Korsika – ein Geheimtipp zwischen Bergen und Meer

Korsika bietet zahllose Möglichkeiten. Daher wundert es fast schon, dass Korsika nicht so ĂŒberlaufen ist wie andere Mittelmeerinseln. Egal ob Strandurlaub oder Wanderurlaub, egal ob zum Skifahren mit Freunden oder Baden mit der Familie, das „Gebirge im Meer“ bieten fĂŒr jeden Geschmack die richtige Mischung. Die Natur des Eilands, kombiniert mit der einzigartigen Kultur und der außergewöhnlichen Kulinarik, machen „die Schöne“ zum perfekten Urlaubsort fĂŒr Erwachsene und Kinder.

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    Korsika: Wissenswertes ĂŒber die beliebte Mittelmeerinsel

     

    Die Insel Korsika ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrĂ¶ĂŸte Insel im Mittelmeer. Sie ragt stellenweise aus 2.500 Metern Tiefe aus dem Wasser empor - und wĂ€chst mit dem höchsten Berg der Insel, dem Monte Cinto, auf bis zu 2.706 Meter heran. Wo liegt Korsika? Sucht man Korsika auf der Karte, findet man die verwunschene französische Insel ca. 100 Kilometer westlich von Italiens Festland etwa auf Höhe zwischen der Toskana und Rom. Ihre ca. 325.000 Einwohner sprechen - wie der Name schon vermuten lĂ€sst - Korsisch; Amtssprache ist allerdings Französisch.

    Wer weder der einen noch der anderen Sprache mĂ€chtig ist, kommt allerdings auch mit Englisch oder Italienisch gut zurecht - denn bis 1769 war Korsika Teil der Republik Genua, erst seitdem ist es französisches Staatsgebiet. Dass die Korsen nicht freiwillig an Frankreich fielen, zeigt bis heute die Korsika-Flagge, ein schwarzer Kopf mit weißer Stirnbinde - ein Symbol fĂŒr den korsischen Freiheitskampf. Apropos Sprache: FĂŒr ein GesprĂ€ch aus dem Ausland nach Korsika muss zunĂ€chst die Vorwahl fĂŒr Frankreich +33, anschließend die Regionalvorwahl 4, und dann fĂŒr Korsika die 95 gewĂ€hlt werden.

    FĂŒr Gebirgsfreunde ist Korsika "the place to be" - immerhin besteht das Eiland zu 86 Prozent aus Bergen. Ausgedehnte Wandertouren fĂŒr die Profis sind ebenso möglich wie kurze Bergtrips mit Kindern – egal, ob an der OstkĂŒste oder der WestkĂŒste. Auch in Sachen Camping ist Korsika ein wahres Paradies. Es gibt ĂŒber 200 CampingplĂ€tze. Da ist fĂŒr jeden etwas dabei: von sehr einfach bis hin zu purem Luxus, egal ob allein, mit Kindern oder dem Hund. Doch unabhĂ€ngig davon, ob im Zelt oder Bungalow, ob im Feriendorf oder im Hotel: Um Korsika richtig kennenlernen und genießen zu können, sollte man mindestens sieben Tage einplanen, fĂŒr Aktivurlauber dĂŒrfen es auch schon mal zwei Wochen sein.

    Wild und wundervoll: Korsika schlÀgt Mallorca und Elba

    Imposante Klippen, einsame Buchten und weite SandstrĂ€nde: Vom Zauber Korsikas wussten schon die alten Griechen. Sie nannten die Mittelmeerinsel "KallistĂ©" – die Schöne. Trotz ihrer offenkundigen VorzĂŒge ist "der Schönen" bis heute das Schicksal des Massentourismus erspart geblieben. Denn es waren schon immer die Individualisten, die auf Korsika ihr UrlaubsglĂŒck suchten. Sangen die Urlauber schon in den 60er-Jahren "O sole mio" auf Elba und Sardinien und entdeckten den Geschmack von Sangria auf Mallorca und Ibiza, ist Korsika bis heute Urlaubsziel derjenigen, die nicht nur baden wollen, sondern Augen haben, um zu sehen, FĂŒĂŸe, um zu laufen und die Nase in den Wind stecken, um den wĂŒrzigen Duft der Macchie zu schnuppern.

    Inmitten einzigartiger Natur klammern sich verwunschene Dörfer an steile BerghĂ€nge, sanfte Buchten werden von steilen Klippen umrahmt und tĂŒrkisblaues Wasser lĂ€dt zum Sprung ins kĂŒhle Nass ein. Zwischen zerklĂŒfteten FelskĂŒsten locken versteckte Grotten und alte Fischerdörfer. Auf atemberaubenden Panoramastraßen, die sich an der KĂŒste entlang schlĂ€ngeln, gelangen Aktivurlauber ins Eldorado fĂŒr Gebirgsfreunde.

    Korsikas Hochgebirge bieten mit ihren anspruchsvollen Wanderpfaden und Klettertouren einmalige Ausblicke. Kehrt man erschöpft, aber begeistert von einer Tour zurĂŒck, lockt die köstliche korsische KĂŒche mit regionalen SpezialitĂ€ten wie Lonzu (gerĂ€uchertes Schweinefilet), Figatellu (gerĂ€ucherte Leberwurst mit KrĂ€utern) und Kastanien- und Myrtebier – und das bei im Vergleich zu Zypern oder Kreta auch im Hochsommer ertrĂ€glichen Temperaturen. Hinzu kommt: Egal, wonach man sucht und auf welcher Seite der Insel man sich niederlassen will – die schönsten Ziele sind bequem per Flugzeug oder FĂ€hre zu erreichen, stundenlange Transfers zum Urlaubsort entfallen so.

     

    Korsika-Basics: Das mĂŒssen sie vor der Reise wissen – und erledigen

    Italienisch geprĂ€gt, ist natĂŒrlich auch das Smartphone auf Korsika allgegenwĂ€rtig. FĂŒr LadegerĂ€te mit Schukostecker benötigt man in Ă€lteren Hotels einen Adapter. Das Handynetz ist dicht, aber in GebirgstĂ€lern sind Funklöcher möglich. Mit einer französischen Prepaid-Karte entfallen die GebĂŒhren fĂŒr eingehende Anrufe – je nach LĂ€nge des Aufenthalts ist das also eine Überlegung wert.

    Wer auf das Internet im Urlaub nicht verzichten will oder kann, fĂŒr den gibt es die Möglichkeit der „CybercafĂ©s“. Den einen oder anderen Hotspot findet man auf öffentlichen PlĂ€tzen. Auch sind viele Restaurants und die meisten Hotels mit WLAN ausgestattet. Begriffe borne/accĂšs Wifi bzw. point accĂšs multimĂ©dia (P@M) weisen auf das drahtlose Internet hin – das oft kostenlos ist, weil es durch die Kommunen oder Regionen gefördert wird. Geldautomaten sind nur in grĂ¶ĂŸeren Orten vorhanden, dabei fallen GebĂŒhren fĂŒrs Abheben bei verschiedenen Banken in unterschiedlicher Höhe an. Ideal ist eine Visa-Card, mit der man in den meisten FĂ€llen keine GebĂŒhren zahlen muss.

     

    Wie so oft in SĂŒdeuropa, ist es mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht sehr weit her. Hat man keinen Camper zur VerfĂŒgung oder ist ohne eigenes Auto angereist, muss man auf die Öffentlichen zurĂŒckgreifen. Im Sommer stehen den Touristen Linienbusse zur VerfĂŒgung, die die meisten Orte miteinander verbinden – jedoch oft nur ein oder wenige Male tĂ€glich. Wer sich innerstĂ€dtisch fortbewegen möchte, sollte das am besten zu Fuß tun, denn lediglich in Ajaccio und Bastia gibt es ein verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gut ausgebautes Busnetz. Wer die Insel mit dem Zug erkunden will, fĂŒr den könnte sich die Wochenkarte (Carte Zoom) fĂŒr 50 Euro lohnen – ein Blick auf die Landkarte von Korsika zeigt aber, dass es nur ein rudimentĂ€res Schienennetz gibt.

    Auf Korsika ist eine Kurtaxe ĂŒblich, die je Gemeinde und Region zwischen 0,50 und 1,50 Euro pro Person und Tag liegt. Das Trinkgeld ist anders als beispielsweise in Deutschland oder Österreich in einem Großteil der Restaurants schon in der Rechnung enthalten und nennt sich „service compris“. Es ist aber durchaus ĂŒblich, noch einmal 5 bis 10 Prozent dazu zu geben, die beim Verlassen des Lokals einfach auf dem Tisch liegen gelassen werden. Apropos Trinkgeld: Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige KĂŒche. Typisch sind die freilaufenden, oft halbwilden Hausschweine, deren Fleisch ĂŒber Kastanienholz gerĂ€uchert wird. Neben den schon erwĂ€hnten SpezialitĂ€ten Lonzu, Figatellu und dem Kastanien- und Myrtebier ist Brocciu (FrischkĂ€se aus Schafsmilch) weit verbreitet. Wem das Bier nicht zusagt, der kann sich ein Glas Cap Corse (Aperitif aus KrĂ€utern) oder einen Wein aus Rebsorten wie Cinsaut oder Grenache genehmigen. Die "SĂŒĂŸen" unter den Urlaubern sollten danach unbedingt noch den Fiadone (KĂ€sekuchen) probieren. Hier muss sich also niemand mehr zwischen SĂŒĂŸem und KĂ€se als Nachtisch entscheiden.

    Auf Streifzug durch Korsikas Regionen

    Kulinarisch gestĂ€rkt gilt es, Korsikas Regionen zu erkunden, die eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt widerspiegeln. WĂ€hrend an der Korsika-OstkĂŒste kilometerlange SandstrĂ€nde zu finden sind, ist die Korsika-WestkĂŒste von zerklĂŒfteten Felsen und malerischen Buchten geprĂ€gt. Alle, die einen Urlaub mit Kind und Kegel planen, sind auf Korsika genau richtig. Auf sanft abfallenden StrĂ€nden, in den Naturschutzgebieten, an den FlĂŒssen und Badegumpen gibt es allerhand zu entdecken. Ausgenommen die StrĂ€nde an der WestkĂŒste, die im Meer schnell tief werden, sind die feinsandigen, flachen SandstrĂ€nde in der Bucht von Calvi und der kilometerlange Sandstrand an der OstkĂŒste zwischen Bastia und Ghisonaccia besonders kinderfreundlich.

    An all diesen StrĂ€nden gibt es auch zahlreiche Ferienwohnungen fĂŒr Familien. Wem das nicht reicht, der kann mit den Kleinen wahlweise Schildkrötenparks, Aquarien, Aqua- oder Abenteuerparks oder Kletterparcours besuchen. Zum Entspannen geht es dann an einen der endlosen StrĂ€nde, wobei der Hund meist ohne Probleme mit dabei sein kann. Eltern, die ab und zu auch erholsame Zeit ohne ihre Kinder verbringen möchten, können zum Beispiel Familienurlaub inklusive Kinderanimation bei Berge & Meer buchen.

     

    Wer dann noch nicht genug hat, kann in der Region Nebbio im Norden die vielen bekannten Weine verkosten oder in der Castagniccia (Kastanienhain) in einem der pittoresken Dörfchen Halt machen. UngezĂ€hmte Natur und sanfte HĂŒgellandschaften lassen einen die Zivilisation fĂŒr eine Weile vergessen – und bieten zahlreiche Motive fĂŒr Korsika-Bilder und Fotos. Weniger Berge, dafĂŒr aber Meeres-Feeling gibt es in der Region rund um Cap Corse im Norden Korsikas. Der Einfluss von Genua ist hier immer noch deutlich zu sehen: Nirgendwo anders auf dem Eiland folgen so viele GenuesertĂŒrme aufeinander, die einst zur Abwehr von Piraten erbaut wurden. In Macinaggio befindet sich einer der bedeutendsten FreizeithĂ€fen an der toskanischen KĂŒste. Und das Beste: Eine Entdeckungstour rund um das 40 Kilometer lange Cap ist in einem Tag zu schaffen.

    Kulturfreunde kommen in der Region rund um Ajaccio voll und ganz auf ihre Kosten. GeschichtstrĂ€chtige AusgrabungsstĂ€tten aus der Bronzezeit sind ebenso einen Abstecher wert wie der korsische Nationalpark. Imposante EindrĂŒcke liefert das Bavella-Massiv in der Region rund um Porto. An der SĂŒdkĂŒste erheben sich Tafonis, Felsformationen, die stolz ĂŒber die dortigen StrĂ€nde wachen. Weniger stolz, dafĂŒr aber schön gemĂ€chlich geht es in der Region rund um Bastia zu. Mit ihren Kirchen und Klöstern verströmt die Gegend italienisches Flair, ganz nach dem Motto der Einheimischen: Pianu, pianu! (grob: Gemach, gemach!)

     

    Die Insel Korsika ist mit der Firmengeschichte von Berge & Meer eng verbunden. Sie war das Ziel der ersten Charterflugzeuge, die im Jahr 1979 die ersten 5.000 Kunden in den Urlaub beförderten. Und diese GĂ€ste wohnten im Ferienhotel Maristella, das damals wie heute von Berge & Meer gefĂŒhrt wurde. Die Mittelmeerinsel mit ihren schroffen Bergen und dem tĂŒrkisblauen Meer stand einst sogar Pate fĂŒr den Firmennamen. Seitdem hat sich viel getan - Berge & Meer vermittelt Reisen in die ganze Welt. Doch das Ferienhotel Maristella ist ĂŒber die Jahre hinweg eines der beliebtesten Urlaubsziele unserer Kunden geblieben.


    FĂ€hre Korsika: Anreise und TagesausflĂŒge

    FĂŒr alle Korsika-Urlauber empfiehlt sich natĂŒrlich das Flugzeug. Dabei hat man vier Landemöglichkeiten: Im Norden die FlughĂ€fen von Calvi und Bastia, im Westen Ajaccio, und im SĂŒden Figari. Entscheidet man sich fĂŒr Calvi und Bastia betrĂ€gt die Flugzeit lediglich rund zwei Stunden. Die beiden sĂŒdlicheren FlughĂ€fen sind verbindungstechnisch eher weniger zu empfehlen, da sie oft mit mindestens einem Zwischenstopp verbunden sind.

    Wer nicht gerne fliegt und mit dem eigenen Auto oder dem Motorrad unterwegs ist, kann auch mit der FĂ€hre Korsika besuchen. Zahlreiche FĂ€hren setzen vom italienischen Festland – zum Beispiel von Genua aus – nach Korsika ĂŒber. Eine weitere Alternative ist die Verbindung Livorno – Bastia. Je nachdem wie eilig man es hat, bieten sich Tages- oder NachtfĂ€hren an. Die Überfahrt Livorno – Bastia dauert am Tag knappe vier Stunden, wĂ€hrend man nachts schon mal elf Stunden unterwegs ist. 

    Auch vom französischen Festland aus lĂ€sst es sich angenehm mit der FĂ€hre nach Korsika ĂŒbersetzen: FĂ€hrhĂ€fen sind in diesem Fall Nizza oder Marseille. Mit der SNCM gelangt man von dort nach Ajaccio, Bastia, Propiano, Calvi, Ile-Rousse und Porto-Vecchio. Auch hier schwankt die Fahrzeit je nach Verbindung und Wahl des Schiffes. Drei Stunden sind es von Nizza per Schnellboot NGV und vierzehn Stunden braucht man von Marseille mit der normalen FĂ€hre. Da die FĂ€hren gerade im Hochsommer sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine Buchung der Tickets ĂŒber das Internet. Ein Kauf der Tickets vor Ort ist natĂŒrlich möglich, dabei aber nicht gĂŒnstiger als online – und man muss schlimmstenfalls auf das nĂ€chste freie Schiff warten.

     

    Neben der französischen Schifffahrtsgesellschaft SNCM kann man außerdem zwischen den Anbietern Moby Lines und Corsica Ferries wĂ€hlen, wobei letztere besonders preiswert ist und von den FestlandhĂ€fen Toulon und Nizza sowie Livorno und Savona Richtung Korsika startet, um Calvi, Île-Rousse, Ajaccio und Bastia anzulaufen. Die Moby Lines verkehren von Italien – also Genua und Livorno – ausschließlich nach Bastia, bieten sich jedoch fĂŒr TagesausflĂŒgler an, die einen Abstecher von Korsika nach Sardinien planen. Mit einer Überfahrtszeit von weniger als einer Stunde ist die Fahrt mit der FĂ€hre nach Sardinien ĂŒber die Verbindung Bonifacio – Santa Teresa di Gallura, sehr beliebt, wenn es darum geht, kurzfristig sardische Luft schnuppern zu wollen. Optimal ist die FĂ€hre nach Sardinien auch fĂŒr Kombinationsreisen mit Aufenthalten auf beiden Inseln, wie sie Berge & Meer anbietet. Wer individuelles Insel-Hopping betreiben möchte, kann ĂŒbrigens von Bastia auch auf die Insel Elba ĂŒbersetzen.

    Wetter Korsika: Wann ist das Wetter in Porto und Co. am schönsten?

    Die besten Reisemonate sind ab Mai und Juni, wenn die ganze Insel blĂŒht, bis September und in den Oktober hinein. Dann ist das Meer noch warm, das Klima und das Wetter in den Bergen noch mild, aber der große Ansturm des Sommers vorĂŒber. Im Juli und August können die Temperaturen auf Korsika trotz kĂŒhlender Winde vom Meer auf 30 Grad und mehr klettern. Besonders in Porto-Vecchio, Bastia und Ajaccio, aber auch in Calvi ist das der Fall. Da aber fast alle Hotels der Insel mittlerweile mit Klimaanlagen ausgestattet sind, steht einem angenehmen Sommerurlaub nichts im Wege. FĂŒr den Badeurlaub eignen sich die Sommermonate Juni, Juli, August bis in den September hinein.

     

    FĂŒr die Entdecker und Wanderer ist die beste Ausflugszeit allerdings ab MĂ€rz oder April bis Juni sowie September bis November, eine Klimaanlage lĂ€sst sich ja nur schwerlich in den Rucksack packen. Immer beliebter werden die Herbst- und Wintermonate, in denen die lokale KĂŒche mit besonderen Schlemmereien aufwartet – und immer noch angenehmes Reisewetter bis zu 15 Grad Tageshöchstwert bietet. Deswegen bietet Berge & Meer auch Angebote im Zeitraum von MĂ€rz bis November an, so dass Bade-, Wander- und Kulinarik-Urlauber auf ihre Kosten kommen.

    Aufgrund des gebirgigen Charakters hat Korsika mehrere Klimazonen. Die KĂŒstenregionen haben mediterranes, die bergigen Gebiete kontinentales bis alpines Klima. NiederschlĂ€ge gibt es fast ausschließlich im Herbst und Winter. Abgesehen von lokalen Sommergewittern im Gebirge ist das Wetter sonst meist sonnig. Die Allergiker unter den Urlaubern sind am besten an den KĂŒsten der Insel aufgehoben. Die ĂŒppige Fauna im Landesinneren ist im FrĂŒhjahr und den ersten Sommermonaten besonders beeindruckend, aber eben auch durch den starken Pollenflug eher unangenehm fĂŒr Heuschnupfen-Geplagte.

    Ajaccio, Bastia, Porto-Vecchio: HafenstÀdte auf Korsika

    Möchte man neben der Natur die verschiedenen SehenswĂŒrdigkeiten der Insel erkunden, startet man am besten gleich nach Ankunft am internationalen Flughafen in der Hauptstadt von Korsika: Ajaccio – Geburtsort von NapolĂ©on Bonaparte, der einmal sagte, er könne seine Heimat sogar blind, allein am Geruch erkennen. Unter einem Granitfelsen, der sogenannten Grotte NapolĂ©on, hat der spĂ€tere Kaiser angeblich als kleiner Junge gespielt. Unter den Augen des wohl berĂŒhmtesten Korsen lĂ€sst es sich in der mit fast 69.000 Einwohnern grĂ¶ĂŸten Stadt Korsikas entspannt durch die Altstadt flanieren.

    Dabei kann man die tolle Aussicht vom Mole JetĂ©e de la Citadelle auf die malerischen FischerhĂ€fen genießen. Über die Hauptflaniermeile Rue de Cardinal Fesch gelangt man unweigerlich zur zweitgrĂ¶ĂŸten Sammlung italienischer Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts in Frankreich – dem MuseĂ© Fesch. Bei den zahlreichen Boulevards, PlĂ€tzen, CafĂ©s, Restaurants kommt unweigerlich urbanes Flair auf. Wem die kleinen Boutiquen in den InnenstĂ€dten nicht reichen, kann zum Shoppen in kleine Einkaufszentren fahren – die gibt es neben Ajaccio allerdings nur noch in Bastia, der zweitgrĂ¶ĂŸten Hafenstadt auf Korsika mit rund 43.000 Einwohnern.

    Neben Ajaccio und dessen SehenswĂŒrdigkeiten lohnt sich auch ein Besuch der HafenstĂ€dte. Bastia ist das wirtschaftliche Zentrum Korsikas, dennoch hat die Altstadt mit der Place du MarchĂ© samt Barockkirche einen besonderen Charme. Sollte das Wetter einmal schlecht sein, lohnt sich auch ein Besuch der Oper allein aus architektonischen GrĂŒnden.

    Porto-Vecchio ist vor allem seiner zahlreichen Buchten wegen beliebt. Aber auch in der Stadt selbst gibt es einiges zu bewundern: Die zum Großteil erhaltene Zitadelle beispielsweise oder das schöne Stadttor Porte Genoise, das frĂŒher den einzigen Zugang zur Altstadt vom Hafen her bildete.

     
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    Nicht nur NapolĂ©on ist berĂŒhmter Sohn der Insel. Calvi beansprucht fĂŒr sich, der Geburtsort von Christoph Columbus zu sein – behauptet wird dies allerdings neben zahlreichen anderen Dörfern, unter anderem auf Mallorca und in Portugal. Vom vermeintlichen Geburtshaus in der Rue Colombo ist noch ein originaler Mauerrest erhalten. Ein weiterer Reisetipp sind Bonifacio an der SĂŒdspitze Korsikas, die dortige Inselgruppe Îles Lavezzi oder das ebenfalls sĂŒdlich liegende Sartene. Nach dem Besuch der berĂŒhmten Altstadt bietet sich ein Ausflug ins benachbarte HafenstĂ€dtchen Propriano an oder alternativ eine Badepause am Plage de Tizzano. Ebenfalls sehenswert ist Saint-Florent, unter anderem wegen der CathĂ©drale du Nebbio. Auf dem Weg von dort nach Calvi bietet sich ein Zwischenstopp im StĂ€dtchen L'Île-Rousse an, das seinen Namen vom vorgelagerten roten Felsen erhalten hat.

    Korsika SehenswĂŒrdigkeiten: Das muss man gesehen haben

    Wer dem stĂ€dtischen Trubel entkommen möchte und neben schönen Orten auch ein ruhiges Fleckchen sucht, sollte sich die Hochebene Piana nicht entgehen lassen, die besonders mit ihren rotbraunen Granitformationen beeindruckt. Ein weiterer Höhepunkt ist Cap Corse – die Halbinsel, die wie ein erhobener Zeigefinger im Norden Korsikas ins Mittelmeer ragt. Die kurvenreiche KĂŒstenstraße zĂ€hlt zu den schönsten der Insel Korsika und bietet sich natĂŒrlich besonders fĂŒr einen Tagesausflug mit dem Cabrio an – auf jeden Fall eine der Top 10 SehenswĂŒrdigkeiten auf Korsika. Einen Abstecher wert ist auf jeden Fall auch die Halbinsel La Scandola, die mit ihrem Naturschutzgebiet zum UNESCO-Welterbe zĂ€hlt und einsame Örtchen wie Girolata beherbergt, die teilweise nur zu Fuß zu erreichen sind. Der benachbarte Golf von Porto gehört ebenfalls in die Kategorie “die schönsten Urlaubsorte” der Insel.

    Auch geschichtlich gibt es auf Korsika interessante Orte wie beispielsweise Corte - die "Hochburg der Geschichte". Ein Abstecher in dieses Dorf ist eine Fahrt ins Herz und die Vergangenheit der Insel, bei der sich ein Bad im Fluss mit einem abendlichen Bummel durch die Gassen der Stadt kombinieren lĂ€sst. Ähnlich geschichtstrĂ€chtig, obwohl sehr unscheinbar, ist das Maison Bonaparte in Ajaccio, der grĂ¶ĂŸten Stadt auf Korsika. Ein kulturelles Highlight ist auch die griechisch-orthodoxe Ostermontagsprozession im CargĂšse, ein Dorf an der WestkĂŒste von Korsika.

    Ebenfalls ein Tipp aus dem ReisefĂŒhrer fĂŒr Korsika auch fĂŒr diejenigen, die sonst mit dem Auto oder Camper unterwegs sind: Sie sollten unbedingt eine Fahrt mit dem "Feurigen Elias" einplanen. Die gelb-roten Renault-Triebwagen stammen noch aus der Nachkriegszeit und können pro Wagen 40 Personen fassen. Sie werden heute nur noch als Reserve auf der Strecke zwischen Calvi und L'Île-Rousse eingesetzt. Wer noch mehr alte korsische Eisenbahnen bestaunen will, kommt im Bahnhof von Casamozza voll und ganz auf seine Kosten. Das Depot fĂŒr Loks ist nicht nur fĂŒr die kleinen Eisenbahn-Fans spannend.

    Ein weiterer der vielen Korsika Reisetipps ist das beschauliche Hinterland der Balagne, wo sich kleine Weiler mit romantischen Ecken, windschiefe HĂ€user und verklinkerte Höfe verstecken – ein Muss fĂŒr jeden TagesausflĂŒgler mit Cabrio, Rennrad oder Motorrad. Auch in der Gegend rund um Algajola reihen sich alte Bergdörfer aneinander, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Ein besonderer Clou und ganz spezieller unter den Korsika Tipps: Nicht nur in den großen StĂ€dten der Insel finden zahlreiche Olivenölfeste statt! Traditionelle MĂ€rkte auf den Dörfern bieten eine Vielzahl an einheimischen SpezialitĂ€ten wie z.B. das Mandelfest in Aregno oder das Olivenfest in Montemattiore. Aber auch auf den tĂ€glich stattfindenden WochenmĂ€rkten in vielen Orten an der KĂŒste finden Besucher typisch korsische Leckereien wie Schafs- und ZiegenkĂ€se sowie Pastis, den französischen Anisschnaps.

     

    Die MĂ€rkte verbinden Genuss und Kultur mit musikalischen Events. Man kann das berĂŒhmte Kastanienbier Pietra, die Charcuterie Corse (Schinken und Salami von freilebenden Schweinen) probieren oder den Ă€lteren Herren bei einer Partie Petanque zusehen, ein Kugelsport Ă€hnlich dem Boccia oder Boule. Ein Besuch dieser kleinen Dörfer ist aber nicht nur wĂ€hrend der MĂ€rkte ein Reisetipp. Auch sonst bezaubert die Mischung aus ursprĂŒnglichem korsischen Stil und dem französischen und italienischen Einfluss. Sichtbar wird dieser Gegensatz oft auch in den kleinen HĂ€fen der Orte, wo neben den klassischen Kuttern und Booten auch immer wieder kleine Yachten liegen. Die großen Kreuzfahrtschiffe findet man hingegen nur in Ajaccio.

    Korsika StrĂ€nde mit Kind und Kegel – oder ohne

    Wer weniger mit dem bergigen Hinterland anfangen kann, sondern eher zu den Strandmenschen zĂ€hlt, sollte unbedingt einen der schönsten StrĂ€nde auf Korsika besuchen: Palombaggia! Die Bucht ist umgeben von grĂŒnem Pinienwald und wird durch eindrucksvolle rote Felsen geschĂŒtzt. So versteckt gelegen, bieten das tĂŒrkisblaue Wasser und der weiße Sandstrand Badespaß und Erholung fĂŒr die ganze Familie. Ansonsten reihen sich schöne SandstrĂ€nde zwischen Calvi und Saint-Florent, beispielsweise in Algajola. An der WestkĂŒste locken zauberhafte StrĂ€nde im Golf von Porto sowie im Golf von Sagone.

    FĂŒr die Klippenspringer und Gumpen-Liebhaber unter den BadewĂŒtigen ist das Fango-Tal ein Muss: Der namensgebende Fluss Fango ist 22 Kilometer lang und bietet ĂŒberwĂ€ltigende Aussichten, bunte Steine und glasklares Wasser! In einem Atemzug damit mĂŒssen der Figarella-Bach, das Asco- sowie Restonica-Tal genannt werden. FĂŒr kleine und große Wasserratten ein wahres Paradies! Solenzara zĂ€hlt zu den zu den schönsten WildwasserflĂŒssen Korsikas und ist unter Kajakfahrern beliebt.

    Aber auch im Paradies gibt es Regeln: Ein Strandbesuch auf Korsika ist normalerweise nicht mit vielen Vorschriften verbunden, Grillen und Wild-Campen sind allerdings strengstens verboten. FKK-StrÀnde sind nicht explizit ausgeschildert, es gibt aber trotzdem unbewachte StrÀnde, z.B. in Ajaccio am Ricantu, oder am Campu di Fenu an der Landespitze westlich der Stadt. Bekannte FKK-Feriendörfer sind Bagheera in Bravone, La Chiappa in Porto-Vecchio und Riva Bella in Aléria.

    Tauchen auf Korsika ist nur mit gĂŒltigem Tauchschein möglich (abgesehen von SchnuppertauchgĂ€ngen). Es locken ĂŒppige Flora und Fauna unter Wasser, vor allem in den Buchten. Wer nur etwas schnorcheln möchte, kann das natĂŒrlich jederzeit tun – am besten vormittags, da das Meer dann ruhiger und die Sicht besser ist. AnfĂ€nger schnorcheln an den familienfreundlichen StrĂ€nden im Osten der Insel, da dort keine Felsen aus dem Wasser ragen. Fortgeschrittene können es zum Beispiel im Golf von Porto oder an der SĂŒdspitze Korsika, am Capo Pertusato versuchen.

    Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, egal ob als Windsurfer oder Wellenreiter, ist ebenfalls im SĂŒden Korsikas gut aufgehoben. Hier bieten sich die Spots Figari, La Tonnara, Piantarella oder Santa Manza rund um die Stadt Bonifacio an. Aber auch in den klassischen Badeorten Saint-Florent, Algajola oder am Capo di Femo nahe Ajaccio kommen Wassersportler auf ihre Kosten.

     

    Wandern auf Korsika: Wanderlust zwischen Bergen und Meer

    Nicht umsonst wird Korsika das "Gebirge im Meer" genannt und lĂ€sst die Wanderherzen höher schlagen. Auf Korsika wandern ist sehr beliebt. Aktivurlauber kommen voll und ganz auf ihre Kosten, allen voran mit dem GR20 Fernwanderweg. Der „Grand RandonnĂ©e 20“ fĂŒhrt als alpiner Bergwanderweg in leicht sĂŒdöstlicher Richtung auf etwa 180 Kilometern quer ĂŒber die Insel. Die gut 15 GR20-Etappen teilen den Weg in Einheiten von 5 bis 25 Kilometern Strecke und etwa 3 bis 8 Stunden Gehzeit. Ausgangspunkt ist Calenzana bei Calvi, oberhalb der NordwestkĂŒste gelegen, das Ziel Conca, liegt im SĂŒdosten der Insel. Da der GR20 auf Korsika sehr anspruchsvoll ist, ist er fĂŒr Halbschuhtouristen eher ungeeignet. Auch fĂŒr die zahlreichen weiteren Wanderwege wie die Mare a Mare oder die Mare e Monti sind gute AusrĂŒstung und eine ordentliche Wanderkarte von Korsika sehr sinnvoll. Wer es dennoch wagt, wird auf seinen Wanderungen durch eine der schönsten Berglandschaften mit sagenhaften Ausblicken entschĂ€digt. Möglich ist all dies entweder allein oder auch mit Guides auf gefĂŒhrten Wanderungen.

     

    Auch die Hochebene Calanche sollte man sich nicht entgehen lassen, da sie besonders mit ihren rotbraunen Granitformationen beeindruckt. Mit 2.706 Metern ist der Monte Cinto im Col de Bavella der höchste Gipfel der Insel und der König der korsischen Berge. Bei klarem Wetter reicht die Sicht von dort bis zur OstkĂŒste und WestkĂŒste. Das Bavella-Massiv bietet aber auch abseits des Monte Cinto zahlreiche Wandermöglichkeiten. In den „Dolomiten Korsikas“ finden Wanderbegeisterte ĂŒber 130 Routen aller Schwierigkeitsstufen, die sowohl fĂŒr Profis als auch fĂŒr Familien mit Kindern geeignet sind.

    Ähnlich abwechslungsreich sind auch die zahllosen Routen im Restonica Tal bei Corte und rund um Barbaggio am Cap Corse. Im Garten Korsikas, der Balagne, bietet sich zum Beispiel ein Halbtagesausflug zum Wehrdorf Sant’ Antonino an, das auf 479 Metern Höhe auf einem Gebirgskamm liegt – und auch „Adlerhorst der Balagne“ genannt wird.

    Klettern kann man im Hochsommer oft nur an den (eher wenigen) SchattenwĂ€nden und in höher gelegenen Gebieten ab ca. 1.000 Metern. Wer nicht auf Schusters Rappen zurĂŒckgreifen möchte, nimmt vielleicht besser auf einem PferderĂŒcken Platz – oder alternativ auf einem Esel. Das Angebot an gefĂŒhrten ReitausflĂŒgen ist sehr vielfĂ€ltig, auf Korsika gibt es fast 2.000 speziell zu diesem Zwecke angelegte Reitwege. Empfehlenswert sind zum Beispiel AusflĂŒge ins zentral gelegene VallĂ©e du Niolo. Es werden kurze Trips, TagesausflĂŒge und Ausritte mit Übernachtungen angeboten, somit steht einer Entdeckung der wilden, romantischen Landschaft nichts mehr im Wege.