Alte Traditionen kombiniert mit modernen Städten

Das Sultanat Oman liegt im äußeren Südosten der Arabischen Halbinsel und begeistert seine Besucher mit grünen Bergoasen, den gewaltigen Dünen der Sandwüste, langen Stränden, türkisblauem Meer und den majestätischen Gipfeln des Hajar-Gebirges. Lernen Sie bei Ihrer Oman-Reise das ursprüngliche Arabien kennen und genießen Sie die Gastfreundschaft der Menschen. Hier finden Sie noch Gemächlichkeit und Ruhe, können Farben sehen, Gerüche atmen, Horizonte erahnen und die Kontraste der Landschaft wahrnehmen.

Reisetipps & Infos

Alles Wissenswerte über den Oman

Frau steht auf Berg im Oman und blickt bei Sonnenuntergang über weite Landschaft©Alexey Stiop-stock.adobe.com

Der Oman begeistert mit eindrucksvollen Wüstenlandschaften, majestätischen Gebirgszügen und einer langen Küste am Arabischen Meer. Das Land verbindet ursprüngliche Natur mit orientalischer Kultur und herzlicher Gastfreundschaft. Damit Sie Ihre Oman Reise optimal planen können, finden Sie hier hilfreiche Informationen zur besten Reisezeit, zu sehenswerten Regionen und Naturhighlights sowie zu landestypischen Besonderheiten. Entdecken Sie die Vielfalt des Omans und gestalten Sie Ihre Reise ganz nach Ihren persönlichen Wünschen.

Jana, Reiseexpertin & Autorin

zuletzt aktualisiert: März 2026

Was möchten Sie wissen?

Mit einem Klick zu Ihrem Wunschthema

Warum in den Oman reisen?

3 Gründe für Ihren Urlaub im Oman

Eindrucksvolle Natur

Wüste, Gebirge und traumhafte Strände liegen nah beieinander. Im Oman erleben Sie weite Dünen, grüne Wadis und das Arabische Meer in einer Reise.

Authentische Kultur

Historische Forts, lebendige Souks und prächtige Moscheen prägen das Land. Der Oman steht für gelebte Tradition statt moderner Inszenierung.

Reiseerlebnisse abseits des Massentourismus

Der Oman ist kein überlaufenes Reiseziel. Statt großer Hotelanlagen erwarten Sie weite Landschaften, kleine Orte und viel Raum für persönliche Entdeckungen.

Die schönsten Städte & Regionen im Oman

7 Highlights, die Sie bei Ihrer Reise in den Oman nicht verpassen sollten

Unser Tipp für Ihren Urlaub im Oman

Erlebnismacherin Julia im Oman
Mein Tipp

Festung von Nizwa

Julia, Berge & Meer-Reiseexpertin

Das Märchen von Tausendundeine Nacht live erleben: Hört sich vielleicht etwas kitschig an, aber im Oman ist es möglich. Dubais Nachbar hat es geschafft, sich seine Kultur und Identität zu bewahren, dabei aber ein modernes Reiseland zu werden. Über 3.000 Meter hohe Berge, bezaubernde Wadis (Täler), Traumstrände und allein fünf UNESCO-Welterbestätten – das Sultanat auf der Arabischen Halbinsel ist ein perfektes Entdeckerziel. Unbedingt anschauen muss man sich Nizwa. Die Oase, etwa 90 Kilometer von der Hauptstadt Maskat entfernt, ist das historische Zentrum des Landes. Über 500 Jahre alte Bewässerungskanäle sorgen hier dafür, dass es rund um den Ort so herrlich grün und fruchtbar ist.  

Am Rande der Altstadt mit ihren schmucken Lehmhäusern schlendert man über den großen Basar, atmet exotische Gewürze und feilscht um handgefertigte Töpferware. Und dann die unübersehbare Festung, das Fort Nizwa, die sich zwischen Souq und Altstadt erhebt. 1650 im Auftrag von Sultan bin Saif Al Ya'rubi nach langer Bauzeit fertiggestellt wurde, ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich zum Schutz von Handelswegen und Dattelplantagen errichtet, beherbergt das 24 Meter hohe Bauwerk im ehemaligen Gefängnis heute ein kleines Museum über die reiche Geschichte der Region. Über einen Zickzack-Treppenaufgang gelangt man schließlich zu einem 360-Grad-Plateau, wo sich neben einem Brunnen über 20 antike Kanonen befinden. Noch heute sind dort Spuren von Abwehrkonstruktionen gegen Eindringlinge zu sehen.  

Ein Highlight ist die einmalige Aussicht auf die Oase bei Sonnenuntergang. Weit reicht der Blick über die Neustadt hinter dem Flussbett und weiter über den Basar und die Altstadtgassen bis zu den Bergen am Horizont. Alles ist in ein orangefarbenes Licht getaucht – was für ein Fotomotiv! 

Das Fort ist von Samstag bis Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr geöffnet, freitags von 8 Uhr bis 11:30 Uhr und 16:30 Uhr bis 20 Uhr. 

Naturhighlights im Oman

Landschaften voller Weite und Kontraste

Sanfte Sanddünen der Wüste Rimal Al Wahiba im Oman im warmen Abendlicht©Pavel Svoboda-stock.adobe.com

Rimal al Wahiba/Wahiba Sands

Die Sanddünen-Wüste liegt im östlichen Teil des Omas und erstreckt sich auf ca. 12.500 km² südlich des Hadschars-Gebirges bis hin zum Indischen Ozean. Sie zählt zu den größten Sanddünen-Areals der Welt und präsentiert sich in goldschattierten Sandpyramiden und bizarren Formen welche durch den Wind ständig verändert werden.

Jebel Shams - "Sonnenberg"

Der Jebel Shams ist mit seinen 3.009 m der höchste Berg des Omans. Übersetzt heißt der Name "Berg der Sonne" und bietet einmalige Ausblicke über das Wadi Nakhar und die Umgebung. Auf dem Plateau des Berges befindet sich eine Funkstation.

Wadi Nakhar

Das Wadi Nakhar oder auch Grand Canyon des Omans ist eine 7 km lange Piste, welche an den Seiten von bis zu 2.000 m hohen Felswänden dominiert wird. Entlang eines alten Eselpfades geht es am Rande des Canyons zu einer Geistersiedlung, welche die Vergangenheit zurückholt. 

Hadschar-Gebirge

Das Gebirge im Nord-Osten des Sultanats erstreckt sich knapp 450 km von der Grenze im Süden bis in den Norden hinein. Das Steingebirge liegt zum größten Teil im Oman und wird deshalb auch als "Omangebirge" bezeichnet. Kaum Vegetation und steile Felswände in Farben von aschgrau über ocker bis hin zu einem dunklen braun, rot oder schwarz geben trotzdem ein faszinierendes Bild ab. Aufgrund der milden Temperaturen bieten sich in den Sommermonaten Wanderungen bestens an.

Steckbrief: Was muss man über den Oman wissen?

Amtssprache

Die Amtssprache ist Arabisch

Einwohnerzahl

ca. 5,2 Millionen Einwohner (Stand 2025)

Flugdauer

ca. 7 Stunden ab/bis Deutschland

Hauptstadt

Die Hauptstadt ist Maskat

Zeitzone

UTC+4

Währung

Die Währung ist Rial Omani (OMR)

Gut zu wissen über den Oman

Feiertage & interessante Details - spannende Fakten, die den Oman besonders machen

Geografie

Der Oman grenzt im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Südwesten an den Jemen und im Westen an Saudi-Arabien. Ebenfalls zum Staatsgebiet zählen die Halbinsel Ruus al-Jibal am Kap Musandam, Madha sowie die Inselgruppe Kuria-Muria und die Insel Masirah. Umschlossen wird das Land zusätzlich im Osten und Süden durch das Arabische Meer und durch den Golf von Oman im Nordosten.

Veranstaltungen & Feste

Zahlreiche Feste finden jedes Jahr in dem kleinen Sultanat statt. Egal ob Kamelrennen, Royal Opera House in Muscat oder für alle Radsportfans die Tour of Oman.

  • Muscat Festival: Von Januar bis Februar wird in der Stadt Muscat den Menschen die omanische Kultur näher gebracht. Das Kochen von traditionellen Gerichten, Handwerksausstellungen oder Shows sorgen für eine ausgelassene Stimmung und präsentieren bestens die Lebensfreude der Omanis.
  • Salalah Festival: Bei diesem Festival wird die Monsunsaison ("Khareef") gefeiert. Diese Saison sorgt für kühle Temperaturen und das Erwachen der Vegetation. Neben Konzerten und Kulturveranstaltungen erwarten die Besucher noch viele weitere Aktivitäten.
  • Sailing Arabia - The Tour: Im Februar findet ein Rennen mit mehreren Etappen durch den Norden der Arabischen Halbinsel statt die sogenannte Sailing Arabia - The Tour. Mit weiteren diversen Regatten wird die alte Seefahrervergangenheit des Sultanats aufrechterhalten.

Die beste Reisezeit für einen Oman Urlaub

Weißer Sandstrand bei Salalah im Oman mit türkisfarbenem Meer und fliegenden Vögeln©kamillok-stock.adobe.com

Grundsätzlich ist der Oman ein Ganzjahresziel, jedoch gibt es unterschiedliche klimatische Voraussetzungen je nachdem wo man Urlaub machen möchte. Ist es am Indischen Ozean eher heiß und trocken so wird es in den Bergregionen am Abend und in der Nacht kühler. Entscheidet man sich für die Region rund um Muscat im Norden sind die Monate November bis April zu empfehlen, denn dann herrscht dort ein mildes Klima mit angenehmen Temperaturen zwischen 16 und 26 °C. Mai bis Oktober ist diese Region stark geprägt von heißen Temperaturen und einer trockenen Hitze. Im Badeparadies Salalah herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen 25 und 32 °C. Hier ist zu beachten, dass es in der Regenzeit von Juni bis September vermehrt zu Niederschlägen kommen kann. In der Trockenzeit kommt es in der Region rund um Salalah kaum bis gar nicht zu Niederschlägen. In diesem Sinne gibt es keine "Beste Reisezeit" für den Oman, sondern man sollte es davon abhängig machen, wo man hin und was man dort dann unternehmen möchte.

Essen und Trinken im Oman

Das sind die beliebtesten Gerichte des Landes

Traditioneller omanischer Kaffee Qahwa mit Gläsern in stimmungsvoller Szene©Momen-stock.adobe.com

Aufgrund der kargen Bodenverhältnisse im Oman ist die Küche des Landes viel von ausländischen Einflüssen geprägt. Vor allem Gewürze wie z. B. Zimt, Kardamom der Nelken werden aus Afrika oder Asien importiert. Datteln, Limonen, Reis & Brot wurden früher meist im Landesinneren für die Gerichte verwendet. An der Küste kam dazu noch der frische Fisch. Fleisch gibt es in einer großen Vielfalt. Neben Ziegen, Hühner und Lämmern werden an religiösen Feiertagen oder festlichen Anlässen auch Kamele auf den Speiseplan gesetzt. Ein weiteres Grundnahrungsmittel ist der Reis. Eine Besonderheit, welche in einigen arabischen Ländern auftritt ist, dass man nicht Besteck sondern der rechten Hand isst.

Ein landestypisches Gericht - "shoowa"

Das Gericht "shoowa" besteht aus Ziegenfleisch mit Reis, Salat und Limonen und wird nur zu religiösen Feiertagen zubereitet. Die Zubereitung ist sehr zeitaufwendig und dauert je nach Größe des Tieres zwischen 12 und 14 Stunden. Die Ziege wird gewürzt und in Bananenblätter eingewickelt. Anschließend kommt Sie auf glühender Holzkohle in eine Erdgrube, welche verschlossen wird. Nach mehreren Stunden ist das Fleisch dann saftig und zart und wird auf einem Tablet zusammen mit Reis, Salat und Limonen serviert.

Ein landestypisches Gericht - "haalwa"

Unter "halwa" versteht man eine süße Speise, welche mittlerweile hauptsächlich nur noch in Fabriken hergestellt wird. Butterschmalz, karamelisierter Zucker, Mandeln, Stärke, Safran, Kardamom, Mandeln und Rosenwasser werden zusammengemischt und unter ständigem Rühren über dem Holzfeuer stundenlang in einem Kupferkessel gekocht. Zum Schluss wird es in kleine Schüsseln abgefüllt, abkühlen lassen und genießen!

"qahwa" - der osmanische Kaffe

"qahwa" der osmanische Kaffee ist ebenfalls eine Gaumenfreude. Zubereitet aus frisch gerösteten Kaffeebohnen und mit Kardamom verfeinert wird er aus feinsten Porzellanbechern getrunken - ein wahrer Genuss.

Fragen & Antworten rund um Ihre Oman-Reise

Der Oman ist ein sehr sicheres und gastfreundliches Reiseland. Dennoch sollten Sie die lokalen Traditionen respektieren. Öffentliche Zuneigung ist eher zurückhaltend, und beim Besuch von Moscheen gelten klare Kleidungsvorschriften. Alkohol ist nur in lizenzierten Hotels erlaubt. Insgesamt reisen Sie entspannt, wenn Sie sich respektvoll und angepasst verhalten.

Amtssprache ist Arabisch. In Hotels, Restaurants und touristischen Einrichtungen wird jedoch meist sehr gut Englisch gesprochen. Mit Englisch können Sie sich in der Regel problemlos verständigen.

Ja, der Oman bietet ideale Bedingungen für einen Strandurlaub. Entlang des Arabischen Meeres erwarten Sie lange Sandstrände, ruhige Buchten und komfortable Resorts. Besonders beliebt sind die Küstenregionen rund um Maskat, Salalah und die Musandam Halbinsel.

Leichte, luftige Kleidung ist aufgrund der Temperaturen empfehlenswert. In der Öffentlichkeit sollten Schultern und Knie bedeckt sein, vor allem außerhalb touristischer Anlagen. Beim Besuch einer Moschee tragen Frauen ein Kopftuch sowie lange Kleidung, Männer lange Hosen.

Während des Ramadan wird tagsüber gefastet. In der Öffentlichkeit sollten Sie in dieser Zeit tagsüber nicht essen, trinken oder rauchen. Hotels bieten jedoch weiterhin Mahlzeiten für Gäste an. Als Besucher erleben Sie eine besondere, ruhige Atmosphäre im Land.

Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird aber geschätzt. In Restaurants sind etwa 5-10% Prozent üblich, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Auch für Fahrer oder Guides ist ein kleines Trinkgeld als Anerkennung gerne gesehen.