Juni 2017

Interessante Städte, prachtvolle Bauwerke und eine unberührte Natur machen diese Reise zu einem Erlebnis. Begleiten Sie unsere Chronistin auf den schönsten Wanderpfaden im Baltikum - was wird am Ende Ihr persönliches Highlight sein?

Ihr Chronist

59 Jahre, wohnhaft in Mönchengladbach
1 Tochter, verheiratet, mit Enkelin (1 ½ Jahre) in Berlin - auch immer eine Reise wert!
Beruf: Leiterin Verkauf/Export von Ersatzteilen für Textilmaschinen weltweit
Hobbies: Reisen, Sport, Lesen, Schreiben für das Niers-Magazin, Mönchengladbach

Schon immer bin ich gerne gereist, mal nah - mal etwas weiter weg. Seitdem ich nicht mehr auf die Schulferien angewiesen bin, stehen Fernreisen vermehrt auf meinem Programm.

Ich interessiere mich für Land und Leute, auch abseits der normalen Routen - eben das natürliche und wahre Leben mit Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Diese Eindrücke und Erlebnisse bleiben in Erinnerung, da ich inzwischen auch immer mein "Reise-Tagebuch" führe, zusätzlich recherchiere und für ein kleines Magazin meine Reiseberichte schreibe. Nun freue ich mich, auch für Berge & Meer als Chronistin berichten zu dürfen.

1. Tag: Anreise

Abends erfolgte der Flug ab Frankfurt nach Riga, Lettland. Ankunft gegen 21 Std. Die Uhr wurde um 1 Std. vorgestellt. Nachts wird es nicht richtig dunkel, denn wir haben Mittsommer/ Johannisnacht oder Sommersonnenwende vom 21.- 23. Juni. Das wird jedes Jahr ausgelassen gefeiert. Während der sowjetischen Zeiten war die Feier nicht erwünscht. Heute noch wird gesungen, getanzt, gelacht, übers Feuer gesprungen, Kränze geflochten, Gedichte vorgelesen und Märchen erzählt, z. B. "die Farnblüte". Das Märchen beginnt am Vorabend des Johannistages, nett zu lesen! Die erste Übernachtung haben wir im Hotel Elefant.

2. Tag: Riga - Pärnu - Tallinn

Abfahrt um 9 Std. Richtung Estland zur mittelalterlichen Stadt Tallinn. Eine kleine Rundfahrt vorab durch Riga, der Jugendstilperle, die wir am Ende unserer Reise noch ausgiebig kennen lernen werden. Unsere Reiseleiterin - kurz Anna - erzählt uns während der Fahrt entlang der Rigaer Bucht viel über Geschichte und kulturellen Besonderheiten der ehemaligen Sowjetrepubliken. Die Wassertiefe in der Bucht ist nur 60 Meter. Da viele Flüsse einmünden, hat das Wasser weniger Salzgehalt. Der Strömling, der kleine Bruder des Ostseeherings, ist hier eine Spezialität, gegessen auf Roggenbrot. Uns fallen die Busse noch mit Oberleitung auf. Wir erfahren, dass der deutsche Komponist Richard Wagner zwei Jahre in Riga gelebt hat und dort im Juni 1837 eine Stelle als Kapellmeister angenommen hatte. Die Stadt war von Zaren beeinflusst, vier Jahre war im 1. Weltkrieg die Front in Riga wodurch vieles zerstört wurde.

Lettland hat eine bewegte Geschichte. Es gab bis zum Ende des 1. Weltkrieges kein eigenes Staatswesen. Dann erwachte allerdings das Nationalgefühl der bis dahin vom Deutschen Orden und vom russischen Reich geführten Letten. Gebiete des Baltikums wurden umstrukturiert und die Unabhängigkeit des Staates Lettland wurde im November 1918 erklärt.

Nach vielen durch Krieg und Besatzung geprägten Phasen wurde 1991 offiziell die Unabhängigkeit Lettlands wieder hergestellt. Seit 1991 sind alle baltischen Staaten Mitglieder der EU. Es gibt eine Verschmelzung aller Kulturen und Nationalitäten, Schulen z. B. für Juden, Deutsche, Engländer, Polen, Russen. Heute leben in Lettland 2.2 Mio. Menschen, davon 700.000 in Riga. Im modernen Teil sind Einkaufzentren entstanden, die die ganze Woche geöffnet haben. Die Staatssprache ist Lettisch.

Wir erreichen Estland (Estonia) mit seinen insgesamt 1.5 Mio. Einwohner. Über 40 % sind Minoritäten (Finnland, Schweden, Russland). Rohstoffe waren vorhanden, wodurch die Arbeiter ins Baltikum kamen. Die Geschichte und das organisierte Christentum ähnelt Lettland. Estland hat mit Dänemark große Verwandtschaft, siehe die Hauptstadt Tallinn: Ta (von Dänen), Linn = Stadt. Es ist eine historische Verbindung, Indogermanische Sprache. Natur pur - 30 Menschen kommen auf 1 Quadratkilometer. Wir kommen zum Traditionsbadeort Pärnu mit einem langen weißen Sandstrand. Es ist ein Kurort mit Kurhäusern, Moorbädern usw. und somit der Hauptsommersitz Estlands. Ab 1991 fielen die Russen weg, jetzt kommen viele Skandinavier. Nach einer Strandwanderung gehen wir durch das Tallinner Tor. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist das einzige erhaltene Walltor im Baltikum. In der Altstadt bewundern wir die orthodoxe Katharinenkirche von Pärnu, die auf Veranlassung der russischen Zarin Katharina II im Jahr 1768 erbaut wurde.

Weiter geht es bis Tallinn. Die Geschichte von Tallinn reicht bis ins Jahr 1229 zurück. Es ist eine Hansestadt mit großem Hafen. Ca. 300 Kreuzfahrtschiffe legen hier an. Damit ist Tallinn die Nummer Zwei der am meisten besuchten Hafenstädte in Europa, nach Lissabon. Es verkehren Fähren nach Helsinki, das bedeutet, preiswerte Einkäufe für Skandinavier, z. B. Alkohol. Auch viele russische Gäste kommen, vor allem Weihnachten. Die orthodoxen Juden feiern später. Tallinn ist die bedeutendste mittelalterliche Hauptstadt. Das Zentrum ist geprägt von gotischen Wohnhäusern, kunstvoll gearbeiteten Portalen und barocken Kirchen. Der "Lange Hermann" ist ein Wehrturm. Die in 95 Meter Höhe wehende Flagge symbolisiert die in Estland geltende Staatsmacht. Die blau-schwarz-weiße estnische National- und Staatsflagge wurde hier erstmals am 12. Dezember 1918 und dann erst wieder nach der sowjetischen Okkupation am 24. Februar 1989 gehisst. Die "Dicke Margarethe" gehört zur Stadtbefestigung und zählt ebenfalls zu den vielen Türmen Tallinns. Sie macht ihrem Namen mit einem Durchmesser von 25 Metern alle Ehre, wobei dieser Turm nur 20 Meter hoch ist. Vom Domberg aus hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt und den Hafen. Zum Abschluss des Tages folgen wir auf einem Spaziergang den Spuren von Zar Peter I durch den Schlosspark des Barockschlosses. Check-in im Hotel Dzingel, wohl das "einfachste" Hotel der Rundreise.

3. Tag: Tallinn - Nationalpark Lahemaa - Tartu

Der Nationalpark Lahemaa steht auf dem Programm. Es regnet! Trotzdem wandert unsere 25-köpfige Gruppe erstmal über einen Bretterpfad durch das Hochmoor von Viru Raba. Es gibt viele außergewöhnliche Pflanzen wie die Wollblume, Minibirken, Moltebeeren, wilder Rosmarin. Diese Pflanzen werden auch als wirksame Heilkräuter eingesetzt. Leider kommt die mystische Schönheit des Moores bei diesem Wetter nicht so richtig zur Geltung.

Anschließend geht es zum Gut Palmse, das aus dem 13. Jahrhundert stammt. Es wechselte mehrfach den Besitzer und verfiel teilweise stark. Das Herrenhaus, wie es heute besichtigt werden kann, wurde 1785 vollendet. Nach ausgiebigen Renovierungsarbeiten von 1975 - 1985 traten auch die Wandmalereien wieder hervor. Nach dieser Besichtigung fahren wir zur runden Bucht von Käsmu, wo es viele riesige Findlinge zu bestaunen gibt, leider auch noch im Regen. Das Herrenhaus Vihula wird zum Schluss besichtigt. Die Fahrt zu unserem nächsten Hotel Tartu wird durch eine riesige Baustelle verzögert.

4. Tag: Tartu - Turaida - Sigulda

Die Sonne scheint! Das lässt die Stimmung wieder steigen. Es gibt zwar kein schlechtes Wetter, höchstens schlechte Kleidung, aber bei Sonnenschein sieht doch alles viel freundlicher aus! Wir sind in der weltweit auf Platz 347 liegenden, sehr angesehenen Universitätsstadt Tartu. Es ist eine richtige Studentenstadt! Hier kann das Studium auch in englischer Sprache absolviert werden, gute Bildung ist gewährleistet. Natürlich lockt die historische Altstadt mit einem hübschen Brunnen vor dem Rathausplatz. Auf dem Domberg befindet sich ein großer Park, in dem noch die beeindruckenden Ruinen der Domkirche erforscht werden können! Die Johanniskirche, ein Zeugnis der Backsteingotik in Nordeuropa, beeindruckt mit ihren über 1.000 noch erhaltenen Terrakotta-Figuren. Der Stadt Tartu wurde der Ehrentitel verliehen. Die baltischen Staaten haben im Vergleich zur ehemaligen Sowjetunion einen höheren Lebensstandard. An der ganzen Ostsee waren Militärzonen. Dies ist auch der Grund für viele deutsche Gräber - die Deutschen waren ja die Feinde! Vieles ging verloren zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Auch die Kirchenbücher wurden zerstört, was eine Ahnenforschung aus deutscher Sicht schwierig macht.

Wir erreichen die Grenze zu Lettland, Fahne rot-weiß-rot. Auf dem Weg nach Turaida sehen wir viele Storchennester. Von weitem ist auch schon ein Blick auf die rotbraune Bischhofsburg zu erhaschen, die wir sportlich erklimmen. Von oben haben wir einen tollen Ausblick über das Gauja-Tal mit seinen wilden Fluss-und Waldlandschaften. Als nächstes steht eine Wanderung zur Gutmannshöhle an, der größten Höhle im Baltikum. Zum Abschluss des Tages unternehmen wir noch eine zweistündige Wanderung durch den Wald - Mücken sind unsere Wegbegleiter - über viele Stufen wieder hoch zu den Burgruinen von Sigulda. Von oben haben wir wieder eine tolle Aussicht. In Sigulda angekommen checken wir im Hotel Segevold ein. Erster Eindruck sehr gut, Service und Essen lassen dann doch etwas zu wünschen übrig.

5. Tag: Sigulda - Vilnius

Aufbruch von Sigulda. Ein erster Stopp noch an den Wintersportstätten. Die Bob- und Rennschlittenbahn "Sigulda" für Männer und Frauen wurde 1986 eröffnet, in sowjetischen Zeiten wurde hier allerdings schon um Medaillen gekämpft. Sie ist sowohl für Profisportler als auch für Touristen zugänglich. Jedes Jahr finden hier nationale und internationale Wettbewerbe statt. Im Sommer wird das Angebot durch die Sportart "Canopy" erweitert, das lässt den Adrenalinspiegel steigen!

Wir passieren Bauska, den letzten Ort vor der Grenze zu Litauen. Eine orthodoxe Kirche mit blauen Zwiebeltürmen fällt uns auf. In Litauen befindet sich ein Flughafen/Gelände der NATO. Die Bundeswehr verstärkt hier die Truppenpräsenz in Osteuropa mit deutschen Soldaten am Stützpunkt Rukla. Insgesamt wird der Einsatz der Grenzsicherung zu Russland positiv bewertet. Litauen war das letzte heidnische Land, sehr mächtig im Mittelalter. Nach ca. 350 km Fahrt erreichen wir die barocke Hauptstadt Vilnius. Zuerst sehen wir viele Plattenbauten, errichtet für die Arbeiter zum Aufbau der Industrie nach dem 2. Weltkrieg. Die Stadt ist hügelig, die Altstadt wie eine Mulde, gelegen an der Mündung zweier Flüsse. Dann verstehen wir auch, warum Vilnius "das Rom des Nordens" genannt wird: eine Prachtstraße, das KGB-Museum, herrlich restaurierte Bürger- und Kaufmannshäuser, Klöster mit verwinkelten Innenhöfen, die über 500 Jahre alte Universität - eine Stadt in der Stadt. Ganz sicher aber nicht zu vergessen, die mehr als 30 Kirchen! Angeblich kann man von fast jeder Lage der Stadt mindestens vier Kirchtürme sehen. Sehr auffällig ist die Kathedrale St. Stanislaus, die mit ihren weißen Säulen ehr an einen griechischen Tempel erinnert. Zugleich wachsen in dieser Stadt Hochhäuser aus Glas. Zahlreiche Architekturstile verschmelzen miteinander. Einen Rundgang durch die Altstadt mit den kleinen Cafés sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Nach so viel Kultur ist eine Pause schon angesagt. Nach dem Abendessen in unserem Hotel Europa City machen wir noch einen kleinen Spaziergang über die mit Lichterketten geschmückte Prachtstraße. Leider war es zu dieser Zeit wohl zu hell, so dass die sicher prachtvolle Beleuchtung nicht angeschaltet wurde.

6.Tag: Vilnius - Trakai - Klaipeda

Abfahrt nach Trakai, zur gotischen Wasserburg im Galve-See. Der Vorbesitzer war ein litauischer Großfürst. Ausgerechnet bei der Wasserburg fängt es wieder an in Strömen zu regnen, Wasser von allen Seiten. Die geplante Wanderung in malerischer Natur musste leider ausfallen. Da schadet natürlich auch "Wasser" von innen nicht; denn wir haben Bergfest, die Hälfte der Reise ist schon vorbei, da kann als Alternative ein einheimischer Schnaps zum Anstoßen nicht schaden, Prost!

Unser Bus fährt weiter Richtung Klaipeda. Tatsächlich zeigt sich die Sonne auch wieder, so dass wir im Städtchen Kaunas einen Stopp mit Wanderung einlegen. Hier fließen Memel und Neris zusammen. Oberhalb des Zusammenflusses die Aleksotas-Brücke Wir wandern am Fluss entlang und stoßen auf die Kaunasser Festung, ein Verteidigungssystem errichtet um 1883. An den Zufahrtsstraßen zur Stadt wurden im Abstand mehrere Forts errichtet, später modernisiert und erweitert. Jedes Fort war von tiefen Gräben umringt und galt als eine der vier wichtigsten russischen Festungen. Das Heer des deutschen Kaisers nahm die Festung trotzdem im Jahr 1915 ein. Während des zweiten Weltkriegs wurden die Kaunasser Forts vom Naziregime zur Massenvernichtung der Juden benutzt. Zum Gedenken an die ermordeten Menschen wurde das Gelände nicht verändert und im Jahr 1959 ein Museum errichtet. Dies zum dunklen Teil der Geschichte.

Bei unserem Besuch fand in Kaunas ein großes Sport-Event mit dem "Kaunas Marathon 2017" statt. Die Distanzen waren frei wählbar, Jung und Alt starteten voller Elan und mit dem Applaus der vielen Zuschauer - und das bei schönem Wetter.

Am frühen Abend erreichen wir unser heutiges Ziel Klaipeda. Das alte Stadtwappen von Memel wurde von der Stadt Klaipėda (späterer litauischer Name für Memel) übernommen. Es zeigt in der Mitte den zinnenbewehrten Burgturm der Memelburg, der an beiden Seiten von hölzernen Türmen flankiert wird. Das stabile Ruderboot deutet auf die Lage der Memelburg am Kurischen Haff hin und stellt die Fähre zur Kurischen Nehrung dar. Das trifft alles zu: Memel liegt an der Ostsee und war der Nord-Ost-Zipfel von Preußen. 1807 war Memel preußische Hauptstadt. Ware für Russland wurde angeliefert und mit der Fähre über die Kurische Nehrung verschifft.

Wir besuchen noch die Altstadt von Klaipeda und treffen am Theaterplatz auf den Simon-Dach-Brunnen mit dem Wahrzeichen der Stadt, das Denkmal "Ännchen von Tharau". Im Jahre 1912 wurde das Denkmal zum Andenken an den in Memel geborenen Dichter Simon Dach (1605 - 1659) geschaffen. Am Brunnen konnten viele aus unsere Gruppe mit Reiseleiterin Anna textsicher das alte, bekannte Volkslied, "Ännchen von Tharau" singen. Applaus!

Check-in im Hotel Ibis direkt am Fährhafen mit Container-Terminal. Nach einem guten Abendessen noch ein Spaziergang zum nahegelegenen, modernen Shopping-Center.

7. Tag: Klaipeda - Nida - Klaipeda

Heute machen wir einen Ausflug zur Kurischen Nehrung. Per Fähre setzen wir von Klaipeda aus über. Die Nehrung gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, sie trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Die schmalste Stelle ist nur 380 m breit. Der litauische Teil der Kurischen Nehrung wurde zum Nationalpark (Litauen), der seit 1945 russische Teil zum Nationalpark Kurische Nehrung "Kaliningrader Oblast" und ist touristisch weniger erschlossen. Auf der linken Seite des Haffs gibt es Schilf und Süßwasser, Strandurlaubsorte für Gäste aus dem früheren Königsberg, jetzt Kaliningrad. Zum Herbst werden Schilfskulpturen errichtet und zum Abschluss der Sommersaison angezündet. Die Kurische Nehrung ist zudem Teil der geschichtsreichen Bernsteinküste. Überall gibt es im Baltikum Geschäfte und Verkaufsstände mit Schmuckstücken aus Bernstein. Im Ort Nida besichtigen wir das Sommerhaus des deutschen Schriftstellers Thomas Mann. Auch ihn zogen die imposanten Dünenlandschaften in ihren Bann. Von einem Aussichtspunkt kann man schon gut die Wanderdünen erkennen. Kleine Fischerdörfer mit farbigen Häuschen trotzen hier seit Jahrhunderten den Gezeiten. Die gefangenen Fische werden geräuchert. Hier nisten über 2.000 Kormorane in Kolonien, die den Waldbestand regelrecht ruinieren. Außerdem gibt es viele Fischreiher. Fisch gibt es zwar noch genug, aber die Fischer sind nicht gerade froh über die Situation.

Wir wandern zu den die "toten" Dünen, der Sand bewegt sich nicht. Danach geht es zur großen Wanderdüne, die wir zuerst vom Land aus kennenlernen. Nach einem köstlichen Mittagessen in einem kleinen Fischrestaurant machen wir einen Bootsausflug bis zur russischen Grenze. Wir bestaunen die Wanderdüne nun aus einer ganz anderen Perspektive.

Unser nächstes Ziel ist der berüchtigte Hexenberg, eine Düne in Juodkrante. Auf unserer Wanderung durch den Kiefernwald treffen wir auf viele Eichenskulpturen. Die Litauer versammelten sich hier seit alten Zeiten, um die Mittsommernacht zu feiern. Der Legende nach feiern hier im Märchenwald auch Hexen und Teufel ihre Feste. Zu jeder der Holzgestalten gibt es Erzählungen über den Mythos des Berges und teilweise ganz gruselige Geschichten.

8. Tag: Klaipeda - Siauliai - Bauska - Riga

Wir nehmen Abschied von der Kurischen Nehrung und fahren zum "Berg der Kreuze" bei Siauliai, einer ganz bekannten Pilgerstätte, die etwas an die Schlösser an der Deutzer Brücke in Köln erinnert. Die Menschen kommen hierher, um ihre Geschichte zu erzählen sowie ihre Wünsche und Hoffnungen oder ihr Leid zu klagen. Sie stellen ein Kreuz auf oder legen auch ganz kleine Kreuze nieder. Dieser Ort ist wie ein lebendes Denkmal mit inzwischen hunderten von Kreuzen. Papst Johannes Paul II hielt hier im Jahre 1993 eine Rede an die Gläubigen. Auf der Weiterfahrt weist die Reiseleiterin nochmal darauf hin, dass die baltischen Staaten abtrünnige Staaten von Russland sind. Sie waren aber immer interessant für die ehemalige Sowjetunion wegen ihrem Zugang zur Ostsee. Da die Balten nun zur EU gehören, bietet dies eine Sicherheit vor der angrenzenden Sowjetunion.

Wieder sehen wir viele Störche, die zur Brutzeit jedes Jahr zurückkehren und ihre Nester umbauen, die bis zu 70 kg wiegen können. Die kleinen Störche knien im Nest weil ihre Kniegelenke noch so schwach sind. Das Futter sammeln die Eltern. Dies sind Mäuse, Maulwürfe, Schlangen und manchmal können auch kleine Katzen dabei sein. Im Herbst sind die jungen Störche stark genug und lernen von den älteren Tieren das Fliegen. Denn nun geht es zum Überwinterungsort, eventuell bis nach Südafrika. Ein kurzer Abstecher noch in die Industriestadt Siauliai (auf deutsch hieß sie früher Schaulen) mit ihrer schönen Fußgängerzone, der Kathedrale St. Peter und Paul und nicht zu vergessen das Schokoladenmuseum. Die "Ruta" Schokolade ist wohl sehr bekannt. Das Süßwaren-Unternehmen erhielt den Namen von der Litauischen nationalen Pflanze "Ruta".

Zum Abschluss des Tages besichtigen wir noch das Barockschloss Rundale, erbaut in den Jahren 1736 bis 1740 als Sommerresidenz für den Adligen Ernst Johann von Biron. Das prächtige Schloss wird auch das "Versailles des Baltikums" genannt. Leider konnten wir die Außenanlagen bei heftigem Regen nur kurz bestaunen, sodass wir zeitig in Riga ankamen und im Hotel Bellevue am Park einchecken konnten.

9. Tag: Riga - Jurmala - Riga

Wieder in Lettland besichtigen wir nun ausgiebig die Hauptstadt Riga. Die Brückenplanung geht auf die Sowjetzeit zurück. Daher gibt es bei der heutigen Autozahl permanent Staus im Altstadtbereich. Wir fahren über die 625 m lange Hängebrücke, die einer Balalaika ähnelt. Kleinere Kreuzfahrtschiffe können hier direkt anlegen, wie an diesem Tag eine AIDA. Der Hafen Riga liegt direkt am Fluss Daugava. Riga ist eine alte Hansestadt, alle anderen Hansestädte zwischen Lübeck und Riga wurden später gegründet. Diese Städte hatten sich dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund der Hanse angeschlossen. Vor allem gehörten Hafenstädte in den Küstenregionen dazu sowie Städte an bedeutenden Flüssen im Binnenland. Durch den Freihandel und ein geschäftstüchtiges Bürgertum gelangten viele Hansestädte zu hohem Wohlstand. Dies sieht man bis heute noch an wertvollen Kultur- und Baudenkmälern.

In Riga erkunden wir die historische Altstadt mit der St. Petrikirche, der höchsten Kirche in Riga und ein bedeutendes Architekturdenkmal der Gotik aus dem 13. Jahrhundert, ferner den Dom, das Schwedentor, den Pulverturm und das Schloss zu Riga. Die guterhaltenen Jugendstilbauten, die Gildehäuser, Speicherhäuser und der Markt - wir sind sehr beeindruckt. Plötzlich kommen wir um eine Ecke und sehen "die Bremer Stadtmusikanten"! Kein Wunder; denn Riga ist die Partnerstadt von Bremen. Vor dem Schwarzhäupterhaus - zum ersten Mal im Jahr 1334 erwähnt als das "Neue Haus der Großen Gilde" - steht sogar der "Roland" auf dem Rathausplatz.

Am Nachmittag fahren wir zum Ostseebad Jurmala, das bedeutet "Meeresufer". Dieses Städtchen zählt ca. 60.000 Einwohner und liegt 20 km vor den Toren Rigas. Bis zum ersten Weltkrieg gab es hier Fischerdörfer und viele Holzhäuser, die für wohlhabendere Leute für den Sommer gebaut wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg folgten Plattenbauten für die Arbeiter in der Industrie, Russen. Danach entstanden elegante Kurhäuser und viele russische Urlauber kamen, fünfmal soviele wie Einwohner. Sotschi, Jalta und Jurmala waren die bekanntesten und angesagtesten Orte. Jurmala hat auch ein Hochmoor mit Quellen. Das Schwefelwasser wurde schon früh für Bäder genutzt. Selbst die Zarenfamilien kamen hierhin zur Kur. Die vielen tollen Holzhäuser sind heute Millionen wert und werden von reichen Russen aufgekauft. Die Bäume dürfen allerdings nicht gefällt werden, damit die Dünen erhalten bleiben. Bei herrlichem Wetter machen wir einen Strandspaziergang entlang dieser grasbewachsenen Stranddünen und genießen die herrliche Luft und das Rauschen des Meeres bevor es zurück zum Hotel in Riga geht.

10. Tag: Abreise

Letzter Tag, wie die Zeit auf einmal geflogen ist! Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Von unserem Hotel aus brauchen wir nur über die Brücke zu gehen und sind schon in der Stadt. Die großen Markthallen waren unser erstes Ziel. Neben Obst, Gemüse, Blumen über Fleisch, Fisch, Backwaren, Kleidung gab es hier einen bunten Mix zu sehen. Von dort aus war es nicht weit bis zur Altstadt mit ihren winkligen Gassen. Riga zieht den Besucher schnell in ihren Bann, die Stadt hat es uns angetan und war einen zweiten Besuch wert! In einem der kleinen gemütlichen Restaurants essen wir mittags noch eine Kleinigkeit und machen uns dann auf den Rückweg über die Brücke zum Hotel. Von dort erfolgt der Transfer zum Flughafen Riga. Wir nehmen Abschied vom Baltikum und landen abends schon wieder in Frankfurt. Eine schöne und sehr interessante Reise geht zu Ende!

Ihr Reiseverlauf

1. Tag - Anreise
Flug nach Riga. Vor Ort werden Sie durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung in Empfang genommen und es erfolgt der Transfer zum Hotel.

2. Tag - Riga - Pärnu - Tallinn (ca. 300 km)
Als erstes Ziel Ihrer Reise heißt Sie heute der Traditionsbadeort Pärnu willkommen! Beim Anblick des alten Parks, hübscher Holzvillen und schattiger Alleen wird schnell klar, warum Pärnu zu Estlands Hauptsommersitz geworden ist. Durch das Talliner Tor, das einzig erhaltene Tor der Stadtbefestigung, führt Sie Ihr Weg in die urige Altstadt. Vorbei an kleinen Gassen mit einladenden Cafés und traditionellen Geschäften lernen Sie die Stadt bei einem Rundgang kennen. Haben Sie schon ihr Wahrzeichen, die Katharinenkirche, entdeckt? Sie ist definitiv einen Besuch wert. Ihre 4 prunkvollen Türme sind schon von weitem über den Dächern der Stadt erkennbar. Der 3 km lange Sandstrand von Pärnu lädt zu einem Spaziergang ein. Lassen Sie für einen Moment die Seele baumeln, bevor es für Sie weiter nach Tallinn geht! Hier angekommen führt es Sie in die zum UNESCO-Kulturerbe ernannte Altstadt. Bei einem Rundgang erfahren Sie mehr über die Vergangenheit dieses Stadtteils, die bis in das Mittelalter zurück reicht. Auf dem Domberg haben Sie die Chance, die schöne Domkirche zu besichtigen. Weiter geht es in die Unterstadt. Das fast vollständig vom Verkehr befreite Zentrum lockt durch gotische Wohnhäuser, kunstvoll gearbeitete Portale und barocke Kirchen. Es gibt so viel zu bestaunen und zu entdecken! Von der Aussichtsplattform des Domberges genießen Sie einen einmaligen Blick über das quirlige Stadtzentrum, den Hafen und den Meeresbusen. Ihr Bus bringt Sie anschließend in den Stadtteil Kadriorg. Bei einem Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark des Barockschlosses schreiten Sie auf den Pfaden von Zar Peter I. Wie mag es wohl gewesen sein, in diesem eleganten Ambiente zahlreiche Sommer verbringen zu dürfen?

3. Tag - Tallinn - Nationalpark Lahemaa - Tartu (ca. 185 km)
Nach dem Frühstück fahren Sie in den Nationalpark Lahemaa an die Nordküste Estlands. Diese gehört mit ihren runden Buchten, riesigen Findlingen und dem stillen Hinterland zweifellos zu den schönsten Regionen des ganzen Baltikums. Während Sie durch den Park laufen hören Sie von den Wipfeln der Bäume unterschiedlichste Vogelgesänge und ab und zu vernehmen Sie leises Rascheln von Laub in Ihrer Nähe - eine Vielzahl an Tieren lebt in diesem Gebiet! Sie wollten schon immer mal eine Moorwanderung unternehmen? Hier bietet sich Ihnen die beste Gelegenheit um sich diesen Traum zu erfüllen. Sie folgen einem langen Bretterpfad durch die Weite des Moores von Viru Raba (ca. 1 Stunde, Schwierigkeitsgrad: mittel). Spüren auch Sie diese mystische Schönheit, die ein Moor so einzigartig wirken lässt? Haben Sie schon die vielen außergewöhnlichen Pflanzen entdeckt, die in diesem Gebiet wachsen? Ihr Reiseleiter wird Ihnen gerne mehr über Moltebeeren, wilden Rosmarin und all die anderen interessanten Pflanzen erklären. Weiter geht es für Sie mit einer Rundfahrt, bei der Sie Halt an den beiden Herrenhäusern Palmse machen. Anschließend bei einer Wanderung entlang der Bucht in Käsmu, haben Sie Zeit, dieses besondere Erlebnis Revue passieren zu lassen (ca. 1.5 Stunde, Schwierigkeitsgrad: leicht). Bevor Sie Lahemaa verlassen, wird das Herrenhaus Vihula besichtigt. Zusammen mit dem Herrenhaus Sagadi bilden sie eines der schönsten Herrenhaustrios Europas. Im Anschluss geht es über Rakvere nach Tartu, wo die Übernachtung erfolgt.

4. Tag - Tartu - Turaida - Sigulda (ca. 210 km)
Willkommen in der lettischen Schweiz! Ihr erster Weg führt Sie direkt in das Herz von Tartu, in die wunderschöne, historische Altstadt. Schon von weitem sehen Sie das Rathaus, das mit einem großen Vorplatz zum Zentrum der Altstadt geworden ist. Anschließend besichtigen Sie das Hauptgebäude der Universität und den Domberg. Auf diesem befindet sich ein großer Park, in dem immer noch beeindruckende Ruinen der Domkirche erforscht werden können. Sie werfen einen Blick ins Innere der Johanniskirche. Das Gotteshaus ist eines der bemerkenswertesten Zeugnisse der Backsteingotik in Nordeuropa. Ihre heute noch erhaltenen über 1.000 Terrakotta-Figuren sind in der europäischen Kunstgeschichte einmalig. Ihre Reise führt Sie weiter nach Turaida. Ein weiterer Höhepunkt erwartet Sie - die Besichtigung der Bischofsburg von Turaida! Schon von weitem erblicken Sie die rotbraune Silhouette, die über dem Gauja-Tal thront. Anschließend machen Sie eine Wanderung zur Gutmannhöhle, der größten im Baltikum. Viele Sagen und Mythen ranken sich um sie - welcher davon wollen Sie Glauben schenken? Ihre Wanderung (ca. 2 Stunden, Schwierigkeitsgrad: mittel) führt Sie nun zurück nach Sigulda, wo Sie eine kurze Stadtrundfahrt unternehmen, um sich einen ersten Eindruck dieser, im Gauja- Nationalpark gelegenen Stadt, zu verschaffen. Als krönenden Abschluss des Tages besichtigen Sie die Burgruinen von Sigulda. Genießen Sie den fantastischen Ausblick, der sich hier auf das Gauja-Tal bietet.

5. Tag - Sigulda - Vilnius (ca. 350 km)
Nur ca. 40 km von der weißrussischen Grenze entfernt liegt sie, die Hauptstadt Litauens - Vilnius. Eingebettet zwischen waldreichem Gebiet und an der Mündung zweier Flüsse heißt Sie die Stadt willkommen! Bei einer dreistündigen Entdeckungsreise vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten, erfahren Sie Interessantes über die Geschichte dieser Stadt. Erstaunlich, dass es hier über 30 Kirchen zu bewundern gibt! Die Einwohner behaupten, dass man von fast jeder Lage in der Stadt mindestens vier Kirchtürme erblicken kann. Probieren Sie es doch einmal aus! Die Stanislav-Kathedrale vermag ihre Besucher in Staunen zu versetzen - denn was auf den ersten Blick wie ein griechischer Tempel wirkt, ist in Wirklichkeit eine Kathedrale. Lassen Sie sich auch einen Besuch von Vilnius Altstadt nicht entgehen! Sie ist eine der größten Europas und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. In versteckten Innenhöfen warten Cafés nur darauf Sie mit einheimischen Spezialitäten verwöhnen zu dürfen und originelle Geschäfte laden zum Bummeln ein. Sicher fällt Ihnen beim schlendern durch die vielen Gassen sofort die kontrastreiche Architektur auf. Barocke Bauwerke wechseln sich mit klassizistischer, gotischer und moderner Architektur. Bestes Beispiel für das Zerschmelzen zahlreicher Architekturstile ist die über 500 Jahre alte Universität, die Sie besuchen werden. Übernachtung in Vilnius.

6. Tag - Vilnius - Trakai - Klaipeda (ca. 350 km)
Auf einer Insel mitten im Galve-See thront die gotische Wasserburg von Trakai. Mitten in diesem Insellabyrinth hat die Burg ihren Platz gefunden. Bei einer Außenbesichtigung der Burg begeben Sie sich auf die Spuren der Vorbesitzer - litauische Großfürsten. Solch eine Wasserburg erwies sich als guter Schutz gegen deutsche Ordensritter. Wussten Sie, dass dies die einzige erhaltene Wasserburg in Osteuropa ist? Nachdem der deutsche Orden in der Schlacht von Tannenberg 1410 besiegt wurde, verlor die Burg ihren Verteidigungscharakter. Sie wurde fortan als Gefängnis für Edelleute benutzt. Die lange Geschichte wird zur Nebensache, wenn man den Blick über die weite Seenlandschaft schweifen lässt. Verständlich, dass dies eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Litauens ist! Sie folgen dem Wanderpfad (ca. 2 Stunden lang, Schwierigkeitsgrad: leicht) durch die malerisch schöne Natur des Galve-Sees. Im ruhigen Wasser des Sees spiegeln sich die rötlichen Farben der Backsteinburg. Sie erweckt den Eindruck mitten aus dem Wasser zu ragen. Zeit zum Innehalten! Über Kaunas fahren Sie nach diesem ereignisreichen Tag nach Klaipeda, das Sie bei einer Stadtführung besser kennen lernen. Ihre Übernachtung erfolgt ebenfalls in Klaipeda.

7. Tag - Klaipeda - Nida - Klaipeda (ca. 120 km)
Ihr Morgen beginnt mit einem Ganztagsausflug auf die Kurische Nehrung. Im Ort Nida besichtigen Sie das historisch bedeutsame Thomas-Mann-Haus, in dem Thomas Mann mit seiner Familie die letzten unbeschwerten Sommer verbrachte. Von einer kleinen Aussichtsplattform aus, haben Sie einen atemberaubenden Blick über die Dünenlandschaft der Wanderdünen und den Ort Nida. An vielen kleinen Souvenirständen haben Sie die Möglichkeit, Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu kaufen. Wie wäre es mit Schmuck aus Bernstein, der heute überwiegend in Litauen gefunden wird? Genießen Sie bei Ihrer Wanderung auf den toten Dünen die frische Meeresbrise, die in der Luft liegt. Anschließend besuchen Sie Juodkrante, die zweitgrößte Siedlung der Kurischen Nehrung und den berüchtigten Hexenberg, den Sie bei einer Wanderung näher kennen lernen. Schauen Sie sich die vielen, auf dem Berg verteilten Holzfiguren etwas näher an! Sie erzählen viel über den Mythos des Berges und den Glauben der Menschen. Der Sage nach haben Hexen und der Teufel hier Feste gefeiert. Heute versammeln sich die Litauer hier zum Feiern der Mittsommernacht (beide Wanderungen zusammen insgesamt ca. 2 Stunden, Schwierigkeitsgrad: mittel). Am Abend kehren Sie zurück nach Klaipeda. Übernachtung in Klaipeda.

8. Tag - Klaipeda - Siauliai - Bauska - Riga (ca. 340 km)
Nach dem Frühstück führt Sie Ihre Reise zu einer der bekanntesten Pilgerstätten des Landes - den Berg der Kreuze in der Nähe von Siauliai. Pilger aus aller Welt besuchen diesen sagenumwobenen Berg, um Kreuze für ihre Wünsche oder zum Dank aufzustellen. Anschließend geht es weiter nach Bauska, wo eine Besichtigung des faszinierenden Barockschlosses Rundale auf Sie wartet. Beim Betreten des "Goldenen Saals" verschlägt es Ihnen für einen Moment die Sprache. Von allen Seiten funkeln die goldenen Verzierungen und verleihen dem Raum einen einzigartigen Glanz. Beim Anblick der antiken Möbel und der vielen, rund 250 m² großen Deckengemälde fühlen Sie sich in die Vergangenheit zurück versetzt, als das Schloss noch Schauplatz rauschender Feste war und Tanzpaare durch die Räume wirbelten. Erbaut wurde das Schloss Rundale in den Jahren 1736 bis 1740 als Sommerresidenz für den Adligen Ernst Johann von Biron. In der "Großen Galerie" des Schlosses lernen Sie die hohe Kunst frühneuzeitlicher Raumgestaltung kennen. Nicht zu Unrecht wird die prächtige Anlage von zahlreichen Besuchern als das "Versailles des Baltikums" bezeichnet. Bevor Sie nach Riga weiter fahren, unternehmen Sie noch einen Spaziergang durch den zauberhaften Palastgarten. Wie muss das Leben der Menschen wohl gewesen sein, die schon vor Jahrhunderten Spaziergänge durch diesen Park gemacht haben? Am Abend erreichen Sie Riga, wo die Übernachtung erfolgt.

9. Tag - Riga - Jurmala - Riga (ca. 80 km)
Gotische, vor 800 Jahren von den Gründern der Stadt gebaute Kirchen, eine mittelalterliche Altstadt, feine Jugendstilfassaden und einzigartige Holzarchitektur - das alles erwartet Sie heute in der Hauptstadt Lettlands. Ihr Tag beginnt mit einer dreistündigen Stadtrundfahrt mit Rundgang. Vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten erfahren Sie viel über die Geschichte und die Menschen dieser Stadt. Staunend betrachten Sie die vielen architektonischen Meisterwerke, die Sie auf Ihrem Weg passieren. Die Domkirche, das Schwedentor, der Pulverturm, die große und kleine Gilde sowie die Jugendstilstraßen in der Neustadt sind nur einige der vielen Highlights dieser Stadt, die Sie besichtigen werden. Nachmittags führt Ihre Reise Sie weiter in das beschauliche Ostseebad Jurmala, das Sie sich bei einem spannenden Stadtrundgang näher anschauen. Wandern Sie entlang der grasbewachsenen Stranddünen und lauschen Sie dem Rauschen des Meeres. Der Strandpfad führt Sie von Pumpuri zum Hauptort Majori (ca. 1.5 Stunden, Schwierigkeitsgrad: leicht). Es folgt die Rückfahrt nach Riga und Übernachtung in Ihrem Hotel.

10. Tag - Abreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.