Polen - Reisetipps & Informationen

Von Warschau bis Krakau, von Breslau bis Stettin ist Polen geprägt von vielen Sehenswürdigkeiten. Von der Warschauer Altstadt, über die Krakauer Tuchhallen bis hin zur Gedenkstätte des KZ Auschwitz, bietet Polen viel Interessantes. Viele Städte wurden während des Zweiten Weltkriegs zerstört, aber die polnische Bevölkerung baute mit Engagement und Fleiß diese wieder auf und restaurierten Sie so, als sei ihnen nie etwas geschehen. Gehen Sie mit uns auf die Reise durch ein Land mit viel Charme und erleben Sie eine Nation mit einer sowohl beeindruckenden als auch einer denkwürdigen, teils auch sehr düsteren Vergangenheit.

Inhaltsverzeichnis


    10 Highlights, die Polen so besonders machen

    1. Warschauer Altstadt
    2. Krakauer Marienkirche
    3. Zoologischer Garten Breslau
    4. Hakenterrasse in Stettin
    5. KZ Gedenkstätte Auschwitz
    6. Salzbergwerk Wieliczka
    7. Posener Dom
    8. Warschauer Königsschloss
    9. Botanischer Garten Lodz
    10. Schlesischer Park Kattowitz
     
    Warschauer Altstadt
    Krakauer Marienkirche
    Hakenterrasse Stettin
    KZ Gedenkstätte Auschwitz
    Salzbergwerk Wieliczka
    Warschauer Königsschloss
    Schlesischer Park
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    Steckbrief

    Fläche
    312.679 km²

    Einwohnerzahl
    37.970.000 Mio. (Stand 2017)

    Amtssprache
    Polnisch

    Staatsform
    Parlamentarische Republik

    Hauptstadt
    Warschau

    Nationalhymne
    Mazurek Dąbrowskiego

    Telefonvorwahl
    +48

    Domainendung
    .pl

    Währung
    Zloty

    Zeitzone
    MEZ +1; MEZ +2 (März bis Oktober)

    Geographie
    Polen grenzt an 7 Länder und umfasst eine Grenzlänge von etwa 3500 km. Der höchste Berg Polens ist der Nordwestgipfel des Rysy, der grenzübergreifend zur Slowakei liegt. Der längste Fluss des Landes ist die Weichsel mit über 1.000 km. Polen hat etwa 9.300 geschlossene Gewässer und gehört damit zu den seereichsten Ländern der Welt. Die längste Grenze ist die Ostseeküste mit etwa 500 km. Die angrenzenden Länder sind: Russland, Litauen, Weißrussland, Ukraine, Slowakei, Tschechien und Deutschland.

    Klima

    Polen wird von verschiedenen Klimazonen geprägt. Es befindet sich zwischen der vom warmen Atlantik geprägten Westströmung und der kalten Luft Osteuropas. Im Westen sind die klimatischen Bedingungen daher sehr viel angenehmer als im Osten des Landes. Die Temperaturunterschiede sind dadurch deutlich bemerkbar.

    Im Januar wird in Polen eine mittlere Temperatur von -1 °C im Westen, bis zu etwa -5 °C in den südlichen Regionen Polens im Mittel- und Hochgebirgen, erreicht. Im Osten und den Hochgebirgen des Landes können Temperaturen von bis zu -30 °C erreicht werden. Im Sommer hingegen gibt es an der Ostsee angenehme Temperaturen von durchschnittlich 17 - 20 °C.

    Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Polen beträgt nur 610 Millimeter. In den Mittel- und Hochgebirgen liegt sie zwischen 1.200 und 1.500 Millimetern, in den tieferen Ebenen bei etwa 500 Millimeter.

    Klimadiagramm Polen

    PolenJanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
    Max.1271218212323181362
    Min.-5-4-138111313950,5-3
    Sonnenstunden/h113565786432
    Regentage151413121314141213131516
    Wasser-Temp in °C32347131617151387

    Beste Reisezeit

    Polen bietet durch sein abwechslungsreiches Klima im ganzen Jahr gute Reisezeiten.

    Durch die hohe Schneewahrscheinlichkeit im Winter, ziehen die Monate Dezember bis März Wintersportler in ihren Bann. Besonders der März ist hier zu empfehlen, da es hier nicht mehr so kalt ist wie in vorangegangenen Monaten.

    Aber auch Badeurlaub an der Ostseeküste kann in den Monaten Juni bis September empfohlen werden. Durch die Einflüsse des Atlantiks erreichen die Temperaturen auch im Herbst noch angenehme Temperaturen, sodass ein Urlaub möglich wird.

    Städte & Regionen

    Warschau

    Warschau, die Hauptstadt Polens, ist mit einer Fläche von über 500 km² die größte und auch bevölkerungsreichste Stadt. Dementsprechend hat Warschau auch einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am meisten Aufmerksamkeit werden sowohl die Neustadt als auch die Altstadt auf sich ziehen.

    In der Altstadt mit ihren vielen engen Gassen fühlt man sich sofort in frühere Jahre zurückversetzt. Viele Gebäude wurden während des Zweiten Weltkriegs zerstört, aber wieder so aufgebaut, als wäre nichts gewesen. Daneben befindet sich der Marktplatz, auf dem man viele Restaurants und Cafés findet, welche überwiegend polnische Speisen anbieten. Bewunderswert ist auch die 22 Meter hohe, aus Bronze gefertigte, Sigismundsäule, welche 1644 erbaut wurde. Die Neustadt bietet mit ihren Kirchen viele Sehenswürdigkeiten.

    Wer es nach einem ausgiebigem Spaziergang durch die Stadt lieber etwas ruhiger angehen will, sollte den Sächsischen Garten oder den Krasinski Park aufsuchen. Hier kann man herrlich durch die immer grünen Wiesen und Blumen spazieren und sich vom Charme verzaubern lassen.

    Wer mehr Kulturelles erleben möchte, dem seien die zahlreichen Museen in Warschau ans Herz gelegt. Vom Nationalmuseum, über das Archäologische Museum, bis hin zum Automuseum ist für jeden Besucher das Richtige mit dabei.

    Doch Warschau hat auch eine emotionale Vergangenheit. Von 1940 bis 1943, also zum Zeitpunkt des Zweiten Weltkriegs, bildeten die deutschen Truppen das Warschauer Ghetto. In diesem Bezirk, der nur ca.4km² umfasste, lebten zeitweise bis zu 400.000 Menschen jüdischer Glaubensrichtung. Viele Menschen starben an Krankheiten oder mussten körperlich schwere Arbeiten verrichten. Nach und nach wurde das Ghetto aufgelöst und viele der hier Lebenden wurden in Konzentrationslagern aufgeteilt. Der Höhepunkt ereignete sich 1943, als sich einige Aufständige der Wehrmacht zu widersetzen versuchten. Dieser Aufstand wurde brutal niedergeschlagen und das Ghetto abgebrannt.

    Für Besucher ist dies nur schwer nachvollziehbar. Deshalb sind entlang der Straße des ehemaligen Ghettos, viele Sehenswürdigkeiten aufgebaut, welche an die grausamen Taten der Nazis erinnern und die Aufständigen der damaligen Zeit würdigen (z.B. das Denkmal für die Helden des Ghettos).

     
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    Krakau

    Wie die meisten Städte in Polen wurde auch Krakau zum größten Teil zerstört. Doch auch hier wurden die meisten Sehenswürdigkeiten restauriert und wieder aufgebaut.

    Krakau imponiert vor allem mit seinem Wahrzeichen, dem Marktplatz. Er ist einer der größten Markplätze in Europa. Hier befinden sich auch weitere sehenswerte Attraktionen, wie die Tuchhallen oder beeindruckende Kirchen und Paläste.

    Einen Blick lohnt sich auch in die Altstadt. Die Gebäude aus Gotik, Renaissance und Barock laden zum Schlendern und Verweilen ein. Besonders attraktiv ist auch die Wawelkathedrale. Sie liegt in der Innenstadt und erhebt sich etwa 20 Meter über der Weichsel. Sie ist unter anderem bekannt als Krönungs- und Grabstätte für viele Könige und Bischöfe.

    Wenn Sie nun von Krakau angetan sind sollten Sie sich auch die Geschichte des Ortes näher führen. Und wo geht dies besser als in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz. Das Museum bringt dem Besucher in beeindruckenden Ausstellungen die Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg nahe.

     
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    Breslau

    Die Stadt Breslau hat eine bewegende Geschichte. Sie wurde in Ihrer langen Stadt-Geschichte von vielen verschiedenen Herrschern regiert. Unter anderem von den Piasten, Habsburgern und Hohenzollern. Später wurde Breslau, wie gesamt Polen, von den Nazis erobert und wähend des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört. Doch mit eisernem Willen bauten die Breslauer ihre Stadt wieder auf und machten sie zur viertgrößten Stadt Polens.

    Heute ist Breslau geprägt von Kunst und Architektur. Sehr deutlich wird dies im Nationalmuseum in dem ca. 120.000 Objekte aus Mittelalter bis zur Gegenwart ausgestellt werden. Unter anderem enthalten diese, bedeutende Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen und wichtige Arbeiten polnischer Künstler.

    Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch der Marktplatz, welcher zu den größten in ganz Europa gehört. Auf ihm steht das altehrwürdige Rathaus mit seiner berühmten astronomischen Uhr. Um ihn herum befinden sich zahlreiche Bürgergebäude, die während des Zweiten Weltkriegs beschädigt und danach wieder aufgebaut wurden.

    Auch sonst hat Breslau viel zu bieten. Mit seinen Plätzen, Brücken und der Jahrhunderthalle bis hin zu kleinen, aus Bronze gefertigten, Zwergen die überall in der Stadt verstreut sind, zieht Breslau die Besucher mit seinem Charme in seinen Bann.

     
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    Stettin

    Zuletzt aber nicht minder wichtig, ist das Alte Rathaus, welches im Jahr 1677 zerstört wurde und im Stile des Barocks wieder aufgebaut wurde. Im Inneren können Sie sich bei Gelegenheit das Museum ansehen, welches die aufregende Geschichte Stettins erzählt.

    Beim Schlendern durch die alten Gassen wird Ihnen eine gestrichelte Linie auf dem Boden auffallen. Was diese wohl zu bedeuten hat. Einfach gesagt ist die Touristenroute. Auf diesem Weg liegen die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

    Vorbei am Roten Rathaus welches bereits 1879 erbaut im neugotischen Stil erbaut wurde und bis heute noch sehr beeindruckend wirkt. Die berühmte Hakenterasse welche Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, gilt bis heute als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Polens. Auffallend sind hier die besonders großen Treppen, die Springbrunnen und die Türme in die Aussichtsplattformen eingelassen sind und mit denen man einen wunderbaren Ausblick auf die Weichsel hat.

    Zuletzt aber nicht minder wichtig, ist das Alte Rathaus, welches im Jahr 1677 zerstört wurde und im Stile des Barocks wieder aufgebaut wurde. Im Inneren können Sie sich bei Gelegenheit das Museum ansehen, welches die aufregende Geschichte Stettins erzählt.

     
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    Posen

    Posen gehört zu den fünfgrößten Städten in Polen. Posen wird in fünf Bezirke unterteilt und inkludiert damit sowohl die Alt-, als auch die Neustadt.

    Zu den am meist besuchtesten Sehenswürdigkeiten gehören neben der Kathedrale auf der Dominsel auch das Alte Rathaus und der Alte Markt. Das Rathaus, welches während der Renaissance erbaut wurde, diente in früheren Jahren als Regierungssitz des dort anwesenden Stadtrates. Der Saal im Inneren des Gebäudes, zählt zu einem der schönsten des Landes.

    Der Posener Markt ist der drittgrößte des Landes und wurde, wie so viele polnische Sehenswürdigkeiten, im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Durch das rasche Handeln der Polen konnten viele Gebäude des Marktes, welche aus allen Kulturepochen der Stadt erhalten sind, wieder aufgebaut und restauriert werden.

    Das Kaiserschloss ist für seine bemerkenswerten Innenräume bekannt. Es diente als Niederlassung des deutschen Kaisers und wurde im 20. Jahrhundert erbaut.

    Auch Posen ist bekannt für seine einmaligen Kunstschätze und lässt im Nationalmuseum, die Herzen der Kunstfanatiker höher schlagen.

     
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    Kattowitz

    Seit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ist Kattowitz ein industriell geprägter Ort. Nahezu die gesamte Steinkohle für Kraftwerke zur Stromerzeugung werden in Kattowitz gewonnen.

    Doch auch an Sehenswürdigkeiten hat die Stadt einiges zu bieten. Eines davon ist das Wyspanskiego-Theater oder auch Schlesien-Theater genannt. Es nimmt einen zentralen Platz in Kattowitz ein.

    Weitere Sehenswürdigkeiten sind die zahlreichen katholischen Kirchen. Die berühmteste davon ist die sogenannte Kirche der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria, welche im neugotischen Stil um das 18. Jahrhundert herum erbaut wurde und mit ihren großen Glasfenstern im Inneren beeindruckt.

    Das Schlesische Museum, welches sich im Zentrum von Kattowitz befindet, wurde 1929 gegründet, der Bau wurde aber auf Grund des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs abgebrochen und viele Exponate wurden gestohlen. Erst Mitte der 80er Jahre wurde das Museum in einem anderen Gebäude untergebracht und 2011 neu erbaut. Überwiegend werden Exponate ausgestellt die mit der Region Oberschlesien zu tun haben.

    Wer entspannen möchte der ist im Schlesischen Park genau richtig. Dieser Park gehört sowohl zu den Orten Kattowitz, als auch zu Chorzow. Der Stadtpark ist der größte seiner Art in Europa. Es gibt vom Schlesischen Planetarium über die Historische Messehalle bis hin zum Rosengarten viel zu entdecken. Auch sportlich Aktive kommen hier auf ihre Kosten. Es gibt zahlreiche Tennisplätze, Fahrradwege und ein Freibad.

     
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    Lodz

    Wie schon Kattowitz ist Lodz ein führender Industriestandort. In der Phase der Industriellen Revolution wurde Lodz zu einem Standort für Textilfabriken und Werkssiedlungen. Die Arbeiter wurden hier stark ausgebeutet und verarmten.

    Während des Zweiten Weltkriegs entstand in Lodz eines der größten Ghettos in Polen. Ein Großteil der Bevölkerung wurde ermordet, nur wenige haben diese schlimme Zeit überstanden. Ende 1940, Anfang 1950 entwickelte sich die Stadt zur Hauptstadt des Films. An der neu gegründeten Filmhochschule wurden viele polnische Regisseure ausgebildet, die bis heute aktiv sind. Einer von ihnen ist weltberühmte Roman Polanski. (Bekannt aus Filmen wie "Shakespeare" und "Die neun Pforten")

    Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelte sich Lodz von einer Industriestadt zu einem Ort für Kunst und Kultur. In den ehemaligen Fabriken haben sich Handelszentren, Galerien und Museen niedergelassen. Dementsprechend gibt es auch viele dieser Art zu bestaunen. Aber auch das Shopping-Herz wird nicht im Stich gelassen. In der sog. "Manufaktura" haben sich viele nationale und internationale Händler niedergelassen die dort ihre Ware verkaufen.

    Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch der Neumarkt. Auf diesem steht das älteste Gebäude der Stadt, das neustädtische Rathaus. Die Piotrkowska-Straße lädt mit ihren vielen Restaurants und Cafés zum verweilen ein. Am Ende der Straße überragt der Dom das Stadtbild. Mit seinem beeindruckenden 100 m hohen Kirchenturm ist er das Wahrzeichen der Stadt.

    Als letztes zu nennen wäre noch die damals von Karl Scheibler größte errichtete Baumwollfabrik Europas. Daneben befindet sich das bis heute erhaltene Gelände mit Krankenhaus, Arbeiterwohnungen und Geschäften. Komplemeniert wird das Gelände mit dem berühmten Fabrikenpalast, welcher heute zum Museum umgebaut wurde und das Inudstrieleben des 19. Jahrhunderts eindrucksvoll darstellt.

     
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    Flora und Fauna

    Flora

    In Polen ist etwa 30 % der Landesfläche mit Wald bedeckt. Fast 80 % der hier wachsenden Bäume sind Nadelbäume. Besonders im Norden Polens und in den Hochgebirgen im Süden des Landes fühlen sich Bäume wie Lärchen, Fichten und Tannen besonders wohl. Dagegen haben sich im Westen viele Laubbäume wie Buchen, Birken und Erlen angesiedelt. Auf jeden Fall zu erwähnen sind hier die breiten Auenwälder die bei schönem Wetter zu einem Spaziergang einladen.

    Im Nordosten, an der Grenze zu Weißrussland, befindet sich der Bialowieski-Nationalpark. Er ist der größte und am besten erhaltene Urwald in ganz Europa. Hier können über Eichen bis hin zu Buchen, viele alte Baumbestände bewundert werden. Sie reichen bis zu 400 Jahre zurück.

    Im Norden Polens befindet sich dagegen weniger Wald, doch dafür umso mehr Moorgebiete die bestaunt werden können. 


    Fauna

    In Polen gibt es mehr als 600 Gebiete die unter Naturschutz gestellt sind. Desweiteren gibt es auch 15 Nationalparks. Diese Gebiete bieten der Tiervielfalt einen geeigneten Ort um sich zurückzuziehen. Hierdurch wird es der Natur ermöglicht die Artenvielfalt zu erhalten.

    Ein einzigartiger Lebensraum ist der schon eben erwähnte Bialowieski-Nationalpark. Er bietet Tieren wie Luchsen, Elchen, Wölfen oder Braunbären ein Zuhause. Sogar die letzte freilebende Herde in Europa lebender Wisenten, eine Unterart des Bisons, können sich hier sicher fühlen. Doch nicht nur wilde Tiere findet man hier, sondern auch Gämse, Murmeltiere und Schneehasen fühlen sich hier heimisch. Aber nicht nur in den Naturschutzgebieten hat die polnische Tierwelt etwas zu bieten.

    Neben Wildtieren wie Hirschen und Rehen verdient auch die Vogelwelt Beachtung. Hier gibt es unter anderem Steinadler, Uhus und den Kormoran. Aber auch der weißschwänzige Seeadler, das Wappentier Polens, ist vertreten. Die reiche Population an Vögeln ist darin begründet, dass Polen eines ihrer wichtigsten Brutgebiete ist. Hier dienen vorallem die Moorgebiete einen guten Platz.

     
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    Sprache - Polnisch für Anfänger

    DeutschPolnisch
    HalloCześć!
    Guten TagDzień dobry!
    Auf WiedersehenDo widzenia!
    Jatak
    Neinnie
    DankeDziękuję
    BitteProszę!
    EntschuldigungPrzepraszam
    HilfePomocy!
    ProstNa zdrowie
    Toilettetoaleta
    Ich heißeNazywam się
    Ich hätte gerneChciałbym
    Was kostet das?Ile kosztuje
    Zahlen bitte!Rachunek poproszę!
    Ich spreche kein PolnischNie mówię po polsku
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    Religion

    Mehr als 90 % der polnischen Bevölkerung sind katholisch. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich 1978 der Kardinal Karol Jozef Wojtyla, besser bekannt unter Johannes Paul II., zum Papst wählen ließ. Mit fast 9.000 Gemeinden übt die Kirche einen bedeutenden gesellschaftlichen Einfluss aus.

    Neben der katholischen Kirche gibt es noch viele weitere kleine Kirchen- und Religionsgemeinschaften. Mit etwa 570.000 Mitgliedern ist die polnisch-orthodoxe Kirche nach der katholischen Kirche die größte Religionsgemeinschaft. Erwähnenswert sind außerdem noch die evangelisch-lutherische Kirche mit etwa 100.000 Mitgliedern und die jüdische Gemeinde mit 10.000 Mitgliedern.

    Kultur & Geschichte

    Kultur

    Polens Kultur ist in jeder Hinsicht vielfältig. Dies hat auch mit der langen und ereignisreichen Geschichte des Landes zu tun. Vor allem das Mittelalter prägte die Kultur Polens sehr stark. Durch den Vielvölkerstaat Polen-Litauen, welcher aus der heutigen Sicht die Staaten Polen, Weißrussland, Lettland und Litauen, sowie Teile Estlands, Rumäniens und der Ukraine umfasste, wurde das heutige Polen durch viele kulturelle und religiöse Einflüsse geprägt.

    Im 19. Jahrhundert wurde die Kultur vor allem durch die Literatur geprägt. Diese Epoche wurde bekannt unter der Parole "Zur Hebung des Herzens". Aus ihr gingen Schriftsteller wie Adam Mickiewiczs ("Totenfeier") und Henryk Sienkiewiczs ("Quo Vadis") hervor, welcher zu den ersten Nobelpreisträgern für Literatur zählte.

    In der Nazizeit wurde Polen Opfer von Raubzügen und blinder Zerstörungswut. Tausende von Künstlern wurden ermordet und viele Kunstwerke zerstört. Teile der kulturellen Werte konnten dennoch gerettet werden und bereichern heute noch die polnische Kultur.

    Im heutigen Zeitalter ist die polnische Kultur breit gefächert. Auch sind die Sparten Musik, Film und Kunst hervorzuheben. In den vergangenen Jahrzehnten hat die polnische Kultur viele großartige Künstler hervorgebracht. In der Musik war dies unter anderem Czeslaw Niemen, einer der bedeutendsten Singer-Songwriter. Die Kunst wurde durch Jozef Brandt‘s beeindruckende Werke geprägt. Im Film wurde vor allem Roman Polanski durch viele großartige Filme bekannt. 

    Geschichte

    Polens Geschichte ist abwechslungsreich und über viele Jahrhunderte geprägt.

    Im 9. Jahrhundert wurde Polen zum ersten Mal durch den Piastenkönig Mieszko I. vereint. Durch seine Taufe führte er in Polen auch das Christentum ein. Unter dem nachfolgenden Herrscher wurde Polen dann zur Großmacht ausgebaut.

    400 Jahre später kamen die Jagiellonen an die Macht. Diese herrschten bis Mitte des 16. Jahrhunderts und vereinigten durch Heirat sogar Polen mit Litauen. Die daraus folgende Monarchie war durch die Öffnung nach Osten stark von Russland geprägt.

    1722 wurde Polen das erste Mal unter Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt. Einige Jahre später verschwand Polen dann sogar ganz von der Landkarte. Nach dem Napoleon-Feldzug folgte eine Wiederauferstehung Polens. Man wirkte jahrelang mit Russland zusammen, schaffte es aber nie unabhängig zu werden. Aufstände wurden immer wieder niedergeschlagen. Erst 1918 gelang es wieder ein unabhängiges Polen zu errichten.

    Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Polen erneut durch deutsche und russische Besatzungen belagert und besetzt. Es folgten unbeschreibliche Verbrechen gegen die Menschheit, besonders die Massenvernichtung der Juden stellt in Polen einen grausamen Höhepunkt dar.

    Nach dem Krieg verschoben sich Polens Grenzen Richtung Osten und es bildeten sich ähnliche Strukturen wie in der ehemaligen Sowjetunion. Es kam immer wieder zu Protesten. Mit der Wahl Johannes Paul II. zum Papst gab es einen der größten Fürsprecher gegen den Kalten Krieg.

    1980 wurde die Gewerkschaft Solidarnosc gegründet und war maßgeblich daran beteiligt, dass 1989 die politische Wende erfolgte und 1991 das Ende des Kalten Kriegs herbeigeführt wurde. In den Jahren danach öffnete Polen sein Grenzen Richtung Westen und trat schließlich 2004 im Zuge der Länder-Erweiterung der EU bei.

    Feiertage, Festtage & Bräuche

    Feiertage 2018

    HeadlineHeadline
    1. JanuarNeujahrstag
    6. JanuarDreikönigstag
    14. April
    Karfreitag
    15. AprilOstersamstag
    16. AprilOstersonntag
    17. AprilOstermontag
    01. MaiTag der Arbeit
    03. MaiTag der Verfassung
    04. JuniPfingstsonntag
    15. JuniFronleichnam
    15. AugustMariä Himmelfahrt
    01. NovemberAllerheiligen
    11. NovemberUnabhängigkeitstag
    24. DezemberHeiligabend
    25. DezemberWeihnachten
    26. DezemberZweiter Weihnachtstag/Sephanstag
    31. DezemberSilvester
     
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    Essen & Trinken

    So gleich die Polen Weihnachten feiern, so sehr unterscheiden sich die Essgewohnheiten der einzelnen Regionen. Im Süden gibt es Pirogen, Teigtaschen mit den unterschiedlichsten Füllungen und Suppen (Bsp. Flaki).

    In Pommern, an der Grenze zu Deutschland, werden auf Grund der Nähe zur Ostsee Fischgerichte bevorzugt und in Schlesien gibt es Rouladen mit Beilage als Hauptspeise.

    Es wird bereits zum Frühstück und ebenso zum Abendessen deftiges Essen serviert. Hierbei dürfen Wurst und Käse nicht fehlen. Zur Hauptmahlzeit wird gut und gerne Fleisch gegessen wie z. B. die Krakauer. Bei uns eher bekannt als Bratwurst, in Polen ist es viel mehr als Frühstückswurst gedacht.

    Aber auch Wild und Fisch dürfen nicht fehlen.

    Typische Fleischgerichte sind Eisbein oder Römerbraten. Ein typisches polnisches Nationalgericht ist Bigos. Ein Eintopf der aus Weißkohl, Fleisch, verschiedenen Wursttypen, Pilzen und vielen weiteren Zutaten zubereitet wird. In der polnischen Küche wird außerdem sehr viel mit Gemüse gekocht. Dadurch, dass Polen sehr dicht bewaldet ist, findet man in den Wäldern viele verschiedene Pilzarten. Diese findet man so gut wie in jedem guten polnischen Gericht.

    Häufig werden als Beilage Klöße in verschiedensten Varianten und Kartoffeln serviert.

    Zum Essen wird häufig polnisches Bier serviert. Im Alltag trinken die Polen gerne schwarzen Tee mit Zitrone. Beliebt ist auch der polnische Wodka, der meist als Absacker serviert wird. 

    Wissenswertes von A bis Z

    Begrüßung

    Die gängigste Begrüßung in Polen ist der Handschlag. Als Mann sollte darauf geachtet werden, dass die Frau dem Mann die Hand zuerst reicht. Nicht ganz so üblich, aber dennoch vorkommend, ist die Begrüßung einer Frau per Handkuss. Personen mit akademischem Titel sollten auch mit diesem angesprochen werden.

    Geld & Währung

    Die gängige Währung ist der Zloty. Der Wechselkurs ändert sich meist täglich, allerdings nur geringfügig. In Hotels, Restaurants und Geschäften kann man problemlos mit Karte zahlen (sowohl (EC als auch mit Visa-Karte). Wenn Sie in Euro bezahlen wollen, können Sie dies teilweise nur mit Scheinen, da Münzen sehr ungern entgegengenommen werden.

    Geschwindigkeitsbegrenzungen

    Auf polnischen Autobahnen gilt grundsätzlich die maximal zugelassene Geschwindigkeit von 140 km/h, während in geschlossenen Ortschaften, wie in Deutschland, 50 km/h gilt. Anders als in Deutschland sind hier in der Nacht 60 km/h erlaubt.

    Kleidung

    In Polen wird Wert auf gute Kleidung gelegt, obwohl diese Knigge in den letzten Jahren immer weiter gelockert wurde. Dennoch gilt, dass bei offiziellen Anlässen angemessene Kleidung Pflicht ist. Frauen sollten darauf achten, nie zu freizügig gekleidet zu sein. Grundsätzlich legt man in Polen Wert auf gute Kleidung, auch wenn der Kleidungsstil in den vergangenen Jahren legerer wurde. Frauen sollten sich nie zu freizügig kleiden.

    Mautgebühren

    Auf einigen polnischen Autobahnen wie z. B. der A1 in Richtung Danzig oder der A2 Richtung Posen und Warschau werden Mautgebühren verlangt. Die Höhe der anfallenden Gebühren hängt davon ab, wie lang die gefahrene Strecke ist. Beispiel: Von der Grenze zu Deutschland nach Warschau fallen Kosten von knapp 20 Euro an.

    Mobilität

    Bei einer Reise nach Polen ist es zu empfehlen, sich zu informieren welches Verkehrsunternehmen für welchen Bezirk zuständig ist. Denn es kann sein, dass in zwei nebeneinanderliegenden Bezirken unterschiedliche Verkehrsunternehmen zuständig sind und gegebenenfalls muss ein zweites Ticket gekauft werden. Wer mit dem Taxi fahren möchte, muss auf ein Auto mit Taxischild achten, da Taxen in Polen keine einheitliche Farbe haben. Seriöse Taxiunternehmen erkennen Sie daran, dass sie eine Telefonnummer auf dem Wagen haben und ihre Preise innen aushängen haben.

    Telefonieren

    Telefonieren ist in Polen vergleichsweise günstig, da die EU mit Regelungen davor schützt, dass Verbraucher zu hohe Kosten entrichten müssen. Das bedeutet, dass Telefonate ins Ausland maximal den nationalen Tarif/Minute zahlen müssen. Bei eingehenden Anrufen müssen Touristen mit Kosten von etwa 1 Cent pro Minute rechnen.

    Trinkgeld

    Ein Trinkgeld ist in Polen zwar nicht üblich, wird aber trotzdem gerne angenommen. Wenn kein Trinkgeld auf der Rechnung ausgewiesen ist, sind 10-15% üblich.

    Zigaretten

    Für die Raucher unter Ihnen. Eine Packung Zigaretten kostet durchschnittlich 1.50 - 2.50 €. Es dürfen allerdings nur 200 Zigaretten pro Person ausgeführt. Alles darüber gilt als Schmuggel.