Juli 2012

Ihre Reise führt Sie von Moskau bis zum Baikalsee. Sie erleben echte “Transsib“-Atmosphäre, lernen das traditionsreiche Irkutsk kennen, wandern in der herrlichen Natur des Baikal-Ufers und gewinnen Einblicke in die Lebensweise der Burjaten.

Ihr Chronist

Wie schnell man doch mit dem Flugzeug einen anderen Kontinent erreicht. Viele Male haben wir bisher nach wenigen Stunden asiatischen Boden betreten. Doch diesmal wird alles anders.....

Auf diese Reise möchten wir alle interessierten Berge & Meer Leser mitnehmen. Wir (das sind Michaela und Michael aus dem schönen Ruhrgebiet) wollen Russlands Weite mit der Transsibirischen Eisenbahn erkunden.

Die Transsib „eine Legende“ und längste Eisenbahnstrecke der Welt, die bis Wladiwostok eine Gesamtlänge von 9.288 km hat. Die ersten 5.155 km dieser Strecke werden wir im gemütlichen 2. Klasse Abteil erleben. In Irkutsk verlassen wir den Zug um den Baikalsee mit eigenen Augen zu sehen und Sibirien zu erleben.

Bis Bald von unserer Reise

Michaela und Michael

1. Tag: Nächster Halt „Moskau“

Heute ist es soweit, die Tage der Urlaubsvorfreude und der Urlaubsvorbereitungen sind vorbei, und die notwendigen Visa sind in unseren Reisepässen. Unsere Sachen sind gepackt und eingecheckt. Wir haben doch wohl nichts vergessen, die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn bedarf einer besonderen Packliste – Fensterreiniger und Schaltschrankschlüssel (passt hoffentlich ins Abteilschloss) gehörten jedenfalls noch nie zu unserem Reisegepäck.

Der erste Teil unserer Reise ist ansonsten wie immer – Das Etappenziel Moskau wird mit dem Flugzeug schnell erreicht sein, die Einreiseformalitäten werden sich von den gewohnten Zielen wohl auch nicht so sehr unterscheiden. Ab Moskau jedoch wird unsere Weiterreise zum Baikalsee anders, eher entschleunigt weitergehen. Russland, Sibirien, Baikalsee und endlos weites Land – wie sich das wohl anfühlt diese Entfernung langsam und jeden zurückgelegten Kilometer zu genießen?

Diese Gedanken müssen wir wohl auf später verschieben denn unser Flug wird aufgerufen und die Reise beginnt.

Je langsamer du fährst, desto weiter kommst du.
Russisches Sprichwort

2. Tag: Erster Halt „Moskau“

Heute ist unser zweiter Tag in Russland und wir sind in Moskau. Moskau befindet sich im europäischen Teil Russlands und ist die Hauptstadt der Russischen Föderation. Graues Häusermeer und Servicewüste - das war das Moskau von gestern. Das Moskau von heute ist maßlos und stellt seinen Reichtum gerne zur Schau. Das Moskau von gestern findet man in den Wahrzeichen der Stadt wie dem Roten Platz mit dem Kreml und seinen Kathedralen mit Zwiebeltürmen, nicht zu vergessen das Kaufhaus GUM sowie die wirklich sehenswerten U-Bahnstationen.

Nach unserem ersten Russischen Frühstück beginnt der Tag mit einer Stadtrundfahrt durch eine Stadt, die viel aufregender ist wie wir geglaubt haben. Wir haben bei unser gestrigen Fahrt zu unserem Hotel, durch den ewigen Moskauer Stau genug Muße gehabt einiges schon zu sehen Der Rote Platz, die Basilius Kathedrale die Mauern des Kremls glaubt man durch die Medien schon gut zu kennen, werden aber in Wirklichkeit viel imposanter und lebendiger sein. Doch hierzu mehr, wenn wir in Irkutsk wieder Zugang zum Internet haben.

Unser Tag ist natürlich auch sehr kurzweilig den nach dem Abendessen geht es zum Jaroslawlerer Bahnhof wo wir unsere Abteile in der Transsibirischen Eisenbahn beziehen werden. Die Durchquerung Sibiriens war und ist immer noch ein Erlebnis der besonderen Art. Zwischen 1891 und 1916 wurde die Transsibirische Eisenbahn geplant und verwirklicht. Die Entfernung zwischen Moskau und Wladivostok beträgt 9.300 km wovon wir 5.155 km bis Irkutsk in unseren „hoffentlich“ gemütlichen Zugabteil zurücklegen werden.

Unsere Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn und unsere Eindrücke von Moskau arbeiten wir im Zug auf. In Irkutsk werden wir, wenn auch mit Zeitverzögerung, umfassend davon berichten.

Als Gott die Schätze der Welt verteilte, froren ihm über Sibirien die Hände und er ließ sehr viel fallen.
Sibirisches Sprichwort

3. Tag: Moskau

Wir haben einen langen, mit sehr vielen Highlights vollgepackten Tag in der Hauptstadt Russlands vor uns. Nach dem guten Frühstück geht es um 10.00 Uhr mit dem Bus, der für den heutigen Tag unser Hotel ist, zuerst in die Sperlings-Berge von wo man einen schönen Überblick über Moskau hat.

Weiter geht es zum Neujungfrauenkloster auf dessen Friedhof unter anderem Anton Cechov und Nikita Chruscov begraben sind. Danach stehen Moskauer Kreml, Roten Platz mit der Basilius Kathedrale und den Kaufhaus GUM auf dem Programm.

Nach einer Kaffeepause geht es dann zur Erzengel Michael Kathedrale, die nach der Zerstörung durch die Kommunisten komplett neu errichtet wurde. Ein Einkaufsbummel am alten Arbat, der ersten Einkaufstraße Moskaus beendet den Kurztrip durch Moskau.

Wir haben nur wenig Zeit für diese Stadt voller Geschichte, aber unsere Reiseleiterin Natascha präsentiert Ihr Moskau in dieser kurzen Zeit so, dass man glaubt hier bereits drei Tage zu sein.

Der Zug geht erst um 23.45 Uhr ab den Jeroslawer Bahnhof und wir beschließen den Roten Platz noch einmal in der Abendstimmung zu genießen. Danach geht es mit unserer Transsibreise endlich wirklich los.

Wir verlassen unser fahrendes Hotel und werden mit unserem Gepäck zum Bahnsteig gebracht. Wir müssen noch ein paar Minuten auf den Zug warten, der ab Moskau eingesetzt wird. Wir sehen eine Steinpyramide auf der geschrieben steht: „Moskau Kilometer 0“. Noch 5.155 km bis Irkutsk…..

Hundert Rubel sind kein Geld, hundert Jahre kein Alter, hundert Meilen keine Entfernung.
Sibirisches Sprichwort

3. - 5. Tag: Transsibirische Eisenbahn Moskau-Irkutsk 5.155 km

In den Abendstunden haben wir unser Abteil schnell wohnlich eingerichtet. Die Größe unseres fahrenden Hotelzimmers ist sehr überschaubar. Als der Zug sich in Bewegung setzte funktioniert auch die Klimaanlage, ein wohltuendes Gefühl bei 26˚C Außentemperatur.

Die erste Nacht kann also kommen, vorsichtig probieren wir unsere schmalen Liegen aus. Kann man bei dem Geschaukel wirklich gut schlafen, fallen wir nicht aus den Betten? Am nächsten Morgen stellen wir erfreut fest, dass die Bettschwere die wir durch die Besichtigungstour in Moskau erworben haben für einen guten Nachtschlaf reichte.

Nun müssen wir uns mit den Waschgelegenheiten anfreunden und mit dem Frühstück warten bis unsere Gruppe im Speisewagen an der Reihe ist. Das Frühstück wie auch alle darauf folgenden Mahlzeiten sind einfach, deftig und schmackhaft. Zu den Essenszeiten setzt sich also immer eine Karawane zum Speisewagen drei Waggons weiter in Bewegung und natürlich auch wieder zurück.

Bei der Reinlichkeit fühlt man sich in Kindertage zurück versetzt. Wie hätte es uns erfreut mehrere Tage hintereinander nur eine Katzenwäsche machen zu müssen. Jeder Waggon hat 2 Toiletten mit Waschbecken. Diese werden mehrmals am Tag von unserer Schaffnerin Tatjana gereinigt.

Wir haben Glück, im übernächsten Waggon gibt es eine Dusche. Hier kann man gegen einen kleinen Beitrag von 100 Rubeln Ganzkörperpflege betreiben. Es ist aber nicht immer ein Wagon mit Dusche vorhanden, und die gut kühlende Klimaanlage im Zug führt eher zu Frostbeulen als zu Schweißausbrüchen.

Allmählich gewöhnen wir uns an den Rhythmus der Transsibirischen Eisenbahn: Essen und bei den gelegentlichen Stopps an den Bahnhöfen, bei denen wir den Zug für wenige Minuten verlassen dürfen, immer von den gestrengen Blicken der Schaffnerin verfolgt (denn wir fahren mit dem Linienzug der keine Besichtigungszeiten im Fahrplan vorsieht).

Bei den Zwischenstopps herrscht auf den Bahnsteigen reger Betrieb: Fahrgäste steigen ein oder aus, es wird Obst, Räucherfisch, Pfannkuchen, gefüllte Teigtaschen, Gurken, Wurst, Käse, Brot, Mineralwasser, Bier, Plüschtiere, warme Mützen, Handschuhe, Häkeltücher und Wodka zum Kauf angeboten. Während der beiden ersten Tage unserer Bahnfahrt sehen wir neben den verschiedenen Stationen Birken und Birken und Birken, oh jetzt kommt ein Haus und ein Fluss.

Das Zeitgefühl passt sich den monotonen Fahrgeräuschen der Transsib an „RAPAM, RAPAM, RAPAM“. Unterbrochen wird dieser Trott nur durch Gespräche mit Mitreisenden. Die Transsib wird zwar auch noch von der russischen Bevölkerung genutzt um von A nach B zu fahren, aber es sind überwiegen Leute aus verschiedenen Ländern im Zug. Diese verwirklichen Ihren langgehegten Traum mit der Transsib zu fahren, einfach nur weil es die Transsib ist.

Erst am dritten Tag gesellen sich zu den bereits bekannten Birken auch Nadelhölzer, verschiedene Wildblumen, Hügel, viele Lichtungen, kleine Ansiedlungen und Seen. Große Städte wie Omsk und Novosibirsk versetzten uns in Erstaunen.

Wir dachten 4 Nächte und 3 Tage auf der Transsib werden uns langweilig und monoton. Dies ist nicht eingetreten wir sind einfach nur überwältigt von der Weite des Landes und überrascht unser kleines Abteil schon wieder räumen zu müssen.

Bei uns ist es neun Monate im Jahr kalt und drei Monate saukalt.
Sibirisches Sprichwort

Anmerkung:
Wir hatten auf unserer Fahrt nach Irkutsk eine Durchschnittstemperatur von 30 ˚C - war wohl die Ausnahme der Regel.

6. Tag: Irkutsk

Am frühen Morgen erreicht unser Zug den Bahnhof von Irkutsk. Die örtliche Reiseleitung informiert und, dass erst der Gott des Baikalsees gewürdigt werden will: Der gesamten Reisegruppe wird Wodka eingeschüttet.

Nach einer bestimmten Prozedur muss nun dem Gott des Baikal geopfert werden. Hierfür müssen wir Wodka in alle vier Himmelsrichtungen verteilen. Tja, und der Rest wird ausgetrunken. Wodka schon morgens um 08:00 Uhr, so früh haben wir das Wässerchen in der Transsib nicht getrunken.

Erst gibt es ein ausgiebiges Frühstück mit sibirischen Köstlichkeiten und dann geht es auf zur Stadtrundfahrt. Leider ist uns der Wettergott nicht hold. Es sind keine 20 °C und es regnet immer wieder. Wer hat hier seinen Wodka nicht ausgetrunken???

Wir verlassen immer wieder unseren Bus, um verschiedene Plätze und Kirchen im Zentrum zu besichtigen. So ist die im 18. Jahrhundert unter Einfluss des Moskauer Barocks erstellte “Kathedrale zu Christi Erscheinen“, nachdem sie lange Zeit geschlossen war, heute wieder die wichtigste Irkutsker Kirche.

Als wir die Kirche des Klosters zu Mariä Erscheinen betreten, schlägt uns eine Wolke von Weihrauch entgegen und choraler Gesang erfüllt das Kirchenschiff. Wir sind gerade noch rechtzeitig zum Ende des russisch orthodoxen Gottesdienstes gekommen.

Unsere Stadtbesichtigung unterbrechen wir für einen kurzen Stopp in unserem Hotel, um endlich wieder eine Grundreinigung durchzuführen. Danach geht es zum Essen in ein schönes typisches Irkutsker Holzhaus. Als Vorspeise wird der bekannte Omul gereicht, ein Lachsfisch der nur im Baikalsee vorkommt. Er hat einen milden Geschmack und ist sehr zart, also eine echte Empfehlung.

Gestärkt durch typische Gerichte der sibirischen Küche geht es weiter zum Dekabristenmuseum. Nicht nur die Geschichte von Irkutsk, sondern die ganz Sibiriens, ist eng mit den Dekabristen verbunden.

Am 14. Dezember 1825 (Dezember -> russ. Dekabr -> Dekabristen) erhoben sich adelige Offiziere gegen die Selbstherrschaft des Zaren und gegen die Leibeigenschaft. Diese Offiziere hatten zuvor Napoleon aus dem Land gejagt und verfolgten ihn bis nach Frankreich hinein, wo sie mit den Ideen der französischen Revolution in Verbindung kamen.

Der Dekabristenaufstand war die erste revolutionäre Erhebung in Russland. Dieser Aufstand wurde in kurzer Zeit blutig niedergeschlagen. 1.271 Menschen wurden getötet, darunter 903 Soldaten. Die 5 Anführer wurden hingerichtet und 120 Dekabristen verurteilte der Zar zur Strafarbeit und Verbannung.

Zum Abschluss unserer Stadterkundung besuchen wir den Zentralmarkt. Er ist das Herz der alten Handelsstadt und besteht aus einer Markthalle mit Vorplatz. Auch auf dem Vorplatz werden bei fast jedem Wetter Lebensmittel aller Art angeboten, besonders einheimische Produkte wie Beeren, Pilze und Kräuter werden nur hier angeboten. Leider macht uns das Photographieren bei Regen nicht wirklich Spaß. So hoffen wir morgen für unsere Weiterreise zum Baikalsee auf besseres Wetter.

„Im Schnaps liegt auch Wahrheit - und mit der stößt man überall an“
Sprichwort

Nachtrag:

Morgen geht es zum Baikalsee an dem wir 2 Tage verbringen. Wir wissen noch nicht ob unser Hotel dort bereits an die große weite Welt des Internets angeschlossen ist. Vielleicht gibt es also erst in 3 Tage einen neuen Bericht von uns, wenn wir zurück in Irkutsk sind. Damit die Wartezeit bis dahin nicht so lang wird, hier das Märchen von der Tochter des Baikal.

Die Tochter des Baikal
Der alte Baikal hatte viele Söhne, jedoch nur eine einzige Tochter. Ihr Name war Angara. Er liebte seine Tochter über alles und wollte sich niemals von ihr trennen, deshalb bewachte er sie ständig.

Die Vögel waren es, die der Angara Kunde vom schönen Fluss Jenissej brachte, so dass sie sich unsterblich in ihn verliebte.

Einmal, als der alte Baikal schlief, entfloh die Tochter Angara zu ihrem geliebten Jenissej. Als der Alte erwachte und die Flucht der Tochter entdeckte, wütete er und tobte, ja, er riss einen großen Fels aus den gegenüberliegenden Bergen und warf ihn in den Lauf der Angara, um sie an der weiteren Flucht zu hindern. Aber es war zu spät.

Angara hatte sich schon mit ihrem geliebten Jenissej vereint. Bis heute kann man den Fels im Baikal sehen, und die Angara ist der einzige Fluss, der aus dem Baikal hinaus fließt. Alle anderen Flüsse, die braven Söhne des alten Baikal, fließen in den Baikal hinein.

„Der Fels“, erzählen die Fischer lachend, „ist auch bekannt als Schamanenstein. Aber das ist eine andere Geschichte“.

Aus:
Blaue Karawane Von Moskau an den Amur mit der Märchenerzählerin Maria Schild

7. - 9. Tag: Baikalsee und zurück nach Irkutsk

Unser heutiges Ziel ist die Akademitscheskaja Bucht mit seiner kleinen Ferienanlage in der wir 2 Nächte verbringen werden. Wir verlassen Irkutsk im Regen um das am Angarafluss liegende Freilichtmuseum zu erkunden, das wir nach kurzer Fahrt erreichen. Leider hat der Regen uns begleitet.

Hier sind alte Bauern- und Kosakenhöfe im Original wieder aufgebaut. In der Anlage wird auf anschauliche Weise die Atmosphäre eines sibirischen Dorfes wieder gegeben. Die Häuser sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und vermitteln einen guten Eindruck der altrussischen Siedler und der Kosaken. Es geht weiter zum Baikalmuseum.

Das kleine Museum enthält eine große Sammlung der Pflanzen- und Tierwelt, sowie zur Umweltsituation des Sees und ein kleines Aquarium. Jetzt fahren wir endlich nach Listwjanka, um unsere Reise auf dem „sibirischen Meer“ fort zusetzten.

Der Regen hat aufgehört, denn es regnet fast nie am Baikalsee. Wir haben das Glück an einem der „seltenen Regentage“ hier zu sein. Wir sind gespannt wie unser Schiff aussehen mag. Endlich, der Anleger ist erreicht.

Und jetzt geht das Abenteuer los: Mit reduziertem Reisegepäck und den Rucksäcken dürfen wir mehrere aneinander gereihte Kutter überqueren, bis wir unseren erreichen. Es ist schon spannend beim Wechsel der Kutter jeweils mit einem Bein auf dem Deck eines Kutters zu stehen, und immer zu hoffen dass die Kutter nicht auseinander driften.

Als wir unser Ziel erreichen, befinden wir uns auf einem zum Touristenbus umgebauten Fischkutter. Leider ist der Fischkutter eine Nummer zu klein gewählt. Nicht alle Mitreisenden finden im geschützten Innenraum einen Platz. Das ist schade, die Außentemperatur an Land liegt unter 20°C und auf dem See ist es wesentlich kälter.

Das Catering ist hervorragend und im gewohnten Transsibstil: Plastiklöffel, Plastikgabel, Plastikteller und einem schwankenden Schiff. Das Gericht besteht aus Brot, gemischtem Salat, einer Gemüsesuppe, Curryreis mit Fleischklössen, Tee und natürlich Wodka. Wir rücken eng zusammen, und werden von der Crew mit heißem Tee, Gebäck und natürlich Wodka während der 5-stündigen Fahrt auf dem Baikalsee bei Laune gehalten.

Langsam wird uns bewusst wie riesig der Baikalsee wirklich ist. Die Landschaft verändert sich von Stunde zu Stunde nur unwesentlich, eine Steilküste, Wald der bis zum Wasser reicht, manchmal eine Sandbucht und noch seltener einige Häuser. Endlich kommt unser Ziel in Sicht, die nur vom Wasser aus erreichbare Akademitscheskaja Bucht.

Sie ist 120 km von Irkutsk und 10 km vom nächsten Dorf entfernt. Es ist der einzige Ort Ostsibiriens, der im Jahresschnitt eine Temperaturbilanz über dem Nullpunkt hat – genau plus 0,4 Grad. Noch dazu gibt es hier so viele Sonnentage wie an der Schwarzmeerküste.

Wir laufen in die Bucht ein und der Landungssteg wir steil zum Strand herab gelassen. Über diesen steilen schmalen Steg müssen wir mit unserem Gepäck hinab balancieren um das feste Land zu erreichen. Es erscheint uns wie eine Kür am schräg gestellten Schwebebalken, die wir glücklicherweise mit Erfolg bewältigen.

Wir richten uns in unserem kleinen Bungalow mit Seeblick ein und werden hierbei von viel zu lauter russischer Discomusik begleitet. Ein Gitarrenabend mit russischen Balladen löst diese Russendisko glücklicherweise ab.

Am folgenden Tag lächelt uns die Sonne wieder an und wir beschließen nicht an einer der zahlreichen Wanderungen durch das Naturschutzgebiet teilzunehmen, sondern den Tag für andere wichtige Dinge wie Kieselsteinen suchen, mit den Füssen die Temperatur des Wassers prüfen und die Qualität der Sonnenliegen testen, zu verbringen.

Am Abend gibt es ein Lagerfeuer zu dessen Beginn wir nach Burjatischer Sitte in einer Zeremonie den alten Baikal ehren. Es wir hierzu über dem Feuer Wasser für einen Kräutertee erhitzt und uns gereicht und natürlich Wodka (übrigens das Teewasser wird frisch aus dem Baikalsee geschöpft). Warm in Decken gehüllt und immer eine Tasse Tee in der Hand lauschen wir mehrere Stunden den von Gitarrenmusik begleiteten russischen Liedern.

Nach einer kurzen Nacht wird es wieder Zeit die Sachen zu packen. Ein letzter Spaziergang am Seeufer und am Mittag geht es mit dem Katamaranschnellboot im Eiltempo zur nächsten Siedlung Bolschoje Goloustje. Wir fahren von hier mit Kleinbussen zurück nach Irkutsk.

Der Großteil unserer 2-stündigen Fahrt geht über holprige sehr staubige Pisten mit gewaltigen Schlaglöchern. Der abenteuerliche Fahrstil unseres Wagenlenkers entspricht dem typischen Stil des asiatischen Kontinents.

Wir fahren an kleinen Dörfern, schmalen Flüssen, riesigen Blumenwiesen, Feldern und Wäldern vorbei, Und wieder wird uns die endlose riesige Weite und Einsamkeit Sibiriens bewusst. Kurz nachdem wir die Piste gegen eine asphaltierte Straße tauschen finden wir auch den Feierabendstau in Irkutsk.

Noch eine Fahrt durch das Einbahnstraßengewirr der Stadt haben wir unser kleines Hotel in der Altstadt erreicht. Wir husten den Staub aus der Lunge, klopfen das zu gestaubte Reisegepäck ab, wechseln die verschwitzte Kleidung und begeben uns vor der Nachtruhe noch auf einen Abendspaziergang durch das alte Irkutsk.

10. Tag: Ust-Orda und zurück nach Irkutsk

Wo du keinen Grund erkennst, sollst du nicht durchs Wasser laufen wollen. Sibirisches Sprichwort

Der letzte Tag unserer Rundreise von Moskau nach Sibirien ist angebrochen. Der laut Wetterbericht versprochene Sonnenschein lässt noch auf sich warten, aber die Temperatur liegt bei angenehmen 21 °C. Wir besteigen unseren bequemen Reisebus, um in das autonome Gebiet der Burjarten nach Ust-Orda zu fahren.

Nachdem wir Irkutsk verlassen haben, kommt uns das vorbeiziehende Landschaftsbild sehr bekannt vor: Birken und Birken und Birken nur unterbrochen von einigen Lärchen. Dann verändert sich die Landschaft schlagartig. Es gibt kaum noch Bäume und in der Ferne sind kleine Ansammlungen von Holzhäusern zu sehen. Wir haben die sibirische Steppe erreicht, und schließlich überschreiten wir am Reiterdenkmal die Grenze zum autonomen Gebiet.

Genauso verschieden wie die Möglichkeiten der Namensfindung für den Baikalsee, setzt sich auch die Bevölkerung in der Baikalregion zusammen. Die Urbevölkerung setzt sich aus Abstammungen mongolischer Volksgruppen zusammen. Es sind dies hauptsächlich Burjaten, Jakuten und Ewnken. Im 17. Jahrhundert kamen die Russen hinzu. Die flächendeckende Besiedlung erfolgte aber erst mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts. Überall am Baikal kann man die Traditionen und die Bräuche der Ureinwohner erleben. Sie waren und sind Anhänger von Burkhan, dem Gott der Burjaten.

An Bäumen sieht man Papierstreifen wehen. Einst schrieb man Gebete auf solche Papiere und band sie dann an Äste, damit der Wind die Gebete weitertragen sollte. Ein anderer Brauch ist es, von jeder Flasche Wodka einen kleinen Schluck dem Erdboden oder dem Baikal zu opfern.

Die Burjaten sind eines der zahlreichen Völker von Sibirien. Die Ust-Orda Region ist dadurch interessant, dass hier von Generation zu Generation die traditionelle burjatische Kultur übergegeben wird. Wir besuchen das wunderschöne kleine Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt zur Kultur und Lebensweise der Burjaten. Im Anschluss werden wir mit den burjatischen Schamanenritualien bekannt gemacht.

Der sibirische Schamanismus prägt immer noch stark das Bild des Schamanen, da er seit dem Ende des 17. Jahrhunderts, als Reisende aus Sibirien und Innerasien erstmals darüber berichteten, als Urbild angesehen wurde. Erst im 20. Jahrhundert erkannte man die Ähnlichkeiten mit Erscheinungen in vielen anderen Regionen der Erde.

Die Burjaten begrüßen uns in Ihrer traditionellen Tracht und der Schamane erklärt uns das Begrüßungsritual für Gäste, bevor diese ein burjatisches Haus betreten dürfen. Er weist uns auch darauf hin, dass es bestimmte Körperhaltungen gibt die schlecht für die Gesundheit des Herzens, Magens, Leber ….. sind. Wir lieben viele dieser Körperhaltungen, da sie bequem sind. Wenn wir den Schamanen richtig verstehen, müssten wir also schon schwer krank oder gar Tod sein. Anscheinend haben wir einen sehr starken resistenten Körper.

Die Burjaten führen weiterer traditioneller Rituale (z.B. Ausschnitte aus dem Hochzeitsritual) vor und singen die dazu gehörigen Lieder. Im Anschluss können wir traditionelle burjatische Speisen kosten. Jetzt geht es wieder zurück nach Irkutsk und der letzte Tag unserer Reise neigt sich dem Ende.

Die Reisetaschen werden gepackt, der letzte Blog geschrieben und morgen geht es über Moskau zurück nach Deutschland. Wir sind schon gespannt wie ein sibirischer Flughafen aussieht.

„Die Eisenbahn. Das ist noch eins der letzten großen Abenteuer. Einmal im Leben muss man da drauf. Auf die Transsibirische Eisenbahn“
Hardy Krüger

Zum Schluss unserer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn noch eine Liste von Büchern die für unsere Reise wichtig waren und uns inspirierend waren:

  • Transsib Handbuch für individuelles Entdecken von Doris Knop erschienen im Reise Know How Verlag Peter Rump GmbH
    ISBN 978-3-8317-2011-8

  • Transsib von Moskau nach Peking von Pia Thauwald erschienen im Reise Know How Verlag Peter Rump GmbH
    ISBN 3-8317-1048-1

  • Transsib-Lesebuch von Hans Engberding, Bodo Thöns (Hrsg.) erschienen im Tescher Verlag
    ISBN 3-89794-011-6

  • Transsibirische Eisenbahn Geschichte und Geschichten von Tatjana Kuschtewskaja erschienen im Wostock Verlag
    ISBN 3-932916-17-4

  • Die Transsibirische Eisenbahn Hörbuch mit musikalischer Begleitung von Elena Nikolaevna Knauder erschienen im ELENA Verlag
    ISBN 978-3-9502255-1-8

  • Blaue Karawane – Von Moskau an den Amur mit der Märchenerzählerin Maria Schild erschienen im Verlag Hans Schiler
    ISBN 3-89930-022-X (erhältlich nur noch als Remitende)

  • Sibirienfahrt von Hardy Krüger erschienen im Bertelsmann Verlag GmbH / Blanvalet Verlag GmbH München
    ISBN 3-7645-03174-8 (erhältlich nur noch als Remitende)

  • Duschenkrieg – Eine transsibirische Reise von Susanne Jaspers
    ISBN 978-2879542218

Unsere Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

11. Tag: Die Heimreise und das Resümee

Am frühen Morgen geht es zum Flughafen von Irkutsk. Es ist ein übersichtlicher kleiner aber moderner Provinzflughafen. Nach dem Einchecken begeben wir uns in die schon mit ziemlich vielen Menschen gefüllte Abflughalle. Langsam wabern vom Baikal her Nebelschwaden auf das Flughafengelände zu.

Der Nebel wird immer dichter und kein Flugzeug geht mehr 'raus oder kommt 'rein. Wir hatten ja schon gelesen, dass die Sibiria Airlines oft Verspätung hat. Es wird aber nie erwähnt, dass es sich hierbei meist um wetterbedingte Verspätungen handelt. So warten wir geduldig und lassen unsere Reise nochmal Revue passieren:

Ein Tag Moskau war natürlich viel zu kurz, aber das war ja auch nur der Startpunkt unserer Reise nach Sibirien. Die Zeit in der Transsib ist wie im Fluge vergangen, und wir wären am liebsten bis Wladiwostok oder alternativ bis Beijing sitzen geblieben. Es war die richtige Entscheidung den Aufpreis für die 2er Belegung des 2. Klasse Vier – Bett Abteils zu zahlen. Mit 4 Personen ist es in dem Abteil sehr eng, aber das ist Geschmackssache.

Wir hatten vor unserer Reise schon viel über Sibirien gelesen und im Fernsehen gesehen, aber diese endlose Weite konnte man sich vor der Reise nur annähernd vorstellen. Erst jetzt ist uns die extreme Größe dieses Landes klar. Auch der Baikal als größter Süßwasser See der Erde war sehr beeindruckend.

Uns hat an der Reise hauptsächlich die Transsibfahrt gereizt. Rechnen wir also für die 5155 km von Moskau bis Irkutsk unseren Reisepreis auf den km pro Person um, ergeben sich Reisekosten von rund 0,47 Euro pro gefahrenen Kilometer in der Transsib. Hiervon war aber jeder Cent gut angelegt! Dies war nicht unsere letzte Fahrt mit der Transsib und auch in Sibirien gibt es noch viel zu entdecken.

Endlich wird unser Flug aufgerufen. Wir starten mit 1,5 Stunden Verspätung nach Moskau. Glücklicherweise ist unser Zeitfenster für den Anschlussflug von Moskau nach Deutschland groß genug. In Moskau angekommen irren wir kurz über den Flughafen Domodedowo bis wir den für uns gültigen Transitbereich gefunden haben.

Nachdem wir unseren Air Berlin Flieger nach Düsseldorf bestiegen haben, dürfen wieder warten. Rund um Moskau hat sich eine Schlechtwetterfront gebildet und wir erhalten erst nach einer Stunde die Startfreigabe.

Auf dem Gepäckband am Zielort sind unsere Reisetaschen glücklicherweise bei den ersten Gepäckstücken. Mit diversen Wartezeiten haben wir vom Hotel in Irkutsk bis nach Hause 18 Stunden benötigt und 4 Zeitzonen durchflogen. Naja, man soll ja für die Rückreise immer einen ganzen Tag einplanen und von Irkutsk nach Düsseldorf sind es immerhin ca. 6.220 km Luftlinie. Sibirien-Deutschland ist also schon eine echte Fernreise.

Zum Abschluss noch einige Impressionen unserer Reise und das Rezept für Blinis.

Rezept für Blinis
Die russischen Pfannkuchen heißen Blini (oder liebevoll Blintschiki). In Russland serviert man Pfannkuchen oft gefüllt oder faltet Blini zusammen und tunkt sie in saure Sahne.

Zutaten (für 4-6 Personen):

  • 300 g Weizenmehl
  • 500 ml Milch
  • 25 g Hefe
  • 25 g Butter
  • 100 ml Sahne
  • 2 Eier
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Salz Öl zum Braten

Der Teig für die russischen Pfannkuchen Blini wird traditionell 5-6 Stunden vor dem Braten zubereitet. Damit die Pfannkuchen schön dickflüssig werden, sollte das Verhältnis zwischen Mehl und Flüssigkeit in etwa 1:1 sein. Dabei versteht man unter "Flüssigkeit" nicht nur Milch, sondern auch Butter, Eier, Sahne und Hefe. Bei der Zubereitung von Blini ist es außerdem wichtig darauf zu achten, dass,

  1. die Hefe ganz frisch ist und nicht zuviel Hefe verwendet wird,

  2. der Teig jedes Mal sehr sorgfältig vermischt wird (es dürfen kleine Klümpchen drin bleiben)

  3. geschlagener Eiweiß in die Sahne gegeben wird (und nicht umgedreht!). So werden die Pfannkuchen besonders zart.

Hefe mit Milch verrühren, die Hälfte vom Mehl und weiche Butter hinzufügen und ca. 30 Minuten gehen lassen. Das Eigelb vom Eiweiß trennen und Eigelbe mit Zucker verreiben. Die Sahne steif schlagen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig in geschlagene Sahne unterrühren. Den Teig umrühren, das restliche Mehl, Salz, Eigelb mit Zucker hinzufügen und alles gut durchmischen. Die Sahne-Eiweiß-Mischung unterrühren. Den Teig noch mal gehen lassen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Mit einem Schöpflöffel den Teig nehmen und dünn auf der Pfanne verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten braten.

Traditionell essen die Russen Blini gefüllt. Die beliebtesten Pfannkuchen-Füllungen sind aus Fleisch oder Quark.

Fleischfüllung:

  • 500 g Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • 100 ml Fleischbrühe
  1. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel fein hacken und darin glasig braten.

  2. Hackfleisch hinzufügen und fertig braten.

  3. Zum Schluss Fleischbrühe dazu gießen, so dass die Fleischfüllung saftig, aber nicht zu flüssig wird.

  4. Mit einem Esslöffel in die Mitte des Pfannkuchens geben, den Pfannkuchen wie ein Umschlag falten und von beiden Seiten anbraten.

Quarkfüllung:

  • 300 g Quark
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL saure Sahne
  • 2 Eigelb
  • 1 TL geriebene Zitronenschale
  • Salz
  1. Quark mit Zucker verreiben.

  2. Eigelbe, saure Sahne, geriebene Zitronenschale hinzufügen und alles gut durchmischen.

  3. Mit einem Esslöffel in die Mitte des Pfannkuchens geben, den Pfannkuchen wie ein Umschlag falten und von beiden Seiten anbraten.

Ihr Reiseverlauf

Reise zur Perle Sibiriens! Erleben Sie auf dieser einzigartigen Reise eine Fahrt mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn. Über 9.000 km führt die Transsibirische Magistrale, die längste Eisenbahnverbindung der Welt, durch die Weiten Russlands und Sibiriens von Moskau bis nach Wladiwostok.

1. Tag - Anreise.
Flug nach Moskau, Empfang am Flughafen und Transfer zu Ihrem Hotel. Abendessen und Übernachtung in Moskau.

2. Tag - Moskau.
Ihr Tag beginnt mit einer Stadtrundfahrt durch Russlands geschichtsträchtige Hauptstadt, während der Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen lernen. Sie sehen unter anderem den Roten Platz, die Basilius-Kathedrale, die Kremlmauer, die einstige KGB-Zentrale Lubjanka und das neue Stadtviertel Moskau City. Anschließend besichtigen Sie den Kreml und eine der prachtvollen Kreml-Kathedralen. Sie spazieren über den Roten Platz und durch das Altstadtviertel Kitai-Gorod und haben die Möglichkeit zu einem Bummel durch das Kaufhaus GUM. Nach dem Abendessen Transfer zum Jaroslawler Bahnhof und Bezug der Zugabteile.

3. - 5. Tag - Transsibirische Magistrale (ca. 5.155 km).
Die kommenden Tage verbringen Sie im Zug auf der weltlängsten Eisenbahnverbindung, der Transsibirischen Magistrale. Die Fahrt führt Sie durch die Städte Jekaterinburg, Omsk, Nowosibirsk und Krasnojarsk bis nach Irkutsk. Genießen Sie die faszinierenden Landschaften bei der Überquerung von Wolga, Irtysch, Ob und Jenissej.

6. Tag - Irkutsk.
Am Morgen erreichen Sie Irkutsk. Das Zentrum Ostsibiriens an der Angara gehört zu den ältesten und schönsten Städten in Sibirien. Während einer Stadtrundfahrt lernen Sie Irkutsk näher kennen. Danach besichtigen Sie das Dekabristenmuseum. Abendessen und Übernachtung in Irkutsk.

7. Tag - Irkutsk - Listwjanka - Baikalskie Djuni (ca. 140 km).
Mit dem Bus fahren Sie zum schönen Baikalsee, in das typisch sibirische Dorf Listwjanka. Sie besichtigen das Ethnographische Museum für sibirische Holzarchitektur und unternehmen anschließend einen Spaziergang durch das Dorf. Im Baikalmuseum erfahren Sie dann mehr über die Tier- und Pflanzenwelt des Sees, die Sie später bei einer ca. 5-stündigen Kutterfahrt über den See zur Bucht Akademitscheskaja selbst bewundern können. Abendessen und Übernachtung im schön gelegenen Holzhaus-Hotel Baikalskie Djuny.

8. Tag - Baikalskie Djuni.
Der Tag beginnt mit einem ausführlichen Spaziergang entlang des Sees, bei dem Sie diesen näher erkunden können. Am Nachmittag haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Später erwartet Sie ein romantisches Picknick mit Lagerfeuer direkt am See. Übernachtung im Hotel Baikalskie Djuny.

9. Tag - Baikalskie Djuni - Bolschoje Goloustje - Irkutsk
(ca. 260 km)

Mit dem Schiff fahren Sie heute zur Siedlung Bolschoje Goloustje, die direkt am Baikalsee liegt. Danach geht es mit dem Bus zurück nach Irkutsk. Am Nachmittag besuchen Sie einen traditionellen Bauernmarkt. Abendessen und Übernachtung in Irkutsk.

10. Tag - Irkutsk - Ust-Orda - Irkutsk (ca. 160 km).
Am heutigen Tag lernen Sie die Tradition der Burjaten, der Urbevölkerung des Baikals näher kennen. Sie unternehmen einen Ausflug in das 80 km entfernte Ust-Orda, den Hauptort des autonomen Gebietes der Burjaten. Nach Ihrer Ankunft wird Ihnen ein typisch burjatisches Mittagessen serviert. Im Anschluss können Sie eine farbenfrohe Folklore-Vorstellung genießen. Am Nachmittag besichtigen Sie das burjatische Nationalmuseum, bevor Sie wieder nach Irkutsk zurückfahren. Abendessen und Übernachtung in Irkutsk.

11. Tag - Abreise.
Am Morgen Transfer zum Flughafen und Rückflug über Moskau nach Deutschland.