Das Königreich Jordanien erwartet Sie!

Mit einer herzlichen Gastfreundschaft, die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Staunend sehen Sie hier enge Schluchten und die erhabene Weite der Wüste. Viele Zivilisationen und Persönlichkeiten haben hier ihre Spuren hinterlassen, von den Nabatäern bis zu Lawrence von Arabien.

Machen auch Sie sich auf den Weg und entdecken Sie Jordanien!

Jordanien liegt in Vorderasien. Nachbarländer sind im Westen Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete, im Norden Syrien, im Osten Irak, im Osten und Süden Saudi-Arabien.

Die Hauptstadt ist Amman. Weitere Zentren sind Zerqa, Aqaba und Irbid. Höchster Berg Jordaniens ist der Um Adami bei Wadi Rum mit 1.854 m.

Praktische Reisetipps finden Sie hier!

Impressionen von Jordanien

Biblische Orte, die sagenhafte Felsenstadt Petra, Wüstenzauber, sowie das Rote und das Tote Meer - Jordanien ist der Geheimtipp im Nahen Osten.  Reise-Video Jordanien

Steckbrief

Offizieller Name: Haschemitisches Königreich Jordanien

Regierung: Konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischem Zweikammersystem unter König Abdullah II.

Fläche: 89.500 km²

Einwohner: 5.5 Millionen, davon 1.8 leben Mio in der Hauptstadt Amman.

Infrastruktur: Jordanien verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit einem gut ausgebauten Straßennetz sowie Hotels und Restaurants aller Kategorien. Führende internationale Hotelgruppen und Autovermieter sind in Jordanien vertreten.

Klima: In Jordanien herrscht trockenes Mittelmeerklima mit sonnigen, wolkenlosen Tagen und kühleren Nächten. Die Durchschnittstemperaturen liegen in Amman von Mai bis Oktober bei 23 C, von November bis April bei 12 C. In Aqaba, am Toten Meer und im Jordantal herrschen ganzjährig mildere Temperaturen, durchschnittlich 16-22 C. Die Sommer (Juli/August) sind heiß und trocken, abends aber kühler. Von November bis März kann es regnen, aufgrund der Höhenlage in Amman im Winter auch schneien.

Reisezeit: Kultur-, Wellness-, Tauch- sowie Biblische Reisen ganzjährig; Aktivurlaub (Klettern, Trekking, Mountain-Biking) im Frühling und Herbst; Wüstentourismus ganzjährig (ideal im Winter, im Sommer sehr heiß); Canyoning von 1. April bis 31. Oktober.

Kebab: = Gewürztes und gegrilltes Fleisch am Spieß. Es gibt unzählige Arten und regionale Spezialitäten des Kebabs wie z. B. Döner Kebap (traditionell mit Salat und Reis), Şiş Kebap (Lamm, Tomaten und Paprika) und Alanya Kebap (Rindfleisch, Fladenbrot, Tomaten mit Chilisoße).

Zeitzone: Jordanien befindet sich in der Eastern Time Zone: MEZ + 1. Das heißt, in Jordanien ist es 1 Stunde später als in Mitteleuropa. Auch in Jordanien unterscheidet man Sommer- und Winterzeit.

Visum: Zur Einreise nach Jordanien benötigen EU- und Schweizer Staatsangehörige einen mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass sowie ein Visum. Das Visum kann entweder bei der Botschaft des Haschemitischen Königreiches Jordanien Jordanien in Berlin vor Reiseantritt beantragt oder direkt bei der Ankunft am Queen Alia-Flughafen in Amman ausgestellt werden (Preis umgerechnet 23 Euro). Das Visum ist vier Wochen gültig und kann in Polizeistationen in Jordanien verlängert werden.

Abreise: Bei der Ausreise aus Jordanien ist eine Ausreisesteuer von 20 JD zu zahlen, derzeit bereits im Flugticket der Royal Jordanian enthalten.

Währung: Die offizielle Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JD) => 1 J Jordanischer Dinar (JOD) = 100 Piaster = 1000 Fils. Umrechnung: 1 JOD = ca. 1,07 EUR (Euro) 1 EUR = 0,92 JOD. Banken, Wechselstuben, Hotels wechseln Fremdwährung. An Automaten werden Kreditkarten und EC-Karte akzeptiert, in vielen Hotels, Geschäften und Restaurants internationale Kreditkarten.

Stromspannung: 220 V/50 Hz, oft Adapterstecker mit zwei Rundstiften (wie in GB) erforderlich.

Mobilfunk: Mobile Telefone funktionieren überall über das jordanische Netz "Fastlink".

Trinkgelder: Hotels und Restaurants schlagen 10% auf die Rechnung auf, dennoch ist ein kleines Trinkgeld für den Kellner angemessen, in der Regel ½ bis 1 Dinar pro Dienstleistung wie Kofferträger und Zimmermädchen. In Taxis wird der Preis aufgerundet.

Rücksichtnahme auf die Kultur: Männer und Frauen kleiden sich eher konservativ. Das heißt, schulter- oder rückenfreie Kleidung, kurze Röcke oder Shorts (gilt auch für Männer) verstoßen gegen die einheimischen Sitten. Sonnenbaden oben ohne ist untersagt. In Petra, Aqaba und in internationalen Hotels allgemein ist man mit westlichen Sitten besser vertraut, weshalb hier sowie in den modernen Stadtvierteln von Amman (Shmisani, Abdoun) ein weitgehend westlicher Kleidungsstil üblich ist.

Souvenirs: Gold und Silber, Bernstein, Kunsthandwerk wie Webarbeiten, Teppiche, Stickereien, Beduinensilberschmuck, Keramik, Messing, Sandflaschen und Pflegeprodukte aus dem Toten Meer.

Öffnungszeiten: Es gibt keine offiziellen Ladenschlusszeiten (meistens 8.00-19.30 Uhr) Viele Läden sind allerdings freitags geschlossen.

Die Termine anderer gesetzlicher Feiertage variieren von Jahr zu Jahr, denn die meisten sind vom islamischen Mondkalender abhängig. Das sind Ostern (wird im Frühling gefeiert) und die folgenden islamischen Feiertage:

Ramadan (heiliger Fastenmonat)
Eid Al-Fitr (4-5 Feiertage nach dem Ende des Ramadan)
Eid Al-Adha (das Opferfest am Ende des Monats der Pilgerfahrt nach Mekka =Hadsch)
Muharram (Islamisches Neujahr)
Eid Al-Isra' wa'l Mi'raj (Fest des Besuchs des Propheten Mohammed im Himmel).

Impfungen: Für Jordanien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Diejenigen, die ganz sicher gehen wollen, können außerdem eine Impfung gegen Hepatitis A erwägen. Lediglich Abenteuer-, Langzeit und Rucksackreisenden wird empfohlen, sich außerdem gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen zu lassen.

Einige Worte in Arabisch:
Ja Na’am
Nein La‘a
Willkommen Ahlan wa Sahlan
(als Gruß) Friede sei mit dir Salemaleikum
Guten Tag Márhaba
Lass(t) uns gehen Yálla
Auf Wiedersehen Ma'assalama
Okay Tammám
Guten Appetit/Gesundheit Sáha
Danke Schukrán
Bitte Min fadlak (gegenüber einem Mann) Min fadlik (gegenüber einer Frau)
Wieviel kostet das? Aadesh?
Ich spreche kein arabisch. Ana laa ahkee Arabee

Klima & Reisezeit

Klima: In Jordanien herrscht trockenes Mittelmeerklima mit sonnigen, wolkenlosen Tagen und kühleren Nächten. Die Durchschnittstemperaturen liegen in Amman von Mai bis Oktober bei 23 °C, von November bis April bei 12 °C. In Aqaba, am Toten Meer und im Jordantal herrschen ganzjährig mildere Temperaturen, durchschnittlich 16 - 22 °C. Die Sommer (Juli/August) sind heiß und trocken, abends aber kühler. Von November bis März kann es regnen, aufgrund der Höhenlage in Amman im Winter auch schneien.

Reisezeit: Kultur-, Wellness-, Tauch- sowie biblische Reisen ganzjährig; Aktivurlaub (Klettern, Trekking, Mountain-Biking) im Frühling und Herbst; Wüstentourismus ganzjährig (ideal im Winter, im Sommer sehr heiß); Canyoning von 1. April bis 31. Oktober.

Sprache

Landessprache: Arabisch. Englisch ist als Zweitsprache weit verbreitet.

Kultur

Feiertage

Feiertage mit festem Datum
1. Januar Neujahr
30. Januar König Abdullahs Geburtstag
22. März Tag der Arabischen Liga
1. Mai Tag der Arbeit
25. Mai König Abdullahs Thronbesteigung
10. Juni Tag der Arabischen Renaissance
14. November König Husseins Geburtstag
25. Dezember Weihnachtstag

Religion

93 % der jordanischen Bevölkerung sind Moslems, etwa 5 % sind Christen, davon die meisten griechisch-orthodox, aber auch römisch-katholisch. Religionsfreiheit wird in der Verfassung garantiert, manche Städte werden auch heute mehrheitlich von Christen bewohnt.

Kulturelle Highlights

Petra - die geheimnisvolle Felsenstadt der Nabatäer

Die antike Stadt Petra im Süden des Landes gehört zu den Nationalschätzen Jordaniens. Sie wird häufig als 8. Weltwunder bezeichnet, ist UNESCO-Weltkulturerbe und die bei weitem bekannteste Touristenattraktion des Landes. 2007 wurde Petra zu einem der Neuen 7 Weltwunder gewählt.

Die verlassene Felsstadt war in der Antike die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches, ein arabisches Nomadenvolk. Petra war schon damals für ihre hoch entwickelte Kultur, ihre monumentale Architektur und ihr ausgeklügeltes System von Dämmen und Wasserkanälen bekannt.

Bis zum zweiten Jahrhundert v. Chr. war Petra zu einer großen Stadt mit einer Fläche von etwa 10 Quadratkilometern herangewachsen und zur Hauptstadt des nabatäischen Königreichs aufgestiegen.

Im Jahre 106 n. Chr. annektierten die Römer das nabatäische Königreich und gliederten es in die römische Provinz Arabia ein. Als sich das Christentum im ganzen Byzantinischen Reich ausbreitete, wurde Petra Bischofssitz. Dann verschwand Stadt gänzlich aus dem Bewusstsein der westlichen Welt, bis der Schweizer Reisende, Johann Ludwig Burckhardt, als Araber verkleidet, die Stadt am 22. August 1812 wieder entdeckte.

Das Tal betreten Besucher nach Durchquerung des Siq, einer rund einen Kilometer langen Felsschlucht, die an manchen Stellen nur 2 m breit ist und 80 m in die Höhe ragt.

Petras berühmtestes Monument, das Schatzhaus ("al Khazne"), taucht in überwältigender Weise am Ende des Siq auf.

Die Häuser in der antiken Stadt Petra wurden größtenteils durch Erbeben zerstört, aber die rund 500 in den Fels gehauenen Gräber überdauerten die Jahrhunderte. Es gibt außerdem ein Theater aus dem frühen ersten Jahrhundert n. Chr. mit 3.000 Sitzplätzen und diverse prächtige Grabfassaden an der Königswand.

Nicht minder beeindruckend als das Schatzhaus ist das sogenannte Kloster ("ad-Deir") aus dem ersten Jahrhundert, das man über mehr als 800 aus dem Fels gehauene Stufen erreicht. Ein beeindruckendes Panorama bietet sich dem Besucher beim Aufstieg zum Hohen Opferplatz über der Stadt.

Die Sehenswürdigkeiten der antiken Stadt besucht man am besten am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht die Felsen in ein warmes Licht taucht. Ein besonderes Erlebnis ist es auch, Petra bei Nacht zu besichtigen, wenn der Siq und das Schatzhaus von 1.800 Kerzen beleuchtet werden.

Schätze in der Wüste: Kreuzritterburgen und arabische Wüstenschlösser

In Jordanien stößt man überall auf die architektonischen Hinterlassenschaften der verschiedenen Zivilisationen, die die Geschichte des Landes geschrieben haben.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Kreuzritter zahlreiche Burgen, um die Gegend zu kontrollieren. Zwei der schönsten sind die imposanten Kreuzritterfestungen Kerak und Shaubak.

Die Burg Kerak liegt 900 Meter über dem Meeresspiegel und befindet sich innerhalb der Mauern der alten Stadt. Die Festung selber ist ein Labyrinth aus Sälen mit gewölbten Decken und endlosen Korridoren.

Etwa eine Autostunde nördlich von Petra entfernt liegt die Festung Shaubak. Die Burg sieht wie eine natürliche Erweiterung des Berges aus. Die ungewöhnliche Lage hat der Shaubak einen natürlichen Burggraben beschert, da ein Netz von Tälern den Berg umgibt.

Ein Beispiel für die arabisch-islamische Militärarchitektur des Mittelalters ist die Burg von Ajlun. Sie wurde 1184 von einem der Generäle Saladins erbaut und diente dem Schutz der Eisenerzminen in der Umgebung sowie der Verkehrs- und Handelswege zwischen Jordanien und Syrien.

Jordaniens Wüstenschlösser sind Zeugnisse einer faszinierenden Ära der reichen Geschichte des Landes. Ihre prächtigen Mosaike, Fresken, Steinreliefs und Stuckornamente zeigen beste persische und griechisch-römische Traditionen.

Die Wüstenschlösser, die nur wegen ihres imposanten Aussehens so genannt wurden, dienten eigentlich verschiedenen Zwecken, beispielsweise als Karawanserei, Landwirtschafts- und Handelszentrum oder Vergnügungsorte.

Teils recht verschieden vom Charakter lohnen sich Besuche besonders zum Qasr al-Hallabat, zum Qasr al-Azraq, zum Lustschlösschen Qusayr Amra, zum Qasr al-Kharraneh und zum Qasr al-Mushatta.

Im Norden Jordaniens beeindrucken vor allem Spuren der römischen Geschichte des Landes. Allen voran sollte man hier die exzellent erhaltene römische Provinzstadt Jerash besuchen. Weitere sehenswerte römische Stätten im Norden sind Um Qais, Pella oder Um Jimal. Etwa 2,5 Stunden südlich von Amman liegt Um ar-Rasas mit herrlichen Mosaiken, das 2004 zum Unesco-Weltkulturerbe erkoren wurde.

Jordanien ist reich an biblischen Stätten: Hierzu gehört beispielsweise die christliche Mosaikstadt Madaba, etwa eine Autostunde südlich von Amman. In unmittelbarer Nähe liegt der Berg Nebo, eine Pilgerstätte früher Christen, von dem aus Moses das gelobte Land Kanaan erblickte.

Amman: Stadt mit modernem und traditionellem Flair im Herzen Jordaniens

Amman wurde einst auf sieben Hügeln erbaut und ist heute die moderne Hauptstadt des Haschemitischen Königreichs von Jordanien. Heute zählt Amman rund 2 Millionen Einwohner und führt den schönen Beinamen "Weiße Stadt".

Amman bietet viele historische Sehenswürdigkeiten und eine moderne Infrastruktur mit einem internationalen Flughafen. Bei einer reichen Auswahl an guten Restaurants, Kunstgalerien und Museen wird jeder Aufenthalt verschönert.

Gut einkaufen kann man auf den Märkten mit ihrem orientalischen Gold- und Gewürzangebot sowie in den Geschäften, die Handwerkskunst der Beduinen, aber auch internationale Markenmode anbieten.

Abends laden Terrassen, stylische Bars und gemütliche Cafés wie auch erstklassige Restaurants und pulsierende Nachtclubs zum Ausklang eines Besichtigungstages ein.

Einer der höchsten Punkte Ammans ist der Zitadellenhügel (Jebel Qala’a) mit frühen Festungsanlagen. Auf diesem Hügel stehen die Zitadelle und diverse Bauwerke wie etwa der Herkulestempel, der Omayadenpalast und eine byzantinische Kirche.

Am Fuße der Zitadelle liegt das römische Amphitheater mit 6.000 Plätzen. Ein anderes, vor kurzem restauriertes, antikes Theater ist das Odeon mit über 500 Plätzen für Konzertbesucher. Drei Museen in der Nähe bieten Einblicke in die Geschichte und Kultur: Archäologiemuseum, Folkloremuseum und Museum für Volkstraditionen.

Amman ist ein exzellenter Ausgangspunkt für Entdeckungsfahrten. Die alte Stadt Salt und die malerischen Dörfer Fuheis oder Kan Zaman sind weniger als eine Stunde entfernt. Im Norden Ammans ist Jerash, eine der besterhaltenen antiken römischen Städte, ein beliebtes Ziel. Ein Besuch Jerashs kann mit einer Fahrt zu den Wüstenschlössern, architektonische Kleinode der Omaijadenperiode, in der nordöstlichen Steppe kombiniert werden.

Im Süden Ammans liegen die Mosaikstadt Madaba, der Berg Nebo, die Herodes Antipas-Festung Machärus sowie Umm Ar-Rassas, ein Ort, der einige der schönsten byzantinischen Kirchenmosaike des Nahen Ostens beherbergt.

Auch Naturwunder, wie die heißen Quellen von Ma’in und das Tote Meer sind mühelos während einer Tagestour erreichbar.

Natur

Meer & Wüste

Totes Meer: Einzigartige Wellness-Oase am tiefsten Punkt der Erde

Von jeher galt das Tote Meer als magischer Ort: Schon seit mehr als 2.000 Jahren kommen Menschen hierher, um Körper und Geist durch die therapeutische Qualität von Wasser und Luft zu beleben. Neben der heilsamen Wirkung beeindruckt jeden Besucher aber wohl als Erstes das leichte "Schweben" auf dem Wasser, das dank dem hohen Salzgehalt möglich ist.

Tatsächlich ist das Tote Meer in vielerlei Hinsicht der außergewöhnlichste Binnensee der Welt: Zum Einen handelt es sich um den tiefstgelegenen See der Erde auf einer Höhe von mehr als 400 m unterhalb des Meeresspiegels. Zum Anderen übertrifft das Tote Meer mit seinem extremen Salzgehalt von durchschnittlich rund 28 % (stellenweise sogar bis zu 33 g pro Liter) alle anderen Meere der Welt um das Zehnfache.

Nach wissenschaftlichen Schätzungen sind im Wasser des Toten Meeres über 40 Milliarden Tonnen Mineralien gelöst – darunter Magnesium, Kalzium, Brom, Kalium und Schwefel. Jedes einzelne dieser Mineralsalze verfügt über heilende Kräfte für den Menschen.

Entstanden ist die einzigartige Salz- und Mineralienkonzentration des Toten Meeres vor allem durch die starke natürliche Verdunstung des Wassers im Jordangraben vor etwa 50.000 Jahren. Der Salzgehalt stieg dadurch stetig an.

Neben Wasser und Luft kann auch der Schlamm des Toten Meeres Linderung bei körperlichen Beschwerden wie Arthritis, Rheumatismus, Atemwegserkrankungen und spannungsbedingten Kopfschmerzen sowie bei den diversen Hautproblemen wie etwa Neurodermitis verschaffen.

Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass ein Sonnenbad am Strand des Toten Meeres viel weniger Risiken für die Haut birgt, denn zum Seeufer hinunter gelangen fast ausschließlich die langwelligen, ungefährlichen UVA-Strahlen.

Wer ins Wasser geht, sollte keine Hautverletzungen haben, Augenkontakt vermeiden, nach Möglichkeit Badeschuhe tragen und die Süßwasserduschen der Hotels nach dem Bad nutzen.

Tauchparadies Aqaba im Süden Jordaniens

Ganz im Süden des Landes lockt ein ganz besonderes Juwel aus Jordaniens Schatzkiste: Aqaba ist der einzige Zugang zum Roten Meer und gilt international als Taucherparadies mit Korallenriffen und Fischreichtum von unbeschreiblicher Schönheit. Das ganze Jahr über ist hier Tauchen und Schnorcheln möglich bei fast gleich bleibender Wassertemperatur von 24 - 25 Grad Celsius.

Der Unterwasserwelt kommt es zugute, dass Aqaba als einziger Zugang Jordaniens zum Meer trotzdem kein Supertankerhafen geworden ist. Und auch der touristische Verkehr mit Jetski, Luxusyachten und Glasbodenbooten ist noch gering, dass das empfindliche Ökosystem keinen Schaden nimmt.

Der Schutz der Natur liegt den Jordaniern sehr am Herzen: In und um Aqaba laufen regelmäßig Projekte zum Schutz des Riffs. Zweimal im Jahr organisiert die nicht-staatliche Organisation JREDS (Royal Marine Conservation Society of Jordan) eine Unterwasser-Säuberungsaktion im Golf von Aqaba.

Für Taucher besonders interessant: Bereits 1985 wurde im Rahmen eines Korallenkolonisationsprojektes auf Anordnung des heutigen Königs Abdullah von Jordanien ein Frachtschiff, die Cedar Pride, versenkt. Heute ist das Wrack Heim von Schildkröten, Manta- und Stachelrochen und vielerlei anderen Meeresbewohnern.

Aber natürlich kann man sich in Aqaba auch einfach nur herrlich entspannen und sonnenbaden. Es ist ein nettes Städtchen mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten, Bummelmeilen und zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien. Nebenbei findet sich hier auch die Ruine der ältesten Kirche der Welt.

Wüstenlandschaften & Naturparks

Jordanien ist mit seinen vielen Naturparks und beeindruckenden Landschaften auch ein ideales Reiseziel für Naturliebhaber: Sechs Nationalparks werden von der „Royal Society for the Conservation of Nature“ verwaltet, darunter Jordaniens größtes Naturreservat Dana.

Das Naturschutzgebiet ist ein biologischer Schmelztiegel mit Flora und Fauna aus Afrika, Europa und Asien. Archäologische Funde geben Hinweise auf Niederlassungen aus altsteinzeitlicher, ägyptischer, nabatäischer und römischer Zeit.

Weitere ungewöhnliche und spannende Naturparks sind das Wadi Mujib, wo man im Flussbett mit Canyoning aktiv sein kann oder Ajloun mit seinen Steineichenwäldern.

Das Wadi Rum ist eine prächtige Sandwüste mit mächtigen Felsformationen, wie der 35 Meter hohen Steinbrücke Burdah oder den Sieben Säulen der Weisheit, benannt nach dem gleichnamigen Buch von Lawrence von Arabien.

Neben den endlosen Möglichkeiten, das Wadi Rum zu Fuß zu entdecken, kann man die jordanische Wüste selbstverständlich auch vom Rücken eines Kamels aus oder auf einer Jeepsafari erleben. Auch Kletterer finden hier spannende Betätigungsfelder. Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Übernachtung „unter 1000 Sternen“ in einem der stilvollen Wüstencamps.

Essen & Trinken

Die Küche Jordaniens

Jordanien hat eine sehr schmackhafte, leichte und abwechslungsreiche Küche zu bieten, die mit vielen frischen Zutaten das Urlaubserlebnis zusätzlich bereichert.

Traditionell sitzen die Araber eher auf dem Boden als am Tisch. In den Restaurants und Hotels sowie in den meisten Haushalten sind die Tischgewohnheiten heute allerdings westlich geprägt. Traditionell gilt die linke Hand als unrein, daher wird hauptsächlich die rechte Hand zum Essen benutzt.

Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist groß und fleischlos zu essen gar kein Problem. Insbesondere Kichererbsen und Linsen bilden die Basis unzähliger Gerichte auf dem täglichen Speiseplan. Zu wahren Gourmet-Leckerbissen verfeinert werden die Speisen mit Löwenzahn, Petersilie und frischem Koriander.

Ursprünglich kommen in der jordanischen Küche nur wenige Gewürze zum Einsatz – hauptsächlich Pfeffer und Salz. Heute aber sind raffinierte Mischungen aus frischen Kräutern und Gewürzen überall zu finden. Besonders beliebt sind Piment, Basilikum, Kardamom, Cayennepfeffer, Ingwer, Minze, Muskatnuss, Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Salbei und Thymian.

Eine Auswahl der bekanntesten Speisen in Jordanien:

Houmus (Kichererbsenmus mit Olivenöl, Sesampaste, Knoblauch und Zitronensaft)
Tabbouleh (Salat aus kleingehackter Petersilie, Tomaten, Minze, Weizengries, Zwiebeln und Zitronensaft)
Baba Ganoush (kalte, grobe Auberginenmus mit Tomaten und grünen Paprikas)
Moutabbal (kalte, feine Auberginencreme mit Knoblauch, Sesampaste und Zitronensaft)
Fattoush (gemischter Salat mit getoasteten Fladenbrotstückchen)
Labna bil khyar (Joghurt mit Knoblauch, Minze und Gurkenstückchen)
Battinjan bi-zayt (gefüllte kleine Auberginen in Olivenöl)
Warak Ainab (mit Reis gefüllte Weinblätter)
Falafel (Frittierte Kichererbsen-Bällchen mit Koriander, Kumin und Zimt gewürzt)
Kibbe (Frittierte Bällchen aus Fleisch und Weizengries mit Zimt und Pinienkernen)
Galaya Bandura (Warmes Tomatenmus mit gerösteten Pinienkernen und Knoblauch)
Sambusek (mit Fleisch oder Käse gefüllte Blätterteigtäschchen)
Maghdoos (in Essig eingelegte Rote Beete, Gurken, Blumenkohl, Auberginen, Rettich und Chilis)

Gerne reicht man auch Suppen, etwa Linsensuppe, Tomatensuppe oder klare Hühnersuppe.

Zur Hauptspeise gibt es meist eine Fleischplatte mit gegrilltem Hühnchen, Lamm- oder Hühnchen-Spießen (Lahem Mashwi, Shish Tawouk) oder Kebab (Backfleisch-Spieße mit Petersilie und Zwiebeln). Dazu wird Reis und Fladenbrot gereicht.

Das traditionelle jordanische Hauptgericht ist Mansaf, das aus der beduinischen Küche kommt. Auf einen riesigen Teller wird erst der Reis serviert, darauf die Lamm-Fleischstücke drapiert und darüber ein paar Blätter Petersilie und geröstete Pinienkerne.

Eine Alternative zum Nationalgericht ist Magloube: In einem Topf wird Fleisch, Fisch oder nur Gemüse mit Reis in Schichten gekocht und dann kopfüber (das bedeutet der Name auf Arabisch) auf einen großen Teller gestürzt.

Wenn es einmal schnell gehen soll, bieten viele kleine Imbisse und Straßenstände etwas für den Hunger zwischendurch: Shawerma besteht aus dünnen Stücken meist vom Huhn, Rind oder Lamm, die von einem senkrechten Spieß geschnitten und in warmem dünnen Fladenbrot serviert werden.

Die Süßspeisen sind in Jordanien ebenfalls sehr wichtig. Ein gut gemachtes Baklava weiß schon jedes Kind zu schätzen. Kanafa ist ein Kuchen aus in Sirup gebackenen feinen Blätterteigstreifen mit Nüssen oder Ziegenkäse gefüllt. Ma'amoul ist ein Feingebäck mit Nüssen oder Datteln. Mohallabiya ist ein kalter Milchpudding mit Rosen- oder Orangenaroma. Vor allem im Winter beliebt ist Sahlab, ein heißes dickflüssiges Milchgetränk, das mit gehackten Pistazien, Zimt und Rosenwasser abgeschmeckt wird.

Zum Essen trinkt man morgens starken, süßen Schwarztee, wahlweise mit Minze oder türkischen Kaffee. Zu den Hauptmahlzeiten trinkt man Wasser oder frisch gepresste Zitronenlimonade, teils mit Minze vermischt. Nach dem Essen wird wieder Tee oder Kaffee gereicht.

Zum Essen trinkt man morgens starken, süßen Schwarztee, wahlweise mit Minze oder türkischen Kaffee. Zu den Hauptmahlzeiten trinkt man Wasser oder frisch gepresste Zitronenlimonade, teils mit Minze vermischt. Nach dem Essen wird wieder Tee oder Kaffee gereicht.

Der traditionelle arabische Beduinenkaffee ist eher ein Begrüßungstrunk, der mit dem Essen an sich nichts zu tun hat.

Aber auch an alkoholischen Getränken fehlt es nicht. Neben dem Wein ist der Arrak sehr beliebt. Dieser Tresterschnaps aus Weintrauben (zum Teil auch aus Datteln) ist versetzt mit Anis. Man trinkt ihn auch mit Wasser und Eis.

Chronistin Inge -  Jordanien - Kontraste wie sie schöner kaum sein können

Ich bin Inge und lebe in Köln.

Zum Glück bin ich in der Situation, viel Zeit mit einigen bevorzugten Tätigkeiten verbringen zu können, z. B. Reisen und Lesen. Mit anderen Worten: Ich bin in Rente.

Schon als Kind hatte ich bestimmte Reiseziele, aber je mehr Reisen ich unternehmen konnte, umso mehr Ziele kamen dazu, und ich denke nicht, dass ich so alt werden kann, alles abzuhaken.