März - April 2018

Einsteigen bitte - Die Transsibirische Eisenbahn feiert 100-jährigen Geburtstag! Stetig folgt Ihr Zug dem Schienennetz, das Sie über tausende von Kilometern von Sibirien über die Mongolei bis nach China führt. Gehen Sie mit unseren Chronisten auf Reisen und lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Chronist

Ich bin 69 Jahre alt, seit einigen Jahren Rentner und habe in meinem Leben schon viele Länder besucht.

Außer der Antarktis gibt es aber auf allen Kontinenten noch viele weiße Flecken. Einen Ort, den ich noch gerne suchen möchte, ist Kap Hoorn und in Australien Ayers Rock. Viele Male war ich in vielen Teilen der USA, mehrere Male in Mexiko und Südamerika, wo ich es bisher noch nicht geschafft habe, den Amazonas zu sehen. Das südliche Afrika kenne ich ein wenig, den indischen Subkontinent und natürlich die meisten europäischen Länder.

Seit den frühen 70er Jahren schreibe ich, nicht hauptamtlich, immer nur nebenbei, aber zeitweise mit dem Auftrag, den mir Mitgliederversammlungen als Pressewart gegeben haben. Etliche Gedichte habe ich verfasst, zu unterschiedlichsten Themen habe ich meine Gedanken in Versform ausgedrückt.

1. Tag: Anreise nach Moskau

Nach der Buchung der Reise am 01. Juni 2017 war nach vielen Vorbereitungen endlich der Tag gekommen, an dem es losgehen sollte.

Meinen Reisepass mit den eingeklebten Visa für Russland und China hatte ich vor einigen Tagen zugesandt bekommen. Auch der Reiseveranstalter, Berge und Meer, hatte mir am selben Tag die noch fehlenden Informationen für den Reiseablauf zukommen lassen, dazu ein sehr interessantes Handbuch über die Transsibirische Eisenbahn, das ich nun in doppelter Ausfertigung besaß, weil ich es schon zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

Meine Nachtruhe war um 4.00 Uhr beendet, ich packte letzte Sachen in meinen erst kürzlich neu erworbenen Koffer, machte mich auf den Weg zum Bäcker, wo ich mich mit Reiseproviant eindeckte. Nach einem eher spärlichen Frühstück wartete ich auf das Taxi zum Bahnhof, das ich schon am Vorabend für 5.10 Uhr bestellt hatte.

Das Taxi ist auch pünktlich erschienen, die Fahrt zum Hauptbahnhof verlief problemlos. Ebenso pünktlich war die Ein- und Abfahrt des ICE 275 nach Frankfurt.

Bald schon kam ein Bahnmitarbeiter aus dem Bord-Restaurant und bot Kaffee an, den Becher für 3.20 €. Für den Preis bekomme ich zu Hause in besseren Restaurants Kaffee, der deutlich besser schmeckt.

Pünktlich war auch die Ankunft im Hauptbahnhof Frankfurt. Hier musste ich mich erst einmal orientieren, weil nach einer Lautsprecherdurchsage der Regionalzug zum Flughafen ausgefallen war und die Reisenden, auf den nach Stuttgart fahrenden IC verwiesen wurden, der aber auch Verspätung hatte. Auf dem Nachbargleis fuhr dann ein ICE nach Essen ein, der auch einen planmäßigen Halt im Flughafen hatte.

Wieder einmal musste ich mich neu orientieren und schließlich die Hilfe eines Flughafenmitarbeiters in Anspruch nehmen, nachdem ich im Flughafen angekommen war. Mit seiner Unterstützung konnte ich den Weg zum Lufthansa-Abfertigungsbereich für den Flug nach Moskau finden. Im Zuge von Sparmaßnahmen gehen die Fluggesellschaften wohl jetzt dazu über, dass die Reisenden ihre Gepäckstücke selbst aufgeben. An einer dieser Maschinen stand zwar ein Mitarbeiter zur Unterstützung und Hilfestellung bei Problemen, aber es blieb dabei, dass auch ich mein Gepäck dort zum Weitertransport zum Flugzeug selbst abgefertigt habe. Noch nicht automatisiert ist die Sicherheitsüberprüfung der Reisenden.

Nachdem alles Handgepäck zusammen mit Portemonnaies, Mobiltelefon, Schlüsseltäschchen etc. durch den Scanner geschickt war, musste sich jeder noch einer Art Leibesvisitation unterziehen. Die Sicherheitsüberprüfung wurde hier sehr genau genommen, während die Passkontrolle wieder durch einen Automaten erfolgte. Auf meinem Boarding-Pass war das Gate 30 verzeichnet, das wurde aber zwischenzeitlich geändert. Der Flug nach Moskau war nicht auf der Informationsanzeige zu finden, deshalb hatte ich Anlass nachzufragen und erfuhr, dass der Abflug nach Gate 33 verlegt sei.

Eine halbe Stunde vor dem planmäßigen Start sollte dort am Gate die weitere Abfertigung beginnen. Die Zeit verging und dann kam die Durchsage, dass ein anderes Flugzeug eingesetzt werde, weil das vorgesehene noch nicht startklar war. Endlich um 12.20 Uhr, dem ursprünglichen Abflugzeitpunkt, wurden die ersten Passagiere in den Bus zum weiter entfernt abgestellten Flugzeug hineingelassen.

Am Ausgang zum Bus bekam ich einen neuen Boarding-Pass mit einer Sitzplatzänderung von 9C nach 16A. Das war nun ein Fensterplatz, den ich nicht haben wollte, aber ich saß allein in der Sitzreihe!

Der Airbus A321-200 setzte sich dann bald in Bewegung und war nach wenigen Minuten unterwegs nach Moskau, wo es nach einer Durchsage aus dem Cockpit minus 9 Grad kalt sei.

Etwa eine halbe Stunde nach dem Start wurde das Mittagessen serviert, zur Auswahl standen Tortellini oder Hähnchenfleisch mit Gemüse. Ich habe mich für letzteres entschieden, dazu ließ ich mir mit zeitlichem Abstand zwei Becher Apfelsaft geben. Nach gut zwei Stunden Flug wurden noch einmal Getränke serviert, ich habe wieder einen Becher Apfelsaft genommen. Bald danach begann der Sinkflug zur Landung auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo. Ein Blick aus dem Fenster: Unten sah man verschneite Landschaften.

Die Passkontrolle war sehr genau, der Beamte in seinem Glaskäfig musterte mich sorgfältig und verglich mein Gesicht mit den Fotos im Pass und im Visum. Ich musste noch zwei Formulare unterschreiben, von denen eins für die Ausreise im Pass verblieb. Dann brauchte ich nicht lange auf mein Gepäck warten, das waren nur wenige Minuten, die ich am Förderband stand. Am Ausgang wurde ich von einem Zollbeamten gefragt, woher ich komme und ob ich mehr als 10000 US-Dollar bei mir hätte. Meine Kasse war deutlich schlechter ausgestattet!

Am Ausgang wartete eine Frau mit dem Schild mit der Aufschrift ‚Berge und Meer‘, die mich herzlich begrüßte, nachdem ich zu erkennen gegeben hatte, wohl zu der von ihr erwarteten Reisegruppe zu gehören. Sie erklärte mir, dass sie noch weitere drei Reisende erwarte.

Nachdem die drei weiteren Reisenden erschienen waren, stellte Ludmilla sich selbst und einen jungen Mann als Vertreter des Reisebüros vor, das die Organisation des Aufenthaltes in Moskau wahrnimmt. Wir mussten eine ordentliche Strecke draußen zu Fuß gehen, um zu einem kleinen Bus zu gelangen, mit dem wir zum Hotel gefahren wurden. Während der Fahrt redete Ludmilla wie ein Wasserfall und überschüttete uns mit unzähligen Informationen über die Stadt, die Lage des Hotels, den weiteren Ablauf. Es verging wohl etwas mehr als eine Stunde Fahrt, bis wir im Hotel Vega angekommen waren. Die Anmeldung ging zügig, den Reisepass, der zur Anmeldung abgegeben werden musste, habe ich gleich wieder zurückbekommen.

Für mich hatte man in der elften Etage das Zimmer 1107 reserviert, ein schönes Zimmer mit guter Ausstattung. Ludmilla hatte uns gesagt, dass man im Hotel Geld wechseln könne. Dazu bin ich wieder nach unten gefahren und fand in einer Ecke der Hotelhalle einen kleinen Raum, in dem die Kasse untergebracht war. Für 50 Euro bekam ich 3415 Rubel. Der aufkommende Hunger trieb mich zum Abendessen ins Hotelrestaurant.

Das einzige Angebot, das mir gefallen konnte, war ein Stück Lachsbraten, dazu gab zwei Stück Schwarzbrot. Zum Trinken bestellte ich mir ein Glas Weißwein.

Etwa 22.00 Uhr Moskauer Zeit habe ich den Tag abgeschlossen und mich ins Bett gelegt, wie üblich habe ich dann schlecht geschlafen, bin immer wieder wach gewesen. Um 4.30 Uhr habe ich die Nachtruhe beendet.

2. Tag: Der Tag in Moskau und die Abfahrt des Zuges

Nach dem ausgiebigen frühen Frühstück hieß es, das Gepäck für die am späten Abend beginnende Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn zu ordnen. Ich nutzte die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt vom Hotel, um mit der Metro ins Stadtzentrum zu fahren. Ziel war die Arbatstraße, wo ich mir in einem der schon geöffneten Läden eine Russen-Pelzmütze kaufte, die mit den Ohrenklappen mir später am Baikalsee gute Dienste leisten sollte.

Um 10.30 Uhr begann dann die Stadtrundfahrt mit dem Gepäck im hinteren Bereich des Kleinbusses. Hier standen wichtige und bedeutende Bauwerke auf dem Besichtigungsprogramm. Besondere Aufmerksamkeit erweckten dann eine neue gebogene Fußgänger-Brücke über die Moskwa und die daran angrenzende Parkanlage. Selbstverständlich waren auch Besuche der weithin sichtbaren Christ-Erlöser-Kathedrale mit ihrer großen goldenen Kuppel und des sogenannten Spatzenhügels mit einem guten Überblick über die Stadt und ihre Wolkenkratzer im Stadtzentrum und der Nähe zur bedeutenden Lomonossow-Universität.

Für den Nachmittag war ein Gang über das Gelände des Kremls vorgesehen, an dem ich aber nicht teilnahm. Mich zog es wieder einmal zum Café Puschkin, das der legendäre französische Sänger Gilbert Bécaud in seinem Chanson ‚Nathalie‘ als Ziel seines Spazierganges mit seiner Reiseleiterin dieses Namens hervorgehoben hatte.

In der Konditorei überreichte ich einer Angestellten ein Exemplar des Senioren Journals aus dem Jahr 2017, in dem ich meinen Besuch in diesem vornehmen gastronomischen Betrieb in meinem Reisebericht und einem Gedicht herausgestellt hatte. Es muss wohl die Chefin gewesen sein, die die Angestellte veranlasste, mir deshalb zwei Macarons zu bringen. Diese nahm dann auch meine Bestellung auf: eine Tasse Espresso und ein kunstvoll gestaltetes Gebäckstück.

Ich hatte noch viel Zeit, denn es war vereinbart worden, dass ich mich zur Fahrt zum Jaroslawler Bahnhof bis 21.45 Uhr am Karl-Marx-Monument gegenüber dem Bolschoi-Theater einfinden sollte. Das Gebäckstück im Café Puschkin hatte nur kurzfristig meinen Hunger gestillt, also machte ich mich auf den Weg zum Roten Platz und tauchte in das sich in der Nähe der Kremlmauer mit der ewigen Flamme befindliche unterirdische Einkaufszentrum ein und bestellte mir in einem der verschiedenen Schnellrestaurants einen für mich viel zu großen Becher mit Hähnchenflügeln, dazu noch Pommes Frites und einen Becher Limonade. Es war alles zu viel, die Hälfte landete im Abfallbehälter. Inzwischen war es dunkel geworden, ein Anlass für mich, den Roten Platz im Abendlicht zu besuchen. Nach einem Abstecher durch das Kaufhaus GUM machte ich einen Spaziergang durch bunt beleuchtete Nebenstraßen, z. B. die ulitza Nikolskaya, hin zum Bolschoi-Theater, wo ich feststellte, dass ich wenigstens noch eine Stunde bis zur Abfahrt zum Bahnhof hatte. Da es draußen lausig kalt wurde, kaufte ich mir zwei Metro-Tickets und fuhr ein paar Stationen weit und nach einem kurzen Gang aus der Tiefe der unterirdischen Bahn wieder zurück. Ludmilla, die Reiseleiterin, erschien mit den drei anderen Reisenden frühzeitig und bestellte den Kleinbus zu dieser Stelle, von der wir dann aber noch nicht direkt zum Bahnhof führen, sondern zum Hilton-Moscow-Leningradskaya-Hotel, das sich im Inneren noch in seinem Urzustand präsentiert.

Das Personal am Eingang war nicht besonders amused, weil wir ja keine Hotelgäste waren. Doch die Reiseleiterin konnte sie dazu bewegen, uns wenigstens in die Eingangshalle eintreten zu lassen. Endlich war es dann soweit, dass wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen konnten.

Hier hatten wir auch noch Zeit, denn noch war keine Information zu sehen, von welchem Gleis der Zug abfahren würde. Erst spät, kaum eine halbe Stunde vor der Abfahrt, wurde auf der Anzeigetafel der Bahnsteig veröffentlicht, dass dieser Zug vom Gleis 1 losfahren sollte. Am Waggon 5 auf dem Bahnsteig 1 standen zwei Zugbegleiterinnen, die vor dem Betreten des Waggons die Angaben auf dem Ticket mit dem Reisepass verglichen. Wir vier Reisenden, ein den Aussagen nach reiseerfahrenes älteres Paar, eine allein reisende Frau etwa meines Alters und ich, waren nun auf der Suche nach unseren Abteilen. Die Alleinreisende und ich suchten das Abteil mit den Nummern 37 und 38, das wir zunächst nicht dort fanden, wo es hinter 35 und 36 zu vermuten war. Ganz vorn, gleich hinter dem Dienstabteil der Zugbegleiterinnen, war unser Abteil zu finden, zwei Betten übereinander. Sie stellte sich als ‚Ilse‘ vor, wir arrangierten uns schnell in der Enge der Kabine.

Ich nahm das Bett oben, Ilse jenes unten. Entgegen der sich auf die Reiseausschreibung stützenden Erwartung, ein Vier-Bett-Abteil beziehen zu müssen, haben wir ein Zwei-Bett-Abteil zugeteilt bekommen. Der Zug war offensichtlich nicht ausgebucht. Der Zug fuhr pünktlich um 23.45 Uhr Moskauer Zeit ab, die Zeitzone, die uns nun während der gesamten Fahrt bis zur Grenze zur Mongolei begleiten sollte.

Es war schon reichlich nach Mitternacht, als jeder sich nacheinander in der sich in der Nähe befindlichen Bordtoilette für die Nachtruhe fertigmachte.

Die ersten Stopps des Zuges in den Bahnhöfen von Vladimir und Nischni Nowgorod haben wir kaum mitbekommen, nachdem wir uns auf unseren Liegen im Abteil zum Schlafen ausgebreitet hatten.

3. Tag: Der erste Tag im Zug

Die ersten Stopps des Zuges in den Bahnhöfen von Vladimir und Nischni Nowgorod haben wir kaum mitbekommen, nachdem wir uns auf unseren Liegen im Abteil zum Schlafen ausgebreitet hatten.

Am nächsten Morgen war ich dann früh auf den Beinen und suchte das sich im übernächsten Waggon befindliche Bordrestaurant auf. Mit der ausgelegten Speisekarte in russischer und englischer Sprache bot die Bahngesellschaft eine Vielzahl an Speisen und Getränken an.

Ich bestellte mir das Angebot ‚Variante 2‘ - Eier mit Speck und Zwiebeln, dazu Brot und eine Tasse Kaffee. Der Bahnhof der Stadt Kirow war dann bald der erste, auf dessen Bahnsteig wir uns für etwa 15 Minuten die Beine vertreten konnten. In den frühen Nachmittagsstunden erreichte der Zug den Bahnhof der Stadt Balezino. Um 15.42 Uhr Moskauer Zeit (MOZ) konnte man an einem Gebäude abwechselnd die Zeit und die Temperatur, hier minus 4 Grad, ablesen. Der Sonntag verlief sehr ruhig, immer wieder konnte man während der Vorbeifahrt in kleinen Orten Häuser sehen, aus deren Schornsteinen Rauch aufstieg. Die Landschaft war schneebedeckt, es musste draußen ordentlich kalt sein. Nach fast vier Stunden Fahrt kam der Zug um 19.45 Uhr in Perm an, westlich des Urals. Kaum 20 Minuten später ging es weiter, ohne dass ich die Gelegenheit genutzt hätte, wieder mal auszusteigen. Etwa um 20.30 Uhr Moskauer Zeit beschlossen Ilse und ich, Feierabend zu machen. Die Überfahrt über den Ural haben wir nicht miterlebt, das geschah während unserer Nachtruhe. Ich habe wieder schlecht, aber besser als in der vorangegangenen Nacht geschlafen. Meine Nachtruhe endete um 5.15 Uhr MOZ, die Ortszeit war 7.15 Uhr.

4. Tag: Der zweite Tag im Zug

Um etwa 05:50 MOZ, 07:50 Uhr Ortszeit, kam der Zug im Bahnhof Tjumen an. Mit vielen anderen Passagieren bin auch ich ausgestiegen, die Zeit- und Temperaturanzeige am Bahnhofsgebäude zeigte 05:54 und minus 16 Grad. Hier hatten wir etwa 20 Minuten Aufenthalt. Allmählich mussten wir uns von der Moskauer Zeit verabschieden, denn unser Tagesablauf war auf die Ortszeit ausgerichtet. Zum Frühstück ging ich dann wieder in den übernächsten Waggon zum Bordrestaurant und bestellte mir ein Sandwich mit Butter und Lachsstreifen, dazu Kaffee. Das Frühstück war gut, zwei Stück Art Weißbrot mit Butter und Lachsstreifen, zu Gesamtkosten von 560 Rubel, nach dem letzten Umrechnungskurs etwa 8 Euro. Auf dem Weg nach Omsk hielt der Zug noch einmal in einem kleinen Bahnhof für ca. 15 Minuten, die Außentemperatur betrug minus 8 Grad. Im Zug wurden mir diverse Artikel zum Kauf angeboten, unter anderen ein Teeglas mit einem kupferfarbenen Glashalter mit eingeprägten Bahnmotiven zum Preis von 3760 Rubel. Es war nicht möglich, mit einer Kreditkarte zu bezahlen, und so viel Rubel hatte ich auch nicht dabei, aber die Zugbegleiterin hat mein Angebot akzeptiert, mit Euros zu bezahlen. Wechselkurs 70 Rubel = 1 €, 55 € = 3850 Rubel, für die 90 Rubel mehr gab es dann noch 2 Teebeutel. Im Restaurant wurden die Teebeutel für je 45 Rubel verkauft, ein deutlich höherer Preis als am Kiosk auf dem Bahnsteig. Das neue Teeglas habe ich gleich ausprobiert! Der Tee hat gut geschmeckt. Als wir im Bahnhof Omsk um 13:20 MOZ ankamen, hatten wir schon einen Zeitunterschied von drei Stunden zu Moskau, es war hier bereits 16:20 Uhr. Mehr als ein wenig Bewegung auf dem Bahnsteig gab es hier nicht. Eine Zugbegleiterin zeigte mir nach meiner Frage, wie kalt es hier draußen sei, in ihrem Dienstabteil die Temperaturanzeige von minus 5,6 Grad.
Nach 40 Minuten, doppelt so lange, wie eigentlich vorgesehen, fuhr der Zug weiter. Die Landschaft war dicht mit Schnee bedeckt, bis wir etwa um 17:30 Uhr MOZ (Ortszeit 21:30 Uhr) im Bahnhof Barabinsk ankamen. Draußen warteten viele Verkäuferinnen mit geräucherten Fischen und diversen anderen Speisen sowie Pelzmützen und ähnlichem auf die Reisenden. Am Bahnhofsgebäude leuchtete die Temperaturanzeige bei minus 11 Grad. Nach einem halbstündigen Aufenthalt fuhr der Zug weiter, es wurde Zeit, sich zur Nachtruhe vorzubereiten, die dann kurz vor Mitternacht Ortszeit begann.

5. Tag: Der dritte Tag im Zug

Meine Nachtruhe habe ich um 03:45 MOZ, 07:45 Uhr Ortszeit beendet. Den planmäßigen Halt des Zuges in Novosibirsk habe ich nicht bewusst wahrgenommen. Versuche, so um 9 Uhr ins Restaurant zu kommen, scheiterten mehrfach. Um kurz nach 10 Uhr war das Restaurant geöffnet, ein Reisender saß vor seinem leergegessenen Teller und muss demnach schon einige Zeit dort gesessen haben. Ich habe wieder ein Sandwich mit Lachs bestellt, dazu eine Tasse schwarzen Tee. Um 11 Uhr Ortszeit erreichte der Zug den Bahnhof von Krasnorjarsk. Ein mächtiges Brückenbauwerk aus Stahlgerüsten überspannte hier den zugefrorenen Fluss Jenisej. An einem Kiosk auf dem Bahnsteig kaufte ich ein: ein Päckchen Kekse mit einer mit Zitronengeschmack gefüllter Creme, ein Fertigmenü (asiatische Nudeln mit pikanter Sauce), ein Päckchen Teebeutel schwarz (20 Stück), 500 g Würfelzucker. Die Verpflegung war für den Rest der Fahrt bis Irkutsk gesichert. Planmäßig nach 22 Minuten Aufenthalt ging es weiter. Der Zug erreichte den Bahnhof Ilanskaya, wo eine dort abgestellte alte Dampflokomotive das Interesse der Reisenden weckte. Man musste sich schon in eine günstige Position drängeln, um diese Lokomotive fotografieren zu können. Einer Händlerin auf dem Bahnsteig habe ich noch zwei Stück Teigwaren abgekauft, für je 30 Rubel. Mit Genehmigung der Zugbegleiterinnen konnte ich in deren Dienstabteil an der digitalen Anzeige ablesen, dass es draußen minus 6,5 Grad kalt war. Die Weiterfahrt durch schneebedeckte Landschaften verlief ohne besondere Ereignisse. Nachtruhe ab etwa Mitternacht Ortszeit, wieder habe ich unruhig geschlafen, und erstmals auf dieser Tour bin ich in der Nacht zur Toilette aufgestanden. Meine Nachtruhe habe ich um etwa 5 Uhr Ortszeit beendet.

6. Tag: Ankunft und erster Tag in Irkutsk

Nach drei Tagen, vier Nächten und 5153 Bahnkilometern erreichte der Zug den Bahnhof Irkutsk um 7:30 Uhr Ortszeit. An einem Gebäude beim Bahnhof war die Anzeige der Temperatur abzulesen: minus 21 Grad! Wir vier Reisenden wurden von der örtlichen Reiseleiterin Jelena vom Bahnhof abgeholt, der wohl mal dringend sanierungsbedürftig ist. Man muss vom Bahnsteig mit seinem Gepäck über Treppen in den unterirdischen Gang ab und dann wieder in die Bahnhofshalle aufsteigen. Rolltreppen, Fahrstühle – Fehlanzeige! Die Fahrt zum Hotel Viktoria ging durch die Stadt mit ersten Erklärungen und Hinweisen zu den Gegebenheiten. Nach der Ankunft im Hotel musste wieder, wie überall in Russland üblich, der Reisepass zur Registrierung abgegeben werden. Jelena zeigte uns den Weg ins Untergeschoss des Hotels, wo es ein ordentliches Frühstück gab, das aber nicht so umfangreich ausfiel wie im großen Hotel in Moskau. Danach hat sich jeder auf sein Hotelzimmer begeben. Ich hatte das mit der Nummer 305, das sehr ansprechend aussah.

Nach vier Tagen mit Katzenwäsche wurde erstmal geduscht und die Wäsche gewechselt. Die Reiseleiterin hatte sich zuvor zur Fahrt zum Flughafen abgemeldet, um weitere Reiseteilnehmer abzuholen, die mit dem Flugzeug aus Moskau kommen wollten. Ich habe die freie Zeit zu einem Rundgang in der Nähe des Hotels genutzt. Gleich an der Straße gab es eine Zeit- und Temperaturanzeige: 10 Uhr und -20 Grad. In der Nähe fand ich eine Bank, in der ich Geld wechseln wollte. Nein, das gehe nicht in dieser, sondern in der Cwer-Bank auf derselben Straße, wurde mir erklärt. Eine Angestellte dieser Bank, die im Eingangsbereich wohl die Aufsichtsperson war, zog aus einem Automaten eine Nummer, mit der ich auch gleich in einen mit Glastür versehenen kleinen Raum zum Geldwechsel eintreten konnte. Für 100,00 € gab es 6888 Rubel. Geldwechsel in Russland hat immer etwas Besonderes an sich, es findet stets im Verborgenen statt, damit wohl niemand dabei zusehen kann. Ein gemeinsames Mittagessen war an diesem Tag nicht vorgesehen, darum bin ich durch verschiedene Straßen bis zu einem großen Shopping-Center weitergegangen. Nach einem Rundgang im Hause habe ich mir in einer Cafeteria für 70 Rubel eine Tasse Espresso gegönnt. Auf dem Weg durch die Stadt kam ich an einem kleinen Restaurant vorbei, wo man sich aus einer Essenausgabe ein Menü zusammenstellen konnte. Das Stück Fleisch war ja gut, aber die Beilage, dem Aussehen nach Reis, schmeckte nicht besonders. Später saß ich noch im Hotel im Frühstücksraum und habe dort ein Stück Kuchen gegessen, es war ziemlich süß, zu süß, dazu trank ich wieder eine Tasse Espresso für insgesamt 230 Rubel. Fehlender Schlaf der zurückliegenden Tage steckte mir noch in den Knochen, deshalb habe ich mich am Nachmittag im Hotelzimmer für gut eine Stunde langgemacht und ausgeruht. Im weiteren Tagesverlauf gab es keine Besonderheiten. Wie schon gewohnt, habe ich auch hier in Irkutsk ab etwa 21:30 Uhr nicht besonders gut geschlafen und meine Nachtruhe schließlich um 06:00 Uhr beendet.

7. Tag: Von Irkutsk nach Listwjanka

Schon um 7 Uhr saß ich im Hotel beim Frühstück, bei dem an diesem Morgen auch die zwei hinzugekommenen Mitreisenden anwesend waren. Gleich danach kümmerte sich jeder darum, seine Gepäckstücke zur Abreise bereitzustellen. Bei einem kurzen Gang an die Straße konnte ich sehen, wie kalt es an diesem Morgen war: um 08:56 Uhr minus 20 Grad. Nun hieß es: Warten auf die Abfahrt nach Listwjanka am Baikalsee. Jelena kam mit einem Kleinbus, der vom Fahrer des Ankunftstages gefahren wurde. Die Koffer wurden verladen, jeder suchte sich im Auto seinen Platz, und dann ging es kurz nach 10 Uhr los zur Fahrt nach Listwjanka. Jelena gab währenddessen umfassende Erklärungen zur geografischen, wirtschaftlichen, politischen und meteorologischen Situation von Irkutsk und der Gegend am Baikalsee. Insbesondere erwähnte sie die Geschichte dieser Straße, die eigens für den geplanten Besuch des damaligen US-Präsidenten Dwight Eisenhower beim sowjetischen KP-Chef Nikita Chruschtschow gebaut wurde, die sich am Baikalsee treffen wollten. Eisenhower soll als junger Offizier im Ersten Weltkrieg dort in der Gegend ein Verhältnis mit einer russischen Frau gepflegt haben und hatte deshalb den Wunsch geäußert, das Treffen am Baikalsee stattfinden zu lassen. Dieser Besuch wurde wegen des Abschusses des US-Spionageflugzeuges U2 im Gebiet des Urals abgesagt. Nach gut einer Stunde Fahrt kamen wir am Baikalsee in Listwjanka an. Das Hotel sah schon von außen gut aus, innen machte es ebenfalls einen angenehmen Eindruck. Wie üblich, musste der Pass zur Registration abgegeben werden, im Gegenzug bekam ich den Zimmerschlüssel 3 für ein sehr geräumiges Zimmer, das rundum mit Holz vertäfelt war. Einzig der Internetzugang war schwierig, umständlich, weil man sich mit einer Telefonnummer registrieren musste, die der Auswahl nach einem Anschluss in Russland, den USA oder China erforderte. Mit Jelenas Unterstützung war es möglich, sich über die eigene Mobilfunknummer zu registrieren. Ein erster Rundgang vom Hotel zum Baikalsee verschaffte mir erste Eindrücke, die am Nachmittag noch vertieft wurden. Nach der Mittagspause stand eine Fahrt auf Hundeschlitten auf dem Programm. Vereinbarungsgemäß fuhren wir kurz vor 13 Uhr zu einem Restaurant zum Mittagessen: ein Salatteller, eine Portion Borscht-Suppe, eine Portion Fisch, hinterher noch eine Tasse Tee. Anschließend ging es zu dem Gelände, wo Husky-Rennen angeboten werden. Die Fahrt mit einem Hundeschlitten über den Parcours war ein großartiges Erlebnis, das ich gefilmt habe! Im nahegelegenen Baikal-Museums erfuhren wir dank ausführlicher Erläuterungen und bildlicher Darstellungen vieles Wissenswerte über diesen größten Süßwasserspeicher der Erde, der eine maximale Tiefe von mehr als 1600 Meter hat. Diesem Besuch schloss sich ein Rundgang über einen Fischmarkt an, bevor es zurück zum Hotel ging. Es wurde vereinbart, sich um 18:30 Uhr vor der Rezeption des Hotels zu treffen, um von dort zusammen in ein anderes Gebäude zum Abendessen zu gehen. Zum selben Hotelkomplex gehörend saßen wir im Restaurant gegenüber unserem Hotel zum Abendessen - eine Hühnersuppe, ein Kotelett mit Kartoffeln, als Dessert ein Stück Apfelkuchen und zum Trinken ein Glas Fruchtsaft sowie eine Tasse Tee. Das Abendessen und die Zeit danach gab allen Reiseteilnehmern Gelegenheit, sich in anregenden Gesprächen näher kennenzulernen.

8. Tag: In Listwjanka am Baikalsee

Heute am 9. März stand ein besonderes Ereignis auf dem Programm: Nach dem späten Frühstück ab 9 Uhr war für 10:30 Uhr die Abfahrt mit kleineren Fahrzeugen als den bisherigen Bussen vorgesehen. Mit einem VW-Bus ging die Fahrt los, bis wir auf einem Platz von Mitarbeitern des ‚Ministeriums für außerordentliche Situationen‘ (Ministerium für Sicherheit auf dem See) aufgehalten wurden. Sie ließen den VW-Bus allein nicht durch. Wir mussten zurück zum Hotel, wo dann noch das zweite Fahrzeug angekommen war und wir sechs Reisenden und Reiseleiterin Jelena uns auf den VW-Bus und einen Toyota-Geländewagen verteilten. Nun konnte die Fahrt beginnen, und schon waren wir auf dem zugefrorenen Baikalsee. Der Fahrer des Toyota lenkte sein Fahrzeug von der erkennbaren Fahrbahn ab hinein in den verschneiten Bereich. Später erklärte uns Jelena, er habe eine Bruchstelle im Eis umfahren wollen, an die wir aber dann doch noch gerieten. Nach kurzer Zeit standen beide Fahrzeuge still, der VW-Bus steckte im Schnee fest. Es war die geringe Bodenfreiheit des Fahrzeugs, das diesem zum Verhängnis wurde. Beide Fahrer bemühten sich, die Caravelle wieder flott zu bekommen. Es half nicht, mit Schaufeln die Schneemassen vor und hinter den Rädern zu entfernen. Alle Reisenden bemühten sich mit vereinten Kräften, das Vor- und Zurückfahren durch Anschieben zu unterstützen. Schließlich wurde der VW-Bus mit der Seilwinde des Toyota aus dem tiefen Schnee gezogen. Weiter ging es, bis wir an die Stelle kamen, wo das Eis gebrochen war und die Fahrzeuge nicht weiterkamen. Zu Fuß konnten wir diesen wieder zugefrorenen Riss überwinden, die Fahrzeuge mussten einen Umweg nehmen. An einer Stelle auf dem See hatten Einwohner des nahen Dorfes ein großes Loch ins Eis gesägt, wo sie auf Fischfang gingen. Das Netz musste etwa 100 Meter tief abgesenkt worden sein, denn mit vereinten Kräften wurde ein langes Seil herausgezogen, damit das Netz nach oben geholt werden konnte. Es waren einige Fische darin. An vom Schnee freigewehten Stellen konnte man ungefähr erkennen, wie dick das Eis sein könnte, aber auch Risse waren zu sehen. Es ging weiter zum Dorf, wo wir uns im Haus des einen Fahrers zum Mittagessen trafen. Zum Abschluss dieser Exkursion marschierten wir auf einem von Fahrzeugen ausgefahrenen Weg in den angrenzenden Wald, wo der Fahrer des Toyotas und Hausherr unserer Mittagsverpflegung mitten auf dem Weg ein Lagerfeuer entfacht hatte und dabei war, weiteres Holz einzusammeln. In einem Kessel, den er an einem Dreibein aufgehängt hatte, wurde Wasser erwärmt und damit ein Tee zubereitet. Für die Trinkfesten wurde ein selbstgebrannter Schnaps ausgeschenkt. Zum Tee hatte man Gebäck und Kekse bereitgestellt. Mit angeregten Gesprächen verging im Nu eine Stunde, und es wurde Zeit, wieder zum See zurückzugehen. Nach längerem Warten kam ein Luftkissenboot heran, das uns zurück in die Nähe des Hotels brachte. Für uns gab es dort noch zahlreiche Eis-Skulpturen zu bestaunen, die unbekannte Künstler errichtet hatten und die für viele ein geeignetes Objekt waren, sich davor fotografieren zu lassen. Jeder ging dann seines Weges mit dem Ziel, sich um 18:30 Uhr an der Rezeption des Hotels einzufinden, um dann gemeinsam zu einem nahegelegenen Restaurant zum Abendessen zu gehen.

Auf dem Weg zum Abendessen waren um die vielen Eisskulpturen herum bunte Lichter auf dem Eis des Baikalsees zu sehen, die später nach dem Eintreten der Dunkelheit ein stimmungsvolles Bild erzeugten. Im Restaurant gab es für jeden einen Salatteller, ein Schnitzel mit Reis, dem Gemüse wie Erbsen, grüne Bohnen, Tomaten- und Paprikastückchen untergemischt war, und als Dessert zwei dünne Pfannkuchen mit Waldfruchtmarmelade. Für mich hatte Jelena anstelle des Schnitzels Fisch bestellt. Während des Fußmarsches zurück zum Hotel war die Kälte zu spüren, die nach dem Untergang der Sonne sicher wieder zweistellige Minusgrade erreicht hatte.

9. Tag: Zurück nach Irkutsk

Schon gewohnheitsmäßig war meine Nachtruhe frühzeitig zu Ende. Ich habe das Angebot des Hotels angenommen und mir im Zimmer einen Tee mit dem vorhandenen Gerät zubereitet. Schnell war dann auch das Gepäck für die Weiterreise zusammengepackt. Weil es hier erst ab 9 Uhr Frühstück gab, hatte ich noch viel Zeit für einen Rundgang in der Nähe des Hotels. Zwei nicht gerade kleine Hunde auf einem der angrenzenden Grundstücke bedrohten mich mit lautem Gekläffe, einer sprang gar über den Zaun und kam auf mich zu, was ich aber durch Drohgebärde abwehren konnte. Ich habe mich dann langsam zurückgezogen, die Hunde weiterhin im Blick. Das Frühstück war wie am Tag zuvor, einzige Änderung gegenüber dem Vortag war, dass an diesem Morgen der Raum tatsächlich erst um 9 Uhr geöffnet wurde.

Mit dem inzwischen verladenen Gepäck ging es dann um 10:00 Uhr los in Richtung Irkutsk, doch zuvor bog der Kleinbus am Museumsort Talcy von der Straße ab. Hier besichtigten wir die Anlage mit sibirischen, russischen und bujaturischen Gebäuden, die allesamt aus Holz gebaut sind. Manche der Gebäude wurden vor der Flutung des Geländes nach dem Bau einer Staumauer des Flusses Angara abgebaut und an diesem Ort neu errichtet. Außer den sehenswerten Holzbauten sind auch einige Jurten der Nomaden dort aufgestellt, die ebenfalls besichtigt werden konnten. Zum Mittagessen waren wir noch unterwegs zu Gast bei den Eltern des Busfahrers. Hier gab es wieder den schon obligatorischen Salatteller und nach einer Suppe gebratenes Fleisch mit verschiedenem Gemüse. Eine Stadtrundfahrt in Irkutsk hatte es bisher noch nicht gegeben. Aus dem Bus heraus und an manchen Stellen zu Fuß besichtigten wir das Stadtzentrum, die Uferpromenade des Baikalabflusses Angara, diverse Straßen, Gebäude, Kirchen. Ein besonderes Erlebnis war die Teilnahme an einem Kammerkonzert im Volkonskij-Haus, das als Dekabristen-Museum einen Namen hat. Zunächst aber gab es eine Besichtigung der Räume und der darin ausgestellten Gemälde und Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts und einer ausführlichen Erläuterung der Geschichte der Dekabristen. Es waren Offiziere, die im Dezember 1825 gegen den Zar rebellierten und deshalb in die Verbannung nach Sibirien geschickt wurden. Die Bezeichnung ‚Dekabristen‘ ist aus dem Monatsnamen Dezember abgeleitet worden. Es war dann der einvernehmliche Wunsch aller Reiseteilnehmer, persönliche Einkäufe zu erledigen, bevor es am nächsten Morgen mit dem sich nun Transmongolische Eisenbahn nennenden Zug in die Mongolei ging. An einem der zahlreichen Verkaufsstände in der großen Markthalle habe ich mich mit drei Packungen eines Fertigmenüs versorgt, asiatische Nudeln mit einer pikanten Sauce. Diese Menüs habe ich dann unterwegs aber gar nicht verzehrt, sondern mangels Gelegenheiten mit nach Hause genommen. Des Weiteren kaufte ich mir für unterwegs zwei große Packungen Kekse und drei Tetra-Paks mit Apfelsaft. Am späten Nachmittag erreichten wir dann wieder das Hotel Viktoria, wo wir schon nach der Ankunft aus Moskau untergebracht waren. Wieder mussten zum Einchecken die Reisepässe abgegeben werden. Für meinen zweiten Aufenthalt in diesem Hotel bekam ich ein Eckzimmer in der sechsten Etage zugeteilt, es war auch nicht schlecht, aber weniger gemütlich.

Einer der beiden neuen Mitreisenden war oftmals unpünktlich, wieder mussten wir ein paar Minuten warten, bevor wir uns auf den Weg zu einem nahegelegenen Restaurant zum Abendessen machen konnten. Der Weg zu diesem Restaurant war teilweise gefährlich glatt, weil durch die Sonneneinstrahlung vom Tage Schnee und Eis geschmolzen und das abfließende Wasser wieder gefroren war. Das Abendessen bestand wieder aus einem Salatteller und einer Portion der Spezialität der Region ‚Piroggen‘. Auf den Hauptgang - Hähnchenschnitzel mit Kartoffeln - habe ich verzichtet. Als Dessert gab es wieder ein Stück Kuchen mit Preiselbeeren. Bei diesem Essen habe ich mir erstmals ein Glas Rotwein gegönnt, Preis 150 Rubel. In diesem Restaurant gab es lautstarke musikalische Unterhaltung mit einem Disk-Jockey, der teilweise durch ebenso lautstarke Unterhaltung vonseiten einiger Gäste übertönt wurde. Einer der Gäste bot an, zur musikalischen Unterhaltung mit seiner Geige beizutragen. Dieses wurde allgemein begrüßt, dem Solisten wurde angemessen Beifall geklatscht. Etwa um 21 Uhr bin ich dann zurück zum Hotel gegangen, während andere Reiseteilnehmer ihren späteren Berichten zu Folge noch länger dortgeblieben sind und die Rotwein-Bestände des Restaurants deutlich dezimiert haben. Meine Nachtruhe begann dann ab etwa 22 Uhr.

10. Tag: Von Irkutsk in die Mongolei

Nach erneut schlechtem Schlaf habe ich meine Nachtruhe um 05:15 Uhr beendet und mein Gepäck zur Abreise vorbereitet. Wie in allen bisherigen Hotels in Russland gab es auch hier einen Wasserkocher und ein kleines Sortiment an Tee- und Kaffeebeuteln, sowie Zucker und Süßstoff. Mit einem Glas schwarzen Tee und einigen meiner mitgebrachten Bahlsen-Kekse hatte ich vor der nun bald anstehenden Abreise aus Irkutsk ein kleines Frühstück, dem erst später eine ordentliche Mahlzeit folgen sollte. Der Bus stand pünktlich zur Abfahrt zum Bahnhof bereit, um 07:00 Uhr hieß es vom Hotel Abschied zu nehmen. Dem Busfahrer, der uns ein paar Tage lang sicher durch die Gegend kutschiert hatte, habe ich 500 Rubel, etwa 7 Euro, Trinkgeld gegeben. Reiseleiterin Jelena hatte nach der Ankunft am Bahnhof für jeden ein Lunchpaket dabei und auch die Fahrscheine für die Weiterfahrt mit dem Zug. Wieder war es der beschwerliche Weg, über die Treppen zum Bahnsteig zu kommen. Unser Zug stand auf Gleis 3, im Waggon 4 und Abteil 4 fanden wir, wieder Ilse und ich, unsere Plätze. Wir waren schon ein wenig in Übung, uns in der Enge des Abteils einzurichten, das uns aber als Vier-Bett-Abteil erheblich mehr Platz zur Ablage unseres Gepäcks bot. Die Koffer wurden unter der Sitz- und Schlafbank verstaut, das Bettzeug sortiert und bis zum Schlafengehen auf den oberen Betten abgelegt. Nach der Abfahrt des Zuges verteilte die Zugbegleiterin steril verpackte Kissen- und Bettbezüge und sammelte im nächsten Schritt die Reisepässe zur Erfassung der Daten zur Grenzabfertigung ein, die sie nach kurzer Zeit schon wieder zurückbrachte. Jetzt war es Zeit für das Frühstück im Zug aus dem Lunchpaket - Brot, Wurst, Käse, Grünzeug, Obst, Bonbons. Den Becher Joghurt habe ich an Ilse weitergegeben, weil ich keinen Joghurt mag. Die Fahrt ging wieder durch eine verschneite Landschaft und schon bald entlang des zugefrorenen Baikalsees. Ich hatte es versäumt, mir aus dem Hotel die dort bereitgestellten Flaschen Mineralwasser mitzunehmen. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach dem Bordrestaurant, das sich sehr weit von meinem Waggon irgendwo am Ende des Zuges befand. Ich habe mir dort für 100 Rubel eine große Flasche Mineralwasser gekauft. Später erfuhr ich, dass der Speisewagen beim Grenzübertritt in die Mongolei abgekoppelt und durch einen mongolischen ersetzt werde und sich deshalb am Ende des Zuges befand.. Noch nach mehr als drei Stunden Reisezeit erstreckte sich immer noch die kilometerweite schneebedeckte Fläche des Baikalsees entlang der Bahnlinie, gelegentlich unterbrochen durch eine hügelige Landschaft und umsäumt von Bergen mit weißen Gipfeln. Und immer wieder erblickte man kleine Zuflüsse zum See, der sich den Erklärungen zufolge aus Hunderten kleiner und größerer Flüsse und Bäche speist. Einzig der Fluss Angara, der später in den Jenissej mündet, führt das zufließende Wasser zum Polarmeer wieder ab. Man kann nur vermuten, welcher Farbkontrast sich dem Besucher bietet, der zu einer anderen Jahreszeit hier unterwegs ist. Fotos in Reiseführern zeigen das blaue Wasser des Sees in einer reizvollen Landschaft vor den Bergen auf der anderen Seite.

Nach rund sieben Stunden Reisezeit kam der Zug im Bahnhof Ulan-Ude an. Viele Reisende sind ausgestiegen und haben auf dem Bahnsteig auf die Weiterfahrt gewartet. Hier gab es auch wieder Gelegenheit, seinen Müll loszuwerden. Herumstreunende Hunde durchsuchten die abgestellten Müllbeutel nach fressbarem Inhalt und waren oftmals fündig. Genau nach dem planmäßigen Aufenthalt von 45 Minuten fuhr der Zug aus Ulan-Ude ab, über weite Strecken durch industriell genutzte Gegenden. Im weiteren Verlauf erlebten wir eine leicht hügelige Landschaft, gelegentlich waren landwirtschaftliche Betriebe zu sehen, die dem Eindruck nach vorrangig Kühe als Vieh hielten. Kurz nach 18:30 Uhr begann die Dämmerung, das war dann der Anlass für uns, unsere Betten für die Nacht vorzubereiten. Ich hatte die Wahl, oben oder unten zu schlafen, habe mich dann aber dafür entschieden, das Bett oben zu beziehen. Wir näherten uns der Grenze zur Mongolei, das war für die Zugbegleiterinnen Anlass, verschiedene Formulare für die Grenzabfertigung zu verteilen. Kurz vor 20 Uhr hielt der Zug im russischen Grenzbahnhof Nauski. Nach längerem Warten kam eine Beamtin des russischen Zolls und fragte nach dem Gepäck. Sie sah nur meinen silberfarbenen Koffer und nahm wohl an, dass dieser unser gemeinsamer Koffer, für Ilse und für mich, sei. Ohne weitere Fragen ging sie weiter, ihr folgte in kurzem Abstand ein Hundeführer, der seinen Hund ins Abteil schnuppern ließ, aber auch gleich weiterging. Nach weiterem Warten kam ein Passkontrolleur, der nach genauer Kontrolle des Visums den Pass zur Ausreise abstempelte. Zwischendurch forderte uns eine Zugbegleiterin auf, die Jalousie im Abteil herunterzuziehen. Gleiches machte sie mit den Jalousien an den Fenstern am Gang. Dem Passkontrolleur folgte ein weiterer Uniformträger, der sämtliche Deckel und Klappen im Abteil öffnete, um diese mit einer Taschenlampe auszuleuchten. Durch die geöffneten Deckel und Klappen drangen bald Abgase der Diesellok ins Abteil, was sich im weiteren Verlauf der Nacht noch störend auswirken sollte. Nach fast zwei Stunden Aufenthalt im russischen Grenzbahnhof konnte der Zug endlich weiterfahren, bis er nach etwa einer halben Stunde den mongolischen Grenzbahnhof Suchbataar erreichte. Wir hatten die Jalousie im Abteil wieder hochgezogen und konnten sehen, dass da draußen Soldaten oder sonstige uniformierte Personen vor dem einfahrenden Zug salutierten. Noch bevor auf mongolischer Seite die Grenzabfertigung begann, wurden wir durch die Zugbegleiterinnen aufgefordert, die Jalousie des Abteils wieder herunterzulassen. Zunächst kam Zollbeamter durch den Waggon und holte die Zollerklärungen ab, ihm folgte kurz danach eine Beamtin und sammelte die Reisepässe ein. Es verging etwa eine halbe Stunde, als sie, assistiert von einer Zugbegleiterin, die Reisepässe zurückbrachte. Wir hatten im Abteil schon Feierabend gemacht und uns auf unsere Betten gelegt, als der Zug um 0:14 Uhr planmäßig abfuhr. Der Dieselgestank wurde nun störend, außerdem machte sich bei mir wieder ein Hungergefühl breit. In der Dunkelheit aus der oberen Etage abzusteigen, erschien mir nach einem ersten Versuch als zu gefährlich. Der Zug erreichte bald einen gut beleuchteten Bahnhof, wo er für wenige Minuten halten musste. Das war dann für mich die Gelegenheit, einigermaßen sicher hinunterzuklettern. Mit einigen Keksen und einem Tetra-Pack Apfelsaft wurde das aufgekommene Hungergefühl bekämpft und es ging mir bald wieder besser. Ich beschloss, nicht wieder nach oben zu gehen. Den Rest der Nacht verbrachte ich auf der unteren Sitzbank, den Kopf mal zum Fenster auf meinem Rucksack und mal zur Tür mit Wolldecken als Unterlage. Um etwa 05:00 Uhr habe ich die kaum erlebte Nachtruhe beendet und mich zur Toilette begeben und auch dort zum Ausstieg später umgezogen.

11. Tag: Ankunft in Ulan Bator

Um etwa 05:00 Uhr habe ich die kaum erlebte Nachtruhe beendet und mich zur Toilette begeben und auch dort zum Ausstieg später umgezogen. Mit meiner Mitreisenden im Abteil trank ich eine Tasse des eigenen schwarzen Tees, bevor jeder seine Sachen zum Ausstieg vorbereitete. Ziemlich pünktlich um 06:50 Uhr kam der Zug im Bahnhof von Ulan Bator an. Unsere Reiseleiterin Jelena begleitete uns noch im Bus zum Hotel, mit ihr die ab sofort zuständige Reiseleiterin Frau Nawtschaa. Es gab eine herzliche Verabschiedung, weil Jelena eine sehr freundliche Person ist, die nahezu jederzeit zur Hilfestellung bereit war. Der Bus bahnte sich seinen Weg durch die Stadt, die wohl gerade dabei, wach zu werden. Das Einchecken im Hotel verlief reibungslos, nicht einmal den Pass wollte man sehen. Etwas mühselig gestaltete sich der Zutritt zum Aufzug. Da musste erst eine mehrstufige Treppe überwunden werden, mit dem Gepäck an der Hand war das für manch einen nicht einfach. Der Aufzug brachte uns alle in die 10. Etage, ich bekam das Zimmer 1007, zu dem ich aber zunächst keinen Zutritt bekam, weil, wie es sich später herausstellte, der Chip in der Türöffnerkarte beschädigt war. Nach kurzem Einrichten im Hotelzimmer fuhr ich wieder nach unten, um an der Rezeption Geld zu tauschen. Für meine verbliebenen 2950 Rubel bekam ich 88850 Tugrig, die mongolische Währung. Für 20000 Tugrig bekam ich im Restaurant in der zweiten Etage ein sehr gutes Frühstück vom Buffet. Wir versammelten uns danach in Hotelhalle, um mit einem Kleinbus zur Stadtbesichtigung abzufahren. Da ging es durch ein Labyrinth von kleinen und engen Straßen und Gassen. Als Europäer mit einer halbwegs zivilisierten Fahrweise wird man in Ulan Bator wohl Probleme bekommen, denn dort scheint das Recht dessen zu gelten, der am mutigsten ist. Das Rotlicht an den Ampeln wird zwar allgemein respektiert, aber es wird gedrängelt, oftmals mit nur wenigen Zentimetern Abstand zu seitlich und voranfahrenden Fahrzeugen. Und unüberhörbar ist das Hupkonzert, wenn es mal nicht vorangeht! Erstes Ziel war eine buddhistische Kloster- und Tempelanlage. Die Reiseleiterin erläuterte uns die Besonderheiten und geschichtlichen Zusammenhänge dieses Komplexes, in dem eine Vielzahl von Mönchen gerade dabei war, irgendwelche Formeln zu sprechen. Das von der Bauweise sehr beeindruckende Parlamentsgebäude mit dem davorliegenden Zentralplatz der Stadt gab uns Gelegenheit, zum Ausgleich für das viele Fahren während der Stadtrundfahrt ein paar Schritte zu Fuß zu gehen. Ein Postamt war in der Nähe, in dem es schöne Briefmarken zum Versenden von Ansichtskarten, aber auch zum Sammeln gab. Die mongolische Reiseleiterin hatte wohl nicht bedacht, dass am Montag die Museen geschlossen sind. So hatten wir dann zwei vergebliche Versuche, bedeutende Museen zu betreten. Wir sechs Reisenden verständigten uns darauf, nun zu einem Kaufhaus gefahren zu werden. Für eine Stunde hatten wir uns Zeit genommen, jeder ging da seines Weges. Im Lebensmittelmarkt dieses Kaufhauses besorgte ich mir diverse Getränke, in einer Cafeteria gönnte ich mir eine Tasse Espresso. Hier muss besonders hervorgehoben werden, dass auf dem Kassenzettel der Zugangscode für das kostenlose WLAN in der Cafeteria angegeben war.

Es war dann bald Mittagszeit und wir kehrten ins Hotel zurück. Das Mittagessen wurde uns in dem Restaurant serviert, wo ich auch schon das Frühstück eingenommen hatte. Es gab einen Teller Salat, eine grüne Suppe und als Hauptgericht ziemlich hartgebratenes Fleisch, wahrscheinlich vom Rind, dazu Kartoffelscheiben und etwas Gemüse. Als Dessert wurde ein Eisbecher mit Früchten gereicht. Die Mittagspause war wohl bis 14:45 Uhr festgelegt, ich war allerdings auf 15:00 Uhr fixiert. So um 14:50 Uhr klingelte das Telefon und die Reiseleiterin fragte nach meinem Verbleib. Mit dem Bus fuhren wir dann zu einem an diesem Montag doch geöffneten buddhistischen Museum, in dem das Fotografieren verboten war. Die Reiseleiterin erläuterte sehr ausführlich die verschiedenen ausgestellten Gemälde und Gegenstände. Diesem Besuch schloss sich eine Besichtigung eines Betriebes an, in dem Cashmere-Produkte hergestellt werden. Einzelne Reisende nutzten die Gelegenheit, dort Kleidungsstücke preisgünstig zu erwerben. Die Fahrt zurück zum Hotel wurde wieder zu einem besonderen Erlebnis, weil die mongolischen Autofahrer ganz offensichtlich in dem Bewusstsein unterwegs sind, dass nur der Stärkere und Schnellere das Recht auf seiner Seite habe. Es wurde vereinbart, sich um 18:30 Uhr wieder in der Hotelhalle zu treffen, um dann zum Abendessen und zu einer Abendveranstaltung zu fahren. An diesem Abend standen alle rechtzeitig vor dem Hotel, als uns der Bus zur Fahrt zum Restaurant ‚Mongolian Barbecue‘ abholte. Die Restaurantleitung hatte uns einen Tisch nicht weit entfernt vom reichhaltigen Büffet reserviert, so waren es dann nur wenige Schritte, um sich sein Abendessen zusammenzustellen. Jeder bediente sich nach eigenem Geschmack an der Vielfalt der angebotenen Speisen oder Speisen-Bestandteilen. Dazu gab es eine Flasche Mineralwasser 0,5 l Im Rahmen dieses Abendessens trat eine vierköpfige Gruppe auf, die die Anwesenden mit mongolischer Volksmusik unterhielt. Gegen 21 Uhr wurden das Essen und die Veranstaltung beendet, der Bus stand schon zur Rückfahrt zum Hotel bereit. Für mich war dann bald Feierabend. Meine Nachtruhe endete am nächsten Morgen um etwa 05:30 Uhr.

12. Tag: Fahrt zum Nationalpark Terelj

Nach dem Frühstück, das ich an diesem Morgen bis nach 08:30 Uhr ausgedehnt hatte, starteten wir zur Fahrt zum Terelj-Nationalpark, wo dann eine Übernachtung in einer Nomaden-Jurte auf dem Programm stand. Zuvor aber besichtigten wir das mongolische Nationalmuseum, das tags zuvor geschlossen war und das sich über drei Etagen in neun Räumen erstreckt. Die Reiseleiterin erläuterte wie schon gestern im anderen Museum die Exponate, die Interessantes von der Ur- und Frühgeschichte der Mongolei bis in die heutige Zeit des demokratisch verfassten Staates darstellen. Wieder war es der scheinbar ungeregelte Straßenverkehr der Hauptstadt, der dem Fahrer des Kleinbusses allerlei Können abverlangte, bevor wir die Stadt verlassen konnten und auf dem Weg zum Nationalpark waren. Unterwegs wurden wir noch auf eine Station aufmerksam gemacht, an der Kamele auf ihren Einsatz warteten und diverse Greifvögel auf ihren Stangen saßen. An einer aus unzähligen Steinen gebildeten Grabstätte hielten wir zum Fotografieren ebenso an wie später im freien Gelände, als eine Herde von Yaks unseren Weg kreuzte. Wir erreichten das Camp, ein Mitarbeiter der Lagerleitung verteilte die Schlüssel zu den Eingangstüren und kümmerte sich dann darum, dass unsere Gepäckstücke zu den Jurten gebracht wurden. Unsere Reiseleiterin erklärte uns den weiteren Ablauf und gab uns eine Übersicht über die Gemeinschaftseinrichtungen wie Restaurant und Toiletten. Beim Betreten meiner Jurte strömte mir aus dem in der Mitte aufgestellten Ofen eine fast unerträgliche Wärme entgegen. Das Innere machte einen vornehmen Eindruck. Zwei Betten, ein Tisch mit Hockern und weiteres Mobiliar – es war ein elegantes Interieur. Vereinbart wurde, dass wir uns im Restaurant um 13 Uhr zum Mittagessen treffen. Nach dem Essen, das wieder in der gewohnten Zusammenstellung gereicht wurde, war eine Mittagspause bis 15 Uhr vorgesehen. Die Nachmittags-Exkursion war eine Fahrt ins Gelände. Zuerst wurde eine Jurte der Nomaden angesteuert, in die wir eintreten durften. Es bot sich uns ein gemütliches Ambiente, die Nomadenfrau servierte jedem ein Glas Milchtee - ist nicht mein Geschmack, ich habe nur ganz wenig davon getrunken. Unsere Reiseleiterin erläuterte uns dabei die Lebensweise der Nomaden. Nach einem gut halbstündigen Aufenthalt ging es weiter, um verschiedene und interessante Felsformationen zu sehen. Auf der Rückfahrt zum Jurten-Camp stiegen zwei unserer Mitreisenden nach kurzer gemeinsamer Fahrt aus, um in Begleitung unserer Reiseleiterin den Weg zurück zu Fuß zu gehen. Bis zum Abendessen um 19 Uhr war genug Zeit für eigene Aktivitäten. Ich musste mich darum kümmern, das Feuer in meiner Jurte wieder in Gang zu bringen. Weil ich kein Feuerzeug oder Streichhölzer dabei hatte, versuchte ich, das Feuer mit sichtbarer Restglut wieder in Gang zu bringen. Alle Versuche scheiterten. Als ob er es geahnt hatte, kam kurze Zeit später ein Mitarbeiter der Leitung des Camps und hat das Feuer wieder entfacht.

Zum Abendessen in der Restaurantjurte gab es Krautsalat, Pelmeni, Tee und aus Anlass des Geburtstages der Reiseleiterin noch ein Glas Wodka und ein Stück Torte. Um 20:30 Uhr beendete ich für mich den Abend im Restaurant und zog mich in meine Jurte zurück. Zum Toilettenbesuch musste ich über das Feld zu einer größeren Jurte gehen, in der ich mich gleich für die Nachtruhe fertigmachte. Beim Gang zur dieser modern eingerichteten Jurte mit Toilette und Bad im Untergeschoss fielen erste Schneeflocken, die bis zum nächsten Morgen sich zu einem weißen Teppich über die Landschaft ausdehnten.

13. Tag: Vom Nationalpark Terelj nach Ulan Bator

Nach dem Aufstehen am nächsten Morgen um 05:45 Uhr und beim Gang zur Toilette lag ein weißer Film über der Steppe, es hatte über Nacht geschneit. Das Frühstück hatten wir in der Restaurantjurte eingenommen, die Jurten waren geräumt, das Gepäck im Fahrzeug verstaut, nun konnte es zur Rückfahrt nach Ulan Bator losgehen. Kurz vor 10:00 Uhr kamen wir am riesigen Dschingis Khan Monument an, das erst im Jahre 2009 erbaut wurde und dessen Besichtigung zum Reiseprogramm gehörte. Mit 40 Meter Höhe ist es das größte Reiterdenkmal der Welt. Ein Aufzug im Inneren des Monuments brachte uns hinauf bis zur Mähne des Pferdes, über eine Treppe erreichten wir die Aussichtsplattform, von der man einen sehr guten Überblick über die Gegend hat. Hier oben wehte uns ein eiskalter Wind um die Nasen. Der Souvenir-Shop im Eingangsbereich lud dann noch manchen ein, hier noch ein paar Dinge einzukaufen. Während der Fahrt nach Ulan Bator präsentierte sich die Landschaft in unterschiedlicher Weise: Im Nationalpark war Schnee gefallen, angrenzende Berge und die weitläufigen Weideflächen waren mit einer dünnen Schneedecke bedeckt, wenige Kilometer weiter war nichts mehr von einer winterlichen Landschaft zu sehen, und schon in der Nähe des besuchten Monuments war wieder alles weiß, durchsetzt mit erdbraunen Flächen. Trotz schwachen eisigen Windes hatte die vom fast wolkenlosen Himmel scheinende Sonne schon so viel Kraft, Schneeflächen zum Schmelzen zu bringen. Der Zustand der meisten Straßen, auf denen wir unterwegs waren, ist kaum mit dem in westeuropäischen Ländern üblichen Zustand zu vergleichen. Der Bus musste sehr oft bremsen, weil entweder Schlaglöcher die Durchfahrt gefährlich werden ließen oder weil man Schwellen eingebaut hatte, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu mindern. Nach gut einer Stunde Fahrzeit vom Dschingis Khan Monument erreichte der Bus das Hotel in der mongolischen Hauptstadt, wo wir nach unserer Ankunft mit dem Zug schon einmal untergebracht waren. Vereinbart wurde, sich um 12:45 Uhr an der Rezeption zur Abfahrt zum Mittagessen zu treffen. Die Abfahrt verzögerte sich mal wieder, es wurde 13 Uhr. Wir erreichten das Restaurant in der Nähe jenes, in dem wir am ersten Abend gegessen hatten. Nach dem Mittagessen ging es noch zu einem buddhistischen Museum, das am Montag geschlossen war. Auch hier erläuterte die Reiseleiterin die Besonderheiten der ausgestellten Exponate. Es herrschte an diesem Nachmittag eine schneidende Kälte, jeder war froh, wieder im Bus und anschließend wieder im Hotel zu sein. Der Tag endete mit dem gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Hotels.

14. Tag: Von Ulan Bator nach Peking

Die Nachtruhe, die nur kurz dauerte und nicht störungsfrei verlief, war für mich schon um 3 Uhr beendet. Die auf meinem mitgenommenen Computer per Mail eingegangenen Nachrichten veranlassten mich, auf einen neuen Versuch zu verzichten, die letzten zwei Stunden vor dem geplanten Ende der Nachtruhe noch einmal zu schlafen. Ich hatte genug zu schreiben, sodass keine Langeweile aufkam. Schließlich habe ich um 05:00 Uhr die Nachtruhe endgültig beendet und mich auf die Abreise vorbereitet - Toilette, Gepäck ordnen, eine Tasse Tee trinken, zum Essen griff ich auf meinen Vorrat an Keksen zurück. Um 06:30 Uhr trafen sich alle Reiseteilnehmer in der Hotelhalle zur Abfahrt zum Bahnhof. Abfahrt pünktlich 06:45, Ankunft am Bahnhof nach kurzer Fahrt ohne Staus. Für die Fahrt nach Peking stand ein Zug der chinesischen Bahn bereit. Ilse, die mongolische Reiseleiterin und ich hatten einen Platz im Waggon 3 zugewiesen bekommen. Hier waren es ausschließlich männliche Bahnbedienstete, die am Eingang unsere Reisedokumente kontrollierten und später im Zug auch für alle anstehenden Aufgaben zuständig waren. Rechtzeitig vor der pünktlichen Abfahrt um 07:30 Uhr hatten wir unser Gepäck verstaut. Ilse und ich richteten unsere Betten unten ein, die Mongolin stieg in eines der beiden oberen Betten. Das vierte diente uns als Ablage für Gepäck und Utensilien, die während der Fahrt benötigt wurden. Nach kurzer Fahrt zeigte sich ein wolkenloser Himmel, draußen war es vor der Abfahrt gefühlsmäßig nur wenig unter null Grad kalt.

Der Zug fuhr entlang kleiner Ansiedlungen, mehrheitlich wohl landwirtschaftliche Betriebe; einzelne Grundstücke hatten die Bewohner von hohen Mauern oder Palisaden umgeben. Meistens waren es Häuser in der üblichen Bauweise, aber auch vereinzelt erblickte man Jurten, aus deren zentralem Schornstein Rauch aufstieg und die damit den Eindruck vermittelten, bewohnt zu sein. Im unbesiedelten Gebiet fiel oftmals die weiß-braune Färbung der Landschaft und der Hügelketten auf, die sich nur mit spärlichem Bewuchs präsentieren. Nach zwei Stunden Fahrt war von den Schneeflächen, die anfangs noch in der Landschaft zu sehen waren, kaum noch etwas vorhanden, die Steppe zeigte sich mit einem leichten Grünschleier, der wohl auf niedrigen Pflanzenbewuchs zurückzuführen war. Und immer wieder sah man Pferde- und Rinderherden im Gelände, manchmal waren auch Kamele zu sehen. Das flache Land breitete sich aus, leicht grün, mit nur niedrigem Pflanzenwuchs, und das hügelige Gebiet rückte in weite Ferne. In den entlang der Strecke errichteten Zäunen hatte sich viel Müll gefangen. Zahlreiche Tierkadaver am Zaun ließen darauf schließen, dass dieser zu einem Hindernis für wildlebende Tiere geworden ist. Die Greifvögel, die ihre Nester auf Strommasten errichtet hatten, fanden hier ausreichend Nahrung. Mit 15 Minuten Verspätung erreichte der Zug den ersten Zielort Tschoyr, nach etwa 15 Minuten Aufenthalt ging es weiter. Wenig später hatten wir die Ausläufer der Wüste Gobi erreicht mit überwiegend flachem, hellbraunen Land mit kaum erkennbarem Pflanzenwuchs.

Auf dem Weg zur Grenze nach China hielt der Zug noch einmal für etwa 30 Minuten im Bahnhof von Sainschand. Bald danach kam jemand vom Zugpersonal ins Abteil und verteilte Formulare, die mit chinesischen Schriftzeichen bedruckt waren - Ausreise Mongolei, Einreise China, Zollerklärung China, erklärte uns die mitreisende mongolische Reiseleiterin. Immer deutlicher wurde es dann, dass wir die Wüste Gobi durchfuhren: Sand, Geröll, niederer Pflanzenwuchs. Und immer wieder sah man Herden oder Einzeltiere von Rindern, Pferden, Schafen, Kamelen und insbesondere hellhäutigen Antilopen. Im Schein der untergehenden Sonne wechselte die Färbung der Landschaft nun in ein mattes Grün. Wie schon in den Gegenden mit Sand und Geröll gab es hier viele Nutztiere, die von ihren Besitzern auf weitläufig umzäunten Flächen zum Weiden alleingelassen wurden. Etwa um 19 Uhr erreichte der Zug die mongolische Grenzstation Samin Uud, nach einigen Minuten kam eine Grenzpolizistin durch den Waggon und sammelte die Reisepässe nach einer Gesichtskontrolle ein. Es verging mehr als eine halbe Stunde, bis wieder eine Frau in Uniform erschien und mit dem weißen Formular die Zollerklärung einsammelte. Kurze Zeit später kam die Grenzpolizistin mit den abgestempelten Reisepässen zurück. Nach eineinhalb Stunden des Aufenthalts im mongolischen Grenzort fuhr der Zug weiter in Richtung Chinas Grenzstation Erlian. Es war inzwischen 20:45 Uhr, chinesische Grenzpolizisten marschierten durch den Waggon, der kurze Zeit stand und sich dann weiterbewegte. Während der Fahrt gingen die Uniformträger fortlaufend durch den Waggon. 21:05 Uhr - Ein Grenzer kam und sammelte die Zollerklärungen ein. 21:15 Uhr - Eine Grenzpolizistin sammelte die Reisepässe und die Einreiseformulare ein. Etwa um 22:20 Uhr setzte sich der Zug rückwärts in Bewegung, wohl zum Wechseln der Fahrgestelle wegen der anderen Spurweite. Rückgabe der Reisepässe mit Einreisestempel um 22:35 Uhr Bis zur Abfahrt aus dem Grenzbahnhof um 02:00 Uhr wurde der Zug, wurden die Waggons hin und her gefahren, bei unbekannten Aktionen gingen heftige Stöße durch den Waggon.

Ilse, die mongolische Reiseleiterin und ich, wir hatten uns inzwischen zur Nachtruhe vorbereitet und warteten nun auf unseren Schlaflagern auf den nächsten Morgen.

15. Tag: Von der Grenze Mongolei-China nach Peking

Um 03:00 Uhr musste ich zur Toilette, die aber als verschlossen oder besetzt angezeigt wurde. Da ich nicht annahm, dass zu dieser Zeit weitere zwei Personen den Drang spürten, die Toilette aufzusuchen, habe ich den Schaffner im Nachbarabteil veranlasst, das nach der Abfahrt wohl vergessene Aufschließen der Toiletten nachzuholen. Er klopfte an eine der Türen, die erstaunlicherweise von innen geöffnet wurde, sah den Chinesen kurz an und zeigte mir ein offensichtlich verärgertes Gesicht, weil ich ihn bei seinem Spielen mit seinem Smartphone gestört hatte.

Die Nacht verlief ruhig, für mich war aber wieder einmal nicht an einen ruhigen Schlaf zu denken. Um 06:00 Uhr beendete ich die Nachtruhe und machte mich reisefertig. Das Frühstück um 7:00 Uhr war sehr sparsam: Ein Becher schwarzer Tee, dazu zwei Kekse aus meiner Tüte, die ich mir im Kaufhaus in Irkutsk gekauft hatte. Der Zug war seit einem planmäßigen Halt zunächst durch industriell geprägtes Gebiet gefahren und hat dann wüstenähnliche Gegenden erreicht. Noch in der Nähe des Ortes des letzten planmäßigen Halts war ein imposanter Häuserbau zu sehen. Dem äußeren Eindruck des Wohnungsbaus nach wurden zu den vorhandenen Wohntürmen weitere gebaut, ein Kontrast zu der niedrigeren Bebauung, die in der Umgebung zu erkennen war. Die Bahnstrecke durchquerte immer wieder hügelige Landschaften, die für die Bahntrasse wohl freigesprengt wurden. Links und rechts hatte man die entstandenen Abhänge gegen Abstürze von losem Gestein gesichert. Wo die Durchbrüche zu tief geworden wären, waren Tunnel in das Gestein gegraben. Kurz vor 9 Uhr hielt der Zug auf einem unbekannten Bahnhof. Der Ort könnte Datong heißen, laut Fahrplan war in diesem Ort ohne Zeitangabe ein Halt vorgesehen. Nach etwa fünf Minuten Stillstand ging es weiter. Die Landschaft und die klimatischen Verhältnisse hatten sich wieder geändert: Waren es noch vor einer oder zwei Stunden Gegenden, in denen Wasserläufe weitgehend eisfrei waren und das Gelände flach und eben, durchfuhr der Zug nun wieder gebirgiges Gebiet mit Wasserflächen, die oftmals nicht nur geringfügig vereist waren. Nach dem Fahrplan hatten wir noch etwa eine Stunde Fahrzeit bis Peking, der Zug durchfuhr weiterhin stark zerklüftetes Gebiet mit zahlreichen Tunnels. Ein blauer Himmel ließ vermuten, dass es ein sonnenreicher Tag werden könnte. Ankunft Peking 12:20 Uhr

16. Tag: Peking

Der Zug erreichte Peking um 12:20 Uhr, die Fahrt mit der Transsibirischen-, mit der Transmongolischen Eisenbahn war nun zu Ende gegangen. Eine große Menschenmenge drängte sich zum Ausgang des Bahnhofs, es ging nur langsam voran, weil dort die Fahrscheine kontrolliert wurden. Wir verabschiedeten uns von unserer mongolischen Reiseleiterin, die uns zuvor den örtlichen Reiseleiter mit seinem chinesischen Namen vorstellte. Er erklärte aber gleich, dass er den deutschen Namen Dietmar angenommen habe. Mit guten Deutschkenntnissen erklärte Dietmar uns, dass wir aus Gründen der Zeitersparnis zunächst zum Mittagessen fahren würden, danach zur Stadtbesichtigung der Fußgängerzone und der Hutongs mit den Rikschas und erst zuletzt zum Hotel. In einem Restaurant bekamen wir ein Mittagessen in typisch chinesischer Art präsentiert: auf einem Drehteller auf dem Tisch wurden Schalen mit verschiedenen Speisen angeboten, z. B. gebratene Garnelen, Gemüse, Gemüsereis, dazu Getränke. In unserem Blickfeld hat ein Küchenmitarbeiter Fleischstücke von einer gebratenen Ente geschnitten und diese uns serviert.

Anschließend stand der Besuch einer Fußgängerzone und des Bereichs der Garküchen auf dem Programm. In einer Bank in der Fußgängerzone, die mir von Dietmar als dafür geeignete Bank gezeigt wurde, wollte ich Geld wechseln und glaubte, dass das schnell zu erledigen sei, der Bankangestellte aber machte für die 40 Euro einen Riesenaufwand - Formulare ausfüllen, insgesamt fünfmal musste ich unterschreiben, Reisepass und Visum wurden fotokopiert. Der Typ in der Bank wollte es wohl ganz genau machen. Reiseleiter Dietmar kam hinzu, weil es so lange dauerte und musste assistieren. In einer Seitenstraße bei den Garküchen konnte man sehen, welches Ungeziefer gebraten und verzehrt wird – nichts für mich! Ein Geschäft dort bot eine sehr große Auswahl an Bonbons und ähnlichen Dingen an; ich kaufte mir ein kleines Sortiment in ordentlicher Verpackung. Die weitere Fahrt durch die Stadt führte uns zu den Hutongs. Auf Fahrrad-Rikschas kamen wir mitten in dieses Wohngebiet. Hier konnten wir das Wohnhaus eines früheren Militärangehörigen besichtigen und hörten dazu umfangreiche Erläuterungen zur Geschichte dieser Bebauung, deren enge Gassen für den Autoverkehr kaum geeignet sind. Es war dann schon später Nachmittag, als es endlich zum Hotel ging. Zum Einchecken musste auch hier der Pass abgegeben werden.

Ich erhielt eine Chip-Karte zum Öffnen der Tür meines Zimmers in der fünften Etage. Auf dem Weg zum Fahrstuhl trat mir ein Uniformträger entgegen und hat das Gepäck mit einem Sensor überprüft. Das Hotelzimmer machte einen sehr ordentlichen Eindruck, sowohl von der Ausstattung wie auch von der Größe. Ohne ein Passwort eingeben zu müssen, konnte man das Internet nutzen. Aber das Hochladen von Fotos dauerte erbärmlich lange, ein leistungsfähiger Internet-Zugang sieht anders aus. Und Facebook ging gar nicht, der Zugang war gesperrt. Ein Abendessen war nicht vorgesehen, deshalb habe ich mich in der Nähe des Hotels nach einer Essensmöglichkeit umgesehen. In einem Straßenrestaurant, das von außen einen einladenden Eindruck machte und in den Fotos der diversen Speisen zu sehen waren, habe ich etwas gegessen - gebratene Fleischstückchen mit gutschmeckender Sauce, eine zu große Portion Reis, etwas Blattsalat für 23 Yuan.

17. Tag: Bahnreise Peking - Shanghai

Wieder war meine Nachtruhe früh zu Ende gegangen. An diesem Tag stand nun die letzte Etappe dieser Reise auf dem Programm, die Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Shanghai. Mein Gepäck hatte ich schon am Abend zuvor weitgehend zur Abreise geordnet und gepackt. Nach einem kurzen und knappen Frühstück standen wir alle pünktlich um 7 Uhr zur Abfahrt zum Bahnhof bereit. Unser Reiseleiter Dietmar verteilte die Bahntickets. Schon kurz nach 07:30 Uhr erreichten wir den Bahnhof. Hier mussten wir uns dann wieder einer Zugangskontrolle wie im Flughafen unterziehen, das Gepäck wurde durch einen Scanner geschickt, jede Person musste durch einen „Pfeifbogen“ gehen. Dann hatten wir Zeit, am Gate 13 auf die Abfahrt zu warten. Hier hatte sich schon eine große Zahl von Reisenden eingefunden, die Sitzplätze waren so gut wie alle besetzt. Dietmar meinte etwa um 8 Uhr, es sei vielleicht lohnenswert, sich schon mal in die kurze Reihe vor der Sperre einzuordnen, denn nun bald müsste die Abfertigung beginnen, weil die Abfahrt des Zuges um 9 Uhr erfolgen sollte. Bald danach wurden auch die zwei Sperren geöffnet, Bahnmitarbeiter kontrollierten die Fahrausweise.

Im Zug gab es nur wenig Platz für größere Gepäckstücke. Ich konnte meinen Koffer in einem Regal zwischen zwei Waggons abstellen und fand dann schnell meinen Sitzplatz am Fenster, allerdings, was mir erst bei der Abfahrt bewusst wurde, mit dem Rücken in Fahrtrichtung. Die Abfahrt war sehr pünktlich 09:00 Uhr Nach gut zehn Minuten hatte der Zug seine Geschwindigkeit von 342 km/h erreicht. Über dem Durchgang zum nächsten Waggon sah ich fortwährend die Einblendung relevanter Daten und Hinweise mittels eines Leuchtschriftbandes in chinesischer und englischer Sprache. Bis Shanghai hatte der Zug zwei Stopps von kurzer Dauer und erreichte zwischenzeitlich für kurze Zeit auch eine neue Höchstgeschwindigkeit von 352 km/h.

In unregelmäßigen Abständen gingen Frauen durch die Waggons und Toiletten zum Reinigen. Und ebenso unregelmäßig folgten ihnen dann Uniformierte und kontrollierten die Listen, in denen der Reinigungsvorgang quittiert wird. Während der gesamten Fahrt war der Himmel bedeckt, kurz vor Shanghai sah es nach Regen aus. Um 13:27 Uhr, nach etwa viereinhalb Stunden Reisezeit und etwa 1300 Kilometern Fahrstrecke kamen wir im Bahnhof von Shanghai an. Wieder mussten alle Reisenden am Ausgang durch eine Ticketkontrolle, die aber doch recht zügig erfolgte. Unser Reiseleiter Dietmar hatte uns bis Shanghai begleitet und übergab die weitere Betreuung an Frau Lu Yin, die sich Stefanie nennt. Ein Mittagessen war nicht vorgesehen. Zu einer ersten Stadtbesichtigung ging die Fahrt vom Bahnhof zur Altstadt nur schleppend voran. Erst am späten Nachmittag sollten wir unser Hotel erreichen, das jetzt noch nicht auf unserem Wege lag und zum Einchecken noch nicht zur Verfügung stand. Unser Kleinbus hielt in einer Seitenstraße, von der ein schmaler Weg durch die Häuserreihe zum Zentrum der Altstadt führte. Kunstvoll gestaltete Häuser und deren Giebel und Dächer waren für jeden ein Blickfang, ehe es über die sogenannte Zick-Zack-Brücke zur Gartenanlage ging. Böse Geister, so wurde uns erklärt, könnten nicht um Ecken herumgehen. In der Gartenanlage erläuterte Stefanie in ausführlicher Weise die Gebäude und ihre Inschriften und verwies uns auf die riesigen Kois, jener Art von Goldfischen, die zur Karpfen-Familie gehören und die in den Wasserläufen in großer Zahl zu sehen waren. Nach dieser Besichtigung hatten wir etwa eine halbe Stunde Zeit, uns selbstständig im Altstadtbereich aufzuhalten. Mit zwei anderen Teilnehmern habe ich diese Zeit genutzt, um bei Starbucks einen Becher Espresso zu trinken und ein Stück Käsekuchen zu essen. In einem kleinen Shop kaufte ich noch für die kleine Tochter meines Neffen einen Stofftier-Pandabären. Von der Altstadt führte unser Weg zum Bund, der Strandpromenade. Dort hatten wir einen guten Überblick über die nahen Wolkenkratzer im Stadtteil Pudong und den regen Schiffsverkehr auf dem Huangpu-Fluss. Zunächst zeigte Stefanie uns die markantesten Gebäude, dann hatte jeder Gelegenheit zum selbstständigen Rundgang dort. Inzwischen war es später Nachmittag geworden, es war Zeit für das Abendessen in einem Restaurant dort. Während der Fahrt zum Hotel fiel uns auf, dass anders als in Peking die Autofahrer in Shanghai kaum noch hupten. Das sei, erklärte uns Stefanie, hier verboten.

Wie üblich musste im Hotel der Reisepass abgegeben werden, das Einchecken ging aber ohne großen Aufwand über die Bühne. Mein Zimmer hier war deutlich kleiner und weniger komfortabel ausgestattet als das in Peking.

18. Tag: Die Verbotene Stadt

Nach dem frühen Aufwachen etwa um 03:15 Uhr habe ich mir erst einmal einen Tee zubereitet. Wie in den anderen Hotels waren auch hier Wasserkocher und alles Weitere dafür vorhanden. Es war zwar mühselig, weil der Internetzugang nicht leistungsfähig war, aber dennoch habe ich erst einmal eingegangene Mails bearbeitet. Zum Frühstück ab 07:30 Uhr bis 08:00 Uhr gab es ein umfangreiches Büffetangebot. Es war vereinbart worden, zur Besichtigung der Verbotenen Stadt um 08:30 Uhr abzufahren. Wie schon kurz nach der Ankunft im Pekinger Bahnhof war auch an diesem Morgen die Polizeipräsenz unübersehbar. Sie dokumentiert das tiefe Misstrauen der Staatsgewalt gegenüber den Bürgern. Dietmar, der Reiseleiter, hatte gestern schon darauf hingewiesen, dass überall in der Stadt Hilfspolizisten unterwegs seien, die bei aufkommenden Unruhen oder Demonstrationen dieses sofort melden müssen, damit diese im Ansatz unterbunden werden können. Beim Zugang zur Verbotenen Stadt und auch noch innerhalb dieser finden Kontrollen statt, an allen Ecken stehen grün Uniformierte und beobachten das Geschehen. An jeder Straßenkreuzung und auch an vielen anderen Stellen sind Überwachungskameras zu sehen, die sicherlich nicht nur zur Überwachung des Straßenverkehrs dienen.

Wegen der aktuellen Sitzungsperiode des Großen Volkskongresses war an diesem Tag und wohl auch an allen anderen der Platz des Himmlischen Friedens für Besucher gesperrt, die Teilnehmer des Volkskongresses hatten ihre Autos dort abgestellt. Für die Besucher der Verbotenen Stadt bedeutete dieses, weite Wege in Kauf zu nehmen. Der Zutritt erfolgte durch das bekannte Tor mit dem Bild des Großen Vorsitzenden Mao darüber. Das Wetter war an diesem Tag nicht einladend: Es war reichlich kühl und es begann zu schneien, erst wenig, dann im Verlauf des Vormittags auch heftiger. Nach der Besichtigung und ausführlichen Erklärungen durch Dietmar kamen wir nach einem längeren Fußmarsch zum Bus und fuhren gleich zu einem Restaurant zum Mittagessen. Wie schon gestern gab es auf einer Drehscheibe verschiedene Angebote, die jeder nach seinem Geschmack nutzte. Der nächste Besuch war dem Himmelstempel gewidmet. Auch hier störten die ungünstigen Witterungsverhältnisse erheblich. In einem der kleinen Shops habe ich mir dann eine kleine Tasse mit dem Bild des Himmelstempels gekauft. Gleich danach war eine Teezeremonie neuer Programmpunkt. Hier wurden mehrere Teesorten kredenzt und deren Wirkungen erläutert. Gekauft habe ich mir da eine Packung Früchtetee und eine Tasse, die unter Wärmeeinwirkung ihr Äußeres verändert. In einem Zentrum für chinesische Medizin wurde mir von einem Arzt attestiert, dass ich geringe Probleme mit den Nieren hätte. Dieses habe zur Folge, dass sich meine Prostata verändert. Zum Abschluss des heutigen Tages stand noch ein Besuch in einer Akrobaten-Show auf dem Programm, 17:30 bis 18:30 Uhr. Das war eine beeindruckende Veranstaltung. Nach der Rückkehr zum Hotel hieß es nur noch, den Tag ausklingen zu lassen.

19. Tag: Shanghai

Im Verlauf der einleitenden Stadtrundfahrt nach der Ankunft im Bahnhof von Shanghai hatte uns unsere Reiseleiterin das Angebot gemacht, noch eine nächtliche Stadtbesichtigung zu veranstalten. Zwei Mitreisende wollten dieses Angebot nicht annehmen, weil sie eigene Interessen hatten. Die Kosten pro Teilnehmer erhöhten sich dadurch von anfangs 200 Yuan auf 250 Yuan, auch zahlbar in Euro. Kosten in Euro 33,00. Weil ich nicht mehr ausreichend mit chinesischer Währung ausgestattet war, hat Stefanie von mir 50 Euro erhalten und die verbleibenden 17 Euro zum Kurs 1 zu 7,5 in Yuan ausgezahlt. Die Fahrt ging um 18:30 Uhr los. Der Fahrer unseres Kleinbusses steuerte verschiedene Orte im Stadtgebiet an, von denen aus die Beleuchtung der Stadt und ihrer Wolkenkratzer und anderen markanten Gebäude gut zu sehen war. Auch ein Aufenthalt in der schon am Nachmittag besuchten Altstadt mit ihren bunt beleuchteten Gebäuden war dabei, ebenso ein Gang über die Fußgängerzone, die ebenfalls in bunte Lichter getaucht war. Auf dem Weg zurück zum Hotel gab es noch einen kleinen Zwischenfall: Ein Linienbus fuhr sehr dicht an unserem Fahrzeug vorbei und berührte dabei den rechten Außenspiegel. Der Fahrer unseres Fahrzeugs veranlasste den Busfahrer, auf die Polizei zu warten. Das führte zu einem etwa halbstündigen Zeitverlust für uns. Kurz nach 21 Uhr kamen wir von unserer abendlichen Tour zu Hotel zurück.

20. Tag: Besuch des Sommerpalastes

Wie an jedem Morgen bin ich nach unruhiger Nacht früh aufgestanden. Frühstück gab es schon ab 06:30 Uhr, doch an diesem Morgen hatte ich keinen richtigen Appetit und deshalb auch nur wenig gegessen. Zusammen mit anderen Reiseteilnehmern wartete ich auf die Abfahrt zur Besichtigung der Großen Mauer. Um 08:30 Uhr startete unser Kleinbus zur Fahrt nach Mutianyu, einem besonders schön ausgebauten Teilstück der Chinesischen Mauer. Die Fahrzeit betrug mehr als eine Stunde. Ein Shuttlebus brachte alle Besucher zu ein paar Kilometer entfernten eigentlichen Eingang zum Gelände, von dem man zu Fuß zur Mauer hochgehen oder aber eine Seilbahn nutzen konnte, für die dann 120 Yuan zu bezahlen waren. Ich habe mich für die Seilbahn entschieden. Es war frühlingshaftes Wetter, aber auf geschützten Stellen des oftmals steilen Weges auf der Mauer gab es noch Reste von Schnee und Eis, die zur besonderen Vorsicht beim Gehen Anlass gaben. Auf dem Weg zurück zur Talstation saß ich in einer Kabine mit einer Chinesin und ihrer Tochter, die im englisch begonnenen und dann in guter deutscher Sprache fortgesetzten Gespräch mitteilte, dass sie in Hannover wohne und nun zum Verwandtenbesuch hier sei. Die Tochter sei in Deutschland geboren und sprach gut Deutsch. Meine Mitreisende Ilse war auch wieder zurück und wir beschlossen, in einem nahegelegenen Restaurant auf die anderen bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu warten. Meine Tasse Espresso kostete 40 Yuan, das waren ungefähr 5,33 Euro! Zur vereinbarten Zeit trafen auch die anderen Mitreisenden ein, sodass wir den Shuttlebus zum Haupteingang nutzen und das Gelände verlassen konnten. Es war nur eine kurze Fahrt zu einem nahegelegenen Restaurant, wo wir dann noch zum Mittagessen zusammensaßen. Ein letzter Programmpunkt des Tages war die Fahrt zur Besichtigung des Sommerpalastes. Hierfür musste ich noch meinen Kostenbeitrag an den Reiseleiter bezahlen, weil ich diese Tour nicht voraus gebucht hatte. Die Besichtigung des Sommerpalastes erfolgte wieder mit weitreichenden Erläuterungen des Reiseleiters, der sein umfassendes Wissen präsentierte. Nach der Rückkehr zum Hotel kümmerte sich jeder selbst um seine Abendverpflegung, die nicht Programmbestandteil war.

21. Tag: Reise Shanghai - Frankfurt - Wolfsburg

Nach der Ankunft im Flughafen und den üblichen Kontrollen blieb uns noch viel Zeit, auf die letzte Abfertigung zu warten. Endlich um 13:40 Uhr konnte ich zu meinem Platz 67D im Airbus 380–800 gehen. Ich hatte mir am Vortag den Platz am Gang ausgewählt, um meine Beine auch mal weiter ausstrecken zu können, denn der Rückflug sollte rund 12 Stunden dauern. Der Platz neben mir blieb frei, somit musste ich nicht damit rechnen, dass mich ein Sitznachbar zum Aufstehen nötigt. Nach einer dreiviertel Stunde war das Flugzeug in der Luft, wenig später wurde auf dem Bildschirm die Reiseflughöhe von 11058 Metern angezeigt. An meinem Platz war es lausig kalt, denn von oben aus den Lüftungskanälen wehte kalte Luft. Mit der Decke, die auf dem Sitz lag, war es einigermaßen auszuhalten. Eine Flugbegleiterin erklärte mir, das könne nicht geändert werden, weil das alles zentral gesteuert werde. Bald schon wurden Getränke und eine kleine Packung Brezel verteilt. Nach etwa einer Stunde Flug gab es ein Mittagessen. Ich habe mich für das Hähnchenfleisch entschieden, das auf chinesische Art zubereitet war und sehr gut geschmeckt hat. Dazu hatte ich mir eine Dose Bier geben lassen. Im weiteren Verlauf wurde eine neue Flughöhe angezeigt: 11665 m Nach knapp vier Stunden Flug gab es wieder Getränke, für mich wie schon beim ersten Mal war es ein Becher Apfelsaft. Und wieder wurde eine neue Flughöhe angezeigt: 11717 m Aus Anlass eines Toilettenganges nutzte ich das nach meiner Klage wegen kalter Luft erhaltene Angebot, den oberen Bereich im Flugzeug zu besuchen. Dieses Flugzeug hat auch in der Economy-Klasse ein Sitzplatzangebot im Oberdeck. Bis zur Landung in Frankfurt wurden mir noch ein Stück Kuchen und später ein warmes Abendessen serviert. Als Getränk hatte ich immer wieder um einen Becher Apfelsaft gebeten. Nach etwas mehr als elf Stunden landete das Flugzeug in Frankfurt. Es ging ziemlich zügig voran, als wir den Airbus verließen. Die Passkontrolle erfolgte an einem Automaten, auf das Gepäck musste ich kaum 15 Minuten warten. Überraschenderweise gab es auch keine Zollkontrolle. Ich hätte aber auch nichts anzumelden gehabt. Zusammen mit den anderen Reiseteilnehmern erreichte ich den Hauptbahnhof Frankfurt, hier haben wir uns getrennt. Nach meiner mir vor dem Reiseantritt beschafften Information musste der ICE nach Berlin vom Gleis 7 abfahren, dort fand ich dann den schon bereitstehenden Zug und in einem Waggon einen freien Platz mit Tisch in der Nähe des Eingangs. Pünktlich fuhr der ICE um 20:18 Uhr ab und erreichte Wolfsburg wenige Minuten vor der im Plan angegebenen Zeit. Ein Taxifahrer freute sich über die Möglichkeit, mich nach Hause zu bringen und dabei zu einer Einnahme zu kommen. Nun war die Reise zu Ende gegangen.

Ihr Reiseverlauf

Vorprogramm

1. Tag - Anreise Ihre Reise beginnt mit dem Flug nach Moskau. Am Flughafen werden Sie von Ihrer deutschsprachigen Reiseleitung in Empfang genommen, Transfer zum Hotel. Übernachtung in Moskau.

2. Tag - Moskau - Transsibirische Eisenbahn Nach dem Frühstück beginnen Sie den heutigen Tag mit einer Stadtrundfahrt durch die russische Hauptstadt, bei der Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen lernen. Sie bestaunen den Theater-Platz mit dem Bolshoi-Theater, welches das wichtigste Schauspielhaus Russlands ist, die Moskauer Universität und das Neujungfrauen-Kloster. Die goldene Kuppel der Christus-Erlöser-Kathedrale schimmert im Sonnenlicht. Sie gehört zu den höchsten orthodoxen Sakralbauten weltweit. Schlendern Sie über den Roten Platz und durch das angrenzende Altstadtviertel Kitai-Gorod. Die alten denkmalgeschützten Bauwerke entführen Sie zurück ins 16. und 17 Jahrhundert. Wie wäre es mit einem Bummel durch das prächtige Kaufhaus GUM? Die wunderschön verzierte Fassade mit den arkadenähnlichen Portalen und den vielen Ornamenten wird Sie beeindrucken. Freuen Sie sich im Anschluss auf eine Kremlführung. Majestätisch thront die imposante Festungsanlage, die heute als Amtssitz des Präsidenten dient, über dem Ufer der Moskwa. Verschaffen Sie sich bei einem Rundgang durch das architektonische Zentrum der Stadt einen Überblick, bevor Sie die wunderschönen Kreml-Kathedralen aus der prunkvollen Zarenzeit von Innen besuchen. Am Abend fahren Sie zum Bahnhof, wo Sie Ihr Abteil beziehen.

3. - 5. Tag - Transsibirische Eisenbahn - Irkutsk (ca. 5.155 km) Die Morgensonne kitzelt in Ihren Augen. Ihr Zug fährt durch die weiten Ebenen Altrusslands. Sie queren die Flüsse Wolga und Kama bevor kaum merklich, die Auffahrt zum Ural-Gebirge erfolgt. Genießen Sie in den nächsten Tagen die Annehmlichkeiten Ihres Zuges. Lassen Sie den Blick in die Ferne schweifen und genießen Sie die abwechslungsreiche Landschaft, die an Ihnen vorbeizieht.

6. Tag - Irkutsk Heute Morgen erreichen Sie Irkutsk. Nach dem Transfer zu Ihrem Hotel steht Ihnen der Rest des Tages zur freien Verfügung.

7. Tag - Irkutsk/Listwjanka (ca. 65 km) Heute treffen Sie auf die restliche Reisegruppe (Übergang Grundprogramm). Ihr Tag beginnt mit einer Fahrt nach Listwjanka am Baikalsee, bei der Sie auf die anderen Mitreisenden treffen. Hier erwartet Sie ein typisch sibirisches Dorf, das zwischen bewaldeten Bergen direkt am Ufer des riesigen Sees liegt. Bei einem Spaziergang können Sie sich mit der neuen Umgebung vertraut machen. Sie schlendern über die schmalen Straßen und vorbei an mit Holz verkleideten Häusern. Abendessen und Übernachtung in Listwjanka.

Grundprogramm

1. Tag - Anreise Sie fliegen nach Moskau und weiter nach Irkutsk.

2. Tag - Irkutsk - Listwjanka (ca. 65 km) Am Vormittag landen Sie in Irkutsk, wo Sie von Ihrer deutschsprachigen Reiseleitung in Empfang genommen werden. Anschließend fahren Sie nach Listwjanka am Baikalsee. Hier erwartet Sie ein typisch sibirisches Dorf, das zwischen bewaldeten Bergen direkt am Ufer des riesigen Sees liegt. Bei einem Spaziergang können Sie sich mit der neuen Umgebung vertraut machen. Sie schlendern über die schmalen Straßen und vorbei an mit Holz verkleideten Häusern. Abendessen und Übernachtung in Listwjanka.

3. Tag - Listwjanka Nach einem gemütlichen Frühstück kann der erste Teil Ihrer Reise, die Erkundung Sibiriens, beginnen. Heute dreht sich alles um "die Perle Sibiriens", den Baikalsee. Wussten Sie schon, dass der Baikalsee der tiefste See der Erde ist? Seine tiefste Stelle misst stolze 1.600 m. Zum Vergleich: Der Burj Khalifa - das höchste Gebäude der Welt - würde hier fast zweimal hinein passen! Beim Besuch des Baikal-Museums lernen Sie die Flora und Fauna des Sees besser kennen. Danach steigen Sie in einen Kutter und fahren hinüber zum alten Teil der Bahnstrecke. Genießen Sie die Ruhe und die frische Brise, während Sie sanft über den See gleiten. Wieder an Land erwartet Sie ein romantisches Picknick am Seeufer. Neben landestypischen Spezialitäten können Sie auch ein buntes Folklore-Programm genießen. Nach diesem erholsamen Erlebnis machen Sie sich mit dem Boot auf den Rückweg nach Listwjanka, wo Sie auch heute übernachten werden.

4. Tag - Listwjanka - Irkutsk (ca. 70 km) Am Morgen geht Ihre Reise weiter in das Zentrum Ostsibiriens, die Stadt Irkutsk an der Angara. Auf dem Weg dorthin halten Sie am Ethnographischen Museum für sibirische Holzarchitektur. Sandige Wege führen Sie durch die weitläufige Anlage. Der Anblick der Häuser und Kirchen aus groben Holzbalken versetzt Sie in eine andere Zeit. Nach dieser Reise in die Vergangenheit erreichen Sie Irkutsk, das Sie bei einer Stadtrundfahrt näher kennen lernen. Die Stadt am Baikalsee ist geprägt von prachtvollen Gebäuden und reich verzierten Kirchen, die in einer Vielzahl von Farben schillern. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Schlendern Sie durch die hübsche Fußgängerzone und versorgen Sie sich mit Proviant für die Zugfahrt. Ihr Reiseleiter kann Ihnen sicher ein paar gute Tipps geben, welche örtlichen Spezialitäten Sie unbedingt probieren sollten. Wie wäre es zum Beispiel mit Piroggen? Das sind gebackene Teigtaschen mit Füllung, die von Fisch und Fleisch, über Gemüse bis hin zu süßen Beeren alles enthalten können. Im Rahmen des Ausflugspakets besuchen Sie heute das Dekabristenmuseum, wo Sie in den Genuss eines klassischen Konzerts kommen. Die Dekabristen sind Adlige und Intellektuelle, die wegen ihres Aufstandes nach Sibirien verbannt wurden. Trotz ihrer Verbannung genossen sie bei großen Teilen der Bevölkerung ein hohes Ansehen und gaben den Anstoß für weitere revolutionäre Ideen. Abendessen und Übernachtung in Irkutsk.

5. Tag - Irkutsk - Ulaan Baatar (ca. 1.115 km) Heute beginnt der spannendste Teil Ihrer Reise - die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Für viele erfüllt sich hier ein Lebenstraum! Am frühen Morgen werden Sie zum Bahnhof gebracht, wo Sie Ihre Abteile beziehen. Sie spüren, wie die Räder des Zuges langsam ins Rollen geraten. Und schon sind Sie mitten auf der Transsibirischen Magistrale, der längsten Zugstrecke der Welt. Die Gleise schlängeln sich zunächst am Südufer des Baikalsees entlang. Genießen Sie den Blick auf die vorbeiziehende Landschaft und nehmen Sie Abschied von "der Perle Sibiriens". Nachdem Sie Ulan-Ude passiert haben, folgen Sie der Strecke der Transmongolischen Eisenbahn weiter Richtung Süden. Bei Nauschki erreichen Sie schließlich die russisch-mongolische Grenze. Die häufig wechselnden Landschaften, von den üppigen Wäldern Sibiriens zu den kargen Steppen-Landschaften in der Mongolei, werden sicher auch Sie begeistern! Auf der Weiterfahrt in die mongolische Hauptstadt passieren Sie in der Nacht Suchbatar und Darchan. Ein dampfend heißer Tee bildet den idealen Abschluss für diesen Tag voller wechselnder Eindrücke. Fragen Sie bei Ihrem Zugpersonal danach, sie werden Ihnen gerne einen zubereiten!

6. Tag - Ulaan Baatar - Terelj Nationalpark (ca. 65 km) Am Morgen fährt Ihr Zug in den Bahnhof von Ulaan Baatar ein. Hätten Sie gedacht, dass Sie bereits 1.200 km hinter sich gebracht haben? Ihr nächstes Ziel ist der Terelj Nationalpark. Hier erwartet Sie ein Stück ursprüngliche mongolische Natur. Unter Ihren Füßen spüren Sie das grüne Gras, während Sie Ihren Blick über Bergwälder und schroffe Felsen schweifen lassen. Sie unternehmen eine Wanderung durch diese einmalige Gegend. Vor Ihnen erhebt sich ein gigantischer Felsen. Erinnert er auch Sie an eine riesige Schildkröte? Die Region rund um den Felsen eignet sich hervorragend für eine Wanderung. Abenteuerlustige haben außerdem die Möglichkeit zu klettern und so die zerklüfteten Felsen auch von oben zu bestaunen. Für die heutige Übernachtung erwartet Sie etwas ganz besonderes. Sie schlafen in einem typisch mongolischen Jurten-Camp mitten in der freien Natur. Am Abend bereiten Ihnen die Nomaden ein herrliches Abendessen. Die Sonne verschwindet langsam am Horizont und gibt einen unglaublichen Sternenhimmel preis. Fernab vom Licht und Lärm der Städte genießen Sie diesen fantastischen Anblick und lauschen dem Klang der Stille. Wer weiß, vielleicht sehen Sie sogar eine Sternschnuppe!

7. Tag - Terelj Nationalpark - Gun-Galuut Naturreservat (ca. 100 km) Nach dem urigen Frühstück im Camp brechen Sie auf zum Gun-Galuut Naturreservat. Auf der Fahrt dorthin halten Sie am mächtigen Dschingis-Khan-Denkmal. Das Monument ist mit 30 m Höhe das höchste Reiterdenkmal der Welt. Seine Oberfläche aus Edelstahl glänzt im Sonnenlicht und ist so schon aus der Ferne zu erkennen. Schließlich erreichen Sie das Naturreservat im westlichsten Teil der großen mongolischen Steppe. Hier haben Sie die Möglichkeit, das Reservat vom Rücken eines Pferdes aus zu erkunden. Für Anfänger gibt es Reitunterricht, erfahrene Reiter können einen Ausritt unternehmen (je 1 Stunde). Auch heute Nacht schlafen Sie in einem typischen Jurten-Camp unter freiem Sternenhimmel.

8. Tag - Gun-Galuut Naturreservat - Ulaan Baatar (ca. 140 km) Nach einer erholsamen Nacht in der Ruhe des Naturreservats geht Ihre Reise zurück nach Ulaan Baatar. Während einer ausführlichen Stadtrundfahrt lernen Sie die dynamische Großstadt kennen. Auf einem Hügel im Westen der Stadt erhebt sich das majestätische Gandan-Kloster, der Mittelpunkt des Buddhismus in der Mongolei. Sie schreiten auf das weiße Hauptgebäude zu, dessen pagodenförmiges Dach in den Farben Grün und Rot erstrahlt. Besonders eindrucksvoll ist die 26 m hohe Statue der buddhistischen Göttin Janraisig. Der Anblick des riesigen Monuments aus glänzendem Gold wird sicher auch Ihnen einen Moment lang den Atem rauben. Am Abend tauchen Sie noch tiefer in die Traditionen der Mongolei ein. Eine bunte Darbietung mongolischer Folklore erwartet Sie. Lassen Sie sich von einer Kombination aus Musik, Tanz und Schauspiel verzaubern. Kultur für alle Sinne! Abendessen und Übernachtung in Ulaan Baatar.

9. Tag - Ulaan Baatar - Peking (ca. 1.360 km) Heute beginnt die letzte Etappe Ihrer Erlebnisreise. Am Morgen werden Sie zum Bahnhof von Ulaan Baatar gebracht und beziehen dort Ihre Schlafwagenabteile für die kommende Nacht. Sie folgen den sich windenden Schienen der Transmongolischen Eisenbahn für weitere 1.350 km. Auf Ihrer Reise in den Fernen Osten begleiten Sie unvergessliche Ausblicke. Vor Ihrem Fenster zieht die mächtige Wüste Gobi vorbei. Sie bestaunen geschwungene Sanddünen, zerklüftete Felsen und trockene Ebenen, gespickt mit Viehherden und Nomadenzelten. Am späten Abend erreichen Sie die mongolisch-chinesische Grenze bei Erlian. Nach Abschluss der Einreiseformalitäten führt Ihre Reise weiter durch das eindrucksvolle China. Denken Sie doch mal zurück an den Beginn Ihrer Reise in Sibirien. Unglaublich, wie sehr sich die Landschaft bis hier hin gewandelt hat!

10. Tag - Peking Am frühen Nachmittag erreichen Sie nach fast 2.400 km die chinesische Hauptstadt Peking. Mit Rikschas fahren Sie durch die quirligen Hutongs, die Altstadt-Bezirke der Stadt. Im Anschluss bummeln Sie über die bekannte Wangfujing Straße. Zwischen Geschäften für Kleidung und Touristen-Kitsch führt Sie eine Seitenstraße zu landestypischen Spezialitäten. Können Sie auch schon den Duft von frisch gebratenem Fleisch und Gemüse riechen? Für die ganz Mutigen gibt es hier auch knusprig frittierte Heuschrecken, Skorpione oder riesige Spinnen am Spieß zu kaufen. Die meisten sind, wenn sie sich erst einmal überwunden haben, positiv überrascht! Zum Abendessen erwartet Sie eine originale Peking Ente! Fragen Sie doch mal das freundliche Personal des Restaurants, was die Peking Ente so besonders macht. Übernachtung in Peking.

11. Tag - Peking Der heutige Tag ist voll und ganz der Erkundung der chinesischen Hauptstadt gewidmet. Sie schreiten über den Platz des Himmlischen Friedens auf ein mächtiges Gebäude mit seinem reich verzierten Pagoden-Dach zu. Über dem Tor prangt ein riesiges Portrait des ehemaligen Staatspräsidenten Mao Zedong. Der Weg hindurch führt in die Verbotene Stadt, in der einst die großen Kaiser von China herrschten. Der Zutritt war der einfachen Bevölkerung über Jahrhunderte verwehrt. Sie wandeln auf den Spuren der Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Im Süden der Stadt besuchen Sie den Himmelstempel. Sein Herzstück ist die Halle des Erntegebets mit ihrem runden Grundriss. Die Außenwände und Dächer des Rundbaus sind reich verziert mit Keramik und Holz und strahlen in einer Vielzahl von Farben. Das 3-stufige Fundament besteht gänzlich aus weißem Marmor. Übernachtung in Peking.

12. Tag - Peking - Mutianyu (ca. 70 km) Im Rahmen des Ausflugspakets besuchen Sie heute den kaiserlichen Sommerpalast mit anschließender Bootsfahrt auf dem Kunming-See (bei Buchung bis 31.10.2016 bereits inklusive). Danach erwartet Sie ein absolutes Highlight: Was Sie vor ein paar Tagen nur aus der Ferne betrachten konnten, können Sie heute hautnah erleben – die Chinesische Mauer. Nicht ohne Grund gilt die Große Mauer als größtes Bauwerk der Welt. Sie schlängelt sich auf einer Länge von über 21.000 km durch die grünen Berge Chinas. In der Nähe der Stadt Mutianyu haben Sie die Möglichkeit, dieses Weltwunder der Moderne selbst zu entdecken. Wandern Sie ein Stück entlang der Mauer und genießen Sie den Blick auf die nicht enden wollenden Weiten. Nach dieser unvergesslichen Erfahrung fahren Sie zurück nach Peking und besuchen dort ein Zentrum für traditionelle chinesische Medizin. Zwischen Tiegelchen und Töpfchen werden Ihnen hier die Jahrtausende alten Methoden der chinesischen Heilkunde näher gebracht. Am Abend besuchen Sie eine traditionelle Abendveranstaltung. Lassen Sie sich von der Beweglichkeit der chinesischen Akrobaten verzaubern. Übernachtung in Peking.

13. Tag - Peking - Shanghai (ca. 1.320 km) Am Morgen verlassen Sie Chinas Hauptstadt und fahren mit dem Hochgeschwindigkeitszug in die Metropole Shanghai. Unglaublich, dass dieser Zug die Entfernung von 1.300 km in nur knapp 5 Stunden zurücklegt! In Shanghai angekommen besuchen Sie zunächst die Altstadt und statten dem traditionellen Yu-Garten einen Besuch ab. Bei einem Spaziergang durch die liebevoll gestaltete Gartenanlage kann man wunderbar entspannen und die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren lassen. Sie schreiten über gepflasterte Wege, vorbei an prächtig verzierten Pagoden aus rotem Holz. Über die bekannte Zick-Zack-Brücke gehen Sie weiter zum Huxinting-Teehaus. Unter Ihren Füßen hören Sie das Knarzen der Holzplanken. Wie auch die Brücke steht das wunderschöne Teehaus auf Stelzen im leuchtenden Wasser. Nachdem Sie den traditionellen Teil Shanghais kennen gelernt haben, fahren Sie zur Uferpromenade. Von hier aus haben Sie einen fantastischen Blick auf den modernen Stadtteil Pudong mit seinen gigantischen Wolkenkratzern. Diesen Anblick kennen Sie sicher von Bildern. Mit den eigenen Augen wirkt es jedoch noch eindrucksvoller! Abendessen und Übernachtung in Shanghai.

14. Tag - Shanghai - Tongli - Shanghai - Abreise (ca. 160 km) Nach dem Frühstück im Hotel führt Sie Ihre Reise in das Wasserdorf Tongli. Der Anblick erinnert an ein altchinesisches Klein-Venedig. Auch hier gleiten traditionelle kleine Holzboote über die Wasserstraßen hinweg. Sie besuchen den romantischen Tuisi-Garten, ein wahrhaftes Meisterwerk chinesischer Gartenbaukunst. Lassen Sie Ihren Blick über das harmonische Zusammenspiel aus reich verzierten Pagoden und dem grün schimmernden Wasser gleiten. Die farbenfrohen Koi-Karpfen beim Schwimmen zu beobachten hat eine unsagbar beruhigende Wirkung. Nachdem Sie hier einmal tief durchatmen konnten fahren Sie in den modernen Stadtteil Pudong. Mit dem Bus durch die Straßen zu fahren, am Fuße der gewaltigen, futuristischen Wolkenkratzer entlang, ist wie eine Reise in eine andere Welt. Genießen Sie den unglaublichen Panoramablick von der Aussichtsplattform des Shanghai World Financial Centers. Nach einem letzten Abendessen hier in China werden Sie zum Flughafen gebracht. Jetzt heißt es Abschied nehmen! Mit einem Koffer voller unvergesslicher Erinnerungen treten Sie den Rückflug nach Deutschland an.

15. Tag - Ankunft in Deutschland.