Luftaufnahme von Strand in Gambia©mariusz_prusaczyk - gty

Gambia Reiseführer

Reisetipps & Informationen für Ihre Reise nach Gambia

Gambia oder auch die lächelnde Küste Afrikas ist die westlichste und kleinste Nation Afrikas. Geprägt vom gleichnamigen Fluss, können Sie hier goldene Sandstrände entdecken, während das Landesinnere mit artenreichen Naturschutzgebieten Reisende anlockt. Erleben Sie die herzliche Gastfreundschaft während Sie in eine Welt voller Vielfalt und Kultur eintauchen.

5 wissenswerte Fakten, die wir Ihnen über Gambia verraten

Strand von Bijilo©philou1000 - gty
Traditionelle Fischerboote am Strand©stocknshares - gty
Abuko Nationalpark in Gambia©mariusz_prusaczyk - gty
  1. Gambia ist mit seinen ca. 11.000 km² das kleinste Land Afrikas und damit etwa halb so klein wie das Bundesland Hessen. Es ist fast vollständig vom Senegal begrenzt und hat eine Küste am Atlantischen Ozean. Das Land ist benannt nach der Flusslandschaft des Gambia-Flusses.

  2. Das Land "The Gambia" ist eine seltene Ausnahme im Englischen, da es einen bestimmten Artikel trägt. Normalerweise kommt dies nur bei Ländern im Plural vor  oder wenn die Staatsform im Namen erwähnt wird. Der Premierminister Dawda Jawara fügte den bestimmten Artikel hinzu, um Verwechslungen mit Sambia zu verhindern, da Post häufig fälschlicherweise dorthin gesendet wurde. 

  3. Gambia und die rund 70 Kilometer lange Küstenregion mit Traumstränden wird auch „Smiling Coast“ genannt. Es steht für Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Einheimischen. In vielen gambischen Familien werden Besucher als Teil der Familie betrachtet und behandelt.

  4. Neben weiteren historischen Orten gehört die Insel Kunta Kinteh zum wichtigen Symbol für den transatlantischen Sklavenhandel.  Früher auch als James Island bekannt, wurde Sie 2003 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

  5. Gambia ist aufgrund seiner geografischen Lage und seiner vielfältigen Ökosysteme ein beliebtes Urlaubsziel für Naturliebhaber. Zahlreiche Naturreservate und Naturparks bieten die Möglichkeit zur Beobachtung der afrikanischen Tierwelt. Alleine die Vogelwelt umfasst ca. 550 verschiedene Arten.

Steckbrief - Was muss man über Gambia wissen?

Amtssprache

Englisch

Einwohnerzahl

2,6 Mio. Einwohner (Stand 2023)

Flugdauer 
8-12 Stunden ab/bis Deutschland
Geografie Gambia liegt in Westafrika an der Transatlantischen Küste zwischen dem 13. und dem 14. nördlichen Breitengrad und dem 13. und dem 17. westlichen Längengrad. Das Land ist fast vollständig von dem Land Senegal umgeben. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus flachem Gelände und wird durch den Gambia-Fluss und seine Nebenflüsse geprägt.
Hauptstadt

Banjul

Herkunft des Namens Der Name "Gambia" leitet sich vom Gambia-Fluss ab. Der Fluss selbst hat seinen Namen vermutlich von der portugiesischen Bezeichnung „Cambio“, die wiederum von dem Mandinka-Wort "Kambra" oder "Kambi" stammen könnte.
Staatsform

Präsidentielle Republik

Stromspannung Netzspannung 230 V
Telefonvorwahl +220

Währung & Zahlungsmittel

Dalasi (GMD)

Zeitzone UTC + / - 0

WIE IST DAS KLIMA & WETTER IN Gambia?

Gambia ist durch tropisch-warmes Klima geprägt und untersteht somit einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit. Die Regenzeit von Juni bis Oktober ist bestimmt von einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Es ist heiß und schwül und es können starke Regenfälle auftreten. Während dessen fällt während der Trockenzeit von November bis Mai nahezu kein Niederschlag und es ist meist mit wolkenlosen Himmel zu rechnen. Durch den Harmattan (einem trockenen Wind aus der Sahara) beeinflusst, sind die Temperaturen in dieser Zeit angenehmer.

Klimadiagramm Gambia

Banjul Jan Feb Mrz Apri Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temp. in °C 30 31 32 30 30 30 29 29 29 25 30 31
Min. Temp. in °C 20 20 21 21 22 25 25 25 25 15 26 22
Sonnenstunden 10 11 11 11 11 10 7 7 7 9 10 10
Regentage 0 0 0 0 0 2 11 15 15 2 0 0
Wasser-Temp. in °C 21 20 21 21 23 23 28 29 29 25 28 24

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Trockenzeit während der Winter- und Frühlingsmonate von November bis Mai ist klimatisch die beste Reisezeit für Gambia. Die niedrige Luftfeuchtigkeit und das trockene Wetter machen den Aufenthalt bei Tagestemperaturen von etwa 30° angenehm. Für Strandurlaube eigenen sich am besten die Monate Oktober und November, da hier die Wassertemperaturen am angenehmsten sind. Während dieser Monate überwintern zahlreiche Zugvögel in Gambia und viele Wildtiere konzentrieren sich an den Wasserlöchern, sodass es sich um die optimale Phase für Tierbeobachtungen handelt.

Welche sehenswerten Städte gibt es in Gambia?

Gambia ist ein Land mit einer reichen kulturellen Geschichte und einer Vielzahl von Ethnien und Sprachen. Die Besiedlung und die Städte des Landes bieten daher eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne. Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien hat sich das Land weiterentwickelt, und die Bevölkerung ist gewachsen. Die Besiedlung konzentriert sich vor allem entlang des Flusses Gambia und an der Atlantikküste.

Banjul©mtcurado - gty

Banjul - die Hauptstadt

Die Hauptstadt Gambias befindet sich auf einer Insel am Müdungsbereich des Gambia-Flusses und diente früher als wichtiger Handelspunkt als auch als Zentrum für den Sklavenhandel in der Kolonialzeit. Heute ist die Stadt mit ihren ca. 34 000 Bewohnern bekannt für den Albert Market, ein lebhafter und farbenfroher Ort, an dem Sie alles von Lebensmitteln bis hin zu handgefertigten Waren finden können. Der Triumphbogen, die „Arch 22“ ist ein weiteres Highlight. Dieser bietet einen tollen Ausblick über die Stadt. Im Gambia National Museum können sie sich über die Geschichte und Kultur des Landes informieren.

Strand©mariusz_prusaczyk - gty

Serekunda - das Wirtschaftszentrum

Die heimliche Hauptstadt Gambias ist längst zum Wirtschaftszentrum Gambias geworden. Die quirlige Metropole entstand westlich der Hauptstadt Banjul. Sie ist mit ihren rund 400.000 Einwohnern die größte Stadt Gambias. Hier spielt sich das moderne afrikanische Leben ab, in dem man authentische Einblicke in das Alltagsleben der Gambier erhält. In Serekunda befindet sich zudem der größte Markt des Landes. In dessen Nähe befindet sich der Kololi Beach: Ein bei Touristen beliebter Strand mit dem sogenannten „Sengambia Strip“, einer Vielzahl an Restaurants und Bars.

Kunta Kinteh Island©mtcurado - gty

Janjanbureh - das ehemalige Georgetown

Die ehemalige Hauptstadt von Britisch-Gambia war während der Kolonialzeit ein wichtiger Handelsposten am Fluss Gambia. Die gut erhaltenen historischen Gebäude dieser Zeit sind zum Teil noch immer in Gebrauch und tragen zum Charme der Stadt bei. Zusammen mit der Insel Kunta Kinteh wurde die Stadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, da sie einen wichtigen Teil der Geschichte im Zusammenhang mit dem transatlantischen Sklavenhandels erzählt. In Janjanbureh bietet der Kiang West National Park Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und zur Erkundung der einheimischen Tierwelt.

Wochenmarkt in Farafenni

Farafenni - wichtige Verbindungen

Etwa 170km von Banjul entfernt, entlang des Gambia Flusses liegt die Stadt Farafenni. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der zum einen Senegal und Mauretanien mit Gambia verbindet und zum anderen einen Fährhafen beheimatet. Während einer Fahrt mit der Fähre haben Sie Gelegenheit, einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft zu erhalten. Auch die Trans-Gambia Bridge bietet eine neue Perspektive auf den Fluss. In Farfenni gibt es oft kulturelle Veranstaltungen wie Musik- und Tanzvorführungen. Aber auch der Wochenmarkt ist ein lebhafter Ort an dem Sie die Kultur und das Leben in der Region näher kennen lernen können.

Wo liegen die schönsten Strände Gambias?

Sonnenuntergang am Strand©evenfh - gty

Einer der bekanntesten und touristischsten Strände in Gambia, bekannt für seine guten Bedingungen zum Windsurfen, ist der Kololi Beach. Dieser lebendige und einladende Strand ist ein Hotspot für Abenteuerer und Wassersportfans. Vor Ort bietet sich eine breite Palette verschiedenster Wassersportmöglichkeiten für Besucher an. Es gibt Wassersportschulen und Verleihstellen, die Ausrüstung und Unterricht für Anfänger anbieten z. B. für Jet-Ski, Kajak- und Banana-Boot-Fahrten oder Parasailing aber auch Angeln

Der Strand bietet auch viele Geschäfte, Restaurants und Bars in Strandnähe, in denen Sie sich nach Ihren Aktivitäten entspannen können. Besonders in den Abendstunden ist hier einiges los. 

Der Paradise Beach oder auch "Sanyang Beach" ist einer der beliebtesten Strände in Gambia und befindet sich am gleichnamigen Ort Sanyang, etwa 35 Kilometer südlich von Banju. Bekannt für seine natürliche Schönheit erstreckt sich der Strand über mehrere Kilometer, gesäumt von Palmen und Dünen. Das klare blaue Wasser des Atlantiks und der feine Sandstrand verleihen ihm eine idyllische Atmosphäre. Im Vergleich zu anderen Stränden, erleben Sie hier eine ruhigere und entspanntere Umgebung. Es ist ein Ort, an dem Sie die Natur und die Stille genießen können. Dennoch bieten er hier einige Wassersportmöglichkeiten wie Kajakfahren und Angeln für Interessierte an. Es ist auch ein großartiger Ort zum Schwimmen.

Der Sonnenuntergang am Paradise Beach ist spektakulär. Der Himmel leuchtet in lebhaften Farben, während die Sonne über dem Horizont verschwindet. Es ist ein großartiger Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.

Der bekannteste Fischerstrand in Gambia ist der Tanji Beach. Tanji beheimatet einen der bedeutendsten Fischereihafen und ist Zentrum für die Fischereiindustrie des Landes. Dieser Strand ist somit kein klassischer Strand, an dem Sie typische Badeaktitvitäten ausüben können. Stattdessen bietet Ihnen der Tanji Beach Einblicke in das traditionelle Leben der Fischer in Gambia: beobachten Sie die Fischer bei ihrer täglichen Arbeit, wie sie ihre Netze reparieren, ihre Boote ins Meer schieben und frischen Fisch an Land bringen. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, frischen Fisch zu kaufen und lokale Fischgerichte zu probieren.

Der Strand ist auch ein beliebter Ort für Vogelbeobachtung, da er in der Nähe von Mangrovenwäldern liegt und eine Vielzahl von Vogelarten beheimatet.

Welche Naturhighlights gibt es in Gambia?

Das kleinste Land Afrikas bietet eine beeindruckende Vielfalt an Naturhighlights, die von üppigen Flussufern, beeindruckenden Nationalparks & Ökosystemen, bis hin zu faszinierenden Tierbeobachtungsmöglichkeiten reichen. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise:

Boote auf dem Gambia Fluss©mariusz_prusaczyk - gty

River Gambia National Park

Mit einer Fläche von etwa 585 Quadratkilometern ist der River Gambia National Park einer der prominentesten Nationalparks der zentralen Flussregion Gambias. Der 1978 eingerichtete Nationalpark liegt entlang des Gambia-Flusses und zeichnet sich durch seine malerischen Flussufer, üppigen Mangrovenwälder und weitläufige Graslandschaften aus. Diese einzigartige Kombination aus Lebensräumen macht den River-Nationalpark zu einer Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Er ist besonders bekannt für seine Vielfalt an Wasservögeln und Flusstieren wie Flusspferden und Krokodilen, aber auch Affen. Auf den Flussinseln findet seit 1979 ein bekanntes Schimpansen-Auswilderungsprojekt, das Chimpanzee Rehabilitation Project (CRP) statt. Schimpansen aus illegalem Tierhandel wurden hier wieder ausgewildert. Zum Schutz der Tiere und Besucher ist das Betreten der Inseln nicht erlaubt.

Bootsfahrten auf dem Fluss sind eine beliebte Aktivität für Besucher, um diese faszinierenden Wasserbewohner hautnah zu erleben.

Affe©flightdog-stock.adobe.com

Abuko Nature Reserve

Das Abuko Nature Reserve erstreckt sich über eine relativ kleine Fläche von ungefähr 105 Hektar, ist jedoch eines der ältesten und meistbesuchten Naturschutzgebiete in Gambia. Es liegt in der Nähe der Hauptstadt Banjul und eignet sich daher besonders als Ziel für einen Tagesausflug. Das Reservat beherbergt einen botanischen Garten mit einer Fülle von einheimischen Pflanzen- und Baumarten. Zudem bietet es eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten, darunter Affen, Hyänen und eine Vielzahl von Vögeln. Vor Ort befindet sich sogar eine Bildungseinrichtung, das Darwin Field Station, in dem Sie Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Reservats erhalten können. Es ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen.

Am einen Ende des Geländes sind mehrere Gehege, diese dienen als Waisenhaus für hilfsbedürftige Tiere. 

Krokodil©Cheri Alguire - gty

Kachikally Crocodile Pool

Der Kachikally Crocodile Pool ist kein klassisches Naturschutzgebiet, sondern eher ein heiliger Ort, der für seine Krokodilpopulation bekannt ist. Der Pool befindet sich in Bakau und ist eines der drei "heiligen Krokodilbecken" in Gambia. Es ist ein wichtiges Zentrum für traditionelle und spirituelle Rituale. Das Becken beherbergt rund 100 Krokodile unterschiedlicher Form und Größe. Besucher haben die seltene Gelegenheit, in direkten Kontakt mit den Krokodilen zu treten, die als heilig gelten und überraschend zahm sind. Die Kultstätte ist schon seit Generationen im Besitz der Familie Bojang. 

Während Ihres Besuches, sollten Sie unbedingt in das kleine Museum auf dem Gelände einkehren, welches rund tausend historische Objekte der gambischen Geschichte und Kultur zeigt. Es wird immer noch angenommen, dass das Wasser Fruchtbarkeit und Heilkräfte verleihen kann. 2004 wurde das Museum eröffnet, das rund tausend historische Objekte der gambischen Geschichte und Kultur zeigt. In der Nähe des Krokodilbeckens finden Sie oft Verkaufsstände, an denen einheimische Handwerker Kunsthandwerk und Souvenirs anbieten. Dies ist eine Gelegenheit, lokale Kunstwerke zu kaufen und gleichzeitig die Gemeinschaft zu unterstützen.

Vogel auf einem Ast©NNehring-gty

Tanji Bird Reserve

Das 1993 errichtete Vogelschutzgebiet liegt an der Westküste Gambias, zwischen den Orten Tanji und Brufut . Zum Reservat gehören der Fluss Tanji und die Bijol Islands. Das Tanji Bird Reserve ist ein Paradies für Vogelliebhaber und erstreckt sich entlang der Küste. Obwohl das Gebiet nur etwa 6 Quadratkilometer groß ist, bietet es eine beeindruckende Vielfalt an Vögeln, sowohl einheimischen als auch Zugvögeln. Das Gebiet bildet den wichtigsten Standort des Landes für Schwärme der meisten Möwen- und Seeschwalbenarten. Auf den Inseln befindet sich der einzige bekannte Brutplatz in Gambia für die Raubseeschwalbe, die Königsseeschwalbe und die Graukopfmöwe. Es gibt geführte Touren, die den Urlaubern die Möglichkeit bieten, die verschiedenen Arten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Das Schutzgebiet ist auch für seinen malerischen Strand bekannt, der Gelegenheit für Erholung und Wassersport bietet.

©SL_Photography - gty

Bao Bolong Wetland National Park

Der Bao Bolong Wetland-Nationalpark ist ein beeindruckendes Naturschutzgebiet in Gambia, das für seine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt sowie seine wichtige Rolle im Ökosystem bekannt ist. Namensgeber des Feuchtgebietes ist der Fluss Bao Bolong. Der Park mit einer Fläche von etwa 22.000 besteht seit 1993 Hektar und umfasst sowohl Wasser- als auch Landgebiete. Hauptökosysteme bilden dabei die Mangrovenwälder, die Flusslandschaft, Salzwiesen und Sümpfe, Savannen als auch Waldgebiete. Dadurch ist der Bao Bolong Wetland-Nationalpark ist ein wichtiger Lebensraum für eine breite Palette von Tierarten. 

Der Park beherbergt eine beeindruckende Vielfalt von Wasservögeln, kleinere Säugetiere aber auch Krokodile und Schildkröten. Die Gewässer des Parks sind reich an Fischarten, darunter der afrikanische Manati, ein gefährdeter Seekuh-Typ, im Park sind auch Krokodile und verschiedene Schildkrötenarten beheimatet. Ein Teil des Nationalparks ist ein Schutzgebiet für Grüne Meerkatzen.

Im Park werden Führungen und Touren angeboten. Daneben bieten sich aber auch Bootstouren und Naturwanderungen an.

Welche Aktivitäten können Sie in Gambia unternehmen?

Flussfischen

Wassersport

Gambia ermöglicht auf vielen Wegen das Wasser zu genießen. Sei es im Meer oder im Fluss Gambia. Es gibt zahlreiche Aktivitäten. An vielen Stränden an der Atlantischen Küste werden Wassersportarten wie Jetski, Parasailing und (Wind)surfen angeboten. Die besten Surfspots finden Sie in der Nähe von Senegambia und Cape Point. Viele Strandresorte bieten sichere Badebereiche, die sich hervorragend zum Schwimmen eignen. Nicht nur einheimische betreiben Fischerei; auch als Tourist finden Sie hier Möglichkeiten zum Hochsee- und Flussfischen. Am Fluss Gambia können Sie Bootsfahrten, Kajak- und Kanutouren unternehmen. Ob kurze Ausflüge oder eine mehrtägige Kreuzfahrt, hier können Sie die ruhige Atmosphäre am Wasser genießen und die Tierwelt dabei beobachten.

Ein Paar tanzt am Strand©miodrag ignjatovic - gty

Baden

Gambia bietet entlang seiner Atlantikküste eine Reihe von Stränden. Die Strände sind leicht zugänglich und oft wunderschöner, natürlicher Umgebung. Je nach Ort variiert die Aktivitäten und Atmosphäre, so dass Sie einen Strand auswählen können, der zu Ihren Vorlieben passt, sei es lebhaft und unterhaltsam oder ruhig und entspannt. Die meisten Strände bieten jedoch Wassersportmöglichkeiten an. Daneben laden Strandbars und Restaurants, Liegestühle und Sonnenschirme zum Entspannen ein, sowie eine malerische Umgebung, um die Natur zu genießen. Die Strände von Gambia bieten spektakuläre Sonnenuntergänge über dem Atlantik, die eine romantische und unvergessliche Erfahrung bieten.

Flusspferd©GomezDavid

Wildtierbeobachtung

Das Land beheimatet eine artenreiche Tierwelt. Es ist ein Paradies für Naturliebhaber und Vogelbeobachter. Zahlreiche Nationalparks und Reservate bieten Ihnen die Möglichkeit tiefer in diese Welt einzutauchen. Beobachten Sie Affen, Flusspferde, Krokodile und eine Fülle von Vogelarten während eines Ausflugs oder einer Bootstour.

Welche kulturellen Aspekte sollte man über Gambia wissen?

Tanzende Kinder in Gambia

Bevölkerung

Gambias Bevölkerung ist sehr vielfältig und besteht aus über mehr als 10 ethnischen Gruppen. Die Größten von Ihnen sind die Mandinka, Wolof, Fula, Jola und Serahule. Jede dieser Gruppen hat ihre eigenen Traditionen, Sprachen und Bräuche. Es gibt auch kleinere ethnische Gemeinschaften und eine reiche Palette von Subkulturen und Gemeinschaften, die die Gesamtkultur des Landes prägen. Trotz dieser Vielfalt sind die Menschen in Gambia in der Regel stolz auf ihre nationale Identität und teilen eine starke Gemeinschaftssinn. 

Kunst©muendo

Kunst

In Gambia gibt es eine vielfältige Palette von traditionellem und vor allem dekorativem Kunsthandwerk, die das kulturelle Erbe des Landes widerspiegeln. Bei einem Besuch auf einen der zahlreichen Märkten können Waren nicht nur erwerben, sondern auch bei der Produktion der Souvenirs zuschauen, da diese oft vor Ort hergestellt werden. Die prominentesten Handwerke bilden dabei die Holzschnitzerei, die Weberei oder das Anfertigen von Korbwaren ab. Die Schnitzereien oder Körber werden oft mit verschiedenen, traditionellen Mustern geschmückt. Daneben wird auch die Batik-Kunst und das Töpfern in Gambia betrieben.

Welche Sprache wird in Gambia gesprochen?

Englisch blieb nach der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1965 offizielle Amtssprache. Der meiste Schriftverkehr wird auf Englisch abgewickelt.

Da aber in Gambia viele verschiedene Völker leben, die sich hauptsächlich durch ihre eigene Sprache definieren, gibt es eine Vielzahl an gesprochener Sprache. Häufig sprechen die Gambier mehrere Sprachen fließend oder können sich zumindest darin verständigen. Neun Sprachen sind hauptsächlich verbreitet, aber über zwanzig verschiedene Sprachen werden in dem kleinen Land gesprochen. Am weitesten verbreitet ist das Mandinka. (Das Wolof wird oft als Handels- oder Geschäftssprache gesprochen.) Gambier, die Kontakt mit dem Tourismus haben, besitzen oft zusätzlich Sprachkenntnisse.

Deutsch Mandika
Hallo Salam aleykum
Auf Wiedersehen ng katale
Danke abaraka
Bitte dukaree
Ja / Nein ha/hanni
Entschuldigung Mass(a)
Helfen Sie mir bitte. 'Makoi.
Ich heiße... N too mu ... le ti.
Ich möchte... m'laffta
Wie viel kostet das? njin djellum?
bezahlen joo
Ich möchte ein Foto machen. M laffta ila natalo

Welche Ereignisse prägen die Geschichte Gambias?

Von den Anfängen prähistorischer Besiedelung über die Zeitalter der großen westafrikanischen Reiche bis hin zur Moderne hat Gambia eine reiche Geschichte, deren vielschichtige Vergangenheit an jeder Eck zu spüren. 

Die ersten Bewohner des Gebiets, zu denen ethnische Gruppen wie Mandinka, Wolof und Fula gehörten, haben die Grundlagen der kulturellen Vielfalt des Landes gelegt. Die Ankunft der Europäer im 15. Jahrhundert markierte den Beginn einer dunkleren Epoche, in der der Sklavenhandel das Schicksal des Landes prägte. Der Fluss Gambia wurde zur tragischen Verkehrsroute für europäische Händler, die unzählige Afrikaner in die Sklaverei verschleppten.

Die britische Kolonialisierung ab dem 19. Jahrhundert veränderte die politische und wirtschaftliche Struktur Gambias grundlegend. Städte entwickelten sich zu Handels- und Verwaltungszentren.

1965 markiert ein Wendepunkt in der gambischen Geschichte – die Erlangung der Unabhängigkeit von Großbritannien. Seitdem hat sich Gambia zu einem Land mit parlamentarischer Demokratie entwickelt. Die Bevölkerung ist gewachsen, und in den letzten Jahrzehnten hat der Tourismus begonnen, die Wirtschaft des Landes zu beleben. 

Welches sind die wichtigsten Feiertage?

Der Sonntag ist seit der Kolonialzeit wöchentlicher Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so wird er auf den folgenden Montag verschoben, der dann arbeitsfrei ist. Der Freitag ist der Gebetstag der Moslems, strenggläubige halten nach dem Mittagsgebet (Freitagsgebet) ihre Geschäfte geschlossen. Trotz der Mehrheit der muslimischen Bevölkerung haben die christlichen Feiertage ihren Platz, dies liegt begründet in der britischen Kolonialgeschichte. Weiterhin sind folgende christliche und islamische Feiertage gesetzliche Feiertage, deren Termin sich jährlich ändern kann:

feste Feiertage:

  • 18. Februar:  Tag der Unabhängigkeit
  • 1. Mai:  Tag der Arbeit
  • 22. Juli:  Tag der Revolution
  • 15. August:  Maria Himmelfahrt
  • 25. & 26. Dezember:  Weihnachten

bewegliche Feiertage:

  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • Koriteh (Ende des Ramadan)
  • Tabaski (islamisches Opferfest)
  • Prophet's Birthday (Geburtstag des Propheten Muhammad)

Welche Speisen & Getränke sind für Gambia bekannt?

Traditionelles Gericht mit Hühnchen und Reis©Salvador-Aznar - gty
Getrocknetes Obst und Gemüse©Vitalii Livadnyi - gty

Reis ist das Haupt-Grundnahrungsmittel in Gambia. Doch auch Hirse und Maniok kommen zum Einsatz in der Küche. Sie werden kombiniert mit Fisch oder Fleisch, außerdem kommen als Gemüse Bohnen, Tomaten, Spinat, Okraschoten oder Kohl dazu. Es wird alles gerne scharf gewürzt, zum Beispiel mit Chili und Pfeffer. Erdnüsse, das Hauptanbauprodukt in Gambia, werden natürlich auch verwendet, zum Beispiel für Soßen.

Genießen Sie frische Mangos, Bananen und Papaya in Gambia. Außerdem gibt es Orangen, die allerdings mit ihrer grünen Schale anders aussehen, als wir sie gewöhnt sind, was am tropischen Klima liegt. Nachspeisen sind kaum üblich in Gambia. Meistens wird ein Stück frisches Obst zum Abschluss eines Mahles gegessen.

Nationale Gerichte:

  • Domoda: leicht scharfes Gericht auf Grundlage von Erdnussbutter, zubereitet mit Fleisch und Reis
  • Yassa: in Zitrone mariniertes, gegrilltes Huhn mit Zwiebeln und Knoblauch
  • Benchain: herzhafter Fleischeintopf mit Reis, verschiedenem Gemüse und einer Tomatensuppe

Nationale Getränke:

  • Grüner Tee: Attaya genannt 
  • Baobab-Saft: gewonnen aus den Früchten des Affenbrotbaums
  • Wonjo-Saft: hergestellt aus getrockneten Hibiskusblüten
  • Palmwein

FAQ: Was sollte man vor einer Reise nach Gambia beachten?

Die offizielle Landeswährung ist Dalasi (GMD) mit dessen Untereinheit Butut. Ein Dalasi entsprechen 100 Butut. Aktuell sind Münzen zu 1, 5, 10, 25, 50 Bututs und einem Dalasi, sowie Banknoten zu 5, 10, 25, 50, 100 und 200 Dalasi im Umlauf. Bututs sind im Alltag größtenteils verschwunden, lediglich die 50-Butut-Münzen werden noch selten benutzt. 1€ entspricht etwa 64.71 Dalasi (Stand 7. Sep 23)

Ein Wechsel von Euro in die Landeswährung Dalasi vor Reisebeginn ist nicht zu empfehlen, da die Banken hierzulande die Währung aufwändig bestellen müssen und die Umrechnungskurse schlechter wären als vor Ort. In Gambia lässt sich der Geldwechsel direkt am Flughafen, in offiziellen Wechselstuben oder auch in Banken in der Hauptstadt Banjul vornehmen. An einen rechtzeitigen Umtausch sollte gedacht werden, denn außerhalb der Städte gibt es nur wenige Möglichkeiten Geld zu wechseln. Auch wenn einige Geschäfte und Hotels ebenfalls einen Umtausch anbieten, sollte dazu Abstand genommen werden. Hier werden für den Wechsel teilweise hohe Gebühren verlangt.

Die Akzeptanz der Girocard (EC-Karte) zum Geld abheben in Gambia ist stark eingeschränkt. Internationale Kreditkarten wie Visa und MasterCard, erfahren dagegen eine weitaus höhere Akzeptanz. Karten anderer Anbieter können seltener genutzt werden.

Geldautomaten befinden sich in der Standard Chartered Bank, Ecobank, GTBank und in der TBBank (wobei an der TBBank ausschließlich die VISA Kreditkarte funktioniert).

Auch in dem kleinen Land Gambia lässt sich per Kreditkarte bargeldlos bezahlen. Akzeptiert werden vorzugsweise VISA Kreditkarten. Die Kartenzahlung ist hauptsächlich in der Hauptstadt Banjul in Hotels, Geschäften und Restaurants möglich.

Bargeldloses Zahlen ist in Gambia ebenfalls vereinzelt möglich, hauptsächliche in der Stadt Banjul in Hotels, Geschäften und Restaurants. Akzeptanzstellen erkennen Sie an Kartenlogos von VISA/MasterCard. Beachten Sie jedoch dabei, dass hierfür hohe Gebühren entstehen können.

Es ist ratsam, sich vor der Reise bei Ihrer Bank zu informieren.

Das Fotografieren oder Filmen von Behörden (z.B. am Flughafen oder von Polizeikontrollen auf der Straße, Regierungsgebäude) ist strengstens untersagt. Sehen Sie auch davon ab, belebte Orte wie z.B. Märkte zu fotografieren, da dies von der lokalen Bevölkerung nicht gerne gesehen wird. Zeigen Sie Respekt gegenüber den Einheimischen und fragen Sie, ob es in Ordnung ist, Fotos zu machen. Einige Menschen können aus kulturellen Gründen oder aus persönlichen Vorlieben nicht fotografiert werden wollen. In einigen kulturell sensiblen Bereichen, wie religiösen Stätten, ist das Fotografieren möglicherweise nicht gestattet oder unterliegt bestimmten Regeln.

Wegen dem beständigen warmen bis heißen Klima sind Kleidungsstücke die leicht und atmungsaktiv sind ideal. Zum Schutz vor der Sonne sollte an Sonnenhut und Sonnenbrille gedacht werden. Für die Abende ist es nützlich langärmlige Oberteile und lange Hosen mitzuführen, da diese etwas kühler werden können und um sich vor Mücken(stiche) zu schützen.

Gambia ist ein muslimisch geprägtes Land. Aus Respekt vor dieser Kultur ist es ratsam in öffentlichen Bereich und heiligen Stätten konservativere Kleidung zu tragen welche Schulter und Knie bedecken.

Gambia bietet in touristischen Gebieten bunte Märkte mit einer großen Bandbreite an Waren. Von Lebensmitteln über Handwerk und Kleidung können Sie nach vielen Artikeln stöbern. Auf den meisten Märkten ist es üblich zu handeln. Achten Sie vor dem Kauf von Lebensmitteln auf die Qualität. Einkaufen in Gambia kann eine bereichernde Erfahrung sein, die Ihnen Einblicke in die Kultur und den Alltag des Landes bietet. 

Die Unterkünfte in Gambia reichen von internationalen Hotelketten bis hin zu kleinen Pensionen und Gästehäusern, die Hotelstandards in Gambia können stark variieren. Sternewertungen können von Hotel zu Hotel variieren kann und sind nicht unbedingt mit internationalen Standards identisch.

In Gambia ist Trinkgeld nicht zwingend erforderlich, wird aber in Dienstleistungsbereichen und Einrichtung wie z. B. Restaurants, Hotels, Taxifahren, Tourguides, Spa oder Friseur gerne gesehen. Es ist ein Zeichen der Anerkennung für guten Service und kann für den Empfänger eine wichtige Einnahmequelle sein. Rund 10 % des Rechnungsbetrags üblich. Es ist wichtig, die lokale Kultur und die wirtschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Trinkgeld sollte immer in bar und möglichst in der Landeswährung gegeben werden. Es ist auch angebracht, kleinere Banknoten für Trinkgelder parat zu haben. Vor Abfahrt sollten Sie die Tankfüllung Ihres Mietwagen prüfen. Tankstellen sind rar.

Die Nutzung eines Mietwagens in Gambia kann eine bequeme Möglichkeit sein, das Land zu erkunden. Autos können am Flughafen in Banjul oder touristischen Gebieten, mit oder ohne Fahrer, angemietet werden. 

Sie sollten sich aber bewusst sein, dass die Verkehrsbedingungen sich von dem europäischen Standard unterscheiden. Während die Hauptstraßen sowie Straßen in Städten und in den touristischen Gebieten asphaltiert sind, sind die Nebenstraßen meist unbefestigt. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit entsprechend der Straßenbedingungen an achten Sie vor allem in der Nacht und in ländlichen Gebieten auf Tiere auf der Fahrbahn. Es ist zudem ratsam eine GPS-Navigation oder Karte bei sich zu führen, da die Beschilderung auf Gambias Straßen nicht immer eindeutig ist. 

Für kurze Entfernungen empfiehlt es sich ein Taxi zu nutzen. Grüne Taxis (Touristentaxis) sind speziell für Touristen. Die Fahrer sprechen oft Englisch und sind auf die Bedürfnisse von Touristen eingestellt. Diese Taxis können Sie normalerweise in den touristischen Gebieten und am Flughafen finden.

Die gelben, einheimischen Taxis sind die gebräuchlichste Art von Taxis in Gambia und werden von Einheimischen sowie von Touristen genutzt.

Da die Taxi-Preise in der Regel recht erschwinglich sind, kann es durchaus sinnvoll sein, auch für längere Fahrten ins Landesinnere ein Taxi in Betracht zu ziehen. Alternativ können Sie natürlich auch organisierte Ausflüge in Erwägung ziehen.

Die Begriffe "Trockenzeit" und "Regenzeit" beziehen sich auf wiederkehrende jahreszeitliche Klimamuster, die in vielen tropischen Regionen, wie auch in Gambia auftreten. Diese Zeiträume sind durch erhebliche Unterschiede in Niederschlag und Luftfeuchtigkeit gekennzeichnet.

In der Trockenzeit von November bis Mai gibt es wenig bis keinen Niederschlag. Die Luftfeuchtigkeit ist niedriger was sich gerade für Europäer oft angenehmer fühlt, insbesondere im heißem Klima. Insgesamt ist das Wetter vorhersehbarer und es ist mit mehr Sonnenstunden und wenigen Wolken zu rechnen.

Dagegen ist die Regenzeit gekennzeichnet durch häufige, oft heftige Regenfälle. Die Luftfeuchtigkeit steigt stark an und macht das Klima sehr feucht und schwül. Die Wetterlage mit plötzlichen Regenschauern kann schnell wechseln.

Die demokratische Entwicklung des Landes ist relativ stabil und Gambia blieb bisher von terroristischen Anschlägen verschont. 

Es gibt einige Kontrollpunkte, vor allem in und um die Hauptstadt Banjul. Verkehrsbehinderungen sind auch in Gambia nicht ausgeschlossen. Die meisten Straßen sind im schlechten Zustand und Straßenbeleuchtungen fehlen häufig.

Kriminalität kommt vor allem in Ballungsgebieten und Touristengebieten vor. Bewahren Sie wichtige Dokumente sicher auf und achten Sie auf Ihre Wertsachen und nehmen Sie für den Tag nur das Nötigste mit.

Das Gesundheitswesen in Gambia hat sich in den letzten Jahren verbessert, steht aber noch vor vielen Herausforderungen. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft werden (www.rki.de).Eine Gelbfieberimpfung ist dringend empfohlen, da Gambia Gelbfieberinfektionsgebiet ist. Zu weiteren Informationen und Empfehlungen informieren sie sich rechtzeitig beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de

Da die medizinische Versorgung im Land eingeschränkt ist, ist eine Auslandsreisekranken- und Rückholversicherung ist zu empfehlen. Ebenso das mitführen einer individuellen Reiseapotheke.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. unter dtg.org

Zur Einreise nach Gambia benötigen Sie einen (vorläufigen) Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig über Ihre Reise hinaus gültig ist. Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum, welches bei der Einreise kostenlos für 21 bis 28 erteilt wird. Sollten Sie einen längeren Aufenthalt planen, muss ein gebührenpflichtiger Antrag zur Aufenthaltsverlängerung beim gambischen „Immigration Department“ gestellt werden. 

Darüber hinaus müssen Reisende ihre Wiederausreise (Rückflugticket) sowie genügend finanzielle Mittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Bei Reisen mit Minderjährigen empfiehlt sich die Mitnahme einer Geburtsurkunde. Bei allein oder ohne Begleitung der/des Sorgeberechtigten reisenden Minderjährigen ist, neben dem Reisepass, eine englischsprachige Einverständniserklärung der/des Sorgeberechtigten notwendig. Diese Vollmacht sollte eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen und eine Kopie des Reisepasses des gesetzlichen Vertreter angeschlossen sein. Die Unterschriften müssen amtlich beglaubigt sein.

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld ist bis zu einem Gegenwert von 10.000,- USD möglich.

Dinge des täglichen Bedarfs können abgabenfrei eingeführt werden. Bei Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die leicht mit Betäubungsmitteln verwechselt werden können, wird die Vorlage eines englischsprachigen Attestes des behandelnden Arztes verlangt. Achtung: einige verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente (mit Inhaltsstoff Codein oder Diazepam), sind nach den gambischen Drogengesetzen verboten.

Die Einfuhr oder der Besitz von Drogen ist in Gambia nicht erlaubt und wird mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen geahndet. Die gambischen Behörden kontrollieren zunehmend streng.

Bitte beachten Sie, dass die Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige sich kurzfristig ändern können, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes.

Gambia liegt 2 Stunden hinter der Zeit in Deutschland. Zur deutschen Winterzeit nur 1 Stunde.