Tempel in Bagan©AvigatorPhotographer-gty

Reiseführer Myanmar

Tipps & Infos für Ihren Urlaub in Myanmar

Märchenhafte Pagoden, mystische Tempelanlagen und malerische Reisterrassen sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die Sie in einem Urlaub in Myanmar erwarten. Das hauptsächlich buddhistisch geprägte Land begeistert mit seiner einzigartigen Natur, die zum Wandern ebenso wie zum Tauchen einlädt. Ein weiteres Markenzeichen des Landes ist die vielfältige, aromatische Küche. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte von Land & Leuten.

Impressionen von Myanmar

Video

Lassen Sie sich entführen in das alte Königreich Burma. Unser Reisevideo zeigt Ihnen das sehenswerte Mandalay mit der Kuthodaw Pagode.

Das Highlight: Erleben Sie Bagan aus der Vogelperspektive und schauen Sie von einem Heißluftballon auf die Stadt hinab.

10 Highlights, die Myanmar so besonders machen

  • Über 2.000 Tempel & Pagoden von Bagan
  • Shwedagon Pagode in Yangon
  • Tempelanlagen von Mandalay
  • Kuthodaw Pagode Mandalay
  • U-Bein Brücke aus Teakholz
  • Traumhafte Inseln im Andamanensee
  • Atemberaubender Inle-See mit schwimmenden Märkten
  • Goldener Fels Pagode auf dem Mount Kyaiktiyo
  • Kloster auf dem Mount Popa
  • Ehrliche Gastfreundschaft & Herzlichkeit der Einwohner
Paar auf Mofa in Bagan©Mystockimages - gty

Steckbrief

Was muss man über Myanmar wissen?

Amtssprache

Birmanisch

Einwohnerzahl

54 Millionen Menschen (Stand 2022)

Geografie Das südostasiatische Myanmar ist fast doppelt so groß wie Deutschland. Im Osten grenzt es an Thailand und Laos, im Norden an China und im Nordwesten an Bangladesch und Indien. Myanmar liegt am Golf von Bengalen. Vor der Küste erstreckt sich der Mergui-Archipel mit hunderten Inseln im Andamanensee.
Hauptstadt

Naypyiday

Telefonvorwahl +95

Währung & Zahlungsmittel

Kyat (MMK)

Zeitzone UTC +6:30
Stromspannung In Myanmar werden Steckdosen mit 220 - 240 V und einer Frequenz von 60 Hz verwendet. Es ist ratsam einen Multiadapter für britische und chinesische Stecksysteme mitzuführen.

Wie ist das Wetter & Klima in Myanmar?

Mandalay Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. 28 31 36 38 37 34 34 33 33 32 29 27
Min. 13 15 19 25 26 26 26 25 25 23 19 14
Sonnenstunden 9 9 9 9 6 4 3 3 5 7 10 9
Regentage 0 0 0 4 8 8 6 11 9 7 4 1
Wasser-Temp. in °C 26 26 28 28 29 29 28 28 28 28 27 27

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Wenn Sie zwischen Oktober und Februar nach Myanmar reisen, ist es überwiegend trocken. Die Temperaturen liegen dann im Süden bei etwa 30 °C, im Landesinneren bei ca. 25 °C. Für den Norden empfiehlt sich der Zeitraum von Oktober bis Mai. Das Klima in Myanmar ist überwiegend tropisch geprägt und teilt das Jahr in drei Phasen ein. Von Mitte Oktober bis Februar ist es vergleichsweise trocken und mild. Daran schließt sich eine heiße Periode an, welche bis in den Mai hineinreicht. Bis zum Herbst kommt es dann zu heftigen Regenfällen: Der Monsun setzt ein.

Welche sehenswerten Städte gibt es in Myanmar?

Tempelanlage in Bagan©filmlandscape-gty

Bagan

Bagan ist eine der historischen Königsstädte von Myanmar und erstaunt seine Besucher mit über 2.000 Jahre alten Palast- und Klostergebäuden. Auf einer Fläche von etwa 40 km² lassen sich prachtvolle Pagoden und Stupas finden. Besucher steigen gerne mit dem Heißluftballon über dem mächtigen Fluss Irrawaddy auf und lassen ihren Blick über diese einmalige Kulturlandschaft schweifen. Bei einem Besuch der Stadt sollten Sie sich den Ananda Tempel nicht entgehen lassen. Dieser gehört zu den elf größten Bauwerken Bagans und ist ein Beispiel indischer Architektur. Eine weitere wichtige Pagode für Einheimische, buddhistisch Gläubige ist die Shwezigon Pagode. Der bereits im Jahr 1110 fertiggestellte Tempel trägt in seinem Inneren wertvolle Buddha-Reliquien. Der Dhammayangyi Tempel erinnert durch seine Architektur an den Ananda Tempel. Sein Grundriss besteht aus einem griechischen Kreuz und die Dachflächen erwecken den Eindruck, als sei der Tempel eine Pyramide. Im Inneren des Gebäudes befinden sich zwei nebeneinander sitzende Buddha Statuen.

Blick auf die Stadt Mandalay©SeanPavonePhoto@stock.adobe.com

Mandalay

Mandalay liegt im Zentrum von Myanmar und ist mit 1.6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes und bekannt als alte Königsstadt. In Mandalay warten zahlreiche Pagoden auf Ihren Besuch. Besonders eindrucksvoll sind die über 700 Stupas in der Anlage Kuthodaw, viele von ihnen sind weiß verputzt oder mit Blattgold überzogen. Die Pagode wurde erst im 19. Jh. fertiggestellt und wird aufgrund ihrer detailreichen Inschriften auch als das größte Buch der Welt bezeichnet. Die bekannte U-Bein Brücke hat eine Länge von 1.2 km und trägt den Titel der ältesten und längsten Teakholz-Brücken der Welt. Die Brücke führt über den Taungthaman See. Sie bekam den Namen durch den damaligen Bürgermeister U Bein, welcher den Bau der Brücke in Auftrag gegeben hat. Das Maha Aungmye Bonzan Kloster, auch bekannt als Me Nu Brick Kloster, ist ein historisches Kloster in der Region Mandalay. Anders als andere Kloster in der Umgebung ist dieses aus Stein gebaut und in ockerfarben belassen. Vom Mandalay Hill aus haben Sie eine hervorragende Sicht auf die Stadt: Bestaunen Sie die Sehenswürdigkeiten Mandalays von oben und genießen Sie den Panoramablick.

Tempel in Yangon©pat138241-gty

Yangon

Yangon war bis 2005 Myanmars Hauptstadt und ist bis heute mit über fünf Millionen Einwohnern die wichtigste und größte Metropole des Landes. Hier können Sie im Urlaub über quirlige Märkte schlendern, sich die koloniale Architektur ansehen und imposante Bauwerke bewundern. 

Die riesige Shwedagon Pagode ist eine der wohl bekanntesten Pagoden des Landes und das religiöse Zentrum von Myanmar. Der goldene Tempel befindet sich auf dem Singuttara-Hügel. Der Karaweik Palast ist ein weiteres Wahrzeichen, welches auf dem Kandawgyi See liegt. Der Palast hebt sich deutlich von den anderen Pagoden Myanmars ab - nur hier bekommen Besucher in einem traditionellen Gebäude echte myanmarische Vorführungen und Shows geboten, abgerundet mit kulinarischer Küche aus Myanmar.

Im Herzen der Stadt liegt ein weiterer, besonders sehenswerter Tempel: die Sule Pagode. In Downtown, inmitten eines Kreisverkehrs, befindet sich die achteckige Pagode. Laut einer Legende soll diese vor mehr als 2.600 Jahren errichtet worden sein, zu Zeiten Buddhas.

Der Chaukhtatgyi Tempel liegt im Süden Yangons und beherbergt einen liegenden Buddha. Dieser ist einer der größten Buddhas des Landes.

Tempel in Bago in Myanmar©Keerathi Thiptinnakorn-gty

Bago

Nur wenige Kilometer außerhalb von Yangon empfängt Bago, Myanmars viertgrößte Stadt, seine Gäste. Die Gemeinde am gleichnamigen Fluss wurde hier im 9. Jh. von dem Volk der Mon gegründet. 

Bei einem Besuch von Bago sollten Sie die Shwemawdaw Pagode mit Reliquien von Buddha besichtigen. Das Wahrzeichen Bagos erlitt einige Zerstörungen durch Erdbeben. Die heute bestehende Pagode wurde 1990 fertiggestellt. Besonders prägnant sind die zwei Löwenfiguren, welche den Hauptaufgang der Pagode bewachen. Südlich der Stadt erhebt sich die von König Dhammazedi im 15. Jh. errichtete Kyaikpun Pagode. Diese beherbergt Buddhas der vier Weltzeitalter, welche angelehnt an 30 m hohen Pfeilern sitzen. Die vier Figuren schauen in die vier unterschiedlichen Haupthimmelsrichtungen. 

Der Kanbawzathadi Palast ist eine Rekonstruktion des damaligen Königspalastes aus dem 16. Jh und befindet sich südlich der Shwemawdaw Pagode. Da der Palast 1599 niederbrannte sind kaum noch Originalstücke aus der Zeit von König Bayinnaung vorhanden. Staunen Sie aber über die vielen Nachbildungen, welche sich in der Pagode befinden.

Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Mahazedi Pagode. Diese befindet sich außerhalb der Stadt im Westen und bietet von der Spitze aus einen fantastischen Blick über das Umland. 

Hpa-An

Hpa An liegt im Osten von Myanmar und nur unweit von Thailand entfernt. Die am Thanlwin-Fluss gelegene Stadt ist kein typischer Touristenort und somit kaum überlaufen. Dennoch hat die Stadt markante Sehenswürdigkeiten zu bieten, welche diese ausmachen.

Besonders beeindruckend trumpft die balancierende Pagode Kyauk Kalat. Auf einem hohen, spitzen Felsen, welcher sich auf einer kleinen Insel inmitten eines Sees befindet, thront der goldene Tempel. Hierher gelangen Sie mit Hilfe einer hölzernen Fußgängerbrücke. Eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit ist die Saddan Höhle. Sie ist die größte und gewaltigste Höhle rund um Hpa An. Erkunden Sie verschiedenste Steinformationen, unzählige Buddha Statuen sowie Tierarten, die sich in der Höhle eingenistet haben.

Eine weitere Höhlenformation, die Sie nicht verpassen sollten, ist die Kaw Ka Thaung Höhle. Auch hier finden Sie die buddhistische Kultur: liegende Buddha Statuen und buddhistische Wandverzierungen soweit das Auge reicht. Für ein bisschen Entspannung neben den kulturellen Höhlen dient der nahe gelegene See.

Beeindruckende Landschaft finden Sie am Fuße des Mount Zwegabin, südlich von Hpa An gelegen. Hier finden Sie den Lumbini Garten, welcher mit hunderten von Buddha Statuen verziert ist. Bestaunen Sie die faszinierende Aussicht besonders bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

Monywa

Die kleine Stadt Monywa liegt am östlichen Ufer des Chindwin-Flusses in Myanmar. Besonders sehenswert in der beschaulichen Stadt sind die Pagoden sowie die in der ganzen Stadt verbreiteten Tuk Tuks.

Die Thanbodday Pagode, eine Anlage aus über 800 Stupas und unzähligen Buddha Statuen, liegt etwas außerhalb von Monywa. Die Pagode verfügt über eine Aussichtsplattform, welche jedoch nur von Männern genutzt werden darf. Von hier haben Sie einen hervorragenden Blick über 471 Stupas. Im Lay Kyun Sat Kya befindet sich die drittgrößte Buddha Statue der Welt. Mit einer Höhe von 116 m und einer Breite von 18 m erstreckt sich die Figur, die über die Gemeinde von Monywa schaut.

25 km entfernt von Monywa liegt Hpo Win Daung, eine buddhistische Höhle Myanmars. Die Anlage beinhaltet 947 Höhlen - kleine bis große Höhlenwege, aufwendig und reich mit buddhistischen Verzierungen.

Die Bodhi Tahtaung Pagode befindet sich unterhalb der gigantischen Riesenstatuen von Buddha. Sie beinhaltet 1.000 Bodhi Bäume, welche jeweils mit einer Buddha Figur versehen sind.

Wo liegen die schönsten Strände Myanmars?

Ngapali

An der Westküste von Myanmar zählt der Ngapali Beach zu den bekanntesten Badeorten des Landes. Mit einer Länge von ca. 8 km besitzt der Strand drei Buchten, welche durch Klippen voneinander abgegrenzt sind. Besonders beeindruckend sind die vorgelagerten Inseln entlang des Strandes. Trotz seiner Popularität gibt es hier reichlich Platz und Freiraum. In den Abendstunden trifft man sich gerne zwischen Ngapali und dem Fischerdorf Gyeiktaw am Strand und genießt bei fruchtigen Cocktails die romantischen Sonnenuntergänge.

Ngwe Saung

Viele Einwohner Yangons zieht es am Wochenende an diesen etwa fünf Stunden entfernten Strand am Golf von Bengalen. Weißer Sand, Palmen und klares, türkis schimmerndes Wasser machen den Reiz aus. Mit einer Schnorchelausrüstung gewinnen Sie hier vor der Küste spannende Einblicke in die Unterwasserwelt.

Chaung Tha

Dieser Küstenabschnitt erwartet Sie nördlich von Ngwe Saung. Er ist etwas kleiner, dafür aber ruhig und entspannt. Es sind vor allem viele Einheimische, die hier in den Abendstunden am Wasser sitzen. Wenn Sie Myanmar und seinen authentischen Menschen nahe kommen möchten, sind Sie hier genau richtig.

Mergui-Archipel

Der Archipel in dem Andamanensee im Süden Myanmars ist der Top-Spot für Taucher. Spektakuläre Riffe und tropische Fischschwärme, Meeresräuber und Delfine machen die Zeit auf den über 800 Inseln zu einer der schönsten bei Ihrer Reise durch Myanmar. Hier finden Sie nichts weiter als unberührte Flora und Fauna und einheimische Völker der Moken - als eines der letzten unerforschten Inselparadiese zeugt der Mergui-Archipel von seltenem Glanz. Das 36.000 m² große Gebiet verfügt über unzählige Traumstrände mit weißem Sandstrand. Wenn Sie der Ruhe an den Strandparadiesen den Rücken kehren wollen, begeben Sie sich auf eine Erkundungstour durch den angrenzenden Dschungel. Aber seien Sie auf der Hut vor Nashornvögeln, verschiedenen Affenarten sowie tropischen Vögeln.

Welche Naturhighlights gibt es in Myanmar?

Inle-See

Der Inle-See ist eines der größten Gewässer mit Süßwasser in Myanmar und kann im Herzen des Shan-Staates besucht werden. Bemerkenswert ist dort das Zusammenleben der Menschen mit der Natur. Die Einheimischen haben über Jahrhunderte hinweg schwimmende Dörfer und Gärten angelegt und bezeichnen sich selbst als ''Intha'', was so viel heißt wie ''Kinder des Sees''. 

Andamanensee

Im Süden von Myanmar sind die traumhaften Korallenriffe in dem Andamanensee, einem Randmeer des östlichen Indischen Ozeans, ideal für einen Tauch- und Aktivurlaub geeignet. Unbekannte Unterwasserwelt, strahlende Küstenregionen und einsame Inselparadiese am Andamanensee sprechen für sich. 

Pindaya Höhlen

Die Kalksteinhöhlen von Pindaya sind eine buddhistische Pilgerstätte in Myanmar. Der Eingang der Höhle erinnert an eine Jahrtausend alte Legende: Eine Risenspinne soll Prinzessinnen in eine Höhle entführt haben. Prinz Kummabhaya rettete diese und erlegte die Spinne mit Pfeil und Bogen. Zum Dank durfte der Prinz eine auserwählte Prinzessin zu seiner Frau nehmen. In der Höhle finden Sie heutzutage über 8.000 Buddha Statuen - aus dem 18. Jh. bis zur heutigen Zeit.

Irrawaddy

Unweit von Mandalay können Sie das Schutzgebiet für den gefährdeten Irrawaddy-Delfin besuchen - benannt nach dem gleichnamigen Fluss, in dem er lebt. Auch als Flussschwein bekannt haben die Irawaddy-Delfine einen rundlichen Kopf mit kurzer Schnauze, welches den Weißwalen ähnelt. Bei geführten Wanderungen und Bootstouren lassen sich die Tiere besonders gut beobachten. Über Jahrhunderte hinweg haben die Delfine übrigens gemeinsam mit den Einheimischen hier nach Fischen gejagt.

Goldener Fels / Kyaikto Pagode

Auch bekannt als Goldener Berg steht die 5 m hohe Pagode auf einem vergoldeten Findling. Es macht den Anschein, als würde dieser jeden Moment in die Tiefe stürzen - doch der Legende nach soll er von einem Haar Buddhas gehalten werden. Am Felsen erhalten Sie einen beeindruckenden Ausblick von etwa 1.200 m über die umliegende Region. Frauen ist es jedoch untersagt, die letzten Meter zum Felsen anzutreten. Männer dürfen die Pagode nur ohne Schuhe und Kopfbedeckung betreten.

Popa Taung Kalat & Tuyin-Taung Pagode

Der Vulkankegel Popa Taung Kalat, von vielen auch als Mount Popa betitelt, liegt in Zentralmyanmar, etwa 50 km südöstlich von Bagan entfernt. Er ist ca. 737 m hoch und trägt an seiner Spitze die Tuyin-Taung Pagode. Laut einer Legende liegt hier die Heimat der Nats, der Schutzheiligen von Myanmar, welche Sie vom Dorf aus mit etwa 777 Stufen erreichen. Die Pagode Tuying-Taung thront in gold am Gipfel des Berges. Zusammen mit dem buddhistischen Kloster und einer Vielzahl an goldenen Stupas wird ein prunkvolles Bild erschaffen.

Welche Ereignisse prägen die Geschichte Myanmars?

11.Jh.: König Anawrahta gründet das erste birmanische Reich Bagan.

 

14.Jh.: Es herrschen das Reich Pegu der Mon in Unterbirma und das Reich Ava der Shan im Norden.

 

1851: Ende Zweite Britisch-Birmanische Krieg - Briten nehmen unteren Teil von Birma ein.

 

1886: Das damalige Birma wird Teil des britischen Empire.

 

1923: Birma ist eine eigenständige Kolonie.

 

1942: Die japanische Armee besetzt das Land im Zweiten Weltkrieg.

 

1948: Birma erlangt seine Unabhängigkeit.

 

1961: Der Buddhismus wird zur Staatsreligion.

 

1988: Durch einen Militärputsch kommt General Saw Maung an die Macht.

 

1990: In den ersten freien Wahlen gewinnt die Tochter des Freiheitskämpfers Aung San die Mehrheit. Ihr wird jedoch die Präsidentschaft verwehrt.

 

2012: Öffnung des Landes. Die Oppositionspartei wird erstmals wieder zur Wahl zugelassen und gewinnt Sitze.

 

2015: Aung San Suu Kyi, die Wahlsiegerin von 1990, wird Regierungschefin.

Welche sind die wichtigsten Feiertage?

  • 04.01. - Unabhängigkeitstag
  • 12.02. - Tag der Einheit
  • März - Vollmond von Tabaung
  • 02.03. - Tag der Bauern
  • 27.03. -Tag der Streitkräfte
  • April - Maha Thingyan / Wasserfest (Samstags bis Dienstags)
  • April - Neujahrsfest (Mittwoch nach dem Wasserfest)
  • Mai - Vollmond von Kasong / Geburt Buddha
  • Juli - Vollmond von Waso / Beginn der Fastenzeit
  • 19.07. - Am Märtyrertag  Oktober - Vollmond von Thadingyut / Ende der Fastenzeit & Lichterfest
  • 25.12. - Weihnachten

Kultur in Myanmar

Buddhismus

Der Buddhismus spielt in der Kultur von Myanmar eine herausragende Rolle. Auch wenn es nur wenige offiziell religiöse Feiertage gibt, steht das Alltagsleben bei vielen wegen der hohen Feste des Buddhismus still. Im Land sind etliche wichtige Religionsschulen angesiedelt, deren Mönche hohes Ansehen in der Bevölkerung genießen.

Kalagas

Die Kalagas sind ein bedeutender Bestandteil des Kunsthandwerks in Myanmar. Es handelt sich um bestickte Wandteppiche, für deren Herstellung Materialien wie Seide, Wolle, Filz und Spitze verwendet werden. Diese werden zu kunstvollen Bildern verbunden, die beispielsweise Szenen aus den religiösen Mythen oder der Geschichte des Landes zeigen.

Thanaka

Auf Ihrer Reise nach Myanmar werden Sie viele Kinder und Frauen mit einer gelblicher Farbe im Gesicht sehen. Es handelt sich um Thanaka, eine Paste welche aus dem Holz verschiedener Bäume hergestellt wird. Das enthaltene Sandelholz soll vor Insekten und Sonneneinstrahlung schützen, sowie eine kühlende Wirkung haben. Hauptsächlich dient die Paste aber zur Hautpflege, wird aber oft auch als birmanisches Make-up bezeichnet. 

Betelnüsse

Rote Zähne sind ein weiteres kulturelles Merkmal, das Ihnen in Myanmar auffallen wird. Anstatt Kaffee zu trinken kauen viele Menschen auf den Nüssen der Betelnusspalme herum. Diese hinterlassen den typischen Farbton auf Zähnen und Zahnfleisch. Die Alkaloide der Nüsse sorgen für einen leicht euphorisierenden Effekt. Meist werden kleine Pakete mit Lakritz oder Pfefferminze zur Aromatisierung auf dem Markt verkauft.

Welche Speisen & Getränke sind für Myanmar bekannt?

Reis, aromatisch mariniertes Fleisch, Curry und andere Gewürzmischungen sowie Meeresspeisen prägen die Küche Myanmars. Das Nationalgericht schlechthin ist dabei die Suppe Mohinga. Sie wird zunächst mit einer intensiv schmeckenden Fischpaste angesetzt. Anschließend kommen Zutaten wie Kichererbsenmehl, Zitronengras, Knoblauch, angebratener Reis, Ingwer, Limettensaft, Koriander und Katzenfisch in den Sud. Dieser wird schließlich mit Reisnudeln, gekochten Eiern, Fischkuchen und bisweilen sogar mit Krabben verfeinert. In vielen Restaurants serviert man Ihnen außerdem die großen Tigergarnelen aus dem Andamanensee in Currysauce, auf Wunsch auch mit Klebereis. Für den kleinen Hunger zwischendurch versuchen Sie doch einmal Teeblattsalat, Spieße von den Grillständen oder aber tropische Früchte - von Mango und Bananen bis hin zu Durian, Jackfruit und Papaya. Diese werden auch zu süßen Milchshakes verarbeitet. Zum Nachtisch gibt es häufig die Falooda-Eiscreme mit Rosensirup und Basilikum oder einen Tee aus dem Hochland. Versäumen Sie es nicht an einer der Teezeremonien in Myanmar teilzunehmen.

FAQ: Was sollte man bei seiner Reise nach Myanmar beachten?

Bargeld können Sie in der Landeswährung Kyat oder in US-Dollar mit EC- oder Kreditkarte an vielen der Automaten in Myanmar abheben. Dies ist mittlerweile in jeder größeren Ortschaft möglich. Alternativ tauschen Sie Geld in einer der Wechselstuben oder bei einer Bank. Von vielen Hotels werden US-Dollar und teilweise auch Euro akzeptiert.

In Myanmar können Sie ausschließlich in größeren Hotels und Restaurants, eventuell in einigen stark auf Besucher ausgerichteten Läden, mit Kreditkarte bezahlen. Ansonsten sollten Sie stets ausreichend Bargeld dabeihaben, vor allem, wenn Sie auf den Märkten des Landes Delikatessen oder Kunsthandwerk erwerben möchten.

Die in Myanmar vorherrschende Religion ist der Buddhismus. Fast 90 % der Bevölkerung fühlen sich diesem Glauben angehörig. Landesweit begegnet einem dieser Glaube etwa in den zahllosen Pagoden. Einige der wichtigsten Religionsschulen folgen der Theravada-Richtung, einer frühen Seitenlinie des Buddhismus. Die Anteile von Christen und Muslimen liegen dagegen im einstelligen Prozentbereich.

Das Auswärtige Amt rät zur Auffrischung aller Standardimpfungen. Ebenso ist es sinnvoll, gegen Schweinegrippe, Hepatitis A und B sowie bei geplanten Landaufenthalten gegen Tollwut und Typhus vorzusorgen. Kinder können Sie gegen die Japanische Enzephalitis impfen und je nach Reiseregion und Reisezeitraum vorbeugende Mittel gegen Malaria mitnehmen.

Bei der Einfuhr von Alkohol, Tabak und Parfüm gelten die üblichen Bestimmungen. Devisen können Sie in unbegrenzter Höhe ins Land einführen. Sie müssen diese aber ab einem Gegenwert von 2.000 US-Dollar unaufgefordert deklarieren. 

Strenge Einfuhrverbote gelten für Waffen, Spielkarten und anstößige oder unruhstiftende Schriften und Bilder. Auch die Einfuhr von Drohnen benötigt eine gesonderte Genehmigung, welche Sie durch das myanmarische Post & Tecommunications Department erlangen können. Die Landeswährung darf nicht ausgeführt werden. Das gilt auch für Antiquitäten, Edelsteine und religiöse Gegenstände.

Nach Myanmar reisen Sie mit einem gültigen Visum ein, das Sie sich vor dem Antritt Ihres Urlaubs auf der jeweilig zuständigen Botschaft bzw. online beantragen können. Über das Internet erfolgt die Bearbeitung nach etwa fünf Tagen. Ihr Pass sollte mindestens sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Gegen die Übertragung von Malaria und die Japanische Enzephalitis schützen Sie sich, indem Sie nachts möglichst körperbedeckende Kleidung tragen oder unter einem Moskitonetz schlafen. Außerdem sollten Sie nach Möglichkeit auf Insektenabwehrmittel zurückgreifen. Neben Malaria sollten Sie Vorsorgemaßnahmen gegen Dengue, Zika und Chikungunya treffen.

Bei der Ankunft in Myanmar müssen Sie die Uhr im Sommer 4,5 Stunden, im Winter 5,5 Stunden vorstellen. Der Vielvölkerstaat nutzt eine spezielle Zeit, die Myanmar Time (MMT), welche sich von den angrenzenden Zeitzonen durch die Halbstundenverschiebung unterscheidet.

Das Militär spielt in Myanmar nach wie vor eine wichtige politische Rolle und schützt seine Einrichtungen mit viel Sorgfalt. Vermeiden Sie militärische Einrichtungen, Uniformierte, aber auch Brücken oder Flughäfen zu fotografieren oder zu filmen. Drohnen dürfen generell nicht ohne offizielle Genehmigung benutzt werden.

Bei geführten Touren ist es zur Gewohnheit geworden, 3 - 5 Dollar für den halben und etwa 10 Dollar für den gesamten Tag dem Reiseführer als Trinkgeld zu geben. Bisweilen ist das Serviceentgelt aber auch bereits im Buchungspreis inbegriffen. Im Restaurant sollten Sie 5 - 10  % des Rechnungspreises für das Servicepersonal bereithalten. Dasselbe gilt für Hotels.

In Myanmar ist es nur gestattet, religiöse Gebäude barfuß zu betreten. Zudem sollten Sie angemessene Kleidung für den jeweiligen Ort tragen - verzichten Sie auf kurze Hosen und Kleidung, die zu viel Haut zeigen könnte.

In vielen religiösen Stätten ist es Frauen nur teilweise erlaubt, diese zu besichtigen. Erkundigen Sie sich im Vorhinein über mögliche Einschränkungen.

Für längere Strecken können Sie vor Ort Tickets für Bus und Bahn kaufen. Die Züge sind vergleichsweise langsam, dafür ist das Netz aber mit über 5.000 km und mehr als 550 Bahnhöfen sehr gut ausgebaut. In den Städten sind Tuk-Tuks und Motorradtaxis ein probates Mittel, um preiswert von A nach B zu gelangen.