Korsika – ein Geheimtipp zwischen Bergen und Meer

Korsika bietet zahllose Möglichkeiten. Daher wundert es fast schon, dass Korsika nicht so überlaufen ist wie andere Mittelmeerinseln. Egal ob Strandurlaub oder Wanderurlaub, egal ob zum Skifahren mit Freunden oder Baden mit der Familie, das „Gebirge im Meer“ bieten für jeden Geschmack die richtige Mischung. Die Natur des Eilands, kombiniert mit der einzigartigen Kultur und der außergewöhnlichen Kulinarik, machen „die Schöne“ zum perfekten Urlaubsort für Erwachsene und Kinder.

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    Korsika: Wissenswertes ĂĽber die beliebte Mittelmeerinsel

     
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    Die Insel Korsika ist nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel im Mittelmeer. Sie ragt stellenweise aus 2.500 Metern Tiefe aus dem Wasser empor - und wächst mit dem höchsten Berg der Insel, dem Monte Cinto, auf bis zu 2.706 Meter heran. Wo liegt Korsika? Sucht man Korsika auf der Karte, findet man die verwunschene französische Insel ca. 100 Kilometer westlich von Italiens Festland etwa auf Höhe zwischen der Toskana und Rom. Ihre ca. 325.000 Einwohner sprechen - wie der Name schon vermuten lässt - Korsisch; Amtssprache ist allerdings Französisch.

    Wer weder der einen noch der anderen Sprache mächtig ist, kommt allerdings auch mit Englisch oder Italienisch gut zurecht - denn bis 1769 war Korsika Teil der Republik Genua, erst seitdem ist es französisches Staatsgebiet. Dass die Korsen nicht freiwillig an Frankreich fielen, zeigt bis heute die Korsika-Flagge, ein schwarzer Kopf mit weißer Stirnbinde - ein Symbol für den korsischen Freiheitskampf. Apropos Sprache: Für ein Gespräch aus dem Ausland nach Korsika muss zunächst die Vorwahl für Frankreich +33, anschließend die Regionalvorwahl 4, und dann für Korsika die 95 gewählt werden.

    Für Gebirgsfreunde ist Korsika "the place to be" - immerhin besteht das Eiland zu 86 Prozent aus Bergen. Ausgedehnte Wandertouren für die Profis sind ebenso möglich wie kurze Bergtrips mit Kindern – egal, ob an der Ostküste oder der Westküste. Auch in Sachen Camping ist Korsika ein wahres Paradies. Es gibt über 200 Campingplätze. Da ist für jeden etwas dabei: von sehr einfach bis hin zu purem Luxus, egal ob allein, mit Kindern oder dem Hund. Doch unabhängig davon, ob im Zelt oder Bungalow, ob im Feriendorf oder im Hotel: Um Korsika richtig kennenlernen und genießen zu können, sollte man mindestens sieben Tage einplanen, für Aktivurlauber dürfen es auch schon mal zwei Wochen sein.

    Wild und wundervoll: Korsika schlägt Mallorca und Elba

    Imposante Klippen, einsame Buchten und weite Sandstrände: Vom Zauber Korsikas wussten schon die alten Griechen. Sie nannten die Mittelmeerinsel "Kallisté" – die Schöne. Trotz ihrer offenkundigen Vorzüge ist "der Schönen" bis heute das Schicksal des Massentourismus erspart geblieben. Denn es waren schon immer die Individualisten, die auf Korsika ihr Urlaubsglück suchten. Sangen die Urlauber schon in den 60er-Jahren "O sole mio" auf Elba und Sardinien und entdeckten den Geschmack von Sangria auf Mallorca und Ibiza, ist Korsika bis heute Urlaubsziel derjenigen, die nicht nur baden wollen, sondern Augen haben, um zu sehen, Füße, um zu laufen und die Nase in den Wind stecken, um den würzigen Duft der Macchie zu schnuppern.

    Inmitten einzigartiger Natur klammern sich verwunschene Dörfer an steile Berghänge, sanfte Buchten werden von steilen Klippen umrahmt und türkisblaues Wasser lädt zum Sprung ins kühle Nass ein. Zwischen zerklüfteten Felsküsten locken versteckte Grotten und alte Fischerdörfer. Auf atemberaubenden Panoramastraßen, die sich an der Küste entlang schlängeln, gelangen Aktivurlauber ins Eldorado für Gebirgsfreunde.

    Korsikas Hochgebirge bieten mit ihren anspruchsvollen Wanderpfaden und Klettertouren einmalige Ausblicke. Kehrt man erschöpft, aber begeistert von einer Tour zurück, lockt die köstliche korsische Küche mit regionalen Spezialitäten wie Lonzu (geräuchertes Schweinefilet), Figatellu (geräucherte Leberwurst mit Kräutern) und Kastanien- und Myrtebier – und das bei im Vergleich zu Zypern oder Kreta auch im Hochsommer erträglichen Temperaturen. Hinzu kommt: Egal, wonach man sucht und auf welcher Seite der Insel man sich niederlassen will – die schönsten Ziele sind bequem per Flugzeug oder Fähre zu erreichen, stundenlange Transfers zum Urlaubsort entfallen so.

     
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    Korsika-Basics: Das müssen sie vor der Reise wissen – und erledigen

    Italienisch geprägt, ist natürlich auch das Smartphone auf Korsika allgegenwärtig. Für Ladegeräte mit Schukostecker benötigt man in älteren Hotels einen Adapter. Das Handynetz ist dicht, aber in Gebirgstälern sind Funklöcher möglich. Mit einer französischen Prepaid-Karte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe – je nach Länge des Aufenthalts ist das also eine Überlegung wert.

    Wer auf das Internet im Urlaub nicht verzichten will oder kann, für den gibt es die Möglichkeit der „Cybercafés“. Den einen oder anderen Hotspot findet man auf öffentlichen Plätzen. Auch sind viele Restaurants und die meisten Hotels mit WLAN ausgestattet. Begriffe borne/accès Wifi bzw. point accès multimédia (P@M) weisen auf das drahtlose Internet hin – das oft kostenlos ist, weil es durch die Kommunen oder Regionen gefördert wird. Geldautomaten sind nur in größeren Orten vorhanden, dabei fallen Gebühren fürs Abheben bei verschiedenen Banken in unterschiedlicher Höhe an. Ideal ist eine Visa-Card, mit der man in den meisten Fällen keine Gebühren zahlen muss.

     
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    Wie so oft in Südeuropa, ist es mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht sehr weit her. Hat man keinen Camper zur Verfügung oder ist ohne eigenes Auto angereist, muss man auf die Öffentlichen zurückgreifen. Im Sommer stehen den Touristen Linienbusse zur Verfügung, die die meisten Orte miteinander verbinden – jedoch oft nur ein oder wenige Male täglich. Wer sich innerstädtisch fortbewegen möchte, sollte das am besten zu Fuß tun, denn lediglich in Ajaccio und Bastia gibt es ein verhältnismäßig gut ausgebautes Busnetz. Wer die Insel mit dem Zug erkunden will, für den könnte sich die Wochenkarte (Carte Zoom) für 50 Euro lohnen – ein Blick auf die Landkarte von Korsika zeigt aber, dass es nur ein rudimentäres Schienennetz gibt.

    Auf Korsika ist eine Kurtaxe üblich, die je Gemeinde und Region zwischen 0,50 und 1,50 Euro pro Person und Tag liegt. Das Trinkgeld ist anders als beispielsweise in Deutschland oder Österreich in einem Großteil der Restaurants schon in der Rechnung enthalten und nennt sich „service compris“. Es ist aber durchaus üblich, noch einmal 5 bis 10 Prozent dazu zu geben, die beim Verlassen des Lokals einfach auf dem Tisch liegen gelassen werden. Apropos Trinkgeld: Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige Küche. Typisch sind die freilaufenden, oft halbwilden Hausschweine, deren Fleisch über Kastanienholz geräuchert wird. Neben den schon erwähnten Spezialitäten Lonzu, Figatellu und dem Kastanien- und Myrtebier ist Brocciu (Frischkäse aus Schafsmilch) weit verbreitet. Wem das Bier nicht zusagt, der kann sich ein Glas Cap Corse (Aperitif aus Kräutern) oder einen Wein aus Rebsorten wie Cinsaut oder Grenache genehmigen. Die "Süßen" unter den Urlaubern sollten danach unbedingt noch den Fiadone (Käsekuchen) probieren. Hier muss sich also niemand mehr zwischen Süßem und Käse als Nachtisch entscheiden.

    Auf Streifzug durch Korsikas Regionen

    Kulinarisch gestärkt gilt es, Korsikas Regionen zu erkunden, die eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt widerspiegeln. Während an der Korsika-Ostküste kilometerlange Sandstrände zu finden sind, ist die Korsika-Westküste von zerklüfteten Felsen und malerischen Buchten geprägt. Alle, die einen Urlaub mit Kind und Kegel planen, sind auf Korsika genau richtig. Auf sanft abfallenden Stränden, in den Naturschutzgebieten, an den Flüssen und Badegumpen gibt es allerhand zu entdecken. Ausgenommen die Strände an der Westküste, die im Meer schnell tief werden, sind die feinsandigen, flachen Sandstrände in der Bucht von Calvi und der kilometerlange Sandstrand an der Ostküste zwischen Bastia und Ghisonaccia besonders kinderfreundlich.

    An all diesen Stränden gibt es auch zahlreiche Ferienwohnungen für Familien. Wem das nicht reicht, der kann mit den Kleinen wahlweise Schildkrötenparks, Aquarien, Aqua- oder Abenteuerparks oder Kletterparcours besuchen. Zum Entspannen geht es dann an einen der endlosen Strände, wobei der Hund meist ohne Probleme mit dabei sein kann. Eltern, die ab und zu auch erholsame Zeit ohne ihre Kinder verbringen möchten, können zum Beispiel Familienurlaub inklusive Kinderanimation bei Berge & Meer buchen.

     
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    Wer dann noch nicht genug hat, kann in der Region Nebbio im Norden die vielen bekannten Weine verkosten oder in der Castagniccia (Kastanienhain) in einem der pittoresken Dörfchen Halt machen. Ungezähmte Natur und sanfte Hügellandschaften lassen einen die Zivilisation für eine Weile vergessen – und bieten zahlreiche Motive für Korsika-Bilder und Fotos. Weniger Berge, dafür aber Meeres-Feeling gibt es in der Region rund um Cap Corse im Norden Korsikas. Der Einfluss von Genua ist hier immer noch deutlich zu sehen: Nirgendwo anders auf dem Eiland folgen so viele Genuesertürme aufeinander, die einst zur Abwehr von Piraten erbaut wurden. In Macinaggio befindet sich einer der bedeutendsten Freizeithäfen an der toskanischen Küste. Und das Beste: Eine Entdeckungstour rund um das 40 Kilometer lange Cap ist in einem Tag zu schaffen.

    Kulturfreunde kommen in der Region rund um Ajaccio voll und ganz auf ihre Kosten. Geschichtsträchtige Ausgrabungsstätten aus der Bronzezeit sind ebenso einen Abstecher wert wie der korsische Nationalpark. Imposante Eindrücke liefert das Bavella-Massiv in der Region rund um Porto. An der Südküste erheben sich Tafonis, Felsformationen, die stolz über die dortigen Strände wachen. Weniger stolz, dafür aber schön gemächlich geht es in der Region rund um Bastia zu. Mit ihren Kirchen und Klöstern verströmt die Gegend italienisches Flair, ganz nach dem Motto der Einheimischen: Pianu, pianu! (grob: Gemach, gemach!)

     
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    Die Insel Korsika ist mit der Firmengeschichte von Berge & Meer eng verbunden. Sie war das Ziel der ersten Charterflugzeuge, die im Jahr 1979 die ersten 5.000 Kunden in den Urlaub beförderten. Und diese Gäste wohnten im Ferienhotel Maristella, das damals wie heute von Berge & Meer geführt wurde. Die Mittelmeerinsel mit ihren schroffen Bergen und dem türkisblauen Meer stand einst sogar Pate für den Firmennamen. Seitdem hat sich viel getan - Berge & Meer vermittelt Reisen in die ganze Welt. Doch das Ferienhotel Maristella ist über die Jahre hinweg eines der beliebtesten Urlaubsziele unserer Kunden geblieben.


    Fähre Korsika: Anreise und Tagesausflüge

    Für alle Korsika-Urlauber empfiehlt sich natürlich das Flugzeug. Dabei hat man vier Landemöglichkeiten: Im Norden die Flughäfen von Calvi und Bastia, im Westen Ajaccio, und im Süden Figari. Entscheidet man sich für Calvi und Bastia beträgt die Flugzeit lediglich rund zwei Stunden. Die beiden südlicheren Flughäfen sind verbindungstechnisch eher weniger zu empfehlen, da sie oft mit mindestens einem Zwischenstopp verbunden sind.

    Wer nicht gerne fliegt und mit dem eigenen Auto oder dem Motorrad unterwegs ist, kann auch mit der Fähre Korsika besuchen. Zahlreiche Fähren setzen vom italienischen Festland – zum Beispiel von Genua aus – nach Korsika ĂĽber. Eine weitere Alternative ist die Verbindung Livorno – Bastia. Je nachdem wie eilig man es hat, bieten sich Tages- oder Nachtfähren an. Die Ăśberfahrt Livorno – Bastia dauert am Tag knappe vier Stunden, während man nachts schon mal elf Stunden unterwegs ist. 

    Auch vom französischen Festland aus lässt es sich angenehm mit der Fähre nach Korsika übersetzen: Fährhäfen sind in diesem Fall Nizza oder Marseille. Mit der SNCM gelangt man von dort nach Ajaccio, Bastia, Propiano, Calvi, Ile-Rousse und Porto-Vecchio. Auch hier schwankt die Fahrzeit je nach Verbindung und Wahl des Schiffes. Drei Stunden sind es von Nizza per Schnellboot NGV und vierzehn Stunden braucht man von Marseille mit der normalen Fähre. Da die Fähren gerade im Hochsommer sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine Buchung der Tickets über das Internet. Ein Kauf der Tickets vor Ort ist natürlich möglich, dabei aber nicht günstiger als online – und man muss schlimmstenfalls auf das nächste freie Schiff warten.

     
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    Neben der französischen Schifffahrtsgesellschaft SNCM kann man außerdem zwischen den Anbietern Moby Lines und Corsica Ferries wählen, wobei letztere besonders preiswert ist und von den Festlandhäfen Toulon und Nizza sowie Livorno und Savona Richtung Korsika startet, um Calvi, Île-Rousse, Ajaccio und Bastia anzulaufen. Die Moby Lines verkehren von Italien – also Genua und Livorno – ausschließlich nach Bastia, bieten sich jedoch für Tagesausflügler an, die einen Abstecher von Korsika nach Sardinien planen. Mit einer Überfahrtszeit von weniger als einer Stunde ist die Fahrt mit der Fähre nach Sardinien über die Verbindung Bonifacio – Santa Teresa di Gallura, sehr beliebt, wenn es darum geht, kurzfristig sardische Luft schnuppern zu wollen. Optimal ist die Fähre nach Sardinien auch für Kombinationsreisen mit Aufenthalten auf beiden Inseln, wie sie Berge & Meer anbietet. Wer individuelles Insel-Hopping betreiben möchte, kann übrigens von Bastia auch auf die Insel Elba übersetzen.

    Wetter Korsika: Wann ist das Wetter in Porto und Co. am schönsten?

    Die besten Reisemonate sind ab Mai und Juni, wenn die ganze Insel blüht, bis September und in den Oktober hinein. Dann ist das Meer noch warm, das Klima und das Wetter in den Bergen noch mild, aber der große Ansturm des Sommers vorüber. Im Juli und August können die Temperaturen auf Korsika trotz kühlender Winde vom Meer auf 30 Grad und mehr klettern. Besonders in Porto-Vecchio, Bastia und Ajaccio, aber auch in Calvi ist das der Fall. Da aber fast alle Hotels der Insel mittlerweile mit Klimaanlagen ausgestattet sind, steht einem angenehmen Sommerurlaub nichts im Wege. Für den Badeurlaub eignen sich die Sommermonate Juni, Juli, August bis in den September hinein.

     
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    Für die Entdecker und Wanderer ist die beste Ausflugszeit allerdings ab März oder April bis Juni sowie September bis November, eine Klimaanlage lässt sich ja nur schwerlich in den Rucksack packen. Immer beliebter werden die Herbst- und Wintermonate, in denen die lokale Küche mit besonderen Schlemmereien aufwartet – und immer noch angenehmes Reisewetter bis zu 15 Grad Tageshöchstwert bietet. Deswegen bietet Berge & Meer auch Angebote im Zeitraum von März bis November an, so dass Bade-, Wander- und Kulinarik-Urlauber auf ihre Kosten kommen.

    Aufgrund des gebirgigen Charakters hat Korsika mehrere Klimazonen. Die Küstenregionen haben mediterranes, die bergigen Gebiete kontinentales bis alpines Klima. Niederschläge gibt es fast ausschließlich im Herbst und Winter. Abgesehen von lokalen Sommergewittern im Gebirge ist das Wetter sonst meist sonnig. Die Allergiker unter den Urlaubern sind am besten an den Küsten der Insel aufgehoben. Die üppige Fauna im Landesinneren ist im Frühjahr und den ersten Sommermonaten besonders beeindruckend, aber eben auch durch den starken Pollenflug eher unangenehm für Heuschnupfen-Geplagte.

    Ajaccio, Bastia, Porto-Vecchio: Hafenstädte auf Korsika

    Möchte man neben der Natur die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Insel erkunden, startet man am besten gleich nach Ankunft am internationalen Flughafen in der Hauptstadt von Korsika: Ajaccio – Geburtsort von Napoléon Bonaparte, der einmal sagte, er könne seine Heimat sogar blind, allein am Geruch erkennen. Unter einem Granitfelsen, der sogenannten Grotte Napoléon, hat der spätere Kaiser angeblich als kleiner Junge gespielt. Unter den Augen des wohl berühmtesten Korsen lässt es sich in der mit fast 69.000 Einwohnern größten Stadt Korsikas entspannt durch die Altstadt flanieren.

    Dabei kann man die tolle Aussicht vom Mole Jetée de la Citadelle auf die malerischen Fischerhäfen genießen. Über die Hauptflaniermeile Rue de Cardinal Fesch gelangt man unweigerlich zur zweitgrößten Sammlung italienischer Malerei des 14. bis 18. Jahrhunderts in Frankreich – dem Museé Fesch. Bei den zahlreichen Boulevards, Plätzen, Cafés, Restaurants kommt unweigerlich urbanes Flair auf. Wem die kleinen Boutiquen in den Innenstädten nicht reichen, kann zum Shoppen in kleine Einkaufszentren fahren – die gibt es neben Ajaccio allerdings nur noch in Bastia, der zweitgrößten Hafenstadt auf Korsika mit rund 43.000 Einwohnern.

    Neben Ajaccio und dessen Sehenswürdigkeiten lohnt sich auch ein Besuch der Hafenstädte. Bastia ist das wirtschaftliche Zentrum Korsikas, dennoch hat die Altstadt mit der Place du Marché samt Barockkirche einen besonderen Charme. Sollte das Wetter einmal schlecht sein, lohnt sich auch ein Besuch der Oper allein aus architektonischen Gründen.

    Porto-Vecchio ist vor allem seiner zahlreichen Buchten wegen beliebt. Aber auch in der Stadt selbst gibt es einiges zu bewundern: Die zum Großteil erhaltene Zitadelle beispielsweise oder das schöne Stadttor Porte Genoise, das früher den einzigen Zugang zur Altstadt vom Hafen her bildete.

     
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    Nicht nur Napoléon ist berühmter Sohn der Insel. Calvi beansprucht für sich, der Geburtsort von Christoph Columbus zu sein – behauptet wird dies allerdings neben zahlreichen anderen Dörfern, unter anderem auf Mallorca und in Portugal. Vom vermeintlichen Geburtshaus in der Rue Colombo ist noch ein originaler Mauerrest erhalten. Ein weiterer Reisetipp sind Bonifacio an der Südspitze Korsikas, die dortige Inselgruppe Îles Lavezzi oder das ebenfalls südlich liegende Sartene. Nach dem Besuch der berühmten Altstadt bietet sich ein Ausflug ins benachbarte Hafenstädtchen Propriano an oder alternativ eine Badepause am Plage de Tizzano. Ebenfalls sehenswert ist Saint-Florent, unter anderem wegen der Cathédrale du Nebbio. Auf dem Weg von dort nach Calvi bietet sich ein Zwischenstopp im Städtchen L'Île-Rousse an, das seinen Namen vom vorgelagerten roten Felsen erhalten hat.

    Korsika SehenswĂĽrdigkeiten: Das muss man gesehen haben

    Wer dem städtischen Trubel entkommen möchte und neben schönen Orten auch ein ruhiges Fleckchen sucht, sollte sich die Hochebene Piana nicht entgehen lassen, die besonders mit ihren rotbraunen Granitformationen beeindruckt. Ein weiterer Höhepunkt ist Cap Corse – die Halbinsel, die wie ein erhobener Zeigefinger im Norden Korsikas ins Mittelmeer ragt. Die kurvenreiche Küstenstraße zählt zu den schönsten der Insel Korsika und bietet sich natürlich besonders für einen Tagesausflug mit dem Cabrio an – auf jeden Fall eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten auf Korsika. Einen Abstecher wert ist auf jeden Fall auch die Halbinsel La Scandola, die mit ihrem Naturschutzgebiet zum UNESCO-Welterbe zählt und einsame Örtchen wie Girolata beherbergt, die teilweise nur zu Fuß zu erreichen sind. Der benachbarte Golf von Porto gehört ebenfalls in die Kategorie “die schönsten Urlaubsorte” der Insel.

    Auch geschichtlich gibt es auf Korsika interessante Orte wie beispielsweise Corte - die "Hochburg der Geschichte". Ein Abstecher in dieses Dorf ist eine Fahrt ins Herz und die Vergangenheit der Insel, bei der sich ein Bad im Fluss mit einem abendlichen Bummel durch die Gassen der Stadt kombinieren lässt. Ähnlich geschichtsträchtig, obwohl sehr unscheinbar, ist das Maison Bonaparte in Ajaccio, der größten Stadt auf Korsika. Ein kulturelles Highlight ist auch die griechisch-orthodoxe Ostermontagsprozession im Cargèse, ein Dorf an der Westküste von Korsika.

    Ebenfalls ein Tipp aus dem Reiseführer für Korsika auch für diejenigen, die sonst mit dem Auto oder Camper unterwegs sind: Sie sollten unbedingt eine Fahrt mit dem "Feurigen Elias" einplanen. Die gelb-roten Renault-Triebwagen stammen noch aus der Nachkriegszeit und können pro Wagen 40 Personen fassen. Sie werden heute nur noch als Reserve auf der Strecke zwischen Calvi und L'Île-Rousse eingesetzt. Wer noch mehr alte korsische Eisenbahnen bestaunen will, kommt im Bahnhof von Casamozza voll und ganz auf seine Kosten. Das Depot für Loks ist nicht nur für die kleinen Eisenbahn-Fans spannend.

    Ein weiterer der vielen Korsika Reisetipps ist das beschauliche Hinterland der Balagne, wo sich kleine Weiler mit romantischen Ecken, windschiefe Häuser und verklinkerte Höfe verstecken – ein Muss für jeden Tagesausflügler mit Cabrio, Rennrad oder Motorrad. Auch in der Gegend rund um Algajola reihen sich alte Bergdörfer aneinander, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Ein besonderer Clou und ganz spezieller unter den Korsika Tipps: Nicht nur in den großen Städten der Insel finden zahlreiche Olivenölfeste statt! Traditionelle Märkte auf den Dörfern bieten eine Vielzahl an einheimischen Spezialitäten wie z.B. das Mandelfest in Aregno oder das Olivenfest in Montemattiore. Aber auch auf den täglich stattfindenden Wochenmärkten in vielen Orten an der Küste finden Besucher typisch korsische Leckereien wie Schafs- und Ziegenkäse sowie Pastis, den französischen Anisschnaps.

     
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    Die Märkte verbinden Genuss und Kultur mit musikalischen Events. Man kann das berühmte Kastanienbier Pietra, die Charcuterie Corse (Schinken und Salami von freilebenden Schweinen) probieren oder den älteren Herren bei einer Partie Petanque zusehen, ein Kugelsport ähnlich dem Boccia oder Boule. Ein Besuch dieser kleinen Dörfer ist aber nicht nur während der Märkte ein Reisetipp. Auch sonst bezaubert die Mischung aus ursprünglichem korsischen Stil und dem französischen und italienischen Einfluss. Sichtbar wird dieser Gegensatz oft auch in den kleinen Häfen der Orte, wo neben den klassischen Kuttern und Booten auch immer wieder kleine Yachten liegen. Die großen Kreuzfahrtschiffe findet man hingegen nur in Ajaccio.

    Korsika Strände mit Kind und Kegel – oder ohne

    Wer weniger mit dem bergigen Hinterland anfangen kann, sondern eher zu den Strandmenschen zählt, sollte unbedingt einen der schönsten Strände auf Korsika besuchen: Palombaggia! Die Bucht ist umgeben von grünem Pinienwald und wird durch eindrucksvolle rote Felsen geschützt. So versteckt gelegen, bieten das türkisblaue Wasser und der weiße Sandstrand Badespaß und Erholung für die ganze Familie. Ansonsten reihen sich schöne Sandstrände zwischen Calvi und Saint-Florent, beispielsweise in Algajola. An der Westküste locken zauberhafte Strände im Golf von Porto sowie im Golf von Sagone.

    Für die Klippenspringer und Gumpen-Liebhaber unter den Badewütigen ist das Fango-Tal ein Muss: Der namensgebende Fluss Fango ist 22 Kilometer lang und bietet überwältigende Aussichten, bunte Steine und glasklares Wasser! In einem Atemzug damit müssen der Figarella-Bach, das Asco- sowie Restonica-Tal genannt werden. Für kleine und große Wasserratten ein wahres Paradies! Solenzara zählt zu den zu den schönsten Wildwasserflüssen Korsikas und ist unter Kajakfahrern beliebt.

    Aber auch im Paradies gibt es Regeln: Ein Strandbesuch auf Korsika ist normalerweise nicht mit vielen Vorschriften verbunden, Grillen und Wild-Campen sind allerdings strengstens verboten. FKK-Strände sind nicht explizit ausgeschildert, es gibt aber trotzdem unbewachte Strände, z.B. in Ajaccio am Ricantu, oder am Campu di Fenu an der Landespitze westlich der Stadt. Bekannte FKK-Feriendörfer sind Bagheera in Bravone, La Chiappa in Porto-Vecchio und Riva Bella in Aléria.

    Tauchen auf Korsika ist nur mit gültigem Tauchschein möglich (abgesehen von Schnuppertauchgängen). Es locken üppige Flora und Fauna unter Wasser, vor allem in den Buchten. Wer nur etwas schnorcheln möchte, kann das natürlich jederzeit tun – am besten vormittags, da das Meer dann ruhiger und die Sicht besser ist. Anfänger schnorcheln an den familienfreundlichen Stränden im Osten der Insel, da dort keine Felsen aus dem Wasser ragen. Fortgeschrittene können es zum Beispiel im Golf von Porto oder an der Südspitze Korsika, am Capo Pertusato versuchen.

    Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, egal ob als Windsurfer oder Wellenreiter, ist ebenfalls im SĂĽden Korsikas gut aufgehoben. Hier bieten sich die Spots Figari, La Tonnara, Piantarella oder Santa Manza rund um die Stadt Bonifacio an. Aber auch in den klassischen Badeorten Saint-Florent, Algajola oder am Capo di Femo nahe Ajaccio kommen Wassersportler auf ihre Kosten.

     
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    Wandern auf Korsika: Wanderlust zwischen Bergen und Meer

    Nicht umsonst wird Korsika das "Gebirge im Meer" genannt und lässt die Wanderherzen höher schlagen. Auf Korsika wandern ist sehr beliebt. Aktivurlauber kommen voll und ganz auf ihre Kosten, allen voran mit dem GR20 Fernwanderweg. Der „Grand Randonnée 20“ führt als alpiner Bergwanderweg in leicht südöstlicher Richtung auf etwa 180 Kilometern quer über die Insel. Die gut 15 GR20-Etappen teilen den Weg in Einheiten von 5 bis 25 Kilometern Strecke und etwa 3 bis 8 Stunden Gehzeit. Ausgangspunkt ist Calenzana bei Calvi, oberhalb der Nordwestküste gelegen, das Ziel Conca, liegt im Südosten der Insel. Da der GR20 auf Korsika sehr anspruchsvoll ist, ist er für Halbschuhtouristen eher ungeeignet. Auch für die zahlreichen weiteren Wanderwege wie die Mare a Mare oder die Mare e Monti sind gute Ausrüstung und eine ordentliche Wanderkarte von Korsika sehr sinnvoll. Wer es dennoch wagt, wird auf seinen Wanderungen durch eine der schönsten Berglandschaften mit sagenhaften Ausblicken entschädigt. Möglich ist all dies entweder allein oder auch mit Guides auf geführten Wanderungen.

     
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    Auch die Hochebene Calanche sollte man sich nicht entgehen lassen, da sie besonders mit ihren rotbraunen Granitformationen beeindruckt. Mit 2.706 Metern ist der Monte Cinto im Col de Bavella der höchste Gipfel der Insel und der König der korsischen Berge. Bei klarem Wetter reicht die Sicht von dort bis zur Ostküste und Westküste. Das Bavella-Massiv bietet aber auch abseits des Monte Cinto zahlreiche Wandermöglichkeiten. In den „Dolomiten Korsikas“ finden Wanderbegeisterte über 130 Routen aller Schwierigkeitsstufen, die sowohl für Profis als auch für Familien mit Kindern geeignet sind.

    Ähnlich abwechslungsreich sind auch die zahllosen Routen im Restonica Tal bei Corte und rund um Barbaggio am Cap Corse. Im Garten Korsikas, der Balagne, bietet sich zum Beispiel ein Halbtagesausflug zum Wehrdorf Sant’ Antonino an, das auf 479 Metern Höhe auf einem Gebirgskamm liegt – und auch „Adlerhorst der Balagne“ genannt wird.

    Klettern kann man im Hochsommer oft nur an den (eher wenigen) Schattenwänden und in höher gelegenen Gebieten ab ca. 1.000 Metern. Wer nicht auf Schusters Rappen zurückgreifen möchte, nimmt vielleicht besser auf einem Pferderücken Platz – oder alternativ auf einem Esel. Das Angebot an geführten Reitausflügen ist sehr vielfältig, auf Korsika gibt es fast 2.000 speziell zu diesem Zwecke angelegte Reitwege. Empfehlenswert sind zum Beispiel Ausflüge ins zentral gelegene Vallée du Niolo. Es werden kurze Trips, Tagesausflüge und Ausritte mit Übernachtungen angeboten, somit steht einer Entdeckung der wilden, romantischen Landschaft nichts mehr im Wege.