Oktober 2017

Reisebericht: Südkorea & Japan - Das Land der Morgenstille kombiniert mit Buddhas und Burgen

Außergewöhnliche landschaftliche Schönheit, prunkvolle Paläste, traditionelle Gärten und die legendäre Kirschblüte erwarten Sie und unsere Chronistin auf dieser Reise durch Südkorea und Japan.

Chronistin Sandra in Südkorea und Japan
Mein Tipp

Außergewöhnliche Kultur in Japan & Südkorea

Sandra, Berge & Meer Reiseexpertin

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Sandra, ich bin 45 Jahre alt und darf schon zum 5. Mal für Sie als Chronistin berichten. Diesmal geht meine Reise nach Südkorea und Japan. Südkorea soll unglaublich schön sein und Japan - das Land des Lächelns.

Ich bin schon sehr gespannt was es alles zu erzählen gibt und wünsche Ihnen eine schöne Auszeit vom Alltag beim Lesen meiner Berichte. Vielleicht werden es auch Ihre nächsten Reiseziele? ;-)

1. Tag:

Anreise

Endlich ist es so soweit! Ich bin in Seoul gut angekommen! Meine Züge fuhren pünktlich nach Frankfurt an den Flughafen. Dort wurde allerdings eine herrenlose Laptoptasche unweit von mir gefunden und es musste von der Polizei erstmal alles abgeriegelt werden. Zwei Männer haben die Tasche dann geöffnet und der Inhalt war zum Glück harmlos.

Zum ersten Mal habe ich den Self-Check-In ausprobiert. Das war auch irgendwie spannend. An einem Terminal habe ich mir die Boardingkarte ausgedruckt und somit saß am zuständigen Check In Schalter niemand, sondern man muss anstatt dem freundlichen Personal nun seine Daten in einen „Computer“ eingeben, seinen Koffer selber wiegen, das Klebeband mit den Flugdaten selber anbringen und dann mittels OK-Taste seinen Koffer auf dem Band losschicken. Eigentlich ganz einfach... Es gibt aber einen Aufseher, der einem bei Fragen hilft. Und mein Koffer ist auch tatsächlich in Seoul angekommen!

Bei der Überprüfung meines Handgepäcks wurde das Laptop von Berge & Meer herausgezogen und auf Sprengstoff untersucht - zum Glück negativ. Na ja, hätte ich eigentlich auch nicht anders erwartet...

Im Duty free durfte man kostenlos ein Gläschen Champagner probieren - so konnte der Urlaub dann auch wirklich beginnen! Der Flug ging pünktlich! An Board waren sehr viele Koreaner und ihre Familien, die wieder nach Hause flogen, aber auch sehr viele Geschäftsreisende. Weil ich echt müde war, habe ich während des Flugs sehr viel geschlafen und somit verging die Zeit wirklich wie im Flug. Habe mir noch einen neuen Kinofilm angesehen und zur Einstimmung auf Korea gab es dann auch schon zum Essen ein typisch koreanischer Reis mit Gemüse und Chili. Das hat wirklich richtg gut geschmeckt.

Als der Pilot die Durchsage gemacht hat, dass wir in 30 Minuten landen, konnte ich gar nicht glauben, dass wir schon da sind.

2. Tag:

Seoul

Der Flughafen hier ist riesig! Ich konnte kaum glauben, dass man erst noch mit einem Zug fahren muss um letztlich ans Kofferband zu kommen. Am Schalter zum Geldwechseln war fast nichts los, so hatte ich dann ruck zuck meine Euros in koreanische Won gewechselt. Am Ausgang wurde ich allerdings von dem Schildermeer der abholenden Personen schier erschlagen, bis ich unsere koreanische Reiseleiterin Claudia entdeckt habe. Claudia ist Südkoreanerin und spricht sehr gut deutsch.

Eigentlich hätten wir heute den Tag zur freien Verfügung gehabt, da aber der Palast, den wir morgen besuchen wollten, morgen geschlossen hat, haben wir ihn heute schon besucht. Das war sehr beeindruckend. Claudia hat uns außerdem auch sehr viel über Land und Leute erzählt. So sagen die Kinder zu ihren Eltern z. B. „Sie“. Ursprünglich waren die Schriftzeichen hier chinesisch, da diese aber sehr schwierig zum Lernen sind, hat der König Schriftzeichen erfunden, die einfacher sind und das sind nun die koreanischen Schriftzeichen von heute.

Wir haben tolle Zimmer und fürs WC gibt es sogar eine Bedienungsanleitung! Am Abend sind die meisten von uns mit Claudia noch typisch koreanisch essen gegangen und haben unseren ersten Tag in Korea schön ausklingen lassen. Typisch für Korea sind Metallstäbchen, aber es gibt auch Löffel für die Suppe und Gabeln haben sie auch!

Danach sind wir alle nur noch in unsere Betten gefallen.

3. Tag:

Seoul

Schon wieder ist ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Eigentlich haben wir alle das Gefühl, wir wären schon viel länger hier in Seoul und nicht erst zwei Tage. Wir haben schon so viel gesehen und selbst bei den Mitreisenden hat man schon das Gefühl, man kenne sich schon wesentlich länger. Wobei die Gruppe mit 34 Personen schon recht groß ist, aber Claudia hat alles voll im Griff! Sie ist echt top und mit Leib und Seele dabei! Zeigt uns sehr viel mehr als im Programm steht - einfach super!!!!

Wir haben alle sehr gut geschlafen und ein sehr interessantes Frühstück bekommen! Es gab nicht nur Brötchen mit Marmelade, Cornflakes, Eier, Speck, Obst - nein, es gab auch was die Koreaner frühstücken! Maiscremesuppe (sehr lecker!), Reis, Salat, Rindfleisch und vieles mehr. Als Besteck gab es einen großen Löffel und eine Gabel. Da habe ich nun verstanden, warum die Koreanerin im Flugzeug neben mir ihre Butter mit der Gabel auf ihr Brötchen geschmiert hat!!! Später haben wir dann doch noch Messer am Buffet entdeckt - neben den Metallstäbchen - die es natürlich auch gegeben hat!

Zuerst sind wir zu einem sehr schönen Fluss in die Stadt gefahren - Seoul ist echt riesig! Hat 10 Millionen Einwohner! An dem Fluss kann man sich an eine markierte Stelle stellen und versuchen in einen Korb im Wasser eine Münze zu werfen. Das soll Glück bringen und man darf sich etwas wünschen. Das Geld kommt dann armen Menschen zu Gute. Wer keine Münze hat, kann natürlich an dem lustigen Automaten dort natürlich seine Scheine in Münzen wechseln! Es soll schließlich jeder die Chance haben, sich etwas wünschen zu dürfen!

Dann ging es weiter zum Völkermuseum von Korea. Das war auch sehr interessant. Mir wurden verschiedene Mützen und Hüte aufgesetzt ... ;-) Anschließend sind wir zu einem alten Stadtteil gefahren, der ganz normal bewohnt ist, die Häuser dort aber aussehen wie Tempel. Nur waren wir nicht die Einzigen dort und auf den schönen Fotos sind überall Menschen zu sehen - diese Bilder kann ich aber wegen der Bildrechte nicht online stellen. (Am Besten mal selber herkommen und es sich selber anschauen! Südkorea ist wirklich eine Reise wert!!!).

Die Mittagspause hatten wir zur freien Verfügung und ich habe mich zwei Mitreisenden angeschlossen. Wir haben uns zum Essen etwas auf die Hand geholt. Diana eine Teigstange mit Fisch am Stiel und Simone und ich frittierte Maultaschen. Davor durften wir an einem Stand noch eine Süßigkeit probieren. Sie besteht aus Honig und Reismehl, diese Masse wird so bearbeitet, dass sie fast aussieht wie Zuckerwatte, nur mit ganz vielen Fäden. Dies wird gefüllt mit gehackten Nüssen und dann aufgerollt! War alles super lecker. Dann sind wir noch in ein Teehaus. Bei der Bestellung hatten wir natürlich Sprachprobleme. Aber es scheint auch sonst schwierig zu sein, wenn zwei Leute das selbe haben wollen. Aber letztlich hat Simone ihren Zitronentee bekommen und Diana und ich je einen Lotusblütentee. Allerdings musste die Bedienung uns erst zeigen wie die Teekanne funktioniert...

Frisch gestärkt ging es weiter nach Gangnam. Ein sehr moderner Stadtteil von Seoul für junge Leute. Und er wurde natürlich bekannt durch das Lied Gangnam Style! Dann waren wir noch bei Samsung (ausgesprochen: Samsong) und durften sehen, was die Zukunft an Technik bringen wird. Z. B. einen Badezimmerspiegel mit Touchscreen...

Danach haben wir noch die Gedenkstätte für den Koreakrieg besichtigt und über die aktuelle Lage gesprochen... Zum Schluss hat uns Claudia noch einen super schön beleuchteten, buddhistischen Tempel gezeigt, wo zufällig gerade Gebetsstunde war. Das war sehr interessant, durfte nur nicht fotografiert werden. Die Außenanlage glich einem Blumenmeer - unbeschreiblich!

Zum Abschluss sind wir zu dritt noch typisch koreanisch essen gegangen. Dieses Lokal wurde auch hauptsächlich von Einheimischen besucht. Zum Glück gab es auf der Speisekarte ein paar Fotos von Gerichten - so konnten wir mit dem Finger daraufzeigen und bestellen. Trotzdem war es spannend, was letztlich alles serviert wurde. In der Tischplatte war ein integrierter heißer Stein, darauf wurden unsere Rindfleischstückchen gegrillt. Diverse Salatblätter haben dazu gedient, dass wir sie mit dem Fleisch, einer Soße (Dip), Reis, diversen anderen Zutaten befüllen, aufrollen und mit der Hand essen konnten. Es war sehr lecker und wir hatten viel Spaß dabei! - aber die Kellnerin auch!

Todmüde aber glücklich fallen wir wieder in unsere tollen Betten und freuen uns schon auf morgen!

Viele Grüße aus Seoul, Sandra

4. Tag:

Seoul - Gyeongju

Heute Morgen sind wir pünktlich mit all unserem Gepäck um 8.30 Uhr in Seoul mit unserem Reisebus gestartet und nach Gyeongiu gefahren, wo wir heute eine Nacht verbringen werden. Zum Glück auch nur für eine Nacht - denn das Hotel ist jetzt nicht unbedingt eines, welches man sofort weiterempfehlen würde (wie das in Seoul z. B., welches wir nur schweren Herzens verlassen haben). Die Betten sind zum Glück sauber und frisch bezogen, aber das Zimmer und Bad an sich haben von der Sauberkeit her nicht unbedingt einen Wohlfühlfaktor...

Dafür haben wir auf der Fahrt hierher wieder vieles gesehen, gestaunt und unseren Spaß gehabt. So gab es auf der einen Autobahnraststätte am Eingang der Toiletten einen Plan, welche Toilette gerade besetzt ist. Bei einer anderen Raststätte hatten sie sogar rot oder grün leuchtende Lampen an oberhalb der Toilettentüren woran man erkennen konnte, welche Toilette gerade frei ist. Neben jedem Waschbecken war ein Gerät um sich die Hände trocken zu föhnen. Und alles natürlich absolut sauber, wie wir es - bis auf dieses Hotel hier - von Korea kennengelernt haben. Außerdem gab es eine Box mit Rotlicht in die man sich hätte setzen können, wenn man irgendwelche Beschwerden hat. An einem Verkaufsstand wurden uns Gingkofrüchte (die kleinen Beeren) zum Kauf angeboten, aber wir waren noch vom Mittagessen satt.

Die Fahrt war schön und kurzweilig, manchmal sind wir zwischendrin auch eingenickt oder ich habe aus dem Fenster fotografiert um festzuhalten, wie die Landschaft sich so verändert, damit auch Sie sich ein bisschen vorstellen können, wie es hier in Korea aussieht. Leider war es ziemlich bewölkt, somit sehen die Fotos vielleicht nicht ganz so einladend aus... Mich faszinieren ja nach wie vor all die Verkehrsschilder... Heute habe ich das Parkplatzschild für Schwangere entdeckt. Ist das nicht toll?

Zwischendrin haben wir uns natürlich auch noch die kunstvolle Seokguram-Grotte und den Bulguska-Tempel angesehen. Das war auch sehr schön. Claudia hat uns wieder viel über Land und Leute während der langen Busfahrt erzählt. So sind die Babies, die auf die Welt kommen schon ein 1 Jahr alt und zum nächsten 01. Januar wird nochmals ein Jahr dazu gezählt. Also wenn z. B. am 31.12. ein Baby auf die Welt kommt ist es 1 Jahr und wird am nächsten Tag (01.01.) schon 2 Jahre... Jetzt verstehen wir auch, warum die Kinder gestern im Museum so klein ausgesehen haben, weil sie nach unserer Rechnung 2 Jahre jünger wären...

Wir haben heute viele Reisfelder, Grünkohl-, Ginseng-, Knoblauch- und Zwiebelfelder gesehen. Das zählt alles zu den Hauptnahrungsmitteln der koreanischen Küche. Die Koreaner essen 3x täglich Reis und Suppe. Zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendbrot. Grünkohl darf dabei nicht fehlen! Allerdings essen immer mehr jugendliche nun Brot zum Frühstück. Außerdem gibt es ganz neu auch Milchprodukte, wie Käse und Joghurt, was allerdings alles aus Europa importiert werden muss. Derzeit versucht eine Firma in Südkorea, Käse selber herzustellen. Die Koreaner haben früher keine Milchprodukte vertragen. Aber so langsam gewöhnt sich ihr Körper daran. Auch Ananas wird importiert. Hauptsächlich von den Philippinen und Südamerika. Rinder waren früher Arbeitstiere auf den Reisfeldern und konnten somit nicht gegessen werden. Heute übernehmen Maschinen die Arbeit und somit kann nun auch Rindfleisch gegessen werden. Allerdings wird das meiste Rindfleisch von Amerika und Australien importiert. Im Herbst wachsen in Südkorea Kaki - leider sind sie derzeit noch nicht ganz reif! Korea besteht übrigens aus über 300 Inseln! Die meisten davon sind allerdings unbewohnt.

Heute Abend waren die meisten von uns mit Claudia koreanisch essen. Was mich an dem Lokal am meisten fasziniert hat war, dass jeder Tisch mit einem Klingelknopf ausgestattet war und man so dem Kellner klingeln konnte! Das wäre in manchen Restaurants in Deutschland auch nicht schlecht...

Jetzt mache ich für heute aber auch Feierabend! Mal sehen, was wir morgen alles erleben und bestaunen können.

Herzliche Grüße aus Korea!

Sandra

5. Tag:

Gyeongju - Busan

Gut gestärkt nach einem leckeren Frühstück fuhren wir pünktlich um 9 Uhr zu unserem ersten Programmpunkt, dem Anapji-Teich, wo sich einst die königliche Familie erholte. Dann ging es weiter zum Gyeongju-Nationalmuseum mit unschätzbaren Kostbarkeiten aus dem Silla-Reich und der klangschönsten Glocke Asiens, der Emille-Glocke.

Im Anschluss besichtigten wir noch die Hügelgräber der Königsfamilie (grüne Grashügel auf den Fotos). Schon war auch wieder Zeit zum Mittagessen und einige von uns aßen koreanische Maultaschen. Dann fuhren wir weiter nach Busan, einem der größten Häfen Asiens. Auf einem Aussichtsturm (120 m Höhe) haben wir uns erstmal einen Überblick über diese tolle Stadt verschafft. Wir entdeckten sogar schon unser Hotel (braunes großes Gebäude auf dem Foto). Danach ging es über den Fischmarkt - was allerdings etwas schwierig war in dem Gedränge mit 34 Personen... Aber es ging niemand verloren und es war sehr interessant, was es alles an Meerestieren so gibt!

Noch schnell über den traditionellen Markt mit seinen Garküchen und sonstigen Marktständen, dann ging es auch schon weiter zum Hotel. Dort wartete bereits eine Überraschung auf uns! Die gesamte Gruppe bekam ein Upgrade der Zimmer, weil gestern die Zimmer im anderen Hotel nicht so toll waren. Herzlichen Dank an Berge & Meer!

Zum Abschluss bekamen wir noch ein typisch koreanisches Abendessen - was unglaublich lecker war! Claudia hat unsere Namen auf koreanisch geschrieben und uns die Schriftzeichen erklärt. Lieben Dank Claudia! Du bist eine tolle Reiseleiterin und mit ganzem Herzen dabei! Es sollen noch ganz viele Elstern für Dich pfeifen (bringt Glück)!

Gerne würden wir noch länger hier bleiben. Aber morgen früh geht unser Flieger nach Osaka (Japan).

Bis morgen - aus dem Land des Lächelns!

Ihre Sandra

6. Tag:

Busan - Osaka - Nara - Kyoto

Heute Morgen mussten wir alle schon sehr früh aufstehen, da unser Bus uns um kurz nach 6 Uhr zum Flughafen fuhr. Die Zeit verging mal wieder wie im Flug und schon sind wir in Japan (Osaka) gelandet. Nils, ein deutscher Reiseleiter hat am Flughafen schon auf uns gewartet. Wir wechselten noch schnell unser Geld in Yen um - Tipp: wenn jemand noch Won von Korea übrig hat, kann man diese in Yen wechseln lassen! (oder alternativ im Duty Free ausgeben...) Ich bekam von meiner Hausbank die abenteuerlichsten Vorschläge... wichtig ist auch, dass man seine Karten bei der Bank für den Urlaub (außerhalb EU) anmeldet.

Anschließend fing sofort unser Sightseeingprogramm an. Das Wetter ist ziemlich durchwachsen, mal schwül, mal kalt. Wir fuhren von Osaka nach Nara. Das war die erste Hauptstadt Japans. Dort besichtigten wir die größte Buddhastatue der Welt. Außerdem haben wir sehr viel zahmes Rotwild gesehen. Um die Mittagszeit zeigte uns Nils eine Einkaufspassage und wir mussten uns selbst durchschlagen und uns was zum Essen organisieren. Das ging einfacher als erwartet! In Japan ist es wohl üblich, dass überall, egal ob Hauptgericht oder es selbstgemachte Cookies sind, ein Exemplar davon aus Kunststoff ausgestellt wird. Somit braucht man nur mit dem Finger auf das zeigen was man möchte. Auch ein Einkauf im Supermarkt ist eigentlich kein Problem. Die Verkäufer helfen einem auch gerne weiter! Dann ging es noch zum Kasugan-Schrein. Das war auch sehr interessant! Wie auch Claudia, erzählt uns Nils sehr viel über Land und Leute.

Ca. 18 Uhr kamen wir im Hotel in Kyoto an, bekamen die Zimmerschlüssel und kurz nach 19 Uhr konnte jeder der Lust dazu hatte, mit Nils den Hauptbahnhof von Kyoto besichtigen. Dieser ist super modern, riesengroß und absolut beeindruckend! Um den Bahnhof herum gibt es viele Bars, Cafés und Restaurants und jeder konnte sich aussuchen wo und was er essen möchte! Ein paar von uns aßen eine Nudelsuppe.

Anschließend sind wir zum Hotel zurück und ich sitze nun im 9. Stock und schreibe diesen Bericht. Übrigens - auch hier haben wir übrigens wieder diese tollen Hightechtoiletten...

Herzliche Grüße aus Kyoto!

Sandra

7. Tag:

Kyoto

Wer das Ausflugspaket gebucht hat, durfte heute in Kyoto den Ryoanji Tempel besichtigen. Das war sehr schön. Die Außenanlage ist mit vielen Bäumen bepflanzt, es gibt einen kleinen See und wir waren die ersten dort...

Anschließend ging es zum Goldenen Tempel (Rokuon-Ji-Tempel). Das wäre auch sehr schön gewesen, nur hatten zig Schulklassen die gleiche Idee und natürlich auch noch andere Reisegruppen! Und dann hat es auch noch angefangen heftig zu regnen! (Wir erwarten für übermorgen einen Taifun, deshalb das schlechte Wetter. Aber die Menschen hier sind ganz entspannt! Danach haben wir noch den Nijo-Jo Palast besichtigt. Da haben sich die Menschenmassen etwas verteilt.

Für die Mittagspause hielt der Fahrer bei einem großen Kaufhaus, wo ein überdachter Markt nicht weit entfernt war. Somit war man zwar im Trockenen - aber man hat sich nur geschoben. So viele Menschen... Aber trotzdem habe ich ein paar Fotos gemacht!

Ich habe dort ein Geschäft entdeckt, welches ich im ersten Moment für einen Schreibwarenladen hielt. Bis mir aufgefallen ist, dass das alles Essstäbchen sind! (Foto) Diese gibt es in allen Farben und Motiven!

Man durfte auf dem Markt auch diverse Dinge probieren. Z. B. Reis mit einem tollen Sesamgewürz, Süßigkeiten und vieles mehr. Das Essen hier schmeckt wirklich super! Ich mag ja weder Fisch noch Meeresfrüchte - und trotzdem habe ich mich für das „Sushi-Land“ entschieden, weil mich einfach Land und Leute interessieren. Aber auch ich komme nicht zu kurz mit dem Essen!

Vor dem Kaufhaus habe ich auch noch was tolles entdeckt: Leihschirme, kostenlose Schutzbeutel für den nassen Schirm, aber auch die nassen Schirme kann man in einer Art Trog, ausgekleidet mit Noppen etwas abtrocknen.

Im Anschluss haben wir noch den Fushimi Irani Schrein mit seinen vielen Schreintor-Galerien besichtigt. Aber da fing es wieder an zu schütten und die Menschenmassen haben sich nur geschoben. Von daher war es nicht so toll. Bei schönem Wetter und weniger Menschen wäre es aber auf jeden Fall super gewesen.

So, nun geht’s gleich, wer Lust hat, mit dem Reiseleiter in ein typisch japanisches Restaurant. Wir werden sogar eine Haltestelle mit der U-Bahn fahren! Ich bin schon gespannt und werde morgen weiter berichten!

Herzliche Grüße aus dem verregneten Kyoto,

Sandra

8. Tag:

Kyoto - Shirakawago - Takayama

Gestern waren die meisten von uns noch japanisch essen. Dafür fuhren wir zuerst mit dem Reiseleiter eine Haltestelle mit der U-Bahn, was irgendwie ganz normal war, da wir irgendwie was spektakuläres, supermodernes erwartet hatten. Aber es war eine ganz normale U-Bahn!

Im Restaurant gab es leider eine Reservierungsverwechslung und so saßen wir an europäischen Tischen. Die japanische Sitzgruppe bekam eine andere Reisegruppe. Schade, aber na ja... Das Essen war aber lecker. Es gab Einheitsessen in verschiedenen Gängen. So habe ich doch tatsächlich rohen Thunfisch probiert - und es hat gar nicht mal so schlecht geschmeckt...

Pünktlich um 8 Uhr ist heute unser Bus mit uns nach Shirakawago gefahren. Dort ist ein Museumsdorf mit einer richtig schönen Kulisse. Aber leider hat es ziemlich geschüttet und so war es mit dem Fotografieren auch etwas schwierig. Ich habe mal vom Bus aus versucht, die Berge zu fotografieren, aber durch die nasse Scheibe hat dies nicht wirklich funktioniert. Bei Sonnenschein wäre es eine super tolle Fahrt durch die Berge und die Tunnel gewesen. Der eine davon ging knapp 11 km durch den Berg!

Anschließend ging es weiter nach Takayama, wo wir heute übernachten. Wir sind somit erstmal dem Taifun entkommen, aber heute Nacht wird er uns einholen. Wir sind schon gespannt... Aber für die Japaner ist das nichts außergewöhnliches.Nur die Schulen haben morgen geschlossen, da mit Straßensperren zu rechnen ist. Auch wir gestalten unser Programm morgen wetterabhängig.

Mit einer Mitreisenden bin ich vorhin noch durch Takayama gebummelt. Es gibt so viele Läden, die japanische Süßigkeiten und Knabbergebäck anbieten und überall darf man probieren. Da gibt es echt leckere Sachen!:-) Also Naschkatzen kommen hier voll auf ihre Kosten!

Außerdem haben wir Kinderbesteck gesehen. Einmal Gabel und Löffel und dann noch extra Kinderstäbchen (Vielleicht sollte ich es auch mal mit denen versuchen...

Ich finde es beim Frühstück immer so interessant. Wir Europäer essen Rührei mit Toast mit Messer (haben wir zwischenzeitlich gefunden!) und Gabel, die Einheimischen essen ihren Reis mit diversen Beilagen mit den Stäbchen. Jetzt werden wir gleich noch das Hotelbad ausprobieren...

Bis morgen!

Herzliche Grüße aus Takayama,

Sandra

9. Tag:

Takayama - Nagano

Supertaifun „Lan“ hat uns zum Glück nicht getroffen! Es ist schon der 21. in dieser Saison aber diesmal wohl der Schlimmste. Wir sind ihm zum Glück entwischt! Leider gab es auch Todesopfer.

Die Schulen hatten heute geschlossen und manche Werke hatten zu. Der Taifun hatte auch Auswirkungen auf die am Sonntag durchgeführte Parlamentswahl. In einzelnen Regionen verzögerte sich die Auszählung der Stimmzettel. Der Wirbelsturm soll auch die Wahlbeteiligung der Bürger beeinträchtigt haben, weil einige Gemeinden ihren Bürgern rieten, sich in Sicherheit zu bringen. Das japanische Bad (Onsen) gestern Abend war übrigens absolut schön und können wir jedem Japan Reisenden nur empfehlen! Männer und Frauen baden getrennt. Im Hotel gab es ein Infoblatt mit den Regeln, welche unser Reiseleiter auch schon aufgezählt hatte. Wichtig: Tattoos sind nicht gestattet! Können aber evtl. abgeklebt werden. Man darf auf keinen Fall mit Schuhen (gelten als schmutzig) das Bad betreten! Man setzt sich auf kleine Hocker oder Schemel - wie an einem Schminktisch - und muss sich komplett im Sitzen mit einem Art Waschlappen (Tenugui) waschen und dann erst in eines der ca. 40 Grad heißen Becken. Aber nicht zum Baden! Man sitzt oder liegt einfach ganz ruhig da. Es gibt auch Außenbecken. Das Tenugui legt man sich einfach auf den Kopf und kann es dann zum Schweiß abwischen benutzen.

Das Frühstück war heute wieder super lecker! In jedem Hotel gibt es dann doch immer wieder etwas Neues zu entdecken. So gab es u. a. frische Basilikumbrötchen, aber auch Spaghetti mit Tomatensoße, Salat und vieles, vieles mehr! So habe auch ich heute zu meinem Rührei Basilikumbrötchen und Spaghetti gegessen! An den Nebentischen haben wir die Japaner beobachtet, wie flink sie ihren Reis mit Stäbchen essen. Sie halten die Stäbchen wieder ganz anders als in Korea.

Gut gestärkt ging es zu Fuß zur ehemaligen Provinzverwaltung. Mich Erstaunen immer wieder die kleinen, niedrigen Möbel und wie spartanisch alles eingerichtet ist. Aber ist ja klar, die Japaner saßen immer auf dem Boden. In großen Blumentöpfen haben sie Feuer gemacht und die Möbel haben sie immer so im Zimmer verteilt, wie sie es gerade brauchten. Was gerade nicht gebraucht wurde, wurde aus dem Zimmer gestellt.

In einem Sake-Geschäft (Reiswein, schmeckt so ähnlich wie Schnaps) konnte man sich für 200 Yen eine Sakeschale kaufen und durfte Sake probieren. Wir hatten noch ein bisschen Zeit zur freien Verfügung, das Wetter wurde auch besser, die Sonne hat auch mal wieder Ausschau nach uns gehalten, bevor wir dem Taifun weiter aus dem Weg gingen!

Wir fuhren durch eine tolle Berglandschaft (die Autobahn entlang der Pazifikküste war wegen des Taifuns gesperrt) und haben zum ersten Mal die Herbstlaubfärbung gesehen! Darauf sind die Japaner genauso stolz wie auf ihre Kirschblüte! Es sieht aber auch wirklich schön aus, wobei es sich in den nächsten Tagen noch mehr verfärben wird.

Unser heutiges Ziel war die Industriestadt Nagano, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1998. Unser Hotel liegt mit direktem Zugang zum/am Bahnhof und einem Kaufhaus. Bevor wir im Hotel eincheckten, zeigte uns der Reiseleiter den bekannten Zenko-Tempel. Auf dem Weg dorthin sah ich zufällig hinter einem Fenster „Pepper“! Pepper kenne ich nur von einem Newsletter und habe ihn mal im Fernsehen gesehen. Er ist ein Roboter der 21 Sprachen spricht, sich darauf einstellen kann, ob eine Frau, ein Mann oder ein Kind mit ihm spricht. Er wird u. a. in Kliniken eingesetzt, wo er Patienten z. B. auf ihre Station begleitet (Ich hoffe ja ganz arg, dass ich ihn noch live irgendwo sehen werde...). Zum Abschluss war ich noch mit zwei Mitreisenden lecker essen und sitze nun auf einem total bequemen Sessel in meinem schönen Zimmer und tippe diesen Bericht. Aber jetzt geht's bald ins Bett. Morgen gibt's Frühstück ab 6.30 Uhr...

Wir wollen morgen zu den Schneeaffen. Soll eine etwas matschige Angelegenheit werden nach all dem Regen der letzten Tage. Es würde sich somit empfehlen, Wanderstiefel und Gummistiefel zu haben...

Herzliche Grüße aus Nagano!

Ihre Sandra

10. Tag:

Nagano - Yamanouchi - Matsumoto - Fuji Hakone Nationalpark

Heute hatten wir schönes Wetter - die Sonne kam ab und zu heraus und es regnete nicht!!! Von der Autobahn aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Berge und siehe da, der Taifun hat den ersten Schnee auf die Berggipfel gezaubert. Aber leider hat der Taifun uns auch einen Strich durch die Rechnung gemacht - es gab einen Erdrutsch auf dem Weg zu den Schneeaffen und so konnten wir sie leider nicht sehen. Das war sehr schade, denn diese Affen sind ganz besonders - sie baden gerne! Untypisch für Affen, aber sie haben es sich wohl bei den Menschen abgeguckt. Hier gibt es überall heiße Quellen und da wärmen sich nun auch die Affen auf!

Weiter ging es dann zur Krähenburg - dabei konnten wir uns etwas sportlich betätigen bei all den hohen Treppenstufen im Gebäude. Aber das tat echt mal gut. Nebenan war zufällig eine Chrysanthemenausstellung. Irre, was die mit diesen Blumen alles gemacht haben.

Nach der Mittagspause und Bummel durch die Stadt ging es weiter Richtung Hotel in Kawaguchiko und diesmal hatten wir Glück!!! Wir haben den Fuji gesehen!!!

Wir haben nur schnell unsere Zimmer bezogen, gleich gibt es ein Abendessen für die gesamte Gruppe. Mein Zimmer ist riesig! Habe sogar noch ein japanisches Wohnzimmer dabei, in dem ich gerade auf den Stühlen am Boden sitze und schnell den Bericht tippe.

Herzliche Grüße aus einem „japanischen Wohnzimmer“ Sandra

11. Tag:

Fuji-Hakone Nationalpark - Kamakura - Tokyo

Gestern hatte ich eine japanische Sitzecke in meinem Zimmer und da habe ich spontan zum Tee eingeladen. Das war richtig schön! Heute Morgen haben wir erstmal gesehen, wo unser Hotel überhaupt ist, denn gestern bei der Anreise, war es schon stockdunkel! Das Hotel liegt mitten im Wald und somit hatten wir alle Zimmer mit Waldblick!

Unser erster Stopp heute war beim berühmten Großen Buddha in Kamakura. Natürlich hat uns der japanische Regen den ganzen Tag begleitet und ebenso mehrere Schulklassen. Es war aussichtslos, ein Foto ohne Menschen zu machen. Im Anschluss hatten wir in diesem Ort noch Zeit zur freien Verfügung. Aber auch da war so viel los in den kleinen und schmalen Gassen. Mit Schulklassen, Touristen, ...

Aufgrund der Wetterlage hat der Reiseleiter dann beschlossen, mit uns zum Nationalmuseum in Tokyo zu gehen, als Ersatz für den Affenpark. Den meisten hat es richtig gut gefallen! So sind wir nun schon beim letzten Stopp unserer Reise angekommen! Hier in Tokyo bleiben wir drei Nächte - im gleichen Hotel - bis zum Rückflug.

Wir sind vorhin nur einmal kurz ums Hotel spaziert, dieses liegt beim Bahnhof, aber da war dann richtiges Sauwetter und wir sind schnell wieder zum Hotel zurück. Die Zimmer sind ok. Recht klein und abgenutzt, aber sauber. Morgen werden wir mit dem Reiseleiter Tokyo erkunden! Wir sind schon sehr gespannt - natürlich auch aufs Wetter...

Herzliche Grüße

Sandra

12. Tag:

Tokyo

Kurz vor 7 Uhr heute früh haben wir erstmal das leckere Frühstücksbüffet gestürmt. Der Frühstücksraum ist recht klein und so hätte es passieren können, dass wir keinen Platz mehr bekommen und das wäre etwas blöd, da unser Bus und all die anderen Mitreisenden hätten warten müssen. Es gab u.a. kleine Maultaschen (Foto), gehobelter Rettich (Foto). Es gab natürlich auch Rührei und Speck, Müsli und vieles mehr...

Für heute stand Tokyo auf dem Programm. Und tatsächlich hat uns heute den ganzen Tag die Sonne begleitet! Das tat richtig gut! Wobei sich irgendwo im Süden schon der nächste Taifun zusammenbraut. Aber sollte auch er Japan treffen, sind wir schon längst wieder zu Hause! Eigentlich ist Oktober die beste Reisezeit - trocken und warm. Wir hatten heute T-Shirt-Wetter! Aber wie überall ändert sich auch hier das Klima.

Zuerst haben wir den Meiji-Schrein besucht. Das ist eine schöne Parkanlage mit einer Chrysanthemenausstellung (Foto mit Bonsaichrysanthemen). Dann ging es weiter zum Wolkenkratzerviertel Shinjuku, wo wir das höchste Rathaus der Welt besichtigt haben. Von der Aussichtsetage hat man einen herrlichen Panoramablick und wir haben sogar den Fuji gesehen (auf dem Foto sieht man ihn ganz dezent im Hintergrund). Die Mittagspause verbrachten wir im eleganten Stadtviertel Ginza. Dort waren wir natürlich im Mitsukoshi-Kaufhaus. Da habe ich mir doch tatsächlich ein paar neue Zumbaturnschuhe gekauft! Reisetipp: Immer den Reisepass dabei haben, wo der Einreisestempel drin ist, dann bekommt man vor Ort die Mehrwertsteuer wieder zurück! Die Feinkostabteilung dort ist auch einen Besuch wert! Anschließend ging es weiter in den Stadtteil Asakusa. Dort haben wir uns den Kannontempel angesehen. In den angrenzenden Ladengeschäften hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung und waren ganz erstaunt, wieviele Läden sich da versteckt haben (Tipp: evtl. mehr Freizeit aushandeln ;-)). Endlich habe ich dort das leckere Sesameis entdeckt! Überall gab es zu den Sorten, die wir von Deutschland und Italien kennen noch Grüner Tee-Eis aber kein Sesameis! Wer Sesam mag, liebt dieses Eis!

Für heute ist das offizielle Programm zu Ende, der Reiseleiter zeigt aber denen, die möchten, gleich noch das Szenenviertel von Tokyo!

Sonnige Grüße aus Tokyo!

Ihre Sandra

13. Tag:

Tokyo

Ich habe noch eine Anmerkung zu einem Foto von gestern - dem Schirmständer! Bei diesem gibt man wie bei einem Koffer eine Zahlenkombination ein und kann somit seinen Regenschirm einschließen. Dieses System haben wir nun auch schon öfters gesehen. Also von den Japanern können wir echt noch viel lernen!

Von den Toiletten hier sind wir auch total begeistert! Topmodern, sehr sauber (bis auf ganz wenige Ausnahmen) mit extra Kindersitzen und vielem mehr. Manchmal muss man all die Knöpfe und Tasten erstmal studieren, bis man weiß, welche man betätigen muss. Aber keine Sorge, man kriegt es hin! Und bis in ein paar Jahren vielleicht, sind diese Toiletten auch bei uns in Deutschland Standard..?

Gestern Abend war fast die komplette Gruppe mit dem Reiseleiter im Szenenviertel von Tokyo! (Foto) Shibuya heißt der Stadtteil, einer der 23 Stadtbezirken der japanischen Präfektur Tokyo. Vor dem Bahnhof Shibuya ist der weltweit bekannte und größte Fußgängerüberweg, bei dem man auch diagonal die Straßenseite wechseln kann, da in der Grünphase für Fußgänger alle Autoampeln auf rot sind. In Stoßzeiten können somit bis zu 15.000 (!) Menschen die Straßenseiten wechseln! An dieser Stelle auch nochmals ein ganz großes Dankeschön an Nils, dass er diesen Ausflug in seiner Freizeit mit uns gemacht hat! Immerhin waren wir 30 (!) die mitgegangen sind. Jeder musste sich erstmal eine Fahrkarte am Automaten ziehen, da es für die S-Bahn keine 10er Gruppentickets gibt. Dann alle 30 in den Zug (wir waren ja nicht die einzigen Fahrgäste) 13 Stationen und 28 Minuten später alle wieder aussteigen und dann alle über diesen riesigen Fußgängerüberweg! Das war echt ein Highlight und es ging niemand verloren! Es wurde ein Treffpunkt mit Uhrzeit ausgemacht und so konnte jeder machen, was er wollte. Wir waren letztlich zu dritt, die in einem kleinen leckeren Nudelrestaurant gelandet sind. Dort gab es Nudelsuppen in zig Variationen - total lecker! Es war ein Kommen und Gehen und es aßen auch Einheimische dort! In Japan ist es nicht üblich, nach dem Essen noch gemütlich sitzen zu bleiben. Nach dem Essen bezahlt man und geht.

Heute hatte man entweder den Tag zur freien Verfügung oder man hatte das Ausflugspaket gebucht und fuhr mit dem Bus nach Nikko, ein weitläufiger Schrein- und Tempelbezirk, was sicherlich zu den kulturellen Höhepunkten einer Japanreise zählt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Abstecher zu einem Bergsee (Foto) gemacht. Herrlich! Zumal auch endlich die Sonne scheint! Es war ein sehr schöner Ausflug, aber ich hätte auch gerne noch einen Tag mehr Zeit für Tokyo gehabt!

Vorschlag an Berge & Meer: Eine Reise mit (optional?) 1-2 Tagen Verlängerung, um Tokyo auf eigene Faust zu erkunden.

Am Abend sind wir zu dritt auf Empfehlung vom Reiseleiter, 4 Haltestellen weiter gefahren bis Akihabara. Das ist das Elektro- und Technikviertel und Viertel für junge Leute. Wir sind dann wohl auch im Inntreff der jungen Leute gelandet, denn um uns herum saßen nur Einheimische. Die besondere Herausforderung hier war, dass es pro Platz nur 1 Papierspeisekarte und 1 Tablet-PC, wo ebenfalls die Speisekarte darauf abgebildet war und worüber man aber auch seine Bestellung aufgeben musste! Wir haben es aber hingekriegt und uns riesig gefreut, als auch wirklich das Richtige kam! Es war sehr lecker und wir haben umgerechnet jeder etwa 10 Euro inklusive Getränk bezahlt.

Kaum zu glauben, dass wir morgen schon wieder nach Hause fliegen. Noch 2 Tage hier in Tokyo wären ein super Abschluss. Irgendwann komme ich bestimmt mal wieder. Vielleicht auch nur als Städtereise. Eine Kombination aus einer Woche Seoul und einer Woche Tokyo.

Morgen werde ich Ihnen alle meine Reisetipps, die mir so aufgefallen sind, gesammelt aufschreiben. Dann ist es etwas übersichtlicher.

Bis morgen und herzliche Grüße aus dem Land des Lächelns,

Ihre Sandra

14. Tag:

Abreise

Wir sind wieder gut in Frankfurt gelandet. Auch diesmal waren wir wieder ganz erstaunt, wie schnell letztlich die knapp 12 Stunden Flugzeit vergingen.

Zusammenfassung meiner Reisetipps:

Wenn jemand die Impfung Japanische Encephalitis möchte. Das ist eine zweifach-Impfung, was bedeutet, dass man nach 28 Tagen nochmals geimpft werden muss, sonst wirkt der Impfstoff nicht.

Im Handy Datenroaming deaktivieren! Sonst kann es passieren, dass das ganze Guthaben innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht wird für Apps, die sich z.B. im Hintergrund aktualisieren. In jedem Hotel hatten wir kostenloses WLAN!

Man sollte seine Maestro-Karte (EC-Karte) und Kreditkarte für den Urlaub (da außerhalb EU) für den Urlaub anmelden bzw. freischalten lassen, sonst kann es passieren, dass die Karten während des Urlaubs gesperrt werden, da die Bank denkt, es läge ein Missbrauch vor. Diese Regelung ist wohl neu und wissen selbst Bankangestellten nicht unbedingt.

Ein Geldwechsel in Deutschland ist nicht notwendig, man kann sehr gut am jeweiligen Flughafen (Südkorea und Japan) Euros tauschen. Evtl. vor Ort Geld vom Automaten abheben, dann hat man auch die richtige Währung.

Hat man noch Won von Südkorea übrig, kann man diese am Flughafen (Korea oder Japan) in Yen tauschen! Ich selber hatte für Korea 100 EUR gewechselt, hatte aber noch Geld übrig. Für Japan gab uns der Reiseleiter einen Richtwert von 150 EUR zum Wechseln an. Das hat ganz gut gepasst, da man dementsprechende Einkäufe mit der Karte bezahlen kann.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man in Japan immer den Reisepass dabei haben sollte. Dies empfiehlt sich auf alle Fälle, denn wenn man in Geschäften mit "Tax free shopping" einkauft, bekommt man nur an diesem Tag in diesem Geschäft die Tax zurück, wenn man seinen Reisepass mit Einreisestempel vorlegt!

Das Auswärtige Amt rät, sich in eine Krisenvorsorgetabelle einzutragen (Verlinkung auf deren Seite. Wer das möchte, muss das für sich selber tun (ab 10 Tagen vor Reisebeginn möglich), der Reiseveranstalter macht das nicht!

Während dieser Reise hat es sehr viel geregnet und schon nach dem 1. Regentag waren unsere Schuhe durchnässt, da sich sehr schnell riesige Pfützen ansammelten. Da habe ich mir gewünscht, ich hätte meine Regenschuhe eingepackt... Ansonsten reichen bequeme Schuhe mit denen man über Stock und Stein gehen kann. Da es manchmal durch den Wald geht, kann es auch etwas matschig sein.

In den Bergen ist es frisch! Warme Kleidung mitnehmen!

Wenn man einen Tempel besichtigt, müssen in der Regel die Schuhe ausgezogen werden. Der Boden dort ist oft sehr kalt oder uneben (Seidenstrümpfe gehen kaputt). Es empfiehlt sich, dicke Socken zum darüber ziehen mitzunehmen, die man auch immer in der Handtasche dabei hat (!), da der Reiseleiter nicht unbedingt immer im Vorfeld ankündigt, dass nachher die Schuhe ausgezogen werden müssen (was teilweise für Verärgerung bei manchen geführt hat).

Aufgrund Zeitmangels oder wenn man mal nicht im Restaurant essen möchte, kann man sich auch Fertiggerichte im Supermarkt kaufen. In der Regel gibt es irgendwo im Hotel eine Mikrowelle, wo man sich das Essen dann warm machen kann. Aber auch im Supermarkt an der Kasse ist immer eine Mikrowelle und die Kassiererin macht es einem warm und man bekommt von ihr das passende Besteck kostenlos dazu.

Es war eine sehr schöne Reise und wir sind alle traurig, dass sie schon zu Ende ist. Ein paar sind noch in Tokyo geblieben und fliegen in Eigenregie zurück. Das wäre für mich das nächste Mal auch eine Option!

Zum Abschied hat mir der Reiseleiter meinen Namen auf japanisch aufgeschrieben (Foto) und mir einen Satz übersetzt (Foto) was in etwa heißt:

Ihre Berge & Meer Chronistin Sandra grüßt Sie herzlich

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