal das Zeitalter der Entdeckungen und bald besaß Portugal Handelsniederlassungen in der ganzen Welt. Mit wertvollen Gütern beladene Schiffe segelten über die Azoren. Die Azorianer erhielten für Wasser und Proviant die erlesensten und ausgefallensten Waren. Die ehemalige Hauptstadt Angra auf Terceira wurde ein wichtiges Handelszentrum. Diese Rolle als Stützpunkt zwischen Europa und den überseeischen Ländern behielten die Azoren bis ins 20. Jahrhundert, auch bei zunehmender Technisierung der Verkehrsmittel. Dampfschiffe wurden mit Kohle versorgt, Wasserflugzeuge konnten für ihre Transatlantikflüge Treibstoff tanken, nachdem sie im Hafen von Horta gelandet waren. Ab 1893 verband ein Unterseekabel Amerika mit Europa - über Faial.

    Heute profitieren Touristen, die Ruhe und Erholung suchen, von der einsamen und einmaligen Lage mitten im Atlantik. Nur 5 Flugstunden vom Trubel des Alltags entfernt, können Sie die Abgeschiedenheit der Inseln fernab von jeglichem Touristentrubel genießen. Herrliche Landschaften mit eindrucksvollen Vulkankegeln, tiefen Kraterseen, dampfenden Quellen, bizarren Klippen, malerischen Badebuchten, rauschenden Wasserfällen, grünen Weiden, bunten Wiesen und blühenden Hortensienhecken. Die neun Inseln im Atlantik locken Touristen an. Der Flugverkehr zu und zwischen den Inseln nimmt zu. 2008 wurde auf São Miguel ein neuer Yachthafen sowie ein Kreuzfahrtterminal eingeweiht. Einen Tourismusboom soll und wird es dennoch nicht geben - das macht den besonderen Reiz der Azoren als Ferienziel aus.

    Wegen ihres intakten Ökosystems, ihrer sozialen Stabilität und ihrer kulturellen Identität wurden die Azoren von National Geographic zur zweitschönsten Inselgruppe der Welt gewählt. Ein Komitee, das von den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates gebildet wurde, erklärte sie zur Europäischen Region des Jahres 2010.


    Feiertage

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    Die Azorianer begehen ihre lokalen Feiertage mit großem Aufwand. Neben kirchlichen Feiertagen gibt es auch historische Gedenktage und natürlich alle uns bekannten Festtage. Zu den bekanntesten gehören:

    Datum/TagFeiertagOrt
    fünfter Sonntag nach OsternSanto Cristo FestSão Miguel
    29. JuniSao Pedro CavalcadeSão Miguel
    letze JuniwocheFest des St. johannes Prozessionen mit StierkämpfenTerceira
    22. JuliMadalena FestPico
    Woche vom 1. bis 2. Sonntag im AugustSeefesthorta, Faial
    15. AugustInselfestSanta Maria

    Essen & Trinken

    Alles was Land und Meer zu bieten haben, kommt frisch und unverfälscht auf den Tisch. Der Atlantik bietet Fische und Krustentiere im Überfluss und die azorianischen Fischer wissen seit Jahrhunderten, wo sie was zu finden haben. Die zahlreichen Rinder, die ganzjährig auf den Weiden grasen, liefern frische Milch und saftiges Fleisch. Es gibt taufrisches Gemüse und herrliches Obst. Die azorianische Küche ist rustikal und sehr schmackhaft. Sie kann allerdings nicht nur mit ihrer Frische punkten, sondern auch mit ihren zahlreichen Gewürzen. Nicht umsonst waren die Inseln jahrhundertelang Anlaufhafen für mit Gewürzen beladene Schiffe aus Fernost. Rumpsteaks von Terceira, Cozido aus Furnas, fangfrischer Fisch, Käse von Sấo Jorge, süß-aromatische Ananas von São Miguel, Yamseintöpfe, Queijadas (süße Käsetörtchen), delikate Weine, Maracujalikör und Aquardente (Brandy) von Graciosa sind mehr als eine Mahlzeit wert.

    Die azorenische Küche ist gut bürgerlich und bietet überwiegend deftige Hausmannskost. Sie reicht von Früchten aus eigenem Anbau über fangfrischen Fisch und Krustentieren bis zu saftigen Steaks, Suppen und Eintöpfen. Die Einheimischen essen gut und gerne, kochen stets frisch und in großen Portionen. Der Geschichte nach sind Fisch und Käse die Grundlage der azorenischen Speisen. Auf Knoblauch, Salz und das gekonnte Verfeinern mit vielen Gewürzen und Kräutern wird bei keiner Mahlzeit verzichtet. Der wohl berühmteste Eintopf "Cozido das Furnas" wird hauptsächlich auf Sấo Miguel serviert. Rind-, Schweine- und Hühnchenfleisch wird zusammen mit Kartoffeln und Gemüse mit vulkanischer Hitze ca. 6 Stunden gekocht. Jede Insel hat ihre eigenen Spezialitäten. Es empfiehlt sich also jederorts das Tagesgericht "prato do dia" zu wählen. Delikater Vulkanwein und Teesorten nach asiatischem Vorbild sollten ebenfalls gekostet werden. Besonders interessant ist auch die Verkostung in einer traditionellen Käserei.

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    Gericht Cozido das Furnas

    Wissenswertes von A - Z

    Açor
    Açor ist das portugiesische Wort für Habicht. Als Diogo de Silves und seine Seefahrer die Inseln zum ersten Mal erblickten, glaubten sie, große Raubvögel zu sehen, die sie für Açors (Habichte) hielten. Es hat nie Habichte auf den Azoren gegeben. Es waren wohl Bussarde. Dennoch: Die Azoren behielten ihren Namen und auch auf der Fahne ist ein Habicht zu sehen. Es gibt allerdings auch viele, die glauben, dass die azurblauen Hortensien, die im Sommer die grünen Inseln in ein blaues Blütenmeer verwandeln, verantwortlich für den Namen sind.

    Azorenhoch
    Das Azorenhoch ist eines der großen, beständigen Hochdruckgebiete des subtropischen Hochdruckgürtels. Es beeinflusst die Wetterlage in Deutschland vor allem dann, wenn sich ein Teil des Azorenhochs nach Norden ausweitet und sich über Mitteleuropa hinweg nach Osten verlagert. Dann bringt es in Deutschland in den Sommermonaten heißes und trockenes Sommerwetter. Das Azorenhoch entsteht in der Regel ein paar hundert Kilometer südlich der Azoren. Es erhielt seinen Namen nur, weil weit und breit kein anderer Festlandsbezugspunkt zu finden war.

    Bevölkerung
    Die Menschen auf den Azoren verdienen sich ihren Lebensunterhalt hauptsächlich im Tourismus, der Landwirtschaft und dem Fischfang. Sie sind bodenständig, offen und von außerordentlicher Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Die Zeiten, als Tausende von Inselbewohnern nach Brasilien oder Nordamerika auswanderten, sind vorbei. Im Gegenteil: Viele Auswanderer kehren zurück, und andere wandern ein, angezogen von der Schönheit, der Ruhe und der Lebensqualität, die sie auf den Inseln finden. Von den Azoren kommen bekannte Persönlichkeiten wie die Sängerin Nelly Furtado, der Dichter João de Melo, der Fußballer Pauleta, der Musiker Nuno Bettencourt (Extreme) und andere.

    Einkaufen
    Viele kleine historisch geprägte Städte und Orte laden zum Bummeln ein, Gelegenheit zum Shoppen findet man jedoch fast nur in Ponta Delgada, auf São Miguel. Die Azoren sind bei Weitem noch kein überlaufenes Touristengebiet, vielmehr reist man individuell und erlebt den direkten Kontakt zu Einheimischen die mit ihrer Gemütlichkeit und Gastfreundlichkeit begeistern und an ihrem Leben teilhaben lassen. Viele Frauen sind im Textilbereich beschäftigt. Jede Insel betreibt ihr individuelles Kunsthandwerk, das man bestaunen und auch käuflich erwerben kann. Es gibt eher wenige Märkte, dafür aber besonders typische "Mercearias", vergleichbar mit kleinen Tante Emma Lädchen, in denen man alles bekommt. Das ganze Jahr über wird frisches, selbstangebautes Obst und Gemüse angeboten, genau wie Käse, Brot und fangfrischer Fisch.

    Elektrizität
    230 Volt Stromspannung (kein Adapter notwendig) Es passen meist die deutschen Zweierstecker oder Adapter. Für Föhn und Rasierapparate gibt es die Eurosteckdosen im Bad.

    Impfungen
    Das Gesundheitswesen auf den Azoren ist gut. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes  www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft werden. Weitere Impfungen sind nicht zwingend erforderlich. Eine Auslandskrankenversicherung ist zu empfehlen. Apotheken gibt es in allen Hauptorten.

    Inselhüpfen
    Jeder der neun Inseln ist eine Welt für sich; auf jeder Insel ist einzigartiges zu erleben. Es wäre deshalb schade, nur eine Insel kennen zu lernen. SATA Air Açores bietet Flüge auf alle neuen Inseln an, wobei nicht alle Inseln täglich angeflogen werden. Zwischen allen Inseln des Archipels bestehen Schiffsverbindungen. Regelmäßige Fährverbindungen gibt es zwischen den Inseln der zentralen Gruppe in den Monaten April bis Anfang Oktober. Die Entfernungen sind beträchtlich: deshalb dauert z. B. die Fahrt Terceira - Graciosa 4 Stunden; Terceira - Sấo Jorge 3 ½ Stunden. Schneller geht es zwischen Pico und Faial: Die Fähren verkehren mehrmals am Tag und sind ½ Stunde pro Strecke unterwegs.

    Kleidung
    Aufgrund der enormen Wetterschwankungen sollte in jedem Fall immer eine Wind- bzw. Regenjacke und ein Pullover mitgeführt werden.

    Landwirtschaft
    Portugiesische, bretonische und flämische Bauern und maurische Sklaven gehörten zu den ersten Siedlern. Sie rodeten die Wälder und legten Viehweiden und Ackerflächen an. Die fruchtbare vulkanische Erde und das gemäßigte, subtropische Seeklima ermöglichen den Anbau von zahlreichen Produkten: Mais, Weizen, Kartoffeln, Yams (Süßkartoffel), Ananas (in Gewächshäusern auf Sấo Miguel), Bananen, Tee (dem einzigen in Europa), Passionsfrüchte, Granatäpfel, Wein, usw.. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts erlebten die Azoren eine wirtschaftliche Blüte, besonders durch den Anbau von Orangen. Nachdem allerdings die Orangenplantagen durch Pilzbefall zerstört worden waren, ist heute nur noch die Rinderzucht von überregionaler Bedeutung. Die Rinder kamen bereits mit den ersten Siedlern auf die Inseln. Die allgegenwärtigen Kühe liefern frische Milch, würzigen Käse und zartes, saftiges Fleisch. Das ganze Geheimnis für die außerordentliche Qualität dieser Produkte liegt darin, dass die Kühe ganzjährig auf den Weiden bleiben können. Es gibt auf den Azoren keine Ställe.

    Mietwagen
    Die meisten internationalen und einige lokale Vermieter haben Büros auf den Inseln (Ausnahme: Corvo). Reservierungen von Deutschland aus sind zu empfehlen. Ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich, wohl aber der Personalausweis. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Viele Verleihstationen bieten auch Motorroller an.

    Sicherheit
    Die Azoren sind ein sehr sicheres Reiseziel; die Kriminalitätsrate ist gering (obwohl das Gefängnis in Sao Miguel eine architektonische Augenweide ist, mit einmaliger Lage und Ausblick auf den Ozean). Die übliche Vorsicht ist natürlich dennoch geboten.

    Taxi
    Sie sind meist mit Funk ausgestattet und können per Telefon bestellt oder direkt an der Straße angehalten werden. Sie sind preiswerter als in Deutschland.

    Trinkgelder
    Ein Gast lässt dem Kellner das Trinkgeld liegen, wenn er das Wechselgeld zurückbringt. Es sollten jedoch keine Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke liegen bleiben, da dies als unhöflich gewertet wird. Zimmermädchen und Gepäckträger sollte man ein paar Euros zukommen lassen. Falls Sie mit dem Taxi unterwegs sind, sollten Sie den Rechnungsbetrag um bis zu 10% aufrunden.

    Unterkunft
    Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den verschiedensten Anspruchs- und Preiskategorien. Offizielle Campingplätze gibt es auf fast allen Inseln und auf São Miguel und Terceira auch Jugendherbergen. Man kann in einfachen Privatzimmern, kleinen Pensionen, Ferienhäusern, in restaurierten Palästen, Klöstern, Herrenhäusern oder in Drei-, Vier- und Fünf-Sterne Hotels wohnen. Besonders reizvoll sind die historischen Pousadas von Faial und Terceira. Ehemalige Festungen wurden in luxuriöse Hotels umgewandelt und man lebt in lichten, modern designten Räumen hinter Schießscharten und dicken Festungsmauern. Schön wohnen lässt es sich auch in den Casa Açorianas, den landestypischen, traditionellen Unterkünften wie z.B. Gutshöfen, herrschaftlichen Landhäusern, einer Windmühle oder einem Kloster.

    Visum
    Ein Visum ist nicht erforderlich. Für deutsche Staatsbürger genügt zur Einreise auf die Azoren, die zu Portugal und damit zur EU gehören, ein Personalausweis.

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    Reiseberichte & Experten

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    Chronistin Dagmar: São Miguel Mietwagenreise

    Bem-vindo! - Herzlich willkommen am "Eingangstor" der Azoren! Etwa 1.500 km vom Festland Europas entfernt, umringt von 8 Inseln, liegt das idyllische Eiland São Miguel. Sie lauschen dem Wellenrauschen und fühlen das Knirschen des tiefschwarzen Vulkansandes unter den Füßen. Unsere Chronisten nehmen Sie mit auf Entdeckungsreise mit vielen Überraschungen.

    Portugal Azoren Sao Mguel  berge und meer

    Reiseexpertin Andrea Bohnsack - Einkauf

    Unterirdisches Essen auf den Azoren

     Aus der Wettervorhersage sind die Azoren jedem ein Begriff. Aber als Reiseziel? Dabei können sie so einiges: Blaue und grüne Kraterseen, dampfende Quellen und Fumarolen erinnern an den vulkanischen Ursprung der Inselgruppe mitten im Atlantik. Die Erdwärme wird von den Einwohnern clever zur Energiegewinnung und zur Zubereitung von Essen genutzt. Das vulkangekochte Gericht Cozido - traditionell bestehend aus Kohl, Kartoffeln, Möhren und Fleisch - ist hier eine Spezialität. Jeden Tag um die Mittagszeit kann das Ausgraben der Kochtöpfe am Furnas-See auf der Insel São Miguel beobachtet werden. Vier bis sechs Stunden wird das Essen in der Erde gegart und ist dann zum Verzehr bereit. Wer selbst nicht so viel Geduld hat, der geht am besten ins Restaurant Tony‘s im nordöstlich des Sees gelegenen Furnas und genießt das Erd-Essen dort.