September 2026

Reisebericht USA: Einmal Quer durch die USA von San Francisco bis nach New York City

Von der Golden Gate Bridge bis zu den Lichtern New Yorks: Unsere Chronistin Nicola hat sich einen lang gehegten Reisewunsch erfüllt und die USA von Westen nach Osten durchquert. Auf mehr als 8.000 Kilometern erlebte sie den faszinierenden Wechsel zwischen endlosen Weiten, spektakulären Nationalparks und pulsierenden Metropolen. Sie staunte über die gewaltigen Felswände des Yosemite Nationalparks, genoss die Ausblicke am Grand Canyon und tauchte in das bunte Treiben von Las Vegas und Chicago ein. Ein Abstecher nach Kanada führte sie zu den Niagarafällen, deren tosende Wassermassen sie bei einer Bootsfahrt hautnah erlebte. Unterwegs blieb Zeit für eigene Entdeckungen und herzliche Begegnungen, bevor die Reise zwischen den Wolkenkratzern Manhattans ihren krönenden Abschluss fand. In ihrem Reisebericht erzählt Nicola von großen Staunmomenten und kleinen Erlebnissen, die diese drei Wochen für sie unvergesslich gemacht haben.

Unsere Chronistin Nicola und ihr Mann berichten aus der USA
Mein Tipp

Durch endlose Weiten bis zu den Lichtern der Weltstadt

Nicola, Berge & Meer Chronistin

Hallo Zusammen, 

mein Name ist Nicola und bereits 2023 stand für uns im September nach unserer zweiwöchigen Berge & Meer Rundreise „Westküste und Nationalparks“ (auch darüber habe ich einen Reisebericht geschrieben) fest, dass wir auf jeden Fall in 2026 die große Durchquerung vom Westen zum Osten der USA machen möchten. Wir wollten unbedingt noch mehr von diesem tollen Land kennenlernen. So haben wir bereits im Juni 2025 diese Traumreise gebucht und konnten es kaum abwarten, bis es endlich losging.

1. Tag

Anreise - San Francisco

Das Warten hatte ein Ende. Es war so weit, endlich ging es los! Mit dem im Reisepreis inkludierten „Zug zum Flug“ haben wir uns auf das Abenteuer „Deutsche Bahn“ eingelassen und sind bereits am Vortag aus dem Sauerland nach Frankfurt angereist. Dort haben wir in einem Hotel am Airport übernachtet und sind am nächsten Morgen ganz entspannt ca. elf Stunden nach San Francisco geflogen. Pünktlich und bei bestem Wetter, sind wir gegen 13:00 Uhr in San Francisco gelandet. Bei der Einreisekontrolle verlief alles freundlich und völlig unkompliziert. Am Ausgang wurden wir bereits von unserer Reiseleiterin Petra herzlich begrüßt. Nachdem unsere Gruppe mit 24 Personen komplett war, hat Petra uns im Bus schon einmal mit den wichtigsten Punkten wie Frühstück, Beginn des Tagesprogramms am nächsten Morgen etc. vertraut gemacht. Gegen 15.30 Uhr waren wir im Hotel, „The Clift Royal Sonesta“, zentral auf der Geary Street nahe dem Union Square gelegen. Natürlich waren wir etwas müde, schließlich war es in Deutschland bereits nach Mitternacht. Aber bei strahlendem Sonnenschein haben wir unsere Koffer nur ins Zimmer geschoben und sind direkt noch auf eigene Faust mit dem Bus (Haltestelle direkt gegenüber dem Hotel) Richtung Alamo Square zu dem Viktorianischen Häusern den „Painted Ladies“ gefahren. Dieses Wahrzeichen von San Francisco wollten wir unbedingt sehen, 2023 war dieser Stopp nicht im Tagesprogramm inkludiert. Vom gegenüberliegenden erhöhten Park Alamo Square hat man eine fantastische Sicht auf diese sieben Holzhäuschen mit der dahinter aufragenden Skyline. Wunderbar, wir konnten es noch nicht fassen, dass wir endlich in den USA angekommen waren und haben diesen Augenblick sehr genossen. Von hier aus sind wir noch zur Lombard Street gefahren und weiter zu Fuß zum Pier 39 gegangen. Mittlerweile war es dunkel geworden und die Müdigkeit ereilte uns nun doch. Gegen 21.00 Uhr war der Ankunftstag dann auch für uns vorbei und wir sind selig mit Vorfreude auf den zweiten Tag eingeschlafen.

2. Tag

San Francisco

Am nächsten Morgen ging es pünktlich um 8:00 Uhr los, den ersten Stopp haben wir an der City Hall, dem Rathaus von San Francisco, eingelegt. Das Gebäude ist schon beim ersten Anblick sehr eindrucksvoll. Es war uns sogar möglich dort hinein zu gehen. Alles war großzügig und hell gehalten, auf einer riesigen pompösen Treppe schritt ein Brautpaar Richtung Trauzimmer hinauf. Toll wenn man bedenkt, dass hier bereits Marilyn Monroe geheiratet hat.
Im Anschluss ging es weiter am Union Square vorbei Richtung Twin Peaks. Hierbei handelt es sich um zwei ca. 300 m hohe Hügel in San Francisco, die einen spektakulären Rundumblick auf die Stadt und die Bucht sowie die Golden Gate Brücke bieten. Oftmals liegt San Francisco im Nebel, aber wir hatten Glück und hatten vom Christmas Tree Point einen tollen Blick auf Downtown und den Financial District. Von hier ging es zu den Painted Ladies, diese viktorianischen Häuschen, die wir uns am Vortag bereits auf eigene Faust angesehen haben. Petra ist im Anschluss mit uns zu dem neu angelegten Salesforce Park gefahren. Bei dem Park handelt es sich um eine Art Rooftop Park, den man oberirdisch nur mit langer Rolltreppe oder Fahrstühlen zwischen der Skyline erreichen kann. Mitten in der Stadt wurde hier eine kleine grüne Oase geschaffen, die mit toller grüner Bepflanzung an die Highline in New York erinnert und zum Ausspannen einlädt. Die Golden Gate Brücke schon lange vor Augen, haben wir erst im Golden Gate Park angehalten wo wir auch Zeit für eigene Erkundungen hatten. Am Welcome Center der Golden Gate Brücke endete dann das inkludierte Vormittagsprogramm. Alle Gäste hatten die Möglichkeit fakultativ am Nachmittagsprogramm teilzunehmen, hier war ein Spaziergang über die Brücke zum Vista Point inkludiert. Der Bus hat die Gäste dort wieder aufgenommen und nach Sausalito, einem tollen Küstenstädtchen gefahren. Nach Besichtigung des Städtchens ging es von hier mit der Fähre, unter der Golden Gate Brücke hindurch, zurück zur Pier 39. Auch hier bestand die Möglichkeit zur Besichtigung der legendären Seelöwen, die sich auf den großen Pontons tummeln und sich die Sonne auf das Fell scheinen lassen. Von der Pier hat man einen tollen Blick auf Alcatraz. In San Francisco darf natürlich auch eine Fahrt mit der Cable Car nicht fehlen, diese Fahrt war ebenfalls Bestandteil des Ausfluges sowie ein Spaziergang auf der Lombard Street, jene Haarnadelkurvenstraße, auf der sich schon Karl Malden und Michael Douglas heiße Verfolgungsfahrten lieferten. Da wir dieses tolle Programm bereits 2023 mitgemacht haben, haben wir diesen Ausflug ausgesetzt und sind noch einmal auf eigene Faust durch San Francisco spaziert. Aber alle Gäste waren von dem Nachmittag begeistert und haben am nächsten Tag mit leuchtenden Augen erzählt wie sie filmreif auf dem Trittbrett der Cable Car „gehangen“ haben.

3. Tag

Yosemite Nationalpark

Zeitig um 8:00 Uhr ging es heute mit gepackten Koffern los zum nächsten Highlight, dem Yosemite Nationalpark. Bereits nach einer guten Stunde haben wir zum ersten Mal eine Toilettenpause in einem Supermarkt gemacht. Das war sehr problemlos, wir haben immer ausreichende Pausen eingelegt, mal um einfach nur auf Toilette zu gehen oder sich einen Kaffee zu kaufen oder mittags im Supermarkt zu versorgen. Nach einer Fahrt durch die Sierra Nevada, sind wird gegen Mittag im Yosemite Nationalpark angekommen, hier haben wir den ersten atemberaubenden Stopp an dem Aussichtspunkt „Tunnel View“ eingelegt. Auch wenn ich hier bereits zum zweiten Mal gewesen bin, hat es mir wieder einmal den Atem verschlagen. An dieser Stelle hat man einen unfassbaren Ausblick auf den „El Capitan“ zur Linken, den „Half Dome“ in der Mitte und zur Rechten sieht man den „Bridalveil Fall“. Dieser Anblick vor einem satten tiefen grünen Tal gleicht einem Idyll, das man sonst nur auf einer Fotoleinwand bestaunen kann. Wahnsinn, was die Natur hier erschaffen hat. Von hier aus ging es weiter zum „El Capitan“. 1000 Meter purer Granit ragen hier senkrecht in die Höhe und lädt lebensmüde Kletterer zum Bezwingen ein. Der Film Free Solo beruht auf wahren Begebenheiten und zeigt die Besteigung dieses Felsens ohne jegliche Sicherung. Unfassbar, dass wir direkt davorstanden. Zur Mittagspause sind wir in die nahegelegene Yosemite Lodge gefahren. Hier hatten wir den Vorschlag von Petra unserer Reiseleiterin genutzt, und sind auf einem kleinen Trail zu den Lower Yosemite Falls gelaufen. Leider führten die Fälle zu dem Zeitpunkt kein Wasser, aber das tat dem Anblick keinen Abbruch. Wir haben hier ein kleines Picknick gemacht und dabei diesen tollen Anblick genossen. Wir hatten reichlich Zeit und konnten ganz gemütlich die Gegend betrachten und gemütlich zum Bus zurückkehren. Von hier ging es dann weiter Richtung Fresno, wo wir im Hotel Piccadilly am Pool bei Budweiser und Weinchen den schönen Tag haben ausklingen lassen.

4. Tag

Los Angeles

Pünktlich um 8:00 Uhr wurden die Koffer verladen und es ging bei strahlendem Sonnenschein los Richtung Los Angeles. Gegen Mittag haben wir die Stadtgrenzen von L.A. erreicht und sind vorab zu dem tollen Aussichtspunkt, dem Griffith Observatorium, gefahren. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt und das Hollywood Zeichen. Aber auch ein Rundgang durch das Observatorium hat sich gelohnt. Zu sehen waren hier u. a. Gesteinsbrocken vom Mond und Mars sowie ein 100 Kilogramm schweres Foucaultsches Pendel. Mit diesem Pendel lässt sich die Drehung der Erde direkt nachweisen. Alles war sehr eindrucksvoll anzusehen. Von hier oben sind wir zum Gründungsort von L. A. gefahren, der Olivera Street. Spanische Einwanderer haben hier um 1781 die erste Kolonie gegründet. Das älteste Haus haben wir bei einem Durchgang besichtigt. Natürlich ging es im Anschluss direkt weiter nach Hollywood, wo die ganzen Celebritys in über 2.800 Sternen auf dem Walk of Fame verewigt sind. Die Treppe im Dolby Theatre, wo die alljährlichen Oscars verliehen werden, haben wir auch ganz ehrfürchtig erklommen. Das Chinese Theatre mit all seinen Hand- und Fußabdrücken von Marilyn und Co. durfte selbstverständlich im Programm nicht fehlen. Weiter ging es über den Sunset Boulevard nach Beverly Hills und anschließend in unser Hotel Holiday Inn LAX in der Nähe des Flughafens. Nach dem Einchecken sind wir gegen 17:30 Uhr zu unserem fakultativen Ausflug nach Venice Beach und Santa Monica aufgebrochen. Hier haben wir in Venice Beach die Venice Canals, ein ruhiges und malerisches Wohnviertel mit künstlichen Wasserwegen, Fußgängerbrücken und historischen sowie modernen Häusern, wenige Gehminuten vom lebendigen Strand entfernt, besichtigt. Dort ist es wunderschön, malerisch trifft es wirklich. Zu Fuß sind wir über die Promenade an den Muscle Beach, wo bei buntem und vor allen Dingen lautem Treiben, Menschen aller Couleur beim Bodyfitting gesehen werden wollten. Überall spielten Bands und Leute waren „normal“, aber meistens völlig „high“ am Tanzen. Wir hatten hier reichlich Freizeit und konnten auf eigene Faust die Umgebung entdecken. Bei herrlichem Abendlicht, der Sonnenuntergang stand kurz bevor, verspürte man überall eine tolle Stimmung. Den Sonnenuntergang haben wir am Strand genossen, und dieses farbige Spektakel bei Meeresrauschen auf uns wirken lassen. Um 20:30 Uhr haben wir uns am vereinbarten Treffpunkt wieder mit der Gruppe getroffen. Es ging noch weiter nach Santa Monica zur berühmten Pier. Leider war die leicht abschüssige Abfahrt wegen aktueller Bauarbeiten nicht sichtbar. Lediglich ein Fußgängertunnel ermöglichte den Zugang auf die Pier. Wir haben bei Jubel, Trubel und lauter Musik, überall sangen Straßenkünstler, die Pier bis zum Ende erkundet, überall konnte man essen und trinken, kleine Souvenirs kaufen und neue Dinge entdecken. Gegen 22:00 Uhr waren wir zurück im Hotel. Das war nochmal ein schöner Ausflug zum Abschluss des Tages.

5. Tag

Las Vegas

Bei Dauerregen sind wir zeitig Richtung Las Vegas aufgebrochen. Ein Schlechtwetterband sollte uns auf unserer Strecke bis Las Vegas begleiten. Zur Mittagspause haben wir am Knotenpunkt Barstow an der Route 66 angehalten. Ebenfalls hatten wir hier die Möglichkeit, noch ein wenig in einem Outlet zu shoppen. Kurz vor Las Vegas haben wir Kalfornien verlassen und die Grenze nach Nevada passiert. In Las Vegas angekommen, hörte der Regen passend auf. Wir haben direkt bei der Einfahrt am „Welcome-to-Las-Vegas-Zeichen“ angehalten, um das „to-do-Foto“ zu schießen. Die Schlange war riesig, unsere Zeit begrenzt, daher haben wir uns seitlich für das Foto aufgestellt. Eine tolle Erinnerung.
Weiter ging es für uns über den 7 km langen Strip zu unserem Hotel „The Strat“ mit seinem Skypod Tower. Der Tower überragt die ganze Stadt. Wir haben im Hotel eingecheckt und schon ging es weiter auf unsere fakultative Abendtour, schließlich wollte Las Vegas entdeckt werden. Mittlerweile war sogar der Himmel aufgerissen und wir konnten die goldene Stunde um den Sonnenuntergang herum in dieser besonderen Umgebung voll und ganz genießen. Wir haben das Hotel „Venetian“ besichtigt, dass mit über 4.000 Suiten mit zu den größten Hotels in Las Vegas zählt. Hier wurde Venedig nachgebaut und in feinen typischen Details dargestellt. Gondolieri schipperten Arien trällernd durch die nachgebauten Grachten. Alles war unglaublich groß und laut. Weiter ging es zum Hotel „Bellagio“ das mit knapp 4.000 Suiten genauso überwältigend ist. Hier war die fünfminütige Fontainenshow das besondere Highlight. Auf dem Weg nach Downtown von Las Vegas, der Fremont Street Expirienc, hat Petra uns noch eine Extra-Rundfahrt um die neue Attraktion, das Sphere, ermöglicht. Auf der Fremont Street Experience wurde Las Vegas damals gegründet. Heute wird diese Straße durch eine rund 420 Meter lange Leinwand überspannt, auf der passend zur Musik entsprechende Musikvideos ablaufen. Alles ist bunt und glitzernd, ohrenbetäubend laut. Wir hatten ein wenig Freizeit, um alles gebührend zu bestaunen. Im Anschluss ging es zurück in unser Hotel.

6. Tag

Las Vegas - Death Valley

Heute bestand die Möglichkeit auf eigene Faust Las Vegas zu erkunden oder an dem fakultativen Ausflug ins Death Valley teilzunehmen. Natürlich sind wir mit ins Death Valley gefahren, denn es waren nur frische 33 Grad gemeldet. Ab 43 Grad fahren Busse dort nicht mehr hin. Erster Halt war am Zabriskie Point. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf Millionen Jahre alte Gesteinsformationen, die Sedimente aus dem Furnace Creek Lake, der vor 5 Mio. Jahren ausgetrocknet ist. Die unterschiedlichen Farben in den Gesteinen waren toll anzuschauen. Weiter ging es von hier zum Badwater Basin. Dies ist eine Senke im Death Valley und der tiefste Punkt Nordamerikas mit einer Tiefe von 85,5 m unter dem Meeresspiegel. Badwater ist ein Überbleibsel des vorzeitlichen Sees Lake Manly. Wir sind auf der stark reflektierenden Salzoberfläche ein Stück ins Basin hineingegangen. Aber auch die nur 33 Grad hatten es bereits in sich. Kaum vorzustellen, wie man die heißeste dort gemessene Temperatur von 56 Grad aushalten kann. Auf dem Rückweg sind wir zur Umgebung von Area 51 gefahren. Area 51 ist Gegenstand mehrerer Verschwörungstheorien insbesondere solcher, wonach auf der Basis außerirdische Lebensformen erforscht werden sollen. Das Gebiet ist noch heute streng geheim und abgesperrt. Pause haben wir an dem angrenzenden Gift Shop gemacht, in dem natürlich alles „außerirdisch“ war. Zurück in Las Vegas angekommen, blieb uns dann noch genug Zeit, um auf eigene Faust die Gegend zu erkunden. Wir haben zuerst die berühmten Wedding Chapels angeschaut und gestaunt, was alles in einem Hochzeitpaket buchbar ist, hier kann man sich sogar von Elvis trauen lassen. Dann sind wir noch Petras Ratschlag gefolgt und sind auf dem Skypod Tower aufgefahren und haben uns Las Vegas aus schwindelerregender Höhe bei Sonnenuntergang angeschaut. Wahnsinnig schön, wir sind geblieben, bis es stockdunkel war. Im Anschluss gab es an der Hotelbar für den Getränkegutschein vom Hotel noch einen Absacker, dabei haben wir das bunte Treiben im Casino aufmerksam verfolgt.

7. Tag

Grand Canyon

Von Las Vegas ging es mit gepackten Koffern um 8:00 Uhr los Richtung Grand Canyon. Auf dem Hoover Dam haben wir Nevada verlassen und die Grenze nach Arizona passiert. Wir haben die Route 66 über Kingman und Seligman genommen und haben jeweils in den berühmten Örtchen angehalten. Überall waren Route 66 Zeichen, Souvenirläden und Oldtimer ausgestellt. In Seligman haben wir den bekannten Friseurladen und Souvenirladen von Angel Delgadillo aufgesucht. Angel hat sich durch sein Engagement für den Erhalt der Route 66 eingesetzt und dadurch weltweite Bekanntheit erlangt. Gegen Nachmittag sind wir im Grand Canyon angekommen. Hier hatten wir bis zum Abend Zeit den Canyon auf eigene Faust zu erkunden. Da wir den Bright Angel Trail bereits in 2023 ein Stück herabgestiegen sind, sind wir dieses Mal den Rim Trail entlanggelaufen. Fantastische Ausblicke taten sich nach jeder Biegung erneut auf. Petra ist in dieser Zeit mit den Gästen die einen Hubschrauberüberflug gebucht hatten, zum Airport gefahren. Gegen frühen Abend sind wir noch zu einem anderen Aussichtspunkt, dem „Mather Point“ gefahren, um im Abendlicht einen besonderen und anderen Anblick genießen zu können. Geschlafen haben wir in Williams zentral an der Route 66. Natürlich sind wir nach dem Einchecken im Hotel sofort wieder los, um das Örtchen Williams zu erleben. Im Cruisers Café haben wir bei Lifemusik, Bier und Margerita den tollen Tag ausklingen lassen.

8. Tag

Bryce Canyon

Wieder wurden die Koffer geladen und bereits um 7:20 Uhr ging es heute Richtung Bryce Canyon Nationalpark. Die erste Pause haben wir in Cameron gemacht in einem von Navajo Indians geführtem Laden. Hier war alles handmade und wir hatten genug Zeit zu stöbern und Andenken einzukaufen. Auf den nächsten fakultativen Stop habe ich mich besonders gefreut. Es ging zum Horseshoe Bend. Der Horseshoe Bend ist eine Schleife des Colorado Rivers und ist wunderschön anzuschauen. Von Bildschirmschonern bekannt, ist der tatsächliche Anblick aber einfach nur überwältigend. Wir hatten eine Stunde Zeit, die wir voll und ganz ausgekostet haben. Wunderschön, was die Natur hier erschaffen hat. Kurz nach Page haben wir Arizona verlassen und die Staatsgrenze nach Utah passiert. Weiter ging es zum Bryce Point, dem besten Aussichtspunkt im Bryce Canyon auf gut 2.600 m Höhe. Charakteristisch für den Bryce Canyon sind die sogenannten Hoodoos, geologische Formationen, die durch Frostverwitterung und Erosion des Fluss- und Seebettes entstanden sind. Es bot sich ein atemberaubender Blick auf das Amphitheater mit seinen roten, orangen und weißen Farben, die in der Sonne leuchteten. Wir sind am Rim Trail ein Stück entlanggewandert und konnten die Aussicht aus verschiedenen Perspektiven bewundern. Am frühen Abend haben wir in der nahegelegenen Lodge eingecheckt. Petra hatte uns im Bus bereits die Möglichkeit aufgezeigt an einer fakultativen Country- und Westernshow teilzunehmen und eine Abfrage zur Teilnahme und zur Essensauswahl gemacht. Petra hatte unsere Plätze ab 19 Uhr reservieren lassen, und wir haben uns bei leckerem Essen und Klängen von Kenny Rogers von dem typischen Westernstyle in Ebenezers Scheune anstecken lassen und mitgeklatscht und mitgeschunkelt. Howdy, der Abend hat diesen tollen Tag perfekt ausklingen lassen.

9. Tag

Salt Lake City

Abfahrt war heute mit gepackten Koffern um 8:00 Uhr nach Salt Lake City. 400 km galt es heute zu bewältigen. Petra hat uns unterwegs immer wieder Informationen zu Amerika gegeben und unsere Fragen hierzu geduldig beantwortet. Salt Lake City ist bekannt für seine gewaltige Bergkulisse und war Austragungsort der olympischen Winterspiele in 2002 und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Utah. Gegen Mittag konnten wir auf der Interstate schon die Skyline von Salt Lake City mit seinem State Capitol entdecken. Wir sind zuerst zum Capitol gefahren, um den Supreme Court, the House of Representative und den Senat zu sehen. Das Capitol ist ein gewaltiges Gebäude, und in etwa mit unserem Landtag zu vergleichen. Mittagspause haben wir in einem tollen riesengroßen Supermarkt gemacht. Es gab frische warme Küche, Füchte to go, Salate zum selbermixen, Sushi, und alles was das Herz begehrt. Nach der Mittagspause sind wir zum ca. 4 Hektar großen Temple Square, dem Hauptsitz der Mormonenkirche, gefahren. Hier befindet sich der majestätische Salt Lake Tempel aus dem 19. Jahrhundert. Wir haben den Tabernakel, den Kuppelsaal mit fantastischer Orgel besichtigt. Der Tabernakel wurde so konzipiert, dass man in jedem Winkel ein Blatt Papier ohne Mikrofon reißen hören kann. Der riesige Tempel ist wegen Umbauarbeiten aktuell geschlossen. 2027 wird er von April bis Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich sein, um dann nach seiner Weihung für Nichtmormonen für immer verschlossen zu bleiben. Ein beachtliches Bauwerk. Im Anschluss ging es weiter nach Park City, etwa 20 Minuten östlich von Salt Lake City gelegen. 2002 war der dortige Olympic Park Austragungsort der olympischen Winterspiele. Die historische Hauptstraße ist gesäumt von viktorianischen Häusern mit Boutiquen, Galerien, Restaurants und teuren Geschäften. Wir konnten hier ein wenig flanieren, bevor wir in unser Hotel im olympischen Dorf eingecheckt haben. Ein interessanter Tag war schon wieder viel zu schnell vorbei.

10. Tag

West Yellowstone

Bevor wir uns auf den Weg nach West Yellowstone gemacht haben, haben wir noch kurz den Utah Olympic Park besucht. Neben zwei großen Schanzen gibt es auch mehrere Übungsschanzen sowie diverse Anfängerschanzen. Eine Rodelbahn und mehrere Abfahrten konnten von der Aussichtsplattform ebenfalls entdeckt werden. Der Park wird heute noch als aktives Trainingszentrum genutzt. Im Jahre 2034 werden hier die nächsten Winterspiele ausgetragen. Das war sehr interessant einmal zu sehen. Zu einem kurzen Fotostopp haben wir im Anschluss an einem tollen Aussichtspunkt an dem Grand Salt Lake, dem Namensgeber der Stadt, angehalten. Der See hat eine Länge von 120 km und 45 km Breite und sein Salzgehalt übersteigt den eines normalen Meeres enorm. Nördlich von Salt Lake City haben wir bereits die 5. Staatsgrenze von Utah nach Idaho passiert. Egal wo wir waren, Petra hat uns immer mit reichlich Informationen während der Fahrt zur Umgebung, zu markanten Punkten oder einfach nur allgemein zu Land und Leuten versorgt. Auch längere Fahrten waren daher immer sehr kurzweilig. Zur Mittagspause haben wir in Idaho Falls an den gleichnamigen Wasserfällen angehalten. Hier konnten wir uns die Beine vertreten und bei warmen Temperaturen an einem schönen Plätzchen am Wasser unseren Lunch genießen. Im Anschluss ging es auf zu unserer letzten Etappe nach West Yellostone, dem Tor zum Yellowstone Nationalpark. Kurz vor Ankunft haben wir die 6. Staatsgrenze nach Montana passiert. Wir haben schnell unsere Zimmer bezogen und sind im Anschluss Petras Tipp gefolgt und haben das Grizzly und Wolf Discovery Center besucht. Dort werden kranke Tiere aufgezogen. Neben Bären und Wölfen gibt es Adler, Habichte, Lachse, Horneulen und Otter. Die Bären waren sehr interessant anzuschauen. Kaum vorzustellen, dass diese mächtigen Tiere Sprints zwischen 50 und 60 km/h absolvieren können. Begegnen wollten wir Ihnen am Tage drauf im Yellowstone Nationalpark daher lieber nicht.

11. Tag

Yellowstone Nationalpark – Cody

Nicht weit entfernt von West Yellowstone sind wir in den Nationalpark eingefahren. Direkt nach der Einfahrt hatte sich ein kleiner Stau gebildet. Der ganze Bus hielt den Atem an, Petra meinte, die Chancen stehen gut, dass ein Bär in der
Nähe der Straße gesichtet wurde. Wie sich aber herausstellte, hatte ein einzelner Bison die Blicke auf sich gezogen. Kurz darauf haben wir die 7. Staatsgrenze nach Wyoming passiert. Da es noch ziemlich frisch war, hatte dichter Nebel ein mystisches Licht gezaubert. Unser erster Stopp im Park war der Fountain Paint Pot Trail. Die Sicht war leider etwas eingeschränkt, da der Qualm der heißen Geysire durch den Nebel nicht abziehen konnte. Trotzdem konnte man es überall blubbern sehen und hören. Petra hat berichtet, dass viele Unfälle passieren. Leute missachten die überall gut sichtbar aufgestellten Warnschilder und betreten die teilweise dünnen Salzkrusten, die kochend heißes Wasser oder ätzende Flüssigkeit bedecken. Auf den Holzstegen hatte man einen guten Blick auf die kleinen Becken die eine strahlendblaue Farbe hatten und in denen das Wasser am Kochen war. Hinter der nächsten Kurve stiegen Mini Geysire dampfend in die Höhe. Jeder Anblick war faszinierend und immer wieder anders.

Unser nächster Stopp war an der Grand Prismatic Spring. Die Sonnte hatte sich schonmal ein wenig durch den Nebel gekämpft, lichte Flecken Himmel brachen durch. Die Wärme fehlte allerdings noch. Daher blieb uns der Anblick auf die volle Farbpracht der Grand Prismatic Spring verwehrt. An diesem Spot schimmert das 75 m x 91 m große Becken durch verschiedene Bakterien in den schillernden Regenbogenfarben. Am Rande des Beckens konnte man das Farbspetakel nur erahnen. Der nächste Stopp war bei dem bekannten Old Faithful Geysir. Bei der Ankunft wurde es plötzlich hektisch. Petra hatte schnell in Erfahrung bringen können, dass der nächste Ausbruch schon etwa in 10 Minuten stattfinden sollte. Wir sind alle aus dem Bus in das Visitor Center gesprintet und zum Geysir gelaufen. Eine riesige Menschenmenge hatte sich bereits in Lauerstellung versammelt, um nichts zu verpassen. Wir haben uns dazu gesellt, so leicht war es schon am Brodeln.

Plötzlich zischte es gewaltig und eine riesige Wasser- und Dampfsäule schoss aus der Erde. Das ganze Spektakel dauerte über 3 Minuten. Wir fanden es sehr beeindruckend. Petra hat uns allerdings hinterher berichtet, dass sie es schon viel gewaltiger gesehen habe, dafür wäre der Ausbruch mit nur einminütiger Dauer viel kürzer gewesen. Kurze Zeit später haben die Ranger schon wieder auf Aushängen die nächste Ausbruchzeit beziffern können. Der Old Faithful bricht regelmäßig so alle 90 Minuten aus. Wir hatten im Anschluss eine gute Stunde Zeit, uns das Areal auf den Holzstegen genaustens anzuschauen. Überall waren auch hier wieder verschiedene Becken zu sehen, die in einer tollen Farbe leuchteten. Diverse Lehmbecken waren am blubbern und köcheln. Eine „Anemone Spring“ glich einem Korallenriff und leuchtete im schillernden Orange. Fantastisch. Der Yellowstone NP war der erste NP in den USA und gilt weithin auch als erster NP der Welt. Er gilt als Hotspot für das größte Vulkansystem Nordamerikas und wird als Supervulkan bezeichnet.

Zurück im Bus waren alle begeistert, jeder hatte etwas anderes gesehen. Weiter ging es durch die wunderschöne Landschaft, malerische Flüsse schlängelten sich parallel zur Straße durch das Tal. Man konnte sich nicht sattsehen. Unser nächster Stopp war der Artist Point Overlook, ein Aussichtspunkt am Südrand des Yellowstone und liegt in der Nähe der Yellowstone Falls am Yellowstone River. Am Overlook angekommen, übermannten mich die Emotionen. Ein wahnsinnig schönes Panorama mit Blick auf die Yellowstone Falls bot sich hier. Wunderschön. Menschen aus aller Welt trafen hier aufeinander, um diesen Anblick zu genießen. Wir konnten uns kaum lösen. Vom Artist Point ging es weiter zum östlichen Parkausgang Richtung Cody, unserem heutigen Tagesziel. Unterwegs sind wir auf eine große Herde Bisons gestoßen, die unsere Straße kreuzte. Der Busfahrer hat uns an sicherer Stelle aussteigen lassen, damit wir die Tiere aus nächster Nähe betrachten konnten. Ein tolles Erlebnis, wir waren sehr dankbar, dass wir diesen Moment erleben durften. Einige Zeit später, passierte auch eine Herde Bighornschafe direkt unter unserem Busfenster den Abhang. Eine tolle Landschaft begleitete uns auch weiterhin bis Cody, der Heimat von Buffalo Bill.

Cody ist ebenfalls bekannt für seine Rodeo Veranstaltungen, leider war die Saison am 31.08.2026 beendet. Sehr schade, sicher auch ein Erlebnis. In Cody angekommen, haben wir schnell unsere Zimmer bezogen und haben die Stadt erkundet. Auch für heute hat Petra uns wieder gute Tipps zur Einkehr und zum Abendessen gegeben. Unser Ziel für diesen Abend sollte das „Irma Hotel“ sein, eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte. Schon von Weitem hörten wir, dass was dort was los sein musste. Vor dem Irma Hotel wurde die amerikanische Nationalhymne gespielt und im Anschluss haben verschieden Cowboys in einem aufgebauten Westernset eine Geschichte mit Wyatt Erb nachgestellt. Wir haben kurz zugeschaut und sind dann in den tollen Saloon gegangen und haben uns an die alte Kirschholztheke gesetzt. Es dauerte nicht lange und wir wurden von einer netten amerikanischen Dame und einem Herrn angesprochen. Den ganzen Abend haben wir in dieser netten Gesellschaft plaudernd und lachend bei Westernlivemusik verbracht. Die Amerikaner sind so offen und freundlich und geben uns Touristen so ein gutes Gefühl. Dieser Tag war überwältigend, so viele Eindrücke im Nationalpark haben wir mitgenommen und der tolle Abend wird auch in guter Erinnerung bleiben.

12. Tag

Mount Rushmore National Memorial - Rapid City

Heute hatten wir einen langen Fahrtag mit rund 670 km zu bewältigen. Wir sind um 8:15 Uhr gestartet und haben die Bighorn Mountains passiert. Nach der Passage, bilden die nun nahezu platten Steppen- und Graslandschaften den westlichen Rand der Great Plains. Unfassbare Weite soweit das Augen reicht. In der Nähe von Sundance haben wir die 8. Staatsgrenze nach South Dakota passiert. Gegen späten Nachmittag sind wir bei dem Crazy Horse Memorial angekommen. Das Crazy Horse Memorial ist ein im Bau befindliches Bergmonument auf Privatgrund der Black Hills.

Es zeigt den Lakota Krieger Crazy Horse, der auf einem Pferd reitet und auf sein Stammesland zeigt. Es befindet sich bereits seit 78 Jahren im Bau, ausschließlich durch Spenden und Eintrittsgelder finanziert, staatliche Fördergelder gibt es nicht. Weiter ging es zu unserem Highlight des Tages, dem Mount Rushmore National Memorial. Hier bilden 18 Meter hohe Darstellungen die Köpfe der Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln ab, die im Bau von 1927 bis 1941 entstanden sind. Gerade die Abbildung dieser vier Präsidenten wurde gewählt, um die Gründung, die Expansion, die Entwicklung und den Erhalt der USA darzustellen. Petra hat uns alle auf der Terrasse versammelt und ein schönes Foto mit den Präsidenten im Hintergrund aufnehmen lassen. Eine schöne Erinnerung. Im Anschluss ging es weiter in unser Hotel in Rapid City.

13. Tag

Badlands Nationalpark – Sioux City

Gegen kurz vor 8 Uhr wurden die Koffer geladen, um 8 Uhr war Abfahrt durch den Badlands Nationalpark Richtung Sioux City. Wieder stand ein langer Fahrtag durch die Great Plains auf dem Programm. Ich muss ganz klar erwähnen, dass wir bei der Buchung etwas skeptisch waren bezüglich der langen Fahrstrecken, aber ich muss sagen, dass wir die längeren Fahrtage als überhaupt nicht schlimm empfunden haben. Unsere Reiseleitung Petra hat das gut aufgeteilt, wir haben immer reichlich Pausen gemacht. Ca. 10 Minuten vor jedem Halt, hat sie uns Bescheid gegeben, dass wir uns bereit machen konnten und die benötigten Dinge für die Pause, wie Geld, Jacke etc. vorbereiten konnten. Das hat zu einem flüssigen Aussteigen beim Stopp beigetragen. Unterwegs hat Petra auch schon mal ein Quiz über Amerika mit anschließender Preisverleihung abgehalten. So wurde viel gelacht und die Zeit während den Fahrten ist wirklich schnell vergangen. Kurz nach der Einfahrt in den Badlands NP tat sich ein großes Feld mit kleinen Präriehunden auf. Sie sind eine nordamerikanische Gattung der Erdhörnchen und verwandt mit Murmeltieren. Sie sehen ganz niedlich aus.

Am Pinnacle Overlook hatten wir einen ersten tollen Ausblick. Dieser Aussichtspunkt ist der Punkt mit der höchsten Erhebung in dem nördlichen Teil der Badlands und bietet einen wunderbaren Panoramablick auf die geschichteten Felsformationen. Wenige Minuten später haben wir am Yellow Mounds Overlook gehalten, einem malerischen Straßenstopp, berühmt für seine lebhaften Hügel, die in strahlendem senfgelb, lila und rot leuchten. Beim nächsten Stopp dem Homestead Overlook geht es um den Kontrast von zerklüfteten Badlands, die in die offene Prärie ragen. Hinter den Bergen findet man wieder endlose Flächen soweit das Auge reichen kann. Der nächste Stopp, der Bigfoot Pass Overlook ist ein historisches Wahrzeichen. Er markiert die historische Route, den der Lakota Führer Bigfoot und seine Anhänger benutzten, um der US-Armee im Dezember 1890 vor dem Massaker am Wounded Knee auszuweichen. Hier ergeben sich Ausblicke auf zerklüftete Gipfel, bunte Felsschichten und weite Grasprärie. Der nächste Stopp am White River Valley Overlook hat mir besonders gut gefallen, man hat das Gefühl mittendrin zu sein. Hier hat man einen weiten Blick auf das gesamte Valley. Überall an jeglichen Stopps wird vor Klapperschlangen gewarnt, deswegen ist ein Verlassen der Holzstege auch nicht ratsam.

Im Visitor Center haben wir einen längeren Besuch gemacht. Wir hatten die Möglichkeit mit Rangern zu sprechen und Paläontologen beim Reinigen und Untersuchen von echten Fossilien zu beobachten. Auch zum Leben der Lakota Indianer gab es reichlich Informationen. Der Besuch war sehr interessant und informativ. Der letzte Stopp im Park war der Window Trail, der auf einen 400 Meter langen Rundweg zu einer natürlichen fensterähnlichen Öffnung in der Badlands Wall mit herrlichem Blick auf den Canyon führt. Nach einer längeren Weiterfahrt durchs Nichts, tauchte plötzlich Als Oase auf. Welch passender Name… Hier gab es erstmal alles was man auf den ersten Blick so benötigt, selbst ein Casino war ansässig. Hier haben wir unsere Mittagspause gemacht. Die ganze Mall war untereinander verbunden, so dass man von einem Geschäft in das andere gehen konnte. Was immer wieder auffällt, in ganz Amerika werden US-Soldaten verehrt wie Heilige. Überall hängen Fotos, gerade auch von gefallenen Soldaten.

Diese Menschen sind so stolz auf ihr Land. Kurz nach der Mittagspause haben wir den Missouri River überquert und sind auf eine Anhöhe mit einer schönen Skulptur mit Namen „Dignity oft Earth and Sky“ gefahren. Das bedeutet die Würde von Himmel und Erde. Die Skulptur ist 15 Meter hoch und aus Edelstahl, sie zeigt eine indigene Frau, die einen Sternenquilt trägt. Sie ehrt die Lakota und Dakota Völker, die in South Dakota heimisch sind. Wir haben die 9. Staatsgrenze von South Dakota nach Iowa passiert und haben kurze Zeit später in Sioux City unser Tagesziel erreicht. Bei einem Budweiser und einem Weinchen haben wir unsere ganzen Fotos gecheckt und wir waren uns einig, was für ein tolles und vielfältiges Land wir doch bereisen. Lange Fahrtage gehören im mittleren Westen dazu um von A nach B zu kommen, bzw. um dieses großartige Land zu durchqueren.

14. Tag

Chicago

Heute stand mit der längste Fahrtag nach Chicago auf dem Programm. Wieder haben wir uns gegen 8.00 Uhr auf den Weg gemacht. Mit der Überquerung des Mississippi in der Nähe von Davenport, haben wir Iowa verlassen und Illinois als 10. Staatsgrenze passiert. Zur Mittagspause hat Petra eine Interessenabfrage für ein „all-you-can-eat-Buffet“ gemacht. Sie hat in einem mongolischen Restaurant angerufen und für unsere Gruppe einen tollen Preis in Höhe von 17 Dollar inklusive Getränk und Steuer und Trinkgeld ausgehandelt. Das war ein super Preis und das Essen war spitze.
On the Road again, hat Petra uns mit Bruce Springsteen: „born in the USA“ und Herbert Grönemeyer: „Amerika“ gut die Zeit vertrieben. Die Fahrt ging schnell vorbei. Gegen Abend sind wir in unserem Hotel bei Chicago angekommen.

15. Tag

Chicago – Lansing

Um 8:00 Uhr ging es los zur Stadtrundfahrt in Chicago. Vor dem Hotel hatte sich bereits eine Gruppe Biker neben ihren Harleys versammelt. Natürlich kamen wir ins Gespräch, es wäre auch seltsam, wenn man mit Amerikanern nicht ins Gespräch kommt. Die Guys kamen aus New York und wollten von Chicago aus startend, mit den Harleys die komplette Route 66 bis nach Santa Monica fahren. Bis ins Stadtzentrum von Chicago haben wir bei dem Berufsverkehr gut 2 Stunden benötigt. Der erste Stopp war am Planetarium in der Nähe des Soldier-Field-Stadions. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick über den Lake Michigan auf die tolle Skyline von Chicago. Von hier ging es weiter zu dem aus Filmen bekannten Buckingham Brunnen. Er ist ein Wahrzeichen von Chicago und steht im Herzen des Grant Parks und zählt zu den größten Brunnen der Welt. Für unseren fakultativen Ausflug sind wir auf den John Hancock Wolkenkratzer an der Michigan Avenue aufgefahren. Das Gebäude besitzt insgesamt 100 Stockwerke. Oben hat man einen atemberaubenden Blick über ganz Chicago. Nach einer halben Stunde sind wir wieder hinabgefahren und sind dann auf eigene Faust die Michigan Avenue bis zum verabredeten Treffpunkt gelaufen. Wir hatten Zeit ein wenig zu bummeln und u. a. den Harry Potter Store zu besuchen. Um 12:15 Uhr hatten wir eine Schifffahrt auf dem Chicago River und dem Lake Michigan gebucht. Die Chicago River schlängelt sich mitten durch die Hochhäuser und man hat von unten einen tollen Anblick u.a. auf den Trump Tower und die Chicago Tribune.

Um in den Lake Michigan einzufahren, mussten wir eine Schleuse passieren. Vom Lake konnten wir die gesamte Skyline bestens überblicken. Die Schifffahrt war super und hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Im Anschluss sind wir zum historischen Startpunkt der Route 66 gegangen. Die Route 66 führte von Chicago nach Südkalifornien und wurde 1926 das erste Mal ausgewiesen. Danach sind wir zum Wahrzeichen von Chicago, zur Cloud Gate gegangen. Die Cloud Gate ist eine Skulptur an der Grainger Plaza im Millennium Park. Sie wurden zwischen 2004 und 2006 errichtet und trägt aufgrund ihrer Form auch den Spitznahmen „the bean“. Der Anblick ist mit der im Hintergrund befindlichen Skyline sehr beeindruckend. Ein schöner Aufenthalt in Chicago ging schon wieder zu Ende. Weiter ging es Richtung unseres Tageszieles nach Lansing. Lansing ist die Hauptstadt von Michigan. Kurz nach Verlassen des Stadtgebietes von Chicago haben wir die 11. Staatsgrenze von Illinois nach Indiana passiert. In der Nähe der Stadt New Buffalo haben wir an diesem Abend noch die 12. Staatsgrenze passiert und sind in Michigan eingefahren. Nach Ankunft in Lansing, sind wir vor dem Einchecken im Hotel noch am wunderschön beleuchteten State Capitol vorbeigefahren. Auch der Tag in Chicago hat uns wieder richtig gut gefallen.

16. Tag

Kanada- Niagra Falls

Heute ging es auf nach Kanada. Bei Port Huron haben wir problemlos die Grenze passiert und sind in die Provinz Ontario eingefahren. Von hier ging es dann weiter in die gleichnamige Stadt Niagra Falls. Gegen Mittag sind wir an den Niagra Falls angekommen und sind direkt zum „Whirlpool“ gefahren. Dort wurden wir abgesetzt, da 6 Gäste aus dem Bus mit dem Helikopter über die Fälle fliegen wollten. Der Whirlpool ist ein natürlicher Strudel im Niagara River an der Grenze zwischen Kanada und den USA. Er befindet sich flussabwärts der Niagara Fälle. Da der Fluss hier eine 90 Grad Kurve machen muss, hat die starke Strömung hier ein Becken ausgewaschen. Es besteht hier die Möglichkeit mit einer Schwebe-Cable-Cat über den Whirlpool zu gleiten, um die rauschenden Wassermassen direkt von oben zu betrachten. Nach einer guten Stunde wurden wir wieder abgeholt, es ging zum nächsten Stopp direkt an die Fälle.

Hier sind wir direkt zum Bootsanleger, um 16:00 Uhr hatten wir die Bootsfahrt in das „Zentrum“ der Fälle gebucht. Alle Gäste bekamen einen rotes Regencape. Auf den kanadischen Seiten fahren alle Gäste mit roten Capes, auf der amerikanischen Seite fahren alle mit blauen Capes. Unsere Handys haben wir mit den mitgebrachten Hüllen gegen die Nässe geschützt und dann ging es auch schon los. Zuerst sind wir an die kleineren amerikanischen Fälle herangefahren. Hier konnte man die Gischt schon als starken Regenschauer wahrnehmen. Es war unbeschreiblich schön, auf diese tosenden Wassermassen zu schauen. Weiter ging es gegen die Strömung zum Horseshoe, den kanadischen Fällen. Je näher wir kamen, umso stärker wurde die Gischt und das Boot schaukelte extrem. Wir hatten den Eindruck, als ob wir mit Wassereimern beworfen werden, aber die Regencapes hielten Stand. Das ganze Spektakel dauerte bestimmt eine gute halbe Stunde und war ein tolles Erlebnis. Wir hatten im Anschluss noch bis 18 Uhr Zeit, um zu Fuß über die Promenade zu laufen und alles aus trockener Entfernung zu betrachten. Die Promenade führte direkt bis zur Fallkante. Hier stand man oberhalb an dem Geländer und 2 Meter voraus sauste das Wasser mit viel Getöse den Abhang hinunter. Es war klasse, in aller Ruhe und im eigenen Tempo diese Bilderbuchkulisse zu betrachten. Danach ging es ins nahegelegene Hotel. Fußläufig waren wir nur 10 Minuten von den Fällen entfernt. Es war klar, dass wir auf jeden Fall noch einmal losmussten. Gegen 19.30 Uhr waren wir schon wieder an den Fällen. Mittlerweile war es dunkel geworden, und die Fälle waren wunderschön beleuchtet. Toll, gegen 22 Uhr gab es noch ein schönes Feuerwerk. Eine super Kulisse mit den beleuchteten Fällen darunter. Schon wieder war ein toller Tag viel zu schnell vorbei.

17. Tag

Washington

Heute ging es zurück in die USA, am Ende der Rainbowbridge befand sich bereits der Grenzübergang. Wieder mussten wir durch die Immigration und ein paar Fragen beantworten. Alles ging zügig und freundlich und wir konnten unsere Fahrt schnell fortsetzen. Mit Grenzübertritt haben wir den 13. Bundesstaat New York passiert und sind hier nur ein kleines Stück gefahren, bevor wir in Staat Nr. 14 Pennsylvania eingefahren sind. In Pennsylvania leben traditionell die meisten Amish People. Sie lehnen den modernen technisch Fortschritt wie Autos, Strom aus dem öffentlichen Netz und Fernseher weitgehend ab. Auf den Straßen nutzen sie typischerweise Pferdekutschen. Sie zahlen keine staatlichen Versicherungen oder Rentenbeiträge und helfen sich bei Krankheiten und Notständen innerhalb der Gemeinschaft gegenseitig.

Verheiratete Frauen tragen weiße Hauben, ledige Frauen schwarze Hauben. Verheiratete Männer rasieren sich nicht mehr. Sie tragen eine Art Abraham Lincoln Bart. Wir haben in einem traditionellen Geschäft der Amish angehalten. Aus Respekt haben wir auf das Fotografieren verzichtet. Aber alles haben wir wie beschrieben vorgefunden. Weiter ging die Fahrt Richtung Washington und der 15. Bundesstaat Maryland wurde passiert. Mit Überquerung des Potomac Rivers haben wir kurz vor Washington sogar noch den 16. Bundesstaat Virginia passiert. In Washington angekommen, sind wir direkt zum Hotel nach Arlington gefahren. Am Abend sind wir noch ein wenig in der Gegend flaniert und sind zeitig schlafen gegangen. Schließlich wollten wir fit für Washington sein.

18. Tag

Washington

In der Früh sind wir nach Arlington auf den Friedhof gefahren. Der Nationalfriedhof Arlington ist der größte Friedhof der US-amerikanischen Nationalfriedhöfe und einer von zwei, die von der US-Armee verwaltet werden. Mehr als 400.000 Menschen sind auf dem 259 Hektar großen Gelände begraben. Hier liegen Soldaten, die im Krieg gefallen sind, aber auch normale Soldaten und Angehörige des Militärs sowie deren Familienangehörige. Auch die Präsidenten können sich hier bestatten lassen. Das Grab von J. F. Kennedy und Jacky Kennedy Onassis ist sehr schlicht gehalten, aber es ist sehr eindrucksvoll davor zu stehen. Täglich finden hier bis zu 30 Beerdigungen statt. Die Gräber bleiben alle erhalten und werden nicht wie bei uns eingeebnet. Alles ist wunderbar gepflegt und ordentlich. Die Wachablösung zu Ehren der namenlosen hier bestatteten Soldaten, findet alle 30 Minuten statt und ist ein aufwendiges Prozedere, die eigentliche Ablösung dauert schon alleine über 8 Minuten. Sehr eindrucksvoll zu sehen. Vom Arlington Friedhof sind wir Richtung Lincoln Memorial gefahren, der Bus hat uns hier abgesetzt und von hier sind wir zum Korean Memorial gegangen.

Dieses Denkmal soll an den Korea Krieg von 1950 bis 1953 erinnern. Es besteht aus 19 Soldaten die mit Gewehren im Anschlag in verschiedene Richtungen blicken. Eine riesengroße Wand beinhaltet eingearbeitete echte Fotografien von z. B. Krankenschwestern, Soldaten und Familien aus Kriegszeiten. Eine weitere Wand trägt alle Namen von gefallenen Soldaten. Unser Weg führte von hier weiter zum Vietnam Memorial, bestehend aus 3 Soldaten und einer Abbildung von 2 Krankenschwestern die ein Opfer versorgten, während eine von ihnen ängstlich in den Himmel starrt, sowie einer großen Wand mit allen gefallenen Soldaten während des Vietnam Krieges. Hier waren Bilder von Soldaten aufgestellt und auch Briefe von Kindern an ihre Väter. Auch Angehörige waren vor Ort, die sich den Namen ihres Verstorbenen abgepaust haben. Im Anschluss hatten wir reichlich Freizeit. Wir sind zurück zum Lincoln Memorial gegangen und haben uns die tolle Skulptur von Abraham Lincoln angeschaut. Von hier aus sind wir in der Gruppe dann zum Memorial World War 2nd gegangen. Hier wurde durch eine Ehrung aller verstorbenen Soldaten dieses Krieges gedacht. Weiter ging es, etwas hügelig gelegen, zum Obelisken, dem Washington Memorial. Vom Hügel des Washington Memorials hatte man einen tollen Blick auf das Weiße Haus.

Bei einem späteren Versuch näher an das Weiße Haus heran zu kommen, sind wir leider gescheitert. Alles war durch die Nationalgarde und den Secret Service abgesperrt. Im Anschluss sind wir zum Nationalarchiv in der Nähe gegangen und haben uns die originale Unabhängigkeitserklärung, die Bill of Rights und die US-Verfassung angeschaut. Sehr beeindruckend, wenn man bedenkt wie viel Geschichte dahintersteckt. Am Abend haben wir bei einem fakultativen Ausflug den Beginn in Alexandria gemacht, einem schnuckeligen Vorort von Washington. Hier gab es schöne alte viktorianische Häuschen zu sehen und es war mächtig was los. Zurück in Washington sind wir am Pentagon vorbei, zum Airforce Momorial gefahren. Von hier oben hatte man einen fantastischen Ausblick über Washington. Kurz nach Sonnenuntergang gingen die Lichter an. Das verlieh der Stadt einen besonderen Anblick. Das Pentagon ist ein beeindruckendes Gebäude. Hier arbeiten über 40.000 Beschäftigte. Auch ein Gänsehautmoment, wenn man bedenkt, dass hier ebenfalls am 11. September ein Flugzeug eingeschlagen ist. Von hier aus sind wir weiter über den Potomac River zum Thomas Jefferson Memorial gefahren. Sehr schön beleuchtet wirkte es besonders eindrucksvoll. In der Nähe befand sich das Martin Luther King Memorial, das wir ebenfalls besichtigt haben. Zum Abschluss sind wir noch einmal zum beleuchteten Capitol gefahren.

19. Tag

Philadelphia

Heute konnten wir ein wenig „bummeln“ beim Frühstück. Die Abreise nach Philadelphia war für 9:00 Uhr angesetzt. Bevor wir vor Einfahrt in Philadelphia Pennsylvania erneut nach Pennsylvania gekommen sind, haben wir mit Delaware, den 17. Bundesstaat passiert. Delaware ist der 1. offizielle Bundesstaat seit Gründung der USA. In Philadelphia angekommen sind wir direkt zum Museum of Arts gefahren, an den bekannten Schauplatz, wo Rocky die Stufen im harten Training hinaufgesprintet ist. Nachdem wir die Treppen erklommen haben, durfte ein Erinnerungsfoto unter der Rocky-Statue natürlich nicht fehlen. Im Anschluss ging es auch schon weiter auf eine kleine Stadtrundfahrt. Nach der Mittagspause sind wir zum Wahrzeichen von Philadelphia, der Independence Hall gefahren. Hier wurde am 04.07.1776 die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Dieses originale Dokument hatten wir uns ja in Washington im Nationalarchiv bereits angeschaut. In der zur Independence Hall gehörenden Conference Hall hatten wir eine tolle Führung von einem Ranger, der uns alle Einzelheiten von der Gründung der USA unterhaltsam erläutert hat. Die Liberty Bell hängt nicht mehr im Turm der Hall. Wir konnten sie leider nur hinter Plexiglas in einem benachbarten Gebäude betrachten. In ihren Anfangsjahren diente die Glocke dazu, Abgeordnete zu den Sitzungen des Parlamentes einzuberufen und die Bürger auf Versammlungen und Bekanntmachungen aufmerksam zu machen. Weiter ging es durch die Stadt zum ältesten Postamt. Dieses Gebäude steht auf einem Grundstück, das einst Benjamin Franklin gehört hat. Direkt neben dem historischen Postamt befindet sich das Benjamin Franklin Court Printing Office. Benjamin Franklin war von Beruf eigentlich Drucker und Verleger, weshalb diese historische Druckerei ein zentraler Teil des Denkmalkomplexes ist. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, sind wir noch zur Benjamin Franklin Brücke gelaufen, eine tolle Brücke, die den Delaware River überspannt. Er erweiterter Spaziergang durch die Stadt führte uns zurück zum Hotel.

20. Tag

New York

Heute sind wir bereits um 7:30 Uhr in Philadelphia gestartet. Die Fahrt nach New York dauerte nur 1,5 Stunden. Mit Überquerung der Benjamin Franklin Brücke haben wir den 18. Bundesstaat New Jersey passiert. Mit einer Pause sind wir bereits um 10:00 Uhr durch den Lincoln Tunnel in New York eingefahren. Durch den dichten Verkehr haben wir uns Stück für Stück zum Central Park gekämpft. An der westlichen Seite sind wir in Höhe der 72. Straße ausgestiegen und direkt zum John Lennon Memorial gelaufen. Die Stelle ist unweit von seinem Wohnhaus, dem Dakota Building, entfernt, wo er damals erschossen wurde. Seine Witwe hat hier im Central Park ein aus Mosaiksteinchen gelegtes Memorial mit den Worten IMAGINE anfertigen lassen. Viele Menschen versammeln sich täglich, um Straßenmusikern zuzuhören, die meistens Lieder von den Beatles singen. Wir sind weiter quer durch den Park zu einer schönen Aussicht gegangen. An der 59. Straße/Ecke 5th Avenue haben wir den Park verlassen und sind die 5th Avenue Richtung Rockefeller Center hinabgelaufen. Einen kurzen Abstecher haben wir auch in den Trump Tower gemacht. Am Rockefeller Center hatten wir ein wenig Zeit, um alles genau zu betrachten und zu fotografieren. Auch die St. Patricks Cathedral konnte besichtigt werden. Überall war es bunt, überall waren gelbe Taxis zu sehen, und wir mitten darin. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Im Anschluss ging es zum Memorial 9/11, zum One World Trade Center sowie zum Oculus. In diesem Bereich hatten wir eine Stunde Freizeit. Im Anschluss folgte fakultativ eine 90-minütige Rundfahrt mit der Circle Line auf dem East River mit naher Vorbeifahrt an der Freiheitsstatue. Die Skyline während der Fahrt zu bestaunen und die Freiheitsstatue einmal real zu sehen, war ein super Erlebnis. Die Bootsfahrt hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Im Anschluss sind wir über die Highline, eine stillgelegte Bahntrasse die zur Parkanlage umgebaut wurde, gelaufen. Im Chelsea Market, angrenzend an die Highline, haben wir etwas gegessen.

Der Chelsea Market ist eine belebte Markthalle mit Essensmöglichkeiten und Geschäften. Mittlerweile war es dunkel geworden. Wir sind im Anschluss auf die beleuchtete Brooklyn Bridge gegangen und haben einen wunderschönen Anblick zum einen auf die Brücke und zum anderen auf diese megatolle Skyline genossen. Wir konnten uns gar nicht lösen. Mit dem Bus sind wir zum Abschluss dann noch zum Time Square gefahren. Natürlich durfte dieser Spot gerade am Abend auch nicht fehlen. Was für ein Betrieb. Überall blinkten große Billboards, Musik dröhnte aus verschiedenen Lautsprechern, Straßenkünstler führten Streetdance vor. An jeder Straßenecke war etwas anderes zu sehen. Wir haben ein Moment auf den berühmten roten Treppen Platz genommen und dem bunten Treiben zugeschaut. Wahnsinn was hier los war. Gegen 21 Uhr waren wir im nahe am Time Square gelegenen Hotel. Da das Hotel so zentral gelegen war, sind wir noch mit der U-Bahn zur bekannten Rooftop Bar 230 5th gefahren, um bei tollem Ambiente und einem atemberaubenden Blick auf das nah gelegene leuchtende Empire State Building, auf diese tolle Reise anzustoßen.

21. Tag

Abreise

Der letzte Morgen war angebrochen. Wir sind nach dem Frühstück gegen 8.30 Uhr noch einmal auf eigene Faust los und sind zu Fuß zum Bryant Park und zur Grand-Central-Station sowie zum Empire State Building gegangen. Wir haben den letzten Morgen noch einmal ausführlich genossen und das bunte Treiben von New York auf uns wirken lassen. Gegen elf Uhr wurden die Koffer verladen und es ging zum JFK Flughafen. Im Bus war es ruhig geworden. Jedem war bewusst, dass diese wunderschöne Reise nun langsam zu Ende war. Am Flughafen haben wir uns von Petra und auch von unserem Busfahren Koran herzlich verabschiedet. Die Beiden haben einen guten Job gemacht und uns immer freundlich, souverän und sicher von A nach B gebracht.

22. Tag

Ankunft in Deutschland

Gegen 5 Uhr in der Früh sind wir wieder sicher in Frankfurt gelandet. Mit dem inkludierten Ticket „Zug vom Flug nach Hause“, sind wir mittags wieder im Sauerland angekommen.

Fazit

In diesen wunderbaren drei Wochen haben wir mehr als 8.000 Kilometer durch 18 Bundesstaaten und einer weiteren Landesgrenze zurückgelegt. Uns war sehr wohl bei der Buchung bewusst, dass es sich um keinen „Erholungsurlaub“ handeln würde, aber wir waren positiv überrascht, wie viel Zeit wir doch an jedem einzelnen Ort, Stopp bzw. an jeder Sehenswürdigkeit hatten. Wir haben das ganze Land einmal vollständig durchquert und so viele tolle Momente erleben dürfen, die wir sicherlich niemals vergessen werden.

Atemberaubende Natur und Menschen, die uns voller Herzlichkeit empfangen haben, bleiben in Erinnerung.
Mehrere Rückfragen im Anschluss der Reise: „Was hat euch denn am besten gefallen?“ konnten wir schlussendlich nicht konkret beantworten. Es war wirklich alles wunderschön. Wahrscheinlich hat uns dieser ausgewogene Mix aus faszinierenden Städten und spektakulärer Natur in Kombi mit dieser Freundlichkeit der Menschen auf der gesamten Reise am besten gefallen.

Auch nach dieser zweiten USA Reise sind wir uns einig, die Reise war wieder einmal toll organisiert, die Hotels gut ausgewählt und das Erlebte ging über unsere Erwartungen hinaus. Wir kommen definitiv wieder, um auch noch die Südstaaten zu bereisen.

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