Touristin in Ayutthaya©yongkiet - stock.adobe.com

Reise nach Ayutthaya

Kultur in Thailands ehemaliger Hauptstadt

Zu ihrer Blütezeit im 16. Jhd. zählte die Stadt 375 Tempel, drei Königspaläste und 94 Stadttore. Die prunkvolle Goldausstattung vieler Attraktionen verdankt Ayutthaya dem fruchtbaren Hinterland. Heute wandeln Sie im Geschichtspark im historischen Zentrum auf den Spuren der Vergangenheit und entdecken Ruinen einst mächtiger Tempelanlagen. Außergewöhnliches Shoppingvergnügen erleben Sie auf dem schwimmenden Markt, wo Sie Souvenirs kaufen und typisch thailändische Gerichte kosten. Für Naturfans lohnt sich die Fahrt in den Regenwald, der nicht einmal 100 km östlich liegt.

Ayutthaya Urlaub

UNSESCO-Welterbe für Kultur und Natur

Die nicht einmal 80 km nördlich von Bangkok gelegene Stadt blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Schon früh durch die Khmer gegründet vergrößerte sie Fürst U Thong, der 1341 vor einer Windpockenepidemie aus Lop Buri floh. Zehn Jahre später wurde Ayutthaya zur Hauptstadt Siams ernannt, was sie bis 1767 blieb. Den Untergang brachte der Siamesisch-Birmanische Krieg, der weite Teile des Zentrums in Schutt und Asche legte. Die Ruinen zählen heute zum Geschichtspark, den die UNESCO als Welterbe auszeichnete. Als spirituelles Zentrum war der Tempel Wat Mahathat bekannt, der im Auftrag von König Boronmaracha im Jahr 1374 errichtet wurde. Von dem einst hohen Prang, der 1911 einstürzte, sind noch Reste zu sehen. Berühmt ist das Heiligtum auch für den komplett in einen Feigenbaum eingewachsenen Buddha-Kopf. Bei Sanierungsarbeiten im Jahr 1956 fand das Bauteam eine im Boden vergrabene Schatzkiste, die unter anderem eine goldene Urne mit einer Buddha-Reliquie erhielt. Die Kostbarkeit bewundern Sie im Chao-Sam-Nationalmuseum. Außerdem sind hier bronzene Buddha-Figuren und ein kniender Elefant aus Gold zu sehen. Er wurde im Tempel Wat Ratchaburana gefunden, der unter anderem für den gut erhaltenen Tempelturm bekannt ist. Ihn zieren Stuckarbeiten und viele kleine Figuren. Ein weiteres Highlight erwartet Sie in Wat Lokayasutharam: Hauptattraktion ist die mehr als 40 m lange und 8 m hohe Statue eines liegenden Buddhas.

Einige Kilometer südlich des Zentrums erwartet Sie mit dem Palast Bang Pa-In die ehemalige Sommerresidenz der Könige. Der Originalbau ging gemeinsam mit dem Königreich Ayutthaya zwar unter, auf Wunsch von König Rama IV wurde die Anlage jedoch aufwendig restauriert. Einen Überblick verschaffen Sie sich vom Aussichtsturm Ho Withun Thasana aus, auf den eine Wendeltreppe führt. Unter anderem erblicken Sie die Warophatohiman-Halle, wo früher Zeremonien stattfanden. Heute sind hier Gemälde und historische Schriften untergebracht.

Als Ausflugsziel in die Natur bietet sich der 1,5 h Fahrzeit von Ihrem Reiseziel entfernte Nationalpark Khao Yai an. Die UNESCO ernannte das 2.172 km² große Areal wegen seiner exotischen Pflanzen- und Tierwelt zum Welterbe. Auf einer Safari entdecken Sie tosende Wasserfälle, die fünf Flüsse speisen. Einer der eindrucksvollste ist der 80 m hohe Namtok Sakkara Fall in der neun Jahrhunderte alten Stadt Nakhon Nayok. Cineasten ist der Haew-Suwat-Wasserfall ein Begriff, in den Leonardo di Caprio im Blockbuster "The Beach" sprang. Rund um das Auffangbecken sorgen von März bis Mai unzählige Orchideen für ein buntes Blumenmeer.