¡Viva México! Entdecken Sie das größte spanischsprachige Land in seiner ganzen Vielfalt. Über weiße Sandstrände und türkisfarbenes Meer bis hin zur mystischen Welt der Maya und Azteken. Tauchen Sie ein in die Welt der alten Völker und entdecken Sie die historischen Kulturgüter hautnah.

Lassen Sie sich faszinieren von der Lebensfreude der Mexikaner, erleben Sie eines der zahlreichen Feste und probieren Sie den heimischen Tequila. Nützliche Reisetipps finden Sie hier!

Inhaltsverzeichnis

Steckbrief

Fläche
1.964.375 km²

Einwohner
Ca. 119,5 Mio. Einwohner

Amtssprache
Spanisch

Staatsform
Präsidentielle Demokratie

Hauptstadt
Mexiko-Stadt (ca. 22 Mio. Einwohner)

Geografie
Der Norden Mexikos gehört zu Nordamerika und der Süden zu Mittelamerika. Östlich des Landes liegt der Golf von Mexiko und das Karibische Meer. Westlich findet man den Pazifischen Ozean. Die zentrale Hochebene mit Höhen zwischen 1.000 - 2.500 m. ü. M. nimmt einen großen Teil des Landes ein. Auch vulkanische Aktivitäten sind hier vorzufinden. Zwischen den Gebirgen und dem Meer liegen schmale Küstenebenen. Auf der Halbinsel Yucatan erstreckt sich flache Savanne mit tropischem Klima. Die Wüste von Sonora nimmt einen großen Teil im Nordwesten des Landes ein, hier findet man auch die für Mexiko bekannten hohen Kakteen.

Nationalfeiertag
16. September (Unabhängigkeitstag)

Angrenzende Länder
Mexiko hat drei Nachbarländer: USA, Belize und Guatemala.

Landesvorwahl
+52

Domainendung
.mx

Währung
Mexikanischer Peso. Bankautomaten stehen in den meisten größeren Städten ausreichend zur Verfügung. Vor allem in kleineren Städten und den Küsten ist es jedoch sinnvoll, eine ausreichende Menge Bargeld mit sich zu führen, da hier eher weniger Bankautomaten zu finden sind.

Außerdem sollte man darauf achten, keine großen Summen Bargeld mit sich zu führen und wenn möglich das Geld an Automaten im Inneren von Gebäuden mit Videoüberwachung (z. B. Einkaufshäuser oder Banken) abzuheben und so die Chance eines Überfalls oder Betrugs zu vermindern.

Kreditkarten
In Restaurants, größeren Hotels und zur Autovermietung werden die gängigen Kreditkarten in der Regel akzeptiert. Auch in einigen der Geschäfte größerer Städte kann die Kreditkarte benutzt werden.

Stromspannung
127 V, 60 Hz Stecker A, B / Ein Adapter wird benötigt.

Zeitzone
Mexiko besitzt drei Weltzeitzonen.
Im Süden und an der Ostküste herrscht die "Central Standard Time" (UTC -6). Da in diesem Bereich die meisten Menschen leben, besitzt diese Zeit allgemeine Gültigkeit für das Land. Weiter im Norden, an der nordwestlichen Küste herrscht die "Pacific Standard Time" (UTC -8). Außerdem gibt es noch die "Mountain Standard Time" (UTC -7). Während der europäischen Sommerzeit verschiebt sich die Zeit zusätzlich über eine Stunde.

Klima & Reisezeit

Aufgrund der großen Ausdehnung des Landes lässt sich Mexiko in verschiedene Klimazonen aufteilen. Im Nordwesten an der Grenze zu Kalifornien herrscht subtropisches Klima. Auch wenn es allgemein ganzjährig feucht ist, so gibt es zwischen Sommer und Winter dennoch große Temperaturunterschiede in der Region. Kann es im Sommer sehr heiß mit bis zu 35 - 40 Grad werden, so sind die Winter deutlich kühler. Kommt man weiter ins Landesinnere in höhere Lagen wie Mexiko-Stadt oder Guadalajara wird das Klima bereits gemäßigter und trockener. Warme Kleidung wird bei der Besichtigung von Städten in Hochebenen vor allem in den Wintermonaten empfohlen, da dort auch Schnee fallen kann.

Weiter südlich wird das Klima immer tropischer, es gibt Trocken- und Regenphasen. Die Zeit von ca. Juni bis November ist Regenzeit, es kann sehr schwül werden. Trockener sind die restlichen Monate von November bis Mai. An der Küste und in niedrig gelegenen Küstengebieten fällt in der Regel mehr Niederschlag. An der karibischen Küste kann es sehr heiß und feucht werden, es gibt vermehrt Niederschläge. Am Golf von Kalifornien oder an der Pazifikküste hingegen ist deutlich trockener. Auch die Nordküste der Halbinsel Yucatan ist trockener als die Ostküste. In der Zeit von Juni bis November können außerdem immer wieder tropische Wirbelstürme auftreten.

Beste Reisezeit

Eine beste Reisezeit lässt sich pauschal nicht sagen, Mexiko kann ganzjährig besucht werden. Jedoch sind die trockenen Monate eindeutig beliebter, da es kühler und angenehmer ist. In den Sommermonaten eignen sich die nordwestlichen oder höher gelegenen Regionen, hier sind die Temperaturen vergleichsweise auch niedriger, auch wenn die Luftfeuchtigkeit dennoch recht hoch ist. Auch muss in der Regenzeiten mit tropischen Stürmen und Regen gerechnet werden.

Städte & Regionen

Acapulco
Im Süd-Westen des Landes am Pazifik liegt Acapulco. Mit ihrem sonnigen Wetter und ihren traumhaften Stränden gilt die Stadt als eine der schönsten der Region. Die langen Küstenabschnitte und das kristallklare Wasser sind ein Paradies für Taucher und Schnorchler. Auch der Felsen und Aussichtspunkt "La Quebrada" ist sehr beliebt, finden sich hier professionelle Klippenspringer ein, die mehrmals am Tag die Klippen hinunterspringen und eine touristische Attraktion bilden. In der Stadt selbst kann man das "Fuerte de San Diego" bewundern, welches von den Spaniern im 18. Jh. zum Schutz vor Piraten gebaut wurde und heute zu einem historischen Museum umgewandelt wurde.

Guadalajara
Guadalajara ist die zweitgrößte Stadt Mexikos und liegt im Westen des mexikanischen Hochlands. Sie ist eine der wichtigsten Industrie- und Handelszentren und wird auch als die Stadt des Tequilas, Mariachis und Jarabe-Tanzes bezeichnet. Viele Grün- und Parkanlagen und wunderschöne historische Plätze findet man hier. Auf dem Plaza Guadalajara im Zentrum findet man einen Brunnen, in dessen Mitte sich zwei Löwen befinden, die das Stadtwappen symbolisieren. Gleich hinter dem Platz steht die Kathedrale von Guadalajara, mit ihren Zwillingstürmen und der Kuppel in der Mitte. Seitlich der Kathedrale befindet sich der Plaza de Armas. Er verfügt über einen schönen, schmiedeisernen Art-Nouveau Musikpavillon, in welchem regelmäßig Konzerte stattfinden.

Der längliche Plaza de la Liberación liegt hinter der Kathedrale und gilt als Treffpunkt der Stadt. Umgeben wird er von wichtigen, bekannten Gebäuden wie dem Regionalmuseum, dem Regierungspalast "Palacio de Gobierno" mit seiner barocken Fassade und dem Teatro Degollado. Das Stadttheater Teatro Degollado wurde 1856 gebaut und noch heute finden hier zahlreiche Veranstaltungen und Musikaufführungen statt. Im hinteren Teil des Theaters steht ein Brunnen, der die Gründer der Stadt zeigt. Auch beginnt hier der Plaza Tapatia, mit seinen interessanten Skulpturen. Er erstreckt sich bis zum Hospicio Cabañas, welches von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde und sehr sehenswert ist. Auch die Basílica de Zapopan, etwas außerhalb der Stadt in Zapopan, ist einen Blick wert. Die Wallfahrtskirche wurde im 18. Jahrhundert gebaut und beherbergt eine Holzstatue der Gottesmutter Maria, welche von großer historischer und religiöser Bedeutung ist.

Guanajuato
Guanajuato ist eine Stadt in Zentralmexiko mit ca. 72.000 Einwohnern. Sie liegt in einem Gebirgstal, umgeben von malerischen Täler und Bergen. Gegründet wurde die Stadt 1559, weshalb sich noch viele architektonische Bauwerke aus dieser kolonialen Zeit hier finden lassen. Im 17. Jahrhundert wurde in Guanajuato erstmals Silber entdeckt, damit gehört die Stadt zu einer der berühmten Silberstädte und trug zum spanischen Reichtum während der frühen Neuzeit bei. Mit ihren engen verwinkelten Straßen und Gassen, zahlreichen historischen Bauwerken, Cafés und Märkten eignet sich die Stadt hervorragend zu einer Besichtigung. 1988 wurde die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Die Gasse Callejón del Beso ist für ihre gegenüberliegenden Balkone bekannt, von denen aus sich Liebespaare über die Straße hinweg küssen können. Entgehen lassen sollte man sich auch nicht das Haus und heutige Museum des Malers Diego Rivera, in welchem seine großartigen Werke betrachtet werden können. Im Zentrum der Stadt steht das historische Gebäude Alhóndiga de Granaditas. Es ist der Schauplatz des ersten glorreichen Siegs für die Unabhängigkeit gegenüber der Spanier 1810.

Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt des Landes und liegt im zentralen Süden, umgeben von drei Bergen, der Sierra Nevada und den bekannten Zwillingsvulkane Iztaccíhuat (5.286 m) und Popocatépetl (5.450 m). Die Stadt hat eine Einwohnerzahl von ca. 8.8 Mio. und bildet den politischen und kulturellen Mittelpunkt des Landes. Zahlreiche Hoch- und Fachschulen, Universitäten, Museen und Denkmäler finden sich hier. Da sich die Stadt auf den Überresten der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan befindet, wurde das historische Zentrum und die berühmten schwimmenden Gärten im Stadtteil Xochimilco zum Weltkulturerbe ernannt.

Unternehmen Sie eine Bootsfahrt in einer der "Trajineras", schlendern Sie durch den Künstler-Stadtteil Coyoacán oder den Stadtteil San Angel und bewundern Sie großartige Bauwerke, wie den zentralen Hauptplatz Zocalo mit Kathedrale und Präsidentenpalast. Auch eines der zahlreichen Museen ist einen Besuch wert, so z. B. das anthropologische Museum, in welchem die Besucher alles über Mexikos indianische Kulturen und deren Geschichte erfahre. Sehenswert ist ebenso der aztekische Templo Mayor, ein ehemals riesiger Tempel, der sich mitten auf dem Gebiet der heutigen Stadt befand und teilweise von Archäologen ausgegraben wurde.

Palenque
Die historische Stätte Palenque liegt im Bundesstaat Chiapas nahe zur gleichnamigen Stadt Palenque. Umgeben von Tieflanddschungel findet man hier Ruinen einer ehemaligen Stätte der Maya, die seit 1987 auch als UNESCO-Weltkulturerbe gilt. 2015 wurde die Stätte sogar unter Sonderschutz bei bewaffneten Konflikten gestellt und in das Internationale Register für Kulturgut eingetragen. Rund 2 Kilometer erstreckt sich die Stadt auf einer Terrasse an einem Berghang. Sie ist eines der faszinierendsten Kulturgüter, die von dem Maya Volk übrig geblieben ist.

Rund 95 % ist noch von Dschungel überwachsen, das heißt erst 5 % wurden tatsächlich freigelegt. Palenque existierte schon um ca. 300 v. Chr. und erlebte seine Blütezeit zwischen 600 und 800 n. Chr. Unweit der archäologischen Ausgrabungsstätte wohnen sogar noch direkte Nachkommen der ehemaligen Bewohner des alten Palenque, das Volk der Lacandonen. Der Tempel der Inschriften ist wohl der bekannteste der Bauwerke dort. Im Innern stieß man erst 1952 bei Ausgrabungen auf eine geheime Treppe, die zu einer Krypta führt. Weitere interessante und beeindruckende Tempel sind der Templo del Sol (Sonnentempel) und der Templo de la Calavera (Tempel des Totenkopfes).

Teotihuacán
Etwa 45 km nordöstlich von Mexiko-Stadt liegt die berühmte Stadt der Götter - Teotihuacán. Hier findet man die bekannte Sonnen- und Mondpyramiden, es ist eines der bis heute größten ausgegrabenen altindianischen Städte Mittelamerikas und wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Im Zentrum liegt die Sonnenpyramide. Sie ist die drittgrößte Pyramide der Welt und wurde um 100 n. Chr. erbaut. Am nördlichen Ende der sogenannten "Straße der Toten" liegt die Mondpyramide, welche ebenfalls um 100 n. Chr. in mehreren Etappen erbaut wurde und in denen unterirdische Kammern gefunden wurden, die menschliche Überreste enthielten.

Halbinsel Yucatán
Yucatán ist eine Halbinsel welche den Golf von Mexiko vom Karibischen Meer trennt. Man findet hier zahlreiche archäologische Stätte, denn die Insel war vom 4. - 10. Jh. eine Hochburg und Zentrum der indigenen Maya-Kultur. Das Klima auf der Insel ist sehr heiß und tropisch. Allgemein ist das Gebiet sehr flach, im Süden ist es feuchter und es gibt eine große Dichte an Regenwäldern, wohingegen man in der Mitte eher dichterer Wald vorfindet. Je weiter man Richtung Norden kommt, desto trockener wird das Klima.

Mérida
Die Hauptstadt Yucatáns ist Mérida, welche auch als "Tor zur Welt der Maya" gilt. Heute ist es das Kultur- und Finanzzentrum der Region - in der schönen Altstadt herrscht buntes Treiben, man sieht viele Straßenkünstler und in der kolonialen Innenstadt finden v. a. am Wochenende zahlreiche Märkte statt. Auch viele Restaurants, Museen und Galerien säumen den Weg. Aufgrund der vielen Kalksteingebäude wird die Stadt auch als "die weiße Stadt" bezeichnet. Ursprünglich war sie von einer Stadtmauer umgeben, wovon einige der Stadtpforten auch noch heute zu sehen sind.

Chichén Itzá
Eines der bedeutendsten Ruinenstätte auf Yucatán ist Chichén Itzá. Früher war es das Zentrum des neuen Maya-Reiches. Es liegt etwa 120 km östlich von Mérida an einer Quelle, dem Heiligen Cenote, an welchem früher zu Trockenzeiten Menschen geopfert wurden. Chichén Itzá dehnt sich auf eine Fläche von 1.547 ha aus, das Zentrum bildet eine große Stufenpyramide.

Uxmal
Uxmal ist eine der bedeutendsten Maya-Stätten und liegt etwa 80 km südlich von Mérida. Die meisten der Gebäude wurde im Laufe der Zeiten immer wieder umgebaut und erweitert. Die Adivino-Pyramide, auch "Pyramide des Zauberers" genannt, ist eine Stufenpyramide und das größte Bauwerk in Uxmal. Aber auch zahlreiche andere beeindruckende Bauwerke sind einen Blick wert. Der Gouverneurspalast z. B. gilt als einer der schönsten architektonischen Bauwerke der Mayas. Auf der Rückseite des Palastes findet man die große Pyramide "Pirámide Mayor", von deren Spitze man einen wunderschönen Ausblick über die Anlage Uxmals erhält.

Tulúm
Tulúm gilt als ehemaliges Wirtschaftszentrum der Maya, die Stadt ist eine der Größten auf der Halbinsel und liegt direkt am Meer. Auch die bekannte Riviera Maya erstreckt sich hier entlang der Ostküste zwischen Cancún und Tulúm. Die bekanntesten Gebäude sind das Schloss der "Tempel des Herabsteigenden Gottes", der Freskentempel, der Tempel des Windes und das Haus des Halach Huinik. Außerdem wird die innere Stadt von einer beeindruckenden Stadtmauer umgeben, die sich zum Meer hin öffnet.

Cancún
Vor allem bei Wassersportlern ist die Stadt sehr beliebt. Sie liegt an der Küste Yucatáns, südöstlich von Mexiko, im Einflussgebiet des Pazifik, der Karibik und des Golfstroms. Ehemals war Cancún ein kleines Fischerdorf, heute entwickelt es sich zu einer prächtigen Stadt und ist mit seinen traumhaften weißen Strände und dem türkisfarbenes Meer eine gern besuchte Touristenregion.

Flora & Fauna

Mexiko ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Aufgrund seiner Größe und seiner verschiedenen Klimazonen und Höhenlagen, gibt es hier eine Vielzahl von Lebewesen, genaugenommen einen 60 - 70 %igen Anteil der Tier- und Pflanzenwelt weltweit. Doch Jagd, Abholzung und Brandrodung und andere Faktoren gefährden die einzigartigen Lebensräume, weshalb zahlreiche Naturschutzgebiete- und Parks eingeführt wurden.

Flora
Mexikos Flora ist sehr vielfältig. Über 30.000 verschiedene Pflanzenarten findet man hier. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Im Norden des Landes gibt es viele Wüstengebiete, hier wachsen die bekannten Kakteen, wie der Kandelaber-Kaktus, der Cardón-Kaktus oder der Nopalkaktus (Feigenkaktus). Teilweise können diese Kakteenarten sehr groß und alt werden und zahlreiche Liter Wasser speichern. Weiter in Richtung des zentralen Hochlands geht die Region in Gräser und Sträucher über.

Die Bergzüge der nördlichen Sierra werden mit Nadel- und Kieferwäldern, sowie Eichen, Eukalyptus und Wacholder überzogen. Auch den Nationalbaum des Landes, den Ahuehuete findet man hier. Edelhölzer wie der Zapote oder Mahagoni wachsen dagegen im Regenwald. Zudem ist der Kakaobaum sehr verbreitet. Sobald die Regenzeit beginnt, öffnen sich auch Blüten der schönen Bäume wie Magnolie-, Hibiskus-, Famboyant,- Oleander- oder Trompete. Bei den zahlreichen Blumenarten hat sich die Dahlie als Mexikos Nationalblume etabliert. Aber auch viele Orchideenarten kann man finden. Die bekannten Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Vanille, Schokolade oder Nussarten wurden ebenfalls aus Mexiko nach Europa eingeführt.

Fauna
Mexiko verfügt über eine große und artenreiche Tierwelt. Farbenfrohe Tukane, Quetzals, Kolibris und Papageien prägen das Land, genauso wie Pelikane, Geier, Bussards und vor allem die prächtigen Adler, das Wappentier Mexikos. Am Golf von Mexiko findet man die wunderschönen Flamingos. Allerlei Reptilienarten findet man besonders in den Feuchtgebieten und an Flussläufen. Krokodile, Kaimane, Leguane, Echsen und unterschiedliche Schlangenarten. Aber auch Kleintiere wie Skorpione, Spinnen, Ameisen, Zecken und Mücken gibt es in vielen Regionen. In den Regenwäldern, besonders in der Region Chiapas leben verschieden Affenarten, außerdem sind der Jaguar, Puma, Dachs und zahlreiche andere Tiere in Mexiko heimisch. Im zentralen Hochland in der Nähe von Michoacán findet in den Wintermonaten ein atemberaubendes Naturspektakel statt. Hier lassen sich tausende von Monarchfaltern nieder und färben die ganze Landschaft orange.

Die schönen Meeresschildkröten an den Küsten sind leider vom Aussterben bedroht. Ansonsten ist auch die Unterwasserwelt sehr vielfältig. Ein besonderes Highlight ist das Beobachten der Grauwale am Pazifischen Ozean. Besonders an der Küste vor Baja California lassen sich die schönen Meerestiere beobachten, da sie zu ihrer Brutzeit hierher ziehen.

Sprache

Da in Mexiko überwiegend Spanisch gesprochen wird, gilt das Land als das größte spanischsprachige der Welt. Es gibt jedoch rund 68 weitere anerkannte Sprachen im gesamten Land, davon zahlreiche Indigene Sprachen. Die meisten davon haben einen großen Einfluss auf das heutige Spanisch in Mexiko genommen, auch wenn einige davon vom Aussterben bedroht sind. Einige der bekanntesten und geläufigsten Indigenen Sprachen ist Náhuatl, welches von den Azteken gesprochen wurde oder Mayathan, welches von den Bewohnern der Halbinsel Yucatán abstammt.

Religion

Fast 90 % der Mexikaner sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche. Auch wenn ihr Anteil in den letzten Jahren leicht zurück gegangen ist, repräsentieren sie damit die größte Glaubensgemeinschaft in Mexiko. Gleich danach kommen Protestanten (ca. 6 - 7 %) und Atheisten (ca. 3 - 4 %). Der Anteil an anderen Religion in der Bevölkerung ist somit sehr gering.

Die schwarze Jungfrau von Guadalupe
In ganz Mexiko und weit über die Grenzen hinaus ist die heilige Jungfrau von Guadalupe bekannt. Die Jungfrau wird von Mexikaner aller Religionen hoch verehrt, so sehr, dass sie 1737 zur Schutzpatronin Mexikos und 1910 zur Schutzpatronin Lateinamerikas erklärt wurde. Die Erscheinung der Patronin trug in Mexiko stark zur Verbreitung und zum Erstärken des Christentums bei und geht lange zurück auf das Jahr 1531. Dort erschien dem Indianerjungen Juan Diego am Berg Tepeyac die heilige Gottesmutter Maria und beauftragte ihn zum Bischof nach Mexiko-Stadt (damals Ciudad de Mexico) zu gehen und ihn zu bitten, eine Kirche auf dem Hügel zu bauen. Doch der Bischof ließ sich nicht überzeugen, sodass Maria dem Jungen drei Tage später wieder erschien. Auf dem Hügel wuchsen dieses Mal mitten im Winter zahlreiche Rosen, die Juan pflückte und eingewickelt in seinem Mantel zum Bischof brachte. Als er den Mantel öffnete, war auf dem Stoff das Gesicht Marias zu sehen. Erzählungen nach sah der Bischof darin das Gesicht der Jungfrau von Guadalupe von Spanien und ließ voller Überzeugung die Kirche bauen.

In der Basilika von Guadalupe, die in einem Vorort von Mexiko-Stadt steht und in den 1970er neu errichtet wurde, befindet sich heute ein bedeutendes Marienheiligtum und der berühmte Mantel, auf dem das Gesicht der Maria erschienen sein soll.

Kultur & Geschichte

Kultur
Mexiko ist ein Land reich an Kulturerbe und Geschichte. Es ist das Land mit den meisten UNESCO-Weltkulturerben des amerikanischen Kontinents. Hier vermischen sich Elemente der alten Hochkulturen, mit denen der spanischen Koloniezeit und mit denen der neuzeitlichen während der amerikanischen Besetzung. Eine bunte Mischung von Traditionen, Architektur, Kunst und Musik.

Die traditionelle Mariachi-Musik ist typisch für Mexiko. Regional kann die Musik sehr unterschiedlich sein. Eine Band besteht in der Regel aus 6 - 12 Musikern, diese tragen uniformierte Jacken und enge Hosen und auf dem Kopf den berühmten Sombrero. Die Musikinstrumente können variieren von Gitarren zu Violinen, Trompeten, Geigen oder Harfen. Die meisten der Tänze stammen von indianischen Kulturen ab. Einer der bekanntesten mexikanischen Volkstänze ist der Sombrero Tanz, auch Jarabe Taptio genannt, wobei in tollen, farbenfrohen Kostümen zu Mariachi-Musik getanzt wird. Aber auch Tänze wie der Tanz der fliegenden Männer (Voladores de Papantla) oder der Tanz der alten Männer (Danza de los Viejitos) sind in Mexiko sehr bekannt.

Geschichte
Mexiko und Mexikos alte Kulturen können auf eine lange Vergangenheit zurückschauen. Hochkulturen wie die Mayas, die Azteken, die Toteken oder Olmeken siedelten hier schon früh vor Christus an. Die Hauptstadt Tenochtitlán, welche das heutige Mexiko-Stadt ist, wurde bereits 1200 n. Chr. von den Azteken gegründet. 1519 kam der spanische Eroberer Hernán Cortés in die Stadt und wurde vom damaligen Herrscher Moctezuma II. freudig empfangen, in dem Glauben er wäre der Priestergott Quetzalcoatl. Doch Cortés nutzt die Gastfreundlichkeit des Aztekenvolkes aus, nimmt den Kaiser in seinem Palast als Geisel und lässt ihn 1520 sogar töten. Nach einer Belagerung von 79 Tagen unterwirft Cortés die Stadt, woraufhin fast die gesamte Aztenkultur zerstört wird und eine 300-jährige Herrschaft der Spanier in dem neu gegründeten Vizekönigreich Nueva Espana folgt.

Erst 1810 beginnt der Kampf für die mexikanische Unabhängigkeit, angefangen beim Dorfpfarrer der mit dem Ruf "grito" einen bis heute gängigen Unabhängigkeitsruf geschaffen hat. 1821 endet der Unabhängigkeitskrieg mit der Einnahme von Mexiko-Stadt durch Rebellen. Diese ernennen ihren Anführer Agustín de Iturbide zum Kaiser, der spanische Vizekönig muss abdanken. Viele Jahre gibt es weiterhin Unruhen im ganzen Land, 1845 beginnt der Grenzkrieg mit der USA, 1847 wird Mexiko-Stadt von den Amerikaner eingenommen und über fünf Monate besetzt. Mexiko verliert den Krieg und muss mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo die heutigen amerikanischen Staaten Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien, Nevada und Colorado an die USA abgeben. Es folgen zahlreiche Machtkämpfe durch verschiedener Länder.

Völlige Anarchie herrscht zwischen 1910 und 1921. Zwar gibt es im ganzen Land Revolten, diese konnten ihre Forderungen allerdings nicht umsetzen. Unter dem Präsidenten Carranza trat immerhin 1917 eine neue liberale Verfassung in Kraft, auch sie wurde teilweise nicht umgesetzt. Durch die Industrialisierung blüht Mexiko-Stadt immer mehr auf, es entstehen zahlreiche Gärten, Parks und Bauwerke. In den Folgejahren stabilisiert sich die politische Situation, 1929 wird die Nationalrevolutionäre Partei gegründet. Diese regiert das Land, nach einigen Namenswechseln, bis 2000 durchgehend. Ein historischer Machtwechsel folgt im gleichen Jahr als Vicente Fox als erster Kandidat der Opposition das Amt des Präsidenten antritt. Heutiger Präsident ist Enrique Peña Nieto.

Feiertage

  • 01. Jan. Neujahr
  • 06. Jan. Heilige Drei Könige
  • 06. Feb. Tag der Verfassung
  • 14. Feb. Valentinstag
  • 24. Feb. Tag der Nationalfahne
  • 21. Mär. Geburtstag Benito Juárez
  • 13. Apr. Gründonnerstag
  • 14. Apr. Karfreitag
  • 15. Apr. Karsamstag
  • 16. Apr. Ostersonntag
  • 01. Mai Tag der Arbeit
  • 05. Mai Schlacht von Puebla
  • 10. Mai Muttertag
  • 18. Jun. Vatertag
  • 16. Sep. Unabhängigkeitstag
  • 12. Okt. Kolumbus-Tag
  • 01. Nov. Tag der Toten
  • 02. Nov. Allerseelen
  • 20. Nov. Tag der Revolution
  • 12. Dez. Tag der Jungfrau von Guadalupe
  • 24. Dez. Heiligabend
  • 25. Dez. Weihnachten
  • 31. Dez. Silvester

Tag der Toten
Einer der wichtigsten Feiertage Mexikos ist das Fest der Toten, der "Dia de Muertos", der in den Tagen ab Ende Oktober bis Anfang November gefeiert wird. Die Mexikaner haben eine ganz besondere Verbindung zum Tod. Es heißt demnach, dass in der Nacht vom 1. auf den 2. November die Seelen der Toten zurück auf die Erde kommen, um ihre Lieben zu besuchen. Aus diesem Grund werden in jedem Haus Totenaltäre aufgestellt, diese symbolisieren "Wer gestorben ist, wird nicht vergessen".

Doch es ist kein Trauer- sondern ein Freudentag. Er geht auf die Traditionen des indianischen Volkes zurück, dass der Tod nicht das Ende sondern der Anfang zu einem besseres, neues Leben sei. Daher gibt es auf den Straßen viel Musik, Essen und Tänze. Überall sieht man aufgestellte Blumen, Totenköpfe und kostümierte Menschen. Auch trifft man sich gerne zum Picknick auf dem Friedhof, um gemeinsam zu musizieren, zu lachen und zu essen. Wer zu dieser Zeit Mexiko besucht, sollte dieses Fest nicht verpassen. 2003 wurde es von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe ernannt.

Essen & Trinken

Die mexikanische Küche
Allgemein lässt sich sagen, dass die mexikanische Küche vor allem Einflüsse der spanischen und aztekischen Küche enthält. Über das Land verteilt gibt es auch einige Unterschiede der kulinarischen Spezialitäten. Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit am Tag und daher wird in Mexiko auch immer eine lange Mittagspause eingeplant. Abends gibt es dann oftmals nur noch eine kleine Mahlzeit, z. B. Tacos oder Früchte. Häufig gebraucht werden Zutaten wie Chili, Mais, Erdnüsse, Tomaten und Avocado und die Gerichte sind schärfer als hierzulande.

Bekannt sind vor allem die Tortillas oder Tortillafladen, oft mit Chili(-Soße) oder Salsa-Soße serviert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Weizen- und Maistortillas, die dann z. B. mit Tacos oder Enchiladas serviert werden. Tacos sind eines der beliebtesten Gerichte der Mexikaner. Sie bestehen aus einer Maismehltortilla, werden frittiert, damit sie ihre Muschelform bewahren. Diese nennt man auch Tacoshell. Sie haben eine gelbliche Farbe und werden unterschiedlich gefüllt, z. B. mit verschieden Fleischsorten oder Gemüse und Käse. Aus Maismehl werden auch die bekannten Tortillachips hergestellt - die Nachos. Auch gibt es sogenannte Enchiladas, welche aus gefüllten Tortillas mit Hühnerfleisch und mexikanischer Soße bestehen. Gerne werden sie auch mit Käse und Sahne überbacken.

Die Burritos hingegen bestehen meist aus Weizenmehltortillas und sind vergleichbar mit den amerikanischen Wraps. Sie werden gefüllt mit allerlei Inhalt wie Hackfleisch, Soße, Bohnen, Tomaten, Avocados und Käse. Als Nachspeise sehr beliebt sind die sogenannten Churros. Sie bestehen aus Teig, haben eine längliche Form und werden frittiert. Je nach Belieben werden sie mit Schokolade oder Zimt und Zucker serviert.

Vielen ist auch das bekannte Gericht "Chili con carne" bekannt. Dieses oftmals scharfe Gericht besteht aus Fleisch, Bohnen, Mais und Chilischoten. Irrtümlich ist es aber gar kein traditionell mexikanisches Gericht, sondern gehört der Tex-Mex-Küche aus dem Süden der USA und dem nördlichen Teil Mexikos an. Es gibt einige bekannte Speisen die als typisch mexikanisch gelten, welche ursprünglich jedoch aus der Tex-Mex Küche abstammen.

Getränke
Tequila, Mexcal, Pulque oder Bier werden in Mexiko gerne als alkoholische Getränke getrunken. Pulque gilt als das mexikanische Nationalgetränk, auch wenn es nicht mehr so häufig und hauptsächlich auf dem Land getrunken wird. Es ist ein Gärgetränk mit Alkohol und wird aus fermentiertem Saft von verschiedenen Agaven hergestellt. Aus einer kleineren Algavenart wird ebenfalls Mezcal gewonnen.

Von Spaniern gerne getrunken wird das Horchata. Es ist ein süßliches Reis und Zimt-Getränk, welches meist gekühlt serviert wird. Doch auch Cola und Limonade sind bei den Mexikaner sehr beliebt und wird viel getrunken.

Wissenswertes von A - Z

Alkohol
Der Genuss von alkoholischen Getränken ist in ganz Mexiko in der Öffentlichkeit verboten und kann sogar mit Gefängnisstrafen geahndet werden.

Einreise
Man benötigt einen Reisepass und eine Touristenkarte für die Einreise nach Mexiko. Diese bekommt man von einem mexikanischen Konsulat oder der Fluggesellschaft. Bei der Ausreise muss die Kopie des Passes erneut vorgelegt werden.

Fotografieren
Fotografieren darf man vor allem in Museen nur gegen Gebühr. Bitte fragen Sie vor dem Ablichten eines Einheimischen oder Indianers nach deren Erlaubnis, da sie sich in der Regel nicht gerne fotografieren lassen.

Gesundheit
Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt über die derzeitigen Impfvorschriften und mögliche Vorsorgemaßnahmen.

Kriminalität
Landesweit hat die Zahl der gewalttätigen Demonstranten und Kriminellen zugenommen. Die vom auswärtigen Amt empfohlenen Verhaltens- und Sicherheitsregeln sollten eingehalten werden und ggfs. Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Frauen sollten insbesondere nachts und in einsamen Gebieten nicht alleine unterwegs sein. Teilweise sind außerdem Fälle aufgetreten, in denen sich Kriminelle als Polizisten ausgegeben haben. Es wird dringend geraten, bei der Gruppe zu bleiben und den Anweisungen des Reiseleiters zu folgen. Achten Sie auf Ihre Wertsachen und tragen Sie sie vorsichtshalber nicht offen zur Schau. Wichtige Dokumente sollten sicher in der Unterkunft deponiert werden und Kopien ggfs. in elektronischer Form abgespeichert werden. Ferner sollte dringend auf Fahrten per Anhalter, auf die Mitnahme von Anhaltern und das Anhalten am Straßenrand zur Pannenhilfe verzichtet werden.

Trinkgeld
Üblich sind 10 - 15 % des Gesamtpreises in Restaurants, sollte eine Grundgebühr nicht schon mitberechnet worden sein. Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld, als höflich erweisen sich aber 3 - 5 Pesos extra.

Reiseberichte & -Experten

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