September - Oktober 2011

Reisebericht: Java & Bali - Erleben Sie die Vielfalt Indonesiens

Entdecken Sie die einmalige Insel Java mit dem einzigartigen Naturschauspiel am Vulkan Mount Bromo sowie dem UNESCO-Weltkulturerbe Borobudur. Zum Abschluss können Sie die Eindrücke der Rundreise am Strand von Bali auf sich wirken lassen.

Chronist Peter in Java und Bali
Mein Tipp

Vielfalt Indonesiens als einziges Naturschauspiel

Peter, Berge & Meer Chronist

Ich heiße Peter, bin mittlerweile 62 Jahre alt und im schönen Chiemgau in Oberbayern zu Hause.

Aufmerksame Leser erkennen mich wieder, da ich bereits im März von meiner Reise nach Südindien berichtet habe.

Morgen geht es wieder einmal mit Berge & Meer auf eine große Reise nach Java & Bali. Die Vorfreude ist riesig und ich möchte auch dieses Mal mit meinen Berichten alle Interessierten daran teilhaben lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter

1. Tag

Anreise

Nachdem wir gestern schon mit dem Zug nach Frankfurt gefahren sind, können wir heute in aller Ruhe mit dem Shuttlebus vom Hotel zum Flughafen fahren. Schnell und unkompliziert haben wir unser Gepäck los und machen uns auf den Weg zu unserem Flugzeug, das dann auch einigermaßen pünktlich abhebt. Wir sind wieder einmal unterwegs. Das wird eine lange Anreise. 13 Stunden soll der Flug nach Taipeh dauern. Gott sei Dank ist das Flugzeug nicht voll ausgebucht und man hat so etwas mehr Bewegungsfreiheit.

Der Flug führt uns über das Schwarze Meer und das Kaspische Meer, weiter über Afghanistan und Pakistan, dann über Nordindien, entlang am Himalaja (leider ist es da schon dunkel) über China nach Taiwan.

Morgens um 6:00 Uhr Ortszeit landen wir in Taipeh und knapp 3 Stunden später geht es weiter über die Philippinen und Borneo nach Java, wo wir um 13:00 Uhr in Jakarta wieder festen Boden unter die Füße bekommen.

Nachdem alle Reiseteilnehmer eingesammelt sind, werden wir zu unserem Hotel gebracht. Nach dieser doch sehr langen Anreise liegt nur noch ein kleiner Spaziergang in Hotelnähe drin und nach einem Abendessen fallen wohl alle wie erschlagen ins Bett.

2. Tag

Von Jakarta nach Bandung

Indonesien ist ein der größten Nationen der Welt. Seine über 18.000 Inseln umfassen ein Achtel des Erdumfangs. Nach China, Indien und den USA belegt das Land mit rund 235 Mio. Einwohnern den vierten Platz der Bevölkerungsliste.

Schon im 16. Jh. stritten hier Portugiesen, Spanier und Holländer um die Vorherrschaft im Gewürzhandel. Indonesien befreite sich durch eine Revolution aus dem Klammergriff der Kolonialmächte.

Das heutige Indonesien erstreckt sich von der Nordspitze Sumatras bis zur Grenze nach Papua-Neuguinea. Auf europäische Maßstäbe übertragen würde dieses Gebiet von Irland bis zum Kaspischen Meer reichen, wobei auf Java über die Hälfte der Bevölkerung Indonesiens lebt. Aus der großen Zahl der Inseln, die über eine so große Distanz verteilt sind, ergibt sich eine reiche Anzahl unterschiedlichster Kulturen.

Java und Bali, die beiden Inseln die wir nun besuchen werden, sind zwei der über 18.000 Inseln die zu der Nation Indonesien zählen. Man lernt also nur einen ganz kleinen Teil dieser Nation kennen. Also fahren wir los. Morgens um 8:00 Uhr beginnen wir zunächst eine Stadtrundfahrt durch Jakarta. Es herrscht ein unglaublicher Verkehr, der die Geschwindigkeit unserer Fahrt sehr nach unten drückt. Zuerst fahren wir durch den modernen Teil der Stadt, der sich nicht groß von anderen Städten der Welt unterscheidet, Hochhäuser und breite Straßen. Der Weg führt uns am Palast des Präsidenten vorbei und als ob er auf uns gewartet hätte fährt er mit seiner Staatskarosse mit Polizeieskorte an uns vorbei und winkt uns sogar zu.

Im alten Teil Jakartas findet man noch einige Häuser aus der Kolonialzeit. Auch die Schattenseiten der schnellen Entwicklung dieses Landes zeigen sich hier. Die Armen. Sie leben entlang der Kanäle und Eisenbahnschienen in leinwandig zusammen gezimmerten Holzhütten, meist nur mit Plastikfolien gegen den Regen abgedeckt.

Im Norden liegt der alte Hafen Sunda Kelapa mit seinen alten Frachtenseglern, die Phinisi Schiffe, die heute noch auf Sulawesi gebaut werden. Hier wird noch mit purer Muskelkraft die Fracht für den innerindonesischen Handel verladen.

Außerhalb Jakartas machen wir Halt in Taman Mini, einer Art Freizeitpark. Hier wird versucht die vielen unterschiedlichen Kulturen Indonesiens der Bevölkerung und den Touristen näher zu bringen. Es sind die verschieden traditionellen Häuser von z. B. Sumatra, Java, Borneo bis hin zu Guinea aufgebaut. In den Häusern werden vor allem die farbenprächtigen Gewänder und auch Alltagsgegenstände und Waffen ausgestellt. Nach dieser Besichtigung führt uns unser Weg in Richtung Bandung, an wunderbarer tropischer Vegetation und vielen Teeplantagen vorbei über den Puncak Pass, der auf ungefähr 1.400 m liegt.

Unterwegs nehmen wir ein ausgezeichnetes Mittagessen zu uns und treffen gegen 19:00 Uhr, sehr müde von den vielen gewonnenen Eindrücken, in unserem Hotel in Bandung ein.

3. Tag

Bandung - Tangkuban - Sariater - Bandung

Schon morgens um 7:00 Uhr verlassen wir Bandung, um zum Krater des Vulkans Tangkuban Perahu hinauf zu fahren. Der Tangkuban Perahu liegt etwa 20 km von der viertgrößten indonesischen Stadt Bandung entfernt und ist dort optisch allgegenwärtig.

Von Lembang aus ist der Vulkan in den unteren Regionen von unerschlossenem Dschungel umgeben, gefördert durch die fruchtbare Vulkanasche. Neben dem inaktiven Hauptkrater gibt es zahlreiche Nebenkrater, die typischerweise als heiße Quellen vorkommen. Kleinere Ausbrüche mit Ascheregen treten gelegentlich auf. Schwefelgeruch ist am Hauptkrater sowie an den zahlreichen Nebenkratern allgegenwärtig. Touristisch ist der Vulkan eine Sehenswürdigkeit, charakterisiert durch die Gegensätze der fruchtbaren Basis mit der vulkanischen Öde am Gipfel. Etwa hundert Höhenmeter unterhalb des Hauptkraters befinden sich die heißen Quellen.

Wir besuchen eine dieser Quellen in Sariater. Das Wasser ist 42°C heiß. Nur wenige unserer Reisegruppe wagen dieses heiße Bad. In dem dazugehörigen Hotel nehmen wir unser Mittagessen ein, das gegenüber dem gestrigen allerdings sehr verblasst.

Auf unserer Rückfahrt nach Bandung besuchen wir noch die Musikschule von Padasuka Village. Hier wird den Kindern das traditionelle Spiel des Angklung beigebracht. Ursprünglich war es, wie indonesische Forscher vermuten, wohl ein einfaches, an einem Ende offenes Bambusrohr, welches mit einem Stock geschlagen wurde und zum Aufschrecken von Wildtieren bei der Jagd verwendet wurde. Über die Jahrhunderte entwickelte es sich weiter, unter anderem auch in der Gegend von Bandung. Regelmäßig finden in Indonesien große Angklung-Festivals statt, auf denen, wie zum Beispiel am 22. August 2007 in Bandung, insgesamt 10.000 Angklung-Spieler in verschiedenen Gruppen auftraten.

Das Wort Angklung hat seine Herkunft aus der hinduistisch-balinesischen Sprache, wonach es aus den Einzelworten angka, was "Ton" bedeutet, und lung, was sich mit gebrochen, unvollständig oder weg sein übersetzen lässt, besteht. Das Angklung ist also wörtlich übersetzt ein gebrochener Ton. Heute nun haben wir eine herzerfrischende Vorführung der kleinen Musikschüler miterlebt. Sie spielten nicht nur traditionelle Lieder, sondern auch Jazz, Pop und Klassik. Am Ende der Vorführung erhielt jeder Besucher ein Angklung in die eigenen Hände und im Nu spielten alle zusammen bekannte Lieder.

Dazu braucht man wenigstens 8 Instrument die auf den Tonleiter gestimmt sind. Das sind zum Mitnehmen ein bisschen zu viele, sonst hätte ich prompt welche gekauft. Man kann damit in Gesellschaft sehr schnell mit einander musizieren, ohne dass jemand das Spielen eines Instrumentes gelernt haben muss. So ist schon wieder ein Tag zu Ende und wir sind neugierig was der nächste bringt.

4. Tag

Bandung - Naga - Baturaden

An den illegalen Straßenmärkten vorbei fahren wir um 7:30 Uhr aus Bandung hinaus in Richtung Baturaden 270 km. Das hört sich jetzt nicht so viel an. Aber auf Javas Straßen sieht das doch anders aus, wie sich noch herausstellen soll. Da die Zeit, die wir für die heutige Strecke benötigen doch erheblich ist, ist für heute auch nur der Besuch eines traditionellen Dorfes vorgesehen.

Die Fahrt führt uns durch grüne Landschaften, die vor allem durch Reisfelder geprägt ist. Die Strecke ist kurvig und bergig. Java ist in meinen Augen unwahrscheinlich dicht besiedelt. Man hat den Eindruck, dass die Häuserreihen entlang der Straße nie unterbrochen werden. Da unser Bus nicht gerade der jüngste ist, geht es an den Steigungen sehr langsam voran.

Es herrscht aber auch sehr reger Verkehr, der immer wieder auf das Tempo drückt. Wir haben einen sehr umsichtigen Fahrer. Trotzdem fühlen sich manche Überholmanöver sich aus unserer Sicht etwas ''waghalsig'' an, was durch den Linksverkehr noch verstärkt wird. Auf halber Strecke erreichen wir das Darf Naga. Ein traditionelles Dorf, was mit staatlicher Hilfe, den Einnahmen aus dem Tourismus und auch dem Verkauf von Handarbeit erhalten wird. Die Besichtigung müssen wir uns richtig erarbeiten. 220 Stufen abwärts und 220 Stufen wieder aufwärts, was uns natürlich nicht wirklich schadet, da wir ja doch immer lange Zeit im Bus sitzen.

Ein lokaler Führer begleitet uns durch das Dorf. Es liegt in einem kleinen Seitental, umringt von grünen Reisterrassen. Die Häuser stehen dicht zusammengedrängt, wodurch es schön schattig dazwischen ist. Die aus Bambus gebauten Häuser stehen auf ca. 60 cm hohen Stelzen. In diesen Hohlräumen ''wohnen'' die Hühner, die hier alle anfallenden Küchenabfälle, die durch den Küchenboden geworfen werden, auffressen.

Es gibt Gemeinschaftstoiletten und -duschen, die über Teichen platziert sind, in denen Fische leben. Die Häuser verfügen nicht über Strom. Das wird sich aber doch bald ändern, wie uns der Führer erzählt. Ich denke, wenn die moderne Technik nicht ein bisschen Einzug halten kann, wollen immer weniger junge Leute hier wohnen, wenn das ganze Dorf auch noch so einen idyllischen Eindruck macht. Die Frauen fertigen aus Bambus Körbe für die unterschiedlichsten Zwecke, z. B. zum Kochen von Reis oder für Aufbewahrungszwecke. Die Bewohner sind überaus freundlich und fröhlich. Nachdem wir wieder die 220 Stufen hinaufgestiegen sind geht unsere Fahrt weiter nach Baturaden. Unterwegs überschreiten wir die Grenze von Westjava zu Zentraljava. Wir kommen dann glücklich kurz nach 19:00 Uhr an.

Das Hotel, das in einer Urlaubsregion liegt, hat eine wundervolle Lage. Man hat einen Ausblick über das ganze Tal. Das Hotel selbst hat aber wohl schon wesentlich bessere Zeiten erlebt und ist schon reichlich in die Tage gekommen. Geschlafen haben wir trotzdem sehr gut.

5. Tag

Baturaden - Bobudur - Jogjakarta

Nachdem wir frühmorgens von einer ganzen Heerschar von Hähnen geweckt wurden, können wir jetzt bei Tageslicht den Ausblick aus dem Hotel genießen. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf die Fahrt zu der Tempelanlage von Borobudur, unter anderem an kleinen Ziegeleien vorbei.

Borobudur ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Der eindrucksvolle Tempel liegt auf einem Hügel 40 km nordwestlich von Jogjakarta und ist eines der größten buddhistischen Heiligtümer der Welt.

Gebaut wurde der Tempel vermutlich zwischen 750 und 850 und war über anderthalb Jahrhunderte das geistliche Zentrum des Buddhismus in Java. Später geriet der Tempel in Vergessenheit und wurde unter vulkanischer Asche (vielleicht vom Ausbruch des Merapi 1006) und Vegetation begraben. Er war vollständig mit Erde und Vegetation bedeckt und man sprach vom Borobudur Hügel. 1814 wurde der Tempel von Thomas Stamford Raffles wiederentdeckt und wieder ans Tageslicht gebracht, aber erst ein Restaurierungsprogramm in der Zeit zwischen 1973 und 1984 brachte große Teile der Anlage wieder zu früherem Glanz. 1991 wurde Borobudur von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Das monumentale Bauwerk aus 2 Mio. Quadern Vulkangestein ist wie eine Stufenpyramide mit 110 m Seitenlänge gestaltet. Auf einem quadratischen Fundament gibt es neun Stockwerke. Jede höhere Ebene stellt eine Weiterentwicklung des Menschen dar. Die Basisebene ist der Bereich der Begierde. Die nächsten vier quadratischen Terrassen bilden umlaufende Relief-Galerien - hier beginnt die Sphäre der irdischen Existenz. Auf den Terrassen gibt es viele Nischen und Buddha Statuen und Reliefs, die vom Leben Buddhas erzählen. Die obersten drei Terrassen sind kreisförmig. Sie sind der Erleuchtung gewidmet . Hier befinden sich 72 Stupas (Symbol für Buddhas Erleuchtung ), die jeweils eine Buddha Statue beherbergen. Auf vier Seiten führen Stufen zur Spitze der Stufenpyramide. Das buddhistische Ritual schreibt vor, dass der Pilger im Uhrzeigersinn den Schrein 300 mal umrunden muss.

Von oben kann man einen fantastischen Blick über die Landschaft und hinüber zu den Bergen genießen. Nach dem Erklimmen dieser großen Tempelanlage haben wir uns ein gutes Mittagessen wirklich verdient. Nach einem anschließenden kurzen Besuch einer Silberschmiede geht unsere Fahrt weiter nach Jogjakarta. Unterwegs kommen wir an der Stelle vorbei, wo beim Ausbruch des Vulkans Merapi eine riesige Gerölllawine abgegangen war, wobei 300 Menschen zu Tode kamen. Man kann sich diese Naturgewalten kaum vorstellen.

6. Tag

Jogjakarta

Heute besuchen wir zuerst den Keraton, den Palast des Sultans.

Der Bau des Keraton im Herzen der Altstadt (Kota Gede) von Jogjakarta begann im Jahre 1755. Bis heute herrscht im Palast die Sultansdynastie Hamengkubuwono. Der erste Herrscher Pangeran Mangkubumi erhielt den Titel Hamengkubuwono I und ließ nach dem Vorbild des Palastes von Solo das Zentrum von Jogjakarta erbauen.

Im Sultanspalast gibt es dutzende von Palastdienern, die in einer festen Hierarchie organisiert sind und verschiedensten Aufgaben im Palast nachgehen, die von der Säuberung des Palastes, bis hin zur Zubereitung von Speisen für die Sultansfamilie reichen. Für viele Javaner ist es eine Ehre im Palast dem Sultan zu dienen und diesem Nahe sein zu dürfen. Die Belohnung für die Bediensteten im Palast ist, auch beim Aufstieg in höhere Position, materiell gesehen, sehr gering. Niemand könnte vom Einkommen als Palastdiener leben und die meisten gehen neben der Tätigkeit im Palast einem regulären Beruf nach. Die eigentliche Entlohnung ist eine spirituelle, die durch den Dienst selbst und eben der Nähe zum Sultan besteht. Der erste Sultan, der den Palast der Öffentlichkeit zugänglich machte, war Sultan Hamengkubuwono IX (1912-1988). Ein Museum im Keraton ist allein dem Leben dieses Sultans gewidmet. Der Sultanspalast war oft auch ein Ort an dem Staatsempfänge stattfanden. Viele internationale Vertreter, darunter auch Helmut Kohl, wurden im Keraton empfangen.

Im Keraton gibt es auch Tanzvorführungen und Gamelan-Konzerte. Am Ende unserer Führung durch den Palast beginnt gerade ein Gamelan-Konzert und wir können diesem Spiel noch ein paar Minuten lauschen. Es ist für unsere Ohren natürlich etwas gewöhnungsbedürftig.

Nach dem Besuch des Palastes sehen wir uns noch die Herstellung von Batik-Stoffen an. Es gibt verschiedene Qualitäten. Die beste wird rein von Hand gemalt, die nächste Kategorie wird mit Stempeln hergestellt und die dritte Qualität wird maschinell aufgedruckt, was dadurch zu erkennen ist, dass die Farben nur einseitig zu sehen sind. Nach einem Mittagessen in sehr schöner und stilvoller Umbebung fahren wir zum 11 km entfernten riesigen Prambanan-Tempelkomplex, der im 9. Jh. erbaut wurde, zu Ehren der Hindu-Götter Shiva, Brahma und Vishnu. Der Prambanan ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens, und eigentlich Südostasiens, mit einem Hauptgebäude in der Mitte umgeben von acht kleineren verschiedenen Gottheiten geweihten Tempeln und noch 224 kleineren Schreinen, die, wie auch die Außenmauern, zerfallen sind. Alle Tempel weisen eine hohe spitze Bauform auf. Der Hauptkomplex wurde in der Kolonialzeit aufwändig rekonstruiert. 2006 wurde die Anlage durch ein starkes Erdbeben schwer beschädigt und nicht alle Bereiche sind Besuchern zugänglich. Der Tempel ist dennoch sehenswert. Heute herrscht eine enorm drückende Hitze und ich glaube es ist jeder froh sich nun im Hotel erholen zu können.

7. Tag

Jogjakarta - Solo - Malang

Heute liegt die längste Strecke vor uns, 350 km. Außer uns sind auch die Schulkinder zusammen mit ihrem Sportlehrer unterwegs. Wir fahren zunächst bis Solo. Surakarta, oder eben auch Solo genannt, ist eine Stadt im Süden von Indonesien in Zentral-Java in der Provinz Jawa Tengah am Fluss Solo und am östlichen Fuß des Vulkans Merapi.

In Solo existiert Maschinenbau-, Textil-, Möbel-, Zigaretten- und Nahrungsmittelindustrie. Zudem gibt es Färbereien und es werden Tonwaren, Holzschnitzereien und Musikinstrumente gefertigt. Die Stadt dient als Marktplatz für Reis, Zuckerrohr, Kautschuk, Getreide, Maniok und Indigo, die in der umgebenden fruchtbaren Ebene angebaut werden.

Gut erhalten ist der von Mauern umgebene Palast des Sultans des früheren Sultanat Surakarta aus dem 18. Jh..

Hier lebt die zweite Linie der königlichen Familie. So ist es genau genommen ein Pura (Herrschaftssitz) und kein Keraton (Palast). Der riesige Pendopo (Empfangshalle) aus javanesischem Teakholz mit einem italienischen Marmorboden im Innenhof verfügt über eine hohe Decke mit einer aufgemalten Flamme, die von acht Figuren des javanischen Tierkreises in acht bestimmten, symbolischen Farben umrahmt wird. Einer der Palasträume ist zugänglich. Hier befinden sich die wertvollen Prinzensammlungen mit Masken, Schmuck, zeremonielle Objekte aus Gold sowie Keuschheitsgürteln für Männer und Frauen, was man leider alles nicht fotografieren darf.

Bevor wir unseren weiten Weg fortsetzen besuchen wir noch den Großmarkt von Solo. Hier herrscht reger Betrieb und großes Gedränge. Hier erhält man alles was zum alltäglichen Leben braucht. Hat man dann alles eingekauft und ist voll bepackt, warten vor dem Tor schon die Rikscha-Fahrer, um einem die Last abzunehmen. Auf unserem weiteren Weg sehen wir, dass es immer mehr Teakholz-Plantagen gibt. Wir sind inzwischen in Ost-Java. Hier sind die Holzindustrie und die Möbelanfertigung stark vertreten. Es gibt natürlich viele Souvenirs aus Teakholz und Holzschnitzereien.

Und auch auf Java gibt es Oldtimer. Z.B. ein wunderbar restaurierter VW-Bus aus dem Jahre 1976.

Die Fahrt führt uns zum Schluss wieder aus der Hochebene herauf in die Berge. Unser Busfahrer ist zwar ein Meister der Fahrkunst, aber bei den Steigungen setzt ihm der schon in die Jahre gekommene Motor seine Grenzen. So wird es wieder recht spät an diesem Tag und jeder sucht schnell die Ruhe seines Hotelzimmers, zumal es ja bereits dunkel ist und man von der Stadt Malang nicht mehr viel sieht.

8. Tag

Malang - Bromo - Kalibaru

Der 2.329 m hohe Vulkan Bromo ist der jüngste Krater des Tengger-Vulkan-Massivs und einer der aktivsten Vulkane auf Java. Er liegt im Nationalpark ''Bromo-Tengger-Semeru''.

Das Bromo-Tengger-Massiv ist Teil einer Vulkankette, die sich entlang des Sunda-Bogens erstreckt. Es handelt sich dabei um Vulkane einer Subduktionszone, welche durch das Absinken der indo-australischen Platte unter die eurasische Platte entlang des Sundagrabens entstanden sind. Das bei diesem Prozess aufsteigende Magna speist die Vulkane dieser Vulkankette, welche sich von den Andamanen über Sumatra und Java bis Osttimor erstreckt.

Am 23. November 2010 begann eine neue Eruptionsphase. Im Mai dieses Jahres fand die momentan letzte Eruption statt. Ein Umkreis von 2 km um den Krater wurde gesperrt und an die Einwohner der Region Staubmasken verteilt.

Wenn ich unseren Reiseleiter Eddi richtig verstanden habe, ist die Sperre bis heute noch nicht aufgehoben und wir unternehmen diese Fahrt mit dem Jeep hinauf zu Kraterfeld auf eigene Gefahr.

Auch wir erhalten Staubmasken. Oben angekommen eröffnet sich uns eine fast gespenstische Szenerie, denn der Wettergott ist uns heute nicht wohl gesonnen. Es geht ein recht starker Wind und entsprechend stark fliegt der Staub durch die Luft.

Ich fotografiere nur aus dem Jeep heraus, um meine Kamera nicht zu ruinieren. Wer schlau ist bleibt im Jeep sitzen und verzichtet auf den Ritt mit dem Pferd, hin zum letzten Aufstieg zu Fuß an den Kraterrand. Man sieht durch den vielen Staub in der Luft sowieso nicht viel.

Diejenigen die den Aufstieg dennoch wagen, sehen anschließend ein bisschen wie ein Kaminfeger aus.

Am Ende der hobbeligen Rückfahrt mit dem Jeep zu unserem Reisebus wird sich notdürftig gereinigt und die Fahrt geht weiter, nur unterbrochen durch eine Pause für unser Mittagessen, zu unserem heutigen Hotel in Kalibaru.

Jeder genießt nach dieser staubigen Angelegenheit eine erfrischende Dusche.

9. Tag

Von Java nach Bali

Unser Hotel ist zwar im Prinzip zwar sehr schön angelegt, ist aber doch schon reichlich in die Jahre gekommen. Es mutet etwas seltsam an zu sehen wie dir Besitzer oder Verwalter vor den Augen ihrer Gäste mit edlem Porzellan und geschliffenen Gläsern dinnieren und den Gästen doch ein sehr einfaches kontinentales Frühstück bieten.

Aber in der anschließenden Kaffeeplantage des Hotels findet man auf relativ kleinem Terrain neben Kaffee eine große Vielfalt von Pflanzen. Neben Kakao wachsen z. B. auch Pfeffer, Vanille, Muskatnuss und Zuckerpalmen. Nach einem gut halbstündigen Rundgang mit einem Führer, der alles hervorragend erklärt, setzen wir uns wieder in unseren Bus und erreichen nach ungefähr zweistündiger Fahrt die Fähre nach Bali. Die Überfahrt dauert nur knapp eine Stunde, dann setzen wir unseren Fuß auf die ''Insel der 1.000 Tempel'', ''Insel der Götter'' oder ''Das letzte Paradies'', wie Bali auch genannt wird.

Bali empfängt uns bewölkt und regnerisch. Nun müssen wir die Insel noch von Nordwest bis Südost durchqueren, ca. 130 km, was, von anfangs genannten 4 Stunden nach indonesischer ''Gummizeit'', inkl. Mittagessen jedoch gute 6 Stunden dauert.

Danach haben wir unser Hotel für den anschließenden 6-tägigen Aufenthalt zur Erholung erreicht.

10. Tag

Bali

Den heutigen Tag wollen wir weitgehend zum Ausruhen benutzen. Deshalb habe ich wissenswertes über Bali zusammengetragen. Bali ist wohl die bekannteste Insel Indonesiens. Die Insel ist mit 5.561 km² eine der kleineren unter den über 17.000 Inseln des indonesischen Archipels, die wie eine Perlenkette den Äquator umringen.

Bali liegt im indischen Ozean zwischen Java und Lombok. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 95 km, von seiner Westspitze bis zur Ostspitze sind es 145 km. Im Westen ist Bali durch die 2.5 km breite Bali-Straße von Java getrennt.

Im Osten zwischen Bali und Lombok verläuft die sogenannte Wallace-Linie. Dies ist die biogeografische Trennlinie zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna. Diese Meeresstraße ist sehr tief und besteht seit langer Zeit, so dass sich Flora und Fauna der beiden benachbarten Inseln stark unterscheiden.

Die Vulkankette, die schon Sumatra und Java durchzieht, setzt sich auf Bali fort. Die meisten Berge Balis sind vulkanischen Ursprungs und bedecken etwa drei Viertel der gesamten Inselfläche. Der Vulkan Gunung Agung (''Großer Berg'') ist mit 3.142 m der höchste Berg der Insel. Für die Balinesen ist er der Sitz der Götter. Der letzte Ausbruch von 1963 forderte 2.000 Menschenleben und verwüstete zahlreiche Dörfer und Felder.

Westlich vom Agung schließt sich der riesige, zehn Kilometer breite Vulkankrater des Batur-Massivs an, mit dem Randkegel des Gunung Abang (2.153 m) als höchste Erhebung. Das Innere des Kraters wird von dem jungen Kegel des im 20. Jh. viermal tätigen Gunung Batur (1.717 m) und vom Kratersee Danau Batur ausgefüllt. In Bali sind auf engstem Raum bis zu sechs Vegetationszonen anzutreffen:

Der Tropische Trockenwald bedeckt vor allem den trockenen Norden und Westen, wo die Trockenzeit bis zu acht Monate dauern kann.

Der Tropische Nebelwald oder Bergwald ist in einer Höhe von 800 m bis 1.500 m vorhanden. Diese Wälder sind sehr wichtige Wassereinzugsgebiete für die darunter liegenden, zum Teil dicht besiedelten Gebiete und bilden einen wirksamen Schutz vor Erosionen.

Auf der südlichen trockenen Halbinsel gibt es Feuchtsavannen, wo der Boden mehrheitlich aus Kalk besteht und dieser deshalb wenig Wasser speichern kann. Mangrovenwälder befinden sich im Südosten und Westen Balis.

In der Nähe der Vulkankrater ist natürlich Lavalandschaft zu finden.

Kulturlandschaft nimmt heute den größten Teil der Insel ein. So viel zur Geografie von Bali.

Heute ruhen wir uns aus und genießen die schöne Hotelanlage, besonders den Garten. Nur die Tatsache, dass der Flughafen nicht weit entfernt ist, und vor dem Strand eine große Anzahl von Motorbooten liegen, deren Besitzer alle möglichen Aktivitäten anbieten, trübt den Genuss, zumal man dadurch leider nicht im Meer baden kann.

11. Tag

Ausflug "Das unbekannte Bali"

Wir starten morgens um 8 Uhr mit nur vier Personen zu unserem gebuchten Ausflug ''Das unbekannte Bali''. Wir haben uns entschlossen mit einer Agentur zu fahren, da wir schon bei früheren Besuchen auf Bali festgestellt haben, dass die Fahrer von der Straße einem in erster Linie zu irgendwelchen Verkaufshäusern bringen, da sie dort überall Provisionen erhalten.

Man muss da ganz schön kämpfen, um das zu sehen, was man eigentlich will. Da den richtigen Fahrer zu finden ist bei unserem kurzen Aufenthalt auf Bali äußerst schwierig. Wir haben unseren Entschluss auch nicht bereut.

Der Erste Halt unserer Fahrt gilt einem traditionellen Markt, der wirklich nicht auf die Touristen abgerichtet ist. Man wird sozusagen nicht an jedem Stand am Rockzipfel festgehalten und kann sich so alles in Ruhe ansehen. Hier werden an vielen Ständen Opfergaben für die Tempel angeboten. Unser Reiseleiter klärt uns über die verschiedenen Reissorten auf und sagt uns auch die Namen der Obst- und Gemüsesorten, die wir bis jetzt noch nicht kennen.

Als nächstes entschließen wir uns eine Schmetterlingsfarm zu besichtigen. Und es fliegen wirklich viele Schmetterlinge herum. Es sind auch einige andere Tiere, wie Gottesanbeterinnen und riesengroße Hirschkäfer zu sehen.

Danach geht es in die typisch balinesischen Reisterrassen. Leider versteckt sich die Sonne hinter Wolken, so dass die Farben nicht in voller Pracht erstahlen können. Die Reisterrassen werden durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit Wasser versorgt. Das Wasser wird von einem Fluss auf die oberste Terrasse geleitet und dann zur nächsten.

Während des Wachstums bleibt die einzelne Terrasse immer mal wieder trocken, damit das Unkraut beseitigt werden kann. Ist das Wasser durch alle Terrassen durchgelaufen, wird es wieder in einen Fluss abgeleitet. Der ganze Reisanbau auf den Terrassen ist Handarbeit, sehr mühsam und sicher mit vielen Rückenschmerzen verbunden.

Als Höhepunkt dieses Aufluges besuchen wir den Tempel Ulun Danu. Der Pura Ulun Danu Bratan ist ein hinduistischer Tempel am Ufer des Bratan-Sees. Unweit von Candi Kuning wurde der Tempel im 17. Jh. am südwestlichen Ende des Kratersees erbaut. Bekannt ist der Tempelkomplex für die Meru, die auf zwei vorgelagerten Inselchen errichtet worden sind. Der größere Teil des Tempelkomplexes befindet sich hingegen am Seeufer.

Der Tempel ist den Gottheiten Shiva, Brahma und Vishnu geweiht und somit einer der bedeutendsten Tempel der Insel Bali. Der kleine dreistöckige Meru ist Shiva und der größere 11-stöckige Meru ist Vishnu, dem Welterhalter, in seiner Erscheinungsform als Seegöttin Dewi Danu, gewidmet.

Nach einem Mittagessen führt uns unser Weg über die hoffnungslos überfüllten Straßen wieder zurück zu unserem Hotel.

12. Tag

Bali - Insel der 1.000 Tempel

Den heutigen Tag widmen wir wieder der Ruhe und Erholung. So will ich heute ein bisschen was über das hinduistische Bali schreiben. 92,3% der Bevölkerung gehören dem Hinduismus an, 5,7% dem Islam, 1,4 sind Christen und 0,6 Buddhisten.

Bali ist insofern eine Besonderheit, als das es die einzige Gegend außerhalb Indiens und Nepals mit bodenständiger hinduistischer Bevölkerung und gleichzeitig die einzige hinduistische Insel Indonesiens darstellt.

Die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu-Dharma-Religion, der balinesischen Glaubensform des Hinduismus. Einzug hielt der Hinduismus in Bali im 8. bis 9. Jh.

Religion ist Leben und Leben ist Religion auf Bali. Religiöse Riten und Feste begleiten die Menschen von der Geburt bis zum Tod und über den Tod hinaus. Sie sind Grundlage des Zusammenhalts von Familie und Dorfgemeinschaft.

Religiöse Riten werden wirksam bei der Gründung eines Dorfes, sie ordnen das Familienleben und sind die ethischen Leitlinien des ganzen Volkes. Feiertage, Volksvergnügungen und Versammlungen werden stets von einer Tempelzeremonie eingeleitet.

Bali wird auch die Insel der 1.000 Tempel genannt. Jedes Hindu-Gemeinschaft beheimatet drei Tempel: den Pura Puseh (Ursprungstempel), den Pura Desa (Tempel der großen Ratsversammlung) und den Pura Dalem (Todestempel). In manchen Dörfern sind Pura Puseh und Pura Desa in einem Tempel-Komplex.

Meist sind solche Tempel aufwändig gestaltet, selbst in abgelegenen Regionen, und stehen im gestalterischen Aufwand den bedeutenden Tempeln der Insel kaum nach.

Dazu hat noch jedes Haus und jede Bewässerungsgemeinschaft seine eigenen Tempel und an markanten Punkten (Straßenkreuzungen, Ortseinfahrten, Banyan-Bäume etc). gibt es Kleintempel oder zumindest einen Opferstock, der im Extremfall auch ein einfacher Stein sein kann.

So gesehen sind 1.000 Tempel wahrscheinlich gar nicht ausreichend.

13. Tag

Bali - kulinarischer Genuss

Zur Entspannung gehört auch gutes Essen. Dieses findet man überall in reicher Form.

Der erste Grundsatz beim Essen ist für den Balinesen ist Andacht. Von den Speisen des Tages wird täglich geopfert, bevor die Menschen davon essen. Viele Speisen werden speziell zu rituellen Zwecken zubereitet und nach der Zeremonie verspeist. Essen ist Gebet.

Die balinesische Küche unterlag im Laufe der Geschichte vielerlei Einflüssen. Die indischen und arabischen Kaufleute brachten außer Handelswaren, Hinduismus und Islam auch neue Gewürze mit wie Ingwer, Kardamon und Gelbwurz.

Mit den Portugiesen kamen die heute in der balinesischen Küche unverzichtbaren Chilis. Holländer bereicherten den Speisezettel mit Kartoffeln und anderen europäischen Gemüsesorten, die in den höheren Lagen Balis gut wachsen. Die Chinesen brachten vor allem Glasnudeln nach Bali.

Reis ist in Bali mehr als ein Grundnahrungsmittel, denn Essen ist für die Balinesen gleichbedeutend mit Reis essen. Maniok und Kartoffeln sind nur gelegentlich servierte Abwechslungen. Selbst die Fastfoodketten servieren alle Gerichte mit Reis und nur gegen Aufpreis mit Pommes Frites.

Das zweitwichtigste in der balinesischen Küche sind, was in ganz Asien nicht wegzudenken ist, die vielen verschiedenen Gewürze. Damit werden alle Beilagen kräftig, gerne auch extrem scharf gewürzt. Balinesische Speisen sind meist ohne Kühlung den ganzen Tag haltbar. Fisch, Fleisch und Geflügel sind etwas teurer und werden in kleineren Mengen als Beilage verzehrt.

Kühe sind im Prinzip auch in Bali heilig. Innerhalb eines Tempels oder als Opfergabe kommt Rind nicht in Frage. Schweinefleisch ist ein alltägliches Nahrungsmittel und trägt mit Fisch (Süß- und Seewasser), Meeresfrüchten und Ziegenfleisch zur Eiweißversorgung bei. Auch Enten, als Nutztiere weit verbreitet, sind bei Festessen und Großopfern unverzichtbar. Fisch wird oft eingesalzen oder zu Fischpaste verarbeitet.

Begriffe wie Vorspeise, Suppe, Hauptspeise oder Nachspeise sind für die balinesische Küche unangebracht. Man isst, was auf dem Tisch steht, in der Reihenfolge des eigenen Gusto.

Wir lieben die asiatische Küche. In der Vorbereitung einer Reise nach Asien steigern wir die Schärfe immer bis zum Abreisetag. Leider werden wir dann vor Ort oft ein bisschen enttäuscht, weil die Asiaten, so auch die Javaneser und Balineser ihre Speisen meist sehr flach würzen wenn für uns Weiße zubereitet wird.

14. Tag

Tanah Lot und Taman Ayun

Auf vielen Postkarten und auf jedem Prospekt von Bali ist er zu sehen: der Tempel Tanah Lot, was übersetzt soviel heißt wie "Tempel der Erde im Meer". Er steht auf einem meerumbrandeten Felsen vor der Küste. Nur bei Ebbe kann man zu dem Felsen hinüberwaten.

Wir haben uns entschlossen den Tempel morgens, wenn weniger Menschen vor Ort sind, aufzusuchen.

Im inneren Hof, dessen Zugang den Gläubigen vorbehalten ist, reihen sich die mehrstöckigen, pagodenähnlichen Schreine (merus) auf. Bei Flut erlangt Tanah Lot seinen eigentlichen Inselcharakter, weil er dann komplett vom Wasser umspült ist. In einer kleinen Höhle am Fuße des Tempelfelsens befindet sich eine Süßwasserquelle, die somit quasi im Meer entspringt. Sie gilt als heilig und wird ständig von Priestern bewacht.

Der Tempel ist neben Balis Reisfeldern das beliebteste und bekannteste Fotomotiv auf Bali.

Auf unserem weiteren Weg zum Tempel Taman Ayun legen wir noch einen kurzen Halt in einem Affentempel ein. So putzig die Affenmütter mit ihren Jungen auch aussehen können, ist mir die Nähe gar so vieler Affen doch recht unsympathisch.

Der Pura Taman Ayun in Mengwi ist nach dem Muttertempel Besakih das zweitwichtigste Heiligtum der Insel Bali. Der Reichstempel der Rajas von Mengwi hat überregionale Bedeutung und dient quasi als Ersatz für den Muttertempel.

Pura Taman Ayun bedeutet übersetzt in etwa "riesiger Garten", "schwimmender Blumengarten" oder ''Tempel des schwimmenden Gartens''. Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, denn der zentrale Bereich mit den Schreinen ist von einem Wassergraben mit blühenden Seerosen umgeben und scheint auf ihm zu schwimmen.

Hier stehen zehn Merus, vier davon mit der Maximalanzahl von 11 Stockwerken. Diese Anordnung symbolisiert die spirituelle Welt des Hinduismus, die grundsätzlich vom Meer umgeben ist. Die Merus stehen dabei für die Berge, als Sitz der Götter.

Obwohl das innerste Heiligtum, wie bei allen anderen balinesischen Tempeln, nur von gläubigen Hindus betreten werden darf, ist der komplette Bereich problemlos von außen einsehbar. Um die außerhalb des Wassergrabens liegende Begrenzungsmauer herum führt ein gepflasterter Fußweg.

So geht unser letzter Ausflug unserer Reise zu Ende und wir lassen in den noch verbleibenden Stunden in der Ruhe der Hotelanlage unsere Eindrücke Revue passieren.

Sie möchten auch nach Indonesien reisen?

Mit Berge & Meer Indonesien entdecken