Pyramiden in Mexiko©fergregory-iStockphoto

Mexiko Reiseführer

Reisetipps & Informationen für Ihren
Urlaub in Mexiko

Mexiko - entdecken Sie das Land mit seinen weißen Sandstränden und den zahlreichen Kulturgütern. Tauchen Sie ein die Welt der Maya beim Besuch der Ausgrabungsstätte Chichén Itza oder besuchen Sie die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Sie lieben den Strand? Dann sollten Sie Cancún an der Karibik-Küste nicht verpassen. Auch den Besuch einer "Cenote" sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Die sogenannten Untergrundhöhlen sind einzigartig und sind teilweise zum Schwimmen freigegeben.

Warum Mexiko?

10 Highlights, die das Land so besonders machen

Strand von Cancun©pashapixel/Shotshop.com
Statue in Mexiko-Stadt©ferrantraite-gty
Kakteen in Mexiko©Galyna Andrushko-stock.adobe.com
  1. Hauptplatz Zócalo in Mexiko-Stadt

  2. Cancún - ein Paradies für Badeurlauber und Wassersportler

  3. Chichén Itzá - eine der bedeutendsten Ruinenstätte auf Yucatán

  4. Tulúm - das ehemalige Zentrum der Maya

  5. Riviera Maya traumhafter Küstenabschnitt zwischen Cancún und Tulúm

  6. Die Ruinenstadt Palenque

  7. Cenotes - die heiligen Untergrundhöhlen

  8. Mérida - das "Tor zur Welt der Maya"

  9. Mexikos vielfältige Tier- & Pflanzenwelt

  10. Die Pyramiden von Teotihuacán nahe Mexiko-Stadt

Steckbrief

Was muss man über Mexiko wissen?

Amtssprache

Spanisch

Einwohnerzahl

~ 124,5 Mio.

Flugdauer 
ca. 12 Stunden ab/bis Deutschland
Geografie Der Norden Mexikos gehört zu Nordamerika und der Süden zu Mittelamerika. Östlich des Landes liegt der Golf von Mexiko und das Karibische Meer. Westlich findet man den Pazifischen Ozean. Die zentrale Hochebene mit Höhen zwischen 1.000 - 2.500 m.ü.M. nimmt einen großen Teil des Landes ein. Auch vulkanische Aktivitäten sind hier vorzufinden. Zwischen den Gebirgen und dem Meer liegen schmale Küstenebenen. Auf der Halbinsel Yucatán erstreckt sich eine flache Savanne mit tropischem Klima. Die Wüste von Sonora nimmt einen großen Teil im Nordwesten des Landes ein, hier findet man auch die für Mexiko bekannten hohen Kakteen. Zu den Nachbarländer gehören USA, Belize und Guatemala.
Hauptstadt

Mexiko-Stadt (ca. 22 Mio. Einwohner)

Staatsform

Präsidentielle Demokratie

Telefonvorwahl +52

Währung & Zahlungsmittel

Mexikanischer Peso (MXN)

Zeitzone

Mexiko besitzt drei Weltzeitzonen:

Im Süden und an der Ostküste herrscht die "Central Standard Time" (UTC -6). Da in diesem Bereich die meisten Menschen leben, besitzt diese Zeit allgemeine Gültigkeit für das Land. Weiter im Norden, an der nordwestlichen Küste, herrscht die "Pacific Standard Time" (UTC -8). Außerdem gibt es noch die "Mountain Standard Time" (UTC -7). Während der europäischen Sommerzeit verschiebt sich die Zeit zusätzlich um eine Stunde.

Mexiko

Wann ist die beste Reisezeit?

Besonders für Badeurlauber eignet sich Mexiko als ganzjähriges Reiseziel, da die Wassertemperaturen mit rund 25 °C das Jahr über sehr angenehm bleiben. Durch die verschiedenen Höhenlagen und Landschaftsformen ergeben sich jedoch auch unterschiedliche Klimazonen. Zu empfehlen sind hier besonders die Monate von November bis April. Ab Mai wird es dann zunehmend feuchter und heißer. Im Juni beginnt offiziell die Regenzeit, die bis September anhält. Zu dieser Zeit muss stellenweise auch mit tropischen Stürmen gerechnet werden.

Wie ist das Klima & Wetter in Mexiko?

Mexiko lässt sich in verschiedene Klimazonen aufteilen. Im Nordwesten, an der Grenze zu Kalifornien, herrscht subtropisches Klima. Auch wenn es allgemein ganzjährig feucht ist, so gibt es zwischen Sommer und Winter dennoch große Temperaturunterschiede in der Region. Kann es im Sommer sehr heiß mit bis zu 35 - 40 °C werden, so sind die Winter deutlich kühler. Kommt man weiter ins Landesinnere, in höhere Lagen wie Mexiko-Stadt oder Guadalajara, wird das Klima bereits gemäßigter und trockener. Warme Kleidung wird bei der Besichtigung von Städten in Hochebenen vor allem in den Wintermonaten empfohlen, da dort auch Schnee fallen kann. Weiter südlich wird das Klima immer tropischer, es gibt Trocken- und Regenphasen. Von Juni bis November ist Regenzeit, in der es sehr schwül werden kann. Trockener sind die restlichen Monate von November bis Mai. An der Küste und in niedrig-gelegenen Küstengebieten fällt in der Regel mehr Niederschlag. An der karibischen Küste kann es sehr heiß und feucht werden, da es dort vermehrt Niederschläge gibt. Am Golf von Kalifornien oder an der Pazifikküste ist es hingegen deutlich trockener. Auch die Nordküste der Halbinsel Yucatán ist trockener als die Ostküste.

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Max. 24 25 27 30 31 31 30 30 29 28 26 24
Min.  12 13 15 17 19 20 20 20 19 17 15 13
Sonnenstunden 7 7 8 8 8 8 7 7 7 7 7 6
Regentage   4 2 2 3 5 9 11 11 11 8 5 4

Wasser-Temp.
in Cancún (°C)

25 26 26 27 27 28 29 29 29 28 27 26

Welche sehenswerten Städte gibt es in Mexiko?

Blick auf Mexiko-Stadt©bpperry-gty

Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt des Landes und liegt im zentralen Süden, umgeben von drei Bergen, der Sierra Nevada und den bekannten Zwillingsvulkane Iztaccíhuat (5.286 m) und Popocatépetl (5.450 m). Die Stadt hat eine Einwohnerzahl von ca. 8.8 Mio. und bildet den politischen und kulturellen Mittelpunkt des Landes. Zahlreiche Hoch- und Fachschulen, Universitäten, Museen und Denkmäler finden sich hier. Da sich die Stadt auf den Überresten der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan befindet, wurde das historische Zentrum und die berühmten schwimmenden Gärten im Stadtteil Xochimilco zum Weltkulturerbe ernannt. Unternehmen Sie beispielsweise eine Bootsfahrt in einer der "Trajineras", schlendern Sie durch den Künstler-Stadtteil Coyoacán oder den Stadtteil San Angel und bewundern Sie großartige Bauwerke, wie den "Palacio de Bellas Artes" oder den zentralen Hauptplatz "Zócalo" mit Kathedrale und Präsidentenpalast. Auch eines der zahlreichen Museen ist einen Besuch wert, so z. B. das anthropologische Museum, in welchem die Besucher alles über Mexikos indianische Kulturen und deren Geschichte erfahren. Sehenswert ist zudem der aztekische "Templo Mayor", ein ehemals riesiger Tempel, der sich mitten auf dem Gebiet der heutigen Stadt befand und teilweise von Archäologen ausgegraben wurde.

Luftaufnahme von Cancun in Mexiko©Jonathan Ross-gty

Cancún

Cancún ist eines der bekanntesten und beliebtesten Reieziele in Mexiko. Neben kulturellem Reichtum stellt Cancún ein perfektes Ziel für Badeurlauber und Wassersportler dar. Die Stadt liegt direkt an der mexikanischen Karibikküste auf der Halbinsel Yucatán, südöstlich von Mexiko, umgeben von traumhaften Stränden und kristall-klarem Wasser. Ehemals war Cancún ein kleines Fischerdorf, heute entwickelt es sich zu einer prächtigen Stadt, in der es viel zu erleben gibt.

Strand von Tulum in Mexiko©diegocardini-gty

Tulúm

Tulúm gilt als ehemaliges Wirtschaftszentrum der Maya und ist eine der größten Städte auf der Halbinsel, direkt am Meer. Auch die bekannte Riviera Maya erstreckt sich hier entlang der Ostküste zwischen Cancún und Tulúm. Die bekanntesten Gebäude sind das Schloss der "Tempel des Herabsteigenden Gottes", der "Freskentempel", der "Tempel des Windes" und das "Haus des Halach Huinik". Außerdem wird die innere Stadt von einer beeindruckenden Stadtmauer umgeben, die sich zum Meer hin öffnet.

Halbinsel Yucatan in Mexiko© Elis Blanca

Halbinsel Yucatán

Yucatán ist eine Halbinsel, welche den Golf von Mexiko vom Karibischen Meer trennt. Man findet hier zahlreiche archäologische Stätte, denn die Insel war vom 4. - 10. Jh. eine Hochburg und Zentrum der indigenen Maya-Kultur. Das Klima auf der Insel ist sehr heiß und tropisch. Allgemein ist das Gebiet sehr flach, im Süden ist es feuchter und es gibt eine große Dichte an Regenwäldern. Je weiter man Richtung Norden kommt, desto trockener wird das Klima.

Mérida

Die Hauptstadt Yucatáns ist Mérida, welche auch als "Tor zur Welt der Maya" gilt. Heute ist es das Kultur- und Finanzzentrum der Region. In der schönen Altstadt herrscht buntes Treiben, man sieht viele Straßenkünstler und in der kolonialen Innenstadt finden v. a. am Wochenende zahlreiche Märkte statt. Auch viele Restaurants, Museen und Galerien säumen den Weg. Aufgrund der vielen Kalksteingebäude wird die Stadt auch als "die weiße Stadt" bezeichnet. Ursprünglich war sie von einer Stadtmauer umgeben, wovon einige der Stadtpforten auch noch heute zu sehen sind.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Mexiko?

Chichen Itza Pyramiden in Mexiko©Aleksandar Todorovic-stock.adobe.com

Chichén Itzá

Eine der bedeutendsten Ruinenstätte auf Yucatán ist "Chichén Itzá", die ca. 120 km östlich von Mérida liegt. Früher galt sie als das Zentrum des neuen Maya-Reiches und dehnt sich auf eine Fläche von 1.547 ha aus. Das Zentrum bildet die Pyramide von Kukulkán, eine große Stufenpyramide, von der man auch das Innere betreten kann. Die Besonderheit der Pyramide ist, dass alle vier Seiten mit Treppenstufen bestückt sind, die zusammen 365 Stück ergeben.

Maya-Ruinen in Palenque©Fer Gregory-shutterstock.com

Palenque

Die historische Stätte Palenque liegt im Bundesstaat Chiapas nahe der gleichnamigen Stadt Palenque. Umgeben von Tieflanddschungel findet man hier Ruinen einer ehemaligen Stätte der Maya, die seit 1987 auch als UNESCO-Weltkulturerbe gilt. 2015 wurde die Stätte sogar unter Sonderschutz bei bewaffneten Konflikten gestellt und in das Internationale Register für Kulturgut eingetragen. Rund 2 Kilometer erstreckt sich die Stadt auf einer Terrasse an einem Berghang. Sie ist eines der faszinierendsten Kulturgüter, die von dem Maya Volk übrig geblieben ist.

Maya-Stätte in Uxmal

Uxmal

Uxmal ist eine der bedeutendsten Maya-Stätten und liegt etwa 80 km südlich von Mérida. Die meisten der Gebäude wurde im Laufe der Zeiten immer wieder umgebaut und erweitert. Die Adivino-Pyramide, auch "Pyramide des Zauberers" genannt, ist eine Stufenpyramide und das größte Bauwerk in Uxmal. Aber auch zahlreiche andere beeindruckende Bauwerke sind einen Blick wert. Der Gouverneurspalast z. B. gilt als einer der schönsten architektonischen Bauwerke der Maya. Auf der Rückseite des Palastes findet man die große Pyramide "Pirámide Mayor", von deren Spitze man einen wunderschönen Ausblick über die Anlage Uxmals erhält.

Untergrundhöhlen in Mexiko

Cenotes - Untergrundhöhlen

Da die Halbinsel Yucatán aus porösem Kalkstein besteht, der weder Flüsse noch Seen oberhalb des Gesteins zulässt, wird die Region überwiegend von einem unterirdischen Wassersystem durchzogen. Hierdurch entstehen Wasserlöcher und Kalksteinhöhlen, die als "Cenoten" bezeichnet werden. Der Begriff "Cenote" stammt von den Maya-Völkern und leitet sich von dem Wort "dznot" ab, was übersetzt so viel heißt wie "heilige Quelle". Früher wurden an solchen Orten religiöse Rituale und Opfergaben vollzogen. Heute bieten sich in den Kalksteinhöhlen einmalige Abenteuer, in denen man stellenweise auch schwimmen und schnorcheln kann.

Was sind die Besonderheiten von Flora & Fauna in Mexiko?

Mexiko ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Aufgrund seiner Größe, der verschiedenen Klimazonen und Höhenlagen, gibt es hier eine Vielzahl von Lebewesen, die ca. 60 - 70% der Tier- und Pflanzenwelt weltweit ausmachen. Doch Jagd, Abholzung, Brandrodung und andere Faktoren gefährden die einzigartigen Lebensräume zunehmend. Aus diesem Grund wurden zahlreiche Naturschutzgebiete und Parks errichtet, um die Schönheit und Vielfalt der Natur zu bewahren.

Flora

Mexikos Flora ist sehr vielfältig. Über 30.000 verschiedene Pflanzenarten findet man hier. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Im Norden des Landes gibt es viele Wüstengebiete, hier wachsen die bekannten Kakteen, wie der Kandelaber-Kaktus, der Cardón-Kaktus oder der Nopalkaktus (Feigenkaktus). Teilweise können diese Kakteenarten sehr groß und alt werden und zahlreiche Liter Wasser speichern. Weiter in Richtung des zentralen Hochlands geht die Region in Gräser und Sträucher über. Die Bergzüge der nördlichen Sierra werden mit Nadel- und Kieferwäldern, sowie Eichen, Eukalyptus und Wacholder überzogen. Auch den Nationalbaum des Landes, den Ahuehuete findet man hier. Edelhölzer wie der Zapote oder Mahagoni wachsen dagegen im Regenwald. Zudem ist der Kakaobaum sehr verbreitet. Sobald die Regenzeit beginnt, öffnen sich auch Blüten der schönen Bäume wie Magnolie-, Hibiskus-, Famboyant-, Oleander- oder Trompete. Bei den zahlreichen Blumenarten hat sich die Dahlie als Mexikos Nationalblume etabliert. Aber auch viele Orchideenarten kann man finden. Die bekannten Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Vanille, Schokolade oder Nussarten wurden ebenfalls aus Mexiko nach Europa eingeführt.

Orchidee in Mexiko
Tukan in Mexiko©Lukas Gojda-adobestock.com

Fauna

Mexiko verfügt über eine große und artenreiche Tierwelt. Farbenfrohe Tukane, Quetzals, Kolibris und Papageien prägen das Land, genauso wie Pelikane, Geier, Bussarde und vor allem die prächtigen Adler, das Wappentier Mexikos. Am Golf von Mexiko findet man die wunderschönen Flamingos. Allerlei Reptilienarten findet man besonders in den Feuchtgebieten und an Flussläufen. Krokodile, Kaimane, Leguane, Echsen und unterschiedliche Schlangenarten. Aber auch Kleintiere wie Skorpione, Spinnen, Ameisen, Zecken und Mücken gibt es in vielen Regionen. In den Regenwäldern, besonders in der Region Chiapas, leben verschiedene Paviane. Außerdem sind der Jaguar, Puma, Dachs und zahlreiche andere Tiere in Mexiko heimisch. Im zentralen Hochland in der Nähe von Michoacán findet in den Wintermonaten ein atemberaubendes Naturspektakel statt. Hier lassen sich tausende von Monarchfaltern nieder und färben die ganze Landschaft orange. Die schönen Meeresschildkröten an den Küsten sind leider vom Aussterben bedroht. Ansonsten ist auch die Unterwasserwelt sehr vielfältig. Ein besonderes Highlight ist das Beobachten der Grauwale am Pazifischen Ozean. Besonders an der Küste vor Baja California lassen sich die schönen Meerestiere beobachten, da sie zu ihrer Brutzeit hierher ziehen.

Welche kulturellen Aspekte prägen die Geschichte von Mexiko?

Mexiko ist ein Land reich an Kulturerbe und Geschichte. Es ist das Land mit den meisten UNESCO-Weltkulturerben des amerikanischen Kontinents. Hier vermischen sich Elemente der alten Hochkulturen, mit denen der spanischen Kolonialzeit und mit denen der neuzeitlichen während der amerikanischen Besetzung. Eine bunte Mischung von Traditionen, Architektur, Kunst und Musik.

Musiker in Mexiko©DOUGBERRY-gty

Mariachi-Musik

Die traditionelle Mariachi-Musik ist typisch für Mexiko. Regional kann die Musik sehr unterschiedlich sein. Eine Band besteht in der Regel aus 6 - 12 Musikern, diese tragen uniformierte Jacken und enge Hosen und auf dem Kopf den berühmten Sombrero. Die Musikinstrumente können variieren von Gitarren zu Violinen, Trompeten, Geigen oder Harfen. Die meisten der Tänze stammen von indianischen Kulturen ab. Einer der bekanntesten mexikanischen Volkstänze ist der Sombrero Tanz, auch Jarabe Taptio genannt, wobei in tollen, farbenfrohen Kostümen zu Mariachi-Musik getanzt wird. Aber auch Tänze wie der Tanz der fliegenden Männer (Voladores de Papantla) oder der Tanz der alten Männer (Danza de los Viejitos) sind in Mexiko sehr bekannt.

Maya-Kultur in Mexiko©annic Jonas

Maya-Kulturen

Mexikos alte Kulturen können auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Hochkulturen wie die Maya, die Azteken, die Toteken oder Olmeken siedelten hier schon früh vor Christus an. Die Hauptstadt Tenochtitlán, welche das heutige Mexiko-Stadt ist, wurde bereits 1200 n. Chr. von den Azteken gegründet. 1519 kam der spanische Eroberer Hernán Cortés in die Stadt und wurde vom damaligen Herrscher Moctezuma II. freudig empfangen. Doch Cortés nutzt die Gastfreundlichkeit aus, nimmt den Kaiser in seinem Palast als Geisel und lässt ihn 1520 töten. Nach einer Belagerung unterwirft Cortés die Stadt, woraufhin fast die gesamte Aztekenkultur zerstört wird und eine 300-jährige Herrschaft der Spanier in dem neu gegründeten Vizekönigreich Nueva Espana folgt.

Was sind die wichtigsten Feiertage in Mexiko?

  • 05. Feb. Tag der Verfassung
  • 24. Feb. Tag der Fahne
  • 21. Mrz. Geburtstag von Benito Juarez
  • 05. Mai Schlacht von Puebla
  • 01. Sep. Regierungserklärung
  • 16. Sep. Unabhängigkeitstag
  • 12. Okt. Kolumbus-Tag
  • 01. Nov. Tag der Toten
  • 02. Nov. Allerseelen
  • 20. Nov. Tag der Revolution
  • 12. Dez. Tag der Jungfrau von Guadalupe
Dia de Muertos in Mexiko©zsuriel-stock.adobe.com

Día de muertos (Tag der Toten)

Einer der wichtigsten Feiertage Mexikos ist das Fest der Toten, der "Dia de Muertos", der in den Tagen ab Ende Oktober bis Anfang November gefeiert wird. Die Mexikaner haben eine ganz besondere Verbindung zum Tod. Es heißt demnach, dass in der Nacht vom 1. auf den 2. November die Seelen der Toten zurück auf die Erde kommen, um ihre Lieben zu besuchen. Aus diesem Grund werden in jedem Haus Totenaltäre aufgestellt, diese symbolisieren "Wer gestorben ist, wird nicht vergessen". Doch es ist kein Trauer-, sondern ein Freudentag. Er geht auf die Traditionen des indianischen Volkes zurück, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang zu einem besseren, neuen Leben sei. Daher gibt es auf den Straßen viel Musik, Essen und Tänze. Überall sieht man aufgestellte Blumen, Totenköpfe und kostümierte Menschen. Auch trifft man sich gerne zum Picknick auf dem Friedhof, um gemeinsam zu musizieren, zu lachen und zu essen. Wer zu dieser Zeit Mexiko besucht, sollte dieses Fest nicht verpassen. 2003 wurde es von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe ernannt.

Welche Speisen & Getränke sind für Mexiko bekannt?

Die mexikanische Küche

Allgemein lässt sich sagen, dass die mexikanische Küche vor allem Einflüsse der spanischen und aztekischen Küche enthält. Über das Land verteilt gibt es auch einige Unterschiede der kulinarischen Spezialitäten. Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit am Tag und daher wird in Mexiko auch immer eine lange Mittagspause eingeplant. Abends gibt es dann oftmals nur noch eine kleine Mahlzeit, z. B. Tacos oder Früchte. Häufig gebraucht werden Zutaten wie Chili, Mais, Erdnüsse, Tomaten und Avocado und die Gerichte sind schärfer als hierzulande. Bekannt sind vor allem die Tortillas oder Tortillafladen, oft mit Chili(-Soße) oder Salsa-Soße serviert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Weizen- und Maistortillas, die dann z. B. mit Tacos oder Enchiladas serviert werden. Tacos sind eines der beliebtesten Gerichte der Mexikaner. Sie bestehen aus einer Maismehltortilla, werden frittiert, damit sie ihre Muschelform bewahren. Diese nennt man auch Tacoshell. Sie haben eine gelbliche Farbe und werden unterschiedlich gefüllt, z. B. mit verschieden Fleischsorten oder Gemüse und Käse. Aus Maismehl werden auch die bekannten Tortillachips hergestellt - die Nachos. Auch gibt es sogenannte Enchiladas, welche aus gefüllten Tortillas mit Hühnerfleisch und mexikanischer Soße bestehen. Gerne werden sie auch mit Käse und Sahne überbacken.

Burritos aus Mexiko©Visions-AD-stock.adobe.com
Tequila aus Mexiko©sarymsakov.com-stock.adobe.com

Die Burritos hingegen bestehen meist aus Weizenmehltortillas und sind vergleichbar mit den amerikanischen Wraps. Sie werden gefüllt mit allerlei Inhalt wie Hackfleisch, Soße, Bohnen, Tomaten, Avocados und Käse. Als Nachspeise sehr beliebt sind die sogenannten Churros. Sie bestehen aus Teig, haben eine längliche Form und werden frittiert. Je nach Belieben werden sie mit Schokolade oder Zimt und Zucker serviert. Vielen ist auch das bekannte Gericht "Chili con carne" bekannt. Dieses oftmals scharfe Gericht besteht aus Fleisch, Bohnen, Mais und Chilischoten. Irrtümlich ist es aber gar kein traditionell mexikanisches Gericht, sondern gehört der Tex-Mex-Küche aus dem Süden der USA und dem nördlichen Teil Mexikos an. Es gibt einige bekannte Speisen die als typisch mexikanisch gelten, welche ursprünglich jedoch aus der Tex-Mex Küche abstammen.

Getränke

Tequila, Mexcal, Pulque oder Bier werden in Mexiko gerne als alkoholische Getränke getrunken. Pulque gilt als das mexikanische Nationalgetränk, auch wenn es nicht mehr so häufig und hauptsächlich auf dem Land getrunken wird. Es ist ein Gärgetränk mit Alkohol und wird aus fermentiertem Saft von verschiedenen Agaven hergestellt. Aus einer kleineren Agavenart wird ebenfalls Mezcal gewonnen. Von Spaniern gerne getrunken wird das Horchata. Es ist ein süßliches Reis und Zimt-Getränk, welches meist gekühlt serviert wird. Doch auch Cola und Limonade sind bei den Mexikaner sehr beliebt.

Was sollte man vor einer Reise nach Mexiko beachten?

Man benötigt einen Reisepass und eine Touristenkarte für die Einreise nach Mexiko. Diese bekommt man von einem mexikanischen Konsulat oder der Fluggesellschaft. Bei der Ausreise muss die Kopie des Passes erneut vorgelegt werden.

Der Genuss von alkoholischen Getränken ist in ganz Mexiko in der Öffentlichkeit verboten und kann sogar mit Gefängnisstrafen geahndet werden.

Fotografieren darf man vor allem in Museen nur gegen Gebühr. Bitte fragen Sie vor dem Ablichten eines Einheimischen oder Indianers nach deren Erlaubnis, da sie sich in der Regel nicht gerne fotografieren lassen.

Landesweit hat die Zahl der gewalttätigen Demonstranten und Kriminellen zugenommen. Die vom auswärtigen Amt empfohlenen Verhaltens- und Sicherheitsregeln sollten eingehalten werden und ggfs. Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Frauen sollten insbesondere nachts und in einsamen Gebieten nicht alleine unterwegs sein. Teilweise sind außerdem Fälle aufgetreten, in denen sich Kriminelle als Polizisten ausgegeben haben. Es wird dringend geraten, bei der Gruppe zu bleiben und den Anweisungen des Reiseleiters zu folgen. Achten Sie auf Ihre Wertsachen und tragen Sie sie vorsichtshalber nicht offen zur Schau. Wichtige Dokumente sollten sicher in der Unterkunft deponiert werden und Kopien ggfs. in elektronischer Form abgespeichert werden. Ferner sollte dringend auf Fahrten per Anhalter, auf die Mitnahme von Anhaltern und das Anhalten am Straßenrand zur Pannenhilfe verzichtet werden.

Üblich sind 10 - 15 % des Gesamtpreises in Restaurants, sollte eine Grundgebühr nicht schon mitberechnet worden sein. Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld, als höflich erweisen sich aber 3 - 5 Pesos extra.

Die Landeswährung von Mexiko ist der Mexikanische Peso (MXN). Bankautomaten stehen in den meisten größeren Städten zur Verfügung. In kleineren Städten und an den Küsten ist es sinnvoll, eine ausreichende Menge an Bargeld mit sich zu führen, da hier eher weniger Bankautomaten zu finden sind.

Kreditkarten

In Restaurants, größeren Hotels und zur Autovermietung werden die gängigen Kreditkarten in der Regel akzeptiert. Auch in einigen Geschäften größerer Städte kann die Kreditkarte genutzt werden.

Die Netzspannung in Mexiko beträgt 127 Volt, bei einer Frequenz von 60 Hz. Ein Reiseadapter wird daher benötigt.

In Mexiko wird überwiegend Spanisch gesprochen und gilt als das größte spanisch-sprachige Land der Welt. Es gibt jedoch rund 68 weitere anerkannte Sprachen im gesamten Land, davon zahlreiche Indigene Sprachen. Auch wenn einige dieser Sprachen vom Aussterben bedroht sind, haben sie noch heute einen großen Einfluss auf das Spanisch, dass in Mexiko gesprochen wird. Daher unterscheidet es sich mit eigenem Wortschatz, Slang, Intonation, Aussprache und Grammatik vom Spanisch aus Spanien oder anderen lateinamerikanischen Ländern. Einige der bekanntesten und geläufigsten Indigenen Sprachen ist Náhuatl, welches von den Azteken gesprochen wurde oder Mayathan, welches von den Bewohnern der Halbinsel Yucatán abstammt.

Fast 90 % der Mexikaner sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche. Auch wenn ihr Anteil in den letzten Jahren leicht zurück gegangen ist, repräsentieren sie damit die größte Glaubensgemeinschaft in Mexiko. Gleich danach kommen Protestanten (ca. 6 - 7 %) und Atheisten (ca. 3 - 4 %). Der Anteil an anderen Religion in der Bevölkerung ist somit sehr gering.

Die schwarze Jungfrau von Guadalupe

In ganz Mexiko und weit über die Grenzen hinaus ist die heilige Jungfrau von Guadalupe bekannt. Die Jungfrau wird von Mexikanern aller Religionen hoch verehrt. So sehr, dass sie 1737 zur Schutzpatronin Mexikos und 1910 zur Schutzpatronin Lateinamerikas erklärt wurde. Die Erscheinung der Patronin trug in Mexiko stark zur Verbreitung und zum Erstärken des Christentums bei und geht lange zurück auf das Jahr 1531. Dort erschien dem Indianerjungen Juan Diego am Berg Tepeyac die heilige Gottesmutter Maria und beauftragte ihn zum Bischof nach Mexiko-Stadt (damals Ciudad de Mexico) zu gehen und ihn zu bitten, eine Kirche auf dem Hügel zu bauen. Doch der Bischof ließ sich nicht überzeugen, sodass Maria dem Jungen drei Tage später wieder erschien. Auf dem Hügel wuchsen dieses Mal mitten im Winter zahlreiche Rosen, die Juan pflückte und eingewickelt in seinem Mantel zum Bischof brachte. Als er den Mantel öffnete, war auf dem Stoff das Gesicht Marias zu sehen. Erzählungen nach sah der Bischof darin das Gesicht der Jungfrau von Guadalupe von Spanien und ließ voller Überzeugung die Kirche bauen.